7 Wonders Dice überträgt die Grundidee der bekannten 7-Wonders-Reihe in ein Roll-and-Write-Format. Statt Karten werden Würfel genutzt, um Gebäude zu errichten, Ressourcen zu verwalten und militärische Konflikte mit den Nachbarstädten auszutragen. Alle Spieler entwickeln gleichzeitig ihre eigene Stadt. Dabei gilt
Kavango ist ein kartengetriebenes Aufbau- und Draftspiel für ein bis vier Personen, das sich thematisch dem Natur- und Artenschutz im Kavango-Zambesi-Schutzgebiet widmet. Die Spieler übernehmen die Rolle von Naturschutzexperten und errichten über drei Runden hinweg eigene Reservate, in denen Produzenten
Ein eher ungewöhnliches Thema liegt Skelligs Neuheit Aquaria zugrunde. Wir haben es bei dem Titel von Thomáš Holek (SETI, Tea Garden) mit der Pflege und Hege unseres Aquariums zu tun. Ob hier Thema und Mechanik ineinander passen, schauen wir uns
Zu Deutsch die Siedlungen von Eldervale (also vom älteren Tal, wenn man es wörtlich übersetzt), ist vom selben Autor von Andromeda’s Edge und dieses ist gleichzeitig der direkte Nachfolger von dem hier präsentierten Titel – welches in einem Fantasy-Setting steckt.
Da ich den galaktischen Nachfolger bereits seit längerem kenne und schon einige Male gespielt habe konnte ich in die Regeln zu diesem Spiel sehr leicht einsteigen. Ich würde sogar behaupten, dass die beiden Titel sich zu mindestens 80% in der Spielmechanik gleichen.
Doch welches gibt die bessere Gesamtshow auf der Bühne? Ist das neuere Spiel auch das bessere oder hat mich das ältere Tal doch eher überzeugen können?
Eindruck von der Bühne
Die Mechanik ist für ein Spiel mit einem solch üppigen Karton überraschend einfach. Ist man dran, setzt man entweder eine seiner Einheiten ein oder man holt diese zurück. Mehr ist es grundsätzlich nicht aber das da doch einiges mehr zugehört sollte jedem Lesenden ja auf anhieb klar gewesen sein!
Das allererste Setzen einer Einheit unterscheidet sich von den folgenden Spielzügen. Man muss die Figur nämlich auf ein freies Feld setzen – kein selbst besetztes und mit keiner Figur eines Kontrahenten. Es gibt natürlich ein paar von diesen Regeln abweichende Einheiten, aber das gilt erstmal grundsätzlich. Hier erhalte ich Ressourcen oder darf besondere Aktionen ausführen, wenn solche auf dem Spielfeld zu finden sind. Danach darf ich zwar niemals auf Felder setzen, die von eigenen Figuren besetzt sind, aber wohl auf Felder mit gegnerischen Einheiten, vorausgesetzt ich halte die Reichweite meiner Einheit ein, die in fast alles Fällen bedeutet, dass es ein zu einer meiner Einheiten angrenzendes Feld sein muss.
Monster als Gegner für alle Spielenden mit teilweise fiesen Fertigkeiten kommen ebenfalls vor.
Wenn ich ein Feld mit einer gegnerischen Einheit betrete erhalte ich zuerst die dortigen Ressourcen bzw. löse den Spezialeffekt des Spielfelds aus, danach kommt es aber zu einer Schlacht. Hier können sich alle Einheiten benachbarter Felder beteiligen, auch wenn es die einer Farbe sind, die vorher überhaupt nicht aneinandergeraten waren. Die Kampstärke der Einheiten und deren Anzahl werden addiert. Hinzu kommen noch ggf. Würfel durch anwesende und benachbarte Siedlungen. Aber in der Summe sind nicht mehr als 6 Würfel für jeden Spieler möglich, egal wie hoch die berechnete Zahl wird.
Nachdem alle gewürfelt haben, wird in alter Risikomanier ausgefochten. Das bedeutet, dass die Würfel einzeln betrachtet werden. Würfelt die erste teilnehmende Person z.B. eine 6-3-3-2, die zweite Person eine 6-4-1 und eine dritte Partei eine 6-5, gewinnt die letztgenannte Person. Alle haben eine 6 gewürfelt, also wird der zweithöchste Würfel verglichen. Hier hat die dritte Person eine 5 und ist damit höher als alle anderen, die restlichen Würfel sind egal. Hätte Person 2 statt der 4 ebenfalls eine 5 hatte diese gewonnen, da hier die beiden Würfel auch wieder gleich wären (Teilnehmer 1 wäre nach wie vor raus), die zweite Person allerdings den nicht vorhandenen dritten Würfel des Gegners mit Ihrem Würfen einfach schlägt.
Alternativ zum Einheiten Setzten kann man diese auch jederzeit zurückholen. Solche, die nicht in Kämpfen besiegt wurden können dann auf ausliegenden Karten des Spielers Aktionen ausführen um z.B. Ressourcen zu erhalten, Einheiten zu beschwören oder Siedlungen zu bauen. Solche die besiegt waren und in der Unterwelt warteten können keine solchen Aktionen auslösen. Man darf Einheiten alternativ zum Einsetzen jederzeit zurück holen, selbst wenn noch nicht alle eigenen Einheiten eingesetzt waren.
Arbeiter werden zu Siedlungen, dazu werden diesen Spielfiguren die Dächer auf den Kopf gesetzt
Durch das kaufen von Dugeonkarten als Aktion auf bestimmten Spielfeldern und auch das bauen von Siedlungen werden die Punktemotoren für die Schlusswertung angetrieben. Außerdem hat das Ganze im Spiel auch immer wieder andere positive Auswirkungen. Dort wo die Dungeonkarten gekauft werden können, werden auch neue Spielfelder eingebracht. Das Spielfeld wächst also im Laufe der Partie immer mehr an.
Je weiter man in den einzelnen Farbstrahlen voran kommt, desto mehr Punkte gibt es am Ende für die verschiedenen Dungeonkarten und Siedlungen
Das Spiel endet, wenn eine teilnehmende Person entweder alle Siedlungen gebaut hat, was allerdings die Zahl der Arbeiter reduziert, oder wenn das letzte Spielfeldteil eingebracht wurde. Danach ist jeder Spieler noch einmal dran, bevor es zur Schlusswertung kommt.
Groupie auf Tour
Andromeda’s Edge und Dwellings of Eldervale sehen auf den ersten Blick sehr verschieden aus und sind doch fast gleich. Der wohl gravierendste Unterschied ist der Engine-Builder in Form der Modifikationen in dem neueren Weltraumspiel. Diese bei Rückholung der Raumschiffe auszulösen kann je Spieler allerdings auch einiges an Wartezeit für die anderen bedeuten. Wer jedoch Engine-Building sehr mag, wäre mit dem neueren Spiel besser bedient.
Ansonsten unterscheidet es sich in Kleinigkeiten, aber bis auf die Optik ist vieles gleich und wenn man das Eine mag wird man das Andere wohl kaum ablehnen. So geht es mir zumindest. Ich gebe dem alten Tal allerdings einen Hauch von besserer Note für meinen Geschmack. Obwohl es der ältere Titel ist, fühlt es sich an, als ginge es leichter von der Hand und verbrauche zwischen den Zügen weniger Zeit als der Nachfolger. Das sind je nach Teilnehmer vielleicht nur Nuancen, kann aber auch zu einer regelrechten Downtime führen.
Aber was mich wohl am meisten für Dwelligns of Eldervale überzeugt ist das Fantasy-Setting. Klar ist das eine sehr subjektive Meinung, aber ich bewerte ja auch als Subjekt, da kann ich eine solche Überzeugung nicht von der Hand weisen!
Kurzfazit: Völker Eldervales, zieht eure Schwerter! Auf in die Schlacht! Ich bin jedenfalls bei jeder kommenden Partie gerne wieder dabei!
Vantage ist ein kooperatives Abenteuerspiel in einer offenen Welt für ein bis sechs Personen. Nach dem Absturz auf einem unbekannten Planeten startet jeder Spieler mit einem eigenen Charakter an einem anderen Ort und nimmt die Spielwelt ausschließlich aus seiner individuellen
Kavango von Matt Brown und Zara Reid – erschienen bei Schmidt Spiele Leider muss ich zugeben, dass es mir im Überschwang schon passiert ist, KAVANGO mit CABANGA! zu verwechseln. Das ist ärgerlich, da sich beide Spiele in vielen Dingen unterscheiden. So ist eine große Stärke von KAVANGO, dass sich das Spiel im Gegensatz zu CABANGA! […]
In Kilia sind zwei bis vier Personen aufstrebende Reeder, die sich in der Hafenmetropole Kiel einen Namen machen wollen. Sie weiten ihr Handelsnetz aus, bauen Schiffe, erlernen neue Fähigkeiten und sichern die Gunst einflussreicher Persönlichkeiten in der Stadt.
Kilia
Schon thematisch holt uns Kilia (Huch) ab: Es geht nicht um große Seeschlachten, sondern um Handel, Einfluss und Infrastruktur rund um den (historischen) Schleswig-Holsteinischen Canal – den Vorgänger des Nord-Ostsee-Kanals. Man startet klein, baut Schritt für Schritt sein Tableau aus, organisiert Warenströme – und merkt, wie aus einzelnen Zügen zunehmend verkettete Aktionen werden (können). Die Mehrzweckkarten in diesem historischen Strategiespiel von Lars Ehresmann können vielseitig eingesetzt werden – die Kunst liegt darin, sie im passenden Moment für den größten Vorteil zu nutzen.
Kilia: So wird es gespielt
Der Kern des Brettspiels ist ein offenes Drafting aus einer Auslage: In deinem Zug nimmst du genau eine Aktionskarte vom Ratstableau. Welche Karten du „kostenlos“ wählen darfst, hängt von deinen Schlüsselsymbolen ab – zu Beginn ist die Auswahl sehr eingeschränkt, später öffnet sie sich durch Ausbau und damit wachsenden Einfluss. Karten, die mehr Schlüssel verlangen als du hast, kannst du trotzdem nehmen, zahlst dann aber die vollen Münzkosten, die an der Karte stehen. Zusätzlich gibt es eine kleine, aber wichtige Stellschraube: Noch bevor du in deinem Zug eine Karte nimmst, darfst du für fünf Münzen die komplette Aktionsauslage einmal „tauschen“ (sprich: neu mischen und auslegen) – gut, wenn die sichtbaren Optionen gerade gar nicht passen.
Und genau hier greift die Aussage von Autor Lars Ehresmann, der im Interview mit Brettspielelust betont: „Zunächst habe ich nach einem Kernmechanismus gesucht.“ Dieser Mechanismus trägt Kilia tatsächlich, weil die Karten eben nicht nur Aktionen sind, sondern Mehrzweck-Werkzeuge. Jede Karte kann auf unterschiedliche Weise genutzt werden: Du kannst sie als Händler mit der Rückseite nach oben auf deinen Marktplatz legen, du kannst einen deiner vier Kernbereiche ausbauen (die Karte wandert dafür unter das eigene Double-Layer-Tableau), oder du nutzt sie als Auslöser, um Fähigkeiten bzw. Packhäuser zu erhalten – je nachdem, wo du sie einsetzt. Das sorgt dafür, dass ein und dieselbe Karte in völlig unterschiedlichen Situationen passend sein kann: Mal willst du kurzfristig Waren, mal langfristig bessere Auswahl, mal Engine-Bausteine für die Schlusswertung.
Besonders gelungen ist der Marktplatz: Händlerkarten werden in einem kleinen Raster platziert, aber nicht beliebig – oben braucht es eine „stabile Basis“ aus zwei benachbarten Händlern darunter. Legst du einen Händler auf ein leeres Feld, bekommst du einmalig den dort abgebildeten Bonus (z. B. Münzen, Jokerware, eine Sprotten-Karte oder sogar einen neuen Auftrag). Überdeckst du dagegen einen Händler, gibt es diesen Bonus nicht noch einmal. Gleichzeitig sind Händler keine passiven Symbole, sondern aktive Lieferanten: Du kannst sie im Zug gegen Münzen aktivieren, um genau die Ware zu finanzieren, die du gerade brauchst – in der unteren Reihe einmal pro Zug, weiter oben öfter. Das ist elegant, weil es Planung belohnt, ohne dich in eine Sackgasse laufen zu lassen.
Hingucker: Die Schiffe fahren durch den kanal
Die vier Ausbaubereiche geben der eigenen Reederei ein klares Profil: Schloss bringt Einfluss (mehr Schlüssel, bessere Draft-Auswahl) und neue Aufträge; die Universität öffnet dauerhafte Fähigkeiten (z. B. Extraaktionen, Umwandlungen, Endspielpunkte für bestimmte Waren); die Werft verbessert dein Schiff; und das Packhaus lässt dich zusätzliche Packhäuser am Kanal errichten. Ausbauen kostet Waren in aufsteigender Staffel (die erste Karte 1 Ware, die zweite 2 usw.), was das Timing spannend macht: Frühe Ausbauten sind billig, späte Ausbauten teuer – und genau deshalb fühlt sich Kilia in der Anfangsphase flott an und bleibt später trotzdem straff, statt in endloses Kleinklein zu kippen.
Ein echter Hingucker – und mehr als nur Gimmick – ist die gemeinsame Einkommensphase am Rundenende: In der Ratsphase tuckern die Schiffe durch den Kanal. Dafür schiebst du dein Schiff (als Lochplatte) den Kanal auf deinem Tableau entlang; an jedem Packhaus erhältst du die Waren und Münzen, die durch die „Fenster“ sichtbar sind. Mit jeder Werftverbesserung wird das Schiff größer bzw. anders geschnitten – dein Einkommen wächst also buchstäblich mit dem Ausbau.
Entdecke KILIA, ein SPANNENDES KENNERSPIEL, in dem du als aufstrebender Reeder in der Hafenmetropole Kiel dein Handelsimperium aufbaust!
Dieses HISTORISCHE STRATEGIESPIEL kombiniert geschicktes RESOURCE MANAGEMENT mit packendem Gameplay, während du Waren handelst und Schiffe baust.
Ideal für 2 bis 4 Spieler ab 14 Jahren, bietet dieses Spiel sowohl strategische Tiefe als auch spannende Interaktionen für alle Beteiligten.
KURZANLEITUNG: 1. Baue deine Flotte und erweitere dein Handelsnetz | 2. Erlerne neue Fähigkeiten und erfülle Aufträge | 3. Setze Wertungsmarker für den Sieg!
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Aufträge sind die zweite große Schiene neben Ausbauten und Markt: Du hältst aktive Aufträge offen ausliegen, kannst in deinem Zug mehrere erfüllen (vor oder nach der Kartenaktion) und bekommst sofort Belohnungen; die erfüllten Karten werden verdeckt gesammelt und bringen am Ende Punkte. Zusätzlich gibt es das Rennen um Errungenschaften – das ist der wichtigste Interaktionspunkt, denn hier kann man sich gegenseitig die besseren Wertungsfelder „wegpunkten“, wenn man zu spät dran ist.
Zu den feineren Stellschrauben gehören die „Kieler Sprotten“: Einmal erhalten, können sie später entweder als flexible Soforthilfe (Münze oder beliebige Ware) dienen – oder als Ersatzkarte für einen Ausbau, inklusive der anschließenden Verbesserungsauswahl mit größerer Flexibilität. Gerade wenn dir in der offenen Auslage das passende Puzzleteil fehlt, ist das ein willkommenes Mitigationswerkzeug. Überhaupt ist die Regelqualität sehr hoch: Die Abläufe sind klar, Symbolik ist weitgehend sprachneutral, und die Struktur führt sauber von Zug über Ausbauten bis zur Ratsphase.
Das Spielende ist variabel und wird ausgelöst, sobald jemand den vierten Wertungsmarker setzt; danach folgt nur noch eine letzte Runde, in der die Schiffe am Ende nicht mehr fahren. Gewertet werden Errungenschaften, Punkte für Ausbauten im eigenen Farbbereich, erfüllte Aufträge sowie (falls freigeschaltet) Endspielpunkte über Fähigkeiten für Waren – mit einem engen Tie-Break über verbliebene Waren und Münzen.
Kilia: Fazit und Wertung
Unterm Strich ist Kilia ein angenehm klassisches, dabei aber sehr modernes Euro-Design: starkes Multi-Use-Kartenspiel, sichtbar wachsende Engine, belohnende Kettenzüge (vor allem über Universitäts-Extraaktionen) und ein haptisch wie visuell stimmiger Tischauftritt. Gleichzeitig sollte man wissen, worauf man sich einlässt: Die Partie kann sich über weite Strecken solitär anfühlen, weil man primär am eigenen Tableau optimiert – echte Reibung entsteht vor allem im Wettrennen um Errungenschaften und durch das „Wegdraften“ passender Karten. Dazu kommt ein gewisser Glücksfaktor über die offene Kartenauslage; das ist durch Auslagentausch, Sprotten und Händler zwar abgemildert, aber nicht völlig eliminiert. Und wer extrem sauberes Materialhandling erwartet, wird beim wiederholten Unter-das-Tableau-Schieben mehrerer Karten irgendwann ein klein wenig Fummelei bemerken.
Wenn man hingegen ein zügig spielbares Aufbauspiel sucht, das ohne große Überraschungen auskommt, aber dauerhaft gute Entscheidungen einfordert, liefert Kilia sehr zuverlässig ab: ein Spiel, das im Kern von einer starken mechanischen Idee getragen wird – und dessen historisches Kiel-Thema nicht aufgesetzt wirkt, sondern die Mechanismen angenehm erdet. Hier versteht man auch Ehresmanns Anspruch an Tempo und Spielfluss, wenn er sagt, ihm sei „keine Downtime“ beim offenen Drafting wichtig: Pro Zug nur eine Karte wählen, aber am Rundenende ein gemeinsamer, schneller „Payoff“-Moment für alle. Glückwunsch zu einem gelungenen Erstling, von einem Autor, der selbst aus Kiel stammt!
Kilia – auf einen Blick
Kilia überzeugt als modernes, angenehm zügiges Euro-Spiel mit starkem Multi-Use-Kartenpuzzle und cleverem Schifffahrts-Einkommen – mit eher geringer Interaktion und etwas Auslagen-Glück als Kehrseite.
Autor: Lars Ehresmann | 2025 | Huch | 2 bis 4 Personen | ab 14 Jahren | bis 90 Minuten
Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).
Die Comicreihe RYCHLÉ ŠÍPY („Die Schnellen Pfeile“) des Autors JAROSLAV FOGLAR genießt in Tschechien Kultstatus. Auch der ebenfalls tschechische Brettspielautor VLADAA CHVÁTIL, dessen breit aufgestellte Œuvre von CODENAMES bis MAGE KNIGHT bestens bekannt ist, scheint Anhänger der Reihe zu sein. Er widmet ihr mit SEVERTON ein eigenes Spiel.Laut Verlag findet das Spiel in einem fiktiven Stadtteil…
In einer Welt ohne natürliche Ressourcen versuchen wir, die verbliebenen Droiden auf der Erde zu recyceln. Als Ökomechs entscheiden wir, ob wir sie verschrotten oder wiederherstellen. Das klingt düster, aber schon die Grafik zeigt, dass das Spiel eher positiv auftritt.
„Ein Arche Nova-Spiel“ lautet der Untertitel von ARTENGARTEN. Ich verstehe, warum FEUERLAND sich dazu entschieden hat, dies auf die Packung zu schreiben. Die Verknüpfung mit bekannten und beliebten Spielen wirkt oft verkaufsfördernd für das neue Produkt. Gleichzeitig evoziert dies aber auch eine bestimmte Erwartung. Formulierungen wie „Ein Spiel in der Welt von …“ haben schon mehrfach dazu geführt…
Seitdem ich 2019 das Spiel Pandoria von Bernd Eisenstein, erschienen auf seinem eigenen Spieleverlag Irongames in 2018, für mich entdeckt habe bin ich immer mehr zum Fan seiner Spiele geworden. Seine Spiele haben auch immer etwas Besonderes und heben sich vom Mainstream ab. Dabei sind die Regeln meist recht einfach und schnell erklärt, aber die Spiele bieten dann doch eine ordentliche Spieltiefe und ausreichend Anlass zum Grübeln.
Bei Pandoria handelt es sich um ein Plättchenlegespiel, in dem man doppelte Sechseckplättchen an bereits vorhandene auf einem gemeinsamen Spielplan anlegt. Man hat dabei immer nur eines dieser Plättchen auf der Hand, legt dieses an und kann dann noch eines seiner Stammesmitglieder einsetzen oder vom Spielplan zurückholen. Es gibt 4 Arten von „Landschaften“, mit denen man Holz, Kristalle, Gold oder Ruhmespunkte erringen kann, wenn man eine solche Landschaft abschließt (mit anderen Landschaften, Seen oder Bergen umschließt) und dann am Rand möglichst viele seiner Stammesmitglieder stehen hat. Diese dienen nämlich als Multiplikator für die „Ressource“, die auf der abgeschlossenen Landschaft abgebildet ist.
Zudem kann man in Pandoria noch Zaubersprüche erwerben und sprechen, Gebäude errichten, die einem dauerhafte Effekte bringen, und Monumente, für die man Ruhmespunkte erhält.
Pandoria enthält 5 verschiedene Völker, die alle noch individuelle Fertigkeiten besitzen. In einer Einsteigerspielvariante kann man die aber auch erst einmal weglassen. Ich besitze zu Pandoria auch noch 2 Erweiterungen. Realms, die 5 neue Völker/Reiche mitbringt, und Artifacts, die neue Geländeplättchen und die Artefakte beinhaltet. Die Artefakte kann man dann gegen Reliquien eintauschen, für die man Ruhmespunkte erhält.
Meine Wertung (Pandoria, nach 14 Partien): 8/10
Das nächste Spiel in meinem Regal ist Discordia, mein aktuell am besten bewertetes Spiel von Bernd Eisenstein (Wertung 8.5/10 nach 13 Partien). In diesem Spiel geht es darum möglichst alle seine Bürger (Seeleute, Soldaten, Händler und Bauern) einzusetzen. Wem dies zuerst gelingt, der gewinnt umgehend das Spiel. Das hört sich jetzt deutlich einfacher an als es ist. Mir ist es tatsächlich erst ein Mal geglückt, alle meine Figuren einzusetzen, denn dummerweise bekommt man am Rundenende (Jahresende) immer wieder welche hinzu. Das Spiel wird übrigens über 4 Jahre a 5 Jahreszeiten gespielt und spielt in der germanischen Provinz des römischen Reich. Und die Römer hatten außer Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auch noch die Saturnalien, das war ein mehrtägiges römisches Rest, zu Ehren des Gottes Saturn, welches nach dem Abschluss der Winteraussaat gefeiert wurde.
Eigener Stadtplan
Papyria (2025)
Papyria ist die einzige Essen-Neuheit die ich in 2025 gekauft habe und ich hatte mich bereits im Vorfeld sehr auf das Spiel gefreut. Hier hatte ich bereits im Juli das Video von Rhado gesehen. Mittlerweile habe ich es auch gespielt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Das Spiel ist eine wahre Punkteschlacht. Man bewegt sich mit seinem Wanderer und seinem Schiff um einen Spielplan (Euphrat & Tigris Gebiet) und führt im Zielgebiet jeweils 2 Aktionen aus. Eine Aktion ist dabei das Nehmen von Landschaftsplättchen, die man an sein eigenes Gebiet anlegt. Dabei gibt es unterschiedliche Landschaftsarten und Bauwerke, die man im Spielverlauf auch immer wieder werten kann: Berge (in denen man Minen errichten kann), Wälder (die man mit Städten überbauen kann), Flusslauf und Heiligtümer (die man mit Tempel überbauen kann), außerdem gibt es Plättchen mit Erfindungen, die zum Beispiel die Reichweite seines Schiffs und/oder Händlers erhöhen.
Rechts: eigenes Gebiet / Links: Wertungsleiste
Weitere Aktionen sind: Lapis in seinen Bergwerken fördern (1 von 2 Ressourcen im Spiel), Papyri produzieren (die 2. Ressource), Wertungsplättchen nehmen und damit eine von 7 möglichen Wertungen ausführen, Städte (blau), Tempel (weiß) und Bergwerke (dunkelblau) errichten und Multiplikatoren (für die Wertungen) nehmen. Für das Errichten von Tempeln und Städten benötigt man Lapis. Im späteren Spielverlauf kommen dann noch Spielendeplättchen ins Spiel, die man mit Lapis oder Papyri erwerben kann und die einem weitere Siegpunkte bringen.
Mit Lapis kann man auch die Wanderer oder Schiffe Mitspieler von einem Feld verdrängen. Hierzu muss man deren Besitzern 1 Lapis zahlen. Dessen Wanderer/Schiff wird dann auf das nächste freie Feld im Uhrzeigersinn versetzt.
An 2 Stellen des Flusses kann man sein Wissen erhöhen oder eine weitere Wertung auslösen, indem man Papyri abgibt. Das Wissen ist dann auch ein wichtiger Aspekt und ein cooler Kniff im Spiel. Man kann nämlich nur so viele Siegpunkte bei einer Wertung erlangen, wie man auch Wissen besitzt. Erzielt man zum Beispiel 60 Punkte in einer Wertung und hat nur 20 Wissen, dann erhält man auch nur 20 Siegpunkte.
Links: Bei Überschreiten des Aufstellers kann man 1-3 Papyri abgeben, um 4-9 Wissen zu erlangen Unten: Wissensleiste (rot ist bei 18, grün bei 20)
Last not least kann man noch Schlüsselplättchen bekommen, wenn man deren Bedingungen erfüllt. Zum Beispiel 8 Plättchen mit Erfindungen in seinem Gebiet hat oder 3 Städte gebaut hat. Diese Plättchen erlauben einem, nach Spielende, noch einmal eine zusätzliche Wertung.
Unsere Partie zu dritt hat 83 Minuten gedauert und endete 196 zu 260 zu 311. Und ich denke, dass da noch Luft nach oben ist.
Seitdem ich 2019 das Spiel Pandoria von Bernd Eisenstein, erschienen auf seinem eigenen Spieleverlag Irongames in 2018, für mich entdeckt habe bin ich immer mehr zum Fan seiner Spiele geworden. Seine Spiele haben auch immer etwas Besonderes und heben sich vom Mainstream ab. Dabei sind die Regeln meist recht einfach und schnell erklärt, aber die Spiele bieten dann doch eine ordentliche Spieltiefe und ausreichend Anlass zum Grübeln.
Bei Pandoria handelt es sich um ein Plättchenlegespiel, in dem man doppelte Sechseckplättchen an bereits vorhandene auf einem gemeinsamen Spielplan anlegt. Man hat dabei immer nur eines dieser Plättchen auf der Hand, legt dieses an und kann dann noch eines seiner Stammesmitglieder einsetzen oder vom Spielplan zurückholen. Es gibt 4 Arten von „Landschaften“, mit denen man Holz, Kristalle, Gold oder Ruhmespunkte erringen kann, wenn man eine solche Landschaft abschließt (mit anderen Landschaften, Seen oder Bergen umschließt) und dann am Rand möglichst viele seiner Stammesmitglieder stehen hat. Diese dienen nämlich als Multiplikator für die „Ressource“, die auf der abgeschlossenen Landschaft abgebildet ist.
Zudem kann man in Pandoria noch Zaubersprüche erwerben und sprechen, Gebäude errichten, die einem dauerhafte Effekte bringen, und Monumente, für die man Ruhmespunkte erhält.
Pandoria enthält 5 verschiedene Völker, die alle noch individuelle Fertigkeiten besitzen. In einer Einsteigerspielvariante kann man die aber auch erst einmal weglassen. Ich besitze zu Pandoria auch noch 2 Erweiterungen. Realms, die 5 neue Völker/Reiche mitbringt, und Artifacts, die neue Geländeplättchen und die Artefakte beinhaltet. Die Artefakte kann man dann gegen Reliquien eintauschen, für die man Ruhmespunkte erhält.
Meine Wertung (Pandoria, nach 14 Partien): 8/10
Das nächste Spiel in meinem Regal ist Discordia, mein aktuell am besten bewertetes Spiel von Bernd Eisenstein (Wertung 8.5/10 nach 13 Partien). In diesem Spiel geht es darum möglichst alle seine Bürger (Seeleute, Soldaten, Händler und Bauern) einzusetzen. Wem dies zuerst gelingt, der gewinnt umgehend das Spiel. Das hört sich jetzt deutlich einfacher an als es ist. Mir ist es tatsächlich erst ein Mal geglückt, alle meine Figuren einzusetzen, denn dummerweise bekommt man am Rundenende (Jahresende) immer wieder welche hinzu. Das Spiel wird übrigens über 4 Jahre a 5 Jahreszeiten gespielt und spielt in der germanischen Provinz des römischen Reich. Und die Römer hatten außer Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auch noch die Saturnalien, das war ein mehrtägiges römisches Rest, zu Ehren des Gottes Saturn, welches nach dem Abschluss der Winteraussaat gefeiert wurde.
Eigener Stadtplan
Papyria (2025)
Papyria ist die einzige Essen-Neuheit die ich in 2025 gekauft habe und ich hatte mich bereits im Vorfeld sehr auf das Spiel gefreut. Hier hatte ich bereits im Juli das Video von Rhado gesehen. Mittlerweile habe ich es auch gespielt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Das Spiel ist eine wahre Punkteschlacht. Man bewegt sich mit seinem Wanderer und seinem Schiff um einen Spielplan (Euphrat & Tigris Gebiet) und führt im Zielgebiet jeweils 2 Aktionen aus. Eine Aktion ist dabei das Nehmen von Landschaftsplättchen, die man an sein eigenes Gebiet anlegt. Dabei gibt es unterschiedliche Landschaftsarten und Bauwerke, die man im Spielverlauf auch immer wieder werten kann: Berge (in denen man Minen errichten kann), Wälder (die man mit Städten überbauen kann), Flusslauf und Heiligtümer (die man mit Tempel überbauen kann), außerdem gibt es Plättchen mit Erfindungen, die zum Beispiel die Reichweite seines Schiffs und/oder Händlers erhöhen.
Rechts: eigenes Gebiet / Links: Wertungsleiste
Weitere Aktionen sind: Lapis in seinen Bergwerken fördern (1 von 2 Ressourcen im Spiel), Papyri produzieren (die 2. Ressource), Wertungsplättchen nehmen und damit eine von 7 möglichen Wertungen ausführen, Städte (blau), Tempel (weiß) und Bergwerke (dunkelblau) errichten und Multiplikatoren (für die Wertungen) nehmen. Für das Errichten von Tempeln und Städten benötigt man Lapis. Im späteren Spielverlauf kommen dann noch Spielendeplättchen ins Spiel, die man mit Lapis oder Papyri erwerben kann und die einem weitere Siegpunkte bringen.
Mit Lapis kann man auch die Wanderer oder Schiffe Mitspieler von einem Feld verdrängen. Hierzu muss man deren Besitzern 1 Lapis zahlen. Dessen Wanderer/Schiff wird dann auf das nächste freie Feld im Uhrzeigersinn versetzt.
An 2 Stellen des Flusses kann man sein Wissen erhöhen oder eine weitere Wertung auslösen, indem man Papyri abgibt. Das Wissen ist dann auch ein wichtiger Aspekt und ein cooler Kniff im Spiel. Man kann nämlich nur so viele Siegpunkte bei einer Wertung erlangen, wie man auch Wissen besitzt. Erzielt man zum Beispiel 60 Punkte in einer Wertung und hat nur 20 Wissen, dann erhält man auch nur 20 Siegpunkte.
Links: Bei Überschreiten des Aufstellers kann man 1-3 Papyri abgeben, um 4-9 Wissen zu erlangen Unten: Wissensleiste (rot ist bei 18, grün bei 20)
Last not least kann man noch Schlüsselplättchen bekommen, wenn man deren Bedingungen erfüllt. Zum Beispiel 8 Plättchen mit Erfindungen in seinem Gebiet hat oder 3 Städte gebaut hat. Diese Plättchen erlauben einem, nach Spielende, noch einmal eine zusätzliche Wertung.
Unsere Partie zu dritt hat 83 Minuten gedauert und endete 196 zu 260 zu 311. Und ich denke, dass da noch Luft nach oben ist.
Und die gehören allesamt zu meinen liebsten Euro Spielen. Und auch Movers & Shakers hat das Potential dazu in diese Gruppe vorzustoßen. Ich konnte es mittlerweile schon 1-mal auf der Boardgamearena spielen, wo es derzeit noch im Alpha-Status (Nur für Alpha-Tester zugängig) spielen konnte. Aber ich denke, dass es sehr bald in den Beta-Status wechselt, da es sich dort schon vollkommen problemlos spielen läßt.
Aber was machen wir nun in Movers & Shakers? Wir sind mächtigen Eisenbahnmagnate in Bengalen, im Nordosten von Indien, im späten 19. Jahrhundert und konkurrieren um die Erfüllung von Verträgen zum Transport von Gütern zwischen Benares und der Hafenstadt Kalkutta. Dabei müssen wir den Transport der Güter so effizient wie möglich organisieren und können dabei nicht nur unsere eigenen Züge sondern auch die der Mitspielenden nutzen.
Das Spiel verläuft über 2 Runden in der wie jeweils 6 Aktionskarten auf unsere Unternehmenstableau spielen und damit Aktionen wie das Beladen und Bewegen von Güterzügen, das Beeinflussen der Märkte in Benares und Kalkutta, das Aufwerten unserer Anlagemarker, das Einrichten von Agenturen oder das Verschiffen von Handelsgütern ausführen.
Siegpunkte erhalten wir hierbei durch das Erfüllen von Verträgen, den Wert unserer gesammelten Anlagen (Anleihen, Wertgegenstände, Ressourcen und Infrastruktur), Geschäfte mit regionalen Agenturen, Investitionen und unsere Gesamtleistung (Anzahl transportierter Handelsgüter).
Spannend an dem Spiel finde ich zum einen die Aktionsauswahl mit den Karten. Jeder erhält zu Spielbeginn 4 Lade- und 4 Bewegungs-Aktions-Karten. Im Spielverlauf können wir hier weitere Karten dazu bekommen. Von diesen 8 Karten können wir jede Runde 6 ausspielen. Dabei müssen wir uns immer entscheiden ob wir zusätzlich zu der/den Aktion/en der Karte noch eine Entwicklungs- oder eine Logistikaktion als Unternehmensaktion wählen, je nachdem ob wir die Karte in der oberen oder unteren Hälfte des Slots auf unserem Tableau platzieren.
Beim Laden der Güter können wir diese auch auf die Züge der Mitspielenden laden und beim Bewegen der Züger können wir auch deren Züge bewegen. Hier hat es Ähnlichkeiten zu Panamax. Beim Bewegen von Zügen kommt es auch immer wieder vor, dass wir Züge, die sich bereits auf der Streck befinden, vor uns herschieben. Hier sind also jede Menge strategische Entscheidungen zu treffen.
Was ich auch spannend finde ist das Geldmanagement in dem Spiel. Man kann nämlich maximal 9 Rupien besitzen. Kommt man auf 10 Rupien werden diese sofort in 1 Investmentmarker umgewandelt. Diese braucht man am Rundenende, um zu investieren. Auf diesem Weg erhält man am Ende schon einen sehr großen Teil seiner Siegpunkte. Allerdings kann man Investmentmarker nicht mehr zurück in Rupien tauschen. Man muss sich also genau überlegen was man im Rundenverlauf noch an Bargeld benötigt.
Investmenttafel Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Geld verdient man in erster Linie damit, dass man Handelsgüter an den Märkten von Benares und Kalkutta abliefert. Der Wert jedes Gutes wird über die Position der jeweiligen Marker auf der Markttafel bestimmt. Diese kann man auch über Aktionen nach oben bewegen und erhält dafür auch noch Boni, wenn man die 2., 4., 6. und 8. Zeile erreicht. Jeder hat hier 3 Marker: einen für Benares, einen für Kalkutta und den Finanzberater. Dieser gibt vor, auf welche Zeile die anderen beiden Marker nach Rundenende „zurückgesetzt“ werden. Man sollte somit den Finanzberater nicht außer acht lassen.
Markttafel – Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Markt-Marker – Quelle Spielanleitung (Copyright by Quined Games)
Vom Komplexitätsgrad würde ich Movers & Shakers auf jeden Fall unter Nippon & Co. einordnen, also im Bereich Kennerspiele. Für mich ist das Spiel auf jeden Fall ein must have und ich freue mich schon sehr auf weitere Partien. Auf BGA und, wenn Quined seinen Zeitplan einhalten kann, in 1 Jahr mit der physischen Version.
Es soll auch in den regulären Handel kommen. Dann aber mit weniger hochwertigem Material. Einen entsprechenden Vergleich findet man unter „Comparative Chart“ auf der Gamefound-Seite.
Es gibt übrigens ein sehr gutes Video von Gaming Rules, indem die Regeln erklärt werden und im Anschluß eine komplette Partie Movers & Shakers zu dritt gespielt wird: Movers & Shakers – Tutorial & Playthrough Wem das Video zu lang ist, der kann sich das Video von Jonathan von Getting Games anschauen: Movers & Shakers – Quick Play
Und die gehören allesamt zu meinen liebsten Euro Spielen. Und auch Movers & Shakers hat das Potential dazu in diese Gruppe vorzustoßen. Ich konnte es mittlerweile schon 1-mal auf der Boardgamearena spielen, wo es derzeit noch im Alpha-Status (Nur für Alpha-Tester zugängig) spielen konnte. Aber ich denke, dass es sehr bald in den Beta-Status wechselt, da es sich dort schon vollkommen problemlos spielen läßt.
Aber was machen wir nun in Movers & Shakers? Wir sind mächtigen Eisenbahnmagnate in Bengalen, im Nordosten von Indien, im späten 19. Jahrhundert und konkurrieren um die Erfüllung von Verträgen zum Transport von Gütern zwischen Benares und der Hafenstadt Kalkutta. Dabei müssen wir den Transport der Güter so effizient wie möglich organisieren und können dabei nicht nur unsere eigenen Züge sondern auch die der Mitspielenden nutzen.
Das Spiel verläuft über 2 Runden in der wie jeweils 6 Aktionskarten auf unsere Unternehmenstableau spielen und damit Aktionen wie das Beladen und Bewegen von Güterzügen, das Beeinflussen der Märkte in Benares und Kalkutta, das Aufwerten unserer Anlagemarker, das Einrichten von Agenturen oder das Verschiffen von Handelsgütern ausführen.
Siegpunkte erhalten wir hierbei durch das Erfüllen von Verträgen, den Wert unserer gesammelten Anlagen (Anleihen, Wertgegenstände, Ressourcen und Infrastruktur), Geschäfte mit regionalen Agenturen, Investitionen und unsere Gesamtleistung (Anzahl transportierter Handelsgüter).
Spannend an dem Spiel finde ich zum einen die Aktionsauswahl mit den Karten. Jeder erhält zu Spielbeginn 4 Lade- und 4 Bewegungs-Aktions-Karten. Im Spielverlauf können wir hier weitere Karten dazu bekommen. Von diesen 8 Karten können wir jede Runde 6 ausspielen. Dabei müssen wir uns immer entscheiden ob wir zusätzlich zu der/den Aktion/en der Karte noch eine Entwicklungs- oder eine Logistikaktion als Unternehmensaktion wählen, je nachdem ob wir die Karte in der oberen oder unteren Hälfte des Slots auf unserem Tableau platzieren.
Beim Laden der Güter können wir diese auch auf die Züge der Mitspielenden laden und beim Bewegen der Züger können wir auch deren Züge bewegen. Hier hat es Ähnlichkeiten zu Panamax. Beim Bewegen von Zügen kommt es auch immer wieder vor, dass wir Züge, die sich bereits auf der Streck befinden, vor uns herschieben. Hier sind also jede Menge strategische Entscheidungen zu treffen.
Was ich auch spannend finde ist das Geldmanagement in dem Spiel. Man kann nämlich maximal 9 Rupien besitzen. Kommt man auf 10 Rupien werden diese sofort in 1 Investmentmarker umgewandelt. Diese braucht man am Rundenende, um zu investieren. Auf diesem Weg erhält man am Ende schon einen sehr großen Teil seiner Siegpunkte. Allerdings kann man Investmentmarker nicht mehr zurück in Rupien tauschen. Man muss sich also genau überlegen was man im Rundenverlauf noch an Bargeld benötigt.
Investmenttafel Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Geld verdient man in erster Linie damit, dass man Handelsgüter an den Märkten von Benares und Kalkutta abliefert. Der Wert jedes Gutes wird über die Position der jeweiligen Marker auf der Markttafel bestimmt. Diese kann man auch über Aktionen nach oben bewegen und erhält dafür auch noch Boni, wenn man die 2., 4., 6. und 8. Zeile erreicht. Jeder hat hier 3 Marker: einen für Benares, einen für Kalkutta und den Finanzberater. Dieser gibt vor, auf welche Zeile die anderen beiden Marker nach Rundenende „zurückgesetzt“ werden. Man sollte somit den Finanzberater nicht außer acht lassen.
Markttafel – Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Markt-Marker – Quelle Spielanleitung (Copyright by Quined Games)
Vom Komplexitätsgrad würde ich Movers & Shakers auf jeden Fall unter Nippon & Co. einordnen, also im Bereich Kennerspiele. Für mich ist das Spiel auf jeden Fall ein must have und ich freue mich schon sehr auf weitere Partien. Auf BGA und, wenn Quined seinen Zeitplan einhalten kann, in 1 Jahr mit der physischen Version.
Es soll auch in den regulären Handel kommen. Dann aber mit weniger hochwertigem Material. Einen entsprechenden Vergleich findet man unter „Comparative Chart“ auf der Gamefound-Seite.
Es gibt übrigens ein sehr gutes Video von Gaming Rules, indem die Regeln erklärt werden und im Anschluß eine komplette Partie Movers & Shakers zu dritt gespielt wird: Movers & Shakers – Tutorial & Playthrough Wem das Video zu lang ist, der kann sich das Video von Jonathan von Getting Games anschauen: Movers & Shakers – Quick Play
Bei Galileo Galilei sind wir Astronomen und machen bemerkenswerte Beobachtungen der Himmelskörper mit den Teleskopen, den Galilei zwar nicht erfunden hat, aber mit großem Erfolg nachgebaut und für solche astronomische Zwecke genutzt hat. (Quelle: Max-Planck-Gesellschaft)
Cover: Galileo Galilei / Foto: Frosted Games
Mit dem eigenen Tableau und dem Teleskop, lassen sich Aktionen ausführen, in dem du den Teleskop 1-3 Felder bewegst. Mit den Aktionen kannst du Planeten oder Sternkonstellationen beobachten, Kometen ins Spiel bringen um Vergünstigungen zu erlangen oder einfach deine Aktionsplättchen upgraden. Die oberen Aktionen von deinem Tableau sind immer fix, die unteren Aktionsplättchen nicht. Das Aktionsplättchen wandert nach deinem Zug nach unten und alle oder einige Aktionsplättchen verschieben sich. Sodass die Aktionen sich ein wenig für die darauffolgenden Züge ändern. Spannend! Da musst du gut vorausplanen, welche Aktionen du danach machen möchtest. Dieses Element im Spiel ist reizend und macht Spaß.
Das Tableau ist sehr schön gestaltet und der Teleskop ist immer im Fokus
Die Interaktion hält sich in Grenzen, da jeder für sich die Beobachtungen durchführt. Lediglich Karten wegschnappen und gewisse Ziele im Spiel versuchen ein wenig Interaktion ins Spiel zu bringen.
Die Beobachtungen machst du mit farbigen Würfel (1-6) hier Lichtwürfel. Sternkonstellationen lassen sich mit einem Lichtwürfel (gelb, rot oder blau) beobachten, um größere Himmelskörper zu beobachten, müssen mindestens 2 Lichtwürfel kombiniert werden um daraus die geforderte Farbe (orange, lila, grün) abzubilden.
3 Sternkonstellationen kannst du bei Libra beobachten. 2 davon sind noch nicht belegt
Die Himmelskörper-Karte bekommst du nur, wenn du den Himmelskörper beobachtest. Bei beiden machst du gut Punkte und durch die Karten, die du dann in deine Bibliothek (oben rechts an deinem Tableau) legst, kannst du mit den Büchern auf die Buchrücken voranschreiten und die Boni erhalten.
Bei den Multiplikatoren in der Universität, kannst du auf bestimmte Sachen gehen, Sterne oder upgrades der Aktionsplättchen, um massig Punkte am Ende zu bekommen. Zwischenziele im Spiel, oberhalb der Uni, geben ebenfalls 3-7 Punkte. Durch Abgabe von Winkel, die du während des Spiels erhältst, kannst du viele Feinheiten anpassen, wie die Lichtwürfelfarbe ändern, Buchschritte erhalten oder die Inquisitoren bewegen.
Mit der Uni gibst du als Wissenschaftler deine Erkenntnisse, die du gewonnen hast, weiter. Bedeutet Siegpunkte zum Schluss
Inquisitoren? Oh ja, die machen das Spiel so ziemlich Böse. Ähnlich zu verstehen, wie die Mangelernährung von Agricola. Die Inquisitoren in deinem Observatoriumskeller sind dir zwar nicht gerade willkommen, können aber durchaus Teil deiner Strategie sein. Thematisch geht es darum, dass du versuchst, die Inquisitoren von deiner Rechtschaffenheit zu überzeugen. Gelingt dir das nicht, werden ihre Befragungen deinem Ruf schaden, was sich am Spielende in massiven Minuspunkten niederschlägt. Um sie zu überzeugen, musst du die Inquisitoren Stück für Stück weiter nach rechts in deinem Keller verschieben. Dein aktueller Ruf wird auf der Rufleiste des Spielplans angezeigt und bestimmt, wie viele Plus- oder Minuspunkte du am Spielende erhältst.
Durch die Aktion Sternkonstellation beobachten, bekommst neben Siegpunkte auch die dazugehörige Boni
Das Spiel endet, wenn eine bestimmte Anzahl an Himmelskörper-Karten aufgedeckt wurden (Spielerabhängig) und wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt die Partie Galileo Galilei.
Ich hatte definitiv meinen Spaß mit dem Spiel. Das Thema spricht mich sehr an, und die Umsetzung ist wirklich gelungen. Es handelt sich um ein Kennerspiel, das zu dritt in etwa 60 bis 75 Minuten gespielt ist und in dieser Zeit erlebt man eine richtig gute, unterhaltsame Partie.
Ich bin vom Autor Thomas Holek begeistert, was für ein Output er letztes Jahr hatte mit SETI, Tee Garden und Galileo Galilei. Und dieses Jahr auf der SPIEL knüpft er da genau an, mit AQUARIA von Delicius Games in deutsch von Skellig Games und Froschreich von Pink Troubadour in deutsch von MM Spiele. Bin da sehr gespannt drauf. Aber vorher sollte ich auch mal Tea Garden endlich mal spielen.
Ersteindruck von Dimitrios Barbas
Verlag: Frosted Games Autor: Thomas Holek Illustration: Michal Peichl Erscheinungsjahr: 2024 Spieleranzahl: 1-4 Personen Alter: ab 12 Jahren Dauer: 60 Minuten
Heute passiert hier etwas Ungewöhnliches: Ich stelle ein Spiel für genau eine Person vor. Wer mich kennt, weiß, dass ich nur ungern solo spiele. Ich sitze viel lieber mit anderen zusammen am Tisch. Aber das erstaunliche Kenner-Kartenspiel „Königreich Legacy“ hat mich dann doch gepackt.
Im spannenden Zweipersonenspiel „Zenith“ geht es um Diplomatie auf fünf Planeten und um technologische Entwicklungen. Es spielt sich aber auch exzellent zu viert in zwei Teams – und das Thema bei diesem packenden Tauziehen spielt keine große Rolle.
Psst! Leise! Wir sind in den „Whispering Woods“ unterwegs. In diesem Kennerspiel sind wir Tiere, die einen eigenen Wald bauen und dabei Wege anlegen, die sie selbst nutzen werden. Und warum leise? Ganz einfach: Hier wird mächtig gegrübelt, und unser Hirn schuftet dabei wie ein Presslufthammer.
Das Spiel Heaven & Ale von Michael Kiesling und Andreas Schmitt stammt aus dem Jahr 2017. Ich hatte zwar schon öfter davon gehört und es sogar mal eine Zeitlang besessen, aber es ist dann wieder ungespielt ausgezogen, aus Platz und Zeitgründen.
Nun habe ich seit einigen Monaten eine neue Mitspielerin, mit der ich derzeit viele ältere Spiele spiele und es macht wirklich sehr viel Spaß. Und sie hatte sich vor kurzem Heaven & Ale gekauft, das wir dann am Mittwochabend zum ersten Mal zu zweit gespielt haben.
Spielecover von Heaven & Ale, Eggertspiele, 2017
Thema des Spiels ist, dass wir Mönche in einem Kloster sind, die Bier brauen. Dazu benötigen wir Rohstoffe wie Hefe, Weizen, Wasser, Hopfen und Holz. Außerdem müssen wir zusehen, dass unser Braumeister vorankommt, denn je weiter dieser am Ende der Partie gekommen ist, desto mehr Siegpunkte können wir bekommen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir möglichst alle unsere Ressourcenmarker gleichmäßig voranbringen und keine Ressource am Ende der Partie zu weit hinten liegt.
Klostergarten (Spielertableau)
Auf dem obigen Bild sieht man die Punkteleiste (am oberen Rand des Klostergartens). Der rote Braumeister steht auf der 13 und der „niedrigste“ Ressourcenmarker auf der 7. Dieser Wert (7) wurde dann mit dem Bierwert (x4), im Bereich meiner Braumeisterfigur multipliziert. Spannend ist bei der Wertung auch der Umtauschwert, den man neben der Braumeisterfigur sieht (Bei mir war das 2:1). Dafür kann man nämlich seine am weitesten fortgeschrittenen Ressourcenmarker auf der Leiste zurückziehen, um dafür die am hinten liegenden nach vorne bewegen. Ich hatte vor der Endwertung z. B. sehr viel Holz und konnte dadurch die anderen Marker noch einige Felder nach vorne bekommen. Für mich ist diese Wertung einer der Punkte, die ich an dem Spiel sehr mag und auf die man auch sehr achten muss.
Um an die Ressourcen zu kommen, bewegt man seinen Mönch um das Spielfeld (siehe untenstehendes Bild vom Spielplan) und kann dann das/die Ressourcenplättchen von seinem Zielfeld nehmen und in seinen Klostergarten legen. Der Klostergarten hat eine helle und eine dunkle Seite. Auf der hellen Seite werden bei einer Wertung die Ressourcen produziert, je nach Wert auf dem Plättchen (1-5), und auf der dunklen Seite bekommt man die dringend benötigten und immer knappen Dukaten.
Man muss nämlich Geld bezahlen, wenn man eines der Plättchen in seinen Klostergarten legt. Auf der dunklen Seite ist das der Wert des Plättchens in Dukaten und auf der hellen Seite wird der Preis verdoppelt. Lege ich hier also ein 3er Hefeplättchen (weiß) auf meine helle Seite, so kostet mich das 6 Dukaten.
Hauptspielplan in Runde 3 von 3 (2-Spieler-Partie)
Um Geld zu bekommen (Wir starten mit 25 Dukaten) muss man Wertungen auslösen. Dafür gibt es auf dem Spielplan Felder mit Wertungssteinen (lila Glockensymbol). Dummerweise liegt da normalerweise immer nur 1 Stein. Man schnappt sich diese also vor der Nase weg. Und man muss auch schauen, dass die Wertung einem möglichst viel einbringt, da man jede Wertung nur 1x im Spiel durchführen kann. Werten kann man z. B. gleiche Zahlen auf den Plättchen oder alle Plättchen einer bestimmten Ressource.
Und dann gibt es da noch die Mönchsplättchen, die bei einer Wertung den Braumeister voranbringen und alle an sie angrenzenden Plättchen werten. Hat man zwei Wertungen eines Privilegienpaares durchgeführt hat, darf man eine Privilegkarte ausspielen und bekommt ihren Ertrag (siehe linker Rand des Spielertableaus, vorletztes Bild).
Außerdem kommt es jedes Mal zu einer Scheunenwertung, wenn ich einen sogenannten Scheunenplatz umschlossen habe. Dies Felder zeigen zu Spielbeginn einen Bereich, der mit einem Holzzaun umschlossen ist. Habe ich alle Felder um dieses Feld mit Ressourcen- oder Mönchsplättchen belegt, so führe ich hier eine Wertung aus und platziere auf dem Feld in der Mitte eine Scheune.
Und last but not least gibt es noch die Fasswertungen. Hier kann man große oder kleine Bierfässer bekommen, wenn man die darauf abgedruckten Ziele erreicht hat, wie z. B. 6 Rohstoffplättchen mit dem Wert 1.
Wir haben gleich 2 Partien gespielt. Die erste dauerte 60 Minuten, die zweite noch 41 Minuten. Von mir bekommt Heaven & Ale eine 7.5 von 10, mit Tendenz zur 8. Ich werde es sicherlich wieder spielen.
Ich denke, dass das Spiel mit 3 oder 4 Spielenden noch gewinnt. Kritisieren könnte man bei dem Spiel, dass bei den Wertungen auf den Fassfeldern immer alle Fässer nehmen darf, deren Bedingung man erfüllt hat. Mich hat das jetzt aber nicht gestört.
Bei 2 Spielenden spielt man übrigens nur 3 Runden, zu dritt 4 Runden und zu viert 6 Runden. Zu viert kann das Spiel dann auch mal 2 Stunden dauern, zu zweit kommt man mit 45 Minuten gut hin, wenn beide die Regeln können.
Die Regeln sind übrigens schnell erklärt und die Spielanleitung ist gut gestaltet und strukturiert, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.
Zu dem Spiel ist 2019 auch noch eine Erweiterung erschienen: Heaven & Ale: Der Bierkutscher Die soll das Spiel noch etwas variantenreicher machen, ist aber kein must-have.