Gemeinsam unterstützen wir Sophie in diesem Rätselabenteuer, um ihren verschollenen Bruder wiederzufinden. Bei Back Tales – Verschollen unterm Eis treffen wir regelmässig kleine Entscheidungen, die den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Eine stabile Box mit über 120 Karten bildet die Grundlage
Mit einer Geheimkarte starten wir in die neue Spielrunde und geben unseren Mitspielenden Hinweise. Team Quack ist ein kooperatives Ratespiel, bei dem man auf einer Wellenlänge spielen muss. Oder rettet allenfalls ein Geräusch die Situation? 300 Bildkarten bilden den Grundstock
In der neuen Folge unseres Podcast stellen wir euch einmal alle unsere Messe-Neuheiten vor und erzählen euch, was es sonst tolles an unserem Stand gibt!
Kategorien und Buchstaben suchen passende Wörter. You Name it! ist ein kooperatives Wortfindungsspiel, bei dem man auch einmal kreativ sein darf. Der Captain muss in jeder Runde die Leistung seines Teams einschätzen. Die Kategorienkarten mischt man gut durch und legt
Im One Piece – Universum suchen wir unsere besten Freunde zusammen, um auf grosse Segeltour zu gehen. One Piece Nakama ist ein kooperatives Abenteuer, bei dem man stärker sein muss als seine Gegner. Reicht es am Ende zum Piratenkönig? Vor
Nemesis: Retaliation dreht die Reihe auf links: Statt hilfloser Raumfahrer*innen rücken schwer bewaffnete Einsatzkräfte gegen die Aliens vor. Salvenfeuer, knapper Sauerstoff und verdeckte Ziele sorgen für Action und Misstrauen, fordern aber viel Zeit am Tisch. Wir verraten, ob sich die Vergeltung lohnt.
Die Arktis ist einer der härtesten Lebensräume der Welt. Täglich kämpfen verschiedene Tiere ums Überleben und ihr könnt in Arctica dieses fragile Ökosystem ins Gleichgewicht bringen.
In der neuen Folge unseres Podcast sind wir ganz begeistert. Von der Rückkehr an Mikro, unseren drei August-Neuheiten und unserem neuen Team-Mitglied. Hört rein!
Ravensburger hat mit „Minecraft Digging Down“ ein neues kooperativesKartenspiel im Minecraft-Universum veröffentlicht. Das Spiel von Designer Jens Merkl ist inzwischen im Handel erhältlich.
Tiefer graben oder umkehren
Zwei bis vier Spielende erkunden gemeinsam eine Höhle und decken dabei reihum Karten auf: nützliche Gegenstände, Erze, Lava, tiefe Spalten oder Monster können zum Vorschein kommen. Die zentrale Entscheidung fällt zu Beginn jeder Runde, wie es die Spielbeschreibung formuliert: „At the beginning of each round, you decide whether you want to venture deeper into the cave or return to your safe base.“ Auf Deutsch: Die Gruppe entscheidet jede Runde neu, ob sie tiefer in die Höhle vordringt oder zur sicheren Basis zurückkehrt.
Ziel ist es, Diamanten zu finden und die Endermen zu besiegen, bevor der gemeinsame Vorrat an Fackeln aufgebraucht ist. Geht der Vorrat vorher zur Neige, ist die Partie sofort verloren, unabhängig von der Rundenzahl. Der Verlag legt drei unterschiedlich schwere Level bei.
Eckdaten und Stand auf BoardGameGeek
Das Spiel ist für 2 bis 4 Spielende ab 9 Jahren ausgelegt, und eine Partie dauert rund 30 Minuten. Eine Illustration führt der BGG-Eintrag zum Spiel nicht. Auf BoardGameGeek läuft der Titel weiterhin unter „Admin: Upcoming Releases“, während es beim Fachhändler Brettspielheld zum Zeitpunkt des Abrufs mit zwei Exemplaren vorrätig war. Bewertungen gibt es auf BGG inzwischen vereinzelt.
Das Format des Speed-Dating sollte es mir erlauben, trotz akuter Zeitnot das ein oder andere kleinere Spiel schnell zu besprechen. Die Realität sieht leider anders aus. Fast ein ganzes Jahr lang habe ich kein Speed-Dating mehr abgehalten. Das Rosen-Liefer-Abo habe ich zähneknirchend kündigen müssen. Doch nun ist es endlich mal wieder so weit und es […]
Sci-Fi trifft auf Fantasy und wir laufen, laufen, laufen…
Kennt Ihr das? Ihr lasst Euch auf eine Spielidee oder Geschichte ein, habt ein bestimmtes Bild von dem was Euch dabei wohl so erwartet und es passiert etwas vollkommen anderes? Die Bilder die Ihr vorher im Kopf hattet fallen wie ein Kartenhaus zusammen und die ersten Begegnungen mit dieser doch schon irgendwie interessanten Geschichte lassen Euch etwas ratlos zurück – ja bei so etwas kann man sich sogar enttäuscht fühlen. So erging es mir zumindest mit den ersten beiden Partien Vantage. Aber hat es den Bogen noch ausreichend spannen können, so dass die vorhandene Geschichte diese ersten Momente der Verwirrung wieder ausgleichen konnten oder musste ich mir den Fehlkauf am Ende eingestehen? Wenn Euch diese Frage oder das Spiel im Allgemeinen interessieren: Setzt Euch hin, gönnt Euch einen Tee oder auch gerne einen Kaffee und lest die folgende Rezension!
Spielprinzip
Handelt es sich wirklich um ein Expertenspiel wie ich mit „Heavy Metal“ zum Ausdruck bringe? Ich schwanke da ein wenig: Von den Regeln und was man so tut ist es das eigentlich nicht, da ist es eher als ein gutes Kennerspiel einzugrenzen. Da es aber nicht mit einem Eurogame oder typischen Amitrash vergleichbar ist, sondern in den Grenzen des Machbaren eher eine Open World Abenteuer- und Erkundungserfahrung darstellt, welche sich recht einfach verinnerlichter Spielmechaniken bedient, man dabei allerdings ziemlich häufig im Dunkeln tappt und es dann gnadenlos sowohl in Erfolg oder Niedergang Enden kann, habe ich es am Ende für mein Verständnis als Expertenspiel eingeordnet.
Die Regeln sind tatsächlich recht schnell begriffen. Im Normalfall schaut jeder für sich auf eine Panoramakarte, die wirklich sehr imposante und schön gezeichnete Umgebungen darstellen. Für diese haben die Spielenden einen Aufsteller, damit die anderen das Bild nicht sehen können. Erzählerisch liegt das daran, dass wir nach einer Notlandung mit einzelnen Rettungskapseln verteilt auf einem unbekannten Planeten gelandet sind und daher nicht sehen, was die anderen vor sich haben. Da wir aber alle per Funk verbunden sind können wir miteinander sprechen und uns die Umgebungen akustisch beschreiben, was tatsächlich in allen bisherigen Mehrspielerpartien eher überraschend zu einem gehörigen Anteil von Rollenspiel geführt hat.
Aber zurück zu den Regeln: In der Spieltischmitte liegt neben dem Sortierkasten mit der gefühlt endlosen Menge an Karten eine Spielmatte aus Karton auf der unsere jeweils drei Überlebensmarker Gesundheit, Moral und Zeit liegen. Sollte auch nur von einem Spielenden einer der Marker auf 0 sinken kann der Durchgang bereits gescheitert sein, muss er aber nicht unbedingt. Zudem liegt ein Pool an Risikowürfeln aus, dessen Menge von der Spielerzahl abhängt. 8 Würfel plus 2 je spielender Person, um genau zu sein. Diese benötigt man für Proben, die in jedem Spielzug normalerweise dran kommen. Vor jeder Person liegt die Charakterkarte und verschiedene Ausrüstung, Fundstücke und Begleiter in einem 3×3-Raster, was maximal 8 Karten ausmacht, da das Zentrum immer die eigene Charakterkarte ist. Dabei ist es sehr wichtig zu verstehen, dass je mehr Karten im eigenen Raster liegen (und zum Teil auch im Raster der Mitspielenden), desto mehr Ablagepunkte erhält man, um fehlgeschlagene Würfel in den Proben auszugleichen.
Das Raster um die Kommandantin ist bereits sehr brauchbar. Die Gesundheit aller Spielenden lässt noch Raum für Hoffnung.
Auf beinahe allen ausliegenden Karten und auf der Panoramakarte im Besonderen finden sich stehts Schlüsselwörter, die einer Fertigkeitsart durch ihre Farbe zugeordnet sind. Am Anfang fällt es zum Teil sehr schwer zu erkennen, welches Wort dabei auf welchen Teil im Bild zugreift und was genau damit erreicht werden kann. Mal ein Beispiel, welches ich mir gerade ausgedacht habe und so nicht im Spiel vorkommt (zumindest hatte ich bislang keine solche Situation): Ich sehe eine Spalte im Boden und weiter weg auch einige Pflanzen mit Lianen dran. Ich interagiere indem ich „Greifen“ verwende, eine Nehmen-Fertigkeitsprobe (gelb) und stelle mir vor, ich greife in die Spalte hinein und finde dort vielleicht etwas. Stattdessen greife ich aber nach den Lianen und reiße ein paar ab um ein Seil zu flechten. Thematisch ist das ja korrekt aber erscheint anfänglich nicht eindeutig, worauf sich die Probe tatsächlich bezogen hat. Erfahren kann ich das jedenfalls nur aus dem Probenheft und dann gibt es gemäß Regeln auch keinen Weg mehr zurück.
Sofern man nicht solo spielt nimmt eine andere Person das entsprechende Heft mit der jeweiligen Fertigkeitsfarbe und liest den einleitenden, fett geschriebenen Text inklusive Schwierigkeit vor, aber noch nicht den Text danach. Die Schwierigkeit gibt vor, wie viele Risikowürfel zu werfen sind. Die Anzahl kann noch mit im Spiel verdienten Fertigkeitsmarkern um je einen Punkt erleichtert werden, von einem selbst oder von Mitspielenden (dies stellt die über Funk noch mögliche Unterstützung regeltechnisch dar). Auf den 6-seitigen Risikowürfeln gibt es je eine Darstellung der oben genannten Überlebensmarker, dazu noch zwei Freiseiten (die will man haben) und einen Rückschlag. Die Freiseiten darf man direkt ignorieren, diese haben keinen negativen Effekt auf den Charakter. Der Rückschlag lässt den Würfel zurück in den Pool gehen, was ein Rückholen und damit Freimachen der Würfelfelder verzögert. Die anderen drei Ergebnisse stellen Schäden auf die drei Attribute Gesundheit, Moral oder Zeit dar, welche je Würfel um einen verringert werden müssen. Diese können allerdings auch auf freien Plätzen der ausliegenden Karten ablegt werden, wenn diese das zulassen, und der negative Effekt dadurch ignoriert werden. Auch Mitspielende können mit freien Feldern bei ihnen diesen Schaden verhindern, wenn sie passende Ablageplätze mit einem Blitz haben. Auch das stellt die moralische Unterstützung der Crewmitglieder untereinander dar. Nach erfolgtem Wurf folgt der restliche Text in dem Heft.
Eine Probe gilt immer als bestanden. Es kommt nur darauf an, die Situation richtig einzuschätzen und den Schaden mit allen verfügbaren Mitteln so gering wie möglich zu halten. So lange wie möglich zu überleben und den Planeten zu erforschen ist die oberste Prämisse. Im besten Fall gewinnt man sogar durch die Erfüllung der anfangs erhaltenen Mission. Ein epischer Sieg wäre sogar möglich, wenn nicht nur die Mission sondern zusätzlich ein im Spiel erhaltenes Schicksal erfüllt wäre. Das kann aber nach eigener Erfahrung die Spielzeit schnell einfach mal verdoppeln, also von 2-3h schnell bis zu 5-6h.
Nachtrag am 07.09.2026:
Dieser Hinweis kam von Feuerland Spiele nach Veröffentlichung des Blogs an mich aber ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten: Mit dem folgenden Link: Vantage Abenteuerbücher, kann man diese nun auch online nutzen und muss nicht mehr in den beiliegenden Heften Blättern, falls man das so lieber mag. Schaut es Euch einfach mal an!
Unboxing
Ich habe letztes Jahr im Oktober die Feuerland Deluxe Edtion vorbestellt und diese nun seit mitte August 2026 in der Hand. Sie wird sich daher von der Retailversion um einiges unterscheiden. Allen Editionen gemeinsam ist die Sortierhilfe aus soliden Pappwänden, welche wirklich einen guten Dienst leistet. Die schiere Menge an beinahe 1.800 Karten sind hier gut untergebracht und leicht zurück zu sortieren – ohne Kartenhüllen wohlgemerkt (aber ggf. passt es ja, es wäre nur bestimmt sehr eng am Ende). Da die Karten in diesem Spiel aber nicht gemischt werden sind Sleeves in meinen Augen auch nicht unbedingt notwendig. Sie sind durchnummeriert und gehören nach jedem Spiel wieder fest an ihren Platz.
Kleine beiliegende Kartons lassen Spielmarker und Würfel gut unterbringen. In der Retailversion sind die Fertigkeitsmarker und das Geld aus Pappe. Mir liegen diese in der Deluxe Version als Holzmarker und Metallmünzen vor. Die Halter für die Panoramakarten lassen sich ebenfalls gut einsortieren. Neben 7 Fertigkeitsheften für Proben gibt es noch das Regelheft, das Buch der Geheimnisse und das Panoramabuch, welche sich gut der Schachtel unterbringen lassen und gleichzeitig ein Durcheinanderfallen der Karten beim Drehen der Spielkiste vermeiden. In der Deluxeversion gibt es noch doppellagige Spielerboards für ein klares 3×3-Raster. In der Handelsversion legt man die Charakterkarte in die Mitte und die erhaltenen Karten einfach darum herum ab.
Die Zeichnungen sind allesamt sehr hübsch und fantasievoll gestaltet, was der Inversion einen wunderbaren Glanz verleiht. Bei so manchem Panorama wollte ich tatsächlich länger verweilen und der eigenen Fantasie freien Lauf lassen. Insgesamt macht die Schachtel einen sehr stabilen Eindruck und sowohl die Hefte als auch Karten sind im Linenfinish produziert worden wie man es bereits bei Stonemaier Games auf angenehme Weise gewohnt ist. Somit liefern Material und Darstellung einen sehr guten Gesamteindruck.
Bewertung
Ich muss ehrlich sein: Nach dem ersten Spiel habe ich daran gezweifelt, ob der Titel für mich die richtige Wahl wäre. Nach dem zweiten Versuch (solo) sogar noch viel mehr. Mir fehlte irgendwie der Sinn in der Geschichte und ich hatte mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt. Bei dem Thema ging es nach meiner Erwartung um ein „Star Trek“-ähnliches Erlebnis auf einem fremden Planeten. Ich stellte mir vor, wir landen dort nach einem Unglück und müssen die Umgebung erforschen und vielleicht eine Basis bauen. Doch man findet sich eher in einem Fantasiesetting á la Zelda wieder. Seltsame Wesen begegnen uns bereits sehr früh und wir scheinen es eher mit magischen Momenten als mit Technik zu tun zu bekommen. Ich war sogar irgendwie etwas aufgrund meiner Erwartungshaltung enttäuscht.
Zudem wirkte das Spiel zu schwierig, zog sich gefühlt wie Kaugummi und verlief die ersten Partien unbefriedigend, weil man kaum etwas von der Welt gesehen hatte und bereits ausgeschieden war. Ich hatte sogar schon überlegt, ob ich mich von dem Spiel lieber hätte trennen müssen, weil auch das Spielgefühl insgesamt eher unzufrieden verlief und mich die Neugier über die Welt nicht erneut anfixen könnte.
Doch ab dem dritten Spiel wendete sich unerwartet das Blatt. Was für ein Glück, dass ich es nochmal vorgeschlagen hatte und die Wahl meiner Gäste auf diesen Titel fiel, es wäre sonst ggf. anders ausgegangen. Interessanterweise konnte ich meine persönliche Erfahrung aus den vorherigen Partien hier tatsächlich nutzen. Darauf verweist das Spiel nämlich immer mal wieder: es sei keine Kampagne, die sich weiterentwickelt, sondern man könne nur sein Wissen über die Welt in folgende Versuche mitnehmen. Bei dieser Partie trug es Früchte und ich übertrug spoilerfrei einen Idee auf die Mitspielenden die mir in der zweiten Partie bereits auffiel um mehr Würfelfelder zum Ausgleich von negativen Würfelergebnissen zu haben. Dies half, um länger zu überleben und das Raster immer weiter auszubauen und somit immer resistenter zu werden und die Geschichte tiefer und tiefer zu erkunden. Es war somit auch das erste Spiel mit siegreichem Abschluss.
Fazit (Gold)
Seit dem hat es mich gepackt, da ich gesehen habe, wie wenig Karten wir in dem Durchlauf tatsächlich nur gesehen haben, und was das für den Spielinhalt tatsächlich bedeutet. Jamey Stegmaier hat nicht umsonst 8 Jahre an der Entwicklung dieses Spiels gefeilt, denn es wirkt als wären noch unendlich viele Entdeckungen möglich. Das merke ich von Partie zu Partie immer klarer und bin jedes Mal weiter und weiter begeistert.
Der Titel ist allerdings sicherlich nichts für solche, die in einem Spiel etwas aufbauen und dabei Punkte sammeln möchten um am Ende glorreich zu gewinnen. Siegpunkte gibt es hier jedenfalls gar nicht. Es ist ein Open World Abenteuerspiel und die einzige Richtung, die uns gegeben wird ist am Anfang eine Mission. Ich finde das mittlerweile richtig schön so. Das Spiel ist bereits zu einem Schatz in meinem Regal geworden und ich bin froh, es nicht zu früh aufgegeben zu haben. Den goldenen Meeple hat es damit in meinen Augen mehr als verdient.
Wie wir bewerten haben wir euch hier aufgeschrieben.
Hinweis: Das Spiel wurde mir nicht zur Verfügung gestellt und habe ich selbst gekauft. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden und ich wurde nicht durch irgendjemanden darum gebeten. Der Inhalt des oben stehenden Textes spiegelt alleine meine persönliche Meinung wider.
Nach der Gen Con ist es rund um Kickstarter, Gamefound und Spieleschmiede spürbar ruhiger geworden. In den vergangenen sieben Tagen (24. bis 31. August 2026) erreichen nur zwei neue Kampagnen die Auswahlkriterien dieser Redaktion, die deutsche Spieleschmiede liefert in diesem Zeitraum keinen neuen Brettspiel-Kandidaten. Dafür kehrt bei Gamefound ein kooperatives Tower-Defense-Spiel mit Reprint und zwei Erweiterungen zurück, während ein Kickstarter-Projekt auf einen fremden Planeten führt.
Aberration: Oblivion's Embrace
Der australische Verlag Ghostfire Gaming hat die Kampagne zu Aberration: Oblivion's Embrace Expansion & Reprint am 26. August 2026 auf Gamefound gestartet, Stand 31. August 2026 bei rund 794 Prozent des Ziels von 20.000 US-Dollar (158.823 US-Dollar). Design stammt von Andy Collins und Peter Lee, Letzterer bekannt für Lords of Waterdeep, Tyrants of the Underdark und Horrified.
Ein bis vier Spielende verteidigen kooperativ das Dorf Bürach gegen eine wachsende Bedrohung aus Monstern und Verderbnis im Grim-Hollow-Setting des Verlags. Mechanisch verbindet das Tower-Defense-Spiel Worker Placement, Bag Building und asymmetrische Heldenfähigkeiten mit einem Fog-of-War-System, das Teile der Gefahr zunächst verdeckt hält. Die Kampagne bringt neben einem Reprint des Grundspiels zwei neue Erweiterungen: Oblivion's Embrace mit zwei wiederholt spielbaren Roguelike-Kampagnen und Arcanists & Abominations mit vier neuen Zauberklassen. Eine Partie dauert laut Kampagnenseite rund 90 Minuten, ausgelegt für ein bis vier Spielende ab 14 Jahren.
Ein Solo-Modus ist enthalten, die Kampagne läuft noch bis zum 17. September 2026. Ghostfire Gaming hat mit dem gleichnamigen Grundspiel Aberration bereits eine erste, eigene Kampagne durchlaufen, die laut Gamefound bereits vollständig produziert und ausgeliefert wurde. Eine deutsche Lokalisierung nennt die Kampagnenseite bislang nicht.
Orbitstar: Expedition to Darwin IV
Das neuseeländische Studio Arkus Games hat Orbitstar: Expedition to Darwin IV am 25. August 2026 auf Kickstarter gestartet, Stand 31. August 2026 bei rund 216 Prozent des Ziels von 30.000 Neuseeland-Dollar (64.712 Neuseeland-Dollar). Design stammt von Bobby Hill, Welt und Artwork gestaltete Illustrator Wayne Barlowe nach seinem eigenen Buch „Expedition“. Arkus Games hat seit der Studiogründung 2020 bereits mehrere Kickstarter-Kampagnen realisiert, darunter Shelfie Stacker, Storm Raiders und Dreadful Meadows.
Ein bis vier Spielende schlüpfen im Jahr 2358 in die Rolle von Forschenden, die den fremden Planeten Darwin IV erkunden und laut Verlag insgesamt 49 außerirdische Spezies dokumentieren. Dabei kommen Bag Building, Bewegung über verschiedene Biome und der Ausbau der eigenen Hovercone-Fahrzeuge zum Einsatz, während Wetter und Raubtiere die Expedition erschweren. Eine Partie ist laut BGG für ein bis vier Spielende ab 14 Jahren ausgelegt und dauert rund 90 Minuten.
Ein Solo-Modus ist vorhanden, Details zum genauen Ablauf nennt die Kampagnenseite nicht. Die Kampagne läuft noch bis zum 16. September 2026, der Versand ist laut Kickstarter weltweit vorgesehen, die Auslieferung für September 2027 geplant. Eine deutsche Lokalisierung ist bislang nicht angekündigt.
Beide Kampagnen sind reine Nischenprodukte für den deutschen Markt: englischsprachig, ohne angekündigte Lokalisierung, mit den üblichen Kickstarter- und Gamefound-typischen Zusatzkosten für Versand und Einfuhr nach Deutschland. Wer auf deutschsprachige Neuheiten wartet, muss sich diese Woche gedulden. Die Spieleschmiede blieb in den vergangenen sieben Tagen ohne neuen Brettspiel-Kandidaten.
Die Spielidee kenne ich von Büchern, bei denen man mit einem hellen Karton die Tiere unter deiner dunklen Folie sucht. Team Adlerauge baut genau auf dieser Idee auf. Wir suchen in diesem kooperativen Spiel unter Zeitdruck nach lustigen Gestalten. Mit
Chaosiums kooperatives Cthulhu-Brettspiel „Horror on the Orient Express: The Board Game“ führt aktuell die BGG-Hotness-Liste an. Für die Kickstarter-Unterstützenden bleibt trotzdem eine andere Frage wichtiger: wann die deutsche Ausgabe tatsächlich ankommt.
Das Spiel überträgt die gleichnamige Call-of-Cthulhu-Kampagne aus dem Rollenspiel in ein kooperatives Brettspiel für 1 bis 4 Spielende, ausgelegt auf 90 bis 120 Minuten und ab 14 Jahren. Auf BGG liegt die Komplexität bei 3,59 von 5, ein Wert für erfahrene Gruppen. Ob sich die Spielzeit auf ein einzelnes Kapitel oder die gesamte Kampagne bezieht, benennen die Quellen nicht. Die Ermittelnden reisen in den 1920er-Jahren mit dem Orient-Express durch die Traumlande, müssen Kultisten aufspüren, bevor diese ein Ritual vollenden, und dabei Monster abwehren, die den Zug angreifen.
Mechanisch setzt das Spiel auf Action Retrieval, Deck-, Beutel- und Pool-Aufbau, ein modulares Spielbrett und asymmetrische Charakterfähigkeiten, dazu einen Modus mit eigenem Solo-Spiel. Das unterscheidet den Titel spürbar von Fantasy Flights älteren Cthulhu-Kooperationsspielen wie Arkham Horror, die auf Würfelwürfe, Ereigniskarten und Feldbewegung über den Stadtplan setzen. Design stammt von Michał Gołąb Gołębiowski und Adam Kwapiński, laut Kampagnenbeschreibung Autoren von Nemesis, Frostpunk und Destinies.
Was die Kickstarter-Kampagne zeigt
Die Kickstarter-Kampagne endete am 19. April 2024 mit 13.201 Unterstützenden und 1.654.362 US-Dollar bei einem Ziel von 50.000 US-Dollar, das entspricht 3.308,72 Prozent Finanzierung. Kickstarter selbst führte das Projekt als Staff Pick. Als Liefertermine nennt die Kampagnenseite nur noch vergangene Daten, den 1. Mai 2024 für den Zugang zum Pledge-Manager und den 1. August 2025 für die eigentlichen Spielpakete. Ein aktuelles, noch ausstehendes Lieferdatum weist Kickstarter für das Projekt derzeit nicht aus.
Was zur deutschen Ausgabe bekannt ist
Verlag der deutschen Edition ist laut BGG-Versionsdatenbank Schwerkraft-Verlag gemeinsam mit Chaosium, nicht Pegasus. Eine eigene Produktseite zum Titel lässt sich auf der Schwerkraft-Verlag-Website derzeit nicht finden, ein sprachspezifischer Liefertermin für die deutsche Fassung ist damit ebenfalls nicht belegt. Ob die deutsche Auslieferung an die bereits verstrichenen internationalen Termine anschließt oder eigenständig läuft, bleibt offen.
Wer die deutsche Ausgabe verfolgt, sollte sich in den kommenden Wochen auf ein Update von Schwerkraft-Verlag einstellen. Der erste Platz in der BGG-Hotness zeigt vor allem, dass die internationale Auslieferung gerade viele frühere Unterstützende erreicht, über den Stand der deutschen Fassung sagt das für sich genommen nichts.
Die nächste Expedition führt uns in den Dschungel. Bei Temple Twist erforschen wir einen alten Tempel und suchen Schätze. Nur bei guter Zusammenarbeit kommen wir mit Drehungen und dem Ein- und Ausbau der Wände ans Ziel. Vor dem ersten Spiel
Klassiker, Debüt, Neuauflage: Das NSV-Neuheitentrio im Herbst
Mit drei Herbstneuheiten zeigt NSV in den kommenden Wochen die ganze Bandbreite seines Würfelspiel-Programms: QWIXX EXPRESS bringt den Verlagsklassiker als temporeiches Duell auf den Tisch, LIGHTNING CITY: TOKYO markiert das Debüt von Autor Jannik Auth und verbindet Stadtbau mit Risiko, und SPLITTER² kehrt zur SPIEL in Essen als erweiterte Neuauflage mit vier Spielvarianten zurück.
Bei den drei Titeln ist für jede Art von Spielerunde und Erfahrungsstufe etwas dabei: ein schnelles Zwei-Personen-Duell, ein taktikgeprägtes Roll & Write und ein kompaktes Würfelspiel für große Runden. Damit erweitert NSV sein Programm gezielt um Titel, die leicht zugänglich sind und zugleich auf verschiedene Arten Abwechslung bieten.
Alle einsteigen in den Qwixx-Express!
Auch nach fast 15 Jahren gehen unserem Autor Steffen Benndorf die Ideen für Qwixx nicht aus. Das neue Grundspiel QWIXX EXPRESS schließt eine Lücke im sehr beliebten Subgenre der Zwei-Personen-Spiele.
Der neue Aufbau bringt frischen Schwung in den bekannten Roll-&-Write-Mechanismus, bleibt vom Spielgefühl her aber klar seinen Wurzeln treu. In dieser Duell-Variante spielen beide Personen gleichzeitig mit einem eigenem Würfelset. Wer mit dem Ergebnis zufrieden ist, stoppt die Runde. Die andere Person darf weiterwürfeln, riskiert dabei aber Minuspunkte. So entsteht ein direkter Wettlauf, der den schnellen Einstieg ins Spiel mit spürbar mehr Tempo und Druck verbindet.
Wolkenkratzer bauen im fernen Japan
Mit unserer zweiten Neuheit LIGHTNING CITY: TOKYO veröffentlichen wir das Spieledebüt des jungen Autors Jannik Auth. Es entführt die Spielenden ins ferne Japan. Die Metropole Tokio bildet den idealen Rahmen für ein strategisches Würfelspiel, bei dem Planung und Risiko eng miteinander verbunden sind. Im Laufe des Spiels baut man rundenweise neue Hochhäuser. Die vier Farbwürfel im Spiel stehen dabei für verschiedene Geschäfte, die in die Hochhäuser einziehen. Wer die Räume so geschickt platziert, dass sie die Regeln auf den Wertungskarten bestmöglich erfüllen, sammelt Punkte. Darüber hinaus verfolgt jede Person einen individuellen Auftrag, der ihr weitere Punkte bescheren kann.
Das alles ist aber nur eine Seite der Medaille. Nach jeder Wertung folgt eine Gewitterphase, in der sich nach und nach ein Unwetter über der Stadt aufbaut. Schlägt der Blitz in ein ungeschütztes Gebäude ein, wird es zur wertlosen Ruine.
LIGHTNING CITY: TOKYO passt ideal in die EXTRA-Kategorie, die wir Anfang des Jahres neu definiert haben. Seine Mischung aus Glück, Taktik und Risiko richtet sich besonders an geübte Spielefans. Jede Partie verläuft aufgrund der vielfältigen Wertungs- und Auftragskarten anders. Der Wiederspielwert ist dadurch sehr hoch.
Splitter² = Splitter in vier Versionen
Als drittes bringt NSV mit SPLITTER² eine umfassend überarbeitete Neuauflage des Würfelspiels von Stefan Nikolic heraus. Neben der ursprünglichen Version enthält die zweite Edition nicht weniger als drei neue Varianten. Das Grundprinzip ist bei allen gleich: Die gewürfelten Zahlen werden symmetrisch auf dem Spielblock eingetragen, während Ketten aus gleichen benachbarten Zahlen Punkte bringen.
Darauf aufbauend bringt jede Variante eine eigene Herausforderung ins Spiel. Variante B verlangt durch eingezeichnete Wände stärkeres räumliches Denken, Variante C belohnt exakt passende Zahlen in zusätzlichen Regionen, und Variante D hat sogar eine kooperative Komponente. Mit Hilfe von Papierfliegern schickt man seinen Spielnachbarn Zahlen zu – zumindest imaginär.
Durch die Variationen gewinnt das Spiel deutlich an Abwechslung, bleibt aber schnell zugänglich. Das macht SPLITTER² mehr denn je zu einem guten Tipp für große Spielegruppen, denn wie bisher können bis zu 12 Personen an einer Runde teilnehmen.
QWIXX EXPRESS ist für 2 Personen ab 8 Jahren geeignet und dauert etwa 15 Minuten. LIGHTNING CITY: TOKYO eignet sich für 1-12 Personen ab 10 Jahren und dauert etwa 30 Minuten. SPLITTER² ist für 1-12 Personen ab 8 Jahren geeignet und dauert etwa 15 Minuten.
QWIXX EXPRESS (und die passenden Ersatzblöcke) sowie LIGHTNING CITY: TOKYO sind ab Anfang September im Handel erhältlich, SPLITTER² folgt Ende Oktober. Alle drei Spiele können auf der SPIEL in Essen vom 22. bis 25. Oktober ausprobiert werden. NSV wird dort in Halle 6 an Stand B410 vertreten sein.