Katz Fatz
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Waldland war eines meiner heiß erwarteten Brettspiele der SPIEL 25. Das 2-Personen-Spiel dieser Spielfamilie, Baumkronen, das bei KOSMOS erschienen war, gefällt mir gut und so war ich mit einer gewissen Erwartungshaltung unterwegs, als die große Brettspiel-Variante angekündigt wurde. Aber wie das nun mal so ist, wenn Erwartungshaltung auf Realität trifft: Das geht schonmal auseinander – und so […]
Überall drehen sich Windmühlen im stetigen Rhythmus des Windes, während sich zwischen den Deichen und Poldern farbenfrohe Tulpenfelder ausbreiten. Die berühmte „Bloemen Route“, die Blumenstraße, lockt Besucher mit einem Meer aus Farben – und genau hier beginnt auch eure Aufgabe.
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Ein Turm aus dünnen Pappteilen wächst in die Höhe – und mittendrin wartet Kater Toto darauf, immer weiter nach oben getragen zu werden. In Cat and the Tower arbeiten alle Spielerinnen und Spieler zusammen, um das wacklige Bauwerk Runde für Runde zu erhöhen und gleichzeitig stabil zu halten. Doch schon kleine Fehler sorgen dafür, dass Teile herabstürzen oder das gemeinsame Bauprojekt ganz in sich zusammenfällt.
Die Aufgabe der Gruppe ist es, den kleinen Kater Toto bis mindestens in den zehnten Stock des Turms zu bringen. Warum? Weil dort „seine Mutter auf ihn wartet“ (deutsche Anleitung) bzw. seine Mutter bereits „ein Stern im Himmel ist und er sich mit ihr wiedervereinigen“ (sic) möchte (englische Anleitung). Gelingt das und der Turm bleibt anschließend stehen, haben alle gemeinsam gewonnen.
Los geht’s: Gespielt wird reihum im Uhrzeigersinn, ein Zug besteht immer aus zwei Schritten – einer Bauaktion und der Überprüfung der Ziele.
Zunächst wählt die aktive Spielerin eine von zwei offen ausliegenden Aktionskarten. Diese Karte gibt vor, welche Elemente auf dem Turm platziert werden müssen. Das können neue Wandteile, zusätzliche Stockwerke oder auch farbige Katzenfreunde aus Holz sein. Manche Karten verlangen außerdem, dass eine bereits platzierte Katze vorsichtig „gestreichelt“ wird – also leicht mit dem Finger berührt wird. Dabei ist eine ruhige Hand gefragt, denn beim Bauen dürfen andere Teile möglichst nicht verschoben werden.

Anschließend überprüft der Spieler die zwei ausliegenden Zielkarten. Eine Zielkarte gilt als erfüllt, wenn die Katzenfreunde auf der Etage direkt über Toto genau der vorgegebenen Anordnung entsprechen. Ist das der Fall, darf Toto um die angegebene Anzahl an Stockwerken nach oben bewegt werden. Zum Schluss werden die Karten wieder aufgefüllt, bevor der nächste Spieler an der Reihe ist.
Auf diese Weise wächst der Turm allmählich weiter – bis Toto sein Ziel erreicht oder die Schwerkraft dem Bauprojekt ein Ende setzt. Während des Bauens können Wandteile herunterfallen. Sobald fünf oder mehr Teile als Trümmer vom Turm gestürzt sind, gilt das Gebäude als eingestürzt und die Partie ist verloren.
Wer unseren Blog Brettspielelust verfolgt, kennt unsere Schwäche für Geschicklichkeitsspiele. Und wenn dabei auch noch ein Turm gebaut wird wie bei Tummple! (Rezension lesen), sind wir normalerweise sofort dabei. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen an Cat and the Tower, das wir auf der SPIEL 2025 entdeckt haben. Ganz erfüllt wurden sie am Ende allerdings nicht.
Woran liegt das? Vielleicht am Material, denn die dünnen Pappteile fühlen sich schlicht weniger befriedigend an als massive Holzklötze, wie man sie aus anderen Turmbauspielen kennt. Vielleicht auch daran, dass Cat and the Tower wie ein Rhino Hero für erfahrenere Spieler:innen wirken möchte, die Bauvorgaben auf den Karten aber nicht immer sofort intuitiv zu verstehen sind.
Oder liegt es am Ende doch an der Geschichte, die dem Spiel mitgegeben wurde? „Armer Toto – deine Mutter ist tot, und wir bauen dir jetzt einen Turm, damit du zu ihr in den Himmel klettern kannst.“ Nun ja.
Gelungener ist dagegen eine Design-Idee: Die Wandteile unterscheiden sich minimal in ihrer Höhe. Legt man zwei davon nebeneinander, liegt die nächste Etagenplatte oft ganz bewusst schief auf. In den ersten Stockwerken ist das noch gut zu kontrollieren. Doch je höher der Turm wird, desto deutlicher neigt sich das Bauwerk – und irgendwann steht auf dem Spieltisch ein beeindruckend wackeliger Turm von Pisa.
Mehr als einen halben Meter hoch, alle halten kurz die Luft an – jetzt bloß nicht laut ausatmen oder gegen den Tisch stoßen.
Genau in diesen Momenten zeigt Cat and the Tower, welches Chaos in diesem Turmbauspiel eigentlich steckt.

Wenn der Turm gefährlich schief steht und alle kurz die Luft anhalten, zeigt Cat and the Tower seine besten Seiten – bis dahin bleibt das Spiel jedoch etwas hinter seinen Möglichkeiten.
Autor: Masakazu Takizawa | Arcane Wonders | 2025 | 1 bis 5 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten
Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).
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Wenn es nach TOLKIEN gegangen wäre, wäre DER HERR DER RINGE gar nicht als Trilogie erschienen. Die britischen Papierpreise der Nachkriegszeit zwangen das sechsgliedrige Werk in das Korsett der Trias. Selbst der Titel des zweiten Bandes, DIE ZWEI TÜRME, blieb eine vage Verlegenheitslösung für die Zusammenführung disparater Erzählstränge. Kenner der Bücher wissen natürlich, worum es im zweiten Teil…
Four Planets ist ein reines Zwei-Personen-Spiel, in dem zwei rivalisierende Heimatplaneten um die Vorherrschaft im All konkurrieren. In jeder Runde entsenden beide Spieler ihre Raumschiffe zu vier fremden Planeten, um dort Spezialisten anzuwerben und deren Fähigkeiten für den eigenen Aufbau
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Bei Tippi Toppi – Hoch hinaus versucht ihr gemeinsam, Aufgaben mit farbigen Zahlenplättchen zu erfüllen und baut dabei in mehreren Ebenen in die Höhe.

Mit dem kooperativen Tippi Toppi – Hoch hinaus knüpft Schmidt Spiele an das Kartenspiel Tippi Toppi (2018) an und entwickelt dessen Idee weiter. Diesmal werden die Aufgaben jedoch nicht erfüllt, indem ihr Karten auf vier Stapeln verteilt, sondern mit Plättchen, die ihr auf einem Spielplan auslegt – und sogar übereinander stapelt. Das Ziel bleibt dabei ähnlich: Die Spielerinnen und Spieler versuchen gemeinsam, alle ausliegenden Aufgaben zu erfüllen, bevor ihnen die Möglichkeiten ausgehen.
Schon beim Aufbau wird deutlich, dass Tippi Toppi – Hoch hinaus stärker auf räumliches Denken setzt. In der Tischmitte liegt der Spielplan, daneben werden mehrere offene Aufgaben ausgelegt, während weitere Aufgaben verdeckt bereitliegen und im Verlauf der Partie hinzukommen können. Jeder Spieler erhält eine Hand aus drei Plättchen, die zwei Felder mit Zahlen und Farben zeigen. Diese Informationen bleiben geheim, sodass man zwar gemeinsam plant, aber nie genau weiß, welche Möglichkeiten die anderen gerade haben.
Der Ablauf einer Runde ist schnell erklärt: Wer am Zug ist, legt eines seiner Plättchen auf den Spielplan. Dabei dürfen Plättchen nicht nur nebeneinander, sondern auch auf bereits ausliegende Plättchen gelegt werden. Auf diese Weise wächst nach und nach eine kleine Landschaft aus farbigen Zahlenfeldern. Die Höhe spielt für viele Aufgaben eine wichtige Rolle. Manche verlangen etwa eine bestimmte Anzahl an Feldern einer Farbe, andere achten auf Zahlenkombinationen oder darauf, dass bestimmte Felder auf unterschiedlichen Höhen liegen.
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Während die Struktur auf dem Spielplan immer komplexer wird, entsteht ein typisches kooperatives Puzzle-Gefühl. Die Spieler überlegen gemeinsam, welche Aufgabe als nächstes erreichbar erscheint und wie sich die vorhandenen Plättchen sinnvoll einsetzen lassen. Gleichzeitig bleibt ein Unsicherheitsfaktor bestehen, weil niemand seine Plättchen offen zeigen darf. Man beschreibt also Möglichkeiten, deutet Optionen an und versucht einzuschätzen, ob ein Mitspieler vielleicht genau das passende Teil besitzt, um eine Aufgabe abzuschließen.
Im Spielverlauf können mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllt werden, wenn die aktuelle Auslage die geforderten Bedingungen erfüllt. Neue Aufgaben rücken dann vom Nachzehstapel nach und verändern das Puzzle sofort wieder. Dadurch steigt der Druck auf die Gruppe, denn die Anforderungen variieren zufällig und unplanbar, während gleichzeitig die verfügbaren Plättchen allmählich weniger werden.
Wer das ursprüngliche Tippi Toppi im Regal stehen hat, erkennt viele Grundideen wieder. Auch dort versuchten die Spieler gemeinsam, Aufgaben zu erfüllen, während sie Karten auf verschiedene Stapel spielen, die nach Farben oder Zahlen kombiniert werden müssen. In Tippi Toppi – Hoch hinaus wirkt dieses Prinzip deutlich greifbarer. Statt abstrakter Kartenstapel entsteht auf dem Tisch ein wachsendes Gebilde aus Plättchen, das sich in mehrere Ebenen ausdehnt. Dadurch verändert sich nicht nur die Optik des Spiels, sondern auch das Spielgefühl: Die räumliche Komponente eröffnet zusätzliche Möglichkeiten und sorgt dafür, dass jede Partie ein wenig anders aussieht.
Im Laufe einer Runde entsteht so ein gemeinsames Denkspiel, bei dem Planung, Kommunikation und Improvisation zusammenkommen. Mal gelingt es der Gruppe, mehrere Aufgaben hintereinander zu erfüllen und das Spielfeld optimal zu nutzen. In anderen Momenten merkt man, dass ein unbedacht gelegtes Plättchen plötzlich wichtige Optionen verbaut hat. Gerade dieser Wechsel zwischen Planung und spontanen Lösungen prägt das Spielerlebnis.
Tippi Toppi – Hoch hinaus bleibt dabei zugänglich und schnell erklärt, bietet aber durch die unterschiedlichen Aufgaben und die variable Höhe der Plättchen eine vielseitige Knobelaufgabe. Wer kooperative Denkspiele mag, bei denen Kommunikation und gemeinsames Tüfteln im Mittelpunkt stehen, findet hier eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Idee.

Ein kleiner Wermutstropfen betrifft allerdings das Material. Die Qualität der funktionalen Spielkomponenten ist eher durchschnittlich. Auch die Schachtel fällt deutlich größer aus, als es der Inhalt eigentlich erfordern würde. Im Karton bleibt spürbar viel Luft, sodass sich der Eindruck aufdrängt, dass das Spiel problemlos auch in einer deutlich kleineren Verpackung Platz gefunden hätte – ein Trend, der zurzeit bei vielen aktuellen Veröffentlichungen zu beobachten ist.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Gestaltung der Plättchen: Für Spielerinnen und Spieler mit Farbfehlsichtigkeit gibt es keinerlei Unterstützung. Die Farben Orange, Grün, Pink und Lila sind ausschließlich über die Farbe selbst zu erkennen – zusätzliche Symbole oder Markierungen fehlen, sodass sich die Felder nicht über alternative Merkmale unterscheiden lassen. Gerade bei einem Spiel, das stark auf Farbkombinationen basiert, fällt dieser fehlende Hinweis auf Farbfehlsichtigkeit besonders ins Gewicht.
Tippi Toppi – Hoch hinaus überträgt die kooperative Aufgabenidee des Vorgängers in ein räumliches Plättchenspiel, bei dem gemeinsames Planen und geschicktes Stapeln im Mittelpunkt stehen.
Autor: Lars Ehresmann | 2026 | Schmidt Spiele | 1 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).
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Stäbchen als Herausforderung der eigenen motorischen Befähigung, gab es schon mit Mikado und auch das Essen mit Stäbchen versteht mancher als Geschicklichkeitsspiel. Je nach Befähigung kann letzteres auch in den Hunger Games enden. Diese Dystopie passt aber nicht zu YUBIBO, hier wird gemeinsam dem Stäbchen gefrönt und je mehr wir davon gemeinsam zwischen die Finger […]
Endlich hat es geklappt: Ingo und Daniel von The Spielträumers sind zu uns bei Besuch und bereichern unsere Aufnahme mit fundierten Meinungen und ganz vielen Lacher. Herzlichen Dank für die Teilnahme! Aber es wurde nicht nur gelacht, sondern auch Spiele kritisch besprochen. So prüften wir auf Monsterherz und Affenniere: BOSS FIGHTERS QR (von Michael Palm […]
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Fast hätte ich im ganzen Trubel einen meiner guten Vorsätze vergessen. Ich hatte mir doch vorgenommen, immer auch kurz etwas über die Spiele zu schreiben, die ich in unserem Vereinspodcast "Das spielerische Quartett" bespreche. Der Zufall wollte es, dass ich im letzten Quartett für einen Kollegen eingesprungen bin und deswegen den angefangenen Beitrag über 13 […]
Der Beitrag 13 Leaves – Das spielerische Quartett Folge 30 erschien zuerst auf fjelfras.de.
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Bereits in meinem Nachbericht zu den B-REX-Pressetagen erwähnte ich, dass TORIKI selbst eine reine Erwachsenenrunde für zwei Stunden zu fesseln vermochte. Dabei adressiert das Spiel primär eine jüngere Zielgruppe. Umso mehr freute ich mich, als der Titel im Leihpaket für mein Spielewochenende auftauchte. Eine gute Gelegenheit, um auch die Kinder auf die Insel zu entführen.