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Match my Beat

Neues Spielkonzept der Hitster-Macher: In jeder Runde setzt ihr Szenenkarten ein, um den Vibe eines vorgespielten Songs bestmöglich zu treffen.

Match my Beat: Welcher Satz passt am besten zum Vibe von „One more Time“?

In einer Zeit, in der das Smartphone auf dem Spieltisch oft als Störfaktor wahrgenommen wird, schlägt Match My Beat eine spannende Brücke. Das neue Jumbo-Spiel nutzt ähnlich wie Hitster euren Zugang zu Spotify und Co., um Songs zu starten. Aber diesmal spielt der Titel oder das Veröffentlichungsjahr keine Rolle. Was zählt, ist allein der Vibe – und eure möglichst passenden Handkarten.

Das Konzept: Musik meets Metaebene

Der Kern des Spiels ist denkbar simpel, aber effektiv: Ein Song wird über einen der gängigen Streaming-Dienste (Spotify, Deezer, Apple Music oder Amazon Music) abgespielt und die Mitspielenden müssen aus ihren sieben Handkarten eine Situation auswählen, die am besten, witzigsten oder absurdesten zur Stimmung des Liedes passt.

Beispiel: Ihr hört gemeinsam One more Time von Daft Punk und du überlegst, welche Karte du ins Rennen schickst. Du entscheidest dich für: „Die perfekte Art zu feiern, wenn du eine Eins im Test bekommst, obwohl du gar nicht gelernt hast.“ Schieb die Karte verdeckt dem Punktrichter dieser Runde zu. Der sammelt auch die Karten der anderen drei Spieler ein, mischt sie und liest sich dann alles durch.

Anschließend sucht er die eine Karte heraus, die aus seiner Sicht am besten passt und liest alle laut vor (als Highlight sollte die siegreiche Karte zum Schluss vorgelesen werden!). Die Besitzerin dieser Karte erhält einen Punkt, in der nächsten Runde wechselt der Punktrichter. Nach zwei kompletten Durchgängen dürft ihr eure Punkte zusammenaddieren und den Sieger oder die Siegerin küren. Falls das bei einem guten Partyspiel überhaupt eine Rolle spielt…

Warum „Match My Beat“ überzeugt

Die Stärke von Match my Beat liegt in der Interaktivität. Während klassische Partyspiele oft auf reinem Text oder Wissen basieren, fügt die Musik eine auditive Ebene hinzu, die sofort Erinnerungen und Stimmungen triggert. Das hat schon bei Hitster perfekt funktioniert und zielt hier auf eine Art Metaverständnis: Welcher Spruch auf den Karten am besten passt, wird jeder von euch anders interpretieren. Aber es gibt keine falschen Entscheidungen, niemand muss sich erklären oder gar rechtfertigen und alle haben ungezwungenen Spaß.

Das geht schon los, wenn man den Song laut hört und währenddessen alle ihre Handkarten durchstöbern. Grinsen am Tisch, Kichern, laute Rufe „Wow, das ist die perfekte Beschreibung!“ Ob das Selbstbewusstsein wirklich zum Punkten reicht, ist völlig unklar, weil der Punktrichter ja ebenfalls subjektiv und mit eigenem Bauchgefühl über den perfekten Vibe entscheidet.

  • Hohe Barrierefreiheit: Da das Spiel auf bekannte Streaming-Plattformen setzt, entfällt das Erlernen komplexer Regeln oder der Umgang zu viel Technik. Karten austeilen, Playlist starten, los geht’s.
  • Genre-Vielfalt: Durch die vier verschiedenen Playlist-Kategorien (Heart, Mood, Party, Past) lässt sich die Tonalität des Abends steuern – von nostalgisch-melancholisch bis hin zu ausgelassener Party-Stimmung gibt es vier vorbereitete, reichlich gefüllte Playlists.
  • Subjektiver Spielspaß: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Der Reiz entsteht durch die individuelle Interpretation der Musik. Wenn Dance Beats auf eine völlig unpassende, seriöse Alltagssituation treffen, entstehen die besten Momente des Spiels.

Match my Beat: Fazit und Wertung

Match My Beat (Jumbo) ist unsere uneingeschränkte Empfehlung für alle, die ein modernes Gesellschaftsspiel suchen, das Kommunikation fördert, witzig ist und Musik nicht nur als Hintergrundrauschen, sondern als aktives Spielelement begreift. Es ist ein hervorragender „Icebreaker“ für gemischte Gruppen und bietet durch die schier endlose Musikauswahl einen sehr hohen Wiederspielwert. Es kann auch jederzeit mit eigenen Playlists oder Lieblingssongs gespielt werden.

Ein kleiner kritischer Punkt ist die Abhängigkeit von einer stabilen Internetverbindung und einem werbefreien Streaming-Account, da Unterbrechungen den Spielfluss stören können. Das Regelwerk bietet hierfür jedoch bereits pragmatische Lösungsvorschläge (wie den Wechsel der Playlist nach jeder Runde im Gratis-Modus).

Die ungewöhnliche Altersangabe ab 17 Jahren auf der Verpackung ist realistisch: Das Spiel richtet wich tatsächlich eher an Erwachsene oder zumindest ältere Jugendliche. Ein gewisses Abstraktionsvermögen und der Umgang mit popkulturellen oder selbstironischen Phrasen ist Voraussetzung, damit das Spiel seine Wirkung erreicht. Jüngere Kinder werden Probleme haben, mit ihren Karten tatsächlich zu punkten.


Match my Beat – auf einen Blick

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Match my Beat ist ein Partyspiel, bei dem du nichts wissen, nichts nachahmen und nichts vorsingen musst. Einfach mitmachen, sich auf den Vibe des Songs einlassen und in jeder Runde eine passende Handkarte ins Rennen schicken. Wetten, dass das großen Spaß macht?

Autor/in: N.N. | 2026 | Jumbo | 3 bis 8 Personen | ab 17 Jahren | bis 20 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Lass es raus – Spielkritik

Von: Paddy
06. April 2026 um 07:41
Lass es raus

Die kleine, rote Box weist auf den Schweizer Verlag der Kampfhummeln hin. Bei Lass es raus! muss man Farbe bekennen und geht den einzelnen Fragen auf den Grund, auch wenn das in diesem Partyspiel manchmal weh tut. Kleines Spiel –

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Was passiert, wenn ich dran lecke? – Spielkritik

Von: Paddy
28. März 2026 um 15:35
Was passiert, wenn ich dran lecke

Sind es die richtigen Fragen? Oder sind doch die Antworten eher ungenau? Bei Was passiert, wenn ich dran lecke? spielt man sich Antwort für Antwort zum richtigen Begriff – oder steht bis am Ende auf dem Schlauch. Ein absolut witziges

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Jungle Speed

Von: ferengi
25. März 2026 um 08:33

Wer Hektik mag …

Reaktionsspiele wie Ligretto mag ich genauso wenig wie Memory. Aber bei Jungle Speed gibt es in der Tat lustige Momente. Darum geht es:

In der Mitte der Spieler ist eine Totemfigur. Die Spieler haben eine große Anzahl Karten mit ähnlichen Symbolen. Reihum decken wir eine Karte auf und legen sie offen auf den eigenen Ablagestapel. Wenn die Form identisch mit schon einer ausliegenden Karte bei einem Mitspieler ist, greifen beide schnell nach dem Totem und der Verlierer erhält seinen Ablagestapel und den des Gegners in seinen Nachziehstapel.

Cool. So mit dem Beutel kann man es überall mit hinnehmen.

Hierbei ist ein schneller Blick erforderlich, denn die Farben dürfen unterschiedlich sein und einige Formen sind sich schon sehr ähnlich. Ein paar Sonderkarten bringen Varianz in das Regelwerk, doch hektisch bleibt es.

Die gelbe und rote Figur sind fast ähnlich.
Ich weiß nicht … Das ist doch eigentlich gleich. Und wieder hat man mich reingelegt.

Fazit:

In der Tat gibt es lustige Momente. Denn jeder hat bei einigen Figuren eine Schwäche und greift zu schnell nach dem Totem, obwohl die Figuren unterschiedlich sind. Hierdurch erhält man alle ausliegenden Karten in seinen Nachziehstapel. Und so dauerte bei uns das schon ganz schön lange, bis ein Sieger feststand. Kommt aber natürlich nicht in die Sammlung.

Stubenscore: 6,3 / 10


JUNGLE SPEED
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Brettspiel (getestet)

Codenames – Zurück nach Hogwarts

Von: Krys
22. März 2026 um 11:32

Wortspiele haben im Hobby einen festen Platz. Codenames steht dabei seit Jahren ganz vorn, weil es eine einfache Idee mit einem feinen Rätselreiz verbindet. Die Welt von Harry Potter rund um Hogwarts dürfte für viele eine vertraute Welt darstellen, so

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Deine Mutter auf Tinder

09. März 2026 um 02:33

Taylor Swift im Kloster oder doch Donald Trump in Unterwäsche? Eigentlich dachten wir, das Prinzip „Wer bin ich?“ sei nach Jahrzehnten am Familientisch endgültig auserzählt. Jeder von uns hat schon…

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One Round: Empfehlenswert mit bremsenden Hemmschuh

Von: ravn
17. Februar 2026 um 13:15

Hemmschuhe bremsen ganz bewusst aus. Das ist deren Zweck. Beim kooperativ kreativen Wortspiel von Schmidt Spiele wird allerdings die Diskussionsfreude über die einsortierten Begriffe ausgebremst und das war im Spielkonzept sicherlich nicht beabsichtigt. Der Rest ist Schweigen und das tut nicht nur diesem Spiel ungut.

Es sind oftmals die Kleinigkeiten, welche gute von herausragenden Spielen unterscheiden. Keine Frage, in meinen bisher gespielten One Round Runden mit allerlei verschiedenen Mitspielern ist das kreative Wort-Assoziationsspiel vom Autor Tobias Tesar insgesamt gut angekommen. Es hat durchaus Spaß verbreitet und für einige überraschende Lacher gesorgt, wenn die Denkmuster vom Tippgeber „Tippy“ dann doch unerwartet von der Gruppe abweichen. Flott gespielt, mal mit und mal auch ohne Sanduhr, je nach Laune der Mitspieler. Schließlich heisst es in der Anleitung: „Spielt so, dass es Eurer Gruppe am meisten Spaß macht und sich alle wohlfühlen.“

Je nach Diskussionsfreude der Mitspieler ergab sich allerdings ein Problem, das den Spielspaß dann doch etwas ausgebremst und in sich anschweigende Bahnen gedrängt hat. Wir können nicht wirklich über den von unserem Tippgeber aufgeschriebenen und einsortierten Begriff sprechen. Selbst wenn der Redebedarf hoch ist, sind solche Aussagen wie „ich hätte da eher Pommes statt Döner erwartet“ verpönt, nehmen die doch noch nicht benutzten Begriffe vorweg. Denn an dem neu ausliegenden Begriff kann sich auf jeder Seite ein neuer Begriff einreihen, sofern die Zahlenlücken nicht komplett geschlossen sind. Wer aber nun scheinbar besserer Begriffe in den Raum wirft, der verbrennt diese für nachfolgende Tippgeber. Weil wer will schon vorgekaute Worte verwenden, bei denen längst klar geworden ist, wo die sich einreihen werden?

Rhetorische Frage, die eigentlich keine Antwort braucht. In der erlebten Spielpraxis folgte ein gemeinsames Aufstöhnen, gepaart mit einem Augenrollen und einem strengen Blick zum Plappermäulchen in der Runde. Diskutieren gerne, aber eben nicht über Alternativbegriffe. Nur was bleibt im Meinungsaustausch dann noch wirklich übrig? Der Austausch von oberflächlichen Plattitüden und Allgemeinaussagen von „Ja, hätte ich auch gesagt“ über „Ok, ja durchaus möglich“ bis „Echt, hätte ich aber eher woanders gesehen“. Wir spielen zwar zusammen, wollen uns aber dann doch nicht selbst betrügen oder übervorteilen. Manch einer sagt dann lieber gar nichts. Schweigen wir uns halt an.

Über dieses konkrete Redeverbot ist bei uns schon das Mal- und Begriffs-Ausschluss-Spiel Krakel Orakel gestolpert. Wer dort bei dem Ausschluss eines ausliegenden Begriffes eine Regung zeigt oder gar etwas sagt, was gerne gesagt werden will, weil es zur Situation passt, der nimmt die Auflösung im blödesten Fall schon vorweg und das Spielkonzept klappt in sich zusammen. Deshalb haben wir als eigene Hausregel eingeführt, dass der letzte Mitspieler einer Runde nicht nur einen Begriff ausschließt, sondern auch alle übrig gebliebenen Begriffe den Kunstwerken der Runde zuordnet und dabei seinen Gedanken freien Lauf lassen kann. So kann sich die Anspannung auch lösen und wir schweigen uns nicht nur komplett an.

Bei One Round gibt es dieses Lösen der Anspannung allerdings erst, wenn wir alle der 12 Begriffe ausgelegt und das Spielende erreicht haben. Oder wenn wir vorab gemeinsam gescheitert sind. Nur dann aus der Erinnerung anzusetzen und zu meinen, „ach da beim Begriff Pommes, da dachte ich direkt an Bahnschranke mit Pommes Rot Weiß, nur dann kam Döner von Dir und hat mich total verwirrt“, das passierte bisher nur selten. Der Moment ist längst vorbei und alles noch gerne Gesagte ist längst Schall und Rauch und egal geworden. So schweigen wir uns weiter an, nicken uns wissend zu und packen am Ende One Round wieder weg.

Mutabo

15. Februar 2026 um 02:33

Mutabo – das ist Stille Post mit Stift und Zettel. Mutabo von Johann Rüttinger und Kathi Kappler erscheint bei Abacusspiele als kreatives Partyspiel, in dem Zeichnen und Beschreiben abwechseln und…

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Ultraviolett

Von: Oliver
05. Februar 2026 um 18:33

Ultraviolett Titel

Wer hat nicht schon einmal die Montagsmaler, Stille Post oder Pictionary gespielt, bei dem man Begriffe zeichnen und erraten muss? Ja, ist jetzt nicht gerade das was jedem gefällt, aber denken wir mal zurück an die 1970er. Von 1974 bis 1996 lief die Schnellratesendung Montagsmaler im deutschen Fernsehen sehr erfolgreich. Dabei war das Prinzip gar nicht neu. 1969 startete der Vorgänger „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ auf den Empfangsgeräten. Lang, lang ist’s her und ich erinnere mich noch gut an die Abende, an denen wir Kinder mit der Oma gemeinsam mitgeraten haben. „Hund, Katze, Maus!“ – ging immer.

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Wiped out

Wiped Out von Mattel Games präsentiert sich in einer schlicht gestalteten, aber ansprechenden Box, die sofort erkennen lässt, dass hier ein unkompliziertes Partyspiel wartet. Auch der Inhalt überzeugt: Alles, was…

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Top Ten

Von: ferengi
24. Januar 2026 um 10:49

Blöde Fragen mit vielen Antworten

540 Fragen und viele Antworten, die wir uns ausdenken, sind der Rahmen für das Erstwerk von Aurélien Picolet, dass 2022 zum Spiel des Jahres nominiert wurde.

Wir spielen kooperativ in einer Gruppe bis 9 Personen über fünf Runden. Ein Spieler wird Captain und sucht sich einen Begriff der ersten Karte aus und stellt eine Frage wie „Wenn du das Leben eines Seriencharakters führen könntest, wen würdest Du wählen? Von Albtraum bis traumhaft.“ Jeder Spieler hat nun eine Karte zwischen 1 bis 10 und nennt einen Namen, die er mit der Zahl verbindet. Habe ich eine 1, sage ich mal Bobby Ewing. Mit einer 10 Captain Kirk. Aber was nimmt man bei einer 4,5,6 … ?
Haben alle eine Antwort gegeben, muss der Captain nun versuchen die Antworten aufsteigend zu sortieren. Nach und nach legen die Spieler dann ihre Nummernkarte ab. Ist sie aber kleiner als die davor liegende Karte, dann wird ein Chip vom Einhornfeld auf das Haufenfeld gelegt. Ziel ist es, nach den fünf Runden noch viele Einhörner zu haben.

Ein paar Fragenbeispiele. Neben reinen Wort-Antworten sind auch Geräusche oder pantomimische Aktivitäten gefragt
Schönes Material

Fazit:

Manchmal sind die einfachen Ideen die besten. Top Ten gehört in jede Spielesammlung, ist schnell erklärt und immer lustig. Das Spiel lebt natürlich von den Fragen und den Mitspielern, insbesondere wenn man Geräusche oder eine kleine Szene spielen soll. Ab 5-6 Personen macht dieses Partyspiel richtig Laune und ich bin schon auf die „ab 18-Variante“ gespannt.

Stubenscore: 7,8 / 10


TOP TEN
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Brettspiel (getestet)

Task Team

Von: Roy
14. Januar 2026 um 00:30

In der Fernsehlandschaft sind sie kaum noch wegzudenken – Hybride aus Quiz- und Geschicklichkeitsshow wie z. B. „Schlag den Star“ oder „Wer stiehlt mir die Show“, wovon es mittlerweile ja auch Brettspiel-Umsetzungen gibt. Wer nun weniger Wert auf eine Lizenz legt, aber dennoch Interesse an solchen Spielchen hat, der sollte sich „Task Team“ von Gigamic ansehen, hierzulande erschienen bei Board Game Circus. Ein Spiel aus der Feder von Olivier Finet, für 3 bis 18 (!) Spieler und mit einer Spieldauer von durchschnittlich 20 Minuten.

Das Prinzip ist denkbar einfach und schnell erklärt. Die spielende Gruppe teilt sich in drei kleine Teams auf, die nun gegeneinander antreten. Dabei treten immer nur zwei Teams an, und das dritte Team fungiert in dieser Runde als Schiedsrichter, das sogenannte „Task Team“. Das siegreiche Team tritt dann in der folgenden Runde gegen das Task Team an und die Verlierer werden zum neuen Task Team. Das geht so lange, bis eine Gruppe sieben Siege einfahren konnte und somit das Spiel gewinnt. Und wenn ihr genug Geld zur Verfügung habt, könnt ihr ja auch einen Jackpot von 100.000 € einführen oder so…


Ein Blick in die Schachtel gibt schon einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Spiele, denn wir sehen hier Maßbänder, Kreisel, Würfel, eine Sanduhr und kleine Plastik-Chips sowie Papier und Bleistifte. Ich werde euch jetzt nicht alle 150 Aufgaben auflisten, aber ein paar Beispiele nennen.

Da gibt es zum Beispiel „Kartenwerfen“, bei dem wir die Sanduhr in die Mitte stellen und nun abwechselnd die Teams eine Karte auf diese werfen. Ziel ist es, die Sanduhr umzuwerfen, allerdings ohne dass die Hand über die Tischkante hinausragt. Apropos Karten: Da hätten wir das Spiel „Haus aus Karten“ – und ja, genau das, wonach es klingt: Innerhalb von zwei Sanduhr-Längen soll ein Kartenhaus so groß wie möglich gebaut werden. Und bei „Auf den Meter genau“ heißt es, mit zwei Fingern zu schätzen, wie groß ein Meter ist, was dann mit dem Maßband geprüft wird.

Ich glaube, ihr habt einen Eindruck erhalten.



Das Schöne an „Task Team“ ist, dass man bekommt, was man erwartet: wirklich eine schöne Sammlung an Mini-Spielen, die man prima im Workshop oder an einem Spieleabend innerhalb der Familie verwenden kann. Das Material ist dabei hochwertig, auch wenn die Karten mir persönlich zu glatt sind und gerade bei Spielen wie „Kartenwerfen“ schnell mitgenommen aussehen werden.

Task Team erfüllt damit seinen Zweck komplett. Ich finde die Spiele gelungen, gerade im Mix aus Wissen, Schätzen und Geschick, und es ist somit eine super Ergänzung, wenn man diese Art von Spielen für große Gruppen mag – wenn nicht sogar ein Must-have. Spieler, die mit dieser Art Spiel nichts anfangen können, brauchen sich Task Team auch nicht weiter anzusehen. Wobei ich sagen muss, dass es viele Aufgaben gibt, bei denen man sich nicht wirklich zum Affen machen muss, wenn man das nicht möchte.



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Task Team von Olivier Finet
Erschienen bei Board Game Circus
Für 3-18 Spieler in ca. 20 Minuten ab 7 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Board Game Circus)

Eisbrecher und Partyspiel zugleich: One Round?

Von: ravn
31. Dezember 2025 um 14:16

Es ist wahrlich kein Geheimnis, dass ich das Genre der kooperativ kreativen Wortspiele besonders mag. So Kleever kann ich jederzeit und immer wieder spielen. Aber auch Just One ist weiterhin ein Dauerbrenner in meinen größeren Spielrunden. Von Schmidt Spiele gibt es nun eine verbindene Alternative, die ich Euch empfehlen möchte.

Der Autor Tobias Tesar startet gehörig durch. Im Jahr 2022 von der Spiel des Jahres Jury mit dem Deutschen Nachwuchs-Spieleautoren-Stipendium gefördert, um jungen Talenten Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Spieleszene ermöglichen. Dann folgte der Gewinn des Hippodice Autorenwettbewerbs im Jahr 2023 mit seinem Prototyp „Second’s Best“, das derweil als „Right on Time“ bei Kosmos veröffentlicht wurde. Für das kommende Jahr sind sechs weitere Veröffentlichungen angekündigt und eine davon, wenn auch noch ohne Datum, bei Hans im Glück. Eher einfache Party- und Familienspiele sind sein bevorzugtes Genre, oftmals mit international einheitlich englischsprachigen Titeln.

So auch seine 2025er-Neuheit „One Round?„, mit einem Fragezeichen und damit Aufforderungscharakter. Schon seit etlichen Monaten für inzwischen rund 11 Euro im Handel erhältlich, lohnt es sich kaum über die Ausstattung zu reden. Zum Preis eines modernen Kartenspiels bekommt Ihr direkt drei Sprachversionen in einer Spieleschachtel geliefert – Deutsch, Englisch und Französisch. Was dann auch den international verständlichen Titel erklärt. Es erwarten Euch neben Lebensmarker, Kartenteller aus Pappe, einer Sanduhr mit 20 Sekunden und einem abwischbaren Folienstift der eigentliche Kern des Spiels in Form von 100 beschreibbaren Karten. Der Kartenteller ist verzichtbar und die Sanduhr haben wir genauso wenig wie die Lebenspunkte gebraucht. Wir sind da einfach dem Rat der Anleitung gefolgt: „Spielt so, dass es Eurer Gruppe am meisten Spaß macht und sich alle wohlfühlen.“

Damit sind wir beim spielerischen Kern von „One Round?“ angekommen. Drei Startkarten mit den Werten 0/100, 33 und 66 liegen kreisförmig angeordnet in der Tischmitte aus. Bevor es losgehen kann, schreiben wir noch spontan Begriffe auf diese Karten. Sind wir weniger kreativ oder suchen nach einem ausgewogenen Spielerlebnis, so können wir auch den Vorschlägen im Challenge-Heft folgen. Aus Thema Märchen, im Badezimmer und Sportart wurde so bei uns in entspannter 6er-Erstspielerrunde Hänsel & Gretel, Zahnbürste und Turnen. Die restlichen 97 Karten werden gemischt und zwölf davon bilden den verdeckten Nachziehstapel. Einer fängt als Tippgeber „Tippy“ an, zieht geheim die oberste Karte, sieht die Ziffer zwischen 1 und 99 dort und sollte nun innerhalb von 20 Sekunden einen Begriff finden, den seine lieben Mitspieler an passender Lücke im Wortkreis einordnen würden.

Da wird im konkret so erlebten Beispiel „Barren“ genannt und die Kreativität der Mitspieler-Begründungen nimmt seinen Lauf. So kam bei uns die Idee auf, dass ein Barren ja eine längliche Form wie eine Zahnbürste hat und beim Turnen zum Einsatz kommt. Während wir im Zusammenhang mit den Geschwistern Hänsel & Gretel noch nie davon gehört haben. Vorschlag unterbreitet, gemeinsam abgenickt, Sanduhr in die gewählte Begriffslücke gestellt und auf ein freudiges Gesicht von Tippy, unserem Tippgeber gehofft. Jip, alles richtig gemacht und schon hatten wir die 81 dort ausliegen und die Lücken zwischen den einzelnen Begriffen wurden kleiner, aber in der Anzahl der ausliegenden Karten auch vielfältiger.

Spielt Ihr streng nach Regeln, so würdet Ihr im Fehlerfall eines der drei ausliegenden Lebensmarker umdrehen und wenn alle davon statt Herz eine Sanduhr zeigen, dann seid Ihr in der so bezeichneten Overtime angekommen. Die setzt Euch bei Eurer gemeinsamen Antwort unter Zeitdruck, alle restlichen Karten des ausliegenden Kartenstapels fehlerfrei zu schaffen. Wir wollten es entspannter zum ausklingenden Spieletag angehen und haben die Sanduhr rein als Lückenmarkierer benutzt. Unsere zwölf Karten haben wir zudem fehlerfrei zuordnen können, auch wenn es im späteren Spielverlauf durchaus zu Diskussionen kam und wir uns nicht komplett einig waren. Aber Intuition und Bauchgefühl war schon ein guter Wegweiser, auch wenn sich einige anderslautende Argumentationsketten durchaus logisch anhörten.

So ergibt sich am Spielende eine Assoziationskette aus zwölf eigenen Begriffen. Da keine Begriffe fest vorgegeben sind, sondern wir unserer Spielpartie kreativ selbst gestalten und zwölf aus 99 Ziffernkarten ausreichend Variation bieten, ist für unendlich langen Spielspaß gesorgt. Bei nur einer einzigen Runde bleibt es so sicherlich nie, es sei denn, dass der Spieleabend schon zu weit fortgeschritten war wie bei uns. Zwei Mitspieler haben sich direkt im Anschluss „One Round?“ bestellt. Damit ist eigentlich alles gesagt und ich kann ebenso eine fette Empfehlung aussprechen, sofern Ihr passende Spielrunden für diese Art von kreativ kooperativen Wortspielen habt. Aber wer mag die nicht oder spielt trotzdem zu Liebe der Mitspieler mit?

Ach ja, einen konfrontativen Teammodus gibt es ebenso für alle, die den Wettstreit mögen. Zudem bietet das beiliegende Challenge-Heft 28 verschiedene Herausforderungen durch vorgegebene Begriffskategorien. Wer mag, der spielt dank dieser Anregungen auch auf Englisch oder Französisch und erweitert so seinen fremdsprachlichen Wortschatz. Oder Ihr traut Euch an den „One Life Modus“, bei dem Ihr direkt mit nur einem Lebensmarker startet. Alternativ spielt Ihr einfach genauso wie Ihr wollt. „One Round?“ bietet Euch viele Möglichkeiten und das zum Mitbringpreis. Einzig ein kleines Whiteboard-Schwämmchen werde ich dem Packungsinhalt ergänzen, denn zu Spielende solltet Ihr alle Karten wieder auswischen und das ging mit dem Radierer am beiliegenden Folienstift zwar ok, aber mit einem Schwämmchen geht das einfacher, streifenfreier und schneller.

Reiss aus

Von: Oliver
26. Dezember 2025 um 19:19

reiss aus titel

Eine Art Zeichenspiel, nur mit Papier und ohne Stift? Was soll das sein und wie soll das funktionieren? Ich kann doch nicht aus einem 10 x 10 cm großen Blatt Papier einen Dinosaurier ausreißen, ohne dass er ausschaut wie ein Nashorn, unmöglich! Oder wie lassen sich Stricknadeln von Trommelsticks und Essstäbchen unterscheiden, ebenfalls doch nicht machbar, oder?

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Green Team Wins

01. Dezember 2025 um 13:22

Green Team Wins

In Green Team Wins, der neuen Lokalisation vom PD-Verlag, dreht sich alles darum, auf der Gewinnerseite stehen. Ursprünglich bei 25th Century Games erschienen, ist das Partyspiel jetzt auch auf Deutsch erhältlich. Und wie der Name schon verrät, will hier jeder zum grünen Team gehören – denn das ist die Gruppe, in der jeder mehr Punkte bekommt.

Wir haben uns das Spiel für große Runden angesehen, bei dem nicht das richtige oder klügste, sondern das populärste Ergebnis am Spieltisch zählt.

Die Grundidee ist schnell erklärt: Alle Spielerinnen und Spieler bekommen ein kleines Whiteboard und schreiben simultan eine Antwort auf die offene Frage der aktuellen Spielkarte. Dabei gibt es drei verschiedene Fragetypen, die auf den Karten auftauchen. Bei „Entweder… oder“ wählt man zwischen zwei Möglichkeiten. „1, 2 oder 3“ präsentiert feste Antwortoptionen, von denen man die am wahrscheinlichsten gewählte notieren soll. Und bei „Mut zur Lücke“ sind Kreativität und Gruppengefühl gefragt – hier wird eine Lücke vor oder nach einem Wort gefüllt, etwa bei „Zauber_____“.

Sobald alle ihre Antwort aufgeschrieben haben, wird gleichzeitig aufgedeckt. Die Antwort, die am häufigsten vorkommt, ist die „gewinnende“. Wer sich dieser Mehrheit angeschlossen hat, wechselt (oder bleibt) auf die grüne Teamseite und erhält Punkte. Dabei lohnt sich Kontinuität: Wer bereits im grünen Team war und erneut die Mehrheit trifft, bekommt sogar zwei Punkte statt einem. Wer falsch liegt, wechselt ins oder bleibt im Team Orange – dort gibt es nichts zu holen. Angezeigt wird die aktuelle eigene Teamzugehörigkeit mit einem doppelseitigen farbigen Plättchen, dessen passende Seite man immer vor sich auslegt.

Das Spiel lebt vollständig von Gruppendynamik und Einschätzungsvermögen. Nicht gefragt ist, was du wirklich für die beste Antwort hältst, sondern was du glaubst, was die Gruppe sagen wird. So entwickeln sich schnell launige Diskussionen, Überraschungen und eine Menge Situationskomik. Eine Runde dauert rund 15 Minuten und besteht aus 15 Fragen – da werden sich manche als Meister der Gruppeneinschätzung profilieren, andere hingegen ständig zwischen Team Orange und Grün wechseln…

Besonders reizvoll ist das Spiel in großen Gruppen – bis zu zwölf Personen können mitspielen. Je mehr Spieler, desto unvorhersehbarer die Entscheidungen, desto spannender das Raten. Da keine Vorkenntnisse nötig sind und die Regeln in einer Minute erklärt sind, eignet sich Green Team Wins hervorragend für Spieleabende mit mehreren Genrerationen oder als Aufwärmer zu Beginn eines langen Brettspielabends.

Wer Spaß an Spielen wie So Kleever! oder Fun Facts hat, wird sich hier sofort zuhause fühlen. Green Team Wins punktet durch seinen Mix aus Quiz, Gruppendruck und Bauchgefühl – ganz ohne Leistungserwartung, aber mit Unterhaltungsgarantie.


Green Team Wins: Auf einen Blick

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Bei Green Team Wins versucht ihr, mit der beliebtesten Antwort ins grüne Gewinnerteam zu wechseln – ein lockeres Partyspiel vom PD-Verlag, das bei uns in größeren Gruppen besonders gut funktioniert hat.

Autor: Nathan Thornton | PD-Verlag | 2025 | bis 12 Personen | ab 10 Jahren | bis 15 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Krakel Orakel

26. November 2025 um 11:22

Krakel Orakel

In Krakel Orakel versucht ihr, geheimen Begriffen Form zu geben, indem ihr nur die vorgegebenen Kritzel-Linien nutzt – ein chaotisch-kreatives Partyspiel für größere Gruppen.

Krakel Orakel bringt frischen Wind in das Genre der Party- und Gruppenspiele, weil es Zeichnen neu denkt. Statt frei zu kritzeln, arbeitet ihr ausschließlich mit vorgegebenen, chaotisch verlaufenden Punktlinien auf den abwischbaren Boards. Das Spielziel klingt simpel: einen Begriff so darstellen, dass die Mitspielenden ihn später zwischen mehreren offenen Begriffskarten wiedererkennen können. Doch genau diese Einschränkung sorgt für den Reiz – und dafür, dass auch Menschen Spaß haben, die behaupten, sie könnten „gar nicht zeichnen“.

Eine Runde beginnt damit, dass sich alle gleichzeitig ihren geheimen Begriff ansehen und der Timer auf zwei Minuten gestellt wird. Dann entsteht ein MIx aus konzentriertem Stilleben und Kichern bis Fluchen, wenn die Linien des eigenen Boards einfach nicht dorthin führen, wo man sie gern hätte. Mal entsteht aus einer einzigen Kurve der angedeutete Flügel eines Vogels, mal lässt sich eine verwinkelte Form überraschend gut als Berglandschaft deuten. Die kreative Herausforderung steckt darin, vorhandenes Chaos so zu nutzen, dass ein erkennbares Motiv daraus wird – oder zumindest etwas, das irgendwie in die Richtung des eigenen Begriffs zeigt.

Nach der Zeichenphase werden die Begriffskarten um ebenso viele vom Nachziehstapel ergänzt, gemischt, ausgelegt und nacheinander wählen alle eine Karte aus, von der sie sicher sind: Diese wurde von niemandem dargestellt. Genau hier entfaltet Krakel Orakel seinen kooperativen Kern, denn jede Fehleinschätzung wandert als Fehlerpunkt in den gemeinsamen Vorrat. Gleichzeitig entstehen herrliche Diskussionen am Tisch, wenn man ein Bild ansieht und versucht, den Gedankenweg des Zeichnenden rückwärts zu rekonstruieren. Die Mischung aus Chaos, Kreativität und Teamgefühl macht jede Runde lebhaft.

Das Spiel (Topp Verlag) bleibt trotz einfacher Regeln spannend, weil es mit jedem neuen Board, jedem neuen Begriff und jedem frischen Blickwinkel anders wirkt. Durch den Fokus auf Fantasie statt Zeichenkunst eignet es sich hervorragend für größere Gruppen und lockert jede Runde sofort auf. Wer Gefallen an Krakel Orakel findet, könnte auch an Partyspielen wie Just One oder So Kleever! Freude haben, die ebenfalls von gemeinsamer Kreativität leben.


Krakel Orakel: Auf einen Blick

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Tolles Partyspiel, zurecht für Preise nominiert: Besonders schön ist, dass Krakel Orakel bei uns generationenübergreifend funktioniert und Jung wie Alt mit derselben Begeisterung in das kreative Linienchaos eintauchen.

Autor: 7 Bazis | TOPP | 2025 | 2-8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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One Round?

Von: Julia
19. November 2025 um 00:30

  


360° Wortassoziationen – aber bleibt es wirklich nie bei einer Runde? Mit „One Round“ hat Tobias Tesar ein Wortspiel im Sweet Spot zwischen Codenames und Top Ten veröffentlicht. Ergebnis: Ein Partyspiel-Hit mit Suchtfaktor.


One Round ist ein kooperatives Wortspiel für 2-12 Personen ab 8 Jahren und dauert circa 15 Minuten.


[Spielmaterial: Schlicht, aber funktionabel]


In One Round steckt nicht viel – 100 beschreibbare Karten mit Zahlenwerten von 1-100 in leicht abgerundeter Form, ein Stift, eine Sanduhr, sechs Überlebensmarker und ein Challenge-Heft.


Im Prinzip könnte man das, was in One Rounde? passiert auch ganz ohne das Spiel selbst spielen – aber die beschriftbaren Karten und das Challenge-Heft ergeben schon Sinn. Mehr dazu gleich. Alles hat eine gewohnt gute Qualität und ist in der Ikonografie passend schlicht. 


[Spielablauf: 2 Minuten Regeln für unendlich Spielspaß]

 

In One Round? legt ihr gemeinsam als Team einen Kreis aus Wortassoziationen aus. Dafür startet eine Runde mit 3 Zahlen – der 0/100, der 33 und der 66. Für diese drei Karten sucht ihr euch Startbegriffe aus. Die könnt ihr entweder komplett frei wählen oder euch eine der Challenges aussuchen und eure Worte in einer der Kategorien teilen.

Beide Versionen machen Spaß und funktionieren!
Sobald diese Karten einmal in der Mitte legen, habt ihr euer Raster auch schon. Nun geht es mit der ersten Person los, die eine Karte vom Stapel zieht. Die gezogene Zahl gibt der Person jetzt an, für welche Lücke sie einen Begriff finden muss. 

Dieser Begriff soll eine Assoziation zwischen den beiden Begriffen, die ihn umgeben, bilden. So können die anderen Mitspielenden herausfinden, in welche Lücke die gezogene Karte gehört.

Sagen wir die 100 ist Italien, die 33 Teig und die 66 Musik – für die 80 könntet ihr zum Beispiel Eros Ramazotti schreiben, für die 10 Pizza und für die 45 Weihnachtsbäckerei. 

Nun ist das restliche Team am Start – wo gehört ‚Weihnachtsbäckerei‘ hin? Wählt die passende Lücke aus. Habt ihr richtig geraten, ist alles gut gegangen. Bei einem Fehlversuch verliert ihr einen Überlebensmarker.

Nun ist die nächste Person am Start, die nun auch eine Zahl zwischen ‚Teig‘ und ‚Weihnachtsbäckerei‘ ziehen könnte. Die Kärtchen werden nämlich, egal ob richtig oder falsch einsortiert, immer in den Kreis eingeordnet. So wird der Kreis immer größer und die Lücken immer unterschiedlicher.

Ihr spielt, bis 12 Karten ausgelegt wurden oder ihr die Überlebensmarker verliert, die euch für eure Schwierigkeit zur Verfügung stehen.

[Fazit: Parties lieben diesen Trick]


One Round? ist ein Spiel mit einem denkbar einfachen Regelwerk und einer eigentlich sehr bekannten Denkweise – wo ist die Überschneidung zwischen zwei Themen?

Der große USP im Vergleich zu Genrenachbarinnen: Anders als bei Spielen wie Codenames, wo eine Person teils sehr komplexe Assoziationsketten bilden muss und die ‚Verantwortung‘ für das Team trägt, sind hier alle mal am Zug. Und das mit deutlich kleineren Hürden und einfacheren Aufgaben.

Das kooperative Element sorgt für eine durchgehend dynamische Stimmung am Tisch und viele lustige Momente bei teils anderen Assoziationen und kreativen Einfällen. Dass ein Spiel in 2 Minuten erklärt ist und dann auch noch 15 Minuten dauert, ist ein weiterer Pluspunkt auf der Partyspiel-Checkliste.

Einziger Hinweis: Für erfahrene Assozationsspieler*innen könnte One Round? wenig Herausforderung bieten, da meist doch eindeutige Begriffe für die Lücken gefunden werden können. Aber: Der Suchtfaktor ist definitiv trotzdem gegeben, da die Challenges einfach Spaß machen und es so tatsächlich nie bei nur einer Runde bleibt. Große Empfehlung

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One Round? von Tobias Tesar
Erschienen bei Schmidt
Für 2-12 Spieler in 15 Minuten ab 8 Jahren
Boardgamegeek-Link

sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Schmidt)

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