Im Heissluftballon geniessen wir die Landschaft und gestalten Plättchen für Plättchen das Panorama aus Wäldern, Bergen, Wiesen und Feldern. Wer die richtige Wahl trifft und perfekte Kombinationen findet, kann am Ende so richtig punkten. Für einmal haben wir längliche Legeplättchen
Das Kartenspiel Panika bedient sich an einem äusserst bekannten Spielprinzip. Mit der dazugehörigen App kommt viel Unberechenbarkeit ins Spiel, die für sehr unterhaltsame Momente am Spieltisch sorgt. Wer legt seine Karten zuerst ab? Die App zum Spiel wird dringend benötigt.
Folge 45 strotzt vor Vorfreude auf die kommende SPIEL 26 in Essen. Wir berichten von Presseevents und von unseren ersehnten Titeln. Außerdem besprechend wir FIRST GIANTS und RIFFWELTEN in gewohnter Tiefe.
Was machen nordische Gottheiten, wenn die eigene Welt zu sterben droht? Natürlich, sie reißen sich einfach die griechische Welt unter den Nagel. Na gut, sie versuchen es jedenfalls. Aber die…
Der schottische Designer Judson Cowan hat am 22. September 2026 auf Kickstarter die Kampagne zu Personal Demons gestartet, einem Drafting- und Legespiel für 1 bis 4 Spielende aus seinem eigenen Studio Tettix Games. Innerhalb weniger Stunden hat die Kampagne ihr Ziel von 6.666 Pfund um mehr als das Siebenfache übertroffen: Bei Redaktionsschluss standen 47.514 Pfund und 841 Unterstützende auf der Uhr. Für deutsche Spielende ist vor allem eines relevant: Board Game Circus lokalisiert das Spiel. Die Sprache lässt sich später im Pledge-Manager zwischen Deutsch und Englisch wählen.
Wie funktioniert Personal Demons?
In Personal Demons beschwören die Spielenden reihum ihre inneren Dämonen und versuchen, sie durch vollständige Siegel zu bannen. Jede Partie läuft über drei Runden zu je sechs Zügen. Laut Board Game Circus handelt es sich dabei um echtes Hand-Drafting: Alle wählen aus ihrer Kartenhand verdeckt eine Karte, decken gleichzeitig auf und reichen den Rest im Uhrzeigersinn weiter, ähnlich wie bei Sushi Go oder 7 Wonders. Wer eine Karte behält, entzieht sie damit allen nachfolgenden Mitspielenden in der Passkette.
Vier Dämonenkarten der Farben Gelb, Rot, Blau oder Lila ergeben, in ihren Ecken kombiniert, ein vollständiges Siegel und bringen Punkte. Lila fungiert dabei laut Board Game Circus als Jokerfarbe, die jedes der drei anderen Siegel ergänzen kann. Dazu kommen Bonusaktionen wie das Stellen von Ängsten oder das Beschwören neuer Dämonen. Laut Herstellerbeschreibung lassen sich begonnene Siegel im Spielverlauf auch wieder aufbrechen und neu bilden, was fortlaufende Timing-Entscheidungen erzwingt.
Unterschiedliche Dämonen bringen laut BoardGameGeek jeweils eigene Effekte für alle Spielenden mit: Gesammelte Mut-Karten verleihen zusätzlich individuelle Fähigkeiten. Das soll für Varianz zwischen einzelnen Partien sorgen: Feste Zahlen zur Kartenvielfalt nennt die Kampagne bislang nicht. Die Kombination aus Hand-Drafting und Schichten-Legespiel auf einer persönlichen Tafel unterscheidet Personal Demons von reinen Set-Collection-Spielen, bei denen Karten nur gesammelt statt räumlich angeordnet werden. Ob die Dämonenkarten neben der Farbe zusätzliche Symbole oder Formen tragen und ob es eine Referenzkarte für die Siegel-Logik gibt, geht aus Kickstarter-Seite und Board-Game-Circus-Artikel bislang nicht hervor.
Kickstarter nennt eine Spieldauer von 45 Minuten: BoardGameGeek fasst sie mit 30 bis 60 Minuten etwas weiter. Freigegeben ist Personal Demons laut Kampagnenseite ab 14 Jahren. Die Grundbox ist für ein bis vier Spielende ausgelegt: Ein optionales Erweiterungs-Kit hebt die Höchstzahl auf sechs an. Der Solo-Modus bietet drei Schwierigkeitsstufen mit Zielwerten zwischen 75 und über 175 Punkten.
Companion zu Deep Regrets
Personal Demons ist als Begleitspiel zu Cowans Deep Regrets gedacht, das Würfelreich bereits getestet hat. Design und Illustration stammen ebenfalls komplett von Cowan selbst. Veröffentlicht wird über sein eigenes Studio Tettix Games mit Sitz in Edinburgh. Thematisch bilden beide Spiele einen Kontrast: Während Deep Regrets Reue anhäuft, geht es in Personal Demons um die spielerische Konfrontation und Bewältigung innerer Ängste.
Pledges und Erscheinungstermin
Der Basis-Pledge für Personal Demons kostet 33 Pfund und enthält eine Kopie in wählbarer Sprache. Das „Pandemonium“-Bundle für 70 Pfund bündelt Grundspiel, das 5-6-Spieler-Erweiterungskit sowie ein Kartenspiel-Deck mit Motiven aus dem Spiel. Das zugehörige Lore-Buch „Sol's Low-Key Guide to Demons“ bleibt dabei ausschließlich englischsprachig. Eine Händlerstufe für 199 Pfund bietet zwölf Exemplare mit Mengenrabatt, ebenfalls nur auf Englisch.
Kickstarter nennt August 2027 als Liefertermin. Die Kampagne selbst läuft noch bis zum 15. Oktober 2026. Einen Präzedenzfall gibt es bereits: Board Game Circus hatte die deutsche Version von Cowans vorherigem Spiel Deep Regrets nach eigenen Angaben ausgeliefert, kurz bevor Tettix Games Anfang Juni 2025 die erste große Erweiterung ankündigte.
Ob Board Game Circus als Lokalisierungspartner auch das Fulfillment für deutsche und EU-Unterstützende übernimmt oder der Versand aus Großbritannien erfolgt, nennt die Kampagnenseite bislang nicht. Eine Handelsausgabe nach Kampagnenende ist beim Vorgänger bereits Praxis: Deep Regrets ist inzwischen über den hauseigenen Shop Brettspielkiosk erhältlich, aktuell allerdings ausverkauft. Ob und wann Personal Demons denselben Weg geht, lässt die Kampagne offen. Das frühe Pledgen bleibt damit vor allem eine Frage von Preis und Wartezeit.
Mit Crazy Cubes Flip! gibt es nun eine kleine Reiseversion des bekannten Knobelspiels. Plättchen legen, Vorgaben erfüllen und Karten gewinnen. Die wasserfesten Spielteile funktionieren auch im Urlaub am Strand. Der Spielspass bleibt gleich. Ein Set besteht aus vier unterschiedlichen Plättchen.
Und darum geht es: Jeder Spieler hat ein Tableau, in das er in jede Runde einen Fisch mit einer Koralle oder alternativ einen Fisch mit einem Riffbewohner platziert. Ziel ist es, für die Plättchen (Korallen und Riffbewohner) bestimmte Bedingungen zu erfüllen, damit man sie umdrehen kann und somit später für sie Siegpunkte erhält.
Wir nehmen einen Fisch + Koralle darüber oder einen Fisch und Riffbewohner darunter. Links noch zwei Siegpunktebedingungen für die Endwertung, sollte man auch im Blick haben.
Die Herausforderung besteht nun darin, die Bedingungen der Korallen und Riffbewohner möglichst effizient in das eigene Tableau einzupuzzeln. Also wie kann man Fische für mehrere Korallen nutzen und auch noch die Bedingungen der Riffbewohner erfüllen?
Bei den Korallen ist dies offensichtlich: Hat man in allen vorgesehenen Ecken einer Koralle den richtigen Fisch (also gleiche Farbe), dreht man die Koralle um und man muss einen der genutzten Fische auf die Koralle platzieren.
Bei den Riffbewohnern ist es auch nicht komplizierter: Man muss in der Regel gleiche (oder verschiedene) Korallen (oder Fische auf Korallen) in einer bestimmten Anordnung erfüllen.
Korallen mit weniger Vorgaben für die Fische sind leichter zu komplettieren, bringen aber weniger Siegpunkte. Der Riffbewohner links ist erfüllt, wenn 4 verschiedene Fische (Bedingung steht immer in der Mitte) auf den Korallen mit den Pfeilrichtungen liegen
Die bewusst einfachen Regeln machen das Spiel sehr einsteigerfreundlich. Strategen kommen aber auch nicht zu kurz, da man mit dem Sammeln von Muscheln und den Einsatz der Muscheln Kettenzüge planen kann.
Wenn nur noch 4 Felder frei sind, endet das Spiel. Die Punkte auf den Korallen und Riffbewohner sowie Bonuspunkte werden addiert.
Fazit:
Das sieht schon alles schick aus. Auch die drei Beutel für Korallen, Fische und Riffbewohner sind hochqualitativ. Die Qualität rechtfertig den höheren Preis. Und wenn man solche Plättchenlegespiele mag, ist man hier genau richtig. Natürlich mag ich Fischthemen, daher kommt es wohl bald in die Sammlung.
In Folge 44 verirren wir uns mit ARIDNYK in die Karparten und mit DIE SÜMPFE VON FEYA in selbige. Zusätzlich tauschen wir uns über die Sinnhaftigkeit eines Brettspielkanons aus.
Durch das Land Oz bauen wir bei Yellow Brick Road einen neuen Ziegelsteinweg. Der soll möglichst lang werden, um am Ende gut zu punkten. Im direkten Duelle machen wir einander aber Vorgaben, was den Bau nicht immer erleichtert. Nur 20
Das bekannte Legespiel gibt es nun in der Kindervariante. Bei Crazy Cubes Junior legt man mit vier Blöcken vorgegebene Muster nach. Ein Spiel, bei dem man schnell und richtig kombinieren muss. Die Aufgabenkarten gibt es in vier Level. Crazy Cubes
Der Wald von Mysteria ist ein Brettspiel aus dem Hause Moses. Autoren sind Carlo Emanuele Lanzavecchia, Luca Bellini, Luca Borsa und Walter Obert, zusammengefasst als BLOB (meine Auffassung). Illustriert wurde…
Bei Koffer, Katze & Sombrero denke ich sofort an Rudi Carell und sein laufendes Band. Wenn das überhaupt noch jemand kennt, denn schließlich ist die Sendung gut 50 Jahre alt.…
Der König von Babylon beauftragt die besten Landschaftsarchitekten, um Die Hängenden Gärten für seine Frau Amytis zu gestalten. Über mehrere Runden suchen wir passende Elemente aus und sorgen uns um die Bewässerung des neuen Gartens. Thematisch ist das alles ja
In Folge 43 lassen wir den letzten Jahrgang 2025/26 Revue passieren und orakeln den Deutschen Spielepreis. Zudem besprechen wir WINE & CHEESE sowie EMBERLEAF
Die erste Brettspielversion von Dorfromantik erschien 2022 und wurde direkt zum Spiel des Jahres gekürt. Danach folgten die Duell- und die Sakura-Variante. „Leichtes Gepäck“ macht Dorfromantik nun deutlich kompakter. Ob das Spielgefühl dabei erhalten bleibt, sehen wir uns hier genauer
Qwirkle war im Jahr 2011 das Spiel des Jahres. Wir haben es seit damals immer wieder gern auf dem Tisch gehabt. Eigentlich finden wir es ein wenig ungewöhnlich aber auch erfreulich, erst viele Jahre später eine neue Variation des Spiels
Kooperativ steuern wir vier Helden durch ein Einkaufszentrum, um Ausrüstungsgegenstände zu klauen und dann unbemerkt zu entkommen. Hierzu hat jeder Spieler Aktionsmöglichkeiten, die sich dann in Summe ergänzen.
So kann ein Spieler Helden nach Norden bewegen, ein anderer die Rolltreppe nutzen oder mit Erkunden das Labyrinth um eine weitere Karte erweitern. Es spielt also nicht jeder Spieler einen Helden, jeder kann jeden Helden steuern.
Vor Beginn des Spiels und nach bestimmten Aktionen dürfen wir uns kurz beraten, ansonsten muss aber jeder Spieler seine Aktion bei Bedarf intuitiv einsetzen. So oft und wann man möchte. Da die Zeit tickt, können hier auch hektische Momente entstehen, wenn alle darauf warten, dass ein Spieler einen Helden weiterbewegt oder die Spielzeit verlängert werden muss, bevor das Spiel beendet wird. Um Spieler anzustupsen gibt es die „Tu was“-Figur, die man dann dem Spieler hinstellt und der Spieler dann hoffentlich schnell merkt, was er zu tun hat. Das hebt aber auch den Stresslevel bei der Person, die nun von den anderen gesagt bekommt „Du musst was machen, wir warten nur auf Dich“. Das kann demotivierend sein, doch wenn man die Level dann geschafft hat ist man happy und letztendlich haben alles etwas zur Strategie gelernt. Hier merkt man schon, dass es wichtig ist, Anfänger im Spiel mitzunehmen und nicht gleich zu demotivieren.
Zu Beginn stehen die vier Helden auf dem Startfeld und warten, dass sie gezogen werden. Die drei Spieler haben jeweils eine blaue Aktionskarte und der Spieler rechts macht dann einen Zug „Roter Held ein Feld nach Norden.“Ist ein Held an einem Randfeld kann er „erkunden“ (Lupe) und somit ein weiteres Labyrinthfeld ergänzen. Erst so entsteht eine größere Karte und so können dann auch erst die Aufgaben gelöst werden. Also die Ausrüstungsgegenstände aufnehmen und dann zum Ausgang laufen.
Fazit:
Das 2017 zum Spiel des Jahres nominierte Spiel bietet 17 Level in der Kampagne, in der immer neue Regeln ergänzt werden. So wird es nach kurzer Zeit schon komplex und auch etwas hektisch. Spiel des Jahres 2017 wurde Kingdomino. Mir gefallen beide Spiele, wobei Kingdomino deutlich stressfreier ist.
Doch wenn alle Spieler gleichschnell denken und im Flow sind ist das schon ein cooles Erlebnis. Und letztendlich ist es aber ja nur ein Spiel. Die Spieldauer ist durch die Uhr und der maximalen Verlängerungszeit vorgegeben: 3 bis 15 Minuten.
Mit jeder Karte wächst die Landschaft in diesem 2 Personen-Spiel von Board Game Circus. Auch die Ziele wählt man bei Confusing Lands selber, sollte es dabei aber nicht übertreiben. Ein einfaches Legespiel mit knackigen Entscheidungen. Die 18 Spielkarten sind beidseitig
Bei Qwirkle Flex trifft das Spiel des Jahres 2011 auf einen der produktivsten Autoren der Branche. So verbindet es das preisgekrönte Original von Susan McKinley Ross mit einer neuen Idee von Dr. Reiner Knizia, selbst mehrfacher Preisträger. In seiner neuen Variante zählen nicht mehr nur Farben und Formen in Reihen, sondern auch die Hintergründe der Spielsteine in der Diagonale. Aus dem vertrauten Legepuzzle wird so ein noch kniffligeres Rasterspiel.
Spielablauf: Reihen bilden – jetzt auch diagonal
Grundsätzlich bleibt alles beim Alten. Wie im Original legen wir Steine in einer gemeinsamen Auslage so an, dass horizontale oder vertikale Reihen gleicher Farbe oder gleicher Form entstehen, jeweils ohne Duplikate. Für jeden Stein in einer neu gebildeten oder erweiterten Reihe gibt es einen Punkt. Ein vollständiger Sechser, der klassische Qwirkle, bringt wie gehabt 12 Punkte .
Neu ist die Flex-Regel: Zusätzlich zählen nun auch diagonale Reihen mit identischem Hintergrund (weiß, schwarz oder geteilt). Jeder Stein in einer solchen Diagonale bringt ebenfalls einen Punkt, unabhängig von Form oder Farbe. Gelingt eine diagonale Reihe aus sechs Steinen mit gleichem Hintergrund, entsteht ein „Qwirkle Flex“ mit 6 Bonuspunkten . Wichtig dabei: Für das Anlegen selbst spielt der Hintergrund keine Rolle, dabei müssen wir weiterhin auf die Reihe und Spalte achten.
Das führt dazu, dass wir in jedem Zug in Qwirkle Flex nicht nur zwei, sondern potenziell vier Richtungen im Blick behalten müssen: horizontal, vertikal und eben auch beide Diagonalen.
Mehr Ebenen, mehr Grübeln
Qwirkle Flex ist vor allem eines: ein kniffligeres Puzzle. Die zusätzliche Diagonalwertung zwingt dazu, das Raster nochmal genauer zu betrachten. Wer das Original mochte, bekommt hier eine spürbar anspruchsvollere Variante. Natürlich fühlt es sich auch noch stärker belohnend an, wenn zusätzliche diagonale Punkte durch meine Aktionen eingehen.
Leider ist die Materialqualität eher mittelmäßig. Die Farbbeschichtung der Steine ist sehr dünn und blättert nach wenigen Partien bereits ab, die Aufsteller bestehen aus Pappe. Auch die generelle Aufmachung und das permanente Mitschreiben der Punkte nach jedem Zug fühlen sich ziemlich altbacken an. Gerade bei einem eigentlich flotten Legepuzzle hätte ich mir hier eine elegantere Lösung gewünscht.
Fazit: Konsequente Weiterentwicklung mit Reiz für Fans
Qwirkle Flex ist ein abstraktes Knobel-Puzzle, das dem bekannten System eine weitere Ebene hinzufügt. Die Diagonalwertung sorgt für mehr Tiefe und fordert erfahrene Qwirkle-Spielende neu heraus. Für Fans des Originals ist es daher eine konsequente Weiterentwicklung. Wer Qwirkle liebt und sich nach mehr Denkarbeit sehnt, bekommt hier genau das. Für mich persönlich ist das Spiel nichts, zu abstrakt und altbacken in der Präsentation.