Normale Ansicht

Echos der Zeit: Strategie-Snack mit überzeugender Optik

Von: ravn
10. September 2026 um 20:31

Ich mag Spielkonzepte, die uns Spielern eigene Möglichkeiten und Wege geben, um in direkter wie indirekter Interaktion im Wettstreit mit den Mitspielern zu treten. Noch besser, wenn wir das Spielende dabei selbst in der Hand haben und von Partie zu Partie etliche neue und effektive Wege dabei finden. Perfekt, wenn dann noch die Spielatmosphäre passt, weil von Optik und Haptik bestens unterstützt. Trotzdem gibt es Kritiker.

In Summe 105 einzigartige Gefolgekarten von Giovanni Calore illustriert, bilden den spielerischen Kern von Echos der Zeit. Im Wettstreit mit unseren bis zu drei Mitspielern versuchen wir, daraus die bestmögliche Gruppe aus Kreaturen und Artefakten in unserer Auslage zusammenzustellen. Jede Gefolgekarte aus dem verdeckten gemeinsamen Stapel bringt neue Möglichkeiten auf die eigene Hand. Jede Spielrunde neu, wobei wir unsere Aktionen auch dafür ausgeben können, um weitere Karten zu ziehen. Blöd nur, dass diese Aktionen auf zwei pro Runde begrenzt sind und das Ausspielen so einer Handkarte ebenfalls eine Aktion kostet.

Das ist die Herausforderung, sich nicht zu viel Zeit zu lassen. Denn die Partie endet erbarmungslos, sobald der zentrale Vorrat an Siegpunktmarkern aufgebraucht ist, jemand 12 Karten als eigenes Gefolge ausgespielt hat oder alle Quellenkarten befestigt worden sind. Wir haben es also hier mit einem Wettlauf zu tun, bei dem wir auf Effektivität optimieren sollten. Es liegt also an uns, wenn das Spiel vorbei ist, und das passiert eher, als man meinen könnte. Der Schachtelaufdruck sagt zwar eine Spielzeit von 45 Minuten voraus, aber mit etwas Kartenkenntnis erwartet eher knackige 30‑Minuten-Partien.

Auch wenn die Tischpräsenz mit dem atmosphärisch illustrierten eigenen Zeittableau mit dem namensgebenden Fluss der Zeit ein weitaus größeres Spiel erwarten lässt, haben wir es hier eher mit einem Strategie-Snack für Zwischendurch zu tun. Mehr kann und will Echos der Zeit auf gar nicht leisten. Karten sammeln, Karten mit anderen Karten als Bezahlung ausspielen und Synergie-Effekte nutzen. Darum geht es hier. Was alles möglich ist, bestimmt das Kartendeck und was Ihr daraus machen könnt. Der Zufall spielt mit, aber das war auch schon beim Klassiker Race to the Galaxy so, dass vom Spielgefühl fern erinnert, aber spielmechanisch fernab das Karten-mit-Karten-Kaufmechanismus ganz anders ist. Hier wie dort baut Ihr Eure eigene Maschinerie bzw. hier Gefolgschaft auf, die schnell und geschmeidig laufen soll.

Die eigentliche Besonderheit der Feuerland-Spiele-Neuheit vom Frühjahr 2026 ist der Fluss der Zeit. Die ausgespielte Karte ist nicht direkt im Spiel und kann als Gefolgschaft verwendet werden. Stattdessen wird sie erst auf eine der fünf eigenen Zeitkacheln nach Kartenvorgabe gespielt. Erst Runde für Spielrunde wird sie langsam haptisch schön den Fluss heruntergespült. Wer seine Aktionen dafür opfert, kann auch Karten zusätzlich auf seinem Fluss bewegen, um diese Karten eher für sich aktiv zu haben. Die eigentliche Aktivierung erfolgt dann über einen Symbolabgleich der aus dem Fluss herausgespülten Zeitkachel mit der eigenen Gefolgschaft in der Auslage. Sofern die Karte keinen Soforteffekt beim Ausspielen hat. Auch hier ist wieder Timing gefragt, wann welche Karte zum Einsatz kommt.

Als Schmankerl, das von einigen Spielrunden allerdings teils als zu stark empfunden wurde, weil es zu einem vorschnellen Spielende führt, bevor die ganzen Kartengefolgschaften wirken können, sind unterschiedliche magische Quellen im Spiel. Immer so viele, wie Spieler teilnehmen. Die können wir durch den Stärkewert von unserem Gefolge erobern, was uns dann den direkten Eroberungseffekt einbringt und Vorteile zum Spielende. Die zur Eroberung eingesetzten Gefolgskarten verlieren allerdings ihre eigenen Effekte und dienen ab sofort nur als Schutz dieser Quelle vor Mitspieler-Eroberung. Dauerhaft für sich gesichert hat man nur eine magische Quelle, wenn man die befestigt, was einen höheren Stärkewert und damit mehr Gefolgskarten erfordert, aber direkt den Befestigungeffekt einbringt und noch mehr Vorteile zum Spielende. Im Idealfall verwendet man seine zwei Aktionen, um eine Quelle aus der Auslage oder von Mitspielern zu erobern und dann direkt zu befestigen.

Eine scheinbare Siegstrategie? Der Autor verneint das auf BGG: „In the playtests I’ve seen many games won with a wide variety of strategies. […] The game tends to end more easily through fortification if all players quickly fortify a source. However, this kind of ending usually happens in the first few games, since it’s often not in someone’s best interest to trigger the end when they’re losing. A good strategy to slow things down is to conquer a source — possibly even one owned by another player — using a few creatures but without fortifying it. This way, you won’t tie up too many creatures, and you’ll delay the fortification-based endgame while keeping your combos running.“ Für mich klingt das so, als sei die Eroberung mit direkter Befestigung einer magischen Quelle ein eher einfacher, weil gradliniger Weg. Während andere Wege, die besser und schneller sein könnten, erst durch Kartenkenntnis aufgrund von Spielpraxis durchdrungen werden wollen.

Hier merkt man, dass bewährte Autoren wie Simone Luciani mit Unterstützung von Roberto Pellei am Werk waren. Erster ist mit dem Klassiker Auf den Spuren von Marco Polo für mich persönlich unsterblich geworden. Eines meiner Lieblingsspiele mit ungezählten Partien, weil einfach herausfordernd elegant. Mit Echos der Zeit ist er weniger in seinem bekannten Genre der mittel- bis schwergewichtigen Eurogames unterwegs, was seine Vielfalt unterstreicht. Es braucht ja nicht immer direkt ein Komplexitäts-Klopper wie Darwin’s Journey oder Nucleum sein. Zumindest nicht für mich. Trotzdem oder gerade deswegen könnte Echos der Zeit vorschnell falsche Erwartungen wecken. Ich empfehle, Euch einfach mal darauf einzulassen. Wobei ich bisher nur von meiner Kennenlernpartie auf dem SpieleWahnsinn im Frühjahr 2026 zehren kann. Alles Weitere muss sich jetzt mit eigenem, selbst gekauftem Exemplar zeigen.

Dark Cases – Feuerfest – Spielkritik

Von: Paddy
10. September 2026 um 07:30
Dark Cases - Feuerfest

Die Spielschachtel ist gut gefüllt mit allerlei Dokumenten. Bei Dark Cases – Feuerfest sind erneut akribische Ermittler gefragt, denn es ist bereits der zweite Teil der Reihe. Diesmal suchen wir die verschwundene Bürgermeisterin. Beim Krimispiel muss man ermitteln, wie man

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Vantage auf Deutsch: Jetzt auch mit App-Alternative

Von: ravn
08. September 2026 um 21:46

Das Warten hat ein Ende. Feuerland hat derweil seine deutschsprachige Special-Edition an die Vorbesteller ausgeliefert. In wenigen Tagen ist auch die Retail-Version bei den Fachhändlern in Muttersprache lieferbar. Als mehr als nur kleine Überraschung gibt es eine offiziell unterstützte App-Alternative dazu. Ich zeige die Versionen – original englisch und deutsch im Vergleich per bebilderter Auspack-Session. Eine fette Empfehlung inklusive.

Mit einer Auflage von 2200 Exemplaren und gut 6 kg Gesamtgewicht ist die Vantage Special-Edition etwas ganz Besonderes. Für 127 Euro inklusive Versand konntet Ihr bis zum 29. Oktober 2025 diese deutschsprachige Version vorbestellen und noch vor der Retail-Version spielen. Das Versprechen wurde eingehalten und gut verpackt kam auch meine selbstbezahlte Special-Edition an. Durch eine gesundheitsbedingte Zwangspause musste die allerdings noch einige Wochen auf mich zu Hause warten. Die Auspack-Session habe ich nun nachgeholt – wie Ihr in folgenden Bildimpressionen miterleben könnt.

Wer die Vorbestellphase verpasst hat, der braucht sich nicht grämen. Ihr könnt bis auf die größere Verpackung mit auffällig silberglänzendem Schriftzug auf die Retail-Version ausweichen und Euch die Deluxe-Erweiterungen einzeln dazukaufen. Charaktertableaus, Holzmarker und Metallmünzen sind in Summe zwar teurer als der Vorbestellpreis, aber Ihr müsst auf nichts verzichten. Gut gepackt passen die auch mit minimalem Deckel-Anhub bestens in die Retail-Spieleschachtel. Warum ich das genau weiß? Weil ich es genauso mit meiner englischen Version von Stonemaier Games gemacht habe.

Ein Nachteil der deutschsprachigen Version war bisher ein großes Manko. Die Begleit-App von Rulepop für die englischsprachige Version von Vantage war für mich unverzichtbar geworden. Denn damit sparte ich mir das Geblättere in den acht Aktionsbüchern, um die passende Textpassage dort zu finden. Zudem spoilerte ich mich nicht selbst, weil in der App immer nur die aktuelle Würfelprobe und die Situation mit ihren Auswirkungen schrittweise angezeigt wird. Auch waren die aktuellsten Korrekturen direkt eingepflegt, ich brauchte also nicht in Errata und Klarstellungen nachzulesen. Eine Lokalisation konnte Feuerland leider nicht leisten.

Aber es gibt Abhilfe, von Fanhand entwickelt und mit offizieller Genehmigung von Feuerland. Deshalb auch auf der Feuerland-Webpage gehostet – einfach online aufrufen und alle wichtigen Kernfunktionalitäten sind enthalten. Ein fettes Dankeschön an den Entwickler Guido „derLetzteW“ Weiler, der uns Nutzern diesen Service kostenfrei zur Verfügung stellt und auch weiter pflegt. Mehr dazu im unknowns.de-Forum.

Ich selbst bin auf meine Erstpartie Vantage in meiner Muttersprache und mit App-Alternative gespannt. Endlich keine mir kryptischen Begriffe, die ich nicht verstehe, falsch deute oder umständlich nachschlagen muss. Mein Ersteindruck zeigte mir eine einwandfreie und professionelle Lokalisierung. Spielerherz, was willst du mehr?

Brettspielnews – geplante Lokalisierungen in 2026 – Teil 3

08. September 2026 um 17:00

Wir setzen unsere Reihe von Ankündigungen von Lokalisierungen für das Jahr 2026 fort, die wir alle auch auf der SPIEL in Essen erleben werden (soweit keine Liefereinschränkungen dem entgegensprechen). Weiter geht es mit Teil 3. Die Brettspiel-Lokalisierungen als Video Asmodee Lightning Train (Dire Wolf) Autor: Paul Dennen ◾ Grafik: Clay Brooks, Derek Herring, Kenan Jackson, […]

Werden Trading Card Games die nächste große Messefläche erobern?

08. September 2026 um 15:11

Wenn ich vor fünf oder zehn Jahren eine Prognose hätte abgeben müssen, wie sich der Kartenspielmarkt entwickelt, wäre ich vermutlich ziemlich daneben gelegen.

Damals hätte ich erwartet, dass sogenannte Living Card Games (LCGs) langfristig stärker wachsen würden. Feste Erweiterungen, keine Zufallspakete, gleiche Chancen für alle Spieler – das schien aus Spielersicht wie das deutlich fairere Modell.

Heute sieht die Realität anders aus.

Trading Card Games sind präsenter denn je und erhalten auf der SPIEL 2026 sogar erstmals eigene internationale Auszeichnungen. Das wirft für mich eine spannende Frage auf: Stehen wir erst am Anfang einer noch größeren TCG-Welle?

Die Totgesagten leben länger

Immer wieder wurde in den vergangenen Jahren vorhergesagt, dass das klassische TCG-Modell irgendwann an seine Grenzen stößt.

Zu teuer. Zu kompliziert. Zu stark vom Sammelaspekt geprägt.

Doch während viele LCG-Reihen eingestellt wurden oder deutlich kleiner geworden sind, erleben wir weiterhin erfolgreiche Sammelkartenspiele. Neben den etablierten Größen erscheinen regelmäßig neue Systeme, die innerhalb kürzester Zeit große Communities aufbauen.

Offenbar erfüllt das Sammeln, Tauschen und Optimieren von Decks ein Bedürfnis, das weit über das eigentliche Spielen hinausgeht.

Das soziale Element wird oft unterschätzt

Vielleicht liegt genau dort der entscheidende Unterschied.

Ein Brettspiel kaufe ich häufig für meine bestehende Spielgruppe. Ein TCG bringt dagegen oft seine eigene Community mit.

Turniere, lokale Spieltreffs, Tauschbörsen und Online-Diskussionen schaffen eine soziale Dynamik, die viele andere Spiele nur schwer erreichen.

Wer einmal Teil einer aktiven TCG-Community war, versteht schnell, warum diese Spiele eine so starke Bindung erzeugen können.

Das Problem namens „Pay to Win“

Trotzdem bleibt für mich eine offene Frage.

Denn der Vorwurf des „Pay to Win“ begleitet viele Sammelkartenspiele seit Jahrzehnten. Wer mehr Geld investiert, hat häufig Zugang zu stärkeren Karten oder zumindest mehr Möglichkeiten beim Deckbau.

Natürlich ist die Realität oft komplexer. Erfahrung, Deckbau-Kenntnisse und Spielstärke spielen ebenfalls eine große Rolle.

Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen: Wie schafft man ein System, das wirtschaftlich funktioniert und gleichzeitig möglichst fair wahrgenommen wird?

Können neue Modelle entstehen?

Gerade hier sehe ich enormes Potenzial.

Vielleicht erleben wir künftig hybride Modelle zwischen LCG und TCG. Vielleicht werden digitale Komponenten stärker integriert. Vielleicht entstehen neue Wege, um Sammeln attraktiv zu machen, ohne den Wettbewerbsaspekt zu stark vom Budget abhängig werden zu lassen.

Die Branche hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie kreative Lösungen finden kann.

Deshalb glaube ich nicht, dass das aktuelle TCG-Modell das Ende der Entwicklung darstellt.

Was bedeutet das für die SPIEL?

Die neuen Auszeichnungen auf der SPIEL 2026 könnten ein Hinweis darauf sein, dass Trading Card Games künftig noch mehr Raum einnehmen werden.

Mehr Aussteller. Mehr Turnierflächen. Mehr Community-Events.

Vielleicht erleben wir in einigen Jahren eine Messe, auf der TCGs einen ähnlich großen Stellenwert besitzen wie klassische Brettspiele.

Ob das für alle Besucher eine positive Entwicklung wäre, darüber lässt sich sicherlich diskutieren.

Mein persönlicher Blick

Ich muss zugeben: Ich hätte die Entwicklung so nicht erwartet.

Nach dem Erfolg von LCGs schien es für mich plausibel, dass sich feste Erweiterungsmodelle langfristig stärker durchsetzen würden. Tatsächlich sieht es aktuell eher so aus, als hätten Trading Card Games ihre Position weiter ausgebaut.

Das macht die Entwicklung für mich aber umso spannender.

Denn unabhängig davon, ob man selbst TCGs spielt oder nicht, zeigt sie, dass die Brettspielbranche immer wieder Überraschungen bereithält – und dass Prognosen oft deutlich schwieriger sind, als sie zunächst erscheinen.

Wie siehst du das?

Glaubst du, dass Trading Card Games in den kommenden Jahren weiter wachsen werden? Oder erleben wir aktuell lediglich eine besonders starke Phase?

Und was hältst du vom klassischen Booster-Modell: zeitlos erfolgreich oder langfristig ein Auslaufmodell?

Schreib deine Meinung gerne in die Kommentare. Ich bin gespannt, wie du die Zukunft der TCGs einschätzt.

Watt geht ab? – Kinderspiel-Review des Monats

08. September 2026 um 09:53

Auf die Schnelle durch die Welle Wer schon mal Urlaub am Wattenmeer gemacht hat, hat mit Sicherheit die kleinen, spaghettiförmigen Kringel auf dem Wattboden entdeckt. Sie entstehen durch die im Boden lebenden Wattwürmer, die ununterbrochen Sand fressen, alle wichtigen Nährstoffe daraus verarbeiten und der Rest wird… genau wieder ausgeschieden! Um genau diese aktiven Tierchen dreht […]

Codenames Duett

Von: ferengi
08. September 2026 um 08:03

Kreatives aus der Codenames-Fabrik?

Ein paar Jahre schlummerte die Duett-Version des Klassikers im Schrank. Ich dachte immer, dass dies nur eine Variante ist, vielleicht andere Karten. Doch dank eines Tipps habe ich es dann doch mal von der Folie befreit und ich bin positiv überrascht.

Denn die Duett-Variante bringt neuen Schwung in das bekannte Konzept, diesmal aber kooperativ. Gemeinsam zu zweit, alternativ in zwei Teams, sitzen wir uns gegenüber und suchen aus einer 5×5 Kartenmatrix die 15 Zielwörter. Anders ist, dass die Codekarte doppelseitig ist und jeder Spieler auf seiner Seite 9 Zielwörter, 3 Attentäter und 13 neutrale Karten sieht.

Wie immer ist es anfangs schwierig einen passenden übergreifenden Begriff für möglichst viele grüne Wörter zu finden, ohne auf die schwarzen Attentäter zu lenken.

Abwechselnd versuchen wir mit mit einem Begriff und der Anzahl hierzu passender Wortkarten möglichst viele Worte abzudecken. Insgesamt haben wir aber nur 9 Züge Zeit.

Und die 9 Runden werden über Zeitmarker gezählt. Tippt man falsch, wird ein Marker auf die Wortkarte gelegt und zeigt an, wer dieses Wort fälschlicherweise gewählt hat. Aber Achtung: Es kann auch sein, dass diese Karte auf der Codekarte des anderen Spielers eine Zielkarte ist. Man kann natürlich auch aufhören zu raten, dann wird ein Zeitmaker umgedreht um anzuzeigen, dass ein Zug beendet wurde. Dieses schützt vor den 3 Attentätern, die, sofern man sie wählt, sofort zum Ende des Spiels führen.

Die Zeitmarker mit dem Pfeil in eine Richtung auf den Wortkarten zeigen an, wer hier falsch getippt hat. Umgekehrt kann es sein, dass das Wort beim Gegenspieler grün ist.
Letzter Zug, nur noch Korea fehlt und wir waren letztes Wochenende zum koreanischen Barbecue. Warum beim Begriff Barbecue dann auf Hobel getippt wird, muss noch ausdiskutiert werden.

Fazit:

9 Runden, oder 11 im Anfängermodus, ist schon herausfordernd. Man wird oft scheitern. Doch wenn man den Dreh raus hat, kann man sich an den Missions-Modus machen und einige Zeitmarker können dann nur noch für ein falsche Ansage genutzt werden. Und andere nur noch, um die Runde zu beenden. Da kommt dann noch mehr Taktik und Nervenkitzel auf. Bislang haben wir es nur zu zweit gespielt und dies funktioniert sehr gut. Mit zwei Teams wäre dies noch einmal eine sehr kooperativer Partyspaß.

Stubenscore: 7,7 / 10


CODENAMENS DUETT
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Fruit Cocktail – Spielkritik

Von: Paddy
08. September 2026 um 07:31
Fruit Cocktail

Die Regeln sind sehr kurz und knackig. Beim Sammelspiel Fruit Cocktail holt man sich Runde für Runde neue Früchte. Gleichzeitig legt man auch die Punkte für die einzelnen Früchte fest. Ein Kartenspiel aus der Reihe der Irrlichter des Verlags nice

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KoRo und Ravensburger: Die Snack and Play Box

07. September 2026 um 12:05
KoRo und Ravensburger: Die Snack and Play Box

KoRo und Ravensburger bringen mit der „Snack and Play Box“ eine gemeinsame Box aus Snacks und Spiel heraus: sechs KoRo-Snackartikel plus eine exklusive KoRo-Edition von Ravensburgers Party- und Bluffspiel „That’s Not a Hat“. Die Box ist aktuell für 22 Euro im KoRo-Shop gelistet (Stand: 7. September 2026), laut Anbieter mit begrenztem Vorrat. Ob die KoRo-Edition ein eigenständig spielbares Kartenspiel ist oder die reguläre Ausgabe voraussetzt, sagt die Produktseite nicht.

In „That’s Not a Hat“ (Ravensburger, Designer Kasper Lapp, 2023) geben sich 3 bis 8 Spielende ab 8 Jahren reihum Geschenke und müssen sich merken, wer ihnen was gegeben hat. Wer es vergisst, muss bluffen, um einen Strafpunkt zu vermeiden. Eine Partie dauert rund 15 Minuten, auf BoardGameGeek liegt das Spielgewicht bei 1,06 von 5, also klar im leichten Partyspiel-Bereich.

Sechs Snacks in der Box

Laut Produktseite enthält die Box sechs Snackartikel: Bio-Linsenchips mit Meersalz, Protein-Pop-Chips Sour Cream, geröstete Bio-Studentenfutter-Mischung mit Cranberries und Mandeln, Bio-Tomate-Basilikum-Aufstrich sowie gefriergetrocknete Erdbeerscheiben und gefriergetrocknete Bananenscheiben als zwei eigene Artikel. Der Versand ist laut KoRo kostenlos, die Lieferzeit liegt bei 3 bis 6 Werktagen, die Mindesthaltbarkeit der Snacks bei 1. Dezember 2026. Konkrete Allergenangaben zu den Snacks nennt die Produktseite nicht.

Der Kampf um das Multiversum beginnt – Marvel Crisis Protocol (Rezension)

07. September 2026 um 09:00

In Marvel Crisis Protocol treffen die größten Charaktere des Marvel-Universums aufeinander. Mit cleverer Taktik, spektakulären Superkräften und zerstörbarer Umgebung wird jedes Gefecht zum epischen Showdown. Ist das Spiel so heldenhaft wie es erscheint und lohnt sich ein Blick ins System?

Dieser Beitrag wurde von Christian Kallweit geschrieben

Codenames

Von: ferengi
07. September 2026 um 08:06

Spiel des Jahres 2016

Zwei Teams, die jeweils von einem Geheimdienstchef angeführt werden, müssen mit minimalen Informationen aus einer Matrix von 25 Begriffen ihre herausbekommen. Hierzu darf der Chef nur ein Wort und eine Zahl nennen. Hierbei gibt die Zahl an, wieviele Karten mit dem Begriff zu assoziieren sind.

Die anderen Teammitglieder diskutieren dann, welche der Karte(n) zu dem Begriff passen und tippen nacheinander auf Karten, die sie für passend halten. Das andere Team ist dran, wenn sie nicht weitermachen wollen oder auch vielleicht entsprechend der Zahl alle gefunden haben. Oder sie auf eine Gegnerkarte oder neutrale Karte getippt haben. Aber Vorsicht: Ein Begriff ist eine Attentäterkarte. Wird diese gewählt, hat man verloren. Der Geheimdienstchef muss also aufpassen, dass sein beschreibendes Wort weit entfernt von diesem Begriff ist.

Die Geheimdienstchefs sitzen nebeneinander und sehen auf dem Kärtchen, welche Begriffe die vom roten bzw. blauen Team sind. Die schwarze Attentäterkarte ist in der Mitte unten, so dass man den Begriff Schnee nicht als Option haben sollte.
Wenn es weniger offene Karten gibt, wird es in der Regel auch schwieriger, einen Begriff zu finden, der mehrere Karten beschreibt.
Ich wusste gar nicht, dass da eine Sanduhr in der Packung ist. Aber ich hatte jetzt eine Runde, in der der Geheimdienstchef 15 Minuten überlegt hat. Und alle anderen 7 Spieler haben sich was zu trinken geholt, haben gegessen, sich schon die nächsten Spiele angeguckt und waren fassungslos. Und beim nächsten Begriff hat er das wiederholt. Der Begriff war dann ein Fantasiewort aus drei Einzelbegriffen der drei Karten. Es gibt also auch Spieler, die für Codenames ungeeignet sind.

Fazit:

Partyspiele kommen ziemlich häufig auf die Spiel des Jahres-Liste. Zu Codenames gibt inzwischen zahlreiche Variationen. Nett ist auch die XXL-Variante, da hier die Karten größer sind, so dass in größeren Gruppen die Karten besser zu erkennen sind.

Vlaada Chvátil ist auch für eher komplexere Spiele, wie Im Wandel der Zeitalter: Ein neue Geschichte der Zivilisation oder Mage Knight bekannt, beide haben bei BGG eine Komplexität über 4,4.
In der richtigen Gruppe und ggf. mit Sanduhr für Perfektionisten (oder sich dafür haltende) ein tolles Spiel, das nach 30 Minuten Lust für eine nächste Runde macht.

Stubenscore: 7,6 / 10


CODENAMES
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Gloomies – Spielkritik

Von: Paddy
07. September 2026 um 07:30
Gloomies

Die kleinen Wesen aus der fernen Galaxie sehen sehr freundlich aus und sie lieben Blumen in allen Farben. Gloomies ist ein Sammelspiel, bei dem man in zwei unterschiedlichen Phasen auf Punktejagd geht, die Blumen immer im Zentrum. Aus der Spieleschachtel

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Brettspiel Crowdfunding News 36/26

Von: Nina
06. September 2026 um 20:30

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Sommerpause. Es sind einige wenige Projekte angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche und den verschiedenen Plattformen und die „wichtigsten“ Projekte: Barbaric: Crown of the Frost Mit Barbaric: Crown of the Frost erhält das postapokalyptische Brettspiel Barbaric: After the Apocalypse neue Inhalte. Im Grundspiel kombinieren die Spielenden unterschiedliche […]

Flossenschlag – Haie & Riffe (Finspan – Sharks & Reefs)

Von: Krys
06. September 2026 um 18:43

Mit Haie & Riffe bekommt Flossenschlag die erste Erweiterung, die das marine Ökosystem um zwei neue Elemente ergänzt: Korallenriffe und Haie. Während die Riffe den eigenen Ozean um einen weiteren Ausbaupfad erweitern, sorgen die Haie für neue Möglichkeiten, mit Jungfischen

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Durchs Partyradar gefallen: Match me if you can

Von: ravn
06. September 2026 um 12:58

Wichtig ist der Spieletitel ohne Ausrufezeichen, ansonsten verkuppelt Ihr vorgegebene Prominente bei der 2025-Neuheit von HUCH! Ohne Satzzeichen am Ende seit Ihr hingegen richtig, sofern Ihr ausreichend viele Mitspieler versammelt und nach gemeinsamen Antworten auf kuriose Fragen sucht. Falsche Antworten gibt es hier nicht, nur Meinungen. Eine kleine Spurensuche, warum das Spiel im Schatten von Dito! untergegangen ist.

Im September 2025 ist Match me if you can erschienen und damit schon vor der letzten SPIEL in Essen. War es ein Thema seit dem? Wohl eher nein, weil schlicht in der Neuheitenflut der verschiedensten kommunikativen Partyspiele untergegangen. Keine Forendiskussion auf Boardgamegeek, obwohl zeitgleich eine eigene englische wie auch italienische Version von Ravensburger veröffentlicht wurde. Gerade mal 249 Spieler geben an, dass sie das Spiel besitzen und nur 117 haben es bewertet. Das allerdings unterdurchschnittlich mit 6.5 – die meisten mit 7, aber mit zu starker Tendenz zur 6 oder gar niedriger. Warum ist es mir dann überhaupt hier eine Erwähnung wert? Weil die Spielrunden von Udo Bartsch das Spiel auf Platz 1 der am liebsten gespielten Spiele im Fokus Spiel des Jahres gewählt haben. Und Udo selbst vergibt seine Note „solide“, was fast schon eine Adelung entspricht.

Also spontan selbst gekauft, in der Hoffnung, dass es in meinen passenden Spielrunden zündet. Für unter 15 Euro war es mir dieser Blindkauf wert. Allerdings braucht es 3 bis 8 Spieler, wobei je mehr, desto besser. Das liegt am Grundprinzip des Spiels. Denn es geht um wahrscheinliche Antworten. Nur wer genauso antwortet wie mindestens eine andere Person am Spieletisch, der bekommt Punkte und zieht in die nächste Runde ein. Alle anderen mit einsam-alleiniger Antwort kann hingegen durch richtige Wetten ebenso Punkte machen. Niemand scheidet also gänzlich aus. Wobei nach drei aufsteigenden Raterunden sowieso alle wieder kreative Rater werden. Wer in Summe 13 Punkte erreicht, hat die Partie gewonnen. Im Idealfall dauert das rund 15 bis 30 Minuten oder mindestens sieben Raterunden.

Doch halt! Hier geht es weniger um kreativ-abgefahrene Antworten, sondern die sichere Meinung der Allgemeinheit. Als ein typisches Einschätzspiel Eurer Mitspieler. Wer stets mit dem Mainstream schwimmt, der kommt schneller zum Ziel. Es reicht aber auch, wenn wenigstens einer der Runde so verquer denkt, wie ich selbst. Puh, Glück gehabt. Die Wette für vorzeitig und zeitweise ausgeschiedene Mitspieler ist ein kleiner Versuch, diese am Spielgeschehen interessiert zu halten. Hier geht es nur darum, ob überhaupt jemand Fragen-Stufe 2 oder 3 schafft, nicht wer von Euch. Also hopp oder topp, 50 % Chance auf einen abgestaubten Zusatzpunkt.

Vom Spielmaterial ist das Spiel von Autor Johannes Berger und Julien Gupta durchaus solide. Euch erwarten 150 doppelseitige Fragenkarten, also ausreichend Abwechslung für 30 Partien, wenn wir so 10 Fragerunden bis 13 Punkte annehmen. Punktemarker und Wettchips aus stabiler Pappe für 8 Mitspieler samt Punkteleiste. Einzig bei der Block bin ich nur unsicher, wie praktikabel der ist. Weil der muss noch händisch in drei Spalten verschnitten werden und jeder benötigt einen mitgebrachten Stift. Die typischen Folienmarker mit wegwischbarer Tafel wären einfacher gewesen. Im Zweifelsfall verschneidet Ihr den Block vorab in seine Spalten und legt Bleistift bei. Für den Kaufpreis von unter 15 Euro gerade noch zu verkraften.

Und macht Match me if you can Spaß? In der Theorie klingt es in seinem Genre gut, auch weil viele zeitgleich dabei sein können. Einfachste Regeln und niemand blamiert sich mit seiner Unwissenheit, denn falsche Antworten gibt es nicht. Für 20 Minuten ein ideales kommunikatives Partyspiel für Großgruppen. In der Praxis muss ich es hingegen erst noch auf den Tisch bringen. Aber die Spielrunden von Udo Bartsch können gar nicht so falsch liegen, oder? Nur warum ist die 2025-Neuheit so unbekannt geblieben? Ein Fluch der Neuheitenflut jedes Jahr? Ich bin gespannt, was es wirklich taugt.

Auf die Nüsse

Von: ferengi
06. September 2026 um 06:06

Wuff, wuff


Ich mag Würfelspiele. Nicht alle sind strategisch, zu einigen benötigt man Glück und Bier. Und hier 50 Punkte in Form von 50 Nüssen.

Kleine Dose, 5 Würfel für die aktiven Spieler und je ein Würfel für die Auf die Nüsse-Runde.

Fünf Würfel mit Nüssen, Eichhörnchen und Tannenhäher haben wir. Und nun wird es simpel: Würfeln, Tännenhäher rauslegen, Nüsse als Punkte zählen und – sofern wir push your luck mögen – Nüsse und Eichhörnchen für die nächste Würfelrunde nutzen. Das kann man so lange weitertreiben und weitere Nüsse addieren, bis man ausschließlich Tannenhäher oder Eichhörnchen würfelt.

Ganz spannend lustig ist es schon, wenn man in der Endphase alles Tannenhäher würfelt, denn dann ist die Runde punktlos beendet. Und würfelt man in der Phase lauter Eichhörnchen, wird es interaktiv.
Der Spieler nimmt sich alle Würfel, mit denen er zuletzt alles Eichhörnchen gewürfelt hat, und würfelt diese immer wieder und wieder und summiert die Nüsse. In der Zwischenzeit würfeln alle anderen Spieler ihren Hundewürfel und rufen Wuff-Wuff, wenn ein Hund kommt. Wenn alle einen Hund gewürfelt haben, endet die Runde und der aktive Spieler bekommt Punkte in Höhe seiner bis dahin erwürfelten Nüsse.

Schnell, schnell, schnell Nüsse würfeln. Denn die anderen würfeln sich einen Hund.
Mit dem Nusswürfel kann ich weiterwürfeln. 3 Eichhörnchen, 2 Nüsse und 1 Tannenhäher ist die Wahrscheinlichkeit.

Fazit:

Tja, es gibt eine Reihe kleine-Dosen-Spiele von Game Factory. Die Relation von Spieldauer (15 Minuten) zu Spaßfaktor (auch Abhängig von der Umgebung) ist ok, es soll ja auch nur ein Reisespiel für bis zu vier Personen sein.

Stubenscore: 6,9 / 10


AUF DIE NÜSSE
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Tipp um Tipp – Brettspiel-Quiz (42)

Von: SandraP
06. September 2026 um 06:00

In unserem Format „Tipp um Tipp“ laden wir euch ein, mit uns zu quizzen. Wir beschreiben Euch einmal pro Woche in 15 bis 20 Hinweisen ein Brettspiel. Wie schnell bekommt Ihr es heraus? Am Ende gibt es direkt die Auflösung. 

Schreibt uns gerne, wie Euch das Quiz gefällt oder sagt einfach hallo. Ihr erreicht uns unter info@doppelbrett.com, auf Instagram (https://www.instagram.com/doppelbrett_com/) oder bei Mastodon (https://podcasts.social/@doppelbrett).

Wir freuen uns auch über eine Bewertung z.B. bei Apple Podcasts oder Spotify.

Musik

Intro/Outro: John Deley – Play Song
Quiz: VibeDepot – Slow Jazz

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