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Oh my Socks! ist für den Bistrospill 2026 nominiert

24. August 2026 um 12:52
Oh my Socks! ist für den Bistrospill 2026 nominiert

Das KartenspielOh my Socks!“ von Helvetiq ist für den Bistrospill 2026 nominiert, teilte Vertriebspartner Hutter Trade mit. Der luxemburgische Preis zeichnet jährlich Spiele aus, die sich besonders für die gesellige Runde im Bistro oder Café eignen, vergeben von Spillfabrik gemeinsam mit dem Gastronomieverband HORESCA.

Von 76 eingereichten Titeln schafften es fünf auf die Nominierungsliste: neben Oh my Socks! sind das Auf die Eier (Game Factory), dnup (Asmodee), Pili Pili (ATM Gaming) und Sneaky (KENDi).

Design stammt von Antoine Bauza und Théo Rivière, Illustrationen von Camille Chaussy. Gespielt wird zu zweit bis zu fünft, ab 6 Jahren: Reihum ziehen und geben Spielende Karten weiter, um passende Sockenpaare zu sammeln. Am Ende zählt jedes Sockenmuster nur bei einer geraden Anzahl, eine ungerade Zahl bringt für dieses Muster keine Punkte. BGG bestätigt Mechanik und Regel deckungsgleich zur Pressemitteilung, nennt für die Spieldauer aber 15 bis 20 Minuten, während der Verlag rund 15 Minuten angibt.

Das Spiel ist laut Pressemitteilung bereits im Hutter Trade-Vertrieb im Handel, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 13 Euro. Wann das Komitee den Gewinner bekanntgibt, ist noch offen.

Von 2 Win bis Quando: 9 Kartenspiele im Schnelldurchlauf

16. August 2026 um 15:47

Kein Gesabbel – hier geht es direkt los mit der Vorstellung von neun Kartenspielen:

2 Win

Alle wählen gleichzeitig zwei ihrer Handkarten mit Werten von 1 bis 9 aus, um daraus eine zweistellige Zahl zu legen. Runde für Runde muss ich meine Zahl aus der Vorrunde überbieten. Der Kniff dabei: Ich darf nur dann Karten nachziehen, wenn ich bestimmte Bedingungen erfülle. Wenn ich beispielsweise eine Schnapszahl ablege oder die größte Zahl der Runde habe. Gehen mir die Karten aus, scheide ich aus. Wer in diesem feinen Spiel vorausschaut und taktisch agiert, hält am längsten durch und gewinnt.

2 Win

2 Win | Spiel für alle | Pegasus Spiele | Florian Racky | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | 10 bis 20 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)

Burst

Ein Spiel, das von Schadenfreude lebt: Die zentrale Kartenauslage explodiert, wenn die Summe aller Werte über 21 steigt. Wer das nicht verhindern kann, geht mit einer Null aus der Runde. Alle anderen schreiben die Summe ihrer Werte auf den Handkarten auf. Daraus ergibt sich ein Dilemma: Hohe Zahlen versprechen Punkte, erhöhen aber auch die Wahrscheinlichkeit der Knock-outs. Negative Werte, Zusatzaktionen und ein gutes Handkartenmanagement wirken zu meinen Gunsten – und mischen taktisches Gespür ins Kartenglück.

Burst | Spiel für alle | Pegasus Spiele | Cameron Ring, Corey Schrimpl, H. C. Schrimpl | 3 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | 25 bis 35 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★ (ordentlich)

Clear 4

Ein weiterer Uno-Klon, bei dem es schlicht darum geht, seine Karten loszuwerden? Nein! Clear 4 verlangt taktische Entscheidungen, ohne dabei kompliziert zu werden. Und es hat ein Zockerelement. Denn ein Teil meiner Karten wird zu Beginn als Auslage vor mir platziert. Vier Stapel mit jeweils drei Karten, nur die jeweils oberste ist aufgedeckt. Alle weiteren muss ich erst freispielen, wobei die untersten erst in dem Moment aufgedeckt werden dürfen, wenn ich mich zum Ausspielen genau einer dieser Karten entscheide. Aber wann? Die oberste Karte in der Mitte darf ich nicht überbieten, sonst muss ich alle Karten aus der Mitte aufnehmen. Hilfreich ist, in der Ablage ein Quartett zu bilden. Das räumt die Ablage ab und ich habe noch einen weiteren Zug. Ein cleverer Mechanismus!

Clear 4 | Spiel für alle | Schmidt Spiele | Joe & Christine Ward | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | 15 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)

Collect!

Wir legen glitzernde Tierkarten vor uns ab und nutzen deren Effekte. Ziel: Ich möchte vier gleiche Tiere nebeneinander in meiner Reihe liegen haben. Clever: Gefällt mir die gezogene Karte nicht, lege ich sie auf einen der beiden Stapel zurück und spiele die oberste des anderen Stapels aus. Bitte Memo-Modus einschalten! In manchen Durchgängen löst der Spielverlauf Emotionen aus, aber in vielen anderen eben auch nicht. Hmm.

Collect! | Spiel für alle | CMON | Jérémy Ducret und Johannes Goupy | 2 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | 15 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★ (ordentlich)

Ninety Nine

Der Titel gibt das Ziel vor: 99 (oder mehr) Punkte bedeuten den Sieg. Diese Punkte erhalte ich, indem ich farbige Zahlenkarten mit Werten von 0 bis 9 ablege. Zunächst eine in meine persönliche Auslage, danach so viele wie möglich auf drei zentrale Stapel. Die Regeln dafür wirken bürokratisch, sind aber schnell verinnerlicht. Je schneller und häufiger ich meinen regelmäßig aufzufüllenden Nachziehstapel leer spiele, desto mehr Punkte kassiere ich. Empfehlenswert ist es, direkt die Profi-Variante zu wählen. Denn dann erlebe ich mitunter Glücksgefühle durch eine Art belohnender Kettenzüge.

Ninety Nine | Spiel für alle | Kendi Games | Reinhard Staupe | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | 30 Minuten | Meine Bewertung: ★★ (ordentlich)

Odin

Wer sich durch die in der Startauflage grausige Spielanleitung durchgekämpft hat, wird mit einem guten Spiel belohnt. Um meine Handkarten loszuwerden, muss ich die Zahl meines Vorgängers erhöhen. Entweder, indem ich gleich viele Karten oder genau eine Karte mehr ausspiele. Wichtig: Spiele ich mehrere Karten aus, müssen entweder alle Zahlen oder alle Farben identisch sein. Die Krux dabei: Ich muss eine der zuvor abgelegten Karten auf die Hand nehmen. Lieber passen? Bei Odin ist auch Timing wichtig. Zumal jede Karte, die ich am Rundenende auf der Hand habe, einen Strafpunkt zählt. Hat jemand 15 Miese erreicht, wird final abgerechnet.

Odin | Spiel für alle | Helvetiq | Gary Kim, Hope S. Hwang, Yohan Goh | 2 bis 6 Personen | ab 7 Jahren | 15 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)

Paper World

In der Mitte sind mehrere Stapel, von denen ich mich bedienen darf. Entweder nehme ich alle Karten derselben Farbe oder alle mit derselben Zahl. Alternativ kann ich nach vergleichbaren Regeln meine gesammelten Handkarten auf persönliche Stapel in einem 3×3-Raster ausspielen, wobei jeder bei 1 beginnt und bestenfalls mit 5 endet – und selbstverständlich aus gleichfarbigen Karten mit aufsteigenden Werten bestehen muss. Wer effizient agiert, klug die Überspringen-Aktion nutzt und auch konkrete Ziele im Blick behält, gewinnt dieses wunderschön gestaltete Kartenspiel.

Paper World | Spiel für alle | Huch! | Alexandre Aguilar, Benoit Turpin | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | 20 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)

Quabbl

Vorwärts buchstabiert (FLUGZEUG), rückwärts buchstabiert (GUEZGULF) und jeweils zwei unterschiedliche Bildmotive – so werden bei Quabbl jeweils vier Karten für ein und denselben Begriff gestaltet. Nach und nach werden die Karten aufgedeckt. Sobald ein mögliches Paar sichtbar ist, gilt es, auf die schon länger im Kartenpool offen liegende Karte zu schlagen. Ein lustiges Reaktionsspiel, das typisch ist für den Anfang des Jahres 2026 verstorbenen Autors Jacques Zeimet. Wer so etwas kann, mag es. Wer so etwas nicht kann, guckt dumm aus der EHCSÄW.

Quabbl | Spiel für alle | Drei Magier | Jacques Zeimet | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | 15 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★ (ordentlich)

Quando

Am Ende eines Durchgangs sollte die Summe meiner Karten am kleinsten sein, um keine Strafpunkte zu kassieren. Bin ich dran, lege ich entweder Straßen aus drei Karten oder mehrere Karten mit identischem Wert ab. Was ich auch tue, danach muss ich eine Karte nachziehen. Und nun wird der Umstand wichtig, dass die Karten beidseitig mit unterschiedlichen Zahlen bedruckt sind. Gefällt mir die sichtbare Zahl auf dem Nachziehstapel nicht, nehme ich sie mit der anderen Seite auf die Hand. Schön ist der Ärgerfaktor: Spielt jemand einen Drilling aus, müssen alle anderen eine Null umdrehen. Spielt sich schnell und hat eine schöne taktische Note.

Quando | Spiel für alle | Kendi Games | Jannik Walter, Reinhard Staupe | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | 20 Minuten | SpielanleitungMeine Bewertung: ★★★ (gut)

Cosmo

26. Juni 2026 um 16:00

Helvetiq, 2026
Autor: Kaya Miyano
1–5 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 15 Minuten

Fünf Karten liegen vor euch, doch sicher ist erst einmal wenig. In der Mitte seht ihr ein paar Crewmitglieder, außen lauern verdeckte Überraschungen. Vielleicht steckt in diesem Stapel genau die Karte, die eure Marsmission rund macht. Vielleicht greift ihr aber auch daneben und schaut kurz später neidisch zu, wie jemand anderes mit einem besseren Team abhebt. „Cosmo“ verpackt klassische Kartenkombinationen in ein kleines Weltraumabenteuer, bei dem ihr Crewmitglieder sammelt und am Ende möglichst starke Sets vorweisen wollt. Thematisch ist das leicht, freundlich und eher angedeutet als tief ausgespielt. Ihr fühlt euch nicht wie in einer großen Raumfahrt-Simulation, sondern eher wie in einem schnellen Auswahlverfahren für die kurioseste Crew Richtung Mars. Das passt zum Format. Dieses Spiel will nicht ausufernd erzählen, sondern in wenigen Minuten eine kleine Spannungskurve bauen. Die Idee trägt vor allem deshalb, weil sie vertraute Muster mit Unsicherheit mischt. Ihr erkennt schnell, worauf ihr hinarbeitet, aber nie ganz, ob der nächste Griff wirklich der richtige ist.

In euren Zügen wählt ihr Karten aus Auslagen, bei denen nicht alles offenliegt. Einige Informationen habt ihr also, andere müsst ihr einschätzen. Aus diesen Karten versucht ihr eine möglichst starke Kombination zu formen. Wer Pokerhände kennt, findet sofort Orientierung. Wer sie nicht kennt, kommt trotzdem schnell hinein, weil die Wertigkeiten überschaubar bleiben und das Spiel nicht lange mit Regeln aufhält. Der Reiz entsteht in den kleinen Entscheidungen. Nehmt ihr die Auslage, die schon ziemlich ordentlich aussieht? Oder hofft ihr darauf, dass eine verdeckte Karte daraus noch etwas richtig Starkes macht? Manchmal ist die sichere Wahl vernünftig, manchmal lockt der riskantere Griff. Genau aus dieser Unsicherheit zieht das Spiel seine Energie. Zu viert läuft das angenehm flott, weil genug am Tisch passiert, ohne dass ihr lange warten müsst. Ihr schaut, was die anderen nehmen, ahnt vielleicht, worauf sie hinauswollen, und hofft gleichzeitig, dass eure eigene Crew am Ende mehr kann, als sie auf den ersten Blick verspricht. Die Überraschungen beim Aufdecken sind dabei wichtig. Sie sorgen nicht für dramatische Jubelstürme, aber immer wieder für kleine, schöne Momente. Mal kippt eine vermeintlich schwache Auslage doch noch ins Gute. Mal entpuppt sich eine mutige Wahl als ziemlicher Griff ins Leere. Das ist kein tiefes Taktieren, aber ein lebendiger Rhythmus aus Beobachten, Abwägen und Hoffen.

„Cosmo“ ist ein gutes, nettes Spiel für zwischendurch. Genau dort liegt seine Stärke, aber auch seine Grenze. Es erklärt sich schnell, spielt sich zügig und verlangt niemandem lange Konzentrationsphasen ab. Dadurch eignet es sich sehr gut für Familien, lockere Runden, Reisen oder als kurzer Auftakt und Absacker. Wer ein leichtes Kartenspiel sucht, das mehr bietet als bloßes Kartenziehen, bekommt hier eine angenehme Mischung aus Glück, Einschätzung und kleinen Bluffmomenten. Glück spielt spürbar mit. Das lässt sich nicht wegdiskutieren und gehört hier zum Kern des Spiels. Ihr könnt nicht alles planen, und manchmal entscheidet eine verdeckte Karte mehr, als euch lieb ist. Trotzdem fühlt sich das Spiel nicht völlig beliebig an. Die Wahl der Auslage, das Einschätzen der sichtbaren Karten und der Blick auf die Möglichkeiten der anderen geben euch genug Anlass, bewusst zu entscheiden. Es ist eher ein Spiel des guten Bauchgefühls als der langen Analyse. Besonders gut funktioniert das zu viert. In dieser Besetzung entsteht genug Konkurrenz, ohne dass der Ablauf zäh wird. Die Downtime bleibt gering, der Spielfluss angenehm direkt. Interaktion entsteht weniger durch harte Angriffe als durch Beobachtung und Vergleich. Ihr nehmt euch nicht ständig etwas kaputt, aber ihr merkt, dass jede Entscheidung auch davon abhängt, was die anderen vermutlich sammeln. Das Material ist funktional und in Ordnung. Die Karten erfüllen ihren Zweck, die Übersicht bleibt gewahrt, und die kleinen Schachteln von Helvetiq haben ihren eigenen Charme. Sie machen das Spiel handlich und sympathisch. Große Materialbegeisterung löst das zwar nicht aus, aber für ein kompaktes Kartenspiel passt die Ausstattung. Entscheidend ist eher, dass alles schnell auf dem Tisch ist, schnell verstanden wird und ebenso schnell wieder verstaut werden kann. Wer allerdings spielerische Tiefe, starke Kontrolle oder langfristige Entwicklung sucht, wird hier nicht glücklich. Dafür ist „Cosmo“ zu leicht, zu kurz und zu sehr auf den Moment gebaut. Auch das Thema bleibt eher Kulisse als tragende Erfahrung. Doch als kleines, lockeres Kartenspiel funktioniert es überzeugend genug, um gern wieder hervorgeholt zu werden. Wenn ihr schnelle Spiele mögt, bei denen eine Partie nicht viel erklärt, aber ein paar nette Überraschungen bereithält, seid ihr hier richtig. Für Gruppen, die unkomplizierte Unterhaltung mit einem Schuss Risiko suchen, ist dieses Spiel besonders geeignet.

Oh my socks

12. Juni 2026 um 16:00

Helvetiq, 2025
Autoren: Antoine Bauza & Théo Rivière
2–5 Spieler:innen, ab 6 Jahre, 15 Minuten

Eine Socke liegt schon brav im passenden Stapel, die nächste wandert durch die Runde und plötzlich stellt sich diese kleine, gemeine Frage: Wollt ihr wirklich noch eine davon haben? In „Oh my socks!“ geht es um ein vertrautes Haushaltsdrama im Kartenformat. Socken verschwinden, tauchen doppelt auf, landen bei den falschen Leuten und sollen am Ende möglichst ordentlich sortiert sein. Das Spiel nimmt diese einfache Idee und macht daraus einen sehr zugänglichen Absacker. Ihr sammelt Socken in eurer Auslage, aber nicht jede zusätzliche Karte ist automatisch gut. Entscheidend ist, dass am Ende gerade Mengen gleicher Socken zählen. Zwei sind schön, vier sind besser, drei oder fünf können dagegen ärgerlich sein. Genau daraus entsteht der Reiz. Das Thema ist nicht bloß Dekoration, sondern erklärt sofort, warum einzelne Socken nerven und Paare erfreuen.

Ihr zieht Karten, entscheidet euch für eine davon und gebt eine andere weiter. Das klingt zunächst harmlos, entwickelt aber schnell kleine Spitzen. Denn ihr schaut nicht nur auf eure eigene Auslage, sondern auch auf die der Mitspieler:innen. Wer braucht gerade dringend noch eine bestimmte Socke? Wem würdet ihr mit dieser Karte ein Paar schenken? Und wem könnt ihr vielleicht eine Socke zuschieben, die aus einem wertvollen Zweier plötzlich einen wertlosen Dreier macht? Gerade zu viert entsteht dadurch ein schöner Fluss. Die Züge sind kurz, niemand wartet lange und trotzdem passiert am Tisch genug, um aufmerksam zu bleiben. Das Spiel lebt von diesen kleinen Momenten, in denen eine scheinbar harmlose Karte plötzlich Bedeutung bekommt. Manchmal nehmt ihr die sichere Karte für euch selbst. Manchmal ist es reizvoller, jemand anderem eine unbequeme Socke weiterzugeben. Und manchmal hofft ihr einfach, dass die nächste Karte eure Auslage wieder geradebiegt. Glück spielt natürlich mit. Ihr könnt nicht kontrollieren, welche Karten kommen und wann die Partie endet. Trotzdem fühlt sich das Spiel nicht beliebig an, weil die Entscheidungen am Tisch Gewicht haben. Wer nur auf sich schaut, verschenkt Möglichkeiten. Wer dagegen beobachtet, welche Muster bei den anderen liegen, kann mit einfachen Mitteln kleine Wendungen auslösen. Das ist kein großes Taktikfeuerwerk, aber für ein kurzes Kartenspiel genau die richtige Menge an Entscheidung.

„Oh my socks!“ überzeugt vor allem dadurch, dass es sofort verständlich ist und trotzdem nicht völlig von allein läuft. Die Regeln sind schnell erklärt, die Partie kommt ohne Anlaufzeit in Gang, und nach wenigen Zügen ist klar, worauf ihr achten müsst. Das macht das Spiel besonders stark für Runden, die etwas Leichtes für zwischendurch suchen, aber keine reine Glücksnummer auf den Tisch legen wollen. Am besten funktioniert das Spiel, wenn ihr Lust habt, euch gegenseitig im Blick zu behalten. Die Interaktion ist freundlich gemein, aber nicht zerstörerisch. Ihr könnt anderen eine unpassende Socke zuschieben, doch der Schaden bleibt klein genug, dass daraus eher Gelächter als Frust entsteht. Zu viert trägt diese Dynamik sehr gut, weil genug Karten durch die Runde wandern und die Entscheidungen nicht nur aus Selbstoptimierung bestehen. Die Downtime bleibt gering, der Spielfluss ist angenehm flott. Die Schwäche liegt in der Natur des Spiels. Wer viel strategische Tiefe, langfristige Planung oder starke Kontrolle sucht, wird hier nicht lange verweilen. Auch der Wiederspielreiz lebt weniger von neuen Entdeckungen als von der lockeren Tischstimmung. Das ist kein Spiel, das einen Abend allein trägt. Es ist eines, das zwischen zwei größeren Spielen, nach dem Essen oder als schneller Einstieg sehr gut funktioniert. Das Material ist solide, die Gestaltung freundlich und klar genug, um die Sockenmuster gut auseinanderzuhalten. Besonders sympathisch bleibt die kleine Helvetiq-Schachtel, die wenig Platz braucht und genau zu dieser Art Spiel passt. Haptisch wirkt das Ganze unaufgeregt, aber ordentlich. Es ist kein Materialfest, aber es erfüllt seinen Zweck und unterstützt den schnellen, unkomplizierten Charakter. Unterm Strich ist „Oh my socks!“ ein schöner Absacker mit einem gut greifbaren Kniff. Wenn ihr kurze Kartenspiele mögt, bei denen ihr nicht nur eure eigene Auslage sortiert, sondern auch mit einem Auge auf die anderen schaut, werdet ihr hier viel Freude haben. Für Familien, Gelegenheitsspieler und lockere Runden ist das Spiel eine klare Empfehlung für zwischendurch. Wer dagegen Tiefe und große Spannungsbögen sucht, sollte die Socken lieber im Schrank lassen.

Reisespiele 2026: Neuheiten für unterwegs

Endlich Urlaubszeit! Egal ob lange Fahrten im Zug, Wartezeiten am Flughafen oder gemütliche Spielabende in der Ferienwohnung – ein gutes Spiel im Gepäck darf nicht fehlen. Oft ist der Platz im Koffer jedoch begrenzt, weshalb große Schachteln meistens zu Hause bleiben müssen.

In diesem Beitrag möchten wir euch eine Liste von acht neuen, kompakten Spielen vorstellen, die sich gut als Reise- oder Mitnehm-Spiele für die ganze Familie eignen.

Die Auswahl ist abwechslungsreich und bietet für jeden Geschmack das Richtige: Wer gerne kreativ mit Wörtern und Bildern umgeht, wird an dem Memo-Spiel „Wort im Wort“ Freude haben. Für Action, Hektik und Reaktionen sorgen hingegen das Echtzeit-Spiel „Fußball Ligretto“ und der Klatsch-Wettbewerb „Mücken drücken“.

Wer es lieber etwas ruhiger und taktischer mag, kommt bei Kartenduellen wie der Golf-Clubmeisterschaft „Golfie“, dem Samurai-Kartenspiel „Makoto“ oder dem Zwei-Personen-Wettstreit der Baumeister in „Turm: Das Duell“ voll auf seine Kosten. Abgerundet wird die Empfehlungsliste durch das Stichspiel „Cat Trick“ und die kooperative Team-Herausforderung „Top Drop“.

Hier kommt die Übersicht zu diesen acht kleinen Spiele-Highlights, die in jedes Handgepäck passen und auf eurer nächsten Reise garantiert keine Langeweile aufkommen lassen!

Noch mehr Empfehlungen für „Brettspiele unterwegs“ findet ihr in unserer Reisespiele-Liste 2023.

Bei einigen Empfehlungen findest du Amazon-Links. Wenn du darüber einkaufst, unterstützt du unsere Arbeit – ohne Mehrkosten für dich.

Neue Reisespiele 2026 – los geht’s:

Fußball Ligretto

Britta Fiore | 2026 | Schmidt Spiele | 2 bis 4 Personen | ab 7 Jahren | bis 15 Minuten

Darum geht’s: Anpfiff fürs Karten-Chaos! Bei Fußball Ligretto ist Tempo gefragt, denn hier wartet ihr nicht ab, bis ihr an der Reihe seid. Stattdessen spielen alle Beteiligten gleichzeitig in zwei Teams (Rot gegen Blau) um den Sieg. Euer Ziel ist es, so schnell wie möglich einen Treffer zu erzielen. Sobald der „Ball“ in Form einer Karte mit der Zahl 4 im Spiel ist, durchsucht ihr hektisch eure Auslage nach passenden Anschlusskarten. Angriff und Verteidigung wechseln dabei auf dem Tisch blitzschnell, während ihr Symbole wie Trillerpfeifen, Pokale, Eckfahnen oder Torwarthandschuhe aufeinanderlegt, um den Gegnern den Ball abzujagen oder selbst vor das Tor zu ziehen. Wer behält die Nerven und knallt im richtigen Moment die rettende Torkarte auf den Stapel? Das Team, das in diesem Wettstreit zuerst drei Tore schießt, holt sich den Sieg.

Unsere Einschätzung: Neuauflage des hektischen Ligretto-Feelings als Fußballspiel. Das Spielen in Mannschaften und Passen des Balls an das entsprechende Teammitglied startet zunächst gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Runden wird’s ein kurzweiliger Spaß. Den Stress am Spieltisch muss man aber mögen.

  • Ligretto, das rasante Kartenspiel. Jetzt mit massig Torchancen! Zwei Mannschaften treten in einer turbulenten Partie gegeneinander an. Wer legt die Karten am schnellsten ab, bleibt am Ball und schießt die meisten Tore?
  • Geschwindigkeit, gute Kombinationsgabe und schnelles Reaktionsvermögen sind hier gefragt
  • ab 7 Jahren
  • für 2 bis 4 Spieler
  • circa 10 Minuten Spieldauer

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Cat Trick

Nagi-an | 2026 | Helvetiq | 3 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Darum geht’s: Miau! In diesem raffinierten Stichspiel schlüpft ihr in die Rolle kleiner, verspielter Kätzchen, die am liebsten jedes verfügbare Spielzeug für sich allein beanspruchen würden. Euer Ziel ist es, fünf verschiedene Spielzeuge (dargestellt in fünf Farben) zu sammeln, indem ihr reihum Karten ausspielt und Stiche gewinnt. Wer die höchste Trumpfkarte oder die höchste Karte der angespielten Farbe in die Mitte legt, schnappt sich die Beute. Aber Vorsicht, denn Gier wird sofort bestraft: Wer zu viele Karten von derselben Sorte ansammelt – genauer gesagt vier oder mehr einer Farbe –, muss seine hart verdiente Beute plötzlich an die restlichen Mitspielenden verteilen. Schlaue Katzen wissen also genau, wann sie am besten auf der Lauer liegen, Karten durchlassen und wann sie im richtigen Moment zuschlagen müssen. Es gewinnt nicht, wer die meisten Stiche macht, sondern wer am Ende den komplettesten Spielzeugmix besitzt.

Unsere Einschätzung: Mini-Karten, großes Miau-Vergnügen bei Cat Trick! Die Lokalisation des japanischen Spiels „Take that Toy“ fügt der beliebten Mechanik des Stichspiels eine raffinierte Facette hinzu. Mit ganz wenigen Regeln gelingt ein taktisch geprägtes Ringen um viele, aber bloß nicht zu viele Karten einer bestimmten Farbe.

Mücken drücken

Reiner Knizia | 2025 | Denkriesen | 2 bis 7 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten

Darum geht’s: Auf die Plätze, fertig, klatschen! Bei Mücken drücken sind Reaktionsschnelligkeit und ein wachsames Auge entscheidend. Eine Person übernimmt die aktive Rolle des Dealers und deckt zügig nacheinander Insektenkarten auf einem offenen Stapel in der Tischmitte auf. Sobald diese Auslage für euch lohnend aussieht, heißt es: Blitzschnell mit der Hand auf den Pott hauen und sich die Karten sichern! Aber schaut vor dem Zuschlagen genau hin, was da alles kreucht und fleucht: Süße kleine Mücken bringen euch wertvolle Pluspunkte, während andere lästige Krabbeltiere Minuspunkte bedeuten. Sammelt Insektenpärchen, schnappt euch die fette Fliegenfalle zur richtigen Zeit oder fangt die Bruzzler, um euer Punktekonto im Blitztempo aufzuladen. Wer nach drei Runden die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt diesen Klatsch-Wettbewerb.

Unsere Einschätzung: Passt gut in eine Runde mit spielerfahrenen Kindern, solange niemand zu verbissen ans Werk geht. Beim Klatschen und Sammeln von bestimmten Mengen bzw. Kartenpaaren helfen ein gutes Gedächtnis, aber auch die nötige Portion Glück, wenn ganz am Ende ausgezählt und mitunter überraschende Ergebnisse auf euch warten.

Turm – Das Duell

Heiko Eggers | 2026 | Jimeggz | 2 Personen | ab 12 Jahren | bis 90 Minuten

Darum geht’s: Tretet an zum Duell der Baumeister! In diesem Zwei-Personen-Spiel errichtet ihr in der Tischmitte gemeinsam acht Türme aus Plättchen. Das Ziel jedes Spielers ist es, zügig seinen persönlichen verdeckten Nachziehstapel fehlerfrei abzubauen. Ihr legt eure Turmkarten von 0 bis 12 aufsteigend auf die Bauplätze oder auf sogenannte Lagerplätze (dort im Farbwechsel und absteigend!). Passt eine gezogene Karte momentan absolut nicht, müsst ihr sie notgedrungen in einem Zwischenlager parken (sie kommt später wieder auf die Hand). Wer die wichtigen Bau-Stufen 4, 8 oder 12 eines Turms vollendet, wird sofort mit Goldnuggets belohnt! Mit diesem wertvollen Gold könnt ihr Sonderaktionen freischalten, wie zum Beispiel blockierende Karten aus dem Depot entfernen oder sogar das Zwischenlager blockieren. Sobald eine Person alle Plättchen losgeworden ist, endet das Spiel. Wer dann das meiste Gold gescheffelt hat, gewinnt das Bau-Duell.

Unsere Einschätzung: Tolles Design (Verpackung als aufklappbares Spielfeld), aber länglich und repetitiv im Ablauf. Wenig Taktik möglich – man wartet meist auf passende Karten und sollte die Möglichkeit fürs Ablegens nicht verpassen. Anleitung mit Schwächen.

  • TAKTISCHES 2-SPIELER-SPIEL: TURM - Das Duell ist ein strategisches Kartenspiel für zwei Spieler mit einfachen Regeln und hoher Spannung, bei dem jede Entscheidung den Spielverlauf beeinflusst. Das Spiel wird im Verlauf komplexer und bis zum Schluss kann sich das Blatt noch komplett wenden.
  • SPIELPRINZIP: Baut gemeinsam Türme, blockiert strategisch wichtige Felder und sammelt wertvolle Goldnuggets, um deinen Gegner zu übertreffen und das Spiel zu gewinnen.
  • STYLISCHES DESIGN: Das Spiel kommt mit einem detailreich gestalteten Turm-Verpackung im Steinmauer-Look, der perfekt zum mittelalterlichen Thema passt und als praktische Aufbewahrung dient.
  • KOMPLETTES SPIELSET: Enthält einen dekorativen Turm-Box Spielkarten mit mittelalterlichen Motiven und alles, was für ein spannendes Strategiespiel benötigt wird.
  • SCHNELLER SPIELEINSTIEG: Dank einfacher Regeln und maximaler Spannung ist TURM - Das Duell ideal für Spieleabende, bei denen taktisches Geschick und strategisches Denken gefragt sind.

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Top Drop

Simona Greco, Marco Rava | 2026 | Helvetiq | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten

Darum geht’s: Stellt euch gemeinsam der Herausforderung! Im kooperativen Kartenspiel Top Drop spielt ihr nicht gegeneinander, sondern zieht als Team an einem Strang. Euer gemeinsames Ziel: alle 60 Zahlenkarten sicher und fehlerfrei auf den zentralen Ablagestapel zu spielen. Der Haken an der Sache ist eine beidseitige Richtungskarte, die euch vorgibt, ob ihr die Zahlen in aufsteigender (UP) oder absteigender (DOWN) Reihenfolge ablegen müsst. Eure Rettung in der Not sind spezielle Aktionskarten, mit denen ihr die Spielrichtung umdrehen, die strengen Vorgaben durch einen Farbwechsel kurzzeitig brechen oder einfach mal aussetzen könnt, wenn gar nichts mehr geht. Kommuniziert miteinander (ohne eure genauen Zahlen oder Farben zu verraten) und meistert eine Runde Top Drop.

Unsere Einschätzung: Ruhiges, gemeinsames Spielen ohne große Höhepunkte. Der Vorteil ist die handliche Minibox, die man problemlos überall hin mitnehmen und eine Runde zocken kann.

Makoto

Simon Weinberg | 2026 | Huch | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten

Darum geht’s: Reist als einsame Krieger – sogenannte Ronin – durch das historische Japan und beweist auf dem Schlachtfeld eure Aufrichtigkeit! Makoto ist ein taktisches Kartenspiel, bei dem ihr eure Handkarten so geschickt wie möglich loswerden müsst. Wenn ihr am Zug seid, spielt ihr entweder Karten mit gleichen Werten oder legt aufsteigende Zahlenreihen aus. Wichtig ist dabei nur eine eiserne Regel: Eure gespielte Kombination muss immer höher und stärker sein als die, die gerade ausliegt! Wer die Vorgabe nicht mehr überbieten kann, muss passen. Die letzte Person, die in einer Runde nicht gepasst hat, streicht alle in der Tischmitte liegenden Karten für die spätere Punktewertung ein. Doch wählt weise, wann ihr angreift, denn nicht jede Karte bringt am Ende wertvolle Punkte. Wer als Erster seine komplette Hand leerspielt, kassiert zudem noch einen Punktebonus für die Endwertung.

Unsere Einschätzung: Wer Krass kariert kennt, besitzt und mag, braucht eigentlich kein Makoto. Der Vorgänger verzichtete auf ein aufgesetztes Thema und glänzte mit flottem Ablauf und eingängigen Regeln. Beides vermissen wir bei Makoto.

Golfie

Jimmy Dorion | 2025 | Huch | 1 bis 8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Darum geht’s: Willkommen auf dem satten Grün! Bei Golfie liefert ihr euch ein Kartenduell, bei dem es ganz wie im echten Golf darum geht, nach 9 oder 18 Löchern die niedrigste Punktzahl zu haben. Jeder startet mit einem 3×3-Raster aus verdeckten Schlag-Karten, von denen zu Beginn zwei aufgedeckt werden. Wer am Zug ist, zieht die oberste Karte vom Aktionsstapel, die verschiedene Handlungen vorgibt: Sogenannte Zonenkarten zeigen exakt, an welcher Position in eurem Raster ihr eine Karte aufdecken oder mit einer benachbarten Karte vertauschen müsst. Zieht ihr das Golf Cart, dürft ihr diese Aktionen an einer völlig beliebigen Stelle eurer Auslage ausführen. Euer Ziel beim Aufdecken und Verschieben: Sobald drei offene Karten mit demselben Wert horizontal oder vertikal in einer Reihe liegen, bildet ihr eine Combo. Diese Karten werden abgeräumt, neue rücken nach, und die Combo verringert euer Endergebnis um zwei wertvolle Punkte. Zieht ihr hingegen eine Einlochen-Karte, müsst ihr eine Karte eurer obersten Reihe für euren Score auf dem Wertungsblock notieren. Die Aktionskarte Letztes Loch funktioniert genauso, markiert aber zusätzlich das Ende der aktuellen 9-Loch-Runde.

Unsere Einschätzung: Simples Kartenspiel mit Anleihen bei Skyjo, Hilo und Co. Zu glückslastig, um wirklich ein Rennen um die niedrigste Schlagzahl zu werden. Wer zur falschen Zeit eine Einlochkarte aufdeckt und in der oberen Reihe nur hohe Werte liegen hat, ist schnell frustriert.

  • 🏌️‍♂️ SPIELSASS AUF DEM GOLFPLATZ: Mit dem Kartenspiel GOLFIE erwartet dich eine amüsante Herausforderung, bei der du die wenigsten Schläge erzielen und gewinnen musst.
  • ♟ ALLE SPIELEN GLEICHZEITIG: Das FAMILIENSPIEL AB 8 ist schnell erklärt und bietet durch die verdeckten Karten und Strategieoptionen stets spannende Partien.
  • 👨‍👩‍👧‍👦 IDEALES KARTENSPIEL AB 8: Optimal geeignet für gesellige Runden mit Familie oder Freunden, für 1 bis 8 Spieler ab 8 Jahren und ca. 25 Minuten Spielzeit.
  • 📖 KURZANLEITUNG: 1. Karten aufdecken und hohe Werte entfernen | 2. Niedrige Werte gezielt nach vorne bringen | 3. Nach 18 Bahnen gewinnt der niedrigste Punktestand
  • ✨ Spiele-Fans aufgepasst! Ihr sucht neue Highlights für den nächsten Spieleabend, Geburtstag, Party oder Familienfeier? Bei uns findet ihr euer nächstes Lieblingsspiel! Hutter Trade ist ein süddeutscher Spieleverlag, der neben HUCH! viele weitere tolle Marken im Sortiment führt - Abwechslung garantiert!

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Wort im Wort

Steffi-Maria Schlinke | 2026 | Piatnik | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten

Darum geht’s: Bei „Wort im Wort“ deckt ihr, wie bei einem klassischen Memo-Spiel, reihum Plättchen in der Tischmitte auf und sucht nach den passenden Paaren. Der Clou dabei ist: Die gesuchten Begriffe müssen sich wortwörtlich und komplett ineinander verstecken. Findet ihr zum Beispiel die kleine EULE in der großen KEULE? Oder könnt ihr das ROT im BROT entdecken? Neben diesen Beispielen gibt es insgesamt 27 solcher außergewöhnlicher und lustiger Bildpaare freizulegen. Wer ein passendes Paar aufdeckt, darf es behalten und ist direkt noch einmal an der Reihe. Das Spiel endet sofort, wenn alle Paare gefunden wurden. Wer dann den größten Stapel an Memo-Plättchen vor sich liegen hat, gewinnt dieses Gedächtnisspiel, bei dem die jüngeren Mitspieler bei uns am Tisch wie immer die Nase vorn hatten.

Unsere Einschätzung: Memo-Idee, bei der man bildlich um die Ecke denken muss, um ein Pärchen zu finden. Einzig die viel zu große Schachtel (für das, was drin liegt = sehr kleine dünne Pappkärtchen) enttäuscht.

  • Neue und herausfordernde Memo-Variante
  • Nach "Old & New" und "Eindeutig Zweideutig" ein neues Memo
  • Für Jung und Alt gleichermaßen geeignet

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Taco Loco

03. Oktober 2025 um 16:00

Helvetiq, 2025
Autor: Treo Game Designers
2–5 Spieler:innen, ab 7 Jahre, 15 Minuten

Bei „Taco Loco“ dreht sich alles um einen wilden Taco-Wettstreit. Stellt euch vor, ihr sitzt an einem langen Tisch voller Zutaten, und jede Karte, die ihr spielt, würzt euren eigenen Taco. Doch Vorsicht: Ein echter Taco darf nicht überladen sein. Genau darum geht es in diesem kleinen Kartenspiel. Ihr versucht, Zutaten so zu kombinieren, dass der Wert eures Stapels exakt bei elf liegt. Klingt simpel, aber genau darin steckt die Würze. Denn wer übertreibt, muss den ganzen Stapel selbst schlucken. Das Thema ist herrlich leichtfüßig, ein Stück kulinarischer Spaß am Spieltisch. Es ist kein episches Abenteuer, sondern ein kurzer Ausflug in eine bunte Taco-Welt, die sofort ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Gerade in Zeiten, in denen viele Spiele ernst und komplex daherkommen, wirkt dieser Ansatz erfrischend verspielt.

Jede Person startet mit drei Handkarten, die Zutaten oder Spezialeffekte zeigen. Zutatenkarten tragen Zahlenwerte, die den aktuellen Taco-Stapel wachsen lassen. Spezialkarten bringen überraschende Wendungen, sie setzen den Stapel etwa direkt auf null oder schieben ihn sofort auf elf. Ziel ist es, den eigenen Stapel so zu steuern, dass er genau die Summe elf erreicht. Gelingt das, darf man den Stapel bei jemand anderem ablegen. Wer jedoch über das Limit hinausgeht, muss den ganzen Stapel selbst nehmen. Reihum wird gespielt, Karte für Karte, stets gefolgt von einem Nachziehen. Eine Partie dauert kaum länger als fünfzehn Minuten und bleibt damit immer knackig. Das Spielgefühl ist geprägt von Spannung und Lachen. Ihr schwankt zwischen dem Mut, eine riskante Karte zu legen, und der Vorsicht, keine Kartenbombe zu kassieren. Der Ablauf ist dabei so eingängig, dass selbst Kinder nach kurzer Erklärung sofort mitmischen können. Und weil jede Runde neue Karten bringt, bleibt das Spiel unberechenbar und lebendig.

„Taco Loco“ überzeugt vor allem durch seine Einfachheit und seine Spielfreude. Das Regelwerk ist in wenigen Minuten verstanden, die Einstiegshürde praktisch nicht vorhanden. Genau deshalb eignet es sich hervorragend als Aufwärmer oder Absacker. Besonders gelungen ist die Mischung aus Glück und kleinen taktischen Entscheidungen. Wann lohnt es sich, eine Spezialkarte einzusetzen? Wann geht ihr bewusst das Risiko ein, um den Taco-Stapel loszuwerden? Solche Momente sorgen für lebendige Tischrunden. Die Materialqualität ist ordentlich, die Karten sind stabil und mit farbenfrohen Illustrationen versehen, die das mexikanische Flair freundlich unterstreichen. Kein Luxusprodukt, aber absolut zweckmäßig und langlebig. Kritik verdient allenfalls die hohe Glückslastigkeit, die in manchen Runden für Frust sorgen kann, wenn man wiederholt Pech zieht. Für Vielspieler:innen, die tiefe Strategien erwarten, wird es sicher zu leichtgewichtig sein. Doch für Familien, Gelegenheitsspieler:innen und gesellige Abende ist es genau richtig. Mein Fazit: Taco Loco ist kein Gourmetmenü, sondern ein Snack. Aber was für einer. Schnell, würzig und mit einem guten Schuss Spaß.

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