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Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (21. bis 28. Juli 2026)

28. Juli 2026 um 20:11
Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (21. bis 28. Juli 2026)

In den vergangenen sieben Tagen sind auf Board Game Arena zwei Neuzugänge erschienen: ein eigenständiges Kartenspiel rund um das Tarot und eine kompakte Erweiterung für ein bekanntes Zwei-Personen-Duell. Diese Übersicht fasst zusammen, worum es geht, für wie viele Personen die Titel gedacht sind und ob du ein Premium-Abo brauchst.

Soothsayers: Tarot als Wettlauf um das Schicksal

Soothsayers ist ein Kartenspiel für 2 bis 5 Personen. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Entworfen hat es Jeff Grisenthwaite, herausgegeben wird es von Play to Z, im deutschsprachigen Raum betreut von Strohmann Games. Eine Partie dauert laut BoardGameGeek 30 bis 60 Minuten und richtet sich an Spielende ab 12 Jahren.

Du übernimmst die Rolle einer mystischen Figur und versuchst, vor deinen Rivalen die Kontrolle über das Schicksal zu gewinnen. In deinem Zug wählst du eine von vier Aktionen: Münzen verdienen, neue Karten ziehen, in höhere Stufen aufsteigen oder eine Tarotkarte einfangen. Jede eingefangene Karte gibt dir eine neue Fähigkeit, die du mit deinen Aktionen kombinierst. Zu den Mechaniken zählen offenes Drafting, Handkartenmanagement und ein Follow-Mechanismus, bei dem Mitspielende deiner Aktion folgen können.

Auf BoardGameGeek kommt Soothsayers auf eine Durchschnittsbewertung von 7,6 bei rund 540 Stimmen, die Gewichtung liegt bei etwa 2,2 von 5. Damit ist der Titel im mittleren Komplexitätsbereich angesiedelt.

Splendor Duel: Die Juwelenfälscher: neue Regeln fürs Duell

Splendor Duel: Die Juwelenfälscher ist eine Erweiterung für das Zwei-Personen-Spiel Splendor Duel. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Entwickelt wurde die Reihe von Marc André und Bruno Cathala, herausgegeben von Space Cowboys. Eine Partie ist weiterhin für genau 2 Personen ausgelegt, dauert rund 30 Minuten und eignet sich ab 10 Jahren.

Die Erweiterung bringt acht neue Königskarten sowie die titelgebenden Juwelenfälscher ins Spiel: vier Marker für unechte Edelsteine und 17 zusätzliche Karten. Diese Elemente sorgen für mehr Asymmetrie und verändern die bekannten Strategien des Grundspiels. Am Kern von Splendor Duel ändert sich nichts: Du sammelst weiterhin Edelstein- und Perlenmarker, kaufst Karten und verfolgst drei mögliche Wege zum Sieg.

Das Grundspiel Splendor Duel zählt auf BoardGameGeek mit über 19.000 Bewertungen und einem Schnitt von 7,9 zu den bestbewerteten Zwei-Personen-Titeln. Die Erweiterung selbst ist mit bislang rund 90 Stimmen noch zu neu für ein aussagekräftiges Ranking.

dnup

29. Mai 2026 um 16:00

Space Cowboys, Asmodee, 2026
Autor: Kei Kajino
2–5 Spieler:innen, ab 8 Jahre, ca. 15 Minuten

Eine Karte liegt schon bereit, eigentlich wollt ihr sie loswerden. Doch dann schaut ihr noch einmal auf eure Hand, dreht im Kopf die Werte um und merkt: Vielleicht ist genau diese Karte später wertvoller, wenn sie erst einmal zurückkommt. In „dnup“ steckt die Spannung nicht in einem großen Thema, sondern in diesem kleinen Moment des Zögerns. Das Spiel ist ein schnelles Kartenspiel, bei dem ihr eure Handkarten möglichst vor den anderen loswerden wollt. Die Grundidee klingt vertraut, fühlt sich am Tisch aber überraschend frisch an. Das liegt vor allem daran, dass jede Karte zwei Werte besitzt. Kommt sie zurück auf eure Hand, dreht ihr sie um 180 Grad und plötzlich zählt die andere Seite. Aus einem Rückschritt kann dadurch eine neue Chance werden.

Ihr spielt Karten in Sets aus, also mehrere Karten mit gleichem aktivem Wert. Diese Sets liegen vor euch aus und können von anderen angegriffen oder verdrängt werden. Wer passende Karten ausspielt oder mit höheren Werten dagegenhält, sorgt dafür, dass Karten wieder auf die Hand genommen werden müssen. Das klingt erst einmal nach einem einfachen Ärgerspiel, ist aber reizvoller, weil jede zurückgenommene Karte ihren Wert verändert. Ihr ärgert euch also nicht nur über zusätzliche Karten auf der Hand, sondern prüft sofort, ob daraus gleich der nächste gute Zug entstehen kann. Dadurch entsteht ein angenehmer Rhythmus aus eigener Planung und direkter Störung. Ihr schaut nicht nur darauf, was ihr selbst loswerden könnt, sondern auch darauf, welche Sets bei den Mitspieler:innen gerade anfällig sind. Spiele ich jetzt meine starke Kombination aus, um Tempo zu machen? Hebe ich bestimmte Karten lieber auf, weil sie nach einer Drehung besser zusammenpassen? Oder drehe ich meine Hand bewusst um, weil die aktuelle Seite einfach nicht genug hergibt? Die Regeln sind schnell verstanden, und nach wenigen Zügen ist klar, worauf es ankommt. Meist bleibt der Spielfluss flott, weil die Entscheidungen klein genug für ein kurzes Kartenspiel sind, aber nicht beliebig wirken.

„dnup“ überzeugt vor allem, weil es mit sehr wenig Material eine eigene Idee auf den Tisch bringt. Das Drehen der Karten ist kein Gimmick, das nach zwei Runden vergessen ist, sondern der Kern des Spiels. Es verändert euren Blick auf die Handkarten und macht aus dem Zurückschicken gegnerischer Karten mehr als bloßes Ärgern. Gerade diese Mischung aus eigener Taktik und kleinen Angriffen trägt die Partien. Ihr könnt euch nicht gemütlich in eurer Auslage einrichten, weil andere jederzeit eingreifen können. Gleichzeitig fühlt sich das nicht unnötig gemein an, weil zurückgenommene Karten eben auch neue Möglichkeiten eröffnen. Natürlich bleibt das Spiel ein kurzes Kartenspiel mit Glücksanteil. Wer die passenden Werte nicht bekommt, muss manchmal reagieren statt planen. Das stört aber weniger, als es könnte, weil die Partien zügig bleiben und das Drehen immer wieder Wege öffnet. Für Grübelgruppen ist das Spiel nicht gemacht. Wer jede Karte maximal ausrechnen möchte, bremst den eigentlichen Reiz eher aus. Am besten funktioniert es, wenn ihr schnelle Entscheidungen mögt, euch kleine taktische Kniffe freuen und ihr kein Problem damit habt, dass euch jemand eine schöne Auslage wieder auf die Hand schickt. Das Material unterstützt diesen Eindruck gut. Die Karten sind schön gestaltet, übersichtlich und durch die zwei abgerundeten Ecken auch haptisch ein netter Hingucker. Wichtig ist vor allem, dass ihr jederzeit erkennt, welche Werte auf der Hand und auf dem Tisch gerade zählen. Genau das funktioniert. Die Gestaltung ist auffällig, aber nicht so verspielt, dass sie den Blick auf die Informationen verstellt. Das Material wirkt für ein kleines Kartenspiel passend und angenehm. Für Familien, Gelegenheitsspieler:innen und Vielspieler:innen, die einen frischen Absacker suchen, ist dieses Spiel besonders interessant. Es erklärt sich schnell, hat aber genug kleine Entscheidungen, um nicht sofort wieder aus dem Gedächtnis zu verschwinden. Wer dagegen ein ruhiges, konfliktarmes Kartenspiel sucht oder sehr allergisch auf Glück reagiert, wird hier weniger glücklich. Wenn ihr kurze Kartenspiele mögt, bei denen eine einzige mechanische Idee wirklich den ganzen Tisch in Bewegung bringt, werdet ihr mit diesem Spiel viel Freude haben.

First Giants: Urzeitriesen-Kartenspiel von Dunstan und Gilbert bei Space Cowboys

19. Mai 2026 um 10:48
First Giants: Urzeitriesen-Kartenspiel von Dunstan und Gilbert bei Space Cowboys

Ein Museum voller Mammuts, Flugsaurier und Dinosaurier: Mit First Giants bringen Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert ein kompaktes Kartenspiel auf den Tisch, das die Hotness-Liste von BoardGameGeek nach oben klettert. Verleger ist Space Cowboys, das Erscheinungsjahr 2026. Im Mittelpunkt steht ein Wettlauf um die prestigeträchtigste Ausstellung – mit dem typischen Kniff, dass jede ausgestellte Karte ihre Effekte verliert.

Worum geht's?

First Giants ist ein Set-Collection-Kartenspiel mit offenem Draft. Die Spielenden rekrutieren Karten, die Dinosaurier, Flugreptilien und prähistorische Säugetiere darstellen, und kombinieren deren Effekte zu einer Engine aus Bernstein, Siegpunkten und Ausstellungsmöglichkeiten. Der Twist: Ausgestellte Karten zählen Punkte, verlieren aber ihre Effekte. Wer wann seine besten Stücke aus dem Tableau in die Vitrine schiebt, entscheidet die Partie. Die Spielzeit liegt bei rund 30 Minuten, das Material zeichnen Maud Chalmel und Jessica Cognard.

Schnellfakten

  • Designer: Matthew Dunstan, Brett J. Gilbert
  • Illustration: Maud Chalmel, Jessica Cognard
  • Verlag: Space Cowboys (international), Hobby Japan (JP), Rebel (PL)
  • Erscheinungsjahr: 2026
  • Spielerzahl: 2–5 (auf BGG bestens zu dritt)
  • Spielzeit: ca. 30 Minuten
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Mechaniken: Set Collection, Open Drafting, Tableau-Aufbau
  • BGG-Bewertung: 6,6 bei 161 Stimmen (Stand: Mai 2026)

DACH-Relevanz

Space Cowboys ist ein Imprint der Asmodee-Gruppe; die deutschsprachige Distribution läuft erfahrungsgemäß über Asmodee Deutschland. Bei BoardGameGeek ist bereits ein deutscher Titel als Museum der Urzeitriesen hinterlegt. Eine offizielle Ankündigung für den deutschen Markt steht aktuell aus – wir behalten den Asmodee-Neuheitenkalender im Auge.

Unsere Einschätzung

Dunstan und Gilbert haben mit Elysium bereits gezeigt, wie elegant sich Set Collection mit einem „jetzt oder später"-Dilemma verschränken lässt – First Giants spielt offenbar in derselben Liga. Für 30 Minuten Spielzeit ist die Themenwahl ein willkommener Bruch mit dem ewigen Burgenbau, und die Kombination aus offenem Draft und Bernstein-Engine verspricht knackige Entscheidungen ohne Downtime.

Quelle: BoardGameGeek – First Giants

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Board Game Arena: Neue Spiele vom 11. bis 18. Mai 2026

18. Mai 2026 um 13:21
Board Game Arena: Neue Spiele vom 11. bis 18. Mai 2026

Auf Board Game Arena sind in den vergangenen sieben Tagen zwei neue Titel hinzugekommen. Mit First Giants startet ein leichtgewichtiges Kartenspiel rund um prähistorische Museumsausstellungen. Daneben erscheint mit Emberleaf ein umfangreiches Aufbauspiel mit Plättchenlegen und einem beweglichen Karten-Raster.

First Giants – Kartenspiel rund um prähistorische Fossilien

First Giants stammt von Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert und erscheint 2026 bei Space Cowboys. Die Illustrationen verantworten Maud Chalmel und Jessica Cognard. Das Spiel kombiniert offenes Drafting mit Set Collection und Tableau Building.

Du übernimmst die Rolle einer Paläontologin oder eines Paläontologen und stellst die prestigeträchtigste Ausstellung prähistorischer Tiere zusammen. In jedem Zug wählst du Karten mit Dinosauriern, Flugreptilien oder Riesensäugern aus einer offenen Auslage und ordnest sie deiner Sammlung zu. Solange Karten in deiner Hand bleiben, nutzt du ihre Effekte für Bernstein, Siegpunkte und weitere Aktionen. Erst beim Verschieben in die Ausstellung verlieren sie ihre Funktion, bringen dir dafür aber direkt Punkte.

Auf Board Game Arena ist First Giants für 2 bis 5 Personen freigegeben, eine Partie dauert dort im Schnitt rund 21 Minuten. Als Mechaniken kommen offenes Drafting, Set Collection und Tableau Building zum Einsatz. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 6,57 aus 10 Punkten bei 138 abgegebenen Stimmen, das Komplexitätsgewicht liegt bei 2,25 von 5. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt.

Emberleaf – Aufbauspiel mit Karten-Raster und Plättchenlegen

Emberleaf wurde von James Tomblin und Frank West entworfen und erschien 2025 zunächst bei The City of Games. Die deutschsprachige Ausgabe verantwortet Skellig Games. Auch die Illustrationen stammen von den beiden Designern.

Du leitest ein Volk der Emberlinge und baust deren Heimat im Herzen eines alten Waldes wieder auf. Du erkundest die Umgebung, sammelst Ressourcen, räumst gefährliche Bereiche und errichtest neue Dörfer. Über ein bewegliches Karten-Raster, das sogenannte „Card Dancing", platzierst du Helden und löst dabei Fähigkeiten und Kombinationen aus. Sechseckige Plättchen mit verschiedenen Geländearten werden so ausgelegt, dass sie den Bedürfnissen deiner Bewohnerinnen und Bewohner entsprechen.

Auf Board Game Arena ist Emberleaf für 1 bis 5 Personen ausgelegt, eine Partie dauert dort im Schnitt rund 70 Minuten. Als Mechaniken kommen Plättchenlegen, Set Collection, Engine Building, variable Spielerfähigkeiten und das eigene Card-Dancing-System zum Einsatz. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 7,75 aus 10 Punkten bei über 1.600 abgegebenen Stimmen, das Komplexitätsgewicht liegt bei 3,11 von 5. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt.

kritisch gespielt: Dewan

Von: Tobias
09. Mai 2026 um 21:32
Dewan - Box

Dewan - BoxDewan von Johannes Goupy und Yoann Levet – erschienen bei den Space Cowboys Wenn ich die Wikipedia-Artikel zum und zum des malaysischen Parlament richtig deute, dann kann "Dewan" in der malaysischen mit "Halle" übersetzt werden. Das passt besser als erwartet. Denn auch wenn uns die blumige thematische Einkleidung zu anderen Assoziationen führen will: im Endeffekt geht […]

Der Beitrag kritisch gespielt: Dewan erschien zuerst auf fjelfras.de.

Western Legends

Von: Tommy
03. Januar 2026 um 08:30

Stell dir vor, die Sonne brennt unerbittlich auf deinen Nacken, während du durch den staubigen Hauptweg von Darkrock reitest. Dein Blick wandert zwischen der Bank, die prall gefüllt mit Gold ist, und dem Büro des Sheriffs, der stets ein Auge

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Perspectives (Blaue Box) – Ein zweiter und anderer Blickwinkel

Review: Perspectives Blaue Box

Perspectives (Blaue Box) ist nun nichts Neues mehr. Das Perspectives-Spielprinzip konnten wir schon in einer orangefarbenen Box bewundern und ich war damals sehr angetan von dem Konzept. Jetzt gibt es einen zweiten Teil. Wieder ist die Box gefüllt mit drei unterschiedlichen Fällen. Was die Box indessen kann und wie uns die Fälle gefallen haben, das erfahrt ihr in der nachfolgenden Review zum ungewöhnlichen Ermittlungsspiel von Matthew Dunstan und Dave Neale.

Viel Spaß beim Lesen.

Der Beitrag Perspectives (Blaue Box) – Ein zweiter und anderer Blickwinkel erschien zuerst auf Brettspiel Reviews, Empfehlungen und Podcasts von Brettspielerunde.

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