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Hot Streak, Magical Athlete race to wins in this year’s American Tabletop Awards

14. April 2026 um 11:44

The American Tabletop Awards, an awards scheme launched seven years ago with the aim of being the US equivalent of Germany’s Spiel des Jahres, has unveiled its 2026 winners.

Racing games published by CMYK triumphed in both the Early Gamers and Casual Games awards this year, with Richard Garfield’s new implementation of Takashi Ishida’s 2003 design Magical Athlete scooping the former, and Jon Perry’s chaotic mascot racer Hot Streak the latter.

ATTA’s Early Gamers award is focused on titles suitable for younger gamers and players new to modern board gaming, while the Casual Games awards looks at games suitable for all experience levels that can be played in 30 to 60 minutes.

This year’s Strategy Games prize went to Matt Leacock’s pandemic spinoff The Lord of the Rings: Fate of the Fellowship, while the Complex Games title went to Jo Kelly’s and Cole Wehrle’s design Molly House, which explores the joy and fear experienced by gender-defying Londoners in 18th century society.

CMYK was the standout publisher with two wins out of the four categories. Asmodee studios won one award and picked up three other nominations, while Flatout Games picked up recommendations for both Cascadia Junior and Knitting Circle.

Alex Cutler was the only designer to appear twice among the finalists, scoring a nomination for his co-design Critter Kitchen and a recommendation for co-design A Place For All My Books.

The ATTAs are voted on by members of the US board game media, who each submit up to five games from the previous calendar year, which are then ordered according to ranked-choice vote.

ATTA’s committee includes GAMA president and SAHMReviews.com founder and owner Nicole Brady, Jessica Fisher, the co-founder of Gameosity and the Tabletop Game Jobs Facebook group, and Good Time Society pair Ruel Gaviola and Becca Scott.

Awards co-founder Eric Yurko, who runs board game review site What’s Eric Playing?, said, “The past few years have been great for games, and 2025 was no exception.

“There were great moments and releases throughout, so we’re very excited to present these awards to the best games we played in 2025.”

Last year’s ATTA winners were Captain Flip, The Gang, Let’s Go! To Japan and Fromage.

The 2026 American Tabletop Awards finalists

Early Gamers
Winner: Magical Athlete – designed by Richard Garfield and Takashi Ishida (published by CMYK Games)
Nominated: The Sandcastles of Burgundy – Stefan Feld and Susanne Feld (Ravensburger)
Nominated: Splendor Kids – Marc André and Catherine André (Space Cowboys / Asmodee)
Recommended: Cascadia Junior – Fertessa Allyse and Randy Flynn (Flatout Games)
Recommended: Duck and Cover – Oussama Khelifati (Captain Games)

Casual Games
Winner: Hot Streak – Jon Perry (CMYK Games)
Nominated: The Fellowship of the Ring – Trick-Taking Game – Bryan Bornmueller (Office Dog / Asmodee)
Nominated: 7 Wonders Dice – Antoine Bauza (Repos Production / Asmodee)
Recommended: FlipToons – Jordy Adan and Renato Simões (Thunderworks Games)
Recommended: A Place For All My Books – Alex Cutler and Michael Mihealsick (Smirk and Dagger Games)

Strategy Games
Winner: The Lord of the Rings: Fate of the Fellowship – Matt Leacock (Z-Man Games / Asmodee)
Nominated: Critter Kitchen – Alex Cutler and Peter C. Hayward (Cardboard Alchemy)
Nominated: Kinfire Council – Kevin Wilson (Incredible Dream)
Recommended: Knitting Circle – Emily Vincent (Flatout Games)
Recommended: Moon Colony Bloodbath – Donald X Vaccarino (Rio Grande Games)

Complex Games
Winner: Molly House – Jo Kelly and Cole Wehrle (Wehrlegig Games)
Nominated: Tidal Blades 2: Rise of the Unfolders – Tim Eisner and Ben Eisner (Druid City Games)
Nominated: Covenant – Germán P Millán (Devir)
Recommended: Above and Below: Haunted – Ryan Laukat (Red Raven Games)
Recommended: Galactic Cruise – TK King, Dennis Northcott and Koltin Thompson (Kinson Key Games)

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Meine Hot Streak Erstpartie: Spaß ist, was Ihr daraus macht

Von: ravn
31. März 2026 um 16:34

Mehr Spielzeug und Eyecatcher als ernstzunehmendes Spiel? Wer das so sieht, hat eventuell völlig falsche Erwartungshaltungen an das turbulente Maskottchenrennen in der lokalisierten Version von Strohmann Games. Ganz sicher nicht für jede Runde geeignet, die ein Partyspiel erwartet, aber dann doch mehr Klamauk bekommt als erhofft. Ich selbst bin zwiegespalten trotz eindeutiger Meinung.

Hot Streak will auffallen. Das fängt bei der Spieleverpackung mit Blick auf die überdimensionalen Maskottchen in ihrer Plastikvitrine an, geht über das aus der Schachtel herausziehbare überlange Spielfeld als Laufstrecke und endet schließlich beim Siegerpodest hoch oben auf der Spieleschachtel. Dabei hätte der Ursprungsverlag CMYK das kurzweilige Wett- und Rennspiel auch ganz anders gestalten können. Mit Fokus auf den spielerischen Kern und weniger auf opulente Optik mit Gimmick-Faktor. Denn wäre der Verkaufspreis von knapp 50 Euro sicher auch niedriger ausgefallen. Für ein Partyspiel eh schon an der oberen Grenze. Dafür bekommt Ihr allerdings auch ein besonderes Spiel von einem Verlag, der sich einfach zu lernende, aber schwierig zu vergessende Spiele auf seine Fahnen geschrieben hat.

Strohmann Games hat Hot Streak lokalisiert, den Titel allerdings beim Original belassen. Dass es auch anders geht, hat Asmodee mit Turbo Flitzpiepen 2000 vorgemacht. Auch ein CMYK-Spiel, das Ihr wohl eher als Eigenimport unter dem Namen Magical Athlete kennt und eventuell auch lieben gelernt habt. Als Partyspiel, in dessen Kerbe ebenso Hot Streak schlägt. Aber noch ein Wort zu Lokalisation, mit der ich nicht ganz so glücklich bin. Da wird in der Anleitung von „glücklosen Spielsüchtigen“ geschrieben und auch die abschließenden Kurzlebensläufe nach dem Geldgewinn bei Spielende habe ich als ein Humor empfunden, der mir eher im Hals stecken bleibt. Beispiel gefällig? „59$: Du kaufst dir ein Seil. Man kann einfach nie genug Seile besitzen.“

Im Original klingt das anders, aber lustig ist dann doch irgendwie anders, nicht so erzwungen. Dort sind wir ein „degenerate gambler“ und wünschen uns von unserem Gewinn „You get yourself some rope. You can never have too much rope!“. Das Zitat könnte ich mit etwas Wohlwollen Samweis Gamdschie aus Herr der Ringe zuordnen oder eben auch der mordiben Redewendung „Give someone enough rope (to hang themselves)“. Entscheidet selbst, was für Euch passender zum Spielgefühl von Hot Streak passt. Wirklich gelacht hat in unserer Runde keiner darüber.

Aber eventuell bin ich auch voreingenommen. Denn mein Erstkontakt mit meiner selbst gekauften Ausgabe von Hot Streak in der lokalisierten Version war kein wirklich gutes Erlebnis. Eine Enttäuschung aufgrund der mit deutlichen Mängeln behafteten Materialqualität trifft es wohl eher. Für 45 Euro im freien Handel hatte ich schlicht mehr erwartet. Bekommen habe ich hingegen ein Exemplar, dessen gelbe Plastikleiste, die als Zughilfe für die Rennstrecke dient, nicht entgratet und eher schief improvisiert als gerade abgeschnitten war. Zudem war die planenartige Rennstrecke ebenso schief umgetackert, sodass diese sich an den Rändern unschön verzog und sichtbar aus der Zughilfe-Schiene herauszog. Da hat anscheinend jemand daran gewerkelt. dem das Endergebnis egal war. Made in USA steht auf der Verpackung.

Weiter geht die Negativfahrt leider mit einer ausgebeulten Spieleverpackung, weil die Pappfaltung keinen Halt dagegen bieten kann und die Materialschublade mit den restlichen Spielkomponenten wuchtig dagegendrückt. Zum Transport war eben dieses Spielmaterial mit arg strammen Einmachgummis um schnürt, die sich in meine Papp-Wettscheine gedrückt und Spuren für die Ewigkeit dort hinterlassen haben. Das Spielgeld als leicht gummiertes Papier war angeknickt, weil die Ecken keinen Schutz vor dem Schwergewicht des Spielkartenpäckchens hatten. Dass die deutschsprachige Spielanleitung dann noch zu groß ist, wie schon in der inzwischen verbesserten Erstauflage der Originalversion, rundet das Gesamtbild nur noch ab. Für ein 25-Euro-Gimmick hätte ich da beide Augen zugedrückt und nichts gesagt, so ist es für mich ein Reklamationsfall. CMYK soll ich laut Rückmeldungen auf Boardgamegeek da wirklich kulant zeigen, mal sehen, ob Strohmann Games dort mithalten kann.

Vor dem Wochenende nach Online-Kauf konnte ich es sowieso nicht beheben lassen, umso gespannter war ich, ob Hot Streak denn zumindest auf dem Spieltisch überzeugen würde können. Wir haben eine Partie zu fünft gespielt. Phasenweise kam dabei durchaus Laune auf. Allerdings lag das eher an der enthusiastischen Kommentierung der gezogenen Bewegungskarten und weniger am Spiel selbst. Wir begleiteten das mit entsprechendem Gejohle und Anfeuerung unserer aufgrund der Wetten bevorzugten Maskottchen. Eine Gaudi wurde es erst dadurch, dass wir es gemeinsam zu einer Gaudi gemacht haben.

Die folgenden zwei Rennen unserer Partie waren da schon deutlich gebremster in der Mitmach-Laune. Wohl auch, weil sich das Spielgeschehen wiederholte und der eigene Einfluss durch das Reinmischen einer eigenen Handkarte in den Zugstapel doch eher gering war. Zu schnell wurde uns klar, dass wir uns hier etwas selbst vormachen und auch wohl müssen, um den Spaßfaktor hochzuhalten.

Genau deshalb kann ich Hot Streak fernab aller optischen Eye-Catcher-Momente und in Ignorierung aller Qualitätsmängel meines Exemplars nur für Spielrunden empfehlen, die als Gruppe die drei Rennen einer Partie zur Party machen wollen und dabei auch entsprechenden Einsatz zeigen. Wer da nicht jubelnd und johlend aus sich herausgehen mag, weil es einem nicht liegt, ist hier leider fehl am Platz oder andersherum gesagt, Hot Streak ist für solche Spielrunden kein geeignetes Spiel.

Ich selbst werde Hot Streak noch in anderen Gruppenzusammensetzungen spielen, aber meine Zweifel bleiben, dass wir hier leider kein Spiel haben, das von sich aus den Spielspaß erzeugen und tragen kann. Dazu ist es dann doch zu banal. Nur wenn die Mitspieler die Hauptlast der Gaudi selbst bringen müssen, wozu dann überhaupt Hot Streak spielen?

Im direkten Vergleich gefällt mir Magical Athlete, ebenfalls von CMYK und später im Jahr denn lokalisiert von Asmodee wesentlich besser. Eben weil dort die arg unterschiedlichen Charaktere mit ihren schrägen Sondereigenschaften in immer neuen Kombinationen für ein Spielerlebnis sorgen, das jedes Mal erfrischend neu wirkt. Hier bei Hot Streak rennen immer die vier selben Maskottchen, die keinerlei eigene Eigenschaften fernab der zufällig im Spiel vorhandenen Bewegungskarten haben, die immergleiche Rennstrecke entlang. Zwar ist das Renngeschehen auch hier mehr als chaotisch, aber durch den eigenen Würfel bei Magical Athlete fühlte sich das für mich weitaus weniger fremdgesteuert an, obwohl es vergleichbar zufällig ist, wie sich das alles im Zusammenspiel und Zusammenstoß auswirkt.

Magical Athlete bietet für mich mehr Spiel und Spielsubstanz, während die Gaudi durch die Situationskomik der Charaktere selbst entsteht und wir darauf reagieren. Das trägt für mich mehr und deshalb würde ich in Gruppen, von denen ich weiß, dass die nicht die absoluten Wir-machen-aus-jeden-Spiel-unsere-eigene-Party-Fraktion sind, eher Magical Athlete vorziehen. Schade um den kreativen Ansatz von Hot Streak. Aber wenn es um Wett- und Rennspiele geht, wäre das gute und alte Camel Up eine Alternative, die noch in so manchem Spieleschrank schlummert. Sogar mit Spiel des Jahres Auszeichnung.

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