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Cubaneo: Deep Print Games legt Klassiker Cuba neu auf

10. Juni 2026 um 11:16
Cubaneo: Deep Print Games legt Klassiker Cuba neu auf

Deep Print Games kündigt mit Cubaneo eine überarbeitete Neuauflage des Wirtschaftsspiels Cuba an. Fast 20 Jahre nach dem Original soll der Eurogame-Klassiker im Oktober 2026 zur SPIEL in Essen zurückkehren, mit fest integrierter Erweiterung und neu gestaltetem Cover.

Was Cubaneo gegenüber Cuba verändert

Cuba erschien 2007 und gilt seither als etablierter Vertreter des Wirtschafts-Eurogames. Für Cubaneo hat der Verlag mehrere Dinge angepasst:

  • Die früher separate Erweiterung El Presidente ist fest ins Grundspiel integriert.
  • Regelheft und Gebäudeplättchen wurden überarbeitet.
  • Einzelne Regeln wurden angepasst.
  • Das Spiel erhält ein neu gestaltetes Cover.

Eine detaillierte Liste der geänderten Regeln führt Deep Print Games bislang nicht auf. Ob und wie sich die Integration von El Presidente auf das Spielgefühl auswirkt, wird der Verlag mit den vollständigen Regeldetails kommunizieren.

Die Eckdaten

AutorenMichael Rieneck und Stefan Stadler
IllustrationMichael Menzel und Stefan Sonnberger
VerlagDeep Print Games (Vertrieb: Pegasus Spiele)
Spielerzahl2 bis 5
Spieldauer75 bis 120 Minuten
Alterab 12 Jahren
SprachenDeutsch und Englisch
ErscheintOktober 2026, Premiere zur SPIEL 2026 in Essen
MaterialSpielplan, 88 Karten (40 kleine, 48 normale), 5 Spielertableaus, 155 Holzteile, 30 Gebäudeplättchen, 90 Pappmünzen

Was Sie im Spiel tun

Cuba spielt auf der Insel vor der Revolution. Die Städte ringen um Reichtum und Einfluss, und Sie führen eine davon. Siegpunkte sammeln Sie auf mehreren Wegen: Sie verschiffen Waren über den Hafen, errichten Gebäude wie Destillerien, Hotels oder Banken und nutzen deren Fähigkeiten. Über Delegierte im Parlament beeinflussen Sie per Abstimmung die Gesetze, die in jeder Runde die Rahmenbedingungen verschieben. Der eigentliche Spielreiz liegt im Druck, den Markt und das Abstimmungssystem aufbauen: Wer setzt die Gesetze, wer ist schnell genug am Markt und wer kassiert im Hafen ab?

Mechanisch verbindet Cuba Auktion und Bieten, Handmanagement, einen Markt, eine variable Zugreihenfolge und das genannte Abstimmungssystem. Mit einem BGG-Gewicht von 3,26 von 5 liegt das Spiel klar im Kennerspiel-Bereich: ein interaktiver Old-School-Euro, kein moderner Effizienz-Solitär. Einen reinen Solo-Modus bietet Cuba nicht. Die BGG-Community bewertet vier Spielende als optimale Besetzung; zu zweit und zu fünft ist es ebenfalls spielbar.

Eine Spende für Kuba

Laut Verlagsankündigung auf der Produktseite arbeitet Deep Print Games an einer Kooperation mit einer humanitären Hilfsorganisation vor Ort und will einen Teil des Erlöses spenden. Welche Organisation beteiligt ist und wie hoch der gespendete Anteil ausfällt, will der Verlag mitteilen, sobald die Details feststehen.

Einordnung

Einen Preis nennt Deep Print Games noch nicht, ebenso stehen Termin und Modalitäten der Vorbestellung aus. Für die DACH-Region ist die Ankündigung dennoch relevant: Autoren und Verlag sind deutsch, der Vertrieb läuft über Pegasus Spiele, und die Premiere findet auf der SPIEL in Essen statt. Mit rund 8.500 Bewertungen und einem Schnitt von 7,12 auf BoardGameGeek ist das Original kein Geheimtipp, sondern ein gesetzter Klassiker.

Cubaneo reiht sich damit in eine ganze Welle frisch aufgelegter Euro-Klassiker ein: Zuletzt kehrte mit der Agricola Special Edition Uwe Rosenbergs Hofbau-Klassiker zurück, und auch Mac Gerdts' Concordia erscheint in einer aufgewerteten Special Edition. Cubaneo richtet sich an alle, die einen bewährten, interaktiven Wirtschafts-Eurogame in aktueller und gebündelter Form suchen.

Eine Wahl zum richtigen Zeitpunkt - Peter Mohrbacher wird Botschafter der SPIEL Essen 2026

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Ab dem dritten Mal, so sagt man, wird eine Neuerung zur Tradition. Die SPIEL in ESSEN hat nun ihren Botschafter für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Wie üblich wird diese Wahl in den sozialen Medien von den typischen Untertönen begleitet: „Kenne ich nicht!“, „Mir egal!“ oder „Hätte man nicht jemand Passenderes finden können?“ sind die üblichen ungefragten Wortmeldungen.Ich gebe offen zu: Auch mir…

Quelle

Essen Spiel 2026: Was wird sich ändern?

13. April 2026 um 10:21

Die SPIEL Essen 2026 wirft langsam ihre Schatten voraus – und auch wenn wir noch ein Stück entfernt sind, zeichnen sich bereits einige spannende Entwicklungen ab. Von mehr Platz über neue Schwerpunkte bis hin zu inhaltlichen Erweiterungen zeigt sich jetzt schon, dass sich die Messe weiterentwickelt. Ich habe mir vier Punkte herausgepickt, die ich besonders interessant finde – teils, weil sie logisch erscheinen, teils, weil sie mich ehrlich überrascht haben.

Wachstum & Hallenbelegung

Die SPIEL Essen wächst 2026 weiter und belegt erstmals alle acht Hallen der Messe Essen. Für mich ist das erstmal eine sehr gute Nachricht – nicht nur wegen der Größe, sondern vor allem wegen der Hoffnung, dass sich die Besucherströme etwas besser verteilen.

Gerade in den letzten Jahren waren einzelne Hallen oder Hotspots teilweise extrem voll. Wenn die zusätzliche Fläche sinnvoll genutzt wird, könnte das die Messe deutlich angenehmer machen – weniger Gedränge, mehr Ruhe zum Testen.

Natürlich bringt die Größe auch neue Herausforderungen mit sich. Die Wege werden länger und man wird noch gezielter planen müssen, um nichts zu verpassen. Aber das nehme ich ehrlich gesagt gern in Kauf. Persönlich hoffe ich, dass die Stände stärker durchmischt werden.

Unterm Strich zeigt das Wachstum für mich vor allem eins: Die Branche boomt weiterhin – und die SPIEL bleibt der zentrale Treffpunkt dafür.

Neue Preisverleihung für Trading Card Games

Die Einführung eigener Preise für Trading Card Games finde ich eine wirklich spannende Entwicklung. Ehrlich gesagt hätte ich erwartet, dass durch den Erfolg von LCGs (Living Card Games) klassische TCGs eher an Bedeutung verlieren.

Umso interessanter ist es zu sehen, dass das Segment offenbar weiter wächst und jetzt sogar stärker in den Fokus rückt. Das zeigt, dass der Markt deutlich vielfältiger ist, als man manchmal denkt.

Was ich persönlich besonders spannend finde: Wie sich die Modelle weiterentwickeln. Der Vorwurf „Pay to win“ und eine Affinität zum Glücksspiel hängt ja vielen TCG-Vertriebsmodellen nach wie vor an – hier könnte Innovation entscheidend sein.

Vielleicht sehen wir in den nächsten Jahren neue Ansätze, die Sammelaspekt, Fairness und Zugänglichkeit besser miteinander verbinden. Die neuen Preise könnten genau solche Entwicklungen fördern.

Rückkehr des Golden Demon

Mit dem Golden Demon kehrt ein echtes Highlight zurück – und für mich vor allem eines: unglaublich beeindruckend anzusehen.

Ich merke jedes Mal aufs Neue, wie absurd gut manche Miniaturen bemalt sind. Und ja, auch ein bisschen frustrierend – weil selbst sehr junge Teilnehmer oft schon auf einem Niveau arbeiten, von dem ich weit entfernt bin. 😉

Genau das macht aber auch den Reiz aus. Man bekommt einen ganz anderen Blick auf das Hobby und sieht, was möglich ist, wenn man sich intensiv damit beschäftigt.

Für die Messe ist das aus meiner Sicht ein echter Gewinn, weil es noch einmal eine ganz andere kreative Dimension reinbringt – abseits von Regeln und Mechaniken.

SPIEL.talks & inhaltliche Erweiterung

Die SPIEL.talks finde ich inhaltlich besonders interessant, weil sie über das reine „Spiele anschauen und kaufen“ hinausgehen. Hier wird stärker reflektiert, wohin sich die Branche entwickelt.

Gerade wenn man sich die letzten Jahre anschaut, ist das auch nötig. Themen wie hybride Spiele mit App-Anbindung haben sich aus meiner Sicht nicht wirklich durchgesetzt – zumindest nicht nachhaltig. Das jüngste Argument ist auch daran, dass Fantasyflight Games mit Descent – Legenden der Finsternis die letzte hauseigene Produktlinie mit App-Unterstützung offiziell beendet hat und dort nicht mehr weiterentwickelt.

Ähnlich ist es bei Konzepten wie „Unique Games“. Spannende Idee, aber am Markt haben sich diese Ansätze bisher nicht breit etabliert.

Deshalb bin ich neugierig, welche Impulse aus den SPIEL.talks kommen. Vielleicht entstehen hier die nächsten Ansätze, die nicht nur innovativ klingen, sondern sich auch langfristig durchsetzen.

Zum Abschluss interessiert mich natürlich deine Meinung: Welche dieser Entwicklungen findest du wirklich spannend – und worauf freust du dich persönlich am meisten? Schreib es gern in die Kommentare und lass uns austauschen. Die SPIEL Essen 2026 findet vom 22. bis 25. Oktober 2026 statt – wenn du dabei sein willst, solltest du dir rechtzeitig ein Ticket sichern.

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Die SPIEL Essen erreicht in diesem Jahr einen historischen Meilenstein. Erstmals in der über 40-jährigen Geschichte der weltgrößten Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele werden alle acht Hallen des Essener Messegeländes belegt. Die Gesamtfläche wächst damit auf 81.200 Quadratmeter.

Rekordfläche dank enormer Nachfrage

Mit der Öffnung von Halle 8 kommen rund 3.700 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche hinzu. Bereits im vergangenen Jahr war Halle 7 neu dazugekommen. Damit steht der vierte Flächenrekord in Folge an.

Der ausrichtende Merz Verlag verzeichnet schon acht Wochen vor Ende des Anmeldezeitraums eine außergewöhnlich hohe Zahl an Anmeldungen. Das Wachstum wird von zwei Seiten getrieben. Einerseits möchten viele langjährige Aussteller ihre Standflächen vergrößern, um ihre wachsenden Portfolios den gut 220.000 internationalen Besuchern zu präsentieren. Andererseits drängt eine ungewöhnlich hohe Zahl neuer Aussteller auf die Messe, die dort erstmals ihr Spiel vorstellen wollen.

Geschäftsführerin Carol Rapp sieht darin ein Zeichen für die internationale Bedeutung der Messe und die Vitalität der gesamten Spielebranche. Die bisherige Hallenstruktur bleibt dabei weitgehend erhalten. Das Messeteam optimiert an bestimmten Stellen, um sowohl den Flächenwünschen großer Verlage als auch dem Zuwachs kleinerer Stände gerecht zu werden. Die Aufteilung in klare Kategorien und der gewohnte Mix aus großen Verlagen und kleinen Entwicklern bleiben bestehen.

Neue Eingänge und optimierter Einlass

Da Halle 8 bisher als Wartebereich diente, erfordert die Umwandlung in eine Ausstellungsfläche Anpassungen bei der Besucherführung. Erstmals wird der Nordeingang geöffnet, der direkt in Halle 5 führt und hinter der Grugahalle liegt. Dieser zusätzliche Zugang soll die bestehenden Eingänge Ost, West und Süd entlasten und den Besucherstrom gezielter in die Hallen 4 und 5 leiten.

Als Ersatz für den bisherigen Wartebereich wird Halle 1A eingerichtet, die über das Congress Center Süd zugänglich ist. Dort können Messebesucher auch bei schlechtem Wetter geschützt warten, bis die Tore morgens öffnen.

Die SPIEL Essen bringt jedes Jahr über 220.000 Spielefans aus der ganzen Welt mit Ausstellern aus über 50 Nationen zusammen. Tausende Neuerscheinungen können direkt vor Ort an den Ständen getestet werden. Mit der Vollbelegung des Geländes stößt die Messe nun an die maximale Kapazitätsgrenze des Standorts.

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