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Lese-Ansicht

Deutscher Spielzeugpreis 2026 geht an „Freiluftwelten“

Deutscher Spielzeugpreis 2026 geht an „Freiluftwelten“

„Freiluftwelten: Das Inselabenteuer“ von Denkriesen gewinnt den Deutschen Spielzeugpreis 2026. Das Outdoor-Bauspiel setzt sich sowohl in der Kategorie „Für Künstler und Baumeister“ als auch im Gesamtsieg durch.

55 Spielzeuge aus sechs Kategorien traten in diesem Jahr in der Vorausscheidung an. Aus jeder Kategorie zogen die zwei Titel mit den meisten Stimmen einer offenen Publikumsabstimmung, an der unter anderem auch die Leserinnen und Leser des Magazins familie&co teilnahmen, in die Endrunde ein, dort entschied eine erweiterte Jury der Redaktion über die Sieger. Marko Petersen, Verlagsleiter bei IDS Deutschland, das den Preis mitverantwortet, bezeichnete „Freiluftwelten“ als würdigen Gesamtsieger.

Kein klassisches Brettspiel

„Freiluftwelten: Das Inselabenteuer“ ist kein klassisches Brettspiel, sondern ein Outdoor-Bau- und Konstruktionsspiel für bis zu sechs Spielende. Draußen in Garten, Park oder Wald sammeln sie Naturmaterialien wie Stöcke, Blätter und Steine und bauen daraus ihr eigenes Inselabenteuer. Bei schlechtem Wetter funktioniert es laut Verlag auch drinnen, auf einem großen blauen Spieltuch mit Haushaltsgegenständen, Bausteinen und Bastelmaterial.

In den übrigen fünf Kategorien gewannen unter anderem Magische Spiegel von Ravensburger, Temple Twist von Kosmos und Tonieplay von Tonies. Mit dem Gesamtsieg reiht sich Freiluftwelten neben diese Kategoriesieger als diesjährige Antwort auf die Frage, welches Spielzeug 2026 am meisten überzeugt hat.

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Wortspiele-Quartett mit Blitzwisser, Letter Hunt, Oh My Word und Tapple

In dieser Rubrik stelle ich vier Spiele in jeweils vier Sätzen vor. Dieses Mal geht es um Wortspiele. Die Collage zeigt Ausschnitte der Cover von (oben links nach unten rechts) Letter Hunt, Tapple, Oh My Word und Blitzwisser. Mit dem letztgenannten Spiel geht es direkt los:

Blitzwisser

Zu Beginn jeder Runde liegen acht Kategorien aus, für die passende Begriffe gesucht werden. Gelingt es mir, innerhalb von zehn Sekunden ein Wort mit dem auf meiner aktuellen Karte gezeigten Anfangsbuchstaben zu finden, decke ich die entsprechende Kategorie mit meiner Karte ab. Besonderheit: Sind alle bis auf eine Kategorie mit einem Buchstaben abgedeckt, gilt es für alle zum noch offenen Oberbegriff ein Wort zu finden, das möglichst viele der nun sichtbaren Buchstaben beinhaltet. So mischt Blitzwisser Schnelligkeit mit Wortgefühl – und belohnt am Ende die Person, die als Erste all ihre Karten losgeworden ist.

Blitzwisser

Blitzwisser | Spiel für alle | Game Factory | Arno Steinwender | 2 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | 20 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)

Letter Hunt

Welche Zeichen gelten für mich? Erst wenn ich im 3×3-Raster erkannt habe, welche Buchstaben für meine Sicht richtig angeordnet sind, kann ich anfangen, nach einer Lösung zu suchen. Der Begriff muss zur gesuchten Kategorie passen sowie mit einem der für mich gültigen Buchstaben beginnen. Diese Doppelaufgabe bevorteilt vor allem die Personen, die eine schnelle visuelle Auffassungsgabe haben.

Letter Hunt

Letter Hunt | Spiel für alle | Piatnik | Kim Vandenbroucke | 2 bis 8 Personen | ab 8 Jahren | 20 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★ (ordentlich)

Oh My Word

Was ist zu tun? Buchstabenplättchen aus dem Beutel ziehen und eine Antwort mit diesem Anfangsbuchstaben finden, die noch zu einer offenen Kategorie passt – und dann schnell den Beutel weitergeben. Läuft der Timer ab, wenn ich den Beutel in der Hand habe, muss ich ein Pechplättchen nehmen – was Minuspunkte bedeutet. Eine nervige Timer-Melodie, Zufälligkeiten bei den Pechplättchen sowie eine unübersichtliche Kategoriendarstellung sind die Gründe dafür, warum mir das Spiel nicht so gut gefällt.

Oh My Word

Oh My Word | Spiel für alle | Kosmos | Andrew Lawson und Jack Lawson | 2 bis 6 Personen | ab 10 Jahren | 15 Minuten | Meine Bewertung: ★ (mäßig)

Tapple

Ein Spiel mit einem bekannten Prinzip: Bin ich dran, muss ich zu einer zufällig bestimmten Kategorie ein Wort nennen. Doch mit jeder Antwort reihum schwinden die Möglichkeiten, denn jeder Begriff muss mit einem anderen Buchstaben beginnen. Ist mir rechtzeitig etwas eingefallen, drücke ich den entsprechenden Buchstaben, bleibe damit in der Runde aktiv und starte dann auf dem Tapple-Rad den zehnsekündigen Timer für die folgende Person. Wer in einem Durchgang als Letzter übrig bleibt, erhält in diesem hektischen Spiel für Schnelldenker die Kategoriekarte als Punkt.

Tapple

Tapple | Spiel für alle | Huch!, Ooba Games | 2 bis 8 Personen | ab 8 Jahren | 20 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★ (ordentlich)

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Catan Connect

Am 24. Oktober 2025 wurde in Essen während der SPIEL ’25 ein neuer Weltrekord aufgestellt. 1.170 Spieler haben gleichzeitig Catan Connect gespielt! Unsere Wertung zu Catan Connect (K)ein Spiel für…

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Kosmos bringt acht Kinderspiele ins McDonald's Happy Meal

Kosmos bringt acht Kinderspiele ins McDonald's Happy Meal

Der Spieleverlag Kosmos bringt acht seiner Kinderspiele als Beigabe ins McDonald's Happy Meal. Die Aktion läuft bis zum 23. September 2026 in Deutschland, Österreich und Luxemburg, wie das Fachmagazin Spielbox berichtet.

Zur Auswahl stehen laut Spielbox acht Titel: Cascadia Junior, Monsterfalle, Exit Kids: Monstermäßiger Rätselspaß, CATAN Junior, Flip 7, Ubongo! Junior sowie die beiden Krimispiele Die drei ??? Kids: Gespensterjagd und Die drei ??? Kids Krimipuzzle: Achtung, Meeresungeheuer! Alle acht sind Kinder- und Junior-Fassungen etablierter Kosmos-Reihen, verkleinert für die Happy-Meal-Verpackung. Die Altersempfehlungen auf BoardGameGeek reichen von 5 Jahren (Ubongo! Junior, Exit Kids: Monstermäßiger Rätselspaß) bis 8 Jahren (Flip 7), vier weitere Titel liegen bei 6 Jahren (Cascadia Junior, Monsterfalle, CATAN Junior, Die drei ??? Kids: Gespensterjagd). Für Die drei ??? Kids Krimipuzzle: Achtung, Meeresungeheuer! existiert auf BoardGameGeek kein eigener Eintrag.

CATAN Junior und Cascadia Junior übertragen dabei die vereinfachten Grundregeln ihrer Erwachsenen-Vorbilder auf jüngere Kinder, Ubongo! Junior folgt demselben Prinzip für das Legepuzzle-Format der Hauptreihe. Zu den übrigen Titeln, darunter Monsterfalle und Flip 7, macht der Spielbox-Artikel keine mechanischen Angaben.

Millionenauflage, organisiert von Agentur tms

Insgesamt lässt Kosmos laut Spielbox 6,9 Millionen Exemplare der acht Spiele drucken, verteilt auf die gesamte Laufzeit der Aktion. Die Umsetzung liegt bei der Agentur tms, die für Kosmos die Kooperation mit McDonald's organisiert. Laut Spielbox liegen die Spiele den Happy Meals „in angepasster Form“ bei, zu Umfang oder Regelunterschieden gegenüber den Originalversionen macht der Verlag keine Angaben.

Julia Courmont, Leiterin Licensing Content und Entertainment bei Kosmos, bezeichnet die Kooperation als „riesigen Meilenstein“: „Dass Kosmos hier mit gleich acht exklusiven Titeln vertreten ist, bestätigt das große Vertrauen in unsere Marken und deren Relevanz für eine breite Zielgruppe.“ Die Aktion sei zugleich, so Courmont weiter, „eine fantastische Gelegenheit, die Spieleklassiker einem Millionenpublikum zugänglich zu machen und wertvolle gemeinsame Spielmomente zu ermöglichen.“

Buch statt Spiel: Spende inklusive

Wer kein Spiel möchte, kann im Happy Meal stattdessen zum Buch „Die drei ??? Kids: Spur der Feriendiebe“ greifen. Für jedes ausgegebene Buch spendet McDonald's zehn Cent an die McDonald's Kinderhilfe Stiftung, die bundesweit Ronald-McDonald-Häuser für Familien schwer kranker Kinder betreibt.

Für Kosmos ist die Kooperation die bislang größte Sichtbarkeit seiner Kinderspiele-Linie im deutschen Massenmarkt: Junior-Fassungen von CATAN und Cascadia erreichen damit auch Familien, die sonst keinen Spieleladen betreten. Ob die Zusammenarbeit mit McDonald's über den 23. September 2026 hinaus fortgesetzt wird, ist bisher nicht bekannt.

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Temple Twist – Spielkritik

Temple Twist

Die nächste Expedition führt uns in den Dschungel. Bei Temple Twist erforschen wir einen alten Tempel und suchen Schätze. Nur bei guter Zusammenarbeit kommen wir mit Drehungen und dem Ein- und Ausbau der Wände ans Ziel. Vor dem ersten Spiel

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Four Planets – Spielkritik

Four Planets

Im Weltall suchen wir nach Spezialisten, die unserem Heimatplaneten frischen Schwung verleihen. Bei Four Planets senden wir unsere Raumschiffe aus und suchen nach den besten Weltraumforschern. Das Kartensammelspiel ist für 2 Personen. Auf dem Tisch legen wir den Spielplan mit

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Review: Am Goldenen Fluss – Wenn ein Brettspiel endlos ist

Am Goldenen Fluss - Review Banner

Es gibt Brettspiele, die erklären sich in fünf Minuten und fesseln einen dann für Monate. Am Goldenen Fluss von Keith Piggott und erschienen bei KOSMOS gehört für mich genau in diese Kategorie. Das Spiel schlägt einen ganz anderen Weg ein: keine komplexen Tableau-Mechaniken, kein stundenlanges Grübeln (außer natürlich bei den Mitspielenden), kein ständiges Nachschlagen in den Regeln und kein verpflichtender VHS-Abendkurs zur Ikonografie. Stattdessen eine Handvoll Regeln, ein goldfarbener Fluss und ein Würfel, der einem das Leben leicht oder schwer machen kann. Was Am Goldenen Fluss so besonders für mich macht, erfahrt ihr in dieser Review.

Viel Spaß beim Lesen!

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Berlin Brettspiel Con 2026 - Eindrücke von den Presseevents

„Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen“, sagt der Volksmund. Oft früher als gewünscht, denn manchmal ist schon die Anreise ein Abenteuer. Aus diesem Grund begannen die Reiseberichte meiner alten Hauspostille Fairplay auch stets mit einer länglichen Beschreibung der Autofahrt. Nun muss ich dich, liebe*r Leser*in, leider etwas enttäuschen: Aus dem heimatlichen Ludwigshafen gelang die…

Quelle

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Play

Kosmos, 2026
Autor: Mariano Di Martino
2–10 Spieler:innen, ab 16 Jahre, 20 Minuten

Ein Song läuft an, irgendwo zwischen sicherem Kopfnicken und völliger Ahnungslosigkeit. Ihr kennt die Melodie, vielleicht auch den Refrain, aber war das nun 1987, 1994 oder doch schon viel später? Genau in diesem Moment sitzt „Play – The Music Party Game“ am richtigen Platz: nicht als trockenes Wissensquiz, sondern als Anlass zum Erinnern, Raten, Mitsingen und lautstarken Diskutieren. Die Grundidee ist angenehm direkt. Ihr hört Musikstücke, ordnet sie zeitlich oder geografisch ein und versucht gemeinsam oder gegeneinander, eure Einschätzungen möglichst gut zu platzieren. Das Spiel knüpft damit an ein vertrautes Erfolgsgefühl moderner Musikspiele an, setzt aber stärker auf Varianten und Wandelbarkeit. Besonders reizvoll ist, dass die Karten nicht fest an einzelne Songs gebunden sind. Sie liefern Jahreszahlen und Länder, während die Musik über unterschiedliche Playlists kommt. Dadurch fühlt sich das Spiel weniger wie ein einmal durchgespielter Stapel an, sondern eher wie ein flexibles Gerüst für viele Musikabende.

Im Kern hört ihr Songs und versucht, sie richtig einzuordnen. Mal geht es darum, ob ein Titel früher oder später erschienen ist, mal darum, gemeinsam eine zeitliche Reihe zu bauen, mal sammelt ihr Punkte über besonders gute Einschätzungen. Die Regeln stehen dabei nicht im Weg. Nach wenigen Minuten ist klar, worum es geht, und die eigentliche Partie entsteht durch das, was am Tisch passiert. Besonders stark zeigt sich das im Modus „Better Together“. Hier wird aus dem Raten kein stilles Abgeben einzelner Tipps, sondern ein gemeinsames Abwägen. Eine Person erkennt die Stimme, jemand anderes erinnert sich an ein Musikvideo, die nächste ist sich sicher, dass dieser Sound unmöglich aus den Achtzigern stammen kann. Genau daraus entsteht der Reiz. Nicht alle wissen gleich viel, aber fast alle können etwas beitragen. Manchmal reicht ein Gefühl für Produktion, Mode oder Sprache, manchmal hilft ein völlig zufälliger Erinnerungssplitter. Der Spielfluss lebt davon, dass die Technik schnell in den Hintergrund tritt. Wenn Songs ohne Fummelei starten, bleibt die Energie am Tisch erhalten. In unseren Partien lief das erfreulich flüssig. Gerade bei einem Partyspiel ist das entscheidend, weil jede technische Pause die Stimmung stärker bremst als eine Regelfrage in einem Strategiespiel. Hier blieb der Fokus auf der Musik, auf den Reaktionen und auf den kleinen kollektiven Aha-Momenten.

„Play – The Music Party Game“ überzeugt vor allem dort, wo es seine einfache Idee offen hält. Die größte Stärke ist nicht, dass ihr Songs erkennt. Die größte Stärke ist, dass ihr aus demselben Kartensatz sehr unterschiedliche Abende machen könnt. Andere Playlists, andere Genres, andere Jahrzehnte, andere Gruppen: Das verändert spürbar, wie sich eine Partie anfühlt. Weil die Karten nicht mit einzelnen Titeln verheiratet sind, entsteht ein erfreulich langer Atem. Ihr müsst nicht ständig neues Material kaufen, nur weil ihr die bekanntesten Songs irgendwann kennt. Die verschiedenen Spielvarianten geben dem Ganzen zusätzliche Luft. Nicht jeder Modus wird für jede Runde gleich wichtig sein, aber sie verhindern, dass sich das Spiel zu schnell wie dieselbe Nummer in anderer Reihenfolge anfühlt. Am stärksten wirkt für mich der gemeinsame Ansatz von „Better Together“, weil er genau das hervorholt, was ein Musik-Partyspiel tragen sollte: Gespräche, Gelächter, Mitsingen und diese herrlich falschen Sicherheiten, mit denen man sich gemeinsam in ein Jahrzehnt verrennt. Auch die Zugänglichkeit ist ein klarer Pluspunkt. Ihr müsst keine Regelmenschen sein und auch keine wandelnden Musiklexika. Wer gern hört, assoziiert und sich auf die Runde einlässt, ist sofort drin. Downtime war in unseren Partien kaum ein Thema, weil selbst fremde Züge durch Diskussion und Musik lebendig bleiben. Das Spiel schaut nicht nur auf die Person, die gerade antwortet, sondern bindet die Gruppe über die Songs fast automatisch ein. Beim Material bleibt der Eindruck nüchterner. Der Kartenstapel erfüllt seinen Zweck, die Chips sind funktional, die Gestaltung ist übersichtlich genug. Mehr emotionale Tischpräsenz entsteht vor allem durch die Musik, nicht durch das Material. Das umbaubare Innenleben des Kartons zur Klangverstärkung ist eine nette Idee, wirkt aber eher wie ein Gimmick, auf das man gut verzichten kann. Entscheidend ist, dass die Karten haltbar genug sind, denn sie werden in geselligen Runden sicher nicht immer mit Samthandschuhen behandelt. Der größte Wunsch bleibt die fehlende Möglichkeit, eigene Playlists oder Genres zu ergänzen. Gerade weil das System so offen wirkt, fällt diese Grenze auf. Wer sehr spezielle Musikrunden bauen möchte, etwa nur lokale Bands, Metal-Untergenres, Schlagerjahrgänge oder persönliche Partyklassiker, stößt hier unnötig früh an eine Wand. Das schmälert nicht den aktuellen Spielspaß, aber es begrenzt das Potenzial eines ansonsten sehr variablen Ansatzes. Unterm Strich ist das ein starkes Musik-Partyspiel für Gruppen, die nicht nur gewinnen, sondern miteinander lachen, singen und staunen wollen. Wenn ihr Musikspiele mögt, aber euch mehr Abwechslung, kooperative Momente und länger nutzbare Inhalte wünscht, findet ihr hier eine sehr empfehlenswerte Alternative mit eigenem Profil. Für stille Grübelrunden oder Menschen ohne Lust auf Popkultur ist das nichts. Für lebendige Runden mit Spaß an Songs, Erinnerungen und mutigen Fehleinschätzungen dagegen sehr viel.

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Tag Team

Tag Team ist ein reines Zwei-Personen-Spiel, das Auto-Battler-Elemente mit gezieltem Deckbau kombiniert. Der Titel greift das bekannte Tag-Team-Prinzip aus dem Wrestling auf, bei dem sich zwei Kämpfer während eines Matches abwechseln und gegenseitig unterstützen. Jeder Spieler stellt ein Team aus

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Wildwuchs

Kosmos, 2025
Autor:innen: Kasper Lapp
2-5 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 30 Minuten

Ihr nehmt euch eine Blume, setzt einen Samen ein und auf einmal wächst nicht nur eure Wiese, sondern auch die der anderen mit. Genau dieses gemeinsame Aufblühen macht „Wildwuchs“ sofort greifbar. Das Thema ist eine bunte Wildblumenwiese, die im Lauf der Partie tatsächlich vor euch entsteht, weil fertige Blumen in kleine 3D-Aufsteller gesteckt werden. Statt abstrakter Punktejagd schaut ihr am Ende auf ein Beet, das sichtbar voller, höher und farbiger geworden ist. Autor Kasper Lapp und Illustrator Fachri Maulana verbinden ein zugängliches Naturthema mit einem sehr einladenden Look. Dazu kommen echte Pflanzenarten und passende Insektenmotive, was dem Ganzen mehr Charakter gibt als ein bloß dekoratives Blumenmotiv. Für ein Familienspiel ist das überraschend einprägsam.

Im Kern ist dieses Spiel angenehm klar. In eurem Zug nehmt ihr eine ausliegende Blume und legt sie vor euch ab. Entscheidend ist dann nicht die gezogene Blume selbst, sondern das frei gewordene Farbfeld auf dem Plan. Diese Farbe löst Wachstum bei allen aus, die entsprechende Blumen besitzen. Danach kommen die Effekte ins Spiel. Bienen beschleunigen einzelne Blumen, Ameisen bündeln Wachstum auf einer Pflanze, Schmetterlinge helfen den höchsten, Raupen den niedrigsten Blumen und andere Symbole sorgen für Zusatzblumen oder kleine Kettenreaktionen. Das Schöne daran ist, dass fast immer etwas passiert und ihr ständig mitdenkt, auch wenn jemand anderes am Zug ist. Die Regelseite bleibt überschaubar, aber in der Partie entstehen überraschend viele kleine Abwägungen. Nehmt ihr jetzt die Farbe, die euch sofort hilft, oder öffnet ihr damit einer anderen Person eine noch bessere Vorlage?

Was bei „Wildwuchs“ besonders überzeugt, ist der Spielfluss. Die Wartezeit bleibt niedrig, weil alle am Wachstum beteiligt sind und die Züge schnell bleiben. Das Spiel ist damit klar im Bereich Familienspiel, mit genug taktischer Würze für erfahrene Runden, aber ohne die Hürde eines schweren Kennerspiels. Die Spannung entsteht weniger aus großer Konfrontation als aus wachen Blicken auf die Auslage und aus dem richtigen Moment für kleine Kombos. Wer sehr direkte Gemeinheiten, maximale Planungskontrolle oder lange Grübelzüge sucht, wird hier eher nicht fündig. Manches hängt vom Nachziehen und von der aktuellen Auslage ab und genau darin liegt auch eine kleine Reibung.
Für strategische Perfektionist:innen kann das bisweilen zu locker sein. Beim Material hinterlässt „Wildwuchs“ einen starken Eindruck. Die Blumenformen sind auffällig, die Farben freundlich, die Symbolik nach kurzer Eingewöhnung gut lesbar und die 3D-Wiesen geben dem Tisch echte Präsenz. Holzsteine für Samen und Insekten passen haptisch gut zum Thema. Dass die Blumen und Aufsteller aus Pappe bestehen, ist völlig üblich, nur bei häufigem Spielen mit jüngeren Händen dürfte man ein wenig auf Knicke achten. Insgesamt wirkt das aber liebevoll produziert und erfreulich charaktervoll. Wenn ihr kurze, interaktive Aufbauspiele mit schöner Tischwirkung mögt, werdet ihr hier viel Freude haben. Für Gruppen, die entspanntes Tüfteln mit ständiger Beteiligung suchen, ist dieses Spiel besonders geeignet.

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KOI - Gartenlandschaftsleger

Beiseite mit dem Kleingartenbesteck. Wer 2023 bei BONSAI noch mit dem Schäufelchen hantierte, braucht in KOI einen Bagger. Statt Miniatur-Botanik im Topf steht Gartenlandschaftsbau auf dem Programm. Ich fand BONSAI zwar nur nett, aber die durchsichtigen Acryl-KOI-Plättchen sahen auf dem Tisch so hübsch aus, dass ich den Garten unbedingt einmal umgraben wollte.

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PERFECT MURDER - Deduktionsklassik

Meine Frau hat einen Mord begangen. Bevor jetzt jemand die Polizei ruft: Natürlich nur am Spieltisch. Ich bin Detektiv und muss sie entlarven. Die Spielidee dieses Zwei-Personen-Spiels ist ein Klassiker des Deduktionsgenres. Angefangen bei CLUEDO (1949) über WER WAR’S (2007) und UNANGENEHME GÄSTE (2021) bis hin zu mystisch visuellen Varianten wie MYSTERIUM (2015). Die Suche nach dem*der Täter*

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Flip 7 – Voll fies!

Kosmos, 2025
Autor:innen: Eric Olsen und Alyssa Swatek
3–28 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 20 Minuten

Die Runde ist angespannt, alle schauen auf eure Karten. Ihr habt schon einiges gesammelt, ein weiterer Zug könnte euch deutlich nach vorne bringen. Doch genau hier liegt die Gemeinheit von „Flip 7 – Voll fies!“. Ihr wisst, dass ein einziger falscher „Flip“ alles zerstören kann. Und trotzdem juckt es euch in den Fingern. Dieses Spiel greift die Grundidee des Vorgängers „Flip 7“ auf, dreht die Schraube aber spürbar an. Statt euch vor allem mit eurem eigenen Risiko zu konfrontieren, mischt euch diese Version aktiv ineinander ein. Neue Kartentypen sorgen dafür, dass ihr euch nicht mehr nur selbst im Blick behalten müsst, sondern ständig auch die Mitspieler:innen. Das Spielgefühl verschiebt sich dadurch von einem eher solitären Abwägen hin zu einem kleinen Schlagabtausch am Tisch.

Der Ablauf bleibt vertraut. Ihr deckt Karten auf, sammelt Punkte und entscheidet euch immer wieder, ob ihr aussteigt oder weiterzieht. Doch die neuen Karten bringen frischen Wind in genau diese Entscheidungen. Einige Karten greifen direkt in fremde Auslagen ein. Ihr könnt Mitspieler:innen zwingen, zusätzliche Risiken einzugehen, ihre sichere Position zu verlassen oder ihnen gezielt eine unangenehme Karte zuschieben. Andere Effekte drehen an euren eigenen Möglichkeiten, etwa indem ihr besser planen könnt oder kurzfristig mehr Kontrolle bekommt. Dadurch entstehen deutlich mehr Situationen, in denen ihr nicht nur euer Glück kalkuliert, sondern aktiv Chancen nutzt, um andere auszubremsen. Gerade dieser Unterschied zum Grundspiel wird schnell spürbar. Während ihr im Original oft für euch selbst entscheidet, entsteht hier ein ständiges Hin und Her. Ihr überlegt nicht nur, ob ihr noch eine Karte nehmt, sondern auch, wer gerade gefährlich nah am Sieg ist und wie ihr das verhindern könnt. Typisch ist eine Szene, in der jemand scheinbar sicher aussteigen will und plötzlich durch eine Effektkarte wieder ins Risiko gedrängt wird. Oder ihr nutzt genau den richtigen Moment, um eine führende Person aus dem Tritt zu bringen. Diese Eingriffe machen die Partie unberechenbarer, aber auch deutlich lebendiger.

„Flip 7 – Voll fies!“ punktet vor allem mit diesen neuen Karten und ihren Auswirkungen. Sie verändern das Spiel nicht nur oberflächlich, sondern geben ihm eine andere Dynamik. Die Spannung entsteht nicht mehr allein aus dem eigenen Risiko, sondern aus der Interaktion am Tisch. Ihr seid ständig aufmerksam, reagiert auf die anderen und nutzt Gelegenheiten, wenn sie sich bieten. Die Mechanismen wirken dabei erstaunlich rund. Trotz der zusätzlichen Effekte bleibt das Spiel schnell und zugänglich. Die neuen Karten sind leicht verständlich, entfalten aber genug Wirkung, um jede Partie anders verlaufen zu lassen. Besonders gelungen ist, dass sie gezielt Spannung erzeugen, ohne das Spiel unnötig zu verkomplizieren. Das Material überzeugt mit solider Qualität. Die Karten sind gut lesbar, die Symbole verständlich, und die Gestaltung unterstützt den schnellen Spielfluss. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt alles etwas lebendiger, ohne unübersichtlich zu werden. Natürlich bringt die stärkere Interaktion auch mehr Reibung. Wer lieber in Ruhe vor sich hin spielt, könnte die gezielten Eingriffe als störend empfinden. Auch der Glücksfaktor bleibt präsent, wird durch die neuen Karten aber eher verstärkt als abgeschwächt. Am Tisch entsteht eine deutlich intensivere Stimmung als im Original. Es wird mehr geredet, mehr gelacht und auch mehr gestichelt. Gerade die Momente, in denen jemand kurz vor dem sicheren Punktestand noch einmal ins Risiko gezwungen wird, sorgen für Emotionen und Gesprächsstoff. Für Familien, Gelegenheitsspieler:innen und gesellige Runden ist dieses Spiel eine sehr gute Wahl. Besonders Gruppen, die Interaktion und kleine Gemeinheiten mögen, werden hier auf ihre Kosten kommen. Wer das ruhigere Grundspiel bevorzugt, sollte wissen, dass diese Version deutlich konfrontativer ist. Wenn ihr schnelle Kartenspiele mit direkter Einflussnahme mögt, werdet ihr hier viel Freude haben. Für Gruppen, die sich gerne gegenseitig herausfordern und dabei lachen können, ist dieses Spiel besonders geeignet.

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Four Planets

Four Planets ist ein reines Zwei-Personen-Spiel, in dem zwei rivalisierende Heimatplaneten um die Vorherrschaft im All konkurrieren. In jeder Runde entsenden beide Spieler ihre Raumschiffe zu vier fremden Planeten, um dort Spezialisten anzuwerben und deren Fähigkeiten für den eigenen Aufbau

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Adventure Games Family – Dimension Fünf-Sieben

Mit ihren erzählerischen Adventures Games haben die Autoren Phil Walker-Harding und Matthew Dunstan das aus Computerspielen bekannte Click-and-Point-Prinzip in einer analogen Rätselspielreihe etabliert. Die ersten Abenteuer entführten in eher düstere Umgebungen. Aber es gibt auch einen Einstiegsfall – deklariert als “Family”. Und das passt in der Tat: Story und Schwierigkeitsgrad machen “Dimension Fünf-Sieben” zu einem idealen Spiel für Neulinge und Jüngere. Das liegt nicht zuletzt an der Geschichte, die hier erstmals der Fantasie von Jan Cronauer entsprungen ist. Der Drehbuchautor (Folgen für “Tatort”, “Der Kriminalist”, und “Dünentod”) ist in der Spieleszene als Youtuber unter seinem Künstlernamen “Cron” bekannt.

Herr Feinbier und die Dimension Fünf-Sieben

Drei Freunde und Hund Lucky wundern sich über Veränderungen ihres Lehrers. Schnell merken sie, dass mit Herrn Feinbier etwas nicht stimmt. Der Name des Falls lässt es bereits erahnen: Erklärungen für das Verhalten sind nicht allein in der Schule zu finden. Im Gegenteil: Die Freunde kommen fremden Welten, anderen Dimension auf die Spur. Wir helfen ihnen, indem wir Orte untersuchen, Gegenstände finden, Dinge kombinieren, Aufgaben erfüllen, Rätsel lösen. Was wann passiert, lässt sich dank Zahlencodes im Abenteuerbuch nachlesen. Mehr Spaß macht es jedoch, sich die Passagen mittels App vorlesen zu lassen.

Adventure Games Family – Dimension Fünf-Sieben

Der in fünf Kapitel unterteilte Fall lässt sich recht stringent angehen. Tiefgang und Herausforderung sprechen insbesondere Acht- bis Zwölfjährige an. Für erfahrene Rätselfans dürften die Aufgaben eher geringe Herausforderungen darstellen. Gleichwohl entfaltet die Geschichte einen Charme, der auch junggebliebene Erwachsene unterhält. Und als solcher fühle ich mich noch immer.

Adventure Games Family – Dimension Fünf-Sieben | Kosmos | Phil Walker-Harding, Matthew Dunstan, Jan Cronauer | 1 bis 4 Spieler | ab 8 Jahren | 5 Kapitel à bis zu 45 Minuten | Meine Bewertung: ★★★☆☆ (gut)

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