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Clash of Clans Brettspiel: Pegasus bringt es auf Deutsch

14. August 2026 um 16:19
Clash of Clans Brettspiel: Pegasus bringt es auf Deutsch

Der Mobile-Hit landet auf dem Wohnzimmertisch: Pegasus Spiele bringt das Clash-of-Clans-Brettspiel als deutsche Ausgabe in den Handel, voraussichtlich ab Oktober 2026 für 59,99 Euro. Das Brettspiel zum weltweit erfolgreichen Handygame von Supercell setzt auf Dorfaufbau und Würfelkampf, und hinter dem Design steht ein prominentes Duo.

Clash of Clans als Brettspiel: Aufbau und Würfelkampf

Im Kern ist "Der epische Überfall" ein Aufbauspiel mit direkter Konfrontation. Sie errichten Ihr eigenes Dorf, bauen Verteidigungsanlagen und bilden Einheiten aus. Anschließend ziehen Sie mit Angriffs- und Verteidigungswürfeln gegen die Gebäude Ihrer Mitspieler zu Felde. Zerstörte Strukturen bringen Punkte, Ressourcen und Boni, die Sie wieder in den eigenen Ausbau stecken. So entsteht die typische Aufwärtsspirale eines Engine-Builders: Wer früh gut wirtschaftet, schlägt später härter zu.

Das Spielende wird ausgelöst, sobald mindestens ein Spieler 40 Sterne erreicht hat. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Sterne und damit Siegpunkte vorweist. Mechanisch mischt das Spiel laut BoardGameGeek mehrere bekannte Bausteine: Würfeln für die Kampfauslösung, Worker Placement für den Einsatz der Einheiten, Plättchen-Auslage für den Dorfbau sowie Action Drafting und Verkettungseffekte (Chaining). BoardGameGeek führt das Spiel unter den Kategorien Stadtaufbau, Fantasy, Kampf, Humor und Videospiel-Thema. Das Gewicht (Komplexität) liegt dort bislang bei moderaten 2,0 von 5.

Der Karton ist gut gefüllt: 1 Spielplan, 4 Clanburgpläne, 54 Gebäude-Plättchen, 18 Einheiten-Plättchen, 71 Aufsteller, 41 Standfüße, 167 diverse Plättchen, 7 Würfel, 1 bemalte Miniatur und eine Anleitung. Der Anteil an Aufstellern und Plättchen deutet auf viel Material am Tisch hin, die einzelne bemalte Miniatur bleibt eher ein Blickfang als ein Systembestandteil.

Ein Design-Duo mit Zugkraft

Als Autoren nennt BoardGameGeek Eric M. Lang und Ken Gruhl. Vor allem Lang ist ein Name, der Aufmerksamkeit erzeugt: Von ihm stammen Schwergewichte wie Blood Rage, Rising Sun, Ankh und das zugänglichere Marvel United. Diese Herkunft ist ein Signal, kein Gütesiegel. Ein bekannter Designer garantiert kein gutes Spiel, macht aber neugierig, wie viel Konfliktmechanik und Timing in einer Marke stecken, die viele nur vom Smartphone kennen.

Deutsche Eckdaten und eine Altersfrage

Für den deutschen Markt sind die Angaben klar:

  • Spieleranzahl: 2 bis 4
  • Spieldauer: 60 bis 90 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren (Pegasus, deutsche Ausgabe; BGG-Original 12+)
  • Preis: 59,99 Euro
  • Erscheint: voraussichtlich Oktober 2026
  • Autoren: Eric M. Lang, Ken Gruhl

Pegasus gibt das Alter mit "ab 10 Jahren" an, und diese Angabe gilt für die deutsche Ausgabe. BoardGameGeek führt für die internationale Originalausgabe abweichend 12+. Maßgeblich für den deutschen Handel ist die Pegasus-Angabe ab 10.

Einen Solo-Modus weist die deutsche Ausgabe nicht aus. Die Pegasus-Box nennt ausdrücklich 2 bis 4 Spielende, ein offizieller Ein-Personen-Modus ist nicht dokumentiert. Wer allein spielen möchte, findet hier also zunächst kein verbrieftes Angebot.

Das Spiel stammt ursprünglich aus einer Kickstarter-Kampagne von Maestro Media aus dem Jahr 2025, umgesetzt in Kooperation mit Supercell und international unter anderem mit ADC Blackfire und Cranio Creations, wie schon bei der Brettspiel-Umsetzung von Cult of the Lamb. Angekündigt sind bereits zwei Erweiterungen, die Clan Wars Expansion und die Dark Elixir Expansion, sowie eine Collector's Edition. Ob und wann diese auf Deutsch erscheinen, ist noch offen.

Für wen lohnt sich das?

Hier lohnt ein ehrlicher Blick, denn die Signale ziehen in zwei Richtungen. Pegasus Spiele rubriziert den Titel eingängig über die bekannte Handymarke und ein Alter ab 10, was nach Familienspiel klingt. Design-Duo, 60 bis 90 Minuten Spielzeit und der Kickstarter-Ursprung deuten dagegen eher auf ein ambitionierteres Familien- bis Kennerspiel. Realistisch dürfte "Der epische Überfall" am besten in Runden funktionieren, die direkte Konfrontation mögen und bereit sind, eine gute Stunde in Aufbau und Angriff zu investieren.

Eine Einordnung zur Spielzeit gehört dazu: Die 60 bis 90 Minuten des Verlags beschreiben eine eingespielte Runde. Wie lange eine Erstpartie mitsamt Regelaufbau dauert, ist nicht dokumentiert, und bei Engine-Buildern fallen erste Partien erfahrungsgemäß länger aus. Wer das Spiel zum ersten Mal auf den Tisch bringt, sollte also lieber etwas mehr Zeit einplanen.

Fans des Handyspiels bekommen das vertraute Thema, sollten aber wissen, dass ein Brettspiel mit Würfelduellen und Punktewertung anders tickt als das Dauer-Aufbauspiel auf dem Smartphone. Offen bleibt außerdem, wie viel Abwechslung das Basisspiel allein über viele Partien trägt: Ob dafür schon genug Variabilität in der Box steckt oder ob die angekündigten Erweiterungen diese Rolle übernehmen sollen, ist vor Erscheinen nicht belegt, und der Verlag äußert sich dazu bislang nicht.

Für deutsche Spielerinnen und Spieler ist vor allem interessant, dass die lokalisierte Ausgabe hierzulande regulär im Handel erscheint, mit deutscher Anleitung und festem Preis. Bis Oktober 2026 bleibt Zeit, die Erwartungen zu sortieren: Die Marke ist riesig, das Design verspricht Substanz, und ob beides zusammenpasst, zeigt erst der Tisch.

Shout the Clue und DaDaDa: Pegasus bringt zwei Koop-Spiele

14. August 2026 um 16:10
Shout the Clue und DaDaDa: Pegasus bringt zwei Koop-Spiele

Pegasus Spiele hat zwei kooperative Neuheiten in den deutschen Handel gebracht, die sich auf ganz unterschiedliche Weise um dasselbe Thema drehen: Kommunikation unter Beschränkung. Beide Spiele sind seit Mitte August erhältlich, kosten jeweils 19,99 Euro (UVP) und funktionieren rein im Team, ohne Wettkampf zwischen den Mitspielenden.

Der Verlag Pegasus Spiele, ansässig in Friedberg, stellt die beiden Titel als Paar vor. Das ergibt Sinn, denn sie teilen einen gemeinsamen Nenner: Man muss sich verständigen, obwohl die normalen Mittel dazu wegfallen. Bei Shout the Clue geht das laut und hektisch zu, bei DaDaDa still und tüftelig. Wie das jeweils abläuft, klärt sich am schnellsten über die Mechanik.

Shout the Clue: Hinweise brüllen, aber nur nach Regeln

Shout the Clue ist ein kooperatives Echtzeit-Partyspiel für 3 bis 8 Personen ab 8 Jahren, das etwa eine knappe Viertelstunde dauert. Autor ist Valéry Fourcade, die Illustration stammt laut BoardGameGeek von Simon Douchy. Ursprünglich erschien der Titel bei Blue Orange, die deutsche Ausgabe verantwortet nun Pegasus.

Der Ablauf: Eine Sanduhr läuft, und eine Person am Tisch übernimmt die Rolle des Decoders. Sie soll in der knappen Zeit möglichst viele Begriffe erraten. Alle anderen rufen gleichzeitig Hinweise, und genau hier sitzt der Kniff. Jede hinweisgebende Person ist an eine eigene Kommunikationsbeschränkung gebunden: Die eine darf nur Berufe nennen, die nächste nur Verben, eine weitere nur Reime, und wieder eine andere darf ausschließlich Geräusche machen. Aus diesem Stimmengewirr muss der Decoder die gesuchten Begriffe herausfiltern.

Jeder nicht erratene Begriff hat Folgen: Er schiebt einen sogenannten Fiaskomarker weiter Richtung Explosion. Die Gruppe gewinnt gemeinsam, wenn jede Person einmal Decoder war, bevor der Marker die Bombe erreicht. Wer mehr Herausforderung sucht, kann laut Verlag einen härteren Schwierigkeitsgrad zuschalten, mit mehr Begriffen oder strengeren Beschränkungen.

DaDaDa: Erst eine Sprache erfinden, dann darin reden

DaDaDa schlägt den entgegengesetzten Ton an. Das kooperative Spiel für 2 bis 8 Personen richtet sich an Familien und ist in der Pegasus-Ausgabe ab 10 Jahren freigegeben. Hinter dem Titel steht ein Autoren-Kollektiv aus Gustavo Guimarães, Julian Spinelli, TJ Spalty und Lee McGirr, die Illustrationen kommen laut Pressemitteilung von The Op Games.

Das Spiel läuft in zwei Phasen ab. In der Kreationsphase erfindet die Gruppe gemeinsam eine kleine Kunstsprache. Bildkarten werden dabei einzelnen Lauten oder Silben zugeordnet, und die einzige erlaubte Verständigung sind eben diese Silben der Lautkarten, ergänzt um simple nonverbale Signale wie ein Kopfnicken. Eine bekannte Sprache ist tabu. Ein Laut könnte etwa für Tiere stehen (Giraffe, Katze, Fisch), ein anderer für alles Flugfähige (Flugzeug, Gleitschirm, Frisbee). Ein Vogel wäre dann die Kombination beider Laute.

In der anschließenden Kommunikationsphase zieht eine Person heimlich eine Bildkarte, mischt sie mit fünf weiteren und legt alle sechs offen aus. Nun muss sie aus dem zuvor erfundenen Sprachgerüst ein Wort bilden, das den anderen hilft, die richtige Karte herauszupicken. Je mehr Karten die Gruppe auf diese Weise erfolgreich kommuniziert, desto besser fällt die Wertung aus.

Zur Spieldauer von DaDaDa macht die Pegasus-Pressemitteilung keine Angabe. Wir raten hier keine Zahl. Zur Orientierung: BoardGameGeek führt für das Spiel rund 15 bis 30 Minuten, das ist allerdings eine BGG-Angabe und keine offizielle Herstellerzahl.

Ein Randpunkt zu den Altersangaben: BoardGameGeek listet die internationale Originalausgabe mit einer Freigabe ab 8 Jahren. Maßgeblich für die hierzulande erhältliche Fassung ist aber die Pegasus-Angabe ab 10 Jahren. Ähnlich bei der Personenzahl: Die BGG-Seite der Originalausgabe nennt eine deutlich höhere Obergrenze, für die deutsche Ausgabe gelten die von Pegasus angegebenen 2 bis 8 Personen.

Shout the Clue und DaDaDa: Eckdaten im Überblick

Shout the ClueDaDaDa
GenreKooperatives Echtzeit-PartyspielKooperatives Sprach-Erfindungsspiel
Personen3 bis 82 bis 8
Alterab 8 Jahrenab 10 Jahren
Spielzeitca. 15 Minutenkeine Pegasus-Angabe (laut BGG rund 15 bis 30 Minuten)
AutorValéry FourcadeGuimarães, Spinelli, Spalty, McGirr
IllustrationSimon Douchy (laut BGG)The Op Games (laut PM)
UVP19,99 Euro19,99 Euro
VerlagPegasus SpielePegasus Spiele

Einen Solo-Modus bieten beide Titel nicht: Sie sind auf das gemeinsame Spiel im Team ausgelegt, weder Pressemitteilung noch BoardGameGeek nennen eine Ein-Personen-Variante.

Was das für Spieler heißt

Beide Spiele setzen auf denselben Reiz, gehen ihn aber von zwei Seiten an. Shout the Clue lebt vom kontrollierten Chaos: Mehrere Menschen brüllen gleichzeitig, jeder nach seinen eigenen absurden Regeln, und aus diesem Lärm soll trotzdem eine Lösung entstehen. Das ist klassisches Partyspiel-Material für größere, aufgekratzte Runden. DaDaDa dreht die Lautstärke herunter und verlangt Geduld statt Tempo, weil die Gruppe erst ihr eigenes Verständigungssystem aufbauen muss, bevor überhaupt gespielt werden kann. Das spricht eher ruhige Familien- oder Freundesrunden an, die Lust auf eine gemeinsame Denkaufgabe haben.

Gemeinsam ist beiden, dass niemand gegeneinander spielt und der Einstiegspreis mit 19,99 Euro identisch niedrig liegt. Wer für den nächsten Spieleabend etwas Kooperatives sucht, findet bei Pegasus damit zwei sehr unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage: Wie verständigt man sich, wenn die gewohnten Worte plötzlich verboten sind.

Whisperwood: Beutelbau-Strategie um einen verwunschenen Druidenwald

14. August 2026 um 14:51
Whisperwood: Beutelbau-Strategie um einen verwunschenen Druidenwald

Ein Rat von Druiden zieht in einen Wald, den ein dunkler Zauberer verdorben hat, und soll ihn Stück für Stück reinigen. Whisperwood von Cardboard Alchemy setzt diese Geschichte als Beutelbau-Spiel um, das aktuell auf Kickstarter läuft, und richtet sich an Kennerspieler und Vielspieler, die ihren Beutel planvoll aufbauen und zugleich mit einer störenden Verderbnis umgehen wollen.

Was man in Whisperwood tut

Im Kern ist Whisperwood ein Beutelbau-Spiel (im Original Bag-Builder). Wie beim verwandten Deckbau ziehen Sie nicht Karten aus einem Stapel, sondern Chips aus einem Beutel, verbessern diesen Vorrat über die Partie und versuchen, ihn Runde für Runde schlagkräftiger zu machen. Die zentrale Spannung sitzt dabei im Thema: Der Wald ist von Verderbnis (im Original corruption) durchsetzt, und diese Verderbnis müssen Sie aufnehmen und reinigen. Wer zu viel davon mit sich herumträgt, schwächt die eigenen Fähigkeiten. Der Beutel ist also kein reines Aufwerten, sondern eine laufende Abwägung, wie viel Belastung man sich zumutet, um den Wald voranzubringen.

Rund um den Beutel legt Cardboard Alchemy weitere Systeme. Laut der Mechanik-Auflistung auf BGG kombiniert Whisperwood geschlossenes Drafting (Closed Drafting), simultane Aktionswahl, Tech-Trees beziehungsweise Fortschrittsleisten, einen variablen Aufbau und Boni in der Endwertung. Thematisch erwecken die Druiden Wächter-Golems und stellen Flora und Fauna wieder her; wer im Rat am meisten leistet, wird am Ende zum Primus gekürt. Die simultane Aktionswahl deutet darauf hin, dass alle Mitspielenden zugleich planen, was die Wartezeiten zwischen den Zügen kurz halten dürfte.

Verlag und Designer hinter Whisperwood

Verantwortlich ist der US-Verlag Cardboard Alchemy aus Burbank, Kalifornien. Als Designer nennt die Kampagne Brad Brooks, Erin McDonald und Christian Strain. Die Illustration stammt von Sergio Chaves und Sandara Tang.

Eckdaten zu Whisperwood

PunktAngabe
Spielerzahl1 bis 4 (laut Kampagne inklusive Solo-Modus)
Spielzeitrund 50 bis 200 Minuten
Alterab 14 Jahren
GenreBeutelbau-Strategiespiel
VerlagCardboard Alchemy (USA)

Zwei Punkte gehören offen benannt. Erstens die Spielerzahl: Die laufende Kampagne bewirbt 1 bis 4 Spielende samt Solo-Modus, ein älterer Beschreibungstext auf BGG spricht dagegen von 2 bis 4. Wir richten uns nach der aktuellen Kampagnen-Angabe. Konkrete Details, wie der Solo-Modus funktioniert, nennt die uns vorliegende Quellenlage allerdings nicht; wer allein spielen möchte, findet dazu bislang keine belastbare Beschreibung. Zweitens die Spielzeit: Die Spanne von 50 bis 200 Minuten ist sehr weit und dürfte stark von der Spielerzahl abhängen, eine genauere Staffelung liegt uns nicht vor.

Die Kickstarter-Kampagne: Stand und Pledge-Stufen

Zum Snapshot am 14. August 2026 hat Whisperwood sein Finanzierungsziel klar übertroffen: Bei einem Ziel von 100.000 US-Dollar standen rund 351.000 US-Dollar zu Buche, das sind etwa 351 Prozent, getragen von 1.761 Unterstützenden. Kickstarter führt das Projekt als Staff-Pick. Die Kampagne läuft nach Angaben der Seite bis zum 2. September 2026, die geplante Auslieferung nennt der Verlag für April 2028. Solche Crowdfunding-Zahlen sind ein Signal für Aufmerksamkeit, aber kein Gütesiegel für die spätere Spielqualität; ausgeliefert wird erst in gut anderthalb Jahren.

Bei den Pledge-Stufen trennt Cardboard Alchemy klar zwischen Umfang und Ausstattung. Die Standardversion OWL beginnt bei 99 US-Dollar und liefert das Grundspiel. OTTER ab 149 US-Dollar ist die Deluxe-Variante mit hochwertigerer Ausstattung. BEAR ab 299 US-Dollar bündelt die Deluxe-Version mit Add-ons und Golem-Miniaturen und zielt damit auf Sammler. Wer zunächst nur reservieren möchte, kann über ein Retail-Deposit von 50 US-Dollar einsteigen. Der spielerische Kern ist in allen Stufen derselbe; oberhalb von OWL zahlen Sie vor allem für Material und Extras, nicht für zusätzliche Regeln.

Was für deutsche Leser offen bleibt

Für deutsche Spielerinnen und Spieler bleiben zwei Fragen ungeklärt. Ob es eine deutschsprachige Ausgabe oder Lokalisierung gibt, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor. Und der Versand ist laut Kampagne auf bestimmte Länder beschränkt, ohne dass die uns vorliegenden Daten belegen, ob Deutschland dazugehört. Wer mitfinanzieren will, sollte vor dem Pledge die Versand- und Sprachangaben direkt auf der Kampagnenseite prüfen. Auch bei den Stretch Goals gilt Zurückhaltung: Die Kampagne unterscheidet zwar zwischen Gameplay-Stretch-Goals, die die Mechanik erweitern, und Deluxe-Stretch-Goals, die Komponenten aufwerten. Welche einzelnen Ziele bereits freigeschaltet sind, geht aus den uns vorliegenden Daten jedoch nicht hervor.

Unser Ersteindruck

Whisperwood verbindet einen vertrauten Motor, den Beutelbau, mit einer thematisch verankerten Bremse, der Verderbnis, und genau in dieser Abwägung liegt der Reiz. Ob das System auf Dauer trägt und wie fordernd der Solo-Modus ausfällt, lässt sich vor dem Erscheinen nicht beurteilen. Für deutsche Interessenten ist der wichtigste offene Punkt schlicht, ob Spiel und Versand hierzulande überhaupt ankommen. Ein Blick auf die Kampagnenseite vor dem Pledge lohnt sich in jedem Fall.

Hell of a Deal: Kooperatives Poker gegen den Teufel

14. August 2026 um 14:47
Hell of a Deal: Kooperatives Poker gegen den Teufel

Poker ist ein Spiel gegeneinander. Genau das dreht „Hell of a Deal" um: Bei dem angekündigten Kartenspiel von Smirk & Dagger Games sitzen alle am selben Tisch, und der Gegner ist der Teufel. Aktuell steht der Titel auf Platz 5 der BGG-Hotness (Stand 14.08.2026). Grund genug, sich anzusehen, was das Spiel vorhat und was davon für deutsche Spielrunden interessant ist.

Alle gegen das Haus, und alle schummeln

Der Kern ist ein kooperatives Texas Hold'em. Sie treten gemeinsam gegen „den Teufel" und seine Bosse an, etwa Dedly Aloor, Jack Potts, The Brothers Dreadful und Roul-ette. Jeder Boss verdreht die Regeln der laufenden Hand auf seine Weise und gibt ein Mindestblatt vor, das Sie schlagen müssen. Und weil die Bosse betrügen, müssen Sie es auch.

Das schlägt sich direkt in der Mechanik nieder. Statt zwei erhält jeder drei Handkarten, eine davon steckt sinnbildlich „im Ärmel" und erweitert Ihre Optionen. Sogenannte Favor-Karten erlauben handfesten Betrug, etwa einen Flush aus vier statt fünf Karten. Der Preis dafür ist ein Fluch (Curse) oder Versuchung (Temptation). Ihre Chips bringen Ihnen „Souls", die Währung, die Sie am großen Tisch gegen den Teufel selbst brauchen. Fünf Power-Chips lassen sich alternativ für Soforteffekte einsetzen, zum Beispiel um eine Bosskarte aufzudecken. Sammelt die Gruppe zu viel Versuchung an, endet die Partie sofort mit einer Niederlage. Dieses Sudden-Death-Ende kann mitten in einer Hand eintreten und ist die eigentliche Spannungsschraube: Betrügen hilft, aber jeder Betrug bringt Sie näher an den gemeinsamen Verlust.

Als Motor unter der Haube nennt BoardGameGeek neben dem kooperativen Spiel ein Kommunikationslimit sowie klassisches Setzen und Bluffen. Verantwortlich für das Design ist Cameron Reid, die Illustrationen stammen von Leon Lim.

Eckdaten zu Hell of a Deal

  • Titel: Hell of a Deal
  • Verlag: Smirk & Dagger Games (USA)
  • Designer: Cameron Reid, Illustration: Leon Lim
  • Erscheinung: 2026 angekündigt, Retail-Auslieferung für den Herbst geplant, noch nicht erschienen
  • Spielerzahl: 2 bis 4, laut BGG-Community ideal zu viert
  • Spielzeit: 90 bis 120 Minuten (der Verlag bewirbt „eine ganze Pokernacht in 90 Minuten", BGG führt die Spanne bis 120)
  • Alter: ab 14
  • Kategorie: Kartenspiel
  • Mechaniken: Setzen & Bluffen, Kooperation, Kommunikationslimit, Sudden-Death-Ende
  • Komplexität: rund 2,75 von 5 laut BGG, also mittel, aber erst aus vier Bewertungen und damit nur eine grobe Tendenz

Einen Solo-Modus weist BoardGameGeek nicht aus. Das ist ein echter Mangel, nicht nur eine Leerstelle. Das Minimum liegt bei zwei Personen, die vereinzelte Ein-Personen-Angabe der Community hat null Stimmen. Ob ein Solo-Modus geplant ist, sagt der Verlag bislang nicht. Wer allein spielt, hat also aktuell keine belegte Option.

Warum Hell of a Deal gerade heiß ist

Platz 5 der BGG-Hotness klingt nach einem Gütesiegel, ist aber vor allem ein Aufmerksamkeitssignal. Das zeigen die Zahlen dahinter: Gut 1.000 Sammler haben den Titel auf der Wunschliste, aber erst rund 100 haben ihn bewertet. Es gibt also viel Vorfreude vor dem Release und noch kaum breite Spielerfahrung. Die Hotness misst hier Buzz, nicht Qualität. Ein sauberes Urteil erlaubt sie noch nicht.

Der Buzz hat eine handfeste Grundlage. Die Kickstarter-Kampagne lief vom 24. März bis 11. April 2026, sammelte rund 293.500 US-Dollar von 3.735 Unterstützern ein und übertraf das Ziel von 20.000 Dollar damit um mehr als das Vierzehnfache. Freigeschaltete Ziele wie zusätzliche Folien-Kartendecks und ein übergroßer Dealer-Button betreffen vor allem die Ausstattung, nicht das Regelwerk. Zur Retail-Ausstattung gehören laut Verlag 52 individuelle 11,5-Gramm-Pokerchips und sechs Neopren-Matten, die zusammen rund 71 mal 51 Zentimeter Tischfläche füllen und so echtes Casino-Gefühl erzeugen sollen.

Lohnt sich Hell of a Deal für deutsche Spieler?

Nüchtern betrachtet: Smirk & Dagger ist ein US-Verlag, die Kampagne ist gelaufen, die Auslieferung an Unterstützer und der Handel folgen im Original auf Englisch. Eine deutsche Ausgabe, ein deutscher Vertrieb, ein Preis oder ein Termin für den deutschen Handel sind bislang nicht angekündigt. Wer hierzulande zugreifen will, ist derzeit auf den Importweg über Händler oder eine spätere Nachverkaufsrunde verwiesen, ein regulärer deutscher Bezugsweg ist offen.

Interessant bleibt der Titel trotzdem, und zwar wegen der Idee. Kooperatives Poker, in dem gemeinsames Schummeln nicht nur erlaubt, sondern nötig ist, verschiebt den Reiz weg vom Pokerface hin zur Absprache am Tisch. Das passt zu Spielrunden, die Bluff und Interaktion mögen, aber das klassische Jeder-gegen-jeden satthaben. Ob das über eine ganze Partie trägt, muss die Praxis zeigen. Der Haken ist klar benannt: viel Vorschusslorbeer, wenig gespielte Realität. Ein Titel zum Vormerken, noch nicht zum abschließenden Urteil.

Red Alert: New World Order: Echtzeit-Strategie als Miniaturen-Wargame

14. August 2026 um 13:40
Red Alert: New World Order: Echtzeit-Strategie als Miniaturen-Wargame

Ein unabhängiges Studio will das Gefühl klassischer Echtzeit-Strategie auf den Spieltisch holen: Basisbau, Ressourcenabbau, Tech-Baum und Superwaffen. Red Alert: New World Order von Wolf Storm Entertainment läuft auf Gamefound und ist ein ambitioniertes Miniaturen-Wargame, das viel verspricht und noch mitten in der Umsetzung steckt.

Worum es geht

Das Spiel entwirft ein alternatives Szenario des Zweiten Weltkriegs. Ein Bündnis aus Allianz-Nationen tritt gegen einen Sowjetblock an, angereichert mit Science-Fiction-Technologie: Tesla-Waffen, Aurora-Bomber und eine Iron-Shield-Verteidigung. Thematisch bewegt sich der Titel zwischen Wargame, Miniaturenspiel und einem Hauch Videospiel-Nostalgie. Auf Boardgamegeek ist Red Alert: New World Order mit Erscheinungsjahr 2026 gelistet.

Wichtig für die Einordnung: Der Eintrag zeigt bislang null Community-Bewertungen. Es handelt sich also um einen Vorschau-Titel, nicht um ein etabliertes Spiel mit belastbarem Urteil der Spielerschaft. Was hier steht, beruht auf den Angaben des Verlags und der Kampagne, nicht auf breiter Spielerfahrung.

Was man am Tisch tut

Mechanisch setzt Red Alert: New World Order auf ein Geflecht bekannter Wargame-Bausteine. Laut Boardgamegeek gehören dazu Würfeln mit Symbolauswertung, Rasterbewegung auf dem Spielfeld, ein Einkommens- und Ressourcensystem, mehrere Spielpläne (Multiple Maps), Kontrollzonen (Zone of Control), Spielereliminierung sowie eine rollenbasierte Zugreihenfolge. Über allem liegt ein Tech-Baum, über den Sie im Spielverlauf stärkere Einheiten und Technologien freischalten.

Der rote Faden ist das Echtzeit-Strategie-Vorbild in Brettspielform: Sie bauen eine Basis auf, fördern Ressourcen (in der Kampagne sind Seltene Erden ein Thema), steigen im Tech-Baum auf und setzen am Ende Superwaffen ein. Jede Nation bringt laut Kampagne einen eigenen Passivbonus von zehn Prozent mit, etwa schnellere Produktion oder mehr Feuerkraft. Das soll die Fraktionen asymmetrisch machen. Wie stark diese zehn Prozent eine Partie wirklich prägen, worauf genau sie sich beziehen und ob daraus echte strategische Unterschiede entstehen, sagt die Kampagne bislang nicht. Ob hinter dem Bonus mehr als ein dekorativer Vorteil steckt, lässt sich vor einem Pledge nicht sicher beurteilen.

Beeindruckend fällt vor allem der Materialrahmen aus. Die Kampagne wirbt mit sehr großen Spielplänen von bis zu rund 47,2 mal 31,5 Zoll, doppelseitigen Schlachtfeldern, zerstörbaren Brücken, Städten, Schnee-Gelände und Seegefechten bis hin zu einer Europa-Kampagne. Dazu kommen viele Miniaturen. Das ist der Reiz und zugleich das Risiko dieses Projekts, dazu unten mehr.

Wie sich eine Partie zwischen zwei und sechs Spielern verschiebt, bleibt bislang offen. Die Spanne von 90 bis 300 Minuten deutet auf sehr unterschiedliche Szenarien hin, eine klare Orientierung für die Dauer einer typischen ersten Partie gibt die Kampagne aber nicht. Auch zur Wartezeit zwischen den Zügen in voller Besetzung schweigt sie.

Eckdaten

  • Verlag: Wolf Storm Entertainment (unabhängiges Studio)
  • Designer: Krešimir Turčić
  • Spielerzahl: 1 bis 6
  • Spielzeit: 90 bis 300 Minuten
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Modi: kompetitiv, kooperativ, solo
  • Erscheinungsjahr laut Boardgamegeek: 2026

Solo-Modus und Kooperativ-Modus

Boardgamegeek führt neben dem kompetitiven Spiel ausdrücklich auch einen Solo- und einen kooperativen Modus. Einen Solo-Modus gibt es also. Wie er konkret funktioniert, welche Gegner-KI oder welches Szenario-Gerüst ihn trägt, kommuniziert die Kampagne bislang nicht in verwertbarer Textform. Diese Lücke benennen wir hier offen, statt einen Ablauf zu erfinden. Wer vor allem allein oder kooperativ spielen will, sollte den Solo-Modus als offene Frage behandeln und vor einem Pledge gezielt beim Verlag nachfragen.

Die Nähe zu Command & Conquer: Red Alert

Titel und Motive erinnern deutlich an das Videospiel-Franchise Command & Conquer: Red Alert von Electronic Arts: Allianz gegen Sowjets, Tesla-Waffen, Aurora-Bomber, das ganze Echtzeit-Strategie-Gefühl. Diese Nähe ist offensichtlich, und der Verlag spricht sie selbst an. Laut einem Kampagnen-Update vom 15. Mai 2025 seien vertrauliche Gespräche mit Electronic Arts einvernehmlich abgeschlossen worden; das Spiel bleibe ein eigenständiges Werk von Wolf Storm Entertainment. Wir geben das neutral und als Verlagsaussage wieder. Eine eigene rechtliche Bewertung nehmen wir nicht vor. Festhalten lässt sich nur: Die Anlehnung an das bekannte Vorbild ist gewollt sichtbar, und der Verlag stellt sie nicht in Abrede. Videospiel-Marken den Sprung auf den Tisch versuchen zu lassen, ist kein Einzelfall: Zuletzt kündigte sich eine andere Videospiel-Umsetzung auf Gamefound an.

Eine warme Randnotiz liefert der Studioname. Wolf war laut Verlag ein Alaskan Malamute, also der Hund des Teams, und Namensgeber des Studios. Ein eigenes Update ist ihm als Hommage gewidmet. Mehr Bedeutung muss man dem Detail nicht geben, sympathisch ist es trotzdem.

Ambitioniert und noch im Werden

Red Alert: New World Order ist ein Projekt mit langer, holpriger Kampagnen-Historie. Es gab Relaunch-Phasen (unter anderem ein Update mit dem Titel "COMMANDERS, WE ARE BACK") und fortlaufende Enthüllungen einzelner Spielpläne bis ins Jahr 2026. Ein unabhängiges Studio, das sehr viele Miniaturen und ausladende Spielpläne stemmen will, trägt ein spürbares Umsetzungs- und Lieferrisiko. Wie viel Logistik in solchen Miniaturen-Projekten steckt, zeigt etwa eine ebenso miniaturenlastige Gamefound-Kampagne. Das ist keine Wertung gegen das Team, sondern die nüchterne Beschreibung dessen, was hier vorliegt: ein großer Wurf, der sich noch beweisen muss. Auch zum Designer Krešimir Turčić und seiner bisherigen Ludografie liegen uns keine gesicherten Angaben vor, was den Titel zusätzlich als weitgehend unbeschriebenes Blatt einordnet.

Zum Redaktionszeitpunkt liegen uns keine zuverlässigen Funding-Zahlen vor. Finanzierungsstand, Zahl der Unterstützer, Zielsumme, Laufzeit und die Pledge-Preise waren über die Gamefound-Seite nicht sauber auslesbar. Wir verzichten bewusst auf Schätzungen. Auch die konkrete Liste der Stretch Goals können wir nicht verifizieren. Wo Sie solche Ziele prüfen, lohnt der zweite Blick, ob es sich um mechanisch relevante Inhalte (neue Einheiten, Regeln, Szenarien) oder um reine Komponenten-Aufwertungen (hochwertigere Marker, zusätzliche Minis) handelt. Beides hat Wert, aber nur das Erste verändert das Spiel am Tisch.

Was das für deutsche Spieler heißt

Eine bestätigte deutsche Ausgabe gibt es nach unserem Kenntnisstand nicht. Zu deutscher Lokalisierung, zum Vertrieb im deutschen Handel und zu einem Preis in Euro liegen keine gesicherten Angaben vor. Wer hierzulande mitliest, sollte den Titel derzeit als englischsprachiges Projekt behandeln und eine deutsche Fassung nicht voraussetzen.

Unser Ersteindruck: Red Alert: New World Order ist ein reizvolles Versprechen für alle, die große Wargames und das Echtzeit-Strategie-Gefühl mögen. Die Mischung aus Basisbau, Tech-Baum und asymmetrischen Fraktionen klingt stimmig, der Materialumfang ist enorm. Genau dieser Umfang macht aber auch vorsichtig: Bei einem unabhängigen Projekt mit dieser Ambition entscheidet die Umsetzung über alles. Interessierte sollten offene Punkte (Solo-Modus, Funding-Status, Lieferplan, deutsche Fassung) vor einem Pledge klären und die Hotness des Titels nicht mit einem fertigen Urteil verwechseln. Wir behalten weitere Gamefound-Kampagnen im Blick.

Hitster Wacken Edition: Metal-Partyspiel feiert Premiere beim Wacken Open Air

12. August 2026 um 17:59
Hitster Wacken Edition: Metal-Partyspiel feiert Premiere beim Wacken Open Air

Jumbo bringt sein Musik-Partyspiel Hitster in einer Metal-Fassung: Die Hitster Wacken Edition, offiziell HITSTER W:O:A, tauscht die Pop-Hits des Grundspiels gegen Rock- und Metal-Titel und feierte ihre Premiere beim Wacken Open Air 2026. Ab September 2026 soll sie überall im Handel stehen.

So funktioniert Hitster

Wer Hitster kennt, kennt das Prinzip. Das 2022 erschienene Spiel von Designer Marcus Carleson funktioniert denkbar einfach: Reihum zieht man eine Karte, scannt deren QR-Code mit der kostenlosen Hitster-App und lässt den Song über Spotify abspielen. Dann muss man raten, aus welchem Jahr der Titel stammt, und ihn an der richtigen Stelle in die eigene, wachsende Musik-Timeline einsortieren. Liegt man richtig, behält man die Karte. Wer zuerst genügend korrekt einsortierte Karten sammelt, gewinnt. Man muss also kein Musikexperte sein: Es reicht, ein Lied zeitlich zwischen zwei anderen zu schieben.

Was die Wacken Edition ändert

Die Wacken Edition ändert an dieser Ordnungs-Mechanik nichts, sondern nur die Playlist. Statt Charts-Pop geht es um Metal-Hymnen und Rock-Klassiker. Die Songauswahl kuratierte laut Wacken das Team von Wacken Radio by RADIO BOB!.

Premiere beim Wacken Open Air 2026

Vorgestellt wurde die Edition im passenden Rahmen. Das Wacken Open Air zählt mit nach Veranstalterangaben rund 85.000 Besuchern zu den größten Metal-Festivals der Welt. Zu den genauen Terminen gibt es zwei Angaben, die sich sauber trennen lassen: Laut Jumbo war die Edition ab dem 26. Juli exklusiv direkt am Hitster-Stand auf der Camping Plaza erhältlich, während die offizielle Wacken-Ankündigung den 29. Juli für die offizielle Präsentation nennt. Am Stand konnten Fans an einer kleinen Bühne mit 360-Grad-Kamera ihre eigene Metal-Performance festhalten. Zusätzlich war Jumbo im Bereich Wacken United mit einem kleinen Stand für Presse und VIP-Gäste vertreten. Einen Werbespot vor Festivalkulisse, produziert mit dem in der Metal-Szene bekannten Künstler und Moderator Dominik Artefex, will Jumbo nach eigenen Angaben in Kürze zeigen.

Was Jumbo offen lässt

Wie erfolgreich der Verkaufsstart war, lässt sich von außen nicht beurteilen. Jumbo spricht von einer erfolgreichen Premiere, nennt aber keine konkreten Verkaufszahlen. Auch sonst bleiben Lücken: Zu einem Preis, zur Zahl der Karten oder Songs und zu einem genauen Handelstermin im September macht das Unternehmen bislang keine Angaben.

Streaming ist Pflicht

Ein Punkt bleibt Pflicht, egal welche Edition auf dem Tisch liegt: Ohne Streaming läuft nichts. Die Songs werden über Spotify abgespielt, ein Smartphone und ein Zugang zum Dienst sind zwingend nötig. Einen eigenen Solo-Modus kommuniziert Jumbo für die Wacken Edition nicht; das Grundspiel lässt sich laut Verlag zwar auch allein oder als Team spielen, in der BGG-Community gilt der Solo-Betrieb aber als wenig empfehlenswert.

Eckdaten im Überblick

TitelHitster Wacken Edition (HITSTER W:O:A)
VerlagJumbo
DesignerMarcus Carleson (Grundspiel); für die Edition kein separater Designer genannt
Spielerzahl2 bis 10
Spieldauerrund 30 Minuten
Alterab 16 Jahren
MechanikSongs chronologisch in die eigene Timeline einordnen
BenötigtSmartphone plus Spotify
Preis (UVP)nicht genannt
Karten-/Songzahl der Editionnicht genannt
ErscheinungPremiere Wacken Open Air 2026, ab September 2026 im Handel

SPIEL 2026 in Essen: Das ändert sich an den Hallenplänen

12. August 2026 um 10:35
SPIEL 2026 in Essen: Das ändert sich an den Hallenplänen

Die SPIEL in Essen wächst 2026 weiter, und das merken Sie schon am neuen Hallenplan und an der Wegführung. Zum ersten Mal nutzt die Messe alle acht Hallen plus die Galeria. Für Sie als Besucherin oder Besucher heißt das: neue Wege, ein zusätzlicher Eingang und ein paar Umzüge, die Sie vor der Anreise kennen sollten. Wir haben die wichtigsten Änderungen zusammengetragen und sagen dazu, was offiziell bestätigt ist und was noch vorläufig gilt.

Vorab der wichtigste Hinweis für Ihre Planung: Die endgültige, interaktive Hallenbelegung wird erst mit der SPIEL-App final. Der Veranstalter hat die Freischaltung der interaktiven Hallenpläne und Ausstellerlisten für den 3. September 2026 angekündigt. Bis dahin gilt ein vorläufiger Stand, nicht der letzte Beschluss.

Wann und wo findet die SPIEL 2026 statt?

Die Messe läuft von Donnerstag, 22., bis Sonntag, 25. Oktober 2026, auf dem Gelände der Messe Essen (Messeplatz 1, 45131 Essen). Geöffnet ist von Donnerstag bis Samstag jeweils von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Veranstalter ist die SPIEL Essen.

Was ändert sich 2026 am Hallenplan?

Der größte Umbau betrifft die Fläche selbst. Nach dem aktuellen Stand kommt Halle 8 neu dazu. Dort sollen unter anderem Allplay, Denkriesen, HABA, Helvetiq, Jumbo, Mattel, Noris/Zoch und weitere Verlage ihre Stände aufbauen. Die neue Halle ist der eigentliche Grund, warum 2026 erstmals alle acht Hallen bespielt werden.

Auch die Sammelkartenspiele ziehen um. Sie waren 2025 noch in den Hallen 1 und 2 zu finden. Für 2026 bündelt die SPIEL diesen Bereich voraussichtlich in Halle 5. Wenn Sie gezielt zu einem Kartenspiel-Turnier oder an einen Sammelkarten-Stand wollen, sollten Sie diesen Wechsel im Kopf behalten.

Halle 2 baut das Angebot an Familienspiel-Anbietern aus. Und Halle 4 bekommt einen zusätzlichen Foodbereich. Wer den Tag über auf dem Gelände bleibt, findet damit eine weitere Anlaufstelle für die Pause.

Ein wichtiger Hinweis dazu: Diese Layout-Änderungen für 2026, also Halle 8, der Umzug der Sammelkarten nach Halle 5 und der neue Foodbereich in Halle 4, sind zum Redaktionszeitpunkt noch nicht amtlich bestätigt. Offiziell steht die Belegung erst mit der interaktiven App am 3. September fest.

Der neue Eingang: Was bringt Ihnen der Eingang Nord?

Neu ist ein vierter Zugang. Der Eingang Nord führt Sie direkt zur Halle 5. Für Sie ist das vor allem eine Frage der kürzeren Wege: Wer 2026 zu den Sammelkartenspielen möchte, kommt über diesen Zugang schneller ans Ziel, ohne das komplette Gelände zu durchqueren. Bei erwartet vollen Gängen ist ein zusätzlicher Eingang ein echter Gewinn für die Orientierung.

Was kosten die Tickets, und wo bekommen Sie sie?

Tickets gibt es 2026 nur online. Eine Tageskasse vor Ort ist nicht vorgesehen. Planen Sie den Kauf also vor der Anreise ein. Die Preise: Die Tageskarte kostet 25 Euro, ermäßigt 22 Euro. Für Kinder von 4 bis 12 Jahren werden 16 Euro fällig. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder liegt bei 67 Euro.

Fazit: So planen Sie Ihren Besuch der SPIEL 2026

Die SPIEL 2026 wird größer, und die neue Struktur lohnt einen zweiten Blick vor der Fahrt nach Essen. Merken Sie sich die drei Punkte mit dem größten Nutzwert: Sammelkarten stehen jetzt in Halle 5, der neue Eingang Nord bringt Sie dort schneller hin, und die Halle 8 erweitert das Verlagsangebot spürbar. Kaufen Sie Ihr Ticket vorab online, und laden Sie ab dem 3. September die interaktiven Hallenpläne in der SPIEL-App. Erst dort steht die endgültige Belegung, mit der Sie Ihren Rundgang verlässlich planen können.

HeidelBÄR Games: Arnak-Finale zur SPIEL 2026 in Essen

12. August 2026 um 08:35
HeidelBÄR Games: Arnak-Finale zur SPIEL 2026 in Essen

Zur SPIEL '26 in Essen bündelt HeidelBÄR Games im Oktober mehrere Neuheiten und Erweiterungen. Zwei Titel stechen dabei heraus: die laut Verlag finale Erweiterung zu „Die verlorenen Ruinen von Arnak" und das farbenfrohe Kartenspiel „Alebrijes: Wächter der Träume". Wir sortieren die Ankündigungen nach ihrer Relevanz für den deutschsprachigen Raum und schauen zuerst darauf, was jedes Spiel tut, bevor wir die Verlagsversprechen einordnen.

Die verlorenen Ruinen von Arnak: Überraschungslieferung

Der stärkste Haken zuerst: Mit der „Überraschungslieferung" erscheint laut Verlagsbeschreibung die finale Erweiterung des Arnak-Universums. Wer Arnak kennt, weiß, worauf sich das Zusatzmaterial legt: Im Grundspiel setzen Sie Ihre beiden Forschenden auf Fundorte, sammeln Ressourcen, wehren Wächter ab und bauen parallel Ihr Kartendeck aus. Genau hier greift die Erweiterung. Sie bringt 50 neue Karten mit, davon 30 Artefakte und 20 Gegenstände, dazu zwei neue Orte und einen überarbeiteten Ort. Das Grundspiel bleibt zwingend nötig, die Überraschungslieferung ist ein reines Add-on. Die Spielerzahl von 1 bis 4 erbt die Erweiterung vom Grundspiel, der Solo-Modus von Arnak bleibt also erhalten. Arnak stammt vom Autoren-Duo Elwen und Mín, verlegt bei Czech Games Edition; HeidelBÄR ist der deutsche Vertrieb. Alter: ab 12 Jahren. Die Erweiterung ist vorbestellbar.

Alebrijes: Wächter der Träume (Kartenspiel)

„Alebrijes" ist ein Kartenspiel um das Ablegen der eigenen Handkarten, mechanisch eine Stichleiter (Ladder Climbing). Sie versuchen, Ihre Handkarten möglichst schnell loszuwerden, indem Sie in aufsteigenden Wertfolgen ablegen. Am Ende jeder Runde geben die Karten, die Sie nicht losgeworden sind, Minuspunkte. Gespielt werden drei Runden; gewonnen hat, wer danach die wenigsten Minuspunkte gesammelt hat. Beim Thema und der Optik lohnt die Kennzeichnung als Verlagsaussage: HeidelBÄR bewirbt einen speziellen Neon-Druck und rahmt die bunten Fabelwesen als „Wächter der Träume". Gestaltet hat das Spiel das mexikanische Duo Joel und Rafael Escalante, die Illustrationen stammen von Gaby Zermeño, der Originalverlag ist Fractal Juegos aus Chile; HeidelBÄR übernimmt den Vertrieb. Im Herbst 2026 erscheint es auf Deutsch und Englisch. Einen dedizierten Solo-Modus nennt der Verlag nicht, die Spielerzahl beginnt bei drei. Bei ebendieser Spielerzahl gibt es eine Abweichung, die wir offenlegen: Der Newsletter führt 3 bis 6 Spielende, die BGG-Seite nennt aktuell 3 bis 5. Wir übernehmen die Verlagsangabe von bis zu sechs Personen als primär, weisen aber auf die abweichende BGG-Angabe hin. Als Spieldauer sind rund 15 bis 25 Minuten ab 8 Jahren angesetzt. Nach Verlagsangabe unterstützen Verkäufe die Organisation „Trees for the Future". Vorbestellbar.

Codenames: Critical Role Adventures, das Vox-Machina-Pack

Für Fans der Rollenspiel-Serie legt HeidelBÄR ein Erweiterungspack zu „Codenames: Critical Role Adventures" nach. Am bekannten Codenames-Prinzip ändert sich nichts: Zwei Teams raten anhand von Ein-Wort-Hinweisen ihrer Hinweisgebenden die eigenen Begriffe, ohne beim Attentäter danebenzugreifen. Das Vox-Machina-Pack steuert 42 thematische Begriffe bei, dazu einen neuen spielbaren Charakter (Keyleth) und zwei neue Gegenstände. Erscheinen soll es im Herbst 2026. Ob es rechtzeitig zur SPIEL '26 verfügbar ist, lässt der Verlag ausdrücklich offen; diese Unsicherheit benennen wir hier, statt einen Termin zu behaupten. Vorbestellbar.

Railroad Tiles: nominiert für den Österreichischen Spielepreis

Ein starker DACH-Haken kommt von einem bereits erschienenen Titel: „Railroad Tiles" ist für den Österreichischen Spielepreis nominiert. Das Legespiel ist der Nachfolger der Railroad-Ink-Reihe. Sie legen Landschafts- und Schienenfelder aus und verbinden sie zu einem möglichst dichten, punkteträchtigen Streckennetz. Es spielt sich mit 1 bis 4 Personen, ist ab 8 Jahren angesetzt und dauert rund 30 Minuten; der Solo-Modus ist also enthalten. Die BGG-Wertung liegt bei einem Schnitt von 7,5. Verantwortlich sind die Autoren Hjalmar Hach und Lorenzo Silva von Horrible Guild, den deutschen Vertrieb hat HeidelBÄR. Angesprochen sind Familien, erfahrene Spielende und Bahn-Fans gleichermaßen.

Premium-Komponenten-Packs für Arnak, Drillers und SETI

Abgerundet wird das Herbstprogramm durch drei bereits verfügbare Premium-Komponenten-Packs, die Holz- und Metallteile für bestehende Titel aufwerten: für Arnak zu 39,95 Euro, für Drillers zu 34,95 Euro und für SETI zu 39,95 Euro.

Einordnung

Für die DACH-Leserschaft sind zwei Meldungen die spannendsten. Zum einen das angekündigte Arnak-Finale: Wer die Reihe über Jahre begleitet hat, bekommt mit der Überraschungslieferung laut Verlag den Abschluss. Zum anderen die Nominierung von Railroad Tiles für den Österreichischen Spielepreis, ein Signal, das über reine Verlags-PR hinausgeht. Alebrijes ist der bunte Hingucker des Programms, sollte sich aber am Spiel und nicht am Neon-Druck messen lassen. Der Vorbestell-Status der Neuheiten ist dabei eine Information, kein Gütesiegel.

Dead by Daylight Brettspiel: Auris Box startet auf Gamefound

12. August 2026 um 08:30
Dead by Daylight Brettspiel: Auris Box startet auf Gamefound

Zehn Jahre nach dem Release des Videospiels bringt Level 99 Games eine neue Box für das Dead by Daylight Brettspiel auf Gamefound. Die Kampagne zur Auris Box startete am 11. August 2026 und sammelte laut eigener Angabe innerhalb von rund 30 Minuten ihr Fundingziel ein. Damit reiht sich der Titel in die aktuelle Welle von Videospiel-Adaptionen auf Gamefound ein.

Auf einen Blick (Eckdaten)

  • Verlag: Level 99 Games (Albuquerque, New Mexico, USA)
  • Designer (Grundspiel): D. Brad Talton, Jr.
  • Spielerzahl: 1 bis 5 (Gamefound-Angabe); Grundspiel laut BGG 3 bis 5, Solo nicht empfohlen
  • Spielzeit: 45 Minuten (Kampagne); 30 bis 60 Minuten (BGG)
  • Alter: ab 17 Jahren (Kampagne); ab 18 Jahren (BGG)
  • Komplexität: BGG-Gewicht 2,3 von 5 (gehobenes Familien- bis leichtes Kennerspiel)
  • Kampagne: Gamefound, läuft bis 1. September 2026

Was ist die Auris Box?

Dead by Daylight: The Board Game erschien 2023, unter anderem als Collector's Edition mit 17 Survivor-Figuren, 16 Killern und 4 Maps. Die Auris Box ist kein eigenständiges Spiel. Sie setzt das Grundspiel voraus und liefert zunächst eine neue Aufbewahrungslösung für die gesamte Killer- und Survivor-Sammlung, dazu neue Maps, neue Charaktere und laut Verlag neue Spielmodi.

Die Pledge-Stufen (in US-Dollar, mit Kampagnenrabatt):

  • Ash (60): nur die neuen Inhalte, für Backer, die bereits alles besitzen
  • Silver (125): alles Neue seit 2023, für Besitzer der ursprünglichen Collector's Box
  • Gold (300): alles Gameplay-Relevante, der Einstieg für Neueinsteiger
  • Iridescent (415): alles aus Gold plus Bonus-Extras

So läuft eine Runde: ein 1-gegen-viele-Wettlauf

Hier lohnt der genaue Blick, denn das Grundspiel von D. Brad Talton, Jr. ist klar asymmetrisch aufgebaut: Ein Spieler übernimmt den Killer, bis zu vier weitere spielen als Survivor-Team. Am besten funktioniert die Partie laut BGG-Community zu fünft, also im vollen 4-gegen-1.

Der Zug läuft nicht reihum, sondern simultan. Alle Beteiligten planen ihre Bewegung, indem sie geheim einen Pfad auf dem Plan wählen, entlang dessen sie ziehen. Danach wird aufgedeckt. Jede Bewegung deckt neue Felder und Objekte auf, die sogenannten Props. Survivor nutzen viele davon: Sie erkunden das Spielfeld, decken Generatoren auf und reparieren sie. Wer vier Generatoren instand setzt, öffnet die Ausgangstore und entkommt, das ist die Siegbedingung des Teams.

Der Killer arbeitet mit weniger Props, dafür mit Angriff und einer einzigartigen Kraft. Sein Angriff wird per Würfel abgewickelt. Er verwundet Survivor und hängt sie an Opferhaken, um genug Opfer für die Wesenheit The Entity zu sammeln, das ist seine Siegbedingung. Weil jeder Killer eine andere Kraft mitbringt und beide Seiten ihre Charaktere über Perks konfigurieren, verschiebt sich das Kräfteverhältnis von Partie zu Partie. Die Spannung entsteht also aus dem Katz-und-Maus-Wettlauf und der Rollenasymmetrie, nicht aus tiefem Aufbauspiel. Das passt zum BGG-Gewicht von 2,3, das dieses Spiel im gehobenen Familien- bis leichten Kennerbereich einordnet.

Spielerzahl und Solo-Modus: was Solo-Spieler wissen müssen

Hier klaffen die Angaben auseinander. Gamefound nennt 1 bis 5 Spielende, das BGG-Grundspiel dagegen 3 bis 5, und die Community stuft das Spiel zu zweit oder solo klar als nicht empfohlen ein. Die Auris Box wirbt mit neuen Spielmodi, spezifiziert diese aber öffentlich nicht in Textform, und in der Add-on- und Komponentenliste der Kampagne taucht keine eigene Solo- oder Automa-Komponente auf.

Unsere Einschätzung für Solo-Spieler ist deshalb klar: Verlassen Sie sich vorerst nicht auf einen vollwertigen Ein-Personen-Modus. Ein echter Solo-Modus ist bisher nicht bestätigt. Wer regelmäßig allein spielt, sollte vor dem Pledge gezielt die Kampagnen-FAQ prüfen oder direkt bei Level 99 Games nachfragen, ob die angekündigten neuen Modi einen Solo-Betrieb umfassen. Bis dahin gilt das Spiel als Mehrpersonen-Erlebnis, am stärksten in voller Runde.

Spielzeit und Altersangabe

Die Kampagne gibt 45 Minuten und eine Freigabe ab 17 Jahren an. Das BGG führt 30 bis 60 Minuten und eine Freigabe ab 18 Jahren. Für eine Partie in voller Besetzung ist die obere BGG-Grenze die realistischere Planungsgröße.

Keine Stretch Goals im klassischen Sinne

Freischalt-Meilensteine gibt es nicht. Level 99 Games arbeitet mit All-in-Pledge-Preisen: Die Inhalte stecken in den Stufen, nicht in nachträglich freigespielten Zielen.

Finanzierungsstand (Stand 12.08.2026)

Am ersten Kampagnentag standen bei einem Ziel von 60.000 US-Dollar bereits rund 232.595 US-Dollar auf dem Zähler, das sind etwa 388 Prozent, getragen von rund 1.111 Unterstützern. Die Kampagne läuft bis zum 1. September 2026.

Gibt es eine deutsche Ausgabe? DACH-Backer, USD und Versand

Kurz: nicht bestätigt. Eine deutschsprachige Ausgabe der Auris Box ist aktuell nicht ausgewiesen. Abgerechnet wird in US-Dollar, der Versand ist international, Zoll und Versandkosten für DACH-Backer sind offen. Wie Gamefound Pledges, Versand und Zoll für den deutschsprachigen Raum handhabt, ordnet unser Ratgeber zu Gamefound-Kampagnen und Versand ein.

Für wen lohnt sich die Auris Box?

Wichtig für die Einordnung: Die Auris Box hebt die Spieltiefe nicht an. Sie liefert mehr Inhalt, also Maps, Charaktere, Modi, und eine Sammelbox, aber sie baut die Mechanik des Grundspiels nicht um. Der mechanische Kern bleibt der leichte bis mittlere 1-gegen-viele-Wettlauf.

Daraus folgt eine klare Empfehlung nach Spielertyp:

  • Kennerspieler, die mechanische Tiefe suchen: Die Box ist kein Pflichtkauf. Sie macht aus einem Gewicht-2,3-Spiel kein schweres Strategiespiel. Wer den Grundtitel noch nicht kennt, testet zuerst das Grundspiel und entscheidet dann.
  • Fans des Grundspiels und Sammler: Hier ist der Kauf am ehesten Pflicht. Mehr Killer, mehr Maps und die komplette Sammlung in einer Box heben Abwechslung und Wiederspielwert spürbar, mechanisch bewegt man sich im vertrauten Rahmen.
  • Neueinsteiger: Gold oder Iridescent sind die inhaltlich vollständigen Einstiegspfade. Man kauft damit ein thematisch dichtes, mittelschweres Asymmetriespiel für die Gruppe, kein Solo-Strategiespiel.

Fazit

Die Auris Box ist die Ausbaustufe für alle, die das Dead-by-Daylight-Brettspiel schon mögen oder komplett neu und in einem Rutsch einsteigen wollen. Die Finanzierung steht, das Interesse ist groß. Für Kennerspieler mit Fokus auf Regeltiefe ist sie kein Muss, für Fans und Sammler dagegen der naheliegende Griff. Wer solo spielt oder aus dem DACH-Raum bestellt, klärt vorher zwei Dinge: den bislang unbestätigten Solo-Modus und die Kosten für internationalen Versand.

Restart Brettspiel: Zeitreise-Kennerspiel auf der Spieleschmiede

10. August 2026 um 10:43
Restart Brettspiel: Zeitreise-Kennerspiel auf der Spieleschmiede

In „Restart" reisen Sie durch drei Zeitlinien, um eine dystopische Zukunft umzuschreiben, während konkurrierende Zeitreisende genau dasselbe versuchen. Die deutsche Ausgabe dieses kompetitiven Zeitreise-Kennerspiels läuft aktuell als Kampagne auf der Spieleschmiede, und der Snapshot dieser Vorstellung zeigt eine bereits finanzierte, aber knapp terminierte Aktion. Kurz vorgestellt hatten wir den Titel bereits in unserer Crowdfunding-Wochenschau zur KW 31.

Worum es geht

Restart spielt in einer nahen Zukunft, in der die Menschheit in eine Dystopie kollabiert. Als letzten Ausweg erfinden Wissenschaftler hirnvernetzte Nanochips, mit denen Zeitreisende durch die Zeit springen und Ereignisse verändern. Der Haken laut Verlag: Rivalisierende alternative Zukünfte prallen aufeinander, und der Wohlstand der einen bedeutet den Ruin der anderen. Aus diesem Konflikt zieht das Spiel seinen Wettbewerbscharakter.

Mechanik: vier Geist-Fähigkeiten über drei Zeitlinien

Das Spiel entfaltet sich über drei Zeitlinien: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Jeder Spielende steuert einen Zeitreisenden und zugleich dessen jüngeres, vergangenes Ich und verwaltet ein eigenes Geist-Tableau (im Original „mind board"). Im Zug aktivieren Sie genau eine von vier Fähigkeiten, und jede löst eine klar umrissene Aktion aus:

  • Wahrnehmung (Perception): Missionen auf dem Raumzeit-Gitter abschließen, indem Sie die Ressource Zeit ausgeben.
  • Intelligenz (Intelligence): neue Missionen gewinnen, indem Sie mit der Dystopie interagieren.
  • Erinnerung (Memory): Ressourcen sammeln.
  • Fokus (Focus): künftige Aktionen aufwerten, indem Sie Karten auf Ihr Geist-Tableau legen.

Pro Zug wählen Sie also nur eine dieser vier Aktionen; der Engine-Building-Kern entsteht über Fokus, weil ausgelegte Karten Ihre späteren Aktionen verstärken. Wer diese Art von aufbauendem Kartenmotor mag, findet ihn auch bei einem anderen aktuellen Engine Builder. Wie Zeitreisender und vergangenes Ich im Zug konkret zusammenspielen, ob parallel, abwechselnd oder in fester Reihenfolge, sagt die Kampagne in ihren öffentlichen Texten nicht; sie arbeitet hier vor allem mit Bildern und Videos. Diesen Punkt lassen wir offen, statt ihn zu erraten.

BGG ordnet zusätzlich Set Collection, Push Your Luck, Würfeln, ein modulares Spielfeld, Verträge und Siegpunkte als Ressourcen ein. Das BGG-Gewicht liegt bei 3,25 von 5, also klar im Kennerspiel-Bereich.

Ein zentraler Baustein ist die Struktur aus vier einzigartigen Dystopien, die einzeln gespielt werden. Laut Verlag bleibt das Kernsystem immer gleich, während jede Dystopie eigene, abweichende Mechaniken mitbringt. Es sind demnach keine vier getrennten Spiele, sondern Varianten auf demselben Grundgerüst, ähnlich wie Szenarien oder Module. Was genau sich pro Dystopie ändert, welche Regel also in der einen anders greift als in der anderen, nennt die Kampagne nicht. Das Versprechen lautet Varianz und Wiederspielwert; die mechanische Feinauflösung dazu bleibt offen.

Eckdaten

MerkmalAngabe
Spieleranzahl1 bis 4 Spielende
Spielzeit60 bis 120 Minuten
Alterab 14 Jahren
DesignerVangelis Efthimiou und Antonios Yannopoulos
IllustrationEvan Scale
OriginalstudioTeetotum Game Studios (Griechenland)
Deutsche AusgabeGiant Roc, via Spieleschmiede

Solo-Modus: Restart ist ab einem Spieler spielbar; BGG führt einen Solo-Modus (Solo / Solitaire Game) als Mechanik. Dass es ihn gibt, ist damit belegt. Wie er konkret funktioniert, kommuniziert die Kampagne in den vorliegenden Daten nicht im Detail.

Attribution: Entwickelt hat Restart das griechische Studio Teetotum Game Studios; die deutsche Ausgabe bringt Giant Roc über die Spieleschmiede heraus. Der Verlag hat dort zuletzt auch weitere Titel wie die Mondbasis-Shackleton-Erweiterung finanziert.

Kampagnenstand (datierter Snapshot)

Die folgenden Zahlen sind eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt dieser Vorstellung (Stand 12. August 2026), kein Dauerzustand. Die Kampagne ist aktiv und mit rund 113 Prozent finanziert: 13.521 Euro von 12.000,53 Euro Finanzierungsziel, getragen von 91 Unterstützenden, bei noch etwa 8 Tagen Restlaufzeit.

Drei spielrelevante Pledge-Stufen stehen zur Wahl:

  • „Zeitmaschine" (105 Euro): die Restart Deluxe Edition in der deutschen Version, also das vollständige Grundspiel.
  • „DeLorean" (150 Euro): zusätzlich das Jacob-und-Sophie-Miniaturen-Set, die Gadgets-Erweiterung, die Duality-Mini-Erweiterung sowie Würfelschale und Kunstdrucke. Der spielerische Mehrwert steckt hier vor allem in den beiden Erweiterungen; Miniaturen, Würfelschale und Kunstdrucke sind Komponenten-Aufwertungen.
  • „TARDIS" (165 Euro): wie DeLorean, plus Kartenhüllen für Grundspiel und Erweiterung, also eine reine Material-Ergänzung ohne zusätzlichen Regelinhalt.

Erweiterungen und Zubehör sind auch einzeln als Add-ons erhältlich, darunter das Miniaturen-Set (30 Euro), die Gadgets-Erweiterung (12 Euro), die Duality-Mini-Erweiterung (6 Euro), Würfelschale (9 Euro) und Kunstdrucke (12 Euro). BGG listet darüber hinaus eine größere Erweiterung namens „Sand and Cables".

Was die Kampagne offen lässt

Zwei Punkte bleiben in den vorliegenden Daten unklar, und wir raten sie nicht: Erstens nennt die Kampagne keine detaillierten Stretch-Goal-Inhalte. Sie markiert zwar Etappenziele, benennt aber nicht, ob dahinter mechanische Inhalte oder reine Komponenten-Upgrades stehen. Zweitens ist als Pledge nur die Deluxe Edition sichtbar; ein Preis für eine reguläre Einzelhandelsausgabe lässt sich daraus nicht ableiten.

Für wen lohnt sich Restart?

Für deutsche Spieler ist Restart relevant, weil die deutsche Ausgabe direkt über die Spieleschmiede finanzierbar ist. Wer Engine Builder mit dichtem Thema mag und ein Kennerspiel-Gewicht nicht scheut, findet hier einen ambitionierten Kandidaten. Die hohe Zahl an BGG-Wunschlisten-Einträgen ist ein Interesse-Signal, aber kein Qualitätsurteil: Gespielt und bewertet haben Restart bislang nur wenige. Wegen der kurzen Restlaufzeit lohnt der Blick eher früher als später.

Neu auf Board Game Arena: Reef Gardens, Under the Leaves und The Isle of Cats Duel (KW 33, 2026)

10. August 2026 um 09:08
Neu auf Board Game Arena: Reef Gardens, Under the Leaves und The Isle of Cats Duel (KW 33, 2026)

In den vergangenen sieben Tagen sind auf Board Game Arena drei neue Titel erschienen. Sie reichen vom ruhigen Riffbau über einen kompakten Gartenausflug bis zum Zweipersonen-Duell auf hoher See. Zwei davon benötigen ein Premium-Abo, eines lässt sich kostenlos spielen.

Reef Gardens

Reef Gardens ist seit dem 7. August auf der Plattform verfügbar. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. In dem Legespiel von Jeffrey D. Allers (dlp games, 2025) baust du als Meeresschützer Korallenriffe wieder auf, bevor Zeit und Budget ausgehen. Manchmal musst du bestehende Riffe abbauen, um mit dem gewonnenen Forschungsgeld neue Flächen zu bepflanzen.

Mechanisch verbindet das Spiel Gebietsmehrheiten, offenes Drafting und das Umschließen von Flächen mit klassischem Plättchenlegen. Es ist für 2 bis 4 Personen ausgelegt und dauert laut Verlag rund 50 Minuten. Auf BoardGameGeek liegt der Titel bei 6,8 von 10 Punkten aus 122 Bewertungen, bei einem Gewicht von 2,3 von 5. Der Verlag empfiehlt es ab 10 Jahren.

Under the Leaves

Under the Leaves ist seit dem 5. August spielbar. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. In dem Legespiel von Trevor Benjamin und Brett J. Gilbert (2025) legst du Gartenplättchen aus, lockst Bienen und Kolibris an und entdeckst kleine Lebewesen unter Blättern, Pilzen und Pfützen. Wer am Ende die meisten Teile im eigenen Garten sammelt, gewinnt.

Das Spiel setzt auf Plättchenlegen, das Verketten von Feldern und Verbindungen zwischen den Gartenteilen. Es ist für 2 bis 4 Personen ausgelegt und dauert etwa 25 bis 40 Minuten. Auf BoardGameGeek steht der Titel bei 7,4 von 10 Punkten aus 417 Bewertungen, bei einem Gewicht von 2,0 von 5. Eine deutsche Ausgabe erscheint bei Frosted Games unter dem Titel „Wuselige Wiesen".

The Isle of Cats Duel

The Isle of Cats Duel ist seit dem 3. August auf der Plattform. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Das eigenständige Zweipersonenspiel von Frank West (The City of Games, 2024) überträgt das Katzenrettungs-Thema von „The Isle of Cats" auf ein reines Duell. Statt Karten zu draften, bewegst du dich mit einer Oshax-Katze über die Insel und bestimmst so, welche Katzen, Schätze und Lektionen dir und deinem Gegenüber offenstehen.

Im Kern geht es um Plättchenlegen und Mustergestaltung: Du passt die einzigartigen Katzenplättchen auf dein Boot und hältst dabei die Familien zusammen. Das Spiel ist ausschließlich für 2 Personen und dauert rund 30 Minuten. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel 7,5 von 10 Punkten aus 597 Bewertungen, bei einem Gewicht von 2,3 von 5. In der Ankündigung auf der Plattform wird zusätzlich die Erweiterung „Puss in Boats" genannt.

Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket

10. August 2026 um 09:08
Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket

In dieser Woche (KW 33) haben Gamefound und die Spieleschmiede keine frische Brettspiel-Kampagne mit echtem Neuigkeitswert nachgelegt. Auf Kickstarter dagegen laufen gleich drei Projekte aus derselben Startwelle vom 14. Juli auf ihr Ende am 13. August zu. Alle drei sind finanziert und decken ein leichtes bis mittleres Gewicht ab, vom Jahrmarkt-Spiel bis zum Spieleabend-Paket. Ein Hinweis vorab: Es handelt sich um US-Kampagnen in US-Dollar, für die aus dem DACH-Raum Versandkosten und Einfuhrabgaben anfallen.

En-Nichi: Japanese Summer Festival

Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket
En-Nichi: Japanese Summer Festival. Bild: Mugen Gaming (via BoardGameGeek).

En-Nichi läuft noch bis zum 13. August auf Kickstarter und hat sein Ziel von 7.878 US-Dollar mit aktuell rund 112.831 US-Dollar auf etwa 1.432 Prozent gebracht, getragen von rund 1.035 Unterstützenden. Damit ist es der klare Volumen-Spitzenreiter dieser Ausgabe und erfüllt gleich zwei Aufnahmekriterien: kurz vor Ende und außergewöhnlich hohe Finanzierungsquote.

Thematisch wanderst du über ein japanisches Sommerfest von Stand zu Stand und spielst kleine Jahrmarkt-Minispiele wie Schießbude, Goldfisch-Fangen, Wasserballon-Angeln und Maskenstand. Mechanisch mischt das Spiel Würfeln, Push-your-Luck, ein Gedächtnis-Element und Set Collection: Du sammelst bunte Preise, um die Gunst der Dorfbewohner zu gewinnen. Wer genug Zuneigung sammelt, nimmt die Figuren mit ins große Finale.

Es spielen 2 bis 6 Personen ab 8 Jahren, eine Partie dauert 45 bis 60 Minuten. Verlag ist Mugen Gaming aus Kansas City. Einen Designer nennt weder die Kampagne noch der BoardGameGeek-Eintrag, hier bleibt die Urheberschaft offen.

Aufnahmekriterium: Kurz vor Ende (finanziert) und besonders interessant (Finanzierungsquote deutlich über 300 Prozent, Volumen über 100.000 US-Dollar).

How to Raise Your Kaiju

Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket
How to Raise Your Kaiju. Bild: Rose Gauntlet Entertainment (via BoardGameGeek).

How to Raise Your Kaiju läuft noch bis zum 13. August auf Kickstarter und steht mit rund 35.731 US-Dollar bei etwa 357 Prozent des Ziels von 10.000 US-Dollar, gestützt von rund 431 Unterstützenden. Hinter dem Projekt steht Rose Gauntlet Entertainment, das Design stammt von Isaac Vega, die Illustrationen von Alyssa Menold.

Du schlüpfst in die Rolle eines Kaiju-Elternteils und ziehst kleine Monster groß. In deinem Zug setzt du ein Baby-Kaiju auf eine Stadt und nimmst dir eine Fähigkeitenkarte. Anschließend kannst du Stadtzonen erobern, indem du Fähigkeitenkarten passend zu den Verteidigungs-Tokens abwirfst, was Erfahrungspunkte und Ressourcen einbringt. Sammelst du genug Erfahrung, verdient dein Kaiju einen Goldstern.

Alternativ schickst du dein Monster auf den Open-World-Pfad, wo weitere Strecke größere Belohnungen bringt. Eltern-Karten geben jeder Spielerin und jedem Spieler eigene Sonderfähigkeiten, sodass sich die Partien unterscheiden. Nach vier Runden gewinnt, wer die meisten Goldsterne gesammelt hat. Mechanisch verbindet das Spiel Worker Placement, Handmanagement und Set Collection für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren, bei 30 bis 60 Minuten Spielzeit.

Aufnahmekriterium: Kurz vor Ende (finanziert) und besonders interessant (Finanzierungsquote über 300 Prozent, etablierter Designer).

MILLRAT Pack!

Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket
MILLRAT Pack! Bild: MILLRAT Studio (via Kickstarter).

Das MILLRAT Pack läuft noch bis zum 13. August auf Kickstarter und hat mit rund 11.326 US-Dollar etwa 188 Prozent des Ziels von 6.030 US-Dollar erreicht, getragen von rund 191 Unterstützenden. Das Projekt bündelt vier eigenständige Spiele in einer Schachtel, gedacht für den Spieleabend, entwickelt von MILLRAT Studio (Nick und Adam) mit Artwork von Abby Ouellette.

Die Kampagne beschreibt das Paket als „etwas für jeden am Tisch", schlüsselt die vier Titel in den abrufbaren Kampagnendaten aber nicht einzeln nach Mechanik oder Spielerzahl auf. Was die Spiele konkret tun, bleibt damit auf Basis der reinen Eckdaten offen. Für den DACH-Raum ist außerdem wichtig: Der physische Versand ist auf die USA beschränkt, sinnvoll bestellbar ist von hier aus vor allem die Print-and-Play-Variante ab 8 US-Dollar.

Aufnahmekriterium: Kurz vor Ende (finanziert). Der Titel steht hier ausdrücklich mit dem Vorbehalt eingeschränkter DACH-Verfügbarkeit.

Kein frischer Start auf Gamefound und Spieleschmiede

Auf Gamefound sind die Kampagnen des Summer Feast von Ende Juli inzwischen überwiegend beendet, ein frisch gestartetes oder kurz vor Ende stehendes Brettspiel mit klarer DACH-Relevanz war in dieser Woche nicht darunter. In der Spieleschmiede läuft weiterhin das Zeitreise-Kennerspiel Restart von Giant Roc, das wir bereits in KW 31 und KW 32 vorgestellt haben und das daher hier keinen neuen Aufhänger bietet. Sobald auf diesen beiden Plattformen wieder etwas Neues mit Substanz startet, greifen wir es in der nächsten Ausgabe auf.

Clank! Digital: Die Brettspiel-App jetzt vollständig auf Deutsch

09. August 2026 um 09:12
Clank! Digital: Die Brettspiel-App jetzt vollständig auf Deutsch

Clank! gehört zu den beliebtesten Deckbauspielen der letzten zehn Jahre. Seit Oktober 2024 gibt es das Spiel auch als vollständige App, und das mit einem klaren Vorteil für die DACH-Region: Clank! Digital ist komplett auf Deutsch lokalisiert, Benutzeroberfläche, Sprachausgabe und Untertitel inklusive.

Was steckt hinter Clank!?

Clank!: A Deck-Building Adventure erschien 2016, entworfen von Paul Dennen und verlegt von Dire Wolf und Renegade Game Studios. Das Brettspiel funktioniert auf zwei Ebenen. Erstens baut jede Spielerin ihr eigenes Kartendeck auf: Mit Karten kauft man neue Karten, schlägt Monster und bewegt sich durch den Dungeon. Zweitens ist da der namensgebende Clank. Wer in der Drachenhöhle zu laut herumstolpert, erzeugt Lärm-Marker, die in einen Beutel wandern. Je öfter der Drache zuschlägt, desto gefährlicher wird der eigene Lärm. Das ist Push-your-luck auf Kartenebene: Man will tief in die Höhle, das wertvollste Artefakt schnappen und rechtzeitig heraus, bevor der Drache zuschlägt. Wer stirbt, scheidet aus; wer mit einem Artefakt entkommen ist und die meisten Punkte hat, gewinnt. Das Grundspiel für 2 bis 4 Spielende dauert 30 bis 60 Minuten und ist ab 12 Jahren empfohlen.

Die digitale Umsetzung: Plattformen und Modi

Clank! Digital wurde von Dire Wolf Digital entwickelt und am 21. Oktober 2024 plattformübergreifend veröffentlicht, nach einem Early-Access-Zeitraum ab Juli 2024. Das Spiel läuft auf Steam (Windows und macOS), iOS und Android. Crossplay ist über alle drei Plattformen hinweg möglich.

Die digitale Version bietet mehrere Spielmodi: Solo gegen KI mit anpassbaren Partien, Online-Mehrspieler mit offenem oder privatem Matchmaking und Crossplay, Pass & Play für bis zu vier Personen an einem Gerät, 13 Challenge-Szenarien mit Sonderregeln sowie rotierende Heist-Ranglisten gegen die globale Community. Solo-Spielende bekommen damit einen echten Modus, den das Brettspiel selbst ohne Erweiterung nicht bietet.

Preis, Sprache und Umfang

Clank! Digital kostet auf Steam regulär 20,99 Euro (Preise auf iOS und Android können abweichen). Der reguläre Preis gilt dauerhaft; Sonderangebote laufen zeitlich begrenzt und sollten vor dem Kauf auf der jeweiligen Store-Seite geprüft werden. Als DLC gibt es zwei kostenpflichtige Erweiterungen: Clank! Sunken Treasures und Clank! The Mummy's Curse, beide bekannte Zusätze aus der physischen Spielreihe.

Die deutsche Lokalisierung ist vollständig: Menüs, Regeltext, Sprachausgabe und Untertitel sind auf Deutsch verfügbar, auf allen drei Plattformen.

Zu Monetarisierung oder bekannten technischen Problemen des Spiels macht Dire Wolf Digital in der offiziellen Kommunikation keine expliziten Aussagen. Nutzerbewertungen auf Steam können hier als Zusatzquelle dienen, bevor man kauft.

Für wen lohnt die App?

Wer Clank! vom Tisch kennt und das Spiel auch unterwegs oder mit Freunden auf anderen Plattformen spielen möchte, bekommt eine solide digitale Umsetzung. Der Crossplay-Ansatz macht Clank! Digital besonders dann interessant, wenn die eigene Spielgruppe auf verschiedene Geräte verteilt ist. Solo-Spielende profitieren von einem vollwertigen KI-Modus, den das physische Grundspiel nicht mitbringt. Neueinsteiger ohne Kenntnis des Brettspiels finden in Clank! Digital einen zugänglichen Einstieg in Deckbau und Dungeon-Crawling, die Lernkurve ist moderat.

Der reguläre Preis von 20,99 Euro auf Steam ist fair für den gebotenen Umfang. Die beiden DLCs sind optional; das Grundspiel ist vollständig spielbar.

Theokratia Brettspiel: Tascinis Götter-Twist auf Deutsch

07. August 2026 um 10:43
Theokratia Brettspiel: Tascinis Götter-Twist auf Deutsch

Mit Theokratia bringt der Schwerkraft Verlag ein weiteres Expertenspiel aus der sogenannten T-Reihe von Daniele Tascini auf Deutsch, jener Serie, zu der auch Teotihuacan, Tekhenu und Tzolk'in gehören. Der Aufhänger ist ein ungewöhnlicher Perspektivwechsel: Sie steuern nicht die eigene Zivilisation, sondern eine hochentwickelte außerirdische Gottheit, die vier Völker im Hintergrund manipuliert.

Der Twist: Sie sind der Gott, nicht das Volk

Die meisten Zivilisationsspiele setzen Sie an die Spitze eines eigenen Reiches. Theokratia dreht das um. Auf einer fiktiven Insel entwickeln sich vier Völker weitgehend eigenständig: Sie bauen Städte, erkunden das Land, führen Kämpfe und feiern Feste. Die Spielenden verkörpern hochentwickelte Aliens, die von diesen Völkern als Götter verehrt werden. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung der Völker so zu lenken, dass sie Ihnen zugutekommt. Der Verlag illustriert das am Beispiel der Farben: Als blaue Gottheit wollen Sie, dass die Völker möglichst auf den blauen Hexfeldern aktiv werden. Wer am Spielende die meiste Verehrung auf sich vereint, gewinnt die Wette unter den Göttern.

Mechanik vor Marketing

Mechanisch ist Theokratia laut BoardGameGeek ein Würfel-Drafting-Spiel: Die zentralen Bausteine sind Action Drafting und Würfeln, kombiniert mit Bewegung auf einem Hexfeld-Raster. Die Schwerkraft-Produktseite fasst es als Würfel-Drafting-Zivilisationsspiel zusammen, bei dem jeder Spieler die Aktionen der vier Völker beeinflussen kann. Wie genau eine einzelne Aktion abläuft und wie die Partie in Runden gegliedert ist, verrät die öffentliche Produktseite bislang nicht im Detail. Diese Feinheiten bleiben also vorerst offen, statt sie hier auszuschmücken.

Das Gewicht ordnet BGG bei 3,8 von 5 ein, also klar im Experten-Bereich. Als Illustrator zeichnet Andrew Bosley verantwortlich, bekannt unter anderem von Everdell.

Theokratia: Eckdaten im Überblick

AspektAngabe
AutorenDaniele Tascini und Daniel Marinangeli
IllustrationAndrew Bosley
Verlag (dt.)Schwerkraft Verlag
Spielerzahl1 bis 4
Spielzeit45 bis 180 Minuten (Schwerkraft)
Alterab 14 Jahren (Schwerkraft)
Gewicht3,8 von 5 (BGG)
Preis55,00 Euro Vorbestellung, regulär 70,00 Euro

Bei drei Angaben weichen die Quellen voneinander ab, und das ist erwähnenswert: Die Spielzeit gibt Schwerkraft mit 45 bis 180 Minuten an, BGG nennt deutlich kürzere 40 bis 80 Minuten. Das ist eine große Spanne, die reale Dauer dürfte stark von Spielerzahl und Erfahrung abhängen. Auch beim Alter gehen die Angaben auseinander: Schwerkraft empfiehlt ab 14 Jahren, BGG führt ab 10 Jahren. Wir folgen hier jeweils der deutschen Produktseite und nennen die BGG-Werte als Kontrast.

Solo-Modus und Ausstattung

Theokratia ist voll solotauglich. Die Produktseite bestätigt 26 Solo-Karten, ein eigenes Solo-Tableau und ein separates Solo-Regelheft. Nach Verlagsangaben stehen drei unterscheidbare Bots in zwei Schwierigkeitsstufen bereit, die sich auch bei zwei bis drei Spielenden zuschalten lassen. Am Rande: Manche Ankündigungen sprechen von zwei bis vier Spielenden plus Bot, während Produktseite und BGG einen vollwertigen Solo-Modus, also ab einer Person, ausweisen. Für die Spielerzahl halten wir uns an die übereinstimmende Angabe 1 bis 4.

Materialseitig fällt die Ausstattung üppig aus: über 120 Holzteile wie Festungen, Pyramiden und Kasernen, dazu Spielbrett, Tempeltableau, 12 Würfel, Würfelbeutel sowie Fähigkeits- und Entwicklungskarten. Stretch-Goals gibt es hier nicht: Es handelt sich um eine Retail-Vorbestellung des deutschen Verlags, nicht um eine Crowdfunding-Kampagne.

Für wen lohnt sich Theokratia?

Eine deutsche Retail-Ausgabe eines Tascini-Expertenspiels ist für den DACH-Markt echte News, gerade für Vielspieler, die die T-Reihe schätzen und den unverbrauchten Götter-Blickwinkel reizvoll finden. Ein Hinweis zur Einordnung: Die BGG-Wertung liegt aktuell bei rund 5,6, allerdings erst auf Basis von 87 Stimmen. Das ist ein sehr frühes, dünnes Stimmungsbild und taugt noch nicht als Qualitätsurteil, weder im Guten noch im Schlechten.

Theokratia: Preis und Verfügbarkeit

Theokratia soll Mitte August 2026 erscheinen. In der Vorbestellphase ist das Spiel für 55,00 Euro statt regulär 70,00 Euro gelistet. Die Produktseite nennt für den Vorbestellrabatt eine Frist bis zum 7. August 2026, wobei sich der Verlag vorbehält, die Aktion vorzeitig zu beenden.

Joking Hazard 2: Spieleschmiede-Kampagne auf Deutsch

06. August 2026 um 13:21
Joking Hazard 2: Spieleschmiede-Kampagne auf Deutsch

Der schwarze Humor kehrt zurück: Mit Joking Hazard 2 bringt der Verlag Funbot eine deutschsprachige Fortsetzung des Party-Kartenspiels von den Machern von Cyanide & Happiness (Explosm) auf die Spieleschmiede. Wir ordnen ein, was die Kampagne unter dem Motto „Die fiesen Comics sind zurück!" bietet und wo sie schweigt.

Joking Hazard 2: Fortsetzung, kein Grundspiel

Joking Hazard 2 ist kein Neustart, sondern ein eigenständiges Set neuer Panels im bekannten System. Wer den ersten Teil kennt, findet dasselbe Prinzip mit frischem Kartenmaterial. Wer neu einsteigt, kann direkt hier beginnen. Über die Grundmechanik und die deutsche Erstausgabe haben wir bereits beim ersten Joking-Hazard-Titel berichtet.

So läuft eine Runde ab

Im Kern geht es darum, einen dreiteiligen Comicstrip mit einer möglichst fiesen Pointe zu vollenden. Die Kampagne beschreibt vier Schritte: Zuerst wird ein Startpanel aufgedeckt. Dann legt eine spielende Person in der Rolle des Richters das zweite Panel als Fortsetzung. Anschließend legen alle anderen verdeckt eine Karte als möglichen Höhepunkt. Zum Schluss wählt der Richter die beste Pointe, und die Runde geht als Punkt an die Gewinnerkarte.

Eine Sonderregel betrifft Karten mit rotem Rand: Sie erfüllen laut Kampagne eine abweichende Spezialfunktion mit eigenem Panel-Verhalten, statt als normales Abschlusspanel zu dienen. Die genaue Wirkung der roten Karten legt die Kampagne im Detail nicht offen.

Mechanisch bleibt Joking Hazard damit ein leichtes Party- und Absackerspiel. Das Basisspiel setzt auf Hand Management, das Richter-Prinzip (Player Judge, bekannt von Apples to Apples oder Cards Against Humanity) und die gleichzeitige Kartenwahl. Die BGG-Community bewertet die Komplexität des Basisspiels mit rund 1,03 von 5, also sehr niedrig.

Eckdaten: Was die Kampagne offen lässt

Wichtig für die Einordnung: Die Kampagnenseite nennt für Joking Hazard 2 selbst keine expliziten Angaben zu Spieleranzahl, Spielzeit und Altersfreigabe. Als Orientierung dienen die Werte des bestehenden Systems, nicht als bestätigte Werte für den zweiten Teil:

  • Spieleranzahl: 3 bis 10 Spielende (Basisspiel)
  • Spielzeit: etwa 30 bis 90 Minuten (Basisspiel)
  • Altersfreigabe: ab 18 Jahren (Basisspiel)
  • Komplexität: rund 1,03 von 5 laut BGG (Basisspiel)

Beim Humor besteht dagegen kein Zweifel: Joking Hazard setzt auf derben, expliziten Erwachsenenhumor. Es ist klar ein Spiel für Erwachsene und keine Familienrunde. Wer eine jugendfreie Partyrunde sucht, ist bei einem Titel wie dem Spiel des Jahres 2026 „Dito!" besser aufgehoben.

Designer und Solo-Modus

Die Kampagne schreibt die Reihe den Machern von Cyanide & Happiness zu, nennt aber keinen einzelnen Lead Designer namentlich. Ein Solo-Modus ist nicht vorgesehen: Das Richter-Prinzip braucht mehrere Mitspielende, und schon das Basissystem beginnt bei drei Personen. Auch hierzu äußert sich die Kampagne nicht gesondert.

Die Kampagne in Zahlen

Stand 6. August 2026 ist das Projekt finanziert: Bei einem Ziel von 2.000 Euro standen 2.263 Euro von 76 Unterstützenden zu Buche, also 113 Prozent. Die Restlaufzeit lag bei rund 21 Tagen. Das ist eine überschaubare Kampagne mit kleiner Zielsumme, kein Massenphänomen. Ein Stretch Goal bei 2.000 Euro erwähnt die Seite, beschreibt es aber nicht näher. Ein Kampagnenvideo ist vorhanden.

Stufen und Add-ons

Die Reward-Stufen sind schlank: Für 20 Euro gibt es Joking Hazard 2 auf Deutsch. Die Stufe für 32 Euro ergänzt vier Kartenhüllen (Shield Titan 1), bringt spielerisch also nur eine Komponenten-Aufwertung. Für 40 Euro erhalten Unterstützende Joking Hazard 2 zusammen mit dem ersten Teil auf Deutsch, was den inhaltlichen Umfang verdoppelt. Die kleinste Stufe für 5 Euro ist rein digital und enthält kein Spiel. Als Add-ons stehen der erste Teil (deutsch, 20 Euro), Joking Hazard 2 (deutsch, 20 Euro) sowie 100 Kartenhüllen (4 Euro) bereit.

Einordnung

Der eigentliche Aufhänger für deutsche Leserinnen und Leser ist die deutschsprachige Ausgabe über die Spieleschmiede samt Bündel-Option mit dem ersten Teil. Die Spieleschmiede lokalisiert regelmäßig internationale Titel für den deutschen Markt, zuletzt etwa das Kartenspiel Zombie Paella. Wer den schwarzen Humor der Reihe mag und eine deutsche Fassung sucht, findet hier einen kompakten Weg dorthin. Die Finanzierungszahlen sprechen für solides Interesse, nicht für einen Hype. Und die offenen Punkte zu Spieleranzahl, Spielzeit und roten Karten sollte man vor einem Pledge im Blick behalten.

Asmodee Quartalszahlen: Umsatz auf über 422 Mio. Euro

05. August 2026 um 11:03
Asmodee Quartalszahlen: Umsatz auf über 422 Mio. Euro

Asmodee ist stark ins neue Geschäftsjahr gestartet: Die Quartalszahlen für das erste Quartal (April bis Juni 2026) fallen deutlich aus — der Nettoumsatz kletterte um 20,9 Prozent auf 422,1 Millionen Euro. Getragen wird das Wachstum weiter von den Sammelkartenspielen, doch erstmals seit Monaten zeigt auch das klassische Brettspielgeschäft wieder nach oben.

Sammelkartenspiele bleiben Asmodees Umsatzmotor

Mehr als zwei Drittel des Quartalsumsatzes entfielen laut BoardGameWire auf Sammelkartenspiele. Sie sind Asmodees wichtigster Wachstumstreiber, allen voran das hauseigene Star Wars: Unlimited.

Brettspielsparte legt zu, Eigenmarken nur langsam

Die Brettspielsparte wuchs insgesamt um 16 Prozent, was zu großen Teilen auf den Vertrieb von Titeln anderer Verlage zurückgeht. Asmodees eigene, selbst veröffentlichte Titel legten dagegen nur um 1,8 Prozent zu. Das klingt bescheiden, ist aber die eigentlich gute Nachricht: In den beiden Quartalen zuvor war dieses Kerngeschäft noch deutlich geschrumpft, um fast 10 Prozent von Januar bis März und um 12,7 Prozent von Oktober bis Dezember 2025. Die Rückkehr ins Plus deutet an, dass die Talsohle durchschritten sein könnte.

USA: Umsatz fällt, die Erholung ist nur ein Signal

Vorsicht ist beim viel zitierten Stichwort US-Erholung geboten. Die US-Umsätze gingen im Quartal um knapp 9,4 Prozent zurück. Von einer Erholung spricht Asmodee also nicht mit Blick auf die Gesamtzahlen, sondern auf die Entwicklung dahinter: Konzernchef Thomas Koegler führt die Besserung auf die „fortgesetzte Normalisierung der Lagerbestände im Handel" und eine „widerstandsfähige" Nachfrage nach Tischspielen zurück. Der Handel arbeitet seine Überbestände ab. Das drückt kurzfristig die Zahlen, schafft aber Luft für neue Ware.

Rückenwind aus Zukäufen und Dauerbrennern

Zusätzlichen Schub gab die Anfang des Jahres übernommene ATM Gaming, die stark abschnitt. Stabil liefen zudem Evergreens wie Catan und Dobble. Auch Asmodees erster eigener Crowdfunding-Vorstoß trug bei: Die Kampagne zu Zombicide sammelte über 3 Millionen Euro von mehr als 11.000 Unterstützenden ein.

Einordnung: Was die Zahlen für die Brettspielbranche bedeuten

Für Asmodee ist es das nächste Rekordquartal, doch der Blick lohnt hinter die 422-Millionen-Zahl. Der Umsatz steht und fällt derzeit mit den Sammelkartenspielen. Das reine Brettspielgeschäft erholt sich erst zaghaft, und der US-Markt bleibt fragil. Wer wissen will, wie es der Brettspielbranche selbst geht, schaut besser auf die 1,8 Prozent bei den Eigenmarken als auf die Gesamtsumme. Sie sind das ehrlichere Signal.

Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (28. Juli bis 3. August 2026)

03. August 2026 um 10:11
Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (28. Juli bis 3. August 2026)

Jede Woche kommen auf Board Game Arena neue Titel dazu. In den vergangenen sieben Tagen ist ein neuer Titel auf der Plattform gestartet: die zweite Edition eines der bekanntesten kooperativen Zombiespiele. Wir stellen dir den Neuzugang mit seinen Eckdaten vor.

Zombicide: 2nd Edition: kooperatives Überleben gegen Zombiehorden

Mit Zombicide: 2nd Edition ist ein kooperatives Miniaturenspiel neu auf der Plattform. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Ihr übernehmt die Rolle von Überlebenden, die gemeinsam gegen die vom Spiel gesteuerten Zombiehorden bestehen müssen. Ihr durchsucht eine verseuchte Stadt nach Waffen und Ausrüstung und arbeitet euch durch die Szenarien einer verzweigten Kampagne.

Die zweite Edition überarbeitet die Regeln der Erstauflage und strafft unter anderem die Zielpriorität bei Fernkampfangriffen, den Umgang mit Türen und die Fahrzeugregeln. Hinzugekommen ist eine dunkle Zone, die Zombies vor den Angriffen der Überlebenden verbirgt. Gespielt wird über Aktionspunkte, Würfelwürfe und ein modulares Spielfeld. Jede Spielfigur bringt eigene Fähigkeiten mit.

Spielerzahl, Dauer und Einordnung

Zombicide: 2nd Edition ist für 1 bis 6 Spielende ausgelegt und damit auch solo spielbar. Eine Partie dauert laut Verlag etwa 60 Minuten, auf Board Game Arena liegt die durchschnittliche Spieldauer bei rund 47 Minuten. Der Titel wird ab 14 Jahren empfohlen. Entworfen haben ihn Raphaël Guiton, Jean-Baptiste Lullien und Nicolas Raoult, erschienen ist er bei CMON.

Auf BoardGameGeek erreicht das Spiel eine Durchschnittsbewertung von 7,9 bei mehr als 5.500 Wertungen. Der Komplexitätswert liegt bei 2,4 von 5 und damit im leichten Mittelfeld. Die Mechaniken reichen von Aktionspunkten über variable Charakterfähigkeiten bis zu einem Kampagnenmodus mit mehreren Karten.

Crowdfunding-Wochenschau KW 32/2026: Cult of the Lamb, Herr der Ringe und ein kuscheliger Endspurt

03. August 2026 um 10:11
Crowdfunding-Wochenschau KW 32/2026: Cult of the Lamb, Herr der Ringe und ein kuscheliger Endspurt

Willkommen zur Crowdfunding-Wochenschau in Kalenderwoche 32. Wir schauen auf die Kampagnen bei Gamefound, Kickstarter und in der Spieleschmiede, die neu gestartet sind, kurz vor dem Ende stehen oder aus anderen Gründen einen Blick wert sind. Diese Woche dominieren zwei Marken mit Millionenbeträgen, dazu kommt ein deutlich kleinerer Endspurt.

Cult of the Lamb: The Board Game (Kickstarter)

Cult of the Lamb: The Board Game ist seit dem 21. Juli auf Kickstarter live und läuft noch bis zum 14. August. Die Kampagne steht aktuell bei rund 8.087 Prozent des Ziels, über 8.000 Unterstützende haben mehr als 1,5 Millionen Pfund zusammengetragen. Aufnahmekriterium: besonders interessant (Finanzierungsquote und Gesamtvolumen weit über dem üblichen DACH-Rahmen).

Es handelt sich um die offizielle Brettspiel-Umsetzung des gleichnamigen Videospiels von Massive Monster und Devolver Digital, umgesetzt von Paper Fort Games. Gespielt wird kompetitiv mit Worker-Placement für 1 bis 4 Personen. Jede der vier Runden teilt sich in zwei Phasen: den Kreuzzug mit dungeon-artigen Streifzügen und den Kult-Aufbau in der eigenen Basis. Jede Person übernimmt einen von vier Propheten, nämlich Lamm, Ziege, Eule oder Schlange.

Spielzeit und Altersfreigabe nennt die Kampagnenseite bislang nicht, das lassen wir hier entsprechend offen. Die enorme Quote sagt vor allem etwas über die Zugkraft der Videospiel-Marke aus und ist noch kein Urteil über die spielerische Tiefe. Eine ausführlichere Einordnung findest du in unserer Vorstellung zur Kickstarter-Ankündigung.

The Lord of the Rings: Ascension (Gamefound)

Crowdfunding-Wochenschau KW 32/2026: Cult of the Lamb, Herr der Ringe und ein kuscheliger Endspurt
Kampagnen-Key-Art: Stone Blade Entertainment (Gamefound)

The Lord of the Rings: Ascension läuft seit dem 14. Juli auf Gamefound und endet am 13. August. Die Kampagne liegt bei rund 6.372 Prozent, mehr als 4.700 Unterstützende haben über 1,27 Millionen US-Dollar beigetragen. Aufnahmekriterium: besonders interessant (sehr hohe Quote und hohes Volumen).

Das Spiel ist ein kompetitiver Deckbau für 1 bis 4 Personen auf Basis der bekannten Ascension-Engine, angesetzt auf etwa 30 Minuten und ab 13 Jahren. Verlag ist Stone Blade Entertainment. Die Kampagne umfasst drei eigenständige, miteinander verbundene Sets entlang der Filmtrilogie, also Die Gefährten, Die zwei Türme und Die Rückkehr des Königs.

Im Spiel rekrutierst du Helden, kaufst stärkere Karten und baust deine Schlagkraft aus, während der Einfluss des Einen Rings als ständiger Gegenspieler wächst. Wer mag, steigt mit einem einzelnen Set ein oder greift zum Bundle über alle drei Teile.

Button Kingdoms (Kickstarter)

Crowdfunding-Wochenschau KW 32/2026: Cult of the Lamb, Herr der Ringe und ein kuscheliger Endspurt
Kampagnen-Key-Art: Around the Stump Games (Kickstarter)

Button Kingdoms ist seit dem 7. Juli auf Kickstarter und geht am 6. August in den Endspurt. Die Kampagne ist mit rund 678 Prozent finanziert, gut 540 Unterstützende haben etwa 52.500 US-Dollar beigetragen. Aufnahmekriterium: kurz vor Ende und bereits solide finanziert.

Hinter dem Titel von Around the Stump Games steckt ein sozial angelegter Deckbau, bei dem du eine erdachte Spielplatz-Welt mit einer Armee aus Plüschtieren eroberst. Gespielt wird mit Karten, mehreren Spielertableaus und Stanztokens, die Deluxe-Fassung ersetzt Buttons und Marker durch Holz und Acryl. Die genaue Spieleranzahl weist die Kampagnenseite nicht eindeutig aus, daher nennen wir sie hier nicht.

Das Projekt ist bewusst als Kontrast gesetzt: Nicht jede finanzierte Kampagne ist ein Millionenvorhaben, und ein durchfinanziertes Nischenspiel kann genauso einen Blick wert sein.

Kurz notiert

Restart von Giant Roc läuft in der Spieleschmiede weiter und hat noch rund 17 Tage vor sich, aktuell mit 72 Unterstützenden. Das Zeitreise-Kennerspiel für 1 bis 4 Personen ab 14 Jahren erscheint als deutsche Deluxe-Ausgabe. Wir haben es in der Crowdfunding-Wochenschau KW 31 ausführlich vorgestellt. Ziel und Finanzierungsquote gibt die Spieleschmiede in unseren Daten nicht aus, deshalb bleibt es hier bei Unterstützerzahl und Restlaufzeit.

Auf Gamefound ist mit dem Summer Feast ab dem 29. Juli eine ganze Welle neuer Kampagnen angelaufen. Viele davon sind aber erst am Start oder liefern noch keine belastbaren Zahlen, weshalb wir sie in dieser Ausgabe bewusst noch nicht vorstellen. Wir behalten sie für die kommenden Wochen im Blick.

Fate: Die Verteidiger von Grimheim: Helden-Erweiterung Valkyria & Godin zur SPIEL '26

02. August 2026 um 09:01
Fate: Die Verteidiger von Grimheim: Helden-Erweiterung Valkyria & Godin zur SPIEL '26

Elznir Games hat die nächste Helden-Erweiterung für das kooperative Tower-Defense-Spiel Fate: Die Verteidiger von Grimheim angekündigt. Valkyria & Godin bringt zwei neue Helden ins Spiel. Die ersten Exemplare gibt es zur SPIEL '26 in Essen, in den Handel kommt die Erweiterung laut Verlag voraussichtlich Mitte bis Ende November 2026.

Das steckt hinter Fate: Die Verteidiger von Grimheim

Zur Einordnung für alle, die das Grundspiel nicht kennen: In Fate: Die Verteidiger von Grimheim verteidigen ein bis vier Spielende gemeinsam das Dorf Grimheim gegen anrückende Monster-Wellen. Eine Partie läuft ab 30 Minuten, das Spiel richtet sich an Personen ab 14 Jahren und funktioniert auch solo. Entworfen hat das Grundspiel Jonathan Fryxelius für FryxGames, Elznir Games verlegt die deutsche Ausgabe.

Valkyria & Godin: die zwei neuen Helden

Neu dabei sind zwei Figuren mit klar verschiedenen Rollen. Valkyria, eine Walküre, beschreibt der Verlag als starke Heilerin und Nahkämpferin. Godin ist ein Meister der Tränke, der seine Mitstreiter heilt, beschleunigt oder stärkt. Zur Stimmung liefert Elznir Games eigene Flavortexte. Valkyria stellt sich so vor: „Ich bin Walküre, eine himmlische Jungfrau, deren Aufgabe es ist, die Seelen gefallener Krieger zu ihrem ewigen Lohn zu führen." Über Godin heißt es: „In Godins Augen ist alles eine potenzielle Zutat und alles muss ausprobiert werden, bevor man es verwirft."

Was noch offen ist

Was die beiden im Spielzug konkret tun, bleibt vorerst offen. Zu den genauen Spielwerten, also welche der 81 Karten welche Wirkung entfalten und wie die Fähigkeiten mechanisch greifen, macht Elznir Games bislang keine Angaben. Auch die Designer, die speziell für diese Erweiterung verantwortlich zeichnen, nennt der Verlag nicht.

Die Helden-Reihe: von Sindra & Finkel zu Valkyria & Godin

Valkyria & Godin setzt eine Reihe fort. Bereits 2025 erschien mit Sindra & Finkel eine erste Helden-Erweiterung, die das Spiel um zwei zauberkundige Helden ergänzte. Beide folgen demselben Muster: zusätzliche Helden mit eigener Miniatur und eigenem Kartendeck, die sich ins bestehende Grundspiel einfügen. Für 2026 kündigt Elznir Games nach eigener Aussage bewusst weniger Neuheiten an als im Vorjahr.

Umfang, Preis und Release

Zum Umfang macht der Verlags-Shop konkrete Angaben: Die Box enthält zwei Kunststoff-Miniaturen und 81 Karten. Der Preis liegt bei 19,95 Euro, die Erweiterung ist als solotauglich ausgewiesen. Vorbestellungen laufen bereits, ausgeliefert wird ab Ende November 2026. Wer die beiden Helden vorab sehen will, findet sie zur SPIEL '26 am Stand von Elznir Games.

Arkham Horror Remastered startet die Vault Series

01. August 2026 um 09:34
Arkham Horror Remastered startet die Vault Series

Fantasy Flight Games (Asmodee) hat auf der PAX Unplugged mit Arkham Horror Remastered eine Deluxe-Neuauflage des kooperativen Cthulhu-Klassikers angekündigt und macht den Titel zum Auftakt einer neuen Reihe. Der Haken für alle, die jetzt zum Portemonnaie greifen wollen: Es gibt bislang nur eine Prelaunch-Seite auf Gamefound, auf der man sich für eine Benachrichtigung eintragen kann. Live-Zahlen, Preise oder ein festes Startdatum existieren noch nicht.

Welche Arkham-Horror-Edition kehrt zurück?

Wichtig zur Einordnung, weil der Name schnell für Verwirrung sorgt: Remastered wird die zweite Edition von Arkham Horror, die Fantasy Flight 2005 herausbrachte. Das ist ausdrücklich nicht die schlankere dritte Edition von 2018 und auch nicht das bekannte Kartenspiel Arkham Horror: Das Kartenspiel (LCG). Die Designgeschichte reicht weiter zurück: Das Grundspiel stammt ursprünglich von Richard Launius (1987 bei Chaosium), die 2005er Fassung entwickelte Kevin Wilson gemeinsam mit Launius. Wer für das Remaster die kreative Leitung übernimmt, nennt Fantasy Flight bisher nicht.

Die Vault Series von Fantasy Flight

Das Remaster ist die erste Kampagne einer neuen Reihe namens Vault Series. Ihr Prinzip: vergriffene Titel aus dem eigenen Backkatalog zurückholen und die Neuauflagen per Crowdfunding finanzieren. Fantasy Flight betont, dass die Reihe auf Brettspiele zielt, nicht auf Neudrucke der Kartenspiel-Linien. Die Crowdfunding-Kampagne wird für Oktober 2026 auf Gamefound erwartet, wo zuletzt etwa Dino Battle um Unterstützer warb.

Was das Spiel tut

Im Kern bleibt Arkham Horror ein kooperatives Abenteuerspiel im Cthulhu-Mythos nach H. P. Lovecraft. Man schreibt das Jahr 1926, Schauplatz ist die fiktive Neuenglandstadt Arkham. Ein bis acht Ermittler versuchen gemeinsam, die Tore zu anderen Dimensionen zu schließen und die dadurch auftauchenden Monster zu bekämpfen, bevor einer der Großen Alten erwacht. Öffnen sich zu viele Tore, erwacht der Große Alte, und den Ermittlern bleibt nur noch ein letzter Kampf. Gespielt wird mit Würfelproben: variable Charakterfähigkeiten, gesammelte Ausrüstung, Zauber und Verbündete verbessern die Chancen. Das ist klassisches Ameritrash-Design, thematisch dicht und mechanisch schwer, kein schlankes Kennerspiel. Wie sich dichter Mythos-Horror am Tisch anfühlt, zeigt auch unser Test zu Villen des Wahnsinns.

Was am Remaster neu wird

Laut Ankündigung setzt Fantasy Flight vor allem auf Aufwertung statt Neuerfindung: Deluxe-Komponenten, neue Illustrationen und Grafik, überarbeitete und aufgeräumte Regeln sowie Quality-of-Life-Verbesserungen. Dazu kommen neue Gameplay-Elemente und komplett neue Tableaus, sowohl für die Ermittler als auch für die Großen Alten. Die Komponenten-Aufwertung soll sich über die gesamte Produktlinie inklusive der Erweiterungen ziehen. Der genaue Umfang der neuen Gameplay-Elemente ist öffentlich noch nicht beschrieben, hier bleibt Fantasy Flight bislang vage.

Eckdaten zur zweiten Edition (BGG-ID 15987)

Alle Werte beziehen sich auf die zweite Edition (BGG-Eintrag):

Spielerzahl1 bis 8 (BGG-Community-Bestwert: 4)
Spieldauer120 bis 240 Minuten (rund 2 bis 4 Stunden)
Alterab 14 Jahren
Komplexität3,59 von 5 (gehobenes Kennerspiel-Niveau)
BGG-Schnitt7,24 bei rund 40.500 Bewertungen (Thematic-Rank 163)
DesignRichard Launius, Kevin Wilson

Zum Solo-Spiel: Die zweite Edition ist offiziell ab einem Spieler spielbar und rein kooperativ, man steuert dann mehrere Ermittler selbst. Einen eigens für das Remaster kommunizierten, dedizierten Solo-Modus gibt es bisher nicht, dazu schweigt die Ankündigung.

Was noch offen ist

Weil erst eine Prelaunch-Seite existiert, sind zentrale Punkte ungeklärt: Preis, konkrete Pledge-Stufen, das finale Startdatum, der Auslieferungszeitraum und der genaue Umfang der neuen Gameplay-Elemente sind öffentlich noch nicht bekannt. Auch Stretch-Goals sind bislang nicht kommuniziert. Für den DACH-Raum besonders relevant: Eine deutschsprachige Ausgabe ist nicht bestätigt. Die 2005er Fassung erschien seinerzeit unter anderem bei Heidelberger auf Deutsch, eine Zusage für dieses Remaster ist das aber nicht.

Für wen ist das interessant?

Vor allem für Mythos- und Ameritrash-Fans, die das Original schätzen, sowie für alle, die den Klassiker nie im Regal hatten und jetzt auf moderne Komponenten hoffen. Wer den Lovecraft-Kosmos per Crowdfunding verfolgt, findet mit The 30s auf Gamefound aktuell einen thematisch verwandten Koop-Titel im Lovecraft-Umfeld. Redlich bleibt die Frage, wie sich ein Design von 2005 im Jahr 2026 neben der strafferen dritten Edition und dem thematisch verwandten Eldritch Horror behauptet. Die Antwort hängt daran, wie substanziell die neuen Gameplay-Elemente ausfallen, und genau das wird sich erst zeigen, wenn die Kampagne im Oktober tatsächlich Zahlen und Details liefert.

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