Lese-Ansicht
Deckscape: Das Schicksal von London
Ein Kartenkrimifall
60 große Karten, keine Anleitung.
Die Regeln und den Fall werden auf den ersten Karten eingeführt. Das gefällt mir ganz gut. Und so erfahren wir, dass es in dem Fall „Das Schicksal von London“ um ein paar Bomben geht, die wir finden und entschärfen müssen. Die Karten geben Hinweisen und sind Gegenstände, die wir teilweise erst später brauchen. Oder Rätsel. Viele Rätsel.

Zu Beginn stellt man sich eine Startzeit und optimaler Weise sollen wir nach 60 Minuten den Fall gelöst haben. Wird ein Rätsel falsch oder nicht löst (also wir drehen ratlos die Karte auf die Lösungsseite), dann gibt es später Strafminuten.

Fazit:
Über 10 Fälle haben die beiden Entwickler Martino Chiacchiera und Silvano Sorrentino bislang in einen Kartenstapel verpackt. Der Fall in London war einer ihrer ersten und die Schwierigkeit war erstaunlich unausgeglichen. Teilweise waren die Rätsel so simpel, dass man es nicht glauben konnte. Manchmal muss man sich eine Situation vorstellen, so dass alles gespiegelt sein könnte und somit anders ist, als es offensichtlich scheint. Leider war dies nicht immer logisch. Und dann waren es irgendwann zu viele Rätsel und die Motivation ließ nach. Trotzdem hat uns der Fall und das Konzept gefallen, zumal es ein toller Zeitvertreib für eine Bahnfahrt ist. Wir werden sicher mal einen aktuelleren Fall testen.
Stubenscore: 6,5 / 10
DECKSCAPE: DAS SCHICKSAL VON LONDON
BoardGameGeek
Brettspiel (getestet)
Skybridge
________________________________________________________________

Yogi
Noch 3, noch 2, noch 1 … Wenn Ihr mit der Erwärmung fertig seid, dann empfehle ich dringend ein, zwei Ganzkörper-Stretching-Übungen zur Vorbereitung und dann kann es losgehen. Losgehen womit?…
The post Yogi appeared first on Reich der Spiele.
Vindication: Wiederentdeckung eines Reiseabenteuers
Keine Rechtfertigung nötig, wenn auch die Übersetzung des Spiels eher nach Rehabilitierung oder Ehrenrettung klingt, sofern wir auf der thematischen Seite bleiben wollen. Dabei sitzt das Abenteuerspiel aus dem Jahr 2018 zwischen den Genre-Stühlen und kann sich nicht recht entscheiden, ob es offensichtliches Eurogame oder doch verdeckter Amitrash sein will.
Vindication habe ich am Spieltisch wiederentdeckt. Vor wenigen Jahren in zu großer Runde mit zu vielen Erweiterungen kennengelernt, was dann für mich ein eher unbefriedigendes, weil zu langatmiges und anfangs kaum fassbares Spielerlebnis war. So war ich eher skeptisch bis neugierig, weil es in komplett anderer Runde als eher einfaches 2-Stunden-Spiel angepriesen wurde. Ich hatte da anfangs so meine Zweifel, die sich nach der kompetenten Erklärung aber schnell zerschlugen. Entweder hatte ich es damals mit alternativen Siegbedingungen kennengelernt oder der Grundgedanke, worum es hier eigentlich geht, kam damals nicht recht bei mir an.



Im Kern geht es dann klassisch um Siegpunkte, die wir uns auf unserer Heldenreise verdienen. Damit werden immer mehr potenzielle Endbedingungen aufgedeckt, sodass das Spielende zwangsläufig recht zügig kommen wird. In entspannter Dreierrunde haben wir dann auch nur gut zwei und ein Viertel Stunden gespielt und ich hätte gerne noch weiter gespielt, weil ich meinen Charakter längst noch nicht auserzählt sah. Am Ende lag ich in Schlagreichweite des zweiten Platzes, wir aber von Platz 1 fast schon deklassiert. Da lief viel perfekt zusammen, während wir uns auch in der Endwertung gegenseitig ausbremsten.
Selbst schuld, weil wir unsere Spielweise selbst in der Hand hatten und unsere Nische zu finden, um effektiver Siegpunkte machen zu können, besser nutzen sollten. Ich selbst hatte mich in meinen zu großen Plänen, die zu viel Zeit und damit Aktionsrunden kosteten, schlicht verrannt. Ich wollte zu viel gleichzeitig effizient spielen, was in Vindication aber nur nacheinander geht. So können wir uns bewegen, einen Ort besuchen und einen Begleiter oder uns selbst aktivieren. Fertig, nächster Spieler und deshalb spielt sich Vindication auch so zügig. Die eigenen Planungen sind dadurch allerdings in viele kleine Stücke zerhackt, die man im Fokus behalten sollte, wenn man erfolgreich spielen will. Klingt einfach, aber die Ablenkungen sind arg groß am Wegesrand.



Sollte man nicht zunächst seine Bewegungsreichweite verbessern, was allerdings Stärke verbraucht und einen Ort namens Vorposten braucht, den man zunächst erst einmal finden muss? Um Stärke zu bekommen, sollte ich trainieren oder besser einen Begleiter des passenden Typs rekrutieren. Dazu braucht es aber wieder andere Eigenschaftswürfel, die wir munter zwischen unserem Tableau und dem Spielplan hin- und herschieben. Drei normale Eigenschaften von Stärke über Wissen bis zur Inspiration gibt es. Die lassen sich jeweils im Verhältnis 2:1 zu den drei heroischen Eigenschaften Mut, Voraussicht und Weisheit mischen. Über die verschiedenen Orte, die wir auf dem zentralen Spielbrett besuchen, verstärken wir diese oder geben diese auch wieder aus. So kostet der Kampf gegen ein ausliegendes Monster zwei Mut und kann auch nur in der Monsterhöhle bekämpft werden.
Der eigene Ort und die Eigenschaftsklötzchen sollten also in der eigenen Planung zusammenpassen, ohne das Leerzüge nötig sind. Klar spielt auch eine ganze Menge Glück mit, welche Orte man neu und damit in aktueller Reichweite aufdeckt. Ebenso, ob die zu rekrutierenden Begleiter mit ihren Sonderfunktionen zur eigenen Spielweise passen oder ob man seine Spielweise eher den gegebenen Möglichkeiten anpassen muss. Hier steckt ganz viel Eurogame drin, aber eben auch verdeckter Amitrash in Zufallsform. Zudem muss man akzeptieren können, dass die lieben Mitspieler als direkte Konkurrenten um Begleiter und sonstige offen liegende Karten agieren und zudem nervig im Weg stehen können, was Umwege erfordert und damit Ablenkungen von seinen eigentlichen Plänen.



Optisch macht Vindication einiges her, wobei ich mit Aktionsübersichten mit verschiebbaren Markern und passenden Charakter-Aufstellern gespielt habe, wovon das Grundspiel nichts enthält. Ganze 23 Erweiterungen samt Promopacks gibt es, um das Spiel vom Autor Marc Neidlinger in eine Form zu bringen, die man am liebsten spielen mag. Von meiner Spielpartie habe ich leider keine Fotos, zu sehr war ich mit dem Spielverlauf beschäftigt. Aber eines ist für mich klar: Vindication spiele ich gerne wieder mit. Da gibt es noch viel zu probieren und zu optimieren und komplett anders zu spielen. Aktuell nur auf Englisch, wobei Ihr mit gutem Schulenglisch zurechtkommt, da so gut wie alle Informationen offen ausliegen.
Wer mit Fantasy so gar nichts anfangen kann, der kann sich mal den offiziellen Nachfolger Vestige von 2026 anschauen, der ein neo-humanistisches Science Fiction Setting aufmacht und das Spielsystem von Vindication verdichten soll. Die Meinungen dazu gehen aber auseinander, weshalb ich Euch eine Anspielpartie empfehle. Ich selbst kann aus eigener Erfahrung nichts dazu sagen.
Plush-o-mat – Spielkritik

Wir kennen alle die Automaten, bei denen ein Greifarm nach mehr oder weniger nützlichem Zeugs grapscht. Bei Plush-o-mat versuchen wir unser Glück bei flauschigen Monstern. Ob unsere Sammlung am Ende etwas wert ist, wird sich zeigen. Die 45 Monsterkarten verteilt
Der Beitrag Plush-o-mat – Spielkritik erschien zuerst auf brettspielblog.ch.
Die besten Brettspiele 2026 – Die TOP 10 Spiele für Familien & Erwachsene
Welches sind die Hier sind die besten Brettspiele 2026 für Erwachsene? Das Ergebnis steht nun fest. Doch wie kann ich das so sicher wissen? Warum es keine subjektive Wahrnehmung ist und welches die 10 besten Brettspiele des Jahres sind, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Bei der riesigen Menge an Spielen, die jedes Jahr neu erscheinen, ist […]
Der Beitrag Die besten Brettspiele 2026 – Die TOP 10 Spiele für Familien & Erwachsene erschien zuerst auf Familienspiele – die besten Gesellschaftsspiele für die ganze Familie.
Escape Room – Das Spiel – Family Edition – Jumanji
Steht da Dwayne Johnson?

Storymäßig hält sich die Geschichte an den Film Jumanji von 2017 mit Dwayne Johnson. Wir finden in dem Brettspiel Jumanji ein Steckmodul für unsere Konsole, starten dieses und werden dann in das Spiel gezogen … Wer den Film nicht kennt, findet einige Momente komisch, weiß aber ja auch nicht, dass dies aus dem Film stammt.
In diesem Starterset aus der Escape Room Reihe von Noris sind neben drei Abenteurern der Chrono Decoder mit den Schlüsseln enthalten. Jedes Abenteuer besteht aus einem Beutel mit Umschlägen für einzelne Abschnitte. Nachdem wir die einleitende Geschichte auf dem ersten Umschlag gelesen haben, starten wir die Zeit, indem wir bei dem Chrono Decoder auf START drücken. Und nun läuft ein Counter gnadenlos rückwärts und zeigt z.B. an, wann unserer Freund an einer Vergiftung stirbt …


Ziel ist es immer, Informationen zu sammeln, um dann vier Schlüssel in den Chrono Decoder richtig einzustecken. Waren wir erfolgreich, geht es weiter zum nächsten Umschlag und wir suchen die nächste Schlüsselkombination. Machen wir einen Fehler, gibt es eine Strafzeit und wir müssen unsere Entscheidung korrigieren. Die Schwierigkeit ist familien- oder eher sogar kindergeeignet. Wenn man mal nicht weiterkommt, gibt einen der Chrono Decoder ein Signal, dass man eine Hinweiskarte nehmen kann.

Fazit:
Wie in der EXIT-Reihe zerstören wir einen Teil des Spiels und machen es somit zu einem einmaligen Ereignis. Dabei gibt man solche Spiele gern weiter, spielt man sie doch kein zweites Mal. Das zerschnippelte und gefaltete Material kann man zwar runterladen, doch wer klebt dies dann alles wieder zusammen, damit man es weitergeben kann.
Und wie bei EXIT steht man unter Zeitdruck von 60 Minuten und der Chrono Decoder tickt unaufhaltbar herunter. Einigen gefällt der Zeitdruck, hat man diesen doch auch in echten Escape Rooms. Und der Zeitdruck ist auch gut in die Geschichte eingepasst. Wer aber mal Chips & Bier holen möchte, wird bestraft.
Von 2016 bis 2021 hat Noris 20 Sets/Erweiterungen herausgebracht, mein Chrono Decoder kann somit nur über Flohmarktfunde gefüttert werden.
Stubenscore: 6,5 / 10
ESCAPE ROOM - DAS SPIEL - FAMILY EDITION - JUMANJI
BoardGameGeek
Brettspiel (getestet)
Schurken des Spiderversums – Spider Foes Starter Set (Rezension)
Wenn die Spider Foes auftauchen, ist niemand mehr sicher. In Marvel Crisis Protocol vereinen sich im Spider-Foes Starter Set einige von Spider-Mans brutalsten und gefährlichsten Gegnern. Ihre Superkräfte, ihre Skrupellosigkeit und ihre zerstörerische Macht machen sie zu einer tödlichen Bedrohung. Sind sie noch aufzuhalten oder gehört die Zukunft dem Bösen?
Dieser Beitrag wurde von Christian Kallweit geschrieben
Insert: Batman Gotham City Chronicles

Lange war es sehr ruhig in der Kategorie „Pimp my Brettspiel“, aber das Insert zu Batman: Gotham City Chronicles verdient einen fetten Artikel. Ihr verdient einen fetten Artikel, denn a) ist das Spiel Batman: Gotham City Chronicles fett und b) gibt es einige Dinge, die ihr zu dem Insert von Tinkering Paws einfach wissen solltet....
Der Beitrag Insert: Batman Gotham City Chronicles erschien zuerst auf Brett und Pad.
Parks - Würfeln und Wandern
Parks - Würfeln & Wandern ist eine Roll&Write-Variante des erfolgreichen Brettspieles PARKS. Das Spiel richtet sich an 1-4 Personen ab 10 Jahren und ist in etwa 30 Minuten zu spielen. PARKS-Designer Henry Audubon zeichnet sich auch für diese Variante verantwortlich, hat aber mit Mattox Shuler noch einen Co-Designer mit an Bord. Die grafische Gestaltung liegt nun bei Andreea Dumuta. Mit diesem Wechsel vollzieht sich auch ein optisches Redesign. Man erkennt zwar noch einige grafische Elemente aus dem Vorgänger wieder, der Gesamtstil ist jedoch ein anderer und deutlich reduzierter sowie comichafter.
Auch beim Spieldesign selbst sind die Ähnlichkeiten zum Namensvetter nur rudimentär. Es gibt Spielelemente wie die Wasserflaschen und Tiere, welche in beiden Titeln vorkommen, doch sie finden sehr unterschiedlich Anwendung. Dementsprechend: Zurück zum Start und schauen wir mal was uns bei Parks - Würfeln &Wandern so erwartet.
Thematisch vollziehen wir bei dem Spiel eine dreitägige Wanderung in einem von sechs amerikanischen Nationalparks, welche wir in unseren Logbüchern dokumentieren. Es gewinnt, wer die punktereichsten Erlebnisse im Logbuch eintragen konnte. Wir spielen über drei Runden. Hierbei besteht jede Runde aus einer Würfeldraft- und Wanderphase (Tagesphase) sowie einer Einkommenphase (Nachtphase). Am Ende des Spieles werden noch einmal Punkte vergeben und zusammengezählt. Das Spiel hat ein Grundgerüst von Regeln, welche sich je nach gewähltem Park noch einmal leicht in Spiel- und/oder Wertungsregeln unterscheidet.
Gespielt wird zum einem auf einem kleinen Spielbrett und vor allem in den persönlichen Logbüchern. Alle Mitspielenden erhalten für die Partie jeweils ein kleines Notizbuch. In diesen nehmen sie auf einer Doppelseite während der Partie Bleistifteintragungen vor. Auf dem Spielbrett wandert der Gruppenmarker im Laufe der Runde den Wanderweg entlang und hält dabei bei Landmarken an. Je nach SpielerInnenzahl sind dies 4-5 Stationen pro Runde. Für jede dieser Etappen werden die Würfel neu gewürfelt und anschließend gedraftet. Man wählt sich einen Würfel aus und führt dann die abgebildete Aktion aus. Es gibt dabei vier normale Würfel (weiß) und einen Wanderleitungswürfel (orange). Wählt man den Wanderleitungswürfel, so beendet man damit auch den Draft und rückt den Gruppenmarker zur nächsten Landmarke vor. Dies kostet allerdings abhängig von der Anzahl der verbleibenden Würfel Sonnensymbole. Zur Belohnung darf man dann aber auch noch das Symbol der Wegmarke ausführen. Dieses Draften und Aktionen ausführen wird wiederholt bis man auch den letzten Wegpunkt erreicht. Nun folgt die Nachtphase. In dieser Erhält man Einkommen für die Eintragungen, welche man bereits im Logbuch gemacht hat und auch Siegpunkte für Wassertropfen, welche man im Logbuch markiert hat. Nach der esten und zweiten Nachtphase geht es dann wieder mit der nächsten Tagphase weiter, wobei die Wegmarken für den Wanderpfad neu ausgelost werden und die Würfel neu geworfen werden. Ansonsten folgt die Endwertung.
Beim Auswählen der Würfel und Ausführen der Aktionssymbole gibt es Dinge, welche man einfach nur sammelt und andere Dinge bei denen man sich beim Auswählen entscheiden muss, wie man sie einsetzt. Wassertropfen und Sonnensymbole sammelt man schlicht und trägt sie im Logbuch ein. Während man Wassertropfen einfach nur immer weiter für Siegpunkte sammelt, sind Sonnensymbole so etwas wie die Währung des Spieles. Auch sie sammelt man, gibt sie aber im Laufe der Partie für verschiedenste Dinge aus - unter anderem um den Wanderleitungswürfel zu nehmen.
Die auf den Würfeln aufgedruckten Landmarkensymbole ermöglichen eine Entscheidung. Entweder malt man sich das entsprechende Symbol in den Tagebuchbereich seines Logbuchs oder man markiert das Symbol im Nachtbereich. Dort markiert, sorgt es dann in der Nachphase für Einkommen. Im Tagebuchbereich sind viele kleine Buchseiten dargestellt. Die linken Seiten wollen wir mit Landmarkensymbolen befüllen. Die rechten Seiten dieser Buchseiten wollen wir "beschriften". Dies geschieht indem man das Aktionssymbol Stift wählt. Auf jede rechte Seite passen dabei drei Linien. Hat man diese zusammen, so erhält man einen kleinen, dem Symbol zugeordneten, Bonus. Am Ende des Spieles ist jede Linie auch noch einen Punkt wert. Weiterhin wird auch belohnt, wenn man es geschafft hat das Tagebuch komplett zu füllen. Abschließend gibt es auch noch Tier- und Fernglassymbole auf den Würfeln. Tiersichtungen erlauben ebenfalls Bonusaktionen. Jedes Tier kann im Spielverlauf aber nur dreimal gesichtet werden, wobei die Boni ansteigend sind. Ferngläser erlauben es Tier- und Landmarken-Aktionen auszuführen abseits des jeweiligen Würfelsymbols. Man braucht dazu immer zwei Ferngläser. Allerdings kann jede Tier- und Landmarken-Aktion auf diesem Weg nur einmal genutzt werden.
Wie bei vielen Spielen ist bei Parks - Würfeln & Wandern die primäre Abwägung Einkommen sichern versus Punkte generieren bzw. auch wann man den Wechsel zwischen Beidem vollzieht. Hinzu kommt hier dann noch die Abwägung und Gewichtung der Würfelaktionen. Es gibt klar schwächere Aktionen und wer hinten in Reihenfolge sitzt, kriegt dementsprechend nur die Reste ab. Zu oft die gleiche Aktion nehmen, kann dazu führen, dass man die Aktion gegen Spielende nicht mehr sinnvoll einsetzen kann. Gleichzeitig werden Tiersichtungen am Ende auch bepunktet. Hier hilft es dann, wenn man alle Tierarten gleichmäßig oft gesichtet hat. Im Spielverlauf werden die Boni durch Tiersichtungen aber stärker, wenn man sich auf einzelne Tierarten fokussiert. Eine Frage der Abwägung also. Alles kann man ja nicht machen. Die Anzahl der eigene Züge ist sehr beschränkt. Im Mehrpersonenspiel kann man diese nicht genau benennen. In einem Solospiel sind es jedoch exakt 12 Spielzüge. Für dieses Solospiel gelten weitgehend die selben Spielregeln. Die Regeländerungen passen dabei auf eine Spielkarte. Es gibt hierbei allgemeine Ablaufänderungen und leichte Anpassungen für jeden Park.
Optisch und vom Material her gefällt mir Parks - Würfeln & Wandern äußerst gut. Ich finde die Grafik sehr ansprechend und das Spielmaterial wertig. Ein wenig weh tut mir die Sache mit den Logbüchern. Diese sind wirklich hübsch und vom Material her wirkliche Notizbücher. Allerdings sind sie nunmal nach 26 Partien voll. Danach könnte man die Eintragungen nur ausradieren oder eben beim Verlag Ersatzlogbücher bestellen. Ich befürchte das Ausradieren wird nur mäßig gut funktionieren. Das Spielgeschehen selbst lässt mich ein wenig lauwarm zurück. Ich finde das, was passiert, sehr kleinteilig und fehleranfällig. Die Auswahl einer Würfelaktion kann zu einer Kette von Bonusaktionen führen. Hierbei kann man ziemlich leicht die Übersicht verlieren. Gleiches gilt für die Nachtphase. Das Einkommen dieser Phase besteht aus Wassertropfen, Ferngläsern, Sonnensymbolen und Strichen auf Tagebuchseiten. Leicht kann hier das eine das andere triggern und die Übersicht verloren gehen. Man bekommt auch nur noch wenig mit, was die anderen eigentlich machen und wenn man die Nachtphase für alle Spielenden nacheinander machen würde, würde sich eine Partie ewig ziehen. Überhaupt ist das Spiel ziemlich multiplayersolitär. Es gibt keine Wertungen oder Ziele, um welche man konkuriert. Interaktion ergibt sich eigentlich nur über die Würfelauswahl. Hierbei schaut man in der Regel aber eher auf sich, als das es wichtig wäre den anderen etwas vorzuenthalten. Man hat es auch schlicht nicht im Blick. Ich bin kein großer Fan von Solospielen. Mir geht es bei diesem Titel jedoch so, dass ich es solo fast als das bessere Spiel empfinde.
Ein kleiner Wehrmutstopfen ist auch die Anleitung. Parks - Würfeln & Wandern ist wahrlich kein kompliziertes Spiel. Man kann es sehr flott erklären und es ist gut auch mit Wenigspielenden spielbar. Die Empfehlung ab 10 Jahren ist imho auch durchaus realistisch. Die Spielregel ist jedoch ein arger Stolperstein und sehr kompliziert geschrieben. Dies ist schade. So bleibt der Titel sicher für viele KäuferInnen unzugänglich. Bedauerlich finde ich auch, dass die Regelkarten für die einzelnen Parks nicht so gestaltet sind, dass wirklich alle wichtigen Informationen zum Szenario darauf ersichtlich sind. Möglich wäre dies meines Ermessens gewesen. So muss man aber immer wieder am Ende der Regel Details bei den Parkerklärungen nachschlagen. Mir persönlich ging es bei den einzelnen Parks auch ein wenig so, dass ich mich mit dem Holzhammer darauf hingewiesen gefühlt habe, wie ich, um erfolgreich zu sein - meine Spielstrategie für dieses Szenario anpassen muss. Mal abgesehen davon wie die Landmarken ausliegen und die Würfeln fallen, hat das Spiel ja keine Variation in der Auslage. Es gibt keine Wertungskarten bzw. Ziele oder Ähnliches. Dementsprechend sehe ich nicht, dass sich in verschiedenen Partien mit einem Park sonderlich viel Varianz ergeben könnte. So ein wenig fühlt sich das solo dann an, als wenn das Spiel oder das Szenario mit der richtigen Herangehensweise lösbar wäre. Mal abgesehen davon, dass man den Würfeln natürlich immens ausgeliefert ist, ist das meiner Einschätzung nach aber auch so.
Die vorhergehenden Worte im Blick, ist es wenig überraschend, dass ich Parks - Würfeln & Wandern nicht hellauf begeistert empfehle. Abraten würde ich in jedem Fall Wenigspielenden, ohne RegelfüchsIn in der Gruppe, vom Kauf. Ebenso sehe ich den Titel auch nicht in bierernsten Runden, wo um jeden Punkt gerungen wird. Dafür ist hier einfach zu viel Zufall am Start. Weiterhin ist die Gefahr zu groß, dass sich Jemensch in Analysis Paralysis verliert. Am ehesten sehe ich das Spiel noch als flotte Soloschallenge für Zwischendurch. Das Material ist wirklich sehr ansprechend. Einmal verinnerlicht sind die Regeln sehr einfach und man ist quasi in wenigen Sekunden spielbereit. Das Spiel hat einfach nahezu keinen Aufbauaufwand. Als Mehrpersonenspiel empfehle ich Parks - Würfeln & Wandern vor allem im Spiel zu zweit. Hier ist die Downtime am geringsten. Man hat noch so etwas wie Interaktion um die Würfel und vor allem auch noch eine Chance im Blick zu halten was auf der anderen Tischseite passiert.
_______________
Parks - Würfeln &Wandern
Autoren: Henry Audubon und Mattox Shuler
Erschienen bei Feuerland Spiele
Für 1-4 Spieler*innen ab 10 Jahren.
Spieldauer: Etwa 30 Minuten
The Blood of Dawnwalker: Ein düsteres Vampir-Rollenspiel mit Tiefgang (Angespielt)
30 Tage hat der junge Coen Zeit, seine Familie zu retten. Hierfür kann er seine Talente als Schwertkämpfer nutzen oder als Kreatur der Nacht Mensch und Monster zerreißen. Das am 03.09.2026 erschienene düstere Vampir-Rollenspiel The Blood of Dawnwalker verspricht ein dynamisches und abwechslungsreiches Gameplay im Herzen einer lebendigen Spielwelt.
Dieser Beitrag wurde von Yola Tödt geschrieben
Migo – Spielkritik

Ein Migo ist ein Yeti. Nun sind die Bergsteiger beim gleichnamigen Kartenspiel in echter Gefahr, denn die Yetis fressen die Bergsteiger auf ihren Touren und verwenden deren Ausrüstung als Dekoration in ihren Höhlen. Hinter diesem groben Thema verbirgt sich ein
Der Beitrag Migo – Spielkritik erschien zuerst auf brettspielblog.ch.
BSB213 Special Kapplex Vor-SPIEL 2026
Mitarbeiterin des Monats: Gargolia

09–2026: Gargolia (aus Duell der Drachen) Nicht täuschen lassen: die kleinen, knuffigen Drachen in DUELL DER DRACHEN haben es faustdick hinter den Ohren! Sie laden uns ein zu einem taktischen Scharmützel besonderer Güte. Anfangs dachte ich, dass große Zahlenwerte von Vorteil sind. Dann änderte ich meine Spielweise und freute mich über niedrige Werte. Um dann […]
Der Beitrag Mitarbeiterin des Monats: Gargolia erschien zuerst auf fjelfras.de.
Unlock Box 13/14

- Den Beitrag Unlock Box 13/14 findest du auf Spielevater - Die ANDERE Seite der Brettspiele
Necromunda: Underhive Journals – schlanke Regelbücher und volle Regale (Rezension)
Mit der neuen Edition sollte Necromunda schneller, übersichtlicher und zugänglicher werden. Kaum sind die Regeln und Ganglisten in wenigen Büchern gebündelt, erhalten Escher und Goliath jedoch schon wieder eigene Erweiterungen. Wir schauen uns an, welche neuen Möglichkeiten die Underhive Journals bieten und ob sich der zusätzliche Platz im Bücherregal lohnt.
Dieser Beitrag wurde von Geoffrey Förste geschrieben
Crazy Cubes Flip! – Spielkritik

Mit Crazy Cubes Flip! gibt es nun eine kleine Reiseversion des bekannten Knobelspiels. Plättchen legen, Vorgaben erfüllen und Karten gewinnen. Die wasserfesten Spielteile funktionieren auch im Urlaub am Strand. Der Spielspass bleibt gleich. Ein Set besteht aus vier unterschiedlichen Plättchen.
Der Beitrag Crazy Cubes Flip! – Spielkritik erschien zuerst auf brettspielblog.ch.
Heimliche Herrschaft: Duell

Bei Heimliche Herrschaft: Duell zweifle ich an meinem Geschmack, aber vor allem an der Kompetenz, Brettspiele einschätzen zu können. Das Kartenspiel besitzt bei BoardGameGeek eine nicht gerade berauschende Bewertung. Noch irritierender sind aus meiner Sicht allerdings die Kommentare. Ich zitiere ein paar Phrasen: „wenig bedeutende Entscheidungen“, „nicht aufregend zu spielen“ oder „kaum Wiederspielwert“. Habt ihr...
Der Beitrag Heimliche Herrschaft: Duell erschien zuerst auf Brett und Pad.




