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Covenant erscheint auf Deutsch bei Strohmann Games

15. April 2026 um 15:39
Covenant erscheint auf Deutsch bei Strohmann Games

Strohmann Games bringt das Expertenspiel Covenant in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf Deutsch heraus. Das Spiel des spanischen Autors Germán Palomar Millán, der unter anderem für „Bitoku" und „Men Nefer" bekannt ist, wurde ursprünglich beim Verlag Devir veröffentlicht. Mit einem Komplexitätswert von 3,71 auf der BGG-Skala richtet es sich an erfahrene Brettspieler, die thematische Tiefe mit anspruchsvollen Mechaniken schätzen. Geeignet ist es für 1 bis 4 Personen ab 14 Jahren bei einer Spielzeit von rund 90 bis 100 Minuten.

Zwerge, Dunkelheit und ein heiliger Berg

In Covenant übernehmen die Spieler die Rolle von Anführern verschiedener Zwergen-Clans. Der König hat alle Clans aufgerufen, den heiligen Berg Karrak-cüm-Kazar zurückzuerobern. Seit Urzeiten die Heimat der Zwerge, wird der Berg schon zu lange vom Dunklen Fürsten und seinen Kreaturen besetzt. Es ist höchste Zeit, dass die Zwerge zurückkehren.

Über drei Runden hinweg weisen die Spieler ihren Zwergen unterschiedliche Aufgaben zu. Sie erkunden die alten Hallen, bekämpfen Feinde und errichten Gebäude, um die legendäre Zwergenstadt wieder zum Leben zu erwecken. Die Spielmechaniken verbinden Worker Placement mit Action Points und Set Collection. Mit Token und Werkzeugen graben sich die Zwerge tiefer in den Berg hinein.

Wer am Ende den meisten Ruhm angesammelt hat, gewinnt nicht nur das Spiel, sondern auch die Anerkennung des Königs. Laut der BGG-Community entfaltet Covenant seine Stärken besonders zu zweit oder zu dritt. Das Spiel hat auf BoardGameGeek eine durchschnittliche Bewertung von 7,74 und liegt im Strategy Game Ranking auf Platz 872.

Erscheinung und offene Fragen

Das Design stammt von Enrique Fernández Peláez, der unter anderem an „B-Sieged" und „Monster Lands" mitgewirkt hat. Der genaue Erscheinungstermin und der deutsche Titel stehen noch nicht fest. Strohmann Games hat bislang nur die zweite Jahreshälfte 2026 als Zeitraum genannt.

Covenant ist bereits in der Originalfassung von Devir erhältlich und kann auf Tabletopia digital ausprobiert werden. Ob die deutsche Ausgabe zusätzliches Material oder Anpassungen enthält, ist derzeit nicht bekannt.

ATTA Awards 2026: Die Gewinner der American Tabletop Awards

15. April 2026 um 15:09
ATTA Awards 2026: Die Gewinner der American Tabletop Awards

Seit 2019 vergibt eine zehnköpfige Jury in den USA die American Tabletop Awards (ATTA) für herausragende Brettspiele. Die Auszeichnungen decken vier Kategorien ab, von leichten Einstiegsspielen bis hin zu komplexen Strategietiteln. Jetzt stehen die Sieger des Jahrgangs 2026 fest.

Die vier Gewinner im Überblick

In der Kategorie „Early Gamers", die sich an jüngere und neue Spieler richtet, setzt sich Magical Athlete von Richard Garfield und Takashi Ishida (CMYK Games) durch. Das chaotische Rennspiel für 2–6 Personen ab 6 Jahren bietet Partien von rund 30 Minuten. Vor jedem Rennen draften die Spieler Athleten mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die das Spielgeschehen gehörig durcheinanderbringen können. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine durchschnittliche Bewertung von 7,9.

Die Kategorie „Casual Games" geht an Hot Streak von Jon Perry, ebenfalls bei CMYK Games erschienen. Hier wetten 2–8 Spieler auf Maskottchen in einem unberechenbaren Rennen, das in etwa 20 Minuten gespielt ist. Über ein Drafting-System platzieren die Spieler Wetten und beeinflussen gleichzeitig verdeckt den Rennverlauf. Damit sichert sich CMYK Games gleich zwei der vier Auszeichnungen.

Den Preis für das beste „Strategy Game" erhält The Lord of the Rings: Fate of the Fellowship von Matt Leacock (Z-Man Games / Asmodee). In dem kooperativen Spiel für 1–5 Personen steuert jeder Spieler zwei Charaktere, um Frodo auf seinem Weg zu beschützen und den Einen Ring zu vernichten. Mit einer Spielzeit von 60–150 Minuten und einer Komplexitätswertung von 3,1 auf BGG richtet sich der Titel an erfahrene Spieler. Der Pandemic-Erfinder Leacock liefert hier eine thematische Neuinterpretation seiner kooperativen Spielmechaniken.

In der Königskategorie „Complex Games" gewinnt Molly House von Jo Kelly und Cole Wehrle (Wehrlegig Games). Das Spiel versetzt 1–5 Spieler in das London des frühen 18. Jahrhunderts, wo sie als sogenannte Mollies rauschende Feste veranstalten und gleichzeitig den moralistischen Ordnungshütern ausweichen müssen. Mit einer Komplexitätswertung von 3,7 auf BGG und Mechaniken wie Verhandlung, Bluffen und einem Verräterelement zählt Molly House zu den anspruchsvolleren Titeln des Jahrgangs. Die Spielzeit liegt bei 60–120 Minuten.

Nominierungen und Empfehlungen

Neben den Gewinnern vergab die Jury in jeder Kategorie jeweils zwei Nominierungen und zwei Empfehlungen. In der Kategorie „Early Gamers" waren The Sandcastles of Burgundy von Stefan und Susanne Feld (Ravensburger) sowie Splendor Kids von Marc und Catherine André (Space Cowboys / Asmodee) nominiert. Als empfohlen gelten Cascadia Junior von Fertessa Allyse und Randy Flynn (Flatout Games) sowie Duck & Cover von Oussama Khelifati (Captain Games).

Bei den „Casual Games" erhielten The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring – Trick-Taking Game von Bryan Bornmueller (Office Dog / Asmodee) und 7 Wonders Dice von Antoine Bauza (Repos Production / Asmodee) eine Nominierung. FlipToons von Jordy Adan und Renato Simões (Thunderworks Games) sowie A Place for All My Books von Alex Cutler und Michael Mihealsick (Smirk and Dagger Games) wurden empfohlen.

In der Kategorie „Strategy Games" nominierten die Jurymitglieder Critter Kitchen von Alex Cutler und Peter C. Hayward (Cardboard Alchemy) sowie Kinfire Council von Kevin Wilson (Incredible Dream). Knitting Circle von Emily Vincent (Flatout Games) und Moon Colony Bloodbath von Donald X. Vaccarino (Rio Grande Games) erhielten eine Empfehlung.

Bei den „Complex Games" gingen die Nominierungen an Tidal Blades 2: Rise of the Unfolders von Tim und Ben Eisner (Druid City Games) sowie Covenant von Germán P. Millán (Devir). Empfohlen wurden Above and Below: Haunted von Ryan Laukat (Red Raven Games) und Galactic Cruise von TK King, Dennis Northcott und Koltin Thompson (Kinson Key Games).

Auffällig in diesem Jahrgang: CMYK Games dominiert die leichteren Kategorien mit zwei Siegen, während Asmodee-Labels sowohl bei den Casual als auch bei den Strategy Games stark vertreten sind. Alle Details zu den ATTA Awards 2026 findest du auf der offiziellen Website.

Behind

13. April 2026 um 20:10

Als Kind habe ich nie einen LÜK-Kasten besessen. Dabei hätte ich so gerne einen gehabt. Erst mit dem vor einigen Jahren veröffentlichten LÜK – Das Spiel hat ein solcher Kasten Einzug in den Haushalt gefunden – als Bestandteil eines überraschend guten Spiels. Für mich bedeutete das quasi die verspätete Erfüllung eines Kindheitstraums. Das Rätselspiel Behind verfolgt nun ein ähnliches Prinzip und hat folglich einen Nerv bei mir getroffen.

Drei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen

Die Schachtel beinhaltet drei doppelseitige Puzzle-Rätsel in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Alle sind alles andere als trivial. Wenn ich die Informationen auf den Teilen der Vorderseite richtig deute und die Teile entsprechend zusammenlege, ergibt auch die Rückseite ein Bild. Das überprüfe ich jedoch erst am Ende eines Rätsels, indem ich jedes einzelne Teil umdrehe.

Behind
Auch die Rückzeiten ergeben ein Motiv.

Nun haben die Puzzleteile von Behind nicht die Form klassischer Puzzleteile. Sie weisen keine Nasen und Ausbuchtungen auf, sodass ich schlicht anhand der Form erkennen könnte, was nebeneinander gehört. Hier sind die Puzzleteile viereckig, wie beim LÜK-Kasten. Das Motiv allein muss reichen, um die Lösung zu finden. Jedoch: Viele Teile eines Rätsels geben gar keinen bildlichen Hinweis darauf, was neben ihnen liegt. Was also tun?

Wie ich bei Behind ein Rätsel angehe

Ich fange an, indem ich die Plättchen so aus auslege, dass alle komplett zu sehen sind. Und dann? Die Anweisung zu Beginn ist kurz. Beim Fall „Der Raub“ heißt es beispielsweise: „Ein Raub wurde begangen. Rekonstruiert die Notizen der Ermittler.“ Schnell erkenne ich, dass manche Plättchen zusammengehören, weil Texte oder Grafiken sich ergänzen. Diese zusammenzulegen ist die Pflicht, dann beginnt die Kür: die herausfordernde Aufgabe. Echte Kopfarbeit. Ich versinke im Rätsel und merke nicht, wie die Zeit vergeht.

Behind
Ein Puzzleteil aus dem Rätsel „der Professor“.

Wenn am Ende das vollständige Puzzle vor mir liegt, denke ich: „Klar, so muss es aussehen. Warum hat das [beim Blick auf die Uhr] nur solange gedauert, bis es fertig war?“ Es ist wie ein Labyrinth: Steckt man drin, ist der Weg zum Ausgang nicht offensichtlich. Gucke ich von oben auf den Plan, fällt der richtige Weg vergleichsweise schnell ins Auge. So sind Rätsel eben.

Knobeln mit Behind: Mir macht das Spaß

Bei Behind steht die Lösung auf den Puzzleteilen. Ich muss die Texte und Grafiken nur richtig verstehen, die Logik dahinter kapieren und dann einfach machen. Zudem hilft die Form mancher Teilgebilde, um sie im Gesamtkonstrukt richtig zu platzieren. Mir bereitet diese Art der Knobelei Vergnügen – egal, ob ich mich allein daran versuche oder zu zweit. Mit mehr Personen habe ich es nicht ausprobiert. Möchte ich auch gar nicht, denn dann könnte es wuselig werden.

Behind
Wer nicht weiterkommt, kann Hinweise erhalten.

Eine kurze Beichte zum Schluss: Ja, ich habe – beim Rätsel, das eine Paralleluniversen-Geschichte als Comic erzählt – zwischendurch mal gelugt, ob die Rückseiten zweier Plättchen zusammenpassen würden. Aber nicht oft. Zudem ich habe ich nicht die Hilfe der Hinweiskarten in Anspruch genommen. Mit einer Ausnahme vielleicht. Am spannendsten war es stets, als Belohnung das fertige Bild auf der Rückseite zu entdecken. Wie beim LÜK-Kasten.

Behind | Strohmann Games | Cédric Millet | 1 oder mehr Personen | ab 10 Jahren | 45 bis 90 Minuten | Meine Bewertung: ★★★★☆ (stark)

Meine Hot Streak Erstpartie: Spaß ist, was Ihr daraus macht

Von: ravn
31. März 2026 um 16:34

Mehr Spielzeug und Eyecatcher als ernstzunehmendes Spiel? Wer das so sieht, hat eventuell völlig falsche Erwartungshaltungen an das turbulente Maskottchenrennen in der lokalisierten Version von Strohmann Games. Ganz sicher nicht für jede Runde geeignet, die ein Partyspiel erwartet, aber dann doch mehr Klamauk bekommt als erhofft. Ich selbst bin zwiegespalten trotz eindeutiger Meinung.

Hot Streak will auffallen. Das fängt bei der Spieleverpackung mit Blick auf die überdimensionalen Maskottchen in ihrer Plastikvitrine an, geht über das aus der Schachtel herausziehbare überlange Spielfeld als Laufstrecke und endet schließlich beim Siegerpodest hoch oben auf der Spieleschachtel. Dabei hätte der Ursprungsverlag CMYK das kurzweilige Wett- und Rennspiel auch ganz anders gestalten können. Mit Fokus auf den spielerischen Kern und weniger auf opulente Optik mit Gimmick-Faktor. Denn wäre der Verkaufspreis von knapp 50 Euro sicher auch niedriger ausgefallen. Für ein Partyspiel eh schon an der oberen Grenze. Dafür bekommt Ihr allerdings auch ein besonderes Spiel von einem Verlag, der sich einfach zu lernende, aber schwierig zu vergessende Spiele auf seine Fahnen geschrieben hat.

Strohmann Games hat Hot Streak lokalisiert, den Titel allerdings beim Original belassen. Dass es auch anders geht, hat Asmodee mit Turbo Flitzpiepen 2000 vorgemacht. Auch ein CMYK-Spiel, das Ihr wohl eher als Eigenimport unter dem Namen Magical Athlete kennt und eventuell auch lieben gelernt habt. Als Partyspiel, in dessen Kerbe ebenso Hot Streak schlägt. Aber noch ein Wort zu Lokalisation, mit der ich nicht ganz so glücklich bin. Da wird in der Anleitung von „glücklosen Spielsüchtigen“ geschrieben und auch die abschließenden Kurzlebensläufe nach dem Geldgewinn bei Spielende habe ich als ein Humor empfunden, der mir eher im Hals stecken bleibt. Beispiel gefällig? „59$: Du kaufst dir ein Seil. Man kann einfach nie genug Seile besitzen.“

Im Original klingt das anders, aber lustig ist dann doch irgendwie anders, nicht so erzwungen. Dort sind wir ein „degenerate gambler“ und wünschen uns von unserem Gewinn „You get yourself some rope. You can never have too much rope!“. Das Zitat könnte ich mit etwas Wohlwollen Samweis Gamdschie aus Herr der Ringe zuordnen oder eben auch der mordiben Redewendung „Give someone enough rope (to hang themselves)“. Entscheidet selbst, was für Euch passender zum Spielgefühl von Hot Streak passt. Wirklich gelacht hat in unserer Runde keiner darüber.

Aber eventuell bin ich auch voreingenommen. Denn mein Erstkontakt mit meiner selbst gekauften Ausgabe von Hot Streak in der lokalisierten Version war kein wirklich gutes Erlebnis. Eine Enttäuschung aufgrund der mit deutlichen Mängeln behafteten Materialqualität trifft es wohl eher. Für 45 Euro im freien Handel hatte ich schlicht mehr erwartet. Bekommen habe ich hingegen ein Exemplar, dessen gelbe Plastikleiste, die als Zughilfe für die Rennstrecke dient, nicht entgratet und eher schief improvisiert als gerade abgeschnitten war. Zudem war die planenartige Rennstrecke ebenso schief umgetackert, sodass diese sich an den Rändern unschön verzog und sichtbar aus der Zughilfe-Schiene herauszog. Da hat anscheinend jemand daran gewerkelt. dem das Endergebnis egal war. Made in USA steht auf der Verpackung.

Weiter geht die Negativfahrt leider mit einer ausgebeulten Spieleverpackung, weil die Pappfaltung keinen Halt dagegen bieten kann und die Materialschublade mit den restlichen Spielkomponenten wuchtig dagegendrückt. Zum Transport war eben dieses Spielmaterial mit arg strammen Einmachgummis um schnürt, die sich in meine Papp-Wettscheine gedrückt und Spuren für die Ewigkeit dort hinterlassen haben. Das Spielgeld als leicht gummiertes Papier war angeknickt, weil die Ecken keinen Schutz vor dem Schwergewicht des Spielkartenpäckchens hatten. Dass die deutschsprachige Spielanleitung dann noch zu groß ist, wie schon in der inzwischen verbesserten Erstauflage der Originalversion, rundet das Gesamtbild nur noch ab. Für ein 25-Euro-Gimmick hätte ich da beide Augen zugedrückt und nichts gesagt, so ist es für mich ein Reklamationsfall. CMYK soll ich laut Rückmeldungen auf Boardgamegeek da wirklich kulant zeigen, mal sehen, ob Strohmann Games dort mithalten kann.

Vor dem Wochenende nach Online-Kauf konnte ich es sowieso nicht beheben lassen, umso gespannter war ich, ob Hot Streak denn zumindest auf dem Spieltisch überzeugen würde können. Wir haben eine Partie zu fünft gespielt. Phasenweise kam dabei durchaus Laune auf. Allerdings lag das eher an der enthusiastischen Kommentierung der gezogenen Bewegungskarten und weniger am Spiel selbst. Wir begleiteten das mit entsprechendem Gejohle und Anfeuerung unserer aufgrund der Wetten bevorzugten Maskottchen. Eine Gaudi wurde es erst dadurch, dass wir es gemeinsam zu einer Gaudi gemacht haben.

Die folgenden zwei Rennen unserer Partie waren da schon deutlich gebremster in der Mitmach-Laune. Wohl auch, weil sich das Spielgeschehen wiederholte und der eigene Einfluss durch das Reinmischen einer eigenen Handkarte in den Zugstapel doch eher gering war. Zu schnell wurde uns klar, dass wir uns hier etwas selbst vormachen und auch wohl müssen, um den Spaßfaktor hochzuhalten.

Genau deshalb kann ich Hot Streak fernab aller optischen Eye-Catcher-Momente und in Ignorierung aller Qualitätsmängel meines Exemplars nur für Spielrunden empfehlen, die als Gruppe die drei Rennen einer Partie zur Party machen wollen und dabei auch entsprechenden Einsatz zeigen. Wer da nicht jubelnd und johlend aus sich herausgehen mag, weil es einem nicht liegt, ist hier leider fehl am Platz oder andersherum gesagt, Hot Streak ist für solche Spielrunden kein geeignetes Spiel.

Ich selbst werde Hot Streak noch in anderen Gruppenzusammensetzungen spielen, aber meine Zweifel bleiben, dass wir hier leider kein Spiel haben, das von sich aus den Spielspaß erzeugen und tragen kann. Dazu ist es dann doch zu banal. Nur wenn die Mitspieler die Hauptlast der Gaudi selbst bringen müssen, wozu dann überhaupt Hot Streak spielen?

Im direkten Vergleich gefällt mir Magical Athlete, ebenfalls von CMYK und später im Jahr denn lokalisiert von Asmodee wesentlich besser. Eben weil dort die arg unterschiedlichen Charaktere mit ihren schrägen Sondereigenschaften in immer neuen Kombinationen für ein Spielerlebnis sorgen, das jedes Mal erfrischend neu wirkt. Hier bei Hot Streak rennen immer die vier selben Maskottchen, die keinerlei eigene Eigenschaften fernab der zufällig im Spiel vorhandenen Bewegungskarten haben, die immergleiche Rennstrecke entlang. Zwar ist das Renngeschehen auch hier mehr als chaotisch, aber durch den eigenen Würfel bei Magical Athlete fühlte sich das für mich weitaus weniger fremdgesteuert an, obwohl es vergleichbar zufällig ist, wie sich das alles im Zusammenspiel und Zusammenstoß auswirkt.

Magical Athlete bietet für mich mehr Spiel und Spielsubstanz, während die Gaudi durch die Situationskomik der Charaktere selbst entsteht und wir darauf reagieren. Das trägt für mich mehr und deshalb würde ich in Gruppen, von denen ich weiß, dass die nicht die absoluten Wir-machen-aus-jeden-Spiel-unsere-eigene-Party-Fraktion sind, eher Magical Athlete vorziehen. Schade um den kreativen Ansatz von Hot Streak. Aber wenn es um Wett- und Rennspiele geht, wäre das gute und alte Camel Up eine Alternative, die noch in so manchem Spieleschrank schlummert. Sogar mit Spiel des Jahres Auszeichnung.

Ada’s Dream - Viktorianischer Algorithmus

20. März 2026 um 09:47

Ungefähr ein Jahrhundert, bevor Konrad Zuse die erste programmierbare Rechenmaschine konstruierte, entwickelte Ada Lovelace das erste Computerprogramm der Welt. Für die Umsetzung fehlte ihr in der viktorianischen Ära jedoch ein entscheidender Teil: ein Penis.In einer Zeit, in der das Y-Chromosom die Grundvoraussetzung für wissenschaftliche Anerkennung war, ignorierte ihr Freund Charles Babbage…

Quelle

Spielgefühl: Behind

06. Februar 2026 um 02:33

So etwas wie ein Escape-Puzzle der besonderen Art Strohmann Games überraschen mich eigentlich immer mit guten Ideen und haben im Laufe ihres Bestehens so einige interessante Spiele auf den Markt…

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Rock Hard: 1977

Von: Oliver
02. Januar 2026 um 18:08

rock hard titel

Meistens entsteht ein neues Spiel aus einer Mechanik heraus und bekommt später, durch Redaktion und Verlag, ein Thema. Manchmal passt dann das Thema, manchmal wirkt es beliebig und aufgesetzt. Bei Rock Hard: 1977 ist das ganz anders.

- Den Beitrag Rock Hard: 1977 findest du auf Spielevater - Die ANDERE Seite der Brettspiele

Die besten Familienspiele des Jahres 2025

29. Dezember 2025 um 11:24

Auch 2025 war bei uns wieder ein echtes Spielejahr: Über 100 Neuerscheinungen landeten auf dem Tisch der Brettspielelust-Jury, wurden gespielt, diskutiert und immer wieder neu bewertet. Doch am Ende stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Welche dieser Spiele bleiben hängen? Welche funktionieren nicht nur beim ersten Eindruck, sondern begeistern Familien dauerhaft – und haben das Potenzial, echte Klassiker zu werden?

Genau dieser Frage sind wir auch diesmal nachgegangen. Wie in den Jahren 2022, 2023 oder 2024 haben wir aus einer umfangreichen Longlist unsere Top 10 Familienspiele 2025 gewählt. Uns wichtig waren dabei klare Regeln, ein schneller Einstieg und zugleich genug spielerische Tiefe, um auch erfahrene Spielerinnen und Spieler zu fordern. Spiele also, die Generationen an einen Tisch bringen – vom Gelegenheitsspieler bis zum Vielspieler.

Die folgende Rangliste führt dich Schritt für Schritt von Platz 10 bis zu unserem persönlichen Spiel des Jahres. Ob Partyspiel mit Lachgarantie, taktisches Abenteuer oder cleveres Denkspiel: Diese Auswahl steht für unvergessliche Spielabende und gemeinsame Zeit am Tisch. Viel Freude beim Stöbern, Wiederentdecken – und vielleicht beim Finden eures nächsten Lieblingsspiels.

Platz 10: Cities

Von Phil Walker-Harding, Steve Finn | Kosmos | 2024 | 2 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | bis 45 Minuten
Cities

Cities gehört zu den positiven Überraschungen des Jahres und hat sich einen Platz in unseren Liste „Beste Famiilienspiele des Jahres“ mehr als verdient. In dem Städtebauspiel von Phil Walker-Harding und Steve Finn planen die Spielenden ihr eigenes Stadtviertel aus Bauflächen, Parks und Wasserzonen, errichten farbige Hochhäuser und erfüllen dabei öffentliche Stadtziele sowie private Aufträge. Der Kernreiz entsteht aus der cleveren Kombination aus Drafting, räumlichem Puzzle und indirekter Interaktion: Jede Entscheidung wirkt sich nicht nur auf das eigene Viertel, sondern auch auf die Möglichkeiten der Mitspielenden aus.

Trotz der vielen Materialien bleibt der Ablauf angenehm übersichtlich. Die Regeln sind schnell erklärt, bieten aber genug taktische Tiefe, um auch Vielspieler zu fordern. Besonders das Stapeln der Gebäude sorgt für eine schöne Tischpräsenz und langfristige Planung. Cities spielt sich flott, skaliert gut mit vier Personen und verbindet Zugänglichkeit mit strategischen Entscheidungen. Ein elegantes Familienspiel, das Planung, Optimierung und Wettbewerb gelungen vereint.

  • Plane und baue ein einzigartiges Stadtviertel mit Wasser-, Park- und Baulandflächen, um die Anforderungen des Stadtrats zu erfüllen
  • Nutze Auftragskarten, Stadtentwicklungspläne und Gebäudeteile, um die besten Punktkombinationen zu erzielen
  • Stapelbare Gebäudeteile und doppelseitige Stadtentwicklungspläne sorgen für Abwechslung und immer wieder neue Herausforderungen
  • Sammle Materialien, erweitere strategisch dein Stadtviertel und erfülle Ziele für maximale Punkt
  • Konstruiere das beliebteste Stadtviertel durch clevere Planung und Gestaltung
  • Ideal für Familien und Fans von Strategiespielen
  • Für 2–4 Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahre
  • Auf der Empfehlungsliste zum "Spiel des Jahres 2025"
29,89 € -€0.3 29,59 €

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Platz 9: 3 Ultraviolett

von Angela Vögtli | 2025 | Kampfhummel Spiele | 3 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | 30 Minuten
Ultraviolett

Ultraviolett ist eines dieser Partyspiele, bei denen weniger das Gewinnen als das gemeinsame Lachen im Mittelpunkt steht. Mit unsichtbarer Tinte und UV-Licht bringt Kampfhummel frischen Wind ins klassische „Mal-und-rate“-Prinzip. Die Spielenden würfeln sich aus mehreren Begriffen absurde Satzkombinationen zusammen und müssen diese anschließend zeichnen – ohne zu sehen, was sie eigentlich aufs Papier bringen. Erst bei der Auswertung werden die Bilder mithilfe der UV-Lampe sichtbar, was regelmäßig für Überraschungen, Diskussionen und Gelächter sorgt.

Der Reiz entsteht vor allem aus dem Chaos: vermeintlich klare Zeichnungen entpuppen sich als Rätsel, während wilde Kritzeleien plötzlich erstaunlich eindeutig sind. Die Regeln sind schnell erklärt, das Tempo hoch, und niemand sitzt lange untätig herum. Die strenge Punktewertung tritt dabei klar in den Hintergrund. Ultraviolett funktioniert am besten in humorvollen Runden, die Freude an absurden Ideen haben. Kein Spiel für Perfektionisten, aber ein originelles Partyspiel mit starkem Erlebnisfaktor und hohem Spaßpotenzial.

  • HUMOR SCHLÄGT TALENT: Endlich ein Spiel, bei dem man kein Zeichenprofi sein muss. Durch den innovativen Spielmechanismus sind neben Humor und Kreativität vor allem auch taktisches Geschick gefragt.
  • EINZIGARTIGES SPIELPRINZIP: Schlüpf in die Rolle eines durchgeknallten Künstlers und zeichne absurde Sätze mit unsichtbarer Zaubertinte. Erlebe ein kompetitives Mal-Rate-Partyspiel mit UV-Stiften.
  • WÜRFELN, ZEICHNEN, RATEN: Alle würfeln gleichzeitig. Danach malt jeder sein unsichtbares Meisterwerk aus 4 Satzfragmenten. Mit UV-Licht werden die Zeichnungen sichtbar und müssen von den Mitspielern erraten werden.
  • SCHNELLER START, LANGES VERGNÜGEN: Alles ist dabei inkl. Batterien. Einfache Regeln und eine Videoanleitung garantieren einen leichten Einstieg. Hoher Wiederspielwert durch Millionen von Kombinationsmöglichkeiten.
  • GROßARTIGE GESCHENKIDEE: Tolles Geschenk für Spiele- und Ratefans zu Weihnachten, zum Geburtstag, zu Silvester oder als Mitbringsel zum lustigen Spieleabend mit Familie und Freunden.
34,90 €

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Platz 8: Faraway

Von Johannes Goupy, Corentin Lebrat | Kosmos | 2024 | 2 bis 6 Personen | ab 10 Jahren | bis 20 Minuten
Faraway

Faraway ist ein kleines Kartenspiel mit einem großen Kniff – und genau dieser macht es zu einem der spannendsten Titel des Jahres. In kurzen Partien erkunden die Spielenden den geheimnisvollen Kontinent Alula, legen Regionenkarten aus und sammeln Ressourcen sowie Aufgaben. Das Besondere zeigt sich erst am Ende: Die Wertung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der ausgespielten Karten. Was man früh legt, wird zuletzt – und nur mit den dann noch sichtbaren Ressourcen – gewertet.

Dieser Mechanismus zwingt zu vorausschauendem Denken und macht jede Entscheidung bedeutsam. Während des Spiels weiß man nie genau, welche Karten später optimal zusammenpassen werden. Das sorgt für permanente Spannung, viele „Aha“-Momente und einen hohen Wiederspielreiz. Die Interaktion entsteht vor allem durch das Wettrennen um Karten und Heiligtümer, bleibt aber stets angenehm indirekt.

Faraway ist schnell erklärt, flott gespielt und bietet dennoch erstaunlich viel strategische Tiefe. Gerade dieser Kontrast aus einfacher Struktur und anspruchsvollen Entscheidungen macht den Reiz aus. Ein cleveres, elegantes Kartenspiel, das zu Recht für Preise nominiert ist und in keiner Liste „Die besten Familienspiele des Jahres 2025“ fehlen sollte.

  • Einzigartiges Kartenspiel mit innovativem Mechanismus.
  • Besonders origineller und schneller Spielspaß.
  • Vielseitig einsetzbar: Ideal für 2 Spielerinnen und Spieler oder Gruppen bis zu 6 Personen.
  • Fesselndes Spielerlebnis mit Wiederspielreiz – der "Gleich nochmal"-Faktor garantiert!
  • Für 2-6 Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahre.
  • Nominiert zum "Kennerspiel des Jahres 2025"
16,29 €

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Platz 7: Survive the Island

von Julian Courtland-Smith | Zygomatic | 2024 | 2-5 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten
Survive the Island

Survive the Island ist ein herrlich gemeines Familienspiel, das Spannung, Chaos und Schadenfreude perfekt miteinander verbindet. Alle versuchen gleichzeitig, ihre Abenteurer von einer sinkenden Insel in Sicherheit zu bringen – doch Platz auf Flößen ist knapp, Monster lauern im Meer, und die Mitspielenden sind oft die größte Gefahr. Besonders reizvoll ist der Memory-Aspekt: Jede Figur trägt einen geheimen Schatzwert, sodass man genau überlegen muss, wen man rettet – und wen man notfalls opfert.

Die Regeln sind schnell erklärt, das Spieltempo hoch, und schon nach wenigen Zügen entsteht eine hochinteraktive Dynamik voller Sabotage, überraschender Wendungen und lautstarker Reaktionen am Tisch. Würfelglück, taktische Entscheidungen und gezielte Gemeinheiten greifen ineinander und sorgen für emotionale Spielmomente. Das hochwertige Material und die eindrucksvollen Monsterfiguren verstärken das Erlebnis zusätzlich. Survive the Island ist kein Spiel für empfindliche Gemüter, aber ein Garant für erinnerungswürdige Spielabende – ideal für alle, die Interaktion, Drama und ein bisschen Chaos lieben.

  • „Survive the Island“ ist ein familienfreundliches Brettspiel, bei dem die Spieler von einer versinkenden Insel fliehen und Schätze retten müssen. Die spannende Mischung aus Strategie und Glück zieht Spieler jeden Alters in ihren Bann.
  • Ziel des Spiels ist es, mit 10 Abenteurern und ihren Schätzen von der Insel zu entkommen, bevor drei der vier Vulkane ausbrechen. Jeder Abenteurer trägt einen wertvollen Schatz, während riesige Kreaturen und andere Spieler drohen.
  • Das Spiel enthält 1 Spielplan, 40 Inselplättchen, 75 Holzfiguren, darunter 50 Abenteurer, 13 Kreaturen, 12 Flöße, 5 Spielhilfen und 1 Gefahrenwürfel. Hochwertige Materialien und ansprechendes Design versprechen langanhaltenden Spielspaß.
  • Überlebe gefährliche Begegnungen mit Monstern und meistere hinterlistige Strategien gegen Mitspieler. Dieses Brettspiel bietet eine fesselnde Erfahrung mit unvorhersehbaren Wendungen bis zum spannenden Ende.
  • „Survive the Island“ eignet sich hervorragend für Familienabende und führt Kinder spielerisch an moderne Brettspiele heran. Es fördert strategisches Denken und die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen. 2-5 Spieler, ab 8+ Jahren, 45 Minuten Spielzeit je Partie, von Julian Courtland-Smith, Deutsch
30,39 € -€1.14 29,25 €

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Platz 6: Magical Athlete

von Richard Garfield, Takashi Ishida, Illustration: Angela Kirkwood | CMYK | 2025 | 2 bis 6 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten
Magical Athlete

Magical Athlete ist pures Chaos auf der Rennbahn – und genau das macht den Reiz des grell-bunten Brettspiels aus. Schon beim Aufstellen der Figuren ist klar: Hier geht es weniger um Kontrolle als um Schadenfreude, Überraschungen und lautes Gelächter. Das auffällige Artwork ist ein echter Hingucker und trägt enorm zur Stimmung bei.

Zu Beginn draften alle Spielenden vier von insgesamt 36 völlig durchgeknallten Athleten, die jeweils einzigartige, oft spielverändernde Spezialfähigkeiten besitzen. Diese kommen dann in vier aufeinanderfolgenden Rennen zum Einsatz. Gewürfelt wird klassisch, doch kaum ein Zug bleibt ohne Kettenreaktionen: Figuren stolpern, teleportieren sich, beeinflussen andere oder brechen vermeintlich sichere Führungen im letzten Moment. Wer am Ende die meisten Siegpunkte aus den Rennen gesammelt hat, gewinnt.

Magical Athlete ist kein Spiel für Grübler oder Perfektionistinnen, sondern ein bewusst chaotisches Rennspiel mit enormem Unterhaltungswert. Ideal für Runden, die bereit sind, Kontrolle abzugeben, das Chaos zu feiern – und über sich selbst zu lachen. Ein tolles, modernes Laufspiel, dessen Sog man sich kaum entziehen kann!

Die besten Familienspiele 2025 – weiter geht’s mit den Plätzen 5 bis 1:

Platz 5: Krakel Orakel

Von 7 Bazis | TOPP | 2025 | 2-8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Krakel Orakel

Krakel Orakel ist ein Partyspiel, das Kreativität nicht belohnt, sondern herausfordert – und genau darin liegt sein Reiz. Statt frei zu zeichnen, müssen die Spielenden vorgegebene, chaotische Linien nutzen, um geheime Begriffe darzustellen. Das sorgt für überraschende Ideen, absurde Bilder und viele Aha-Momente, ganz ohne Zeichen­talent. Alle zeichnen gleichzeitig, der Zeitdruck ist moderat, der Einstieg kinderleicht.

Besonders stark ist der kooperative Kern: In der Ratephase versuchen alle gemeinsam herauszufinden, welche Begriffe nicht gezeichnet wurden. Jede falsche Entscheidung trifft die Gruppe als Ganzes und führt zu lebhaften Diskussionen darüber, wie ein Bild gemeint gewesen sein könnte. Krakel Orakel lebt von Fantasie, Kommunikation und Humor – weniger von Regeln oder Perfektion.

Durch wechselnde Boards und Begriffe bleibt jede Partie frisch. Das Spiel funktioniert generationenübergreifend, ist ideal für größere Runden und lockert Spielabende sofort auf. Ein kreatives Partyspiel, das Chaos in Teamgeist verwandelt und völlig zurecht in einer Top-10-Liste seinen Platz findet.

  • ERST ZEICHNEN, DANN RATEN – die vorgegebenen Linien dürfen beim Zeichnen nicht verlassen werden, das entstehende Chaos lässt sich nicht immer leicht entwirren
  • LANGANHALTENDER SPIELSPASS – 480 Begriffe in zwei Schwierigkeitsstufen
  • INKLUSIVE – 240 Begriffskarten, 8 doppelseitige Zeichentafeln, 8 Zeichenmarker und ausführliche Spielanleitung
24,99 € -€1.65 23,34 €

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Platz 4: Railroad Tiles

Von Heidelbär Games – Hjalmar Hach, Lorenzo Silva | 1–4 Personen | ab 8 Jahren | ca. 30 Minuten
Railroad Tiles

In Railroad Tiles, dem Nachfolger der beliebten Railroad Ink-Reihe, entwerfen wir unser eigenes Verkehrsnetz – diesmal nicht mehr auf Papier, sondern mit hochwertig gestalteten Plättchen. Runde für Runde draften wir Streckenteile und bauen Straßen, Schienen und Stationen zu einem möglichst effizienten Netz aus. Autos, Züge und Reisende bringen zusätzlich Leben auf das eigene Tableau und eröffnen weitere Punktemöglichkeiten. Gleichzeitig gilt es, vorausschauend zu planen: Wer sich früh verbaut, blockiert wertvolle Verbindungen und vergibt Chancen im späteren Spielverlauf.

Die Wertung belohnt clevere Netzwerke, große zusammenhängende Rechtecke sowie geschickt platzierte Stadtplättchen. So entsteht ein schnelles, taktisches Puzzlespiel, das besonders Fans von Verkehrs- und Optimierungsspielen anspricht.

Für zusätzliche Abwechslung sorgen acht separat erhältliche Erweiterungen, die einzeln mit dem Grundspiel kombiniert werden können. Sie führen neue Elemente wie Tierfarmen, Energietrassen oder Kanäle ein und erhöhen den Anspruch spürbar. Trotz dieser Erweiterungen bleibt Railroad Tiles ein klar strukturiertes, familienfreundliches Brettspiel mit hervorragendem Material, starker Tischpräsenz und kniffligen, überwiegend solitären Optimierungsaufgaben.

  • SPIELABLAUF: Ein strategisches Legespiel über 8 Runden, bei dem Spieler Schienen platzieren und eine vernetzte Gemeinde aufbauen
  • SPIELMECHANIK: Spieler wählen Kacheln aus dem gemeinsamen Vorrat und legen Strecken, um möglichst viele Verbindungen zu schaffen
  • SPIELELEMENTE: Enthält Streckenkacheln sowie Spielfiguren in Form von Autos, Zügen und Reisenden zur Gestaltung der Landschaft
  • PUNKTESYSTEM: Mehr zusammenhängende Elemente gleicher Art bringen mehr Punkte, zusätzliche Bonuspunkte für rechteckige Anordnungen
  • SPIELERANZAHL UND DAUER: Ein taktisches Familienspiel, das sich perfekt für gemeinsame Spieleabende eignet
32,95 € -€5.06 27,89 €

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Platz 3: Tower Up

von Frank Crittin, Grégoire Largey und Sébastien Pauchon | Monolith, Pegasus Spiele | 2024 | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten
Tower Up

Auf Platz 3 unserer Liste „Beste Familienspiele des Jahres 2025“ landet mit Tower Up ein elegantes Städtebauspiel, das mit einfachen Regeln erstaunlich viel taktische Tiefe entfaltet. Auf einem gemeinsamen Spielplan errichten zwei bis vier Personen dreidimensionale Wolkenkratzer, sammeln Baumaterialien und platzieren ihre Dächer möglichst punkteträchtig. Der zentrale Kniff: Wer baut, muss auch alle angrenzenden Gebäude mitwachsen lassen – ein Mechanismus, der permanente Interaktion erzeugt und langfristige Planung erzwingt.

Jede Entscheidung will gut überlegt sein: Baue ich ein hohes Gebäude für viele Punkte oder sichere ich mir lieber schnell Dächer und Stadtbauziele? Ressourcenmanagement, Timing und der Blick auf die Mitspielenden sind entscheidend. Besonders in voller Besetzung zu viert entfaltet Tower Up seine größte Stärke, wenn sich die Stadt schnell verdichtet und taktische Zwänge entstehen. Das hochwertige Material und die starke 3D-Tischpräsenz verstärken den Reiz zusätzlich.

Tower Up bleibt klar auf Familienspielniveau, bietet aber genug strategische Herausforderungen, um auch erfahrene Spieler zu begeistern. Ein schnörkelloser, hochinteraktiver Titel, der verdient zu den Highlights des Jahres zählt.

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Platz 2: Light Speed Arena

Von Leonardo Alese, James Ernest, Tom Jolly, Emanuele Santellani | Tablescope, Pegasus | 2025 | 2 bis 4 (6) Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten
Light Speed Arena

Light Speed Arena ist eines der spannendsten Hybridspiele des Jahres und ein echtes Ausrufezeichen in Sachen Innovation. In kurzen, intensiven Echtzeit-Runden platzieren die Spielenden gleichzeitig ihre Raumschiffplättchen in einer gemeinsamen Arena – unter massivem Zeitdruck und mit klaren taktischen Überlegungen zu Ausrichtung, Prioritäten und Schusslinien. Die eigentliche Magie entsteht anschließend durch die App: Ein Foto des Spielfelds genügt, und die digitale Auswertung verwandelt das Chaos auf dem Tisch in eine animierte Weltraumschlacht, inklusive Treffern, Explosionen und überraschenden Wendungen.

Diese Kombination aus hektischer Platzierungsphase und passiver „Zuschauerrolle“ bei der Auswertung ist ungewöhnlich und äußerst reizvoll. Die App löst elegant die Schwächen des Originals von 2003, sorgt für Fairness bei der Auswertung und nimmt Diskussionen den Wind aus den Segeln, ohne das analoge Spielgefühl zu zerstören. Der erfolgreiche Kickstarter Light Speed Arena ist schnell gespielt, hochinteraktiv und lädt sofort zu Revanchen ein. Wer Echtzeitspiele mag und offen für digitale Unterstützung ist, findet hier einen der frischesten und mutigsten Titel des Jahrgangs – absolut Top-10-würdig.

Platz 1: Rebirth

Von Reiner Knizia | Mighty Boards | 2024 | 2-4 Personen | ab 8 Jahren | bis 60 Minuten
Rebirth

Rebirth ist ein typisches Reiner-Knizia-Spiel im besten Sinne: klar strukturiert, schnell gespielt und dennoch voller spannender Entscheidungen. Als Clanoberhäupter bauen die Spielenden ein zerstörtes Schottland oder Irland neu auf, indem sie Landschaftsplättchen clever platzieren, Mehrheiten an Burgen sichern und über Kathedralen lukrative Missionsziele freischalten. Jeder Zug ist schnell erledigt, fühlt sich aber bedeutsam an – oft lösen einzelne Plättchen überraschend hohe Punktekombinationen aus.

Besonders reizvoll ist die Balance aus entspannter Atmosphäre und konstantem Wettbewerb. Rückstände können jederzeit aufgeholt werden, was Rebirth bis zum Schluss offen hält. Die zwei Spielpläne sorgen zudem für Abwechslung: Schottland bietet einen sanften Einstieg, während Irland mit offenen Missionszielen und zusätzlichen Boni deutlich mehr taktische Tiefe entfaltet. Das Spiel lebt von direkter Interaktion über Mehrheiten, ohne dabei konfrontativ zu werden.

Rebirth überzeugt durch elegantes Design, hohen Belohnungsfaktor und starke Varianz. Ein zugängliches, zugleich anspruchsvolles Plättchenlegespiel, das sich sofort gut anfühlt und lange motiviert – mit diesem Fazit schafft es das Brettspiel auf Platz 1 unserer Lieblings-Familienspiele des Jahres 2025.

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