Czech Games Edition (CGE) hat mit Drillers einen Deckbuilder um eine verlassene Mine vorgelegt, in dem Spielende mit Mechs Mineralien abbauen und ihr Deck aus Bohrfähigkeiten ausbauen. Die deutsche Fassung von HeidelBÄR Games ist bereits vorbestellbar, Liefertermin laut Shop das vierte Quartal 2026.
Spielende erkunden laut Verlagsbeschreibung eine aufgegebene Mine, sammeln Karten, um die Bohrfähigkeiten ihres Mechs zu verbessern, und schalten damit neue Aktionen frei, während der Treibstoff knapp wird und jede Entscheidung enger wird. Abgebaute Mineralien lassen sich auch über Drohnen verkaufen, um in bessere Ausrüstung zu investieren. Jede Ebene der Mine bringt neue Chancen und neue Herausforderungen mit sich. Drillers ist dabei laut Verlag kein reines Parallel-Solitär: Jede Entscheidung wirkt sich auf alle Mitspielenden aus und schafft mitunter neue Gelegenheiten für andere.
Auf BGG ist Drillers unter anderem als Deck-, Beutel- und Pool-Aufbau, Gebietseinfluss, Kartenhandling und Open Drafting gelistet, mit eigenem Solo-Modus. Gespielt wird zu 1 bis 4 Personen, 30 bis 120 Minuten, ab 12 Jahren. Design stammt von Roman Bednář und Adam Španěl, Illustrationen von einem vierköpfigen Team um Ondřej Hrdina und Jiří Kůs. Mit Deck-, Beutel- und Pool-Aufbau sowie der Ressourcen-zu-Bewegung-Mechanik liegt Drillers mechanisch nah an CGEs eigenem Erkundungs-Deckbuilder Lost Ruins of Arnak, an dem laut BGG zudem Teile desselben Illustrationsteams (Hrdina, Kůs, Politzer) mitgearbeitet haben.
Die deutsche Vorbestellung bei HeidelBÄR Games kostet 49,95 Euro, alternativ lässt sich das Exemplar direkt auf der SPIEL Essen 2026 abholen. Aktuell steht Drillers auf Platz 10 der BGG-Hotness-Liste, bei einer Komplexität von 2,67 von 5, auf der BGG-Skala eher leichtes bis mittleres Kennerspiel-Niveau als Expertenspiel, und einem Schnitt von 7,96 aus 401 Bewertungen. Trotz des offiziellen Status als kommende Neuheit erreicht der Titel auf BGG bereits Rang 4601 der Gesamtwertung, ein für ein noch nicht ausgeliefertes Spiel ungewöhnlich hoher Wert.
Zur SPIEL '26 in Essen bündelt HeidelBÄR Games im Oktober mehrere Neuheiten und Erweiterungen. Zwei Titel stechen dabei heraus: die laut Verlag finale Erweiterung zu „Die verlorenen Ruinen von Arnak" und das farbenfrohe Kartenspiel „Alebrijes: Wächter der Träume". Wir sortieren die Ankündigungen nach ihrer Relevanz für den deutschsprachigen Raum und schauen zuerst darauf, was jedes Spiel tut, bevor wir die Verlagsversprechen einordnen.
Die verlorenen Ruinen von Arnak: Überraschungslieferung
Der stärkste Haken zuerst: Mit der „Überraschungslieferung" erscheint laut Verlagsbeschreibung die finale Erweiterung des Arnak-Universums. Wer Arnak kennt, weiß, worauf sich das Zusatzmaterial legt: Im Grundspiel setzen Sie Ihre beiden Forschenden auf Fundorte, sammeln Ressourcen, wehren Wächter ab und bauen parallel Ihr Kartendeck aus. Genau hier greift die Erweiterung. Sie bringt 50 neue Karten mit, davon 30 Artefakte und 20 Gegenstände, dazu zwei neue Orte und einen überarbeiteten Ort. Das Grundspiel bleibt zwingend nötig, die Überraschungslieferung ist ein reines Add-on. Die Spielerzahl von 1 bis 4 erbt die Erweiterung vom Grundspiel, der Solo-Modus von Arnak bleibt also erhalten. Arnak stammt vom Autoren-Duo Elwen und Mín, verlegt bei Czech Games Edition; HeidelBÄR ist der deutsche Vertrieb. Alter: ab 12 Jahren. Die Erweiterung ist vorbestellbar.
Alebrijes: Wächter der Träume (Kartenspiel)
„Alebrijes" ist ein Kartenspiel um das Ablegen der eigenen Handkarten, mechanisch eine Stichleiter (Ladder Climbing). Sie versuchen, Ihre Handkarten möglichst schnell loszuwerden, indem Sie in aufsteigenden Wertfolgen ablegen. Am Ende jeder Runde geben die Karten, die Sie nicht losgeworden sind, Minuspunkte. Gespielt werden drei Runden; gewonnen hat, wer danach die wenigsten Minuspunkte gesammelt hat. Beim Thema und der Optik lohnt die Kennzeichnung als Verlagsaussage: HeidelBÄR bewirbt einen speziellen Neon-Druck und rahmt die bunten Fabelwesen als „Wächter der Träume". Gestaltet hat das Spiel das mexikanische Duo Joel und Rafael Escalante, die Illustrationen stammen von Gaby Zermeño, der Originalverlag ist Fractal Juegos aus Chile; HeidelBÄR übernimmt den Vertrieb. Im Herbst 2026 erscheint es auf Deutsch und Englisch. Einen dedizierten Solo-Modus nennt der Verlag nicht, die Spielerzahl beginnt bei drei. Bei ebendieser Spielerzahl gibt es eine Abweichung, die wir offenlegen: Der Newsletter führt 3 bis 6 Spielende, die BGG-Seite nennt aktuell 3 bis 5. Wir übernehmen die Verlagsangabe von bis zu sechs Personen als primär, weisen aber auf die abweichende BGG-Angabe hin. Als Spieldauer sind rund 15 bis 25 Minuten ab 8 Jahren angesetzt. Nach Verlagsangabe unterstützen Verkäufe die Organisation „Trees for the Future". Vorbestellbar.
Codenames: Critical Role Adventures, das Vox-Machina-Pack
Für Fans der Rollenspiel-Serie legt HeidelBÄR ein Erweiterungspack zu „Codenames: Critical Role Adventures" nach. Am bekannten Codenames-Prinzip ändert sich nichts: Zwei Teams raten anhand von Ein-Wort-Hinweisen ihrer Hinweisgebenden die eigenen Begriffe, ohne beim Attentäter danebenzugreifen. Das Vox-Machina-Pack steuert 42 thematische Begriffe bei, dazu einen neuen spielbaren Charakter (Keyleth) und zwei neue Gegenstände. Erscheinen soll es im Herbst 2026. Ob es rechtzeitig zur SPIEL '26 verfügbar ist, lässt der Verlag ausdrücklich offen; diese Unsicherheit benennen wir hier, statt einen Termin zu behaupten. Vorbestellbar.
Railroad Tiles: nominiert für den Österreichischen Spielepreis
Ein starker DACH-Haken kommt von einem bereits erschienenen Titel: „Railroad Tiles" ist für den Österreichischen Spielepreis nominiert. Das Legespiel ist der Nachfolger der Railroad-Ink-Reihe. Sie legen Landschafts- und Schienenfelder aus und verbinden sie zu einem möglichst dichten, punkteträchtigen Streckennetz. Es spielt sich mit 1 bis 4 Personen, ist ab 8 Jahren angesetzt und dauert rund 30 Minuten; der Solo-Modus ist also enthalten. Die BGG-Wertung liegt bei einem Schnitt von 7,5. Verantwortlich sind die Autoren Hjalmar Hach und Lorenzo Silva von Horrible Guild, den deutschen Vertrieb hat HeidelBÄR. Angesprochen sind Familien, erfahrene Spielende und Bahn-Fans gleichermaßen.
Premium-Komponenten-Packs für Arnak, Drillers und SETI
Abgerundet wird das Herbstprogramm durch drei bereits verfügbare Premium-Komponenten-Packs, die Holz- und Metallteile für bestehende Titel aufwerten: für Arnak zu 39,95 Euro, für Drillers zu 34,95 Euro und für SETI zu 39,95 Euro.
Einordnung
Für die DACH-Leserschaft sind zwei Meldungen die spannendsten. Zum einen das angekündigte Arnak-Finale: Wer die Reihe über Jahre begleitet hat, bekommt mit der Überraschungslieferung laut Verlag den Abschluss. Zum anderen die Nominierung von Railroad Tiles für den Österreichischen Spielepreis, ein Signal, das über reine Verlags-PR hinausgeht. Alebrijes ist der bunte Hingucker des Programms, sollte sich aber am Spiel und nicht am Neon-Druck messen lassen. Der Vorbestell-Status der Neuheiten ist dabei eine Information, kein Gütesiegel.
Vier Legespiele in jeweils vier Sätzen vorgestellt: Dieses Mal geht es im Mini-Quartett um Titel aus demselben Genre. Die Titelbild-Collage zeigt Cover-Ausschnitte von Frosted Blooms, Massenweise Monster, Railroad Tiles und Wispwood (von links oben nach rechts unten). Jedes einzelne Spiel entfaltet seinen ganz eigenen Reiz. Mir haben alle hier vorgestellten Neuheiten aus dem Jahrgang 2025/26 gut gefallen.
Frosted Blooms
Statt ausschließlich geschlossene Tulpenfelder mit den Landschaftsplättchen zu legen, lassen wir Lücken. Je größer die Freiflächen sind, desto wertvollere Verbesserungen wie Scheunen oder Windmühlen passen hinein. Dieses innovative Prinzip erfordert beim Planen und Platzieren der Teile eine Denkweise, die sich zunächst fremd und falsch anfühlt. Doch ich lerne schnell, von alten Mustern abzuweichen – ohne die persönlichen Wertungen und das Wettrennen beim Erfüllen zentraler Aufgaben aus den Augen zu verlieren.
Frosted Blooms | Kennerspiel | Elznir Games | Bruno Cathala und Ludovic Maublanc | 1 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | 25 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)
Massenweise Monster
Wer baut die beste unterirdische Geisterbahn? Neun Plättchen mit Streckenabschnitten lege ich nach und nach in meine Mine, um am Ende Tunnelverbindungen mit gut zueinander passenden Monstern zu haben. Der reizvolle Auswahlmechanismus für Plättchen lädt zum Zocken ein und hält die Frage „Geht mein Plan auf?“ lange offen. Die unterschiedlichen Wertungen für die neun Monsterarten wirken anfangs sperrig, schenken trotz leichter Unwuchten aber auch taktische Vielfalt auf leichtem Niveau.
Massenweise Monster | Spiel für alle | Lookout Spiele, Asmodee | Michael Luu | 2 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | 20 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)
Railroad Tiles
Der wunderschöne Zeichenstil mit warmen mediterranen Farben überschminkt, dass es bei Railroad Tiles um kühle Netzwerkplanung geht. Über acht Runden schafft jeder von uns seine eigene Plättchen-Landschaft mit Straßen, Bahnstrecken und Städten, die sich am Ende möglichst kompakt und ohne viele offene Wegenden präsentieren sollte. Zudem ist Timing nötig, um Autos, Loks und Fahrgäste dann auch einsetzen zu können, wenn sie zur Verfügung stehen. Optionale Aufgabenplättchen und Solo-Herausforderungen runden dieses klug designte Legespiel ab.
Railroad Tiles | Spiel für alle | Horrible Guild, Heidelbär Games | Hjalmar Hach und Lorenzo Silva | 1 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | 45 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)
Wispwood – Wald der Lichter
Erst 4×4, dann 5×5 und schließlich 6×6 – in jeder der drei Runden lege ich meine Plättchen in ein größeres Raster. Die Besonderheit dabei ist, dass ich alle Irrlichter aus der vorherigen Runde behalte und sie dabei auch noch genauso liegen lassen muss. Nur die Baumplättchen, die ich in jedem Zug zum Auffüllen in einer durch das gewählte Irrlicht vorgegebenen Anordnung platzieren muss, werden zwischen den Runden abgeräumt. Die Rundenwertungen belohnen in diesem sowohl schönen wie herausfordernden Legespiel vor allem die Personen, die mit gutem Vorstellungsvermögen planen.
Wispwood – Wald der Lichter | Kennerspiel | CGE, Heidelbär Games | Reed Ambrose | 1 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | 45 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)
Update vom 16. Juli 2026: Die deutsche Erstauflage von Kingdom Come: Deliverance - Das Brettspiel soll wegen der hohen Nachfrage ausschließlich im Onlineshop von HeidelBÄR Games erhältlich sein. Erst die zweite Auflage ist für den regulären Handel vorgesehen. Der endgültige UVP dieser Handelsauflage steht laut HeidelBÄR noch nicht fest, aktuell gelistete Preise und Angebote können sich deshalb ändern. Wichtig: Das Vorbestellende am 16. August 2026 gilt nur für die englische Ausgabe bei CGE. HeidelBÄR nimmt keine Vorbestellungen für die englische Fassung mehr an.
Das Videospiel-Böhmen kommt auf den Spieltisch: Czech Games Edition (CGE) hat am 1. Juli 2026 Kingdom Come: Deliverance - Das Brettspiel angekündigt, eine Adaption des Rollenspiels von Warhorse Studios. Für die deutsche Ausgabe ist HeidelBÄR Games verantwortlich. Nach aktueller Auskunft des deutschen Verlags wird die deutsche Erstauflage exklusiv im HeidelBÄR-Onlineshop angeboten, der Nachdruck soll anschließend in den regulären Handel kommen.
Wer die englische Ausgabe direkt bei CGE vorbestellen möchte, hat dafür laut CGE bis zum 16. August 2026 Zeit, sofern die verfügbare Menge nicht vorher ausgeschöpft ist. Dieses Datum gilt nicht pauschal für HeidelBÄR oder die deutsche Ausgabe.
Bemerkenswert ist das Autorengespann: Tomáš Holek und Vlaada Chvátil arbeiten erstmals gemeinsam an einem Titel. Chvátil ist unter anderem für Codenames, Through the Ages und Mage Knight bekannt. Holek veröffentlichte 2024 SETI. Das macht die Zusammenarbeit für erfahrene Spielende interessant, erlaubt aber keine belastbare Vorhersage über die konkrete Mechanik oder Spieltiefe von Kingdom Come: Deliverance. Die Namen wecken Erwartungen, ersetzen aber weder veröffentlichte Detailregeln noch Spielerfahrung.
Worum es im Spiel geht
Sie beginnen als einfache Person im Böhmen des Jahres 1403. Über fünf Spieltage entwickeln Sie Ihren Charakter, sammeln Ausrüstung, knüpfen Beziehungen und verfolgen Geschichten mit unterschiedlichen Ausgängen. Nach dem fünften Tag gewinnt, wer mit Quests, Handlungsfortschritt, Ausrüstung und Kontakten die meisten Punkte gesammelt hat.
Mechanisch verbindet das Spiel Deckbuilding und Handkartenmanagement mit Quests und Bewegung auf einem illustrierten Spielplan. Erfahrungspunkte schalten neue Fertigkeitskarten für das eigene Deck frei. Die Karten lassen sich für verschiedene Aktionen wie Jagen, Stehlen, Kämpfen oder Kräutersammeln einsetzen. Sie dienen außerdem für Fertigkeitstests oder können für unmittelbare Boni abgelegt werden. Der belegbare Entscheidungsdruck liegt damit zunächst in der Mehrfachnutzung der Hand: Eine Karte, die jetzt einen Bonus bringt, steht nicht zugleich für eine Aktion oder einen späteren Test bereit. Außerdem müssen Sie innerhalb von fünf Spieltagen abwägen, welche Quests, Fertigkeiten, Ausrüstung und Beziehungen genug Punkte oder Fortschritt versprechen. Wie knapp Karten, Wege und Zeit tatsächlich werden und ob weitere Engpässe diese Entscheidungen verschärfen, erklären die veröffentlichten Texte bisher nicht. Eine belastbare Aussage zur Spieltiefe lässt sich daraus noch nicht ableiten.
Das Spiel ist kompetitiv, vermeidet laut CGE aber direkte Kämpfe zwischen den Spielenden. Begegnungen am selben Ort können sogar bei schwierigen Tests helfen. Die acht wählbaren Figuren wurden eigens für das Brettspiel geschaffen. CGE beschreibt bislang weder unterschiedliche Startfähigkeiten noch asymmetrische Charakterdecks oder eigene Regeln. Damit bleibt ein für den Kauf relevantes Signal offen: Ob die Figuren verschiedene Spielweisen tragen oder vor allem thematische Identität bieten, ist anhand der veröffentlichten Informationen nicht zu beurteilen.
Kingdom Come: Deliverance ist für eine bis vier Personen ausgelegt. CGE bezeichnet den Solo-Modus als vollständig unterstützt, erklärt öffentlich bislang aber nicht, ob dafür ein Automa, veränderte Ziele oder andere Sonderregeln eingesetzt werden.
Eckdaten im Überblick
Merkmal
Angabe
Titel
Kingdom Come: Deliverance - Das Brettspiel
Autoren
Tomáš Holek und Vlaada Chvátil
Verlag
Czech Games Edition, deutsche Ausgabe bei HeidelBÄR Games
Englische Ausgabe bei CGE: 149,99 Euro; UVP der deutschen Handelsauflage noch offen
Deutsche Ausgabe
Erstauflage exklusiv im HeidelBÄR-Onlineshop; zweite Auflage für den regulären Handel vorgesehen
Vorbestellung
CGE: bis 16. August 2026, solange verfügbar; dieses Datum gilt nicht für HeidelBÄR
Veröffentlichung
Englische Erstauflage rund um die SPIEL Essen 2026; deutsche Ausgabe laut HeidelBÄR im Frühjahr 2027
Ein Wort zur Spielzeit: CGE nennt rund 90 Minuten pro Person. Bei vier Personen wären damit ungefähr sechs Stunden einzuplanen. Diese Angabe gilt durchgehend für Tabelle und Text.
Umfang und Ausstattung
CGE nennt mehr als 700 Karten, einen illustrierten Spielplan der Region um Sázava, zehn Handlungsstränge einschließlich eines Einführungsszenarios, doppellagige Spielertableaus und mehr als 200 Holzverbundmarker. Hinzu kommen mehr als 180 Ressourcenmarker, Pferdeplättchen, weitere Tafeln und Plättchen sowie eine Sortierlösung. Da sich das Spiel noch in Entwicklung befindet, weist CGE darauf hin, dass sich die Komponenten ändern können.
Metallmünzen und Kartenhüllen werden als kostenpflichtige Ergänzungen angeboten. Wer sich vorab einen Eindruck vom Ablauf verschaffen möchte, findet bei CGE außerdem eine englischsprachige aufgezeichnete Spielrunde.
Vorbestellung statt Crowdfunding
Kingdom Come: Deliverance wird nicht über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert. CGE verkauft die englische Ausgabe über eine Vorbestellaktion und erklärt, dass das Spiel unabhängig von der Zahl der Vorbestellungen erscheint. Stretch-Goals gibt es daher nicht, weder mechanische Zusatzinhalte noch durch Etappenziele freigeschaltete Komponenten-Aufwertungen.
Für deutschsprachige Interessierte ist die Vertriebsform entscheidend: HeidelBÄR will die deutsche Erstauflage wegen der hohen Nachfrage exklusiv im eigenen Onlineshop anbieten. Erst die zweite Auflage soll regulär in den Handel gelangen. Deren UVP ist noch offen. Wer derzeit Preise bei Händlern findet, sollte sie deshalb nicht als endgültige Preisangabe verstehen.
Die englische Ausgabe lässt sich bei HeidelBÄR nicht mehr vorbestellen. Das von CGE genannte Ende am 16. August 2026 betrifft ausschließlich die Vorbestellung bei CGE und kann bei erschöpfter Menge früher unterbrochen werden.
Einordnung für den deutschsprachigen Raum
CGE plant die Auslieferung seiner englischen EU-Erstauflage rund um die SPIEL Essen 2026. Für die deutsche Ausgabe nennt HeidelBÄR weiterhin das Frühjahr 2027. Wer auf Deutsch spielen möchte, muss deshalb länger warten und für die Erstauflage den HeidelBÄR-Onlineshop im Blick behalten. Wer die englische Ausgabe bevorzugt, muss direkt bei CGE oder im offiziellen Kingdom-Come-Shop prüfen, ob noch Exemplare verfügbar sind.
Ob die Adaption den Erwartungen an die Videospielvorlage und das bekannte Autorenduo gerecht wird, lässt sich erst nach einer Partie beurteilen. Die veröffentlichten Informationen zeigen ein großes, kartengetriebenes Abenteuerspiel, bei dem die Entwicklung des eigenen Charakters wichtiger ist als direkte Konfrontation. Wie tief die Entscheidungen reichen und ob die Figuren eigene mechanische Profile besitzen, bleibt bis zu detaillierteren Regeln oder belastbaren Partien offen.
Bei Railroad Tiles begebt ihr euch auf eine strategische Planungsreise, bei der ihr durch das geschickte Legen von Plättchen ein Schienen- und Straßennetz errichtet. Wir haben uns das Spiel für euch genauer angesehen und berichten von unseren Eindrücken.
Railroad Tiles
Willkommen in der Welt der Weichensteller und Städteplanerinnen! Heute entführt uns Railroad Tiles (Horrible Guild) in das bekannte Universum der beliebten „Railroad Ink“-Reihe, tauscht jedoch die Würfel gegen haptisch viel ansprechendere Plättchen aus. Ziel des Spiels ist es, in acht Runden ein möglichst effizientes Verkehrsnetz aus Straßen und Schienen zu erschaffen. Dabei versuchen wir, durch Platzierung von Zügen, Autos und Fahrgästen die höchste Punktzahl zu erreichen, während wir gleichzeitig darauf achten, möglichst wenige offene Enden bei unseren Wegen zu hinterlassen.
Railroad Tiles – so wird es gespielt:
In der Tischmitte liegt die gemeinsame Bahnhof-Tafel, welche die Zugfolge und den allgemeinen Markt regelt. Zu Beginn jeder Runde werden dort Strecken-Plättchen in mehreren Spalten ausgelegt, die das Angebot für bis zu vier Personen bilden. Wir stehen jede Runde vor der Entscheidung, welche dieser Spalten am besten zu unserem persönlichen Streckenplan passt. Wer sich zuerst für eine Spalte entscheidet, sichert sich nicht nur die begehrten Wegstücke, sondern bestimmt damit auch die Zugfolge für die kommende Runde. Dieser dynamische Markt sorgt für eine angenehme Interaktion, da man stets ein Auge auf die Pläne der Konkurrenz werfen muss, um die passenden Anschlüsse nicht weggeschnappt zu bekommen.
Sobald wir unsere Plättchen aus dem Markt gewählt haben, geht es an den individuellen Ausbau unseres Netzwerks auf der eigenen Spielfläche. Wir erweitern unsere Wege, wobei die goldene Regel gilt: Schiene muss an Schiene und Straße an Straße grenzen. Wir platzieren ein Kurvenstück geschickt so, dass es eine Verbindung zu einem Wohngebiet herstellt, während wir zeitgleich eine gerade Strecke nutzen, um eine neue Station zu gründen. In diese Stationen setzen wir Fahrgast-Figuren ein, während wir Züge auf die Schienen und Autos auf die Straßen schicken, sobald die entsprechenden Symbole auf den Plättchen erscheinen. Diese Figuren sind am Ende wertvolle Siegpunkte wert, sofern die Wege lang genug sind.
Plättchenwahl aus dem gemeinsamen Markt.
Timing ist gefragt – bei den Anzeiger-Markern
Die taktische Tiefe von Railroad Tiles (dt. Ausgabe bei Heidelbär Games) entfaltet sich durch das nötige Timing beim Einsatz der Anzeiger-Marker auf der Bahnhof-Tafel. Jede der acht Runden wird durch einen neuen Marker definiert, der festlegt, welche Figurentypen – ob Züge, Autos oder Fahrgäste – in diesem Moment überhaupt aktiviert werden können. Wir müssen also genau vorausplanen: Ein Plättchen mit einem Auto-Symbol bringt uns nur dann eine physische Figur für die spätere Wertung ein, wenn in dieser Runde auch der entsprechende Auto-Anzeiger aktiv ist.
Wer darüber hinaus eine zusätzliche strategische Ebene sucht, greift zu den optionalen Aufgaben-Plättchen, die das Spiel um eine spannende Langzeitkomponente erweitern. Diese fungieren als spezifische Zielvorgaben und belohnen uns am Spielende mit satten Bonuspunkten, sofern wir die geforderten Bedingungen in unserem Schienennetz erfüllen konnten. Dieses Zusammenspiel aus der kurzfristigen Entscheidung, wann welcher Figurentyp platziert wird, und der Jagd nach den Bedingungen der Aufgaben-Plättchen macht den Reiz von Railroad Tiles aus.
Anzeigenmarker definieren für jede Runde die einzusetzenden Meeples.Erst mit den Aufgaben-Karten wird die eigene Auslage schön komplex.
Am Ende der achten Runde folgt die Abrechnung, bei der jede Figur in unserem Netzwerk Punkte generiert, abhängig von der Komplexität der Strecke, auf der sie steht. Wir zählen die Punkte für unsere erfüllten Aufgabenkarten zusammen und addieren die Boni der Rundenanzeiger. Achtung: Jedes offene Streckenende, das nicht fachgerecht abgeschlossen wurde, führt zu Punktabzug. Wer es schafft, ein geschlossenes System aus weit verzweigten Gleisen und fließendem Straßenverkehr zu errichten, wird am Ende als Sieger:in hervorgehen.
Railroad Tiles: Fazit und Wertung
Mit der Railroad-Ink-Reihe sind wir nie richtig warm geworden. Trotz eingängiger Regeln blieb uns das krakelige Einzeichnen von Straßen und Schienen auf den kleinen Tableaus immer etwas fremd, und was die anderen am Tisch machten, spielte sich gefühlt zu sehr nebeneinander ab.
Dass das Spielprinzip mit Railroad Tiles als Plättchenlegespiel weitergedacht werden sollte, machte uns dagegen sofort neugierig. Wir mögen solche puzzlelastigen Legespiele sehr, und schon die ersten Previews mit ihrem charmanten Artwork hatten uns angesprochen. Beim Kickstarter hielten wir uns dennoch zurück – nicht zuletzt, weil uns die große Collector’s Edition mit ihren vielen Beuteln und Tütchen ohne echtes Inlay eher abschreckte als überzeugte.
Nun hatten wir Gelegenheit, das Basisspiel und mehrere Erweiterungen ausführlich zu testen. Und tatsächlich überrascht Railroad Tiles mit mehr spielerischer Substanz, als das leichte Familienspiel zunächst vermuten lässt. Hinter dem zugänglichen Drafting- und Puzzle-Prinzip stecken immer wieder reizvolle Entscheidungen: früh in der Zugreihenfolge dran sein oder lieber mehr Plättchen nehmen, kompakt für die Schlusswertung bauen oder andere Punktechancen verfolgen, kurzfristige Möglichkeiten nutzen oder langfristig auf bestimmte Wertungen spielen. Besonders gelungen wirkt dabei, wie ausgewogen die verschiedenen Wege zum Punkten erscheinen – unterschiedliche Strategien können zum Erfolg führen.
Holzmarker in Railroad Tiles: Personen, Autos, Züge, Sterne.
Befriedigendes Puzzlegefühl
Trotz überschaubarer Komplexität erzeugt das Spiel ein sehr befriedigendes Puzzlegefühl, unterstützt durch die liebevolle Gestaltung mit Landschaften und Meeples. Die Interaktion bleibt bewusst zurückhaltend und konzentriert sich vor allem auf Markt und Zugreihenfolge, doch gerade als entspanntes Zwei-Personen-Spiel oder Solospiel funktioniert das ausgesprochen gut. Der Solomodus wirkt zudem nicht wie ein nachgereichter Zusatz, sondern sinnvoll integriert und wird elegant über das wechselseitige Entfernen von Plättchen aus dem gemeinsamen Markt gesteuert.
Besonders positiv fanden wir, dass Railroad Tiles nicht nur charmant aussieht, sondern tatsächlich interessante taktische Überlegungen bietet, ohne unnötig komplex oder verkopft zu werden. Das Spiel bleibt zugänglich, bietet aber genug kleine Dilemmata und Timing-Fragen, um über reine Wohlfühl-Puzzlei hinauszugehen. Wer leichte bis mittelschwere Tile-Laying-Spiele mag, bekommt hier ein rundes Gesamtpaket mit überraschend viel Raffinesse.
Zu den Erweiterungen lässt sich insgesamt sagen: nett, aber keineswegs Pflicht. Das Grundspiel bringt bereits alles mit, was den Reiz ausmacht, während viele Erweiterungen eher Variationen und neue Akzente setzen als das System grundlegend erweitern. Gerade deshalb erscheint uns die Standardausgabe als die rundeste Empfehlung – auch mit Blick auf Preis und Umfang. Railroad Tiles erreichte Platz 4 auf unserer Jahresliste 2025.
Die Welt der Erweiterungen
Das Basisspiel von Railroad Tiles lässt sich durch insgesamt acht verschiedene Erweiterungen modular ergänzen. Jede dieser Erweiterungen bringt neue Plättchen, Figuren und spezielle Regeln mit sich, wobei pro Partie jeweils genau eine Erweiterung mit dem Grundspiel kombiniert wird. Hier ist eine Übersicht der verfügbaren Module:
Brücken errichten, durch Grachten schippern: die Kanal-Erweiterung.
Railroad Tiles: Canals Expansion
In dieser Erweiterung dreht sich alles um das Element Wasser und die Errichtung eines funktionalen Kanalnetzes. Wir platzieren neue Kanal-Plättchen, die parallel zu unseren Straßen und Schienen verlaufen können und mithilfe von Schleusen verbunden werden. Die Herausforderung für uns besteht darin, möglichst lange, ununterbrochene Wasserwege zu schaffen, um zusätzliche Punkte durch die Schifffahrt zu generieren.
Railroad Tiles: Monuments Expansion
Die Monument-Erweiterung bringt Bauwerke ins Spiel, die unser Netzwerk optisch und punktetechnisch aufwerten. Wir haben die Aufgabe, spezielle Monument-Plättchen so in unsere Landschaft zu integrieren, dass sie von möglichst vielen Verkehrswegen umschlossen oder passiert werden.
Stromleitungen verlegen, Windräder bauen: die Energy-Erweiterung.
Railroad Tiles: Energy Expansion
Die Modernisierung hält Einzug mit der Energy-Erweiterung, bei der wir uns um die Stromversorgung unseres stetig wachsenden Gebiets kümmern müssen. Wir verlegen Stromleitungen und verbinden Kraftwerke mit den Städten und Stationen unseres Netzwerks, um die Energieeffizienz zu steigern. Der Fokus liegt für uns darauf, geschlossene Stromkreise zu bilden und möglichst viele Verbraucher an das Netz anzuschließen.
Railroad Tiles: Forest Expansion
Mit der Wald-Erweiterung kehrt die Natur in unsere Infrastrukturplanung ein, indem wir dichte Waldgebiete zwischen unseren Wegen wachsen lassen. Die Spielerinnen und Spieler versuchen, zusammenhängende Waldflächen zu bilden, die an ihre Strecken grenzen, um ökologische Bonuspunkte zu sammeln. Dabei müssen wir darauf achten, dass die Wälder nicht wahllos verstreut sind, sondern durch geschickte Plättchenwahl zu großen, punktstarken Gebieten zusammenwachsen.
Railroad Tiles: Countryside Expansion
In der Countryside-Erweiterung widmen wir uns der ländlichen Erschließung und dem Aufbau von Bauernhöfen und Feldern entlang unserer Schienen. Wir erhalten Punkte für das Umschließen von Agrarflächen mit unseren Verkehrswegen und für die Anbindung entlegener Gehöfte an das Hauptnetzwerk.
Railroad Tiles: Desert Expansion
In der Wüsten-Erweiterung stehen wir vor der Herausforderung, trotz extremer Hitze und karger Landschaften ein funktionierendes Verkehrsnetz zu errichten. Wir platzieren Wüsten-Plättchen, die Oasen und Dünen enthalten, und müssen versuchen, diese Gebiete sinnvoll zu überbrücken oder zu nutzen.
Railroad Tiles: World Expansion
Die World-Erweiterung ist ein buntes Paket aus verschiedenen neuen Aufgaben und Spezial-Figuren, die das Spielgeschehen noch abwechslungsreicher gestalten. Wir begegnen hier neuen Elementen wie Zirkuswagen, Rennwagen oder sogar Polizeiautos, die jeweils ganz eigene Bedingungen für ihre Wertung mitbringen. Unsere Aufgabe ist es, die speziellen Anforderungen dieser Welt-Plättchen zu erfüllen, indem wir beispielsweise bestimmte Figurenkonstellationen schaffen oder thematische Nachbarschaften auf unserer Spielfläche errichten.
Railroad Tiles: Lake Expansion
Die See-Erweiterung führt große Wasserflächen ein, die unser Netzwerk zunächst unterbrechen, aber durch den Einsatz von Fähren zu neuen Möglichkeiten führen. Wir platzieren See-Plättchen und nutzen Fähr-Figuren, um Straßen und Schienen über das Wasser hinweg miteinander zu verknüpfen. Unsere Aufgabe ist es, die Seen nicht als Hindernis, sondern als logistisches Drehkreuz zu nutzen.
Railroad Tiles – auf einen Blick
Positive Überraschung: Railroad Tiles ist ein charmantes, cleveres Wohlfühlspiel mit mehr spielerischer Tiefe, als man ihm zunächst zutraut, und aus unserer Sicht eines der stärkeren leichteren Plättchenlegespiele der letzten Zeit. Für Leute mit Freude an entspanntem Tüfteln, kleinen taktischen Entscheidungen und liebevoll gestaltetem Material.
Autoren: Hjalmar Hach, Lorenzo Silva | 2025 | Horrible Guild, Heidelbär | 1-4 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).
Ordnung hilft, zumindest um eine Menge an kostbarer Brettspieltreff-Zeit einzusparen. Weil wer mag vor der erwarteten Partie noch umständlich lange mit dem Spielmaterial zu hantieren, um das Brettspiel spielfertig aufzubauen. Besonders bei komplexeren Kennenerspielen mit vielen Komponenten kann das arg zeitintensiv und mühsam werden. Zeit, die wir uns sparen können – dank passgenauer Inserts aus dem 3D-Drucker.
Für mein aktuelles Lieblingsspiel im gehobenen Eurogame-Bereich habe ich mir die Investition in ein Insert gegönnt. Während das Grundspiel von SETI mit Erweiterung Raumfahrtorganisationen rund 82 Euro in der lokalisierten Version von Heidelbär Games kostet, schlägt das kommerzielle 3D-Drucker-Insert von 3D-Inset mit 42 Euro extra zu Buche. Versandkosten kommen da noch dazu. Damit wurde das Gesamtpaket Search for Extraterrestrial Intelligence für mich um 50 Prozent teurer.
Ganz klar eine Luxus-Aufwertung, auf die ich gut hätte verzichten können, aber eben nicht gerne. Denn die bisherige Aufbauzeit, um all das Spielmaterial aus seinen Kartenschachteln und Zipp-Beutel auf den Tisch zu bringen, hat schon seine Zeit gebraucht. Keine Ahnung, wie lange, denn gestoppt habe ich diese Zeit nicht. Aber im direkten Vergleich miterlebt, wie einfacher und schneller es mit einem passgenauen Insert geht. Das wollte ich auch und deshalb habe ich mir das Plastik-Insert von 3D-Inset gegönnt.
3D-Inset ist und da zitiere ich einfach mal, weil es so gut passt, deren Selbstdarstellung: „Wir sind leidenschaftliche Brettspiel-Fans und haben es uns zur Aufgabe gemacht, dein Spielerlebnis noch besser zu machen. Unsere 3D-gedruckten Inserts, Organizer und Zubehörteile helfen dir, deine Brettspiele schneller aufzubauen, ordentlich zu verstauen und mit noch mehr Freude zu spielen.“ In Deutschland entworfen, produziert und verschickt. In nur wenigen Tagen nach meiner Online-Bestellung hatte ich das offiziell lizenzierte Zubehör für SETI bei mir zu Hause. Das ist das Firmenversprechen, weshalb ich eine bevorzugte Behandlung ausschließe, weil komplett privat bezahlt ohne Bezug zur brettspieltag.de-Webseite.
Warum ausgerechnet das 3D gedruckte Insert von 3D-Inset? Weil ich es bei einem Brettspiel-Kumpel im Einsatz gesehen habe und ich fast vollständig damit zufrieden war. Denn ich wollte ein Plastik-Insert, um das komplette Spiel mit Erweiterung mitsamt Kartenhüllen und ohne Kompromisse und Schachtelhub unterzubringen. Bisher war das nur möglich, in dem ich das Solo-Material in die Erweiterungsschachtel aussortiert hatte. Trotzdem blieb der Aufbauaufwand, besonders mit dem ganzen Material für die verschiedenen Aliens und den dreifach zu sortierenden Technologieplättchen.
Das war immer eine kleine wie fehleranfällige Fleißaufgabe vor dem Spiel. Der Technologieplättchen-Halter für 10 Euro hätte eventuell auch schon ausgereicht, zumal ich sowieso kein Solo-Spieler bin. Aber wenn schon, dann bitte alles. Und wenn ich hier bisher unwissend von Plastik geschrieben habe, dann ist das eigentlich ein zweifarbiges PLA (Polylactid) und das ist ein biologisch abbaubares Filament für 3D-Drucker, das aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke gewonnen wird. Wieder mal was gelernt.
Meine nur fast vollständige Zufriedenheit kommt daher, dass es leider jeweils nur einen Behälter für die Datenpakete sowie Credits und Energie-Plättchen gibt. Ich hätte gerne lieber zwei kleinere Schalen für beide Tischseiten gehabt, denn der Aufbau von SETI in Vollbesetzung ist schon arg raumgreifend und so hätte jeder die ständig benötigten Komponenten in Griffreichweite gehabt. So ganz ohne Extraschalen geht es dann leider doch nicht.
Da ich von der Stange gekauft habe, hätte ich stattdessen eventuell Sonderwünsche anbringen können. Habe ich aber nicht, weil war eine spontane Kaufentscheidung als ich die Rückmeldung vom Brettspiel-Kumpel bekam, dass das Insert nun auch für Kartenhüllen mit der Erweiterung passt. Das war zunächst ein Ausschlusskriterium für mich, wurde aber von 3D-Inset nachgebessert. Wer aktuell dort bestellt, bekommt die neueste Insert-Version, die auch mit Gamegenic gesleevte Karten in den Kartenhalter kompatibel ist. Ich selbst nutze noch meine Restposten von etwas dünneren Arcane Tinmen Kartenhüllen und habe somit noch etwas mehr Platz.
In Summe kann ich das SETI Insert nur empfehlen. Einzig fehlt mir noch ein ausgedrucktes Blatt, wie ich die kleinen Plastikschachtelchen alle wieder so zurück in die Spielepackung sortiere, sodass alles wieder passt. Stattdessen gibt es ein YouTube-Video, das Euch Schritt für Schritt dahin begleitet. Mit ein wenig Übung und Erinnerungsvermögen und notfalls ein Smartphone zur Hand geht es auch. Im Zweifel schaue ich einfach hier in meine eigene Auspack- und Aufbau-Bildergalerie. Passt dann schon und das bestens.
Wispwood von Reed Ambrose – erschienen bei Czech Games Edition (bzw. HeidelBär Games) Manchmal passiert es, dass einem beim Öffnen einer Spielschachtel unangenehme Düfte entgegenkommen. Gleich vorweg: Nein, das ist mir bei WISPWOOD nicht aufgefallen! Aber nach einer kleinen Internetrecherche stellte sich mir die Frage, ob nicht ein Crossover-Marketing mit diesem exklusiven Duft denkbar wäre? Thema: Diese Idee kam […]
Ich habe lange überlegt, ob ich meinen Bericht von der Spielwarenmesse 2026 in Nürnberg wie in alten Zeiten zweiteilen soll oder nicht. Die Lesezeit des einteiligen Berichts aus dem letzten Jahr soll knapp 20 Minuten betragen, was zugegebenermaßen etwas viel ist. Allerdings gehe ich ein wenig davon aus, dass diese Form des Berichts hauptsächlich dazu […]