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The Legacy of Mars: Terraforming Mars wird zum Kampagnenspiel

21. Mai 2026 um 09:01
The Legacy of Mars: Terraforming Mars wird zum Kampagnenspiel

The Legacy of Mars bringt das Terraforming-Mars-Universum als wiederspielbare Kampagne auf Gamefound. Die Ankündigung des Spiels haben wir bereits gemeldet, hier geht es um die jetzt laufende Kampagne. Wir ordnen ein, was das Spiel mechanisch bietet, welche Pledge-Stufen Stronghold Games anbietet und worauf Sie vor einer Unterstützung achten sollten.

Eigenständiges Spiel, aber vorerst die halbe Geschichte

The Legacy of Mars ist ein eigenständiges Spiel, kein Zusatzmodul. Die Box enthält alles zum Spielen, inklusive einer Ausgabe des Terraforming-Mars-Grundspiels. Sie ist aber Teil eines größeren Bogens: Die Kampagne erzählt sieben Missionen. Die jetzt auf Gamefound finanzierte Box deckt die Missionen 1 bis 4 ab. Die Missionen 5 bis 7 sollen laut Stronghold Games als zweiter Teil Ende 2026 in einer eigenen Gamefound-Kampagne folgen. Wer nur Teil 1 kauft, kann die Kampagne nach Mission 4 mit einem Sieger abschließen. Den vollständigen Sieben-Missionen-Bogen gibt es nur mit beiden Boxen.

Als Designer nennen FryxGames und Stronghold Games Jacob Fryxelius, den Autor des Terraforming-Mars-Grundspiels von 2016. In den strukturierten Datenfeldern der Gamefound-Seite ist kein Designer hinterlegt. Die Urheberschaft ist also über den Verlag belegt, nicht über die Kampagnen-Eckdaten.

Was Sie im Spiel tun

The Legacy of Mars baut auf der bekannten Terraforming-Mars-Mechanik auf. Sie übernehmen einen Konzern und entwickeln Mars und Sonnensystem mit Projektkarten weiter. Karten kaufen Sie auf die Hand und spielen sie gegen Ressourcen aus. So steigern Sie Ihre Produktion. Das Spiel läuft über mehrere Runden, sogenannte Generationen, mit je einer Karten-, einer Aktions- und einer Produktionsphase. In der Aktionsphase führen Sie pro Zug ein bis zwei Aktionen aus. Wer eine Begrünung platziert, hebt den Sauerstoffwert und damit einen der drei globalen Parameter. Städte bringen dagegen vor allem Siegpunkte und Einkommen, ohne die globalen Werte direkt zu verschieben.

Neu sind mehrere Schichten obendrauf. Nach den bisher öffentlichen Informationen ergänzt The Legacy of Mars das Grundsystem um Bevölkerung, Arbeitskräfte, schmelzende Gletscher sowie einen wachsenden Stapel an Innovations- und Entwicklungskarten. Hinzu kommen mehrere Hundert neue Karten, neue Spielpläne und eine neue Ressource. Jede Mission spielt sich mit eigenen Parametern und einem eigenen Kartenpool. Wer eine Mission gewinnt, wird Gouverneur des Planeten und nimmt einen Bonus in die Schlusswertung mit. Diese Schichten erhöhen die Regellast spürbar. Wie viel länger das Erklären dauert und wie stark sie das Grübeln am Tisch antreiben, beziffert die Kampagne nicht. Wer schon das Grundspiel als fordernd empfindet, sollte The Legacy of Mars als deutlich schwergewichtiger einplanen.

Wie die neuen Elemente konkret im Zug eingesetzt werden, etwa die Arbeitskräfte, beschreibt die Kampagne im Fließtext nicht. Gamefound vermittelt viele Details über Bilder statt über Text. Offen bleibt auch, ob sich die Interaktion am Tisch verändert: Terraforming Mars ist im Kern ein indirektes Rennen mit begrenzter Konkurrenz um Felder und Boni, und ob die Kampagne daran etwas dreht, sagt sie nicht. An diesen Stellen bleibt die Kampagne unkonkret.

Spielerzahl, Solo-Modus, Spielzeit und Alter

Die Kampagne nennt eine Spanne von 1 bis 5 Spielenden. Ein Solo-Modus ist damit enthalten. Wie er sich über eine mehrteilige Kampagne hinweg spielt, ob also jede Mission solo bestreitbar ist und wie ein Gegner simuliert wird, beschreibt die Gamefound-Seite nicht. Das Grundspiel von 2016 hat einen etablierten Solo-Modus. Für The Legacy of Mars bleibt der Punkt offen.

Eine Spielzeit gibt die Kampagne ebenfalls nicht an, auch keine Altersfreigabe. Zur Orientierung: Das Grundspiel von 2016 dauert laut BoardGameGeek rund 120 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Dieser Wert gilt aber nur für eine einzelne Partie des Grundspiels. The Legacy of Mars stapelt Zusatzsysteme auf dieses Gerüst und erzählt sieben Missionen. Das Zeit-Commitment liegt damit sehr wahrscheinlich deutlich höher, eine belastbare Zahl nennt der Verlag aber nicht. Planen Sie die 120 Minuten daher nicht als Richtwert für eine Legacy-Mission ein.

Legacy ohne Zerstörung

Legacy verbindet man oft mit Aufklebern und zerrissenen Karten. Genau das passiert hier nicht. Stronghold Games und FryxGames betonen, dass nichts dauerhaft verändert wird: keine Sticker, keine zerstörten Komponenten. Sie spielen die Kampagne durch, setzen sie zurück und können sie erneut spielen. Der Verlag bewirbt das Spiel deshalb als „fully replayable campaign", also als vollständig wiederspielbare Kampagne. Das unterscheidet den Titel klar von klassischen Legacy-Spielen. Technisch zurücksetzbar heißt allerdings nicht automatisch spielerisch abwechslungsreich. Die Kampagne verspricht Varianz über missionseigene Kartenpools und Parameter. Wie unterschiedlich sich ein zweiter Durchlauf wirklich anfühlt, ob also andere strategische Linien tragen, zeigt sich erst am Tisch.

The Legacy of Mars: Terraforming Mars wird zum Kampagnenspiel
Die Deluxe-Stufe legt knapp 300 3D-Plättchen bei, spielerisch ändert sich dadurch nichts. Bild: Stronghold Games / FryxGames via Gamefound

Milestones statt Stretch Goals

The Legacy of Mars nutzt keine klassischen Stretch Goals. Die Kampagne spricht stattdessen von Milestones. Eine einzeln aufgeschlüsselte Liste dieser Milestones liegt in den strukturierten Kampagnendaten nicht vor. Sichtbar ist: Die freigeschalteten Inhalte wandern als sogenannte Milestone-Promos in jede Box, unabhängig von der Pledge-Stufe. Schon die Einstiegsstufe enthält laut Gamefound alle in dieser Kampagne freigeschalteten Milestones.

Soweit erkennbar handelt es sich dabei um zusätzliches Promo-Material, vor allem Karten, also um spielerische Inhalte. Reine Komponenten-Aufwertungen wie 3D-Plättchen oder Metallwürfel laufen dagegen nicht über Milestones, sondern über die höheren Pledge-Stufen. Eine vom Verlag selbst veröffentlichte Trennung in mechanische Inhalte und Komponenten-Boni fehlt im Text.

Die Pledge-Stufen

Es gibt fünf Stufen, die Preise in US-Dollar:

  • Legacy of Mars (109 USD): das vollständige Spiel mit den Missionen 1 bis 4 und allen Milestones. Diese Stufe enthält die komplette spielerische Substanz.
  • Deluxe Legacy of Mars (249 USD): dasselbe Spiel in größerer Box mit knapp 300 3D-Plättchen und Markern. Eine reine Komponenten-Aufwertung, spielerisch identisch zur Einstiegsstufe.
  • Super Deluxe (409 USD): Spiel, 3D-Plättchen, Milestone-Promos, Metallwürfel und Kartenhüllen. Ebenfalls vor allem ein Komponenten-Paket.
  • Everything New (419 USD) und Almost Everything (549 USD): zwei umfangreiche Bündel mit zusätzlichem Terraforming-Mars-Material aus früheren Projekten. Hier kommt spielerischer Mehrwert hinzu. Allerdings beschreibt die Kampagne beide Stufen sehr ähnlich, was die Abgrenzung erschwert.

Wer The Legacy of Mars spielen will, braucht spielerisch nur die Einstiegsstufe. Die teureren Stufen verkaufen vor allem Material und Sammelobjekte. Ein Vorbehalt bleibt: Diese Box deckt nur die Missionen 1 bis 4 ab. Den vollständigen Sieben-Missionen-Bogen gibt es erst mit der zweiten Box, deren Preis Stronghold Games noch nicht nennt. Das reale Gesamtbudget für die ganze Kampagne steht also noch nicht fest.

Was Sie vor der Unterstützung wissen sollten

Die Finanzierungszahlen sind beeindruckend. Das Ziel von 20.000 USD fiel innerhalb von Minuten. Am 21. Mai 2026, an Kampagnentag 9, standen rund 1,75 Millionen USD und 7.105 Unterstützende zu Buche, also rund 8.766 Prozent des Ziels. Diese Quote ist ein Signal für Nachfrage, mehr nicht. Das niedrige Ziel war symbolisch, das Spiel faktisch vorverkauft. Über die Qualität sagt eine hohe Finanzierungsquote nichts aus.

Ein Kritikpunkt aus der Community betrifft die Aufteilung. Sieben Missionen verteilen sich auf zwei getrennte, kostenpflichtige Kampagnen. Den Preis für Teil 2 nennt Stronghold Games noch nicht. Wer den ganzen Bogen erleben will, zahlt zweimal und kennt die Gesamtkosten bisher nicht.

Für den DACH-Raum ist außerdem wichtig: Kampagne, Pledge-Stufen und Abrechnung laufen auf Englisch und in US-Dollar. Das Terraforming-Mars-Grundspiel erscheint auf Deutsch beim Schwerkraft-Verlag. Zu einer deutschen Ausgabe von The Legacy of Mars gibt es bislang keine öffentlichen Informationen. Die Auslieferung ist nach der bisherigen Berichterstattung für 2027 geplant.

Die Gamefound-Kampagne läuft noch bis zum 30. Mai 2026.

My Favorite Wargame Cards – A Look at Individual Cards from My Favorite Games – Card #78: Hamburger Hill from Fire in the Lake: Insurgency in Vietnam from GMT Games

Von: Grant
19. Mai 2026 um 14:00

With this My Favorite Wargame Cards Series, I hope to take a look at a specific card from the various wargames that I have played and share how it is used in the game. I am not a strategist and frankly I am not that good at games but I do understand how things should work and be used in games. With that being said, here is the next entry in this series.

#78: Hamburger Hill from Fire in the Lake: Insurgency in Vietnam from GMT Games

The COIN Series uses cards in a very different way from other CDG’s. These cards are not necessarily the driver of the action but more assistive to the actions of the players by setting eligibility and also providing powerful events. The Event Cards are more often than not, very powerful. They either give you a continuing bonus on future Operations and Special Activities (as in the case of the volumes that include the various Capabilities) or allow you to take Operations and Special Activities more times that round than you would normally have been able to had you not chosen the Event and more often than not, at no cost! Also, because of the power of the cards and their ties to one or more factions, you can take the Event which allows you a huge advantage, only to see that very powerful Event reversed with the next Event or with a regular Operation. This is very frustrating but is one of the major reasons that I love the card-assisted element of the COIN Series. Today we are going to take a look at the Hamburger Hill Event Card.

But first an aside. Along with the movie Platoon, my introduction to the fierce fighting in the Ashau Valley of Vietnam was mainly from the movie Hamburger Hill starring Dylan McDermott as Lt. Frantz and Courtney Vance as Doc. The images from this movie will be forever burned in my mind and with the recent passing of the anniversary of the battle’s start on May 13th I thought it would be a perfect time to cover this card.

The Hamburger Hill Event Card has a top event and a bottom event, which is the case with all cards found in the decks of COIN Series games. The top event benefits the US/ARVN players while the bottom benefits the NVA/VC players. The top event allows the US player to move 4 US Troop Cubes from any spaces on the board to any Highland space, which are the brown colored regions representing less forgiving elevated terrain and mountainous areas. It then goes onto allow the removal of any NVA or VC base there, even if the base is currently Tunneled. This is a very powerful event as normally moving units requires an Air Lift Special Activity or a Train Operation to place new units into a space. Also, removing a Base, and especially a Tunneled Base, requires multiple turns and a focused approach of Patrol, Sweep and Assault to uncover hiding Insurgent pieces and then to destroy them allowing for a Base to be removed.

The Insurgent half of the event allows them to place a new Tunneled Based into a Highland space as well as remove 3 US Troop Cubes to Casualties. The Casualties Box is where these “dead” cubes are stored until the Coup Round where they will have negative effects on the United States player and then be available again for use in the next turn. This event is very powerful and is a major boon for the Insurgent player in taking control of and maintaining their presence in the Highland Provinces.

I also very much like the historical connection to the Battle of Hamburger Hill and think that the designers did a great job of creating this event with real game effects related to the battle and consequences that are felt from the play of the card. This Hamburger Hill Event is one that will be played by both sides often rather than taking their Operations and Special Activities. The effects are just too efficient and powerful to pass on unless the timing of the game dictates differently.

The Battle of Hamburger Hill was a major battle that lasted from May 13–20, 1969 was fought by United States Army and Army of the Republic of Vietnam (ARVN) forces against People’s Army of Vietnam (PAVN) forces during Operation Apache Snow of the Vietnam War. Though the heavily fortified Hill 937, a ridge of the mountain Dong Ap Bia in central Vietnam near its western border with Laos, had little strategic value, US command ordered its capture by a frontal assault, only to abandon it soon thereafter. The action caused a controversy among both the US armed services and the public back home, and marked a turning point in US involvement in Vietnam.

The battle was primarily an infantry engagement, with the US troops moving up the steeply sloped hill against well-entrenched troops. Attacks were repeatedly repelled by the PAVN defenses. Bad weather also hindered operations. Nevertheless, the Airborne troops took the hill through direct assault with heavy use of artillery and airstrikes, causing extensive casualties to the PAVN forces.

Local Degar tribesmen call the mountain Ap Bia, which means “the mountain of the crouching beast.” Official histories of the engagement refer to it as Hill 937 after the elevation displayed on US Army maps, but the US soldiers who fought there dubbed it “Hamburger Hill,” suggesting that those who fought on the hill were “ground up like hamburger meat.”

The quote was attributed to Sgt. James Spears who said, “Have you ever been inside a hamburger machine? We just got cut to pieces by extremely accurate machine gun fire…”.

US Army photographers climb Hill 937 at Dong Ap Bia after the battle, May 1969.

In the next entry in this series, we will take a look at Culper Ring from Liberty or Death: The American Insurrection from GMT Games.

-Grant

The Legacy of Mars: Jacob Fryxelius' Terraforming-Kampagne für 2027

19. Mai 2026 um 10:49
The Legacy of Mars: Jacob Fryxelius' Terraforming-Kampagne für 2027

Jacob Fryxelius dreht das Terraforming-Mars-Universum auf Kampagnenformat: The Legacy of Mars soll 2027 bei FryxGames erscheinen und tauscht die einzelne Partie gegen eine Mission-zu-Mission-Erzählung. Die Crowdfunding-Kampagne läuft auf Gamefound, das Spiel rangiert seit Tagen weit oben in der BGG-Hotness.

Worum geht's?

Statt eines abgeschlossenen Spielabends erwartet die Spielenden eine Kette aus Missionen, in denen unterschiedliche Planeten und neue Seiten des Mars terraformt werden. Wer eine Mission gewinnt, wird zum Gouverneur dieses Planeten – mit Zusatzpunkten für das finale Szenario, das den Gesamtsieger ermittelt. Mechanisch baut Fryxelius auf der bekannten Terraforming-Mars-Engine auf und ergänzt sie um Bevölkerung, Arbeiter, schmelzende Gletscher und einen wachsenden Pool an Innovations- und Entwicklungskarten. Jede Mission spielt mit neuen Parametern und einem eigenen Kartenpool – laut Designer „im Grunde mehrere Spiele in einer Schachtel".

Schnellfakten

  • Designer: Jacob Fryxelius
  • Illustration: Isaac Fryxelius
  • Verlag: FryxGames
  • Erscheinungsjahr: 2027 (Crowdfunding auf Gamefound)
  • Spielerzahl: 1–5 (inklusive Solo-Modus)
  • Spielzeit: 150–300 Minuten pro Mission
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Mechaniken: Kampagnen-/Szenariospiel, Closed Drafting, Handmanagement, Plättchenlegen, variable Spielerfähigkeiten, Solo

DACH-Relevanz

Die deutschsprachigen Ausgaben der Terraforming-Mars-Reihe betreut traditionell der Schwerkraft-Verlag. Eine offizielle deutsche Lokalisierung von The Legacy of Mars ist bislang nicht angekündigt – sollte FryxGames den eingespielten Weg gehen, ist Schwerkraft die naheliegende Adresse. Backerinnen und Backer aus dem DACH-Raum sollten bei der Gamefound-Kampagne genau auf den späteren deutschen Vertrieb achten.

Unsere Einschätzung

Ein Kampagnenformat auf Terraforming-Mars-Basis ist nach Ares Expedition und der jüngst angekündigten Terraforming Mars: The Big Box der nächste logische Schritt – und gleichzeitig der riskanteste. Die durchschnittliche BGG-Wertung von 4,7 spiegelt vor allem Crowdfunding-Skepsis und sehr wenige tatsächliche Stimmen wider; aussagekräftiger ist die Wunschlisten-Zahl. Wir verfolgen die Kampagne weiter und schauen besonders auf die Frage, ob die Missionen narrativ tragen oder am Ende doch nur Setup-Variationen bleiben.

Quelle: BoardGameGeek – The Legacy of Mars

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Kill Team: Schrecken auf Devlan – unaufhaltsam kommt der Tod (Rezension)

16. Mai 2026 um 11:01

Mit Kill Team: Schrecken auf Devlan kehrt der berüchtigte Rote Schrecken als Miniatur zurück auf die Schlachtfelder. Statt eines klassischen PvP-Duells erwartet Spieler*innen dieses Mal eine Kampagnenbox, in der ein imperialer Schemen-Trupp gegen eine Tyranidenbestie und weitere Schwarmwesen ums Überleben kämpft.

Dieser Beitrag wurde von Geoffrey Förste geschrieben

Warum ihr Camus‘ Sisyphos lesen solltet, wenn ihr Roguelikes liebt

15. Mai 2026 um 09:00

Bei Titeln wie Balatro, Slay the Spire und Hades schlägt dein Herz höher? Dann solltest du dringend den Mythos des Sisyphos von Albert Camus lesen. Warum das miteinander zusammenhängt und wo wir diese fixe Idee herhaben, erklären wir euch in diesem Artikel.

Dieser Beitrag wurde von Giovanna Pirillo geschrieben

Brettspieljournalismus als Datenquelle - Vom nicht ganz offensichtlichen Nutzen textlicher Arbeit

11. Mai 2026 um 13:44

Es gab eine Zeit, da war der schriftliche Brettspieljournalismus die einzige Möglichkeit, sich unabhängig über Brettspiele zu informieren. Angefangen mit EUGEN OKERS Spielerezensionen in der ZEIT ab 1964, schossen ab Ende der 1970er/Anfang der 1980er Zeitschriften und Zines aus dem Boden. Play by Mail erlaubte Partien mit Gleichgesinnten auch über große Distanzen. Mit der Etablierung des Internets…

Quelle

Im Rampenlicht: Naishi

10. Mai 2026 um 08:00

Naishi | Mathieu Bieri & Alex Fortineau | 20 Minuten | 2 Personen | Board Game Circus

In Naishi werden die Spielenden versuchen, ihren japanischen Staat so effizient wie möglich zu verbessern. Sie können die Position ihrer Karten jedoch nicht beliebig ändern. Sie müssen die Karten in ihrer Hand und in ihrem Tableau durch Karten aus dem zentralen Fluss ersetzen und dabei ihre Position respektieren. Sie haben auch die Möglichkeit, ihre Abgesandten zu schicken, um Staaten neu zu organisieren, neue Möglichkeiten zu schaffen oder die gegnerische Person zu einem Handel zu zwingen. Zwei-Personen-Spiele sind in den letzten Jahre stärker in den Fokus gerückt und zu einem kleinen Trend in der Szene geworden. Warum Naishi aus diesen durchaus heraussticht, erklären einige Mitglieder des Beeple Netzwerks im aktuellen Rampenlicht.

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)
In Naishi gilt: Was im Raster liegt, das liegt und bringt Punkte. Die eigentliche Aufgabe ist es somit, die unterschiedlichen Karten mit den verschiedenen Wertungen an ihre beste Position zu tauschen. Das japanische Thema, das um das 2-Personen-Spiel gestrickt wurde, macht mich in dem Gerangel um die meisten Punkte zwar nicht zur namensgebenden Hofdame, sorgt aber dafür, dass ich das Duell mit meinem Gegenüber durchaus einen Touch von historischem Fernost spüre.
Frederik Malsy Frederik (Boardcast)
Naishi begeistert mich mit ganz viel Spiel in einer kleinen Schachtel. Der Kniff, dass ich einen Teil der Auslage meines Gegenübers kenne und somit eine Idee habe, was er oder sie vorhat, gleichzeitig aber die Hand eben nicht kenne, bringt taktische Tiefe und spannende Entscheidungen. Die Aktionsplättchen, die mich Karten innerhalb einer Auslage und miteinander tauschen lassen, sind immens wichtig und hier braucht es ein gutes TIming, um oft entscheidende Karten auf der Hand zu bunkern und erst spät in die offene Auslage zu bringen. Ich habe etliche Partien gespielt und freue mich auf jede weitere. Mit diesem Spiel konnte ich schon einige Kennerspieler:innen begeistern und habe es schnell zur Hand, wenn ich eine spannende Zweierpartie spielen möchte. Herausheben möchte ich noch die exzellente graphische Gestaltung und die Bildsprache, die – nach anfänglichem Kennenlernen – schnell keine Fragen mehr offen lässt. Auch mit kleiner Erweiterung im Kartenbooster ein Kleinod des aktuellen Jahrgangs.
Dafne (Bretter Late Than Never)
Naishi ist ein großartiges 2-Spieler-Spiel, das zeigt, dass gute Spiele kein großes Format brauchen. Trotz der kleinen Schachtel fühlt es sich wie ein „richtiges“ Spiel an und bietet jedes Mal ein rundes Spielerlebnis. Die Regeln sind einfach und schnell erklärt, und da es keinen Text auf den Karten gibt, kann man sofort losspielen – ganz ohne Sprachbarrieren. Es ist klar, direkt und schnell aufgebaut, bietet aber trotzdem genug Entscheidungen für ein spannendes Spiel.
Fabian (Bretter Late Than Never)
Naishi ist ein 2-Personen-Duell-Spiel, das seinesgleichen sucht. Nicht nur, weil es ein außergewöhnlich gutes Spiel ist, sondern auch, weil es einfach ein sehr außergewöhnliches Spiel ist. Die Art und Weise, wie die Regeln die Spieler*innen einschränkt, führt dazu, das sich jeder Zug entscheidend anfühlt. Im richtigen Moment die Taktik anpassen, eine der wertvollen Zusatzaktionen auslösen oder doch dem Gegner die für seine Strategie wichtige Karte vor der Nase wegschnappen: Naishi bietet kleine, aber wertige Entscheidungen in einer ca. 15-minütigen Partie, auf die nicht selten eine zweite und dritte folgen.
Jürgen - Spielbar Jürgen (spielbar.com)
Tja, in 2026 müsste die Jury für das Spiel des Jahres eigentlich eine eigene Empfehlungsliste für 2-Personen-Spiele veröffentlichen, so viele tolle Sachen gab es da in dieser Saison… Und Naishi? Das wäre in solch einer Liste weit oben mit dabei. Vielleicht sogar an der Spitze vertreten. Jeder Spielzug und jede Entscheidung tragen zum Ergebnis bei. Damit fühlt sich jeder Spielzug wichtig an. Das Kribbeln steigert sich dann noch massiv, wenn die Sonderfunktionen im Spielverlauf in Betracht gezogen werden. Naishi ist feinste Kost für Kennerspieler und gehört in jede Sammlung.

Long-running publisher, retailer networking event Alliance Open House rebrands to Universal Summit US

Alliance Open House, the tabletop publisher and retailer networking event launched more than 25 years ago by Alliance Game Distributors, has rebranded to Universal Summit US in the wake of Alliance’s takeover by Canada’s Universal Distribution.

Board game, TCG and comics distribution major Universal agreed a $49.6m buyout of its US peer 12 months ago following a tumultuous bankruptcy auction of Alliance’s former owner Diamond Comics, and officially rebranded the business to Universal Distribution US in January this year.

Universal said it is waiving all registration fees to celebrate the inaugural US Universal Summit, which will continue its predecessor’s slate of game demos, panels and workshops, vendor exhibit hall and networking opportunities.

This year’s event will be held at the Grand Wayne Convention Center in Fort Wayne, Indiana between August 27 and 29, with registration required by May 15.

Universal Distribution CEO Angelo Exarhakos told ICv2 last July that the company intended to invest “a fair bit” in expanding the event and “making it more welcoming to both retailers, and especially the vendors”.

He added, “We generally, at the Universal level, don’t charge vendors to attend these shows. We think this is a very good marketing expense for us and a good investment, to be able to bring our vendors close to our retail partners, so you’re going to see us invest and expand that show.”

Alliance Game Distributors was a perennial heavyweight of US board game distribution since it was created through the merger of Chessex and The Armory in 1998, with both companies already major players in the sector before the deal was signed.

The company had maintained its strong position since being bought by Diamond in 2000, despite the woes of its parent business in recent years.

Universal will also be holding its regular Canadian summit on September 13 and 14 this year, at the Sheraton Laval in Montreal, Quebec. Registration for that event is also due by May 15.

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Lost Lights – tierisches Risiko für Zwei (Kurzcheck)

05. Mai 2026 um 09:00

Dunkelheit legt sich über Amanaar: Orly muss Verbündete um sich scharen, um das verlorene Licht zu retten. Dabei werden Vertraute plötzlich zu Rival*innen. Lost Lights verspricht ein taktisches Gebietsringen für zwei Personen, bei dem jede Karte über Sieg und Niederlage entscheidet.

Dieser Beitrag wurde von Michelle Saarberg geschrieben

Take Time: Mehr als ein Fest und eine Falle für Alphaspieler?

Von: ravn
04. Mai 2026 um 19:13

Das kooperative Kartenablege-Spiel aus dem Hause Libellud wird seit Monaten als mächtiger Spiel des Jahres Kandidat gehandelt. Ich selbst habe den Titel auf der letztjährigen SPIEL in Essen verpasst, danach war der ausverkauft und nun hatte ich auf dem SpieleWahnsinn in Herne endlich die Anspielchance. Denn einen Blindkauf in diesem doch speziellen Genre wollte ich dann doch nicht wagen. Leider bin ich fast so ratlos wie zuvor.

Meine Ausgangsfragen sind eigentlich ganz einfach: Taugt Take Time als Spiel für meine diversen Spielrunden? Macht es gemeinsam Spaß, sodass es wiederholt auf den Tisch kommt? Kann ich es mit unterschiedlichen Mitspielern weiterspielen oder benötige ich doch eher eine feste Gruppe, die sich den aufsteigenden Herausforderungen stellt? Finden Neueinsteiger auch in komplexeren Aufgaben ins Spiel, ohne dabei zum Bremsklotz oder gar Sündenbock zu werden? Meine Erstpartie auf dem SpieleWahnsinn 2026 in Herne sollte mir die Antworten dazu liefern. Der Spieleinstieg war denkbar einfach, weil bestens durch unsere Erklärerin vor Ort vermittelt und hier per Audio-Mitschritt festgehalten:

Die allererste von 40 Aufgaben der der Autoren Alexi Piovesan und Julien Prothièreaus lag vor uns aus. Zukunftsmusik waren hingegen die restlichen 39 Herausforderungen, die aufgeteilt in zehn Kapiteln, jeweils einen neuen Umschlag mit geheimnisvollem Inhalt mitbringen. Und ganz am Ende winkt noch ein „Zeitsprung“-Bonusumschlag, der das Spielgeschehen verlängern soll. Aber wir hatten erstmal genug mit Aufgabe 1 zu tun. Mal eben die zwölf verteilten Karten rund um die Uhr auslegen, sodass am Ende aufsteigende Zahlenwerte dort stehen und zwei kleine Sonderregeln beachtet sind, das sollte doch ein Kinderspiel werden. So dachten wir hochmütig. In der Auflösungsphase kam nach der zweiten aufgedeckten Karte schon die gemeinsame Niederlage für uns. Also doch nicht so einfach und deshalb gleich noch mal probiert. Diesmal klappte es besser und ich zumindest fühlte durchaus den Nervenkitzel, verdeckte Karten abzulegen, ohne sich in dieser Phase gegenseitig absprechen zu können.

Es geht also um Vertrauen untereinander und das Vertrauen darauf, dass jeder von uns weiß, was er zu tun und zu unterlassen hat. Dazu gibt es extra eine taktische Vorbesprechung, nachdem verdeckt zwölf Karten unter uns ausgeteilt worden sind. Blöd, dass die Hälfte des Kartenstapels beiseite gelegt wird und wir mal so gar keine Ahnung haben, welche Zahlenverteilung wir bei uns und bei unseren Mitspielern vorfinden werden. Einzig wissen wir anhand der Kartenrückseite, ob wir schwarze oder weiße Karten bekommen haben. Bei drei weißen Karten in unserer entspannten Viererrunde war mir somit klar, dass ich zwingend drei unterschiedliche Werte haben werde. Hilft das? Keine Ahnung, aber wir haben zumindest in Herausforderung 1 noch beliebig Zeit, das gemeinsam zu diskutieren. Und genau da sind wir eventuell bei dem Knackpunkt des ganzen Spiels angekommen.

Denn diese taktische Vorbesprechung zu Beginn einer Herausforderung entlarvt Mitspieler, die gerne den Takt vorgeben oder schlicht gemeinsame Pläne entwickeln. Eigentlich sollte an diesem Punkt des Spiels eine Diskussion entstehen, wie die kommende Aufgabe bewältigt werden könnte. Schließlich wollen wir kooperativ gewinnen und da ist der beste Plan, der von allen bevorzugte Plan. Aber wer sich überhaupt und wie intensiv daran beteiligen mag, liegt an den Mitspielenden selbst. Alphaspieler wird hierbei Tür und Tor geöffnet, sofern die späteren Herausforderungen die Planungsphase nicht weiter einschränken. Wer sich als Ideengeber oder nur Befehlsempfänger versteht, muss die Spielrunde unter sich ausmachen. Manch einem liegt die eine oder die andere Rolle auch mehr. Solange sich alle damit zurechtfinden können, ist doch alles gut. Und wenn nicht, liegt es dann an dem Spiel mit seinem kooperativen Charakter oder an Einzelnen, die kooperieren mit bestimmen verwechseln?

Somit steht und fällt Take Time mit der Spielrunde. Haben alle am Tisch den gleichen Ehrgeiz, sich in die Herausforderung reinzudenken? Ein einziger Spieler reicht aus, der das alles nicht recht verstanden hat oder auch nur weniger Lust verspürt, mitzuplanen und im späteren Ausspielen auch mitzudenken, um die Herausforderung für alle scheitern zu lassen. Spielrunden, die hier Schuldzuweisungen verteilen, sind wohl ebenso die falsche Zielgruppe wie solche, die sich nur Schulter zuckend anschauen und den eigentlichen Spielreiz in Take Time nicht sehen.

Wir in unserer Viererrunde hatten im zweiten Anlauf diese allererste und einfachste Aufgabe gelöst. Ich fand das durchaus spannend, schloss mich in unserer Nachbesprechung aber der Mehrheitsmeinung an, dass im direkten Vergleich Bomb Busters doch besser und gehaltvoller wäre. Den potenziellen Kauf hatte ich zu dem Zeitpunkt abgeschrieben. Nur wollte mich Take Time in den kommenden Stunden nicht so recht loslassen. Da hat irgendwas an meinem Spielernerv genagt, der mir zuflüsterte, dass dieses kooperative Kartenablege-Spiel noch mindestens eine weitere Chance verdient hätte. Und genau deshalb bin ich nun auf der Suche nach dem besten Angebot für Take Time, obwohl vorab so vieles dagegen sprach. Spricht das doch für einen potenziellen Spiel des Jahres Kandidaten?

Aphorismus des Monats – 2026-05

Von: Tobias
01. Mai 2026 um 00:05
orismus des Monats - Beitragsbild

orismus des Monats - BeitragsbildDen aktuellen Aphorismus des Monats (2026–05) könnte man auch sicherlich auch irgendwie mit "sprachlos" ganz ähnlich formulieren. Im Endeffekt geht es aber immer um das Gleiche: Eine stabile Haltung ist ganz wichtig! Es ist schon gemein,daß wir meist dann blaß werden,wenn wir Farbe bekennen müssen. Nikolaus Cybinski

Der Beitrag Aphorismus des Monats – 2026-05 erschien zuerst auf fjelfras.de.

Lucky Duck cuts back on “resource intensive” localisation strategy, shifts focus to developing own titles

21. April 2026 um 18:01

Lucky Duck Games, the board game publisher behind European localisations of major hits such as Dune Imperium and Cascadia, is scaling back that side of its operations to prioritise development of its own designs.

Scott Morris, the company’s global brand director, told BoardGameWire that while localisation had been an important part of the business over the years it was “resource intensive” and dependent on external factors – adding that developing in-house titles provided “more opportunity for long-term value”.

Lucky Duck has become a varied operator in the modern hobby games industry since it was founded in 2016, growing from a small design studio running Kickstarter campaigns into a global publisher, localiser and distributor with offices across Poland, the US, France, Italy and the UK.

That localisation activity has been centred most heavily around Lucky Duck’s home of Poland and early expansion country France, with the company becoming known for local language version of strategy titles and big-selling games such as Too Many Bones, Flamecraft and The Isle of Cats.

But Lucky Duck has a big hitter of its own in the Chronicles of Crime series of games, which have sold more than one million copies worldwide, and Morris told BoardGameWire the company was also “very confident” in its other recent releases Borealis: Arctic Expeditions, Purrramid and Oakspire.

He said, “We also have several games in development we have not announced yet, but we are very excited about. The team knows how to make fun and engaging games, which, at the end of the day, focus on our goal: bringing smiles to gamers everywhere.”

The French edition of Too Many Bones from Chip Theory Games, localised by Lucky Duck Games

Lucky Duck was bought by Rummikub manufacturer Goliath two years ago – and Morris said the global distribution opportunity offered by such a high-profile mass market player was part of the reason behind the strategy shift.

He said, “Since the acquisition, there has been a focus on leveraging Goliath’s global distribution network and operational scale. This includes expanding access to new retail channels and improving production and logistics capabilities.

“These changes are ongoing, but they are already opening new opportunities for our titles to reach wider audiences. We have seen significant growth in these new channels and are excited to continue to introduce our games to new retailers and customers.”

Morris was at pains to clarify that Lucky Duck is not ceasing all localisation activities, which was the impression given to some readers of a recent announcement about the changes on its French Facebook page.

He said, “I can understand how the announcement was received that way and we will work to make our announcements clearer in the future.

“We have decided to not localize some items we originally planned to, and we’re working with those partners to find the best solutions for everyone, in those situations. The decision is part of a broader strategic evolution, rather, and is not a France-specific decision.

“We are refining how we approach the different markets, with a greater emphasis on publishing and developing our own titles globally, while continuing to work with partners where the right opportunities exist.”

Some of those planned localisations which will now not go ahead include the French localisation of Cascadia Alpine Lakes, published by Flatout Games, which was only announced by Lucky Duck a few weeks ago.

Cascadia: Alpine lakes || Kickstarter image

Morris said the strategic shift did not affect the company’s Global Publishing Network operation, which is a separate business unit that acts as a localisation agency, connecting publishers and distribution buyers who localize in their regions.

He said, “Matt Goldrick leads this initiative for us and it has continued to be a stable, growing, and exciting part of the industry.”

It might appear that developing and publishing home-grown designs is a much riskier proposition than localising already popular titles which gamers are keen to get hold of in their language – but Morris said both approaches carry different types of risk.

He told BoardGameWire, “With the support of Goliath’s global infrastructure, we are in a stronger position to manage risks effectively. While localization benefits from existing demand, original publishing allows us to build long-term value, strengthen our own brand identity, and deeper our engagement with the players.

“We have a very talented design and development team in Poland, led by Michal Szewczyk, that has produced award winning games.

Toriki: Castaway Island has won several European gaming awards, [the recently-released] Purrramid was just names as a finalist for ASTRA’s best family game in their Play Awards, and of course, the highly successful and touted Chronicles of Crime series is continuing with our recent successful Kickstarter for the Beyond Doubt series of new games.”

He added, “By prioritizing internally developed titles, we have greater control over product development, timelines, and long-term brand building.”

Goliath CEO Jochanan Golad said at the time of the Lucky Duck takeover that it saw two major growth areas in games: adult party games and strategy games – but some publishers have begun to move away from larger box, complex titles and towards lighter, smaller games recently amid the fallout from last year’s US tariffs chaos.

Morris confirmed to BoardGameWire that strategy games “remain a key area of growth”, saying, “Our strategy reflects confidence in that segment, alongside opportunities in other categories.

“The Lucky Duck brand is focused primarily on strategy games… we’re both very happy with our recent releases, the reception they have seen, and our upcoming titles to announce soon!”

He added, “Tariffs have added significant pressure across the entire industry, affecting production costs and pricing strategies. It has been extremely hard to see our industry hit so negatively, and see so many people’s livelihoods, and in some cases, life’s work, stretched to, and beyond their breaking points.

“Like many publishers, we’ve had to adapt by optimizing supply chains and planning more carefully around manufacturing and distribution decisions.

“I strongly believe that our acquisition by Goliath could not have been timed better with regards to the tariff situation. Their global supply chain and logistics management helped us navigate the waters better than we could have prior to the acquisition.”

Chronicles of Crime: Beyond Doubt || Kickstarter image

Lucky Duck continues to run Kickstarter campaigns for its own designs – most recently with Oakspire, which has raised just over €133,000 with about seven days of the campaign left to run, and Chronicles of Crime: Beyond Doubt, which pulled in about €373,500 last November.

The company has hit choppy water with some of its unfulfilled Kickstarter campaigns, however, with heavy delays for €1m-raising The Dark Quarter – which was initially expected to deliver to backers in October 2023 – and Into the Godsgrave, which was slated for fulfillment in December 2024.

Morris said of Into The Godsgrave, “As with many large-scale projects, with unique designs, timelines can shift due to the complexity of production, logistics, and ensuring the final product meets expectations.

“The team has prioritized quality and delivery experience, which has contributed to the revised timeline. Our team, specifically Ben Poole our community manager, has worked hard to keep everyone updated through our project updates as to the status and milestones.

“We’re excited to get that game into players hands and on their tables. It’s a very fun and unique experience that I believe will impress.”

Regarding The Dark Quarter, he added, “Similar factors applied here, particularly around production and app development, plus global logistics challenges. Goliath’s strengths here will help us mitigate those risks in the future.

“We’ve worked hard to ensure the final product met the standard expected by backers, even if that required additional time and we have seen many positive responses as fulfillment progressed.

“I’m paraphrasing a famous quote, but as a wise man once said, a delayed game can be eventually good but a rushed game can be forever bad.”

The post Lucky Duck cuts back on “resource intensive” localisation strategy, shifts focus to developing own titles first appeared on .

The Life & Games of Quintus Fabius Maximus Verrucosus (Cunctator), #1

19. April 2026 um 17:47

We have done quite a few board game assisted biographies on this blog. Today, we are going farther back in time than ever to cover the life & games of the Roman statesman whose life is half shrouded in myth: Quintus Fabius Maximus Verrucosus. You might know him as Fabius Cunctator – Fabius the Delayer. Without further delay, we’ll get right into the first part of his life – his origins, early career, and, when he was already one of the pre-eminent Roman statesmen of his time, the defining event of his life: The war against Hannibal in which he took on an extraordinary office. Let’s go!

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The Aristocrat: Origins

You may have wondered about Fabius’s long name above. This is a good opportunity to look at Roman naming customs, which tell us a little about Fabius, and a lot about the Romans. Quintus was his given name (the Romans used only around 20 given names for boys, and the five most common names (Quintus being one of them) already made up more than three quarters). Fabius was his family name, marking him as a member of the gens Fabia. The three remaining names were various kinds of nicknames – Maximus (“the greatest”) was a name he had inherited from an ancestor, Verrucosus (“the warty one”) he had received himself for a wart on his upper lip, and Cunctator (“the Delayer”) he earned for… well, we’ll get to that.

The Romans were big on family, and so the second name would have been the most important one to them. We’ll thus stick to calling our protagonist Fabius. He might have been even prouder of his family than the average Roman, as his was the patrician gens Fabia, one of Rome’s great aristocratic families. From his birth around 280-275 BCE on, Fabius was thus destined for a political and military career.

We do not know much about his early life. Fabius’s ancient biographers assert that he was deliberate to the point of slowness, but this seems like projecting his later fame of “delaying” back to his youth to maintain unity of character. In any case, Fabius was anything but slow in his career.

Young Roman nobles were expected to gain some military experience. Fabius could do so in the First Punic War, a protracted struggle (264-241 BCE) with Carthage over the control of Sicily and Sardinia. Rome won, mostly due to the almost bottomless manpower from which it could recruit – in addition to the city itself, Rome had founded many colonies all over Italy, and was allied to almost every other city on the Italian mainland. Fabius’s insights into generalship and Rome’s system of alliances would come in handy later.

Rome’s manpower advantage over Carthage is represented by the many Allied Auxiliaries cards in Hannibal & Hamilcar (Jaro Andruszkiewicz/Mark Simonitch, Phalanx).

Cursus Honorum: The Early Career

Well-born Roman men with ambitions could not but go into politics. The Republic offered several elected offices for which they competed. Usually, these were taken one after another in a fixed sequence (the cursus honorum (“course of honors”)), but the rules were not as fixed in Fabius’s 3rd century BCE as they would become later. Thus, Fabius was elected to the lowest office (the quaestorship, responsible for financial administration) twice (first in 237), but, after climbing the second rung on the ladder (the aedilate), he skipped the third (the praetorship) altogether. Instead, he ran the highest office (the consulate) only four years after his quaestorship. The people of Rome elected him consul for the year 233. Fabius had fulfilled all ambitions which a regular Roman noble could have.

Fabius as represented in The Republic of Rome (Richard Berthold/Don Greenwood/Robert Haines, Avalon Hill): While his military value of 5 is excellent, his influence of 3 is only middling (and probably underestimates the sway Fabius held over the Republic for two decades). From the Vassal implementation.

Yet Fabius was not content to be just any Roman noble. While his domestic pursuits were unremarkable – he unsuccessfully opposed a law introduced by the tribune of the plebs Gaius Flaminius which distributed lands in northern Italy to military colonists – he defeated the Ligurians during his consulate and was awarded a triumph for it. That was an extraordinary honor, rarely bestowed. Given that his victory was won against a rather minor enemy, that spoke of Fabius’s political clout.

The triumph was the greatest honor that could be bestowed on a victorious Roman general – and it affirmed the Roman belief in the righteousness and victoriousness of their cause.

Fabius left his consulate as one of the first men in Rome. He consolidated his political power even further, attaining the censorship (an office elected only every five years and correspondingly rare, even amongst former consuls) in 230 BCE, and, in contradiction to traditions prohibiting the repetition of high offices, became consul again in 228. Then, he used his good contacts to the Greek world to ensure that Romans could, for the first time, participate in the Isthmian Games. Two consulates and a censorship would ensure Fabius’s political primacy for the rest of his life.

Ten years after the end of his second consulate, Hannibal invaded Italy.

Invasion: Hannibal in Italy

Carthaginian-Roman relations had remained difficult after the end of the First Punic War. With Rome in control of the islands, the Carthaginians had diverted their energy to Spain. Their leading family, the Barcids, had carved out a large and prosperous colonial empire there. To avoid conflict with Rome, the two empires agreed on a division of spheres of influence. When the Carthaginians clashed with the city of Saguntum, it applied to Rome for help. The Romans resolved to aid Saguntum, even though the city lay in Carthage’s sphere of influence. Some of the ancient authors report that Fabius led a senate faction which favored negotiations over war with Carthage, others – like the generally reliable Polybius – oppose this interpretation. In any case, the hawks prevailed and war was declared on Carthage. The Romans sent an army to Spain, but the Barcid commander Hannibal seized the initiative by skirting the Roman force and crossing the Alps into Italy. Hannibal defeated a Roman army under Publius Cornelius Scipio (the father of Scipio Africanus) at the Trebia river and allied himself with the Gallic tribes in upper Italy. Fabius counseled that Rome avoid engagement with Hannibal and instead rest on its superior strength to wear him out.

In the second year of the war, the two Roman consuls (one of them Gaius Flaminius, Fabius’s opponent from his first consulate) each awaited the Carthaginian army in defensive positions on either side of the Apennine mountains, ready to support each other. Yet Hannibal snuck through the mountains, got into Flaminius’s back, and annihilated his army in a surprise attack on the shores of Lake Trasimene.

Setup for the Lake Trasimene scenario from Commands & Colors: Ancients (Richard Borg, GMT Games): You can see the Romans pinned against the shores of the Lake when the Carthaginians began to emerge from their covered positions in the hills and forests north of the lake. Image from CommandsAndColors.net.

One of Rome’s consuls was dead, the other cut off from the city by Hannibal’s army. The Romans resorted to this leadership crisis with an emergency measure: There was one office whose holder did not have to consult with a colleague – the dictator. Now was the time for such a man.

Dictator: Fabius vs. Hannibal

Traditionally, a dictator would be appointed by the two consuls. Yet one of them was dead and the other cut off from Rome. The remaining senators took matters into their own hands and had the popular assembly elect Fabius dictator. Having an additional experienced general in a crisis offers some advantages, as the Roman player in Hannibal & Hamilcar (Jaro Andruszkiewicz/Mark Simonitch, Phalanx) can attest: The Dictator event places an additional general (whose requirement of a strategy/battle rating of 3-3 makes it likely that it will be Fabius, as there is only one other general of this kind in the game) in Rome, and, as the advantages of unified command are lost in a game which has unified command (the player) anyway, also gives three combat units as a boon.

Another perspective on the office is found in The Republic of Rome (Richard Berthold/Don Greenwood/Robert Haines, Avalon Hill): As all players represent individual Roman factions, putting a dictator in charge can save the Republic from all too many military challenges – but it also runs the risk of making the dictator too powerful to be contained in the political competition of the republic.

Fabius, for one, was all taken up by the current crisis when he was named dictator. He identified the crisis as not only military, but also psychological: The catastrophe at Lake Trasimene had shaken the Romans’ confidence that they would eventually win through their own courage, the help of their allies, and the benevolence of the gods. Fabius began at the latter end. As the highest public official, he was also responsible for attending to religious rites, and he made sure to give them immaculate attention. His ostentatious piety included vowing large public sacrifices to the gods in the coming season, and personally, he promised to build a temple to Venus Erycina, a goddess associated with the gens Fabia.

The religious aspect of Roman life is rarely well understood by modern, secularized, audiences. Board games also don’t get it right very often. The Republic of Rome includes priesthoods which can be conferred on characters (the historical Fabius was a member of the priesthood colleges of both the augurs and the pontifices), but the in-game effect is abstract – it just increases their voting power. Only the pontifex maximus (Rome’s highest priest, literally the “greatest bridge-builder”) has an additional function, as he can veto political proposals (on the grounds that the omens are not favorable). Omens are also the only way in which religion features in Hannibal & Hamilcar: The Good Omen event allows the player to manipulate a die roll.

Religion, the foundation of ancient culture, as a one-time effect.

The two games thus present two differing interpretations: Republic of Rome’s priests are – much like any other Roman aristocrat, from whose ranks they are recruited – concerned with the political advancement of their faction and will use their religious powers as an other tool in this political competition. Hannibal & Hamilcar’s recipient of “good omens” seems to be in fact blessed by the gods (as the omens can manipulate the impact of crossing a difficult mountain pass or the likelihood that a Carthaginian fleet carries reinforcements over the Mediterranean Sea). Neither the former opportunism nor the latter true belief captures the social and cultural importance of ancient religion (without subscribing to the particular Roman form of polytheism) fully, pointing to a certain blind spot in board games.

Fabius’s religious restoration has found less attention among modern readers than his military response to the crisis at hand. In short, after the defeats at the Trebia and Lake Trasimene, Fabius refused to meet Hannibal in a pitched battle. Instead, his army shadowed Hannibal’s, hoping to chip away at his supplies. Such a gradualist, but tenacious approach continues to be referred to as a “Fabian strategy” until today.

Despite Rome’s bad experiences with field battles against Hannibal, the strategy was unpopular. Romans were used to fighting – and winning – battles. Refusing them smacked of defeatism, if not straight-up cowardice. Fabius’s nickname Cunctator (“the Delayer”) stems from the early days of his dictatorship, and it wasn’t meant as a compliment.

The strategy was also initially not successful. Closely observing Hannibal’s army from unattackable positions did nothing to the counter the desolation the Carthaginians visited on the lands of Rome’s allies whose loyalty to Rome now faded. And the one time when Fabius had Hannibal cornered at the plains of Ager Falernus (in September 217 BCE), the Romans were duped: Hannibal feigned a nocturnal attack on the pass by tying wooden torches to the horns of 2,000 oxen, lightly guarded by some of his troops. which resembled an advancing army at night. The Romans, led by Fabius’s second-in-command Marcus Minucius Rufus, engaged in a confused melee in the dark (against Fabius’s explicit command) while Hannibal slipped away by another route with his main force.

Fabius’s reputation reached its nadir after the battle of Ager Falernus. Minucius Rufus was among the Dictator’s many critics. Fabius’s tenuous political position is evidenced by the senate practically appointing Minucius Rufus his co-dictator with an independent command of part of the army – but both parts were to operate in conjunction. Minucius Rufus eschewed Fabius’s careful positioning of the army on the hills to avoid battle and moved into the plains at Geronium to engage Hannibal. He got his wish… but not the way he wanted: Hannibal’s small force at Geronium turned out to be bait, and the reinforcements which Hannibal had hidden nearby started mauling Minucius Rufus’s army. Fabius swept down from the hills with his army. Now Hannibal was under attack from both sides and retreated. While Minucius Rufus’s army had suffered outsized casualties, the battle had not turned into a third disaster.

With Minucius Rufus taken down a few notches – he had to come to Fabius’s camp after the battle and hail him as his second father for the gift of his life – the challenge to Fabius’s authority was met. Yet Fabius was still not popular, and after his six-month term as dictator expired, he returned to private life.

You know who didn’t return to private life? – Hannibal, that’s who. And thus we’ll have a second post on Fabius’s life!

Games Referenced

Hannibal & Hamilcar (Jaro Andrusziewicz/Mark Simonitch, Phalanx)

Commands & Colors: Ancients (Richard Borg, GMT Games)

The Republic of Rome (Richard Berthold/Don Greenwood/Robert Haines, Avalon Hill)

Further Reading

Plutarch’s biography of Fabius (which prizes unity of character over historical accuracy) can be found in an English translation here.

Polybius’s Histories which deal with the rise of Rome in the Mediterranean including the Second Punic War are online in an English translation here.

Fabius has found remarkably little attention by modern biographers. If you read German, I recommend this short, but insightful piece on him: Beck, Hans: Quintus Fabius Maximus. Musterkarriere ohne Zögern [Quintus Fabius Maximus. Model Career without Delaying], in: Hölkeskamp, Karl-Joachim/Stein-Hölkeskamp, Elke: Von Romulus zu Augustus. Große Gestalten der römischen Republik [From Romulus to Augustus. Great Characters of the Roman Republic], Beck, Munich 2000.

Vaesen: City of my Nightmares – Revolution in Stockholm (Rezension)

16. April 2026 um 09:00

CoN - BannerEine neue Kampagne für das Wohlfühl-Horror-Rollenspiel Vaesen führt Charaktere nach Stockholm. Dort, in der schwedischen Hauptstadt des 19. Jahrhunderts, wird gerade die Autorität des Königs infrage gestellt. Die Charaktere aber haben ganz andere Sorgen, denn sie wurden gerufen, um einen Mörder zu fangen, dem die Polizei nicht habhaft werden kann.

Dieser Beitrag wurde von Norbert Schlüter geschrieben

Hokus Pictus

16. April 2026 um 02:33

Hokus Pictus ist ein magisches Mal- und Ratespiel, das Kinder und Erwachsene mit einfachen Regeln, gutem Spielmechanismus und magnetischem Zauberstab verzaubern möchte. Ist das Janet Kneisel und HUCH! gelungen? Unsere…

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kritisch gespielt: Postcards

Von: Tobias
11. April 2026 um 21:59
Postcards - Box

Postcards - BoxPostcards von Eric Dubus und Simon Kayne – erschienen bei Elznir Games Im Jahr 2025 beförderte die Deutsche Post rund 96 Millionen Postkarten. Als Vergleich dazu: im Jahr 2017 waren es rund 195 Millionen Postkarten. Das ist einerseits ein enormer Rückgang, andererseits bin ich aber überrascht, dass überhaupt noch so viele Postkarten versendet werden. Somit besitzt POSTCARDS also […]

Der Beitrag kritisch gespielt: Postcards erschien zuerst auf fjelfras.de.

Dragon Eclipse

Von: Bill
11. April 2026 um 08:00

Ich muss sagen, ich habe eine schier endlose wirkende Odyssee des Wartens auf dieses Spiel hinter mir (Horst und Björn können mein Klagelied wahrscheinlich mittlerweile auswendig mitsingen), als hätte ich auf die Sonnenfinsternis durch die Zwillingsmonde selbst gewartet – was natürlich eine Anspielung auf das Namensgebende Ereignis des Spiels ist. Dieses erreichte mich mehr als ein Jahr nach Erscheinen der englischen Version und damit fast ein viertel Jahr nach Beginn der deutschen Auslieferung. Daher lautet nun die Frage: Kann es mich noch immer überzeugen? Konnte es das überhaupt von Anfang an? Kann es meine Erwartungen erfüllen, wenn ich dafür auf einen Einstieg in das Magic-System verzichtet habe und man einen Pokémon-Ableger erwartet? Schauen wir uns mal meine Ersteindrücke an!


Steckbrief

SpielDragon Eclipse
VerlagAwaken Realms
Veröffentlichung2025
IdeeAndrzej Betkiewicz, Kamil ‚Sanex‘ Ciesla, Wojciech Frelich
IllustrationBozena Cadzyriska, Lukasz Cywinski, +8 mehr
Rating (BGG)8,4 (ca. 1.300 Ratings)
Komplexität (BGG)Kennerspiel
SpielweiseKooperativ oder Solo (wohl der Spielkern), Kompetitiv
MechanikenDeckbuilding, kartenbasiertes Kampfsystem, Mystlingfähigkeiten ausprobieren

Eindruck von der Bühne

Die Welt wurde niedlich gezeichnet und wird narrativ ebenso süß dargestellt. Man stellt einen der vielen Bändiger von Kreaturen dar, die in etwa der Welt von Pokémon entspringen könnten. Bei dem Hauptspiel handelt sich im Kampagnenmodus den man alleine spielt mit der Möglichkeit kooperativ zu zweit im Kampf gegen andere Kreaturen, sogenannte Mystlinge anzutreten. Wobei die zum Teil fluffig-niedlich illustrierten Gegner gegen ein Spieler-Duo natürlich um einiges stärker sind. Allerdings bemerkt man an allen Ecken und Enden, dass die Welt eigentlich für nur einen Bändiger geschrieben wurde, gehen die Texte doch immer nur auf eine Person ein. Ich stelle es mir aber auch beinhart vor, einen romanlangen Text zu schreiben der sowohl per Du wie auch im Plural funktioniert ohne dabei seltsam gestellt zu wirken. Also Schwamm drüber, das ist schon in Ordnung. Mit dieser kleinen Einschränkung kann man sich doch arrangieren.

In der Kampagne ist man also wie angedeutet sehr viel Text ausgeliefert. Ich mag das persönlich gerne, aber man muss sich klar darüber sein, dass die zum Teil sehr langen Passagen einen Großteil der Spielzeit ausmachen. Immer wieder kommt man auf wirklich schön gestaltete Kartenelemente mit Verweisen in das Skript, zum Untersuchen des Standortes und lösen von kleineren Rätselelementen. Kleine Talentproben tauchen immer mal wieder auf. Sie folgen dabei stets einem mechanisch recht einfachen Muster, ohne Bezug auf irgendwelche Eigenschaften, die man auch einfach nicht besitzt. Es handelt sich dabei eher um ein Push-Your-Luck-Element, das man mit der Ausrüstung gelegentlich beeinflussen können.

Caerberg, unsere niedliche Heimatstadt – der erste Ort. Hier beginnt das Spiel

Das Mechanisch wichtigste Elemente, welches den Kern des Spiels ausmacht, ist jedoch die Arena. In der Geschichte treffen wir dabei immer auf verängstigte oder ihr Revier verteidigende Mystlinge, welche dann gegen unsere gebändigte Lieblingskreatur antreten muss. Der Kampf folgt dabei einem recht einfachen Kartenmechanismus: Man hat stets drei Karten auf der Hand und zieht am Anfang der Runde eine Karte und nimmt Kraftpunkte, welche in genügender Anzahl z.B. die Sonderfähigkeiten unseres Schützlings auslösen können. Danach spielt man eine Karte aus. Diese haben eine große Menge an unterschiedlichen Effekten. Wer Spiele wie Pokémon oder Magic kennt, wird sich hier recht schnell wiederfinden. Es gibt bislang stets drei mögliche Enden eines solchen Kampfes: man verliert, man gewinnt oder das Wesen kann gebändigt werden. Letzteres will man natürlich erreichen, da so die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Mystlinge vergrößert wird.

Die Kartenauslage einer spielenden Person.

Wie bei Awaken Realms wohl üblich, wird das Spiel mit einer übergroßen Box und weiteren Spielmodi ausgeliefert. Es gibt den reinen PvP-Arenamodus, in dem zwei Spieler jeweils eine der bislang freigestalteten Kreaturen gegeneinander antreten lassen. Hierbei fühlt man sich den genannten Trading-Card-Spielen wohl am Nächsten. Dazu kommt noch ein Rouge-Lite-Modus, hier muss man alleine einem Pfad folgen und so vielen Kämpfe wie möglich siegreich hinter sich bringen, wie man kann.


Groupie auf Tour

Die Geschichte erscheint eher generisch ist aber gut geschrieben. Es wird wohl nicht sehr episch sondern beschreibt eher den Weg durch die Welt um einen Mystling nach dem anderen freizuschalten und dabei dessen Fähigkeiten kennenzulernen. Daran wird sich wohl kaum etwas ändern, zumindest gehe ich nicht davon aus. Aber es regt meine Neugier ausreichend an um es wieder und wieder spielen zu wollen, besonders, da es das Spielinteresse meine jüngeren Tochter wieder aktiviert hat, was mich doch sehr glücklich macht. Die Arenakämpfe benötigen ausreichend Taktik um Spannung am Tisch zu erzeugen. Eine ausführlichere Rezension wird wahrscheinlich aber nicht folgen. Ich habe oben bereits fast alles zur Mechanik gesagt und alles weitere birgt nur eine Gefahr von Spoilern der Geschichte.

Kurzfazit: Das Spiel gefällt meiner Tochter und mir tatsächlich gut und wird weitergespielt. Der Nachfolger, ein eigenständiges Spiel mit neuer Story aber der selben Mechanik wurde auf Gamefound bereits von mir unterstützt.


Konzertmitschnitte

Sich vergrößernde Weltkarte
Spielerauslage
Unsere beiden Haudegen
Kampfpanorama
Der Emberling gegen das Firple
Gegnerkarten
Caerberg – Startumgebung

Hintergrundbild by Awaken Realms

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