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Neu auf Board Game Arena: Pondscape, Dragon Overload und Texas Bingo (KW 35, 2026)

24. August 2026 um 09:13
Neu auf Board Game Arena: Pondscape, Dragon Overload und Texas Bingo (KW 35, 2026)

In der vergangenen Woche sind auf Board Game Arena drei neue Titel gestartet. Die Bandbreite reicht von einem ruhigen Legespiel um Frösche und Teiche über ein schnelles Zwei-Spieler-Duell mit Drachen bis zu einer Westernvariante von Bingo. Wir stellen dir die Neuzugänge der Kalenderwoche 35 mit den wichtigsten Eckdaten vor.

Pondscape: ein Teich voller Frösche

Pondscape ist ab sofort auf der Plattform spielbar. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Du baust Karte für Karte deinen eigenen Teich, sammelst verschiedene Froscharten und Insekten und richtest dich dabei nach den Bedingungen der einzelnen Froscharten. Ein gemeinsamer „Sprungfrosch“ jagt zusätzlich Insekten, die am Ende Bonuspunkte bringen.

Das Spiel von Tomáš Holek (Capstone Games, 2025) ist für 1 bis 4 Personen ab 7 Jahren gedacht und laut BoardGameGeek auch solo spielbar. Eine Partie dauert 20 bis 35 Minuten. Als Mechaniken nennt BoardGameGeek Grid Coverage und Handmanagement. Die BGG-Wertung liegt bei 7,09 bei rund 910 Stimmen, das Gewicht bei leichten 2,0.

Dragon Overload: Duell um fünf Reviere

Dragon Overload tritt als reines Zwei-Spieler-Duell an. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Du schickst Drachen in fünf Reviere und willst dort die Mehrheit halten, jedes Ausspielen zwingt dich aber, deinem Gegner eine Karte aus der Brutzone zu schenken. Wird die eigene Drachenmacht in einem Revier zu groß, kippt die Kontrolle in einen chaotischen „Overload“, und das Revier geht verloren.

Das Spiel von Jay Bendixen (Lookout Games, 2026) ist ab 8 Jahren freigegeben, eine Partie dauert laut Verlag rund 15 Minuten. BoardGameGeek nennt als Mechaniken unter anderem Handmanagement, Set Collection und ein Rennelement. Die BGG-Wertung steht bei 6,19, allerdings erst bei 86 Stimmen.

Texas Bingo: Poker trifft Bingo im Wilden Westen

Texas Bingo verbindet Poker-Logik mit einem Bingo-Raster. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Reihum deckst du gemeinsam mit den anderen Spielenden eine Karte auf und legst sie verdeckt auf dein eigenes 5-mal-5-Feld, gewertet werden am Ende zwölf Linien aus Reihen, Spalten und Diagonalen nach Pokerhänden. Ereigniskarten und optionale Missionsziele sorgen für zusätzliche Wendungen.

Das Spiel von minjae kim und yeonwoo (Ludibox, 2026) ist für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren gedacht, eine Partie dauert 15 bis 30 Minuten. Bei BoardGameGeek steht die Wertung bei 5,59 bei 107 Stimmen, das Gewicht bei sehr leichten 1,2.

Galileo Galilei – Und es spielt sich doch

Galileo Galilei Brettspiel Review

Angeblich soll Galileo Galilei den berühmten Satz geprägt haben: "Und sie bewegt sich doch." Neuste Forschungen zeigen aber, dass dies eigentlich eine urbane Legende ist. Auch sein Bild vom Sonnensystem ist mittlerweile widerlegt worden. Galilei ging von kreisförmigen Umlaufbahnen aus. Die elliptischen Bahnen, die auch schon zu seiner Zeit bekannt waren, waren für ihn Mumpitz und passten einfach nicht in sein Weltbild, auch wenn seine kreisförmigen Umlaufbahnen die Welt nicht so korrekt erklären konnten wie die böse Konkurrenz. Aber darum geht es auch nicht in dem Brettspiel von Tomáš Holek, hier entdecken und erkunden wir den Nachthimmel. Wie das funktioniert und ob uns das Spiel, welches bei Frosted Games erschienen ist, gefällt, erfahrt ihr in der Review.

Viel Spaß beim Lesen!

Der Beitrag Galileo Galilei – Und es spielt sich doch erschien zuerst auf Brettspiel Reviews, Empfehlungen und Podcasts von Brettspielerunde.

SETI: Auf der Suche nach außerirdischem Leben

Von: ferengi
24. Juli 2026 um 05:58

Viele, viel Aliens

Tomáš Holeks zählt derzeit zu meinen Lieblingsautoren. Schon seine ersten Spiele aus 2024 (Galileo Galilei, Tea Garden und SETI) haben mich begeistert. Inzwischen sind viele weitere erschienen, die auch schon den Weg in meine Sammlung gefunden haben. Natürlich ist Holek auch für ein Spiel mit Bienen bekannt.

Schon auf dem Stand auf der Essen 2024 haben mich das Szenario und Design von SETI sehr neugierig gemacht. Bis es dann lieferbar war und auf den Tisch kam hat es leider viel zu lange gedauert. Und nach den ersten Runden lässt die Begeisterung nicht nach.

Viel Material. Mit einer Komplexität von 3,83 bei BGG eher ein leichtes Expertenspiel

Das Prinzip ist schnell erklärt: Wir suchen außerirdisches Leben. Zu Spielbeginn startet man mit ein paar Ressourcen und Karten. Nun können wir reihum solange Aktionen durchführen, bis alle passen, da sie keine Ressourcen mehr haben. Danach geht der Startspieler ein Spieler weiter und es gibt „neues Einkommen“ und es geht wieder von vorne los, insgesamt fünf Runden. Abhängig von der Spielerzahl und Grübelkomponente dauert eine Runde 30 bis 60 Minuten, so dass man die Komplexität der möglichen Aktionen schon erahnen kann.

Mit unseren Aktionen starten wir Sonden von der Erde, die wir dann bewegen und alternartiv im Orbit eines Planeten eintreten lassen oder auf ihm landen. Hier angekommen finden wir vielleicht Spuren von Außerirdischen, oder Ressourcen, Siegpunkte und Bekanntheit. Auch in anderen Aktionen können wir Alienspuren sammeln. Viele Aktionen können wir verbessern, indem wir unsere Bekanntheit einsetzen und mit Forschungsplätzchen die Aktionen in unserem Tableau überdecken.

Unser Tableau zeigt auch die Regeln in Kurzform mit den 7 Aktionsmöglichkeiten (Symbole im Hexeck). Hier können wir Aktionen mit Verbesserungen einpassen.
Das Spielbrett ist gut durchdacht und beinhaltet das Sonnensystem mit den um die Sonne kreisenden Planeten, fern zu scannende Planeten, die Siegpunkteleiste drum herum und angebaute Alienerkundungsfelder, Bekanntheitsleiste, Forschungsplättchen, Rundenzähler und mehr.

Es gibt eine große Anzahl an Karten, welche multifunktional eingesetzt werden können. Entweder als „kleine Aktion“ (z.B. die Sonde ein Feld bewegen), Ressource oder wir kaufen sie für unsere Auslage und können somit besondere Aktionen durchführen. Somit starten wir dann Missionen oder erhalten Siegpunktebedingungen für die Endwertung oder können eine oder mehrere Aktionen mit speziellen Boni durchführen.

Hoher Wiederspielwert durch viele Karten. Einige bekommt man als Ressource zu Beginn einer Runde. In Aktionen können wir manchmal aus der Auslage wählen, oft muss man aber eine verdeckte vom Stapel ziehen.
Die wichtigste Funktion der Karte ist, sie für einen Geldbetrag auszuspielen. Die „Sirius A-Beobachtung“ kostet 2 Geldeinheiten und ich kann damit zweimal bei Sirius A scannen. Damit erhalte erhalte ich zwei Datenchips, mit denen ich dann nach Alienspuren suchen kann. Zusätzlich aktiviere ich die Mission im unteren Bereich: Habe ich zwei blaue Planeten erforscht (wie z.B. Sirius A), dann erhalte ich 4 Siegpunkte und einen Bekanntheitspunkt
In einigen Umlaufbahnen kreisen schon die Sonden der Mitspieler. Oben links wurde eine Alienart gefunden und sie wird gerade erforscht.

Da jeder Spieler eine tolle Regelübersicht hat, sind die Regeln immer zur Hand und man kann auch, während andere Spieler ihren Zug machen, hiermit seinen nächsten Zug planen und schon einmal gucken, was einem die optionalen Verbesserungen der Optionen bringen würden.

 

Fazit:

SETI ist ein geniales Spiel im Weltraum mit Aliens. Die Siegpunkte muss man nicht zählen, da man beim Erhalt von Punkten gleich auf einer Leiste voranschreitet. Genial sind auch die Alienarten, die sich alle anders spielen und die man erst im Spiel erforscht. Man weiß also vorher nicht, welche zwei der fünf Aliens diesmal auf uns warten.

Man kommt in das Spiel gut rein und die Anleitung ist erstaunlich kurz und übersichtlich gehalten. Die Komplexität (BGG: 3.83 von 5) sollte man aber nicht unterschätzen, denn aufgrund der knappen Ressourcen und verschiedenen Strategien ist die Suche nach den Aliens herausfordernd. Mir hat SETI mit drei Spielern am besten gefallen, bei vier Personen wird es dann abendfüllend.

Hervorzuheben ist noch, dass SETI es nicht auf die Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres 2025 geschafft hat. Obwohl ein anderes SETI bereits 1979 einen Sonderpreis als „schönes Spiel“ erhalten hat. Neben dem verdienten Sieger 2025, Endeavor: Die Tiefsee, gefällt mir SETI deutlich besser als viele andere Nominierte, wie Faraway, Neuland, The Gang oder Zenith. Aber vielleicht ist SETI auch eher ein leichtes Expertenspiel.

Stubenscore: 8,9 / 10


SETI: AUF DER SUCHE NACH AUßERIRDISCHEM LEBEN

BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Czech Games CEO says US tariffs drove $30 price gap between US, European editions of Kingdom Come: Deliverance board game

03. Juli 2026 um 10:51

Czech Games Edition chief executive Petr Murmak has confirmed US tariffs are the main reason American customers will pay about $30 more than their European counterparts for the publisher’s newly announced Kingdom Come: Deliverance board game, underlining how import duties are now directly shaping board game pricing.

The publisher revealed it has eyes on a Spiel Essen release for the heavy euro adventure game, a Tomáš Holek and Vlaada Chvátil co-design based on the hit medieval RPG video game – which has sold more than 16 million copies across the original release and its 2025 sequel.

That announcement included the news that the game will cost €149.99 (~$170) in Europe, but $199.99 in the US – a situation Murmak explained in BoardGameGeek post was largely down to US tariffs on European imports.

CGE manufactures its games in a factory it co-owns in its home country of Czechia, rather than relying on China-based manufacturers like the bulk of the hobby board game industry.

Murmak explained on BGG in a reply to a post questioning the price difference, “USD to EUR is like 1:1.15 right now and tariff is 15% for production in EU – we produce our games in our own factory in Czechia. So 149.99*1.15*1.15 = 198,362 USD.

“Shipping to US also costs us something, so we have slightly less profit on one copy in US than in EU. Moreover there is uncertainty about tariffs in the future (they might go up – there were some threats already from US government), or dollar might go down like last year…”

Although board game publishers have repeatedly warned that tariffs would push retail prices higher, few have publicly broken down exactly how those increases translate into MSRP in different regions.

BoardGameWire has previously spoken to publishers who said they had already begun passing on to customer both US tariffs on China and the lower rates applied to European manufacturing, while absorbing part of the additional costs themselves in an effort to avoid psychologically difficult price points.

Several board game publishers warned last year that some consumers had yet to fully appreciate how significantly prices could rise once tariff-affected print runs began reaching retail.

Ongoing uncertainty about further US tariff hikes have also heavily impact international freight in recent weeks, with rates on routes between Asia and the US east coast, and Asia and Europe, surging to their highest levels since the Red Sea crisis two years ago, according to a report from the Financial Times earlier this week.

It said the price of a 40ft container between China and the US east coast rose to $7,880 last week, up 62% from a month earlier, while rates between China and the Mediterranean jumped 47% to $6,431 – citing data from shipping platform Freightos.

That surge has come in anticipation of new US tariffs next month, the report added, bringing forward the annual increase in shipping demand that usually starts as retailers filled inventories before the Black Friday and Christmas shopping periods.

CGE said it would be releasing the game in limited quantity waves, citing the need to ensure a high production quality for the “massive, component-rich project”.

Vlaada Chvátil in a promotional image for Kingdom Come: Deliverance – The Board Game

Game co-creator Vlaada Chvátil’s pedigree include the huge-selling word game Codenames, the Mage Knight Board Game and Through the Ages: A Story of Civilization, while his co-designer Tomáš Holek scored a huge success two years ago with his multi-award-winning space exploration eurogame SETI.

Chvátil said, “I’m genuinely enjoying working on this game. Amazing source material, a co-designer whose approach to games is very close to my own, the care and support the CGE team brings to every project, and, above all, gameplay that feels both epic and playful at the same time.

“That creates a design playground where every card, quest, skill, and encounter is pure joy to work on.

“Every time Tomáš and I sit down for another playtest, look over the starting setup, reveal the opening cards, and watch the possibilities unfold before us, we inevitably glance at each other and think: damn, this game is still so much fun.”

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