Normale Ansicht

Kein Kaufvertrag, kein Schutz: Die bittere Wahrheit über gescheiterte Projekte im Brettspiel Crowdfunding

Stille auf Gamefound: Warum Crowdfunding-Projekte einfach verstummen

2,2 Millionen US-Dollar. 5.701 Unterstützende. Fünf Jahre. Null Auslieferung. Hel: The Last Saga von Mythic Games ist kein Einzelfall — es ist der Extrempunkt eines Musters, das sich auf Gamefound und Kickstarter häuft: Projekte, die nach einer erfolgreichen Kampagne einfach verstummen. Keine Updates, keine Antworten auf Kommentare, kein Produkt.

Ninjago: Destiny's Bounty Adventures von Lego erscheint bei Asmodee

Newsbild Asmodee Deutschland wird in diesem Jahr die deutsche Version des nächsten Lego-Spiels Ninjago: Destiny's Bounty Adventures herausbringen. NINJAGO: Destiny’s Bounty Adventures ist ein kooperatives Familien-Brettspiel von Lego, in dem die Spielenden als Ninja-Kameraden spannende Abenteuer erleben und Schlangen, Piraten und sogar einem verdutzten Postboten begegnen. Im Spiel greifen Schurken das mächtige Schiff Destiny’s Bounty an, und die Ninjas müssen es verteidigen! Um die Schurken zu besiegen, müssen die Spielenden ihr Ninja-Potenzial entfesseln. Sie verbessern ihre Fähigkeiten und arbeiten mit ihren Ninja-Kameraden zusammen, um die Eroberungspläne der Schurken zu vereiteln. Genauer gesagt: Zu Beginn des Spiels wählen die Spielenden ein Abenteuer. Jedes Abenteuer hat einen anderen Schwierigkeitsgrad, eine andere Ausgangslage und unerwartete Wendungen, sodass die Spielenden jedes Abenteuer auf unterschiedliche Weise angehen müssen. Die Schurken versuchen, die wichtigen Bereiche des Schiffs zu erreichen. Gelingt ihnen das, werden sie auf die Schurkenleiste gesetzt. Ist diese Leiste voll, haben die Ninjas das Spiel verloren. Um zu gewinnen, müssen die Ninjas Dinge tun wie Tee trinken, Comics lesen und Schurken besiegen. Dabei füllen sich ihre Siegesleisten und schalten Verbesserungen in Form von besseren Spinjitzu-Techniken und potenziellen Karten frei, die einem Charakter besondere Fähigkeiten verleihen. Welche Karten wählen die Spielenden und wie arbeiten sie zusammen? Erscheinen soll das Spiel zum 30.07.2026.

Geht noch was? – Spielkritik

Von: Paddy
13. Juni 2026 um 15:35
Geht noch was?

Die Aufgabenkarten stapeln sich und mit jedem Wurf schreitet man voran. Wer seine Auslage im Griff hat und geschickt plant, holt sich am Ende die Punkte. Geht noch was? ist eine Mischung aus Würfeln und Zocken. Da gibt es ganz

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Spirit Island digital: Koop-Strategiehit für 4,90 Euro im Steam-Angebot

13. Juni 2026 um 14:32
Spirit Island digital: Koop-Strategiehit für 4,90 Euro im Steam-Angebot

Wer den kooperativen Strategie-Klassiker Spirit Island schon immer einmal ausprobieren wollte, bekommt gerade einen günstigen Einstieg: Die digitale Umsetzung von Handelabra Games kostet auf Steam aktuell 4,90 Euro statt 24,50 Euro, ein Rabatt von 80 Prozent. Das Angebot läuft nur noch bis zum 16. Juni 2026, der reduzierte Preis gilt für das Grundspiel.

Spirit Island digital auf Steam, die Eckdaten:

  • Preis: 4,90 statt 24,50 Euro (80 Prozent reduziert)
  • Angebot endet: 16. Juni 2026
  • Spieleranzahl: 1 bis 4
  • Alter: ab 13 Jahren
  • Spieldauer (Tabletop): 90 bis 120 Minuten
  • Sprache: nur Englisch
  • Modi: Einzelspieler, Online- und lokaler Koop, Cross-Platform, Remote Play Together

Worum geht es bei Spirit Island?

Spirit Island ist ein kooperatives Strategiespiel für 1 bis 4 Spieler ab 13 Jahren, entworfen von R. Eric Reuss und 2017 erstmals erschienen. Sie spielen keine Eroberer, sondern Naturgeister, die gemeinsam eine Insel gegen eindringende Kolonisatoren verteidigen. Dieses (anti-)koloniale Thema ist ein Markenzeichen des Spiels und dreht die übliche Aufbau-Logik um: Statt Land zu erschließen, drängen Sie die Siedler zurück, bevor sie die Insel überrennen.

Mechanisch setzt Spirit Island auf asymmetrische Geister mit eigenen Kräften (Variable Player Powers): Jeder Geist spielt sich spürbar anders. Pro Runde wählen alle Beteiligten ihre Kräfte gleichzeitig aus, danach breiten sich die Kolonisatoren aus, bauen, und es kommt zur Verheerung. Im Kern ist es ein Spiel um Flächenkontrolle: Sie steuern Furcht, Schaden und Präsenz auf einer sich ständig verschärfenden Karte. Das gilt als anspruchsvoll. Auf BoardGameGeek liegt das Brettspiel-Original (ID 162886) bei einem Komplexitätsgewicht von 4,07 von 5, also schwer. Belohnt wird der Aufwand mit einer Bewertung von 8,34 und Platz 11 im Board Game Rank.

Spirit Island solo: stark im Einzelspieler-Modus

Für alle, die erst einmal allein hineinschnuppern wollen: Spirit Island gilt als eines der besten Solospiele im kooperativen Genre, und die digitale Version bringt einen Einzelspieler-Modus mit. Gerade am PC nimmt Ihnen das Spiel die gesamte Buchhaltung ab, die am Tisch viel Zeit frisst. Eine belastbare Angabe zur reinen Digital-Spieldauer macht Handelabra auf der Steam-Seite nicht. Als Anhaltspunkt dient die Tabletop-Angabe von 90 bis 120 Minuten, am Bildschirm dürfte eine Partie wegen der automatisierten Abläufe spürbar schneller laufen.

Was bekommen Sie für 4,90 Euro?

Den reduzierten Preis zahlen Sie für das Grundspiel. Die digitale Fassung erschien am 29. Juli 2020 (nach einer Early-Access-Phase ab April 2020) und bietet Einzelspieler, Online-Koop sowie lokalen Koop im geteilten Bildschirm für bis zu vier Personen. Dazu kommt Cross-Platform-Multiplayer für das Online-Spiel; lokal lässt sich der geteilte Bildschirm auch per Remote Play Together streamen, sodass Freunde ohne eigenes Exemplar mitspielen können. Wer mag, kann das mit einer weiteren digitalen Brettspiel-Umsetzung auf Steam vergleichen.

Wer tiefer einsteigen will, findet eine ganze Reihe kostenpflichtiger Erweiterungen als DLC, darunter Branch & Claw, Jagged Earth und Nature Incarnate sowie die Promo-Packs Flame und Feather. Ob diese DLC ebenfalls reduziert sind, prüfen Sie am besten direkt auf der jeweiligen Steam-Seite, das Angebot bezieht sich auf das Grundspiel. Wer einen leichteren Einstieg sucht, stößt auf Horizons of Spirit Island. Ein wichtiger Hinweis: Während die Tabletop-Ausgabe von Horizons eigenständig spielbar ist, handelt es sich bei der digitalen Steam-Fassung um einen DLC, der das Grundspiel voraussetzt (die Steam-Seite weist ausdrücklich darauf hin, dass dieser Inhalt das Grundspiel Spirit Island benötigt). Einen günstigen Einstieg ohne weitere Anschaffung bietet am PC deshalb gerade das jetzt reduzierte Grundspiel selbst.

Spirit Island auf Deutsch? Nur englische Sprachfassung

Ein Punkt, den Interessenten vor dem Kauf kennen sollten: Die Steam-Produktseite führt als Spielsprache ausschließlich Englisch (Oberfläche, Audio und Untertitel). Eine offizielle deutsche Lokalisierung der digitalen Version ist dort nicht ausgewiesen. Dass im Sprachmenü „Deutsch“ auftaucht, bezieht sich auf die Anzeigesprache der Steam-Seite selbst, nicht auf das Spiel. Eine frühere fan-gemachte deutsche Übersetzung existierte nur als Community-Modifikation für den Tabletop Simulator und ist nicht mehr verfügbar. Kurz: Sie sollten mit dem englischen Regel- und Kartentext zurechtkommen. Das Spiel ist sprachlastig, viele Kräfte stehen als englischer Kartentext auf dem Bildschirm.

Für wen lohnt sich der Deal?

Für 4,90 Euro ist die digitale Spirit Island ein günstiger Weg, einen anspruchsvollen Koop-Klassiker auszuprobieren, vor allem für Solospieler und für alle, die das schwergewichtige Original erst einmal ohne Tischaufbau testen wollen. Und keine Sorge, dass Sie nur eine halbe Sache kaufen: Schon das Grundspiel bringt mehrere, sehr unterschiedlich spielende Geister, zuschaltbare Gegner-Fraktionen mit Schwierigkeitsstufen und verschiedene Szenarien mit, also reichlich Varianz für viele Partien. Die DLC erweitern das später um zusätzliche Geister, Gegner und Mechaniken, für den Einstieg brauchen Sie sie nicht. Wer Englisch im Spiel scheut, sollte das im Hinterkopf behalten. Das Angebot endet am 16. Juni 2026.

Die deutsche Brettspiel-Ausgabe erscheint übrigens bei Pegasus Spiele, wer das Original lieber physisch und auf Deutsch spielt, wird bei der deutschen Spirit-Island-Ausgabe von Pegasus Spiele fündig.

Daytripper – Momente, die unser Leben formen (Panini Comics)

13. Juni 2026 um 11:25

Welche Momente machen das Leben aus? Was zählt wirklich? In der eindrücklichen Graphic Novel Daytripper von Panini Comics wird auf einerseits sanfte, andererseits doch dramatische Weise gezeigt, wie unterschiedlich Lebenseinstellungen sich auf das Erleben auswirken können. Und sie zeigt gekonnt, wie zerbrechlich, aber auch bewegend das Leben selbst ist.

Dieser Beitrag wurde von Verena Tribensky geschrieben

Etherfields

Von: Horst
13. Juni 2026 um 08:00

Ich glaub ich Träume

Wenn es ein Spiel gibt, dem ich eine Menge zu verdanken habe, dann ist das Etherfields. Ist wahrscheinlich nicht ganz richtig, aber ich verbinde das Kampagnenspiel damit, dass ich sowohl mit Bill als auch mit Björn ein paar würdige Gegner im Brettspieluniversum und auch noch Mitstreiter bei diesem Blog gewonnen habe.

Warum Etherfields mir Albträume und uns alle schlaflose Nächte und nicht abnehmende Diskussionen bereitet hat, klärt dieser Artikel auf. Aber Achtung: Das wird keine echte Rezension.

Steckbrief

Spiel Etherfields
Verlag Awaken Realms
Veröffentlichung 2020
Idee Michał Oracz
Illustration Mateusz Bielski, Ewa Labak, Michał Sałata
Rating (BGG) 7.8
Komplexität 3.58 (Kennerspiel)
Spielweise kooperativ
Mechaniken Dream-Crawler, Deckbuilding

Erlebnisbericht

Etherfields ist ein Traum-Dungeon-Crawler. Traumhaft schön? Naja, da kommen wir gleich zu. Unsere Charaktere sind in einem gemeinsamen Albtraum gefangen und widmen sich düsteren Gedanken, verwirrenden Wortfetzen in scheinbarer Geschichte versteckt und einer ganzen Reihe von einmaligen Dungeons. Wir wissen nichts von unserer Vergangenheit. Der Klassiker wie auch bei Sword & Sorcery. Erleben wir aber bei letzterem Abenteuer für Abenteuer mehr von uns, bleibt es auch nach unzähligen Quests immer noch ein Rätsel, worum es eigentlich geht. Zumindest haben wir es nicht herausgefunden … wir haben aber die Kampagne … ACHTUNG … einfach abgebrochen.

Das Warum ist schnell auf einen Punkt gebracht: die Story hat einfach nicht getragen. Der Albtraum ist bei uns Realität geworden. Immer wieder in einen neuen Dungeon geworfen, wieder keine Hinweise (oder Schlüssel) bekommen, wieder keine verwertbaren Story-Verweise und wieder haben wir uns frei gespielt, dass wir einen Dungeon noch einmal spielen könnten. Was bei T.I.M.E. Machine ein Teil der Spielmechanik ist, nervt bei Etherfields. Wir haben sogar bei einigen Abenteuer alle Karten und Hinweise einfach mal durchgelesen und festgestellt … keine neuen Erkenntnisse.

Dabei ist da richtig Potential drin. Jedes Abenteuer spielt sich komplett anders. Wie es sich für einen Albtraum gehört werden wir meist nur auf einen Kartenausschnitt geworfen und dann müssen wir erst einmal herausfinden, was sind eigentlich die Endbedingung. Auch verändern sich die Räume mitunter recht stark. Dabei werden die quadratischen Räumplättchen manchmal quer überdeckt und verbinden auf einmal Plättchen miteinander oder zeigen neue Elemente. So viel Vielfalt habe ich noch in keinem Crawler gehabt. Aber am Ende fehlt doch der Plot, warum bin ich überhaupt hier.

Die Storyelemente, die wir fanden, waren alle samt kryptisch und wirr. Klar zeugt das von einer gewissen Traum-Atmosphäre, aber irgendwann wünscht man sich doch mal den Speaker aus dem Off, der die Handlung vorantreibt.

Neben den Dungeons gibt es eine Stadt in unseren Träumen, dessen Karten wir ebenfalls erst komplett freispielen müssten. Das hat zwar geklappt, klaut aber nur wertvolle Spielzeit, da man viel von ganz links nach ganz rechts geschickt wird und dadurch auf einer anderen kleinen Karte noch mit kurzen Albtraum-Monstern konfrontiert wird. Die sind nur dafür da unsere Lebenspunkte und Kartenauswahl zu dezimieren bevor wir uns in das richtige Abenteuer stürzen können.

Also unsere Stimmung schon den Alpträumen sehr nah kam, sind wir nur noch direkt von Abenteuer zu Abenteuer gereist.

Bill hat sich damals in Unkosten gesteckt und sich alle Erweiterungen und vor allem die tollen Minis gekauft (ganz untypisch für ihn als Sundrop). Die Miniaturen sind natürlich 1a-Qualität und optische Highlights. Alle Tabletoppler und Brettspielenden, die günstig an das Minitaturen-Set kommen: Kaufen! Ihr werdet eure Quests auf ein gruseliges neues Level heben. Die meisten Minis zieht man dabei leider nur einmal aus der Verpackung.


Bewertung

Am Ende bleiben wenig Worte und wenig positive Worte übrig für dieses ambitionierte Projekt. Habe es nicht mehr recherchiert. Björn behauptet, dass es eines der ersten echten Kampagnenspiele war. Die Entwickungs- und die Auslieferungszeit hatten zwar Awaken Realms-epische Verzüge, aber es ist tatsächlich schon etwas älter.

Aber all dies schützt vor Strafe nicht. Am Ende ist es leider ein Flop, der viel zu viel Zeit frisst und mit belanglosen Abenden bestraft. Schade eigentlich. Das Setting ist dabei (Alp-)traumhaft gut und entspricht genau dem Thema, dass ich gerne habe. Nur leider überhaupt kaum Fortschritt und eine zum einschlafen schleppende Story.

Björns Meinung

Horst hat hier eigentlich schon alles Wichtige gesagt. Spielt man nach den normalen Regeln, verkommt es zu einem übertrieben unnötigen Grind und Gekämpfe, und wenn man ehrlich ist, ist das Kampfsystem nun wirklich nicht so ausgeklügelt, dass es das gesamte Spiel tragen würde. Das Ganze lebt von der Geschichte, aber die geht einfach nicht voran und die kleinen Mini-Stories variieren stark von der Qualität.

Die einzelnen Träume haben teils schon ihren Charme, aber der Metaplot entwickelt sich einfach null weiter. Fast so, als hätte der Autor ihn selbst nur geträumt und nach dem Aufwachen direkt vergessen. Hier fühlst du dich wie in diesen Klischeealbträumen, in denen du rennst und rennst, aber das Ziel immer weiter von dir wegrückt.

Ich war damals in ein fast All-in gegangen, weil es thematisch und vom Style her wie für mich gemacht wirkte. Ich wünschte wirklich, ich würde dieses Spiel lieben, aber man kann über die Probleme einfach nicht hinwegsehen, so fest man beim Spielen auch die Augen zukneift. Selten fand ich eine Enttäuschung so unfassbar schade wie bei diesem Spiel.

Ein Gutes hatte das Ganze aber: Horst und Bill habe ich eigentlich nur durch diesen Titel kennengelernt. Ich wollte damals nur mal bei einer Partie dabei sein, um die Regeln zu lernen (denn die sind obendrein furchtbar unübersichtlich, vermutlich wurden die auch von jemandem im Tiefschlaf verfasst). Naja, das Ende vom Lied ist – Ich bin geblieben und Etherfields musste gehen. Mal schauen, welches Spiel dann irgendwann mich am Tisch ablöst! 😀

Bills Meinung

Meine Vorredner haben bereits alles aufzählt, was man meiner Meinung nach zu Etherfields sagen kann, daher halte ich mich mal mit meinem Teil möglichst knapp. Wäre die Geschichte nur annähernd so schön und episch wie das Setting und dessen Idee dahinter gewesen und ein roter Faden noch irgendwo unter den vielen Trümmern des verloren gegangenen Gameplays zu finden gewesen, wäre es sicherlich ein gutes Spiel geworden. Hätte man dazu noch etwas von den Ideen mit denen man die Miniaturen entwickelt hat in den Plottfließen lassen, hätte das Spiel weit über sein Potenzial hinaus wachsen können! Ich wollte es lieben und war zum vorzeitigen Ende hin der Erste der laut STOP!!! rief. Schade ist es allemal!

Awaken Realms hat mit den Jahren natürlich dazu gelernt. Dennoch sehe ich eine ähnliche Handschrift in anderen ihrer Titel immer wieder. Tainted Grail und ISS Vanguard oder Dragon Eclipse sind hier Beispiele für die stetig spürbare positive Entwicklung des Verlags und seiner Spieledesigner aber ich höre doch häufig die immer gleiche Leier: Tolle Idee, grandiose Figuren – aber die Story wirkt dagegen stiefmütterlich erstellt. Auch gerade jetzt bei dem neuesten Titel Lands of Evershade, wobei die Meinungen der kritischen Stimmen eher auf hohem Niveau schwimmen. Aber man erkennt schon einen gewissen Konsens, wobei mir die gerade genannten Titel, die ich bereits spielen konnte, persönlich wesentlich besser als Etherfields gefallen. Wir werden sicherlich hier davon berichten.


(c) Copyright Awaken Realms

Bannerbild von Stefan Keller auf Pixabay

Icons von Icons8

Grafik(en) und Bild(er) von Horst Brückner

Das Spiel habe ich privat erstanden. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden und spiegelt meine persönliche Meinung wider.


Colt Express

Von: ferengi
13. Juni 2026 um 05:41

Spiel des Jahres 2015

Immer wenn die Spiele des Jahres nominiert oder gewählt werden kommt Kritik an der Jury auf. So zuletzt auch hier bei uns zu Dito!, welches es aber vermutlich 2026 schafft.
Doch genauso hat auch die Liste auf Board Game Geek einen Einfluß auf das Kaufverhalten, dann eher für die Vielspieler. Überschneidungen der beiden Liste gibt es kaum, so ist Sky Team das höchstbewerteste Spiel des Jahres auf BGG mit Platz 32.

Viele Spiele des Jahres sind auf BGG weit unter der 7,5-Ferengi-Wertung, dazu zählt auch Colt Express aus dem Jahre 2015. Dabei ist es besser, als ich es in Erinnerung hatte und bietet viel Spieltiefe und hat auch eine tolle Tischpräsenz.

Das Western-Szenario und der Zug als Spielbrett mit den wunderschönen Kakteen als Deko begeistern mich natürlich sofort. Als Spieler überfallen wir einen Zug und wollen die Schätze rauben. Dabei behindern wir uns überwiegend gegenseitig, aber auch der Sheriff treibt ein Unwesen auf dem Zug. Spielerisch legen wir unsere Handkarten teilweise offen oder verdeckt reihum auf einen Stapel und arbeiten diesen dann in dieser Reihenfolge ab. Wir bewegen uns, klettern aufs Dach, Boxen und Schießen oder bewegen den Sheriff zu den anderen Spielern. Und natürlich nehmen wir Schätze auf. Doch ob die dann wie geplant noch an dem Ort sind, an dem wir uns vermuten, ist dann schon spannend.
Auch nett sind die verschiedenen Abfolgen in einem Spielzug, die mit einer Karte vorgegeben werden. Also wann wir eine Karte verdeckt spielen dürfen oder mal zwei Karten auf einmal. Auch hat jeder Bandit eine besondere Fähigkeit und kann z.B. immer die erste Karte verdeckt spielen oder nimmt einen Schatz von einem geboxten Gegenspieler direkt auf.

Ich bin in diesem Spiel der Doc. Besonderheit: Er darf 7 Handkarten zu Beginn des Spielzuges aufnehmen. Dieses ist gut, da Kugeln schnell das Deck verstopfen.
Das Spielfeld: Der Zug und Kakteen.
Links die Vorgabe für diese Runde: Die zweite Karte wird verdeckt gespielt. Am Ende des Spielzuges werden alle Banditen, die sich auf dem Dach befinden, ans Ende des Zuges gestellt.

Fazit:

Ich mag Autobattler und Deckbuildung. Auch wenn hier das Deckbuildung eher nur ein Deckverstopfen ist. Denn mit jedem Schuss auf uns oder jede Begegnung mit dem Sheriff bekommen wir eine Kugel (Niete) ins Deck. Definitiv besser als die BGG-Wertung.

Stubenscore: 7,7 / 10


COLT EXPRESS

BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

1 % Chance

13. Juni 2026 um 02:33

Willkommen in der Welt von 1 % Chance! Ist das Glück auf deiner Seite? Kannst du gut bluffen? Gelingt es dir, deine Mitspieler gut einzuschätzen? Dann wird dich das Kartenspiel…

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Vom Mega-Hype zum 5-Dollar-Schnäppchen: Warum SeaFall zum größten Legacy-Flop wurde

Vom Mega-Hype zum 5-Dollar-Schnäppchen: Warum SeaFall zum größten Legacy-Flop wurde

2016 gab es kein heißeres Brettspiel als SeaFallRob Daviau, der Erfinder des Legacy-Formats — er hatte mit Risk Legacy (2011) das Konzept erfunden und mit Pandemic Legacy: Season 1 (2015) das bestbewertete Brettspiel aller Zeiten auf BGG abgeliefert — kündigte sein nächstes Meisterwerk an. Kein Franchise, kein Lizenzprodukt: Daviaus erste komplett eigenständige Legacy-Welt. 430 Kapitel, 15 Partien, versiegelte Kisten, ein sich permanent veränderndes Spielbrett. Die Erwartungen waren astronomisch. Das Ergebnis war eine der meistdiskutierten Enttäuschungen der Brettspielgeschichte.

City of Six Moons: Warum dieses Spiel ohne Anleitung ein obsessiver Kult-Hit wurde

Regeln in Alien-Sprache: Ist City of Six Moons das radikalste Brettspiel-Experiment aller Zeiten?

City of Six Moons: Vier Monate, drei Phasen, null Gewissheit — die Nachbetrachtung eines Experiments. Als City of Six Moons im Sommer 2024 erschien, klang die Prämisse nach einem Gimmick: ein Solospiel, dessen Regelbuch komplett in einer außerirdischen Symbolsprache verfasst ist. Die Designerin Amabel Holland (Hollandspiele) weigerte sich, Regelfragen zu beantworten. Zwei Jahre später wissen wir: Es war kein Gimmick. Es war eines der radikalsten Spielexperimente des Jahrzehnts — und es hat eine kleine, obsessive Fangemeinde gefunden.

Video – Brettspiel News vom 12. Juni 2026

12. Juni 2026 um 21:30

Hier sind die Brettspiel News. Ich habe ein paar Infos in den verschiedenen Clustern zusammengetragen.  Heute wieder einiges dabei für jeden.  VIDEO Inhalt ■ in eigener Sache■ News (Netto, Digital Neu)■ Crowdfunding (8 Dragons, Altera, Concordia, Shackleton Base Erweiterung)■ Ticker (The Danes, Harmonies – Im Klang der Wildnis, Food Truck Fury, Great Heights, Last Lemming, […]

Thunder Road Vendetta: Maximum Chrome wieder vorbestellbar

12. Juni 2026 um 20:56

Frosted Games öffnet die Vorbestellung für Maximum Chrome erneut

Thunder Road Vendetta: Maximum Chrome wieder vorbestellbar

Wer die große Box zu Thunder Road Vendetta verpasst hat, bekommt eine zweite Chance: Frosted Games hat die zwischenzeitlich ausverkaufte Maximum-Chrome-Ausgabe wieder vorbestellbar gemacht. Es handelt sich laut Frosted Games um die dritte Auflage. Der Verlag rechnet mit der Auslieferung im vierten Quartal 2026 und dämpft die Erwartungen selbst: Rechtzeitig zur SPIEL in Essen 2026 werde die Box wahrscheinlich nicht eintreffen. Im Frosted-Shop steht die Ausgabe für 139,95 Euro.

Die Big Box läuft im Direktvertrieb über Frosted Games. In den regulären Handel geht Maximum Chrome nicht, wer die Sammelausgabe will, bestellt also direkt beim Verlag.

Worum es geht: chaotisches Auto-Rennen mit Schussduellen

Thunder Road Vendetta ist ein reines Mehrspieler-Spiel für zwei bis fünf Personen. Einen Solo-Modus gibt es nicht; auch in der Wertung der BGG-Community schneidet die Einzelpartie schlecht ab, am besten läuft das Spiel zu dritt oder zu viert. Eine Partie dauert 45 bis 75 Minuten.

Gespielt wird auf einem Rastersystem. Würfel steuern beides: die Bewegung der eigenen Fahrzeuge und die Schüsse auf gegnerische Wagen. Statt fester Augenzahlen werten die Spielenden Würfelsymbole aus (Die Icon Resolution), klassisches „Roll and Move" trifft hier auf Beschuss und Rempeleien. Geschrottete Autos fliegen aus der Partie (Spielerelimination), das letzte fahrende Fahrzeug gewinnt. Das Spielgefühl ist entsprechend ruppig und direkt, die Mechanik gehört zur „Take That"-Familie. Mit einer Komplexität von 2,25 von 5 auf BoardGameGeek bleibt der Titel trotz Kampf und Chaos im zugänglichen Bereich.

Hinter dem Spiel steht der US-Verlag Restoration Games als Design-Partner, Frosted Games verantwortet die deutsche Ausgabe. Das Autorenteam umfasst Dave Chalker, Noah Cohen, Rob Daviau, Justin D. Jacobson, Brett Myers und Brian Neff. Die Illustrationen stammen von Marie Bergeron und Garrett Kaida. Der Verlag gibt die deutsche Ausgabe ab 12 Jahren frei.

Was in der Box steckt

Maximum Chrome bündelt das Grundspiel und alle Erweiterungen in einer foliengeprägten Box. Inhaltlich lassen sich zwei Ebenen unterscheiden.

Spielerisch erweitern den Grundkasten die Module „Fetter Truck & Die Wilden 5", „Blech Blut und Höllenglut", „Schraubbude" und „Nachladen". Dazu kommt die nur in dieser Ausgabe enthaltene Mini-Erweiterung „Deutsche Ingenieurskunst": Sie ersetzt die Bewegungs- und Schusswürfel durch ein Kartenset und bietet damit eine alternative Steuerung für alle, die weniger Würfelglück und mehr Planung wollen.

Auf der Ausstattungsseite legt die Sammelausgabe nach: ein exklusiver Crew-Leader (Em Berco), ein konsolidiertes Regelheft, das die Regeln aller Inhalte an einer Stelle zusammenfasst, sowie ein passgenaues Custom-Insert in der hochwertig geprägten Box.

Einordnung

Für DACH-Sammlerinnen und -Sammler ist der Schritt relevant, weil die deutsche Big Box lange nicht erhältlich war und nicht über den Handel läuft. Wer Thunder Road Vendetta in der Vollausstattung haben will, hat mit der dritten Auflage erneut die Gelegenheit dazu, sollte aber die Verlagsprognose im Blick behalten: Liefertermin frühestens viertes Quartal 2026, der Messetermin in Essen ist nach Verlagsangabe wahrscheinlich zu früh.

Die Kampagnen-Preview für Die Dänen von Uwe Rosenberg & Gernot Köpke bei Feuerland Spiele ist auf Gamefound online gegangen

Newsbild Auf Gamefound ist die Kampagnen-Preview für das Spiel Die Dänen von Uwe Rosenberg und Gernot Köpke, welches bei Feuerland Spiele erscheinen soll, online gegangen. Im Jahr 825 brach eine Gruppe von Wikingern zu einer Reise auf, die weit länger dauern sollte als erwartet. Im epischen Worker-Placement-Spiel Die Dänen erkunden die Spielenden neue Gebiete und treiben Handel. Zudem widmen sie sich alltäglichen Aufgaben wie der Tierzucht, dem Sammeln von Gütern und der Jagd, um sich ein stetiges Einkommen und Siegpunkte zu sichern. Am Ende gewinnt die Person mit den meisten Siegpunkten. Die Spielenden beginnen mit einer kleinen Gruppe von Wikingern, doch mit jeder Runde wachsen ihre Mannschaft und ihre Möglichkeiten. Gleichzeitig steigen jedoch auch die Ansprüche ihrer Gemeinschaft an Nahrung und Abgaben. Die Kampagne wird noch in diesem Jahr starten. Das Spiel selbst, welches eine Weiterentwicklung von Ein Fest für Odin ist, wird jedoch erst 2027 erscheinen.

Oh my socks

12. Juni 2026 um 16:00

Helvetiq, 2025
Autoren: Antoine Bauza & Théo Rivière
2–5 Spieler:innen, ab 6 Jahre, 15 Minuten

Eine Socke liegt schon brav im passenden Stapel, die nächste wandert durch die Runde und plötzlich stellt sich diese kleine, gemeine Frage: Wollt ihr wirklich noch eine davon haben? In „Oh my socks!“ geht es um ein vertrautes Haushaltsdrama im Kartenformat. Socken verschwinden, tauchen doppelt auf, landen bei den falschen Leuten und sollen am Ende möglichst ordentlich sortiert sein. Das Spiel nimmt diese einfache Idee und macht daraus einen sehr zugänglichen Absacker. Ihr sammelt Socken in eurer Auslage, aber nicht jede zusätzliche Karte ist automatisch gut. Entscheidend ist, dass am Ende gerade Mengen gleicher Socken zählen. Zwei sind schön, vier sind besser, drei oder fünf können dagegen ärgerlich sein. Genau daraus entsteht der Reiz. Das Thema ist nicht bloß Dekoration, sondern erklärt sofort, warum einzelne Socken nerven und Paare erfreuen.

Ihr zieht Karten, entscheidet euch für eine davon und gebt eine andere weiter. Das klingt zunächst harmlos, entwickelt aber schnell kleine Spitzen. Denn ihr schaut nicht nur auf eure eigene Auslage, sondern auch auf die der Mitspieler:innen. Wer braucht gerade dringend noch eine bestimmte Socke? Wem würdet ihr mit dieser Karte ein Paar schenken? Und wem könnt ihr vielleicht eine Socke zuschieben, die aus einem wertvollen Zweier plötzlich einen wertlosen Dreier macht? Gerade zu viert entsteht dadurch ein schöner Fluss. Die Züge sind kurz, niemand wartet lange und trotzdem passiert am Tisch genug, um aufmerksam zu bleiben. Das Spiel lebt von diesen kleinen Momenten, in denen eine scheinbar harmlose Karte plötzlich Bedeutung bekommt. Manchmal nehmt ihr die sichere Karte für euch selbst. Manchmal ist es reizvoller, jemand anderem eine unbequeme Socke weiterzugeben. Und manchmal hofft ihr einfach, dass die nächste Karte eure Auslage wieder geradebiegt. Glück spielt natürlich mit. Ihr könnt nicht kontrollieren, welche Karten kommen und wann die Partie endet. Trotzdem fühlt sich das Spiel nicht beliebig an, weil die Entscheidungen am Tisch Gewicht haben. Wer nur auf sich schaut, verschenkt Möglichkeiten. Wer dagegen beobachtet, welche Muster bei den anderen liegen, kann mit einfachen Mitteln kleine Wendungen auslösen. Das ist kein großes Taktikfeuerwerk, aber für ein kurzes Kartenspiel genau die richtige Menge an Entscheidung.

„Oh my socks!“ überzeugt vor allem dadurch, dass es sofort verständlich ist und trotzdem nicht völlig von allein läuft. Die Regeln sind schnell erklärt, die Partie kommt ohne Anlaufzeit in Gang, und nach wenigen Zügen ist klar, worauf ihr achten müsst. Das macht das Spiel besonders stark für Runden, die etwas Leichtes für zwischendurch suchen, aber keine reine Glücksnummer auf den Tisch legen wollen. Am besten funktioniert das Spiel, wenn ihr Lust habt, euch gegenseitig im Blick zu behalten. Die Interaktion ist freundlich gemein, aber nicht zerstörerisch. Ihr könnt anderen eine unpassende Socke zuschieben, doch der Schaden bleibt klein genug, dass daraus eher Gelächter als Frust entsteht. Zu viert trägt diese Dynamik sehr gut, weil genug Karten durch die Runde wandern und die Entscheidungen nicht nur aus Selbstoptimierung bestehen. Die Downtime bleibt gering, der Spielfluss ist angenehm flott. Die Schwäche liegt in der Natur des Spiels. Wer viel strategische Tiefe, langfristige Planung oder starke Kontrolle sucht, wird hier nicht lange verweilen. Auch der Wiederspielreiz lebt weniger von neuen Entdeckungen als von der lockeren Tischstimmung. Das ist kein Spiel, das einen Abend allein trägt. Es ist eines, das zwischen zwei größeren Spielen, nach dem Essen oder als schneller Einstieg sehr gut funktioniert. Das Material ist solide, die Gestaltung freundlich und klar genug, um die Sockenmuster gut auseinanderzuhalten. Besonders sympathisch bleibt die kleine Helvetiq-Schachtel, die wenig Platz braucht und genau zu dieser Art Spiel passt. Haptisch wirkt das Ganze unaufgeregt, aber ordentlich. Es ist kein Materialfest, aber es erfüllt seinen Zweck und unterstützt den schnellen, unkomplizierten Charakter. Unterm Strich ist „Oh my socks!“ ein schöner Absacker mit einem gut greifbaren Kniff. Wenn ihr kurze Kartenspiele mögt, bei denen ihr nicht nur eure eigene Auslage sortiert, sondern auch mit einem Auge auf die anderen schaut, werdet ihr hier viel Freude haben. Für Familien, Gelegenheitsspieler und lockere Runden ist das Spiel eine klare Empfehlung für zwischendurch. Wer dagegen Tiefe und große Spannungsbögen sucht, sollte die Socken lieber im Schrank lassen.

Wine & Cheese: Kennerspiel-Duell für genau zwei Personen

12. Juni 2026 um 14:40
Wine & Cheese: Kennerspiel-Duell für genau zwei Personen

Mit „Wine & Cheese” bringt Deep Print Games ein Kennerspiel für genau zwei Personen an den Tisch, das den Erfolg an eine ungewöhnliche Bedingung knüpft: Am Ende zählt pro Hof nur die Ware, die weniger eingebracht hat. Autor Scott Almes baut damit den Grundgedanken seines Vorgängers „Beer & Bread” weiter aus, diesmal anspruchsvoller und rund um Wein- und Käseproduktion im Burgund.

Spieleranzahlgenau 2 Personen
Spielzeit45 bis 75 Minuten
Alterab 12 Jahren
AutorScott Almes
IllustrationMichael Menzel, Alexander Jung
VerlagDeep Print Games
Vertriebexklusiv über Pegasus Spiele
ReiheFor-2-Reihe von Deep Print Games
UVP29,99 Euro
Erschienen27. Mai 2026

Worum es geht

„Wine & Cheese” versetzt die beiden Spielenden auf benachbarte Höfe im Burgund. Jeder Hof stellt zweierlei her: Wein und Käse. Über zwei Spieljahre hinweg sammeln Sie Zutaten, lassen Ihre Waren reifen und verkaufen sie zum richtigen Zeitpunkt. Jedes Jahr gliedert sich in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter, und jede Jahreszeit hat ihre eigene Phase im Ablauf.

Die Mechanik

Das Herzstück ist ein paarweises Einsetzen der Arbeitskräfte. Im Frühling entsenden Sie Ihre Arbeiter paarweise auf die Parzellen, im Herbst holen Sie sie von dort zurück. Die Parzellen sind geteilt, beide Höfe greifen also auf dieselben Felder zu. Wer wann welches Paar setzt, entscheidet darüber, welche Zutaten und Aktionen Ihnen offenstehen und welche Sie der Gegenseite überlassen.

Danach zählt das Timing. Wein und Käse durchlaufen einen Reifeprozess, bevor sie ihren vollen Wert erreichen. Verkaufen Sie zu früh, verschenken Sie Ertrag; warten Sie zu lange, blockieren die Waren Ihren Hof. Über die Spieljahre verwalten Sie zudem Ihre Handkarten und erfüllen Verträge, die festlegen, welche Lieferungen sich besonders lohnen.

Mechanisch verbindet „Wine & Cheese” damit Worker Placement mit Hand- und Kartenmanagement. BoardGameGeek führt das Spiel mit einer mittleren Komplexität von 3,0 und ordnet es als reines Spiel für zwei Personen ein. Einen Solo-Modus gibt es nicht.

Der Clou: nur die schwächere Ware zählt

Den eigentlichen Kniff liefert die Endwertung. Nach den zwei Jahren ermittelt jeder Hof seine Einnahmen getrennt für Wein und für Käse. Gewertet wird aber nur die Warenart, die weniger eingebracht hat. Wer den Wein vernachlässigt, um den Käse zu maximieren, verschenkt am Ende seine Stärke. Der Reiz liegt also nicht im Spezialisieren, sondern im Gleichgewicht: Beide Standbeine müssen mithalten, sonst zählt nur das schwächere.

Wine & Cheese: Kennerspiel-Duell für genau zwei Personen
Die Eckdaten zu Wine & Cheese auf einen Blick. Grafik: Würfelreich; Daten: BoardGameGeek, Pegasus Spiele.

Autor, Illustration und Einordnung

„Wine & Cheese” stammt von Scott Almes, der bereits den Vorgänger „Beer & Bread” entworfen hat. Beide Titel gehören zur For-2-Reihe von Deep Print Games, die sich ausschließlich an Paare und Duell-Runden richtet. Im Vergleich zu „Beer & Bread” fällt „Wine & Cheese” anspruchsvoller aus: Der Balance-Zwang in der Wertung, das Timing des Reifeprozesses und die zu erfüllenden Verträge verlangen vorausschauendes Planen über beide Spieljahre.

Die Illustrationen stammen von Michael Menzel und Alexander Jung. Verlegt wird das Spiel von Deep Print Games, der Vertrieb im Handel läuft exklusiv über Pegasus Spiele. Erst kürzlich hat Deep Print Games den Klassiker Cuba als Cubaneo neu aufgelegt; wer das Verlagsprogramm verfolgt, findet weitere Titel von Deep Print Games im Überblick. Für ein anderes anspruchsvolles Duell zu zweit lohnt zudem der Blick auf das Kennerspiel-Duell Compile. Seit dem 27. Mai 2026 steht „Wine & Cheese” zur UVP von 29,99 Euro im Sortiment. In der Schachtel stecken ein Spielplan, 60 Karten, 95 Holzteile, vier Aufbewahrungsschachteln, ein Wertungsblock und die Anleitung.

Quellen

Cozy Stickerville – Ein Dorf, das bleibt (Rezension)

12. Juni 2026 um 09:00

Cozy StickervilleEin Dorf, das Sticker für Sticker wächst, Bewohner*innen mit eigenen Geschichten und zehn Jahre voller kleiner Entscheidungen: Cozy Stickerville ist für das Spiel des Jahres 2026 nominiert und stellt uns dabei vor eine ehrliche Frage: Muss ein Brettspiel eigentlich ein Spiel sein?

Dieser Beitrag wurde von Tim Billen geschrieben

Top 10 Spiele für den Mallorca-Sommerurlaub

Von: Peer
12. Juni 2026 um 08:31

Top 10 Spiele für MallorcaOk, es muss natürlich nicht Mallorca sein, es gibt auch viele andere schöne Orte für den Sommerurlaub. Wir waren letztes Jahr zum Beispiel auf Kreta in Griechenland und das war auch toll. Was aber immer dabei sein muss sind kleine Brettspiele und Kartenspiele, denn was gibt es schöneres als nach einem Strandtag noch was zu […]

Der Beitrag Top 10 Spiele für den Mallorca-Sommerurlaub erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

TIANXIA - T-Party mit ungebetenen Gästen

12. Juni 2026 um 08:00

Das sind doch die gleichen wie in Mulan!“, stellte meine Mitspielerin Sonja nach der Regelerklärung fest und bewies historische Sattelfestigkeit auf Disney-Niveau. „Die“, das sind die Reiternomaden der Xiongnu, die in Tianxia über die Chinesische Mauer drängen, während wir im Hinterland am Reich bauen. Krieg ist immer gleich und verlustreich, und deshalb sollten trotz des kompetitiven…

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Similo: Wassertiere

Von: Roy
12. Juni 2026 um 07:55


Kaum zu glauben, aber wahr: Wir haben bisher keine Rezension zum Deduktionsspiel „Similo“ auf unserer Homepage. Da es mittlerweile jedoch zahlreiche Versionen davon gibt, haben wir uns gedacht, dass wir das nun endlich nachholen sollten. Ursprünglich stammt das Spiel von Horrible Guild, in Deutschland wird es von HeidelBÄR Games vertrieben. In dieser Rezension konzentrieren wir uns auf eine der neueren Versionen: „Wassertiere“. Ich kann euch aber schon sagen: Es gibt auch Varianten zu Tieren, Wildtieren, Märchenfiguren, historischen Figuren, mythischen Wesen und und und …

Als Autoren werden Martino Chiacchiera, Hjalmar Hach und Pierluca Zizzi genannt. Bis zu 8 Spieler können mitmachen, eine Partie dauert ca. 10–15 Minuten.


Bei Similo gibt es stets einen Tippgeber, der sich eine Karte zieht, die es von den Ratenden zu erraten gilt. Dafür zieht der Tippgeber elf weitere Karten und mischt diese zusammen mit der gesuchten Karte, bevor er sie in einem 3×4-Raster auslegt. Innerhalb von fünf Runden müssen die anderen Spieler nun die gesuchte Karte herausfinden.

In jeder Runde wählt der Tippgeber eine Karte aus seiner Hand (aus den nicht verwendeten Karten) und legt sie zur Auslage. Wird sie hochkant gelegt, bedeutet das, dass diese Karte eine Gemeinsamkeit mit der gesuchten Karte hat. Wird sie quer gelegt, bedeutet das das Gegenteil.

In der ersten Runde müssen die Ratenden eine Karte ausschließen, nach der zweiten Runde zwei Karten, dann drei und in der vierten Runde sogar vier – bis am Ende nur noch zwei Karten übrig bleiben. Mit dem fünften und letzten Tipp soll dann idealerweise die richtige Karte gefunden werden, womit das Spiel gewonnen ist. Sollte allerdings irgendwann die gesuchte Karte selbst aus dem Spiel entfernt werden, verlieren alle sofort.


Auf den Bildern seht ihr die „Wassertiere“-Version, aber der spielerische Ablauf ist bei allen Versionen identisch. Die verschiedenen Ausgaben lassen sich sogar kombinieren, was sich gerade bei „Wassertiere“ mit den normalen Tieren oder Wildtieren anbietet.

Similo ist inzwischen fast schon ein Klassiker unter den Deduktionsspielen und hat sich einen festen Platz in den Herzen vieler Brettspieler erobert – insbesondere auch durch die zahlreichen Versionen, die zuletzt zur SPIEL in Essen erschienen sind. Die Regeln sind schnell erklärt, bieten aber dennoch eine schöne Knobelaufgabe, bei der man schnell in Diskussionen darüber gerät, was sich der Tippgeber bei seinen Hinweisen gedacht hat. Schön ist außerdem, dass auf den Karten kleine Hinweise abgedruckt sind, die zusätzliche Anregungen für Eigenschaften liefern.

Die Schachtel ist angenehm klein und lässt sich daher problemlos auf Reisen mitnehmen. Dadurch kommt das Spiel auch unterwegs gut auf den Tisch und sorgt für unterhaltsame Runden zwischendurch. Ich finde: Similo passt definitiv in jede Spielesammlung.

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Similo: Wassertiere von Martino Chiacchiera, Hjalmar Hach und Pierluca Zizzi
Erschienen bei Heidelbär Games
Für 2 bis 8 Spieler in ca. 10-15 Minuten ab 7 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Heidelbär Games)

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