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Mandragora

Von: ferengi
04. April 2026 um 06:53

Ein Erfolg mit Harry Potter-Lizenz?

Mit 7 Wonders Duel, Jamaica und Kingdomino gibt es schon drei tolle Spiele hier im Blog von Bruno Cathala. Das Letztere wurde 2017 zum Spiel des Jahres gekürt, fünf weitere seiner Spiele waren bisher auf der Nominierungsliste.

Mandragora ist ein kleines Reisespiel für zwei Personen mit einem fesselnden Mechanismus. In einem Kreis sind 10 Karten (Zauberbücher und Zutaten) angeordnet, von denen an drei Positionen die Karten nur mit der Rückseite zu sehen sind. Risiko !

Wir können nun abwechselnd zwei Dinge machen

  • mit der Spielfigur abwechselnd 1 bis 3 Felder gehen und die Karten am angekommenen Zielort auf die Hand nehmen. Alle überschrittenen anderen Felder erhalten eine Zusatzkarte vom Nachziehstapel für die nächste Runde.
  • Handkarten auslegen, dieses sind Zauberbuch + farblich passende Zutaten. Als Belohnung bekommen wir abhängig von der Anzahl der Zutaten einen Zauberspruch aus der Auslage, der zusätzlich zum Zauberbuch auch Siegpunkte bringt und außerdem einen Bonus. So kann man z.B. zukünftig bis zu 4 Felder gehen oder unbeliebte Fluchkarten ablegen. Denn wer am Spielende am meisten Fluchkarten hat, bekommt 2 Minuspunkte. Und die nimmt man mal mit auf, da man scharf auf ein wertvolles Zauberbuch ist oder sie liegen versteckt in einem umgedrehten Kartenstapel.
Spielaufbau: An den dunklen Plätzen sieht man nur die Rückseite der Karten. Rechts sind die Zaubersprüche, die man in der Wertigkeit x für x Zutatenkarten bei einer Aktion erhält. Mehr Zutaten bringen also nicht mehr Siegpunkte, aber bessere Zaubersprüche.
Man sammelt neben Zutaten vor allem die Zauberbücher (mit der Zahl=Siegpunkte), die farblich passend zusammen ausgelegt werden.
Die Anzahl der Zutatenkarten bestimmen nur die Wertigkeit der Zauberspruchkarte, die man zieht und sind daher hier im Bild zusammengeschoben dahinter abgelegt. Das Zählen der Siegpunkte ist überschaubar, da braucht man keine App. Und Achtung: Jede verschiedene Farbe auf der Hand zum Spielende gibt einen Minuspunkt

Fazit:

Schönes Material mit kinderfreundlichen Zeichnungen, also durchaus ein Vater-Kind-Spiel. Für ein paar Partien hatten wir viel Spaß und es ist strategischer, als man zunächst denkt.

Stubenscore: 6,8 / 10


MANDRAGORA
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Brettspiel (getestet)

Im Rampenlicht: Sea, Salt & Paper

10. März 2026 um 08:00

Sea, Salt & Paper | Bruno Cathala & Theo Rivière | 30 – 45 Minuten | 2 -4 Personen | MM Spiele

Papierkunst und schön gefaltete Meerestiere, Leuchttürme oder Meerjungfrauen auf den Karten wecken direkt das Interesse am Tisch bei Sea, Salt & Paper. Die Spielenden ziehen Karten und versuchen mit diesen lukrative Serien oder auch nur Paare zu bilden, denn letztere kann man für Aktionen ausspielen und so einen weiteren Zug machen, eine Karte stibitzen oder direkt in einem Stapel nach einer Karte suchen. Hat jemand sieben Punkte mit ausgelegten Karten und denen auf der Hand erreicht, kann diese Person die Runde beenden. Und dann kann man auch noch zocken, denn wer siegessicher ist und glaubt mehr Punkte als alle anderen zu haben, kann diese noch einen Zug machen lassen und muss dann hoffen, dass sie ihn nicht noch überholen. Doch hat sich das Spiel bei den Spielenden verzockt oder kann es begeistern? Dies beschreiben einige Mitglieder im aktuellen Rampenlicht.

 

 

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)

Oli (Alles außer Toplisten)
Gibt es eingentlich etwas, das Sea, Salt and Paper nicht hat? Da sind die liebenswerten Illustrationen, der Clou mit 2 Ablagestapeln, die Meerjungfrauen, um die sich alle reißen, und die Kombis, mit denen man den anderen das Leben schwer machen kann. Und ein Zocker-Element bein Beenden der Runde ist auch noch dabei. Je länger ich grübele, desto überzeugter bin ich: Sea Salt and Paper ist eins der besten Kartenspiele, die ich kennenlernen durfte.
Frederik Malsy Frederik (Boardcast)
Nach rund 600 Partien live am Tisch (bisher insgesamt 3 Spiele verschlissen) und auch auf BGA kann ich nur sagen: Ich liebe dieses Spiel. Eine wunderschöne Gestaltung sowie spannende Entscheidungen machen dieses Spiel zu einem meiner Lieblings-Titel. Die richtige Mischung aus Glück und Taktik, Schadenfreude und Zocken bringen viele schöne Runden Spielspaß. Ein echtes Highlight.
André (Brettspielgalaxie)
Sehr schönes kurzweiliges Kartenspiel im Hosentaschenformat. Nicht ganz so simpel wie ein Uno, aber trotzdem perfekt für jede Familienfeier.
Markus Sch. Markus (Brett & Pad)
Sea, Salt & Paper ist irgendwie immer in einer Strandtasche, wenn es in den Urlaub geht. Kniffelig, tricky und mit einem coolen Timing-Kniff machen dieses Kartenspiel zu einem perfekten Begleiter, nicht nur am Strand. Dazu kommen die schönen Illsutrationen. Kurz: ein absolut gelungenes Kartenspiel.

Fabian (Bretter Late then Never)

Fabian (Bretter late than never)
Wer ein würziges, kurzes Kartenspiel sucht, das nicht so fade schmecken soll wie Uno und Mau Mau, wird bei Sea, Salt and Paper definitiv nicht enttäuscht. Kleine Kniffe (wie z.B. die zwei getrennten Ablagestapel oder der Meerjungfrauen-Win) werten dieses simple Set-Collection- und Kartenablegespiel zu einem zeitlosen Hit auf! Noch dazu ist es nicht viel größer als ein Slazstreuer und deutlich kleiner als eine Pfeffermühle, sodass man es überall hin mitnehmen kann.
Peer (spielbar.com)
Kurzweiliges Drafting – Spiel mit toller und recht einzigartiger Graphik. Erfindet das Genre nicht neu, ist aber schön gemütlich.
Daniel Profilbild Daniel (The Spielträumers)
Sea, Salt and Paper überzeugt mit angenehmer taktischer Tiefe und einer zarten Origami-Gestaltung. Ein bisschen Bluff und Zockerei zum Abschmecken dazu, und das Resultat ist ein kleines Kartenspiel, das in jede Jackentasche passt und auch auf Bahnklapptischen und in Restaurants sehr kurzweilig spielbar ist.
Dirk_Huesmann

Dirk (Würfelmagier)

Dirk (Würfelmagier)
Fische sammeln für Fortgeschrittene. Sea, Salt and Paper überzeugt durch eine flotte Inszenierung und interessante taktische Tiefe. Spannend ist es den richtigen Zeitpunkt zum Absprung zu finden. Beende ich die Runde oder sammle ich noch eni wenig weiter? Und wie viel traue ich meiner Sammlung zu? Das Spiel passt fast auf jeden Tisch und funktioniert auch zu zweit ganz gut. Zu dritt oder viert ist aber mehr Salz in der Suppe. Das Ganze wird garniert mit einer wunderschönen Gestaltung. Und Meerjungfrauen sollte man immer behalten 😉

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Sea, Salt & Paper befassen wollt, dann schaut Euch doch mal die folgenden verlinkten Artikel an:

Brett & Pad

Jamaica

Von: ferengi
14. Februar 2026 um 09:35

Wettrennen in der Karibik

Nachdem jeder Spieler mit 11 Handkarten (stabile Pappkarten) ausgestattet wurde und seinen Lagerraum im Schiff inspiziert hat, geht es auch schon los. Wir ziehen drei Karten und würfeln zwei Sechserwürfel. Nun entscheiden wir anhand unserer drei Handkarten, welchen Würfel wir als Tag (für die Aktion links auf der Handkarte) und Nachtaktion (rechts) einsetzen und legen eine unserer Handkarten für diese Runde verdeckt hin. Die weiteren Spieler können die Würfelreihenfolge nicht beeinflussen und wählen ebenfalls eine ihrer Handkarten für diese Runde. Das ist schon ein cooler Mechanismus.

Die Würfel liegen, alle Schiffe sind Startbereit fürs Rennen um die Insel

Nun werden die gewählten Piratenkarten nacheinander abgehandelt. Je Spieler die Tag- und Nachtaktion nacheinander, dann kommt der nächste dran. Und so fahren wir mit dem Schiff vor- oder zurück und lösen am Zielort eine Aktion aus. Hierbei kann ein Schatz gehoben werden, oder wir landen im Hafen und müssen Goldmünzen zahlen. Oder es kommt zu einem Konflikt und wir bekämpfen uns. Neben der Bewegung kann man als Aktion auf den Karten Ressourcen erhalten: Gold, Futter oder Kanonen für den nächsten Kampf.

Meine Handkarten. Mit den beiden Würfeln mache ich erst die linke Tagaktion, hier also x Felder vorwärts fahren. Danach die Nachtaktion, also Y Felder zurück, abhängig vom Würfelergebnis
Wenn das Rennen beendet ist, gibt es Punkte für die Platzierung des Schiffes. Aber auch für Goldmünzen und Sonderkarten, die wir als Piratenschatz finden können.

Fazit:

Ein leicht zu lernendes und kurzweiliges Ärgerspiel für bis zu sechs Personen. Die Regeln für das Einlagern der Waren, die Probleme, wenn man zu wenig Nahrung oder Gold zum bezahlen hat und die Kämpfe mit den Konsequenzen sind gut durchdacht, auch mit einer kleinen Glückskomponente. Jamaica ist ein buntes Familienspiel mit vorbildlichem Material. Von der tolle Anleitung bis zum Inlay des hochwertigen Materials bis zum Layout. Alles ist perfekt und macht Lust auf die nächste Runde.

Stubenscore: 7,6 / 10


JAMAICA
BoardGameGeek

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Brettspiel (getestet)

Zwei Spieler, ein Ring – das Duell um Mittelerde

Von: Dirk
30. Oktober 2025 um 10:50
Lesezeit: 2 Minuten

In dieser Podcastfolge spreche ich, Dirk Huesmann alias der Würfelmagier, mit Stephan Zerlik über Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde – das Zwei-Personen-Brettspiel von Repos Production und Asmodee, das die bekannte Mechanik von 7 Wonders Duel in die epische Welt von Mittelerde bringt.

Wie gut funktioniert die Verbindung zwischen moderner Spielmechanik und der legendären Geschichte von Der Herr der Ringe? Ist es ein vollwertiges Spielerlebnis – oder „nur“ ein clever verpackter Re-Skin?

7 Wonders Duel trifft auf Tolkien

Das Spiel basiert auf dem vielfach ausgezeichneten 7 Wonders Duel von Antoine Bauza und Bruno Cathala – einem sehr beliebten Zwei-Personen-Spiel. Auch hier wählen die Spieler abwechselnd Karten aus einer Pyramiden-Auslage und bauen ihre Strategie Zug um Zug auf.

Doch in Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde wird die bekannte Struktur mit neuen thematischen Elementen verknüpft:

  • Drei Kapitel ersetzen die Zeitalter.
  • Ortsplättchen bringen Festungen und neue Taktikoptionen.
  • Eine Ringleiste ersetzt die militärische Leiste – hier jagen Frodo & Sam dem Schicksal entgegen, während die Nazgûl sie verfolgen.
  • Statt Wissenschaftssymbolen gibt es Fertigkeiten und Verkettungen, die bestimmen, welche Karten du spielen kannst.

Die drei Siegbedingungen sind thematisch und mechanisch stark verwoben:

  1. Schicksal des Rings – Erreicht Frodo den Vulkan oder wird er vom Nazgûl gefasst?
  2. Unterstützung der Völker – Sechs verschiedene Völkersymbole sichern den Sieg.
  3. Vorherrschaft in Mittelerde – Wer in allen sieben Regionen präsent ist, gewinnt.
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Thema und Atmosphäre

Die Umsetzung des Themas ist deutlich stärker integriert, als man zunächst erwartet. Jede Karte, jedes Symbol und jede Bewegung auf der Ringleiste fühlt sich nach Mittelerde an. Klar ist es am Ende auch viel Mechanik, aber dennoch finde ich die thematisch Integration schon wirklich gelungen. Dazu trägt natürlich neben der Ringleiste auch die Karte bei, auf der wir unsere Vorherrschaft sichern wollen.

Das Spiel schafft den Spagat zwischen strategischem Duell und thematischer Immersion – ideal für alle, die sowohl 7 Wonders Duel als auch Herr der Ringe lieben.

Im Gespräch mit Stephan Zerlik

Im Podcast spreche ich mit Stephan Zerlik (Spiel doch mal, Spielkulturerbe) über das Design, die thematische Umsetzung und darüber, ob Duell um Mittelerde tatsächlich das „bessere“ Duell ist.
Wir diskutieren, wie gut Mechanik und Thema miteinander harmonieren, was für Fans des Originals neu ist – und warum das Spiel auch für Einsteiger einen Blick wert ist.

🎧 Jetzt reinhören:

💍 Zwei Spieler. Ein Ring. Und jede Menge Gesprächsstoff.

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