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Spielejahrgang 2025/26:Was vom Jahrgang übrig bleibtTeil 1: Die Außerordentlichen

19. September 2026 um 17:01

Nicht alle sind klug. Hätte ich früher daran gedacht, ein hannoversches oder wahlweise niedersächsisches Spielearchiv zu gründen, könnte ich alle Spiele eines Jahrgangs behalten und müsste mir nicht jedes Jahr im Herbst den Kopf darüber zerbrechen, welche Spiele mir besonders behaltenswert erscheinen.

Andererseits: Das ist als Kritiker ja ohnehin mein Job. Und: Ich kann meinen Blog-Leser:innen ein paar Top-Listen unterjubeln. Das bringt mir zahlreiche Klicks und als charmanten Beifang hoffentlich die schon lange ersehnte Million. Mit dem Geld kaufe ich mir ein Archiv und habe auf einen Schlag all die Spiele zurück, die ich zuvor aussortiert hatte. Klug.

Top-Liste Nummer 1 von 3: Die Außerordentlichen.

Möglicherweise ist es gar nicht so überraschend, welche Spiele ich außerordentlich finde. Schließlich vergebe ich in diesem Blog ein Label desselben Namens. Aber wie auch die neueste PISA-Studie wieder ergeben hat, lernen gar nicht alle Leser:innen meinen Blog auswendig. Hier und da klaffen Kenntnislücken. Hinzu kommt in diesem Jahr als besondere Schwierigkeit, dass ich eines der für mich außerordentlichen Spiele nicht online, sondern nur in der Spielbox rezensiert habe ...


MOON COLONY BLOODBATH: Mein Lieblingsspiel in diesem Jahrgang! Ich habe es sogar einige Male solo gespielt. Das sagt alles. Und falls doch nicht: Ich mag die ungewöhnliche Dramaturgie, dass wir im (vermeintlichen) Wachstum starten und am Ende alles kaputt ist. Normalerweise funktionieren Spiele andersherum: Wir haben nur ein paar Ressourcen, wir haben nur ein paar Züge und denken: Wie soll ich denn damit bloß ein Imperium aufbauen? Und am Ende haben wir ein Imperium. In MOON COLONY BLOODBATH haben wir am Ende einen Scherbenhaufen. Und auch das nur bestenfalls. Als Spielgefühl mag ich, wie Autor Donald X. Vaccarino mich kreativ sein lässt. Der Aktionskartenstapel ist wie ein Programm, das kontinuierlich gegen mich und gegen uns alle arbeitet. Ich versuche, mit meinen rudimentären Mitteln einen fragilen Aufbau zu improvisieren, der eine Weile standhält, und sei es nur ein bisschen länger als die Konstruktion der Konkurrenz.


DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT: Wenn Spiele Gefühle hätten, dann wäre dieses Spiel vermutlich etwas geknickt. Sieben Monate lang war es Tabellenführer in meinem Herzen (bevor jemand fragt: ja klar, mein Herz ist eine Excel-Tabelle). Und kurz vor Toreschluss im März 2026 kam plötzlich jenes andere (siehe oben) angerauscht und verdrängte DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT vom Thron. Trotzdem ist auch dieses Spiel sensationell. Matt Leacock hat es geschafft, seinen PANDEMIE-Mechanismus mit Der Herr der Ringe auf sehr organische Weise zu vereinen. Das Spiel kreiert immer wieder neue und faszinierende Varianten eines schon oft erzählten Plots. Geschichten, die sich ähnlich stimmig anfühlen und im Gedächtnis bleiben.


DITO: Hier und da habe ich Enttäuschung vernommen, dass DITO! Spiel des Jahres wurde. Es sei ja nichts Besonderes, hieß es. Und ich möchte einwenden: Ist es doch. DITO! hat allerdings zwei, drei Partien gebraucht, um mein Herz vollständig zu erobern. Anfangs dachte ich doch glatt, das Spiel sei nichts Besonderes. Besonders wird es für mich aber dadurch, dass DITO! fast immer und überall passt. Es ist ein Spiel, das ich wieder und wieder spielen kann – und das mir verlässlich wieder und wieder Spaß bereitet. In diesem Fall ist es nicht die Innovation, die das Spiel von Martin Ang so besonders macht, es ist die Komposition der gut gewählten Fragen und des emotionalen Wertungsmechanismus. Ich bin mir sicher, dass ich DITO! noch oft spielen werde. Allein schon deshalb, weil ich es noch vielen Menschen zeigen will.


  • Teil 2: Die Unterschätzten
  • Teil 3: Die Reizvollen

13 Brettspiel Neuheiten gespielt | B-Rex Tage Highlights zur SPIEL 2026

15. September 2026 um 12:00

Wir waren für euch vom 04.09.2026 bis zum 06.09.2026 auf den B-Rex Tagen in Merseburg unterwegs und konnten vorab jede Menge spannende Neuheiten für die SPIEL26 in Essen antesten und durchspielen!

13.09.2026 Videobericht auf Youtube: https://youtu.be/iI3lHaKNuHE

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kritisch gespielt: Kniffel: Das Duell

Von: Tobias
02. September 2026 um 22:28
Kniffel Duell - Box

Kniffel Duell - BoxKniffel: Das Duell von Reiner Knizia – erschienen bei Schmidt Spiele 2‑Personenspiele sind ein Trend der letzten Jahre. Mal kooperativ, häufiger aber ein Gegeneinander. Mal eher ungewöhnliche Konzepte, häufiger aber ein taktisches Tauziehen. So ist es jedenfalls nicht verwunderlich, dass mit KNIFFEL: DAS DUELL eines der populärsten Spiele der Neuzeit ebenfalls eine Duellversion erhält. Dabei wurde mit […]

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Gern gespielt im August 2026

DUELL DER DRACHEN: Dass, wer das Doppelte hat, verliert, könnte auch für die bevorstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt eine gute Regelung sein.

EXPEDITION DURCHS EIS: Die Verwechselbarkeit von Blau und Schwarz ist leider ein Problem.

TERRAFORMING MARS: Planeten in Reichweite der Erde leben gefährlich. Wir kommen!

DIE VERLORENEN RUINEN VON ARNAK: Ach, waren das Zeiten, als man in einem unbekannten Land die Biene Maja traf.

DIE GILDE DER FAHRENDEN HÄNDLER: In Hannover müsste es übrigens „Das Gilde“ heißen.







UND AM LIEBSTEN GESPIELT IM AUGUST:

KINGDOM CROSSING: 47 Jahre später gibt es nun endlich die Erklärung dafür, warum du über sieben Brücken gehen musst: Es zählt vier Punkte.





frisch gestrichen: Las Vegas

Von: Tobias
28. August 2026 um 21:53
Las Vegas - Box

Las Vegas - BoxLas Vegas von Rüdiger Dorn – erschienen bei Ravensburger Die erste Ausgabe von (LAS) VEGAS erschien 2012. Das ist so lange her, dass das Spiel schon einen Bart haben könnte – was in diesem Fall durchaus passend wäre. Denn als ein mit aufgewachsener Jugendlicher verbinde ich Las Vegas immer auch mit ZZ TOP. Was bleibt […]

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Spielejahrgang 2025/26: Was meine Spielerunden gerne spielen (2)

Habe ich schon darauf hingewiesen, wie sehr das alles mit Vorsicht zu genießen ist? Ich spreche nicht etwa von meinen Bewertungen, die ich als freundliches Korrektiv unter die Durchschnittsnoten meiner Spielegruppen geschrieben habe. Meine Bewertungen sind natürlich genau richtig. Durchschnittsnoten jedoch sind heikel. Sie gaukeln Objektivität vor, wo keine ist.

Viele externe Faktoren können die Bewertung eines Spiels beeinflussen, die Spielerunde etwa. Ist sie positiv gestimmt, ist sie nörgelig? Es ist schwer, ein Spiel gut zu finden, wenn die anderen am Tisch die ganze Zeit herumlamentieren. Klar, man kann solche Einflüsse herausfiltern, indem man beim nächsten Mal dasselbe Spiel mit anderen Menschen spielt. Allerdings: Wer zu meinen öffentlichen Spielegruppen kommt, will eher neue Spiele kennenlernen und nicht unbedingt etwas spielen, das schon bekannt ist. Und schon gar nicht das, was beim ersten Mal schon nicht so wahnsinnig viel Spaß gemacht hat.

Nächstes Problem: Spiele für Kenner:innen und Expert:innen (im Jargon von Spiel des Jahres: „anthrazitfarbene“ Spiele) werden an meinen Wochenenden von weniger Personen gespielt als die „roten“ Spiele, die wegen kurzer Anleitungen schnellen Spaß versprechen und im Bestfall auch noch für große Runden mit mehr als vier Personen geeignet sind. Die Notenbasis bei Anthrazit ist kleiner, Ausreißernoten mitteln sich nicht so leicht aus.

Doch selbst die roten Spiele mit mehr Bewertungen sind nicht zwangsläufig gerechter oder richtiger bewertet. Ist jemand zum Spieletreff gekommen, um harte Brecherspiele zu spielen, findet aber keine Mitspieler:innen dafür und muss verachtete leichte Kost spielen, ernten diese Spiele möglicherweise keine allzu faire Bewertung. Und weil rund um einen verlässlichen harten Kern die Fluktuation in meinen öffentlichen Runden groß ist, sind viele Noten auch nur Ersteindrücke. Zu einer zweiten oder gar dritten Partie kommt es selten.

Alles in allem: Diesem Notengedöns ist nicht zu trauen. Trotzdem macht es mir einfach zu viel Spaß, aus den Zahlen eine kleine Tabelle zu erstellen. Und deswegen habe ich es wieder getan. Hier die ultimativ nicht ultimative Auswertung für Anthrazit:


1. MOON COLONY BLOODBATH
Mitspieler:innen: 7,9 / 10
Udo: ****** außerordentlich


2. REBIRTH
Mitspieler:innen: 7,5 / 10
Udo: ***** reizvoll


3. ARTENGARTEN
Mitspieler:innen: 7,5 / 10
Udo: ***** reizvoll


4. WUNDERSAME WESEN
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: **** solide


5. LIFE OF THE AMAZONIA
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: ***** reizvoll


6. DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT
Mitspieler:innen: 7,2 / 10
Udo: ****** außerordentlich


7. WISPWOOD
Mitspieler:innen: 7,1 / 10
Udo: **** solide


8. DEWAN
Mitspieler:innen: 7,1 / 10
Udo: **** solide


9. ABROAD
Mitspieler:innen: 7,1 / 10
Udo: ***** reizvoll


10. KAVANGO
Mitspieler:innen: 7,1 / 10
Udo: ***** reizvoll





Spielejahrgang 2025/26: Was meine Spielerunden gerne spielen (1)

Meine Woche ist simpel strukturiert: Montags spiele ich mit meiner Montagsrunde, dienstags mit meiner Dienstagsrunde. Und so weiter, es gibt ja noch ein paar andere Werktage. Und am Wochenende? Habe ich manchmal Wochenende. Manchmal aber auch nicht. Denn am Wochenende spielen meine öffentlichen Runden, die – wenig überraschend – von weit mehr Menschen besucht werden als die Spielerunden bei mir zu Hause.

Der Unterschied? Während ich bei mir zu Hause mit allen anwesenden Menschen gleichzeitig spiele und so auch automatisch miterlebe, wie sie das Spiel finden (zumal wir bei Bedarf hinterher noch darüber diskutieren), spiele ich wochenends nur mit einem Bruchteil der Anwesenden und bekomme ihr Erleben der Spiele nicht so genau mit. Die Gruppen schnappen sich irgendwelche Spiele, spielen sie, stellen sie wieder zurück, holen sich das nächste und diskutieren ihre Spielerfahrungen vielleicht untereinander, aber nicht zwangsläufig mit mir.

Für mich als Spielevampir, der den Menschen ihre Spielerfahrung absaugen möchte, ist dieser Zustand unhaltbar. Weshalb ich die Besucher:innen – höflich getarnt – dazu verdonnere, vor dem Nachhausegehen Notenzettel auszufüllen, um die gespielten Spiele auf einer Skala von 1 bis 10 zu bewerten.

Das ist dann natürlich nur eine Zahl, kein ausführliches Feedback. Aber immerhin ein Anhaltspunkt. Werden Spiele auffallend gut bewertet, die nach meinem bisherigen Eindruck gar nicht so überragend waren, sehe ich das als Aufforderung an mich, dem Spiel noch mehr Zeit zu widmen und es in anderen Konstellationen als bislang auszuprobieren. Und umgekehrt: Finde ich ein Spiel ganz toll, aber in den abgegebenen Noten spiegelt sich das nicht wider, wäre dies ein Grund für Ursachenforschung.

Zahlen haben außerdem den Vorteil, dass man sie in Tabellen eintragen und Dinge damit errechnen kann. Zum Beispiel die Durchschnittswerte. Hier die ultimative Liste der in diesem Jahrgang von meinen Mitspieler:innen am höchsten bewerteten (nach Spiel-des-Jahres-Kriterien) „roten“ Spiele.

Ach ja, die Betitelung „ultimativ“ ist in diesem Zusammenhang natürlich ultimativer Unsinn. Die Spitze liegt eng beisammen. Vor einem Monat waren die Platzierungen noch ein bisschen anders, und in einem Monat würden sie wohl auch wieder etwas anders sein. Aber irgendwann ist eben der Stichtag, und das ist heute, weil ich es sage. Basta!


1. MATCH ME IF YOU CAN
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: **** solide


2. DITO!
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: ****** außerordentlich


3. PILI PILI
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: *** mäßig


4. GOT FIVE!
Mitspieler:innen: 7,3 / 10
Udo: **** solide


5. TAKE TIME
Mitspieler:innen: 7,3 / 10
Udo: ***** reizvoll


6. VISION
Mitspieler:innen: 7,2 / 10
Udo: **** solide


7. MORTY SORTY MAGIC SHOP
Mitspieler:innen: 7,0 / 10
Udo: ***** reizvoll


8. 13 LEAVES
Mitspieler:innen: 7,0 / 10
Udo: ***** reizvoll




Gern gespielt im Juli 2026

FANTASTIQUE: Bei über 30 Grad gibt es wohl kaum etwas Besseres als einen Fächer, mit dem man auch spielen kann.

YUBIBO: Endlich Gleichberechtigung! Stöckchen und Bällchen sind nicht mehr nur Hunden vorbehalten.

CIRCADIA: Die Spielgeschichte habe ich nicht verstanden. Böse Zungen behaupten: Das Spiel auch nicht.

KREATUREN KARAWANE: Pläne für den Planwagen.

DITO: Können nicht auch drei Kreuze ein Bingo sein?








UND AM LIEBSTEN GESPIELT IM JULI:

MOON COLONY BLOODBATH: Na und, früher gab es auch schon heiße Sommer.







kritisch gespielt: Got Five!

Von: Tobias
01. Juli 2026 um 23:04
Got Five - Box

Got Five - BoxGot Five! von Yoann Levet – erschienen bei Blue Orange Ich gehöre zur Generation, die den Ausruf "Fünf ist trümpf" mit einer Comic-Figur namens Rolf assoziiert. Statt vierstellige Postleitzahlen mussten wir uns auf einmal fünf Ziffern merken – und dann auch noch unterschiedliche für die gleiche Stadt! Ich habe das dumpfe Gefühl, eine derartige zusätzliche […]

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Gern gespielt im Juni 2026

BOSS FIGHTERS QR: Nach meiner Erinnerung hatten wir alle Monster längst plattgemacht. Man stelle sich die Überraschung vor, als ich in der App mal wieder nachgeschaut habe ...

REBIRTH: Und dabei heißt doch dieses Spiel REBIRTH.

MORTY SORTY MAGIC SHOP: Im Fachhandel muss die Ware natürlich in die richtigen Fächer.

MISCHWALD DARTMOOR: Na toll. Endlich habe ich eine Art Strategie, da kommt die EXMOOR-Erweiterung ...

MASSENWEISE MONSTER: Nachdem sich nun bewahrheitet, dass in Geisterbahnen doch echte Monster herumspuken, frage ich mich, welche Lügen mir meine Eltern noch aufgetischt haben.





UND AM LIEBSTEN GESPIELT IM JUNI:

DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT: Gruppenreisen sind verpönt. Doch auch mit Galadriel, Arwen und Legolas im Schlepptau kann ein Ausflug zum Schicksalsberg unvergesslich werden.


kritisch gespielt: Dito!

Von: Tobias
16. Juni 2026 um 21:58
Dito - Box

Dito - BoxDito! von Martin Ang – erschienen bei Game Factory Ganz entgegen meiner Gewohnheit beginne ich mit einem Zitat. Der französische Moralist und Essayist meinte einst: "Nichts wirkt so eintönig wie ständige Zustimmung." Der gute Mann hat niemals DITO! gespielt und dabei die unheimliche Freude der Übereinstimmung gefühlt. Thema: Auch wenn das Cover Ufo, Taco, Spiegelei und die […]

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Frisch gezockt 06/2026

Von: Andi
15. Juni 2026 um 14:35

Puh…da ist es ja sehr sehr lange still gewesen. Wie die Zeit vergeht 😀
Ja es ist derzeit eine sehr spannende Zeit und die Spielgewohnheiten haben sich (wieder mal) ziemlich umgestellt.
Das wird heute eine etwas längere Liste.

3 Chapters

1 Mal pro Monat organisiere ich in der Arbeit einen Spieleabend. Fast alles Leute die wenig bis gar nichts spielen. 3 Chapters ist dort sehr gut angekommen und hat mir selbst auch sehr gut gefallen. Hier wird zuerst in 7 Wonders Manier zuerst eine Hand zusammengedraftet. Danach spielt man in Kapitel 2 seine Karten wie in einem Stichspiel aus (Farben gibts nicht. Höhere Zahl gewinnt). Seine Karten behält man sich aber und in Kapitel 3 wertet man alle seine Handkarten. Die wichtigste Information hab ich unterschlagen. Jede Karte hat natürlich auch eine Fähigkeit bzw. gehört zu einer oder mehreren Kategorien. Manche Fähigkeiten wirken nur in einem bestimmten Kapitel, manche in allen Kapiteln. Das alles hört sich in der ersten Partie nach viel Information an aber durch das Märchenthema weiß man schon ganz gut was zusammengehört.

Altay – Aufbruch der Völker

Ein Spiel dass Deckbau mit Gebietskontrolle und „Forschung“ kombiniert.
Das haben wir zu zweit angespielt. Grundsätzlich finde ich es gut aber wir haben das zu defensiv gespielt. Da man für jede erbeutete gegnerische Siedlung 1 Punkt und auch ein Verlust einen nicht komplett aus dem Spiel kegelt hätte man da mehr darauf achten müssen. Diese inkludierte Promo braucht es dann zu zweit unbedingt, damit man übers Wasser kommen kann. Ansonsten dauert es am Landweg ziemlich lange bis man sich begegnet.
Ich dachte echt, dass es weniger Platz am Tisch brauchen würde aber durch die Kartenauslage + die Behälter für die Ressourcen + der Spielplan + die erforschten Technologien. Es läppert sich zusammen. Ersteindruck. Erfrischende Grafik und ich mag wie der Deckbau umgesetzt wurde. Zu zweit … mal schauen. Wie gesagt ich denke wir sind das zu defensiv angegangen.

Duell um Cardia

Ja was soll ich sagen. Ich mag dieses kleine Duellspiel sehr. Es erinnert mich an Hol’s der Geier bzw dem GOPS nur mit … mehr. Schnell erklärt und gespielt und es bietet für den Preis von unter 20€ eine Menge Spiel.

Hero Story

Hier haben wir ein Stichspiel, dass auch Solo spielbar ist. Das ist die Entstehungsgeschichte unseres Superhelden. Hört sich nicht nach einem Stichspiel an … ich weiß.
Man spielt mehrere Runden. Zu Beginn jeder Runde darf man dann Fähigkeiten von einem Stapel ziehen und 1 zu seinen hinzufügen. Mit wachsender Rundenanzahl hat man auch mehr Ausdauer und diese nutzt man um auszuwählen welche Fähigkeiten man aktivieren will.
Gefällt mir gut und es funktioniert auch solo gegen die Bots. Die sind eine Mischung zwischen dem sehr planbaren Herr der Ringe Stichspiel und dem Zufall von für Northwood.
Der größte Kritikpunkt den ich derzeit habe ist, dass man zu Beginn auch entscheidet ob man diese Runde Superheld oder Bösewicht ist … wobei der Bösewicht keine Stiche machen will.
Die Belohnung dafür (ohne andere Spezialfähigkeiten) ist im Vergleich zu den normalen Stichen etwas mau.

Karak 2

Lange war ich auf der Suche nach einem Spiel in Heroes of Might and Magic Manier. Die Serie hab ich am PC immer gerne gespielt. Jetzt gibt es Mage Knight oder auch Heroes of Might and Magic 3 aber beide Brettspielumsetzungen haben etwas das mir zu solitär ist bzw. viel zu lange dauert und viel zu komplex ist, im Vergleich zur PC Reihe. Die konnte ich mit 10 ohne Probleme spielen ohne 30 Seiten Regeln lesen zu müssen. Sie gehen zwar in Richtung der PC Spiele aber die haben die meisten ja auch solitär gespielt und ich hätte gerne eine Spiel gehabt, dass in einer akzeptablen Zeit, das miteinander schafft… gerne in simpel. Karak 2 ist eben so ein Spiel mit dem man mit einem Helden durch die Lande zieht, eine Stadt baut und ausbaut, Einheiten rekrutiert und Monster bekämpft. Dabei ist es von Haus aus interaktiver da alle Spieler auf dem selben Plättchen starten. Man bekämpft sich zwar nicht direkt aber es gibt schon Interaktionen.
Ich hab auch gleich beide Erweiterungen dazu gekauft (und ein Insert auf Etsy), denn ein paar Elemente aus den Erweiterungen wie z.b. die einzigartigen darftbaren Einheiten und Gebäude sind schon sehr toll.
Das alles hat natürlich seine strategischen Anteile aber es wird in dem Spiel sehr viel gewürfelt. Schönes lockeres und sehr zugängliches Spiel von dem sich an einem Abend auch eine 2. Partie ausgeht.

Kingdom Builder

Ja das ist nicht neu aber ich habe es seit mehreren Jahren wieder einmal gespielt. Ich habe vor einer Weile schon hin und herüberlegt ob ich mich vom Spiel trennen soll, da ich mit meinem Vater nun hauptsächlich Dominion spiele und nicht mehr Kingdom Builder und die Schachtel doch einiges an Platz wegnimmt.
Also … alles für das erste Spiel aufgebaut wie laut Anleitung. Hat mir wieder gezeigt warum das so lange so weit oben in meinen Top Listen ist. Zu zweit haben wir keine 20 Minuten gebraucht und dennoch hast du interessante Kombinationen mit den Ortsplättchen, wie du da das Maximum rausholen kannst. In 20 Minuten! Das ganze wird jetzt umgekehrt ablaufen. Einige andere Spiele die einfach sind und hauptsächlich aus irgendwas ziehen und irgendwas ausspielen bestehen werden gehen müssen. Zu zweit hat man nicht viele Interaktionspunkte aber mit mehr Leuten kommt man sich durch den gemeinsamen Spielplan in die Haare.

Waldland

Hier haben wir ein interessantes Drafting Spiel. Im Grunde hat man 3 Stapel. Man sieht sich die Karten von einem Stapel an und entscheidet ob man diese Karten will oder nicht. Will man sie nicht, legt man eine zusätzliche Karte zu Stapel 1 dazu und schaut sich den nächsten Stapel an.
Natürlich teilt man sich mindestens 1 Stapel mit einem der Mitspieler.
Ich mag den Mechanismus sehr. Ebenso wie die Illustrationen. Den Aufbau der Schachtel mit Pappboxen für die einzelnen Komponenten ist auch gut gelungen …. aber … ich weiß noch nicht ob ich das Spiel mit 4 Leuten gut finden werde. Zu zweit kommen wir auf ca eine 3/4 Stunde. Zu 4. werden das sicher 90min werden. Ob das Spiel „genug“ dafür hergibt muss ich erst sehen. Ersteindruck ist aber gut.

Würfelkönig

Einer meiner Neffen ist mittlerweile 7 dh. schön langsam kann man mit ihm ein paar Spiele spielen. Was soll man sagen. Es hat etwas von Kniffel nur ist das was man Würfeln will dynamischer, weil die Auslage wechselt und auch die Position der Karten interessant ist und es mit niedlichen Illustrationen versehen. Gefällt mir.



kritisch gespielt: Cozy Stickerville

Von: Tobias
08. Juni 2026 um 22:35
Cozy Stickerville - Box

Cozy Stickerville - BoxCozy Stickerville von Corey Konieczka – erschienen bei Unexpected Games Da ich in meinem Sprachgebrauch den "Cozy-Trend" verpennt habe, musste ich mich nachbilden. Und dabei wurde ich überrascht. Ich hätte den Begriff als recht neuzeitlich und aus dem Amerikanischen kommend eingeordnet. Aber dank eines Online-Etymologiewörterbuchs (übrigens: was für ein Wort!) weiß ich nun, dass sich […]

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