Normale Ansicht

And the Sylvester 2025 goes to

31. Dezember 2025 um 12:40
Jetzt ist das Jahr schon fast wieder vorbei. Was Spielejahrgänge betrifft, war das eines der ruhigeren. Zwar hat sich meine Sammlung vergößert, aber im Wesentlichen um kleine Spiele. Kann man zu viele kleine Spiele haben? Keine Ahnung, ich probiere das gerade aus. Wenig “großes” fand ich wirklich originell und spannend. Selten hat mir mein Spielepreis […]

Jahresrückblick 2025

31. Dezember 2025 um 08:00

Gefühlt hat 2025 gerade erst angefangen, und „schwupps“, es ist vorbei. Liegt es am Älterwerden? Oder daran, dass so viel passiert ist? Neuwahl, Trump – aber eben auch in der Brettspielwelt.Meinen Blog bespiele ich nun seit gut eineinhalb Jahren voll. Ich befinde mich also noch in der „Kleinkindphase“ und lerne stetig dazu. Das spiegelt sich auch in den Beiträgen und der Struktur des Blogs wider.

Quelle

Gern gespielt im Dezember 2025

31. Dezember 2025 um 00:01

REBIRTH: Dass jedoch ausgerechnet alten Burgen und Kathedralen eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau Schottlands angedichtet wird, kommt mir so widersinnig vor, als wollte jemand der Klimakatastrophe tatsächlich mit rückwärtsgewandter Wirtschafts-, Verkehrs- und Energiepolitik begegnen. Oh wait ...

OLIVA: Olivenöl für uns alle.

TORIKI: Club der klugen Kinder.

SALTFJORD: Fisherman’s friend.

ARTENGARTEN: Lass dir raten, leg ’nen Garten.








UND AM LIEBSTEN GESPIELT IM DEZEMBER:

TAKE TIME: Gemeinsam die Uhr lernen.






Von den Niederlanden bis Italien: europäische Spielekultur

30. Dezember 2025 um 17:17

Cannes, Berlin, Assen, Lucca – im Jahr 2025 habe ich nicht nur an der Spiel-des-Jahres-Zeremonie teilgenommen, sondern war auch bei den drei wichtigsten Jury-Awards außerhalb Deutschlands dabei. Der As d’Or wurde bereits im Februar an der Côte d’Azur vergeben. Im Herbst war ich bei der Verleihung des Nederlandse Spellenprijs in Assen und des Gioco dell’Anno in Lucca. Zudem habe ich die Gelegenheit genutzt, mir die länderspezifischen Spielekulturen anzuschauen. Meine Eindrücke habe ich in einem Artikel für die spielbox aufgeschrieben, der in der aktuellen Ausgabe erschienen ist, ein Bericht aus Cannes war bereits in der spielbox Nr. 2 zu lesen.

Lucca

Diskussion mit Cynthia Reberac (As d’Or) und Fabio Cambiaghi (Lucca Games Awards). Neben dem Sofa: Die Dolmetscherinnen sowie die Moderatoren Massimiliano Calimera und Matteo Boca.

Im Rahmen der Lucca Comics & Games wurde auf einem Panel über einen Vergleich der Spieleawards in Europa diskutiert. „Ich habe zwei Hüte auf“, sagte Cynthia Reberac. Sie leitet sowohl das Festival des Jeux in Cannes als auch die Jury des As d’Or – Jeu de l’Année, nimmt jedoch nicht an den Entscheidungen über die Spiele teil. Ein solche feste Verbindung zwischen dem Spiel des Jahres und der Spielemesse in Essen kennen wir nicht, allerdings gab es in den Anfangsjahren wichtige Berührungspunkte. Jürgen Herz, Mitbegründer der Jury und aus Essen stammend, trug maßgeblich dazu bei, dass die erste Preisverleihung 1979 in der Volkshochschule (VHS) der Ruhrgebietsstadt stattfinden konnte. Als 1983 die erste Spielemesse stattfinden sollte, die als Lesertreffen der im Vorwärts-Verlagshaus erscheinenden spielbox geplant war, trat er mit dem Vorschlag an den Chefredakteur heran, auch dieses Event in der Essener VHS durchzuführen, und knüpfte mit Erfolg die nötigen Verbindungen.

Lucca

Mit Giorgia Moroni, Presidente der Jury Gioco dell’Anno, Vieri Masseini, Stefano De Carolis und Samuele Tabellini. De Carolis von Giochi Uniti ist der italienische Verleger des Hans-im-Glück-Spiels Botanicus, dessen Autoren Masseini und Tabellini sind. Botanicus ist das Siegerspiel beim Gioco dell’Anno und in der Kennerspielkategorie des Nederlandse Spellenprijs.

In Italien ist der Gioco dell’Anno Teil der Lucca Comics & Games und ähnelt somit der Situation in Cannes, wie Fabio Cambiaghi in der Panel-Diskussion erzählte. Ein Unterschied ist, dass die italienische Jury mit Giordana Moroni eine eigene Vorsitzende hat und diese Tätigkeit nicht in Personalunion von der Messeleitung ausgeübt wird. Fabio Cambiaghi ist Vorsitzender der Jury der ebenfalls zu den Lucca Games Awards zählenden Auszeichnung für den Board Game Designer of the Year (und deren Jury ich als internationaler Vertreter angehöre).

Lucca

Das große Zelt der Lucca Games ist der größte Ausstellungsbereich des bedeutendsten popkulturellen Festivals Italiens. 2025 wurden auf der Lucca Comic & Games 280.000 zahlende Besucherinnen und Besucher gezählt.

Die französischen und italienischen Preisverleihungen finden jeweils im Rahmen einer festlichen Galaveranstaltung statt und sind fester Bestandteil des Festivals des Jeux beziehungsweise der Lucca Comics & Games. Beim Spellenprijs findet die Award-Zeremonie hingegen an wechselnden Orten in der niederländischen Provinz statt, zuletzt im Spielzeugmuseum in Terschuur und in der Spellenwereld in Assen. Das war aber nicht immer so, wie mir der Jury-Vorsitzende Niek Ederveen erzählte. Bis zur Corona-Pandemie wurde der Preis am Vorabend des Spellenspektakel vergeben, der großen niederländischen Spielemesse. Das war jedoch nicht besonders festlich, da zeitgleich an den Nachbarständen noch der Aufbau stattfand. Durch die vier Wochen früher terminierte Preisverleihung hätten die Verlage nun die Möglichkeit, sich vorzubereiten und die Siegerspiele auf der Utrechter Spielemesse angemessen zu präsentieren, so Ederveen.

Assen

Eine Ausstellung am Rande der Preisverleihung im Café und Museum Spellenwereld in Assen: 25 Jahre Nederlandse Spellenprijs.

Um den niederländischen Spielepreis zu finanzieren, erhebt die Jury von den Verlagen einen freiwilligen Beitrag von 125 Euro bei einer Teilnahme an der Preisverleihung und erhält Freiexemplare aller neun nominierten Spiele. Diese werden dann im Rahmen einer Lotterie auf dem Spellenspektakel in der Messe Utrecht verlost. Dort betreibt die Jury einen großen Stand, der ihr kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Niek Ederveen, Vorsitzender der Jury des Nederlandse Spellenprijs, verlost die nominierten Spiele auf dem Spellenspektakel in Utrecht.

Der Nederlandse Spellenprijs wurde diesem Jahr 25 Jahre alt. Ursprünglich war der Preis eine Internetumfrage, für die eine Jury zuvor eine Auswahlliste zusammenstellte. Als der Bekanntheitsgrad des Preises größer wurde, begannen einzelne Verlage, gezielt zur Teilnahme zu mobilisieren. Da es zudem möglich war, mehrfach abzustimmen, litt die Glaubwürdigkeit des Ergebnisses. Erwin Broens war von Anfang an dabei und hat mitgeholfen, den Award auf ein Jurymodell umzustellen. Er erinnert sich noch gut daran, wie er sich damals während der Spiel in Essen mit deutschen Jurymitgliedern traf, um sich über die Arbeitsweise auszutauschen. Essen, die Hauptstadt des Brettspiels, liegt kaum mehr als 60 Kilometer hinter der Grenze. „Wir haben die Spiele immer schon auf Deutsch gespielt, bevor sie in den Niederlanden erschienen sind“, erinnert sich Erwin Broens.

Utrecht

Das Spellenspektakel im Jaarbeurs Utrecht ist mit 33.000 Besucherinnen und Besuchern die größte Spielemesse in Benelux.

Für den Gioco dell’Anno, der sich bei seiner Gründung ebenfalls am deutschen Vorbild orientierte, gilt Ähnliches. Zwar gibt es auch italienische Spiele von namhaften inländischen Verlage wie Cranio Creations, dV Games, GateOnGames oder Horrible Guild. Es dominieren jedoch die lokalisierten Spiele aus dem Ausland. „Sehr oft wurden einige Titel bereits vor ihrer Veröffentlichung in Italien in englischer oder deutscher Ausgabe getestet, da viele unserer Jurymitglieder an Veranstaltungen wie der Messe in Essen teilnehmen“, sagt Giordana Moroni, die Vorsitzende der italienischen Jury. Gleichwohl sei es wichtig, auch die italienische Ausgabe zu spielen, denn „die Lokalisierung ist ein wichtiger Faktor im Bewertungsprozess“.

Firenze

Frecciarossa, Eurostar, ICE, NS Intercity, ÖBB Nightjet, TGV inOui: Zwischen dem Ruhrgebiet und den europäischen Spielemessen und Preisverleihungen habe ich 2025 Tausende Bahnkilometer gesammelt.

Wer über das Spellenspektakel in Utrecht läuft, sieht, dass der dortige Spielemarkt noch stärker als in Deutschland, Frankreich oder Italien von lokalisierten Titeln dominiert wird, die zuvor bei ausländischen Verlagen erschienen sind. Niederländische Eigenproduktionen findet man nur selten. Wenn man die multinationalen Verlage Asmodee, Goliath und Jumbo außer Acht lässt, ist 999 Games der bedeutendste Aussteller der Messe in Utrecht. Niki Plijnaar ist bei dem Verlag als „Head of Procurement“ für den Erwerb und die Entwicklung der lokalisierten Spiele zuständig und hat deshalb Kontakte in viele Länder, etwa auch zu Giochi Uniti, dem für Lokalisierungen wichtigsten Verlag in Italien. Es ist für die beteiligten Verlage oft von Vorteil, wenn man sich abspricht und die einzelnen Länderausgaben gleichzeitig produziert werden, auch wenn die Märkte überall unterschiedlich funktionieren. In den Niederlanden ist das Brettspiel in der Gesellschaft vergleichsweise breit verankert. Das sei in Italien nicht der Fall, sagt Plijnaar. Da ein Teil ihrer Familie dort lebt, weiß sie: „In Italien findet das Leben im Freien statt.“

Mehr über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der niederländischer und italienischer Spielekultur sowie über die Preisverleihungen in Assen und Lucca könnt ihr in der spielbox Nr. 7 Dezember 2025–Januar 2026 nachlesen. » spielbox
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Meister Makatsu

30. Dezember 2025 um 08:09

Ich frage mich: Warum gefällt mir dieses Kartenspiel so gut? Im Kern geht es bei „Meister Makatsu“ (Amigo Spiele) um Stiche. Klar, das spricht mich generell an. Auch das Prinzip, dass ich überhaupt keine Stiche bekommen möchte, mag ich. Schließlich empfinde ich großen Reiz darin, bei Stichansagespielen wie „Skull King“ eine Nullrunde anzukündigen. Aber hier weiß ich von vornherein, dass ich scheitern werde. Ich werde keine optimale Partie hinlegen. Theoretisch wäre das möglich, ist praktisch aber noch nicht vorgekommen. Jedenfalls nicht in meinen Partien. Ja, ich weiß: Das alles klingt so, als würde dieser Titel von Reiner Knizia eine negative Atmosphäre erzeugen. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Regeln brechen mit bekannten Mustern. Und zwar gleich mehrfach: Jede Person ist pro Stich reihum zweimal an der Reihe und spielt jeweils eine Karte aus – und zwar ganz ohne Bedienzwang. Es gibt keine Trumpffarbe, sondern nach jedem Stich werden alle drei Farben ausgewertet. Wer jeweils die höchste Zahl beigetragen hat, kassiert Minuspunkte. Dazu gleich mehr.

Wie bei Meister Makatsu die Handkarten gemanagt werden

Der Clou in diesem Spiel von Reiner Knizia ist aber der Handkarten-Mechanismus: Pro Stich ziehe ich vier Karten von meinem persönlichen Deck auf die Hand. Die beiden, die ich nicht ausspiele, kriege ich später wieder auf die Hand. Aus dem ersten Durchgang nehme ich die Hälfte meiner 24 Karten mit in den zweiten, im finalen dritten Durchgang muss ich dann in zwei Stichen noch vier meiner verbliebenen sechs Karten ausspielen. Achtung dabei: Wer keine Ordnung hält, kann beim Nachziehen durcheinander kommen. Was ist der aktuelle Nachziehstapel? Welche hatte ich schon ausgespielt? Welche sind bereits für die kommende Runde reserviert?

Meister Makatsu

Klar ist auf jeden Fall: Mit Ausnahme von zwei müssen alle Karten irgendwann auf den Tisch. Wann also spiele ich meine hohen Karten aus? Jeder hat zu Beginn in seinem Deck jeweils die Zahlen von eins bis acht in den Farben blau, orange und violett. Die Konstellationen, die sich aus Zufall und Taktik ergeben, machen jede Partie erlebenswert. Denn Knizia hat sich noch zusätzliche Kniffe einfallen lassen.

Die Farben haben unterschiedliche Auswirkungen. Die höchste blaue Karten im Stich bringt einen Minuspunktechip, bei orange muss ich zwei Tokens nehmen. Und bei lila gibt es neben einem Chip den Zwang, den nächsten Stich zu eröffnen. Das ist meistens ein Nachteil, weil ich nicht auf die Karten der Konkurrenz reagieren kann.

Risiko kann bei „Meister Makatsu“ belohnt werden

Mitunter entpuppt sich das Ausspielrecht aber auch als Vorteil. Denn bei einem Gleichstand gehen die Minuspunkte an die Person, die zuletzt eine am Gleichstand beteiligte Karte aus der Hand gezogen hat. So kann das Risiko, mit einer Acht rauszukommen, durchaus belohnt werden. Dann nämlich, wenn noch eine weitere Acht dieser Farbe folgt. Andererseits lädt ein solches Vorgehen natürlich alle anderen ein, hohe Karten loszuwerden. Blöd nur, wenn man dann keine Karte dieser Farbe auf der Hand hat.

Der wesentliche Grund, hohe Karten früh auszuspielen liegt, ist aber ein anderer: Mit jedem neuen Durchgang drohen mehr Minuspunkte. In Runde eins steht jeder Chip für einen Minuspunkt, in Runde zwei für zwei und in Durchgang drei – ja, genau – für drei. Lieber früh wenig Miese kassieren als später viele. Aber. Wenn alle so denken, ballen sich im Finale auch schon mal die kleinen Werte, sodass die dritte orangefarbene Eins im Stich den Zuschlag erhält. Macht zwei Dreier-Minuschips. Sehr zur Freude aller anderen.

Darum gefällt mir „Meister Makatsu“ so gut

Zurück zur Eingangsfrage: Warum also gefällt mir „Meister Makatsu“ so gut? Weil ich mich über jede hohe Karte freue, die ich ohne Folgen loswerden kann. Ich murre, wenn ich ungünstig nachziehe. Ich jubele, wenn ich am Schluss zwei Achten übrig habe. Ich feixe, wenn andere Minuspunkte kassieren, weil sie mit mir die höchste Karten ausgespielt haben, nur später halt. Die Grundregeln sind einfach, die Entscheidungsdichte ist hoch, der Spielfortschritt schnell. Stark!

Übrigens: Der namensgebende Meister Makatsu ist laut Spielanleitung Lehrmeister der Ninjas. Die Kämpfer, also die Karten, müssen sich in Prüfungen beweisen. Aha! Inhaltlich egal, grafisch jedoch wunderschön umgesetzt. Zumindest die „Meister Makatsu“-Figur hat auch einen praktischen Zweck. Sie zeigt an, wer den nächsten Stich eröffnen muss. Und sie fungiert als Tie-Breaker: Sollte am Ende mehrere Personen gleichauf bei den wenigsten Minuspunkte liegen, gewinnt der Spieler, der den Meister bei sich hat – selbst dann, wenn er gar nicht am Gleichstand beteiligt war. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Meister Makatsu | Amigo Spiele | Reiner Knizia | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | 30 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★★☆ (stark)

LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Ein Geschenk für Regelleser

30. Dezember 2025 um 08:00

Letztens war Weihnachten – falls ihr es nicht mitbekommen haben solltet. Passend zur Jahreszeit habe ich öfter ein kleines Kartenspiel namens Kado gespielt (eine Anlehnung an das französische cadeau = Geschenk; erschienen bei Strohmann Games). In diesem Spiel beschenken wir uns gegenseitig mehr oder weniger großzügig, um am Ende ein 4×3-Tableau möglichst punktreich auszulegen.

Heute soll es jedoch weniger um Kado selbst gehen, sondern um einen Aspekt in der Anleitung, den ich als echtes Geschenk an die Lesenden empfunden habe. Denn genau dieses Detail vermisse ich in vielen Regelheften. Hier der entscheidende Auszug: „Bevor ihr beginnt, lasst uns zuerst über die Wertung sprechen. Das hilft euch zu entscheiden, wo ihr welches Geschenk hinlegt.“

Dieser kleine Absatz gleich zu Beginn der Regel hat in mir innerlich ein Halleluja ausgelöst. Ich lese viele Spielregeln und erkläre seit Jahren ständig welche – und dabei habe ich zwei Dinge gelernt. Nein, eigentlich drei, aber um Nummer drei soll es uns heute nicht wirklich gehen:

  1. Sag den Leuten gleich zu Beginn, was das Spielziel ist.
  2. Wenn es um Siegpunkte geht, erkläre von Anfang an grob, wofür es Punkte gibt.
  3. Sorge dafür, dass vor der Erklärung alle Becher gefüllt, alle Snackschüsseln bereitstehen und alle Blasen entleert sind, damit verdammt noch mal alle ein paar Minuten sitzen bleiben.

Die ersten beiden Punkte schaffen sofort Transparenz: Die Spieler*innen wissen, warum die folgenden Aktionen und Regeln relevant sind. Ein Beispiel:

Wenn ich jemandem Cascadia (KOSMOS) erkläre, baue ich zuerst eine typische Endlandschaft aus Sechseckfeldern auf und lege die entsprechenden Tiermarker dazu. Dann sage ich: „So ungefähr sieht das aus, was ihr hier erschafft. Punkte gibt es für Tiere auf diese Weise und für Landschaften auf jene Weise.“ Erst danach erkläre ich, wie man zu den Plättchen kommt, die Legeregeln und wie die Naturmarker funktionieren. So verstehen alle schon, warum bestimmte Plättchen oder Tiere überhaupt interessant sind.

Schema F

Bei einfachen Spielen funktioniert auch der klassische Ablauf – erst Aktionen, dann Wertung – noch halbwegs, weil man sich nicht so viel merken muss. Aber je komplexer ein Spiel wird, desto wichtiger ist es, dass man bereits während der oft umfangreichen Aktions- und Nebenaktions-Erklärungen eine Vorstellung davon hat, wozu das alles dient. Nehmen wir Terra Mystica als Gegenbeispiel: Wenn man hier zu Beginn nicht erklärt, dass man sich mit Gebäuden ausbreitet, wofür es in den Rundenwertungen Punkte gibt und welche große Abschlusswertung am Ende steht, dann ist es nahezu Folter, sich erst durch die Erklärung der zig möglichen Aktionen kämpfen zu müssen, ohne eine Ahnung dafür zu haben, wozu das alles gut ist.

Dieses Prinzip ist übrigens nichts Neues und nicht auf Brettspiele beschränkt. In vielen didaktischen Modellen wird empfohlen, Lernenden gleich am Anfang klarzumachen, welches Ziel oder Endprodukt angestrebt wird und wie es später bewertet wird.

Übertragen auf die „Brettspieldidaktik“ habe ich mit diesem Ansatz durchweg hervorragende Erfahrungen gemacht. Für mich ist es – mit ganz wenigen Ausnahmen – das Schema F beim Vermitteln neuer Spiele. Umso mehr wundert es mich, dass die meisten Spielanleitungen immer noch andersherum vorgehen: Das Spielziel wird zwar gerne schon am Anfang erklärt, vielleicht auch der Spielablauf – aber die Wertung landet dann doch wieder ganz am Ende des Heftes.

Kado zeigt, dass es besser geht. Und es funktioniert wunderbar!

Wenn ich mir also etwas vom Weihnachtsmeeple wünschen darf: Bitte nächstes Jahr mehr solcher Anleitungen. Ich war auch ganz brav dieses Jahr. Ehrlich.

– Fabian Ehrmantraut, Bretter Late Than Never

Fromage

30. Dezember 2025 um 00:01
Fromage: Cover

Meine Einleitungen sollen ein Lächeln hervorzaubern. Deswegen bitte alle mal „Cheese!“ sagen.

Wie geht FROMAGE? In FROMAGE setzen wir Figuren ein: blaue Figuren auf blaue Felder, gelbe auf gelbe, weiße auf weiße. Es dauert unterschiedlich lange (eine, zwei oder drei Runden), bis wir die Figuren zurückerhalten. Das ist thematisch begründet. Denn jede meiner Figuren platziert vor Ort einen Käse meiner Farbe, der auch dann dort stehen bleibt, wenn die Figur zurückkommt. Und auf blauen Feldern ist es eben Blauschimmelkäse, auf weißen Brie; und dass die Figuren länger oder kürzer unterwegs sind, hat mit der Reifungsdauer zu tun. Für die weitere Spielmechanik ist das Käsethema allerdings weitgehend irrelevant.
Wir spielen gleichzeitig. In jeder Runde darf ich eine Figur für eine Sofortaktion nutzen und eine, um wie beschrieben einen Käse ins Spiel zu bringen. Beides darf ich nur auf dem Spielplansegment tun, das gerade zu mir zeigt. Haben das alle erledigt, wird der runde Spielplan um 90 Grad weitergedreht. Ich prüfe, welche Figuren zu mir zurückkehren, und setze wieder ein. Und so weiter.

Fromage: Spielplan

Jedes Segment wird bei Spieleende auf eine andere Weise gewertet. Gemeinsam ist diesen Wertungen, dass es in irgendeiner Form um Gebietskontrolle geht und dass ich besser abschneide, wenn ich meine Käse nicht über alle Segmente gleichermaßen verstreue, sondern Schwerpunkte bilde. Das ist natürlich nicht leicht, wenn man pro Zug normalerweise nur einen Käse in ein Segment spielen darf. Doch über eine der Sofortaktionen sind Ausnahmen von dieser Regel möglich.

Was passiert? In FROMAGE kommt es auf Vorausplanung und Optimierung an. Ich sehe, welche Segmente in den kommenden Runden zu mir gedreht werden, und ich sehe, welche Felder dort noch frei sind und welche ich besetzen will. Ist es in der kommenden Runde ein gelbes Feld, wäre es ärgerlich, wenn meine gelbe Figur dann noch anderswo gebunden ist.
Nebenbei möchte ich auch noch Aufträge erledigen, die etwa lauten, ich soll meine weiße Figur auf ein Feld mit zwei Runden Reifungsdauer setzen. Meistens werden meine Aufgaben nicht genau jene Felder verlangen, die auch für die Gebietskontrolle optimal wären. So versuche ich, beide Ansprüche bestmöglich zu vereinen. Ich hoffe, dass für mich passende Felder noch frei sind (was vor allem gegen Spielende immer unwahrscheinlicher wird). Und ich rechne aus, welche Figur mir auf welchem Segment zur Verfügung stehen wird.

Fromage: Figuren

Aufträge bekomme ich ohnehin nur, wenn ich sie mir per Sofortaktion hole. Andere Sofortaktionen bringen Vieh, Früchte oder Gebäudeteile. Vieh ermöglicht mir, ausnahmsweise mehrere Käse pro Runde zu platzieren. Früchte brauche ich als Eintrittsgeld für rund ein Drittel aller Käsefelder. Obendrein zählt es dann auch noch Punkte, wenn ich möglichst oft dieses Eintrittsgeld bezahlt (also den Käse veredelt) habe. Und aus Gebäudeteilen errichte ich Gebäude, die mir Dauereffekte oder Zusatzwertungen freischalten.
Trotz dieser vielen Faktoren dauert eine Partie FROMAGE selten länger als eine Stunde. Dass wir alles parallel abwickeln, beschleunigt den Spielfortschritt.

Was taugt es? In FROMAGE ist alles gut verzahnt und hängt schlüssig zusammen. Dass Einsatz-Figuren unterschiedlich lange unterwegs sind, ist eine interessante Idee. Und weil die Felder, die einen langen Einsatz erfordern, oft auch die besseren sind, erzeugt diese Idee ein ständiges Dilemma. Besonders gelungen ist, dass die Mechanik trotzdem kein spezielles Mitprotokollieren erfordert. Wir müssen nicht auszählen oder markieren, wann eine Figur zurückkommt. Es ist ganz einfach: Blicke ich nach der Spielplandrehung auf die Vorderseite einer meiner Figuren, also auf ihr Gesicht, nehme ich sie zurück.

Fromage: Tableau

Die mechanischen Vorzüge von FROMAGE erkenne ich an. Trotzdem verspüre ich keine besondere Lust, FROMAGE häufiger zu spielen. Das, was wir in diesem Spiel tun, packt mich emotional gar nicht. Auch wenn ich taktiere und relevante Entscheidungen treffe: Spannend finde ich das nicht.
Das liegt sicherlich daran, dass wir unkommunikativ vor uns hinwurschteln. Und auch daran, dass ich währenddessen nur am Rande mitbekomme, wie die anderen Spieler:innen agieren, welche Pläne sie möglicherweise verfolgen und wie ich im Verhältnis zu ihnen dastehe. Erst am Ende der Partie werden die Punkte aus acht verschiedenen Wertungskategorien auf dem Block addiert, und ich denke ein distanziertes „Aha“.
Distanziert erstens deshalb, weil die Rückmeldung auf mein Tun so spät kommt. Und zweitens weil ich die vier Gebietswertungen als lahm empfinde. Wie man setzen muss, um viele Punkte zu erhalten, ist kein großes Geheimnis. Die Wertungen bieten nichts, was ich häufiger ausprobieren oder vertiefen oder mal auf andere Weise angehen möchte. FROMAGE fühlt sich von Partie zu Partie sehr ähnlich an.


*** mäßig

FROMAGE von Ben Rosset und Matthew O’Malley für eine:n bis vier Spieler:innen, R2i.

Die besten Familienspiele des Jahres 2025

29. Dezember 2025 um 11:24

Auch 2025 war bei uns wieder ein echtes Spielejahr: Über 100 Neuerscheinungen landeten auf dem Tisch der Brettspielelust-Jury, wurden gespielt, diskutiert und immer wieder neu bewertet. Doch am Ende stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Welche dieser Spiele bleiben hängen? Welche funktionieren nicht nur beim ersten Eindruck, sondern begeistern Familien dauerhaft – und haben das Potenzial, echte Klassiker zu werden?

Genau dieser Frage sind wir auch diesmal nachgegangen. Wie in den Jahren 2022, 2023 oder 2024 haben wir aus einer umfangreichen Longlist unsere Top 10 Familienspiele 2025 gewählt. Uns wichtig waren dabei klare Regeln, ein schneller Einstieg und zugleich genug spielerische Tiefe, um auch erfahrene Spielerinnen und Spieler zu fordern. Spiele also, die Generationen an einen Tisch bringen – vom Gelegenheitsspieler bis zum Vielspieler.

Die folgende Rangliste führt dich Schritt für Schritt von Platz 10 bis zu unserem persönlichen Spiel des Jahres. Ob Partyspiel mit Lachgarantie, taktisches Abenteuer oder cleveres Denkspiel: Diese Auswahl steht für unvergessliche Spielabende und gemeinsame Zeit am Tisch. Viel Freude beim Stöbern, Wiederentdecken – und vielleicht beim Finden eures nächsten Lieblingsspiels.

Platz 10: Cities

Von Phil Walker-Harding, Steve Finn | Kosmos | 2024 | 2 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | bis 45 Minuten
Cities

Cities gehört zu den positiven Überraschungen des Jahres und hat sich einen Platz in unseren Liste „Beste Famiilienspiele des Jahres“ mehr als verdient. In dem Städtebauspiel von Phil Walker-Harding und Steve Finn planen die Spielenden ihr eigenes Stadtviertel aus Bauflächen, Parks und Wasserzonen, errichten farbige Hochhäuser und erfüllen dabei öffentliche Stadtziele sowie private Aufträge. Der Kernreiz entsteht aus der cleveren Kombination aus Drafting, räumlichem Puzzle und indirekter Interaktion: Jede Entscheidung wirkt sich nicht nur auf das eigene Viertel, sondern auch auf die Möglichkeiten der Mitspielenden aus.

Trotz der vielen Materialien bleibt der Ablauf angenehm übersichtlich. Die Regeln sind schnell erklärt, bieten aber genug taktische Tiefe, um auch Vielspieler zu fordern. Besonders das Stapeln der Gebäude sorgt für eine schöne Tischpräsenz und langfristige Planung. Cities spielt sich flott, skaliert gut mit vier Personen und verbindet Zugänglichkeit mit strategischen Entscheidungen. Ein elegantes Familienspiel, das Planung, Optimierung und Wettbewerb gelungen vereint.

  • Plane und baue ein einzigartiges Stadtviertel mit Wasser-, Park- und Baulandflächen, um die Anforderungen des Stadtrats zu erfüllen
  • Nutze Auftragskarten, Stadtentwicklungspläne und Gebäudeteile, um die besten Punktkombinationen zu erzielen
  • Stapelbare Gebäudeteile und doppelseitige Stadtentwicklungspläne sorgen für Abwechslung und immer wieder neue Herausforderungen
  • Sammle Materialien, erweitere strategisch dein Stadtviertel und erfülle Ziele für maximale Punkt
  • Konstruiere das beliebteste Stadtviertel durch clevere Planung und Gestaltung
  • Ideal für Familien und Fans von Strategiespielen
  • Für 2–4 Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahre
  • Auf der Empfehlungsliste zum "Spiel des Jahres 2025"
29,89 € -€0.3 29,59 €

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Platz 9: 3 Ultraviolett

von Angela Vögtli | 2025 | Kampfhummel Spiele | 3 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | 30 Minuten
Ultraviolett

Ultraviolett ist eines dieser Partyspiele, bei denen weniger das Gewinnen als das gemeinsame Lachen im Mittelpunkt steht. Mit unsichtbarer Tinte und UV-Licht bringt Kampfhummel frischen Wind ins klassische „Mal-und-rate“-Prinzip. Die Spielenden würfeln sich aus mehreren Begriffen absurde Satzkombinationen zusammen und müssen diese anschließend zeichnen – ohne zu sehen, was sie eigentlich aufs Papier bringen. Erst bei der Auswertung werden die Bilder mithilfe der UV-Lampe sichtbar, was regelmäßig für Überraschungen, Diskussionen und Gelächter sorgt.

Der Reiz entsteht vor allem aus dem Chaos: vermeintlich klare Zeichnungen entpuppen sich als Rätsel, während wilde Kritzeleien plötzlich erstaunlich eindeutig sind. Die Regeln sind schnell erklärt, das Tempo hoch, und niemand sitzt lange untätig herum. Die strenge Punktewertung tritt dabei klar in den Hintergrund. Ultraviolett funktioniert am besten in humorvollen Runden, die Freude an absurden Ideen haben. Kein Spiel für Perfektionisten, aber ein originelles Partyspiel mit starkem Erlebnisfaktor und hohem Spaßpotenzial.

  • HUMOR SCHLÄGT TALENT: Endlich ein Spiel, bei dem man kein Zeichenprofi sein muss. Durch den innovativen Spielmechanismus sind neben Humor und Kreativität vor allem auch taktisches Geschick gefragt.
  • EINZIGARTIGES SPIELPRINZIP: Schlüpf in die Rolle eines durchgeknallten Künstlers und zeichne absurde Sätze mit unsichtbarer Zaubertinte. Erlebe ein kompetitives Mal-Rate-Partyspiel mit UV-Stiften.
  • WÜRFELN, ZEICHNEN, RATEN: Alle würfeln gleichzeitig. Danach malt jeder sein unsichtbares Meisterwerk aus 4 Satzfragmenten. Mit UV-Licht werden die Zeichnungen sichtbar und müssen von den Mitspielern erraten werden.
  • SCHNELLER START, LANGES VERGNÜGEN: Alles ist dabei inkl. Batterien. Einfache Regeln und eine Videoanleitung garantieren einen leichten Einstieg. Hoher Wiederspielwert durch Millionen von Kombinationsmöglichkeiten.
  • GROßARTIGE GESCHENKIDEE: Tolles Geschenk für Spiele- und Ratefans zu Weihnachten, zum Geburtstag, zu Silvester oder als Mitbringsel zum lustigen Spieleabend mit Familie und Freunden.
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Platz 8: Faraway

Von Johannes Goupy, Corentin Lebrat | Kosmos | 2024 | 2 bis 6 Personen | ab 10 Jahren | bis 20 Minuten
Faraway

Faraway ist ein kleines Kartenspiel mit einem großen Kniff – und genau dieser macht es zu einem der spannendsten Titel des Jahres. In kurzen Partien erkunden die Spielenden den geheimnisvollen Kontinent Alula, legen Regionenkarten aus und sammeln Ressourcen sowie Aufgaben. Das Besondere zeigt sich erst am Ende: Die Wertung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der ausgespielten Karten. Was man früh legt, wird zuletzt – und nur mit den dann noch sichtbaren Ressourcen – gewertet.

Dieser Mechanismus zwingt zu vorausschauendem Denken und macht jede Entscheidung bedeutsam. Während des Spiels weiß man nie genau, welche Karten später optimal zusammenpassen werden. Das sorgt für permanente Spannung, viele „Aha“-Momente und einen hohen Wiederspielreiz. Die Interaktion entsteht vor allem durch das Wettrennen um Karten und Heiligtümer, bleibt aber stets angenehm indirekt.

Faraway ist schnell erklärt, flott gespielt und bietet dennoch erstaunlich viel strategische Tiefe. Gerade dieser Kontrast aus einfacher Struktur und anspruchsvollen Entscheidungen macht den Reiz aus. Ein cleveres, elegantes Kartenspiel, das zu Recht für Preise nominiert ist und in keiner Liste „Die besten Familienspiele des Jahres 2025“ fehlen sollte.

  • Einzigartiges Kartenspiel mit innovativem Mechanismus.
  • Besonders origineller und schneller Spielspaß.
  • Vielseitig einsetzbar: Ideal für 2 Spielerinnen und Spieler oder Gruppen bis zu 6 Personen.
  • Fesselndes Spielerlebnis mit Wiederspielreiz – der "Gleich nochmal"-Faktor garantiert!
  • Für 2-6 Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahre.
  • Nominiert zum "Kennerspiel des Jahres 2025"
16,29 €

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Platz 7: Survive the Island

von Julian Courtland-Smith | Zygomatic | 2024 | 2-5 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten
Survive the Island

Survive the Island ist ein herrlich gemeines Familienspiel, das Spannung, Chaos und Schadenfreude perfekt miteinander verbindet. Alle versuchen gleichzeitig, ihre Abenteurer von einer sinkenden Insel in Sicherheit zu bringen – doch Platz auf Flößen ist knapp, Monster lauern im Meer, und die Mitspielenden sind oft die größte Gefahr. Besonders reizvoll ist der Memory-Aspekt: Jede Figur trägt einen geheimen Schatzwert, sodass man genau überlegen muss, wen man rettet – und wen man notfalls opfert.

Die Regeln sind schnell erklärt, das Spieltempo hoch, und schon nach wenigen Zügen entsteht eine hochinteraktive Dynamik voller Sabotage, überraschender Wendungen und lautstarker Reaktionen am Tisch. Würfelglück, taktische Entscheidungen und gezielte Gemeinheiten greifen ineinander und sorgen für emotionale Spielmomente. Das hochwertige Material und die eindrucksvollen Monsterfiguren verstärken das Erlebnis zusätzlich. Survive the Island ist kein Spiel für empfindliche Gemüter, aber ein Garant für erinnerungswürdige Spielabende – ideal für alle, die Interaktion, Drama und ein bisschen Chaos lieben.

  • „Survive the Island“ ist ein familienfreundliches Brettspiel, bei dem die Spieler von einer versinkenden Insel fliehen und Schätze retten müssen. Die spannende Mischung aus Strategie und Glück zieht Spieler jeden Alters in ihren Bann.
  • Ziel des Spiels ist es, mit 10 Abenteurern und ihren Schätzen von der Insel zu entkommen, bevor drei der vier Vulkane ausbrechen. Jeder Abenteurer trägt einen wertvollen Schatz, während riesige Kreaturen und andere Spieler drohen.
  • Das Spiel enthält 1 Spielplan, 40 Inselplättchen, 75 Holzfiguren, darunter 50 Abenteurer, 13 Kreaturen, 12 Flöße, 5 Spielhilfen und 1 Gefahrenwürfel. Hochwertige Materialien und ansprechendes Design versprechen langanhaltenden Spielspaß.
  • Überlebe gefährliche Begegnungen mit Monstern und meistere hinterlistige Strategien gegen Mitspieler. Dieses Brettspiel bietet eine fesselnde Erfahrung mit unvorhersehbaren Wendungen bis zum spannenden Ende.
  • „Survive the Island“ eignet sich hervorragend für Familienabende und führt Kinder spielerisch an moderne Brettspiele heran. Es fördert strategisches Denken und die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen. 2-5 Spieler, ab 8+ Jahren, 45 Minuten Spielzeit je Partie, von Julian Courtland-Smith, Deutsch
30,39 € -€1.14 29,25 €

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Platz 6: Magical Athlete

von Richard Garfield, Takashi Ishida, Illustration: Angela Kirkwood | CMYK | 2025 | 2 bis 6 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten
Magical Athlete

Magical Athlete ist pures Chaos auf der Rennbahn – und genau das macht den Reiz des grell-bunten Brettspiels aus. Schon beim Aufstellen der Figuren ist klar: Hier geht es weniger um Kontrolle als um Schadenfreude, Überraschungen und lautes Gelächter. Das auffällige Artwork ist ein echter Hingucker und trägt enorm zur Stimmung bei.

Zu Beginn draften alle Spielenden vier von insgesamt 36 völlig durchgeknallten Athleten, die jeweils einzigartige, oft spielverändernde Spezialfähigkeiten besitzen. Diese kommen dann in vier aufeinanderfolgenden Rennen zum Einsatz. Gewürfelt wird klassisch, doch kaum ein Zug bleibt ohne Kettenreaktionen: Figuren stolpern, teleportieren sich, beeinflussen andere oder brechen vermeintlich sichere Führungen im letzten Moment. Wer am Ende die meisten Siegpunkte aus den Rennen gesammelt hat, gewinnt.

Magical Athlete ist kein Spiel für Grübler oder Perfektionistinnen, sondern ein bewusst chaotisches Rennspiel mit enormem Unterhaltungswert. Ideal für Runden, die bereit sind, Kontrolle abzugeben, das Chaos zu feiern – und über sich selbst zu lachen. Ein tolles, modernes Laufspiel, dessen Sog man sich kaum entziehen kann!

Die besten Familienspiele 2025 – weiter geht’s mit den Plätzen 5 bis 1:

Platz 5: Krakel Orakel

Von 7 Bazis | TOPP | 2025 | 2-8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Krakel Orakel

Krakel Orakel ist ein Partyspiel, das Kreativität nicht belohnt, sondern herausfordert – und genau darin liegt sein Reiz. Statt frei zu zeichnen, müssen die Spielenden vorgegebene, chaotische Linien nutzen, um geheime Begriffe darzustellen. Das sorgt für überraschende Ideen, absurde Bilder und viele Aha-Momente, ganz ohne Zeichen­talent. Alle zeichnen gleichzeitig, der Zeitdruck ist moderat, der Einstieg kinderleicht.

Besonders stark ist der kooperative Kern: In der Ratephase versuchen alle gemeinsam herauszufinden, welche Begriffe nicht gezeichnet wurden. Jede falsche Entscheidung trifft die Gruppe als Ganzes und führt zu lebhaften Diskussionen darüber, wie ein Bild gemeint gewesen sein könnte. Krakel Orakel lebt von Fantasie, Kommunikation und Humor – weniger von Regeln oder Perfektion.

Durch wechselnde Boards und Begriffe bleibt jede Partie frisch. Das Spiel funktioniert generationenübergreifend, ist ideal für größere Runden und lockert Spielabende sofort auf. Ein kreatives Partyspiel, das Chaos in Teamgeist verwandelt und völlig zurecht in einer Top-10-Liste seinen Platz findet.

  • ERST ZEICHNEN, DANN RATEN – die vorgegebenen Linien dürfen beim Zeichnen nicht verlassen werden, das entstehende Chaos lässt sich nicht immer leicht entwirren
  • LANGANHALTENDER SPIELSPASS – 480 Begriffe in zwei Schwierigkeitsstufen
  • INKLUSIVE – 240 Begriffskarten, 8 doppelseitige Zeichentafeln, 8 Zeichenmarker und ausführliche Spielanleitung
24,99 € -€1.65 23,34 €

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Platz 4: Railroad Tiles

Von Heidelbär Games – Hjalmar Hach, Lorenzo Silva | 1–4 Personen | ab 8 Jahren | ca. 30 Minuten
Railroad Tiles

In Railroad Tiles, dem Nachfolger der beliebten Railroad Ink-Reihe, entwerfen wir unser eigenes Verkehrsnetz – diesmal nicht mehr auf Papier, sondern mit hochwertig gestalteten Plättchen. Runde für Runde draften wir Streckenteile und bauen Straßen, Schienen und Stationen zu einem möglichst effizienten Netz aus. Autos, Züge und Reisende bringen zusätzlich Leben auf das eigene Tableau und eröffnen weitere Punktemöglichkeiten. Gleichzeitig gilt es, vorausschauend zu planen: Wer sich früh verbaut, blockiert wertvolle Verbindungen und vergibt Chancen im späteren Spielverlauf.

Die Wertung belohnt clevere Netzwerke, große zusammenhängende Rechtecke sowie geschickt platzierte Stadtplättchen. So entsteht ein schnelles, taktisches Puzzlespiel, das besonders Fans von Verkehrs- und Optimierungsspielen anspricht.

Für zusätzliche Abwechslung sorgen acht separat erhältliche Erweiterungen, die einzeln mit dem Grundspiel kombiniert werden können. Sie führen neue Elemente wie Tierfarmen, Energietrassen oder Kanäle ein und erhöhen den Anspruch spürbar. Trotz dieser Erweiterungen bleibt Railroad Tiles ein klar strukturiertes, familienfreundliches Brettspiel mit hervorragendem Material, starker Tischpräsenz und kniffligen, überwiegend solitären Optimierungsaufgaben.

  • SPIELABLAUF: Ein strategisches Legespiel über 8 Runden, bei dem Spieler Schienen platzieren und eine vernetzte Gemeinde aufbauen
  • SPIELMECHANIK: Spieler wählen Kacheln aus dem gemeinsamen Vorrat und legen Strecken, um möglichst viele Verbindungen zu schaffen
  • SPIELELEMENTE: Enthält Streckenkacheln sowie Spielfiguren in Form von Autos, Zügen und Reisenden zur Gestaltung der Landschaft
  • PUNKTESYSTEM: Mehr zusammenhängende Elemente gleicher Art bringen mehr Punkte, zusätzliche Bonuspunkte für rechteckige Anordnungen
  • SPIELERANZAHL UND DAUER: Ein taktisches Familienspiel, das sich perfekt für gemeinsame Spieleabende eignet
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Platz 3: Tower Up

von Frank Crittin, Grégoire Largey und Sébastien Pauchon | Monolith, Pegasus Spiele | 2024 | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten
Tower Up

Auf Platz 3 unserer Liste „Beste Familienspiele des Jahres 2025“ landet mit Tower Up ein elegantes Städtebauspiel, das mit einfachen Regeln erstaunlich viel taktische Tiefe entfaltet. Auf einem gemeinsamen Spielplan errichten zwei bis vier Personen dreidimensionale Wolkenkratzer, sammeln Baumaterialien und platzieren ihre Dächer möglichst punkteträchtig. Der zentrale Kniff: Wer baut, muss auch alle angrenzenden Gebäude mitwachsen lassen – ein Mechanismus, der permanente Interaktion erzeugt und langfristige Planung erzwingt.

Jede Entscheidung will gut überlegt sein: Baue ich ein hohes Gebäude für viele Punkte oder sichere ich mir lieber schnell Dächer und Stadtbauziele? Ressourcenmanagement, Timing und der Blick auf die Mitspielenden sind entscheidend. Besonders in voller Besetzung zu viert entfaltet Tower Up seine größte Stärke, wenn sich die Stadt schnell verdichtet und taktische Zwänge entstehen. Das hochwertige Material und die starke 3D-Tischpräsenz verstärken den Reiz zusätzlich.

Tower Up bleibt klar auf Familienspielniveau, bietet aber genug strategische Herausforderungen, um auch erfahrene Spieler zu begeistern. Ein schnörkelloser, hochinteraktiver Titel, der verdient zu den Highlights des Jahres zählt.

  • Brettspiele;Familienspiele
  • Hohe Qualität
  • Ideal als Geschenk
26,86 €

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Platz 2: Light Speed Arena

Von Leonardo Alese, James Ernest, Tom Jolly, Emanuele Santellani | Tablescope, Pegasus | 2025 | 2 bis 4 (6) Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten
Light Speed Arena

Light Speed Arena ist eines der spannendsten Hybridspiele des Jahres und ein echtes Ausrufezeichen in Sachen Innovation. In kurzen, intensiven Echtzeit-Runden platzieren die Spielenden gleichzeitig ihre Raumschiffplättchen in einer gemeinsamen Arena – unter massivem Zeitdruck und mit klaren taktischen Überlegungen zu Ausrichtung, Prioritäten und Schusslinien. Die eigentliche Magie entsteht anschließend durch die App: Ein Foto des Spielfelds genügt, und die digitale Auswertung verwandelt das Chaos auf dem Tisch in eine animierte Weltraumschlacht, inklusive Treffern, Explosionen und überraschenden Wendungen.

Diese Kombination aus hektischer Platzierungsphase und passiver „Zuschauerrolle“ bei der Auswertung ist ungewöhnlich und äußerst reizvoll. Die App löst elegant die Schwächen des Originals von 2003, sorgt für Fairness bei der Auswertung und nimmt Diskussionen den Wind aus den Segeln, ohne das analoge Spielgefühl zu zerstören. Der erfolgreiche Kickstarter Light Speed Arena ist schnell gespielt, hochinteraktiv und lädt sofort zu Revanchen ein. Wer Echtzeitspiele mag und offen für digitale Unterstützung ist, findet hier einen der frischesten und mutigsten Titel des Jahrgangs – absolut Top-10-würdig.

Platz 1: Rebirth

Von Reiner Knizia | Mighty Boards | 2024 | 2-4 Personen | ab 8 Jahren | bis 60 Minuten
Rebirth

Rebirth ist ein typisches Reiner-Knizia-Spiel im besten Sinne: klar strukturiert, schnell gespielt und dennoch voller spannender Entscheidungen. Als Clanoberhäupter bauen die Spielenden ein zerstörtes Schottland oder Irland neu auf, indem sie Landschaftsplättchen clever platzieren, Mehrheiten an Burgen sichern und über Kathedralen lukrative Missionsziele freischalten. Jeder Zug ist schnell erledigt, fühlt sich aber bedeutsam an – oft lösen einzelne Plättchen überraschend hohe Punktekombinationen aus.

Besonders reizvoll ist die Balance aus entspannter Atmosphäre und konstantem Wettbewerb. Rückstände können jederzeit aufgeholt werden, was Rebirth bis zum Schluss offen hält. Die zwei Spielpläne sorgen zudem für Abwechslung: Schottland bietet einen sanften Einstieg, während Irland mit offenen Missionszielen und zusätzlichen Boni deutlich mehr taktische Tiefe entfaltet. Das Spiel lebt von direkter Interaktion über Mehrheiten, ohne dabei konfrontativ zu werden.

Rebirth überzeugt durch elegantes Design, hohen Belohnungsfaktor und starke Varianz. Ein zugängliches, zugleich anspruchsvolles Plättchenlegespiel, das sich sofort gut anfühlt und lange motiviert – mit diesem Fazit schafft es das Brettspiel auf Platz 1 unserer Lieblings-Familienspiele des Jahres 2025.

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Als ich bei “Wer wird Millionär?” auf dem Stuhl saß

28. Dezember 2025 um 09:51

Weißt Du, was wir an Heiligabend feiern? Jesu Geburt, Kreuzigung, Auferstehung? Vermutlich wirst Du ob dieser Frage den Kopf schütteln. Aber mein Glück war es, dass ein Mann nicht die richtige Antwort darauf fand. Für ihn war es die letzte Frage bei “Wer wird Millionär?”. Es folgte eine nächste Auswahlrunde – und ich war der Schnellste unter mehreren hundert Mitspielern. Hunderte? Ja, die Show fand nämlich an Bord der “Aida Perla” statt. Das aus dem Fernsehen bekannte Quizformat wird auf den Kreuzfahrtschiffen der Rostocker Reederei als Unterhaltungsformat angeboten. Nur geht es dann nicht um eine Million Euro, sondern um Punkte, hinter denen sich wiederum Preise verbergen.

Ein Joker ist die Rettung

An die Sortieraufgabe, die mich auf den Stuhl gebracht hat, kann ich mich nicht mehr erinnen. Aber an das Datum. Es war der zweite Weihnachtsfeiertag 2021. Passend zum Fest thematisierten die Fragen ausschließlich Weihnachten. Wie es im Fernsehen auch den meisten Kandidaten bei Günther Jauch gelingt, schaffte ich die ersten fünf Fragen schnell. Doch eine der nächsten Aufgaben empfand ich als nahezu unlösbar. Ich sollte angeben, wie viele Strophen die Ursprungsversion eines bestimmtes Weihnachtslieds hatte? Welches Lied? Kann ich nicht mehr sagen. Aber ich dachte nur: Wie soll ich das denn wissen? Als Auswahlmöglichkeiten gab es vier, fünf, sechs und sieben. Ein Joker war die Rettung. Bei der Show an Bord durfte ich zwar niemanden anrufen, aber einen Zuschauer aus dem Publikum um Hilfe bitten.

Mein Plan bei „Wer wird Millionär auf Aida Perla?“

Wie der Zufall es wollte, entschied ich mich für eine junge Frau. Sie gab an, ebenfalls Journalistin zu sein. Und: Sie hatte das Internetpaket gebucht und auf See irgendwo zwischen Curacao und Aruba die richtige Antwort gegoogelt. Volltreffer! Ab zur nächsten Frage. Ich wusste, dass es ab der dreizehnten richtigen Antwort einen Reisegutschein als Gewinn gibt. Das war mein Ziel. Also zockte ich auch dann, wenn ich mir nicht sicher war. Was gab es schon zu verlieren? Eine Wellness-Behandlung oder ein exquisites Abendessen für zwei – nichts, was nicht als Einsatz gelohnt hätte.

Bei "Wer wird Millionär auf Aida Perla" sitze ich dem Moderator gegenüber.
Bei „Wer wird Millionär auf Aida Perla“ sitze ich /(im Vordergrund) dem Moderator gegenüber. Es ist nicht Günther Jauch.

Ich merkte jedoch: Es macht definitiv einen Unterschied aus, ob ich zu Hause auf dem Sofa locker mitrate oder zu einer finalen Antwort gezwungen bin. Schließlich hatte ich – auch mit Glück – Frage 13 geschafft. Frage 14 offenbarte sich als Geschenk: Wie heißt die große Weihnachtslotterie in Spanien? El Gordo – das hätte ich auch ohne Multiple Choice gewusst. In welchem Jahr berichten wir nicht darüber? Früher habe ich selbst noch die Weltspiegel-Seite der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ layoutet und den Agenturtext redigiert.

Bei dieser Frage entscheide ich mich, aufzuhören

Nun also die finale Frage 15: Welchen spektakulären Auftritt hat alljährlich der Weihnachtsmann in Rio de Janeiro? Springt er mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug und landet im Sand der Copacabana? Kommt er mit einem Helikopter ins Maracanã-Stadion geflogen? Schwebt er mit einem Zeppelin auf den Zuckerhut? Das sind drei der Antwortmöglichkeiten, die ich auch fünf Jahre später noch erinnere. Und ich weiß, dass ich die Antwort damals nicht wusste. Zocken? Nein! Gut so, denn ich hätte mich wohl für den Fallschirm entschieden. Richtig ist aber der Helikopter. Zum richtigen Zeitpunkt aufgehört, einen Reisegutschein in Höhe von 2500 Euro gewonnen. Welch ein tolles Weihnachtspräsent!

PS: Heute würde die Antwort meines Publikumsjokers nicht mehr gelten. Wie ich im vergangenen Sommer auf der „Aida Nova“ erlebt habe, wurde die Frage für einen Kandidaten getauscht, nachdem der Joker erzählt hatte, die Antwort just gegoogelt zu haben.

Schmidt Spiele News, Spiele-Entwicklung, KI und mehr mit Anatol

Von: Peer
28. Dezember 2025 um 09:49

Schmidt Spiele News, Spiele-Entwicklung, KI und mehr mit AnatolSchmidt Spiele ist bekannt für Brettspiel-Klassiker und Familienspiele. In den letzten Jahren erschienen aber auch ein paar anspruchsvollere Spiele. Mit der Produktmanager Anatol Dündar spreche ich über aktuelle Neuheiten, spannende News, die Spiele-Entwicklung ein mehr. Schmidt Spiele News, Spiele-Entwicklung, KI und mehr mit Anatol Interessante Einblicke und aktuelle News erfahrt ihr im Folgenden. Hallo Anatol. […]

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EVE: War for New Eden

Von: Björn
27. Dezember 2025 um 23:49

EVE Online ist ein MMO-Urgestein. Kaum zu glauben, aber das Ding ist tatsächlich älter als World of Warcraft – und läuft immer noch, geschmiert geupdated und größer als je zuvor. Vier Imperien streiten um die Vorherrschaft im All, und wenn man sich auf YouTube mal die legendären Massenschlachten anschaut, bekommt man schnell eine Ahnung, warum dieses Universum bis heute fasziniert.

EVE: War for New Eden von TitanforgeGames ist nicht das erste Brettspiel, das versucht, diese Weltraum-Oper auf den Tisch zu bringen, aber zumindest das erste, das ich tatsächlich gespielt habe. Es will ein 4X-Spiel sein – wobei zwei der X groß und laut geschrieben werden: Expand (Ausbreiten) und Exterminate (Vernichten). Die anderen beiden – Explore und Exploit – stehen eher am Rand und winken schüchtern.

Eindruck von der Bühne

Jeder übernimmt eine der vier Fraktionen aus dem MMO und bekommt passendes Material: Schiffe, Marker und jede Menge galaktische Würfel. Die Modelle sind wunderschön gestaltet und fraktionsspezifisch – also genau das, was Miniaturenfreunde lieben. Leider führt das auch zu kleinen Problemen, aber dazu später mehr.

Galaktischer Aufbau und erste Erkundungen

Wie es sich für ein 4X-Spiel gehört, ist das Spielfeld modular aufgebaut – hexagonale Sektoren, verdeckt ausgelegt, damit man sie „erkunden“ kann.
In der Mitte liegt ein 3er-System, drum herum die 2er- und 1er-Zonen. So höher die Zahl, desto besser die Ressourcen dort. Wer das Zentrum kontrolliert, bekommt Extrapunkte. Und ja, natürlich führt das früher oder später zu einem epischen „Wer-hat-den-größten….Kreuzer“-Showdown.

Apropos Punkte: Wer zuerst 10 Siegpunkte erreicht, beendet das Spiel. Mit der Titanen-Erweiterung steigt das Ziel auf 12 Punkte, dafür gibt’s aber auch noch mehr Wege, diese zu bekommen und ein riesiges Titaneschiff.

Der Spielplan hat einen schönen Rahmen um all die Hexfelder im Zaum zu halten, der passt allerdings nur, wenn man zu viert spielt. Zu dritt bleiben Lücken, was etwas aussieht, als wäre die Ausbreitungs-Simulation des Alls fehlgeschlagen.

Ressourcen, Aktionen und das Leben als Admiral

Auf dem eigenen Tableau hast du verschiedene Aktionsfelder, die durch Cubes aktiviert werden. In jeder Runde darf man standardmäßig drei Aktionen durchführen. Gegen etwas intergalaktisches Kleingeld kann man sich bis zu zwei weitere Aktionen dazukaufen – denn mit Geld kommt man auch im ewigen nichts weiter.
Man kann sich bewegen, produzieren, forschen, kämpfen, bauen oder Rohstoffe sammeln. Die Übersicht auf dem Tableau ist erstaunlich klar, und die Aktionsfelder sind gut erklärt – keine rätselhaften Symbole à la „Was bedeutet nochmal der Strich mit den 3 Zacken?“, sondern einfach klarer Text.

Ein Playerboard wie es mir gefällt. Übersichtlich und mit genug Infos.

Über dem Tableau liegen außerdem Forschungskarten. Jede Fraktion hat ein eigenes Set (wobei alle Sets gleich sind) und darf zu Beginn vier beliebige davon verdeckt auslegen. Jede Forschung kostet Punkte, die man in jeder Runde verteilt. Ist eine Forschung abgeschlossen, wird sie aufgedeckt und gewährt Vorteile – zum Beispiel bessere Schiffe, effizientere Wirtschaft oder passive Wege Einkommen zu genießen. Also komm in die Gruppe!
Die freie Forschungswahl ist cool, aber beim ersten Mal überfordernd – ich hab einfach vier Karten blind gezogen. Hat funktioniert. Vielleicht bin ich der wahre Pionier des Chaosforschungszweigs.

Der zähe Start und der große Knall

Der Beginn ist.. sagen wir – gemächlich. Jeder startet in seiner Ecke, erkundet Sektoren, baut Schiffe und Anlagen… und das war’s dann erstmal. Man schleicht durchs All wie eine gelangweilte Raumsonde ohne Ziel. Erst zur Mitte hin kommt Leben ins Spiel, wenn sich alle um das zentrale System prügeln, oder das bangen darum doch bitte nicht angegriffen zu werden.
Beim Erkunden passiert übrigens nichts Schlimmes – keine Piraten, keine schwarzen Löcher, keine bösen Überraschungen. Man deckt das Hexfeld auf, kassiert den Bonus und zieht weiter. Es ist, als würde man ein ganzes Universum erforschen und dabei feststellen, dass wirklich alles leer ist.

Die Schlachten

Wenn es dann endlich kracht, wird’s spannend – und aufwendig. Jeder Kampf bekommt ein eigenes Schlachtfeld mit drei Orbits: klein, mittel, groß. Die Schiffe werden vom Spielfeld auf das Schlachtfeld platziert, und dann geht’s los. Der kleine Orbit schießt zuerst mit weißen Würfeln (präzise, aber wenig Wumms), der große Orbit zuletzt mit schwarzen Würfeln (Wumms pur, aber trifft nix). Der mittlere Orbit bietet einen guten Kompromiss, da hier beide Würfel geworfen werden. Also kannst du vielleicht wirklich was treffen UND Schaden machen.

Dazu kommt eine Strategiekarte zu Beginn des Kampfes, die für zusätzliche taktische Würze sorgt. Klingt super – und ist es auch… wenn man kämpft.
Alle anderen Spieler können in der Zwischenzeit entspannt Kaffee trinken, das Raumlogbuch schreiben oder drigend irgendwo was liken. Kämpfe dauern. Und zwar so, dass man irgendwann vergisst, dass das Spiel vorher eigentlich flüssig war.

Das Zentrum der Galaxie ist wie das Licht und die Spieler sind die Mücken.

Mein größtes Problem: Die Schiffsmodelle sind wunderschön, aber verwirrend. Jedes Fraktionsdesign ist anders, aber die Werte identisch. Also beginnt jeder Kampf mit der rituellen Frage:
„Welches deiner Schiffe ist der Zerstörer?“ – „Das da?“ – „Nein, das ist meie Fregatte.“
Nach ein paar Partien kennt man sie vielleicht, aber bis dahin fühlt man sich, als würde man bei einem interstellaren Klassentreffen versuchen, Namen zuzuordnen.

Erweiterungen und galaktische Nebenwirkungen

Die Titanen-Erweiterung bringt gewaltige Großkampfschiffe ins Spiel. Der Bau dieser Giganten fühlt sich episch an – jedes Teil ein Triumph der Raumfahrt, jedes Segment ein Schritt Richtung Siegpunkt. Dumm nur, dass die Biester erst kurz vor Schluss fertig werden. Du fliegst gerade los und dann hat irgendwer gewonnen und das Spiel beendet. Enttäuschend.

Kaum waren die Titanen da, war das Spiel zuende. Aber immerhin siehts toll aus.

Die Succession-Erweiterung macht die Fraktionen asymmetrisch und gibt ihnen individuelle Fähigkeiten und Forschungen. Damit bekommt der Anfang deutlich mehr Pep – und man fühlt sich nicht mehr wie vier identische Zivilisationen mit unterschiedlicher Lackierung.

Die Havoc-Erweiterung bringt Piraten für einen fünften Spieler ins Spiel, die Korruption verbreiten. Wenn sie genug Systeme korumpieren, gewinnen sie. Leider gibt’s keinen AI-Modus für die Piraten – schade, denn ein neutraler Ärgerfaktor hätte dem Spiel gutgetan.

Material, Design und Weltraumglanz

Die Box ist super. Alles passt, kein extra Insert nötig. Die Miniaturen sind ordentlich verstaut, das Material hochwertig, das Design top. Wenn man den Deckel öffnet, fühlt es sich an wie ein Neuwagen.
Optisch ist EVE: War for New Eden wohl einer der schönsten Vertreter seines Genres – ein echter Hingucker auf dem Tisch.

Groupie auf Tour

Tja, das war im Groben EVE: War for New Eden. Mich hat es leider nicht abgeholt. Ein Mitspieler hatte immerhin Spaß an den Kämpfen, aber für mich blieb das Universum ein bisschen leer.
Für ein 4X-Spiel ist es angenehm kurz mit rund zweieinhalb Stunden Spielzeit, aber irgendwie bleibt der Nachgeschmack: Wenn ich schon im Weltraum bin, will ich auch was erleben.

Die Ansätze sind gut, aber das gewisse Etwas fehlt. Würde mir jemand mehrere 4X-Spiele zur Auswahl geben, würde ich vermutlich jedes andere vorziehen. Schade, denn produktionstechnisch ist das Teil über jeden Zweifel erhaben. Es sieht toll aus, fühlt sich hochwertig an und hat echte Tischpräsenz. Leider ist es auch nur in englischer Sprache erschienen, was es einigen hierzulande wohl noch etwas unattraktiver machen.

Aber gute Grafik allein hat noch kein MMO gerettet – und kein Brettspiel.
Wer jedoch ein kompakteres Space-4X-Spiel mit taktischen Raumkämpfen sucht, könnte hier trotzdem glücklich werden. Es ist sicher nicht einfach, Komplexität und Spielzeit auszubalancieren – aber EVE schafft es zumindest, ein stabiles Sprungtor in die Galaxis der „netten, aber nicht unvergesslichen“ Spiele zu öffnen. Aktuell würde ich wohl nur einen Rocker vergeben. Die aktuellen 8,4 Punkte auf BGG kann ich mir nur durch Verdrängung der Tatsache erklären, viel Geld für wenig Spiel bezahlt zu haben.

Ich für meinen Teil docke jetzt ab und freue mich auf Master of Orion. Vielleicht gibt’s da endlich wieder ein bisschen mehr Weltraumwumms.

Fazit: Schöne Hülle, lahmer Hyperantrieb

Konzertmitschnitte

Light Speed Arena

Von: Tommy
27. Dezember 2025 um 16:24

Erst ist alles still. Dann der Countdown. Zehn Sekunden, ein Plättchen, eine Entscheidung: kippen, drehen, loslassen – und hoffen, dass die gedankliche Laserlinie wirklich da langläuft, wo du sie siehst. In Light Speed Arena werden zitternde Hände zu Steuerdüsen, Millimeter

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Agent Avenue

27. Dezember 2025 um 07:25

Welcher Agent ergreift den anderen zuerst? Bei „Agent Avenue“ (Nerdlab) wird diese Fragen durch einen Wettlauf auf einem Rundkurs entschieden. Das Tempo der Figuren hängt davon, welche Karten die Spieler sammeln. Ein schnelles taktisches Duell mit vergifteten Angeboten und Bluffs.

Agent Avenue

Wie „Agent Avenue“ abläuft? Schauen wir uns das doch einfach mal an. Zufälligerweise bin ich gerade mitten in einer Partie:

Agenten sind durchtriebene Gestalten. Setzen sie ihr Pokerface auf, verwandelt sich ihr Gesicht in ein unbeschriebenen Blatt. So wie bei meinem Gegenüber. Ohne Gefühlsregung blickt er mich an – kurz nachdem er zwei Karten zwischen uns abgelegt hat. Eine offen, eine verdeckt. Eine davon ist für mich, die andere für ihn. Natürlich wollen wir beide die bessere Karte für uns haben.

Psycho-Spielchen auf der Agent Avenue

Der Typ auf der anderen Tischkarte kennt den Wert der verdeckten Karte, ich nicht. Ich aber darf wählen. Und deshalb will ich, ehe ich mich entscheide, einen Hinweis im Gesicht meines Widerparts lesen. Etwas Verräterisches erkennen. Denn ich kann kaum glauben, dass er mir offen eine Codeknackerin anbietet. Wenn ich drei dieser Charakterkarten gesammelt habe, gewinne ich. Und eine liegt ja schon in meiner Auslage. Das muss ein Bluff sein. Oder? Was verbirgt sich unter der verdeckt gelegten Karte?

Agent Avenue

Für mich könnte kaum eine andere Karte lukrativer sein als die Codeknackerin. Wenn die also offen im Angebot liegt, muss die verdeckte Karte eine noch bessere Option für meinen Gegner sein. Oder soll ich das nur denken? Und in Wahrheit verbirgt sich dort ein Charakter, der Unheil mit sich bringt. Oh, war das gerade ein Grinsen im Gesicht meines Kontrahenten? Kann er meine Gedanken dechiffrieren?

Codeknackerinnen und Doppelagentinnen

Egal, ich will die Codeknackerin haben, denn eine dritte habe ich selbst noch auf der Hand. „Ich nehme diese“, bestimme ich und lege die Karte zu mir. Nun deckt meine Gegner die andere Karte auf. Das Grinsen wird breiter. Eine Doppelagentin! Seine zweite. Musste er nach Erhalt der ersten Karte noch einen Schritt zurückgehen, darf er nun sechs Felder voranschreiten und steht damit auf dem Rundkurs der Agent Avenue direkt hinter mir. Noch ein Schritt und er hat gewonnen. Ich schlucke.

Agent Avenue

Nun bin ich aber dran. Die Codeknackerin offen anzubieten, würde den Gegner dazu zwingen, diese Karte zu nehmen – um die Niederlage zu verhindern. Ich würde also automatisch den von mir verdeckt platzierten Charakter erhalten. Mal gucken: Was habe ich denn so auf der Hand? Der Saboteur scheidet aus, weil der nur den Rückwärtsgang kennt. Wähle ich den Draufgänger? Mit ihm käme ich vorwärts, doch mit dem dritten würde ich die Partie verlieren. Noch gibt es keine Not, das Risiko zu erhöhen. Der Gehilfe verspricht vier Schritte nach vorn. Stark! Damit ist die Entscheidung klar.

Ein hinterhältiges Duo auf der Agent Avenue

Nein, stop! Ich zocke und kombiniere zwei Karten zu einem hinterhältigen Duo. Ich lege den Gehilfen offen und den Saboteur verdeckt. Mein Kontrahent muss bei einer so verlockenden offenen Karte damit rechnen, dass im Verborgenen eine Codeknackerin lauert. Führte er den Gedanken fort, stellte er fest, dass wir beide eine Siegbedingung erfüllten, würde er den Gehilfen wählen. Es gewinnt in solchen Fällen, wer am Zug ist. Also ich. Sollte mein Gegner den Bluff durchschauen, wäre das Rennen indes für mich gelaufen. Doch ich suche den Nervenkitzel. Meine Mundwinkel frieren ein, mein Blick geht tief in die Augen meines Gegenübers. Wie wird er sich entscheiden?

Agent Avenue

Ich ernte einen gequälten Lacher und ziehe selbst die Augenbrauen hoch. Momente der Stille. Dann: „Ich habe ja keine Wahl“, grummelt es von der anderen Tischseite. Seine Hand greift nach der verdeckten Karten. Mein Lachen übertönt sein Stöhnen. Der Abstand zwischen unseren Figuren wächst beträchtlich. Gut für mich. Das Rennen ist wieder offen.

Gedankenspiele bei Agent Avenue

Während mein Gegner nun seinen nächsten Zug überdenkt, nehme ich mir just die Zeit, die Vorzüge von „Agent Avenue“ herauszustellen. Der Clou bei dem Titel von Christian und Laura Kudahl ist natürlich, dass ein Angebot jeweils aus einer offenen und einer verdeckten Karte besteht. Das lädt beide Agenten immer wieder zu Gedankenspielen ein, wie der andere wohl kalkuliert haben mag oder entscheiden wird. Reizvoll ist zudem, dass die Auswirkungen der Charaktere davon abhängen, wie viele ich jeweils von einer Art habe. So kann direkte Auswirkung einer Karte unterschiedlich ausfallen.

In schneller Folge reihen sich hier Überlegungen und Überraschungen aneinander. Je besser ich das Spiel kenne, desto schneller treffe ich meine Entscheidungen. Im Kern als Zwei-Personen-Spiel konzipiert, überzeugt aber auch die Teamvariante für Runden zu dritt oder viert. Und wer mag, kann sich auch noch an einer Fortgeschrittenen-Version erfreuen, in der Fähigkeitskarten auf Schwarzmarktfeldern erworben werden können. Diese nehmen „Agent Avenue“ aber auch die Schnörkellosigkeit. So, nun muss ich aber wieder zurück zu meiner Partie.

Ah, ein Vollstrecker …

Agent Avenue | Nerdlab | Christian Kudahl und Laura Kudahl | 2 Spieler (Varianten für 3 und 4 Spieler) | ab 8 Jahren | 10 bis 15 Minuten | Meine Bewertung: ★★★☆☆ (gut)

Hinweis: Dieser Text ist zuerst im „Spielraum“ auf der Seite des Vereins Spiel des Jahres erschienen.

Reiss aus

Von: Oliver
26. Dezember 2025 um 19:19

reiss aus titel

Eine Art Zeichenspiel, nur mit Papier und ohne Stift? Was soll das sein und wie soll das funktionieren? Ich kann doch nicht aus einem 10 x 10 cm großen Blatt Papier einen Dinosaurier ausreißen, ohne dass er ausschaut wie ein Nashorn, unmöglich! Oder wie lassen sich Stricknadeln von Trommelsticks und Essstäbchen unterscheiden, ebenfalls doch nicht machbar, oder?

- Den Beitrag Reiss aus findest du auf Spielevater - Die ANDERE Seite der Brettspiele

7 Wonders Dice

26. Dezember 2025 um 16:00

Repos Production, Asmodee, 2025
Autor: Antoine Bauza
2–7 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 25 Minuten

In diesem Roll-and-Write-Spiel nehmt ihr Platz im antiken Reich einer großen Stadt und steuert deren Entwicklung in einem kompakten, dynamischen Würfelformat. Ihr seid Baumeister:innen, Händler:innen und Denker:innen zugleich und versucht, eure Stadt effizient weiterzubringen, indem ihr Ressourcen nutzt, Handel treibt, wissenschaftliche Fortschritte erzielt und eure Grenze gegen die benachbarten Städte stärkt. Das Spiel verlagert das bekannte Thema des klassischen Zivilisationsaufbaus in eine kompakte, würfellastige Welt. Jeder von euch hat sein eigenes Tableau, das eine der sieben antiken Städte repräsentiert. Jedes Tableau ist dabei ein wenig anders und sorgt so von Beginn an für Abwechslung und Identifikation. Diese thematische Klammer gibt dem Spiel eine sehr klare Richtung und macht Lust darauf, immer wieder zu sehen, wie sich eure Stadt unter eurem Diktat entwickelt und ob ihr am Ende die meisten Punkte sammeln könnt.

In jeder Runde werft ihr gemeinsam eine Auswahl von Würfeln in eine zentrale Box, das Forum, und schaut, welche Ergebnisse sich bieten. Diese Würfel repräsentieren unterschiedliche Aktionen und Ressourcen, die ihr für euren Aufbruch nutzen könnt. Simultan wählt jede:r von euch einen Würfel aus und entscheidet, wie er auf dem eigenen Tableau sinnvoll eingesetzt wird. Das kann bedeuten, dass ihr ein Gebäude errichtet, Rohstoffe produziert, Handel betreibt oder euren Beitrag an Wissenschaft steigert. Der Clou liegt darin, dass ihr eure Wahl gut überlegen müsst, denn jede Würfelfarbe steht für etwas anderes und die Anzahl der Würfel ist begrenzt. Wenn alle ihre Entscheidungen getroffen und umgesetzt haben, geht es direkt in die nächste Runde ohne Wartezeiten. So entsteht eine flotte Dynamik, bei der man permanent in Bewegung bleibt und immer neue Entscheidungen treffen muss. Bestimmte Boni und Spezialeffekte können im Laufe des Spiels freigeschaltet werden und erlauben komplexere Kombinationen, sobald ihr euren Fortschritt im Blick behaltet. Die Partie endet, wenn jemand drei Bereiche seines Stadtableaus vollständig ausgefüllt hat und dann wird abgerechnet, wer die blühendste Zivilisation vorweisen kann.

„7 Wonders Dice“ sticht besonders durch seine Zugänglichkeit und Geschwindigkeit hervor. Die Regeln sind rasch erklärt und selbst Gruppen mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen finden sehr schnell ins Spiel. Durch die gleichzeitigen Züge gibt es kaum Downtime, was vor allem bei größeren Runden ein großer Pluspunkt ist. Für Familien mit älteren Kindern eignet sich das Spiel deshalb sehr gut, da es strategische Tiefe und planerische Entscheidungen bietet, ohne langwierige Partien zu erzwingen. Materialtechnisch punktet das Spiel mit abwischbaren Tableaus und Stiften, was praktisch und nachhaltig ist. Die vielen Symbole und Zahlen können allerdings schnell unübersichtlich wirken. Die Illustrationen sind ansprechend und die Darstellung der Städte hebt die Identität der Tableaus schön hervor. Die Spieler:innen-Interaktion bleibt im Kern eher indirekt über Vergleiche mit Nachbarstädten. Für Vielspieler:innen, die tiefgreifende strategische Komplexität suchen, könnte es etwas zu leicht und glückslastig erscheinen, da Würfelergebnisse natürlich auch ein Moment des Zufalls sind. Trotzdem erzeugt das Spiel eine spürbare Spannung, weil jede Würfelauswahl unmittelbare Konsequenzen hat und das Tempo hoch bleibt. Insgesamt bietet dieses Spiel ein gelungenes, kurzweiliges Erlebnis, das sich besonders für lockere Spieleabende oder als Einstieg in strategischere Spiele eignet.

Regal Roulette – Zufällige Brettspiele & echte Gefühle

26. Dezember 2025 um 08:00

Emotionen, Erinnerungen & ehrliche Meinungen: Warum lieben wir diese Brettspiele und wie fühlt sich der Fund im Regal der anderen an? Willkommen zu einer neuen Folge Regal Roulette – dem Format, in dem wir unsere Brettspiel-Regale dem Zufall überlassen! Christian und Robert drehen wieder am Roulette und ziehen zufällige Brettspiele aus ihren Sammlungen, um darüber zu sprechen. Doch diesmal sind sie nicht allein: Björn vom Brettspiel-Podcast begleitet uns auf dieser besonderen Reise durch Erinnerungen, Emotionen und Spielerlebnisse. In Regal Roulette geht es nicht nur ums Spielen, sondern vor allem um […]

Regal Roulette – Zufällige Brettspiele & echte Gefühle

Escape & Krimi Dossier – Akte II

26. Dezember 2025 um 08:00

Das heutige Dossier ist etwas kürzer als gewohnt. Zwar ist die Weihnachtszeit nicht friedvoller als sonst, aber die Erinnerungen an die Krimi-Runde DIE RÜCKKEHR DES DR. DANGER sind frisch. Und wann könnten Spiele mit weihnachtlichem Thema (WEIHNACHTEN IN GEFAHR und der EXIT ADVENTSKALENDER) aktueller sein als zu den Feiertagen?Dieses Mal habe ich die vorgestellten Spiele jeweils zu zweit mit…

Quelle

Jahrgang 2017 Brettspiel-Battle – Die Top 16 Brettspiele treten gegeneinander an!

Von: Peer
25. Dezember 2025 um 08:21

Jahrgang 2017 Brettspiel-Battle - Die Top 16 Brettspiele treten gegeneinander an!Im aktuellen Brettspiel-Battle habe ich mal was Neues ausprobiert. Diesmal treten die besten Brettspiele des Jahrgangs 2017 gegeneinander an. Das war sehr spannend, denn es war ein wirklich guter Jahrgang für das Brettspiel-Hobby. Zudem ist Abenteuer-Brettspiele.de im Jahr 2017 entstanden. Ich wünsche euch einen schönen ersten Weihnachts-Feiertag, viel Spaß mit dem Video und bin sehr […]

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