Schon in meinem Fazit zur SPIEL 26 habe ich berichtet, dass wir dieses Jahr dort eine Live-Aufnahme unseres Podcasts produziert haben. Auf der Bühne in Halle 4 traf ich mich mit Manuel Fritsch, Maren Hoffmann und Martina Fuchs, um uns über vier aktuelle Neuerscheinungen auszutauschen. Ich hatte dabei MINIKIN CITY mit dabei, um für dieses […]
Im ersten Teil unseres Messeberichts haben wir unsere Eindrücke von der SPIEL 2026 in Essen geschildert. Jetzt wird es Zeit, einen genaueren Blick auf die Spiele zu werfen, die wir uns vor Ort bei verschiedenen Verlagen angeschaut haben.
Einmal einen Rundumschlag bitte. Auf der Neuheitenschau der SPIEL Essen 2026 konnte ich mir das Verlagsprogramm der Strohman Games Neuheiten von Gibberers bis Eternal Decks zeigen lassen. Den zwischenzeitlichen Favoriten der Fairplay Scoutaktion habe ich dann am Freitag direkt gekauft, während Eternal Decks leider schon ausverkauft war. So blieb nur eine Kennenlernpartie in entspannter Dreierrunde am Messesonntag, die dramatischer verlief, als es den optischen Anschein hat. Meine Vorbestellung zum Januar 2027 steht.
Folgt mir zusammen mit Marco von Strohmann Games über das Verlagsprogramm. Im Zentrum der Vorstellung stehen bei Gibberers die Hürden und Herausforderungen, über die Entwicklung der eigenen Sprache kooperativ voranzuschreiten. Kooperation gibt es auch beim Kartenspiel Eternal Decks, das unsere Handkarten als Lebenspunkte nutzt. Was uns in 1. Kontakt zur kooperativen Hetzjagd auf ein notgelandetes Alien per Deduktion bringt. Eine Neuheit, die lang erwartet als deutschsprachige Lokalisierung vorliegt. Reingelauscht.
Am Sonntag hatte ich dann die Chance, Eternal Decks inmitten des Messetrubels von Halle 3 kennenzulernen. Routiniert erklärt von Chris von Strohmann Games, nur unterbrochen vom prasselnden Gewitterregen aufs Hallendach. Für Euch ebenso als Audio-Mitschnitt festgehalten, aber dank moderner Filtertechnologie nicht mehr störend im Hintergrund zu hören.
Was für ein Kartenritt als Messeerlebnis. Kooperativ herausfordernd, so war unsere Kennenlernpartie. Auch weil im Spielverlauf untersagt war, uns über unsere kooperative Taktik oder Karten abzusprechen. Einzig zwei Marker pro Mitspieler können anzeigen, was wir eventuell vorhaben. Missverständnisse sind so vorprogrammiert, was aber auch den Reiz und die Dramatik ausmacht. Denn unsere Handkarten sind zeitgleich Lebenspunkte und einmal gespielt, sehen wir die nie mehr wieder. Wir müssen also sehen, dass wir neue Kartendecks freispielen und zwar für alle Spieler am Tisch.
Aktive Flüche verhindern zudem, dass bestimmte Zahlenwerte gespielt werden. Blöd, wenn man die Kartenhand voll davon hat, es aber nicht äußern darf. So entstand ein hochtaktischer Drahtseilakt fernab der verbalen Kommunikation, was angenehm nervige Alphaspieler ausbremst. Wir haben zwar verloren, aber Eternal Decks war eines meiner Messe-Highlights, die ich mir für Anfang 2027 vormerke, wenn es dann wieder lieferbar sein wird. Absolute Empfehlung.
Der Verband Spieleverlage e.V. hat seine Pressemitteilung zur SPIEL Essen 2026 bereits am 21. Oktober veröffentlicht, wir haben direkt von der Pressekonferenz berichtet. Die Kernzahl kennt ihr vielleicht schon: Spiele und Puzzle wuchsen in den ersten drei Quartalen 2026 um 8 Prozent, fast dreimal so schnell wie der gesamte Spielwarenmarkt mit 3 Prozent. Was in unserer bisherigen Berichterstattung fehlte: ein von der Branche unabhängiger zweiter Beleg für den Trend, und eine genauere Aufschlüsselung, welche Spielkategorien das Wachstum tatsächlich tragen. Beides steckt in derselben Pressemitteilung, wir haben es diesmal gezielt ausgewertet.
Der unabhängige Beleg: der Freizeitmonitor
Der Verband zitiert in seiner Pressemitteilung den Freizeitmonitor 2026 der Stiftung für Zukunftsfragen, eine Studie, die seit 1986 jährlich rund 3.000 Menschen ab 18 Jahren zu ihrem Freizeitverhalten befragt und mit dem Verlagsverband nichts zu tun hat. Demnach war Spielen bis Mitte der 2010er Jahre nur noch für 6 bis 8 Prozent der Befragten eine regelmäßige wöchentliche Freizeitaktivität, seit 2020 liegt der Wert wieder bei 13 bis 14 Prozent. Das ist der eigentlich interessante Befund: Während der Board Games INDEX eine Verlagsumfrage unter den eigenen Mitgliedern ist, bestätigt eine unabhängige Freizeitstudie denselben Trend von außen, nämlich dass Spielen wieder öfter Teil des Alltags wird, nicht nur des Umsatzes. Eine vergleichbare Rücklaufquote oder Teilnehmerzahl für die eigene BGI-Verlagsumfrage nennt die Pressemitteilung dagegen nicht.
Welche Spielkategorien das Wachstum tragen
Laut der BGI-Verlagsumfrage zählt das zu den größten Wachstumstreibern:
Ob darunter auch klassische Kenner- und Expertenspiele fallen oder nur aufgehübschte Familienspiele für Erwachsene, schlüsselt die Pressemitteilung nicht weiter auf, ebenso wenig, wie viel vom eingangs genannten 8-Prozent-Wachstum auf Puzzle statt auf Spiele entfällt. Die Kategorien-Zahlen decken sich aber im Trend mit den unabhängigen Marktdaten von Circana, laut denen allein die Handelskategorie Adult Games in den ersten drei Quartalen um mehr als 20 Prozent wuchs, während Strategic Trading Cards um 17 Prozent zulegten. Die sogenannten „Kidults“, denen 69 Prozent der befragten Verlage große Bedeutung für die Zukunft der Branche beimessen, wie wir bereits berichtet haben, sind dabei nicht dasselbe wie „Adult Games“: Ersteres ist die Selbsteinschätzung der Verlage zu einer Zielgruppe, Letzteres eine Handelskategorie von Circana, die Pressemitteilung setzt beide Begriffe nicht ausdrücklich gleich.
Laut Board Games INDEX 2026 des Spieleverlage e.V. wuchsen Spiele und Puzzle deutlich schneller als der Gesamt-Spielwarenmarkt.
Was das für den deutschen Handel bedeutet
Der stationäre Fachhandel bleibt laut BGI zentral: 61 Prozent der Verlage sehen ihn weiterhin als wichtigsten Ort, um Spiele kennenzulernen und auszuprobieren. 86 Prozent der befragten Verlage rechnen mit einem stabilen oder besseren Weihnachtsgeschäft, 90 Prozent erwarten für das eigene Unternehmen 2026 stabile bis stark wachsende Umsätze, und kein einziges der befragten Unternehmen rechnet mit Rückgängen, eine Selbstauskunft der eigenen Mitglieder, die entsprechend optimistisch ausfällt. Als größte Belastungsfaktoren nennen die Verlage Bürokratie und Regulierung (62 Prozent) sowie eine weiterhin verhaltene Verbraucherstimmung (57 Prozent). Dass 94 Prozent die bisherigen politischen Reformen für unzureichend halten, ist dabei eine politische Forderung des Verbands an die Politik, keine Marktbeobachtung. Investiert wird trotzdem weiter, vor allem in internationale Expansion (50 Prozent) und neue Spiele (44 Prozent), ob eher Richtung Einstiegsprodukte oder Richtung Kenner- und Expertenschiene, sagt die Pressemitteilung nicht.
Was wir von den Zahlen halten
Eine Verlagsumfrage unter den eigenen Mitgliedern ist kein neutraler Marktbericht, das gilt für den Board Games INDEX genauso wie für jede andere Verbandsstatistik. Dass aber eine komplett unabhängige Freizeitstudie beim Thema Spielen in dieselbe Richtung zeigt wie die Verlags- und Circana-Zahlen, macht den Befund für uns glaubwürdiger als eine reine Stimmungsmeldung aus der Branche selbst. Für den deutschen Handel heißt das: Die Warengruppe Spiele und Puzzle bleibt 2026 ein Wachstumsfeld, getragen von Kartenspielen und Erwachsenenspielen, nicht von Kinderprodukten.
Unter den Reichen und Schönen ist Golf eine beliebte Ballsportart. Spieleexpert*innen wie Friedemann Friese wissen aber genau: Es ist auch der Name einer Kartenspielfamilie, die vor allem in Großbritannien und Nordamerika sehr beliebt ist.Wie beim Ballspiel geht es darum, mit einer möglichst geringen Punktzahl ans Ziel zu kommen, was auch den Namen begründet. Vehikel ist eine Kartenauslage mit…
Es ist nun gut bald zwei Jahre her, da erschien bei uns
„Trekking: Reise durch die Zeit“ und konnte sowohl Viel- als auch Wenigspielende
durchaus begeistern. Für
unseren Daniel war es damals sogar ein „Highlight des Jahres“ und mir ging
es da ganz ähnlich. Und allein schon, weil es so gut ankam, fragten sich viele,
warum denn der erste Teil der Trekking-Reihe nicht bei uns erschienen ist. Zum Glück schien die Zeitreise aber für die Game Factory ausreichend
erfolgreich gewesen zu sein, sodass nun doch auch Trekking: Reise um die Welt
bei uns erschienen ist.
Auf den ersten Blick, ist hier nun vieles anders als im Vorgänger/Nachfolger: Keine
Plastikmarker, keine Neoprenmatte, sondern ein (zum Thema passend schick
abgerundetes) Brett, kleine Holzwürfel und Papptokens. Einzig die Karten, die
nun statt historischen Ereignissen Sehenswürdigkeiten zeigen, sind ein
eindeutiger Hinweis dafür, dass die beiden Spiele etwas gemeinsam haben (und
das wirklich tolle Inlay, das man bei diesem Preis nicht erwartet!). Doch
spätestens nach dem Lesen der kompakten und gut geschriebenen Anleitung ging
mir ein Licht auf: Wir sammeln also einerseits Souvenirs (die Holzwürfel) und
andererseits Sehenswürdigkeiten (die Karten). Beides bringt Punkte, beides kann
das Spiel beenden. Wir haben also auch hier rein mechanisch gesehen wieder
doppeltes Set Collection. Doch auch wenn die Grundlage die gleiche ist, spielt
sich die Reise um die Welt dann doch deutlich anders als die Reise durch die
Zeit:
Denn es kommt noch ein drittes, quasi temporäres, Setsammeln
hinzu, durch dass sich die Weltreise deutlich anders spielt, einen Ticken
komplexer, aber ohne den gehobenen Familienspielsektor zu verlassen. Und
dadurch beantwortet sich für mich ehrlicherweise auch die Frage, warum wir zuerst
die Zeit bereist haben. Die Weltreise fühlt sich eben an, wie eine leicht
aufgebohrte Zeitreise. Aber zum Fazit kommen wir später noch und daher mal ein
kurzer Blick auf den Spielablauf: Ich habe vor mir ein kleines Tableau in
Kofferform. Auf diesem sammle ich Souvenirs. Daneben lasse ich Platz für
gesammelte Sehenswürdigkeiten. Zu Spielbeginn bekomme ich drei Reisekarten.
Diese gibt es in/mit fünf verschiedenen Farben/Symbolen und jeweils in den
Werten von 1 bis 3. Auf dem Spielfeld habe ich einen Reisenden-Meeple auf einem
Flughafen stehen. In meinem Zug muss ich mich immer erstmal bewegen. Dies tue
ich, indem ich beliebige Karten ablege und deren Werte addiere. Die Summe gibt
an, wie viele Felder weit ich laufen muss(!). Stehe ich auf einem Flughafen darf
ich mich vor dieser Bewegung aber kostenfrei an einen anderen freien Flughafen
befördern (lassen). Bei der Bewegung selbst darf ich niemals über bereits
besetzte Felder hinweg ziehen. Bin ich also von andern Mitspielenden umzingelt
und/oder habe keine Karten, die mir eine regelkonforme Bewegung ermöglichen,
muss ich stehen bleiben. Konnte ich mich bewegen und liegt auf meinem Zielort
noch ein Souvenir, dann sammle ich dieses ein und lege es in meinen Koffer.
Dieser ist in fünf Spalten unterteilt. Pro gefüllter Spalte (also pro Set mit
allen vier Souveniren) bekomme ich am Spielende mehr Punkte – allerdings nur
für die letzte gefüllte Spalte. Habe ich als erstes zwei Souvenirs einer Farbe,
dann bekomme ich das entsprechende Sammlerplättchen dieser Farbe, welches mir
am Spielende Bonuspunkte bringt. Aber Vorsicht: Schafft es jemand anderes am
Tisch, mehr Souvenirs dieser Farbe zu sammeln, als ich habe, verliere ich
dieses Plättchen wieder. Nun aber noch einmal zurück zum Spielbrett: War das
eingesammelte Souvenir das letzte des jeweiligen Kontinents, erhalte ich den
dort liegenden Kontinentalbonus (3 bis 6 Siegpunkte).
Nach meiner Bewegung muss ich nun noch eine von drei
möglichen Aktionen durchführen: Ich kann zwei neue Reiskarten aus der Auslage
nehmen oder vom Stapel ziehen. Ich kann aber auch eine der beiden
Sonderaktionen nutzen, die auf dem Spielplan ausliegen (und variabel zu
Spielbeginn dort ausgelegt werden). Diese bringen z.B. besondere Bewegungen,
Siegpunkte oder auch das Manipulieren des eigenen Koffers. Um diese Aktionen zu
nutzen muss ich grundsätzlich zwei Reisekarten mit gleichem Symbol ablegen. Als
dritte Möglichkeit kann ich eine Sehenswürdigkeit besichtigen – was die
Hauptmöglichkeit ist, an Siegpunkte zu kommen: Die Spielfelder auf dem Spielbrett
sind nämlich keine Städte, sondern Sehenswürdigkeiten. Um eine solche zu
besichtigen muss ich also zunächst mal mit meinem Reisenden auf dem passenden
Feld stehen. Dazu muss auch dann natürlich auch die passende Karte bei den vier
offen ausliegenden Sehenswürdigkeiten ausliegen. Und dann muss ich auch noch
die Kosten zahlen, um sie besichtigen zu können. Diese Kosten sind am unteren
Ende der Karten angegeben und bestehen aus einer bestimmten Kombination an
Symbolen, die ich dann auch mit entsprechend vielen Reisekarten bezahlen muss.
Sind alle drei Voraussetzungen erfüllt, bekomme ich die Karte und die darauf
abgedruckten Siegpunkte am Spielende. Lag die Sehenswürdigkeit an dritter
Stelle der Auslage, bekomme ich drei Bonuspunkte. Lag sie an der vierten
Stelle, gibt es sogar 5 Extrapunkte. Und damit man das im Spielverlauf nicht
vergisst, gibt es für die Siegpunkte ein nettes kleines Tray, dass man einfach
oberhalb der Kartenreihe hinlegt.
Das Spiel endet, wenn entweder 5 der 6 Kontinente keine
Souvenirs mehr aufweisen (also 5 Kontinentalbonusse verteilt sind) oder aber
jemand am Tisch die fünfte Sehenswürdigkeit besucht hat. Nun wird gezählt:
Kontinentalbonusse, wertvollste Kofferspalte, Sehenswürdigkeiten, Bonuspunkte,
Sammlerplättchen. Und damit man das nicht im Kopf machen muss, gibt es
natürlich einen netten kleinen Wertungsblock für alle, die nicht ohnehin BG
Stats nutzen. Es gewinnt, wer die meisten Punkte sammeln konnte.
Soweit der Spielablauf, der hier in der Erklärung deutlich
komplexer anmuten könnte, als er in Wahrheit ist. Trekking: Reise um die Welt
spielt sich nämlich wirklich locker-flockig in unter einer Stunde (zu zweit
reicht auch eine halbe) und macht dabei wirklich eine Menge Spaß. Und dass für
Groß und Klein, für Alt und Jung, für Viel- oder Wenigspielende. Ein wirklich
rundum gelungenes Spiel, das schöne Entscheidungen von einem verlangt ohne zu
verkopft zu sein. Und ich komme auch nicht umhin, den Vergleich mit Abroad zu
ziehen, denn Trekking: Reise um die Welt ist für mich genau das, was ich mir
von Abroad gewünscht habe. Eine richtig rundum gelungenes, schönes, modernes,
verbessertes Revival meines 80er-Jahre-Europareise-Gefühls. Absolut
familienfreundlich und mit tollen Karten, die schön Illustriert wurden und die
auf ihrer Rückseite auch noch wissenswerte Infos zu den Sehenswürdigkeiten
vermitteln. Und jetzt zitiere ich zum Schluss einfach nochmal Daniel, auch wenn
es hier um ein anderes Spiel geht: „Für mich ist es ein absolutes Highlight des
Jahres, das meine Sammlung nicht mehr so schnell verlassen wird“, und dass
seinen Platz auch neben der Zeitreise-Ausgabe gefunden hat.
Mitten im Herzen der Prager Altstadt steht seit über 600 Jahren ein technisches Wunderwerk: Die astronomische Uhr Orloj. Ein mechanisches Meisterwerk aus Zahnrädern, Figuren und Symbolen, das seit 1410 die Zeit anzeigt, die Sonne und den Mond verfolgt, den Mond wandern lässt und zu jeder vollen Stunde die zwölf Apostel tanzen lässt. Wer einmal davor […]
Im Heissluftballon geniessen wir die Landschaft und gestalten Plättchen für Plättchen das Panorama aus Wäldern, Bergen, Wiesen und Feldern. Wer die richtige Wahl trifft und perfekte Kombinationen findet, kann am Ende so richtig punkten. Für einmal haben wir längliche Legeplättchen
„Lagebericht – Vorfall in Yellowknife, Kanada: Vor wenigen Minuten hat uns die Polizei in Yellowknife kontaktiert. In einer abgelegenen Hütte wurde eine männliche Leiche gefunden. Genaues Alter und Identität sind derzeit unbekannt. Der Fall gehört eigentlich nicht in unseren Zuständigkeitsbereich – allerdings wurden am Tatort Fingerabdrücke sichergestellt, die nicht zu der Leiche gehören. Diese stimmen mit einem alten, offenen Fall aus unseren Akten überein. Konkret handelt es sich um den Diebstahl der Diamantenkette „Ewiges Eis“, der vor 20 Jahren in London stattfand.“
Mit diesen Worten beginnt das Briefing zum Ewigen Eis Adventskalender am ersten Tag. Dazu gesellt sich ein klares Primärziel, das wir nun am gleichen Tag erfüllen müssen: Die Identität des unbekannten Mannes ermitteln und auf der Website erfassen. Dazu gesellt sich ein Sekundärziel, das nicht abgefragt wird (wem gehört die Hütte?) und ein übergeordneter Auftrag, um den es im gesamten Spiel geht: Was ist mit dem Mann in der Hütte geschehen?
Viel mehr möchte ich an dieser Stelle aber nicht spoilern, außer vielleicht, dass man hier keinen klassischen Adventskalender mit Türchen erwarten sollte. Vielmehr bekommen wir einen großen Umschlag – wie es bei vielen Krimispielen der Fall ist – in dem sich einiges an Material verbirgt. Dieses Material ist aber in schön gestaltete, mit Zahlen von 1 – 24 versehene, zusammengefaltete Papierbögen – sowie teilweise auch Umschläge oder schlicht Grußkarten verpackt. Und wer möchte, darf die beiliegende Schnur durchs Zimmer spannen und die Umschläge hieran befestigen. Ansonsten lässt sich das Spiel nur mit einem Handy, Tablet, PC, etc. spielen, da die Website zum Spiel der eigentliche Dreh- und Angelpunkt ist, und hier auch die jeweiligen Lösungen zu den Tagesaufgaben eingetragen werden müssen.
Pro Umschlag bzw. Tagesaufgabe sollte man grundsätzlich eine halbe Stunde einplanen, um sich die Tagesplanung nicht zu zerschießen. Gleichwohl gibt es Aufgaben, deren Lösung deutlich schneller gefunden wird. Das liegt zum einen natürlich daran, dass die Aufgaben unterschiedlich schwer sind, man manchmal vielleicht einfach den richtigen Riecher hat oder aber im Stressmal die wirklich guten Hilfefunktionen nutzt. So oder so: Wer vorhat, das Spiel gemütlich an einem Abend durchzuspielen, sollte sehr viel Zeit und ausreichend Pausen für den Kopf einplanen. Für so eine „Binge-Sitzung“ ist das Spiel aber eigentlich nicht gedacht
Die Qualität der Rätsel und auch der Handlung an sich sind qualitativ durchaus vergleichbar mit den Masters of Crime Spielen aus dem gleichen Hause. Und diese gehören meiner Meinung nach ohnehin zu den wirklich gehobeneren Titeln im Krimispiele-Bereich. Insofern würde ich mal die These wagen, dass Krimifans hier bedenkenlos zugreifen können und eine Menge Spaß haben werden. Ob nun vom 1.12. bis 24.12. oder vom 1.6. bis 24.6. – oder eben doch an einem Wochenende.
Azeroth bekommt neue Regeln für den Spieltisch. Bekannte WoW-Klassen werden dafür mit D&D-Regeln umgesetzt, während Berufe, Fraktionen und vertraute Dungeons weitere Elemente der Spielwelt an den Tisch bringen. Neue Einblicke zeigen, wie Schaman*innen, Todesritter und Abenteuer in Düsterbruch umgesetzt werden.
You know that old chestnut about the stars and wet paint, right? Tell a man there are a million stars in the sky and he’ll believe you, tell a man the paint on a bench is wet and he’ll have to touch it to know for sure. Or maybe the Eddie Izzard bit about the scale of murder? You murder one person, you go to jail. You kill six or seven people, we put you in a padded room with a window and observe you. You kill millions of people, we don’t know how to process that. “You must get up very early!”
The attendance numbers for Spiel are a bit like that. 230,000 attendees, 1,000 exhibitors, 15 football fields of space, it’s all so large that it’s rendered abstract. “Boy, that sure does sound like a lot” is about as close as you can get to a cogent response. If you happen to work in event planning, your response is likely something approaching the Wilhelm Scream. It is a lot, I assure you. The city of Essen is stretched to its limits; try finding a seat for dinner on that Saturday night. Messe Essen, home to Spiel, is itself at capacity. For the first time, this year saw nary an inch of unutilized conference space.
The end of every day at aSpiel is met with cheers and applause by those working the event, but the celebratory outburst that erupts come 6:00 pm on the Sunday is particularly enthusiastic. Understandable. Every convention is a lot of work, but few more so than this one. It requires months of planning, international travel and the accompanying jet lag, a day or two of load-in, and four high-intensity 10-hour days, days during which you are either interacting with an endless onslaught of customers/consumers/enthusiasts as you teach them the same game over and over and over again in a Sisyphusean act of pedagogy, or you’re in meeting after meeting during which you are constantly “on” and seldom with a break. There’s a reason publishers ask people like me, people who spend those four days roaming the floor, what we’ve seen that’s exciting. Sure, it’s polite, but it also smacks of a soldier asking if there’s any news from home, desperate for a reminder of what all this is for.
6:00 pm hits, the barbaric yawp is released unto the world, a palpable feeling of joy and relief runs through the halls, and then everyone gets to work. For the attendees, 6:00 pm on Sunday is a called game; for the people working, there’s one final, frantic burst of activity. An…
Abhängig von der Spielerzahl gibt es eine Anzahl Tierwürfel und einen Ablagespielplan für die Würfeln mit Transportwägen. Hinzu haben die Spieler einen Zoozettel, zu dem sie die Tiere dann transportieren können.
Ist man an der Reihe, kann man
zwei Würfel würfeln und auf die Transportwägen beliebig verteilen
einen Transportwagen komplett leeren und die dort liegenden Tiere und Münzen bei sich im Zooplan einzeichnen.
Was macht es nun spannend?
Hat ein Spieler als erstes eine Tierart in seinem Zooplan komplettiert, gibt es einen Bonus. Schnell sein und dann gegebenenfalls weniger Würfel zu nehmen, kann also einen Vorteil bringen. Doch wenn man Würfel genommen hat, ist die Runde beendet und die anderen Spieler können weiter würfeln und taktieren, ab wann ihnen die Wägen voll genug sind, um ihre Runde zu beenden.
Auch wichtig: Leert man einen Wagen und es sind Würfel dabei, deren Tierart schon im Zooplan komplett ist, dann kommen sie in den Stall und bringen Minuspunkte. Heilen kann man dieses aber mit Münzen, die man auch erwürfeln kann.
Das Spiel endet, wenn auf einem Spielplan nur noch ein Gehege nicht voll ist. Das Punktezählen ist dann einfach.
Bis zu 3 Würfel haben auf einem Transportwagen Platz. Ist man an der Reihe leert man einen oder würfelt und befüllt weiter die Wägen.Zwei Würfel konnte ich nehmen und trage diese nun auf meinem Zooplan einUnd am Ende wird summiert
Fazit:
Ein sehr simples Kinder-Würfelspiel. Vielleicht soll es das auch sein. Das Zooloretto-Thema deutet es an.
Es gibt da aber eine Reihe abwechslungsreichere und spannenderer Roll & Write-Spiele.
Aber für mich ein Spiel aus der Reihe „Lass uns das bitte nie wieder spielen“. Zooloretto liegt auch in einer Schatzkiste auf dem Boden, vielleicht ist dies besser …
Kurz vor der SPIEL Essen hat der Uhrwerk Verlag ein Crowdfunding gestartet, das ein gut gehütetes Geheimnis beinhaltet. Denn in Katzen! Die Verschnurrung sind die beliebten Vierbeiner nicht nur Haustiere, sondern eine intelligente und erwachte Spezies, die die Menschen erschaffen hat und seitdem einen Schleier der Unwissenheit aufrechterhält.
Shooting Star Tomáš Holek kann nicht nur große Brettspiele machen, die einem das Hirn verzwirbeln. Nach Seti, Galileo Galilei und Tea Garden bringt er mit Nacht im Zoo nun ein Plättchenlege-Spiel mit knuffigen Tier-Meeplen beim tchechischen Verlag Albi raus. Eine süße Optik mit leicht creepy Cover-Illustration, haben sofort unser Interesse geweckt. Wie gut das bei uns funktioniert hat, die Tiere nach ihrer Partynacht wieder zurück in den Zoo zu bringen, erfahrt ihr in unserer Review.
Letzte Woche gab es aufgrund der Spielemesse keine Crowdfunding News. Hier daher die Neuigkeiten der letzten zwei Wochen für euch: Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche ist einiges mehr los auf den Crowdfunding-Plattformen. Es sind verschiedene Projekte angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche und den verschiedenen Plattformen und die „wichtigsten“ Projekte: […]
In unserem Format „Tipp um Tipp“ laden wir euch ein, mit uns zu quizzen. Wir beschreiben Euch einmal pro Woche in 15 bis 20 Hinweisen ein Brettspiel. Wie schnell bekommt Ihr es heraus? Am Ende gibt es direkt die Auflösung.
Drillers ist ein Eurogame, in dem wir vorausplanen und schwierige Entscheidungen treffen. Mit Schrottplatzteilen und viel Mut bohren wir nach wertvollen Mineralien und das im direkten Wettstreit mit unseren Mitspielern. Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen konnte ich mit dem Autor Adam Španěl sprechen und am letzten Messetag die Neuheit selbst anspielen. Seid ebenso bei meiner Erstpartie in entspannter Viererrunde per Audio-Mitschnitt dabei.Das Info-Rundumpaket aus erster Hand.
Drillers ist trickreich, wie selbst erlebt. Nur wer sein Aktionsdeck optimiert, um möglichst tief und mit Gespür fürs Timing zu bohren, und erkennt, wenn es sich lohnt, wieder an die Oberfläche zurückzukommen, wird als siegreicher Spieler die einsturzgefährdete Mine bezwingen. Lauscht der kompetenten Spielerklärung am Messesonntag und meinem begleiteten ersten Spielzug, der zeigt, wie sich Drillers so spielt.
Drillers erinnerte mich im besten Sinne an das Spielgefühl von Die verlorenen Ruinen von Arnak. Wir erforschen zwar keine Tempelanlagen, sondern bohren hier in immer tiefere Schichten nach Mineralien, die wir verkaufen und in noch bessere Ausrüstung investieren. So wird unser Kartendeck immer effektiver, aber auch spezieller. Im Kern ist es ein Wettlauf, um die besten Karten und um die wertvollsten Rohstoffe. Zeitverlust will sich keiner leisten, weshalb der eigene Spielzug gut geplant sein will. Und genau da sehe ich einen Knackpunkt in Vierer-Vollbesetzung.
Wir spielen unsere komplette Kartenhand, sammeln Mineralien, verkaufen und investieren. Erst dann ist der nächste Spieler am Zug. Grübler können dabei zum Problem werden. Unsere Runde hat experimentierfreudig spontan gespielt und während der Mitspielerzüge schon vorausgeplant. Im Zweifel in kleinerer Runde spielen, wie der Autor selbst bestätigt hat, oder ausreichend Geduld für Eure Erstpartie mitbringen. Mitspieler, die zwingend alles optimieren müssen, obwohl sie das Spiel noch gar nicht kennen, würde ich persönlich ausschließen und auf den Solo-Modus verweisen.
Auf der Habenseite präsentiert sich Drillers erstaunlich klar und übersichtlich. Alles ist auf der doppelseitigen Spielhilfe beschrieben und die Icons waren in meiner Anspielpartie in Essen direkt eindeutig. Wer ein schnörkelloses Eurogame auf Kennerniveau sucht, das vielfältige Möglichkeiten bietet, ist hier richtig. Deshalb habe ich es auch direkt am Messestand gekauft. Einzig das Auspöppeln der Spielertableaus ist ein wenig mühsam. Nehmt Euch dafür die notwendige Zeit, damit die vielen Ausstanzungen nicht einreißen. Drillers hat meine Empfehlung als Kauftipp der SPIEL 2026 Neuheiten.