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CMON stoppt NFT-Investment in Blissful Link

29. Juli 2026 um 15:26
CMON stoppt NFT-Investment in Blissful Link

Der Brettspielverlag CMON, bekannt für Miniaturenspiele wie Zombicide und Blood Rage, zieht sich aus einem Ausflug in die Blockchain zurück. Wie das Branchenmagazin BoardGameWire am 23. Juli 2026 unter Berufung auf eine Pflichtmeldung an die Börse Hongkong berichtet, kündigt CMON das im April 2026 angekündigte Investment von 2,1 Millionen US-Dollar in den NFT-Spieleentwickler Blissful Link wieder auf.

Capverse: Was Blissful Link mit NFT-Charakteren plante

Blissful Link entwickelt Capverse, laut Unternehmensangaben ein Play-to-earn-Videospiel auf Blockchain-Basis. Spielerinnen und Spieler kaufen darin NFT-Charaktere namens Sumer und lassen diese online gegeneinander antreten. Der Reiz für den Käufer liegt weniger im Spiel als im Handel: Die Figuren sind digitale Besitztitel, die weiterverkauft werden können. Die Namen des Entwicklerteams hinter Blissful Link nennt die Meldung nicht.

Warum CMON den Blissful-Link-Deal abbläst

Als Grund für den Rückzug gibt CMON an, die Bedingungen für den Vollzug seien nicht erfüllt worden. Konkret nennt der Verlag laut Bericht offene Punkte bei der Prüfung von Finanzen und Rechtsstruktur von Blissful Link sowie bei vertraglichen Gewährleistungen. Welche Prüfung im Detail scheiterte, legt CMON nicht offen.

Der ursprüngliche Deal bewertete Blissful Link mit über 95 Millionen Dollar. Dem stehen magere Zahlen gegenüber: Für 2024 weist das Unternehmen einen Verlust von rund 197.000 Dollar bei einem Umsatz von gut 408.000 Dollar aus, dazu Nettoverbindlichkeiten von etwa 889.000 Dollar. Die Angaben sind ungeprüft, Zahlen für 2025 fehlen. Ziel des Investments war es laut CMONs Verwaltungsrat, „relevant in der Spielebranche zu bleiben" und den Umsatz zu verbreitern: Marken wie Massive Darkness und Super Fantasy Brawl Reborn sollten als digitale Assets in die Blockchain wandern.

CMON in der Krise: Verluste, Markenverkäufe, wartende Backer

Der Rückzug fällt in eine angespannte Lage. CMON summierte 2024 und 2025 rund 23 Millionen Dollar Verlust, mehr als das Fünffache der Gewinne der neun Jahre davor. Die Wirtschaftsprüfer äußerten Zweifel am Fortbestand des Unternehmens. Um Liquidität zu sichern, verkaufte CMON zentrale Marken: Zombicide und Cthulhu: Death May Die gingen an Asmodee, Blood Rage, Rising Sun und Ankh an Tycoon Games.

Parallel warten Unterstützer auf Ware. Kampagnen wie DC Super Heroes United (4,4 Millionen Dollar) und DCeased (2,5 Millionen Dollar) sind noch nicht ausgeliefert, CMON erwartet die Lieferung nun für das vierte Quartal 2026. Neue Crowdfunding-Projekte hatte der Verlag im April 2025 wegen der US-Zölle auf in China gefertigte Spiele pausiert, ein Wiederanlauf ist für Ende 2026 geplant.

Schlechtes Timing: der NFT-Markt seit 2021

Der Zeitpunkt für den NFT-Einstieg wäre ohnehin heikel gewesen. Der NFT-Hype erreichte 2021 seinen Höhepunkt, die Spekulationsblase platzte bereits ein Jahr später: Viele Token verloren über 90 Prozent ihres Höchstwerts. Kickstarter verbietet NFT-Inhalte weiterhin: Die Kampagne Wonders of the First musste 2024 genau daran scheitern.

Star Trek: Captain's Chair, Welle 2: Frosted Games bringt ein zweites Grundspiel auf Deutsch

29. Juli 2026 um 12:46
Star Trek: Captain's Chair, Welle 2: Frosted Games bringt ein zweites Grundspiel auf Deutsch

Das expertengewichtige Kartenduell aus der Imperium-Meta-Reihe wächst auf Deutsch weiter: Frosted Games kündigt die zweite Welle von Star Trek™: Captain's Chair an. Im Zentrum stehen ein komplett eigenständiges zweites Grundspiel, eine Erweiterung und ein exklusives Promoset. Wir ordnen ein, was die neuen Boxen spielerisch bringen, und trennen das von der Vorbestellaktion, die parallel läuft.

Auf einen Blick

  • Spieleranzahl: 1 bis 2
  • Spieldauer: 60 bis 120 Minuten
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Gewicht (BGG): rund 4 von 5 (Kenner- bis Expertenbereich)
  • Design: Nigel Buckle und Dávid Turczi (neue Titel zusätzlich Adam Turczi)
  • Verlag: Frosted Games (Original: WizKids)

Captain's Chair: Spielprinzip, Spielerzahl und Dauer

Captain's Chair ist ein Duell für ein bis zwei Spielende, ausgelegt auf 60 bis 120 Minuten und ab 14 Jahren. Diese Zeitspanne ist eine Verlagsangabe für ein Duell, das die BoardGameGeek-Community bei einem Gewicht von rund 4 von 5 verortet, also im Kenner- bis Expertenbereich; Erstpartien liegen erfahrungsgemäß eher am oberen Ende.

Mechanisch gehört das Spiel zur Imperium-Engine von Nigel Buckle und Dávid Turczi. Statt das Deck ständig neu zu mischen, läuft man es im Spielverlauf durch und veredelt es dabei Schritt für Schritt. Jede Seite führt ein asymmetrisches Captain-Deck und baut es per Deckbuilding aus. Im Kern ringen beide Captains Kopf an Kopf um Gebiets- und Einflussmehrheiten (Area Majority). Offener Konflikt ist dabei aber nicht der einzige Weg zum Sieg: Je nach Captain führen auch Diplomatie, Exploration und Wissenschaft zum Ziel. Das öffnet dem Duell mehr Wege als reines Aufeinanderprallen.

Einen Solo-Modus gegen einen automatisierten Gegner gibt es ebenfalls. Beim ersten Grundspiel ist er in der Community ausgesprochen stark aufgenommen worden: Bei BoardGameGeek ist die Ein-Personen-Variante als beste Besetzung markiert. Diese Einordnung bezieht sich ausdrücklich auf das erste Grundspiel. Für die beiden neuen Titel ist die Stimmenbasis noch zu dünn (rund 70 und rund 33 Bewertungen), um eine belastbare Solo-Aussage zu treffen.

Verantwortlich für das Design sind Nigel Buckle und Dávid Turczi, bei den neuen Titeln zusätzlich Adam Turczi. Das Original stammt von WizKids, die deutsche Ausgabe kommt von Frosted Games, dem Verlag hinter dem Kennerspiel-des-Jahres-Gewinner Rebirth.

Unendliche Weiten (To Boldly Go): sechs neue Captains

Das neue Grundspiel Unendliche Weiten (im Original To Boldly Go) ist eigenständig spielbar und tritt mit sechs neuen, asymmetrischen Captains an. Es lässt sich laut Frosted zu 100 Prozent mit dem ersten Grundspiel kombinieren, alle Decks beider Boxen sind mischbar. BoardGameGeek nennt unter den Captains James T. Kirk, Khan Noonien Singh, Philippa Georgiou und den Pakled-Commander Rebner. Der Newsletter führt zusätzlich Jonathan Archer an. Die vollständige Captain-Liste kommuniziert Frosted bisher nicht, wir tragen sie nach, sobald sie vorliegt.

Zweiter Kontakt (Second Contact): drei Captains und ein Crossover

Die Erweiterung Zweiter Kontakt (Second Contact) bringt drei weitere Captains ins Spiel: Carol Freeman, William T. Riker und Christopher Pike. Sie benötigt die Common-Cards eines Grundspiels und führt einen neuen Mechanismus mit Crossover-Karten ein. BoardGameGeek nennt dazu Krulmuth-B als neuen Startort, ein Portal durch Raum und Zeit, das plausibel den Kern dieses Crossover-Mechanismus bildet. Frosted vermarktet die Box als thematisch ganz auf Lower Decks ausgerichtet. Das trifft nur teilweise: Carol Freeman stammt aus Lower Decks, Christopher Pike gehört in die Ära von Strange New Worlds und der Classic-Serie, William T. Riker in die Next Generation. Es gibt also einen Lower-Decks-Schwerpunkt, aber eben nicht nur.

Ein Hinweis zur Einordnung: Als etablierte Gesamtwertung taugen die BoardGameGeek-Zahlen der beiden neuen Titel bislang nicht; dafür ist die Stimmenbasis noch zu klein.

Die Vorbestellaktion, nüchtern

Frosted Games hat für die zweite Welle ein Vorbestellfenster geöffnet, das bis einschließlich 12.08.2026 läuft. Exklusiv beim Verlag liegt Promoset 2 bei: sechs Karten und ein Raumschiff-Standee. Wer nur Unendliche Weiten bestellt, erhält es gratis dazu.

Dazu gibt es zwei Bundles. Das Khaaaaaaaan!-Bundle fasst alle neuen Inhalte zusammen (Unendliche Weiten, Zweiter Kontakt und Promoset 2) und kostet 99,00 Euro statt 107,90 Euro, versandkostenfrei nach Deutschland, mit reduzierten Versandkosten nach Österreich. Das Warp-5-6-7-8-Bundle (All-In) enthält zusätzlich das erste Grundspiel samt Promoset 1 und liegt bei 169,00 Euro statt 185,85 Euro, ebenfalls versandkostenfrei innerhalb Deutschlands. Frosted bietet kein Split-Shipping: Alle Inhalte gehen erst gemeinsam raus, sobald die neuen Titel lieferbar sind. Einen exakten Liefertermin nennt der Verlag bisher nicht, ebenso wenig einen deutschen Einzel-UVP der Produkte.

Wer vor der Entscheidung Bewegtbild sehen möchte: Spartacus von Spartacus Spielt Solo hat bereits ein Let's Play veröffentlicht, Jonathan Archer aus Unendliche Weiten gegen Carol Freeman aus Zweiter Kontakt. So kommen Grundspiel und Erweiterung gemeinsam in Aktion aufs Bild.

arsEdition und Asmodee: Vertrieb der Familienspiele startet

28. Juli 2026 um 20:21
arsEdition und Asmodee: Vertrieb der Familienspiele startet

Der Kinderbuchverlag arsEdition und der Spiele-Distributor Asmodee bündeln ihre Kräfte im Vertrieb. Seit Anfang 2026 übernimmt Asmodee den Verkauf der arsEdition-Familienspiele im spezialisierten Spielwarenhandel sowie bei ausgewählten Großhändlern. Für Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet das vor allem eines: Die Familienspiele des Verlags dürften künftig leichter im Fachhandel zu finden sein.

arsEdition ist im Buchhandel seit über hundert Jahren zu Hause und gehört zur Bonnier-Gruppe. Bislang war der Verlag vor allem als Kinderbuchverlag bekannt. In den vergangenen Jahren hat arsEdition ein wachsendes Portfolio an Familienspielen ab acht Jahren aufgebaut und dafür auch mit externen Autoren zusammengearbeitet. Der Vertrieb im Spielwarenhandel war für einen Buchverlag jedoch Neuland, und genau diese Lücke soll die Partnerschaft schließen.

Vertrieb: klare Aufteilung der Kanäle

Die Zusammenarbeit trennt die Vertriebswege sauber. Asmodee bedient den selbstständigen und spezialisierten Spielwarenhandel sowie ausgewählte Großhändler. arsEdition betreut weiterhin den Buchhandel selbst, einschließlich der großen Buchhandelsketten. Damit spielt jeder Partner seine gewachsene Stärke aus: der Verlag im Buch, der Distributor im Spielregal.

Zuständig für den deutschsprachigen Markt ist die in Essen ansässige Asmodee Deutschland, die deutsche Tochter des französischen Unternehmens. Asmodee zählt zu den international führenden Distributoren für Brett- und Kartenspiele und verfügt über ein etabliertes Händlernetz im Fachhandel. Der Konzern ist über die Asmodee Group an der Nasdaq Stockholm notiert.

Zwei Perspektiven, ein Ziel

Beide Seiten betonen die Ergänzung ihrer Kompetenzen. Nach eigener Darstellung will arsEdition Familienspiele ab acht Jahren entwickeln, die sich durch „innovative Mechaniken, starke Marken und ein einzigartiges Design“ auszeichnen; mit Asmodee als Partner lasse sich das Portfolio gezielter in den relevanten Kanälen positionieren, sagt Rebecca Roscher, kaufmännische Geschäftsführerin bei arsEdition. Udo Fischer, Geschäftsführer von Asmodee Deutschland, spricht von zwei unterschiedlichen Perspektiven, die sich ergänzten: die Kompetenz aus dem Buchhandel und die langjährige Erfahrung bei Brett- und Kartenspielen. Diese Formulierungen stammen aus der gemeinsamen Pressemitteilung und sind entsprechend als Eigenwerbung zu lesen.

Was die Mitteilung offenlässt

Für Leser bleiben die konkreten Fragen offen. Die Pressemitteilung nennt keinen einzigen Spieltitel. Es heißt lediglich, der Umfang des Portfolios werde „fortlaufend erweitert“. Auch zu Preisen, Erscheinungsterminen oder Auflagenhöhen gibt es keine Angaben. Wer wissen will, welche arsEdition-Spiele demnächst im Fachhandel stehen und was sie kosten, muss vorerst auf weitere Ankündigungen warten. Nach welchen Kriterien Titel für den Spielwarenhandel ausgewählt werden, teilt die Mitteilung ebenfalls nicht mit.

Unterm Strich ist die Nachricht eine Vertriebs-, keine Produktankündigung. Sie verspricht bessere Verfügbarkeit der arsEdition-Familienspiele im Fach- und Spielwarenhandel. Ob daraus für Spieltische im DACH-Raum spürbar mehr Auswahl wird, hängt an den Titeln, die der Verlag in den kommenden Monaten nachlegt.

Eckdaten

WerarsEdition (Kinderbuchverlag, Bonnier-Gruppe) und Asmodee (Distributor Brett- und Kartenspiele)
Ab wannseit Anfang 2026
Welche KanäleAsmodee: spezialisierter Spielwarenhandel und ausgewählte Großhändler. arsEdition: Buchhandel und große Buchhandelsketten
Welche SpieleFamilienspiele-Portfolio ab 8 Jahren; konkrete Titel in der Mitteilung nicht genannt

Crowdfunding-Wochenschau KW 31/2026: Galileo's Truth, Pinguine und ein Zeitreise-Kennerspiel auf Deutsch

28. Juli 2026 um 20:11
Crowdfunding-Wochenschau KW 31/2026: Galileo's Truth, Pinguine und ein Zeitreise-Kennerspiel auf Deutsch

Die Crowdfunding-Wochenschau der KW 31 blickt auf die Kampagnen vom 21. bis 28. Juli 2026. Zwei Gamefound-Schwergewichte gehen finanziert in ihre letzten Stunden, ein Kickstarter-Familienspiel steuert auf sein Ende zu, und in der Spieleschmiede ist ein deutsches Zeitreise-Kennerspiel neu gestartet. Die Auswahl folgt nicht allein den Summen: Entscheidend sind Spielmechanik, DACH-Relevanz und ein erkennbarer Anlass. Zum Vergleich zeigt die Wochenschau der Vorwoche die Projekte der KW 30.

Galileo's Truth: Euro-Schwergewicht von Awaken Realms

Galileo's Truth läuft seit dem 7. Juli auf Gamefound und endet bereits am Abend des 28. Juli. Zum Stand 28. Juli standen 1.110.787,56 Euro bei einem Ziel von 25.000 Euro. Das entspricht 4.443,15 Prozent und 7.619 Unterstützenden.

Das kompetitive Euro-Spiel für eine bis vier Personen versetzt euch als Gelehrte in die Frühzeit der modernen Wissenschaft. Ihr beobachtet den Himmel, verfasst Traktate und baut Erfindungen, während der Verdacht der Inquisition mit jeder Entdeckung steigt. Mechanisch verbindet das Spiel Worker Placement mit verdecktem Drafting, Deck- und Beutelbau sowie Tech-Leisten.

Die Designer sind Virginio Gigli und Flaminia Brasini, die Ausgabe erscheint bei Awaken Realms. BoardGameGeek nennt rund 90 bis 120 Minuten Spielzeit, eine Altersempfehlung ab 14 Jahren und eine Komplexität von 3,33 von 5. Ein Solo-Modus ist bestätigt, ein eigenes Inquisitor-Token verweist ausdrücklich darauf. Die Sprachfassung lässt sich in der Kampagne wählen, eine deutsche Version ist damit möglich.

Aufnahmekriterium: kurz vor Ende und finanziert, zusätzlich mehr als 300 Prozent Quote sowie ein bemerkenswerter Verlag und bekannte Designer.

Restart: deutsches Zeitreise-Kennerspiel neu in der Spieleschmiede

Restart ist am 25. Juli in der Spieleschmiede gestartet. Zum Stand 28. Juli zählte die Kampagne 55 Unterstützende, die Restlaufzeit liegt bei rund 23 Tagen bis etwa zum 20. August. Einen Finanzierungsstand in Euro weist der ausgelesene Datensatz nicht aus.

Giant Roc bringt das kompetitive Kennerspiel in einer deutschen Deluxe-Edition heraus. Thematisch reist ihr durch die Zeit, erfüllt Missionen und versucht, drohende Dystopien abzuwenden. Der Klappentext spielt mit bekannten Zeitreise-Motiven wie dem Schmetterlingseffekt und dem Großvaterparadoxon.

Die deutsche Grundspiel-Fassung liegt im Datensatz bei 105 Euro, höhere Stufen bündeln Miniaturen, die Gadgets-Erweiterung und die Duality-Mini-Erweiterung. Wer das Spiel entworfen hat, nennt der ausgelesene Datensatz nicht, ebenso wenig Spieleranzahl, Spielzeit oder Altersfreigabe. Diese Eckdaten solltet ihr vor einer Unterstützung direkt auf der Kampagnenseite prüfen.

Aufnahmekriterium: neu live und besondere DACH-Relevanz durch die deutsche Ausgabe des etablierten Verlags Giant Roc.

The Isle of Penguins: Polyomino-Spiel in der letzten Woche

The Isle of Penguins läuft seit dem 7. Juli auf Kickstarter und endet am 30. Juli. Zum Stand 28. Juli standen 345.734 Pfund bei einem Ziel von 23.500 Pfund. Das entspricht 1.471,21 Prozent und 4.257 Unterstützenden.

Ein bis vier Personen (mit Erweiterung bis sechs) retten Pinguine auf ihre Flöße, bevor das Eis schmilzt. Der Kern ist ein offenes Drafting mit Legespiel: Ihr zieht Karten und passt Polyomino-Teile möglichst lückenlos auf euer Tableau. Set Collection und Musterbildung bestimmen die Wertung.

Designer und Verlag ist Frank West, das Spiel ist der Nachfolger von The Isle of Cats. BoardGameGeek nennt 60 bis 90 Minuten Spielzeit und eine Altersempfehlung ab 8 Jahren, was den Titel klar Richtung Familien- und Einstiegsspiel rückt. Ein Solo-Modus ist bestätigt. Der günstigste ausgelesene Pledge mit Spiel liegt bei 45 Pfund, Versand und Steuern kommen hinzu.

Aufnahmekriterium: weniger als sieben Tage Restlaufzeit und finanziert, zusätzlich mehr als 300 Prozent Quote und über 100.000 Pfund Volumen.

Politik: Machtkampf um eine zerfallene Welt

Politik läuft seit dem 30. Juni auf Gamefound und endet am 30. Juli. Zum Stand 28. Juli standen 241.905,67 US-Dollar bei einem Ziel von 100.000 US-Dollar. Das entspricht 241,91 Prozent und 1.944 Unterstützenden.

Zwei bis sechs Personen ringen um die militärische, politische und wirtschaftliche Kontrolle über eine zerfallene Welt. Das Strategiespiel von Black Yeti Games setzt auf Konfrontation und wirtschaftliche Entscheidungen. Die Kampagne nennt 150 Minuten Spielzeit und ein Mindestalter von 14 Jahren.

Über die reine Spieleranzahl ab zwei Personen weist der Datensatz keinen Solo-Modus aus. Auch den Namen des Designers und eine deutsche Sprachfassung nennt der ausgelesene Datensatz nicht. Das hohe Volumen ist ein Signal, ersetzt aber keine Prüfung von Preis, Versand und Sprachabhängigkeit.

Aufnahmekriterium: weniger als sieben Tage Restlaufzeit und finanziert, zusätzlich mehr als 100.000 US-Dollar Volumen.

Einordnung

Diese Woche verteilen sich die Titel auf alle drei beobachteten Plattformen: zwei auf Gamefound, einer auf Kickstarter, einer in der Spieleschmiede. Damit ergänzt die Ausgabe keinen schwachen Kandidaten nur für eine gleichmäßige Verteilung.

Crowdfunding bleibt eine Vorbestellung mit Risiko. Prüfe vor einer Unterstützung insbesondere Sprache, Versandkosten, Steuern und den bisherigen Lieferverlauf des Anbieters.

Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (21. bis 28. Juli 2026)

28. Juli 2026 um 20:11
Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (21. bis 28. Juli 2026)

In den vergangenen sieben Tagen sind auf Board Game Arena zwei Neuzugänge erschienen: ein eigenständiges Kartenspiel rund um das Tarot und eine kompakte Erweiterung für ein bekanntes Zwei-Personen-Duell. Diese Übersicht fasst zusammen, worum es geht, für wie viele Personen die Titel gedacht sind und ob du ein Premium-Abo brauchst.

Soothsayers: Tarot als Wettlauf um das Schicksal

Soothsayers ist ein Kartenspiel für 2 bis 5 Personen. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Entworfen hat es Jeff Grisenthwaite, herausgegeben wird es von Play to Z, im deutschsprachigen Raum betreut von Strohmann Games. Eine Partie dauert laut BoardGameGeek 30 bis 60 Minuten und richtet sich an Spielende ab 12 Jahren.

Du übernimmst die Rolle einer mystischen Figur und versuchst, vor deinen Rivalen die Kontrolle über das Schicksal zu gewinnen. In deinem Zug wählst du eine von vier Aktionen: Münzen verdienen, neue Karten ziehen, in höhere Stufen aufsteigen oder eine Tarotkarte einfangen. Jede eingefangene Karte gibt dir eine neue Fähigkeit, die du mit deinen Aktionen kombinierst. Zu den Mechaniken zählen offenes Drafting, Handkartenmanagement und ein Follow-Mechanismus, bei dem Mitspielende deiner Aktion folgen können.

Auf BoardGameGeek kommt Soothsayers auf eine Durchschnittsbewertung von 7,6 bei rund 540 Stimmen, die Gewichtung liegt bei etwa 2,2 von 5. Damit ist der Titel im mittleren Komplexitätsbereich angesiedelt.

Splendor Duel: Die Juwelenfälscher: neue Regeln fürs Duell

Splendor Duel: Die Juwelenfälscher ist eine Erweiterung für das Zwei-Personen-Spiel Splendor Duel. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Entwickelt wurde die Reihe von Marc André und Bruno Cathala, herausgegeben von Space Cowboys. Eine Partie ist weiterhin für genau 2 Personen ausgelegt, dauert rund 30 Minuten und eignet sich ab 10 Jahren.

Die Erweiterung bringt acht neue Königskarten sowie die titelgebenden Juwelenfälscher ins Spiel: vier Marker für unechte Edelsteine und 17 zusätzliche Karten. Diese Elemente sorgen für mehr Asymmetrie und verändern die bekannten Strategien des Grundspiels. Am Kern von Splendor Duel ändert sich nichts: Du sammelst weiterhin Edelstein- und Perlenmarker, kaufst Karten und verfolgst drei mögliche Wege zum Sieg.

Das Grundspiel Splendor Duel zählt auf BoardGameGeek mit über 19.000 Bewertungen und einem Schnitt von 7,9 zu den bestbewerteten Zwei-Personen-Titeln. Die Erweiterung selbst ist mit bislang rund 90 Stimmen noch zu neu für ein aussagekräftiges Ranking.

Backrooms Map auf Kickstarter: Lohnt das Escape-Spiel?

21. Juli 2026 um 16:35
Backrooms Map auf Kickstarter: Lohnt das Escape-Spiel?

Eine reale Karte, ein Pop-up und Rätsel in endlosen gelben Räumen: Backrooms Map auf Kickstarter bringt seit dem 21. Juli 2026 liminalen Horror als Escape-Spiel auf den Tisch. Key Enigma nutzt ein starkes Thema, bleibt bei wichtigen Spieldaten aber auffällig vage.

So funktioniert Backrooms Map als Escape-Spiel

Der spanische Anbieter Key Enigma beschreibt Backrooms Map als Escape-Spiel, das eine echte Karte und ein Pop-up-Element verwendet. Die Spielenden sollen einen fremden, menschenleeren Ort erkunden und durch Rätsel einen Ausweg finden. Damit steht die räumliche Untersuchung des Materials vor klassischer Brettspiel-Aktionsökonomie. Einen Vergleich zu einem anderen rätselbetonten Crowdfunding-Projekt bietet unsere Vorstellung von Chronicles of Crime: Beyond Doubt.

Mehr lässt sich aus dem öffentlich auslesbaren Kampagnentext derzeit nicht belastbar ableiten. Weder eine vollständige Zugstruktur noch die genaue Funktion von Karten, Hinweisen oder möglichen Würfeln werden erklärt. Auch wie einzelne Ziele ausgeschaltet oder Gefahren überwunden werden, bleibt offen. Die Kampagne zeigt das Material vor allem in Bildern und kurzen Animationen, liefert aber keinen ausreichend konkreten Regelabriss. Ob alle gemeinsam an einer Lösung arbeiten oder Entscheidungen getrennt treffen, ist ebenfalls nicht eindeutig beschrieben.

EckdatumStand der Kampagne
ArtEscape-Spiel mit realer Karte und Pop-up-Element
Spielerzahlnicht öffentlich angegeben
Solo-Modusnicht öffentlich beschrieben
Spielzeitnicht öffentlich angegeben
Alternicht öffentlich angegeben
SprachenEnglisch, Spanisch, Deutsch und Französisch
AnbieterKey Enigma, Barcelona
Lead Designernicht namentlich genannt
Lieferunglaut Pledges September 2026

Gerade für eine Kaufentscheidung sind diese Lücken relevant. Eine angegebene Spielerzahl fehlt, deshalb lässt sich auch kein Solo-Modus bestätigen. Spielzeit und Alter nennt der öffentlich zugängliche Kampagnendatensatz ebenfalls nicht. Der Lead Designer, Co-Designer und die Illustration werden nicht namentlich ausgewiesen. Wer vor allem ein präzise erklärtes Spielsystem sucht, erhält damit vorerst weniger Informationen als bei vielen Brettspielkampagnen.

Nach dem derzeit belegbaren Stand wirkt Backrooms Map eher wie ein einmaliges Escape-Erlebnis als wie ein Spiel mit strategischer Entwicklung über mehrere Partien. Das ist eine vorsichtige Einordnung, keine bestätigte Produkteigenschaft: Die Kampagne und ihr öffentlich auslesbarer Text erklären weder den Wiederspielwert noch, ob sich Rätsel nach einer Lösung erneut sinnvoll spielen lassen.

Kickstarter-Kampagne: Preise, Pledges und Lieferung

Die Kampagne startete am 21. Juli 2026 und soll am 19. August 2026 um 21:59 Uhr UTC enden. Bei unserer Abfrage am 21. Juli 2026 lagen 3.686 Euro von angestrebten 5.000 Euro vor. 52 Unterstützende entsprachen 73,72 Prozent des Ziels. Das ist eine Momentaufnahme am Starttag, kein Urteil über die spätere Finanzierung oder die Qualität des Spiels. Weitere laufende Projekte ordnen wir in der Brettspiel-Crowdfunding-Wochenschau KW 30 ein.

Für das Grundspiel verlangt Key Enigma regulär mindestens 55 Euro. Ein auf 24 Stunden begrenztes Frühbucher-Pledge kostet 50 Euro. Die Erweiterung ist in beiden Stufen nicht enthalten. Das Frühbucherpaket aus Grundspiel und Erweiterung kostet 65 Euro, die reguläre Fassung dieses Pakets 75 Euro. Auf spielerischer Ebene ergänzt die Erweiterung einen weiteren Inhalt; welche neuen Regeln oder Rätselarten sie einführt, erklärt der auslesbare Pledge-Text nicht.

Damit stehen 55 bis 75 Euro plus später berechneter Versand einem Rätselprodukt gegenüber, das nach dem belegbaren Stand eher einmal konsumierbar wirkt. Ob dieses Preis-Tiefe-Verhältnis trägt, lässt sich ohne Angaben zu Umfang, Spieldauer und Wiederspielwert nicht abschließend beurteilen. Gerade diese Punkte klären weder die Kampagne noch ihr öffentlich auslesbarer Text.

Daneben gibt es drei Bündel. Für 120 Euro umfasst das Kartenpaket Backrooms Map und ein Piraten-Escape-Spiel mit Karte samt Erweiterungen. Das Horrorpaket für 180 Euro kombiniert Grundspiel und Erweiterung mit weiteren Horrorspielen von Key Enigma. Das Gesamtpaket für 530 Euro enthält laut Anbieter alle bisher veröffentlichten 20 Ermittlungs- und Escape-Spiele. Diese Bündel erweitern also vor allem den Spieleumfang. Eine reine Materialveredelung des Backrooms-Spiels versprechen sie nicht.

Der Versand ist in keinem dieser Preise enthalten. Key Enigma will ihn erst nach Kampagnenende über den Pledge Manager berechnen. Die Belohnungen sind laut Kickstarter weltweit versandfähig, womit Deutschland, Österreich und die Schweiz grundsätzlich eingeschlossen sind. Eine konkrete DACH-Versandpauschale fehlt jedoch. Die für September 2026 genannte Lieferung liegt nur wenige Wochen nach Kampagnenende und sollte deshalb als Schätzung des Anbieters verstanden werden.

Deutsch wird für eine zusätzliche Kopie des Grundspiels ausdrücklich neben Englisch, Spanisch und Französisch genannt. Die Haupt-Pledges selbst führen in ihren Beschreibungen nur englischen und spanischen Text. Interessierte aus dem DACH-Raum sollten daher vor Abschluss prüfen, ob die deutsche Ausgabe bereits im jeweiligen Pledge gewählt werden kann. Die Kampagne nennt öffentlich keine belastbare Zuordnung der Sprachfassungen zu allen Belohnungsstufen.

Stretch-Goals und Erweiterung der Kampagne

Eine öffentliche Liste mit freigeschalteten Stretch-Goals ist im auslesbaren Kampagnentext zum Abfragezeitpunkt nicht vorhanden. Deshalb lassen sich weder mechanische Zusatzinhalte noch Komponenten-Upgrades als Stretch-Goals bestätigen. Die separat angebotene Erweiterung ist kein automatisch freigeschaltetes Stretch-Goal: Sie gehört nur zu den entsprechend bezeichneten Pledges ab 65 Euro.

Auch zur Erweiterung bleibt die Kampagne mechanisch knapp. Sie bringt dem Pledge zufolge zusätzlichen Spielinhalt. Angaben zu neuen Regeln, Spieldauer oder Materialverbesserungen fehlen. Eine Trennung zwischen mechanischen Stretch-Goals und bloßen Komponenten-Boni ist daher nicht möglich, weil die Kampagne keine solchen Ziele ausweist.

Warum die Backrooms längst mehr als ein Netzbild sind

Die Backrooms entstanden 2019 aus einem anonymen Bildbeitrag auf 4chan. Kane Parsons machte das Motiv eines endlos wirkenden Labyrinths aus gelblicher Tapete, Rasterdecke und leerer Büroästhetik später mit seiner YouTube-Reihe als Found-Footage-Horror sichtbar. A24 zeichnet im Gespräch mit Parsons und Produzent James Wan den Weg vom viralen Kurzfilm zum Langfilm nach, nennt aber keine belastbare aktuelle Abrufzahl.

Dass das Motiv auch Spiele trägt, zeigt Escape the Backrooms. Das PC-Spiel unterstützt Einzelspiel und Online-Koop für bis zu vier Personen. Steam wies bei unserer Prüfung am 21. Juli 2026 rund 156.000 Rezensionen in allen Sprachen aus. Die Zahl belegt Reichweite, sagt aber nichts über die Qualität von Backrooms Map aus. A24 führt zudem einen Backrooms-Film von Kane Parsons aus dem Jahr 2026. Belastbare Einspielergebnisse veröffentlicht die offizielle Seite nicht, weshalb ein Kinoerfolg nicht belegt ist.

Fazit: Starkes Backrooms-Motiv, offene Regelfragen

Backrooms Map übersetzt die zentrale Idee sinnvoll in ein haptisches Format: Eine Karte wird zum unsicheren Raum, ein Pop-up macht das Erkunden räumlich. Das passt zum Stoff. Ob daraus auch ein gutes Escape-Spiel entsteht, lässt sich anhand der Kampagne noch nicht beurteilen.

Vor einer Unterstützung sollten Sie besonders Spielerzahl, Spieldauer, Altersangabe, genaue Solo-Tauglichkeit und den vollständigen Regelablauf klären. Hinzu kommen die erst später berechneten Versandkosten. Für 55 bis 75 Euro wirkt das Angebot nach heutigem Kenntnisstand eher wie ein einmaliges Rätselerlebnis als wie ein strategisch wachsendes Spiel. Weil die Kampagne Umfang und Wiederspielwert nicht erklärt, bleibt diese Einordnung ausdrücklich vorläufig. Das Thema und die Materialidee sind klar, für ein belastbares Preis- und Spielurteil fehlen jedoch zentrale Angaben.

Hoxfall auf Gamefound: Pledges, Teburu und Versand

21. Juli 2026 um 16:14
Hoxfall auf Gamefound: Pledges, Teburu und Versand

Hoxfall auf Gamefound ist gestartet und hat sein Finanzierungsziel bereits erreicht. Für Interessierte aus Deutschland ist jetzt vor allem eines wichtig: Zum Pledge-Preis kommen die separat angebotene Teburu-Hardware, Versand und Mehrwertsteuer hinzu. Dieser Überblick vergleicht die vier Hoxfall-Pledges und zeigt, welche Kosten vor der Unterstützung noch dazukommen.

Die Kampagne in Kürze

Eckdatum Angabe
Spieltyp Kooperativer Survival-Horror-Dungeon-Crawler mit App-Unterstützung
Spielerzahl 1 bis 5 Spielende
Spieldauer 60 Minuten
Alter Ab 13 Jahren
Hauptautor Riccardo Landi
Weitere Designangabe Davide Garofalo
Kampagnenende 20. August 2026, 18:00 Uhr MESZ
Sprache Deutsche Ausgabe angekündigt

Die Rahmendaten auf Gamefound nennen 60 Minuten Spielzeit. Die Kampagne läuft bis zum 20. August 2026. Hoxfall soll 2027 erscheinen.

Ergänzende Spieldaten bietet der Eintrag Hoxfall bei BoardGameGeek.

Flucht statt Heldentum

Hoxfall versetzt eine Gruppe Überlebender in eine abgeriegelte Militäranlage unter der Wüste Nevadas. Der Survival-Horror-Dungeon-Crawler schickt die Gruppe in einen Komplex, in dem sich ein außerirdisches Mutagen ausbreitet und Menschen sowie Tiere zu unterschiedlichen Gegnertypen umformt. Weitere aktuelle Genre-Einblicke bietet unsere Vorschau zum Quake-Brettspiel. Das Ziel ist nicht, den Komplex leerzukämpfen, sondern lebend einen Weg hinauszufinden.

Im Zug bewegen Sie Ihre Figur durch Zonen, setzen ein begrenztes Aktionsbudget ein und entscheiden im Kampf, wie viele knappe Ressourcen Sie investieren. Angriffe verlangen laut Entwicklertagebuch 1 nicht für jeden Treffer einen Würfelwurf. Stattdessen bestimmen Sie, wie viel Munition Sie verbrauchen oder wie stark eine Nahkampfwaffe verschleißt. Das macht den Kampf zu einer Abwägung: Ein Gegner kann schnell fallen, doch die nächste Ausrüstung ist nicht garantiert.

Die Szenarien folgen der Geografie der unterirdischen Anlage. Welchen Ausgang eine Gruppe nimmt, bestimmt den nächsten Abschnitt der Kampagne. Ereignisse laufen währenddessen in der Spielwelt weiter. Einen Echtzeit-Timer gibt es laut Entwicklertagebuch 2 ausdrücklich nicht. Wie stark einzelne Gruppenentscheidungen später ineinandergreifen, zeigt die Kampagne bislang jedoch nicht ausreichend.

Hoxfall ist deutlich durch das Teburu-System von Xplored geprägt: Sensorfläche, App und vernetzte Würfel bilden gemeinsam die technische Grundlage des Spiels. Die Sensorfläche erkennt Figuren und Positionen, die App steuert Gegnerverhalten und Geschichte, und vernetzte Würfel übermitteln Ergebnisse. Das Spiel bleibt damit physisch auf dem Tisch, setzt aber die Teburu-Hardware und eine digitale Begleitoberfläche voraus.

Solo-Modus: möglich, aber nicht eigens erklärt

Gamefound führt Hoxfall für eine bis fünf Personen. Die Kampagnenseite erklärt bislang jedoch keinen eigenen Solo-Ablauf und nennt auch keine Anpassungen für eine einzelne Person. Aus der Spielerzahl folgt damit nur, dass Solo-Partien vorgesehen sind. Wie Figurenanzahl, Schwierigkeit oder Kampagnenverwaltung im Solo-Spiel geregelt werden, bleibt offen.

Hoxfall-Pledges auf Gamefound im Vergleich

Alle Preise sind Kampagnenpreise ohne Versand und Mehrwertsteuer. Keine der vier Stufen enthält die benötigte Teburu-Hardware.

Core Pledge: Standee Edition für 75 Euro

Die günstigste Stufe enthält das vollständige digitale und physische Material für das Grundspiel. Die menschlichen Spielfiguren sind Miniaturen. Die gegnerischen Mutanten werden dagegen als Aufsteller ausgeführt. Damit bezieht sich der Name Standee Edition nicht auf sämtliche Figuren, sondern auf die Gegner.

Core Pledge: Miniature Edition für 120 Euro

Auch diese Stufe enthält das vollständige digitale und physische Grundspiel sowie Miniaturen für die menschlichen Spielfiguren. Zusätzlich liegen sämtliche gegnerischen Mutanten als Kunststoffminiaturen statt als Aufsteller bei. Gamefound weist für die beiden Core-Stufen keine unterschiedlichen Regeln, Figurenfähigkeiten, Szenarien oder sonstigen Spielmodule aus. Der Aufpreis von 45 Euro ist nach der sichtbaren Kampagnenbeschreibung deshalb eine reine Komponenten-Aufwertung.

All-In Pledge: Standee Edition für 180 Euro

Das Standee-All-In enthält den Standee-Core und erweitert ihn um das Mutant Mayhem Standee Bundle. Darin bündelt Xplored die Spielinhalte aller drei Gegner-Erweiterungen mit Aufstellern: Bursters und Bugs bringen explosive und gepanzerte Mutanten, Screamers und Sprinters kreischende und sprintende Gegner, Tendrils und Tumors greifende und sich vermehrende Mutanten. Diese Inhalte verändern damit das Gegnerverhalten und erhöhen die Varianz, auch wenn die Kampagnenseite keine zusätzlichen Szenarien dafür zusagt.

Hinzu kommt die Maintenance Crew Character Expansion mit zwei weiteren spielbaren Figuren. Das vergrößert die Auswahl bei der Gruppenzusammenstellung. Ein zweites Paar vernetzter Würfel ist ebenfalls enthalten, stellt aber kein eigenes Spielmodul dar. Die sichtbare Kampagnenseite erklärt nicht genauer, ob es lediglich Abläufe beschleunigt oder weitere spielerische Auswirkungen hat.

All-In Pledge: Miniature Edition für 295 Euro

Das Miniature-All-In enthält den Miniature-Core, die beiden zusätzlichen Figuren der Maintenance Crew und dieselben drei Gegner-Erweiterungen. Die neuen Mutanten liegen hier als Miniaturen statt als Aufsteller bei. Damit kommen gegenüber dem Core neue Gegnerprofile und zusätzliche Charakterwahl hinzu, aber nach der sichtbaren Beschreibung keine eigens ausgewiesenen Szenarien.

Außerdem enthält diese Stufe das zweite Paar vernetzter Würfel und das Environmental Miniature Upgrade. Letzteres ersetzt Umgebungsmarker aus dem Grundspiel durch Miniaturen und ist ausdrücklich eine Komponenten-Aufwertung. Der Mehrpreis gegenüber dem Standee-All-In bezahlt somit vor allem die Miniaturenausführung der zusätzlichen Mutanten und der Umgebungsmarker. Eine darüber hinausgehende mechanische Wirkung nennt Gamefound nicht.

Die Kaufhilfe stößt hier an eine klare Grenze: Gamefound benennt die neuen Gegnertypen und zwei zusätzliche Charaktere, beschreibt auf der sichtbaren Kampagnenseite aber weder deren genaue Regeln noch ihre Einbindung in die Kampagne. Belastbar ist daher die Zuordnung zu mehr Gegner- und Charaktervarianz. Zusätzliche Szenarien, neue Kampagnenzweige oder eine bestimmte Zahl weiterer Spielstunden lassen sich daraus nicht ableiten.

Teburu-Kosten: mindestens 100 Euro zusätzlich

Wer noch kein Teburu-System besitzt, muss die Hardware als Add-on für 100 Euro ergänzen. Damit beginnt ein spielbares neues Hoxfall-Paket rechnerisch bei 175 Euro vor Versand und Steuer: 75 Euro für den günstigsten Core Pledge plus 100 Euro für Teburu.

Das System muss nur einmal gekauft werden und lässt sich auch für andere Teburu-Titel verwenden. Für Hoxfall bleibt es dennoch eine Zugangsvoraussetzung. Wie App-Unterstützung bei einem anderen kooperativen Gamefound-Titel eingesetzt wird, zeigt unsere Vorstellung von Towers of Yoma. Gerade beim Preisvergleich sollte die Hardware deshalb nicht als beliebiges Zubehör behandelt werden.

Hoxfall-Versand nach Deutschland

Deutschland gehört in der Versandtabelle zur Zone „UK & Europe 1“. Xplored veranschlagt folgende Beträge:

Pledge Versand nach Deutschland
Core Pledge, beide Ausführungen 29 Euro
All-In Pledge: Standee Edition 38 Euro
All-In Pledge: Miniature Edition 45 Euro

Die Mehrwertsteuer ist in diesen Schätzungen nicht enthalten und wird beim Bezahlen auf berechtigte Bestellungen aufgeschlagen. Versand wird erst nach Kampagnenende im Pledge Manager berechnet. Zusätzliche Artikel, besonders die Teburu-Hardware, können Gewicht und Volumen erhöhen und damit den endgültigen Versand verteuern.

Für ein neues Teburu-Setup ist die obige Tabelle deshalb nur die Untergrenze. Die Kampagne nennt keinen festen Gesamtversand für Pledge plus Hardware. Xplored kennzeichnet die Werte außerdem als Schätzungen, die sich durch die weltweite Logistiklage ändern können.

Stretch-Goals: bisher zwei Spielinhalte und eine Komponente

Zum Kampagnenstart sind drei Finanzierungsziele sichtbar. Da es nicht mehr als drei sind, genügt die kurze Trennung nach Wirkung:

Mechanische Inhalte

  • Bei 125.000 Euro kommen fünf Helden aus The Bad Karmas Volume 1 als spielbare Figuren zu Hoxfall.
  • Bei 250.000 Euro wird ein prozeduraler Spielmodus ergänzt, der Partien außerhalb der festen Kampagne ermöglichen soll.

Komponenten-Aufwertung

  • Bei 150.000 Euro kommt eine gedruckte Karte der Basis hinzu.

Alle drei Ziele waren bei der Quellenprüfung am 21. Juli 2026 noch gesperrt. Weitere Stretch-Goals können während der laufenden Kampagne hinzukommen.

Für wen lohnt welcher Pledge?

Der Standee-Core ist die sachliche Wahl für Gruppen, die das Grundspiel spielen möchten und bei den Gegnern mit Aufstellern auskommen. Menschliche Spielfiguren liegen auch hier als Miniaturen bei. Der Miniature-Core bietet denselben ausgewiesenen Spielumfang, ersetzt aber alle Mutanten-Aufsteller durch Miniaturen.

Wer zusätzliche Gegnerprofile und zwei weitere spielbare Figuren möchte, muss zu einem All-In greifen. Das Standee-All-In liefert diese Spielinhalte mit Gegner-Aufstellern. Beim Miniature-All-In fließt der Aufpreis vor allem in Miniaturen für die zusätzlichen Mutanten und die Umgebung. Einen belastbaren Mehrwert durch zusätzliche Szenarien verspricht die sichtbare Kampagnenseite für keine der beiden All-In-Stufen.

Für Neueinsteiger ist der günstig wirkende 75-Euro-Pledge dagegen nicht der Endpreis. Hardware, Versand und Mehrwertsteuer machen Hoxfall zu einer deutlich größeren Anschaffung. Die Kampagne kommuniziert diese Posten, verteilt sie aber über Pledge, Add-on und Versandabschnitt. Vor der Unterstützung lohnt deshalb die komplette Rechnung. Wer Kampagnenpakete vergleichen möchte, findet ein weiteres Beispiel in unserem Pledge-Check zur Concordia Special Edition.

SPIEL Essen 2026 Tickets: Preise und Verkaufsstart

20. Juli 2026 um 16:30
SPIEL Essen 2026 Tickets: Preise und Verkaufsstart

Am 22. Juli 2026 beginnt gegen 10 Uhr der Ticketverkauf für die SPIEL Essen 2026. Wer die Brettspielmesse vom 22. bis 25. Oktober besuchen möchte, kann SPIEL Essen 2026 Tickets ausschließlich online kaufen und bis einschließlich 4. August einen Frühbucherpreis nutzen.

Ticketshop öffnet am 22. Juli

Die SPIEL Essen findet 2026 von Donnerstag, 22. Oktober, bis Sonntag, 25. Oktober, auf dem Gelände der Messe Essen statt. Der Veranstalter will den Ticketshop am Mittwoch, 22. Juli, gegen 10 Uhr freischalten. Eine Tageskasse vor Ort gibt es nicht. Auch Gutscheine lassen sich vor dem Start des Shops nicht kaufen.

Wer seinen Besuch fest plant, sollte deshalb direkt über die offizielle Seite für Tickets und Öffnungszeiten gehen. Die Frühbucherpreise gelten bis einschließlich 4. August. Ab dem 5. August steigen die meisten Tageskarten um einen oder zwei Euro. Für Fachbesucher bleibt der Preis unverändert.

SPIEL Essen 2026: Ticketpreise im Überblick

Die regulären Tageskarten und ihre Frühbucherpreise:

TicketBis 4. August 2026Ab 5. August 2026
Normalpreis24 Euro25 Euro
Kinder von 4 bis 12 Jahren15 Euro16 Euro
Ermäßigt, Nachweis erforderlich21 Euro22 Euro
Familie: 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder von 4 bis 12 Jahren65 Euro67 Euro
Fachbesucher, Nachweis erforderlich46 Euro46 Euro

Der ermäßigte Preis gilt laut Veranstalter für schwerbehinderte Menschen ab einem Grad der Behinderung von 50, Schülerinnen und Schüler, Studierende, Teilnehmende an einem sozialen Jahr sowie Personen im Cosplay. Fachbesucherkarten sind Menschen vorbehalten, die in der Brettspielbranche arbeiten.

Für Familien ist die Altersgrenze wichtig: Kinder unter vier Jahren benötigen keine kostenpflichtige Karte. Das Familienticket umfasst zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren. Kinder ab 13 Jahren sind im Familienticket nicht enthalten. Schülerinnen und Schüler können mit Nachweis eine ermäßigte Einzelkarte nutzen, für alle anderen älteren Kinder ist eine reguläre Einzelkarte nötig. Familien sollten beide Varianten vor dem Kauf vergleichen.

Die Tickets gelten jeweils für die gesamte Öffnungszeit des gewählten Tages. Von Donnerstag bis Samstag öffnet die Messe von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Mit Kindern sind ein ganzer Messetag, volle Hallen und lange Wege anspruchsvoll. Planen Sie Pausen ein und rechnen Sie damit, nur einen Teil der Messe zu schaffen. Wer das Gelände zwischendurch verlässt, muss sich am Ausgang ein Wiedereintrittsbändchen geben lassen.

Zusatzangebote kosten extra

Neben den Eintrittskarten verkauft die SPIEL mehrere einzeln buchbare Zusatzangebote:

ZusatzangebotPreis
Teilnahmebestätigung für den Educators Day5 Euro
Teilnahme am Golden Demon12 Euro
Warhammer 40.000: Kill Team LIVE!25 Euro
Fachbesucher-Parkplatz12 Euro

Beim Educators Day kostet nicht das Programm selbst extra. Vorträge und Gesprächsrunden auf der Bühne in Halle 4 sind im Messeeintritt enthalten. Die fünf Euro werden nur fällig, wenn Sie anschließend eine Teilnahmebestätigung benötigen.

Für den Miniaturen-Bemalwettbewerb Golden Demon brauchen Teilnehmende zusätzlich zum Messeticket das Zusatzangebot für zwölf Euro. Außerdem verlangt der Veranstalter eine Anmeldung zum Wettbewerb. Die Preisverleihung findet am Sonntag statt, persönliche Anwesenheit ist dabei erforderlich.

Kill Team LIVE! ist ein separates Lasertag-Angebot von Games Workshop und der SPIEL Essen. Es findet laut Veranstalter im Saal Europa des Congress Centers West statt. Für die Teilnahme reicht das normale Messeticket allein nicht aus.

Der Fachbesucher-Parkplatz lässt sich nur zusammen mit einem Fachbesucherticket buchen. Für reguläre Besucher ist dieses Zusatzangebot nicht vorgesehen.

Halle 8 erweitert die Messefläche

Die SPIEL nutzt 2026 erstmals alle acht Hallen des Essener Messegeländes. Halle 8 erweitert die Fläche nach Angaben des Veranstalters um rund 3.700 Quadratmeter. Insgesamt nennt die SPIEL Essen damit 81.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Würfelreich hatte die Erweiterung auf alle acht Hallen bereits eingeordnet.

Diese Zahl beschreibt zunächst mehr Platz für Stände und Wege. Der Veranstalter teilte im April außerdem mit, dass sämtliche Standflächen vergeben seien und weitere Anmeldungen auf eine Warteliste kämen. Für Besucher bleibt trotzdem entscheidend, ob für den gewünschten Tag noch Tickets erhältlich sind. 2025 waren laut offizieller Rückschau am Ende alle vier Messetage ausverkauft. Unser Rückblick auf die vier ausverkauften Messetage liefert den Vorjahreskontext.

Was Besucher jetzt beachten sollten

Der wichtigste Termin ist der 22. Juli gegen 10 Uhr. Ab dann lohnt sich ein Blick in den offiziellen Ticketshop. Wer sicher fahren will, kann bis zum 4. August ein wenig sparen. Noch wichtiger ist der frühe Kauf für alle, die auf einen bestimmten Messetag festgelegt sind.

Das neue Partnerprogramm „Essen spielt!“ soll während der Messe Aktionen und Vorteile in der Stadt bündeln. Welche Angebote für Ticketinhaber konkret gelten, veröffentlicht der Veranstalter auf seiner offiziellen SPIEL-Essen-Seite. Prüfen Sie diese Angaben kurz vor der Reise noch einmal, da sich teilnehmende Orte und Aktionen ändern können.

Für Familien sind die Altersgrenzen, für Fachbesucher der erforderliche Nachweis und für Teilnehmende an Golden Demon oder Kill Team LIVE! die Zusatzkarten entscheidend. Wer nur Vorträge des Educators Day besuchen möchte, braucht dagegen keine kostenpflichtige Teilnahmebestätigung. So bleibt der Ticketkauf trotz der vielen Optionen überschaubar.

Brettspiel-Crowdfunding KW 30: Herr der Ringe & Co.

20. Juli 2026 um 14:04
Brettspiel-Crowdfunding KW 30: Herr der Ringe & Co.

Das Brettspiel-Crowdfunding der KW 30 blickt auf die Kampagnen vom 13. bis 20. Juli 2026. Vier Projekte sind in diesem Zeitraum neu gestartet, ein weiterer Titel geht finanziert in seine letzte Woche. Die Auswahl folgt nicht allein den Summen: Entscheidend sind Spielmechanik, DACH-Relevanz und ein erkennbarer Anlass. Zum Vergleich zeigt die Crowdfunding-Wochenschau der KW 29 die Projekte der Vorwoche.

The Lord of the Rings: Ascension auf Gamefound

The Lord of the Rings: Ascension ist am 14. Juli auf Gamefound gestartet. Am 20. Juli standen 918.128,96 US-Dollar bei einem Ziel von 20.000 US-Dollar. Das entspricht 4.590,64 Prozent. Die Kampagne läuft bis zum 13. August.

Das kompetitive Deckbauspiel überträgt das Grundgerüst von Ascension auf Mittelerde. Ein bis vier Personen stellen im Verlauf der Partie ihr Kartendeck zusammen, werben Figuren an und reagieren auf den Einfluss des Einen Rings. Die drei angekündigten Sets sollen eigenständig spielbar sein und sich miteinander verbinden lassen.

Stone Blade Entertainment nennt 30 Minuten Spielzeit und ein Mindestalter von 13 Jahren. Ein Solo-Modus ist über die Angabe ab einer Person bestätigt. Wer das Spiel entworfen hat, nennt die Kampagnenseite im ausgelesenen Datensatz nicht. Auch eine deutsche Sprachfassung ist dort nicht ausgewiesen.

Aufnahmekriterium: neu live, zusätzlich mehr als 300 Prozent finanziert und deutlich über 100.000 US-Dollar Volumen.

Wreck: asymmetrische Seeschlachten auf Gamefound

Wreck: A New Game in the Wroth Universe ist ebenfalls am 14. Juli auf Gamefound gestartet. Am 20. Juli lagen 343.125,41 US-Dollar auf dem Konto, das Ziel beträgt 10.000 US-Dollar. Die Quote lag damit bei 3.431,25 Prozent. Das Ende ist für den 6. August angesetzt.

Zwei bis vier Personen führen asymmetrische Fraktionen in Seeschlachten gegeneinander. Würfel, Gebietskontrolle und unterschiedliche Fähigkeiten bestimmen das taktische Gerüst. Chip Theory Games gibt rund 60 Minuten Spielzeit und ein Mindestalter von 14 Jahren an. Mehr Kontext bietet unsere Vorstellung zu Wroth Reprint und Wreck.

Die Kampagne nennt im ausgelesenen Datensatz weder einen Solo-Modus noch den Namen des Designers. Auch zu einer deutschen Ausgabe schweigt sie dort. Der hohe Betrag ist ein Signal, ersetzt aber keine Prüfung von Preis, Versand und Sprachabhängigkeit.

Aufnahmekriterium: neu live, zusätzlich mehr als 300 Prozent finanziert und mehr als 100.000 US-Dollar Volumen.

Alexandria: Asymmetrie und Set Collection

Alexandria läuft seit dem 14. Juli auf Gamefound. Am 20. Juli hatte das Projekt 249.335,84 Euro von angestrebten 20.000 Euro erreicht. Das sind 1.246,68 Prozent. Die Kampagne endet am 29. Juli.

Das historische Strategiespiel verteilt unterschiedliche Rollen und Handlungsmöglichkeiten auf ein bis vier Personen. Set Collection und wirtschaftliche Entscheidungen bilden den mechanischen Kern. Laut Kampagne dauert eine Partie rund 90 Minuten, empfohlen ist das Spiel ab 14 Jahren.

Der Solo-Modus ist durch die Spielerzahl ab einer Person ausgewiesen. Den Namen des Designers und eine deutsche Sprachfassung nennt der ausgelesene Kampagnendatensatz nicht. Gerade bei einem asymmetrischen Spiel sollte die Sprachfrage deshalb vor einer Unterstützung geklärt werden.

Aufnahmekriterium: neu live, zusätzlich mehr als 300 Prozent finanziert und mehr als 100.000 Euro Volumen.

Towers of Yoma: Tower Defense aus Dresden

Towers of Yoma ist am 16. Juli auf Gamefound gestartet. Das Dresdner Studio HYBR Games hatte am 20. Juli 45.473,68 Euro bei einem Ziel von 19.000 Euro gesammelt. Die Quote lag bei 239,34 Prozent, das Ende ist für den 13. August geplant.

Ein bis vier Personen bauen gemeinsam ein Labyrinth, verbessern Türme und kombinieren Karten verschiedener Fantasy-Fraktionen. Zum kooperativen Tower Defense kommen Deckbuilding, ein modularer Spielplan und eine kleine Heldenkampagne. Eine Begleit-App ist vorgesehen, laut Kampagne soll das Spiel aber auch ohne App funktionieren. Unsere Vorstellung von Towers of Yoma ordnet Mechaniken und Kampagnendaten ausführlicher ein.

Die Kampagne nennt 120 Minuten Spielzeit und ein Mindestalter von 16 Jahren. Deutsch, Englisch und Französisch sind angekündigt, ein Solo-Modus ist über die Spielerzahl ab einer Person bestätigt. Wer das Spiel entworfen hat, nennt der ausgelesene Datensatz nicht.

Aufnahmekriterium: neu live und besondere DACH-Relevanz durch den deutschen Anbieter und die bestätigte deutsche Fassung.

Defenders of Hogwarts: letzte Kickstarter-Woche

Defenders of Hogwarts endet am 23. Juli auf Kickstarter. Am 20. Juli standen 898.092 Pfund bei einem Ziel von 50.000 Pfund. Das entspricht 1.796,18 Prozent und 7.332 Unterstützenden.

Das Spiel richtet sich an zwei bis fünf Personen und verbindet kooperative mit gegeneinander gerichteten Elementen bei der Verteidigung von Hogwarts. Der ausgelesene Kampagnendatensatz nennt weder Designer, Spielzeit, Altersangabe noch Solo-Modus. Diese Lücken sollten Interessierte vor einer Unterstützung direkt auf der Kampagnenseite prüfen.

Der günstigste ausgelesene Pledge für das Spiel lag bei 58 Pfund, Versand und Steuern kommen hinzu. Höhere Stufen bündeln vor allem aufgewertete Komponenten und Sammlerstücke. Das macht die Trennung zwischen Spielinhalt und Ausstattung besonders wichtig.

Aufnahmekriterium: weniger als sieben Tage Restlaufzeit, vollständig finanziert, zusätzlich mehr als 300 Prozent finanziert und deutlich über 100.000 Pfund Volumen.

Diese Woche ohne Spieleschmiede-Titel

Die Discovery hat für die Spieleschmiede keinen belastbaren Brettspiel-Kandidaten ergeben, der in den letzten sieben Tagen neu gestartet ist oder finanziert kurz vor dem Ende steht. Deshalb ergänzt diese Ausgabe keinen älteren Titel nur für eine gleichmäßige Plattformverteilung.

Crowdfunding bleibt eine Vorbestellung mit Risiko. Prüft vor einer Unterstützung insbesondere Sprache, Versandkosten, Steuern und den bisherigen Lieferverlauf des Anbieters.

Board Game Arena Neuheiten vom 13. bis 19. Juli 2026

20. Juli 2026 um 14:04
Board Game Arena Neuheiten vom 13. bis 19. Juli 2026

Die Board Game Arena Neuheiten vom 13. bis 19. Juli 2026 setzen vollständig auf Karten. FlipToons baut ein Deck rund um eine Zeichentrickbesetzung auf, YRO verbindet Handmanagement mit einem 3-mal-3-Raster und Jackpot: Set the Reel macht aus einer Kartenhand einen planbaren Spielautomaten. Hier findest du die wichtigsten Unterschiede bei Mechanik, Besetzung und Spieldauer.

FlipToons: Deckbau mit wechselnder Besetzung

FlipToons ist neu auf Board Game Arena. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Du stellst ein Deck aus Zeichentrickfiguren zusammen und deckst pro Runde sechs Karten in einem 3-mal-2-Raster auf. Die Effekte der Figuren greifen ineinander und erzeugen Ruhm, den du für neue Karten oder das Entfernen unpassender Karten ausgibst.

Das Rennziel liegt bei mindestens 30 Ruhm in einer Auslage, danach folgt eine letzte Wertung. Der schnelle Ablauf ist damit mehr als bloßes Aufdecken: Marktentscheidungen, Deckausdünnung und die Positionen im Raster bestimmen, wie zuverlässig deine Besetzung punktet.

FlipToons stammt von Jordy Adan und Renato Simões und erschien bei Thunderworks Games. Es ist für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren ausgelegt. BoardGameGeek nennt 15 bis 30 Minuten Spieldauer, während BGA im Durchschnitt rund 11 Minuten misst. Die BGG-Wertung lag beim Abruf am 20. Juli 2026 bei 7,31 aus 3.039 Bewertungen.

YRO: Gildenaufbau im Kartenraster

YRO ist die zweite Neuerscheinung der Woche. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Du rekrutierst Mitglieder für deine Gilde und ordnest sie in einem 3-mal-3-Raster an. Gemeinsamkeiten bei Fraktion oder Beruf lösen Boni aus, während Kampfwerte sowie Magie- und Technologiepunkte weitere Fähigkeiten erschließen.

BGG führt Handmanagement, Set Collection und Push Your Luck als zentrale Mechaniken. Damit verlangt YRO vor allem, Karten nicht nur nach ihrem Einzelwert zu wählen, sondern ihre Position und ihre Verbindung zu bereits ausliegenden Figuren mitzudenken.

Masato Uesugi hat YRO entworfen, als Hauptverlag nennt BGA Studio Supernova. Das Kartenspiel eignet sich für 1 bis 5 Personen ab 10 Jahren und dauert laut BGG 20 bis 30 Minuten. BGA weist für die digitale Umsetzung derzeit eine durchschnittliche Dauer von rund 6 Minuten aus. Die BGG-Wertung lag beim Abruf am 20. Juli 2026 bei 7,36 aus 1.043 Bewertungen.

Jackpot: Set the Reel mit planbarer Kartenfolge

Jackpot: Set the Reel ergänzt das Trio. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Du legst Karten aus deiner Hand zu einem Spielautomatenraster und punktest für passende Symbole. Der entscheidende Kniff: Die Karten werden nicht gemischt, sodass du ihre Reihenfolge durch Tauschen, Aufwerten und Neuordnen gezielt vorbereitest.

Alle spielen gleichzeitig. Nach dem Auslegen gibst du eine Karte weiter, nimmst eine neue an und sammelst Münzen aus einer Spalte. BGG ordnet das Spiel unter anderem Handmanagement, Musterbildung und Deckbau zu. Ein Solomodus ist ebenfalls vorhanden.

Jackpot: Set the Reel wurde von Kristian Karlberg und Kenny Zetterberg für Dranda Games entwickelt. Es ist für 1 bis 4 Personen ab 12 Jahren vorgesehen. BGG nennt 30 bis 60 Minuten, BGA misst bei den bislang gespielten Onlinepartien im Durchschnitt rund 25 Minuten. Die noch junge BGG-Wertung lag beim Abruf am 20. Juli 2026 bei 6,34 aus 112 Bewertungen und ist deshalb nur eine frühe Momentaufnahme.

Towers of Yoma: Tower Defense mit Deckbuilding

17. Juli 2026 um 08:15
Towers of Yoma: Tower Defense mit Deckbuilding

Towers of Yoma macht den Weg der Gegner zum gemeinsamen Bauprojekt: Bis zu vier Personen errichten ein Labyrinth aus Türmen und Gelände, bevor Maschinenwellen den letzten magischen Baum erreichen. Die laufende Gamefound-Kampagne zu Towers of Yoma richtet sich damit an Gruppen, die kooperative Planung, Deckbuilding und eine App-gestützte Gegnersteuerung verbinden möchten.

Towers of Yoma: Die Eckdaten

MerkmalAngabe der Kampagne
VerlagHYBR Games
DesignDie Kampagne nennt keinen Lead Designer namentlich
Spielerzahl1 bis 4 Personen
Spielzeit120 Minuten
Alterab 12 Jahren
SprachenDeutsch, Englisch und Französisch
Moduskooperativ, Mini-Kampagne, optional ohne App
Kampagnenende13. August 2026 um 16 Uhr MESZ
Geplante LieferungSeptember 2027

Erst bauen, dann die Welle überstehen

Eine Partie gliedert sich laut Kampagne in klar erkennbare Schritte. Zuerst erzeugt die App eine Gegnerwelle. Anschließend planen alle gemeinsam den Ausbau des Spielfelds. Türme und Gelände verlängern oder verändern den Laufweg der Maschinen. Danach bewegen sich die Gegner durch das entstandene Labyrinth. Erst dann greifen die Türme an.

Die Türme feuern nicht automatisch. Wer angreifen will, spielt eine passende Turmkarte aus der Hand. Reichweite, Schadensart und Bedingungen unterscheiden sich von Karte zu Karte. Manche Angriffe profitieren etwa von bestimmten Geländearten, treffen mehrere Ziele oder durchdringen Rüstung. Ein Turm hilft deshalb nur, wenn der selbst gebaute Weg die Gegner auch in seine Reichweite führt.

Diese Verbindung ist der Kern des Spiels. Die Gruppe entscheidet nicht nur, welcher Angriff gerade stark ist. Sie muss beim Bauen bereits vorausdenken: Wo entsteht ein Engpass? Welcher Turm deckt ihn ab? Blockiert eine kurzfristig gute Platzierung später den eigenen Ausbau? Weil Bauaktionen und Ressourcen begrenzt sind, soll nicht jede gute Idee sofort umsetzbar sein.

Vier Fraktionen lösen dasselbe Problem unterschiedlich

Towers of Yoma setzt laut Kampagne auf vier asymmetrische Fantasy-Fraktionen mit eigenen Karten und Türmen. Die Fraktionen bringen unterschiedliche Reichweiten, Geländearten und Fähigkeiten ein. Wie stark daraus tatsächlich verschiedene Spielstile entstehen, erklärt die Kampagne nicht im Detail. Offen bleibt, ob die Fraktionen eigene Aktionsökonomien und Prioritäten entwickeln oder vor allem dieselbe Tower-Defense-Aufgabe mit anderen Karteneffekten lösen.

Zum Ausbau gehört auch Deckbuilding. Neue oder verbesserte Karten erweitern die Angriffsoptionen. In der Mini-Kampagne entwickeln sich Deck und Held über mehrere Partien weiter. Die Kampagnenseite nennt außerdem einen modularen Spielplan. Sie beziffert aber weder die Zahl der Missionen noch die Varianz der Karten und Entwicklungspfade. Ein belastbares Urteil zum Wiederspielwert ist deshalb noch nicht möglich.

Alle Informationen liegen im kooperativen Spiel offen, und die Gruppe plant den Wegbau gemeinsam. Ob daraus mehr als ein gemeinsames Optimierungspuzzle entsteht, bleibt unklar. Die Kampagne beschreibt nicht, ob sich Fraktionen bei Timing, Bauplätzen oder Ressourcen spürbar in die Quere kommen. Damit bleibt auch das Risiko bestehen, dass eine Person die gemeinsamen Entscheidungen dominiert.

Die App übernimmt vor allem die Gegenseite. Sie kennt den nachgebauten Spielplan, bewegt die Maschinen und steuert besondere Manöver. HYBR Games kündigt zugleich eine vollständig analoge Spielmöglichkeit an. Dafür gibt es eine eigene Unterstützungsstufe mit zusätzlichem Material. Die Kampagne vergleicht den Verwaltungsaufwand beider Varianten jedoch nicht. Offen bleibt daher, ob die App vor allem Komfort bietet oder für einen flüssigen Ablauf wichtig ist.

Auch zur Lernkurve macht die Kampagne keine belastbare Angabe. Die Verbindung aus Deckbuilding, Labyrinthbau, Fraktionsfähigkeiten und gemeinsamer Planung kann viele Abwägungen erzeugen. Ob das zu gewünschter taktischer Tiefe oder zu langen Grübelpausen führt, lässt sich anhand der Kampagnenseite nicht beurteilen.

Solo spielbar, aber nicht eigenständig erklärt

Gamefound führt Towers of Yoma für 1 bis 4 Personen. Einen besonderen Solo-Ablauf beschreibt die Kampagne jedoch nicht. Offen bleibt damit, ob eine einzelne Person mehrere Fraktionen führt, einen eigenen Solomodus erhält oder mit angepassten Regeln spielt. Wer hauptsächlich allein spielt, sollte diesen Punkt vor einer Unterstützung direkt beim Verlag klären.

Ebenso wenig erklärt die Kampagne, wie Gegnerzahl, Ressourcen oder Wellen für eine, zwei und vier Personen skalieren. Deshalb ist nicht erkennbar, ob die Partie in jeder Besetzung ähnlich lange dauert und gleich viele Entscheidungen bietet.

Die genannten 120 Minuten stehen in den Eckdaten der Kampagne. Eine Herleitung liefert HYBR Games dort nicht. Unklar bleibt, wie viel dieser Zeit auf taktische Entscheidungen, App-Nutzung oder analoge Verwaltung entfällt. Auch ein eigener Zeitkorridor für verschiedene Besetzungen fehlt.

Auch beim Design-Team bleibt die Kampagne unvollständig. Ein Lead Designer wird dort nicht namentlich genannt. Als Lead Artist nennt HYBR Games Animesh Debnath. Der Verlag weist zudem offen darauf hin, dass im grafischen Arbeitsprozess KI-Werkzeuge für Ideen, Platzhalter, Hintergründe und einzelne Bearbeitungen verwendet wurden. Nach eigener Aussage enthält das Spiel deshalb KI-Elemente.

Was die vier Unterstützungsstufen unterscheiden

Die günstigste Stufe ist die Basisversion mit kostenloser App für 80 Euro. Sie enthält das Grundspiel. Die Kampagne beziffert weder die Zahl der Missionen noch den Umfang der Karten und Entwicklungsmöglichkeiten. Das Verhältnis von Preis und spielerischer Substanz lässt sich deshalb noch nicht abschließend bewerten.

Das Analog-Paket kostet 90 Euro. Es ergänzt die Basis um die Inhalte für das Spielen ohne App. Der Aufpreis bringt keine neue Fraktion oder Kampagne, sondern eine alternative Verwaltung des bestehenden Spiels. Ob diese Variante mehr Entscheidungsspielraum oder vor allem mehr Verwaltungsarbeit schafft, sagt die Kampagne nicht.

Das Brotherhood-of-Foxes-Paket mit App kostet 100 Euro. Es erweitert das Grundspiel um die Brotherhood-of-Foxes-Inhalte. Die Kampagne nennt zusätzliches Spielmaterial, erklärt dessen Umfang und spielerische Eigenständigkeit aber noch nicht vollständig. Deshalb bleibt offen, wie viel neue Mechanik der Aufpreis von 20 Euro liefert.

Das vollständige Brotherhood-of-Foxes-Paket kostet 110 Euro. Es kombiniert die Erweiterungsinhalte mit dem Material für das analoge Spiel. Der zusätzliche spielerische Inhalt entspricht damit der Brotherhood-of-Foxes-Stufe, während die weiteren 10 Euro erneut die analoge Verwaltung freischalten.

Alle vier Stufen nennen September 2027 als geplanten Liefermonat. Die Kampagne weist zugleich darauf hin, dass die Erweiterungen zwar getestet, aber noch nicht vollständig entwickelt seien. Illustrationen und Produktspezifikationen sind ebenfalls noch nicht endgültig.

Stretch Goals: Noch keine Liste zum Sortieren

Zum Zeitpunkt dieser Prüfung führt die Kampagnenseite keine Stretch Goals auf. Deshalb gibt es weder zusätzliche Mechanik-Inhalte noch Komponenten-Upgrades, die sich belastbar gegenüberstellen ließen. Sollte HYBR Games während der Kampagne Ziele ergänzen, müssen neue Szenarien, Karten oder Fraktionen getrennt von rein optischen oder materiellen Aufwertungen betrachtet werden.

DACH-Check: Deutsche Ausgabe, deutsche Handelspläne

Für Leserinnen und Leser in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist vor allem die deutsche Sprachfassung relevant. Die Kampagne bietet das Spiel ausdrücklich auf Deutsch, Englisch und Französisch an. Wie viel Text Karten und analoges Verwaltungsmaterial enthalten, beziffert die Seite nicht. Eine Sprachwahl ist daher sinnvoll, auch wenn viele Abläufe über Symbole und die App vermittelt werden dürften.

HYBR Games sitzt in Deutschland. In einem offiziellen Kampagnen-Update nennt der Verlag zudem eine Zusammenarbeit mit Elznir Games für den deutschen Handel. Eine Handelsveröffentlichung außerhalb Deutschlands sei bislang nicht bestätigt. Für Österreich und die Schweiz ist die Kampagne damit der derzeit klarer beschriebene Bezugsweg, während deutsche Interessierte grundsätzlich auch auf die angekündigte Handelsfassung warten können.

Die Kampagnenseite schließt Deutschland, Österreich und die Schweiz nicht vom Versand aus. Konkrete Versandpreise werden in einer Grafik angegeben, zugleich bezeichnet HYBR Games alle Versandkosten als Schätzungen, die sich noch ändern können. Die Preise der Unterstützungsstufen enthalten keine Mehrwertsteuer. Unterstützende aus der EU zahlen sie laut Kampagne bei der Abbuchung. Für die Schweiz können zusätzlich die dort geltenden Steuern und Einfuhrkosten relevant werden.

Die Kampagne endet am 13. August 2026 um 16 Uhr MESZ. Das Finanzierungsziel von 19.000 Euro wurde bereits am Starttag erreicht. Das ist ein Signal für das Zustandekommen der Kampagne, aber kein Urteil über die Qualität des fertigen Spiels.

Einen breiteren Vergleich mit anderen laufenden Projekten bietet die Crowdfunding-Wochenschau KW 29/2026.

Für wen lohnt sich ein genauer Blick?

Towers of Yoma dürfte vor allem Gruppen ansprechen, die gern gemeinsam optimieren. Der Reiz liegt weniger im bloßen Aufstellen schöner Türme als in der Verzahnung von Wegbau, Kartenhand und Fraktionsfähigkeiten. Jede Platzierung verändert die späteren Angriffsmöglichkeiten aller Beteiligten.

Vor einer Unterstützung bleiben dennoch Fragen. Der Solomodus und die Skalierung sind nicht erklärt. Der Lead Designer fehlt in der Kampagnendarstellung. Die Herkunft der 120 Minuten, der Wiederspielwert, die Lernkurve und der zusätzliche Verwaltungsaufwand der analogen Variante bleiben offen. Auch die spielerische Substanz der teureren Stufen ist noch nicht vollständig bezifferbar. Dazu kommt eine lange Lieferplanung bis September 2027.

Wer diese Unsicherheiten akzeptiert, findet einen ungewöhnlichen kooperativen Ansatz, der Tower Defense nicht nur nachbildet, sondern den Gegnerweg selbst zum wichtigsten Puzzle macht. Einen weiteren aktuellen Gamefound-Titel ordnet Würfelreich in der Vorstellung zum Wroth-Reprint ein.

Kingdom Come: Deliverance Brettspiel - deutsche Erstauflage

16. Juli 2026 um 14:50
Update vom 16. Juli 2026: Die deutsche Erstauflage von Kingdom Come: Deliverance - Das Brettspiel soll wegen der hohen Nachfrage ausschließlich im Onlineshop von HeidelBÄR Games erhältlich sein. Erst die zweite Auflage ist für den regulären Handel vorgesehen. Der endgültige UVP dieser Handelsauflage steht laut HeidelBÄR noch nicht fest, aktuell gelistete Preise und Angebote können sich deshalb ändern. Wichtig: Das Vorbestellende am 16. August 2026 gilt nur für die englische Ausgabe bei CGE. HeidelBÄR nimmt keine Vorbestellungen für die englische Fassung mehr an.
Kingdom Come: Deliverance Brettspiel - deutsche Erstauflage

Das Videospiel-Böhmen kommt auf den Spieltisch: Czech Games Edition (CGE) hat am 1. Juli 2026 Kingdom Come: Deliverance - Das Brettspiel angekündigt, eine Adaption des Rollenspiels von Warhorse Studios. Für die deutsche Ausgabe ist HeidelBÄR Games verantwortlich. Nach aktueller Auskunft des deutschen Verlags wird die deutsche Erstauflage exklusiv im HeidelBÄR-Onlineshop angeboten, der Nachdruck soll anschließend in den regulären Handel kommen.

Wer die englische Ausgabe direkt bei CGE vorbestellen möchte, hat dafür laut CGE bis zum 16. August 2026 Zeit, sofern die verfügbare Menge nicht vorher ausgeschöpft ist. Dieses Datum gilt nicht pauschal für HeidelBÄR oder die deutsche Ausgabe.

Bemerkenswert ist das Autorengespann: Tomáš Holek und Vlaada Chvátil arbeiten erstmals gemeinsam an einem Titel. Chvátil ist unter anderem für Codenames, Through the Ages und Mage Knight bekannt. Holek veröffentlichte 2024 SETI. Das macht die Zusammenarbeit für erfahrene Spielende interessant, erlaubt aber keine belastbare Vorhersage über die konkrete Mechanik oder Spieltiefe von Kingdom Come: Deliverance. Die Namen wecken Erwartungen, ersetzen aber weder veröffentlichte Detailregeln noch Spielerfahrung.

Worum es im Spiel geht

Sie beginnen als einfache Person im Böhmen des Jahres 1403. Über fünf Spieltage entwickeln Sie Ihren Charakter, sammeln Ausrüstung, knüpfen Beziehungen und verfolgen Geschichten mit unterschiedlichen Ausgängen. Nach dem fünften Tag gewinnt, wer mit Quests, Handlungsfortschritt, Ausrüstung und Kontakten die meisten Punkte gesammelt hat.

Mechanisch verbindet das Spiel Deckbuilding und Handkartenmanagement mit Quests und Bewegung auf einem illustrierten Spielplan. Erfahrungspunkte schalten neue Fertigkeitskarten für das eigene Deck frei. Die Karten lassen sich für verschiedene Aktionen wie Jagen, Stehlen, Kämpfen oder Kräutersammeln einsetzen. Sie dienen außerdem für Fertigkeitstests oder können für unmittelbare Boni abgelegt werden. Der belegbare Entscheidungsdruck liegt damit zunächst in der Mehrfachnutzung der Hand: Eine Karte, die jetzt einen Bonus bringt, steht nicht zugleich für eine Aktion oder einen späteren Test bereit. Außerdem müssen Sie innerhalb von fünf Spieltagen abwägen, welche Quests, Fertigkeiten, Ausrüstung und Beziehungen genug Punkte oder Fortschritt versprechen. Wie knapp Karten, Wege und Zeit tatsächlich werden und ob weitere Engpässe diese Entscheidungen verschärfen, erklären die veröffentlichten Texte bisher nicht. Eine belastbare Aussage zur Spieltiefe lässt sich daraus noch nicht ableiten.

Das Spiel ist kompetitiv, vermeidet laut CGE aber direkte Kämpfe zwischen den Spielenden. Begegnungen am selben Ort können sogar bei schwierigen Tests helfen. Die acht wählbaren Figuren wurden eigens für das Brettspiel geschaffen. CGE beschreibt bislang weder unterschiedliche Startfähigkeiten noch asymmetrische Charakterdecks oder eigene Regeln. Damit bleibt ein für den Kauf relevantes Signal offen: Ob die Figuren verschiedene Spielweisen tragen oder vor allem thematische Identität bieten, ist anhand der veröffentlichten Informationen nicht zu beurteilen.

Kingdom Come: Deliverance ist für eine bis vier Personen ausgelegt. CGE bezeichnet den Solo-Modus als vollständig unterstützt, erklärt öffentlich bislang aber nicht, ob dafür ein Automa, veränderte Ziele oder andere Sonderregeln eingesetzt werden.

Eckdaten im Überblick

MerkmalAngabe
TitelKingdom Come: Deliverance - Das Brettspiel
AutorenTomáš Holek und Vlaada Chvátil
VerlagCzech Games Edition, deutsche Ausgabe bei HeidelBÄR Games
LizenzWarhorse Studios
SettingBöhmen im Jahr 1403
Spielerzahl1 bis 4
Alterab 14 Jahren
Spielzeitrund 90 Minuten pro Person
MechanikDeckbuilding, Handkartenmanagement, kartenbasierte Fertigkeitstests, Quests, Flächenbewegung
PreisEnglische Ausgabe bei CGE: 149,99 Euro; UVP der deutschen Handelsauflage noch offen
Deutsche AusgabeErstauflage exklusiv im HeidelBÄR-Onlineshop; zweite Auflage für den regulären Handel vorgesehen
VorbestellungCGE: bis 16. August 2026, solange verfügbar; dieses Datum gilt nicht für HeidelBÄR
VeröffentlichungEnglische Erstauflage rund um die SPIEL Essen 2026; deutsche Ausgabe laut HeidelBÄR im Frühjahr 2027

Ein Wort zur Spielzeit: CGE nennt rund 90 Minuten pro Person. Bei vier Personen wären damit ungefähr sechs Stunden einzuplanen. Diese Angabe gilt durchgehend für Tabelle und Text.

Umfang und Ausstattung

CGE nennt mehr als 700 Karten, einen illustrierten Spielplan der Region um Sázava, zehn Handlungsstränge einschließlich eines Einführungsszenarios, doppellagige Spielertableaus und mehr als 200 Holzverbundmarker. Hinzu kommen mehr als 180 Ressourcenmarker, Pferdeplättchen, weitere Tafeln und Plättchen sowie eine Sortierlösung. Da sich das Spiel noch in Entwicklung befindet, weist CGE darauf hin, dass sich die Komponenten ändern können.

Metallmünzen und Kartenhüllen werden als kostenpflichtige Ergänzungen angeboten. Wer sich vorab einen Eindruck vom Ablauf verschaffen möchte, findet bei CGE außerdem eine englischsprachige aufgezeichnete Spielrunde.

Vorbestellung statt Crowdfunding

Kingdom Come: Deliverance wird nicht über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert. CGE verkauft die englische Ausgabe über eine Vorbestellaktion und erklärt, dass das Spiel unabhängig von der Zahl der Vorbestellungen erscheint. Stretch-Goals gibt es daher nicht, weder mechanische Zusatzinhalte noch durch Etappenziele freigeschaltete Komponenten-Aufwertungen.

Für deutschsprachige Interessierte ist die Vertriebsform entscheidend: HeidelBÄR will die deutsche Erstauflage wegen der hohen Nachfrage exklusiv im eigenen Onlineshop anbieten. Erst die zweite Auflage soll regulär in den Handel gelangen. Deren UVP ist noch offen. Wer derzeit Preise bei Händlern findet, sollte sie deshalb nicht als endgültige Preisangabe verstehen.

Die englische Ausgabe lässt sich bei HeidelBÄR nicht mehr vorbestellen. Das von CGE genannte Ende am 16. August 2026 betrifft ausschließlich die Vorbestellung bei CGE und kann bei erschöpfter Menge früher unterbrochen werden.

Einordnung für den deutschsprachigen Raum

CGE plant die Auslieferung seiner englischen EU-Erstauflage rund um die SPIEL Essen 2026. Für die deutsche Ausgabe nennt HeidelBÄR weiterhin das Frühjahr 2027. Wer auf Deutsch spielen möchte, muss deshalb länger warten und für die Erstauflage den HeidelBÄR-Onlineshop im Blick behalten. Wer die englische Ausgabe bevorzugt, muss direkt bei CGE oder im offiziellen Kingdom-Come-Shop prüfen, ob noch Exemplare verfügbar sind.

Ob die Adaption den Erwartungen an die Videospielvorlage und das bekannte Autorenduo gerecht wird, lässt sich erst nach einer Partie beurteilen. Die veröffentlichten Informationen zeigen ein großes, kartengetriebenes Abenteuerspiel, bei dem die Entwicklung des eigenen Charakters wichtiger ist als direkte Konfrontation. Wie tief die Entscheidungen reichen und ob die Figuren eigene mechanische Profile besitzen, bleibt bis zu detaillierteren Regeln oder belastbaren Partien offen.

Flossenschlag Haie & Riffe: die Erweiterung

16. Juli 2026 um 14:46
Flossenschlag Haie & Riffe: die Erweiterung

Informationsstand: 16. Juli 2026

Die Erweiterung Flossenschlag: Haie & Riffe ergänzt das Grundspiel um Korallenriffe, Rifffische und neue Hai-Fähigkeiten. Sie soll in deutscher Sprache im vierten Quartal 2026 erscheinen und verändert vor allem, welche Voraussetzungen beim Aufbau der drei Tauchstellen wichtig werden.

Eckdaten zu Flossenschlag: Haie & Riffe

MerkmalAngabe
TypErweiterung, Grundspiel erforderlich
Spielende1 bis 5
Spielzeit45 bis 60 Minuten
Alterab 10 Jahren
AutorMichael O’Connell
Deutscher VerlagFeuerland Spiele
Deutsche VeröffentlichungQ4 2026, laut Druckkalender November 2026
Neue Karten75 Fischkarten plus 5 Startfischkarten
Solo-Modusangepasste Regeln und Ersatzkarten für Nautoma, den automatisierten Solo-Gegner

Feuerland gibt die Spielzeit mit 45 bis 60 Minuten an. Belastbare Erfahrungen aus Familienrunden liegen uns noch nicht vor. Wie lange eine Partie tatsächlich dauert, dürfte von der Besetzung und der Regelsicherheit am Tisch abhängen.

Korallen werden zur neuen Voraussetzung

Im Grundspiel setzen Sie Fische in drei Tauchstellen ein und tauchen durch die dort aufgebauten Kartenreihen. Die Erweiterung legt auf jede Tauchstelle eine Korallenriff-Auflage. Damit entsteht neben Fischen, Eiern und Jungfischschwärmen eine weitere Ressource, die Sie beim Aufbau Ihres Ozeans beachten müssen.

Neue Fähigkeiten lassen Sie Korallen an den Tauchstellen sammeln. Ein gut entwickeltes Riff ist nicht nur eine zusätzliche Wertungsquelle. Es entscheidet auch darüber, ob Sie bestimmte Rifffische ausspielen können. Andere Fischfähigkeiten gewähren ihren Bonus erst, wenn die verlangte Korallenmenge erreicht ist. Dadurch konkurrieren Karten nicht nur um einen passenden Platz in der Sonnenlicht-, Dämmerungs- oder Mitternachtszone. Auch der Zustand des jeweiligen Riffs beeinflusst, wann eine Karte sinnvoll oder überhaupt spielbar ist.

Das ist die wichtigste mechanische Änderung: Korallen bilden eine zweite Bedingungsebene über dem bekannten Kartenaufbau. Wer eine Tauchstelle früh mit Korallen versorgt, öffnet sich dort neue Karten und Boni. Wer die Riffe vernachlässigt, kann einen Teil des neuen Kartendecks nicht voll nutzen.

Diese zusätzliche Bedingungsebene kann den Einstieg erklärintensiver machen, weil neben den bekannten Kartenreihen nun auch die Korallen-Voraussetzungen im Blick bleiben müssen. Ob das in der Praxis tatsächlich zu einer höheren Einstiegshürde führt, lässt sich ohne eigene Partien noch nicht belegen.

Haie verteilen Schwärme und hinterlassen Nahrung

Die neuen Haie folgen ebenfalls eigenen Mustern. Laut Feuerland können sie Jungfischschwärme zerstreuen. Diese Schwärme verschwinden dabei nicht einfach, sondern können an anderer Stelle neue Schwärme bilden. Zusätzlich hinterlassen Haie Futterreste, die andere Fische im eigenen Ozean verzehren dürfen.

Damit greifen die Hai-Fähigkeiten in zwei bekannte Elemente ein: die Position von Jungfischen und das Fressen von Karten. Welche Haiarten die deutsche Ausgabe im Einzelnen enthält, führt Feuerland auf seiner Produktseite noch nicht vollständig auf. Belastbar ist deshalb nur, dass das Kartenset mehrere neue Haie mit diesen neuen Fähigkeiten umfasst.

75 Fischkarten, dazu fünf neue Startfische

Die oft genannte Zahl von 75 neuen Fischkarten braucht eine Ergänzung. Die Komponentenliste von Stonemaier Games führt 75 reguläre Fischkarten und fünf Startfischkarten auf. Insgesamt kommen also 80 Fischkarten in die Schachtel. Hinzu kommen fünf Korallenriff-Auflagen, 90 Korallenmarker, drei Erfolgsplättchen, ein Erfolgsplan, fünf Spielhilfen und ein Wertungsblock.

Für den Solo-Modus enthält die Erweiterung drei Ersatz-Entscheidungskarten und drei Ersatz-Erfolgskarten für Nautoma sowie eine neue Spielhilfe. Feuerland stellt außerdem eine separate deutsche Nautoma-Regel bereit. Solo-Spielende erhalten damit nicht nur das Material des Mehrpersonenspiels, sondern eine ausdrückliche Anpassung des automatisierten Gegners.

Autor und grafische Gestaltung

Feuerland Spiele nennt Michael O’Connell als Autor der Erweiterung. Die grafische Gestaltung stammt laut deutscher Produktseite von Ana María Martínez Jaramillo und Catalina Martínez. Weitere Co-Autoren führt der Verlag für Haie & Riffe nicht auf.

Deutsche Ausgabe im November geplant

Für den DACH-Markt ist die Lage klarer als bei vielen internationalen Ankündigungen: Feuerland Spiele führt eine deutschsprachige Ausgabe. Die Produktseite nennt das vierte Quartal 2026, der Druckkalender von Feuerland wird konkreter und listet die Neuerscheinung für November 2026. Einen exakten Verkaufstag und einen deutschen Preis nennt Feuerland mit Informationsstand vom 16. Juli 2026 noch nicht. Weitere angekündigte Titel des Verlags sind etwa Wingspan Pocket im Reiseformat und die Greenwood-Vorstellung.

Haie & Riffe wirkt damit nicht wie ein bloßes Paket zusätzlicher Karten. Die Korallenriff-Auflagen verändern die Voraussetzungen beim Ausspielen und Werten, während Haie Schwärme und Nahrung neu verteilen. Wer am Grundspiel vor allem den Aufbau miteinander verzahnter Fischfähigkeiten schätzt, bekommt eine zusätzliche Entscheidungsebene. Ob sie das Spiel spürbar anspruchsvoller macht, lässt sich vor einer praktischen Partie noch nicht seriös beurteilen. Ebenso offen bleibt, ob verpasste Korallen-Voraussetzungen am Tisch als spannendes Planen oder als Frust erlebt werden.

Electrify Brettspiel: AEG dreht den Engine Builder

16. Juli 2026 um 09:42
Electrify Brettspiel: AEG dreht den Engine Builder

Alderac Entertainment Group hat das Electrify Brettspiel vorgestellt, einen Engine Builder von John D. Clair und Ian Hutchison für ein bis vier Personen. Sie legen Karten an fünf drehbare Energiesektoren, lassen deren Aktionen als Ketten ablaufen und erfüllen damit in zwölf Runden möglichst wertvolle Nachfragekarten.

Electrify Brettspiel auf einen Blick

MerkmalAngabe
VerlagAlderac Entertainment Group (AEG)
AutorenJohn D. Clair und Ian Hutchison
IllustrationJavier Inkgolem
Personenzahl1 bis 4
Spielzeit45 bis 75 Minuten
Alterab 10 Jahren
MechanikEngine Building mit Karten, rotierenden Sektoren und Aktionsketten
KampagneKickstarter, angekündigt für September 2026
Deutsche Ausgabebislang nicht angekündigt

Die Angaben zu Personenzahl, Spielzeit und Alter sowie die mechanische Einordnung beruhen auf der AEG-Produktseite und dem dort verlinkten Prototyp-Regelheft. Da es sich noch um eine Vorabfassung handelt, können sich Details bis zur Veröffentlichung ändern.

John D. Clair und Ian Hutchison werden von AEG als Autoren genannt. Der Verlag ordnet Clair außerdem als Autor von Space Base und Dead Reckoning ein. Das liefert Kontext zu seiner bisherigen Arbeit mit AEG, ist aber kein Qualitätsurteil über Electrify.

Wie funktioniert Electrify?

Electrify ist ein Engine Builder: Sie bauen sich aus Karten einen Motor auf, dessen Aktionen mit jeder passenden Kombination mehr Ertrag bringen können. Anders als bei einem fest wachsenden Tableau verändern hier fünf Sektoren fortlaufend die Lage und Stärke der ausgespielten Karten.

Jede Partie läuft laut AEG über zwölf Runden. Wenn Sie einen Sektor aktivieren, führen Sie seine Aktionen aus. Danach verändert sich die Anordnung des Motors, sodass Karten bei einer späteren Aktivierung eine andere Stärke oder Position haben können.

Der entscheidende Kniff ist das Warten. Ein Sektor gewinnt an Wirkung, wenn er nicht sofort wieder genutzt wird. Karten mit Pfeilsymbolen lassen Aktivierungen zudem über mehrere Sektoren hinweg weiterlaufen. So entstehen Aktionsketten, die Energie erzeugen, verbessern und ins Netz übertragen. Der Motor wächst also nicht nur, er wird nach jedem Zugriff neu sortiert.

Ins Netz eingespeiste Energiewürfel erfüllen Nachfragekarten. Anspruchsvollere Ziele verlangen mehr oder sauberere Energie und bringen entsprechend mehr Punkte. Nach zwölf Runden gewinnt, wer den Energiebedarf am wertvollsten erfüllt hat. Nicht nur die Kartenwahl zählt, sondern auch der richtige Zeitpunkt für die Aktivierung eines Sektors.

Die derzeit sichtbare Interaktion besteht vor allem im Rennen um offen ausliegende Nachfragekarten. Wer eine Karte erfüllt, nimmt sie an sich und legt eine neue aus. Eine weitergehende Markt-, Handels- oder Konfliktinteraktion lässt sich aus dem aktuell zugänglichen Material nicht belastbar ableiten.

Variable Technikpakete statt fester Kartenmischung

Vor der Partie werden sogenannte Technikpakete ausgewählt und in das Spiel aufgenommen. Sie ergänzen neue Technologien und taktische Möglichkeiten. Wie viele Pakete die Grundausstattung enthält und nach welchen Regeln sie kombiniert werden, erläutert die aktuelle Produktseite noch nicht vollständig.

Damit ist Varianz durch wechselnde Technikpakete belegt. Ihr genauer Umfang und ihre Wirkung auf unterschiedliche Partien sind aber noch offen. Eine belastbare Aussage zum Wiederspielwert wäre deshalb verfrüht. Auch asymmetrische Rollen oder unterschiedliche Startfähigkeiten nennt AEG bislang nicht.

Wie funktioniert der Solo-Modus?

Electrify ist für eine bis vier Personen angegeben. AEG kündigt mehrere Solo-Szenarien mit unterschiedlichen Herausforderungen an. Wie der Solo-Gegner gesteuert wird, welche Ziele gelten und ob zusätzliche Karten oder ein Automa-System zum Einsatz kommen, wird auf der Produktseite noch nicht erklärt. Belastbar ist deshalb nur: Der Solo-Modus soll aus mehreren Szenarien bestehen.

Auch zur Skalierung im Wettbewerb schweigen die bisher zugänglichen Angaben. Ob sich Electrify zu zweit, zu dritt und zu viert unterschiedlich eng spielt oder Aufbau und Nachfragekarten an die Personenzahl angepasst werden, lässt sich daher noch nicht beurteilen.

Für wen ist Electrify gedacht?

AEG gibt ein Alter ab zehn Jahren und eine Spieldauer von 45 bis 75 Minuten an. Das bekannte Regelgerüst wirkt dennoch eher wie ein Kennerspiel als wie lockeres Familienprogramm: Fünf veränderliche Sektoren, der Aufbau von Aktionsketten und das Abwägen zwischen sofortiger Nutzung und stärkerer späterer Aktivierung verlangen vorausschauende Entscheidungen.

Diese Einordnung bleibt vorläufig. Ohne fertige Regeln und eigene Partie lässt sich nicht endgültig beurteilen, wie hoch die Einstiegshürde tatsächlich ist. Dies ist eine Vorstellung auf Basis der Verlagsangaben, kein Test.

Kickstarter im September, DACH-Ausgabe offen

AEG kündigt die Kickstarter-Kampagne zu Electrify für September 2026 an. Eine ausgearbeitete Kampagnenseite, Preise, Unterstützungsstufen und Stretch-Goals sind noch nicht veröffentlicht. Deshalb gibt es derzeit weder mechanische Stretch-Goals noch Komponenten-Upgrades, die sich sinnvoll trennen oder bewerten ließen. Auch Pledge-Stufen können noch nicht miteinander verglichen werden.

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz bleibt die Verfügbarkeit offen. AEG nennt bisher keinen deutschsprachigen Verlag, keine lokalisierte Ausgabe und keinen Vertriebspartner für den DACH-Markt. Auch ein Erscheinungstermin für den Handel ist auf der Produktseite nicht belastbar ausgewiesen. Wer eine deutsche Fassung sucht, sollte daher auf eine gesonderte Lokalisierungsankündigung warten.

Ein interessanter Motor, aber noch viele offene Schalter

Electrify setzt seinen eigenen Akzent beim Engine Building: Die fünf Sektoren werden nicht bloß ausgebaut, sondern durch ihre Aktivierung fortlaufend verändert. Das macht den Zeitpunkt eines Zuges ebenso wichtig wie die Karten im eigenen Motor. Die Grundidee spricht eher für ein Kennerspiel, doch Komplexität, Skalierung und Wiederspielwert bleiben ohne fertige Regeln und eigene Partie offen. Für DACH-Spielende ist außerdem noch unbeantwortet, ob und wann eine deutsche Ausgabe kommt.

Wroth Reprint und Wreck: Was Gamefound verspricht

15. Juli 2026 um 13:18
Wroth Reprint und Wreck: Was Gamefound verspricht

Der Wroth Reprint kehrt gemeinsam mit Wreck zu Gamefound zurück. Chip Theory Games kündigt damit neues Material für die neonfarbene Konfliktwelt an. Vor dem geplanten Kampagnenstart am 20. Juli 2026 ist allerdings vor allem das Fundament greifbar: ein taktisches Gebietskontrollspiel mit Würfelwahl, asymmetrischen Fraktionen und mehreren Spielmodi.

Wroth in Kürze

MerkmalAngabe
Autor und IllustrationManny Trembley
Spielerzahl1 bis 4, kompetitiv für 2 bis 4
Spielzeit60 Minuten, einheitliche Verlagsangabe für alle Modi
Alterab 14 Jahren
MechanismenGebietskontrolle, Würfelwahl, asymmetrische Fraktionen
VerlagChip Theory Games, künftig unter Neon Knight
KampagneGamefound, Vorschau am 15. Juli 2026
Geplanter Start20. Juli 2026 laut Gamefound-Countdown, Stand 15. Juli 2026

Erst Würfel wählen, dann Gebiete sichern

Wroth lässt zwei bis vier Fraktionen um die Regionen der Halbinsel Drudgeon kämpfen. Jede Fraktion folgt eigenen Regeln und bringt besondere Truppenfähigkeiten sowie einmalig einsetzbare Fraktionskarten mit. Der Kern bleibt für alle gleich: Zu Beginn einer Runde werden Aktionswürfel geworfen. Die Spielenden wählen reihum Würfel aus dem gemeinsamen Angebot und führen die zugehörigen Aktionen aus.

Damit bringen sie neue Truppen ins Spiel, bewegen Einheiten zwischen Regionen oder greifen gegnerische Kräfte an. Kämpfe werden mit den Würfeln der beteiligten Elitetruppen ausgetragen. Die kontrollierten Regionen liefern am Rundenende Siegpunkte. Eine Partie endet nach einer Runde, in der eine Fraktion 30 Punkte erreicht, oder sobald das Ziel des gespielten Szenarios erfüllt ist.

Die Würfelwahl schafft zwei Ebenen der Interaktion. Jeder genommene Würfel bestimmt die eigene Aktion und entzieht den anderen Fraktionen zugleich diese Möglichkeit. Auf der Karte ist der Konflikt noch direkter: Truppen ringen um dieselben Regionen und greifen einander an. Fraktionsfähigkeiten, einmalige Karten und die Wertung am Rundenende geben Entscheidungen über den einzelnen Zug hinaus Gewicht. Die offiziellen Texte und Regeln liefern jedoch keine belastbare Aussage dazu, wie viele längerfristige Strategielinien eine Fraktion eröffnet. Belegt ist damit ein enger taktischer Schlagabtausch mit Denial, nicht eine weitreichende strategische Planung.

Auch zur Skalierung schweigen die Primärquellen. Sie bestätigen den kompetitiven Modus für zwei bis vier Personen, bewerten aber nicht, wie sich ein Duell gegenüber einer Viererpartie mit mehreren Fronten spielt. Eine belastbare Empfehlung für eine bestimmte Besetzung wäre daher verfrüht.

Wie funktionieren Wroth-Solo- und Koop-Modus?

Für eine Person sowie für kooperative Partien nutzt Wroth Szenarien und automatisierte Gegner. Die Gegner werden über eigene Karten gesteuert. Aktionswürfel bestimmen, welche Befehle die automatisierte Fraktion ausführt. Je nach Szenario gelten besondere Aufbau-, Ziel- und Niederlagenbedingungen. Das ist kein nachträglich angehängter Punktetest: Die offiziellen Regeln und Regelfragen behandeln unter anderem gegnerische Aktionen, Rundenzähler und szenariobezogene Siegbedingungen.

Chip Theory Games nennt für alle Modi einheitlich 60 Minuten. Das ist eine Verlagsangabe, keine von Würfelreich geprüfte Tischzeit. Die offiziellen Quellen liefern keine Erfahrungswerte dazu, wie stark Dauer und Aufbauzeit zwischen kompetitiven, Solo- und Koop-Partien schwanken.

Die Produktseite nennt 2 bis 4 Spielende, während Regelmaterial und Support ausdrücklich Solo- und Koop-Partien abdecken. Für die Einordnung ist daher die Formulierung 1 bis 4 Spielende korrekt, mit kompetitivem Standardmodus für 2 bis 4.

Was bringt Wreck zum Wroth Reprint?

Hier ist Zurückhaltung nötig. Die neue Gamefound-Seite zu Wreck und dem Wroth Reprint trägt den Titel „Wreck - A New Game in the Wroth Universe“. In der Projektübersicht wird Wreck als eigenständige Erweiterung geführt; ein offizielles Update bezeichnet es zugleich als Fortsetzung beziehungsweise Erweiterung zu Wroth. Wie Eigenständigkeit und Kompatibilität umgesetzt werden, ist auf der Vorschauseite am 15. Juli 2026 noch nicht erklärt.

Gesichert ist bislang nur der Rahmen: Wreck soll in derselben Spielwelt erscheinen, zusammen mit einem Reprint von Wroth finanziert werden und unter Neon Knight fortgeführt werden. Chip Theory Games hatte zuvor neue Fraktionen, Überraschungen und günstigere Handelsausgaben für die Wroth-Reihe angekündigt. Welche dieser Pläne tatsächlich Teil der Kampagne sind, lässt sich vor der Veröffentlichung der Projektbeschreibung nicht belastbar sagen.

Lead Design, Illustration, Spielerzahl, Solo-Modus, Spielzeit und Altersangabe von Wreck werden auf der öffentlichen Vorschauseite nicht genannt. Auch die konkrete Zugstruktur und das Verhältnis zum Grundspiel bleiben offen. Wer bereits Wroth besitzt, sollte deshalb vor einer Unterstützung prüfen, ob Wreck ohne Grundspiel spielbar ist, welche Inhalte zwischen beiden Titeln kompatibel sind und was der Reprint gegenüber der Erstauflage ändert.

Wroth auf Deutsch: Was ist für DACH wichtig?

Der Reprint ist für deutschsprachige Interessierte relevant, weil die erste Wroth-Kampagne eine deutsche Lokalisierung durch Frosted Games vorsah. Chip Theory Games meldete im März 2026, dass die deutschen Produktionsmuster zur Freigabe versandt worden seien. Die neue Vorschauseite bestätigt am 15. Juli 2026 jedoch weder eine deutsche Ausgabe des Reprints noch eine deutsche Fassung von Wreck.

Damit bleibt die wichtigste DACH-Frage offen. Vor einer Unterstützung sollten Sie Sprache, Mehrwertsteuer, Versandkosten, Versandpartner und Lieferfenster direkt in der gestarteten Kampagne prüfen. Die bisherige Wroth-Produktseite führt nur die englische Ausgabe, während die frühere Kampagne Frosted Games als deutschen Lokalisierungspartner nannte.

Wer andere aktuelle Crowdfunding-Projekte vergleichen möchte, findet in unserer Crowdfunding-Wochenschau KW 29/2026 weitere laufende Gamefound-Kampagnen. Wie sich Pledges und Stretch-Goals nach Kampagnenstart sinnvoll auseinanderhalten lassen, zeigt außerdem unser Check der Concordia Special Edition.

Pledges und Stretch-Goals: Noch keine belastbare Auswahl

Die Vorschauseite veröffentlicht am 15. Juli 2026 noch keine Pledge-Stufen, Preise oder Liefertermine. Eine Differenzierung nach spielerischem Inhalt und reiner Komponentenaufwertung ist daher noch nicht möglich. Insbesondere ist offen, ob der Reprint, Wreck und mögliche Fraktionen einzeln oder nur in Paketen erhältlich sein werden.

Auch Stretch-Goals sind vor dem Start nicht aufgeführt. Mechanische Inhalte wie zusätzliche Fraktionen, Szenarien, Karten oder Solo-Gegner lassen sich deshalb noch nicht von Komponenten-Upgrades und kosmetischen Boni trennen. Die erste Wroth-Kampagne schaltete unter anderem zusätzliche Solo- und Koop-Szenarien sowie weitere Fraktionskarten frei. Das ist jedoch kein Beleg dafür, dass die neue Kampagne dasselbe Modell übernimmt.

Lohnt sich das Beobachten?

Wroth lässt sich nach den belegten Mechanismen als taktischer, direkter Midweight-Konflikttitel einordnen. Die gemeinsame Würfelauswahl sorgt für Denial, während Angriffe und Gebietswertungen die Auseinandersetzung auf die Karte tragen. Das spricht Gruppen an, die Gebietskontrolle mögen, aber keine mehrstündige Konfliktsimulation suchen.

Manny Trembley verantwortet bei Wroth Design und Illustration. Chip Theory Games vertreibt das Spiel, die Reihe soll künftig unter Neon Knight fortgeführt werden. Diese Namen und Zuständigkeiten sind belegt. Eine darüber hinausgehende „Designschule“ oder besondere mechanische Handschrift lässt sich aus den Primärquellen nicht sicher ableiten. Die auffällige Neon-Gestaltung ist deshalb getrennt von der mechanischen Substanz zu betrachten: Gesichert sind Würfelwahl, asymmetrische Fraktionen, direkte Angriffe sowie Solo- und Koop-Szenarien.

Für eine Kaufentscheidung reicht die Vorschauseite noch nicht. Wrecks genaue Form, die Sprachfassungen und sämtliche Pledge-Daten fehlen. Interessant ist die Kampagne daher vor allem für Menschen, die Wroth verpasst haben oder mehr Fraktionen und Szenarien suchen. Ob das Angebot für DACH-Unterstützende trägt, entscheidet sich erst mit Versandkosten, Lokalisierung und der klaren Trennung zwischen neuem Spielinhalt und Materialluxus.

Crowdfunding-Wochenschau KW 29/2026: Drei Gamefound-Endspurts und ein Kemet-Schwergewicht

14. Juli 2026 um 08:32
Crowdfunding-Wochenschau KW 29/2026: Drei Gamefound-Endspurts und ein Kemet-Schwergewicht

Die Kalenderwoche 29 (7. bis 13. Juli) ist eine Woche der Endspurts. Auf Gamefound laufen gleich drei bereits durchfinanzierte Kampagnen in den nächsten Tagen aus, während eine vierte als Schwergewicht noch weiterklettert. Auf Kickstarter und der Spieleschmiede sind in diesem Zeitraum keine neuen, für den DACH-Raum relevanten Brettspiel-Kampagnen gestartet, die einen eigenen Beitrag rechtfertigen. Wir konzentrieren uns deshalb auf die vier stärksten laufenden Projekte, die alle auf Gamefound zu finden sind.

Believe in me! (please)

„Believe in me! (please)" vom deutschen Verlag Wyrmgold läuft nur noch bis Dienstag, den 14. Juli, und steht damit im letzten Tag. Aktuell haben 833 Unterstützende rund 61.000 Euro zusammengetragen, gut das Dreifache des Ziels von 20.000 Euro.

In dem Karten- und Worker-Placement-Spiel für 2 bis 4 Personen übernehmen die Spielenden die Rolle selbsternannter Götter. Mit Naturereignissen wie Stürmen und Fluten überzeugen sie die Bevölkerung von ihrer Macht und sammeln möglichst viele Gläubige, während sie die konkurrierenden Möchtegern-Götter am Tisch ausstechen. Eine Partie dauert etwa 60 Minuten, empfohlen ab 14 Jahren. Wyrmgold hat zuvor unter anderem „Pagan: Fate of Roanoke" und „Hydra" veröffentlicht.

Crowdfunding-Wochenschau KW 29/2026: Drei Gamefound-Endspurts und ein Kemet-Schwergewicht
Bild: Wyrmgold (Gamefound-Kampagne)

Sovereign: Shōgun

„Sovereign: Shōgun" des Londoner Studios PHALANX läuft noch bis Donnerstag, den 16. Juli. Die Kampagne ist mit rund 280.000 Euro von 1.271 Unterstützenden das mit Abstand größte hier vorgestellte Projekt und steht bei über dem Neunfachen des 30.000-Euro-Ziels.

Das Strategiespiel für 2 bis 5 Personen führt in die Sengoku-Zeit Japans, in der fünf Fürsten um den Thron ringen. Gespielt wird asymmetrisch um Gebietskontrolle: Die Spielenden bauen ihren Klan aus, schließen Allianzen, treiben Handel und versuchen, den minderjährigen Regenten auf ihre Seite zu ziehen, statt allein auf Waffengewalt zu setzen. Eine Partie ist mit rund 90 Minuten angesetzt, ab 14 Jahren.

Crowdfunding-Wochenschau KW 29/2026: Drei Gamefound-Endspurts und ein Kemet-Schwergewicht
Bild: PHALANX (Gamefound-Kampagne)

Siege Perilous

„Siege Perilous" von Play to Z läuft noch bis Freitag, den 17. Juli, und hat mit 652 Unterstützenden rund 94.800 US-Dollar erreicht, gut das Sechsfache des Ziels von 15.000 US-Dollar.

Das Spiel für 1 bis 4 Personen siedelt im Britannien der Artus-Sage: Als Ritter gehen die Spielenden auf Abenteuer aus, um Ruhm und Ansehen zu gewinnen. Mechanisch mischt es Worker Placement mit Euro-Aufbau und Würfelaktionen, und es lässt sich sowohl solo als auch kompetitiv spielen. Für eine Partie sind rund 120 Minuten einzuplanen, ab 14 Jahren.

Crowdfunding-Wochenschau KW 29/2026: Drei Gamefound-Endspurts und ein Kemet-Schwergewicht
Bild: Play to Z (Gamefound-Kampagne)

Kemet: The Gates of Thonis

Etwas mehr Zeit bleibt bei „Kemet: The Gates of Thonis" von Kolossal Games, das noch bis Dienstag, den 21. Juli, läuft. Mit rund 276.000 US-Dollar von 3.169 Unterstützenden steht die Kampagne bei über dem Achtzehnfachen des niedrig angesetzten 15.000-US-Dollar-Ziels.

Wichtig zur Einordnung: „The Gates of Thonis" ist keine eigenständige Neuheit, sondern eine große Erweiterung für das Area-Control-Spiel „Kemet: Blood and Sand". Unsere Crowdfunding-Wochenschau KW 28 ordnet das Projekt und seinen Kampagnenstart zusätzlich ein. Sie bringt neue Karten, neue Spielplan-Seiten und eine zusätzliche zentrale Mechanik ins Spiel und richtet sich damit an alle, die das Grundspiel bereits besitzen oder es sich parallel zulegen. Gespielt wird zu 2 bis 6 Personen, rund 90 Minuten, ab 14 Jahren.

Crowdfunding-Wochenschau KW 29/2026: Drei Gamefound-Endspurts und ein Kemet-Schwergewicht
Bild: Kolossal Games (Gamefound-Kampagne)

Alle Zahlen entsprechen dem Stand vom 13. Juli 2026.

Neu auf Board Game Arena: Die Neuheiten der Kalenderwoche 29 (2026)

14. Juli 2026 um 08:32
Neu auf Board Game Arena: Die Neuheiten der Kalenderwoche 29 (2026)

Auf Board Game Arena sind in den vergangenen sieben Tagen drei Neuzugänge erschienen. Zwei davon sind eigenständige Spiele, dazu kommt eine Erweiterung für einen bekannten Klassiker. Der folgende Überblick fasst zu jedem Titel Spielerzahl, Dauer, Mechaniken und den Abo-Status zusammen. Wer die Entwicklung Woche für Woche verfolgt, findet im Überblick zu den BGA-Neuheiten der KW 28 die vorherige Ausgabe.

Fugitive: Verfolgungsjagd zu zweit

Bei Fugitive treten genau zwei Spieler gegeneinander an. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Eine Person übernimmt den Flüchtigen, der sich verdeckt von Versteck zu Versteck aus der Stadt bewegt. Die andere Person spielt den Marshal und versucht, die abgelegten Karten zu erraten, bevor die Flucht gelingt.

Das Spielprinzip verbindet Deduktion mit verdecktem Bewegen und Handmanagement. Die zweite Edition stammt von Tim Fowers und erscheint bei Fowers Games. Sie ist im Universum des kooperativen Spiels Burgle Bros angesiedelt. Eine Partie dauert laut BoardGameGeek etwa 5 bis 20 Minuten.

Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von rund 7,4 Punkten. Board Game Arena stuft die Komplexität mit 2 von 5 ein.

Tír na nÓg: Kartenlegen in der keltischen Anderswelt

Bei Tír na nÓg spielen eine bis fünf Personen. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Der Titel dreht sich um keltische Mythologie und die namensgebende Anderswelt. Über fünf Runden platzieren die Spielenden Erzähler zwischen Geschichtskarten im gemeinsamen Raster und draften anschließend Karten in das eigene Tableau.

Am Ende zählen die Reihen des eigenen Tableaus sowie zusammenhängende Karten gleicher Farbe. Das Spiel stammt von Isaac Shalev und Jason Slingerland und erschien 2024 bei Grand Gamers Guild. Die deutschsprachige Ausgabe kommt von Frosted Games. Als Mechaniken nennt BoardGameGeek Arbeitereinsatz, offenes Drafting und Handmanagement.

Eine Partie dauert 30 bis 45 Minuten, ein Solomodus ist enthalten. Auf BoardGameGeek liegt die Bewertung bei rund 7,3 Punkten.

7 Wonders Leaders: Persönlichkeiten für den Klassiker

Bei der Erweiterung 7 Wonders Leaders handelt es sich um eine Ergänzung für das Grundspiel 7 Wonders, über das sie auf Board Game Arena läuft. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Die Erweiterung ergänzt das Grundspiel um Anführerkarten und zwei zusätzliche Wunder. Zu Beginn jeder Partie wählen die Spielenden Persönlichkeiten wie Königinnen, Astronomen oder Feldherren, die ihre Zivilisation über die gesamte Partie hinweg beeinflussen.

Die Siegbedingungen des Grundspiels bleiben dabei unverändert. Die Erweiterung stammt von Antoine Bauza und erscheint bei Repos Production. Sie ist für drei bis sieben Personen ausgelegt und dauert rund 40 Minuten. Auf BoardGameGeek erreicht Leaders eine Bewertung von etwa 8,2 Punkten.

Kinderspiel des Jahres 2026: Die Insel der Mookies gewinnt

12. Juli 2026 um 22:47
Kinderspiel des Jahres 2026: Die Insel der Mookies gewinnt

Der wichtigste deutsche Preis für Kinderspiele ist vergeben: Kinderspiel des Jahres 2026 ist Die Insel der Mookies, ein reines Zwei-Personen-Spiel von Florian Sirieix, das bei Kosmos erscheint. Die Jury krönt damit einen Titel, der Kindern ab vier Jahren an sehr einfachen Regeln zeigt, wie ein Mehrheiten-Sammelspiel funktioniert.

Nach Angaben des Vereins Spiel des Jahres fiel die Entscheidung am 12. Juli 2026. Der Preis reiht sich in einen ohnehin starken Jahrgang ein: Aus 571 gesichteten Titeln wählte der Verein neun Spiele in drei Kategorien aus, so viele Nominierungen wie nie zuvor in 47 Jahren.

Die Insel der Mookies: Was das Spiel tut

Die Insel der Mookies (Originaltitel L'île des Mookies, international Mooki Island) ist ein Sammelspiel für genau zwei Personen. Jede Partie dauert rund zehn Minuten. Die Werte ab vier Jahren und rund zehn Minuten sind die Verlagsangaben; für ein erstes Kartenspiel am Familientisch sind sie realistisch, eine Partie ist schnell erklärt und ebenso schnell gespielt. Der Ablauf bleibt bewusst schlicht: Beide Spielenden nehmen abwechselnd eine offen ausliegende Karte und legen sie vor sich ab. Ziel ist es, von den Mookie-Familien jeweils die Mehrheit zu sammeln und so Trophäen zu gewinnen. Wer die seltenen legendären Mookie-Karten ergattert, verschafft sich einen Vorteil, muss dabei aber die Spinnen-Karte im Blick behalten, die einem Kind einen Streich spielen kann.

Mechanisch verbindet der Titel offenes Drafting mit Mehrheiten- und Set-Sammeln, ergänzt um ein Memory-Element und einen kleinen Take-That-Moment über die Spinne. Alltagssatz für den Familientisch: Das Kind zieht reihum Karten, merkt sich, wer welche Mookie-Familien gesammelt hat, und versucht, am Ende von möglichst vielen Familien die meisten Karten zu haben; die Spinne darf zwischendurch ein bisschen ärgern. Über die einfachen Regeln lernen jüngere Kinder Schritt für Schritt, wie ein Mehrheiten-Sammelspiel tickt, und werden mit jeder Partie ein Stück taktischer. Die BoardGameGeek-Komplexität liegt bei 1,0 von 5, also am unteren Ende der Skala.

Weil Die Insel der Mookies bewusst für genau zwei Personen gebaut ist, spielt in Familien mit mehreren Kindern immer nur eines mit; die anderen schauen zu oder sind in der nächsten Partie an der Reihe. Bei rund zehn Minuten pro Runde ist der Wechsel aber schnell gemacht.

Eckdaten:

  • Spieleranzahl: 2 (reines Zwei-Personen-Spiel)
  • Spieldauer: rund 10 Minuten
  • Alter: ab 4 Jahren
  • Komplexität: 1,0 von 5 (BoardGameGeek)
  • Autor: Florian Sirieix
  • Illustration: Seppyo (Mélanie Bardin)
  • Verlage: Kosmos (deutsche Ausgabe), Le Scorpion Masqué (Originalausgabe)

International hat der Titel bereits eine zweite Auszeichnung: Beim französischen As d'Or 2026 wurde Die Insel der Mookies als bestes Kinderspiel prämiert.

Ein frankophoner Jahrgang

Der Blick auf die Nominierten zeigt eine Auffälligkeit: Die Autoren stammen durchweg aus dem frankophonen Raum. Florian Sirieix ist mit zwei Titeln vertreten und kommt wie sein Buh-Party-Mitautor Benoit Turpin aus Frankreich; Thomas Dagenais-Lespérance, Autor von Verflixt Verzaubert, sitzt in Montreal (Québec). Dass der Sieger ein reines Zwei-Personen-Spiel ist, ordnet Juror Christoph Schlewinski laut Verein als Merkmal eines kreativen Jahrgangs ein, in dem mehr Spiele für jüngere Kinder und mehr Auswahl zusammenkamen.

Die weiteren Nominierten zum Kinderspiel des Jahres 2026

Neben dem Sieger standen zwei Titel auf der Nominierungsliste. Buh Party stammt ebenfalls von Florian Sirieix, gemeinsam mit Benoit Turpin, und erscheint bei Loki. Verflixt Verzaubert kommt von Thomas Dagenais-Lespérance und erscheint bei Game Factory.

Die Empfehlungsliste

Drei weitere Spiele hat die Jury zur Empfehlungsliste hinzugefügt: Kleiner Stinker (Exploding Kittens), Magische Spiegel von Kseniya Kuznetsova (Ravensburger) sowie Paleolino von Marco Teubner (Hans im Glück).

Stimmen von der Verleihung

Bei der Preisverleihung erzählte Autor Florian Sirieix, er habe die Idee zu dem Spiel für seinen Sohn entwickelt; als Inspiration nennt er Sammelkartenspiele. Angekündigt ist demnach bereits ein zweites Mookies-Spiel, das ein anderer Autor verantwortet. (Diese Aussagen sind O-Töne der Preisverleihung.)

Die Jury

Über das Kinderspiel des Jahres entscheidet eine eigene Jury: Johanna France, Stefan Gohlisch und Christoph Schlewinski, ergänzt um die vier Beiräte des Jahrgangs Kristina Hartleb, Henning Jansen, Mandy Kümmerle und Jennifer Müller.

Einordnung

Der Preis setzt eine Linie fort, die schon der Vorgänger andeutete: 2025 hatte Topp die Torte (Schmidt Spiele) den Titel geholt. Mit Die Insel der Mookies gewinnt nun ein Spiel, das bewusst auf zwei Personen und sehr junge Mitspielende zugeschnitten ist und den Einstieg in ein taktisches Prinzip mit minimalen Regeln schafft.

Spiel des Jahres 2026: Dito! gewinnt den wichtigsten deutschen Brettspielpreis

12. Juli 2026 um 22:42
Spiel des Jahres 2026: Dito! gewinnt den wichtigsten deutschen Brettspielpreis

Dito! ist Spiel des Jahres 2026. Die Jury verkündete ihre Entscheidung am 12. Juli 2026 und zeichnete damit ein Assoziations-Partyspiel von Autor Martin Ang aus, das beim Verlag Game Factory erscheint. Die Begründung der Jury bringt den Reiz des Spiels auf den Punkt: Gespielt wird zwar gegeneinander, gewinnen kann aber nur, wer sich gut auf die Gedankenwelt der anderen einlässt.

Was Dito! ausmacht

Dito! ist ein Partyspiel für 3 bis 7 Personen ab 10 Jahren, eine Partie dauert rund 30 Minuten. Faktenwissen braucht es dafür nicht, gefragt ist Einfühlungsvermögen: Sie versuchen zu erraten, welche Begriffe den Mitspielenden zu einer Kategorie einfallen.

Dito! auf einen Blick

  • Spieleranzahl: 3 bis 7 Personen
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: rund 30 Minuten
  • Autor: Martin Ang
  • Verlag: Game Factory
  • Genre: Assoziations-Partyspiel

So läuft eine Runde ab. Aus zwei Optionen wählt die Gruppe eine Kategorie. Anschließend notiert jede Person Begriffe in einem Drei-mal-drei-Raster, also in einem Feld aus 3 x 3 Kästchen. Alle schreiben gleichzeitig, niemand scheidet aus. Ziel ist es, möglichst dieselben Begriffe zu treffen wie die anderen. Wer Reihen und Spalten des Rasters füllt, sammelt Punkte. Belohnt wird also nicht, wer die originellste Antwort findet, sondern wer die Perspektive der Runde am besten trifft.

Bemerkenswert ist auch die Herkunft des Autors: Martin Ang stammt aus Indonesien. Bei der Verleihung wurde eigens hervorgehoben, dass mit ihm erstmals ein Preisträger aus dem globalen Süden ausgezeichnet wird.

Die Begründung der Jury

Die Jury hebt hervor, dass Dito! ein Wettbewerbsspiel ist, das ohne echte Konfrontation auskommt. Zwar spiele man gegeneinander, doch der Erfolg hänge daran, wie gut man sich in die Assoziationswelten der Mitspielenden hineinversetze. Taktisches Geschick und das Verständnis für andere Sichtweisen zählten mehr als reines Wissen. Genau diese Mischung mache Dito! am Tisch zugänglich und zugleich reizvoll.

Die weiteren Nominierten zum Spiel des Jahres 2026

Neben Dito! standen zwei weitere Titel auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres 2026:

  • Cozy Sticker Ville (Autor: Corey Konieczka, Verlag: Unexpected Games)
  • Morty Sorty Magic Shop (Autor: Markus Slawitscheck, Verlag: Schmidt Spiele)

Die Empfehlungsliste

Die Jury sprach außerdem sechs Empfehlungen aus:

  • Hot Streak (Jon Perry, Strohmann Games)
  • Meister Makatsu (Reiner Knizia, Amigo)
  • Take Time (Alexi Piovesan und Julien Prothière, Asmodee)
  • Toriki (Wojciech Grajkowski, Mirakulus)
  • Toy Battle (Paolo Mori und Alessandro Zucchini, REPOS)
  • Wilmot's Warehouse (Ricky Haggett, Richard Hogg und David King, Asmodee)

Einordnung: die anderen Preise des Abends

Beim selben Festakt vergab die Jury auch die beiden Schwesterpreise. Kennerspiel des Jahres 2026 wurde Rebirth von Reiner Knizia (Frosted Games). Kinderspiel des Jahres 2026 wurde Die Insel der Mookies von Florian Sirieix (Kosmos, Originalausgabe bei Scorpion Masqué).

Dito! tritt die Nachfolge von Bomb Busters an, dem Spiel des Jahres 2025.

Kennerspiel des Jahres 2026: Rebirth von Knizia gewinnt

12. Juli 2026 um 22:38
Kennerspiel des Jahres 2026: Rebirth von Knizia gewinnt

„Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit“ von Reiner Knizia (Frosted Games) ist Kennerspiel des Jahres 2026. Die Jury Spiel des Jahres gab die Auszeichnung am 12. Juli 2026 in Berlin bekannt, und der Sieg hat historisches Gewicht: Knizia holt damit als erster Autor überhaupt im Laufe seiner Karriere alle drei roten Pöppel der Jury.

Ein Triple, das es so noch nie gab

Reiner Knizia hat in den vergangenen Jahrzehnten fast jeden Preis der Branche gewonnen, doch dieser Erfolg ist einzigartig. Mit dem Kennerspiel des Jahres 2026 komplettiert er als erster Autor das Triple aus allen drei Auszeichnungen der Jury: Spiel des Jahres, Kinderspiel des Jahres und nun Kennerspiel des Jahres. Kein anderer Autor hat bislang alle drei Titel im Regal.

Was „Rebirth“ auf dem Tisch tut

„Rebirth“ ist ein bewusst zugänglicher Kennertitel, ein „leichter“ Knizia: Das BGG-Gewicht liegt bei 2,0 von 5, also ein niedriger Komplexitätswert auf einer Skala bis 5. Gespielt wird zu zweit bis zu viert, eine Partie dauert 45 bis 60 Minuten, das Alter ist mit ab 10 Jahren angegeben. Erste Partien und ungeübte Runden liegen dabei realistisch eher am oberen Ende dieser Spanne oder etwas darüber. Einen Solo-Modus bietet „Rebirth“ nicht; das Spiel ist auf 2 bis 4 Spielende ausgelegt.

Im Kern ist es ein Legespiel. Sie ziehen pro Zug ein Plättchen aus Ihrem eigenen Vorrat und platzieren es auf einem Hexfeld-Plan (Tile Placement), meist folgt sofort eine Wertung. Über Gebietsmehrheiten (Area Majority), Aufträge und Endwertungs-Boni entsteht aus einer schlichten Grundregel wachsende taktische Tiefe. In Knizias Werk steht „Rebirth“ damit weniger für einen radikal neuen Mechanismus als für die elegante Verdichtung vertrauter Muster aus Mehrheiten und Legen, sauber austariert zu einer Regel, die schnell erklärt ist. Der Reiz entsteht dabei weniger aus solitärem Punkteoptimieren als aus dem offenen Wettlauf am Tisch: Timing und der Druck der Gebietsmehrheiten zwingen Sie, laufend auf die Züge der Mitspielenden zu reagieren. Erst danach kommt das Thema ins Spiel: Nach einer Reihe von Katastrophen bauen die Spielenden die Zivilisation im Einklang mit der Natur wieder auf. Die Einsteigerseite zeigt eine Karte Schottlands, die anspruchsvollere Kennerseite spielt in Irland.

Die deutsche Ausgabe erscheint bei Frosted Games und ist bereits erhältlich; BGG führt die deutschsprachige Ausgabe mit Erscheinungsjahr 2025. Der Originalverlag ist Mighty Boards.

Die weiteren Nominierten

Neben „Rebirth“ standen zwei Titel auf der Nominierungsliste für das Kennerspiel des Jahres:

Die Empfehlungsliste

Die Jury führt zusätzlich vier Titel auf ihrer Empfehlungsliste im Kennersegment:

  • Artengarten (Matthias Wigge / Feuerland)
  • Frosted Blooms (Bruno Cathala, Ludovic Maublanc / Elznir Games)
  • Grundstein von Metropolis (Emerson Matsuuchi / Kobold)
  • Tag Team (Gricha German, Corentin Lebrat / Kosmos)

Zweiter Kennerspiel-Sieg in Folge für Frosted Games

Der Sieg von „Rebirth“ schreibt auch eine Verlagsgeschichte fort. Bereits im Vorjahr ging das Kennerspiel des Jahres an einen Titel von Frosted Games: 2025 gewann „Endeavor: Die Tiefsee“ (Frosted Games / Board Game Circus). Damit holt Frosted Games den Preis zum zweiten Mal in Folge.

Jury-Sprecher Harald Schrapers ordnete den aktuellen Jahrgang bei der Verleihung ein: Einen eindeutigen inhaltlichen Trend erkenne die Jury derzeit nicht, wohl aber ein deutliches Wachstum in der schieren Anzahl der Neuerscheinungen, ein Rekordjahr also der Menge nach. Begleitet wurde die Preisverleihung erneut von der Aktion „Spielend für Toleranz“, in deren Rahmen 370 Spielepakete versandt wurden.

Auf der Bühne gaben die Nominierten Einblicke in ihre Spiele: Knizia beschrieb das Thema von „Rebirth“ als eine Zivilisation, die sich auf alte Werte zurückbesinnt. Donald X. Vaccarino betonte, „Moon Colony Bloodbath“ sei Science-Fiction und kein Abbild der Realität. Michael Palm und Lukas Zach verorteten „Boss Fighters QR“ in der Tradition des klassischen Rollenspiels.

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