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Published yesterday — 15. April 2026 https://www.brettspielelust.de/

Project Skyline

Bei Project Skyline baut ihr Hochhäuser und konkurriert um die besten Standorte, während ihr euer Kartendeck gezielt erweitert. Wir haben uns das Spiel genauer angesehen und berichten von unseren Eindrücken.

Project Skyline

Mit Project Skyline dreht sich alles um den Bau moderner Hochhäuser in bekannten Metropolen. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Bauunternehmen, die ihre Projekte möglichst gewinnbringend umsetzen wollen. Dabei geht es nicht allein darum, möglichst viele Gebäude zu errichten, sondern gezielt die attraktivsten Stadtbereiche zu nutzen und die Nähe zu Monumenten auszuspielen. Wer es schafft, sein Kartendeck sinnvoll zu entwickeln und gleichzeitig die Dynamik auf dem Spielplan im Blick zu behalten, kann sich am Ende die meisten Einnahmen sichern. 

Project Skyline: So wird es gespielt

Im Zentrum des Spiels steht ein Deckbau-Mechanismus, der mit einem räumlichen Bauprinzip kombiniert wird. Zu Beginn verfügen alle über ein identisches Kartenset, das grundlegende Aktionen ermöglicht. Im Verlauf erweitern die Spieler dieses Deck durch neue Karten aus dem Basis- und Upgrade-Markt. Diese Karten bestimmen, welche Bauaktionen möglich sind, etwa das Errichten von Etagen in bestimmten Stadtgebieten oder das Platzieren von Gebäuden in der Nähe besonderer Felder. Gleichzeitig eröffnen sie zusätzliche Optionen wie das Verschieben bereits gebauter Strukturen oder das Generieren von Geld.

Der Spielplan zeigt eine Stadt, die in verschiedene Zonen unterteilt ist. Wohn-, Industrie-, Geschäfts- und Erholungsgebiete bringen unterschiedliche Anforderungen und Möglichkeiten mit sich. In jeder Runde ziehen die Spieler Karten von ihrem persönlichen Deck und entscheiden, wie sie diese einsetzen. So kann etwa eine Karte genutzt werden, um mehrere Etagen in einem Geschäftsviertel zu errichten, während eine andere gezielt das Bauen neben einem Monument erlaubt. Diese Monumente spielen eine zentrale Rolle, da sie zusätzliche Vorteile gewähren und damit bestimmte Bauplätze besonders attraktiv machen.

Während sich die eigene Skyline langsam entwickelt, entsteht auf dem Spielplan eine spürbare Konkurrenzsituation. Da die verfügbaren Bauflächen begrenzt sind, müssen die Spieler abwägen, ob sie früh bestimmte Positionen sichern oder zunächst ihr Deck verbessern wollen. Wer sich auf eine Strategie festlegt, muss gleichzeitig flexibel bleiben, denn die Kartenhand variiert von Runde zu Runde. Die Entscheidung, ob man direkt baut oder zunächst in neue Karten investiert, beeinflusst den weiteren Spielverlauf deutlich.

Ein typischer Spielzug kann darin bestehen, mehrere Karten zu kombinieren, um gezielt in einem lukrativen Gebiet zu bauen und gleichzeitig einen Bonus durch ein angrenzendes Monument zu erhalten. In einer späteren Runde kann eine Upgrade-Karte dann genutzt werden, um ein bereits gebautes Stockwerk an eine bessere Position zu versetzen und dadurch zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Solche Wechselwirkungen zwischen Karten und Spielplan prägen das Spielgefühl und sorgen dafür, dass sich jede Partie anders entwickelt.

Das Spiel endet, sobald bestimmte Bedingungen erreicht sind, und die Spieler werten ihre Einnahmen aus. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der errichteten Gebäude, sondern auch deren Platzierung und die Nutzung von Synergien. Project Skyline verbindet damit klassische Deckbau-Elemente mit einem taktischen Aufbau auf dem Spielplan, bei dem Timing und Position eine zentrale Rolle spielen.

(c) Piatnik

Project Skyline: Fazit und Wertung

Ja, auf den ersten Blick erinnert die vertikale Bauweise von „Project Skyline“ etwas an Tower Up. Die hochwachsenden Kunststoffgebäude sehen ähnlich aus, spielerisch geht das Ganze aber in eine andere Richtung.

Und das ist gut so!

Thematisch dreht sich alles um den Immobilienmarkt von New York oder Tokio, mit einem feinen Deckbau-Mechanismus: Mit einem Starter-Set aus acht Karten entwickelt ihr Stadtviertel, baut Gebäude Etage für Etage und versucht, möglichst wertvolle Immobilien zu schaffen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Höhe, sondern vor allem die Lage – besonders in der Nähe von bekannten Wahrzeichen.

Sehr gelungen ist die Idee, wie man im Spielverlauf das eigene Kartendeck verbessert, wenn man neue Karten erwirbt oder bestehende aufwertet, um stärkere Kombinationen zu nutzen. In jedem Spielzug zieht man zwar immer nur vier vom eigenen Nachziehstapel. Doch auch die besten Karten kommen regelmäßig wieder auf die Hand und können strategische Vorteile bieten.

Da Bauplätze auf dem gemeinsamen Spielfeld schnell knapp werden, lohnt sich immer auch ein Blick auf die Konkurrenz. Mit rund 60 Minuten Spielzeit bietet „Project Skyline“ ein taktisches Städtebauspiel, das deutlich mehr bietet als nur hübsche Wolkenkratzer. Immer noch auf Familienspiele-Niveau, aber herausfordernd und eher ab 12 Jahren aufwärts zu empfehlen.


Project Skyline – auf einen Blick

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Project Skyline ist der Erstling von Autor Florian Maas und kombiniert gekonnt Deckbau-Elemente mit
Flächenmanagement. Ohne Dinge zu verkomplizieren, haben bis zu vier Spieler Gelegenheit, sich strategisch auf einem gemeinsam Spielfeld zu messen. Macht Spaß!

Autor: Florian Maas | 2026 | Piatnik | 2 bis 4 Personen | ab 12 Jahren | bis 60 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 14. April 2026 https://www.brettspielelust.de/

Match my Beat

Neues Spielkonzept der Hitster-Macher: In jeder Runde setzt ihr Szenenkarten ein, um den Vibe eines vorgespielten Songs bestmöglich zu treffen.

Match my Beat: Welcher Satz passt am besten zum Vibe von „One more Time“?

In einer Zeit, in der das Smartphone auf dem Spieltisch oft als Störfaktor wahrgenommen wird, schlägt Match My Beat eine spannende Brücke. Das neue Jumbo-Spiel nutzt ähnlich wie Hitster euren Zugang zu Spotify und Co., um Songs zu starten. Aber diesmal spielt der Titel oder das Veröffentlichungsjahr keine Rolle. Was zählt, ist allein der Vibe – und eure möglichst passenden Handkarten.

Das Konzept: Musik meets Metaebene

Der Kern des Spiels ist denkbar simpel, aber effektiv: Ein Song wird über einen der gängigen Streaming-Dienste (Spotify, Deezer, Apple Music oder Amazon Music) abgespielt und die Mitspielenden müssen aus ihren sieben Handkarten eine Situation auswählen, die am besten, witzigsten oder absurdesten zur Stimmung des Liedes passt.

Beispiel: Ihr hört gemeinsam One more Time von Daft Punk und du überlegst, welche Karte du ins Rennen schickst. Du entscheidest dich für: „Die perfekte Art zu feiern, wenn du eine Eins im Test bekommst, obwohl du gar nicht gelernt hast.“ Schieb die Karte verdeckt dem Punktrichter dieser Runde zu. Der sammelt auch die Karten der anderen drei Spieler ein, mischt sie und liest sich dann alles durch.

Anschließend sucht er die eine Karte heraus, die aus seiner Sicht am besten passt und liest alle laut vor (als Highlight sollte die siegreiche Karte zum Schluss vorgelesen werden!). Die Besitzerin dieser Karte erhält einen Punkt, in der nächsten Runde wechselt der Punktrichter. Nach zwei kompletten Durchgängen dürft ihr eure Punkte zusammenaddieren und den Sieger oder die Siegerin küren. Falls das bei einem guten Partyspiel überhaupt eine Rolle spielt…

Warum „Match My Beat“ überzeugt

Die Stärke von Match my Beat liegt in der Interaktivität. Während klassische Partyspiele oft auf reinem Text oder Wissen basieren, fügt die Musik eine auditive Ebene hinzu, die sofort Erinnerungen und Stimmungen triggert. Das hat schon bei Hitster perfekt funktioniert und zielt hier auf eine Art Metaverständnis: Welcher Spruch auf den Karten am besten passt, wird jeder von euch anders interpretieren. Aber es gibt keine falschen Entscheidungen, niemand muss sich erklären oder gar rechtfertigen und alle haben ungezwungenen Spaß.

Das geht schon los, wenn man den Song laut hört und währenddessen alle ihre Handkarten durchstöbern. Grinsen am Tisch, Kichern, laute Rufe „Wow, das ist die perfekte Beschreibung!“ Ob das Selbstbewusstsein wirklich zum Punkten reicht, ist völlig unklar, weil der Punktrichter ja ebenfalls subjektiv und mit eigenem Bauchgefühl über den perfekten Vibe entscheidet.

  • Hohe Barrierefreiheit: Da das Spiel auf bekannte Streaming-Plattformen setzt, entfällt das Erlernen komplexer Regeln oder der Umgang zu viel Technik. Karten austeilen, Playlist starten, los geht’s.
  • Genre-Vielfalt: Durch die vier verschiedenen Playlist-Kategorien (Heart, Mood, Party, Past) lässt sich die Tonalität des Abends steuern – von nostalgisch-melancholisch bis hin zu ausgelassener Party-Stimmung gibt es vier vorbereitete, reichlich gefüllte Playlists.
  • Subjektiver Spielspaß: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Der Reiz entsteht durch die individuelle Interpretation der Musik. Wenn Dance Beats auf eine völlig unpassende, seriöse Alltagssituation treffen, entstehen die besten Momente des Spiels.

Match my Beat: Fazit und Wertung

Match My Beat (Jumbo) ist unsere uneingeschränkte Empfehlung für alle, die ein modernes Gesellschaftsspiel suchen, das Kommunikation fördert, witzig ist und Musik nicht nur als Hintergrundrauschen, sondern als aktives Spielelement begreift. Es ist ein hervorragender „Icebreaker“ für gemischte Gruppen und bietet durch die schier endlose Musikauswahl einen sehr hohen Wiederspielwert. Es kann auch jederzeit mit eigenen Playlists oder Lieblingssongs gespielt werden.

Ein kleiner kritischer Punkt ist die Abhängigkeit von einer stabilen Internetverbindung und einem werbefreien Streaming-Account, da Unterbrechungen den Spielfluss stören können. Das Regelwerk bietet hierfür jedoch bereits pragmatische Lösungsvorschläge (wie den Wechsel der Playlist nach jeder Runde im Gratis-Modus).

Die ungewöhnliche Altersangabe ab 17 Jahren auf der Verpackung ist realistisch: Das Spiel richtet wich tatsächlich eher an Erwachsene oder zumindest ältere Jugendliche. Ein gewisses Abstraktionsvermögen und der Umgang mit popkulturellen oder selbstironischen Phrasen ist Voraussetzung, damit das Spiel seine Wirkung erreicht. Jüngere Kinder werden Probleme haben, mit ihren Karten tatsächlich zu punkten.


Match my Beat – auf einen Blick

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Match my Beat ist ein Partyspiel, bei dem du nichts wissen, nichts nachahmen und nichts vorsingen musst. Einfach mitmachen, sich auf den Vibe des Songs einlassen und in jeder Runde eine passende Handkarte ins Rennen schicken. Wetten, dass das großen Spaß macht?

Autor/in: N.N. | 2026 | Jumbo | 3 bis 8 Personen | ab 17 Jahren | bis 20 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 13. April 2026 https://www.brettspielelust.de/

Reisespiele 2026: Neuheiten für unterwegs

Endlich Urlaubszeit! Egal ob lange Fahrten im Zug, Wartezeiten am Flughafen oder gemütliche Spielabende in der Ferienwohnung – ein gutes Spiel im Gepäck darf nicht fehlen. Oft ist der Platz im Koffer jedoch begrenzt, weshalb große Schachteln meistens zu Hause bleiben müssen.

In diesem Beitrag möchten wir euch eine Liste von acht neuen, kompakten Spielen vorstellen, die sich gut als Reise- oder Mitnehm-Spiele für die ganze Familie eignen.

Die Auswahl ist abwechslungsreich und bietet für jeden Geschmack das Richtige: Wer gerne kreativ mit Wörtern und Bildern umgeht, wird an dem Memo-Spiel „Wort im Wort“ Freude haben. Für Action, Hektik und Reaktionen sorgen hingegen das Echtzeit-Spiel „Fußball Ligretto“ und der Klatsch-Wettbewerb „Mücken drücken“.

Wer es lieber etwas ruhiger und taktischer mag, kommt bei Kartenduellen wie der Golf-Clubmeisterschaft „Golfie“, dem Samurai-Kartenspiel „Makoto“ oder dem Zwei-Personen-Wettstreit der Baumeister in „Turm: Das Duell“ voll auf seine Kosten. Abgerundet wird die Empfehlungsliste durch das Stichspiel „Cat Trick“ und die kooperative Team-Herausforderung „Top Drop“.

Hier kommt die Übersicht zu diesen acht kleinen Spiele-Highlights, die in jedes Handgepäck passen und auf eurer nächsten Reise garantiert keine Langeweile aufkommen lassen!

Noch mehr Empfehlungen für „Brettspiele unterwegs“ findet ihr in unserer Reisespiele-Liste 2023.

Bei einigen Empfehlungen findest du Amazon-Links. Wenn du darüber einkaufst, unterstützt du unsere Arbeit – ohne Mehrkosten für dich.

Neue Reisespiele 2026 – los geht’s:

Fußball Ligretto

Britta Fiore | 2026 | Schmidt Spiele | 2 bis 4 Personen | ab 7 Jahren | bis 15 Minuten

Darum geht’s: Anpfiff fürs Karten-Chaos! Bei Fußball Ligretto ist Tempo gefragt, denn hier wartet ihr nicht ab, bis ihr an der Reihe seid. Stattdessen spielen alle Beteiligten gleichzeitig in zwei Teams (Rot gegen Blau) um den Sieg. Euer Ziel ist es, so schnell wie möglich einen Treffer zu erzielen. Sobald der „Ball“ in Form einer Karte mit der Zahl 4 im Spiel ist, durchsucht ihr hektisch eure Auslage nach passenden Anschlusskarten. Angriff und Verteidigung wechseln dabei auf dem Tisch blitzschnell, während ihr Symbole wie Trillerpfeifen, Pokale, Eckfahnen oder Torwarthandschuhe aufeinanderlegt, um den Gegnern den Ball abzujagen oder selbst vor das Tor zu ziehen. Wer behält die Nerven und knallt im richtigen Moment die rettende Torkarte auf den Stapel? Das Team, das in diesem Wettstreit zuerst drei Tore schießt, holt sich den Sieg.

Unsere Einschätzung: Neuauflage des hektischen Ligretto-Feelings als Fußballspiel. Das Spielen in Mannschaften und Passen des Balls an das entsprechende Teammitglied startet zunächst gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Runden wird’s ein kurzweiliger Spaß. Den Stress am Spieltisch muss man aber mögen.

  • Ligretto, das rasante Kartenspiel. Jetzt mit massig Torchancen! Zwei Mannschaften treten in einer turbulenten Partie gegeneinander an. Wer legt die Karten am schnellsten ab, bleibt am Ball und schießt die meisten Tore?
  • Geschwindigkeit, gute Kombinationsgabe und schnelles Reaktionsvermögen sind hier gefragt
  • ab 7 Jahren
  • für 2 bis 4 Spieler
  • circa 10 Minuten Spieldauer

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Cat Trick

Nagi-an | 2026 | Helvetiq | 3 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Darum geht’s: Miau! In diesem raffinierten Stichspiel schlüpft ihr in die Rolle kleiner, verspielter Kätzchen, die am liebsten jedes verfügbare Spielzeug für sich allein beanspruchen würden. Euer Ziel ist es, fünf verschiedene Spielzeuge (dargestellt in fünf Farben) zu sammeln, indem ihr reihum Karten ausspielt und Stiche gewinnt. Wer die höchste Trumpfkarte oder die höchste Karte der angespielten Farbe in die Mitte legt, schnappt sich die Beute. Aber Vorsicht, denn Gier wird sofort bestraft: Wer zu viele Karten von derselben Sorte ansammelt – genauer gesagt vier oder mehr einer Farbe –, muss seine hart verdiente Beute plötzlich an die restlichen Mitspielenden verteilen. Schlaue Katzen wissen also genau, wann sie am besten auf der Lauer liegen, Karten durchlassen und wann sie im richtigen Moment zuschlagen müssen. Es gewinnt nicht, wer die meisten Stiche macht, sondern wer am Ende den komplettesten Spielzeugmix besitzt.

Unsere Einschätzung: Mini-Karten, großes Miau-Vergnügen bei Cat Trick! Die Lokalisation des japanischen Spiels „Take that Toy“ fügt der beliebten Mechanik des Stichspiels eine raffinierte Facette hinzu. Mit ganz wenigen Regeln gelingt ein taktisch geprägtes Ringen um viele, aber bloß nicht zu viele Karten einer bestimmten Farbe.

Mücken drücken

Reiner Knizia | 2025 | Denkriesen | 2 bis 7 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten

Darum geht’s: Auf die Plätze, fertig, klatschen! Bei Mücken drücken sind Reaktionsschnelligkeit und ein wachsames Auge entscheidend. Eine Person übernimmt die aktive Rolle des Dealers und deckt zügig nacheinander Insektenkarten auf einem offenen Stapel in der Tischmitte auf. Sobald diese Auslage für euch lohnend aussieht, heißt es: Blitzschnell mit der Hand auf den Pott hauen und sich die Karten sichern! Aber schaut vor dem Zuschlagen genau hin, was da alles kreucht und fleucht: Süße kleine Mücken bringen euch wertvolle Pluspunkte, während andere lästige Krabbeltiere Minuspunkte bedeuten. Sammelt Insektenpärchen, schnappt euch die fette Fliegenfalle zur richtigen Zeit oder fangt die Bruzzler, um euer Punktekonto im Blitztempo aufzuladen. Wer nach drei Runden die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt diesen Klatsch-Wettbewerb.

Unsere Einschätzung: Passt gut in eine Runde mit spielerfahrenen Kindern, solange niemand zu verbissen ans Werk geht. Beim Klatschen und Sammeln von bestimmten Mengen bzw. Kartenpaaren helfen ein gutes Gedächtnis, aber auch die nötige Portion Glück, wenn ganz am Ende ausgezählt und mitunter überraschende Ergebnisse auf euch warten.

  • 🦟 OFFIZIELL & EXKLUSIV – Nur hier erhältlich: Die Denkriesen Direkt-Version von Mücken Drücken, direkt vom Verlag.
  • ⚡ RASANTE REAKTIONEN – Schlag im richtigen Moment zu und zerdrücke die meisten Mücken – doch Achtung vor Minuspunkten!
  • 👨‍👩‍👧‍👦 FAMILIEN- & PARTYSPIEL – Ob mit Kindern, Freunden oder der ganzen Familie – ideal für Spieler ab 7 Jahren und jeden Spieleabend.
  • 🎲 SCHNELL GELERNT – SCHNELL GESPIELT – Mit ca. 20 Minuten Spielzeit bleibt jede Runde kurzweilig und spannend.
  • 🃏 MIT 110 SPIELKARTEN – Umfangreich ausgestattet für 2–7 Spieler, sorgt „Mücken Drücken“ für jede Menge Abwechslung und Action.

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Turm – Das Duell

Heiko Eggers | 2026 | Jimeggz | 2 Personen | ab 12 Jahren | bis 90 Minuten

Darum geht’s: Tretet an zum Duell der Baumeister! In diesem Zwei-Personen-Spiel errichtet ihr in der Tischmitte gemeinsam acht Türme aus Plättchen. Das Ziel jedes Spielers ist es, zügig seinen persönlichen verdeckten Nachziehstapel fehlerfrei abzubauen. Ihr legt eure Turmkarten von 0 bis 12 aufsteigend auf die Bauplätze oder auf sogenannte Lagerplätze (dort im Farbwechsel und absteigend!). Passt eine gezogene Karte momentan absolut nicht, müsst ihr sie notgedrungen in einem Zwischenlager parken (sie kommt später wieder auf die Hand). Wer die wichtigen Bau-Stufen 4, 8 oder 12 eines Turms vollendet, wird sofort mit Goldnuggets belohnt! Mit diesem wertvollen Gold könnt ihr Sonderaktionen freischalten, wie zum Beispiel blockierende Karten aus dem Depot entfernen oder sogar das Zwischenlager blockieren. Sobald eine Person alle Plättchen losgeworden ist, endet das Spiel. Wer dann das meiste Gold gescheffelt hat, gewinnt das Bau-Duell.

Unsere Einschätzung: Tolles Design (Verpackung als aufklappbares Spielfeld), aber länglich und repetitiv im Ablauf. Wenig Taktik möglich – man wartet meist auf passende Karten und sollte die Möglichkeit fürs Ablegens nicht verpassen. Anleitung mit Schwächen.

  • TAKTISCHES 2-SPIELER-SPIEL: TURM - Das Duell ist ein strategisches Kartenspiel für zwei Spieler mit einfachen Regeln und hoher Spannung, bei dem jede Entscheidung den Spielverlauf beeinflusst. Das Spiel wird im Verlauf komplexer und bis zum Schluss kann sich das Blatt noch komplett wenden.
  • SPIELPRINZIP: Baut gemeinsam Türme, blockiert strategisch wichtige Felder und sammelt wertvolle Goldnuggets, um deinen Gegner zu übertreffen und das Spiel zu gewinnen.
  • STYLISCHES DESIGN: Das Spiel kommt mit einem detailreich gestalteten Turm-Verpackung im Steinmauer-Look, der perfekt zum mittelalterlichen Thema passt und als praktische Aufbewahrung dient.
  • KOMPLETTES SPIELSET: Enthält einen dekorativen Turm-Box Spielkarten mit mittelalterlichen Motiven und alles, was für ein spannendes Strategiespiel benötigt wird.
  • SCHNELLER SPIELEINSTIEG: Dank einfacher Regeln und maximaler Spannung ist TURM - Das Duell ideal für Spieleabende, bei denen taktisches Geschick und strategisches Denken gefragt sind.

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Top Drop

Simona Greco, Marco Rava | 2026 | Helvetiq | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten

Darum geht’s: Stellt euch gemeinsam der Herausforderung! Im kooperativen Kartenspiel Top Drop spielt ihr nicht gegeneinander, sondern zieht als Team an einem Strang. Euer gemeinsames Ziel: alle 60 Zahlenkarten sicher und fehlerfrei auf den zentralen Ablagestapel zu spielen. Der Haken an der Sache ist eine beidseitige Richtungskarte, die euch vorgibt, ob ihr die Zahlen in aufsteigender (UP) oder absteigender (DOWN) Reihenfolge ablegen müsst. Eure Rettung in der Not sind spezielle Aktionskarten, mit denen ihr die Spielrichtung umdrehen, die strengen Vorgaben durch einen Farbwechsel kurzzeitig brechen oder einfach mal aussetzen könnt, wenn gar nichts mehr geht. Kommuniziert miteinander (ohne eure genauen Zahlen oder Farben zu verraten) und meistert eine Runde Top Drop.

Unsere Einschätzung: Ruhiges, gemeinsames Spielen ohne große Höhepunkte. Der Vorteil ist die handliche Minibox, die man problemlos überall hin mitnehmen und eine Runde zocken kann.

Makoto

Simon Weinberg | 2026 | Huch | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten

Darum geht’s: Reist als einsame Krieger – sogenannte Ronin – durch das historische Japan und beweist auf dem Schlachtfeld eure Aufrichtigkeit! Makoto ist ein taktisches Kartenspiel, bei dem ihr eure Handkarten so geschickt wie möglich loswerden müsst. Wenn ihr am Zug seid, spielt ihr entweder Karten mit gleichen Werten oder legt aufsteigende Zahlenreihen aus. Wichtig ist dabei nur eine eiserne Regel: Eure gespielte Kombination muss immer höher und stärker sein als die, die gerade ausliegt! Wer die Vorgabe nicht mehr überbieten kann, muss passen. Die letzte Person, die in einer Runde nicht gepasst hat, streicht alle in der Tischmitte liegenden Karten für die spätere Punktewertung ein. Doch wählt weise, wann ihr angreift, denn nicht jede Karte bringt am Ende wertvolle Punkte. Wer als Erster seine komplette Hand leerspielt, kassiert zudem noch einen Punktebonus für die Endwertung.

Unsere Einschätzung: Wer Krass kariert kennt, besitzt und mag, braucht eigentlich kein Makoto. Der Vorgänger verzichtete auf ein aufgesetztes Thema und glänzte mit flottem Ablauf und eingängigen Regeln. Beides vermissen wir bei Makoto.

Golfie

Jimmy Dorion | 2025 | Huch | 1 bis 8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Darum geht’s: Willkommen auf dem satten Grün! Bei Golfie liefert ihr euch ein Kartenduell, bei dem es ganz wie im echten Golf darum geht, nach 9 oder 18 Löchern die niedrigste Punktzahl zu haben. Jeder startet mit einem 3×3-Raster aus verdeckten Schlag-Karten, von denen zu Beginn zwei aufgedeckt werden. Wer am Zug ist, zieht die oberste Karte vom Aktionsstapel, die verschiedene Handlungen vorgibt: Sogenannte Zonenkarten zeigen exakt, an welcher Position in eurem Raster ihr eine Karte aufdecken oder mit einer benachbarten Karte vertauschen müsst. Zieht ihr das Golf Cart, dürft ihr diese Aktionen an einer völlig beliebigen Stelle eurer Auslage ausführen. Euer Ziel beim Aufdecken und Verschieben: Sobald drei offene Karten mit demselben Wert horizontal oder vertikal in einer Reihe liegen, bildet ihr eine Combo. Diese Karten werden abgeräumt, neue rücken nach, und die Combo verringert euer Endergebnis um zwei wertvolle Punkte. Zieht ihr hingegen eine Einlochen-Karte, müsst ihr eine Karte eurer obersten Reihe für euren Score auf dem Wertungsblock notieren. Die Aktionskarte Letztes Loch funktioniert genauso, markiert aber zusätzlich das Ende der aktuellen 9-Loch-Runde.

Unsere Einschätzung: Simples Kartenspiel mit Anleihen bei Skyjo, Hilo und Co. Zu glückslastig, um wirklich ein Rennen um die niedrigste Schlagzahl zu werden. Wer zur falschen Zeit eine Einlochkarte aufdeckt und in der oberen Reihe nur hohe Werte liegen hat, ist schnell frustriert.

  • 🏌️‍♂️ SPIELSASS AUF DEM GOLFPLATZ: Mit dem Kartenspiel GOLFIE erwartet dich eine amüsante Herausforderung, bei der du die wenigsten Schläge erzielen und gewinnen musst.
  • ♟ ALLE SPIELEN GLEICHZEITIG: Das FAMILIENSPIEL AB 8 ist schnell erklärt und bietet durch die verdeckten Karten und Strategieoptionen stets spannende Partien.
  • 👨‍👩‍👧‍👦 IDEALES KARTENSPIEL AB 8: Optimal geeignet für gesellige Runden mit Familie oder Freunden, für 1 bis 8 Spieler ab 8 Jahren und ca. 25 Minuten Spielzeit.
  • 📖 KURZANLEITUNG: 1. Karten aufdecken und hohe Werte entfernen | 2. Niedrige Werte gezielt nach vorne bringen | 3. Nach 18 Bahnen gewinnt der niedrigste Punktestand
  • ✨ Spiele-Fans aufgepasst! Ihr sucht neue Highlights für den nächsten Spieleabend, Geburtstag, Party oder Familienfeier? Bei uns findet ihr euer nächstes Lieblingsspiel! Hutter Trade ist ein süddeutscher Spieleverlag, der neben HUCH! viele weitere tolle Marken im Sortiment führt - Abwechslung garantiert!

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Wort im Wort

Steffi-Maria Schlinke | 2026 | Piatnik | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten

Darum geht’s: Bei „Wort im Wort“ deckt ihr, wie bei einem klassischen Memo-Spiel, reihum Plättchen in der Tischmitte auf und sucht nach den passenden Paaren. Der Clou dabei ist: Die gesuchten Begriffe müssen sich wortwörtlich und komplett ineinander verstecken. Findet ihr zum Beispiel die kleine EULE in der großen KEULE? Oder könnt ihr das ROT im BROT entdecken? Neben diesen Beispielen gibt es insgesamt 27 solcher außergewöhnlicher und lustiger Bildpaare freizulegen. Wer ein passendes Paar aufdeckt, darf es behalten und ist direkt noch einmal an der Reihe. Das Spiel endet sofort, wenn alle Paare gefunden wurden. Wer dann den größten Stapel an Memo-Plättchen vor sich liegen hat, gewinnt dieses Gedächtnisspiel, bei dem die jüngeren Mitspieler bei uns am Tisch wie immer die Nase vorn hatten.

Unsere Einschätzung: Memo-Idee, bei der man bildlich um die Ecke denken muss, um ein Pärchen zu finden. Einzig die viel zu große Schachtel (für das, was drin liegt = sehr kleine dünne Pappkärtchen) enttäuscht.

  • Neue und herausfordernde Memo-Variante
  • Nach "Old & New" und "Eindeutig Zweideutig" ein neues Memo
  • Für Jung und Alt gleichermaßen geeignet

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Published — 01. April 2026 https://www.brettspielelust.de/

Die Hängenden Gärten

Im Brettspiel „Die Hängenden Gärten“ erschafft ihr vier Runden lang einen Garten aus Pflanzen, Tieren und Bewässerung, um das Königspaar zu beeindrucken und die meisten Punkte zu sammeln.

Die Hängenden Gärten

Ihr übernehmt die Rolle eines Gartenteams am Hof von König Nebukadnezar II. und gestaltet euren eigenen Garten. Ziel ist es, durch geschicktes Sammeln und Anordnen von eingesammelte Karten – mit Bäumen, Tieren und Blumen darauf – sowie durch erfüllte Ziele und funktionierende Bewässerung die meisten Punkte zu erzielen und das Königspaar zu beeindrucken.

Die Hängenden Gärten – so wird es gespielt:

Der Spielablauf ist dabei klar strukturiert: In jeder der vier Runden setzt ihr nacheinander eure drei Gärtner ein. Diese werden auf einem zentralen Tableau platziert, um Karten aus einer Auslage zu wählen. Je nachdem, aus welcher Zeile ihr eine Karte nehmt, ist die Karte umsonst oder ihr müsst dafür Werkzeugmarker abgeben. Die gewählte Karte wird anschließend direkt in euren persönlichen Garten eingebaut, der sich bei Spielende aus insgesamt zwölf Karten pyramidenartig zusammensetzen muss.

  • Errichtet euren Hängenden Garten mithilfe eures Gartenteams
  • Bringt die Karten in eine geschickte Anordnung und wertet sie mit Verschönerungen auf
  • Erfüllt königliche Ziele, um die meisten Punkte zu erreichen

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Diese Bauweise sorgt dafür, dass jede Entscheidung langfristige Auswirkungen hat. Die unterste Reihe legt das Fundament, während die oberen Ebenen gezielt darauf aufbauen. Dabei greifen die verschiedenen Wertungsarten ineinander: Tiere bringen Punkte, je nachdem, ob se in einer der drei „Etagen“ platziert wurden, Bäume bevorzugen Kombinationen aus derselben Art und Blumen entfalten ihr Potenzial in möglichst großen Gruppen gleicher Farbe. Gleichzeitig lohnt es sich, auf Karten mit Bonuseffekten zu achten, die zusätzliche Vorteile verschaffen können.

Die Hängenden Gärten
Die Hängenden Gärten

Ein Zug beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Auswählen und Einbauen einer Karte. Nachdem der Garten erweitert wurde, wird die Auslage zunächst wieder aufgefüllt (alle bisherigen Karten rutschen einen Platz hinunter und werden dadurch billiger). Optional könnt ihr zudem Verschönerungen erwerben, die zusätzliche Punkte oder Effekte bringen, oder eines der ausliegenden königlichen Ziele erfüllen. Diese Ziele verlangen meist bestimmte Kombinationen – etwa eine bestimmte Anzahl an Tieren in einer Spalte deines Gartens – und sorgen dafür, dass ihr euren Fokus immer wieder neu ausrichten müsst.

Besonders interessant ist die Bewässerung: Jeder Spieler erhält zu Beginn einen eigenen Plan, der vorgibt, wie die Wasserversorgung im Garten angeordnet sein sollte. Wer es schafft, diesen Plan beim Bau einzuhalten, wird mit zusätzlichen Punkten belohnt. Dadurch entsteht ein weiterer strategischer Layer, der sich mit den übrigen Entscheidungen verzahnt und das Puzzle komplexer macht, ohne es unübersichtlich werden zu lassen.

Die Hängenden Gärten: Fazit und Wertung

Das Worker-Placement-Element in „Die hängenden Gärten“ sorgt für Interaktion: Die Plätze auf dem Tableau sind begrenzt, sodass ihr euch gegenseitig wichtige Optionen wegnehmen könnt. Gerade bei mehreren Spieler:innen verändert sich die Kartenauslage zwischen den eigenen Zügen deutlich, wodurch Planung zwar möglich bleibt, aber immer flexibel angepasst werden muss. In kleineren Runden ist die Situation besser kalkulierbar, während größere Gruppen für mehr Dynamik sorgen – wobei die Züge angenehm flott bleiben.

Aber klar: Es kann frustrierend sein, wenn man an der Reihe ist und einfach keine passenden Karten in Sicht sind.

Die Hängenden Gärten wirkt insgesamt vertraut, kombiniert bekannte Mechanismen wie Set Collection und Worker Placement aber so, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Das Spiel macht wenig neu, bleibt aber jederzeit zugänglich und lässt sich, trotz der Vielzahl an Wertungsmöglichkeiten, in etwa 10 Minuten erklären. Für erfahrene Spieler:innen könnte sich das Erlebnis nach mehreren Partien etwas repetitiv anfühlen, während Einsteigerinnen und Gelegenheitsspieler gerade die Mischung aus Übersichtlichkeit und kleinen Optimierungsentscheidungen schätzen dürften. Schöne Optik und angenehme Haptik des Spielmaterials!

Die Hängenden Gärten
Die Hängenden Gärten

Die Hängenden Gärten – auf einen Blick

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Ein zugängliches Worker-Placement-Spiel mit vertrauten Mechaniken, das durch viele Kombinationsmöglichkeiten und variable Wertungen genügend Abwechslung bietet, ohne dabei zu komplex zu werden.

Autoren: Grégory Grard, Matthieu Verdier | 2026 | Piatnik | 1 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 45 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 13. März 2026 https://www.brettspielelust.de/

My Park

In My Park geht es ums geschickte Planen: In diesem kompakten Drafting-Spiel baut ihr aus neun Karten euren eigenen Park auf und versucht dabei, möglichst viele Punkte zu sammeln.

My Park

My Park – darum geht es:

In My Park baut ihr euren eigenen Vergnügungspark – mit Achterbahnen, Restaurants und Karussells. Das klingt zunächst nach einem klassischen Aufbau-Spiel, tatsächlich steckt aber ein Drafting-Spiel dahinter, bei dem ihr Runde für Runde entscheiden müsst, welche Attraktion in euren Park kommt – und welche ihr lieber an die Konkurrenz weiterreicht. 

Das Ziel ist einfach: Nach neun Runden soll euer Park möglichst viele Punkte einbringen. Der Weg dorthin ist allerdings gar nicht so trivial.

Karten draften und Park bauen

My Park gehört zu den Drafting-Spielen. Alle Spieler starten mit zehn Handkarten und wählen in jeder Runde gleichzeitig eine davon aus. Die restlichen Karten werden anschließend an den linken Nachbarn weitergereicht. So wandert der Kartenstapel Runde für Runde über den Tisch, bis jeder Spieler insgesamt neun Karten in seinem Park verbaut hat. 

Die gewählte Karte muss bezahlt und anschließend im eigenen Park ausgelegt werden. Das klingt simpel, doch gleich mehrere Regeln bestimmen, wo eine Karte überhaupt platziert werden darf.

Strenge Bauvorschriften

Zunächst einmal muss euer Park am Ende eine ganz bestimmte Form haben. Diese wird durch eine Projektplankarte vorgegeben und gilt für alle Spielenden gleichermaßen.

Hinzu kommt eine zentrale Regel: Die Zahlenwerte der Karten müssen im Park von oben links nach unten rechts aufsteigend angeordnet sein. Gleichzeitig darf jede Zahl nur einmal im Park vorkommen. 

Dadurch entsteht ein kleines Puzzle. Oft passt eine Karte zwar gut zu den Wertungen, lässt sich aber nur schwer sinnvoll im eigenen Park unterbringen.

Zusätzlich gilt: Neue Karten müssen immer an eine bereits liegende Karte angrenzen. Wer hier zu früh eine ungünstige Position wählt, kann sich später selbst blockieren.

Geld ist knapp

Zu Beginn erhält jeder Spieler 15 Münzen – und damit muss man über die gesamte Partie auskommen. Neue Einnahmequellen gibt es nicht. 

Das bedeutet: Jede Entscheidung hat Konsequenzen. Teure Karten können starke Effekte oder wertvolle Symbole bringen, gleichzeitig schmilzt das Budget aber schnell dahin. Wer zu großzügig bezahlt, muss später eventuell Karten verdeckt in den Park legen – und die bringen am Ende deutlich weniger Punkte.

  • MY PARK ist ein kleines Legespiel mit großen Attraktionen! Erbaue deinen eigenen Freizeitpark und punkte mit Weitsicht und guter Planung!
  • Ob aufregende Achterbahnen, coole Spielhallen oder verlockende Imbissbuden − versuche durch geschicktes Draften die perfekten Attraktionen für deinen Park zu kaufen. Aber das Geld ist begrenzt!
  • Wer sich beim Platzieren nicht an den Projektplan und die Reihenfolge hält, muss mit Einbußen rechnen. Schließlich will sich niemand in einem Park vergnügen, der nur zur Hälfte fertig gebaut ist!
  • Anzahl der Spieler: 2-5. Spieldauer: ca. 15 Minuten. Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren.
  • Aus dem Hause GAME FACTORY - SPIELE FÜR FAMILY & FRIENDS.

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Wertungen sorgen für Abwechslung

Für Punkte sorgen zwei Ebenen: Standard-Wertungen gibt es in jeder Partie. Sie belohnen etwa Tickets, verschiedene Symbole oder übrig gebliebenes Geld.

Dazu kommt eine variable Wertungskarte, die jedes Spiel verändert. Mal geht es darum, möglichst lange Zahlenreihen zu bilden, mal um Gruppen gleichfarbiger Karten oder bestimmte Farbkombinationen.

Wer möchte, kann zusätzlich noch Bonuskarten ins Spiel bringen, die weitere Ziele oder kleine Überraschungseffekte hinzufügen. Dadurch fühlt sich jede Partie etwas anders an.

Shop-Aktionen

Einige Parkkarten zeigen ein Shop-Symbol. Wird eine solche Karte platziert, löst sie eine besondere Aktion aus. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ihr Karten tauscht, eine zusätzliche Karte ausspielt oder sogar Karten mit Mitspielern austauscht. Solche Effekte können den eigenen Park noch einmal ordentlich durcheinanderwirbeln – oder plötzlich neue Chancen eröffnen.

My park: Fazit und Wertung

My Park ist eines dieser Spiele, die zunächst unscheinbar wirken, aber schnell zeigen, wie viel Taktik in ihnen steckt. Das Drafting sorgt für einen flotten Spielfluss, während die strengen Platzierungsregeln und das knappe Budget immer wieder für knifflige Entscheidungen sorgen. Wer gern kleine Optimierungspuzzles löst und dabei auch im Blick behält, welche Karten bei den Mitspielern landen könnten, bekommt hier ein überraschend anspruchsvolles Kartenspiel. Dank kurzer Spielzeit und kompakter Schachtel eignet sich My Park zudem hervorragend als Spiel für zwischendurch oder für unterwegs.

My Park funktioniert übrigens auch hervorragend zu zweit. Gerade in dieser Besetzung wird das Drafting besonders taktisch, weil die wenigen Karten immer wieder zwischen beiden Spielern hin- und herwandern. So entsteht ein spannendes Abwägen: Greife ich jetzt zu oder hoffe ich darauf, dass die Karte noch einmal zurückkommt? Ein genauer Blick auf das Tableau des Gegenübers verrät dabei oft, auf welche Karten diese Person noch spekuliert – oder welche sie aufgrund der Platzierungsregeln gar nicht mehr sinnvoll anlegen kann. Dadurch entstehen immer wieder kleine taktische Vorteile, aber auch reizvolle Dilemmata, bei denen man Runde für Runde um die beste Kartenwahl ringt.

My Park ist ein frisches, kompaktes Drafting-Kartenspiel mit klaren Regeln und kurze, spannende Partien. Gerne auch für unterwegs!


My Park – auf einen Blick

Title

My Park überrascht als cleveres Drafting-Puzzle im Taschenformat, das mit einfachen Regeln startet, aber schnell zeigt, wie viel Planung und Timing in nur neun Karten stecken können.

Autor: Eugeni Castaño | 2025 | Game Factory | 2 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 11. März 2026 https://www.brettspielelust.de/

Cat and the Tower

Cat and the Tower

Ein Turm aus dünnen Pappteilen wächst in die Höhe – und mittendrin wartet Kater Toto darauf, immer weiter nach oben getragen zu werden. In Cat and the Tower arbeiten alle Spielerinnen und Spieler zusammen, um das wacklige Bauwerk Runde für Runde zu erhöhen und gleichzeitig stabil zu halten. Doch schon kleine Fehler sorgen dafür, dass Teile herabstürzen oder das gemeinsame Bauprojekt ganz in sich zusammenfällt.

Das Spielziel

Die Aufgabe der Gruppe ist es, den kleinen Kater Toto bis mindestens in den zehnten Stock des Turms zu bringen. Warum? Weil dort „seine Mutter auf ihn wartet“ (deutsche Anleitung) bzw. seine Mutter bereits „ein Stern im Himmel ist und er sich mit ihr wiedervereinigen“ (sic) möchte (englische Anleitung). Gelingt das und der Turm bleibt anschließend stehen, haben alle gemeinsam gewonnen.

Der Spielablauf

Los geht’s: Gespielt wird reihum im Uhrzeigersinn, ein Zug besteht immer aus zwei Schritten – einer Bauaktion und der Überprüfung der Ziele.

Zunächst wählt die aktive Spielerin eine von zwei offen ausliegenden Aktionskarten. Diese Karte gibt vor, welche Elemente auf dem Turm platziert werden müssen. Das können neue Wandteile, zusätzliche Stockwerke oder auch farbige Katzenfreunde aus Holz sein. Manche Karten verlangen außerdem, dass eine bereits platzierte Katze vorsichtig „gestreichelt“ wird – also leicht mit dem Finger berührt wird. Dabei ist eine ruhige Hand gefragt, denn beim Bauen dürfen andere Teile möglichst nicht verschoben werden.

Aufgabenkarte: Zeigt, was du als nächstes auf dem Turm platzieren musst.

Anschließend überprüft der Spieler die zwei ausliegenden Zielkarten. Eine Zielkarte gilt als erfüllt, wenn die Katzenfreunde auf der Etage direkt über Toto genau der vorgegebenen Anordnung entsprechen. Ist das der Fall, darf Toto um die angegebene Anzahl an Stockwerken nach oben bewegt werden. Zum Schluss werden die Karten wieder aufgefüllt, bevor der nächste Spieler an der Reihe ist.

Auf diese Weise wächst der Turm allmählich weiter – bis Toto sein Ziel erreicht oder die Schwerkraft dem Bauprojekt ein Ende setzt. Während des Bauens können Wandteile herunterfallen. Sobald fünf oder mehr Teile als Trümmer vom Turm gestürzt sind, gilt das Gebäude als eingestürzt und die Partie ist verloren.

Fazit

Wer unseren Blog Brettspielelust verfolgt, kennt unsere Schwäche für Geschicklichkeitsspiele. Und wenn dabei auch noch ein Turm gebaut wird wie bei Tummple! (Rezension lesen), sind wir normalerweise sofort dabei. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen an Cat and the Tower, das wir auf der SPIEL 2025 entdeckt haben. Ganz erfüllt wurden sie am Ende allerdings nicht.

Woran liegt das? Vielleicht am Material, denn die dünnen Pappteile fühlen sich schlicht weniger befriedigend an als massive Holzklötze, wie man sie aus anderen Turmbauspielen kennt. Vielleicht auch daran, dass Cat and the Tower wie ein Rhino Hero für erfahrenere Spieler:innen wirken möchte, die Bauvorgaben auf den Karten aber nicht immer sofort intuitiv zu verstehen sind.

Oder liegt es am Ende doch an der Geschichte, die dem Spiel mitgegeben wurde? „Armer Toto – deine Mutter ist tot, und wir bauen dir jetzt einen Turm, damit du zu ihr in den Himmel klettern kannst.“ Nun ja.

Wandteile sind unterschiedlich hoch

Gelungener ist dagegen eine Design-Idee: Die Wandteile unterscheiden sich minimal in ihrer Höhe. Legt man zwei davon nebeneinander, liegt die nächste Etagenplatte oft ganz bewusst schief auf. In den ersten Stockwerken ist das noch gut zu kontrollieren. Doch je höher der Turm wird, desto deutlicher neigt sich das Bauwerk – und irgendwann steht auf dem Spieltisch ein beeindruckend wackeliger Turm von Pisa.

Mehr als einen halben Meter hoch, alle halten kurz die Luft an – jetzt bloß nicht laut ausatmen oder gegen den Tisch stoßen.

Genau in diesen Momenten zeigt Cat and the Tower, welches Chaos in diesem Turmbauspiel eigentlich steckt.

Toto ganz oben, ganz nah bei seiner Mutter…


Cat and the Tower: Auf einen Blick

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Wenn der Turm gefährlich schief steht und alle kurz die Luft anhalten, zeigt Cat and the Tower seine besten Seiten – bis dahin bleibt das Spiel jedoch etwas hinter seinen Möglichkeiten.

Autor: Masakazu Takizawa | Arcane Wonders | 2025 | 1 bis 5 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Published — 10. März 2026 https://www.brettspielelust.de/

Waldland

In Waldland wetteifern ein bis vier Spielende darum, ein möglichst ertragreiches Wald‑Ökosystem des pazifischen Nordwestens aufzubauen.

Waldland

Waldland braucht vor allem Platz auf dem Spieltisch: Da wächst auf den Tableaus von bis zu vier Spieler:innen ein kompletter Wald heran. Bäume entstehen aus Pappteilen, zahlreiche Tierkarten siedeln sich im Laufe einer Partie an, Wald- und Wetterkarten beeinflussen das Ökosystem. Waldland von Autor Tim Eisner ist ein Brettspiel, das Drafting, Push‑Your‑Luck und Tableau‑Aufbau miteinander kombiniert.

Waldland – so wird es gespielt:

Eine Partie dauert genau drei Jahreszeiten, die jeweils eine Spielrunde darstellen. Alle starten mit einem eigenen Waldplan, auf dem später die Bäume wachsen.

Ein Zug besteht aus bis zu drei Phasen:

  1. Tiere anlocken: Zu Beginn eines Zuges können wir gesammelte Nahrung ausgeben, um Tiere aus einer offenen Auslage in ihren Wald zu erhalten. Diese Tiere bringen unterschiedliche Effekte: Manche liefern sofortige Fähigkeiten, andere Punkte während der Saison oder erst am Spielende.
  2. Karten wählen (Push‑Your‑Luck): In der Tischmitte liegen drei verdeckte Kartenstapel. Zunächst schaut man sich den ersten Stapel geheim an. Man kann ihn komplett nehmen – oder zurücklegen. Legt man ihn zurück, wird blind eine zusätzliche Karte darauf gelegt. Der Stapel wird damit für die nächste Person interessanter. Anschließend darf man den zweiten Stapel prüfen und ebenso entscheiden. Wer alle drei Stapel ablehnt, zieht stattdessen blind eine Karte vom Nachziehstapel.
  3. Karten in den Wald legen: Nimmt man einen Stapel, müssen alle enthaltenen Karten in den eigenen Wald integriert werden. Wurzeln, Stämme und Baumkronen lassen physische 3D‑Bäume entstehen. Wird eine Baumkrone gesetzt, ist der Baum abgeschlossen und bringt sofort Punkte. Die Höhe des Baumes multipliziert sich dabei mit dem Wert der Krone. Außerdem können fertiggestellte Bäume Ökosystem‑Plättchen freischalten. Pflanzen‑, Wetter‑ oder Gefahrenkarten werden daneben im eigenen Tableau gesammelt.
  • Errichtet ein gesundes und ausgewogenes Ökosystem
  • Lasst möglichst hohe Bäume wachsen, sammelt Pflanzen, vermehrt euren Tierbestand, sorgt für passendes Wetter und wehrt Bedrohungen ab
  • Wer hat nach 3 Saisons das beste Ökosystem und ergattert die meisten Punkte?

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3D-Pappbäumchen wachsen heran, bringen Punkte und spielen Bonusplättchen frei.
Tierkarten-Auslage: Die Bananen-Schnecke „kostet“ drei Nahrung.

Am Ende jeder Jahreszeit folgt eine umfangreiche Zwischenwertung. Tiere bringen Punkte, Gefahren wie Feuer oder Krankheiten werden abgehandelt und Pflanzen‑ sowie Wettersets gewertet. Zusätzlich erhält der höchste Baum mit Baumkrone aus dieser Runde eine Prämie. Danach werden fast alle Waldkarten abgeworfen – nur Tiere und Ökosystem‑Plättchen bleiben bestehen.

Unterschiede zum ursprünglichen Kartenspiel „Baumkronen“

Waldland ist ein eigenständiges Spiel und erweitert das ursprüngliche Baumkronen (Unser Test im Dez. 2021) deutlich. Das Original war für zwei Personen ausgelegt, während hier reguläre Regeln für ein bis vier Spielende enthalten sind.

Der sichtbarste Unterschied ist die Darstellung des Waldes. Im ursprünglichen Spiel bestanden die Bäume lediglich aus Karten, die man übereinander gefächert auslegte, um die Höhe des Baums zu dokumentieren. In Waldland werden stattdessen echte 3D‑Bäume aus Pappteilen gebaut, die auf einem eigenen Waldplan wachsen.

Auch mechanisch gibt es Erweiterungen. Die Ressource Nahrung erlaubt es, Tiere gezielt aus einer Auslage zu kaufen. Außerdem kommen Ökosystem‑Plättchen hinzu, die durch bestimmte Baumkonstellationen freigeschaltet werden. Am Spielende können zusätzlich Tierketten entstehen, wenn Symbole verschiedener Tierkarten miteinander verbunden werden.

Waldland: Fazit und Wertung

Waldland ist ein mechanisch durchdachtes Brettspiel, das Set‑Collection, Tableau‑Building und einen Push‑Your‑Luck‑Mechanismus sinnvoll miteinander kombiniert. Mehrere Strategien können zum Erfolg führen – etwa über Pflanzen‑Sets, hohe Bäume oder Tierketten. Ein besonderer Kniff ist, dass die Waldkarten am Ende jeder Jahreszeit weitgehend abgeräumt werden, die einmal angelockten Tiere aber bei uns bleiben. Dadurch müssen sich Spielende einerseits wieder auf neue Karten einstellen, andererseits „starke“ Tierkarten und deren Effekte in folgenden Runden weiternutzen.

Wer Baumkronen noch nicht kannte, wird für den Einstieg ein Weilchen brauchen. Die Anleitung ist recht lang, aber gut strukturiert. Die vielen Arten, um zu punkten, sollte man vor der ersten Partie einigermaßen verstanden haben, um sich nicht komplett zu verrennen. Für ein thematisch ruhiges Naturspiel verlangt Waldrand den Spielenden einiges an Überblick ab. Nahrung verwalten, Tierfähigkeiten nutzen, Gefahren berücksichtigen und gleichzeitig Bäume aufbauen – all das läuft parallel. Zudem benötigt das Spiel viel Platz auf dem Tisch. Der nahezu komplette Neustart der Auslage nach jeder Jahreszeit kann außerdem den Eindruck von Wiederholung erzeugen. Durch das Kartenziehen und den Push‑Your‑Luck‑Mechanismus spielt auch Glück eine gewisse Rolle, etwa wenn bestimmte Symbole für Sets benötigt werden.

Die Präsentation trägt viel zur Wirkung des Spiels bei. Die wachsenden 3D‑Bäume machen den Fortschritt im eigenen Wald sichtbar, und die Illustrationen von Vincent Dutrait unterstützen das Naturthema. Hinzu kommt eine komplett plastikfreie Produktion, die gut zum Thema passt.

Waldland sieht gut aus und überzeugt mit hochwertigem, nachhaltigen Material. Wer mit dem Platzbedarf auf dem Spieltisch, der längeren Einarbeitungszeit und einer Spieldauer von 60 bis 90 Minuten kein Problem hat, erhält ein spannendes Spiel mit mehreren strategischen Wegen. Spielende, die meist zu zweit spielen und es etwas zügiger mögen, sollten eher zum Vorgänger Baumkronen greifen.

Waldbrandgefahr: Hast du zwei dieser Karten in deiner Auslage, musst du zwei andere Karten vor der Wertung entfernen!


Waldland – auf einen Blick

Title

In Waldland bauen Spielende über drei Jahreszeiten ein eigenes Wald‑Ökosystem auf. Karten‑Drafting, Tierkombinationen und wachsende 3D‑Bäume bestimmen das taktische Spielgeschehen.

Autor: Tim Eisner | 2025 | Piatnik | 1-4 Personen | ab 10 Jahren | bis 90 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 06. März 2026 https://www.brettspielelust.de/

Tippi Toppi – Hoch hinaus

Bei Tippi Toppi – Hoch hinaus versucht ihr gemeinsam, Aufgaben mit farbigen Zahlenplättchen zu erfüllen und baut dabei in mehreren Ebenen in die Höhe.

Tippi Toppi Hoch hinaus

Tippi Toppi Hoch hinausso wird es gespielt:

Mit dem kooperativen Tippi Toppi – Hoch hinaus knüpft Schmidt Spiele an das Kartenspiel Tippi Toppi (2018) an und entwickelt dessen Idee weiter. Diesmal werden die Aufgaben jedoch nicht erfüllt, indem ihr Karten auf vier Stapeln verteilt, sondern mit Plättchen, die ihr auf einem Spielplan auslegt – und sogar übereinander stapelt. Das Ziel bleibt dabei ähnlich: Die Spielerinnen und Spieler versuchen gemeinsam, alle ausliegenden Aufgaben zu erfüllen, bevor ihnen die Möglichkeiten ausgehen. 

Schon beim Aufbau wird deutlich, dass Tippi Toppi – Hoch hinaus stärker auf räumliches Denken setzt. In der Tischmitte liegt der Spielplan, daneben werden mehrere offene Aufgaben ausgelegt, während weitere Aufgaben verdeckt bereitliegen und im Verlauf der Partie hinzukommen können. Jeder Spieler erhält eine Hand aus drei Plättchen, die zwei Felder mit Zahlen und Farben zeigen. Diese Informationen bleiben geheim, sodass man zwar gemeinsam plant, aber nie genau weiß, welche Möglichkeiten die anderen gerade haben. 

Der Ablauf einer Runde ist schnell erklärt: Wer am Zug ist, legt eines seiner Plättchen auf den Spielplan. Dabei dürfen Plättchen nicht nur nebeneinander, sondern auch auf bereits ausliegende Plättchen gelegt werden. Auf diese Weise wächst nach und nach eine kleine Landschaft aus farbigen Zahlenfeldern. Die Höhe spielt für viele Aufgaben eine wichtige Rolle. Manche verlangen etwa eine bestimmte Anzahl an Feldern einer Farbe, andere achten auf Zahlenkombinationen oder darauf, dass bestimmte Felder auf unterschiedlichen Höhen liegen. 

  • Das beliebte Kartenspiel in einer neuen Dimension. Gemeinsam legt ihr eure Plättchen, um die abwechslungsreichen Aufgaben zu erfüllen. Doch der Platz wird schnell knapp.
  • 3D-Bau sorgt für Spannung.
  • Für 1 bis 4 Spieler, ab 8 Jahren
  • Spieldauer ca 30 Minuten

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Während die Struktur auf dem Spielplan immer komplexer wird, entsteht ein typisches kooperatives Puzzle-Gefühl. Die Spieler überlegen gemeinsam, welche Aufgabe als nächstes erreichbar erscheint und wie sich die vorhandenen Plättchen sinnvoll einsetzen lassen. Gleichzeitig bleibt ein Unsicherheitsfaktor bestehen, weil niemand seine Plättchen offen zeigen darf. Man beschreibt also Möglichkeiten, deutet Optionen an und versucht einzuschätzen, ob ein Mitspieler vielleicht genau das passende Teil besitzt, um eine Aufgabe abzuschließen.

Im Spielverlauf können mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllt werden, wenn die aktuelle Auslage die geforderten Bedingungen erfüllt. Neue Aufgaben rücken dann vom Nachzehstapel nach und verändern das Puzzle sofort wieder. Dadurch steigt der Druck auf die Gruppe, denn die Anforderungen variieren zufällig und unplanbar, während gleichzeitig die verfügbaren Plättchen allmählich weniger werden.

Tippi Toppi – Hoch hinaus: Fazit und Wertung

Wer das ursprüngliche Tippi Toppi im Regal stehen hat, erkennt viele Grundideen wieder. Auch dort versuchten die Spieler gemeinsam, Aufgaben zu erfüllen, während sie Karten auf verschiedene Stapel spielen, die nach Farben oder Zahlen kombiniert werden müssen. In Tippi Toppi – Hoch hinaus wirkt dieses Prinzip deutlich greifbarer. Statt abstrakter Kartenstapel entsteht auf dem Tisch ein wachsendes Gebilde aus Plättchen, das sich in mehrere Ebenen ausdehnt. Dadurch verändert sich nicht nur die Optik des Spiels, sondern auch das Spielgefühl: Die räumliche Komponente eröffnet zusätzliche Möglichkeiten und sorgt dafür, dass jede Partie ein wenig anders aussieht.

Im Laufe einer Runde entsteht so ein gemeinsames Denkspiel, bei dem Planung, Kommunikation und Improvisation zusammenkommen. Mal gelingt es der Gruppe, mehrere Aufgaben hintereinander zu erfüllen und das Spielfeld optimal zu nutzen. In anderen Momenten merkt man, dass ein unbedacht gelegtes Plättchen plötzlich wichtige Optionen verbaut hat. Gerade dieser Wechsel zwischen Planung und spontanen Lösungen prägt das Spielerlebnis.

Tippi Toppi – Hoch hinaus bleibt dabei zugänglich und schnell erklärt, bietet aber durch die unterschiedlichen Aufgaben und die variable Höhe der Plättchen eine vielseitige Knobelaufgabe. Wer kooperative Denkspiele mag, bei denen Kommunikation und gemeinsames Tüfteln im Mittelpunkt stehen, findet hier eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Idee.

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Tippi Toppi Hoch hinaus

Ein kleiner Wermutstropfen betrifft allerdings das Material. Die Qualität der funktionalen Spielkomponenten ist eher durchschnittlich. Auch die Schachtel fällt deutlich größer aus, als es der Inhalt eigentlich erfordern würde. Im Karton bleibt spürbar viel Luft, sodass sich der Eindruck aufdrängt, dass das Spiel problemlos auch in einer deutlich kleineren Verpackung Platz gefunden hätte – ein Trend, der zurzeit bei vielen aktuellen Veröffentlichungen zu beobachten ist.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Gestaltung der Plättchen: Für Spielerinnen und Spieler mit Farbfehlsichtigkeit gibt es keinerlei Unterstützung. Die Farben Orange, Grün, Pink und Lila sind ausschließlich über die Farbe selbst zu erkennen – zusätzliche Symbole oder Markierungen fehlen, sodass sich die Felder nicht über alternative Merkmale unterscheiden lassen. Gerade bei einem Spiel, das stark auf Farbkombinationen basiert, fällt dieser fehlende Hinweis auf Farbfehlsichtigkeit besonders ins Gewicht.


Tippi Toppi Hoch hinaus – auf einen Blick

Title

Tippi Toppi – Hoch hinaus überträgt die kooperative Aufgabenidee des Vorgängers in ein räumliches Plättchenspiel, bei dem gemeinsames Planen und geschicktes Stapeln im Mittelpunkt stehen.

Autor: Lars Ehresmann | 2026 | Schmidt Spiele | 1 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 10. Februar 2026 https://www.brettspielelust.de/

Star Wars: Battle of Hoth

10. Februar 2026 um 16:18

Bei Star Wars: Battle of Hoth erleben wir die legendäre Schlacht auf dem Eisplaneten Hoth und übernehmen die Rollen von Rebellenallianz oder Galaktischem Imperium, um Missionsziele zu erfüllen.

Star Wars: Battle of Hoth

„Das ist das richtige System. Ich bin überzeugt, Skywalker ist dort. Nehmen sie Kurs auf das Hoth-System!“ Mit diesem Befehl leitete der finstere Darth Vader 1980 eine der spektakulärsten Schlachten der Filmgeschichte ein: den Angriff des Imperiums auf die Rebellenbasis in der Eiswüste von Hoth.

Ja, ich bin mit den Star Wars-Episoden 4 bis 6 aufgewachsen, die Saga war Ausgangspunkt epischer Spielzeugkriege im Kinderzimmer. Endlose weiße Ebenen, die bedrohlich näherkommenden AT-ATs und Rebellen, die allmählich den Rückzug antreten: Viel davon entstand zwar nur in der Vorstellungskraft eines Achtjährigen, spannend war jede Schlacht dennoch.

Star Wars: Battle of Hoth greift 45 Jahre später diese ikonische Szenen auf und macht sie als Brettspiel erlebbar. Die große Frage dabei: Fühlt sich das Nachspielen auch wirklich so an, wie wir es aus dem Film kennen?

Star Wars: Battle of Hoth – darum geht es:

Das Spielziel ist bewusst asymmetrisch angelegt und orientiert sich stark an der Vorlage. Das Galaktische Imperium verfolgt meist klare, offensive Ziele: Schlüsselpositionen sichern, bestimmte Rebellen-Einheiten eliminieren oder das Schlachtfeld systematisch dominieren. Die Rebellenallianz steht dagegen häufig unter Druck und muss mit begrenzten Mitteln taktisch klug agieren. Oft geht es darum, Angriffe zu verzögern, gezielt Nadelstiche zu setzen oder besonders wertvolle imperiale Einheiten auszuschalten.

Der Fortschritt wird über Medaillen gemessen, die für erfüllte Missionsziele oder das Ausschalten bestimmter Einheiten vergeben werden. Schon hier zeigt sich, dass es nicht um ein klassisches „beide Seiten machen dasselbe“ geht, sondern um sehr unterschiedliche Rollen mit eigenen Prioritäten – ein Ansatz, der thematisch hervorragend passt.

Der Spielaufbau:

Der Spielaufbau in Star Wars: Battle of Hoth bringt diese Asymmetrie direkt auf den Tisch. Das Schlachtfeld besteht aus einem Hexagon-Spielplan, der das eisige Terrain von Hoth abbildet. Unterschiedliche Geländetypen wie Gräben, Hügel oder Eisflächen beeinflussen Bewegung, Sichtlinien und Kämpfe. Rebellenallianz und Galaktisches Imperium treten gegeneinander an, entweder als zwei Einzelspieler oder in Teams.

Beide Seiten verfügen über eigene Einheiten, einen Kartenstapel und Sonderregeln. Gespielt wird abwechselnd, wobei jede Seite ihre Züge klar strukturiert plant.

Wie sehen die Spielzüge aus?

Ein Spielzug beginnt in der Regel mit dem Ausspielen einer Befehls- oder Taktikkarte. Diese Karten bestimmen, wie viele Einheiten in welchen der drei Sektoren des Spielplans in diesem Zug aktiviert werden dürfen. Innerhalb dieser Bereiche können dann Einheiten bewegt werden. Infanterie rückt vor oder sichert Positionen, AT-ATs stampfen langsam, aber unaufhaltsam über das Schlachtfeld, während die Snowspeeder der Rebellen mit hoher Beweglichkeit Angriffe fliegen. Kommt es zum Kampf, werden Würfel geworfen. Treffer, Rückzüge und Spezialeffekte sorgen für Spannung und kleine Überraschungen. Die Würfel bringen Glück ins Spiel, doch die Entscheidungen davor sind entscheidend: Welche Einheit wird aktiviert, welches Gelände genutzt, welcher Angriff lohnt sich wirklich? Trotz des schnellen Ablaufs fühlen sich diese Entscheidungen relevant an.

Bodentruppen und Gleiter stehen bereit, doch ob sie in diesem Spielzug aktiviert werden können…
…hängt von der ausgespielten Befehlskarte ab, von denen man immer vier zur Auswahl hat.

Einheiten und Gelände – überschaubar, aber wirkungsvoll

Die Auswahl an Einheitentypen ist bewusst begrenzt. Jede Seite verfügt über drei Grundtypen, was zunächst wenig wirkt, sich im Spiel aber differenziert anfühlt. Die Einheiten verhalten sich klar unterschiedlich und werden in manchen Szenarien durch Elite-Marker weiter spezialisiert. So entstehen kleine taktische Feinheiten, ohne das Spiel unnötig zu verkomplizieren.

Das Gelände spielt dabei eine zentrale Rolle. Deckung, eingeschränkte Sichtlinien oder verlangsamte Bewegung beeinflussen jede Entscheidung. Wer das Terrain geschickt nutzt, kann auch mit unterlegenen Kräften überraschend effektiv agieren. Praktische Übersichten helfen dabei, Sonderregeln schnell nachzuschlagen, sodass der Spielfluss nicht ins Stocken gerät.

Szenarien und Missionen – Abwechslung statt Dauerschlacht

Ein großes Plus von Star Wars: Battle of Hoth (Days of Wonder) ist das Szenarioheft. Statt immer wieder dieselbe Schlacht zu spielen, bietet das Spiel zahlreiche Szenarien mit unterschiedlichen Ausgangslagen, Sonderregeln und Siegbedingungen. Kaum ist eine Partie beendet, entsteht oft sofort der Wunsch, ein anderes Szenario auszuprobieren, weil sich Zielsetzung und Dynamik spürbar verändern.

Ergänzt wird das durch zwei kurze Kampagnen, die über kleine Hefte gesteuert werden. Siege und Niederlagen beeinflussen den weiteren Verlauf, was dem Spiel eine leichte narrative Ebene verleiht, ohne es unnötig aufzublähen. Für einen thematischen Spieleabend funktioniert das überraschend gut.

  • EPISCHE STAR WARS SCHLACHTEN - Erlebe die legendäre Schlacht von Hoth! Führe das Imperium oder die Rebellenallianz in strategischen Gefechten mit kultigen Figuren und bekannten Charakteren.
  • 17 SZENARIEN & 2 KAMPAGNEN - Tauche ein in 17 abwechslungsreiche Szenarien, darunter der Angriff auf den Schildgenerator, oder verknüpfe sie in zwei dynamischen Kampagnen für noch mehr Tiefe.
  • 74 DETAILLIERTE MINIATUREN - Mit 74 detailgetreuen Figuren, darunter AT-ATs, Schneegleiter und ikonische Anführer, wird jede Partie zum echten Hingucker. Perfekt für Fans und Sammler!
  • SCHNELLER EINSTIG, HOHER WIEDERSPIELWERT - Einfach zu erlernen, schnell zu spielen – ideal für Familien, Freunde und Star Wars-Fans. Jede Runde dauert ca. 30 Minuten, aber kein Spiel verläuft gleich!
  • FÜR 2-4 SPIELER AB 8 JAHREN - Ob im Duell oder im Team, „Battle of Hoth“ bietet strategischen Spielspaß für bis zu 4 Spieler ab 8 Jahren. Perfekt für Spieleabende mit epischem Star Wars-Flair.

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Nähe zu Memoir ’44 – vertraut, aber eigenständig

Die Verwandtschaft zu Memoir ’44 ist deutlich spürbar, schließlich stammt Star Wars: Battle of Hoth ebenfalls von Richard Borg. Aktivierungen über Sektoren, würfelbasierte Kämpfe und klar definierte Einheitenprofile sind typische Elemente des Command-&-Colors-Systems. Gleichzeitig fällt Star Wars: Battle of Hoth etwas kompakter und zugänglicher aus.

Das Spielfeld ist kleiner, die Regeln schlanker und das Spiel insgesamt familientauglicher. Das große Star-Wars-Thema dürfte zudem viele Spielende ansprechen, die mit einem klassischen Weltkriegsszenario weniger anfangen können.

Für wen ist Star Wars: Battle of Hoth geeignet?

Die Regeln sind gut zugänglich, die Spielzeit mit etwa 30 bis 45 Minuten angenehm kurz, und auch jüngere Spieler können mitspielen, sofern sie die Karten verstehen. Gerade für Familien oder gemischte Runden funktioniert das sehr gut. Nach einer Partie ist oft sofort Lust auf eine weitere da.

Mit sehr erfahrenen Spielern kann das Spiel hingegen etwas zu leicht wirken. Die strategische Tiefe ist bewusst begrenzt, Anführermechaniken spielen eine kleinere Rolle, und langfristige Planung tritt zugunsten schneller Entscheidungen zurück. Das wirkt aber nicht wie ein Fehler, sondern eine bewusste Designentscheidung.

Rebellenfrust ist thematisch konsequent

Ein Punkt, der offen angesprochen werden sollte, ist die Balance. Viele Szenarien sind asymmetrisch, und häufig haben es die Rebellen schwerer zu gewinnen. Das Imperium bringt mehr Feuerkraft mit, während die Rebellen auf gute Positionierung, Karten und Timing angewiesen sind. Ein Hin- und Rückspiel mit wechselnden Rollen ist daher sehr zu empfehlen.

Und ehrlich gesagt: Thematisch passt das hervorragend. Im Film ist das Imperium schließlich überlegen – und genau dieses Gefühl transportiert das Spiel. Dass die Rebellen fighten müssen, gehört hier einfach dazu.

Star Wars: Battle of Hoth: Fazit und Wertung

Star Wars: Battle of Hoth ist kein hochrealistisches Kriegsspiel und will es auch nicht sein. Stattdessen bietet es schnelle, thematische Gefechte mit klaren Entscheidungen, einer guten Portion Würfelglück und viel Wiedererkennungswert. Die Vielzahl an Szenarien sorgt für Abwechslung, die Regeln bleiben angenehm schlank, und das Spieltempo lädt zu mehreren Partien hintereinander ein.

Wer eine tiefgehende Strategiesimulation sucht, wird anderswo fündig. Wer jedoch eine ikonische Star-Wars-Schlacht flott, zugänglich und stimmungsvoll erleben möchte, bekommt hier genau das. Das Spiel lässt sich auch mit Kindern, also der nächsten Star-Wars-Fans-Generation, gut spielen.

Bewegungs- und Angriffsregeln der Rebellentruppen auf einer Übersichtskarte.
Gelingt selten, ist aber möglich: Ein besiegtes AT-AT liegt zerstört im Schnee!

Star Wars: Battle of Hoth– auf einen Blick

Title

Star Wars: Battle of Hoth bietet flotte Gefechte, klare Entscheidungen und viel Star-Wars-Flair, verzichtet aber bewusst auf tiefgehende Simulation. Ob Kampagne oder Einzelpartie – wer Action mag und mit ungleichen Voraussetzungen umgehen kann, findet hier ein stimmiges gehobenes Familienspiel.

Autoren: Richard Borg, Adrien Martinot | 2025 | Days of Wonder | 2 Personen oder Teams | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 03. Februar 2026 https://www.brettspielelust.de/

Neue Brettspiele 2026: Die besten Neuheiten für deinen Spieleabend

03. Februar 2026 um 11:44
Neue Brettspiele 2026

Du suchst frische Brettspiele für 2026 – ideal für Spieleabende mit Freunden oder der Familie? Dann bist du hier genau richtig! Die Redaktion von Brettspielelust hat die spannendsten Neuheiten des Jahres herausgepickt: von schnellen Karten- und Würfelspielen über kooperative Abenteuer bis hin zu anspruchsvollen Strategietiteln.

In unserer Liste „Neue Brettspiele 2026“ findest du ausschließlich Spiele, die wir selbst ausprobiert haben und die uns durch Spielspaß, Materialqualität und Wiederspielreiz überzeugt haben. Egal ob du ein neues Familienspiel, ein witziges Partyspiel oder ein taktisches Duell suchst – wir zeigen dir, welche Brettspiele 2026 sich wirklich lohnen.

Unser Fokus liegt wie immer auf Familienspielen, doch auch Fans von Partyspielen und strategischen Herausforderungen kommen auf ihre Kosten. Und falls du mehr Tipps für (immer noch) aktuelle Brettspiele suchst, schau gerne auch in diese Listen:
– „Neue Brettspiele 2025
– „Neue Brettspiele 2024
– „Neue Brettspiele 2023
– „Neue Brettspiele 2022

Der Beitrag wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert, sobald neue Titel auf unseren Tisch kommen. Schau also gerne regelmäßig vorbei! Bei einigen Empfehlungen findest du Amazon-Links. Wenn du darüber einkaufst, unterstützt du unsere Arbeit – ohne Mehrkosten für dich.

Inhaltsverzeichnis dieses Beitrags
  1. Elixirus
  2. Formidabel
  3. Furchtlos
  4. Garden Lake
  5. Green Team Wins
  6. Kilia
  7. Light Speed Arena
  8. Rebirth
  9. Eine Stadt für Amytis
  10. Ultraviaolett

Neue Brettspiele 2026 – los geht’s:

Der alphabetisch sortierte Beitrag wird fortlaufend aktualisiert…

Elixirus

Dickie Chapin | 2025 | Piatnik | 2 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Elixirus ist ein familienfreundliches Worker-Placement-Spiel, in dem ihr als Nachwuchszauberer Zutaten im Wald sammelt und daraus Tränke braut. Jede Runde setzt ihr eure Lehrlinge auf Waldplättchen ein, sammelt dort unterschiedlich viele Zutaten – oft kombiniert mit kleinen Spezialeffekten – und verarbeitet sie anschließend gleichzeitig auf euren Brautafeln. Farben und Sorten müssen exakt in die Flaschen passen; was nicht verbaut werden kann, landet in der Giftflasche und gibt Minuspunkte. Korken für abgeschlossene Tränke und seltene Spezialzutaten bringen zusätzliche Punkte und sorgen für kleine Wettläufe.

Das Spiel lebt vom Mix aus Einsetzen und dem Risiko beim Sammeln auf der eigenen Brautafel. Verzauberte und verfluchte Farben bringen persönliche Ziele ins Spiel, während Wald- und Rezepteffekte für taktische Momente und leichte Gemeinheiten sorgen. Glück spielt eine Rolle, bleibt aber im Rahmen – und die kurze Spieldauer lädt zu Revanchen ein. Fazit: Ein charmant illustriertes, leicht zugängliches Familienspiel mit genug Kniff, um auch erfahrene Spielerinnen zu unterhalten.

Unsere Wertung:

  • Familientaugliches Arbeiter-Einsetz-Spiel
  • Zentrale Waldstücke in der Tischmitte sorgen für viel Taktik und Interaktion!
  • Atmosphärische und stimmige Illustrationen unterstreichen das zauberhafte Thema!
  • Einfacher Spielablauf mit hohem Wiederspielreiz!

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Formidabel

Friedemann Friese | 2025 | 2F-Spiele | 1 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Formidabel ist ein schnelles Auftrags- und Ressourcenmanagementspiel von Friedemann Friese, in dem ihr euren persönlichen Kartenstapel effizient „abarbeitet“. Jeder Zug besteht aus Nachschub holen und bis zu drei Aufträge erfüllen – ein klarer Rhythmus, der das Spiel flüssig hält und kleine Kombos ermöglicht. Der Nachschubplan zwingt euch, clever zu planen, denn jede neue Position bestimmt, welche Feldfrüchte oder Karten ihr als Nächstes bekommt.

Belohnungen machen jeden erfüllten Auftrag lohnend: neue Waren, zusätzliche Karten oder Marktaktionen, die sofort zu weiteren Erfüllungen führen können. Regelbrecher – bezahlt durch bereits erfüllte Aufträge – bringen Tempo ins Spiel, etwa durch extra Ressourcen, Doppelzüge oder Bewegungen auf besetzte Felder. So entstehen die typischen „Aha“-Momente, wenn mehrere Effekte ideal ineinandergreifen.

Im Kern bleibt Formidabel ein schlanker, taktischer Effizienztest: Wer klug plant, seine Ressourcenwege verkürzt und die Marktchancen nutzt, baut sich einen stetigen Spielfluss auf. Glück beim Nachziehen spielt eine Rolle, lässt sich aber gut steuern. Das Ergebnis: ein zugängliches, reizvolles Kombinationsspiel, das in 20–30 Minuten rund läuft und gerne sofort nochmal gespielt wird.

Unsere Wertung:

Furchtlos

Friedemann Friese | 2025 | 2F-Spiele | 3 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Im Stichspiel „Furchtlos“ schlüpfen die Spieler in die Rolle von Gespenstern, die einen nächtlichen Wald durchqueren. Das Ziel ist ungewöhnlich: Statt möglichst viele Punkte zu sammeln, müssen die Teilnehmenden ihre Furchtpunkte durch ein perfektes Gleichgewicht minimieren. Gespielt wird in vier Farben mit Werten von +6 bis -6 sowie neutralen Nullkarten. Da ein Stich sowohl positive als auch negative Karten enthalten kann, gilt es, das eigene Punktekonto am Ende einer Runde möglichst exakt bei Null zu halten. Jeder Ausschlag in den Plus- oder Minusbereich wird als Furcht gewertet. Besonders riskant ist es, gänzlich auf Stiche zu verzichten: Wer leer ausgeht, bleibt in der Ruine zurück und wird mit einer hohen Strafe von 15 Furchtpunkten belegt.

Die Spieler müssen ständig abwägen, wann sie einen Stich erzwingen, um ihr Konto auszugleichen, und wann sie Karten gezielt an Mitspieler abgeben, um deren Balance zu stören. Die Interaktion ist hoch, da die Gruppe versucht, einander in ungünstige Punktbereiche zu drängen. Dank kurzer Runden, leicht verständlicher Regeln und einem stimmigen Thema eignet sich „Furchtlos“ ideal als unkompliziertes Familien- oder Absackerspiel. Der Wiederspielreiz ergibt sich aus dem spannenden Wechselspiel zwischen Risiko und Zurückhaltung, wobei oft ein einziger Stich über den Erfolg der gesamten Runde entscheidet.

Unsere Wertung:

Garden Lake

Uwe Rosenberg | Albi Games | 2025 | 1-4 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Garden Lake entführt in einen ruhigen Wassergarten, in dem mit Polyomino-Plättchen ein harmonischer See entsteht. Die U-förmige Auslage rund um das eigene Tableau bestimmt, welche Plättchen pro Zug erreichbar sind – eine einfache, aber interessante Mechanik, die das Legespiel strukturiert und etwas Dynamik hineinbringt. Bonusplättchen, gefüllte Reihen und freigespielte Dekorationen sorgen für zusätzliche Punkte und kleine taktische Entscheidungen, bleiben aber insgesamt überschaubar.

Interaktion gibt es vor allem indirekt, da sich Plättchenwahl und Nachschub gegenseitig beeinflussen. In der Schlusswertung zählen Reihen, Symbolgruppen und Dekorationen. Fazit: Ein ruhiges, klar aufgebautes Puzzle nach Rosenberg-Art – angenehm, sauber konstruiert, aber ohne großen Spannungsbogen.

Unsere Wertung:

  • Ein neues Legespiel von Uwe Rosenberg, dem Autor zahlreicher beliebter Strategiespiele.
  • Für 1–4 Spieler ab 8 Jahren, Spieldauer ca. 30+ Minuten.
  • Baue deinen eigenen Zierteich voller Koi-Karpfen, Seerosen und dekorativer Elemente.
  • Spielinhalt: 64 Wasserplättchen, 18 Dekorationsplättchen, 60 Bonusplättchen (15 pro Spieler), 4 Spielertafeln, 4 Teichkarten, Stoffbeutel, Anleitung in Englisch und Deutsch.
  • Englische und deutsche Version

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Green Team Wins

Nathan Thornton | PD-Verlag | 2025 | bis 12 Personen | ab 10 Jahren | bis 15 Minuten

Das Partyspiel „Green Team Wins“ (PD-Verlag) setzt voll auf Gruppendynamik: Ziel ist es nicht, die „richtige“ Antwort zu geben, sondern stets Teil der Mehrheit zu sein. Alle Spielenden beantworten simultan Fragen in drei Kategorien: „Entweder… oder“, „1, 2 oder 3“ (vorgegebene Optionen) oder „Mut zur Lücke“ (kreative Ergänzungen). Wer die Antwort wählt, die am häufigsten am Tisch vorkommt, gehört zum namensgebenden „Green Team“ und sammelt Punkte. Besonders lukrativ ist es, über mehrere Runden in der Mehrheit zu bleiben, da die Punktzahl für treue Teammitglieder steigt. Wer hingegen eine Außenseiter-Antwort gibt, landet im Team Orange und geht leer aus.

Der Reiz des Spiels liegt im psychologischen Einschätzen der Mitstreiter: Man schreibt nicht die eigene Meinung auf, sondern das, was man der Gruppe zutraut. Mit einer kurzen Spieldauer von etwa 15 Minuten und Platz für bis zu zwölf Personen eignet sich der Titel ideal als unkomplizierter „Eisbrecher“ oder für generationenübergreifende Runden. Da die Regeln in kürzester Zeit erklärt sind und kein Fachwissen erforderlich ist, steht der Unterhaltungswert und die Situationskomik im Vordergrund. Wer kooperative oder kommunikative Spiele wie „Fun Facts“ mag, findet hier eine kompetitive, aber lockere Alternative, bei der das Bauchgefühl über den Sieg entscheidet.

Unsere Wertung:

  • Brettspiele;Funspiele

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Kilia

Lars Ehresmann | 2025 | Huch | 2 bis 4 Personen | ab 14 Jahren | bis 90 Minuten

In „Kilia“ (HUCH!) übernehmen die Spielenden die Rollen von Reedern im historischen Kiel, um am Schleswig-Holsteinischen Canal ein Handelsimperium aufzubauen. Das Herzstück des Spiels ist ein Drafting-Mechanismus, bei dem pro Zug eine Aktionskarte gewählt wird. Die Besonderheit liegt in der vielseitigen Verwendbarkeit dieser Karten: Sie können als Händler auf einem Marktplatz-Raster platziert, für den Ausbau der eigenen Infrastruktur (Schloss, Universität, Werft, Packhaus) genutzt oder zum Erwerb von Fähigkeiten eingesetzt werden. Ein visueller Höhepunkt ist die Einkommensphase, in der physische Schiffskarten durch den Kanal geschoben werden und durch „Fenster“ in der Karte genau die Waren und Münzen anzeigen, die man durch gebaute Packhäuser erwirtschaftet.

Die Herausforderung besteht darin, aus den einzelnen Zügen effiziente Kettenreaktionen zu entwickeln und das Timing für teurer werdende Ausbauten optimal zu wählen. Während die Spielenden primär ihr eigenes Tableau optimieren, entsteht direkte Interaktion vor allem beim Wettlauf um begrenzte Errungenschaften und beim Wegschnappen begehrter Karten aus der Auslage. Zusätzliche Elemente wie die „Kieler Sprotten“ helfen dabei, Zufallsmomente bei der Kartenauswahl auszugleichen. Kilia bietet somit ein belohnendes Aufbau-Erlebnis mit klaren Abläufen und einer motivierenden Engine, das trotz einer gewissen Solitär-Tendenz durch seinen flüssigen Spielstil und das stimmige historische Thema überzeugt.

Unsere Wertung:

  • 🚢 Entdecke KILIA, ein SPANNENDES KENNERSPIEL, in dem du als aufstrebender Reeder in der Hafenmetropole Kiel dein Handelsimperium aufbaust!
  • 🛠 Dieses HISTORISCHE STRATEGIESPIEL kombiniert geschicktes RESOURCE MANAGEMENT mit packendem Gameplay, während du Waren handelst und Schiffe baust.
  • 🎲 Ideal für 2 bis 4 Spieler ab 14 Jahren, bietet dieses Spiel sowohl strategische Tiefe als auch spannende Interaktionen für alle Beteiligten.
  • 📜 KURZANLEITUNG: 1. Baue deine Flotte und erweitere dein Handelsnetz | 2. Erlerne neue Fähigkeiten und erfülle Aufträge | 3. Setze Wertungsmarker für den Sieg!
  • ✨ Spiele-Fans aufgepasst! Ihr sucht neue Highlights für den nächsten Spieleabend, Geburtstag, Party oder Familienfeier? Bei uns findet ihr euer nächstes Lieblingsspiel! Hutter Trade ist ein süddeutscher Spieleverlag, der neben HUCH! viele weitere tolle Marken im Sortiment führt - Abwechslung garantiert!

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Light Speed Arena

Leonardo Alese, James Ernest, Tom Jolly, Emanuele Santellani – Tablescope, Pegasus | 2025 | 2 bis 4 (6) Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten

Mit Light Speed Arena kehrt das hektische Echtzeit-Raumgefecht von 2003 in modernisierter Form zurück – diesmal als smartes Hybridspiel mit App-Unterstützung. Zwei bis vier Kommandant:innen (optional auch bis zu sechs) liefern sich ein schnelles Duell, platzieren in wenigen Sekunden ihre Schiffe in einer modularen Arena und versuchen, optimale Schusswinkel und Manöver zu finden. Sobald die wilde Platzierungsphase endet, übernimmt die App: Ein Foto des Spielfelds reicht, um Treffer, Explosionen und Ressourcen zu erfassen – samt animierter Gefechtsdarstellung auf dem Bildschirm.

Das Ergebnis ist ein Erlebnis zwischen Brettspiel und digitaler Simulation, das sofort fesselt. Die Kombination aus Tempo, Taktik und Technologie macht Light Speed Arena zu einem der interessantesten Echtzeitspiele des Jahres. Fans des chaotischen Originals kommen voll auf ihre Kosten – diesmal ganz ohne Lineal und Diskussionen über Laserlinien.

Für uns schon jetzt eines der Highlights des Jahres: ein kurzes, knackiges Sci-Fi-Spiel, das eindrucksvoll zeigt, wie gut analoges Spielgefühl und digitale Präzision zusammenpassen.

Unsere Wertung:

Rebirth

Reiner Knizia | Mighty Boards, Frosted Games | 2024 | 2-4 Personen | ab 8 Jahren | bis 60 Minuten

Rebirth von Reiner Knizia lässt euch als Clanoberhäupter ein verwüstetes Schottland oder Irland neu gestalten. Das Plättchenlegespiel punktet mit schnellen, flüssigen Spielzügen: Ein Plättchen wählen, geschickt einbauen und sofort punkten. Durch clevere Kombinationen entstehen Kettenreaktionen, die Mehrheiten an Burgen sichern oder Missionskarten freischalten. Sofortpunkte, Zwischenwertungen und Endspielziele greifen ineinander und sorgen für ein belohnendes Spielgefühl, in dem nahezu jeder Zug vorwärtsführt.

Die beiden Spielplanseiten verleihen Rebirth zusätzlichen Reiz. Schottland bietet einen entspannten Einstieg mit klassischem Mehrheiten- und Missionsspiel, während Irland mit offenen Missionszielen und besonderen Turmfeldern mehr taktische Finesse ins Spiel bringt. Wer hier Kathedralen sinnvoll platziert, kann mächtige Boni auslösen oder überraschende Punktesprünge erzielen.

Unabhängig von der gewählten Seite überzeugt Rebirth durch sein stetiges Fortschrittsgefühl, schön verzahnte Mechaniken und eine atmosphärische Gestaltung voller keltischer Motive. Es bleibt ein Legespiel, das gleichermaßen ruhig wie motivierend ist – zugänglich für Einsteiger, aber mit genug Tiefe für Vielspieler.

Unsere Wertung:

Eine Stadt für Amytis

Jérémy Ducret & Romaric Galonnier | 2025 | Game Factory | 2 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

In dem Duellspiel „Eine Stadt für Amytis“ (Game Factory) wetteifern zwei Architekten um den Bau der prächtigsten Stadt für die babylonische Königin. Auf einem gemeinsamen 3×3-Spielfeld setzen die Kontrahenten ihre Figuren ein, um Zugriff auf verschiedene Gebäudeplättchen zu erhalten. Der Clou: Wer seine Architekten in einer Dreierreihe platziert – ähnlich wie bei Tic-Tac-Toe –, darf seine Figuren zurücknehmen und bleibt handlungsfähig. Die erworbenen Plättchen werden auf dem eigenen, ebenfalls 3×3 Felder großen Tableau abgelegt. Da die Gebäude je nach Typ und Position unterschiedliche Wertungsregeln mitbringen, ist eine vorausschauende Planung der Stadtstruktur unerlässlich.

Das Spiel bezieht seinen Reiz aus der ständigen Beobachtung des Gegenübers. Man muss abwägen, ob man die eigenen Architekten für lukrative Gebäude einsetzt oder die Reihen des Mitspielers blockiert. Eine wichtige Komponente ist das Überbauen bereits platzierter Gebäude: Dies ermöglicht es, das eigene Stadtbild nachträglich zu verändern, um etwa spezifische Farbanforderungen neuer Auftragskarten zu erfüllen. Mit einer Spieldauer von etwa 30 Minuten bietet das Spiel ein flüssiges Erlebnis mit hoher Interaktion, bei dem der Erfolg maßgeblich davon abhängt, wie geschickt man die Gebäude auf dem eigenen Tableau arrangiert und an die wechselnden Ziele anpasst.

Unsere Wertung:

  • EINE STADT FÜR AMYTIS: Schlüpfe in die Rolle eines königlichen Architekten. Nutze taktische Finesse, um deinen Kontrahenten beim Bau einer prächtigen Stadt zu übertrumpfen!
  • Setze deine Figuren vorausschauend, um dir die meisten Punkte zu sichern, indem du Aufträge erfüllst, Gebäude clever anordnest oder Reihen alla Tic-Tac-Toe bildest.
  • Trotz einfachen Regeln und einem leichten Einstieg warten knifflige Entscheidungen und viele Interaktionen auf dich! Nutze deine Strategie oder blockiere deinen Gegner und erlebe spannende Duelle mit taktischer Tiefe!
  • Anzahl der Spieler: 2. Spieldauer: ca. 30 Minuten. Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren.
  • Aus dem Hause GAME FACTORY - SPIELE FÜR FAMILY & FRIENDS.

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Ultraviaolett

Kampfhummel Spiele – Angela Vögtli | 3–4 Personen | ab 12 Jahren | ca. 45 Minuten

Ultraviolett ist ein kreatives Zeichenspiel mit unsichtbarer Tinte. Jede Runde würfeln alle Spieler verdeckt vier der vielen ausliegenden Satzfragmente und müssen den kompletten Satz (meist völliger Unsinn!!!) mit UV-Stift zeichnen – ohne dabei zu sehen, was sie malen. Erst unter der UV-Lampe werden die Bilder bei der Auswertung sichtbar. Anschließend versuchen alle, die jeweilige Satzkombination zu erraten.

Punkte gibt es für korrekt erratene Sätze anderer, wenn der eigene Satz erraten wird oder als Bonus für ein zusammenhängendes Bild. Die Partie bei diesem Partyspiel geht über 5 Runden oder bis ein Spieler 42 Punkte erreicht. Erweiterungen ermöglichen mehr Spieler und zusätzliche Karten.

Unsere Wertung:

  • HUMOR SCHLÄGT TALENT: Endlich ein Spiel, bei dem man kein Zeichenprofi sein muss. Durch den innovativen Spielmechanismus sind neben Humor und Kreativität vor allem auch taktisches Geschick gefragt.
  • EINZIGARTIGES SPIELPRINZIP: Schlüpf in die Rolle eines durchgeknallten Künstlers und zeichne absurde Sätze mit unsichtbarer Zaubertinte. Erlebe ein kompetitives Mal-Rate-Partyspiel mit UV-Stiften.
  • WÜRFELN, ZEICHNEN, RATEN: Alle würfeln gleichzeitig. Danach malt jeder sein unsichtbares Meisterwerk aus 4 Satzfragmenten. Mit UV-Licht werden die Zeichnungen sichtbar und müssen von den Mitspielern erraten werden.
  • SCHNELLER START, LANGES VERGNÜGEN: Alles ist dabei inkl. Batterien. Einfache Regeln und eine Videoanleitung garantieren einen leichten Einstieg. Hoher Wiederspielwert durch Millionen von Kombinationsmöglichkeiten.
  • GROßARTIGE GESCHENKIDEE: Tolles Geschenk für Spiele- und Ratefans zu Weihnachten, zum Geburtstag, zu Silvester oder als Mitbringsel zum lustigen Spieleabend mit Familie und Freunden.

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(wird laufend erweitert…)

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Published — 02. Februar 2026 https://www.brettspielelust.de/

Point Galaxy

02. Februar 2026 um 16:45

Point Galaxy

Mit Point Galaxy setzt die „Point“-Reihe von Alderac Entertainment Group und Flatout Games ihren Weg fort. Nach Punktesalat (2019) und Punktestadt (2023) führt der dritte Teil erstmals weg von bekannten Themen und hinein ins All. Das Grundprinzip des Draftings bleibt erhalten, wird aber um neue räumliche und planerische Aspekte erweitert.

Spielidee und Ziel

In Point Galaxy erschaffen bis zu fünf Spieler über 13 Runden hinweg ihre eigene Galaxie. Diese besteht aus Sonnen, Planeten, Monden, Asteroiden und Wurmlöchern. Ziel ist es, am Ende die meisten Punkte auf dem Wertungsblock zu sammeln. Die Regeln sind schnell erklärt, die Entscheidungen entstehen vor allem durch das Zusammenspiel der Karten.

Karten nehmen, Galaxien bauen

Wie gewohnt werden Karten aus einem offenen Markt gedraftet. Pro Zug nimmt man zwei Karten und baut sie sofort in die eigene Auslage ein. Neu ist dabei die Bedeutung der Platzierung: Die Galaxie wächst in Spalten, die jeweils von einer Sonne ausgehen und ein eigenes System bilden.

Planeten müssen in auf- oder absteigender Zahlenfolge (1–7) gelegt werden. Sobald die Richtung feststeht, ist sie bindend. Übersprungene Zahlen bleiben dauerhaft Lücken, es sei denn, eine Wurmloch-Karte setzt die Sequenz zurück. Punkte gibt es vor allem für die Anzahl unterschiedlicher Planetennummern innerhalb eines Systems.

Weitere Elemente und Wertungen

Zusätzliche Karten sorgen für Abwechslung:

  • Monde punkten, wenn sie passend zwischen bestimmten Planetenfarben liegen.
  • Sonnen bringen individuelle Bonusbedingungen für ihr System.
  • Asteroiden lösen am Ende eine Mehrheitenwertung aus.
  • Raketen entstehen über Symbole auf Karten. Wer fünf Raketen sammelt, erhält sofort einen Raketen-Token mit spezieller Endwertung, etwa für Wurmlöcher oder vollständige Farbsets.

Diese Ebenen greifen ineinander, ohne den Spielfluss zu bremsen.

Ablauf und Solo-Modus

Eine Partie verläuft zügig: Karte nehmen, einbauen, Markt auffüllen, fertig. Nach exakt 13 Runden endet das Spiel.

Der integrierte Solo-Modus funktioniert über einen einfachen Algorithmus, der Karten nach einem festen Schema entfernt. Mehrere Schwierigkeitsgrade und optionale Errungenschaften sorgen hier für Abwechslung.

Fazit

Point Galaxy ist ein solides Spiel, mehr aber auch nicht. Es wirkt wie eine umständlichere und weniger unterhaltsame Variante von Punktesalat und erreicht nicht die mechanische Vielfalt von Punktestadt. Die typische Flatout-Handschrift mit sehr vielen unterschiedlichen Wertungsmöglichkeiten ist klar erkennbar, führt hier aber schnell zu Unübersichtlichkeit. Etwas mehr Fokus auf wenige, klar nachvollziehbare Kernregeln hätte dem Spiel gutgetan.

Rückblickend bleibt von der „Point“-Reihe vor allem der erste Teil am stärksten in Erinnerung. Punktesalat überzeugt uns bis heute durch seine Einfachheit und gerade deshalb durch Abwechslung: Jede Partie spielt sich anders, weil die verfügbaren Punktekarten neue Kombinationen erzwingen, sich teils widersprechen oder sogar Minuspunkte mitbringen. Entscheidend ist nicht die Menge der Karten, sondern die richtige Auswahl. Bis heute ein unkomplizierter und angenehm leichter Einstieg in einen Spieleabend.


Point Galaxy: Auf einen Blick

Title


Point Galaxy ist solide, aber nicht mehr. Wirkt wie eine umständlichere und weniger unterhaltsame Variante von Punktsalat und erreicht dabei nicht die mechanische Vielfalt von Punktestadt.

Autoren: Molly Johnson, Robert Melvin, Shawn Stankewich | Flatout Games, Alderac | 2025 | 1 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Published — 30. Januar 2026 https://www.brettspielelust.de/

Eine Stadt für Amytis

30. Januar 2026 um 11:44

Bei „Eine Stadt für Amytis“ errichten zwei Spieler im Auftrag des Königs von Babylon eine Stadt für seine Gemahlin Amytis, indem sie Gebäude platzieren, Architekten einsetzen und über mehrere Wertungen Punkte sammeln.

Eine Stadt für Amytis

Der König von Babylon sucht die besten Architekten seines Reiches, um für seine Gemahlin Amytis eine Stadt errichten zu lassen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. In Eine Stadt für Amytis von Game Factory treten genau zwei Spieler gegeneinander an und bauen jeweils eine eigene Stadt. Ziel ist es, über mehrere Wertungen hinweg mehr Punkte zu sammeln als der Kontrahent. Grundlage dafür sind ein gemeinsamer Bauplatz, der Einsatz der Architekten und das strukturierte Anlegen der Gebäude auf dem eigenen Tableau.

Eine Stadt für Amytis: So wird es gespielt

Der Spielaufbau macht die zentralen Strukturen sofort sichtbar. In der Tischmitte liegt eine 3×3-Auslage aus Gebäudestapeln, von denen jeder Stapel offen zugänglich ist. Jeder Spieler besitzt zudem ein eigenes Tableau, das ebenfalls als 3×3-Raster angelegt ist. Im Laufe der Partie werden dort genau neun Gebäude platziert, was den Rahmen für alle planerischen Entscheidungen vorgibt. Es ist von Beginn an klar, dass kein Bauwerk zufällig liegt, denn jede Position beeinflusst spätere Wertungen.

Der eigentliche Motor von Eine Stadt für Amytis ist die Platzierung der Architekten auf dem allgemeinen Spielplan. Reihum setzen die Spieler ihre Figuren auf freie Felder der Gebäudestapel oder auf Sonderfelder, die zusätzliche Effekte erlauben. Wird ein Architekt auf einem Gebäudestapel platziert, sichert sich der Spieler Zugriff auf eines der dort liegenden Plättchen. Gleichzeitig entsteht ein zentrales Element der Interaktion: Sobald es einem Spieler gelingt, drei eigene Architekten in einer Linie – waagrecht, senkrecht oder diagonal – zu platzieren, darf er alle seine eingesetzten Architekten zurücknehmen. Dieser Tic-Tac-Toe-artige Effekt sorgt dafür, dass das Platzieren der Figuren nicht nur dem eigenen Aufbau dient, sondern auch die Anordnung der gegnerischen Architekten stets mitbedacht werden muss.

Zusätzliche Ziele über Auftragskarten

Die Rücknahme der Arbeiter ist dabei ein entscheidender Moment. Einerseits erhält man die volle Handlungsfähigkeit zurück, andererseits kann man gezielt abwarten, um den richtigen Zeitpunkt für eine neue Platzierungsphase zu wählen. Wer seine Architekten zu früh zurückholt, öffnet dem Mitspieler Raum, wer zu lange wartet, blockiert sich selbst. So entsteht ein Rhythmus aus Setzen, Beobachten und Neujustieren, der den Spielverlauf strukturiert.

Die Gebäudeplättchen selbst unterscheiden sich nach Typ und Farbe und bringen jeweils eigene Wertungsregeln mit. Märkte beziehen sich auf Farben, Gärten auf Stapelhöhen, Mauern auf Randpositionen des Tableaus, während andere Gebäude den Einsatz der Architekten auf dem allgemeinen Spielplan berücksichtigen. Da alle neun Bauplätze des eigenen 3×3-Rasters belegt werden, stellt sich fortlaufend die Frage, welches Gebäude nicht nur kurzfristig Punkte bringt, sondern auch zu den bereits liegenden Plättchen passt. Fehlentscheidungen lassen sich später kaum korrigieren, da kein Gebäude versetzt oder ersetzt werden darf.

  • EINE STADT FÜR AMYTIS: Schlüpfe in die Rolle eines königlichen Architekten. Nutze taktische Finesse, um deinen Kontrahenten beim Bau einer prächtigen Stadt zu übertrumpfen!
  • Setze deine Figuren vorausschauend, um dir die meisten Punkte zu sichern, indem du Aufträge erfüllst, Gebäude clever anordnest oder Reihen alla Tic-Tac-Toe bildest.
  • Trotz einfachen Regeln und einem leichten Einstieg warten knifflige Entscheidungen und viele Interaktionen auf dich! Nutze deine Strategie oder blockiere deinen Gegner und erlebe spannende Duelle mit taktischer Tiefe!
  • Anzahl der Spieler: 2. Spieldauer: ca. 30 Minuten. Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren.
  • Aus dem Hause GAME FACTORY - SPIELE FÜR FAMILY & FRIENDS.

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Zusätzliche Ziele kommen über Auftragskarten ins Spiel, die von beiden Spielern erfüllt werden können. Sie schaffen eine weitere Ebene, auf der Entscheidungen abgewogen werden müssen: Baue ich weiter an meiner eigenen Struktur oder greife ich gezielt nach einem Gebäude, das meinem Gegenüber einen Auftrag verwehrt? Die Interaktion bleibt dabei indirekt, aber durchgehend präsent.

Eine Stadt für Amytis: Fazit und Wertung

Der Spielablauf in diesem Zwei-Personen-Spiel bleibt über die gesamte Partie flüssig. Die Regeln sind überschaubar, die Auswirkungen einzelner Züge jederzeit nachvollziehbar. Eine Stadt für Amytis verbindet Arbeiterplatzierung und Legespiel auf zwei Spielplänen (dem gemeinsamen und dem eigenen), die trotz ihrer Trennung eng miteinander verzahnt sind.

Die gemeinsam genutzte Auslage sorgt für stetige Spannung, da Pläne sich durch einzelne Züge des Gegners schnell verändern können. Aufträge spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie einen großen Teil der Punkte ausmachen. Da neue Aufträge ausschließlich über Paläste ins Spiel kommen, erhalten diese eine besondere Bedeutung. Wer hier mehrfach erfolgreich zugreift und Gebäudefarben sinnvoll platziert, kann sich einen Vorsprung erarbeiten. Gleichzeitig bleiben auch andere Gebäude konstant punkteträchtig, sodass unterschiedliche Wege zum Ziel offenbleiben.

In rund 30 Minuten bietet Eine Stadt für Amytis ein gut durchdachtes Zwei-Personen-Spiel mit klaren Entscheidungen, begrenztem Raum und spürbarer Interaktion, ohne durch komplexe Regeln oder lange Spielzüge zu nerven.


Eine Stadt für Amytis– auf einen Blick

Title

Gefällt uns gut! Eine Stadt für Amytis ist ein Zwei-Personen-Spiel, das Städtebau, Arbeiterplatzierung und Tic Tac Toe miteinander verzahnt und seine Spannung aus begrenztem Raum und gegenseitiger Beobachtung bezieht.

Autor: Jérémy Ducret & Romaric Galonnier | 2025 | Game Factory | 2 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 26. Januar 2026 https://www.brettspielelust.de/

Castle Combo

26. Januar 2026 um 15:46

Castle Combo

Castle Combo ist ein Kartenspiel, das euch in die Rolle von Baumeistern eines ganz persönlichen Hofstaats versetzt. Ziel ist es, über mehrere Runden hinweg ein Raster aus neun Charakterkarten zu errichten und deren Fähigkeiten sowie Wertungsbedingungen möglichst clever miteinander zu verzahnen. Jede Partie endet mit einer gemeinsamen Abrechnung, bei der sich zeigt, wessen Auslage die meisten Punkte generiert. Thema und Mechanik greifen dabei eng ineinander: Schloss und Dorf liefern unterschiedliche Figuren, die zusammen ein funktionierendes Ganzes ergeben sollen.

Der Einstieg gelingt angenehm zügig. Nach kurzer Erklärung ist klar, was zu tun ist, denn Castle Combo arbeitet mit einer sehr klaren Ikonografie. Jede Karte zeigt übersichtlich, was sie beim Ausspielen bewirkt und wie sie am Spielende punktet. Im eigenen Zug wählt man eine der offen ausliegenden Karten aus Schloss oder Dorf, bezahlt sie mit Gold, führt sofort ihren Effekt aus und platziert sie in der eigenen 3×3-Auslage. Die Position ist dabei entscheidend, denn viele Karten beziehen sich auf Reihen, Spalten oder benachbarte Karten. So entsteht nach und nach ein kleines Puzzle, bei dem nicht nur die Auswahl der Karte zählt, sondern auch der Platz, an dem sie landet.

Interaktionen auf dem Kartenmarkt

Manche Charaktere liefern sofort Ressourcen wie Gold oder Schlüssel, andere verändern die Auslage der Mitspielenden oder eröffnen neue Rabatte. Gleichzeitig sind die Wertungsbedingungen so gestaltet, dass sie sich gut kombinieren lassen, ohne völlig aus dem Ruder zu laufen. Auch nach mehreren Partien bleibt das Ergebnis offen, denn die Kartenkombinationen variieren stark und führen immer wieder zu neuen Synergien. Trotz dieser Variabilität bleibt die Endabrechnung erfreulich nachvollziehbar und transparent, was gerade für Familien und Gelegenheitsspieler ein großer Pluspunkt ist.

Die Interaktion entsteht vor allem über den gemeinsamen Kartenmarkt. Da immer nur wenige Karten offen ausliegen und der Herold bestimmt, ob aus Schloss oder Dorf gewählt werden darf, beeinflussen sich die Spieler indirekt ständig gegenseitig.

Leider kann es bei steigender Spielerzahl zu spürbarer Downtime kommen. Wer gerade einen Plan im Kopf hat, muss oft eine Zeitlang zusehen, wie gewünschte Karten verschwinden oder sich der Markt bis zum eigenen Zug komplett verändert. Vorauszuplanen ist daher nur eingeschränkt möglich, weil man erst abwarten muss, was überhaupt noch verfügbar ist, wenn man wieder an der Reihe ist.

Trotzdem funktioniert das Spielgefühl insgesamt sehr rund. Der schnelle Einstieg, die klare Symbolsprache und die hohe Varianz sorgen dafür, dass Castle Combo auch nach vielen Partien frisch bleibt. Wer Freude an überschaubaren Kartenkombos und einem leichten, aber nicht belanglosen Optimierungsgefühl hat, findet hier ein Spiel, das sich gut erklären lässt und dennoch genug Tiefe bietet.


Castle Combo: Auf einen Blick

Title

Castle Combo ist ein kurzweiliges, elegant verzahntes Kartenspiel ist, das mit wenig Regeln viel Kombinationsfreude erzeugt und gerade dann überzeugt, wenn man sich auf den wechselhaften Markt einlässt und flexibel auf das reagiert, was die Partie gerade anbietet. 1/2 Punkt Abzug bei Partien zu Fünft.

Autoren: Grégory Grard, Mathieu Roussel | Kosmos | 2025 | 2 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Published — 22. Januar 2026 https://www.brettspielelust.de/

Die besten Schnippspiele für deine Spielesammlung

22. Januar 2026 um 09:19

Bei Schnippspielen nutzt ihr euer Geschick und taktisches Verständnis, um Spielsteine per Fingerstoß ans Ziel zu bringen. Wir haben uns die besten Games für euch genauer angesehen und berichten von unseren Eindrücken.

Schnippspiele gehören zu den Brettspielen, die sofort für Aufmerksamkeit am Spieltisch sorgen. Statt langer Regelwerke oder komplexer Abläufe stehen hier Geschicklichkeit, Timing und eine Portion taktisches Denken im Mittelpunkt. Und Haptik! Mit einem gezielten Fingerstoß (engl. to flick) werden Spielsteine bewegt, Ziele angesteuert oder gegnerische Pläne durchkreuzt – schnell erklärt, aber überraschend vielseitig.

Als besondere Form der Geschicklichkeitsspiele verbinden Schnippspiele eine intuitive Mechanik mit echter Entscheidungsfreiheit. Winkel, Entfernung und Position auf dem Spielplan spielen eine ebenso große Rolle wie das Einschätzen der Mitspielenden. Gerade darin liegt ihr Reiz: Jede Aktion ist sichtbar, spürbar und hat unmittelbare Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf.

Für Familien und gemischte Spielrunden sind Schnippspiele besonders attraktiv. Sie sind leicht zugänglich, fördern die Interaktion und gleichen Erfahrungsunterschiede aus. Ob Kinder, Gelegenheitsspieler oder Vielspielerin – alle sitzen auf Augenhöhe am Tisch und erleben gemeinsam spannende, oft emotionale Spielmomente.

Wir haben uns durch die Welt der Schnippspiele geflickt und stellen euch im folgenden Beitrag „Die besten Schnippspiele für deine Spielesammlung“ in alphabetischer Reihenfolge vor. Dabei werfen wir einen Blick auf Spielmechanik, Materialqualität und Wiederspielwert und zeigen, welche Schnippspiele sich besonders für Familien und Spielrunden eignen.

Inhaltsverzeichnis der Seite:
  1. Crokinole
  2. Ice Cool
  3. Le Passe Trappe
  4. Pitch Car
  5. Pitch & Plakks
  6. Rumms – Schnipp die Krone
  7. Schnipp & weg
  8. Skitter
  9. Subbuteo
  10. Table Curling

Crokinole

1876 | 2 bis 4 Personen | Ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Crokinole gilt als der unangefochtene Klassiker der Schnippspiele und besticht durch seine elegante Schlichtheit. Auf einem kreisrunden, hochwertigen Holzbrett versuchen zwei Personen oder Teams, ihre Scheiben in punktreiche Zonen zu manövrieren. Das Herzstück bildet die zentrale Vertiefung, das 20er-Loch, das von acht Pfosten als Hindernisse bewacht wird. Ziel ist es, am Ende einer Runde durch geschicktes Platzieren und Verdrängen die höchste Punktzahl zu erreichen.

Das Spielgefühl von Crokinole wird durch eine strikte Kontaktregel geprägt: Liegt ein gegnerischer Stein auf dem Feld, muss dieser zwingend getroffen werden. Das erfordert ständige Abwägungen zwischen Angriff und Verteidigung. Man wählt etwa einen riskanten Bandenschuss, um einen gut platzierten Gegner aus dem Zentrum zu stoßen und gleichzeitig die eigene Scheibe in einer hohen Wertungszone zu parken. Die glatte Oberfläche erlaubt dabei präziseste Manöver, bei denen die exakte Dosierung der Kraft über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Abschließend zeigt sich das Spiel als zeitloses Meisterwerk mit enormem Wiederspielwert. Die haptische Qualität des Holzes und die Tiefe der taktischen Duelle machen jede Partie einzigartig. Es ist die perfekte Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und 150-jähriger Spieltradition.

Ice Cool

Von Brian Gomez | Amigo | 2017 | 2 bis 4 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten

„Ice Cool“ von Brian Gomez widerlegt das Klischee, dass Kinderspiele nur für Kinder interessant seien. Sein Schnippspiel ist ein großer Spaß für jedes Alter. In einer Pinguin-Schule, die aus fünf flachen Boxen zusammengesetzt wird, versuchen wir, unsere Spielfigur geschickt durch die einzelnen Räume zu schnippen. Über den Durchgängen hängen Fische, die wir beim Passieren einkassieren. Doch Vorsicht: Einer der Mitspieler ist der Hausmseister der Schule und versucht, die anderen Pinguine zu fangen.

Ice Cool ist ein modernes Geschicklichkeitsspiel, das durch einen originellen Aufbau der Spielkartons glänzt und mit etwas Übung großartige Moves der Spielfiguren ermöglicht. Pro-Tipp: Wir haben uns auch die Fortsetzung „Ice Cool 2“ angeschafft und stecken am liebsten beide Spiele zusammen: Das ergibt zehn Räume und ein riesiges Spielfeld, auf dem ihr euch gegenseitig jagen könnt!

Le Passe Trappe

Von Jean-Marie Albert, Matthew McLachlan | Ferti | 2 Personen | ab 6 Jahren | bis 10 Minuten

Dieses rasante Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen verzichtet auf klassische Rundenabfolgen und setzt stattdessen auf pure Action. Das rechteckige Holzbrett ist durch eine Zwischenwand mit einer schmalen Öffnung in zwei Hälften geteilt. Jeder von euch startet mit fünf oder sechs Holzscheiben auf seiner Seite. Das Ziel ist so simpel wie fordernd: Leert eure Spielfeldhälfte komplett, indem ihr die Scheiben mithilfe des gespannten Gummibandes durch das zentrale Tor katapultiert.

Die zentrale Mechanik ist das gleichzeitige Agieren: Es gibt keine Pausen, denn beide Spieler schnippen ihre Pucks so schnell wie möglich mit nur einer Hand durch die Lücke. Da euer Gegenüber genau dasselbe versucht, fliegen ständig neue Scheiben in euer Feld zurück, die ihr sofort wieder ins Visier nehmen müsst. Wer zuerst keine einzige Scheibe mehr auf seiner Seite liegen hat, entscheidet die Runde für sich. Meist wird in einer Serie wie „Best of Five“ gespielt, bis jemand die nötigen Siege errungen hat.

Dieses Schnippspiel-Duell erfordert nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Nervenstärke und Präzision unter massivem Zeitdruck. Die hohe Interaktion und die kurzen, knackigen Partien machen es zu einem idealen Partyspiel oder schnellen Wettkampf zwischendurch für jede Altersklasse. Es ist ein Paradebeispiel für ein Spiel, das ohne kompliziertes Regelwerk sofort Begeisterung auslöst.

Pitch Car

Von Jean du Poël | Ferti | 2003 | 2-8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Rennsport-Action pur: Bei PitchCar steuert ihr kleine Holzscheiben per Fingerschnipp über einen modularen Parcours. Das Ziel ist es, als Erster drei Runden zu vollenden. Eine Qualifikation vorab entscheidet über die Startplätze, bevor das packende Rennen mit bis zu acht Personen beginnt.

Das Spielgefühl lebt von der ständigen Balance zwischen Risiko und Präzision. Ihr müsst eure feinmotorischen Fähigkeiten beweisen, um die Wagen geschickt durch enge Kurven zu manövrieren. Wer zu fest schnippt und die Strecke verlässt oder sein Fahrzeug aufs Dach legt, verliert wertvollen Boden und muss zurück zur alten Position. Die Banden lassen sich taktisch nutzen, um mit hohem Tempo an den Gegnern vorbeizuziehen. Durch den modularen Aufbau und vielfältige Erweiterungen wie Schanzen oder Kreuzungen gleicht kein Rennen dem anderen.

Abschließend zeigt sich PitchCar als zeitloser Schnippspiel-Klassiker mit hoher Materialqualität. Die einfache Mechanik ermöglicht einen sofortigen Einstieg ohne lange Regelstudien. Trotz kleiner Kanten an den Übergängen der Holzteile bleibt das Erlebnis durchweg packend und bietet langanhaltenden Spielspaß. 

Pitch & Plakks

Von Jordi Dominguez und Haritz Múgica | Plakks | 2020 | 2 bis 8 Personen | ab 6 Jahren | bis 45 Minuten

Pitch & Plakks bringt das klassische Minigolf-Gefühl als modulares Schnippspiel auf den Tisch. Ziel für zwei bis acht Teilnehmende ist es, die eigene Kugel mit so wenigen Fingerstößen wie möglich einzulochen. Das Spiel simuliert dabei eine Outdoor-Sportart durch geschickte Aktionen auf einer variablen Holzstrecke, die wir immer wieder neu zusammensetzen können.

Der Reiz liegt in Hindernissen wie Rampen, Brücken oder Kurven. Die Spieler setzen die Bahn aus Puzzleteilen zusammen und entscheiden bei jedem Zug über Kraft und Winkel. Wer vor dem steilen „Vulkan“ steht, benötigt viel Fingerspitzengefühl, um die Kugel präzise zu versenken, ohne sie über das Ziel hinaus zu katapultieren. Landet der Ball abseits der Bahn, drohen Strafpunkte. Wir müssen unsere Züge exakt koordinieren, um auf der Punktetafel am Ende die niedrigste Summe vorzuweisen.

Das Spiel überzeugt durch hochwertiges Material und eine hohe soziale Dynamik. Die modularen Teile bieten einen hohen Wiederspielwert, da ständig neue Kurse entstehen. Trotz einer etwas instabilen Verpackung bleibt der Spielspaß durch die intuitive Mechanik für alle Altersklassen hoch.

Rumms – Schnipp die Krone

Von Oliver Sibthorpe, Gary Sibthorpe | Kosmos | 2021 | 2 bis 4 Personen | ab 7 Jahren | bis 20 Minuten

In der schicken Blechdose von Rumms – Schnipp die Krone verbirgt sich ein Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen oder Teams. Auf drei Neoprenmatten errichten wir zunächst im Geheimen eine Festung aus Würfeln, bevor wir versuchen, den gegnerischen König per Fingerschnipp zu Fall zu bringen. Die Mechanik ist so simpel wie effektiv: Mit Fingerspitzengefühl und einer Portion Glück katapultieren wir unsere Einheiten – von Trollen bis zu Drachen – über das Spielfeld.

Das Besondere sind die Spezialfähigkeiten der verschiedenen Figuren. Manche Würfel frieren gegnerische Einheiten ein, während andere zusätzliche Züge ermöglichen oder gefallene Krieger zurückholen. Das Spielerlebnis ist geprägt von Schadenfreude und Slapstick-Momenten, wenn Würfel in bizarren Winkeln abprallen oder spektakulär Ziele abräumen. Da die leichten Kunststoffwürfel oft unvorhersehbar springen, ist echte Präzision zwar schwer zu erreichen, was den Spaß in der Runde aber kaum trübt.

Trotz kleinerer Abzüge bei der Materialwertigkeit der Würfel überzeugt die Neuauflage durch ihre Zugänglichkeit und die dynamische Action. Es ist ein Pausenfüller oder Partyspaß, der besonders bei Kindern für Begeisterung sorgt. Der schnelle Aufbau und die kurzen Partien laden immer wieder zu einer Revanche ein.

Schnipp & weg

Von Dieter Zander | Gerhards Spiel und Design | 2012 | 2 Personen | ab 6 Jahren | bis 15 Minuten

Schnipp & weg ist ein puristisches Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen, das auf dem russischen Klassiker Chapayev basiert. In der hochwertigen Umsetzung der Holzmanufaktur Gerhards Spiel und Design treten die Spielenden an, um die gegnerischen Steine durch gezielte Fingerschnipper vom sanduhrförmigen Brett zu befördern. Wer eine Runde für sich entscheidet, darf seine Formation eine Reihe weiter in Richtung Mittelfeld rücken, bis schließlich die Vorherrschaft auf dem Feld gesichert ist.

Das Spielerlebnis zeichnet sich durch eine ständige Abwägung zwischen Angriff und Verteidigung aus. Ein präziser Stoß gegen eine gegnerische Flanke kann beispielsweise eine ganze Kette von Steinen abräumen, erfordert jedoch eine exakte Kraftdosierung, damit das eigene Material nicht ebenfalls im Aus landet. Besonders interessant ist der haptische Unterschied zwischen den verfügbaren Stein-Varianten: Während die leichten Holzscheiben flink reagieren, bieten die schwereren Steine aus Taguanuss ein deutlich kontrollierteres Gleitverhalten. Je enger das Spielfeld durch das Vorrücken der Linien wird, desto mehr rückt die exakte Positionierung in den Fokus.

Abschließend präsentiert sich Schnipp & weg als zeitloses Duell, das durch exzellente Verarbeitung und einfache Regeln besticht. Es fordert sowohl die Feinmotorik als auch das taktische Verständnis heraus und bietet eine hohe Belohnung für geübte Finger. Die Reduktion auf das Wesentliche macht jede Partie zu einer spannungsgeladenen Herausforderung. 

Skitter

Von Sebastian Bänsch, Alexander Morgenstern, Ingo Wöhle | 2025 | 2 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten

Skitter ist ein Geschicklichkeits- und Partyspiel, das auf den ersten Blick an Klassiker wie Shuffleboard oder Curling erinnert, dabei aber einen ganz eigenen Dreh entwickelt. Ziel ist es, die eigenen Spielscheiben möglichst geschickt auf dem Board zu platzieren und dabei Punkte zu sammeln, ohne sich selbst oder den Mitspielern ungewollte Vorteile zu verschaffen. Gespielt wird reihum, indem die Skitts aus dem Abschussbereich über das Spielfeld geschnippt werden. Dabei können sie direkt durch die Mitte gleiten oder über die Bande gespielt werden, um Winkel und Tempo besser zu kontrollieren.

Das Spielfeld ist mit unterschiedlich farbigen Zielfeldern ausgestattet, die über Magnete verfügen. Genau hier liegt der besondere Reiz von Skitter: Trifft ein Skitt auf ein Feld, bleibt er dank der Magnetkraft haften – manchmal genau dort, wo man ihn haben wollte, manchmal aber auch ein paar Zentimeter früher oder später. Diese magnetische Anziehung sorgt für überraschende Effekte, denn Scheiben können leicht abgelenkt werden oder an bereits liegenden Skitts andocken. Zusätzlich liegen zu Beginn große Skitts und Bumper auf dem Minusfeld, die als Hindernisse dienen und den Spielverlauf ständig verändern.

Punkte werden über eine magnetische Zählleiste festgehalten, was den haptischen Charakter des Spiels weiter unterstreicht. Eine Runde endet, sobald ein Spieler die benötigte Punktzahl erreicht hat. Durch Hilfslinien für Kinder und Anfänger lässt sich der Schwierigkeitsgrad flexibel anpassen. Skitter lebt von seiner Mischung aus Fingerspitzengefühl, taktischem Einschätzen der Magnetwirkung und einer guten Portion Unberechenbarkeit – genau das macht jede Partie anders und sorgt für lebendige Momente am Spieltisch.

Subbuteo

Von Peter Adolph | 1947 | 2 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Wer bei Subbuteo an einfache Plastikfiguren aus dem Kaufhaus denkt, hat die faszinierende Welt des „Sports Table Football“ noch nicht entdeckt. Jenseits der günstigen Einsteigersets existiert eine semiprofessionelle Szene, die dieses Spiel als ernsthaften Sport auf hohem Niveau betreibt. Hier geht es nicht um ein kurzes Vergnügen zwischendurch, sondern um eine komplexe Simulation, die eine steile Lernkurve und enorme taktische Disziplin erfordert. Das Herzstück sind dabei die speziellen Figuren mit ihren perfekt ausbalancierten Sockeln, den sogenannten Bases. Diese sind so präzise gefertigt, dass sie auf den feinen Astroturf-Spielfeldern fast wie von selbst gleiten und kontrollierte Effetschüsse ermöglichen.

Das Spielerlebnis unterscheidet sich von herkömmlichen Geschicklichkeitsspielen. Während der Ballbesitzer versucht, seine Stürmer mit gezielten Schnippern in Position zu bringen, darf der verteidigende Part bei jedem Zug einen Defensiv-Flick ausführen. Diese „Blocking-Flicks“ machen das Spiel zu einem rasanten Echtzeit-Schach, bei dem man Räume zustellen und Laufwege antizipieren muss. Jede Bewegung erfordert absolute Konzentration: Ein zu harter Stoß führt zum Ballverlust, eine falsche Handhaltung wird als Foul gewertet. Man muss die Fingerfertigkeit über Monate trainieren, um die Flugbahn des Balles und die Gleiteigenschaften der eigenen Mannschaft perfekt zu beherrschen.

In dieser Welt verschmelzen taktisches Denken und feinmotorische Meisterschaft. Wer einmal die Faszination eines perfekt ausgeführten Spielzugs erlebt hat, versteht, warum Subbuteo eine so loyale Anhängerschaft hat. Es ist ein Hobby, das Tiefe bietet und den Ehrgeiz weckt, immer neue Tricks und Techniken zu erlernen. Man taucht ein in eine Gemeinschaft von Enthusiasten, die ihr Material pflegen und jede Partie wie ein echtes Finale zelebrieren. Dieser Sport belohnt Geduld und Präzision gleichermaßen und beweist, dass Tischfußball weit mehr sein kann als nur ein bloßer Zeitvertreib.

Table Curling

Von Christian Vennerød | Noris Spiele | 2013 | 2 bis X Personen | ab 6 Jahren | 15 bis 30 Minuten

Wenn bei uns die Olympischen Winterspiele ins Wohnzimmer einziehen, ist meist Table Curling im Spiel. Die Tisch-Umsetzung des Traditionssports fängt Taktik und Eleganz des Originals perfekt ein (auch wenn hier nicht mit dem Besen geschrubbt werden muss!). Ziel ist es, die eigenen Steine so nah wie möglich an den Mittelpunkt des Zielkreises zu befördern. Dabei gleiten die Pucks dank einer eingebauten Kugel fast so reibungslos über die Bahn wie auf echtem Eis.

Im Spielverlauf schicken wir unsere Steine mit Fingerspitzengefühl abwechselnd ins Feld. Da nur die Positionen am Ende der Runde zählen, entsteht ein interaktiver Schlagabtausch. Oft visieren wir gar nicht direkt das Zentrum an, sondern kicken einen gegnerischen Stein aus der Wertungszone oder bauen eine schützende Barriere vor unseren eigenen Bestleistungen auf. Ein perfekt dosierter Stoß verändert das Kräfteverhältnis am Tisch sofort. Die physiknahe Steuerung belohnt eine ruhige Hand.

Table Curling überzeugt durch seinen extrem schnellen Aufbau und die hohe Zugänglichkeit für alle Generationen. Die Mischung aus Präzision und Taktik sorgt für langanhaltende Spannung, ohne durch komplexe Regeln zu bremsen. Das Spielgefühl bleibt dabei stets angenehm kompetitiv und gesellig. 

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Published — 14. Januar 2026 https://www.brettspielelust.de/

Furchtlos

14. Januar 2026 um 16:00

Bei Furchtlos wandern die Spieler als Gespenster durch einen finsteren Wald und versuchen, durch geschicktes Sammeln von Plus- und Minuskarten ihre Furcht möglichst gering zu halten. Wir haben uns das Stichspiel genauer angesehen.

Furchtlos

Mit Furchtlos entführt Friedemann Friese die Spieler in einen nächtlichen Wald, in dem nicht Tempo oder Reichtum zählen, sondern Gleichgewicht. Als Gespenster wagen wir uns von einer gruseligen Ruine aus auf einen schmalen Pfad. Wer davon abweicht, sammelt Furchtpunkte – und genau die gilt es über mehrere Runden möglichst gering zu halten. Nicht loszugehen ist allerdings keine Option, denn wer in der Ruine verharrt, wird ebenfalls hart bestraft. Am Ende gewinnt, wer sich dem sicheren Weg am nächsten gehalten hat.

Furchtlos: So wird es gespielt

Im Kern ist Furchtlos ein klassisches Stichspiel mit vier Farben und ohne Trumpf, doch schon beim Blick auf die Karten wird klar, dass hier einiges anders läuft. Die Werte reichen in jeder Farbe von +6 bis -6, ergänzt durch neutrale Nullen. In den gewonnenen Stichen sammeln die Spieler also sowohl positive als auch negative Punkte. Ziel ist es, diese möglichst exakt auszugleichen. Idealerweise landet man bei null – jeder Ausschlag nach oben oder unten bedeutet zusätzliche Furcht.

Beim Ausspielen folgt Furchtlos den vertrauten Regeln des Genres. Die angespielte Farbe muss bedient werden, den Stich gewinnt die höchste Karte der Farbe. Genau hier entstehen jedoch die spannenden Entscheidungen. Eine hohe Pluskarte kann zum Problem werden, wenn man bereits genügend positive Werte gesammelt hat. Umgekehrt kann ein dringend benötigter Stich mit Minuspunkten unerwünscht sein, wenn man eigentlich wieder Richtung Null steuern möchte. Die Mitspieler behalten diese Schieflagen natürlich im Blick und versuchen gezielt, einander ungünstige Stiche zuzuschieben.

Die Interaktion ist dadurch deutlich spürbar. Auch wenn jeder für seine eigene Furchtleiste spielt, entsteht am Tisch ein ständiges Taktieren. Wer sich gerade mühsam ausbalanciert hat, wird gerne wieder aus dem Gleichgewicht gebracht. Besonders die Nullkarten eröffnen interessante Möglichkeiten, da sie stets gespielt werden dürfen und den Stich beeinflussen, ohne den eigenen Wert zu verändern. Gleichzeitig lauert eine empfindliche Strafe für alle, die zu vorsichtig agieren. Wer keinen einzigen Stich gewinnt, bleibt in der Ruine zurück und kassiert satte 15 Furchtpunkte.

Die Regeln sind schnell verstanden

Der Anspruch von Furchtlos ist gut austariert. Die Regeln sind schnell verstanden, vor allem für alle, die mit Stichspielen vertraut sind. Die eigentliche Herausforderung liegt im richtigen Timing und im Lesen der Mitspieler. Wann lohnt es sich, einen Stich zu erzwingen, und wann ist es klüger, ihn abzugeben? Für Neulinge mögen die negativen Karten zunächst ungewohnt sein, doch das Spielgefühl erschließt sich schnell und bleibt angenehm flott.

Durch die zufällige Kartenverteilung und das unterschiedliche Spielverhalten der Gruppe bietet Furchtlos einen hohen Wiederspielreiz. Jede Runde verläuft anders, mal vorsichtig, mal konfrontativ, je nachdem, wie viel Risiko die Spieler eingehen. Der Reiz liegt im ständigen Austarieren zwischen Mut und Zurückhaltung – ein einzelner Stich kann die gesamte Runde kippen.

Furchtlos: Fazit und Wertung

Furchtlos verbindet ein vertrautes Stichspielgerüst mit einer ungewöhnlichen Wertungsidee und verpackt das Ganze in ein stimmiges, leicht schauriges Thema. Die kurzen Runden und die klare Struktur machen es zu einem flexiblen Familienspiel, das ebenso gut als schneller Absacker funktioniert. Es geht weniger um langfristige Planung als um situative Entscheidungen und das Gespür für den richtigen Moment.


Furchtlos– auf einen Blick

Title

Furchtlos ist ein zugängliches Stichspiel mit ungewöhnlicher Wertung, das weniger auf Siegoptimierung als auf Balance und gutes Timing setzt und gerade durch die direkte Interaktion am Tisch seinen Reiz entfaltet.

Autor: Friedemann Friese | 2025 | 2F-Spiele | 3 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 12. Januar 2026 https://www.brettspielelust.de/

Magical Athlete

12. Januar 2026 um 15:16

Bei Magical Athlete schickt ihr ein Team mit außergewöhnlichen Athleten in ein chaotisch Turnier, um über mehrere Rennen hinweg die meisten Siegpunkte zu sammeln. Wir haben uns das Laufspiel mit Spezialfähigkeiten genauer angesehen.

Magical Athlete

In Magical Athlete übernehmen die Spielerinnen und Spieler die Rolle von Trainern, die ihr Team durch ein Turnier führen. Über vier Runden hinweg treten die Läufer in verschiedenen Rennen gegeneinander an, immer mit dem gleichen Ziel vor Augen: möglichst viele Siegpunkte durch vordere Platzierungen zu sammeln. Das Spiel verbindet dabei das Grundprinzip eines klassischen Laufspiels mit einer Vielzahl an Spezialfähigkeiten, die den scheinbar geradlinigen Rennverlauf permanent durcheinanderwirbeln. Schnelligkeit allein reicht selten aus, denn oft entscheidet das richtige Timing über Erfolg oder Stillstand auf der Strecke.

Magical Athlete: So wird es gespielt

Bevor es überhaupt an den Start geht, steht die Zusammenstellung des eigenen Teams im Mittelpunkt. In einer Rekrutierungsphase draften die Spieler aus insgesamt 36 Charakterkarten ihre Läufer aus. Jeder dieser Athleten bringt eine individuelle Fähigkeit mit, die später im Rennen für ganz unterschiedliche Effekte sorgt. Schon hier entsteht ein erstes Kräftemessen, denn jede Figur ist nur einmal im Spiel vertreten.

Sind alle Teams zusammengestellt, folgen vier Rennen auf dem doppelseitigen Spielplan. Vor jedem Rennen wählen die Spieler genau einen Athleten aus ihrem Kader aus, der an den Start geht. Da eingesetzte Charaktere in der Regel für spätere Rennen nicht mehr zur Verfügung stehen, wird Planung über mehrere Runden hinweg wichtig. Die Strecken selbst unterscheiden sich spürbar: Während die „Mild Mile“ einen eher überschaubaren Kurs bietet, sorgen die „Wild Wilds“ mit besonderen Feldern und Effekten für zusätzliche Unruhe im Feld. Welche Fähigkeit auf welcher Strecke ihr volles Potenzial entfaltet, zeigt sich oft erst im Spiel.

Wechselwirkung zwischen Würfelglück und Spezialkräften

Der eigentliche Rennablauf ist schnell erklärt. Die Spieler würfeln reihum und ziehen ihre Figur entsprechend vor. Doch kaum ist der Würfel gefallen, greifen die Charakterfähigkeiten ein und verändern das Geschehen. Manche Athleten fungieren als bewegliche Hindernisse und zwingen andere dazu, ihren Lauf vorzeitig zu beenden. Andere ignorieren Blockaden, überspringen Felder oder profitieren von der Position ihrer Mitspieler. So kann es passieren, dass ein hoher Würfelwurf wenig bringt, während eine gut platzierte Fähigkeit das gesamte Feld neu ordnet.

Diese ständige Wechselwirkung zwischen Würfelglück und Spezialkräften macht den Reiz von Magical Athlete aus. Die Spieler beobachten aufmerksam, welche Läufer bereits eingesetzt wurden und welche noch im Hintergrund warten. Ein sicher geglaubter Vorsprung kann durch eine einzelne Aktion schrumpfen oder ganz verschwinden, während vermeintliche Außenseiter plötzlich nach vorne katapultiert werden. Der wichtigste Einflussfaktor bleibt dabei die Auswahl des passenden Athleten zum richtigen Zeitpunkt.

Regelseitig bleibt das Spiel zugänglich. Die Fähigkeiten sind klar auf den Karten beschrieben, sodass auch weniger erfahrene Spieler schnell den Überblick behalten. Die taktische Tiefe entsteht weniger durch komplexe Abläufe als durch das Kennenlernen der verschiedenen Charaktere und ihrer Wechselwirkungen. Durch die große Auswahl an Figuren und die unterschiedlichen Strecken verläuft kaum eine Partie wie die andere. Der Glücksanteil durch das Würfeln sorgt zusätzlich dafür, dass die Spannung bis zum letzten Rennen erhalten bleibt.

Magical Athlete: Fazit und Wertung

Magical Athlete bietet damit eine Mischung aus Planung, direkter Interaktion und chaotischen Rennmomenten. Im Mittelpunkt steht weniger die perfekte Strategie als das gemeinsame Erlebnis am Tisch, bei dem sich Vorteil und Rückschlag oft abwechseln. Wer Freude an lebhaften Wettläufen hat und mit unvorhersehbaren Wendungen umgehen kann, findet hier ein kurzweiliges Spiel für gemischte Gruppen.

Im Fazit zeigt sich, warum Magical Athlete so gut funktioniert. Das Spiel nimmt das ganz ursprüngliche Prinzip des Laufspiels mit Würfeln und hohem Glücksanteil und verwandelt es durch die unterschiedlichen Fähigkeiten der Figuren in ein überraschend spannendes Erlebnis, ein wenig wie ein Tag auf der Rennbahn. Statt Pferden gehen hier Charaktere mit ganz eigenen Eigenheiten an den Start, ohne dass man den Ausgang wirklich kontrollieren könnte. Genau darin liegt der Reiz: Die Spieler müssen nicht jeden Zug zerdenken, keine Ressourcen sammeln, keine Karten sortieren oder Effekte optimieren. Man würfelt, beobachtet, was passiert, und lässt sich von den Wendungen des Rennens mitreißen.

Designer Richard Garfield hat das mehr als 20 Jahre alte Magical Athlete vor allem optisch auf Stand gebracht – und wie: Die bedruckten Holzfiguren sehen einfach klasse aus, quietschbunt und individuell. Kein Vergleich zu den Pappaufstellern aus der 2003er-Version von Takashi Ishida.

Kartenfähigkeiten auf Deutsch übersetzt

Da Magical Athlete aktuell nur auf Englisch verfügbar ist, haben wir die 36 Kartentexte übersetzt. Ausgedruckt und an passender Stelle auf Sleeves geklebt, können nun alle am Tisch, die wenig oder kein Englisch sprechen, alle Spezialfähigkeiten erfassen.

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Magical Athlete – auf einen Blick

Title

Magical Athlete lebt davon, dass es das einfache Würfel-Laufspiel nimmt, ihm mit ungewöhnlichen Fähigkeiten eine Portion Chaos verpasst und daraus einen kurzweiligen Rennspaß macht, bei dem man weniger plant als staunt und sich einfach vom Spielverlauf mitziehen lässt.

Autor: Takashi Ishida, Richard Garfield | 2025 | CMYK | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 29. Dezember 2025 https://www.brettspielelust.de/

Die besten Familienspiele des Jahres 2025

29. Dezember 2025 um 11:24

Auch 2025 war bei uns wieder ein echtes Spielejahr: Über 100 Neuerscheinungen landeten auf dem Tisch der Brettspielelust-Jury, wurden gespielt, diskutiert und immer wieder neu bewertet. Doch am Ende stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Welche dieser Spiele bleiben hängen? Welche funktionieren nicht nur beim ersten Eindruck, sondern begeistern Familien dauerhaft – und haben das Potenzial, echte Klassiker zu werden?

Genau dieser Frage sind wir auch diesmal nachgegangen. Wie in den Jahren 2022, 2023 oder 2024 haben wir aus einer umfangreichen Longlist unsere Top 10 Familienspiele 2025 gewählt. Uns wichtig waren dabei klare Regeln, ein schneller Einstieg und zugleich genug spielerische Tiefe, um auch erfahrene Spielerinnen und Spieler zu fordern. Spiele also, die Generationen an einen Tisch bringen – vom Gelegenheitsspieler bis zum Vielspieler.

Die folgende Rangliste führt dich Schritt für Schritt von Platz 10 bis zu unserem persönlichen Spiel des Jahres. Ob Partyspiel mit Lachgarantie, taktisches Abenteuer oder cleveres Denkspiel: Diese Auswahl steht für unvergessliche Spielabende und gemeinsame Zeit am Tisch. Viel Freude beim Stöbern, Wiederentdecken – und vielleicht beim Finden eures nächsten Lieblingsspiels.

Platz 10: Cities

Von Phil Walker-Harding, Steve Finn | Kosmos | 2024 | 2 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | bis 45 Minuten
Cities

Cities gehört zu den positiven Überraschungen des Jahres und hat sich einen Platz in unseren Liste „Beste Famiilienspiele des Jahres“ mehr als verdient. In dem Städtebauspiel von Phil Walker-Harding und Steve Finn planen die Spielenden ihr eigenes Stadtviertel aus Bauflächen, Parks und Wasserzonen, errichten farbige Hochhäuser und erfüllen dabei öffentliche Stadtziele sowie private Aufträge. Der Kernreiz entsteht aus der cleveren Kombination aus Drafting, räumlichem Puzzle und indirekter Interaktion: Jede Entscheidung wirkt sich nicht nur auf das eigene Viertel, sondern auch auf die Möglichkeiten der Mitspielenden aus.

Trotz der vielen Materialien bleibt der Ablauf angenehm übersichtlich. Die Regeln sind schnell erklärt, bieten aber genug taktische Tiefe, um auch Vielspieler zu fordern. Besonders das Stapeln der Gebäude sorgt für eine schöne Tischpräsenz und langfristige Planung. Cities spielt sich flott, skaliert gut mit vier Personen und verbindet Zugänglichkeit mit strategischen Entscheidungen. Ein elegantes Familienspiel, das Planung, Optimierung und Wettbewerb gelungen vereint.

  • Plane und baue ein einzigartiges Stadtviertel mit Wasser-, Park- und Baulandflächen, um die Anforderungen des Stadtrats zu erfüllen
  • Nutze Auftragskarten, Stadtentwicklungspläne und Gebäudeteile, um die besten Punktkombinationen zu erzielen
  • Stapelbare Gebäudeteile und doppelseitige Stadtentwicklungspläne sorgen für Abwechslung und immer wieder neue Herausforderungen
  • Sammle Materialien, erweitere strategisch dein Stadtviertel und erfülle Ziele für maximale Punkt
  • Konstruiere das beliebteste Stadtviertel durch clevere Planung und Gestaltung
  • Ideal für Familien und Fans von Strategiespielen
  • Für 2–4 Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahre
  • Auf der Empfehlungsliste zum "Spiel des Jahres 2025"
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Platz 9: 3 Ultraviolett

von Angela Vögtli | 2025 | Kampfhummel Spiele | 3 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | 30 Minuten
Ultraviolett

Ultraviolett ist eines dieser Partyspiele, bei denen weniger das Gewinnen als das gemeinsame Lachen im Mittelpunkt steht. Mit unsichtbarer Tinte und UV-Licht bringt Kampfhummel frischen Wind ins klassische „Mal-und-rate“-Prinzip. Die Spielenden würfeln sich aus mehreren Begriffen absurde Satzkombinationen zusammen und müssen diese anschließend zeichnen – ohne zu sehen, was sie eigentlich aufs Papier bringen. Erst bei der Auswertung werden die Bilder mithilfe der UV-Lampe sichtbar, was regelmäßig für Überraschungen, Diskussionen und Gelächter sorgt.

Der Reiz entsteht vor allem aus dem Chaos: vermeintlich klare Zeichnungen entpuppen sich als Rätsel, während wilde Kritzeleien plötzlich erstaunlich eindeutig sind. Die Regeln sind schnell erklärt, das Tempo hoch, und niemand sitzt lange untätig herum. Die strenge Punktewertung tritt dabei klar in den Hintergrund. Ultraviolett funktioniert am besten in humorvollen Runden, die Freude an absurden Ideen haben. Kein Spiel für Perfektionisten, aber ein originelles Partyspiel mit starkem Erlebnisfaktor und hohem Spaßpotenzial.

  • HUMOR SCHLÄGT TALENT: Endlich ein Spiel, bei dem man kein Zeichenprofi sein muss. Durch den innovativen Spielmechanismus sind neben Humor und Kreativität vor allem auch taktisches Geschick gefragt.
  • EINZIGARTIGES SPIELPRINZIP: Schlüpf in die Rolle eines durchgeknallten Künstlers und zeichne absurde Sätze mit unsichtbarer Zaubertinte. Erlebe ein kompetitives Mal-Rate-Partyspiel mit UV-Stiften.
  • WÜRFELN, ZEICHNEN, RATEN: Alle würfeln gleichzeitig. Danach malt jeder sein unsichtbares Meisterwerk aus 4 Satzfragmenten. Mit UV-Licht werden die Zeichnungen sichtbar und müssen von den Mitspielern erraten werden.
  • SCHNELLER START, LANGES VERGNÜGEN: Alles ist dabei inkl. Batterien. Einfache Regeln und eine Videoanleitung garantieren einen leichten Einstieg. Hoher Wiederspielwert durch Millionen von Kombinationsmöglichkeiten.
  • GROßARTIGE GESCHENKIDEE: Tolles Geschenk für Spiele- und Ratefans zu Weihnachten, zum Geburtstag, zu Silvester oder als Mitbringsel zum lustigen Spieleabend mit Familie und Freunden.
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Platz 8: Faraway

Von Johannes Goupy, Corentin Lebrat | Kosmos | 2024 | 2 bis 6 Personen | ab 10 Jahren | bis 20 Minuten
Faraway

Faraway ist ein kleines Kartenspiel mit einem großen Kniff – und genau dieser macht es zu einem der spannendsten Titel des Jahres. In kurzen Partien erkunden die Spielenden den geheimnisvollen Kontinent Alula, legen Regionenkarten aus und sammeln Ressourcen sowie Aufgaben. Das Besondere zeigt sich erst am Ende: Die Wertung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der ausgespielten Karten. Was man früh legt, wird zuletzt – und nur mit den dann noch sichtbaren Ressourcen – gewertet.

Dieser Mechanismus zwingt zu vorausschauendem Denken und macht jede Entscheidung bedeutsam. Während des Spiels weiß man nie genau, welche Karten später optimal zusammenpassen werden. Das sorgt für permanente Spannung, viele „Aha“-Momente und einen hohen Wiederspielreiz. Die Interaktion entsteht vor allem durch das Wettrennen um Karten und Heiligtümer, bleibt aber stets angenehm indirekt.

Faraway ist schnell erklärt, flott gespielt und bietet dennoch erstaunlich viel strategische Tiefe. Gerade dieser Kontrast aus einfacher Struktur und anspruchsvollen Entscheidungen macht den Reiz aus. Ein cleveres, elegantes Kartenspiel, das zu Recht für Preise nominiert ist und in keiner Liste „Die besten Familienspiele des Jahres 2025“ fehlen sollte.

  • Einzigartiges Kartenspiel mit innovativem Mechanismus.
  • Besonders origineller und schneller Spielspaß.
  • Vielseitig einsetzbar: Ideal für 2 Spielerinnen und Spieler oder Gruppen bis zu 6 Personen.
  • Fesselndes Spielerlebnis mit Wiederspielreiz – der "Gleich nochmal"-Faktor garantiert!
  • Für 2-6 Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahre.
  • Nominiert zum "Kennerspiel des Jahres 2025"
16,29 €

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Platz 7: Survive the Island

von Julian Courtland-Smith | Zygomatic | 2024 | 2-5 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten
Survive the Island

Survive the Island ist ein herrlich gemeines Familienspiel, das Spannung, Chaos und Schadenfreude perfekt miteinander verbindet. Alle versuchen gleichzeitig, ihre Abenteurer von einer sinkenden Insel in Sicherheit zu bringen – doch Platz auf Flößen ist knapp, Monster lauern im Meer, und die Mitspielenden sind oft die größte Gefahr. Besonders reizvoll ist der Memory-Aspekt: Jede Figur trägt einen geheimen Schatzwert, sodass man genau überlegen muss, wen man rettet – und wen man notfalls opfert.

Die Regeln sind schnell erklärt, das Spieltempo hoch, und schon nach wenigen Zügen entsteht eine hochinteraktive Dynamik voller Sabotage, überraschender Wendungen und lautstarker Reaktionen am Tisch. Würfelglück, taktische Entscheidungen und gezielte Gemeinheiten greifen ineinander und sorgen für emotionale Spielmomente. Das hochwertige Material und die eindrucksvollen Monsterfiguren verstärken das Erlebnis zusätzlich. Survive the Island ist kein Spiel für empfindliche Gemüter, aber ein Garant für erinnerungswürdige Spielabende – ideal für alle, die Interaktion, Drama und ein bisschen Chaos lieben.

  • „Survive the Island“ ist ein familienfreundliches Brettspiel, bei dem die Spieler von einer versinkenden Insel fliehen und Schätze retten müssen. Die spannende Mischung aus Strategie und Glück zieht Spieler jeden Alters in ihren Bann.
  • Ziel des Spiels ist es, mit 10 Abenteurern und ihren Schätzen von der Insel zu entkommen, bevor drei der vier Vulkane ausbrechen. Jeder Abenteurer trägt einen wertvollen Schatz, während riesige Kreaturen und andere Spieler drohen.
  • Das Spiel enthält 1 Spielplan, 40 Inselplättchen, 75 Holzfiguren, darunter 50 Abenteurer, 13 Kreaturen, 12 Flöße, 5 Spielhilfen und 1 Gefahrenwürfel. Hochwertige Materialien und ansprechendes Design versprechen langanhaltenden Spielspaß.
  • Überlebe gefährliche Begegnungen mit Monstern und meistere hinterlistige Strategien gegen Mitspieler. Dieses Brettspiel bietet eine fesselnde Erfahrung mit unvorhersehbaren Wendungen bis zum spannenden Ende.
  • „Survive the Island“ eignet sich hervorragend für Familienabende und führt Kinder spielerisch an moderne Brettspiele heran. Es fördert strategisches Denken und die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen. 2-5 Spieler, ab 8+ Jahren, 45 Minuten Spielzeit je Partie, von Julian Courtland-Smith, Deutsch
30,39 € -€1.14 29,25 €

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Platz 6: Magical Athlete

von Richard Garfield, Takashi Ishida, Illustration: Angela Kirkwood | CMYK | 2025 | 2 bis 6 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten
Magical Athlete

Magical Athlete ist pures Chaos auf der Rennbahn – und genau das macht den Reiz des grell-bunten Brettspiels aus. Schon beim Aufstellen der Figuren ist klar: Hier geht es weniger um Kontrolle als um Schadenfreude, Überraschungen und lautes Gelächter. Das auffällige Artwork ist ein echter Hingucker und trägt enorm zur Stimmung bei.

Zu Beginn draften alle Spielenden vier von insgesamt 36 völlig durchgeknallten Athleten, die jeweils einzigartige, oft spielverändernde Spezialfähigkeiten besitzen. Diese kommen dann in vier aufeinanderfolgenden Rennen zum Einsatz. Gewürfelt wird klassisch, doch kaum ein Zug bleibt ohne Kettenreaktionen: Figuren stolpern, teleportieren sich, beeinflussen andere oder brechen vermeintlich sichere Führungen im letzten Moment. Wer am Ende die meisten Siegpunkte aus den Rennen gesammelt hat, gewinnt.

Magical Athlete ist kein Spiel für Grübler oder Perfektionistinnen, sondern ein bewusst chaotisches Rennspiel mit enormem Unterhaltungswert. Ideal für Runden, die bereit sind, Kontrolle abzugeben, das Chaos zu feiern – und über sich selbst zu lachen. Ein tolles, modernes Laufspiel, dessen Sog man sich kaum entziehen kann!

Die besten Familienspiele 2025 – weiter geht’s mit den Plätzen 5 bis 1:

Platz 5: Krakel Orakel

Von 7 Bazis | TOPP | 2025 | 2-8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Krakel Orakel

Krakel Orakel ist ein Partyspiel, das Kreativität nicht belohnt, sondern herausfordert – und genau darin liegt sein Reiz. Statt frei zu zeichnen, müssen die Spielenden vorgegebene, chaotische Linien nutzen, um geheime Begriffe darzustellen. Das sorgt für überraschende Ideen, absurde Bilder und viele Aha-Momente, ganz ohne Zeichen­talent. Alle zeichnen gleichzeitig, der Zeitdruck ist moderat, der Einstieg kinderleicht.

Besonders stark ist der kooperative Kern: In der Ratephase versuchen alle gemeinsam herauszufinden, welche Begriffe nicht gezeichnet wurden. Jede falsche Entscheidung trifft die Gruppe als Ganzes und führt zu lebhaften Diskussionen darüber, wie ein Bild gemeint gewesen sein könnte. Krakel Orakel lebt von Fantasie, Kommunikation und Humor – weniger von Regeln oder Perfektion.

Durch wechselnde Boards und Begriffe bleibt jede Partie frisch. Das Spiel funktioniert generationenübergreifend, ist ideal für größere Runden und lockert Spielabende sofort auf. Ein kreatives Partyspiel, das Chaos in Teamgeist verwandelt und völlig zurecht in einer Top-10-Liste seinen Platz findet.

  • ERST ZEICHNEN, DANN RATEN – die vorgegebenen Linien dürfen beim Zeichnen nicht verlassen werden, das entstehende Chaos lässt sich nicht immer leicht entwirren
  • LANGANHALTENDER SPIELSPASS – 480 Begriffe in zwei Schwierigkeitsstufen
  • INKLUSIVE – 240 Begriffskarten, 8 doppelseitige Zeichentafeln, 8 Zeichenmarker und ausführliche Spielanleitung
24,99 € -€1.65 23,34 €

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Platz 4: Railroad Tiles

Von Heidelbär Games – Hjalmar Hach, Lorenzo Silva | 1–4 Personen | ab 8 Jahren | ca. 30 Minuten
Railroad Tiles

In Railroad Tiles, dem Nachfolger der beliebten Railroad Ink-Reihe, entwerfen wir unser eigenes Verkehrsnetz – diesmal nicht mehr auf Papier, sondern mit hochwertig gestalteten Plättchen. Runde für Runde draften wir Streckenteile und bauen Straßen, Schienen und Stationen zu einem möglichst effizienten Netz aus. Autos, Züge und Reisende bringen zusätzlich Leben auf das eigene Tableau und eröffnen weitere Punktemöglichkeiten. Gleichzeitig gilt es, vorausschauend zu planen: Wer sich früh verbaut, blockiert wertvolle Verbindungen und vergibt Chancen im späteren Spielverlauf.

Die Wertung belohnt clevere Netzwerke, große zusammenhängende Rechtecke sowie geschickt platzierte Stadtplättchen. So entsteht ein schnelles, taktisches Puzzlespiel, das besonders Fans von Verkehrs- und Optimierungsspielen anspricht.

Für zusätzliche Abwechslung sorgen acht separat erhältliche Erweiterungen, die einzeln mit dem Grundspiel kombiniert werden können. Sie führen neue Elemente wie Tierfarmen, Energietrassen oder Kanäle ein und erhöhen den Anspruch spürbar. Trotz dieser Erweiterungen bleibt Railroad Tiles ein klar strukturiertes, familienfreundliches Brettspiel mit hervorragendem Material, starker Tischpräsenz und kniffligen, überwiegend solitären Optimierungsaufgaben.

  • SPIELABLAUF: Ein strategisches Legespiel über 8 Runden, bei dem Spieler Schienen platzieren und eine vernetzte Gemeinde aufbauen
  • SPIELMECHANIK: Spieler wählen Kacheln aus dem gemeinsamen Vorrat und legen Strecken, um möglichst viele Verbindungen zu schaffen
  • SPIELELEMENTE: Enthält Streckenkacheln sowie Spielfiguren in Form von Autos, Zügen und Reisenden zur Gestaltung der Landschaft
  • PUNKTESYSTEM: Mehr zusammenhängende Elemente gleicher Art bringen mehr Punkte, zusätzliche Bonuspunkte für rechteckige Anordnungen
  • SPIELERANZAHL UND DAUER: Ein taktisches Familienspiel, das sich perfekt für gemeinsame Spieleabende eignet
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Platz 3: Tower Up

von Frank Crittin, Grégoire Largey und Sébastien Pauchon | Monolith, Pegasus Spiele | 2024 | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten
Tower Up

Auf Platz 3 unserer Liste „Beste Familienspiele des Jahres 2025“ landet mit Tower Up ein elegantes Städtebauspiel, das mit einfachen Regeln erstaunlich viel taktische Tiefe entfaltet. Auf einem gemeinsamen Spielplan errichten zwei bis vier Personen dreidimensionale Wolkenkratzer, sammeln Baumaterialien und platzieren ihre Dächer möglichst punkteträchtig. Der zentrale Kniff: Wer baut, muss auch alle angrenzenden Gebäude mitwachsen lassen – ein Mechanismus, der permanente Interaktion erzeugt und langfristige Planung erzwingt.

Jede Entscheidung will gut überlegt sein: Baue ich ein hohes Gebäude für viele Punkte oder sichere ich mir lieber schnell Dächer und Stadtbauziele? Ressourcenmanagement, Timing und der Blick auf die Mitspielenden sind entscheidend. Besonders in voller Besetzung zu viert entfaltet Tower Up seine größte Stärke, wenn sich die Stadt schnell verdichtet und taktische Zwänge entstehen. Das hochwertige Material und die starke 3D-Tischpräsenz verstärken den Reiz zusätzlich.

Tower Up bleibt klar auf Familienspielniveau, bietet aber genug strategische Herausforderungen, um auch erfahrene Spieler zu begeistern. Ein schnörkelloser, hochinteraktiver Titel, der verdient zu den Highlights des Jahres zählt.

  • Brettspiele;Familienspiele
  • Hohe Qualität
  • Ideal als Geschenk
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Platz 2: Light Speed Arena

Von Leonardo Alese, James Ernest, Tom Jolly, Emanuele Santellani | Tablescope, Pegasus | 2025 | 2 bis 4 (6) Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten
Light Speed Arena

Light Speed Arena ist eines der spannendsten Hybridspiele des Jahres und ein echtes Ausrufezeichen in Sachen Innovation. In kurzen, intensiven Echtzeit-Runden platzieren die Spielenden gleichzeitig ihre Raumschiffplättchen in einer gemeinsamen Arena – unter massivem Zeitdruck und mit klaren taktischen Überlegungen zu Ausrichtung, Prioritäten und Schusslinien. Die eigentliche Magie entsteht anschließend durch die App: Ein Foto des Spielfelds genügt, und die digitale Auswertung verwandelt das Chaos auf dem Tisch in eine animierte Weltraumschlacht, inklusive Treffern, Explosionen und überraschenden Wendungen.

Diese Kombination aus hektischer Platzierungsphase und passiver „Zuschauerrolle“ bei der Auswertung ist ungewöhnlich und äußerst reizvoll. Die App löst elegant die Schwächen des Originals von 2003, sorgt für Fairness bei der Auswertung und nimmt Diskussionen den Wind aus den Segeln, ohne das analoge Spielgefühl zu zerstören. Der erfolgreiche Kickstarter Light Speed Arena ist schnell gespielt, hochinteraktiv und lädt sofort zu Revanchen ein. Wer Echtzeitspiele mag und offen für digitale Unterstützung ist, findet hier einen der frischesten und mutigsten Titel des Jahrgangs – absolut Top-10-würdig.

Platz 1: Rebirth

Von Reiner Knizia | Mighty Boards | 2024 | 2-4 Personen | ab 8 Jahren | bis 60 Minuten
Rebirth

Rebirth ist ein typisches Reiner-Knizia-Spiel im besten Sinne: klar strukturiert, schnell gespielt und dennoch voller spannender Entscheidungen. Als Clanoberhäupter bauen die Spielenden ein zerstörtes Schottland oder Irland neu auf, indem sie Landschaftsplättchen clever platzieren, Mehrheiten an Burgen sichern und über Kathedralen lukrative Missionsziele freischalten. Jeder Zug ist schnell erledigt, fühlt sich aber bedeutsam an – oft lösen einzelne Plättchen überraschend hohe Punktekombinationen aus.

Besonders reizvoll ist die Balance aus entspannter Atmosphäre und konstantem Wettbewerb. Rückstände können jederzeit aufgeholt werden, was Rebirth bis zum Schluss offen hält. Die zwei Spielpläne sorgen zudem für Abwechslung: Schottland bietet einen sanften Einstieg, während Irland mit offenen Missionszielen und zusätzlichen Boni deutlich mehr taktische Tiefe entfaltet. Das Spiel lebt von direkter Interaktion über Mehrheiten, ohne dabei konfrontativ zu werden.

Rebirth überzeugt durch elegantes Design, hohen Belohnungsfaktor und starke Varianz. Ein zugängliches, zugleich anspruchsvolles Plättchenlegespiel, das sich sofort gut anfühlt und lange motiviert – mit diesem Fazit schafft es das Brettspiel auf Platz 1 unserer Lieblings-Familienspiele des Jahres 2025.

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Published — 18. Dezember 2025 https://www.brettspielelust.de/

Last Minute Brettspiele Weihnachten 2025 – Die besten Geschenkideen für Kinder, Familien & Freunde

18. Dezember 2025 um 09:53

Weihnachten ist die perfekte Zeit für Brettspiele – egal ob als Geschenk oder für gemütliche Abende. In dieser Übersicht findest du Brettspiele für Weihnachten, sortiert nach Geschenkideen für Familien, Kinder und Vielspieler.Viele Titel waren bereits in der Black-Friday-Woche stark reduziert und sind weiterhin gute Geschenkideen. Ich aktualisiere die Liste regelmäßig.

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Diese Spiele funktionieren fast überall – ob unter dem Weihnachtsbaum, an Silvester oder in gemischten Gruppen:

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Published — 15. Dezember 2025 https://www.brettspielelust.de/

Kilia

15. Dezember 2025 um 11:01

In Kilia sind zwei bis vier Personen aufstrebende Reeder, die sich in der Hafenmetropole Kiel einen Namen machen wollen. Sie weiten ihr Handelsnetz aus, bauen Schiffe, erlernen neue Fähigkeiten und sichern die Gunst einflussreicher Persönlichkeiten in der Stadt.

Kilia Brettspiel im Test auf Brettspielelust
Kilia

Schon thematisch holt uns Kilia (Huch) ab: Es geht nicht um große Seeschlachten, sondern um Handel, Einfluss und Infrastruktur rund um den (historischen) Schleswig-Holsteinischen Canal – den Vorgänger des Nord-Ostsee-Kanals. Man startet klein, baut Schritt für Schritt sein Tableau aus, organisiert Warenströme – und merkt, wie aus einzelnen Zügen zunehmend verkettete Aktionen werden (können). Die Mehrzweckkarten in diesem historischen Strategiespiel von Lars Ehresmann können vielseitig eingesetzt werden – die Kunst liegt darin, sie im passenden Moment für den größten Vorteil zu nutzen.

Kilia: So wird es gespielt

Der Kern des Brettspiels ist ein offenes Drafting aus einer Auslage: In deinem Zug nimmst du genau eine Aktionskarte vom Ratstableau. Welche Karten du „kostenlos“ wählen darfst, hängt von deinen Schlüsselsymbolen ab – zu Beginn ist die Auswahl sehr eingeschränkt, später öffnet sie sich durch Ausbau und damit wachsenden Einfluss. Karten, die mehr Schlüssel verlangen als du hast, kannst du trotzdem nehmen, zahlst dann aber die vollen Münzkosten, die an der Karte stehen. Zusätzlich gibt es eine kleine, aber wichtige Stellschraube: Noch bevor du in deinem Zug eine Karte nimmst, darfst du für fünf Münzen die komplette Aktionsauslage einmal „tauschen“ (sprich: neu mischen und auslegen) – gut, wenn die sichtbaren Optionen gerade gar nicht passen.

Und genau hier greift die Aussage von Autor Lars Ehresmann, der im Interview mit Brettspielelust betont: „Zunächst habe ich nach einem Kernmechanismus gesucht.“ Dieser Mechanismus trägt Kilia tatsächlich, weil die Karten eben nicht nur Aktionen sind, sondern Mehrzweck-Werkzeuge. Jede Karte kann auf unterschiedliche Weise genutzt werden: Du kannst sie als Händler mit der Rückseite nach oben auf deinen Marktplatz legen, du kannst einen deiner vier Kernbereiche ausbauen (die Karte wandert dafür unter das eigene Double-Layer-Tableau), oder du nutzt sie als Auslöser, um Fähigkeiten bzw. Packhäuser zu erhalten – je nachdem, wo du sie einsetzt. Das sorgt dafür, dass ein und dieselbe Karte in völlig unterschiedlichen Situationen passend sein kann: Mal willst du kurzfristig Waren, mal langfristig bessere Auswahl, mal Engine-Bausteine für die Schlusswertung.

Besonders gelungen ist der Marktplatz: Händlerkarten werden in einem kleinen Raster platziert, aber nicht beliebig – oben braucht es eine „stabile Basis“ aus zwei benachbarten Händlern darunter. Legst du einen Händler auf ein leeres Feld, bekommst du einmalig den dort abgebildeten Bonus (z. B. Münzen, Jokerware, eine Sprotten-Karte oder sogar einen neuen Auftrag). Überdeckst du dagegen einen Händler, gibt es diesen Bonus nicht noch einmal. Gleichzeitig sind Händler keine passiven Symbole, sondern aktive Lieferanten: Du kannst sie im Zug gegen Münzen aktivieren, um genau die Ware zu finanzieren, die du gerade brauchst – in der unteren Reihe einmal pro Zug, weiter oben öfter. Das ist elegant, weil es Planung belohnt, ohne dich in eine Sackgasse laufen zu lassen.

Hingucker: Die Schiffe fahren durch den kanal

Die vier Ausbaubereiche geben der eigenen Reederei ein klares Profil: Schloss bringt Einfluss (mehr Schlüssel, bessere Draft-Auswahl) und neue Aufträge; die Universität öffnet dauerhafte Fähigkeiten (z. B. Extraaktionen, Umwandlungen, Endspielpunkte für bestimmte Waren); die Werft verbessert dein Schiff; und das Packhaus lässt dich zusätzliche Packhäuser am Kanal errichten. Ausbauen kostet Waren in aufsteigender Staffel (die erste Karte 1 Ware, die zweite 2 usw.), was das Timing spannend macht: Frühe Ausbauten sind billig, späte Ausbauten teuer – und genau deshalb fühlt sich Kilia in der Anfangsphase flott an und bleibt später trotzdem straff, statt in endloses Kleinklein zu kippen.

Ein echter Hingucker – und mehr als nur Gimmick – ist die gemeinsame Einkommensphase am Rundenende: In der Ratsphase tuckern die Schiffe durch den Kanal. Dafür schiebst du dein Schiff (als Lochplatte) den Kanal auf deinem Tableau entlang; an jedem Packhaus erhältst du die Waren und Münzen, die durch die „Fenster“ sichtbar sind. Mit jeder Werftverbesserung wird das Schiff größer bzw. anders geschnitten – dein Einkommen wächst also buchstäblich mit dem Ausbau. 

  • 🚢 Entdecke KILIA, ein SPANNENDES KENNERSPIEL, in dem du als aufstrebender Reeder in der Hafenmetropole Kiel dein Handelsimperium aufbaust!
  • 🛠 Dieses HISTORISCHE STRATEGIESPIEL kombiniert geschicktes RESOURCE MANAGEMENT mit packendem Gameplay, während du Waren handelst und Schiffe baust.
  • 🎲 Ideal für 2 bis 4 Spieler ab 14 Jahren, bietet dieses Spiel sowohl strategische Tiefe als auch spannende Interaktionen für alle Beteiligten.
  • 📜 KURZANLEITUNG: 1. Baue deine Flotte und erweitere dein Handelsnetz | 2. Erlerne neue Fähigkeiten und erfülle Aufträge | 3. Setze Wertungsmarker für den Sieg!
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Aufträge sind die zweite große Schiene neben Ausbauten und Markt: Du hältst aktive Aufträge offen ausliegen, kannst in deinem Zug mehrere erfüllen (vor oder nach der Kartenaktion) und bekommst sofort Belohnungen; die erfüllten Karten werden verdeckt gesammelt und bringen am Ende Punkte. Zusätzlich gibt es das Rennen um Errungenschaften – das ist der wichtigste Interaktionspunkt, denn hier kann man sich gegenseitig die besseren Wertungsfelder „wegpunkten“, wenn man zu spät dran ist.

Zu den feineren Stellschrauben gehören die „Kieler Sprotten“: Einmal erhalten, können sie später entweder als flexible Soforthilfe (Münze oder beliebige Ware) dienen – oder als Ersatzkarte für einen Ausbau, inklusive der anschließenden Verbesserungsauswahl mit größerer Flexibilität. Gerade wenn dir in der offenen Auslage das passende Puzzleteil fehlt, ist das ein willkommenes Mitigationswerkzeug. Überhaupt ist die Regelqualität sehr hoch: Die Abläufe sind klar, Symbolik ist weitgehend sprachneutral, und die Struktur führt sauber von Zug über Ausbauten bis zur Ratsphase.

Das Spielende ist variabel und wird ausgelöst, sobald jemand den vierten Wertungsmarker setzt; danach folgt nur noch eine letzte Runde, in der die Schiffe am Ende nicht mehr fahren. Gewertet werden Errungenschaften, Punkte für Ausbauten im eigenen Farbbereich, erfüllte Aufträge sowie (falls freigeschaltet) Endspielpunkte über Fähigkeiten für Waren – mit einem engen Tie-Break über verbliebene Waren und Münzen.

Kilia: Fazit und Wertung

Unterm Strich ist Kilia ein angenehm klassisches, dabei aber sehr modernes Euro-Design: starkes Multi-Use-Kartenspiel, sichtbar wachsende Engine, belohnende Kettenzüge (vor allem über Universitäts-Extraaktionen) und ein haptisch wie visuell stimmiger Tischauftritt. Gleichzeitig sollte man wissen, worauf man sich einlässt: Die Partie kann sich über weite Strecken solitär anfühlen, weil man primär am eigenen Tableau optimiert – echte Reibung entsteht vor allem im Wettrennen um Errungenschaften und durch das „Wegdraften“ passender Karten. Dazu kommt ein gewisser Glücksfaktor über die offene Kartenauslage; das ist durch Auslagentausch, Sprotten und Händler zwar abgemildert, aber nicht völlig eliminiert. Und wer extrem sauberes Materialhandling erwartet, wird beim wiederholten Unter-das-Tableau-Schieben mehrerer Karten irgendwann ein klein wenig Fummelei bemerken.

Wenn man hingegen ein zügig spielbares Aufbauspiel sucht, das ohne große Überraschungen auskommt, aber dauerhaft gute Entscheidungen einfordert, liefert Kilia sehr zuverlässig ab: ein Spiel, das im Kern von einer starken mechanischen Idee getragen wird – und dessen historisches Kiel-Thema nicht aufgesetzt wirkt, sondern die Mechanismen angenehm erdet. Hier versteht man auch Ehresmanns Anspruch an Tempo und Spielfluss, wenn er sagt, ihm sei „keine Downtime“ beim offenen Drafting wichtig: Pro Zug nur eine Karte wählen, aber am Rundenende ein gemeinsamer, schneller „Payoff“-Moment für alle. Glückwunsch zu einem gelungenen Erstling, von einem Autor, der selbst aus Kiel stammt!


Kilia – auf einen Blick

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Kilia überzeugt als modernes, angenehm zügiges Euro-Spiel mit starkem Multi-Use-Kartenpuzzle und cleverem Schifffahrts-Einkommen – mit eher geringer Interaktion und etwas Auslagen-Glück als Kehrseite.

Autor: Lars Ehresmann | 2025 | Huch | 2 bis 4 Personen | ab 14 Jahren | bis 90 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Published — 12. Dezember 2025 https://www.brettspielelust.de/

Big Sur

12. Dezember 2025 um 10:49

Big Sur

In Big Sur baust du deine eigene Traumstraße entlang der kalifornischen Küste. Bei diesem zugänglichen Kartenspiel von 25th Century Games übernehmen die Spielerinnen und Spieler die Rolle von Straßenplanern, die versuchen, das schönste Teilstück dieser weltberühmten Küstenstraße zu gestalten. Ziel ist es, durch clevere Kombinationen von Karten am Ende die meisten Punkte zu erzielen.

Der Spielverlauf ist schnell erklärt: Alle bauen in ihrer eigenen Auslage – also auf ihrem persönlichen Highway – eine Kette von Straßenkarten, die jeweils unterschiedliche Landschaftssymbole (z. B. Berge, Meer, Wald) zeigen und unterschiedlich viele Meilen lang sind. Immer wenn eine Serie aus mindestens drei gleichen Landschaftstypen aneinanderliegt, entsteht ein sogenannter „Streckenabschnitt“. Diese Abschnitte bringen Punkte, je nachdem, wie lang sie am Ende sind. Zusätzlich können spezielle Landmarken-Karten erworben und an passenden Stellen platziert werden, um Boni zu erzielen oder Spielregeln zu beeinflussen – etwa indem man Ressourcen von Mitspielenden nutzt oder Punkte für bestimmte Kombinationen bekommt .

Der Clou: Um neue Karten auszuspielen, müssen andere Karten als Bezahlung abgelegt werden. Jede Karte zeigt dabei auch ein oder mehrere Materialien, die als „Währung“ dienen. So entsteht nach und nach ein kleines Engine-Building-System, in dem man Ressourcen klug einsetzt und effizient nutzt. Die Herausforderung dabei ist, die richtigen Karten zur richtigen Zeit zu spielen – und zwar an einem der beiden Enden des eigenen Highway-Streifens. Wer strategisch denkt, plant nicht nur die nächste Karte, sondern auch die Kombinationsmöglichkeiten mehrerer Karten im Voraus.

Interaktionen eher gering

Auch wenn jeder für sich spielt und die Interaktion eher gering ist, kommen durch einzelne Effekte doch interessante Verbindungen zustande. So ermöglichen bestimmte Landmarken den Zugriff auf Ressourcen in den Ablagestapeln der anderen – was ein bisschen Taktik ins sonst recht solitäre Geschehen bringt. Wer allerdings gern gemeinsam tüftelt oder konfrontativ spielt, wird hier eher nicht fündig.

Das Spielgefühl ist ruhig, überlegt und eher belohnend. Der Fokus liegt eindeutig auf dem Aufbau einer eigenen Auslage, was besonders Spieler anspricht, die gern puzzeln, optimieren und mit Ressourcen wirtschaften. Das Spieltempo bleibt angenehm, kann aber in späteren Zügen etwas ins Stocken geraten, wenn man viele Optionen abwägt. Gerade dann wünscht man sich manchmal eine kleine Hilfe, um den Überblick zu behalten – etwa über bereits genutzte Ressourcen.

Was Big Sur vor allem auszeichnet, ist seine stimmige Gestaltung. Die Karten sind mit liebevollen Illustrationen versehen, die die Schönheit der Pazifikküste einfangen. Palmen, Felsen, Strände – all das findet sich auf den kleinen Kartenausschnitten wieder und erzeugt ein stimmungsvolles Gesamtbild.

Kleinere Kritikpunkte gibt es auch: Die Ikonografie ist nicht immer intuitiv, verdeckte Karten in der Hand lassen sich schlecht überblicken. Dennoch überwiegt der positive Eindruck. Denn Big Sur ist ein schnell aufgebautes Kartenspiel mit ansprechendem Thema und klarer Engine-Building-Mechanik. Wer Tableau-Aufbau und Ressourcenmanagement mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen – ideal für eine entspannte Runde mit bis zu vier Personen.


Big Sur: Auf einen Blick

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Big Sur ist ein Kartenspiel mit ruhigem Spielfluss, reizvollen Thema und einem zugänglichen Engine-Building-Element – besonders für Fans von Tableau-Aufbau und optisch ansprechenden Spielen empfehlenswert.

Autor: Mondo Davis | 25th Century Games | 2025 | 2 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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