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Klick Klack Klug – Spielkritik

Von: Paddy
14. März 2026 um 10:54
Klick Klack Klug

Ich ordne Spiele nicht so gern in die Kategorie Lernspiele ein. Schliesslich lernt man bei jedem Spiel eine ganze Menge. Bei Klick Klack Klug trifft die Kategorie aber den Nagel ziemlich fest auf den Kopf – oder die Magnete erledigen

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Memo Mission

06. März 2026 um 16:00

Pegasus Spiele, 2023
Autoren: Christopher Garbe und Patrick Russell
2-4 Spieler:innen, ab 6 Jahre, 15-30 Minuten

Ihr sitzt am Tisch, vor euch liegt ein Raster aus verdeckten Plättchen. Irgendwo darunter verstecken sich ein Drache, eine Hexe, ein Zauberstab oder ein geheimnisvoller Ort. Gleichzeitig warten mehrere kleine Aufträge darauf, erfüllt zu werden. Vielleicht sollt ihr zuerst eine kleine Hexe finden, danach einen Burger im Schloss und schließlich einen bestimmten Gegenstand. Die Herausforderung besteht darin, all diese Motive in genau der richtigen Reihenfolge aufzudecken. Genau darum dreht sich alles in „Memo Mission“. Das Kinderspiel entführt euch in das märchenhafte Land Fabulantica und verbindet das bekannte Gedächtnisspiel mit kleinen Abenteuergeschichten. Auf den Missionskarten sind mehrere Motive abgebildet, die zusammen eine kleine Szene ergeben. Diese Bilder müsst ihr im großen Plättchenraster finden und zwar in der vorgegebenen Reihenfolge. Schafft ihr das, erhaltet ihr Kristalle als Belohnung. Wer zuerst genug davon sammelt, gewinnt. Der Clou ist die Mischung aus klassischem Merken und kleinen Aufträgen. Statt einfach nur zwei gleiche Bilder zu suchen, verfolgt ihr konkrete Ziele. Dadurch entsteht eine Art Schatzsuche im Gedächtnisformat, die besonders für jüngere Spieler:innen sofort verständlich wirkt.

Zu Beginn liegen 25 verdeckte Plättchen in einem Raster in der Tischmitte. Daneben liegen mehrere Missionskarten offen aus. Jede Mission zeigt zwei bis vier Motive, die ihr nacheinander entdecken müsst. Gleichzeitig merkt ihr euch natürlich, welche Bilder bei den Zügen der anderen aufgedeckt werden. Wenn ihr an der Reihe seid, deckt ihr ein Plättchen auf. Zeigt es das erste Motiv einer der ausliegenden Missionen, dürft ihr weitersuchen. Nun gilt es, das nächste passende Motiv aufzudecken. Gelingt euch die komplette Reihenfolge, habt ihr die Mission erfüllt und kassiert Kristalle. Taucht jedoch ein falsches Bild auf, endet euer Zug sofort und alle Plättchen werden wieder umgedreht. Eine kleine taktische Ebene bringen die Zaubertränke ins Spiel. Jede Person besitzt einige davon und darf sie einmalig einsetzen. Damit könnt ihr zum Beispiel heimlich Plättchen ansehen oder euch aus einer schwierigen Situation retten. Gerade in Momenten, in denen ihr euch nicht ganz sicher seid, können diese Tränke das Blatt wenden. Im Laufe einer Partie entsteht so ein stetiges Wechselspiel aus Erinnern, Risiko und Beobachten. Ihr verfolgt eure eigenen Missionen, merkt euch gleichzeitig die Entdeckungen der anderen und überlegt ständig, ob ihr euch noch einen weiteren Versuch zutraut.

Das Besondere an „Memo Mission“ ist die kleine Erweiterung des klassischen Memory-Prinzips. Da jedes Motiv nur einmal vorkommt und ihr Reihenfolgen erfüllen müsst, fühlt sich das Ganze deutlich dynamischer an als ein traditionelles Gedächtnisspiel. Besonders schön ist, dass ihr die entdeckten Informationen langfristig nutzen könnt. Ein einmal gemerktes Plättchen kann später erneut wichtig werden. Am Tisch sorgt das häufig für lebhafte Situationen. Kinder erinnern sich plötzlich an ein Motiv aus mehreren Runden zuvor, während Erwachsene versuchen, ihre Gedächtnislücken mit Zaubertränken zu kaschieren. Dadurch entsteht eine Mischung aus konzentriertem Grübeln und fröhlichem Wettstreit. Das Material macht einen guten Eindruck. Die Plättchen sind stabil, die Illustrationen farbenfroh und klar erkennbar. Die märchenhafte Gestaltung lädt gerade jüngere Spieler:innen dazu ein, sich kleine Geschichten zu den Missionen auszudenken. Zusätzlich enthaltene Blanko-Missionen mit Stickern erlauben sogar eigene Aufgaben, was für Abwechslung sorgen kann. Allerdings bleibt das Spielprinzip klar im Bereich der Gedächtnisspiele. Wer Memory grundsätzlich langweilig findet, wird auch hier kaum überzeugt werden. Zudem haben Kinder durch ihr oft stärkeres Erinnerungsvermögen nicht selten einen Vorteil gegenüber Erwachsenen. Als Familien- und Kinderspiel funktioniert das Ganze jedoch sehr gut. Die Regeln sind schnell erklärt, eine Partie dauert selten länger als eine halbe Stunde und die Mischung aus Glück, Erinnerung und kleinen Sonderfähigkeiten sorgt für überraschende Momente. Wenn ihr einfache, zugängliche Spiele mögt, bei denen Kinder und Erwachsene gemeinsam tüfteln und lachen können, werdet ihr mit „Memo Mission“ viel Freude haben.

Der geheimnisvolle Brunnen

16. Januar 2026 um 16:00

Drei Magier, 2025
Autorin: Guido Hoffmann
2-4 Spieler:innen, ab 5 Jahre;  ca. 20-30 Min.

Mit „Der geheimnisvolle Brunnen“ taucht ihr in eine kleine, aber magische Welt ein, in der ein uralter Brunnen im Wald mehr Geheimnisse birgt, als es auf den ersten Blick scheint. Dieser Brunnen ist nicht einfach nur ein Objekt aus Pappe, sondern ein 3-dimensionales Zentrum der Spannung. Am Anfang wirkt er völlig dunkel und leer, doch je länger ihr hineinschaut und je mehr ihr den magischen Strudel dreht, desto mehr Farben und Umrisse erscheinen. Diese Erscheinungen sind die verzauberten Wasserwichtel, die tief im Brunnen verborgen leben und nur darauf warten, entdeckt zu werden. Mit einer liebevoll gestalteten Szenerie und einem freundlichen, fantasievollen Setting richtet sich dieses Spiel besonders an junge Entdecker:innen und Familien, die gemeinsam ein stimmungsvolles, leicht mystisches Erlebnis suchen.

In „Der geheimnisvolle Brunnen“ spielt ihr über mehrere kurze Runden, in denen ihr genau beobachtet und überlegt, was sich im Brunnen abzeichnet. Zu Beginn jeder Runde seht ihr zunächst nichts, doch mit jeder Umdrehung des Strudels werden zuerst Farben und später Umrisse der Wasserwichtel deutlicher sichtbar. Eure Aufgabe ist es, im richtigen Moment zu erraten, welcher Wichtel sich gerade zeigt. Dafür setzt ihr eure kleinen Froschmarker auf die Seerosen um den Brunnen herum und hofft, dass eure Vermutung stimmt. Je früher ihr eine richtige Einschätzung traut, desto mehr Belohnungen in Form von Goldtalern bekommt ihr. Allerdings birgt das Zögern auch die Chance auf bessere Informationen, bevor ihr eure Entscheidung trefft. Nach drei Runden vergleicht ihr eure gesammelten Taler und ermittelt damit die oder den erfolgreichsten Beobachter:in. Die Dynamik ist lebendig, aber nie überfordernd, und die Interaktion entsteht vor allem durch gemeinsames Staunen und gemeinsames Tüfteln.

Das Spielerlebnis von „Der geheimnisvolle Brunnen“ beeindruckt vor allem durch seine thematische Umsetzung und die überraschende Art, wie aus einem zunächst leeren Brunnen Farben und Formen hervorgehen. Die Mechanik, die Spieler:innen dazu einlädt, genau hinzusehen und im richtigen Moment zu handeln, ist simpel und doch unterhaltsam, ohne dabei komplexe Regeln oder Fachjargon. Besonders für Familien mit jüngeren Kindern ist das Spiel hervorragend geeignet, da es Beobachtungsgabe fördert und gemeinsam erlebte Spannung erzeugt. Die Spieldauer dabei angenehm kurz und ideal für zwischendurch. Bei den Materialien merkt man, dass viel Wert auf eine kindgerechte und optisch ansprechende Gestaltung gelegt wurde. Der 3D-Brunnen und die bunten Scheiben sind haptisch ansprechend und langlebig genug für häufige Partien mit der Zielgruppe. Ein Kritikpunkt könnte jedoch sein, dass die Spielerische schnell an ihre Grenzen stößt, da die Entscheidungen vor allem auf Beobachtung und Timing beruhen und weniger auf strategischer Vielfalt. Zudem ist die Interaktion eher individuell als kompetitiv, was bei Spielgruppen, die intensiven Austausch suchen, weniger befriedigend sein kann. Dennoch bleibt der Wiederspielreiz hoch, weil jede Partie durch andere Kombinationen im Brunnen neue Überraschungen bereithält. Insgesamt ist dieses Spiel ein liebevoll gestaltetes Familienspiel mit einem einzigartigen visuellen Effekt, das besonders in gemischten Altersgruppen großen Anklang findet. Ob ihr es mit kleinen Kindern oder neugierigen Erwachsenen spielt, die spannenden Momente beim Entdecken der Wasserwichtel sorgen fast immer für ein Lächeln am Tisch.

 

Stitch Geschenke: Ein kleiner Chaot für kleine Chaoten

08. Dezember 2025 um 23:34
Hört ihr das? Ein leises Knurren, gefolgt von einem fröhlichen Kichern? Ist da gerade eine Vase zu Bruch gegangen? Könnte natürlich wieder mal die Katze sein, die ihre Grenzen austestet. Aber es gibt auch noch eine weitere Möglichkeit: Das kleine, blaue, zwar ungebetene, aber umso liebenswertere Wesen Stitch. Kaum eine Figur hat sich in so […]

Kinderrechte – und was sie mit Spielkarten zu tun haben

14. November 2025 um 14:00
Dort! Zwischen Laternenumzügen, Adventskalender-Planung und Geschenke-Listen finden wir ihn. Einen Tag, der leicht untergeht und übersehen wird, wenn es hektisch wird – ein bisschen so, wie die, um die sich der Tag dreht. Am 20. November ist Tag der Kinderrechte. Moment, Kinderrechte? Klingt irgendwie nach trockenen Verträgen – nach etwas, das in Gremien und Räten […]

Was man beim Spielen lernt – Mit Brettspielen fürs Leben lernen

11. Juni 2019 um 10:16
Was man beim Spielen lernt

Es geht nicht um Leben oder Tod, es geht um mehr – wir müssen gewinnen!

Mit Brettspielen Lektionen fürs Leben lernen

Bereits in den ersten Lebensjahren lernen wir spielerisch unsere Umwelt wahrzunehmen und zu verstehen. Das fängt bei Farben und Formen von Objekten an, geht über unterschiedliche Spielmechaniken bis hin zu komplexen Planspielen aus der Arbeitswelt. Beim gemeinsamen Spielen feiern wir fulminante Siege nach epischen Schlachten. Wir lachen gemeinsam bei witzigen Partyspielen. Manchmal sind wir zu Tode betrübt und müssen die bittere Pille der Niederlage schlucken. Wir lernen mit diesen Gefühlen umzugehen und einander besser zu verstehen.

Warum wir Menschen gerne spielen

„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, so lautet ein berühmtes Zitat von Friedrich Schiller. Und in der Tat ist Spielen, in seinen unterschiedlichsten Formen, ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Aber warum spielen wir Menschen eigentlich so gerne? Bereits Sigmund Freud erkannte im Spielen eine Art Reinigungszustand von Problemen und Ängsten, die Möglichkeit Tabus zu brechen und in fremde Realitäten zu entfliehen. Laut dem Psychologen Mihály Csíkszentmihályi spielt der sogenannte „Flow“ beim Spielen eine wichtige Rolle. Im „Flow“ geht der Spieler vollkommen im Spiel auf und seine ganze Aufmerksamkeit ist darauf gerichtet. Csíkszentmihályi beschreibt diesen Zustand als eine Art der Selbstvergessenheit.

Was man beim Spielen lernt

Was wir beim Spielen lernen

Im Flow können wir also voll und ganz in die Rolle beim Spiel schlüpfen, wir können andere Sichtweisen und dadurch völlig neue Erkenntnisse gewinnen. Aufgrund des starken emotionalen Erlebnisses wird spielerisch gelerntes deutlich stärker im Gehirn verankert. Je stärker eine Erkenntnis verankert ist umso leichter kann diese von uns auch abgerufen werden. Neben dem Lernen fördern Spiele auch:

Wie von Csíkszentmihályi beschrieben, führt der „Flow“ zu einer Art Selbstvergessenheit und hilft uns zu fokussieren. Gerade in einer digitalisierten Welt sind wir zunehmend abgelenkt. Ein kurzer Blick aufs Handy, schnell einmal die E-Mails checken oder das neue Posting eines Freundes teilen – im Alltag werden wir ständig abgelenkt, daher ist es besonders wichtig bereits in jungen Jahren zu trainieren diesen Ablenkungen zu widerstehen und die volle Aufmerksamkeit einer einzigen Sache zu widmen.

Karten- und Brettspiele fördern in einem hohen Maß das logische Denken. Je nach Spiel muss man seinen Zug gut vorausplanen und möglichst gut erahnen, was die Mitspieler als nächstes geplant haben. Spielen ist keine monotone Fließbandarbeit, sondern genau das Gegenteil. Es geht darum die aktuelle Situation zu analysieren, die verschiedenen Möglichkeiten abzuwiegen und vorausschauend zu planen. Das fördert das logische Denken.

Bereits Freud erkannte im Spielen eine Art psychischen Reinigungszustand. Das heißt Spielen hilft dabei Stress abzubauen, Probleme und Ängste zu bewältigen. Beim Spielen können wir in fremde Realitäten eintauchen und das lässt uns den stressigen Alltag zu vergessen.

Kinder und Jugendliche verbringen heutzutage im Schnitt mehr als 220 Minuten täglich alleine am Smartphone. Die Kids von heute sind zwar bestens digital miteinander vernetzt, doch es droht die soziale Vereinsamung. Karten- und Brettspiele bringen Familien und Freunde wieder zum gemeinsamen Spielen zusammen. Das fördert die Interaktion und stärkt die sozialen Bindungen untereinander.

Verlieren ist für Kinder ganz besonders schwer. Nicht selten fließt dabei auch die eine oder andere Träne, doch für das Leben ist es besonders wichtig zu lernen wie man mit Rückschlägen umgeht. Spiele bieten den idealen Übungsraum, um zu lernen mit Enttäuschungen umzugehen. Man muss sein Kind nicht immer gewinnen lassen. Gewinnt das Kind, darf man auch mal ein Lob aussprechen, das stärkt auch das Selbstvertrauen. Du wirst sehen dann ist beim nächsten Mal plötzlich gar nicht mehr so schlimm, wenn man nicht gewinnt.

Alle Sinne und Talente sind gefordert und werden gefördert

Bei unserem interaktiven Familienspiel INTERACTION können die Spieler ihr Können in fünf verschiedenen Bereichen: Wissen, Kreativität, Action, Social und Games unter Beweis stellen. Die kostenlose App passt die Spielaufgaben zudem an den Spielort und das Alter jedes einzelnen Spielers an. So erhält ein 8-jähriger andere Aufgaben als ein 12-jähriger oder eben die Eltern, selbst für die Großeltern gibt es spezielle Fragen und Aufgaben. Somit sind bei INTERACTION alle Sinne und Talente der einzelnen Spieler stets gefordert aber nicht überfordert. Dank regelmäßiger Updates gibt es immer wieder neue Spielinhalte zu entdecken. Das Beste: Die App unterstützt beim Spieleinstieg, das Lesen einer langweiligen Spielanleitung entfällt damit – einfach auspacken und sofort losspielen!

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