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Meine zwölf Lieblingsrennspiele auf dem Brettspieltisch

Ich liebe Rennspiele! Sie leben vom Tempo, von Spannungskurven und davon, dass sich eine Partie selten nur im Kopf abspielt. Man fiebert mit. Man kommentiert. Man ärgert sich. Und oft erinnert man sich noch Tage später an genau diese eine Zielankunft.

Kaum ein Genre erzeugt am Spieltisch so unmittelbar Emotionen wie Rennspiele. Es gibt nur wenige Momente im Brettspielbereich, die sich so physisch anfühlen wie eine letzte Kurve in Heat, ein perfekt vorbereiteter Zielsprint in Flamme Rouge oder das kollektive Geschrei, wenn bei Camel Up plötzlich drei Kamele gleichzeitig übereinander getragen werden und sämtliche Wetten wertlos sind.

Rennspiele leben vom Tempo, von Spannungskurven und davon, dass sich eine Partie selten nur im Kopf abspielt. Man fiebert mit. Man kommentiert. Man ärgert sich. Und oft erinnert man sich noch Tage später an genau diese eine Zielankunft.

Gerade deshalb ist das „Rennspiel“ auch kein einheitliches Genre. Manche Spiele versuchen, Geschwindigkeit und Fahrzeugkontrolle live auf den Tisch zu bringen. Andere interessieren sich viel stärker für das Drumherum: das Publikum, die Wetten, das Chaos oder die gemeinsame Stimmung am Tisch. Und wieder andere funktionieren hervorragend mit Kindern, weil sie Rennen mit einfachen Regeln familiengerecht umsetzen.

Die folgenden zwölf Spiele decken genau diese Bandbreite ab. Nicht als bloße Bestenliste, sondern als Überblick darüber, warum Rennspiele seit Jahren zu meinen liebsten Spielerfahrungen gehören.

Rennsimulationen: Wenn sich Geschwindigkeit plötzlich echt anfühlt

Heat – Pedal to the Metal, Flamme Rouge, Rallyman GT/Dirt

Die besten Rennsimulationen schaffen etwas Schwieriges: Sie lassen uns Entscheidungen treffen, die nicht abstrakt bleiben, sondern sich direkt auf das Spielgeschehen auswirken. Genau deshalb funktionieren Spiele wie Heat – Pedal to the Metal, Flamme Rouge oder die beiden Rallyman-Varianten so gut.

Heat – Pedal to the Metal: Rezension Aufmacher
Heat – Pedal to the Metal: Mix aus Kontrolle und Risiko

Bei Heat: Pedal to the Metal entsteht dieses Gefühl vor allem über das brillante Handkarten-Management. Wer aggressiv fährt, produziert durch Hitzekarten Probleme für später. Wer zu vorsichtig bleibt, verliert den Anschluss. Die Kurven werden dadurch automatisch zu kleinen Nervenzentren jeder Partie. Man sieht genau, was passieren müsste, um noch die Kurve passieren zu können — und weiß gleichzeitig, dass eine einzige falsche Entscheidung das Deck mit nutzlosen Hitzekarten verstopfen kann. Das Spiel erzeugt damit genau jene Mischung aus Kontrolle und Überforderung, die man mit klassischen Motorsportbildern verbindet. Besonders beeindruckend ist dabei, wie zugänglich das Ganze bleibt. Heat erklärt sich erstaunlich schnell, obwohl es sich wie ein deutlich komplexeres Rennspiel anfühlt.

Flamme Rouge: Wer permanent im Wind fährt, erschöpft sich.

Ganz anders arbeitet Flamme Rouge. Hier gibt es keine Motoren, keine spektakulären Manöver und keine Würfelorgien. Stattdessen geht es um Windschatten, Kräfteverschleiß und Timing. Das Spiel versteht den Straßenradsport erstaunlich gut und setzt jede Menge Elemente eines echten Radrennens thematisch um. Wer permanent vorne fährt, erschöpft sich. Wer zu lange wartet, verliert die entscheidenden Meter. Gerade diese Dynamik sorgt dafür, dass sich Partien oft wie echte Radrennen entwickeln: lange kontrollierte Phasen, kleine Gruppenbildungen und plötzlich ein explosiver Endspurt. Besonders schön ist, wie elegant das System funktioniert. Die Regeln verschwinden nach wenigen Minuten beinahe vollständig hinter dem eigentlichen Rennen.

Interessant ist, dass sich Heat und Flamme Rouge trotz ähnlicher Grundstruktur emotional komplett unterschiedlich anfühlen. Heat lebt vom Risiko und von aggressiven Entscheidungen. Flamme Rouge dagegen erzeugt eher dieses stille Beobachten des Feldes, das geduldige Warten auf den richtigen Moment. Beide Spiele zeigen aber exemplarisch, warum Rennspiele oft stärker von Rhythmus als von Komplexität leben.

Die Rallyman GT- / Rallyman: DIRT-Reihe geht noch einen Schritt weiter Richtung Fahrsimulation. Hier wird jede Kurve geplant, jeder Gangwechsel bewusst gesetzt. Besonders gelungen ist der Push-your-Luck-Aspekt beim Würfeln. Man kann vorsichtig und kontrolliert fahren — oder alles riskieren und sämtliche Würfel gleichzeitig werfen. Genau in diesen Momenten entsteht dieses Rallye-Gefühl: der schmale Grat zwischen perfekter Ideallinie und Kontrollverlust. Während Rallyman GT stärker von Positionskämpfen und sauberem Asphalt lebt, fühlt sich Dirt rauer an, das Driften durch Kurven verändert die gesamte Fahrweise.

Gemeinsam haben diese Spiele, dass sie Rennen nicht nur darstellen, sondern nachvollziehbar machen. Man versteht während der Partie, warum eine Entscheidung funktioniert — oder eben nicht. Genau das macht große Rennsimulationen aus.

Rennspiele als Party: Laut und chaotisch

Magical Athlete, Cubitos

Nicht jedes Rennspiel braucht Simulation. Manche der besten Genrevertreter funktionieren gerade deshalb so gut, weil sie Rennen als gemeinsames Spektakel begreifen. Spiele wie Magical Athlete oder Cubitos zum Beispiel.

Magical Athlete: Chaos-Rennen mit absurden Charakteren.

Magical Athlete ist dafür bis heute eines meiner liebsten Beispiele. Das Spiel wirkt zunächst wie reines Chaos: Fantasywesen würfeln sich über absurde Strecken, Fähigkeiten brechen ständig sämtliche Regeln und scheinbar sichere Führungen lösen sich sofort wieder auf. Trotzdem entsteht erstaunlicherweise eine sehr eigene Dramaturgie. Der Riese blockiert den gesamten Weg. Der Dieb stiehlt Fähigkeiten. Andere Figuren profitieren davon, Letzter zu sein oder mitten im Feld zu stehen.

Cubitos Spiel von Pegaus
Cubitos: Braucht ein bisschen Anlauf, um in der Gruppe gut zu funktionieren.

Cubitos mit seine 121(!) Würfeln sorgt permanent für kleine Entscheidungen zwischen Sicherheit und Eskalation. Besonders gelungen ist dabei die Entwicklung der eigenen Würfelkombinationen. Push your luck bleibt dabei ein zentrales Element, denn Würfelspiele sind natürlich Glücksspiele. Wer sich gerade zu Beginn eines Rennens wenige Fehlwürfe leistet, kann durch das geschickte Einkaufen von Zusatzwürfeln immerhin die Wahrscheinlichkeiten zu den eigenen Gunsten verschieben. Das richtige Maß aus Vorsicht und Risiko ist entscheidend. Und wer nicht wagt, wird das Rennen nicht gewinnen Im Laufe des Rennens baut man sich kleine Maschinen zusammen, die plötzlich enorme Geschwindigkeitsausbrüche erzeugen können. Cubitos braucht ein bisschen Anlauf, um in der Gruppe gut zu funktionieren. Am besten kennt eine(r) schon vorab die Regeln und kann sie besser erklären als die etwas komplizierte Anleitung.

Diese Art von Rennspielen ist ideal für Abende, an denen weniger die perfekte Strategie als die gemeinsame Dynamik zählt. Sie erzeugen Atmo und spontane Reaktionen. Genau darin liegt ihre Stärke.

Rennen als Wettereignis: Zuschauer sitzen mit am Tisch

Downforce, Hot Streak, Ready Set Bet, Camel Up

Eine besonders spannende Unterkategorie von Rennspielen beschäftigt sich gar nicht primär mit dem Fahren selbst, sondern mit dem Zuschauen. Spiele wie Downforce, Hot Streak, Ready Set Bet oder das Spiel des Jahres 2024, Camel Up, machen den Spieltisch zur Tribüne.

Downforce ist dabei schon ein Klassiker des Genres. Das Faszinierende an Wolfgang Kramers Design ist bis heute, wie elegant Besitz und Kontrolle auseinanderfallen. Man besitzt vielleicht einen Wagen, bewegt über die ausgespielte Handkarte aber oft gleichzeitig auch die Fahrzeuge der Konkurrenz. Dadurch entsteht ein permanentes Abwägen zwischen Eigeninteresse und notwendiger Kooperation. Besonders gelungen sind die Zwischenwetten während des Rennens. Sie sorgen dafür, dass sich das Spiel ständig neu bewertet. Führungen wirken plötzlich fragil, Außenseiter interessant und Blockaden extrem wichtig.

Hot Streak: Witziger Spaß aus den USA.

Deutlich chaotischer präsentiert sich Hot Streak. Das Spiel fühlt sich wie eine Mischung aus Sportübertragung und Glücksspielshow an. Die eigentliche Stärke liegt dabei weniger im Mechanismus als in der Atmosphäre. Sobald das vorbereitete Kartendeck abgearbeitet wird, entwickelt das Rennen ein erstaunliches Eigenleben. Man feuert Maskottchen an, obwohl man rational längst ahnt, dass die eigene Wette verloren ist. Ein irrwitziger Spaß aus den USA; der in Deutschland von Strohmann Games lokalisiert wurde und in einer besonders auffälligen Spielschachtel mit ausrollbarer Rennstrecke daherkommt.

Ready Set Bet Rezension Testbericht Brettspiel
Ready Set Bet: Kaum ein anderes Rennspiel erzeugt so schnell kollektive Hektik.

Ready Set Bet wiederum übersetzt Pferdewetten in puren Echtzeitstress. Kaum ein anderes Rennspiel erzeugt so schnell kollektive Hektik. Während die Pferde durch Würfelbewegungen voranrasen (oder über eine App digital auf die Strecke gehen) und ständig neue Quoten entstehen, greifen alle gleichzeitig nach Chips und versuchen noch rechtzeitig die richtigen Felder zu besetzen. Das Spiel funktioniert deshalb so gut, weil es nicht versucht, Ruhe oder Übersicht zu schaffen. Es will genau dieses nervöse Rennbahngefühl erzeugen — und trifft es erstaunlich präzise. Absolutes Highlight ist, wenn eine von euch am Tisch das Renngeschehen lautstark wie ein TV-Reporter kommentiert…

Auch Camel Up lebt genau vom Wettprinzip. Eigentlich setzen wir nur auf ein Kamelrennen. Emotional fühlt sich das Spiel aber eher an wie eine Sportübertragung, bei der alle gleichzeitig Kommentatorinnen und Kommentatoren werden. Das Geniale daran ist die Stapelmechanik der Kamele. Sie macht das Rennen komplett unberechenbar, ohne beliebig zu wirken. Selbst Menschen, die normalerweise kaum Brettspiele spielen, verstehen innerhalb weniger Sekunden, warum gerade alle schreien.

Solche Rennspiele sind ideal für größere Gruppen oder für Runden, in denen nicht alle permanent komplexe Entscheidungen treffen möchten. Selbst Menschen, die gerade nicht vorne liegen, bleiben emotional vollständig im Rennen. Genau das unterscheidet gute Wettspiele von klassischen Rennsimulationen.

Rennspiele mit Kindern: Direkt und sofort verständlich

Pitch Car, Monza, Wildwasser – der große Flusslauf

Gerade mit Kindern funktionieren Rennspiele oft besser als viele andere Genres. Das Ziel ist klar. Fortschritt ist sichtbar, die Ziellinie immer vor Augen. Spannung entsteht automatisch. Gute Kinderrennspiele reduzieren deshalb nicht einfach Komplexität, sondern übersetzen Rennen in unmittelbare Erfahrungen.

Pitch Car Mini: Zu schnell in die Kurve geschnippt? Fahrzeug raus.

PitchCar (Mini) macht das über Geschicklichkeit. Sobald die Holzscheiben über die Strecke schnippen, verwandelt sich der Tisch fast automatisch in eine kleine Carrerabahn ohne Elektronik. Besonders schön ist dabei, wie ernst Kinder und Erwachsene dieselben Situationen nehmen. Zu schnell in die Kurve? Fahrzeug raus. Gegner von der Strecke katapultiert? Riesiges Gelächter. Das Spiel funktioniert generationsübergreifend, weil die Regeln praktisch unsichtbar werden.

Monza verfolgt einen ganz anderen Ansatz. Hier entsteht Spannung nicht über Geschicklichkeit, sondern über Reihenfolgen und Planung. Kinder ab fünf Jahren lernen spielerisch, mehrere Schritte vorauszudenken, ohne dass sich das wie Lernen anfühlt. Genau deshalb funktioniert Monza seit Jahren so gut als Einstiegsspiel. Die Entscheidungen bleiben nachvollziehbar und erzeugen trotzdem ständig kleine Erfolgserlebnisse.

Wildwasser – der große Flusslauf: Dynamik, die Kinder sofort verstehen.

Besonders unterschätzt finde ich Wildwasser – der große Flusslauf. Das Spiel verbindet Rennen mit einer fast lebendigen Umgebung. Die Baumstämme bewegen sich, Tiere driften plötzlich ab und sichere Positionen verschwinden innerhalb weniger Züge wieder. Dadurch entsteht eine Dynamik, die Kinder sofort verstehen. Gleichzeitig bietet das Spiel auch Erwachsenen genug interessante Entscheidungen, um mehrere Partien hintereinander spielen zu wollen.

Gerade diese Kategorie zeigt, warum Rennspiele so universell funktionieren. Sie brauchen oft keine komplizierten Themen oder langen Erklärungen. Bewegung, Spannung und Zielgeraden verstehen praktisch alle sofort.

Fragen und Antworten

Warum haben Rennspiele einen festen Platz in meinem Brettspielregal?

Rennspiele gehören für mich zu den Genres, die besonders stark von der Gruppe leben. Viele Eurogames funktionieren still und konzentriert. Rennspiele dagegen entfalten ihre besten Momente meist dann, wenn am Tisch kommentiert, gejubelt oder verzweifelt wird. Sie erzeugen Emotionen nicht erst in der Schlusswertung, sondern während jeder einzelnen Runde.

Gibt es das eine perfekte Rennspiel für mich?

Nein. Mal möchte man die konzentrierte Spannung eines knappen Windschatten-Duells in Flamme Rouge. An anderen Abenden braucht es das völlige Chaos von Camel Up oder die hektische Wettatmosphäre von Ready Set Bet. Und manchmal reicht schlicht ein Holzchip auf einer selbstgebauten Strecke in PitchCar, um den gesamten Tisch für eine Stunde in Ausnahmezustand zu versetzen.

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Logikrätsel und Denksport: Spiele-Sammlung für helle Köpfe

Logikspiele haben sich längst vom klassischen Solo-Knobelspaß emanzipiert und sind heute ein spannender Teil der Brettspielwelt. Sie fordern nicht nur das räumliche Denken heraus, sondern verbinden Tüfteln, Ausprobieren und manchmal sogar Zeitdruck zu überraschend abwechslungsreichen Spielerlebnissen. Mal müssen wir mit wenigen Teilen stabile Konstruktionen erschaffen, mal knifflige Aufgaben aus unterschiedlichen Blickwinkeln lösen oder unter hohem Tempo Muster erkennen und richtig kombinieren. Gerade diese Mischung aus Konzentration, Haptik und cleveren Aha-Momenten macht den Reiz vieler moderner Logikspiele aus.

Dabei zeigt sich, wie vielseitig das Genre inzwischen geworden ist. Manche Titel funktionieren als ruhige Denkaufgabe, bei der jeder Zug gut überlegt sein will, andere bringen Wettbewerb, Kommunikation oder sogar kooperative Elemente ins Spiel. Wenn plötzlich mehrere Personen gleichzeitig an einer Lösung tüfteln, entsteht oft eine Dynamik, die weit über klassisches Puzzeln hinausgeht. Aus einem stillen Logikproblem wird dann schnell ein gemeinsames Spielerlebnis.

Besonders spannend ist dabei, wie unterschiedlich aktuelle Spiele ihre Herausforderungen inszenieren. Mal spielen physikalische Prinzipien wie Balance oder Schwerkraft eine Rolle, mal stehen geometrische Formen und Perspektivwechsel im Mittelpunkt. Andere setzen auf magnetische Bauteile, raffinierte 3D-Aufbauten oder Aufgaben, bei denen nur gutes Abstimmen in der Gruppe zum Ziel führt. Gerade diese kreativen Ideen zeigen, wie lebendig und innovativ moderne Denksport-Spiele inzwischen sind.

Wir haben uns deshalb eine Reihe Neuheiten und Klassiker angesehen, die mal entspanntes Grübeln, mal hektisches Knobeln und oft beides zugleich bieten. Ob allein, zu zweit oder in der Runde mit Familie und Freunden – diese Spiele fordern Köpfchen, überraschen mit cleveren Ideen und zeigen, wie unterhaltsam Logik auf dem Spieltisch sein kann.

Unsere Logikspiele-Sammlung: los geht’s:

Colour up

Colour Up (Huch) ist ein wunderbar typisches Logikpuzzle: Aus farbigen Holzelementen entsteht ein Turm, doch kein Teil darf seitlich oder oben herausragen. 74 Aufgaben sorgen dabei für reichlich Futter – von schnell lösbaren Einstiegsrätseln bis zu Herausforderungen, bei denen man mehrere Züge vorausdenken muss. Reizvoll ist vor allem, dass nicht einfach ausprobiert wird, bis etwas passt. Die ersten Teile eines Rätsels sollen in einer vorgegebenen Reihenfolge eingesetzt werden, die restlichen muss man sich selbst erschließen. Genau daraus entsteht dieser typische Tüftel-Sog: kurz grübeln, etwas drehen, umdenken, neu ansetzen – und plötzlich fällt die Lösung ins Auge. Durch das wertige Holzmaterial und die angenehme Haptik wirkt das alles wie ein kleines Denkspiel zum Anfassen. Gerade in Familien kann „Colour Up“ gut funktionieren, weil sich die Aufgaben nach und nach steigern. Wer Spiele mag, bei denen räumliches Denken und logische Kombinationen im Mittelpunkt stehen, findet hier ein sehr zugängliches, aber keineswegs anspruchsloses Puzzle.

Sea Stax

Mit Sea Stax (Huch) tauchen wir tief in das bunte Treiben der Weltmeere ab, wobei das Ziel so simpel wie fordernd ist: Eine bunte Schar aus Meeresbewohnern muss exakt auf einer vorgegebenen Rasterfläche platziert werden. Das Thema wird durch die zwölf charmant gestalteten Kunststofffiguren wie Hai, Krake und Seepferdchen lebendig. Die Spielerinnen und Spieler wählen eine der 48 Aufgabenkarten und legen die darauf abgebildeten Tiere bereit. Nun gilt es, die Meeresbewohner so zu drehen, zu wenden und zu verschachteln, dass am Ende kein Teil über den Rand ragt und das gesamte Gitter lückenlos gefüllt ist. Die besondere Finesse offenbart sich in den höheren Leveln, wenn die Aufgaben zweistöckig werden. Wir stapeln beispielsweise den Aal in der zweiten Ebene quer über den Wal und stellen die Krabbe hochkant daneben, um die exakte Höhe zu erreichen. Diese vertikale Komponente fordert das räumliche Vorstellungsvermögen massiv heraus.

Roll on

Bei Roll on! (Huch) kommt ordentlich Bewegung in die Denksport-Ecke, denn hier ist die Schwerkraft unser wichtigster Verbündeter – oder unser größter Gegner. Auf einer geneigten Spielfläche schicken wir kleine Kugeln auf die Reise durch ein Labyrinth aus Barrieren; manche sind vom Level vorgegeben, andere müssen wir erst noch einstecken in das gerasterte Spielfeld. Das Ziel ist klar: Die Murmeln müssen punktgenau in den markierten Zielfeldern landen. Wir stehen also vor der Herausforderung, die Barrieren so geschickt zu platzieren, dass jede Kugel ihren vorbestimmten Weg findet. Dabei ist Köpfchen gefragt, denn oft müssen wir um die Ecke denken. Wir isolieren eine überzählige Kugel in einer Sackgasse oder nutzen den Schwung einer rollenden Murmel, um eine andere überhaupt erst in Bewegung zu setzen. Wenn wir schließlich den mechanischen Hebel betätigen und das Klackern der Kugeln durch den Raum schallt, folgt der Moment der Wahrheit. Rollt alles wie geplant? Dieses haptische Erlebnis macht physikalische Zusammenhänge greifbar und sorgt für eine tolle räumliche Antizipation, die besonders bei Kindern für leuchtende Augen sorgt.

Dot to Dot

Das Logikspiel Dot to Dot (moses. Verlag) basiert auf 80 Aufgabenstellungen. Das Spielprinzip nutzt sechs transparente Schablonen mit Liniensegmenten, die auf Aufgabenkarten so angeordnet werden müssen, dass eine durchgehende, kreuzungsfreie Verbindung zwischen allen markierten Punkten entsteht. Die Mechanik erlaubt das Drehen und Wenden der Bauteile, wobei die Komplexität durch die Anzahl der einzusetzenden Schablonen und die Variabilität ihrer Ausrichtung skaliert. Strukturell überzeugt das System durch ein minimalistisches Design. Die kognitive Anforderung liegt in der räumlichen Deduktion und der systematischen Kombination der Fragmente. Während die Einstiegslevel eine geringe Hürde bieten, erfordern die fortgeschrittenen Aufgaben ein hohes Maß an abstraktem Vorstellungsvermögen. Das Spiel ist vor allem für Solospieler ab acht Jahren interessant; es fördert die Konzentrationsfähigkeit und setzt analytische Ausdauer voraus.

Turing Machine

Das Deduktionsspiel Turing Machine (Huch) überträgt das Prinzip mechanischer Rechenmaschinen in eine analoge Brettspielform. Die zentrale Aufgabe besteht darin, einen dreistelligen Code durch systematische Ausschlussverfahren zu ermitteln. Die technische Realisierung erfolgt über ein System aus Lochkarten, die durch physische Überlagerung logische Abfragen ermöglichen. Spieler:innen testen pro Runde Hypothesen gegen spezifische Prüfkriterien – etwa zu Parität oder Summenwerten –, wobei das System binäre Rückmeldungen liefert. Analytisch betrachtet handelt es sich um ein puristisches Logikspiel mit hoher kognitiver Dichte. Der Spielablauf ist weitgehend solitär, was eine ausgeprägte Affinität zu mathematischen Problemstellungen voraussetzt. Eine ergänzende Web-Datenbank gewährleistet eine massive Skalierbarkeit der Aufgabenstellungen und sichert so die Langzeitmotivation für die Zielgruppe.

Rush Hour

Welt-der-Form, Wiki

Der Klassiker: Bei Rush Hour manövriert eine Person ihr Auto durch einen Stau, indem sie andere Fahrzeuge aus dem Weg schiebt. 40 Aufgabenkarten in vier Schwierigkeitsstufen geben die Ausgangspositionen des roten Autos und der anderen Fahrzeuge vor. Jede Karte ist eine neue Herausforderung, denn die Aufgaben werden immer schwieriger – aber nur so viel, dass man sie mit etwas Überlegen lösen kann. Wir schieben den gelben Bus zur Seite und befreien die Fahrbahn für unsere Flucht aus dem Verkehrschaos. Der Denk- und Tüftelspaß ist ideal für eine Person und bietet einen schnellen Einstieg.

By The Book

By The Book (HCM Kinzel) ist ein haptisches Puzzle, bei dem zwölf farbige Holzbücher sowie eine Katzenfigur präzise zwischen zwei Regalböden angeordnet werden müssen. Kernziel ist die Herstellung einer waagerechten Ausrichtung des oberen Regalbretts. Wir stapeln die Bücher so, dass sie als Stützen dienen, und platzieren die Katze an der richtigen Stelle. Die Aufgabenkarten definieren jeweils das zu verwendende Material und etwaige Beschränkungen. Wenn dir dieses Spiel gefällt, könnte auch Sea Stax interessant sein. Das Spiel stellt kognitive Anforderungen an räumliches Vorstellungsvermögen und logische Deduktion, während es im Regal auch noch dekorativ aussieht.

Magnefix

Für das Reaktionsspiel Magnefix (Amigo) benötigt ihr vor allem ein gutes Auge und müsst euch einem hektischen Wettkampf gegen die Tischnachbarn stellen. Hier kommen die originalen, quadratischen Magformers-Bauteile zum Einsatz – ein magnetisches Konstruktionsspielzeug, das bei Kindern ohnehin extrem beliebt ist. Autor Roberto Fraga hat daraus ein rasantes Bauspiel auf Zeit gemacht, das Familien vor eine echte Herausforderung stellt. Jede Spielerin erhält einen eigenen Satz Magformers in fünf verschiedenen Farben. Sobald die oberste der 55 Aufgabenkarten umgedreht wird, beginnt das große Wuseln: Alle versuchen gleichzeitig, die abgebildete Konstruktion so schnell wie möglich nachzubauen.

Wer zuerst fertig ist, klatscht schnell die Hand auf die Aufgabenkarte. Ist alles korrekt zusammengesetzt, wandert die Karte als Belohnung in den eigenen Vorrat. Wir merken schnell, wie die Nervosität steigt, wenn die Mitspieler bereits fast fertig sind. In der Hektik ist fixes Antizipieren gefragt, denn wenn ein Magnet mal wieder falsch herum angebaut wird und sich prompt vom Rest der Konstruktion abstößt, kostet das wertvolle Sekunden. Magnefix ist ein klassisches Generationenspiel, das man beim Besuch der Oma genauso gut auf den Tisch bringen kann wie beim Kindergeburtstag. Es bietet einen sofortigen Einstieg ohne langes Regelstudium und sorgt für reichlich Action am Spieltisch.

Das verrückte Haus

„Das verrückte Haus“ (Game Factory) ist die grafisch überarbeitete Neuauflage des Klassikers „La Boca“ von Inka und Markus Brand. In wechselnden Zweier-Teams stapelt ihr bunte Holzklötze auf einem kleinen 4×4-Raster aufeinander, wobei die Spielschachtel kreativ in das Geschehen integriert wird. Das Ziel ist es, gemeinsam eines der über 100 Gebäude so schnell wie möglich zu errichten. Die besondere Herausforderung liegt in der asymmetrischen Sichtweise: Ihr sitzt euch gegenüber und jeder blickt auf der im Fundament steckenden Karte nur auf seine eigene Seite des Bauplans. Da sämtliche Steine verbaut werden müssen, ist ein ständiger Austausch zwischen den Partnern unerlässlich.

„Kann ich den blauen Stein hier links ablegen?“, fragen wir uns laut, während das Gegenüber einwendet, dass dort nur ein schwarzer Block sichtbar sein darf. Je schneller ihr die Aufgabe meistert, desto mehr Punktechips dürft ihr euch am Ende nehmen. Wer mag, nutzt die kostenlose App zum Spiel, die mit schneller werdenden Beats den Zeitdruck akustisch untermalt. Der Reiz liegt im kommunikativen, semi-kooperativen Gameplay, das Kinder ab acht Jahren und Erwachsene gleichermaßen motiviert. Für das perfekte Spielerlebnis solltet ihr auf gute Lichtverhältnisse achten, da die Pastellfarben der Steine bei schwachem Kunstlicht schwer voneinander zu unterscheiden sind.

Block and Key

In Block and Key schlüpfen wir in die Rolle ehrgeiziger Archäologen, die einen vergessenen Tempel voller Hieroglyphen erforschen. Das Herzstück ist ein erhöhter 3D-Spielplan auf einem Kartonrahmen, an dem bis zu vier Personen Platz nehmen. Das Besondere: Jede Seite des Tempels bietet eine völlig andere Perspektive auf das Geschehen. Das Ziel ist es, Blockmuster zu bilden, die exakt den Vorgaben der eigenen Auftragskarten – den sogenannten Schlüsseln – entsprechen. Da man nur aus der eigenen Sichtposition auf die Architektur blickt, ist ein quadratischer Spieltisch ideal, damit alle nah am Geschehen sitzen und die beste Sicht auf die Blöcke haben.

In deinem Zug hast du zwei Optionen: Entweder ziehst du drei neue Blöcke aus der Auslage oder du platzierst einen deiner Steine auf dem Tempelboden. Dabei gelten strikte Bauvorgaben, etwa dass nur gerade Brücken erlaubt sind und keine Lücken entstehen dürfen. Wir setzen beispielsweise einen massiven Block so geschickt, dass er aus unserer Perspektive gleich mehrere Schlüsselkarten auf einmal „entsperrt“. Taktische Tiefe entsteht dadurch, dass man die Absichten der anderen erahnen und ihnen gezielt die Sicht verbauen kann. Das Spiel endet, sobald jemand acht Karten erfüllt hat, wobei Punktesammler auch in einer Solovariante vom Trainee zum „Expert Archaeologist“ aufsteigen können. Einziger Kritikpunkt ist die teils schwierige Farbdifferenzierung bei gedämpftem Licht. Wer Ubongo 3D oder Project L schätzt, findet hier eine gelungene Herausforderung.

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SPIEL DOCH 2026: Trotz Wachstum weiterhin gemütlich

Wenn die SPIEL DOCH! die kleine Schwester der Essener SPIEL ist, dann darf man nach der 2026er-Ausgabe in Dortmund erfreut feststellen: Das Geschwisterchen wächst und gedeiht, geht inzwischen in die Schule (siebte Ausgabe seit 2018) und wird selbstbewusster, bleibt aber kindlich verspielt. Und das ist gut so!

Freie Spielfläche auf der SPIEL DOCH: am Samstag komplett belegt.

Vom 24. bis 26. April setzte die SPIEL DOCH! in Dortmund ihren Kurs als wichtige Publikumsmesse für Brett- und Kartenspiele im deutschsprachigen Raum fort. Erneut mit einem Rekord bei Fläche und Ausstellerzahl: Mit 8.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche kommt der veranstaltende Nostheide-Verlag an die Grenzen des Wachstum von Halle 4. Mehr geht – zumindest hier –nicht.

Das besondere Markenzeichen der Messe, die Verbindung aus entspannter Atmosphäre und großzügigen Freispielflächen, stand auch 2026 klar im Mittelpunkt. Rund 18.000 Spielefans hatten Gelegenheit, aktuelle Brettspiele auszuleihen und sich von Erklärern beim Einstieg helfen zu lassen (in Kooperation mit Meeplebox und der SpieleUnion Dortmund). Egal, ob man Frühjahrsneuheiten wie frische Familienspiele, strategische Kenner-Highlights oder kreative Kinderspiele testen wollte, es war für alle etwas dabei. Außerdem lohnte sich ein Abstecher zu den Flohmärkten, auf denen Schnäppchenjägerinnen und Sammler auf Raritäten und gut erhaltene Klassiker trafen.

Die Besuchenden konnten mit Spieleautoren plaudern, einen der 180 Aussteller bzw. Verlage direkt ansprechen und sich Inspiration für die heimische Spielesammlung holen, denn verkauft wurden viele Neuheiten ebenfalls. Im Vergleich zur großen SPIEL in Essen ging es hier ruhiger zu, mit breiten Gängen und selbst am Samstag mit wenig Stau, was gerade für Familien und Gelegenheitsspielerinnen den Reiz ausmachte. Die freie Spielfläche wurde noch einmal erweitert, sodass es genug Platz für lange Spieletage gab.

Neue Brettspiele ausprobiert

Als Brettspielelust-Team haben wir mitgemischt und an den drei Messetagen zahlreiche Neuheiten unter die Lupe genommen. Teilweise kannten wir die Titel bereits aus den vergangenen Wochen: Im Draft- und Sammelspiel Punktegalaxie (Pegasus) versuchen wir, durch geschickte Auswahl und Kombination von Karten eine effiziente Punkte-Engine in unserer Auslage aufzubauen. Wie seine Vorgänger Punktestadt und Punktsalat fokussiert das Kartenspiel auf schnelle Spielzüge und eine klare Ikonographie (mehr darüber lesen). Bei Die hängenden Gärten (Pitanik) erschafft man über vier Runden hinweg einen Garten aus Pflanzen, Tieren und Bewässerung, um das Königspaar zu beeindrucken und die meisten Punkte zu sammeln. Das zugängliche Worker-Placement-Spiel setzt auf vertraute Mechaniken und bietet durch viele Kombinationsmöglichkeiten und variable Wertungen genügend Abwechslung, ohne dabei zu komplex zu werden (mehr darüber lesen).

In Project Skyline (Piatnik) steht die vertikale Stadtplanung im Vordergrund. Die Spielenden platzieren Etagensteine auf einem gemeinsamen Spielfeld, wobei unterschiedliche Höhenstufen und Nachbarschaftsboni taktische Entscheidungen über die effizienteste Flächennutzung erfordern. Project Skyline ist der Erstling von Autor Florian Maas und kombiniert gekonnt Deckbau-Elemente mit Flächenmanagement (mehr darüber lesen). Einen thematisch anderen Ansatz verfolgt das Strategiespiel Kilia (Huch): Wir sind aufstrebende Reeder, die sich in der Hafenmetropole Kiel einen Namen machen wollen. Kilia überzeugt als modernes, angenehm zügiges Euro-Game mit starkem Multi-Use-Kartenpuzzle und cleverem Schifffahrts-Einkommen – mit eher geringer Interaktion und etwas Auslagen-Glück als Kehrseite (mehr darüber lesen).

Messe-Highlight Hot Streak: schnell ausverkauft.
Messe-Highlight Got Five: Kandidat Spiel des Jahres?

Für Freunde kooperativer Spielerlebnisse bietet Tippi Toppi Hoch hinaus (Schmidt Spiele) eine Weiterentwicklung des bewährten Spielprinzips. Die Spielgruppe muss gemeinsam und reihum Handkarten ablegen, um immer neue, teils herausfordernde Zielvorgaben zu erfüllen, was eine präzise Abstimmung verlangt, ohne sich konkret abstimmen zu dürfen. Während der Nachziehstapel kleiner wird, überlegen die Spieler, welche Aufgabe als nächstes erreichbar erscheint und wie sich die noch vorhandenen Plättchen schnellstmöglich einsetzen lassen (mehr darüber lesen).

Viele kleinere oder Kleinstspiele hatten wir auf der SPIEL DOCH! ebenfalls im Blick: Während Fußball Ligretto (Schmidt Spiele) das bekannte Echtzeit-Reaktionsprinzip auf den Rasen überträgt, setzt Cat Trick (Helvetiq) auf einen cleveren Stichmechanismus mit Katzenmotiven: kurzweilige Spielerfahrungen in kleiner Schachtel! Solche Titel eignen sich prima, wenn man unterwegs ist, z.B. im Urlaub oder mit Kindern im Restaurant.

Ein Anwärter auf das Spiel des Jahres kam schließlich mit Got Five! (Blue Orange) auf den Spieltisch. Per Deduktion müssen wir fünf Plättchen mit aufsteigenden Ziffern durch gezielte Fragen sowie den Vergleich mit Steinen aus der Tischmitte entschlüsseln und versuchen, diese als Erste korrekt zu benennen. Der mögliche Sieg wird durch den Ausruf „Fünf und fertig!“ angekündigt, wobei eine einzige Fehlkalkulation zum Ausscheiden führt. Absolut preiswürdig war auch Hot Streak (Strohmann Games): In dem herrlich chaotischen Rennspiel treten vier Maskottchen gegeneinander an und wir Spielenden wetten darauf, wer es als Sieger ins Ziel schafft. Clever: Ein Teil der Karten, mit denen die Bewegungen der Maskottchen gesteuert werden, sind uns vorab bekannt. Doch mit geheimen Handkarten darf jeder von uns manipulieren und das Rennen zum eigenen Nutzen verändern. Nach drei Durchgängen entscheidet sich, wer den richtigen Riecher bzw. Glück bei den risikoreichen Wetten hatte.

Das Zwei-Personen-Legespiel Portals (Squink) ließ uns hingegen ratlos zurück. Im neuen Titel von Uwe Rosenberg geht es um das Sammeln magischer Energien über ausgelegte Plättchen, um Portalsteine nach den Bedingungen des eigenen Zauberbuchs zu platzieren. Der Fokus liegt auf der Ressourcenverwaltung, da das Spiel endet, sobald eine Person sämtliche Steine in der eigenen Auslage untergebracht hat. Optisch und auch spielerisch leider kein Highlight, da spielen wir lieber weiterhin Nova Luna. Also schnell rüber zu Stuglandet (Haba), wo Grundstücke an Seen oder auf Inseln mittels Würfelwurf gebaut werden sollen. Witzige Idee 1: Die Verpackung sieht aus wie ein kleines Schwedenhaus und lockte uns sofort an den Stand. Witzige Idee 2: Keine Würfel, sondern die kleinen farbigen Häuschen an sich werden gewürfelt und je nach Wurf-Neigung eines Gebäudes dürfen bestimmte Handlungen (bauen, tauschen, versetzen) durchgeführt werden. Dabei gilt es, die lukrativsten Bauplätze gegen die Mitspielenden zu verteidigen, die ebenfalls versuchen, durch Mehrheiten und geschickte Raumplanung Punkte zu generieren. Fazit: Stuglandet bleibt letztlich ein hübsch verpacktes Kinderspiel, dass erfahrene Spieler kaum begeistern dürfte.

Zwei weitere Familienspiele probierten wir bei Strohmann Games aus: In Tic Tac Top sollen wir Begriffe in einem Raster so anordnen, dass sie möglichst viele Übereinstimmungen mit der Prioritätenliste des jeweiligen Spielleiters der Runde erzielen. Das Kernelement bildet hierbei die Einschätzung der Mitspielenden, um durch die vorgelesenen Begriffe die für den Punktgewinn notwendigen Dreierreihen zu vervollständigen. Classic Party-und-Wort-Ratespiel!

Rom an einem Tag nutzt das „I-cut-you-choose“-Prinzip, um Landschaften und Gebäude aufzuteilen und diese zu punktträchtigen Gebieten zu kombinieren. Die taktische Herausforderung besteht darin, den Kontrahenten Angebote zu unterbreiten, die deren strategische Optionen minimieren, während man selbst die benötigten Ländereien behält. Zusammen mit der enthaltenen Erweiterung eine sehr positive Überraschung eines strategischen Familienspiels mit knackig-kurzer Spieldauer von unter 30 Minuten.

30 Minuten oder doch eher 30 Minuten pro Person? Die Angabe auf der Schachtel von Nussfieber (Squink) ist stark untertrieben. Reihum steuern wir einen Fuchs und unsere eigenen Eichhörnchenbanden, um Territorien im einem gemeinsamen Wald zu kontrollieren und strategische Wegeverbindungen zu schaffen. Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, die Bewegungen des Fuchses so zu beeinflussen, dass die eigenen Einheiten optimal positioniert und gegnerische Formationen gestört werden. Das dauert zu Fünft leider eine gefühlte Ewigkeit und führt zu Frust, weil die Aufgabenkarten nicht bei Erfüllung, sondern erst am Spielende gewertet werden (blöd, wenn der böse Fuchs im letzten Spielzug noch bestehende Wegverbindungen auseinanderreißt).

Endlich mal auf dem Tisch hatten wir anschließend INK (Asmodee), das auf einen Rondell-Mechanismus zur Auswahl von Tintenplättchen setzt, die zu farbigen Mustern zusammengefügt werden, um sukzessive Tintenfässchen zu platzieren. Durch das Vervollständigen ausreichend großer Farbbereiche werden Bonusaktionen freigeschaltet, die den Fortschritt im Wettlauf um die Platzierung aller Fässchen beschleunigen. Gefällig, wenn auch letztlich sehr abstrakt. Zu guter Letzt wählen wir als Absacker in Ich steck im Lift simultan Ziel-Etagen, wobei die Addition der Kartenwerte aller Spieler die Bewegungsweite des Lifts bestimmt. Baustellen auf den Etagen fungieren dabei als Hindernisse. Der Fahrstuhl fährt hoch und runter, alles bleibt komplett unplanbar und am Ende fragen wir uns: „Was soll das?“ und nehmen uns vor, künftig lieber die Treppe als diesen merkwürdigen Fahrstuhl zu nehmen…

Expansion im kommenden Jahr: Ende der Eine-Halle-Messe?

Und wie geht es weiter mit der SPIEL DOCH?

Da die Kapazitäten der Messehalle Halle 4 ausgeschöpft sind und um dem „anhaltenden Wachstumstrend und dem großen Interesse weiterer Aussteller gerecht zu werden“, befindet man sich laut Nostheide-Verlag aktuell in Verhandlungen mit der Messe Dortmund über die Hinzunahme einer weiteren Halle ab dem nächsten Jahr. Die 8. SPIEL DOCH! in Dortmund findet vom 9. bis 11. April 2027 statt. Zuvor steht vom 20. bis 21. Juni 2026 die SPIEL DOCH! in der Messe Friedrichshafen an.

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Reisespiele 2026: Neuheiten für unterwegs

Endlich Urlaubszeit! Egal ob lange Fahrten im Zug, Wartezeiten am Flughafen oder gemütliche Spielabende in der Ferienwohnung – ein gutes Spiel im Gepäck darf nicht fehlen. Oft ist der Platz im Koffer jedoch begrenzt, weshalb große Schachteln meistens zu Hause bleiben müssen.

In diesem Beitrag möchten wir euch eine Liste von acht neuen, kompakten Spielen vorstellen, die sich gut als Reise- oder Mitnehm-Spiele für die ganze Familie eignen.

Die Auswahl ist abwechslungsreich und bietet für jeden Geschmack das Richtige: Wer gerne kreativ mit Wörtern und Bildern umgeht, wird an dem Memo-Spiel „Wort im Wort“ Freude haben. Für Action, Hektik und Reaktionen sorgen hingegen das Echtzeit-Spiel „Fußball Ligretto“ und der Klatsch-Wettbewerb „Mücken drücken“.

Wer es lieber etwas ruhiger und taktischer mag, kommt bei Kartenduellen wie der Golf-Clubmeisterschaft „Golfie“, dem Samurai-Kartenspiel „Makoto“ oder dem Zwei-Personen-Wettstreit der Baumeister in „Turm: Das Duell“ voll auf seine Kosten. Abgerundet wird die Empfehlungsliste durch das Stichspiel „Cat Trick“ und die kooperative Team-Herausforderung „Top Drop“.

Hier kommt die Übersicht zu diesen acht kleinen Spiele-Highlights, die in jedes Handgepäck passen und auf eurer nächsten Reise garantiert keine Langeweile aufkommen lassen!

Noch mehr Empfehlungen für „Brettspiele unterwegs“ findet ihr in unserer Reisespiele-Liste 2023.

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Neue Reisespiele 2026 – los geht’s:

Fußball Ligretto

Britta Fiore | 2026 | Schmidt Spiele | 2 bis 4 Personen | ab 7 Jahren | bis 15 Minuten

Darum geht’s: Anpfiff fürs Karten-Chaos! Bei Fußball Ligretto ist Tempo gefragt, denn hier wartet ihr nicht ab, bis ihr an der Reihe seid. Stattdessen spielen alle Beteiligten gleichzeitig in zwei Teams (Rot gegen Blau) um den Sieg. Euer Ziel ist es, so schnell wie möglich einen Treffer zu erzielen. Sobald der „Ball“ in Form einer Karte mit der Zahl 4 im Spiel ist, durchsucht ihr hektisch eure Auslage nach passenden Anschlusskarten. Angriff und Verteidigung wechseln dabei auf dem Tisch blitzschnell, während ihr Symbole wie Trillerpfeifen, Pokale, Eckfahnen oder Torwarthandschuhe aufeinanderlegt, um den Gegnern den Ball abzujagen oder selbst vor das Tor zu ziehen. Wer behält die Nerven und knallt im richtigen Moment die rettende Torkarte auf den Stapel? Das Team, das in diesem Wettstreit zuerst drei Tore schießt, holt sich den Sieg.

Unsere Einschätzung: Neuauflage des hektischen Ligretto-Feelings als Fußballspiel. Das Spielen in Mannschaften und Passen des Balls an das entsprechende Teammitglied startet zunächst gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Runden wird’s ein kurzweiliger Spaß. Den Stress am Spieltisch muss man aber mögen.

  • Ligretto, das rasante Kartenspiel. Jetzt mit massig Torchancen! Zwei Mannschaften treten in einer turbulenten Partie gegeneinander an. Wer legt die Karten am schnellsten ab, bleibt am Ball und schießt die meisten Tore?
  • Geschwindigkeit, gute Kombinationsgabe und schnelles Reaktionsvermögen sind hier gefragt
  • ab 7 Jahren
  • für 2 bis 4 Spieler
  • circa 10 Minuten Spieldauer

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Cat Trick

Nagi-an | 2026 | Helvetiq | 3 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Darum geht’s: Miau! In diesem raffinierten Stichspiel schlüpft ihr in die Rolle kleiner, verspielter Kätzchen, die am liebsten jedes verfügbare Spielzeug für sich allein beanspruchen würden. Euer Ziel ist es, fünf verschiedene Spielzeuge (dargestellt in fünf Farben) zu sammeln, indem ihr reihum Karten ausspielt und Stiche gewinnt. Wer die höchste Trumpfkarte oder die höchste Karte der angespielten Farbe in die Mitte legt, schnappt sich die Beute. Aber Vorsicht, denn Gier wird sofort bestraft: Wer zu viele Karten von derselben Sorte ansammelt – genauer gesagt vier oder mehr einer Farbe –, muss seine hart verdiente Beute plötzlich an die restlichen Mitspielenden verteilen. Schlaue Katzen wissen also genau, wann sie am besten auf der Lauer liegen, Karten durchlassen und wann sie im richtigen Moment zuschlagen müssen. Es gewinnt nicht, wer die meisten Stiche macht, sondern wer am Ende den komplettesten Spielzeugmix besitzt.

Unsere Einschätzung: Mini-Karten, großes Miau-Vergnügen bei Cat Trick! Die Lokalisation des japanischen Spiels „Take that Toy“ fügt der beliebten Mechanik des Stichspiels eine raffinierte Facette hinzu. Mit ganz wenigen Regeln gelingt ein taktisch geprägtes Ringen um viele, aber bloß nicht zu viele Karten einer bestimmten Farbe.

Mücken drücken

Reiner Knizia | 2025 | Denkriesen | 2 bis 7 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten

Darum geht’s: Auf die Plätze, fertig, klatschen! Bei Mücken drücken sind Reaktionsschnelligkeit und ein wachsames Auge entscheidend. Eine Person übernimmt die aktive Rolle des Dealers und deckt zügig nacheinander Insektenkarten auf einem offenen Stapel in der Tischmitte auf. Sobald diese Auslage für euch lohnend aussieht, heißt es: Blitzschnell mit der Hand auf den Pott hauen und sich die Karten sichern! Aber schaut vor dem Zuschlagen genau hin, was da alles kreucht und fleucht: Süße kleine Mücken bringen euch wertvolle Pluspunkte, während andere lästige Krabbeltiere Minuspunkte bedeuten. Sammelt Insektenpärchen, schnappt euch die fette Fliegenfalle zur richtigen Zeit oder fangt die Bruzzler, um euer Punktekonto im Blitztempo aufzuladen. Wer nach drei Runden die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt diesen Klatsch-Wettbewerb.

Unsere Einschätzung: Passt gut in eine Runde mit spielerfahrenen Kindern, solange niemand zu verbissen ans Werk geht. Beim Klatschen und Sammeln von bestimmten Mengen bzw. Kartenpaaren helfen ein gutes Gedächtnis, aber auch die nötige Portion Glück, wenn ganz am Ende ausgezählt und mitunter überraschende Ergebnisse auf euch warten.

Turm – Das Duell

Heiko Eggers | 2026 | Jimeggz | 2 Personen | ab 12 Jahren | bis 90 Minuten

Darum geht’s: Tretet an zum Duell der Baumeister! In diesem Zwei-Personen-Spiel errichtet ihr in der Tischmitte gemeinsam acht Türme aus Plättchen. Das Ziel jedes Spielers ist es, zügig seinen persönlichen verdeckten Nachziehstapel fehlerfrei abzubauen. Ihr legt eure Turmkarten von 0 bis 12 aufsteigend auf die Bauplätze oder auf sogenannte Lagerplätze (dort im Farbwechsel und absteigend!). Passt eine gezogene Karte momentan absolut nicht, müsst ihr sie notgedrungen in einem Zwischenlager parken (sie kommt später wieder auf die Hand). Wer die wichtigen Bau-Stufen 4, 8 oder 12 eines Turms vollendet, wird sofort mit Goldnuggets belohnt! Mit diesem wertvollen Gold könnt ihr Sonderaktionen freischalten, wie zum Beispiel blockierende Karten aus dem Depot entfernen oder sogar das Zwischenlager blockieren. Sobald eine Person alle Plättchen losgeworden ist, endet das Spiel. Wer dann das meiste Gold gescheffelt hat, gewinnt das Bau-Duell.

Unsere Einschätzung: Tolles Design (Verpackung als aufklappbares Spielfeld), aber länglich und repetitiv im Ablauf. Wenig Taktik möglich – man wartet meist auf passende Karten und sollte die Möglichkeit fürs Ablegens nicht verpassen. Anleitung mit Schwächen.

  • TAKTISCHES 2-SPIELER-SPIEL: TURM - Das Duell ist ein strategisches Kartenspiel für zwei Spieler mit einfachen Regeln und hoher Spannung, bei dem jede Entscheidung den Spielverlauf beeinflusst. Das Spiel wird im Verlauf komplexer und bis zum Schluss kann sich das Blatt noch komplett wenden.
  • SPIELPRINZIP: Baut gemeinsam Türme, blockiert strategisch wichtige Felder und sammelt wertvolle Goldnuggets, um deinen Gegner zu übertreffen und das Spiel zu gewinnen.
  • STYLISCHES DESIGN: Das Spiel kommt mit einem detailreich gestalteten Turm-Verpackung im Steinmauer-Look, der perfekt zum mittelalterlichen Thema passt und als praktische Aufbewahrung dient.
  • KOMPLETTES SPIELSET: Enthält einen dekorativen Turm-Box Spielkarten mit mittelalterlichen Motiven und alles, was für ein spannendes Strategiespiel benötigt wird.
  • SCHNELLER SPIELEINSTIEG: Dank einfacher Regeln und maximaler Spannung ist TURM - Das Duell ideal für Spieleabende, bei denen taktisches Geschick und strategisches Denken gefragt sind.

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Top Drop

Simona Greco, Marco Rava | 2026 | Helvetiq | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten

Darum geht’s: Stellt euch gemeinsam der Herausforderung! Im kooperativen Kartenspiel Top Drop spielt ihr nicht gegeneinander, sondern zieht als Team an einem Strang. Euer gemeinsames Ziel: alle 60 Zahlenkarten sicher und fehlerfrei auf den zentralen Ablagestapel zu spielen. Der Haken an der Sache ist eine beidseitige Richtungskarte, die euch vorgibt, ob ihr die Zahlen in aufsteigender (UP) oder absteigender (DOWN) Reihenfolge ablegen müsst. Eure Rettung in der Not sind spezielle Aktionskarten, mit denen ihr die Spielrichtung umdrehen, die strengen Vorgaben durch einen Farbwechsel kurzzeitig brechen oder einfach mal aussetzen könnt, wenn gar nichts mehr geht. Kommuniziert miteinander (ohne eure genauen Zahlen oder Farben zu verraten) und meistert eine Runde Top Drop.

Unsere Einschätzung: Ruhiges, gemeinsames Spielen ohne große Höhepunkte. Der Vorteil ist die handliche Minibox, die man problemlos überall hin mitnehmen und eine Runde zocken kann.

Makoto

Simon Weinberg | 2026 | Huch | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten

Darum geht’s: Reist als einsame Krieger – sogenannte Ronin – durch das historische Japan und beweist auf dem Schlachtfeld eure Aufrichtigkeit! Makoto ist ein taktisches Kartenspiel, bei dem ihr eure Handkarten so geschickt wie möglich loswerden müsst. Wenn ihr am Zug seid, spielt ihr entweder Karten mit gleichen Werten oder legt aufsteigende Zahlenreihen aus. Wichtig ist dabei nur eine eiserne Regel: Eure gespielte Kombination muss immer höher und stärker sein als die, die gerade ausliegt! Wer die Vorgabe nicht mehr überbieten kann, muss passen. Die letzte Person, die in einer Runde nicht gepasst hat, streicht alle in der Tischmitte liegenden Karten für die spätere Punktewertung ein. Doch wählt weise, wann ihr angreift, denn nicht jede Karte bringt am Ende wertvolle Punkte. Wer als Erster seine komplette Hand leerspielt, kassiert zudem noch einen Punktebonus für die Endwertung.

Unsere Einschätzung: Wer Krass kariert kennt, besitzt und mag, braucht eigentlich kein Makoto. Der Vorgänger verzichtete auf ein aufgesetztes Thema und glänzte mit flottem Ablauf und eingängigen Regeln. Beides vermissen wir bei Makoto.

Golfie

Jimmy Dorion | 2025 | Huch | 1 bis 8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Darum geht’s: Willkommen auf dem satten Grün! Bei Golfie liefert ihr euch ein Kartenduell, bei dem es ganz wie im echten Golf darum geht, nach 9 oder 18 Löchern die niedrigste Punktzahl zu haben. Jeder startet mit einem 3×3-Raster aus verdeckten Schlag-Karten, von denen zu Beginn zwei aufgedeckt werden. Wer am Zug ist, zieht die oberste Karte vom Aktionsstapel, die verschiedene Handlungen vorgibt: Sogenannte Zonenkarten zeigen exakt, an welcher Position in eurem Raster ihr eine Karte aufdecken oder mit einer benachbarten Karte vertauschen müsst. Zieht ihr das Golf Cart, dürft ihr diese Aktionen an einer völlig beliebigen Stelle eurer Auslage ausführen. Euer Ziel beim Aufdecken und Verschieben: Sobald drei offene Karten mit demselben Wert horizontal oder vertikal in einer Reihe liegen, bildet ihr eine Combo. Diese Karten werden abgeräumt, neue rücken nach, und die Combo verringert euer Endergebnis um zwei wertvolle Punkte. Zieht ihr hingegen eine Einlochen-Karte, müsst ihr eine Karte eurer obersten Reihe für euren Score auf dem Wertungsblock notieren. Die Aktionskarte Letztes Loch funktioniert genauso, markiert aber zusätzlich das Ende der aktuellen 9-Loch-Runde.

Unsere Einschätzung: Simples Kartenspiel mit Anleihen bei Skyjo, Hilo und Co. Zu glückslastig, um wirklich ein Rennen um die niedrigste Schlagzahl zu werden. Wer zur falschen Zeit eine Einlochkarte aufdeckt und in der oberen Reihe nur hohe Werte liegen hat, ist schnell frustriert.

  • 🏌️‍♂️ SPIELSASS AUF DEM GOLFPLATZ: Mit dem Kartenspiel GOLFIE erwartet dich eine amüsante Herausforderung, bei der du die wenigsten Schläge erzielen und gewinnen musst.
  • ♟ ALLE SPIELEN GLEICHZEITIG: Das FAMILIENSPIEL AB 8 ist schnell erklärt und bietet durch die verdeckten Karten und Strategieoptionen stets spannende Partien.
  • 👨‍👩‍👧‍👦 IDEALES KARTENSPIEL AB 8: Optimal geeignet für gesellige Runden mit Familie oder Freunden, für 1 bis 8 Spieler ab 8 Jahren und ca. 25 Minuten Spielzeit.
  • 📖 KURZANLEITUNG: 1. Karten aufdecken und hohe Werte entfernen | 2. Niedrige Werte gezielt nach vorne bringen | 3. Nach 18 Bahnen gewinnt der niedrigste Punktestand
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Wort im Wort

Steffi-Maria Schlinke | 2026 | Piatnik | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten

Darum geht’s: Bei „Wort im Wort“ deckt ihr, wie bei einem klassischen Memo-Spiel, reihum Plättchen in der Tischmitte auf und sucht nach den passenden Paaren. Der Clou dabei ist: Die gesuchten Begriffe müssen sich wortwörtlich und komplett ineinander verstecken. Findet ihr zum Beispiel die kleine EULE in der großen KEULE? Oder könnt ihr das ROT im BROT entdecken? Neben diesen Beispielen gibt es insgesamt 27 solcher außergewöhnlicher und lustiger Bildpaare freizulegen. Wer ein passendes Paar aufdeckt, darf es behalten und ist direkt noch einmal an der Reihe. Das Spiel endet sofort, wenn alle Paare gefunden wurden. Wer dann den größten Stapel an Memo-Plättchen vor sich liegen hat, gewinnt dieses Gedächtnisspiel, bei dem die jüngeren Mitspieler bei uns am Tisch wie immer die Nase vorn hatten.

Unsere Einschätzung: Memo-Idee, bei der man bildlich um die Ecke denken muss, um ein Pärchen zu finden. Einzig die viel zu große Schachtel (für das, was drin liegt = sehr kleine dünne Pappkärtchen) enttäuscht.

  • Neue und herausfordernde Memo-Variante
  • Nach "Old & New" und "Eindeutig Zweideutig" ein neues Memo
  • Für Jung und Alt gleichermaßen geeignet

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Der Beitrag Reisespiele 2026: Neuheiten für unterwegs erschien zuerst auf .

Neue Brettspiele 2026: Die besten Neuheiten für deinen Spieleabend

03. Februar 2026 um 11:44
Neue Brettspiele 2026

Du suchst frische Brettspiele für 2026 – ideal für Spieleabende mit Freunden oder der Familie? Dann bist du hier genau richtig! Die Redaktion von Brettspielelust hat die spannendsten Neuheiten des Jahres herausgepickt: von schnellen Karten- und Würfelspielen über kooperative Abenteuer bis hin zu anspruchsvollen Strategietiteln.

In unserer Liste „Neue Brettspiele 2026“ findest du ausschließlich Spiele, die wir selbst ausprobiert haben und die uns durch Spielspaß, Materialqualität und Wiederspielreiz überzeugt haben. Egal ob du ein neues Familienspiel, ein witziges Partyspiel oder ein taktisches Duell suchst – wir zeigen dir, welche Brettspiele 2026 sich wirklich lohnen.

Unser Fokus liegt wie immer auf Familienspielen, doch auch Fans von Partyspielen und strategischen Herausforderungen kommen auf ihre Kosten. Und falls du mehr Tipps für (immer noch) aktuelle Brettspiele suchst, schau gerne auch in diese Listen:
– „Neue Brettspiele 2025
– „Neue Brettspiele 2024
– „Neue Brettspiele 2023
– „Neue Brettspiele 2022

Der Beitrag wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert, sobald neue Titel auf unseren Tisch kommen. Schau also gerne regelmäßig vorbei! Bei einigen Empfehlungen findest du Amazon-Links. Wenn du darüber einkaufst, unterstützt du unsere Arbeit – ohne Mehrkosten für dich.

Inhaltsverzeichnis dieses Beitrags
  1. Elixirus
  2. Formidabel
  3. Furchtlos
  4. Garden Lake
  5. Green Team Wins
  6. Kilia
  7. Light Speed Arena
  8. Rebirth
  9. Eine Stadt für Amytis
  10. Ultraviaolett

Neue Brettspiele 2026 – los geht’s:

Der alphabetisch sortierte Beitrag wird fortlaufend aktualisiert…

Elixirus

Dickie Chapin | 2025 | Piatnik | 2 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Elixirus ist ein familienfreundliches Worker-Placement-Spiel, in dem ihr als Nachwuchszauberer Zutaten im Wald sammelt und daraus Tränke braut. Jede Runde setzt ihr eure Lehrlinge auf Waldplättchen ein, sammelt dort unterschiedlich viele Zutaten – oft kombiniert mit kleinen Spezialeffekten – und verarbeitet sie anschließend gleichzeitig auf euren Brautafeln. Farben und Sorten müssen exakt in die Flaschen passen; was nicht verbaut werden kann, landet in der Giftflasche und gibt Minuspunkte. Korken für abgeschlossene Tränke und seltene Spezialzutaten bringen zusätzliche Punkte und sorgen für kleine Wettläufe.

Das Spiel lebt vom Mix aus Einsetzen und dem Risiko beim Sammeln auf der eigenen Brautafel. Verzauberte und verfluchte Farben bringen persönliche Ziele ins Spiel, während Wald- und Rezepteffekte für taktische Momente und leichte Gemeinheiten sorgen. Glück spielt eine Rolle, bleibt aber im Rahmen – und die kurze Spieldauer lädt zu Revanchen ein. Fazit: Ein charmant illustriertes, leicht zugängliches Familienspiel mit genug Kniff, um auch erfahrene Spielerinnen zu unterhalten.

Unsere Wertung:

  • Familientaugliches Arbeiter-Einsetz-Spiel
  • Zentrale Waldstücke in der Tischmitte sorgen für viel Taktik und Interaktion!
  • Atmosphärische und stimmige Illustrationen unterstreichen das zauberhafte Thema!
  • Einfacher Spielablauf mit hohem Wiederspielreiz!

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Formidabel

Friedemann Friese | 2025 | 2F-Spiele | 1 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Formidabel ist ein schnelles Auftrags- und Ressourcenmanagementspiel von Friedemann Friese, in dem ihr euren persönlichen Kartenstapel effizient „abarbeitet“. Jeder Zug besteht aus Nachschub holen und bis zu drei Aufträge erfüllen – ein klarer Rhythmus, der das Spiel flüssig hält und kleine Kombos ermöglicht. Der Nachschubplan zwingt euch, clever zu planen, denn jede neue Position bestimmt, welche Feldfrüchte oder Karten ihr als Nächstes bekommt.

Belohnungen machen jeden erfüllten Auftrag lohnend: neue Waren, zusätzliche Karten oder Marktaktionen, die sofort zu weiteren Erfüllungen führen können. Regelbrecher – bezahlt durch bereits erfüllte Aufträge – bringen Tempo ins Spiel, etwa durch extra Ressourcen, Doppelzüge oder Bewegungen auf besetzte Felder. So entstehen die typischen „Aha“-Momente, wenn mehrere Effekte ideal ineinandergreifen.

Im Kern bleibt Formidabel ein schlanker, taktischer Effizienztest: Wer klug plant, seine Ressourcenwege verkürzt und die Marktchancen nutzt, baut sich einen stetigen Spielfluss auf. Glück beim Nachziehen spielt eine Rolle, lässt sich aber gut steuern. Das Ergebnis: ein zugängliches, reizvolles Kombinationsspiel, das in 20–30 Minuten rund läuft und gerne sofort nochmal gespielt wird.

Unsere Wertung:

Furchtlos

Friedemann Friese | 2025 | 2F-Spiele | 3 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Im Stichspiel „Furchtlos“ schlüpfen die Spieler in die Rolle von Gespenstern, die einen nächtlichen Wald durchqueren. Das Ziel ist ungewöhnlich: Statt möglichst viele Punkte zu sammeln, müssen die Teilnehmenden ihre Furchtpunkte durch ein perfektes Gleichgewicht minimieren. Gespielt wird in vier Farben mit Werten von +6 bis -6 sowie neutralen Nullkarten. Da ein Stich sowohl positive als auch negative Karten enthalten kann, gilt es, das eigene Punktekonto am Ende einer Runde möglichst exakt bei Null zu halten. Jeder Ausschlag in den Plus- oder Minusbereich wird als Furcht gewertet. Besonders riskant ist es, gänzlich auf Stiche zu verzichten: Wer leer ausgeht, bleibt in der Ruine zurück und wird mit einer hohen Strafe von 15 Furchtpunkten belegt.

Die Spieler müssen ständig abwägen, wann sie einen Stich erzwingen, um ihr Konto auszugleichen, und wann sie Karten gezielt an Mitspieler abgeben, um deren Balance zu stören. Die Interaktion ist hoch, da die Gruppe versucht, einander in ungünstige Punktbereiche zu drängen. Dank kurzer Runden, leicht verständlicher Regeln und einem stimmigen Thema eignet sich „Furchtlos“ ideal als unkompliziertes Familien- oder Absackerspiel. Der Wiederspielreiz ergibt sich aus dem spannenden Wechselspiel zwischen Risiko und Zurückhaltung, wobei oft ein einziger Stich über den Erfolg der gesamten Runde entscheidet.

Unsere Wertung:

Garden Lake

Uwe Rosenberg | Albi Games | 2025 | 1-4 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Garden Lake entführt in einen ruhigen Wassergarten, in dem mit Polyomino-Plättchen ein harmonischer See entsteht. Die U-förmige Auslage rund um das eigene Tableau bestimmt, welche Plättchen pro Zug erreichbar sind – eine einfache, aber interessante Mechanik, die das Legespiel strukturiert und etwas Dynamik hineinbringt. Bonusplättchen, gefüllte Reihen und freigespielte Dekorationen sorgen für zusätzliche Punkte und kleine taktische Entscheidungen, bleiben aber insgesamt überschaubar.

Interaktion gibt es vor allem indirekt, da sich Plättchenwahl und Nachschub gegenseitig beeinflussen. In der Schlusswertung zählen Reihen, Symbolgruppen und Dekorationen. Fazit: Ein ruhiges, klar aufgebautes Puzzle nach Rosenberg-Art – angenehm, sauber konstruiert, aber ohne großen Spannungsbogen.

Unsere Wertung:

  • Ein neues Legespiel von Uwe Rosenberg, dem Autor zahlreicher beliebter Strategiespiele.
  • Für 1–4 Spieler ab 8 Jahren, Spieldauer ca. 30+ Minuten.
  • Baue deinen eigenen Zierteich voller Koi-Karpfen, Seerosen und dekorativer Elemente.
  • Spielinhalt: 64 Wasserplättchen, 18 Dekorationsplättchen, 60 Bonusplättchen (15 pro Spieler), 4 Spielertafeln, 4 Teichkarten, Stoffbeutel, Anleitung in Englisch und Deutsch.
  • Englische und deutsche Version

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Green Team Wins

Nathan Thornton | PD-Verlag | 2025 | bis 12 Personen | ab 10 Jahren | bis 15 Minuten

Das Partyspiel „Green Team Wins“ (PD-Verlag) setzt voll auf Gruppendynamik: Ziel ist es nicht, die „richtige“ Antwort zu geben, sondern stets Teil der Mehrheit zu sein. Alle Spielenden beantworten simultan Fragen in drei Kategorien: „Entweder… oder“, „1, 2 oder 3“ (vorgegebene Optionen) oder „Mut zur Lücke“ (kreative Ergänzungen). Wer die Antwort wählt, die am häufigsten am Tisch vorkommt, gehört zum namensgebenden „Green Team“ und sammelt Punkte. Besonders lukrativ ist es, über mehrere Runden in der Mehrheit zu bleiben, da die Punktzahl für treue Teammitglieder steigt. Wer hingegen eine Außenseiter-Antwort gibt, landet im Team Orange und geht leer aus.

Der Reiz des Spiels liegt im psychologischen Einschätzen der Mitstreiter: Man schreibt nicht die eigene Meinung auf, sondern das, was man der Gruppe zutraut. Mit einer kurzen Spieldauer von etwa 15 Minuten und Platz für bis zu zwölf Personen eignet sich der Titel ideal als unkomplizierter „Eisbrecher“ oder für generationenübergreifende Runden. Da die Regeln in kürzester Zeit erklärt sind und kein Fachwissen erforderlich ist, steht der Unterhaltungswert und die Situationskomik im Vordergrund. Wer kooperative oder kommunikative Spiele wie „Fun Facts“ mag, findet hier eine kompetitive, aber lockere Alternative, bei der das Bauchgefühl über den Sieg entscheidet.

Unsere Wertung:

  • Brettspiele;Funspiele

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Kilia

Lars Ehresmann | 2025 | Huch | 2 bis 4 Personen | ab 14 Jahren | bis 90 Minuten

In „Kilia“ (HUCH!) übernehmen die Spielenden die Rollen von Reedern im historischen Kiel, um am Schleswig-Holsteinischen Canal ein Handelsimperium aufzubauen. Das Herzstück des Spiels ist ein Drafting-Mechanismus, bei dem pro Zug eine Aktionskarte gewählt wird. Die Besonderheit liegt in der vielseitigen Verwendbarkeit dieser Karten: Sie können als Händler auf einem Marktplatz-Raster platziert, für den Ausbau der eigenen Infrastruktur (Schloss, Universität, Werft, Packhaus) genutzt oder zum Erwerb von Fähigkeiten eingesetzt werden. Ein visueller Höhepunkt ist die Einkommensphase, in der physische Schiffskarten durch den Kanal geschoben werden und durch „Fenster“ in der Karte genau die Waren und Münzen anzeigen, die man durch gebaute Packhäuser erwirtschaftet.

Die Herausforderung besteht darin, aus den einzelnen Zügen effiziente Kettenreaktionen zu entwickeln und das Timing für teurer werdende Ausbauten optimal zu wählen. Während die Spielenden primär ihr eigenes Tableau optimieren, entsteht direkte Interaktion vor allem beim Wettlauf um begrenzte Errungenschaften und beim Wegschnappen begehrter Karten aus der Auslage. Zusätzliche Elemente wie die „Kieler Sprotten“ helfen dabei, Zufallsmomente bei der Kartenauswahl auszugleichen. Kilia bietet somit ein belohnendes Aufbau-Erlebnis mit klaren Abläufen und einer motivierenden Engine, das trotz einer gewissen Solitär-Tendenz durch seinen flüssigen Spielstil und das stimmige historische Thema überzeugt.

Unsere Wertung:

  • 🚢 Entdecke KILIA, ein SPANNENDES KENNERSPIEL, in dem du als aufstrebender Reeder in der Hafenmetropole Kiel dein Handelsimperium aufbaust!
  • 🛠 Dieses HISTORISCHE STRATEGIESPIEL kombiniert geschicktes RESOURCE MANAGEMENT mit packendem Gameplay, während du Waren handelst und Schiffe baust.
  • 🎲 Ideal für 2 bis 4 Spieler ab 14 Jahren, bietet dieses Spiel sowohl strategische Tiefe als auch spannende Interaktionen für alle Beteiligten.
  • 📜 KURZANLEITUNG: 1. Baue deine Flotte und erweitere dein Handelsnetz | 2. Erlerne neue Fähigkeiten und erfülle Aufträge | 3. Setze Wertungsmarker für den Sieg!
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Light Speed Arena

Leonardo Alese, James Ernest, Tom Jolly, Emanuele Santellani – Tablescope, Pegasus | 2025 | 2 bis 4 (6) Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten

Mit Light Speed Arena kehrt das hektische Echtzeit-Raumgefecht von 2003 in modernisierter Form zurück – diesmal als smartes Hybridspiel mit App-Unterstützung. Zwei bis vier Kommandant:innen (optional auch bis zu sechs) liefern sich ein schnelles Duell, platzieren in wenigen Sekunden ihre Schiffe in einer modularen Arena und versuchen, optimale Schusswinkel und Manöver zu finden. Sobald die wilde Platzierungsphase endet, übernimmt die App: Ein Foto des Spielfelds reicht, um Treffer, Explosionen und Ressourcen zu erfassen – samt animierter Gefechtsdarstellung auf dem Bildschirm.

Das Ergebnis ist ein Erlebnis zwischen Brettspiel und digitaler Simulation, das sofort fesselt. Die Kombination aus Tempo, Taktik und Technologie macht Light Speed Arena zu einem der interessantesten Echtzeitspiele des Jahres. Fans des chaotischen Originals kommen voll auf ihre Kosten – diesmal ganz ohne Lineal und Diskussionen über Laserlinien.

Für uns schon jetzt eines der Highlights des Jahres: ein kurzes, knackiges Sci-Fi-Spiel, das eindrucksvoll zeigt, wie gut analoges Spielgefühl und digitale Präzision zusammenpassen.

Unsere Wertung:

Rebirth

Reiner Knizia | Mighty Boards, Frosted Games | 2024 | 2-4 Personen | ab 8 Jahren | bis 60 Minuten

Rebirth von Reiner Knizia lässt euch als Clanoberhäupter ein verwüstetes Schottland oder Irland neu gestalten. Das Plättchenlegespiel punktet mit schnellen, flüssigen Spielzügen: Ein Plättchen wählen, geschickt einbauen und sofort punkten. Durch clevere Kombinationen entstehen Kettenreaktionen, die Mehrheiten an Burgen sichern oder Missionskarten freischalten. Sofortpunkte, Zwischenwertungen und Endspielziele greifen ineinander und sorgen für ein belohnendes Spielgefühl, in dem nahezu jeder Zug vorwärtsführt.

Die beiden Spielplanseiten verleihen Rebirth zusätzlichen Reiz. Schottland bietet einen entspannten Einstieg mit klassischem Mehrheiten- und Missionsspiel, während Irland mit offenen Missionszielen und besonderen Turmfeldern mehr taktische Finesse ins Spiel bringt. Wer hier Kathedralen sinnvoll platziert, kann mächtige Boni auslösen oder überraschende Punktesprünge erzielen.

Unabhängig von der gewählten Seite überzeugt Rebirth durch sein stetiges Fortschrittsgefühl, schön verzahnte Mechaniken und eine atmosphärische Gestaltung voller keltischer Motive. Es bleibt ein Legespiel, das gleichermaßen ruhig wie motivierend ist – zugänglich für Einsteiger, aber mit genug Tiefe für Vielspieler.

Unsere Wertung:

Eine Stadt für Amytis

Jérémy Ducret & Romaric Galonnier | 2025 | Game Factory | 2 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

In dem Duellspiel „Eine Stadt für Amytis“ (Game Factory) wetteifern zwei Architekten um den Bau der prächtigsten Stadt für die babylonische Königin. Auf einem gemeinsamen 3×3-Spielfeld setzen die Kontrahenten ihre Figuren ein, um Zugriff auf verschiedene Gebäudeplättchen zu erhalten. Der Clou: Wer seine Architekten in einer Dreierreihe platziert – ähnlich wie bei Tic-Tac-Toe –, darf seine Figuren zurücknehmen und bleibt handlungsfähig. Die erworbenen Plättchen werden auf dem eigenen, ebenfalls 3×3 Felder großen Tableau abgelegt. Da die Gebäude je nach Typ und Position unterschiedliche Wertungsregeln mitbringen, ist eine vorausschauende Planung der Stadtstruktur unerlässlich.

Das Spiel bezieht seinen Reiz aus der ständigen Beobachtung des Gegenübers. Man muss abwägen, ob man die eigenen Architekten für lukrative Gebäude einsetzt oder die Reihen des Mitspielers blockiert. Eine wichtige Komponente ist das Überbauen bereits platzierter Gebäude: Dies ermöglicht es, das eigene Stadtbild nachträglich zu verändern, um etwa spezifische Farbanforderungen neuer Auftragskarten zu erfüllen. Mit einer Spieldauer von etwa 30 Minuten bietet das Spiel ein flüssiges Erlebnis mit hoher Interaktion, bei dem der Erfolg maßgeblich davon abhängt, wie geschickt man die Gebäude auf dem eigenen Tableau arrangiert und an die wechselnden Ziele anpasst.

Unsere Wertung:

  • EINE STADT FÜR AMYTIS: Schlüpfe in die Rolle eines königlichen Architekten. Nutze taktische Finesse, um deinen Kontrahenten beim Bau einer prächtigen Stadt zu übertrumpfen!
  • Setze deine Figuren vorausschauend, um dir die meisten Punkte zu sichern, indem du Aufträge erfüllst, Gebäude clever anordnest oder Reihen alla Tic-Tac-Toe bildest.
  • Trotz einfachen Regeln und einem leichten Einstieg warten knifflige Entscheidungen und viele Interaktionen auf dich! Nutze deine Strategie oder blockiere deinen Gegner und erlebe spannende Duelle mit taktischer Tiefe!
  • Anzahl der Spieler: 2. Spieldauer: ca. 30 Minuten. Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren.
  • Aus dem Hause GAME FACTORY - SPIELE FÜR FAMILY & FRIENDS.

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Ultraviaolett

Kampfhummel Spiele – Angela Vögtli | 3–4 Personen | ab 12 Jahren | ca. 45 Minuten

Ultraviolett ist ein kreatives Zeichenspiel mit unsichtbarer Tinte. Jede Runde würfeln alle Spieler verdeckt vier der vielen ausliegenden Satzfragmente und müssen den kompletten Satz (meist völliger Unsinn!!!) mit UV-Stift zeichnen – ohne dabei zu sehen, was sie malen. Erst unter der UV-Lampe werden die Bilder bei der Auswertung sichtbar. Anschließend versuchen alle, die jeweilige Satzkombination zu erraten.

Punkte gibt es für korrekt erratene Sätze anderer, wenn der eigene Satz erraten wird oder als Bonus für ein zusammenhängendes Bild. Die Partie bei diesem Partyspiel geht über 5 Runden oder bis ein Spieler 42 Punkte erreicht. Erweiterungen ermöglichen mehr Spieler und zusätzliche Karten.

Unsere Wertung:

  • HUMOR SCHLÄGT TALENT: Endlich ein Spiel, bei dem man kein Zeichenprofi sein muss. Durch den innovativen Spielmechanismus sind neben Humor und Kreativität vor allem auch taktisches Geschick gefragt.
  • EINZIGARTIGES SPIELPRINZIP: Schlüpf in die Rolle eines durchgeknallten Künstlers und zeichne absurde Sätze mit unsichtbarer Zaubertinte. Erlebe ein kompetitives Mal-Rate-Partyspiel mit UV-Stiften.
  • WÜRFELN, ZEICHNEN, RATEN: Alle würfeln gleichzeitig. Danach malt jeder sein unsichtbares Meisterwerk aus 4 Satzfragmenten. Mit UV-Licht werden die Zeichnungen sichtbar und müssen von den Mitspielern erraten werden.
  • SCHNELLER START, LANGES VERGNÜGEN: Alles ist dabei inkl. Batterien. Einfache Regeln und eine Videoanleitung garantieren einen leichten Einstieg. Hoher Wiederspielwert durch Millionen von Kombinationsmöglichkeiten.
  • GROßARTIGE GESCHENKIDEE: Tolles Geschenk für Spiele- und Ratefans zu Weihnachten, zum Geburtstag, zu Silvester oder als Mitbringsel zum lustigen Spieleabend mit Familie und Freunden.

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(wird laufend erweitert…)

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Die besten Schnippspiele für deine Spielesammlung

22. Januar 2026 um 09:19

Bei Schnippspielen nutzt ihr euer Geschick und taktisches Verständnis, um Spielsteine per Fingerstoß ans Ziel zu bringen. Wir haben uns die besten Games für euch genauer angesehen und berichten von unseren Eindrücken.

Schnippspiele gehören zu den Brettspielen, die sofort für Aufmerksamkeit am Spieltisch sorgen. Statt langer Regelwerke oder komplexer Abläufe stehen hier Geschicklichkeit, Timing und eine Portion taktisches Denken im Mittelpunkt. Und Haptik! Mit einem gezielten Fingerstoß (engl. to flick) werden Spielsteine bewegt, Ziele angesteuert oder gegnerische Pläne durchkreuzt – schnell erklärt, aber überraschend vielseitig.

Als besondere Form der Geschicklichkeitsspiele verbinden Schnippspiele eine intuitive Mechanik mit echter Entscheidungsfreiheit. Winkel, Entfernung und Position auf dem Spielplan spielen eine ebenso große Rolle wie das Einschätzen der Mitspielenden. Gerade darin liegt ihr Reiz: Jede Aktion ist sichtbar, spürbar und hat unmittelbare Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf.

Für Familien und gemischte Spielrunden sind Schnippspiele besonders attraktiv. Sie sind leicht zugänglich, fördern die Interaktion und gleichen Erfahrungsunterschiede aus. Ob Kinder, Gelegenheitsspieler oder Vielspielerin – alle sitzen auf Augenhöhe am Tisch und erleben gemeinsam spannende, oft emotionale Spielmomente.

Wir haben uns durch die Welt der Schnippspiele geflickt und stellen euch im folgenden Beitrag „Die besten Schnippspiele für deine Spielesammlung“ in alphabetischer Reihenfolge vor. Dabei werfen wir einen Blick auf Spielmechanik, Materialqualität und Wiederspielwert und zeigen, welche Schnippspiele sich besonders für Familien und Spielrunden eignen.

Inhaltsverzeichnis der Seite:
  1. Crokinole
  2. Ice Cool
  3. Le Passe Trappe
  4. Pitch Car
  5. Pitch & Plakks
  6. Rumms – Schnipp die Krone
  7. Schnipp & weg
  8. Skitter
  9. Subbuteo
  10. Table Curling

Crokinole

1876 | 2 bis 4 Personen | Ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Crokinole gilt als der unangefochtene Klassiker der Schnippspiele und besticht durch seine elegante Schlichtheit. Auf einem kreisrunden, hochwertigen Holzbrett versuchen zwei Personen oder Teams, ihre Scheiben in punktreiche Zonen zu manövrieren. Das Herzstück bildet die zentrale Vertiefung, das 20er-Loch, das von acht Pfosten als Hindernisse bewacht wird. Ziel ist es, am Ende einer Runde durch geschicktes Platzieren und Verdrängen die höchste Punktzahl zu erreichen.

Das Spielgefühl von Crokinole wird durch eine strikte Kontaktregel geprägt: Liegt ein gegnerischer Stein auf dem Feld, muss dieser zwingend getroffen werden. Das erfordert ständige Abwägungen zwischen Angriff und Verteidigung. Man wählt etwa einen riskanten Bandenschuss, um einen gut platzierten Gegner aus dem Zentrum zu stoßen und gleichzeitig die eigene Scheibe in einer hohen Wertungszone zu parken. Die glatte Oberfläche erlaubt dabei präziseste Manöver, bei denen die exakte Dosierung der Kraft über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Abschließend zeigt sich das Spiel als zeitloses Meisterwerk mit enormem Wiederspielwert. Die haptische Qualität des Holzes und die Tiefe der taktischen Duelle machen jede Partie einzigartig. Es ist die perfekte Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und 150-jähriger Spieltradition.

Ice Cool

Von Brian Gomez | Amigo | 2017 | 2 bis 4 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten

„Ice Cool“ von Brian Gomez widerlegt das Klischee, dass Kinderspiele nur für Kinder interessant seien. Sein Schnippspiel ist ein großer Spaß für jedes Alter. In einer Pinguin-Schule, die aus fünf flachen Boxen zusammengesetzt wird, versuchen wir, unsere Spielfigur geschickt durch die einzelnen Räume zu schnippen. Über den Durchgängen hängen Fische, die wir beim Passieren einkassieren. Doch Vorsicht: Einer der Mitspieler ist der Hausmseister der Schule und versucht, die anderen Pinguine zu fangen.

Ice Cool ist ein modernes Geschicklichkeitsspiel, das durch einen originellen Aufbau der Spielkartons glänzt und mit etwas Übung großartige Moves der Spielfiguren ermöglicht. Pro-Tipp: Wir haben uns auch die Fortsetzung „Ice Cool 2“ angeschafft und stecken am liebsten beide Spiele zusammen: Das ergibt zehn Räume und ein riesiges Spielfeld, auf dem ihr euch gegenseitig jagen könnt!

Le Passe Trappe

Von Jean-Marie Albert, Matthew McLachlan | Ferti | 2 Personen | ab 6 Jahren | bis 10 Minuten

Dieses rasante Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen verzichtet auf klassische Rundenabfolgen und setzt stattdessen auf pure Action. Das rechteckige Holzbrett ist durch eine Zwischenwand mit einer schmalen Öffnung in zwei Hälften geteilt. Jeder von euch startet mit fünf oder sechs Holzscheiben auf seiner Seite. Das Ziel ist so simpel wie fordernd: Leert eure Spielfeldhälfte komplett, indem ihr die Scheiben mithilfe des gespannten Gummibandes durch das zentrale Tor katapultiert.

Die zentrale Mechanik ist das gleichzeitige Agieren: Es gibt keine Pausen, denn beide Spieler schnippen ihre Pucks so schnell wie möglich mit nur einer Hand durch die Lücke. Da euer Gegenüber genau dasselbe versucht, fliegen ständig neue Scheiben in euer Feld zurück, die ihr sofort wieder ins Visier nehmen müsst. Wer zuerst keine einzige Scheibe mehr auf seiner Seite liegen hat, entscheidet die Runde für sich. Meist wird in einer Serie wie „Best of Five“ gespielt, bis jemand die nötigen Siege errungen hat.

Dieses Schnippspiel-Duell erfordert nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Nervenstärke und Präzision unter massivem Zeitdruck. Die hohe Interaktion und die kurzen, knackigen Partien machen es zu einem idealen Partyspiel oder schnellen Wettkampf zwischendurch für jede Altersklasse. Es ist ein Paradebeispiel für ein Spiel, das ohne kompliziertes Regelwerk sofort Begeisterung auslöst.

Pitch Car

Von Jean du Poël | Ferti | 2003 | 2-8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Rennsport-Action pur: Bei PitchCar steuert ihr kleine Holzscheiben per Fingerschnipp über einen modularen Parcours. Das Ziel ist es, als Erster drei Runden zu vollenden. Eine Qualifikation vorab entscheidet über die Startplätze, bevor das packende Rennen mit bis zu acht Personen beginnt.

Das Spielgefühl lebt von der ständigen Balance zwischen Risiko und Präzision. Ihr müsst eure feinmotorischen Fähigkeiten beweisen, um die Wagen geschickt durch enge Kurven zu manövrieren. Wer zu fest schnippt und die Strecke verlässt oder sein Fahrzeug aufs Dach legt, verliert wertvollen Boden und muss zurück zur alten Position. Die Banden lassen sich taktisch nutzen, um mit hohem Tempo an den Gegnern vorbeizuziehen. Durch den modularen Aufbau und vielfältige Erweiterungen wie Schanzen oder Kreuzungen gleicht kein Rennen dem anderen.

Abschließend zeigt sich PitchCar als zeitloser Schnippspiel-Klassiker mit hoher Materialqualität. Die einfache Mechanik ermöglicht einen sofortigen Einstieg ohne lange Regelstudien. Trotz kleiner Kanten an den Übergängen der Holzteile bleibt das Erlebnis durchweg packend und bietet langanhaltenden Spielspaß. 

Pitch & Plakks

Von Jordi Dominguez und Haritz Múgica | Plakks | 2020 | 2 bis 8 Personen | ab 6 Jahren | bis 45 Minuten

Pitch & Plakks bringt das klassische Minigolf-Gefühl als modulares Schnippspiel auf den Tisch. Ziel für zwei bis acht Teilnehmende ist es, die eigene Kugel mit so wenigen Fingerstößen wie möglich einzulochen. Das Spiel simuliert dabei eine Outdoor-Sportart durch geschickte Aktionen auf einer variablen Holzstrecke, die wir immer wieder neu zusammensetzen können.

Der Reiz liegt in Hindernissen wie Rampen, Brücken oder Kurven. Die Spieler setzen die Bahn aus Puzzleteilen zusammen und entscheiden bei jedem Zug über Kraft und Winkel. Wer vor dem steilen „Vulkan“ steht, benötigt viel Fingerspitzengefühl, um die Kugel präzise zu versenken, ohne sie über das Ziel hinaus zu katapultieren. Landet der Ball abseits der Bahn, drohen Strafpunkte. Wir müssen unsere Züge exakt koordinieren, um auf der Punktetafel am Ende die niedrigste Summe vorzuweisen.

Das Spiel überzeugt durch hochwertiges Material und eine hohe soziale Dynamik. Die modularen Teile bieten einen hohen Wiederspielwert, da ständig neue Kurse entstehen. Trotz einer etwas instabilen Verpackung bleibt der Spielspaß durch die intuitive Mechanik für alle Altersklassen hoch.

Rumms – Schnipp die Krone

Von Oliver Sibthorpe, Gary Sibthorpe | Kosmos | 2021 | 2 bis 4 Personen | ab 7 Jahren | bis 20 Minuten

In der schicken Blechdose von Rumms – Schnipp die Krone verbirgt sich ein Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen oder Teams. Auf drei Neoprenmatten errichten wir zunächst im Geheimen eine Festung aus Würfeln, bevor wir versuchen, den gegnerischen König per Fingerschnipp zu Fall zu bringen. Die Mechanik ist so simpel wie effektiv: Mit Fingerspitzengefühl und einer Portion Glück katapultieren wir unsere Einheiten – von Trollen bis zu Drachen – über das Spielfeld.

Das Besondere sind die Spezialfähigkeiten der verschiedenen Figuren. Manche Würfel frieren gegnerische Einheiten ein, während andere zusätzliche Züge ermöglichen oder gefallene Krieger zurückholen. Das Spielerlebnis ist geprägt von Schadenfreude und Slapstick-Momenten, wenn Würfel in bizarren Winkeln abprallen oder spektakulär Ziele abräumen. Da die leichten Kunststoffwürfel oft unvorhersehbar springen, ist echte Präzision zwar schwer zu erreichen, was den Spaß in der Runde aber kaum trübt.

Trotz kleinerer Abzüge bei der Materialwertigkeit der Würfel überzeugt die Neuauflage durch ihre Zugänglichkeit und die dynamische Action. Es ist ein Pausenfüller oder Partyspaß, der besonders bei Kindern für Begeisterung sorgt. Der schnelle Aufbau und die kurzen Partien laden immer wieder zu einer Revanche ein.

Schnipp & weg

Von Dieter Zander | Gerhards Spiel und Design | 2012 | 2 Personen | ab 6 Jahren | bis 15 Minuten

Schnipp & weg ist ein puristisches Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen, das auf dem russischen Klassiker Chapayev basiert. In der hochwertigen Umsetzung der Holzmanufaktur Gerhards Spiel und Design treten die Spielenden an, um die gegnerischen Steine durch gezielte Fingerschnipper vom sanduhrförmigen Brett zu befördern. Wer eine Runde für sich entscheidet, darf seine Formation eine Reihe weiter in Richtung Mittelfeld rücken, bis schließlich die Vorherrschaft auf dem Feld gesichert ist.

Das Spielerlebnis zeichnet sich durch eine ständige Abwägung zwischen Angriff und Verteidigung aus. Ein präziser Stoß gegen eine gegnerische Flanke kann beispielsweise eine ganze Kette von Steinen abräumen, erfordert jedoch eine exakte Kraftdosierung, damit das eigene Material nicht ebenfalls im Aus landet. Besonders interessant ist der haptische Unterschied zwischen den verfügbaren Stein-Varianten: Während die leichten Holzscheiben flink reagieren, bieten die schwereren Steine aus Taguanuss ein deutlich kontrollierteres Gleitverhalten. Je enger das Spielfeld durch das Vorrücken der Linien wird, desto mehr rückt die exakte Positionierung in den Fokus.

Abschließend präsentiert sich Schnipp & weg als zeitloses Duell, das durch exzellente Verarbeitung und einfache Regeln besticht. Es fordert sowohl die Feinmotorik als auch das taktische Verständnis heraus und bietet eine hohe Belohnung für geübte Finger. Die Reduktion auf das Wesentliche macht jede Partie zu einer spannungsgeladenen Herausforderung. 

Skitter

Von Sebastian Bänsch, Alexander Morgenstern, Ingo Wöhle | 2025 | 2 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten

Skitter ist ein Geschicklichkeits- und Partyspiel, das auf den ersten Blick an Klassiker wie Shuffleboard oder Curling erinnert, dabei aber einen ganz eigenen Dreh entwickelt. Ziel ist es, die eigenen Spielscheiben möglichst geschickt auf dem Board zu platzieren und dabei Punkte zu sammeln, ohne sich selbst oder den Mitspielern ungewollte Vorteile zu verschaffen. Gespielt wird reihum, indem die Skitts aus dem Abschussbereich über das Spielfeld geschnippt werden. Dabei können sie direkt durch die Mitte gleiten oder über die Bande gespielt werden, um Winkel und Tempo besser zu kontrollieren.

Das Spielfeld ist mit unterschiedlich farbigen Zielfeldern ausgestattet, die über Magnete verfügen. Genau hier liegt der besondere Reiz von Skitter: Trifft ein Skitt auf ein Feld, bleibt er dank der Magnetkraft haften – manchmal genau dort, wo man ihn haben wollte, manchmal aber auch ein paar Zentimeter früher oder später. Diese magnetische Anziehung sorgt für überraschende Effekte, denn Scheiben können leicht abgelenkt werden oder an bereits liegenden Skitts andocken. Zusätzlich liegen zu Beginn große Skitts und Bumper auf dem Minusfeld, die als Hindernisse dienen und den Spielverlauf ständig verändern.

Punkte werden über eine magnetische Zählleiste festgehalten, was den haptischen Charakter des Spiels weiter unterstreicht. Eine Runde endet, sobald ein Spieler die benötigte Punktzahl erreicht hat. Durch Hilfslinien für Kinder und Anfänger lässt sich der Schwierigkeitsgrad flexibel anpassen. Skitter lebt von seiner Mischung aus Fingerspitzengefühl, taktischem Einschätzen der Magnetwirkung und einer guten Portion Unberechenbarkeit – genau das macht jede Partie anders und sorgt für lebendige Momente am Spieltisch.

Subbuteo

Von Peter Adolph | 1947 | 2 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Wer bei Subbuteo an einfache Plastikfiguren aus dem Kaufhaus denkt, hat die faszinierende Welt des „Sports Table Football“ noch nicht entdeckt. Jenseits der günstigen Einsteigersets existiert eine semiprofessionelle Szene, die dieses Spiel als ernsthaften Sport auf hohem Niveau betreibt. Hier geht es nicht um ein kurzes Vergnügen zwischendurch, sondern um eine komplexe Simulation, die eine steile Lernkurve und enorme taktische Disziplin erfordert. Das Herzstück sind dabei die speziellen Figuren mit ihren perfekt ausbalancierten Sockeln, den sogenannten Bases. Diese sind so präzise gefertigt, dass sie auf den feinen Astroturf-Spielfeldern fast wie von selbst gleiten und kontrollierte Effetschüsse ermöglichen.

Das Spielerlebnis unterscheidet sich von herkömmlichen Geschicklichkeitsspielen. Während der Ballbesitzer versucht, seine Stürmer mit gezielten Schnippern in Position zu bringen, darf der verteidigende Part bei jedem Zug einen Defensiv-Flick ausführen. Diese „Blocking-Flicks“ machen das Spiel zu einem rasanten Echtzeit-Schach, bei dem man Räume zustellen und Laufwege antizipieren muss. Jede Bewegung erfordert absolute Konzentration: Ein zu harter Stoß führt zum Ballverlust, eine falsche Handhaltung wird als Foul gewertet. Man muss die Fingerfertigkeit über Monate trainieren, um die Flugbahn des Balles und die Gleiteigenschaften der eigenen Mannschaft perfekt zu beherrschen.

In dieser Welt verschmelzen taktisches Denken und feinmotorische Meisterschaft. Wer einmal die Faszination eines perfekt ausgeführten Spielzugs erlebt hat, versteht, warum Subbuteo eine so loyale Anhängerschaft hat. Es ist ein Hobby, das Tiefe bietet und den Ehrgeiz weckt, immer neue Tricks und Techniken zu erlernen. Man taucht ein in eine Gemeinschaft von Enthusiasten, die ihr Material pflegen und jede Partie wie ein echtes Finale zelebrieren. Dieser Sport belohnt Geduld und Präzision gleichermaßen und beweist, dass Tischfußball weit mehr sein kann als nur ein bloßer Zeitvertreib.

Table Curling

Von Christian Vennerød | Noris Spiele | 2013 | 2 bis X Personen | ab 6 Jahren | 15 bis 30 Minuten

Wenn bei uns die Olympischen Winterspiele ins Wohnzimmer einziehen, ist meist Table Curling im Spiel. Die Tisch-Umsetzung des Traditionssports fängt Taktik und Eleganz des Originals perfekt ein (auch wenn hier nicht mit dem Besen geschrubbt werden muss!). Ziel ist es, die eigenen Steine so nah wie möglich an den Mittelpunkt des Zielkreises zu befördern. Dabei gleiten die Pucks dank einer eingebauten Kugel fast so reibungslos über die Bahn wie auf echtem Eis.

Im Spielverlauf schicken wir unsere Steine mit Fingerspitzengefühl abwechselnd ins Feld. Da nur die Positionen am Ende der Runde zählen, entsteht ein interaktiver Schlagabtausch. Oft visieren wir gar nicht direkt das Zentrum an, sondern kicken einen gegnerischen Stein aus der Wertungszone oder bauen eine schützende Barriere vor unseren eigenen Bestleistungen auf. Ein perfekt dosierter Stoß verändert das Kräfteverhältnis am Tisch sofort. Die physiknahe Steuerung belohnt eine ruhige Hand.

Table Curling überzeugt durch seinen extrem schnellen Aufbau und die hohe Zugänglichkeit für alle Generationen. Die Mischung aus Präzision und Taktik sorgt für langanhaltende Spannung, ohne durch komplexe Regeln zu bremsen. Das Spielgefühl bleibt dabei stets angenehm kompetitiv und gesellig. 

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Die besten Familienspiele des Jahres 2025

29. Dezember 2025 um 11:24

Auch 2025 war bei uns wieder ein echtes Spielejahr: Über 100 Neuerscheinungen landeten auf dem Tisch der Brettspielelust-Jury, wurden gespielt, diskutiert und immer wieder neu bewertet. Doch am Ende stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Welche dieser Spiele bleiben hängen? Welche funktionieren nicht nur beim ersten Eindruck, sondern begeistern Familien dauerhaft – und haben das Potenzial, echte Klassiker zu werden?

Genau dieser Frage sind wir auch diesmal nachgegangen. Wie in den Jahren 2022, 2023 oder 2024 haben wir aus einer umfangreichen Longlist unsere Top 10 Familienspiele 2025 gewählt. Uns wichtig waren dabei klare Regeln, ein schneller Einstieg und zugleich genug spielerische Tiefe, um auch erfahrene Spielerinnen und Spieler zu fordern. Spiele also, die Generationen an einen Tisch bringen – vom Gelegenheitsspieler bis zum Vielspieler.

Die folgende Rangliste führt dich Schritt für Schritt von Platz 10 bis zu unserem persönlichen Spiel des Jahres. Ob Partyspiel mit Lachgarantie, taktisches Abenteuer oder cleveres Denkspiel: Diese Auswahl steht für unvergessliche Spielabende und gemeinsame Zeit am Tisch. Viel Freude beim Stöbern, Wiederentdecken – und vielleicht beim Finden eures nächsten Lieblingsspiels.

Platz 10: Cities

Von Phil Walker-Harding, Steve Finn | Kosmos | 2024 | 2 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | bis 45 Minuten
Cities

Cities gehört zu den positiven Überraschungen des Jahres und hat sich einen Platz in unseren Liste „Beste Famiilienspiele des Jahres“ mehr als verdient. In dem Städtebauspiel von Phil Walker-Harding und Steve Finn planen die Spielenden ihr eigenes Stadtviertel aus Bauflächen, Parks und Wasserzonen, errichten farbige Hochhäuser und erfüllen dabei öffentliche Stadtziele sowie private Aufträge. Der Kernreiz entsteht aus der cleveren Kombination aus Drafting, räumlichem Puzzle und indirekter Interaktion: Jede Entscheidung wirkt sich nicht nur auf das eigene Viertel, sondern auch auf die Möglichkeiten der Mitspielenden aus.

Trotz der vielen Materialien bleibt der Ablauf angenehm übersichtlich. Die Regeln sind schnell erklärt, bieten aber genug taktische Tiefe, um auch Vielspieler zu fordern. Besonders das Stapeln der Gebäude sorgt für eine schöne Tischpräsenz und langfristige Planung. Cities spielt sich flott, skaliert gut mit vier Personen und verbindet Zugänglichkeit mit strategischen Entscheidungen. Ein elegantes Familienspiel, das Planung, Optimierung und Wettbewerb gelungen vereint.

  • Plane und baue ein einzigartiges Stadtviertel mit Wasser-, Park- und Baulandflächen, um die Anforderungen des Stadtrats zu erfüllen
  • Nutze Auftragskarten, Stadtentwicklungspläne und Gebäudeteile, um die besten Punktkombinationen zu erzielen
  • Stapelbare Gebäudeteile und doppelseitige Stadtentwicklungspläne sorgen für Abwechslung und immer wieder neue Herausforderungen
  • Sammle Materialien, erweitere strategisch dein Stadtviertel und erfülle Ziele für maximale Punkt
  • Konstruiere das beliebteste Stadtviertel durch clevere Planung und Gestaltung
  • Ideal für Familien und Fans von Strategiespielen
  • Für 2–4 Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahre
  • Auf der Empfehlungsliste zum "Spiel des Jahres 2025"
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Platz 9: 3 Ultraviolett

von Angela Vögtli | 2025 | Kampfhummel Spiele | 3 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | 30 Minuten
Ultraviolett

Ultraviolett ist eines dieser Partyspiele, bei denen weniger das Gewinnen als das gemeinsame Lachen im Mittelpunkt steht. Mit unsichtbarer Tinte und UV-Licht bringt Kampfhummel frischen Wind ins klassische „Mal-und-rate“-Prinzip. Die Spielenden würfeln sich aus mehreren Begriffen absurde Satzkombinationen zusammen und müssen diese anschließend zeichnen – ohne zu sehen, was sie eigentlich aufs Papier bringen. Erst bei der Auswertung werden die Bilder mithilfe der UV-Lampe sichtbar, was regelmäßig für Überraschungen, Diskussionen und Gelächter sorgt.

Der Reiz entsteht vor allem aus dem Chaos: vermeintlich klare Zeichnungen entpuppen sich als Rätsel, während wilde Kritzeleien plötzlich erstaunlich eindeutig sind. Die Regeln sind schnell erklärt, das Tempo hoch, und niemand sitzt lange untätig herum. Die strenge Punktewertung tritt dabei klar in den Hintergrund. Ultraviolett funktioniert am besten in humorvollen Runden, die Freude an absurden Ideen haben. Kein Spiel für Perfektionisten, aber ein originelles Partyspiel mit starkem Erlebnisfaktor und hohem Spaßpotenzial.

  • HUMOR SCHLÄGT TALENT: Endlich ein Spiel, bei dem man kein Zeichenprofi sein muss. Durch den innovativen Spielmechanismus sind neben Humor und Kreativität vor allem auch taktisches Geschick gefragt.
  • EINZIGARTIGES SPIELPRINZIP: Schlüpf in die Rolle eines durchgeknallten Künstlers und zeichne absurde Sätze mit unsichtbarer Zaubertinte. Erlebe ein kompetitives Mal-Rate-Partyspiel mit UV-Stiften.
  • WÜRFELN, ZEICHNEN, RATEN: Alle würfeln gleichzeitig. Danach malt jeder sein unsichtbares Meisterwerk aus 4 Satzfragmenten. Mit UV-Licht werden die Zeichnungen sichtbar und müssen von den Mitspielern erraten werden.
  • SCHNELLER START, LANGES VERGNÜGEN: Alles ist dabei inkl. Batterien. Einfache Regeln und eine Videoanleitung garantieren einen leichten Einstieg. Hoher Wiederspielwert durch Millionen von Kombinationsmöglichkeiten.
  • GROßARTIGE GESCHENKIDEE: Tolles Geschenk für Spiele- und Ratefans zu Weihnachten, zum Geburtstag, zu Silvester oder als Mitbringsel zum lustigen Spieleabend mit Familie und Freunden.
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Platz 8: Faraway

Von Johannes Goupy, Corentin Lebrat | Kosmos | 2024 | 2 bis 6 Personen | ab 10 Jahren | bis 20 Minuten
Faraway

Faraway ist ein kleines Kartenspiel mit einem großen Kniff – und genau dieser macht es zu einem der spannendsten Titel des Jahres. In kurzen Partien erkunden die Spielenden den geheimnisvollen Kontinent Alula, legen Regionenkarten aus und sammeln Ressourcen sowie Aufgaben. Das Besondere zeigt sich erst am Ende: Die Wertung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der ausgespielten Karten. Was man früh legt, wird zuletzt – und nur mit den dann noch sichtbaren Ressourcen – gewertet.

Dieser Mechanismus zwingt zu vorausschauendem Denken und macht jede Entscheidung bedeutsam. Während des Spiels weiß man nie genau, welche Karten später optimal zusammenpassen werden. Das sorgt für permanente Spannung, viele „Aha“-Momente und einen hohen Wiederspielreiz. Die Interaktion entsteht vor allem durch das Wettrennen um Karten und Heiligtümer, bleibt aber stets angenehm indirekt.

Faraway ist schnell erklärt, flott gespielt und bietet dennoch erstaunlich viel strategische Tiefe. Gerade dieser Kontrast aus einfacher Struktur und anspruchsvollen Entscheidungen macht den Reiz aus. Ein cleveres, elegantes Kartenspiel, das zu Recht für Preise nominiert ist und in keiner Liste „Die besten Familienspiele des Jahres 2025“ fehlen sollte.

  • Einzigartiges Kartenspiel mit innovativem Mechanismus.
  • Besonders origineller und schneller Spielspaß.
  • Vielseitig einsetzbar: Ideal für 2 Spielerinnen und Spieler oder Gruppen bis zu 6 Personen.
  • Fesselndes Spielerlebnis mit Wiederspielreiz – der "Gleich nochmal"-Faktor garantiert!
  • Für 2-6 Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahre.
  • Nominiert zum "Kennerspiel des Jahres 2025"
16,29 €

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Platz 7: Survive the Island

von Julian Courtland-Smith | Zygomatic | 2024 | 2-5 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten
Survive the Island

Survive the Island ist ein herrlich gemeines Familienspiel, das Spannung, Chaos und Schadenfreude perfekt miteinander verbindet. Alle versuchen gleichzeitig, ihre Abenteurer von einer sinkenden Insel in Sicherheit zu bringen – doch Platz auf Flößen ist knapp, Monster lauern im Meer, und die Mitspielenden sind oft die größte Gefahr. Besonders reizvoll ist der Memory-Aspekt: Jede Figur trägt einen geheimen Schatzwert, sodass man genau überlegen muss, wen man rettet – und wen man notfalls opfert.

Die Regeln sind schnell erklärt, das Spieltempo hoch, und schon nach wenigen Zügen entsteht eine hochinteraktive Dynamik voller Sabotage, überraschender Wendungen und lautstarker Reaktionen am Tisch. Würfelglück, taktische Entscheidungen und gezielte Gemeinheiten greifen ineinander und sorgen für emotionale Spielmomente. Das hochwertige Material und die eindrucksvollen Monsterfiguren verstärken das Erlebnis zusätzlich. Survive the Island ist kein Spiel für empfindliche Gemüter, aber ein Garant für erinnerungswürdige Spielabende – ideal für alle, die Interaktion, Drama und ein bisschen Chaos lieben.

  • „Survive the Island“ ist ein familienfreundliches Brettspiel, bei dem die Spieler von einer versinkenden Insel fliehen und Schätze retten müssen. Die spannende Mischung aus Strategie und Glück zieht Spieler jeden Alters in ihren Bann.
  • Ziel des Spiels ist es, mit 10 Abenteurern und ihren Schätzen von der Insel zu entkommen, bevor drei der vier Vulkane ausbrechen. Jeder Abenteurer trägt einen wertvollen Schatz, während riesige Kreaturen und andere Spieler drohen.
  • Das Spiel enthält 1 Spielplan, 40 Inselplättchen, 75 Holzfiguren, darunter 50 Abenteurer, 13 Kreaturen, 12 Flöße, 5 Spielhilfen und 1 Gefahrenwürfel. Hochwertige Materialien und ansprechendes Design versprechen langanhaltenden Spielspaß.
  • Überlebe gefährliche Begegnungen mit Monstern und meistere hinterlistige Strategien gegen Mitspieler. Dieses Brettspiel bietet eine fesselnde Erfahrung mit unvorhersehbaren Wendungen bis zum spannenden Ende.
  • „Survive the Island“ eignet sich hervorragend für Familienabende und führt Kinder spielerisch an moderne Brettspiele heran. Es fördert strategisches Denken und die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen. 2-5 Spieler, ab 8+ Jahren, 45 Minuten Spielzeit je Partie, von Julian Courtland-Smith, Deutsch
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Platz 6: Magical Athlete

von Richard Garfield, Takashi Ishida, Illustration: Angela Kirkwood | CMYK | 2025 | 2 bis 6 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten
Magical Athlete

Magical Athlete ist pures Chaos auf der Rennbahn – und genau das macht den Reiz des grell-bunten Brettspiels aus. Schon beim Aufstellen der Figuren ist klar: Hier geht es weniger um Kontrolle als um Schadenfreude, Überraschungen und lautes Gelächter. Das auffällige Artwork ist ein echter Hingucker und trägt enorm zur Stimmung bei.

Zu Beginn draften alle Spielenden vier von insgesamt 36 völlig durchgeknallten Athleten, die jeweils einzigartige, oft spielverändernde Spezialfähigkeiten besitzen. Diese kommen dann in vier aufeinanderfolgenden Rennen zum Einsatz. Gewürfelt wird klassisch, doch kaum ein Zug bleibt ohne Kettenreaktionen: Figuren stolpern, teleportieren sich, beeinflussen andere oder brechen vermeintlich sichere Führungen im letzten Moment. Wer am Ende die meisten Siegpunkte aus den Rennen gesammelt hat, gewinnt.

Magical Athlete ist kein Spiel für Grübler oder Perfektionistinnen, sondern ein bewusst chaotisches Rennspiel mit enormem Unterhaltungswert. Ideal für Runden, die bereit sind, Kontrolle abzugeben, das Chaos zu feiern – und über sich selbst zu lachen. Ein tolles, modernes Laufspiel, dessen Sog man sich kaum entziehen kann!

Die besten Familienspiele 2025 – weiter geht’s mit den Plätzen 5 bis 1:

Platz 5: Krakel Orakel

Von 7 Bazis | TOPP | 2025 | 2-8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Krakel Orakel

Krakel Orakel ist ein Partyspiel, das Kreativität nicht belohnt, sondern herausfordert – und genau darin liegt sein Reiz. Statt frei zu zeichnen, müssen die Spielenden vorgegebene, chaotische Linien nutzen, um geheime Begriffe darzustellen. Das sorgt für überraschende Ideen, absurde Bilder und viele Aha-Momente, ganz ohne Zeichen­talent. Alle zeichnen gleichzeitig, der Zeitdruck ist moderat, der Einstieg kinderleicht.

Besonders stark ist der kooperative Kern: In der Ratephase versuchen alle gemeinsam herauszufinden, welche Begriffe nicht gezeichnet wurden. Jede falsche Entscheidung trifft die Gruppe als Ganzes und führt zu lebhaften Diskussionen darüber, wie ein Bild gemeint gewesen sein könnte. Krakel Orakel lebt von Fantasie, Kommunikation und Humor – weniger von Regeln oder Perfektion.

Durch wechselnde Boards und Begriffe bleibt jede Partie frisch. Das Spiel funktioniert generationenübergreifend, ist ideal für größere Runden und lockert Spielabende sofort auf. Ein kreatives Partyspiel, das Chaos in Teamgeist verwandelt und völlig zurecht in einer Top-10-Liste seinen Platz findet.

  • ERST ZEICHNEN, DANN RATEN – die vorgegebenen Linien dürfen beim Zeichnen nicht verlassen werden, das entstehende Chaos lässt sich nicht immer leicht entwirren
  • LANGANHALTENDER SPIELSPASS – 480 Begriffe in zwei Schwierigkeitsstufen
  • INKLUSIVE – 240 Begriffskarten, 8 doppelseitige Zeichentafeln, 8 Zeichenmarker und ausführliche Spielanleitung
24,99 € -€1.65 23,34 €

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Platz 4: Railroad Tiles

Von Heidelbär Games – Hjalmar Hach, Lorenzo Silva | 1–4 Personen | ab 8 Jahren | ca. 30 Minuten
Railroad Tiles

In Railroad Tiles, dem Nachfolger der beliebten Railroad Ink-Reihe, entwerfen wir unser eigenes Verkehrsnetz – diesmal nicht mehr auf Papier, sondern mit hochwertig gestalteten Plättchen. Runde für Runde draften wir Streckenteile und bauen Straßen, Schienen und Stationen zu einem möglichst effizienten Netz aus. Autos, Züge und Reisende bringen zusätzlich Leben auf das eigene Tableau und eröffnen weitere Punktemöglichkeiten. Gleichzeitig gilt es, vorausschauend zu planen: Wer sich früh verbaut, blockiert wertvolle Verbindungen und vergibt Chancen im späteren Spielverlauf.

Die Wertung belohnt clevere Netzwerke, große zusammenhängende Rechtecke sowie geschickt platzierte Stadtplättchen. So entsteht ein schnelles, taktisches Puzzlespiel, das besonders Fans von Verkehrs- und Optimierungsspielen anspricht.

Für zusätzliche Abwechslung sorgen acht separat erhältliche Erweiterungen, die einzeln mit dem Grundspiel kombiniert werden können. Sie führen neue Elemente wie Tierfarmen, Energietrassen oder Kanäle ein und erhöhen den Anspruch spürbar. Trotz dieser Erweiterungen bleibt Railroad Tiles ein klar strukturiertes, familienfreundliches Brettspiel mit hervorragendem Material, starker Tischpräsenz und kniffligen, überwiegend solitären Optimierungsaufgaben.

  • SPIELABLAUF: Ein strategisches Legespiel über 8 Runden, bei dem Spieler Schienen platzieren und eine vernetzte Gemeinde aufbauen
  • SPIELMECHANIK: Spieler wählen Kacheln aus dem gemeinsamen Vorrat und legen Strecken, um möglichst viele Verbindungen zu schaffen
  • SPIELELEMENTE: Enthält Streckenkacheln sowie Spielfiguren in Form von Autos, Zügen und Reisenden zur Gestaltung der Landschaft
  • PUNKTESYSTEM: Mehr zusammenhängende Elemente gleicher Art bringen mehr Punkte, zusätzliche Bonuspunkte für rechteckige Anordnungen
  • SPIELERANZAHL UND DAUER: Ein taktisches Familienspiel, das sich perfekt für gemeinsame Spieleabende eignet
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Platz 3: Tower Up

von Frank Crittin, Grégoire Largey und Sébastien Pauchon | Monolith, Pegasus Spiele | 2024 | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten
Tower Up

Auf Platz 3 unserer Liste „Beste Familienspiele des Jahres 2025“ landet mit Tower Up ein elegantes Städtebauspiel, das mit einfachen Regeln erstaunlich viel taktische Tiefe entfaltet. Auf einem gemeinsamen Spielplan errichten zwei bis vier Personen dreidimensionale Wolkenkratzer, sammeln Baumaterialien und platzieren ihre Dächer möglichst punkteträchtig. Der zentrale Kniff: Wer baut, muss auch alle angrenzenden Gebäude mitwachsen lassen – ein Mechanismus, der permanente Interaktion erzeugt und langfristige Planung erzwingt.

Jede Entscheidung will gut überlegt sein: Baue ich ein hohes Gebäude für viele Punkte oder sichere ich mir lieber schnell Dächer und Stadtbauziele? Ressourcenmanagement, Timing und der Blick auf die Mitspielenden sind entscheidend. Besonders in voller Besetzung zu viert entfaltet Tower Up seine größte Stärke, wenn sich die Stadt schnell verdichtet und taktische Zwänge entstehen. Das hochwertige Material und die starke 3D-Tischpräsenz verstärken den Reiz zusätzlich.

Tower Up bleibt klar auf Familienspielniveau, bietet aber genug strategische Herausforderungen, um auch erfahrene Spieler zu begeistern. Ein schnörkelloser, hochinteraktiver Titel, der verdient zu den Highlights des Jahres zählt.

  • Brettspiele;Familienspiele
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Platz 2: Light Speed Arena

Von Leonardo Alese, James Ernest, Tom Jolly, Emanuele Santellani | Tablescope, Pegasus | 2025 | 2 bis 4 (6) Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten
Light Speed Arena

Light Speed Arena ist eines der spannendsten Hybridspiele des Jahres und ein echtes Ausrufezeichen in Sachen Innovation. In kurzen, intensiven Echtzeit-Runden platzieren die Spielenden gleichzeitig ihre Raumschiffplättchen in einer gemeinsamen Arena – unter massivem Zeitdruck und mit klaren taktischen Überlegungen zu Ausrichtung, Prioritäten und Schusslinien. Die eigentliche Magie entsteht anschließend durch die App: Ein Foto des Spielfelds genügt, und die digitale Auswertung verwandelt das Chaos auf dem Tisch in eine animierte Weltraumschlacht, inklusive Treffern, Explosionen und überraschenden Wendungen.

Diese Kombination aus hektischer Platzierungsphase und passiver „Zuschauerrolle“ bei der Auswertung ist ungewöhnlich und äußerst reizvoll. Die App löst elegant die Schwächen des Originals von 2003, sorgt für Fairness bei der Auswertung und nimmt Diskussionen den Wind aus den Segeln, ohne das analoge Spielgefühl zu zerstören. Der erfolgreiche Kickstarter Light Speed Arena ist schnell gespielt, hochinteraktiv und lädt sofort zu Revanchen ein. Wer Echtzeitspiele mag und offen für digitale Unterstützung ist, findet hier einen der frischesten und mutigsten Titel des Jahrgangs – absolut Top-10-würdig.

Platz 1: Rebirth

Von Reiner Knizia | Mighty Boards | 2024 | 2-4 Personen | ab 8 Jahren | bis 60 Minuten
Rebirth

Rebirth ist ein typisches Reiner-Knizia-Spiel im besten Sinne: klar strukturiert, schnell gespielt und dennoch voller spannender Entscheidungen. Als Clanoberhäupter bauen die Spielenden ein zerstörtes Schottland oder Irland neu auf, indem sie Landschaftsplättchen clever platzieren, Mehrheiten an Burgen sichern und über Kathedralen lukrative Missionsziele freischalten. Jeder Zug ist schnell erledigt, fühlt sich aber bedeutsam an – oft lösen einzelne Plättchen überraschend hohe Punktekombinationen aus.

Besonders reizvoll ist die Balance aus entspannter Atmosphäre und konstantem Wettbewerb. Rückstände können jederzeit aufgeholt werden, was Rebirth bis zum Schluss offen hält. Die zwei Spielpläne sorgen zudem für Abwechslung: Schottland bietet einen sanften Einstieg, während Irland mit offenen Missionszielen und zusätzlichen Boni deutlich mehr taktische Tiefe entfaltet. Das Spiel lebt von direkter Interaktion über Mehrheiten, ohne dabei konfrontativ zu werden.

Rebirth überzeugt durch elegantes Design, hohen Belohnungsfaktor und starke Varianz. Ein zugängliches, zugleich anspruchsvolles Plättchenlegespiel, das sich sofort gut anfühlt und lange motiviert – mit diesem Fazit schafft es das Brettspiel auf Platz 1 unserer Lieblings-Familienspiele des Jahres 2025.

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