Immer wenn die Spiele des Jahres nominiert oder gewählt werden kommt Kritik an der Jury auf. So zuletzt auch hier bei uns zu Dito!, welches es aber vermutlich 2026 schafft.
Doch genauso hat auch die Liste auf Board Game Geek einen Einfluß auf das Kaufverhalten, dann eher für die Vielspieler. Überschneidungen der beiden Liste gibt es kaum, so ist Sky Team das höchstbewerteste Spiel des Jahres auf BGG mit Platz 32.
Viele Spiele des Jahres sind auf BGG weit unter der 7,5-Ferengi-Wertung, dazu zählt auch Colt Express aus dem Jahre 2015. Dabei ist es besser, als ich es in Erinnerung hatte und bietet viel Spieltiefe und hat auch eine tolle Tischpräsenz.
Das Western-Szenario und der Zug als Spielbrett mit den wunderschönen Kakteen als Deko begeistern mich natürlich sofort. Als Spieler überfallen wir einen Zug und wollen die Schätze rauben. Dabei behindern wir uns überwiegend gegenseitig, aber auch der Sheriff treibt ein Unwesen auf dem Zug. Spielerisch legen wir unsere Handkarten teilweise offen oder verdeckt reihum auf einen Stapel und arbeiten diesen dann in dieser Reihenfolge ab. Wir bewegen uns, klettern aufs Dach, Boxen und Schießen oder bewegen den Sheriff zu den anderen Spielern. Und natürlich nehmen wir Schätze auf. Doch ob die dann wie geplant noch an dem Ort sind, an dem wir uns vermuten, ist dann schon spannend.
Auch nett sind die verschiedenen Abfolgen in einem Spielzug, die mit einer Karte vorgegeben werden. Also wann wir eine Karte verdeckt spielen dürfen oder mal zwei Karten auf einmal. Auch hat jeder Bandit eine besondere Fähigkeit und kann z.B. immer die erste Karte verdeckt spielen oder nimmt einen Schatz von einem geboxten Gegenspieler direkt auf.
Ich bin in diesem Spiel der Doc. Besonderheit: Er darf 7 Handkarten zu Beginn des Spielzuges aufnehmen. Dieses ist gut, da Kugeln schnell das Deck verstopfen.Das Spielfeld: Der Zug und Kakteen.Links die Vorgabe für diese Runde: Die zweite Karte wird verdeckt gespielt. Am Ende des Spielzuges werden alle Banditen, die sich auf dem Dach befinden, ans Ende des Zuges gestellt.
Fazit:
Ich mag Autobattler und Deckbuildung. Auch wenn hier das Deckbuildung eher nur ein Deckverstopfen ist. Denn mit jedem Schuss auf uns oder jede Begegnung mit dem Sheriff bekommen wir eine Kugel (Niete) ins Deck. Definitiv besser als die BGG-Wertung.
For many board gamers, Spiel des Jahres is simply the little red pawn on a game box. Spotting it on a shelf often suggests that a game is worth paying attention to. That's not only true in the German-speaking board game world, but also in many other countries, including the UK. Over the years, winners such as The Settlers of Catan, Carcassonne, and Ticket to Ride have helped establish the award as one of the most influential honours in tabletop gaming. Yet, there is a lot more to this story. According to its own history and mission statements, the annual prize was never intended to be the end goal. Instead, it was created as a tool to encourage people to play games, to promote games as a cultural asset, and to help the wider public discover the value of gathering around a table. In the first in a series of articles, I want to look at this further.
Seit 2011 wird das Kennerspiel des Jahres verlieren. 15 Spiele tragen somit diesen Preis und ein 16. Preisträger kommt am 12.07.2026 dazu. Wir haben uns den Spaß gemacht und mit Hilfe von Pubmeeple unser Kennerspiel der Kennerspiele zu krönen. Wer wird es werden?
Alea-Spiele mit internationalem Titel sind spätestens seit The Druids of Edora keine Besonderheit mehr. Hier wurde sogar auf die Erklärspalte der Anleitung verzichtet und das zugrunde liegende Thema hätte ich eher nicht beim eher biederen Ravensberger Mutterhaus vermutet. Dahinter steht der Dominion-Erfinder, der hier ganz viel fernab sämtlicher Eurogame-Konventionen wagen kann – mit Erfolg.
Willkommen in der Mondkolonie. Genießt den schönen Ausblick auf die Erde, vergnügt Euch in traumhaften Mondstädten unter sicheren Kuppelbauten und werdet von fabelhaften Robotern umsorgt. Nur irgendetwas scheint hier nicht ganz zu stimmen, auch wenn es anfangs wie eine kommerzielle Utopie wirkt. Schön soll unsere Kolonie werden und dafür bauen wir die im Wettstreit mit unseren Mitspielern sorgsam auf. Krisensicher soll unsere Kolonie ebenso sein, dann alsbald häufen sich diverse Zwischenfälle bis zum absoluten Kollaps. Der Untergang ist nicht mehr aufzuhalten, nur noch so weit zu verzögern, bis es einen von uns zerreißt, weil eine Kolonie vollständig dezimiert wurde. Hoffentlich die eines Mitspielers, denn damit wahren wir uns die eigenen Chancen auf den Spielsieg. Denn einer verliert und läutet das Spielende ein, während der Spieler mit den meisten Mondkolonisten triumphieren darf.
Der Erfolgsautor Donald X. Vaccarino hat Moon Colony Bloodbath in Szene gesetzt und Franz Vohwinkel hat die Illustrationen und das grafische Design beigesteuert. Was sollte da schon schiefgehen? Von Verlagsseite mal so gar nichts, auch wenn der Lagerbestand knapp werden droht und das Spiel nicht mehr flächendeckend verfügbar ist. Nicht ohne Grund, denn das satirisch angehauchte Eurogame wurde zum Kennerspiel des Jahres 2026 nominiert und das erzeugt Aufmerksamkeit. Bei einigen erzeugt diese Nominierung auch ein Stirnrunzeln, denn das Thema ist für ein Kulturgut doch eher ungewöhnlich. Die Spiel des Jahres Jury begründet es hingegen so: „Ein redaktionell ausgezeichnet gearbeitetes Spiel, bei dem es keine Wartezeit gibt, weil alle gleichzeitig am Zug sind. Es birgt eine überraschende gesellschaftskritische Tiefe: Wir steuern sehenden Auges in den Abgrund und setzen ruchlos auf eigene Vorteile. Trotzdem stirbt die Hoffnung zuletzt.“
Dem stimme ich zu, wenn ich auch Kritik auf Detailebene habe, die sich in meinen zwei Mitspielpartien durchaus verfestigt hat. Wir spielen zwar zeitgleich, allerdings im Takt. Während bei den Arbeit-Aktionen durch den beiliegenden Aktionsmarker noch klar ist, ob und wer mit seiner Aktion fertig ist, kann bei Entwicklungen, Problemen, Ereignissen und Robotern so einiges aus dem Takt geraten. Denn dabei ist eben nicht klar, ob jeder schon seine Mondbevölkerung um 7 reduziert hat oder eben noch nicht, weil nicht nur Marker abgegeben werden müssen, sondern auch ein Gebäude abgerissen wird. Die einen am Tisch sind schon längst fertig und wollen flott weiterspielen und schon die nächste Karte des Stapels aufdecken, während die anderen Mitspieler noch für sich grübeln, ob zukünftig auf die Kartoffelfarm oder die Organbank verzichtet werden kann. Wie Ihr das für Euch regelt. müsst Ihr selbst finden, sei es durch einen „Daumen hoch“ oder einen Stapel-Aufdecker, der alle Spieler stets im Blick hat.
Die Markerverteilung in 1er und 5er finde ich eher unglücklich, denn seltenst bis nie müsst Ihr genau 5 Geld, Nahrung oder Bewohner abgeben und bekommt diese dazu. Stattdessen wechselt Ihr fröhlich hin und her und versucht, mit vielen Mitspielerfingern die verschütt gegangenen 1er-Marker zu finden. Mein Tipp: Macht zwei Marker-Häufchen pro Typ und trennt auch die 1er von den 5ern. So erspart Ihr Euch das teils nervige Herumgestochere nach Wechselmarkern.
Alles kein Beinbruch und auch keine wirklichen Stolpersteine für ein ansonsten vergnügliches Spiel mit ein wenig Schadenfreude, wenn es bei den Mitspielern mehr rumst und Ihr selbst mit einem blauen Auge davonkommt. So hatte ich in meiner letzten Partie in entspannter Fünferrunde und damit Vollbesetzung durch Kartenglück verursacht, die Chance ergriffen, alle meine Vorteilskarten in Folge in den gemeinsamen Nachziehkartenstapel spielen zu können. Dazu brauchte ich nur ein paar Äpfel im Vorrat und die Arbeiteraktion. Gewonnen habe ich damit doch nicht, bis zum Spielende allerdings immer recht wenig Geld, aber einen dicken Stapel von Karten auf der Hand, die ich nicht verbauen konnte.
Partien können eine scheinbare Schräglage bekommen, ein Garant für den eigenen Erfolg sind solche sich ergebenden Killer-Strategien aber keineswegs, wie selbst erlebt. Wie viel Glück steckt in dem Spiel und wie viel eigener Einfluss ist vorhanden oder werden wir doch nur amüsant gespielt? So oder so erzählt jede Partie ihre ganz eigene Geschichte per Kopfkino. Ihr müsst nur zuhören wollen. Ein wenig Faible fürs präsentierte Science-Fiction-Setting hilft dabei schon enorm.
Moon Colony Bloodbath kennt kaum Wartezeiten und ist zudem in 60 bis spätestens 90 Minuten dann auch wieder vorbei. In komprimierter Form erlebt Ihr den Aufstieg und Fall Eurer Mondkolonie. Mir sind die vielen Zufallsfaktoren dabei egal und eher ein spielerisches Mittel zur Abwechslung in den Partien. Mal läuft es eben gut, weil für einen passend und dann ist die eigene Spielweise so fragil, weil abhängig von der perfekten Kartenreihenfolge, dass es schlicht ein Risiko ist, so zu spielen. Gewiss kein Spiel für reine Eurogame-Optimierer, die alles im Griff und unter Kontrolle haben müssen. Der steigende Kontrollverlust gehört stattdessen mit zum Spielkonzept. Wer das mag, der erlebt hier eine vergnügliche Zeit. Wer nicht, für den gibt aus ausreichend Alternativen auf dem Brettspielmarkt.
So blutig das Spiel im Titel ist, so blutleer und scheinbar harmlos ist die grafische Gestaltung. Wie leicht hätte der Illustrator das Spielgeschehen mit Blutfontänen plastisch zu einem Horrorfilm werden lassen. Stattdessen wird die Gewalt, die Unfälle und der Zynismus dieser Mondkolonie erst auf den zweiten Blick und zwischen den Zeilen ersichtlich. Wer nicht genau hinschaut, kann dabei viele Details und Anspielungen übersehen und sich stattdessen wundern, wo denn bitteschön das versprochene Bad in Blut ist.
Moon Colony Bloodbath polarisiert und genau diese Ecken und Kanten des Spiels gefallen mir, sodass es für mich zur Kennerspiel-Empfehlung wird. Ein ebenso nominiertes Boss Fighters QR ist technisch spektakulärer und ein Rebirth ist sicherlich gefälliger im Spielablauf, aber Moon Colony Bloodbath sticht angenehm aus dem Spielejahrgang hervor. Solltet Ihr gespielt oder mindestens mitgespielt haben.
Was wird Kinderspiel des Jahres 2026? Dieses ist der dritte und letzte Teil meiner diesjährigen Beiträge zu den Jurypreisen 2026. In meinen vorherigen Beiträgen für Familien und Erwachsene habe ich bereits über die potenziellen Preisträgern in den Kategorien zum Spiel des Jahres 2026 und Kennerspiel des Jahres 2025 berichtet. Jetzt sind die Kids dran! Seit […]
Mit über 50 EXIT-Spielen, Adventskalendern und Puzzles und weltweit insgesamt über 30 Millionen verkauften Einheiten ist die Reihe von Inka und Markus Brand ein absoluter Verkaufsschlager. Dabei haben die beiden mit Rajas of the Ganges, Noch mal! oder den Mystery Games auch viel andere kreative Ideen.
Die Grabkammer des Pharao wurde zusammen mit der verlassene Hütte und dem geheimen Labor als „Konzept“ zum Kennerspiel des Jahres 2017 gewählt.
Damals wie heute gibt es Rätselkarten mit Buchstaben. Diese erhalten wir, wenn wir ihren Buchstaben in einer Beilage finden oder sie über die Lösungskarten freischalten. Die Lösungskarten erhalten wir, indem wir passend zu einem Symbol drei Zeichen auf der Decodierscheibe richtig einstellen. Also ein Rätsel lösen. Diese sind mal schwer und mal leicht. Hilfestellungen gibt es über die Hilfe-Karten.
In diesem Fall sind wir als Reisegruppe im Tal der Könige und irren alleine im Grab Tutanchamuns umher. Als wir eine Grabkammer betreten schließt sich hinter uns die Tür und wir versuchen so schnell wie möglich zu entkommen. Glücklicherweise finden wir ein Notizbuch und eine Decodierscheibe.
Das SpielmaterialDie Scheibe führt uns zu Lösungskarte, mit dieser dürfen wir dann die Rätselkarten L, T und V umdrehen.Durchhetzen oder genießen und Spaß haben?
Fazit:
Wir haben schon einige EXIT-Spiele gespielt, so dass der Mechanismus bekannt ist. Somit suchen wir auch anders nach Lösungen, wie es vor Jahren beim ersten Spiel der Fall war. Der Fall ist in der Schwierigkeitsstufe „Profi“, doch eigentlich war bis auf ein Rätsel alles gut lösbar. Trotzdem waren wir mit knapp zwei Stunden ohne Stress doppelt so lange in der Pyramide, wie es die optimale Zeitvorgabe von unter einer Stunde vorgibt. Warum die beiden Autoren diese Stresskomponente vorgeben, verstehe ich nicht. Warum soll man durch Spiele durchhetzen.
Die Kritik zu Nachhaltigkeit muss ich leider aufrechterhalten. Es wäre schon möglich, downloadbares Ersatzmaterial anzubieten. Dieses machen ja auch andere Anbieter. Oder man muss nicht immer etwas einbauen, was man zerschneiden muss. Auch wenn dies als Erlebnis schon eine besondere Komponente ist.
Der Fall selber war spannend und die Szenerie für ein Escape-Spiel sehr gut geeignet.
Auch mit seinem zweiten Spiel hat Mathias Wigge es wieder auf die Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres geschafft. Der kleine Bruder von Arche Nova spielt im gleichen Setting. Wir bauen also wieder einen Zoo, diesmal aber deutlich weniger komplex.
Die Karten wurden durch Hexeck-Plättchen ersetzt, die man dann auch gleich in seinen Zoo einbauen kann. In seinem Zug zieht man ein Plättchen und führt dann eine Aktion durch. Hierdurch kommen Tiere und Projekte auf den Spielplan. Oder man zieht neue Plättchen.
Erste Aktion im Spielzug: Entsprechend der Position (und damit Wertigkeit) unserer Reichweitenkarte nehmen wir ein Plättchen.
Wie schon bei Arche Nova ändert sich die Stärke, mit der man eine Aktion durchführen kann. Und somit kann man z.B. kein Krokodil der Stärke 4 spielen, wenn unsere Aktionskarte für das Gelände Wasser nicht mindestens bei einer 4 liegt. Nachdem die Aktion durchgeführt wurde, schiebt man die genutzte Aktionskarte links bei seinen Aktionskarten rein und somit startet diese wieder bei der Stärke 1. Die andern Aktionen wandern weiter nach rechts und werden alle um einen Punkt stärker.
Unser Zooplan. Und unten die vier Aktionskarten mit der Stärke entsprechend des Pfeils. Die Aktionskarte, die man nutzt, schiebt man links wieder reinZum Ausspielen der Plättchen müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: Stärke der Aktionskarte und teilweise Legeregeln.
Anschließend kann man als Nebenaktionen Häuser in den Zoo setzen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Oder wir unterstützen Artenschutzprojekte. Hier ist es wichtig, dass man die Bedingungen hierfür gut im Blick behält, denn es gibt nur 5 verschiedene je Spiel und alle Spieler werden versuchen sie zu erfüllen und z.B. Tiere aus Afrika oder Vögel sammeln. Außerdem ist dies auch eine Endbedingung: Wenn jemand 4 der 5 Artenschutzziele erreicht hat, ist das Spiel beendet. Optional ist dies auch der Fall, wenn ein Zoo voll ist oder es keine Karten mehr zum nachziehen gibt.
Puh, das ist schon Arbeit.
Fazit:
Artengarten ist deutlich weniger komplex als Arche Nova. So hat die gut geschriebene Anleitung lediglich 8 Seiten und viele Beispiele. Arche Nova benötigt 20 Seiten und ein ausführliches Glossar, in dem man in den ersten Partien ständig blättern muss. Dagegen ist die gegenläufige Siegpunkteleiste bei Arche Nova genial, während man bei Artengarten gefühlte 15 Minuten Siegpunkte ausgezählt werden und dies im bunten Wirrwarr des Spielplans unübersichtlich ist. Ein entscheidender Punkt für die Siegpunktejagd ist es, die Zooplättchen passend nebeneinander zu legen. Dies gilt natürlich für Männchen/Weibchen, aber vor allem auch für z.B. „Tiere in Afrika“ (wenn man dies als Projekt für Siegpunkte hat). Das ist schwierig zu planen, auch etwas zufällig und nicht jedem Spieler zu Beginn bewusst. Das kann dann für Gelegenheitsspieler beim Punktezählen frustrierend sein. Insgesamt hat mir Artengarten aber gut gefallen und ich wäre bei der nächsten Partie wieder dabei. Schön wäre es gewesen, wenn Mathias Wigge anstelle eines Zoos ein anderes Setting gewählt hätte.
Frosted Games, the German-language publisher of titles including Too Many Bones and Endeavor: Deep Sea, has brought in board game industry veteran Michael Kränzle to lead its marketing operations – and hired a board game podcaster as its sales head.
Kränzle has a storied history within the German tabletop market, having previously spent more than a decade working in editorial and marketing for Pegasus Spiele, followed by another five leading marketing efforts at HeidelBÄR Games.
He replaces Jörg Hopfengarten, who has left Frosted to become project director for fair management at Spiel Essen.
Frosted Games CEO Benjamin Schönheiter, who worked with Kränzle at Pegasus Spiele in the early 2010s, told BoardGameWire, “I know Michael from way back in the day at Pegasus Spiele – and I was always impressed with his ability to create a strong brand awareness both offline and online.
“I want him to bring that same drive and success to Frosted Games to help us build on our twice in a row nomination (and our previous win) at the Kennerspiel des Jahres this year.
“We are still only a small publisher, and not known to many players. And there is none better to change that.”
Frosted launched in 2015 with the announcement it would publish a board games advent calendar, with each door revealing a different small expansion for a popular hobby board or card game.
Rebirth, designed by Reiner Knizia || Photo credit: Frosted Games
Alongside Kränzle’s arrival Frosted has also appointed Dennis Oettershagen as sales manager – a figure best known in German board game circles as a host of the Board Game Theory podcast.
He joins Frosted from barefoot shoe manufacturer Wildling, and previously spent more than a decade working for furniture giant IKEA.
Schönheiter said, “While Frosted Games wants to have a much stronger and better retail presence and experience – we are very much focused on a tight relationship with our players.
“…Dennis has exactly that experience from his previous job at Wildling shoes, a barefoot shoes pioneer. His main focus in 2026 will be to solidify our retail presence while overhauling our e-commerce platform and direct to consumer channels.”
Schönheiter added, “In general, I want to keep doing in 2026 what we have always been doing – creating and delivering phenomenal games with partners around the world.
“Our tag line is ‘We love games’. What seems like a foregone conclusion in an industry mainly driven by the hearts and souls of players that create games, it was nevertheless important to me to make that statement.
“And I want Frosted Games to publish games we love, not games that ‘just sell well’. And I want to keep investing in every single game, to give it the attention it needs and deserves always as a first thought – as a dedication, not a business model first.
“And I think that I have a great team that lets me achieve this goal, and I can see that the industry appreciates this as well.”
Titles set for release by Frosted this year include the German language version of Entropy, designed by Tommaso Battista, Simone Luciani and Nestore Mangone.
Last summer BoardGameWire reported that Frosted had signed a deal with industry heavyweight Asmodee to expand its distribution across Germany, Austria and Switzerland.
That deal came just over a year after Frosted ended its years-long distribution deal with Germany’s Pegasus Spiele, saying at the time that as a niche publisher of small print runs, “the wholesale route was no longer financially viable without either drastically increasing the prices of our games or making massive cuts somewhere in the production chain”.
Das fehlte mir auch noch von meiner Must-Play-Liste. Viele Preise hat dieses leicht zu lernende Taktikspiel von Marc André erhalten. 2014 war es auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres, dort gewann Camel Up.
Mit fünf verschiedenen Edelsteinen + Jokerdiamant kaufen wir Edelsteinkarten in drei verschiedenen Preis- und Siegpunkteklassen
Ziel ist es, mit dem Aufnehmen von Edelsteinchips Edelsteinkarten zu kaufen. Setzen wir dann Edelsteinkarten für den Kauf mit ein, bleiben diese uns als permanente Ressource erhalten. Die Edelstein-Chips gehen aber zurück in den Vorrat. Und so hangelt sich jeder die optimale Ressourcenmanagementleiter nach oben, reserviert sich hier-und-da eine günstig zu bekommende Karte und achtet auf die Karten mit zusätzlichen Prestigepunkten. Denn wer 15 hat, gewinnt das Spiel. Eine sehr ähnliche Mechanik hatte ich gerade in den Schatten von Macau, welches mir aufgrund der Interaktionsmöglichkeiten etwas besser gefallen hat. Als Aktion kann man in einem Zug drei verschiedene oder zwei gleiche Edelsteine nehmen oder eine Karte kaufen.
Wenn man ein paar Karten hat, bekommt man weitere „gratis“ dazu. Oder man setzt Edelsteine ein.Eine Adligenkarte (rechts) erhält man automatisch, wenn man die Bedingung erfüllt hat. Hier: Je drei blaue, rote und grüne Karten. Mit dieser habe ich schon 10 der 15 erforderlichen Predigepunkt zum Spielende.
Fazit:
Wer 15 Prestigepunkte gesammelt hat, gewinnt Splendor. Da man auf den Weg zu den guten Karten schon einige sammelt ist das Spiel dann relativ zügig, oft unter 30 Minuten, vorbei. Inzwischen gibt es viele Variationen, und natürlich auch eine Duel-Version und auch Adaptionen für den Computer. Ein Spiel, dass man immer wieder spielen kann, aber das nicht unbedingt in der Sammlung erforderlich ist.
Anstelle Edelsteinen hätte man auch andere Sammelobjekte oder Szenarien wählen können. Die so beliebten Aliens gibt es nicht, aber Lizenzversionen von Pokemons und Marvel lassen uns hoffen, dass die noch kommen.
Wer schnappt sich den Titel Kennerspiel des Jahres 2026? Welche drei Brettspiel-Highlights gehen dieses Jahr ins Rennen um den Hauptpreis? Und welche Geheimtipps hat die Jury zusätzlich auf die Empfehlungsliste gesetzt? Hier erfahrt ihr alles über die Nominierten und die aktuellen Empfehlungen der Jury, und (später) natürlich auch über den Gewinner! Nach der mit Spannung […]
Etwas genervt von Michael Kiesling’s The Border und einem Tipp, auch mal andere Azul-Varianten von ihm zu spielen, führte uns mal wieder zu diesem Klassiker. Und es hat sich gelohnt.
Das Konzept sollte bekannt sein:
Es liegen auf runden Manufakturenscheiben je 4 Fliesen und wir können eine Sorte von einer Scheibe nehmen und auf unserem Brett bei den 1 bis 5 – Felder großen Ablagebreichen anlegen. Die restlichen Fliesen der Scheibe kommen in die Mitte. Alternativ kann man auch alle Fliesen einer Sorte aus der Mitte nehmen und bei sich anlegen.
Der Aufbau für zwei Spieler
Beim Anlegen auf dem eigenen Brett dürfen in einer Zeile nur die gleichen gelegt/angelegt werden. Passen nicht alle in die Zeile, dann kommen sie in den Bereich unten auf dem Tableau mit den Minuspunkten.
Wenn alle Fliesen von den Manufakturenscheiben und der Mitte verteilt sind, dann kommt die Wertung für die Runde. Nur von vollständigen Zeilen können wir eine Fliese passend auf das Mosaik rechts daneben legen und es wird gewertet. Beendet ist das Spiel, wenn jemand in der Wertungsphase mindestens eine Reihe im Mosaik vervollständigt hat.
Mit der Wertung wandert bei vollen Reihen eine Fliese auf ein passendes Mosaik-Feld, die anderen werden abgeräumt. Unvollständig gefüllt Reihen würden für die nächste Runde liegen bleiben. Verstopfen dann Felder.Wenn bei der Wertung mindestens eine Reihe im Mosaik vollständig ist (hier die oberen zwei) ist das Spiel beendet und es kommt die Endwertung.
Fazit:
In 5 Minuten erklärte Regeln, schöne Spielsteine. Auch wenn ich die Muster von solchen Fliesen nie ansprechend fand. Aber irgendwie haben sich ja die Muster durchgesetzt.
Das Spiel des Jahres 2018 hat inzwischen viele Ableger. Auch mit anderen Mechanismen und mehr Spieltiefe. Ich wäre nicht uninteressiert, da mal einige zu testen, denn das Fliesenlegen macht schon Spaß und ist fordernd strategisch.
Nachdem der Spieledreierpack in Folge 11 so gut geklappt hat, gibt es in Folge 12 wieder einen Dreierpack. Den Start macht das Roll & Write Ei Ei, Stempelei. Es folgt das Kinderspiel des Jahres 2024 Die magischen Schlüssel. Den Abschluss des Trios bildet Das Schloss der 7 Schlösser. Da ist mit Sicherheit für jeden was dabei!
Bei der Nominierung von Neuland zum Kennerspiel des Jahres 2025 waren sicher viele überrascht. Aber gegen Endeavor hatten die Wikinger keine Chance.
Ziel des Spiels ist es, mit setzen von unseren 13 Wikingern auf die Landschaftskarte Ressourcen und Gebäude für sein eigenes Landstück zu bekommen. Legen dürfen wir nur im Startbereich am Ozean oder angrenzend zu anderen Wikingern. Hiermit ergibt sich eine Interaktion mit den Mitspielern, da man z.B. für den Erhalt von Gebäuden bestimmte Bedingungen erfüllen muss und somit den Gegner ein für ihn wichtiges Feld blockieren kann. Hier gefiel mir gut, dass man mit Sonderplättchen einmalig im Spiel zwei Wikinger nacheinander setzen oder auch ein vom Gegner besetztes Feld zusätzlich besiedeln kann. Ein Mitspieler kann einen somit nicht endgültig früh im Spiel alles verbauen.
Unser Landstück zu Spielbeginn. Unten rechts sind die Siegpunkte je Ressource/Gebäude aufgeführt. Die drei Baustellen sollten wir für die Siegpunktejagd mit den aufgeführten Ressourcen umbauen.Auf dieser Insel landen unsere Wikinger. Startpunkt ist oben rechts am Ozean.
Unsere Siegpunkte sammeln wir auf verschiedenen Wegen. Die wichtigsten sind die Aufwertungsplättchen. Hiervon liegen immer 5 aus und am Ende des Zuges kann man eines nehmen. Sammelt man viele Bäume, so sollte man sich mehrere Aufwertungsplättchen, die zum Spielende Extrasiegpunkte für Bäume geben, nehmen. Auch gibt es Baustellen auf seinem Landstück. Hier muss man bestimmte Gebäude und Ressourcen drumherum bauen, um viele Punkte zu sammeln. Die Gebäude brauchen aber alle, so dass hier ein Wettrennen stattfindet. Viele der Ressourcen und Gebäude lassen sich für verschiedene Siegpunktemechanismen nutzen, so dass die Taktikkomponente hoch ist.
Später im Spiel: Viele Ressourcen und Gebäude wurden eingesammelt.Erstaunlich voll wird es auf unserem Spielplan. Am Ende des Spiels kommt das bei nicht allen Spielern beliebte Punktezählen.
Fazit:
Neuland hat bei vielen Spielern keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Aufgrund der 13 Wikinger und damit maximal 13 Runden ist die Spieldauer unter einer Stunde, die Komplexität und Regeln schnell erlernt und es bietet doch eine gewisse Spieltiefe. Natürlich kann es mit dem Spiel des Jahres Sieger Endeavor – Die Tiefsee nicht mithalten und ich hätte eher ein SETI nominiert. Aber die Kombination aus Taktikkomponente und Spieldauer und die Eignung für „Einsteiger“ in die Brettspielwelt lässt mich noch überlegen, ob es in die Sammlung kommt.
Es ist wieder diese Zeit des Jahres! Die Jury Spiel des Jahres hat am 19. Mai ihre diesjährigen Nominierungs– und Empfehlungslisten bekannt gegeben und AMIGO kann sich freuen: Denn mit Meister Makatsu von Reiner Knizia hat es ein Spiel des Dietzenbacher Spieleverlags auf die Empfehlungsliste der Jury geschafft. Das Kartenspiel konnte die Jury von seiner Qualität und seinem Spielwert überzeugen und befindet sich nun unter den sechs Spielen der diesjährigen Spiel-des-Jahres-Empfehlungsliste.
So beschreibt die Jury das Kartenspiel: „‘Meister Makatsu‘ überzeugt mit cleveren Kniffen und liefert somit einen taktischenKarten-Schlagabtausch.“ Die diesjährigen Gewinner der drei Kategorien Kinderspiel-, Kennerspiel- und Spiel des Jahres werden Mitte Juli in Berlin bekannt gegeben.
Die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ wird seit 1979 verliehen und ist der renommiertestePreis in der Brettspiel-Branche. Jedes Jahr werden von der Jury über 1000 Spiele getestet, bevor sie die besten Spiele des Jahres dann zunächst auf die Nominierungs- und Empehlungslisten in den Bereichen Kinderspiel, Kennerspiel und Spiel des Jahres setzen. Einige Wochen später werden dann die Pöppel in den Farben Blau (Kinderspiel), Anthrazit (Kennerspiel) und Rot (Spiel des Jahres) verliehen und küren damit die besten Spiele des aktuellen Jahres.
Seid ihr auch schon gespannt, wer dieses Jahr gewinnt? Wir wünschen allen nominierten Autor*innen und Verlagen viel Glück.
Und ihr möchtet erfahren, wie man Meister Makatsu spielt? Dann schaut euch doch einfach das Erklärvideoan. Wir wünschen euch viel Spaß!
„25 Prozent organisches Wachstum, Gewinnmarge auf 17 Prozent ausgedehnt, Schuldenquote reduziert, jede Menge freier Cashflow“ – so detailliert hat die FAZ über die Geschäftsentwicklung eines großen Brettspielverlags wohl noch nie geschrieben. Es geht um Asmodee, das vor einem Jahr an die Börse gegangen ist und nun per Aktiengesetz dazu verpflichtet ist, alle bedeutenden Zahlen offenzulegen.
Ein wichtiger Grund für die überragende Jahresbilanz: „Die Branche boomt“, schreibt Daniel Mohr und verweist auf die flächenmäßig deutlich wachsende und trotzdem bereits ausgebuchte Spiel Essen. Aber boomt die Branche insgesamt wirklich? Das ist – mangels wirklich belastbarer Zahlen – schwierig zu beantworten. Wie ich nach der Spielwarenmesse Nürnberg für die spielbox geschrieben habe, waren die Äußerungen an den Ständen uneinheitlich. Zwar zeigte sich die Mehrheit eher optimistisch, andere klangen aber nicht so überschwänglich, und wieder andere hoffen auf bessere Zeiten. Sich ganz von der schwachen Konsumnachfrage abzukoppeln, ist eben nicht so einfach.
Wohl noch nie hat die FAZ in einer Woche gleich zweimal über Brettspiele geschrieben. Zuvor hatte Daniel Mohr im Wirtschaftsteil bereits über die Verkündung der diesjährigen Spiel des Jahres-Nominierten berichtet. Schon da war er sich sicher: Asmodee stelle mit Cozy Sticker Ville in diesem Jahr den Favoriten für das Spiel des Jahres.
Der Trend zeigt nach oben: 440 Titel mit der Alternangabe ab 8 oder älter, 92 Kinderspiele ab 6 oder jünger, 39 Spiele, die dazwischen liegen (ab 7).
Immerhin hat es Asmodee mit seinem nordamerikanischen Studio Unexpected Games überhaupt auf die Nominierungsliste geschafft – im Vorjahr war der global agierende Pariser Konzern in allen Kategorien leer ausgegangen: Beim Spiel des Jahres, Kennerspiel und Kinderspiel war weder ein Asmodee-Studio noch ein von Asmodee vertriebenes Spiel vertreten. Für 2026 gilt: Analysten seien von der Asmodee-Aktie überzeugt und sehen „mehr als 20 Prozent Kurspotenzial für die nächsten zwölf Monate“, notiert die FAZ.
Für die Jury, die das Spiel und das Kennerspiel des Jahres kürt, ist das ohne jeden Belang. Sie zeichnet Spiele aus, keine Verlage. Auf die Longlist haben es in diesem Jahr 3,6 Prozent der Spieleneuheiten geschafft: 16 Titel aus insgesamt 440 Neuheiten (plus 80 Neuauflagen/Varianten, ohne Kinderspiele). Da in den letzten drei Jahren die Zahl der Neuerscheinungen um mehr als 50 Prozent nach oben geschnellt ist, wird es für Spiele immer schwerer, sich durchzusetzen. Diejenigen, die es schaffen, werden auf Dauer die Menschen begeistern. Die anderen dürften Mühe haben, ihren Platz in den Regalen der Händler – egal ob online oder stationär – zu verteidigen. Das ist die Schattenseite eines Brettspielbooms, der eben auch von Quantität getrieben ist.
Die nominierten zum Spiel des Jahres, Kennerspiel des Jahres und Kinderspiel des Jahres sind bekannt gegeben worden. In allen drei Kategorien gibt es eine Longlist und je drei Titel die nun die Chance auf den Pöppel der jeweiligen Kategorie haben. Wir unterhalten uns darüber wer auf den Listen gelandet ist.
Zwischen alten Burgen und neuen Energieanlagen wächst ein Land wieder zusammen. Auf den Feldern entstehen Nahrung, Strom und Siedlungen, doch friedlich ist dieser Wiederaufbau nur auf den ersten Blick. Jede Lücke auf dem Plan ist auch eine Einladung, euch neben eine Burg zu drängen, eine Region abzuschließen oder jemandem den besseren Platz vor der Nase wegzunehmen. „Rebirth“ setzt seine postapokalyptische Idee angenehm hell um. Statt Ruinenromantik gibt es Aufbruch, Solarpunk und die Frage, wer beim Wiederaufbau Schottlands den größten Einfluss gewinnt.
Im Kern ist euer Zug schnell erzählt. Ihr nehmt ein Plättchen, legt es auf ein passendes freies Feld, wertet mögliche Effekte und zieht nach. Genau diese Schlichtheit trägt das Spiel am Tisch erstaunlich gut. Ihr müsst keine langen Aktionsketten planen, sondern entscheidet immer wieder an einem konkreten Punkt: Wo bringt mir dieses Plättchen jetzt etwas, wo bereitet es später etwas vor, und wo ärgert es die anderen gerade genug? Nahrungs- und Energieplättchen belohnen euch vor allem dann, wenn ihr eigene Gruppen erweitert. Siedlungen funktionieren anders, weil sie über abgeschlossene Gebiete und Mehrheiten Spannung erzeugen. Dazu kommen Burgen, deren Kontrolle über angrenzende Präsenz kippen kann, sowie Kathedralen und Missionskarten, die euch zusätzliche Richtungen geben. Die Rückseite mit Irland bringt weitere Regeln und setzt sinnvollerweise eine Partie auf der Schottland-Seite voraus. Das Spielgefühl entsteht aus vielen kleinen Entscheidungen. Ihr baut keine riesige Maschine, sondern ringt um gute Anschlussstellen. In unseren Partien war selten ein Zug spektakulär, aber fast jeder Zug hatte eine kleine Konsequenz. Manchmal liegt der beste Platz offen da, manchmal ist er nur deshalb gut, weil er den nächsten Abschluss vorbereitet. Besonders reizvoll ist, dass ihr selten völlig aus dem Spiel geworfen werdet. Selbst ein verpasster Platz ist nicht das Ende, sondern verschiebt den Blick auf die nächste Wertung.
Am meisten überzeugt das Spiel dort, wo es mit wenig Regelaufwand echten Druck erzeugt. Ein Plättchen zu legen klingt harmlos, aber der Plan wird enger, Mehrheiten verändern sich, und plötzlich ist ein scheinbar kleiner Anschluss ein ziemlich großer Schritt. Das ist ein typisch reduzierter Knizia-Reiz: Ihr bekommt keine ausladende Simulation, sondern ein klares Gerüst, das euch immer wieder in kleine Abwägungen zwingt. Die Zugänglichkeit ist hoch. Nach wenigen Runden ist klar, worauf es ankommt, und trotzdem bleibt das Spiel mehr als ein belangloses Nebeneinanderlegen. Gerade die Burgen und Gebietswertungen sorgen dafür, dass ihr aufeinander achten müsst. Die Interaktion wirkt dabei eher taktisch als laut. Ihr nehmt euch Räume, Mehrheiten und Timing weg, ohne dass das Spiel zur offenen Konfrontation wird. Für Gruppen, die direkte Attacken und große Emotionen suchen, kann das zu zahm sein. Für Runden, die gerne ruhig, aber aufmerksam gegeneinander spielen, passt es sehr gut. Ein möglicher Schwachpunkt liegt im Thema. Die Idee des hoffnungsvollen Wiederaufbaus trägt die Optik und gibt dem Spiel eine eigene Farbe. Am Tisch bleibt ihr aber vor allem bei Plättchen, Punkten und Mehrheiten. Wer eine erzählerische Entwicklung erwartet, wird hier weniger finden. Auch die Wertungen können in der ersten Partie etwas kleinteilig wirken, weil mehrere Elemente gleichzeitig wichtig sind. Sobald die Abläufe sitzen, gewinnt der Spielfluss jedoch deutlich. Das Material bringt ordentliche Tischpräsenz mit: doppelseitiger Spielplan, viele Plättchen, Burgen, Kathedralen, Missionskarten und Übersichten. Die Gestaltung unterstützt den freundlichen, hellen Ton des Spiels und hebt es angenehm von düsteren Endzeitbildern ab. Die Plättchen lassen sich gut greifen, der Plan bleibt lesbar, und die Ausstattung wirkt insgesamt wertig genug, um regelmäßig auf den Tisch zu kommen. Ganz frei von funktionaler Nüchternheit ist das Spiel aber nicht. Trotz schöner Grundidee schaut ihr oft eher auf Anschlüsse, Symbole und Mehrheiten als auf eine lebendige Welt. Für euch ist dieses Spiel besonders interessant, wenn ihr zugängliche Taktik mögt, bei der jede Entscheidung klein aussieht und trotzdem Folgen hat. Familien mit Spielerfahrung, Gelegenheitsspieler:innen mit Lust auf Mehrheiten und Knizia-Fans dürften hier viel Freude haben. Weniger geeignet ist es für Gruppen, die starke thematische Geschichten, große Komboketten oder harte direkte Konfrontation suchen. Als helles, schlankes und dennoch bissiges Legespiel ist „Rebirth“ ein Wiederaufbau, bei dem am Ende nicht die lauteste Gruppe gewinnt, sondern die aufmerksamste.
2026 wurde „Rebirth“ zum Kennerspiel des Jahres nominiert. Die Jury meint: „Das einfache Grundprinzip von „Rebirth“ eröffnet eine Vielzahl taktischer Möglichkeiten. Das Regelwerk ist elegant und zwingt zur Konzentration auf das Wesentliche. Die direkte Konkurrenz auf dem gemeinsamen Plan führt zu einem lebendigen und interaktiven Erlebnis, bei dem die konstruktive Planung im Vordergrund steht.“
Spiel des Jahres 2026 – Die nominierten Brettspiele Welches Spiel holt sich den Titel Spiel des Jahres 2026? In der Community wird schon seit Wochen heiß diskutiert, welche Familienspiele die Jury diesmal auf dem Zettel hat. Eines ist jedenfalls sicher, in der Vergangenheit war die Jury immer für eine Überraschung gut! Und wie sieht es […]
Ein bisschen überrascht war ich schon, als Dito! gestern auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres 2026 gelangte. Hat es eine Chance?
Bei Dito! müssen alle Spieler in drei Runden zu Fragen drei Begriffe notieren. Im Anschluss werden die Übereinstimmungen zu den 9 Begriffen verglichen, die nicht unbedingt von der selben Fragestellung stammen müssen. Haben mehr als zwei Spieler die gleiche Antwort, dann bekommt man einen Punkt. Haben nur zwei Spieler eine Übereinstimmung ist man „Best Friend“ und beide bekommen zwei Punkte. Hat man in einem 3×3 Schema Übereinstimmungen in einer ganzen Reihe/Zeile, gibt es Sonderpunkte von 1 bis 3. Somit taktiert man, bei welchen Begriffen die Übereinstimmungen am wahrscheinlichsten sind und trägt diese Begriffe in der 3-Punkte-Reihe/Zeile ein.
Lebensmittel mit starkem Geruch. Synonyme gelten als gleiche Antwort. Käse und Harzer sind verschieden, da es spezifischer ist.Andere haben den Begriff auch: Einkreisen, 1 Punkt. Nur ein anderer hat den Begriff: Best Friends, Stern, 2 Punkte. Und für vollständige Zeilen/Spalten gibt es die Boni in den roten Kreisen.Was nimmt man mit ins Bett, Berühmte Straßen, Ballsportarten -> 56 Punkte !
Fazit:
Neben der beschrieben Mechanik lebt das Spiel von den Fragen. Die sind echt schon ganz gut und führten bei uns zu lustigen Momenten. So muss ein Partyspiel sein. Wir hatten in unserer 5er-Runde viel Spaß, kann man als Partyspiel in der Sammlung haben. Auch ist die Spieldauer von 20 Minuten Spiel des Jahres geeignet. Aber Vielspieler wünschen sich dann doch was anderes zum Spiel des Jahres …
Stubenscore: 7,5 / 10
Nach Dito! meinte jemand, lass mal ne Runde Just One spielen. Und in der Tat zieht Just One, Spiel des Jahres 2019, immer noch. Also hat auch Dito! eine Chance zum Spiel des Jahres?
Board game designers Reiner Knizia and Markus Slawitscheck both have a shot of completing an unprecedented series of wins at this year’s Spiel des Jahres – widely considered the highest profile awards in board gaming – after the 2026 nominations were unveiled earlier today.
The pair have already won two of the awards’ three categories in prior years – and the nominations of Slawitscheck’s Morty Sorty Magic Shop for the main prize, and Knizia’s Rebirth for the higher complexity Kennerspiel, could see either or both become the first designers in the awards’ 47-year history to complete the set.
Morty Sorty Magic Shop is up against Corey Konieczka’s Cozy Stickerville and Martin Ang’s Dito! – the German version of Jinxo – for this year’s Spiel des Jahres, while Rebirth is contending with Michael Palm and Lukas Zach design Boss Fighters QR and Donald X Vaccarino’s Moon Colony Bloodbath for the Kennerspiel.
Spiel des Jahres Association chairman Harald Schrapers said in a nominations livestream today that the jury looked at a record 571 games for this year’s awards, underscoring the sheer mass of games being released through retail.
The 440 titles reviewed across the Spiel and Kennerspiel categories was up 14% on last year, while the 92 games considered for the Kinderspiel marked a roughly 50% rise compared to the 61 from 2025. Another 39 titles were considered by judges across both the Spiel and Kinderspiel awards.
Number of games reviewed in recent Spiel des Jahres years – red is Spiel and Kennerspiel, blue is Kinderspiel, and purple is games which span both segments
Despite those record numbers, Schrapers pointed out that just 2.3% of the games were from women designers, with male creators making up 94% of the cohort, and the rest being designed by mixed teams.
That figure has barely moved in recent years, having stood at 2% in 2025 and 2.6% in 2024 – an ongoing lack of diversity highlighted in great detail in this excellent feature by Wargamer’s Mollie Russell earlier this week.
Schrapers also emphasised that this year’s judging process had been a particularly frustrating one, with glaring flaws being present in even the standout designs.
He said, “It was a lot of fun, but there were also real shortcoming in many games.
“There are deficiencies in some games every year, of course – there are so many, not all of them are really good. Many are good, but as I said, not all of them.
But this time we noticed, especially with the outstanding games, i.e. the 10% best – I would say there were various games where there were various quite serious flaws. There were so many that I even wrote them down.”
He presented a list which included incomplete, ambiguous, and contradictory rules of the game, a lack of summaries, blatantly incorrect age information on boxes, and components which fail to function well in poor light or after a handful of games.
Schrapers said in a separate blog post about the process, “Despite these shortcomings, some titles made it onto the jury’s shortlist because the flaws were not so significant in relation to the outstanding gameplay.
“However, there were probably more than one work that failed to secure a majority in the jury vote due to such a deficiency.”
Spiel des Jahres deputy chairman Christoph Schlewinski, left, and chairman Harald Schrapers, right, with this year’s Spiel des Jahres nominees
The livestream also drew attention to the nomination of Boss Fighters QR, and the long-listed design Toriki: The Castaway Island, as notable for requiring an app in order to play.
When asked by Spiel des Jahres deputy chairman Christoph Schlewinski whether that signified a growing trend within the hobby, Schrapers said, “No, I don’t think that’s a trend.
“They are two games that work very well with an app… the thing is that the app supports the analogue feeling in such a game. That’s why it’s an addition.”
He added, “I’m really sure that even in ten years, 90% or even more of all board games will work without a digital integration, because that’s exactly what people like.
“But an app also draws new people into this game. We notice it especially with young people that they often find this very , very good, it creates additional tension – and you can see that such a board game can also open up new audience groups.”
Hisashi Hayashi’s co-operative bomb disposal game Bomb Busters won last year’s Spiel des Jahres, beating the much-fancied push-your-luck card game Flip 7 to the high-profile award.
That victory meant the Spiel des Jahres has now been won by a co-operative game design in five out of the past seven years, following successes for Just One in 2019, MicroMacro: Crime City in 2021, Dorfromantik: The Board Game in 2023 and Sky Team last year.
Cozy Stickerville is the only nominee for the main prize this year which is a cooperative title.
Last year’s Kennerspiel des Jahres was won by Endeavor: Deep Sea – which also features a prominent co-op mode as a way to play the game – while the winner of the 2025 Kinderspiel was Wolfgang Warsch’s Topp die Torte.
Winning the Spiel des Jahres can explode sales by hundreds of thousands of copies for the winner – and by thousands of copies for the nominees.
While publishers tend to keep tight-lipped about actual sales figures, Pegasus Spiel co-founder Karsten Esser told BoardGameWire in a 2023 interview that winning the main prize can boost a game’s sales by 10x to 20x in the months following, due to a slew of exposure across mainstream German shopping outlets in the run-up to Christmas.
That kind of boost can be hugely impactful for publishers and designers alike – and is particularly important to smaller publishers in the fight to stand out amid an increasingly competitive industry which sees thousands of releases each year.
The winners of this year’s Spiel des Jahres awards are set to be announced on July 12.