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Linie 1

27. März 2026 um 16:00

Goldsieber Spiele, 1995
Autor: Stefan Dorra
2-5 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 45-60 Minuten

Ihr sitzt vor einem leeren Stadtplan, habt eure geheimen Zielhaltestellen auf der Hand und versucht, mitten im entstehenden Straßenbahnnetz genau die eine Verbindung zu schaffen, die nur für euch perfekt ist. Genau daraus zieht „Linie 1“ bis heute seinen Reiz. Dabei tüftelt ihr nicht an getrennten Strecken, sondern an einem gemeinsamen Netz, das alle nutzen und zugleich gegeneinander verbiegen. Das Thema ist angenehm greifbar, weil jede Partie wie ein kleines Verkehrsprojekt mit versteckten Absichten wirkt. Statt großer Simulation bekommt ihr ein Familienspiel, in dem Planen, Beobachten und leichtes Täuschen zusammenkommen.

Der Ablauf teilt sich in zwei deutlich verschiedene Hälften. Zuerst legt ihr reihum Schienenplättchen in ein gemeinsames Netz, ergänzt Lücken, tauscht passende Teile aus und versucht, eure eigene Route unauffällig fertigzubauen. Das ist der stärkere Teil des Spiels, weil hier ständig kleine Fragen im Raum stehen. Baue ich an meiner Strecke weiter, blockiere ich euch an einer wichtigen Stelle oder tarne ich meine Absicht noch eine Runde länger? Sobald jemand die eigene Verbindung vollendet, beginnt für diese Person schon die Einweihungsfahrt, während andere noch bauen. Genau das bringt Abwechslung, kann aber auch kippen, weil Nachzügler:innen in Phase eins spürbar ins Hintertreffen geraten. Die zweite Phase lebt dann vom Abfahren der Strecke und war in der Erstauflage stark vom einzelnen Würfel geprägt. Spätere Ausgaben haben das mit drei Symbolwürfeln variabler gestaltet, was die Schlussphase merklich auflockert.

Was „Linie 1“ gut kann, ist Spannung aus verdeckten Zielen und einem gemeinsam verbauten Plan zu ziehen. Wenn plötzlich klar wird, warum jemand seit drei Zügen um genau dieselbe Kreuzung kreist, entstehen schöne Aha Momente. Die Interaktion bleibt aber recht schmal und äußert sich oft vor allem im Ärgern, Blockieren und späteren Flicken der eigenen Strecke. Dazu kommt eine spürbare Downtime, gerade wenn viele am Tisch sitzen. Die Einweihungsfahrt der 1995er Ausgabe kann sich ziehen und wirkt gegenüber der Bauphase deutlich zufälliger. Beim Material merkt ihr dem Spiel sein Alter an. Der Inhalt ist funktional, aber weder besonders üppig noch hochwertig und die große Schachtel wirkt für das wenige Material ziemlich überdimensioniert. Die Gestaltung der Erstauflage ist übersichtlich und charismatisch 90er, haptisch jedoch eher zweckmäßig. Gerade digital auf Board Game Arena funktioniert das alles heute erstaunlich gut. Das ist eine eigene Einordnung, aber aus meiner Sicht federt die Umsetzung Wartezeiten und Verwaltungsaufwand deutlich ab. Für Familien und Gelegenheitsspieler:innen mit Freude an Streckenbau und gegenseitigem Stören ist „Linie 1“ weiterhin interessant. Wer flüssige Abläufe, starke Materialanmutung oder viel Einfluss bis zum Schluss sucht, wird eher reserviert bleiben. Wenn ihr alte Goldsieber Titel mit Ecken und Kanten mögt, werdet ihr hier durchaus Freude haben.

The Red Winter (Cameron Sullivan) – Das blutige Kapitel um Frankreichs berüchtigtsten Werwolf – (Kurzcheck)

26. März 2026 um 09:00

ReWi - BannerDie Jagd nach dem Biest von Gévaudan im Frankreich des 18. Jahrhunderts gehört nicht unbedingt zum liebsten Kapitel von Sebastians unsterblichem Leben. Zu viel Blut von zu vielen geliebten Menschen wurde dort vergossen. Kann der Debütroman The Red Winter des australischen Autors Cameron Sullivan der Legende neues Leben einhauchen?

Dieser Beitrag wurde von Bianca Heilmann geschrieben

Keine Ahnung – Spielkritik

Von: Paddy
26. März 2026 um 07:41
Keine Ahnung

Um an die Pokale zu gelangen, muss man seine Karten wegspielen. Je öfter man das schafft, desto mehr Pokale gewinnt man bei Keine Ahnung. Mit ein wenig Glück und etwas Merkfähigkeit spielt man seine Auslage locker weg, um gleich eine

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Dune Imperium: Bloodlines

Von: Markus
26. März 2026 um 00:03

Dune: Imperium – Bloodlines hat es einfach irgendwie gespürt. Wie der Sandwurm, der das feine Erdbeben in der Wüste fühlt und auf den Ort des Epizentrums losjagt, hat dieses Spiel auch unsere Gruppe erspürt. Ohne Spaß: Gerade kam Dune: Imperium auf unseren Spieltisch und was soll ich sagen? Schweißnasse Hände, ein epischer Abend und die...

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Kreuzwort Challenge – Spielkritik

Von: Paddy
25. März 2026 um 07:41
Kreuzwort Challenge

Insgesamt 100 Rätselblätter mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden warten auf die Kreuzwort Challenge, bei der man gegeneinander zum Kreuzworträtsel antritt. Der Klassiker aller Rätselspiele ist über 100 Jahre alt und lädt mit diesem Spiel zum grossen Duell. Ein Rätselblatt vom dicken Block

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Stakko – Spielkritik

Von: Paddy
24. März 2026 um 07:25
Stakko

Alles ist sehr minimalistisch, wenn sich die hölzernen Spielsteine in einer Reihe zu immer neuen Türmen erheben. Bei Stakko spielt man im direkten Duell seine Scheiben auf die gegenüberliegende Seite. Wer bildet am Ende den höchsten Turm? Stakko ist ein

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Der Cthulhu Mythos lebt

23. März 2026 um 08:51

Neue Abenteuer für das Rollenspielsystem Cthulhu bei Pegasus Spiele

Friedberg, 23.03.2026: Auch 2026 wächst die Cthulhu Rollenspielwelt weiter: Rund um die Gratisrollenspieltage veröffentlicht Pegasus Spiele nach Kinder der Furcht einen weiteren limitierten Kampagnenband, Zeit der Ernte. Seit dem letzten Herbst bereits erhältlich sind außerdem die Abenteuerbände Die Hoffnung stirbt zuletzt und Isolani in Kamborn.

Mit Zeit der Ernte erleben die Spielenden eine mehrteilige Kampagne. Als vier bis sechs Akademiker*innen der Miskatonic-Universität in Arkham, Massachusetts begeben sie sich in den 1930er-Jahren auf eine zunächst vermeintlich harmlose Exkursion, die sie jedoch tief in ein Netz aus Schrecken und Intrigen hineinzieht. Die Kampagne kann dabei sowohl mit den klassischen Cthulhu Regeln als auch mit den Pulp Cthulhu Regeln gespielt werden und richtet sich insbesondere an Cthulhu Neulinge. Dazu enthält der limitierte, handnummerierte Band im Pappschuber, der voraussichtlich ab Ende März für 69,95 € bzw. in der digitalen Version auf pegasusdigital.de für 39,95 € erhältlich sein wird, neben einer Geschichte, für die kein Hintergrundwissen nötig ist, auch eine Auswahl an zehn vorgefertigten Investigatoren. Ein optionales sechstes Kapitel rundet die Kampagne ab und nimmt die Spielgruppe mit in kosmische Sphären.

Bereits im vergangenen Spätsommer bzw. Herbst sind drei weitere Bände für das Horrorrollenspiel erschienen: Während die beiden Softcover-Bände Die Hoffnung stirbt zuletzt und Isolani in Kamborn jeweils für 14,95 € bzw. für 9,95 € in der digitalen Ausgabe verfügbar sind, ist der Kampagnenband Kinder der Furcht als limitierte, handnummerierte Ausgabe im Pappschuber für 69,95 € bzw. 39,95 € auf pegasusdigital.de erhältlich.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und Isolani in Kamborn wurden beide von der Pegasus Spiele Redaktion entwickelt und enthalten spielfertige Abenteuer in den 1920er-Jahren. Während sich die Spielenden in Die Hoffnung stirbt zuletzt auf drei Abenteuer freuen dürfen, die sie an den Rand der Hoffnungslosigkeit treiben, stellt sie Isolani in Kamborn dagegen in zwei Szenarien vor die Problematik des Alleinseins, der Isolation. Mit Kinder der Furcht erlebt die Spielgruppe dagegen ein achtteiliges Szenario in den Jahren 1923 bzw. 1924. In Süd- bzw. Ostasien folgen sie den Spuren des chinesischen buddhistischen Mönchs Xuanzang. Sie untersuchen geplünderte Tempel, vergessene Seen und Museen sowie Klöster und verborgene Täler. Sechs vorgefertigte Investigatoren erleichtern den Start in das Abenteuer, das umfangreiche Ermittlungen und actionreiche Handlung gleichermaßen verspricht.

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Little Tokyo

23. März 2026 um 02:33

Unsere erstes Date ist vielversprechend. Eine kompakte braune Spielbox aus bedruckter Pappe. Schlicht, nicht glänzend, nichts Aufgesetztes. Darin: Holzfiguren in einer Papiertüte, angenehm schwer, sauber verarbeitet. Eine Anleitung, gedruckt auf…

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Jetzt wird versendet!

23. März 2026 um 00:07

Im Artikel zu den 10 Jahren Brett & Pad hatten wir dazu aufgerufen, uns Bilder von euch und euren Lieblingsspielen zu senden. Unter anderem war in der Verlosung ein fettes Paket von Pegasus Spiele dabei. Unsere Idee dahinter: Menschen erreichen, die wirklich Lust auf Brettspiele haben und nicht über Gewinnspielbots unseren Posteingang fluten. Das ist...

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Die Quadratur der Spieleschachtel

22. März 2026 um 13:47
Trevor Noah meinte mal “Alles ist interessant, wenn man genug darüber weiß”. In diesem Sinne ein Artikel über zwei Spieleschachtelformate. Quadratisch oder Buchformat? Abgesehen von kleinen Spielen – oder extremen Kickstartermonstern – im Moment so fast die einzige Wahl, was Schachtelformate betrifft. Das war nicht immer so. In Deutschland dominierten im letzten Jahrundert vor allem […]

Tipp um Tipp – Brettspiel-Quiz (22)

22. März 2026 um 06:00

In unserem Format „Tipp um Tipp“ laden wir euch ein, mit uns zu quizzen. Wir beschreiben Euch einmal pro Woche in 15 bis 20 Hinweisen ein Brettspiel. Wie schnell bekommt Ihr es heraus? Am Ende gibt es direkt die Auflösung. 

Schreibt uns gerne, wie Euch das Quiz gefällt oder sagt einfach hallo.… [Weiterlesen]

Zurück aufm Bauernhof: Mein Allzeit-Lieblingsspiel Agricola

Von: ravn
21. März 2026 um 19:28

Es gibt Brettspiele, die haben einen ganz persönlichen Stellenwert. Spiele, die derweil zu Klassikern geworden sind und mit ganz vielen guten Erinnerungen verknüpft sind. Das thematische Eurogame-Meisterwerk von Uwe Rosenberg nimmt so einen Platz bei mir im Spielerherzen ein.

Wir schreiben das Jahr 2008. Anfang Februar. Draußen liegt Schnee. Das ist mir allerdings egal. Mich begeistert viel mehr das mir damals noch unbekannte Brettspiel Agricola. Das wurde zwar schon vor ein paar Monaten auf der SPIEL 2027 in Essen vorgestellt, aber anscheinend habe ich es dort nicht beachtet oder übersehen. Hier auf dem Spieleseminar in Hilchenbach ist es auf einem Tisch aufgebaut und wurde bespielt. Und zwar dauerhaft das komplette Wochenende lang, an dem ich vor Ort war. Immer im fliegenden Wechsel der Mitspieler. Es war so begehrt, dass manch einer sogar die Nacht extra dafür durchgemacht hatte, um eine weitere Partie folgen zu lassen.

Mit Abstand und noch vor Skib Bo und Phase 10 wurde es zum beliebtesten Spiel dieser zehn Tage gewählt. Die Historie erzählt, dass es sogar ein zweites Exemplar von Agricola dort gab. Meine Erinnerung kennt allerdings nur diesen einen ständig umlagerten Spieltisch, der sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt hat. So eine Euphorie um ein einziges Spiel habe ich danach nur noch selten erlebt. Auf den Spuren von Marco Polo und die Jagd nach der legendären Siegpunktschwelle von 200 Punkten kann ich da aufführen, aber das ist eine ganz andere Brettspieltag-Erinnerung.

Die jährlichen Spieleseminare in Hilchenbach waren vom Spielekreis Hiespielchen aus Dinslaken-Hiesfeld organisiert. Ein Sammelbecken von Brettspielern weit über Dinslaken hinaus. Später wurde aus Hilchenbach der Ort Bad Holzhausen, das für mich jahrelang nur Neu-Hilchenbach war. Die Altersstrukturen der Mitspieler haben sich seit dem geändert, verjüngt und über die Jahre selbst älter geworden. Aber das war nur der Rahmen.

Zurück zu Agricola. Dort bestimmten sieben Ausbildungen und sieben kleine Anschaffungen unser Schicksal und fernab der ersten Kennenlernpartien auch die Möglichkeiten, wie gut wir am Ende abschneiden werden. Ab einem gewissen Erfahrungslevel bestimmen halt die Handkarten, was möglich ist oder was auch nicht. Deshalb gab es auch die Drafting-Variante, um diesen Glücksfaktor auszugleichen. Ich selbst kann mich allerdings nicht wirklich daran erinnern, dieses Drafting dauerhaft genutzt zu haben, weil als umständlich und zeitintensiv verschrien. Wir wollten doch nur spielen und bis 7 Wonders diesen Mechanismus als eigenes Spiel verkaufte, war es damals noch einige Jahre hin.

Bei Agricola galt es zunächst, die Ernährung sicherzustellen. Wohl dem, der dazu passende Handkarten hatte. Denn niemand wollte freiwillig Bettelkarten in Kauf nehmen. Danach stand die Vermehrung an. Zwar wollten die neuen Arbeiter, die wir erst wenige Jahre zuvor in Caylus kennengelernt hatten, ebenfalls ernährt werden, gaben uns jedoch mehr Entfaltungsraum pro Spielrunde. Mit den anfänglichen zwei Arbeitern konnte man halt keinen Blumentopf gewinnen. Alleine das Anpflanzen von Getreide und Gemüse dauerte schon drei Spielzüge: Acker pflügen, Getreide besorgen, Getreide aussäen. Und nebenbei idealerweise noch Brot backen, das allerdings ein weiteres Getreide brauchte. Also doch lieber auf Viehzucht setzen? Besser beides, denn am Ende folgte die Punkteabrechnung und belohnte unseren Fortschritt in diversen Kategorien. Wer dort etwas vernachlässigte, der musste mit Minuspunkte leben. Wer wollte das schon?

Den Spannungsbogen zog ich bei Agricola aus der Ungewissheit, was meine lieben Mitspieler so anstellen würden. Schließlich wurde reihum nur ein Arbeiter eingesetzt. Somit konnte sich pro Spielrunde auch nur einer vermehren und nur einer einen Acker pflügen. Blöd und im Dilemma der quälenden Wahl gefangen, wenn dort zwei begehrte Schilf auslagen, aber das eigene Kartenhaus der Aufbaustrategie in sich zusammenfallen könnte, wenn das Feld der Aussaat zwischenzeitlich blockiert werden würde. Also nicht zu konzentriert auf ein bevorzugtes Feld starren und hoffen, dass die Mitspieler doch ganz andere Pläne haben. Wer will schon sechs Holz liegen lassen? Wird doch auch dringend benötigt.

Dieser Wechsel der Anspannung und Erlösung macht für mich Agricola besonders. Dabei kommt das Eurogame von Lookout Spiele erstaunlich gradlinig daher. Zumindest aus heutiger Sicht. Erst letztens wieder in entspannter Dreierrunde gespielt und auch gemeinsam erklärt und die Details in Erinnerung gerufen. Damals sah das schon anders aus. Die Anleitung war eine Textwüste, die ihre Menge an Informationen nur unterbringen konnte, indem die Schriftgröße an der Grenze zur Winzigkeit geschrumpft wurde. Wir mussten uns damals Agricola erarbeiten oder darauf hoffen, dass es jemand ausreichend gut kannte und erklären konnte. Das Alter von 18 Jahren habe ich bei meiner spielerischen Rückkehr aufm Bauernhof nicht gemerkt. Agricola ist für mich weiterhin eines meiner Lieblingsspiele. Meine letzte Partie hat mich dabei so fasziniert, dass ich davon gar keine Fotos gemacht habe. Aber am schönsten sind sowieso die selbst erlebten Erinnerungen daran und der Wunsch nach der nächsten Spielpartie.

Agricola ist für mich ein Klassiker der Brettspielgeschichte. Eine perfekte Mischung aus Mechanik und Thema. Ein Paradebeispiel von indirekter Interaktion, die für mich durch die schnelle Taktung der Züge durchgängig spürbar wird. Eine angenehme Denktiefe mit einem angenehmen Ärgerfaktor, der schnell wieder verfliegt, weil der nächste und dann hoffentlich bessere Spielzug folgt. Ich kann auf meinem persönlichen Spielbrett mitverfolgen, wie mein Bauerhof wächst und sich die leeren Felder füllen und durch Siegpunktquellen ersetzt werden – von mir, denn ich bestimme hier mein Schicksal, zumindest in dem Rahmen, der mir meine Handkarten ermöglichen. Lasst Euch nicht wie ich von dem Brottrog als kleine Anschaffung verführen. Der spart Euch zwar einen Rohstoff beim Ofenkauf, aber bauen müsst Ihr diesen Ofen durch Aktionseinsatz immer noch selbst. Diese und viel mehr Geschichten erzählt Agricola und genau deshalb ist mein Wiederspielreiz ungebrochen hoch. Und das nach 18 Jahren.

Ich schwöre übrigens weiterhin auf meine Erstauflage. Ohne Kartenhüllen. Die hatte noch schlecht gestanzte und ausfransende Spielbretter sowie nur Holzklötzchen für die Tiere. Später habe ich mir dann die Tier-Meeple nachgekauft und auch die Feldfrüchte in ausmodellierter Holzform anstatt gelber und orangener Scheiben. Beklebt habe ich meine Arbeiter hingegen nicht und auch sonst braucht es keine Deluxifizierung. Denn das Erlebnis Agricola entsteht für mich im Kopf. Das haptisch ausreichend schöne Holzmaterial reicht mir dazu mehr als aus. Braucht es noch mehr Überzeugungsgründe für ein Allzeit-Lieblingsspiel? Und genau deshalb lasse ich die Agricola-Neuauflage von Awaken Realms auch ohne Angst, etwas zu verpassen, schulterzuckend links liegen. Ihr auch? Ab mit Euren erinnerten Agricola-Ersterfahrungen in die Kommentare.

Spielanleitungen und Katalog jetzt zum Blättern

20. März 2026 um 11:31
Ab sofort könnt ihr auch direkt auf unseren Spiele-Seiten durch die Anleitung blättern. Und auch unser gedruckter Katalog ist jetzt online und bietet sich zum Schmökern an.

Automatic Noodle (Annalee Newitz) – Authentische Biang Biang Nudeln im Roboter-San-Francisco-Style (Rezension)

20. März 2026 um 09:00

In der Cozy-Science-Fiction-Novelle Automatic Noodle von Annalee Newitz versuchen vier Roboter in einem vom Krieg gezeichneten San Francisco ein Nudelrestaurant aufzubauen. Zwischen gesetzlichen Einschränkungen und misstrauischen Menschen suchen sie dabei vor allem eines: einen sicheren Platz für sich. Doch der Weg dorthin erweist sich schwieriger als erwartet.

Dieser Beitrag wurde von Julie Tabea Fiona Wolz geschrieben

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