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PM Spieleverlage eV

Von: Oliver
21. Oktober 2026 um 11:00

SPIEL 2023

Die Spielebranche blickt trotz wirtschaftlicher Herausforderungen optimistisch auf das Jahr 2026. Besonders Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiele sowie Puzzle entwickeln sich positiv. Wie der Spieleverlage e. V. in seiner Pressemitteilung zur SPIEL 2026 in Essen berichtet, konnte die Warengruppe Spiele & Puzzle in den ersten drei Quartalen des Jahres um 8 Prozent wachsen. Der gesamte Spielwarenmarkt legte im gleichen Zeitraum lediglich um 3 Prozent zu.

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Bube, Dame, König – wer sind die Figuren auf unseren Karten eigentlich?

16. Oktober 2026 um 14:00
Da sitzt ihr nun. Beim Spieleabend. Ihr wartet darauf, dass euer Gegenüber endlich den nächsten Zug macht. Wie viel Zeit wohl schon vergangen ist? Ihr starrt in euer Blatt – und euer Blick wird erwidert: von einem König mit prächtigem Mantel, einer Dame mit einer Blume in der Hand und einem Bube mit entschlossenem Blick. […]

U-96 von Revell Brick System: Meine Bauerfahrung fernab LEGO

Von: ravn
13. Oktober 2026 um 15:56

Das muss das Boot abkönnen! Und das kann es auch. Keine Frage. Aus 6491 Klemmbausteinen gebaut und 120 cm lang, ist es ein imposantes Kriegsgerät im Maßstab 1:56. Dabei kostet der Bauspaß knapp 170 im Fachhandel. Das sind Preise, die als LEGO-Modell unmöglich sind. Trotzdem stimmt die Teilequalität, es gibt keinerlei Aufkleber und von einer Farbseuche werdet Ihr ebenso verschont. Rechnet nur mit rund 25 Stunden Aufbauzeit, die sich vor allem grau in grau abspielt.

Mal ein Thema abseits des Brettspiels, auch wenn ich mich bei so manchen Stanzbogen-Fest beim Auspöppeln und Sortieren an Klemmbausteine erinnert fühle. Aus vielen kleinen Teilen wird etwas unerwartet Faszinierendes, größer als die Teile in Summe selbst. Und damit mitten rein: Ich kann Euch als alter LEGO-Veteran das Boot U-96 von Revell Brick System nur empfehlen. Die Teilezahl von 6491 konnte mich nicht schocken, da ich schon den UCS Millennium Falken vor Ewigkeiten gebaut habe. Schon eher, dass ein Bauabschnitt so viele Teile umfasst, wie so manches LEGO-Modell alleine vorweist. Da helfen eine gewisse Ordnung und viel Platz auf dem Tisch. Ebenso etwas Geduld, um die passenden Teile im grau-grau zu finden.

Dabei ist der Weg das Ziel, also einfach entspannt Zeit lassen, in behaglichen Etappen bauen und sich an den diversen Bautechniken erfreuen. So bin ich gerade mal im vierten Bauabschnitt und habe neben dem wuchtigen Ständer drei U-Boot-Abschnitte bisher gebaut. Sehr detailliert im Innenraum, auch wenn vieles davon schon während des Baues nicht mehr sichtbar wird.

Auf einer der grossformatigen Anleitungsseiten ist einiges los. An die zehn oder mehr Bauschritte sind da keine Seltenheit und in einem Bauschritt geht es ebenso ordentlich voran. Nach 1127 Bauschritten seid Ihr fertig und das Bauerlebnis wird zum Vitrinenmodell. Wer mag, kann einzelne Verkleidungselemente weiterhin lösen, um sich und andere zu überzeugen, was sich in diesem detaillierten Plastikmodell noch so alles versteckt. Da hilft es enorm, dass sich das U-Boot an der Filmvorlage orientiert. Auch wenn es gar nicht dem eigentlichen U-Boot-Typ des Originals entspricht. Das erkennen aber wohl nur Historienfans, weil es da um Torpedoluken und Typbezeichnungen geht. Denn ursprünglich ist die U-96 von Revell Brick System ein Modell von Panlos, das für den europäischen Markt tauglich gemacht wurde und der die Filmlizenz übergestülpt wurde. Mir war und ist das egal, weil für mich zählte alleine der Bauspass und das Wiedersehen von erinnerten Filmdetails.

Bis jetzt habe ich LEGO als Hersteller nicht vermisst, weil die Teilequalität und die Farbreinheit stimmen und auch die Klemmkraft. Da es auch keine Fehlfarben gibt, musste ich schon genauer als bei LEGO hinschauen und mehr mitdenken, besonders wenn es um hellgrau und dunkelgrau und diverse Bauumkehrer mal mit und mal ohne Rand ging. Fehlteile habe ich zudem auch noch keine erlebt. Aber drei riesige Tüten mit C bis E beschriftet liegen mit ihren Innentüten noch vor mir. Nebenbei habe ich zudem die Originalserie geschaut, was mir umso mehr verdeutlicht hat, wie ich für mich das Kriegsgerät einordne, das hier vor mir steht – als das, was es war und ebenso als Rahmen eines Antikriegsfilms, der genau zeigt, was Krieg alles ist und zerstört. Das sollte stets klar sein.

Wer mir mein altes LEGO abkaufen möchte, den verweise ich auf meine Verkaufsanzeige. Derweil steuern wir auf die SPIEL Essen 2026 zu, was mir trotzdem die Zeit lässt, mich auch um andere Themen am Tellerrand des gemeinsamen Brettspiels zu kümmern. Immer dann wenn es sich für mich anbietet und als willkommene Abwechslung dient und erzählt werden will.

Countdown zur SPIEL 2026

Von: Oliver
12. Oktober 2026 um 18:00

SPIEL 2023

Nicht mehr lange, und die SPIEL öffnet ihre Pforten. Das ist für uns Spielende so etwas wie das Tor zum Schlaraffenland. Nicht verwunderlich also, dass wir hier mehr als gespannt sind, was uns dort erwartet. Die Vorbereitungen sind auch so gut wie abgeschlossen, Listen geschrieben, Verlage kontaktiert und erste Neuheiten schon einmal angespielt oder zumindest begutachtet.

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bt304 Road to Essen 2026 - Denkriesen

29. September 2026 um 16:00

Shownotes
2012 gestartet, ist DENKRIESEN im Jahr 2026 heute einer der Big Player in der Brettspiellandschaft, wenn es um den Umsatz geht. Johannes (Ministerium für Brettspielspaß) spricht mit Redakteur Tobias Hildesheim über seine Tätigkeit und die neusten Titel zur Spiel 2026: „Stadt, Land, Vollpfosten: Countdown“, „Soundcheck“ sowie „Happy Double“.

Datum der Aufnahme: 24.09.2026
Online seit: 29.09.2026

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Intro/Outro
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Herz, Karo, Pik und Kreuz – das Geheimnis der vier Kartenfarben

25. September 2026 um 14:00
Wir können hellsehen: Wenn ihr beim nächsten Spieleabend euer liebstes Kartendeck zückt, werden sich euch vier geheimnisvolle Symbole offenbaren, die sich all die Jahre vor aller Augen versteckt haben. Denn gesehen haben sie alle schon, man weiß auch, wie sie heißen – aber dann ist schon ganz schnell Schluss. Denn was ihre Bedeutung ist, wissen […]

Steampunk Spiele – Zahnräder, Fliegerbrillen und Spielkarten

18. September 2026 um 14:00
Ein Zeppelin gleitet lautlos durch den nebligen Abendhimmel über London. Auf einem verwitterten Kupferdach hantiert eine Frau in Korsett und Lederhandschuhen an einer messingfarbenen Maschine, aus deren Ventilen leiser Dampf zischt. In ihrer Hand blitzt ein mechanisches Fernglas mit filigranen Zahnrädern. Sie klappt es zusammen, schwingt sich an einem Seil geschmeidig vom Dach und landet […]

Franken – das Kartenland zwischen den Welten

04. September 2026 um 14:00
„Wer an Franggn an Bayer nennd, der besser um sei Lebn rennd.“ Fragt man in Würzburg, Nürnberg oder Bamberg, ob Franken gleich Bayern sei, könnte dem sonst so gemütlichen Franken das Leberkäsweggla aus der Hand fallen. Franken hat eine eigene Geschichte, eine eigene Küche, eine eigene Sprache – und ja, auch eine eigene Kartenkultur. Oder […]

Altenburg und der Skat – die Geschichte eines Nationalspiels

21. August 2026 um 14:00
Gut Blatt! Manche Städte sind für ihre Kathedralen bekannt, andere für ihre Universitäten, wieder andere für eine berühmte Person oder einen Fußballverein. Und dann gibt es Altenburg. Unsere Stadt hier im Osten Thüringens ist für vieles bekannt – aber vor allem für eines: Sie ist der Geburtsort des Skats. Wer in Deutschland Karten spielt, hat […]

Doppelkopf – wie der Norden zu seinem Lieblingsspiel kam

24. Juli 2026 um 14:00
„Kommst du am Freitag zur Doko-Runde?“ – Wer diesen Satz versteht und ohne zu zögern mit einem „Klar, bring ich das Bier mit!“ antwortet, kommt mit ziemlicher Sicherheit aus Norddeutschland. Denn während die Bayern dem Schafkopf treu bleiben und der Osten den Skat pflegt, hat sich im Norden ein ganz eigenes Kartenspiel als Lieblingsbeschäftigung etabliert: […]

Schafkopf – warum Bayern bei Eichel und Schellen bleiben

03. Juli 2026 um 14:00
Ja, do schau her! Es gibt Dinge in Bayern, die sind einfach gesetzt. Die Brotzeit am Vormittag, das Servus statt Hallo, Bier als Grundnahrungsmittel – und Schafkopf. Wer in einem bayerischen Wirtshaus einmal miterlebt hat, wie sich vier Menschen um einen Tisch versammeln, das Kartendeck in die Hand nehmen und mit einer Mischung aus Konzentration, […]

Deutschlands Kartenkultur – eine Reise quer durchs Land

22. Juni 2026 um 14:00
Moin, Servus, Hallo und Mahlzeit! Stellt euch vor: Ihr fahrt am Wochenende zu Freunden nach München, freut euch auf einen gemütlichen Spieleabend und packt ganz selbstverständlich euer geliebtes Skatblatt ein. Vor Ort wird euch das Deck mit einem freundlichen Lächeln und einem dezenten Kopfschütteln aus der Hand genommen und zur Seite gelegt. Stattdessen entdeckt ihr […]

Die Geschichte der Spielkarten – eine Reise um die halbe Welt

12. Juni 2026 um 14:00

Es ist im Grunde keine neue Erkenntnis – aber je länger man darüber nachdenkt, desto spannender wird es: Wenn ihr heute Abend ein Kartendeck in die Hand nehmt, haltet ihr ein kleines Stück Weltgeschichte in den Fingern. Eine Reise, die vermutlich in China begann, durch Persien und die arabische Welt führte, dann nach Europa schwappte […]

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Spiele, Fußball, WM – Heimspiel für die größten Geschichten des Fußballs

05. Juni 2026 um 14:00

Alle vier Jahre wieder: Wohnzimmer verwandeln sich in Stadien, ganze Nationen verfallen in einen kollektiven Ausnahmezustand, der ruhige Papa schreit plötzlich aus voller Kehle dem Fernseher zu, und der Lieblingsverein wird kurzzeitig durch die Nationalmannschaft ersetzt. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist nicht einfach nur ein Turnier. Sie ist ein globales Phänomen, das Menschen zusammenbringt wie kaum etwas […]

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Kindertag: Jetzt, bald, immer.

22. Mai 2026 um 14:00

Kinder, Kindeskinder und Kindeskinderkinder, er steht vor der Tür! Der Tag, an dem in Deutschland (und vielen anderen Ländern der Welt) die Kleinsten in der großen Gesellschaft gefeiert werden: Der Kindertag! Manche von euch werden sicherlich wissend nicken, während andere panisch den Kalender prüfen. „Wie? Was? Wann? Jetzt schon? War das nicht erst im Herbst?“ […]

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TOP ASS – Wie ein kleines Kartenspiel zur Mutter aller Trumpfspiele wurde

30. April 2026 um 08:12

„220 PS!“ … Erwartungsvoller Blick in die Runde. Inständiges Hoffen, dass niemand den Lamborghini auf der Hand hat. Kennt ihr das? Vielleicht, wenn ihr die PS-Zahl gegen Stockmaß, Alter, Preis oder Zylinder-Anzahl austauscht? Wem das bekannt vorkommt, der hat mit Sicherheit schon mal TOP ASS gespielt – vielleicht im Kinderzimmer, vielleicht auf langen Autofahrten oder […]

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Skitter: Ehrlicher Rückblick auf meine Schnipp-Erfahrungen

Von: ravn
17. April 2026 um 00:57

Ich würde Euch gerne voller Euphorie von meinen bisher unzähligen Skitter-Spielpartien erzählen. Dabei kam es ganz anders als von mir erhofft, bis dieses außergewöhnliche Geschicklichkeitsspiel mit bewusst nicht vorhandener Einstiegshürde bei mir auf den Tisch kam. Der Weg dorthin war lang und auch irgendwie selbst verschuldet. Meine eigenen Erstpartien fernab diverser Messe-Veranstaltungen hatten dann ebenso ihren ganz eigenen Verlauf.

Es gibt ganz wenige Spiele, die möchte ich einfach mögen wollen. Genauso erging es mir bei der erfrischend einzigartigen analoge Schnippspiel-Konsole der grundsympathischen Skitter-Macher mit ihrem sympathisches Underdog-Charme. Die haben sich echt getraut, auf dem nicht gerade großen Markt der Geschicklichkeitsspiele im Großformat anzutreten. Ein Markt, der längst von den seriösen Vertretern ihres Genres wie Carrom, Crokinole und Weykick besetzt ist. Wer bitteschön braucht da noch ein weiteres Spiel jenseits der 100-Euro-Marke? Also einen Verkaufspreis, der signalisiert, dass das hier gewiss kein nur nettes Gimmick sein soll – schnell gespielt und genauso schnell wieder vergessen. Das hier will gespielt werden und zwar regelmäßig, damit sich der Kauf auch lohnend anfühlt.

Und genau hier fangen leider meine Luxusprobleme mit Skitter an. Nach der Vorbestellung, der mehrmals verschobenen Lieferung, der Ankunft eines beschädigten Exemplars und dem problemlosen Austausch auf der SPIEL 2025 in Essen, waren meine Erwartungen groß. Eventuell übergroß. Erwartungen, die sich nur in gespielten Partien einlösen ließen. Tja, und hier bin ich ganz ehrlich mit Euch. Skitter kam erst im April 2026 auf den Tisch. Für genau zwei Partien. Davor ergab sich bei mir schlicht nicht die Gelegenheit und auch nicht die rechte Motivation, dieses reine Zwei-Personen-Soiel einfach mal ausgiebig in der gespielten Praxis zu erleben. Entweder weil alle meine Spielrunden größer waren oder ich genau wusste, dass potenzielle Mitspieler mit Schnippspielen mal so gar nichts hätten anfangen können. Also habe ich mir Skitter für einen Moment aufbewahrt, der von Woche zu Woche einfach nicht kommen wollte.

Ich hatte Skitter sogar zur zehntägigen Brettspielfreizeit nach Bad Holzhausen mit. Zusätzlich zu meinem Crokinole-Board. Das wurde bespielt, aber für Skitter hat sich so recht niemand interessiert. Warum eigentlich nicht? Wohl, weil es ausreichend andere Spiele gab und ich Spielpartien von mir auch nicht forciert habe. Es gab eben ausreichend Alternativen. Mein Skitter wird mir schon nicht weglaufen, so dachte ich und redete es mir ein. Oder habe ich mich doch eher vor Skitter weggeduckt, weil ich befürchtete, dass es nicht meine erhofften Erwartungen erfüllen wird?

Im Oktober 2024 schrieb ich und da war die Auslieferung noch etliche Monate entfernt: „Im Gegensatz zu Crokinole, bei dem ich meist gezielt die Scheiben meines Mitspielers anvisiere, ziele ich bei Skitter stets auf die Farbfelder im Sektor des Gegners. Während sich meine Anspielziele bei Crokinole somit frei über die komplette Spielfläche verteilen und dementsprechend jeder Spielzug anders ist, bewegt sich Skitter in engere Grenzen. Es wird stets aus dem eigenen Halbkreis geskittet und das Ziel ist stets eines der drei magnetischen Farbfelder auf der anderen Spielbrettseite. Dort sammeln sich die eigenen Scheiben und sollten nur angedockt statt weggeschossen werden. Eine Herausforderung für sich, aber im Direktvergleich zu Crokinole scheint die Varianz der Spielzüge geringer. Ob das als Nachteil oder gar Vorteil zu werten ist, weil sich schneller Erfolge einstellen, kann ich mit meiner zu geringen Spielerfahrung von einer einzigen Messe-Partie noch nicht beurteilen.“

Derweil habe ich mir ein Herz genommen und meine ersten Skitter-Partien dann doch forciert. Einfach zum Spieletreff mitgenommen und bevor unsere Runde komplett war, es auf den Tisch gebracht. Was folgte, das waren gemischte Gefühle, die schwierig zu greifen sind. Euphorie war es nicht. Wirklicher Spielspaß eher auf wenige Schnipp-Aktionen begrenzt. Unsere Spielpartie nach den klassischen Originalegeln dauerte etwas länger, als ich zunächst dachte, da wir uns recht oft gegenseitig eine aufgebaute Base wieder zerstörten, bevor wir punkten konnten. Ab und zu kam dann auch Spannung auf. Immer dann, wenn Gefahr auf mehreren Farbfeldern drohte und die Herausforderung stieg, jetzt zwingend dagegenhalten zu müssen. In Summe ein ok bis gutes Erlebnis, nur eben ohne die Echtzeit-Action eines Klask oder der taktischen Tiefe eines Crokinole.

Dafür war allerdings der Spieleinstieg supereinfach und deshalb belohnend. Mit dem Zeigefinger schieben, das kann wohl jeder. Nach wenigen Spielzügen entwickelt sich auch ein Gefühl, wie unterschiedlich man mit seiner Impulskraft umgehen kann und was das dann auf dem Skitter-Board bewirkt. Damit ein klarer Punktsieg für Skitter gegen Crokinole. Denn Frustmomente habe ich bei Skitter keine miterlebt im Gegensatz zu Crokinole. Also das ideale Einsteiger-Geschicklichkeitsspiel für alle, die nicht erst groß trainieren wollen, bevor sich reproduzierbare Erfolgserlebnisse einstellen. Das gefällt mir an Skitter.

Die Varianz unserer Spielzüge war allerdings nicht wirklich groß. Entweder direkt aufs gegnerische Farbziel oder über Bande anvisiert. Dabei zeigte sich, dass das Skitter-Board nicht wirklich breit ist und somit zwischen den Kork-Bumpern und den Big-Skitts in der Minus-Mitte wenig Platz bleibt. Manch einer unserer Skitts blieb auch dort hängen, wenn wir zu viel wollten. Somit wirkt dieses Spielelement und hat Einfluss aufs Spiel. Auch das finde ich gut, weil damit gedankenloses Geschiebe ein Riegel vorgeschoben wird. Ein wenig Fingergeschicklichkeit gehört dann doch dazu, ohne aber Erstspieler zu überfordern. Ob mit mehr Spielerfahrung auch mehr unterschiedliche Spielzüge möglich sind, an die wir spontan noch nicht gedacht haben, weiß ich schlicht nicht. Dazu muss Skitter aber erst einmal öfters von mir gespielt werden. Bevorzugt in Runden, die sich potenziell ebenso dafür begeistern könnten.

Vom Spielmaterial habe ich nach dem Board-Austausch und mit dem Satz beklebter Ersatz-Scheiben keinerlei Probleme. Ersatz-Scheiben deshalb, weil mein Erstversuch des doppelseitigen Beklebens durch meine ungünstige Nachjustieren-Methode, ohne die eine Klebeseite zunächst antrocknen zu lassen, den Kleber über die Scheibenränder gedrückt hat und die sich dadurch schlicht klebrig anfühlten. Das hat sich über die Monate der Lagerung von alleine gelöst und war in meinen Spielpartien kein Thema mehr. Leider ist bei dem Board-Austausch der Klebebogen verloren gegangen, sodass mir die kleinen mittleren Klebepunkte fehlen. Aber bisher habe ich die nicht vermisst, auch weil ich noch keine der Varianten ausprobiert habe. Im Zweifel frage ich bei den Skitter-Machern einfach nach. Weil deren Kundenservice wirklich ausgezeichnet war.

Wie sieht nun meine Skitter-Zukunft aus? Direkt nach den Spielpartien, wobei die zweite dann gegen eine andere Mitspielerin war, die das allgemeine „ok“ bestätigte, aber ebenso nicht vom Hocker gerissen war, hatte ich den Verkauf meines Skitter-Exemplars in Betracht gezogen. Ich hatte mir eben mehr Spieleuphorie erhofft. Aber so ein Verkauf wäre arg vorschnell. Ich möchte und werde Skitter noch weitere Chancen geben, sich beweisen zu können. Weil ich möchte es gerne mehr mögen wollen, als es aktuell bei mir der Fall ist.

Somit ist meine Skitter-Zukunft in alle Richtungen offen und Euch empfehle ich deshalb, diese erfrischend einzigartige analoge Schnippspiel-Konsole am besten auf einer Spielemesse mal auszuprobieren. Zum Beispiel auf der Spiel DOCH! 2026 in Dortmund am Stand F39. Oder Ihr fordert mich zu einer Spielpartie heraus – mit Vorabinfo bringe ich Skitter gerne zu den Treffs mit, auf denen ich so unterwegs bin von Holzbüttgen über Bottrop bis Bochum und Hemer, Iserlohn und Wetter.

Das Kartenspiel Schwarzer Peter und der Grafiker Otto Pech

13. März 2026 um 14:00

Ein Froschkönig in Unterhose, ein süße Dackelfamilie, ein Ente mit Hut, eine liebevolle Mäusemama und ein schwarzer Kater in Stiefeln. Wo es das zu sehen gibt? Wer jetzt im Kinoprogramm nach dem neusten Animationsfilm sucht oder schon KI-Inhalte vermutet, sucht an der falschen Stelle. Stattdessen lohnt sich der Blick in ein Spiel, das es schon […]

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Ultraviolett

Von: Oliver
05. Februar 2026 um 18:33

Ultraviolett Titel

Wer hat nicht schon einmal die Montagsmaler, Stille Post oder Pictionary gespielt, bei dem man Begriffe zeichnen und erraten muss? Ja, ist jetzt nicht gerade das was jedem gefällt, aber denken wir mal zurück an die 1970er. Von 1974 bis 1996 lief die Schnellratesendung Montagsmaler im deutschen Fernsehen sehr erfolgreich. Dabei war das Prinzip gar nicht neu. 1969 startete der Vorgänger „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ auf den Empfangsgeräten. Lang, lang ist’s her und ich erinnere mich noch gut an die Abende, an denen wir Kinder mit der Oma gemeinsam mitgeraten haben. „Hund, Katze, Maus!“ – ging immer.

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Lebkuchenhaus: Warum wir zu Weihnachten ganze Häuser vernaschen

12. Dezember 2025 um 14:00
Mmmh … dieses vertraute Knistern von Geschenkpapier, das zaghafte Scheppern eines heimlichen Öffnens einer Plätzchendose und irgendwo im Hintergrund der erste, noch leise Streit darüber, ob „Last Christmas“ nun zu früh oder genau richtig ist? Das bedeutet nur eins: Wir befinden uns mitten in der Weihnachtszeit. Und mit ihr kommt ein ganz besonderer Duft zurück […]
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