Lese-Ansicht

Tainted Grail – The Fall of Avalon

Im Schatten Avalons

Awaken Realms kennen wir als professionellen Entwickler von aufwändig produzierten Brettspielen. Die Polen machten unter anderem die Nemesis Serie, Etherfields, Tamashii und auch die Tainted Grails Fall of Avalon und Kings of Ruin.

Obwohl sie schon erste Schritte auf dem Videospielmarkt wagten, wie die Umsetzung von Nemesis Lockdown, ist die Videospieladaption bei weitem das größte Projekt für die Polen. So kam es im Sommer 2025 auf den Markt, unglücklicherweise zur gleichen Zeit, in der auch das Remaster von Oblivion kam und damit die oldschool Rollenspieler schon sehr beschäftigt waren. Doch die Verkäufe über die folgenden Monate war doch überraschend gut und Tainted Grail gewann eine größere Community.

In vielen Aspekten lehnt sich Tainted Grail der Elder Scrolls Serie an. Mit diversen Waffensätzen oder Magieeinsatz versuchen wir in semi-professionellen Kämpfen die Welt von Avalon zu retten.

Ich mag sehr die Stimmung und den Artstyle der Serie und würde auch gern das Videospiel lieben. Leider merkt man an vielen Aspekten, dass die Indieentwickler sich mit dem Projekt etwas übernommen haben. Neben technischen Problemen, wie niedrige Framerate, ruckeligen Animationen oder Clippingfehlern, fehlt es auch bei der Story an Linie. Ja, Avalon muss einmal mehr gerettet werden und die Wyrdnis verschlingt immer mehr Land, doch das Missionsdesign, inklusive der Nebenmissionen, wirkt eher zusammengepuzzelt.

Ich mag normalerweise, wenn Spiele einen nicht eng an die Hand nehmen, doch Tainted Grail macht es einen nicht einfach. So wird Stunde und Stunde die Welt leerer und die Quests beliebiger. Es folgen sicher weitere Patches, aber mittlerweile habe ich etwas den Faden bei der Story verloren. Auch spielerisch vermisst man fast Ubisoft. Die Kämpfe können auf normalen Schwierigkeitsgrad frustrieren. Auf der anderen Seite langweilen sie schnell, wenn man diesen notgedrungen runter regelt.

Auch wenn ich oftmals über fehlendes Polish hinwegsehen kann und Indie durchaus mag, so finde ich es hier ein wenig schade. Die Welt von Tainted Grail hätte wirklich Potential für ein Rollenspiel mit höherem Produktionslevel.

Stubenscore: 7,0 / 10

Links mit Magie, rechts mit Schwert.
Ein großer Schlossbereich – viele Leute laufen nicht rum.
Vom Style macht es schon ne Menge her.
Der Charakterbuild kommt sehr klassisch rüber.
Keine Gegner, die Skelette sind meine beschwörten Buddies. Leider laufen sie etwas wirr durch die Gegend.
Stimmung wie im Brettspiel.

TAINTED GRAIL - THE FALL OF AVALON
OPENCRITIC

PC | XBOX | PS5 (getestet)

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Play Forward 1 – Altes Spiel mit neuem Thema

Dank einer Kulturförderung des Senats Berlin und der Zusammenarbeit mit dem Olof Palme Zentrum in Berlin läuft seit September das bisher größte FLINTA*stisch-Projekt: In der neunmonatigen Workshop-Reihe Play Forward – Spiele heute, verändere morgen lernen junge FLINTA*s, wie sie selbst Brettspiele entwickeln können – von der ersten Idee bis hin zum fertigen Spiel.

Seither ist die Gruppe von etwa 15 Personen fleißig am Lernen, Entwickeln, Testen und natürlich Spielen. In theoretischen Deep Dives beschäftigten wir uns mit wichtigen Spielelementen wie Siegbedingungen, Aktionsmechanismen und Zufall an und setzten das ganze immer wieder in verschiedenen Design-Challenges und Game Jams um. 

Berichte der Teilnehmer*innen

Bei einer dieser Challenges sollten die angehenden Spieldesigner*innen bereits existierende Spiele nehmen und das Thema in ein neues, zufällig bestimmtes umwandeln. Wie dabei das Vorgehen war, welche Challenges es gab und welche Ergebnisse dabei herauskamen, erzählen sie euch hier.

Vom Dinopark zur Politik – Politosaurus

Im Spiel Draftosaurus geht es darum, einen eigenen Dinosaurier-Park mit Dinosaurieren zu füllen. Unterschiedliche Gehege haben dabei unterschiedliche Regeln, wie Dinos darin platziert werden dürfen und wie sie Punkte geben. Mal will man möglichst viele verschiedene Dinos, mal will man nur eine Art. Wer das am Ende am besten gemacht hat, gewinnt.

Die Challenge: Macht daraus ein Spiel zum Thema „Aktivistisches Dilemma: Wie erreicht man Fortschritt in einem statischen System“.

Bericht der Übungsgruppe:
Für die Übung haben wir versucht das Thema „Aktivistisches Dilemma: Wie erreicht man Fortschritt in einem statischen System“ auf Draftosaurus anzuwenden. Wir haben das statische System mit dem (vor allem deutschen) politischen System interpretiert.
Dabei wurden die Dinosaurier zu politischen Richtungen und Wählerstimmen, die Gehege zu politischen Diskursen und der T-Rex zu der Partei, die von den Wähler*innen aus Gewohnheit immer wieder gewählt wird. So wurde zum Beispiel die „Ebene der Vielfalt“ zu einem pluralistischen Diskurs, der dem Diskurs des „Waldes der Gleichartigen“ immer unterlegen ist und die „Insel des Einzelgängers“ zur 5% Hürde. Wir sind jedoch zu dem Schluss gekommen, dass das Thema zu komplex ist, um mit den in Draftosaurus vorhandenen Mechaniken darstellbar ist. Und so wurde daraus nur ersichtlich, wie ein statisches System statisch bleibt.

Schnitzeljagd im römischen Reich

Bei Schnitzeljagd versucht man möglichst viele Pilze zu sammeln, denn wer als Erstes fünf erreicht, hat gewonnen. Dafür muss man die eigenen Karten geschickt ausspielen: Mit den großen Tieren kann man die kleineren mit etwas Glück zwar fressen, aber kleine Tiere geben mehr Punkte, wenn sie überleben. 

Die Challenge: Macht daraus ein Spiel zum Thema „Historisches Rom“.

Bericht der Übungsgruppe:

Wir haben zunächst überlegt, statt der Hierarchie in der Nahrungskette, eine Hierarchie innerhalb des Militärs oder statt der Tiere verschiedene (Kaiser)reiche darzustellen. Für letzteres war die Hierarchie allerdings nicht eindeutig genug. Ersteres erschien uns nicht vielfältig und interessant genug. Daher haben wir uns für die Hierarchie innerhalb der römischen Gesellschaft entschieden. Das Umschreiben fiel uns ab hier an leicht, weil sich die Strukturen (vereinfacht) ähnlich sind.

Ganz im Gegensatz zu unerem ersten Versuch Bevor wir mit der Umschreibung ins historische Rom begonnen haben, sind wir das Thema „chronische Krankheiten“ durchgegangen. Dabei haben wir schnell gemerkt, dass sich das Thema nicht gut in einem kompetitiven, hierarchisch-geprägten Spiel wie „Schnitzeljagd“ abbilden lässt.  

Explosion im Kräutergarten

In dem Spiel Kräutergarten geht es darum, möglichst viele Kräuter in die unterschiedlichen Beete einzupflanzen. Dabei muss beachtet werden, in welcher Kombination die Kräuter in ihren Beeten platziert werden.

Die Challenge: Macht daraus ein Spiel zum Thema „Chemie und Physik“.

Bericht der Übungsgruppe:

Aus Kräutergarten wird Chemieregal. Ohne uns mit Chemie oder Physik auch nur ansatzweise auszukennen, haben wir versucht das Thema so anzupassen, dass es einigermaßen Sinn ergibt.

Die unterschiedlichen Pflanzen wurden zu chemischen Stoffen. Manche Stoffe dürfen nicht zusammen gelagert werden und müssen erst gemischt werden, bevor sie weiter einsortiert werden können.

Die Wasserfarben-Optik der Karten fanden wir auch für das neue Thema passend. Um die Spielschritte zu verdeutlichen, sind die Karten allerdings transparent. Zwei verschiedene Stoffe übereinander ergeben dann auch optisch die gewünschte Reaktion (ob in Form von einer sich ergänzenden Strukturformel oder einer bildlichen Darstellung ist noch nicht ganz klar).

Es hat sehr viel Spaß gemacht zu überlegen, wie sich das Spiel ändern lässt, wenn ein anderes Thema vorgegeben wird. Wir hätten nicht damit gerechnet, dass es auf der einen Seite so „einfach“ geht und haben auf der anderen Seite nicht gedacht, dass sich ganz neue Spielmechaniken ergeben können.

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Pixies

Where is my mind?

Pixies ist nicht nur eine Band sondern es sind auch magische Wesen, die neue Plätze auf dem Waldboden suchen. Mit Castle Combo und Pixies kamen 2024 gleich zwei Kartenspiele mit einer Auslegefläche von 3×3 Karten raus.

Aber unterschiedlich spielen sie sich schon, obwohl beide darauf beruhen, dass die Siegpunkte durch sich gegenseitig beeinflussende Karten in der Auslage ergeben.

Nach lesen der kurzen Anleitung bleiben erst einmal ein paar Fragen. Also guckte ich mir die Beispielauswertung an und dann wurde es klarer. Auch wenn ich glaube, dass in der Anleitung das Beispiel falsch gewertet wurde. Wir ziehen aus einer Auslage von x (Anzahl der Mitspieler) Karten reihum schicke Pilzkarten und legen diese nach bestimmten Regeln in unserem anfangs virtuellen 3x3Raster aus. Entsprechend der Zahl der Karte kommt die Karte an diese Position, es gelten folgende Regeln:

  • Liegt an der Position noch keine Karte, kann man sie mit der Zahl oder umgedreht mit dem Waldboden nach oben hinlegen.
  • Liegt dort eine Karte, legt man sie auf die vorherige Karte, wenn diese mit dem Waldboden nach oben liegt; liegt die Karte mit der Zahl nach oben, kann man entscheiden, welche nun mit dem Waldboden darunter liegen soll
  • Liegen dort schon zwei Karten, dann kommt die Karte mit dem Waldboden nach oben an eine freie Position

Sind nach einer Runde bei einem Spieler alle neun Positionen belegt, endet die Runde.

Die Anlegeregeln sind einfach, wenn man sie einmal verstanden hat. Ziel sollte es sein, zwei Karten übereinander liegen zu haben, viele Karten mit gleichen Farben zusammen und möglichst viele Kreise sollten auch noch dabei sein.

Nun kommt aber das Punktezählen und daher ist es schon sehr wichtig, warum man welche Karte wann wie rum hinlegt. Denn es gibt Punkte für (a) die Kartennummer, wenn sie auf einem Waldboden liegt, (b) für die größte zusammengehörige Farbfläche (in Runde 1 multipliziert mit 2) und für (c) Kreise minus Kreuze auf den Karten zuzüglich Sonderwertung für Anzahl Karten einer Farbe. Puh. Aber einmal gespielt dann doch sehr simpel.

Es wird gewertet: (a) 5+6+7+8+9; (b) 3*2 (in Runde 1); (c) 1 (Kringel) – 2 (Kreuze) +3 (gelbe wegen Sonderkarte Nr 5))

Fazit:

Mit Pixies und Faraway hat Johannes Goupy gleich zwei sehr kreative Kartenspiele designt. Sein Rainforest dagegen gefiel mir nicht so gut. Besonders hervorzuheben sind die Bilder der Pixies, die alle von Sylvain Trabut mit Materialien aus dem Wald gebastelt und dann fotografiert wurden. In der heutigen KI-genierten Grafikwelt schon etwas besonderes.

Stubenscore: 7,8 / 10


PIXIES
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

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Metal Gear Solid: The Board Game

Analog Snake

Metal Gear Solid und Hideo Kojima haben einen großen Wert für mich, weswegen ich etwas Bedenken wegen der Verbrettspielung der Vorlage hatte. CMON halten sich bei ihrer Version für mich gar überraschend an den Levels des ersten Metal Gear Teils von 1998.

Die Kampagne startet direkt mit einem Metal Gear typischen Videocall und der ersten Mission, in der ich ungesehen einen Aufzug rufen und nehmen muss. Ich steuere Snake und kann meine vier Aktionspunkte beispielsweise auf Schleichen, schnelle Bewegung (kann ein Geräusch verursachen) oder einen stillen Takedown verwenden. Nach meinem Zug decke ich eine Aktionskarte für die Wachen auf, deren Bewegung ich danach abhandle.

Sobald sie mich sehen, wird Alarm ausgelöst und die Wachen bewegen sich angriffslustig auf mich zu. Doch ich bewege mich geschickt und weiche den Patrouillenrouten der Gegner aus, rufe den Fahrstuhl und entkomme in den nächsten Level – auch Dank Würfelglück direkt im ersten Versuch.

Die Kampagne führt geschickt Level für Level weitere Spielmechaniken hinzu. So lerne ich die Bedrohung von Kameras kennen, neue Aktionen wie das Hacken von Computern und ich finde diverse Gegenstände – sogar Pappkartons. Durch die neuen Komponenten wird auch die Glückskomponente des ersten Tutoriallevels reduziert. Ich kann Würfelergebnisse modifizieren und das Risiko für das Auslösen eines Alarms gut einschätzen.

In der Kampagne, die man solo oder auch kooperativ gemeinsam bestreiten kann, werden dazu neue Charaktere mit besonderen Fähigkeiten eingeführt, so dass ich diese je nach diesen in den Levels einsetzen kann. Neben dem Allrounder Solid Snake gibt es Meryl, die sich tarnen kann, Otacon, der Terminals hackt und Gray Fox als Elitekämpfer.

Neben dieses Durchlaufens der Story, das insgesamt gut wieder spielbare 14 Kapitel lang ist, kann man 6 weitere optionale Mehrspieler-Missionen bestreiten. Da ein Kapitel gut und gern 30-90 Minuten dauern kann, bekommt man jede Menge unterhaltsam abwechslungsreiche Stunden der Stealth-Strategie.

Stubenscore: 8,3 / 10

Immer schön acht geben auf die Wachen und Kameras.
Snake ist angeschlagen, aber eine Ration hilft. Diverse Aktionen stehen mir zur Verfügung.
Glück gehabt: der Guard geht in die andere Richtung.
Die Kampagne erzählt schön die Geschichte.
Das Brettspiel folgt dem Videospiel: In Level 1 gehts zum Fahrstuhl.
Schaffe ich noch aus dem Level zu entkommen?

METAL GEAR SOLID - THE BOARD GAME

BGG

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Metal Gear Solid Delta Snake Eater

Digital Snake

Die gute alte Zeit: nach Silent Hill, bringt nun Konami auch Metal Gear zurück. Und man darf beim 2025er Spiel, das mit Hilfe der Remake-Experten der Virtuos Studios entwickelt wurde, kein komplett neues Spielgefühl erwarten. Alles glänzt jetzt in Unreal 5 und bietet einige Komfortfunktionen, aber andere Gameplay Elemente oder auch einige Animationen wirken oldschooling schräg.

Gleiches gilt natürlich für die Story samt Kojimas verrückter Ideen. Als Naked Snake werde ich im sowjetischen Dschungel abgesetzt und soll den Wissenschaftler Sokolov retten, um damit den Bau einer mächtigen Waffe verhindern. Dabei treffe (und töte) ich diverse Feinde, wie The End, The Fear, The Fury oder Ocelot.

Gameplay-technisch sneaked Snake sich durch den Dschungel, Höhlen und Lagerhallen. Bei niedrigen oder normalem Schwierigkeitsgrad kann man auch grob mit Waffeneinsatz zu Wege gehen, doch wenn es schwieriger sein darf, sollte Stealth die zu wählende Option sein. Nebenbei sammeln wir dringenden Loot (inkl. Nahrung) und sprechen mittels Funkgerät mit diversen Leuten aus der Heimat. Metal Gear gibt es jede wirre Menge Story, die erzählt werden möchte, so dass auf das Gameplay von 10-15 Stunden noch einmal über 5 Stunden an Cutscenes kommen. Und im Fall von Kojima guckt man diese gern, denn sie sind wirklich herrlich überzogen, sehr unterhaltsam und einfach nur gut filmisch inszeniert – allein ein Blick auf das Intro samt Song lohnt sich.

Passend zu dem Gezeigten stellt Konami zu Beginn klar: „Dieses Spiel enthält Formulierungen, Themen und Darstellungen, die als veraltet gelten können. Sie wurden ohne Änderungen übernommen, um den historischen Kontext und die ursprüngliche Vision des Schöpfers zu bewahren“. Das gilt sicher für das Setting im Kalten Krieg und allem Drumherum, aber auch für das Frauenbild. So können wir in einigen Szenen mittels R1 sehen, worauf Snake seinen Blick fokussiert – das gilt für eine Szene, der man mit dem Fernglas auf ein Waffenlagerlager schaut, aber auch beim ersten Treffen mit der freizügigen Eva.

Metal Gear spielt sich sicher nicht so modern und fluffig wie andere Remakes, aber man möchte die wilde Story und skurrilen Charaktere erleben – die Serie ist, wie alles von Kojima, schon etwas Besonderes.

Stubenscore: 8,3 / 10

In meinem Kroko-Anzug sneake ich in die Berglandschaft.
Es geht auch auf die harte Tour.
Es gibt viele Cutscenes, die sehr filmisch inszeniert sind.
Die Bossgegner sind herrlich schräg. The Pain hat ein paar Kumpel dabei.
Das Original auf der PS2 wurde schön upgegradet.
Am Berg kümmern sich Geier um meine getöteten Gegner.
Bis zum Ende cineastisch.

METAL GEAR SOLID DELTA SNAKE EATER

OPENCRITIC

PC | XBOX | PS5 (getestet)

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Wilmot’s Warehouse

Eine Memory-Geschichte

Ich mag Memory nicht. Ich merke mir das einfach nicht, wo der Ball oder das Fahrrad lag. Dafür weiß ich, wann ich wo welches Bier getrunken habe. Ist ja auch wichtig.

Das Gute am Warenhaus-Spiel ist, dass wir uns kooperativ gemeinsam die Gegenstände merken sollen und uns dabei eine Geschichte konstruieren, wo wir aus welchem Grund welches Bild hinlegen.

Wir haben eine große Matrix an freien Lagerflächen in unserem Warenhaus. An fünf Tagen (Montag bis Freitag) ziehen wir sieben Plättchen und diskutieren, wo wir es verdeckt hinlegen, wobei es immer an einem liegenden Plättchen angelegt werden muss.

Erschwerend kommt hinzu, dass es an den Tagen bestimmte Bedingungen gibt. So kann es sein, dass wir bei der „Absprache“ nicht sprechen dürfen und mit Gesten und Geräuschen einen passenden Ort für die sieben Plättchen suchen. Oder es gibt ein Zeitlimit für den gesamten Arbeitstag.

Auf jeden Fall machen wir uns kreative Gedanken, wo z.B. das Bild mit einer Hand hinkommt, was dei Hand dann hält etc.

Hektisch wird es nach den 5 Arbeitstagen, wenn dann am Samstag die Kunden kommen und wir unter Zeitdruck aus einem Riesenvorrat an Bildern zu den Plättchen die passenden finden müssen.

Tja. Das erste Plättchen in der Mitte war ein M. Das passt. Dieses Rohr wurde gemeinschaftlich als Arm links neben das M gewählt. Wir bauen also einen Menschen. Es gibt noch keine Sonderregeln
Exemplarische Sonderregeln für die Runden: Mittwoch durfte der Schichtleiter (der ein Plättchen zieht) dieses nur mit einem Wort umschreiben und das Team (alle anderen) entscheiden, wo es hin kommt. Gesehen haben sie es aber nicht.
Der hektische Abschluss. Wir suchen aus gefühlt tausenden Bilderchen die passenden raus. Ich mache erst mal ein Foto für den Testbericht.

Fazit:

Das Spiel lebt von der Kreativität der Mitspieler. In einer Runde mit vier Personen hat es gut funktioniert und ich wurde mitgeschleppt. Denn am Ende legen wir die Plättchen alle „schnell“ gemeinsam auf die richtigen Felder, jeder erhält einen Stapel und die tauschen wir dann weiter. Super wären wir fehlerfrei und unter 5 Minuten gewesen. Das hat nicht geklappt. Und bei den weiteren Runden war ich nicht mehr dabei. Die anderen waren dann ohne mich aber erfolgreich.

Stubenscore: 7,0 / 10


WILMOT’S WAREHOUSE
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

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Valpiedra: Descensus ad tenebras

Höllenabstieg mit Strategie und Würfelglück

Valpiedra hat mich allein durch sein Design auf der Spiel in Essen 2025 angesprochen. Dabei erinnert der Dungeon Crawler nicht nur optisch sehr an Darkest Dungeon. Solo oder kooperativ können wir mit 2-4 Helden vier Level in die Hölle hinabsteigen, um die titelgebende Stadt Valpiedra zu retten.

Zahlreiche Horden aus Dämonen, Ghulen, Skeletten und anderen finsteren Gegnern stellen sich uns in den Weg. Und je tiefer wir in die nächsten Ebenen der Verliese vordringen, desto stärkeren Gegnerwellen müssen wir uns stellen. Je nach Charakter kann man Feinde im Nahkampf, wie auch in der Ferne treffen, wobei der Kampf doch recht stark vom Zufall abhängt. In der Regel benötigen wir bei einem W6-Wurf eine 1 bis 3, um einem Gegner Schaden zuzufügen. Einige Gegenstände erhöhen unsere Trefferchancen, während manche Gegner sogar die Dreien auf den Würfeln negieren können.

Es gilt meine Würfelergebnisse mit den Charaktereigenschaft und neuen Gegenständen positiv zu beeinflussen und mit den richtigen Helden, die passenden Gegner in der richtigen Reihenfolge anzuvisieren. Die gefallenen Gegner nutze ich als Gegenstände oder nutze sie als Erfahrungspunkte, um mich zu heilen oder Angstlevel meiner Gruppe zu senken.

Es gilt also hinabzusteigen, Gegner zu besiegen und sich weiterentwickeln – und das alles in einer großartigen, düsteren Atmosphäre. Leben muss man mit dem Zufall, der einen frustrierend ins Gesicht schlägt oder zufrieden an eine tolle eigene Strategie glauben lässt. Bin gespannt, ob die kommende Erweiterung, die interessanterweise als „Valpiedra 1.5“ gelistet wird, mehr wünschenswert stärkere Charaktere bringt und das Spielerlebnis etwas „einfacher“ macht.

Stubenscore: 7,8 / 10

Kleine Schachtel und die Hölle ist schnell aufgebaut
Ich kann den besiegten Gegner „ausrüsten“, also als Schwert einen weiteren Würfel hinzufügen und Kälteschaden aktivieren ODER 4 Erfahrungspunkte einsetzen. Allein das „ODER“ macht es echt schwierig.
Komme halbtot in Level 4 an und dann kommen die?
Nächster Run. Töte ich einen Gegner, der Boni auf andere wirkt, lösche ich damit auch diese Boni aus.

VALPIEDRA
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BGG

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Kilia

Kiel

Als Norddeutscher habe ich von der Symbolfigur der Stadt im Norden noch nichts gehört. Ich hoffe mal, dass Lars Ehresmann für sein Erstwerk da marketingtechnisch mit dem Spieletitel alles richtig gemacht hat. Historisch betrachtet handelt es sich bei diesem Spiel um den Wettkampf der Kaufleute beim Bau des Nord-Ostsee-Kanals.

In seinem Zug kann man aus der Auslage eine der fünf Karten wählen. Die erste Karte kostet nichts, die anderen dann bis zu 5 Schlüssel (oder alternativ Münzen). Abhängig von der Kartenart kann ich diese nutzen und muss diese aber noch mit entsprechende Ressource bezahlen. Als Belohnung erhält man dann Verbesserungen, also vergünstigtes Kaufen (Schlüssel) oder kostenloses Ressourcentauschen (Universität). Wichtig ist auch der Ausbau des Hafens und Upgrade der Schiffe. Bei der Aktion Hafen nutze ich eine weitere Karte aus der Auslage indem der Mittelteil der Karte zum Ausbau eines Hafens für die dort abgebildeten Ressourcen im Spielplan eingeschoben wird. Alternativ kann ich die Karte aus der Auslage aber auch umdrehen und in den Speicher legen. Dieses macht Sinn, wenn ich die Ressource zum Bezahlen für eine der Aktionen nicht habe oder ich den Vorteil der Karte im Speicher nutzen möchte.

Ich schreiben dies so ausführlich, da in Summe eine Karte für viele Dinge genutzt werden kann indem sie entsprechend rechts oder links oder von unten in den Plan eingeschoben oder umgedreht als Ressource in den Speicher gelegt wird. Das ist schon sehr innovativ und habe ich in der Variation auch noch nicht gesehen. Doch so ganz rutschfest ist das nicht. Und so verschieben sich die Karten dann doch schon mal, ist dann etwas friemelig.

Unten die Multifunktionskarten, die wir für 1 bis 5 Schlüssel/Münzen kaufen und dann für viele Dinge nutzen können. Darüber die Aufträge (Siegpunkte) und oben weitere Bedingungen für Siegpunkte.
In unserem Tableau legen wir die Multifunktionskarten links oder rechts an, schieben sie unten rein oder legen sie umgedreht in die Mitte.

Fazit:

Ein kleines, kompaktes tolles Eurogame. Ein paar Symbole oder eine Spielerhilfe zur Erinnerung wäre hilfreich. So haben wir bei den Schlüsseln nicht immer daran gedacht, dass man sich einen neuen Auftrag nehmen kann und wunderten uns irgendwann, wie man den das Spiel abschließen soll. Auf einer rutschfesten Neoprenmatte ist das Spiel auch sicher liegestabil. Die Thematik ist nicht so meins, aber für Historiker und Kielfans ein netter Einstieg in die komplexeren Spiele.

Stubenscore: 7,7 / 10


KILIA
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Brettspiel (getestet)

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Die Spiele Trends 2026 & Toy Award – Spielwarenmesse Nürnberg

Die Spiele Trends 2026 – Ende Januar 2026 fand in Nürnberg die 75. Spielwarenmesse statt. Auf einer riesigen Ausstellungsfläche wurden Spielwaren aller Art präsentiert. Vom Holzspielzeug, über Plüschtiere, Brettspiele, Outdoor Spielsachen bis zu Karnevalskostümen gibt es hier alles, was das Herz begehrt. Gemeinsam mit dem Spieletastisch*-Team war ich vor Ort und konnte uns eingängig über […]

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Arydia Tagebuch 007

Liebe Lesenden! Willkommen zurück in den fantastischen Geschichten Arydias!

Vorab noch eine wichtige Information: Da es sich um einen Spielbericht handelt, wird es im folgenden Tagebucheintrag natürlich heftige Spoiler geben! Wenn Ihr selbst noch vorhabt das Spiel zu erleben und Euch den Spaß nicht verderben wollt, dann hört hier und jetzt auf zu lesen! Ich habe Euch hiermit gewarnt! Alle, die jetzt bleiben möchten, egal ob aus reiner Neugierde oder wider besseren Wissens, wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Erleben meiner Geschichte!

Zuletzt bestanden wir den Kampf gegen die Kobolde in der Fortruine am Nordufer der Insel im zweiten Kampf wieder überraschend knapp aber erfolgreich. Nach dem kräftezehrenden Kampf war eine weitere erholsame Nacht nötig um danach die Insel mit vollen Kräften wieder erfolgreich erforschen zu können.

In Daneburg gerieten wir in einen Gerichtsprozess zu einem Mordfall und wurden prompt als Ermittler eingesetzt. Nach dem Forschen und Lösen immer verworrenerer Spuren konnte der wahre Mörder ermittelt und am Ende durch uns gefasst werden. Die Welt war am Ende ein etwas besserer Ort und wir erhielten unseren mittlerweile neunten Squill. In Daneburg übernachteten wir ein weiteres mal und träumten von neuen Abenteuern.

Schatzsuche in Harle Springs

Es war ein sonniger Tag, die Vögel zwitscherten und bei offenem Fenster im Deneburg-In wach. Es war jedenfalls mal komfortabler und angenehmer als das dauernde Zeltlager in der Exilantengilde. Vor kurzem hatten wir die Schatzkarte des Halblingbanditen Irkey erneut ergattert und siehe da, die Zeichnung darauf glich dem unweit entfernten Harle Springs. Dieses nur einen Katzensprung entfernte Abenteuer sollten wir uns besser nicht entgehen lassen!

Die Schatzkarte zeigt sehr exakt die Umgebung von Harle Springs (Feld J5). Es gibt von Daneburg keine direkt Verbindung (das sieht man auch immer an dem Zaun auf solchen Platten).

Hier trafen wir auf eine seltsame Lagune mit riesigen, aber wunderschönen Seerosenblättern nahe des Ufers. Die Umgebung strotzte vor Leben. Überall flogen Insekten, sprangen Frösche und kletterten Eidechsen umher. Auf einem Blatt befand sich wirklich und wahrhaftig eine kleine Hütte. Näher betrachtet befand sich darin eine kleine Fee, die erst genervt war, dass wir so in ihr zuhause glotzten und sogar erst ungläubig in ihrem Heim umherwühlten. Nachdem der Ärger aber langsam wich bat sie uns ihr das entrissene Zauberschwert ihrer Großmutter wieder zu besorgen. Wir stimmten zu, ohne zu wissen, wo es sich nun aufhalten würde.

Danach gingen wir abseits des Gewässers in eine Höhle und stießen auf zwei sehr große Eidechsen, die unseren Besuch überhaupt nicht zu schätzen wussten und lieber allein geblieben wären. Zumindest lies ihr nach unserem Betreten folgender Angriff keine andere Schlussfolgerung zu.

Die Echsen ließen ein schleimiges sekret ab, dass leider Löcher in meine Kleidung ätzte.

Mir als Nahkämpfer setzten die ätzenden Sekrete der Echsen leider sehr zu oder viel mehr, meine Rüstung löste sich langsam auf. Dennoch hätten wir es alleine geschafft. Aber wir hatten noch Brek, einen jungen Halbelfenkrieger, der uns als Belohnung seit einer kleinen Quest in Form eine Kampkarte begleitet, die zufällig gezogen wird. Wenn sie auftaucht würfelt man und er fügte bislang immer einen geringen schaden zu. Nun würfelten wir so hoch, dass die unten stehende Karte folgte.

Brek verfiel in einen Blutrausch und hätte so eine riesige Hilfe gegen jeden überstarken Gegner bieten können. Hier schlug er mit brachialer Gewalt beinahe unnötig in die Luft.

Sein Angriff besiegte zwar instant die eine Echse, leider musste die oben stehende Karte gedreht werden und so wurde Brek durch das sterbende Monster in einen heroischen Tot gebissen und musste den Kampfkartenstapel so unrühmlich verlassen.

Die Höhle führte in eine weitere Höhle und auf eine offene ebene, auf der weitere zwei Echsen, wie die beiden zuvor und eine viel größere, rote Echse gegen uns antraten. Dieser Kampf war beinahe unser Ende.

Nachdem die beiden Minions des roten Bosses besiegt waren, bewegten wir uns taktisch zurück, da die Kreatur uns nebeneinanderstehend gleichzeitig hätte angreifen können.

Ich als Nahkämpfer musste immer wieder zusammengeflickt werden und erlag immer wieder beinahe den Verletzungen doch am Ende besiegten wir auch diesen Gegner und gewannen den Kampf. Meine Rüstung hing jedoch nur noch in Fetzen herab und musste baldigst repariert werden.

Eine der letzten Szenen der Kreatur, bevor sie endgültig besiegt wurde.

Der Schatz von Irkey Karte war überraschend nichtssagend. Ein weißer uns sehr enttäuschender Stein am Seeufer. Aber in einer Welt wie Arydia ist nichts ohne Bedeutung. Mal sehen, wie uns der Fund weiterbringen wird.

Eine fette Schleimspur

Ganz am Anfang und als kleine Nebenquest wirkend, sogar unerwähnt geblieben, war ein Kampf gegen einen Schleim. Es ging um ein Dorf auf der ersten Insel, in dem eine Hochzeit stattgefunden hatte und die Ehefrau sich plötzlich in einen kriechenden Schleim verwandelte. Besiegt floh das Wesen aus dem Dorf und wurde nicht mehr gesehen. Ich dachte sogar, es gehörte zu einem Spielfehler, da wir dem Wesen mit zu hohem Level in einem Wegeereignis begegneten. Die damalige Geschichte wurde damit leider Opfer unserer Korrekturen um wieder auf den korrekten Weg zurück zu finden und wurde nicht erwähnt.

Mir ist ein leider eigenes Bild vor lauter Spannung entgangen! Dies ist von BGG, zeigt eine frühere Version des Gegners aber stellt bildlich dar, wir großartig designed die Miniaturen von Arydia oft sind.

Allerdings trafen wir in einem Dorf nordöstlich der Uplands auf eine akribisch putzende Frau. Ihr Haus war sogar so aufgeräumt und sauber, dass man vom Boden hätte essen können. Die Nachbarin vermisste ihre Ziehharmonika und beschuldigte nun diese Putzfee des Diebstahls. Wir fanden das Musikinstrument sogar bei Ihr und in ihrer Wut verlor sie die Kontrolle und verwandelte sich in einen ebensolchen Schleim, wie die damalige Braut.

Ich vermute, dass es eine eigene Rasse als Mensch getarnt handelt, die mit ihren Spliens und seltsamen Verhalten auffallen. Sie floh aus dem Dorf und nach kurzer Verfolgung stellten wir sie zum Kampf und besiegten sie. Die Welt war damit von einer weiteren Schleimspur befreit.

Eine große Welt

Ich habe mal alle drei Inselkarten nebeneinander ausgelegt. Das werde ich zukünftig auch immer für Sascha und mich am Spieltisch so machen, da es eine gute Gesamtansicht bietet. Klar verstehe ich, dass es am Anfang nicht mehr als sie eine der drei Karten gibt, um den Überraschungsmoment zu generieren, wenn die Spielenden bemerken, dass das Spiel viel größer ist, als gedacht. Aber nun, da wir es wissen, sollte man die Karte besser stets als eine sehen.

Die „Puzzelstücke“ der Weltkarte passen zusammen. Wir haben noch viel zu entdecken!

Doch nun gehen Echsenmann und Kätzchen erstmal schlafen und träumen von neuen Abenteuern! Sascha und ich sind jedenfalls bereits sehr gespannt, wie es weiter geht! Schade, dass wir erst am 18.01. den nächsten Termin finden konnten! Aber es geht voran und ich werde hier, wie immer, wieder berichten.

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Ein flinta*stisches Jahr 2025

Der Jahresausklang ist ja bekanntermaßen die Zeit, um zurückzublicken. FLINTA*stisch ist zwar noch nicht einmal ein Jahr alt, aber wir möchten trotzdem rekapitulieren, was in den letzten Monaten passiert ist – voller Dankbarkeit, Freude und auch ein bisschen Stolz auf das, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.

Hier findet ihr unsere Highlights aus dem Jahr 2025. Und wir finden: Das war ziemlich FLINTA*stisch!

Unsere erste Messe: Die BerlinCon 2025

Im Juni erst hatten wir FLINTA*stisch gegründet, da gab’s im Juli bereits unser großes Debüt – auf der BerlinCon. Wir hätten uns dafür keinen besseren Anlass als diese Community-Messe aussuchen können.

Auf 25 Quadratmetern bauten wir unseren ersten Messestand auf – mit Infomaterial und Mitmachangeboten, politischem Brettspiel-Merch und Buttons zum Selbermachen. 

Ein besonderes Augenmerk galt unserer Wall of Bullshit, auf der diskriminierende Kommentare gesammelt und sichtbar gemacht werden konnten. Dass sich diese Wand so schnell füllte, war ernüchternd – und hat gleichzeitig deutlich gemacht, warum unsere Arbeit so wichtig ist und dass wir noch viel vor uns haben.

Bei diesem BerlinCon-Auftritt wird es nicht bleiben. Denn auch  nächstes Jahr sind wir wieder vor Ort – und nicht nur mit Stand: Wir arbeiten direkt mit der BerlinCon zusammen, um die Messe noch flinta*stischer zu machen.

Folgt uns, um mehr zu erfahren.

Auf der Rollenspielmesse BirCon

Besonders gefreut hat uns die Einladung der Rollenspielmesse BirCon, auf der wir im Oktober mit einem eigenen Stand vertreten waren – entsprechend gab es auch neues Merch.

Unsere Vorständin Rosa hielt gemeinsam mit Vereinsmitglied und Rollenspielexpertin Bella einen Talk über Safety Tools für Rollenspielen. Für uns war die BirCon eine tolle Gelegenheit, uns auch in der Rollenspielcommunity zu vernetzen, neue Perspektiven kennenzulernen und viele spannende Gespräche zu führen.

SPIEL 2025

Auf der SPIEL konnten wir leider weder mit Stand noch mit Team vor Ort sein – das heißt aber nicht, dass FLINTA*stisch dort nicht präsent war.

Bei vier Verlagen – Pegasus, TOPP, Board Game Circus und Hans im Glück – konnte man neben Spendenkassen und Infomaterial auch Merch von FLINTA*stisch finden.

Unsere Vorsitzende Rosa war außerdem Teil eines Panels zu Safer-Space-Spieletreffs auf der Spiel.Talks-Bühne. Dort stellte sie sich spannenden Diskussionen rund um diskriminierungssensible Räume. Unser Spieletreff in Berlin diente dabei als wichtige Praxisgrundlage, um konkrete Maßnahmen anschaulich vermitteln zu können.

In der Pegasus Creator’s Corner konnte man zudem am Freitag eine Stunde lang mit Rosa und Jule ins Gespräch kommen und Fragen zu FLINTA*stisch stellen. 

Unser erstes Projekt: Play Forward

Darauf sind wir besonders stolz: Unser erstes großes Projekt ist gestartet – Play Forward! Spiele heute, verändere morgen.

Ausgangspunkt ist ein Not-so-Fun-Fact: Weniger als 10 % aller Spiele werden von FLINTA*s entwickelt. Das wollen wir ändern – unter anderem mit genau diesem Projekt.

Knapp 20 FLINTA*-Teilnehmende lernen in dem neunmonatigen, kostenlosen Workshopprogramm alle Aspekte des Brettspieldesigns kennen: von der ersten Idee über Spielmechaniken und Prototyping bis hin zu Grafik, Marketing und Diskriminierung.

Geleitet werden die Workshops von unseren Vorsitzenden Jule und Rosa sowie weiteren erfahrenen FLINTA*-Profis aus der Branche.
Bleibt dran – wir werden euch bald noch mehr Einblicke in das Projekt geben.

Spieletreff Berlin

Schon bevor der Verein FLINTA*stisch offiziell gegründet wurde, startete unser Spieletreff in Berlin als Safer Space für brettspielbegeisterte FLINTAs.

Was klein begann, ist inzwischen eine feste wöchentliche Veranstaltung mit rund 25 Teilnehmenden. Der Andrang ist so groß, dass wir aktuell nach einer größeren Location suchen.
Weitere Spieletreffs in anderen Städten sind bereits in Planung.

Unsere erste Verlagskooperation: Pegasus

Wir freuen uns sehr, mit Pegasus unsere erste große Verlagskooperation zu starten. Mit Pegasus haben wir nicht nur einen Verlag an unserer Seite, der sich klar für Diversität und Antidiskriminierung einsetzt, sondern der uns auch finanziell unterstützt.

Diese Unterstützung erfolgt über den neuen MIDGARD-Rollenspielband Die Legenden von Damatu: Die Umstürmten – alle Einnahmen daraus werden direkt an FLINTA*stisch gespendet.

Auch weiterhin könnt ihr das Paperback und das eBook bei Pegasus bestellen.

Neues Angebot: Diskriminierungs-Meldestelle

In vielen Gesprächen und über Whistleblowing haben wir von teils sehr heftigen diskriminierenden Situationen innerhalb der Brettspielwelt erfahren. Schnell wurde klar: Hier gibt es Handlungsbedarf.

Deshalb haben wir auf unserer Webseite eine Meldestelle eingerichtet. Dort können sich Betroffene schnell, anonym und unkompliziert melden, Erfahrungen teilen oder Hilfe in Anspruch nehmen.

In den Medien

Neben Veranstaltungen war FLINTA*stisch 2025 auch medial präsent. Wir haben uns sehr über die zahlreichen Interviewanfragen und die vielen offenen, konstruktiven Gespräche gefreut.
Hier findet ihr eine Auswahl unserer Interviews aus dem Jahr 2025:

DANKE!!

Wir blicken auf dieses erste (halbe) Jahr mit großer Dankbarkeit zurück. Für all die Gespräche, die Offenheit, das Vertrauen, die Unterstützung – und für jede einzelne Person, die FLINTA*stisch mit Leben gefüllt hat. Was als Idee begann, ist in kurzer Zeit zu einer Community geworden. Das berührt uns sehr.

Mit genau diesem Rückenwind gehen wir ins Jahr 2026: mit Mut, Neugier und einer großen Portion Vorfreude. Viele neue Projekte stehen bereits in den Startlöchern, und wir können es kaum erwarten, sie gemeinsam mit euch umzusetzen.

Danke, dass ihr da seid.
Danke, dass ihr zuhört, mitmacht, widersprecht und unterstützt.
Danke, dass ihr FLINTA*stisch möglich macht. 💜

Rosa & Jule

Der Beitrag Ein flinta*stisches Jahr 2025 erschien zuerst auf flintastisch.de.

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Arydia Tagebuch 006

Liebe Lesenden! Willkommen zurück in den fantastischen Geschichten Arydias!

Vorab noch eine wichtige Information: Da es sich um einen Spielbericht handelt, wird es im folgenden Tagebucheintrag natürlich heftige Spoiler geben! Wenn Ihr selbst noch vorhabt das Spiel zu erleben und Euch den Spaß nicht verderben wollt, dann hört hier und jetzt auf zu lesen! Ich habe Euch hiermit gewarnt! Alle, die jetzt bleiben möchten, egal ob aus reiner Neugierde oder wider besseren Wissens, wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Erleben meiner Geschichte!

Der fünfte Tag der arydianischen Erlebnisse war zuerst ein Erforschen der letzten weißen Flecken auf der Landkarte des Bessin, wie der Landstrich sich nennt. Nachdem wir den dortigen, sehr sonderbaren Bewohner überwältigen konnten begannen wir unsere Reise auf der neu entdeckten Insel. Schnell stellten wir fest, es hier mit mehr Kreaturen gleichzeitig zu tun zu haben, als wir es in den vergangenen Kämpfen bislang gewohnt waren. Eine Welle von Skeletten konnten wir noch besiegen, waren aber bereits leicht angeschlagen. Dennoch befürchteten wir nichts schlimmeres.

Doch da täuschten wir uns: An einer Festungsruine mussten wir mit sehr wehrhaften Kobolden kämpfen und stellten fest, dass die Einschätzung unserer übrigen Vitalität zu hoch gesetzt war. Die Zähne zusammenbeißend traten wir den Rückzug an, kehrten zum Camp zurück leckten unsere Wunden und planten die nächsten Schritte.

Damit sollen sie nicht durchkommen…

Als wir nun im Camp nach einer erholsamen Nacht erwachten, fassten wir neuen Mut und der emporsteigende Ehrgeiz lies keinen weiteren Gedanken zu, die Kobolde durften nicht mit unserer Schmach durchkommen! Also machten wir uns auf und traten gegen sie ein zweites Mal an. Auch jetzt waren sie sehr harte Gegner. Wieder wirkte der Kampf zuerst nicht auf unserer Seite.

Altes Bild aber gleicher Kampf wie am Tag zuvor. Die Kobolde wirken nicht stark, abber die Masse macht sie gefährlich!

Wir waren wieder überrascht erschöpft und blieben mit vielen Löchern in unseren Rüstungsteilen zurück, aber wir besiegten die Kreaturen und looteten neben Münzen neue Ausrüstung und viele Erfahrungspunkte. Der Kampf hatte sich am Ende also ausgezahlt!

Investigative Arbeiten

Der Küste gen Süden folgend begegneten wir einem alten Bekannten (Wegereignis) der uns aber nicht bemerkte. Er war im Streit mit seinen Begleitern und wie durch ein Wunder verlor Irky dabei die Karte, die er und im Kampf auf dem Schiffwrack vor zwei Tagen abgenommen hatte. Manchmal scheint das Schicksal doch etwas für uns übrig zu haben!

Wir hatten uns für „Sneak Up“ entschieden – wir erhielten so das verlorene Kartenteil einfacher zurück als von uns erwartet.

Danach erreichten wir den Ort Daneburg. Hier war einiges auf den Straßen los. Die Bevölkerung schien durch irgendetwas in Aufruhr und stand zu einem großen Anteil um den zentralen Brunnen verteilt. Kurz darauf stellten wir fest, dass dort eine Leiche lag und der Aufruhr dadurch begründet war. Neben einigen entsetzten Bürgern befanden sich noch mit uns zwei weitere Ortsfremde dort. Zum einen der Bürgermeister eines Nachbarorts, der hier als Richter fungieren sollte. Er erklärte uns in einem der vielen Dialoge, dass es auf dieser Insel zu den juristischen Regularien gehörte, dass ein benachbarter Bürgermeister bei einem Kriminalfall wie diesem als unparteilicher Richter eingesetzt würde.

Viele Dialogmöglichkeiten und in den Häusern stecken ebenfalls noch Personen

Die andere Person war nach Aussage ebenfalls erst heute angekommen und daher vom Richter als Ermittler eingesetzt. Mit dem Wissen wiesen wir den Richter darauf hin, dass wir ebenfalls unparteilich wären und so wurden wir zwecks zweiter Meinung ebenfalls zu Untersuchung des Falls berufen.

Und so machten wir uns auf, den Fall des toten Dunkelelfen an dem Brunnen aufzuklären. Es waren viele Gespräche und die immer neuen Erkenntnisse führen wieder und immer wieder zu einem neuen Verfahren, nur um Festzustellen, dass wir noch immer im dunkeln tappen. Eine schöne Idee des Designers war, wie mit den Ermittlungen umgegangen wurde. Wir konnten an verschiedenen Stellen Aussagen niederschreiben, die wir als Beweis Nr. X in Kartenform erhielten.

Zudem machten wir Skizzen, wie die verschiedenen möglichen Tatorte aussahen. Und das war wirklich witzig. Eine Klugheitsprobe entschied, ob wir gut zeichnen konnten oder nicht. Zwar war der textliche Inhalt davon unberührt, aber eine schlechte Zeichnung kann verwirren. Wichtige Punkte in der Zeichnung wurden farbig hervorgehoben. Zum Glück habe ich bei zwei von drei Zeichnungen ein gutes Ergebnis gewürfelt, aber die Neugier, wie die schlechten Skizzen aussehen könnten, führten dazu, dass wir uns zum ersten mal einfach hierzu spoilern mussten!

Die Tatszene in guter und schlechter Zeichnung, wir hatten zum Glück die gute Zeichnung.
Ist das vielleicht die Mörderin? Wir haben uns jedenfalls wegen der Kritzelein rechts jedes Mal beinahe schlapp gelacht!

In den Gerichtsverfahren mussten wir immer passende Clues, wo auch die Zeugenaussagen zugehörten kombinieren. Das erforderte einiges an Kombinationsgabe, aber wir haben es anscheinend jedes Mal fehlerfrei zusammenbekommen. Am Ende fassten wir den wahren Mörder, den ich an dieser Stelle dann doch mal ungenannt lassen möchte, und erhielten neben Erfahrungspunkten ein weiteres Squirrl. es gibt bislang zwei Wege, die uns verschlossen blieben, weil wir noch nicht genügend davon hatten. Dort müssen wir zurückkehren, wenn wir mit noch einem mehr dann die 10 Stück erreicht haben. Auch hier hätte uns der Richter als Ermittler abgewiesen, hätten wir weniger als 6 davon gehabt.

Das halte ich für einen sehr klugen Kniff. Thematisch haben wir mit zu wenigen Squirrls noch keine ausreichende Hilfsbereitschaft bewiesen um das Vertrauen der jeweiligen Person verdient zu haben. Zum anderen kann uns der Designer von Szenen trennen für die unsere Fertigkeiten lange noch nicht ausreichen. Das fühlt sich nicht schlimm an, da es ja so wirklich in die Welt passt. Wirklich gut geregelt.

Danach gingen wir zum Exilantencamp zurück, erzählten unserem Captain von den Erfolgen und schliefen in den kommenden, sicherlich ereignisreichen Tag. Aber das ist eine andere Geschichte von der ich bei Zeiten berichten werde.

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Arydia Tagebuch 005

Liebe Lesenden! Willkommen zurück in den fantastischen Geschichten Arydias!

Vorab noch eine wichtige Information: Da es sich um einen Spielbericht handelt, wird es im folgenden Tagebucheintrag natürlich heftige Spoiler geben! Wenn Ihr selbst noch vorhabt das Spiel zu erleben und Euch den Spaß nicht verderben wollt, dann hört hier und jetzt auf zu lesen! Ich habe Euch hiermit gewarnt! Alle, die jetzt bleiben möchten, egal ob aus reiner Neugierde oder wider besseren Wissens, wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Erleben meiner Geschichte!

Am vierten Spieltag haben wir nach langer Suche wieder auf den richtigen Pfad zurück gefunden. Wir haben in den ersten Episoden leider ein paar kleine aber wichtige Details übersehen, die für die Hauptquest wichtig waren. Die wieder zu finden, verlief ziemlich schwierig. Im Endeffekt konnten wir aber alles wieder rekapitulieren und in die richtige Bahn bringen.

Das brachte uns nicht nur zurück auf den richtigen Weg sondern mit einem Floß auf eine ganz andere Insel. Unterwegs stießen wir auf ein halb versunkenes Schiff und leider dort auch wieder auf den Hobbit Irky aus dem ersten Bericht. Dieser war nun stärker als vorher und brachte neben seinen Nahkampfgekkos auch noch Schleuderechsen mit. Wir konnten auch dieses Mal den Trupp wieder vertreiben. Doch lachend machte sich der Hobbit mit seiner Schatzkarte davon, die er uns unbemerkt in dem kleinen Scharmützel abgenommen hatte.

Chimärenhafte Kreaturen

Nach dem Abenteuer auf dem versunkenen Schiff trieben wir unser Floß weiter in Richtung Osten auf eine völlig andere Insel, den sogenannten Uplands. An einem Strand angekommen fanden wir das neu aufgebaute Lager unserer Exilantengilde, gut geschützt oberhalb einer Steilklippe, eine Turmruine im Hintergrund. Hier begegneten wir alten bekannten und konnten uns von den Strapazen auf offener See erstmal am Lagerfeuer erholen.

Unsere Gilde muss unser Vorhaben zur anderen Insel zu fahren geahnt haben und hat auf der anderen Insel ein neues Lager aufgeschlagen.

Nach einer Übernachtung auf den Uplands erinnerten wir uns aber an einen Zipfel auf der vorherigen Insel, den man nicht über den Landweg erreich konnte. Von der Neugier gepackt und wieder voller Kraft in den Adern machten wir uns daher die Mühe und fuhren mit dem Floß noch einmal zurück, diesmal süd-westlich, um diesen weißen Fleck unserer Landkarte zu erkunden.

Es war ein felsumgebener Landflecken, der an der Anlegestelle noch ruhig und sogar etwas harmonisch mit den hübschen, blütenreichen Pflanzen wirkte. Doch tiefer hinein in das von massivem Gestein umgebene Tal sahen wir uns schnell einer Kreatur gegenüber, deren pure Existenz der Natur hönisch entgegenblickte. Das Wesen sah aus wie eine Hyäne gekreuzt mit einer Schlange. Als es unsere Anwesenheit bemerkte stellte es sich bedrohlich auf und fauchte uns entgegen, gepaart mit hyänischem gegacker.

Dieses Wesen war ein harter Gegner, doch am Ende konten wir es besiegen

Der Kampf war schwer und forderte unser gesamtes, bisheriges können. Doch mit meinem Schmetterschlag und den tief bohrenden Pfeilen des Kundschafters konnten wir die Kreatur besiegen und in die Flucht schlagen. Die Beute war sehr belohnend und brachte uns bessere Rüstungsteile für zurünftigen Schutz gegen andere Gegner.

Am Ende kehrten wir zu den Uplands zurück und begannen mit der Erkundung der dortigen Umgebung.

Neue Formationen

Wir folgten einem ausgetretenen Pfad und wanderten Stunden durch die für uns neuartigen Landflächen. Der Kundschafter war ganz außer sich vor Begeisterung über die leicht andersartige Vegetation auf diesem Flecken Erde und versuchte jede Pflanze und jeden Käfer zu identifizieren. So völlig abgelenkt fanden wir uns schnell in einem kleinen Dorf wieder, welches wir zwar bereits wargenommen hatten, bis zur Akunft dort aber nicht erkannten, dass wir es mit untoten Bewohner zu tun hatten.

Schnell wurde uns klar, dass wir es nicht nur mit Nahkämpfern sondern auch mit Bogenschützen zu tun hatten

Die Skelette wirkten beinahe, als hätten sie uns erwartet um nun mit plötzlichen Tatendrang gegen uns vorzugehen. Völlig neu war, dass diese nicht nur als eine Formation (bisher bekannt mit dem Namen „Mob“) auftraten, sondern nun derer zwei waren. Die eine bestand aus Bogenschützen, die andere war als Nahkämpfer mit Knüppeln bewaffnet.

Ein unerfreuliches Empfangskomitee
Die eine Formation nennt sich „Mob“, die andere „Brute“ – beide aggieren unabhängig voneinander

Zum Glück waren die Gerippe schnell beseitigt. Was sie jedoch zu unangenehmen Gegnern macht ist die Tatsache, dass sie nach ihrem Ende einen Knochenhaufen hinterlassen, der sich selbst wiederbeleben kann. Da hilft nur das schnelle Zertreten dieser Haufen, damit da bloß kein heiler Knochen mehr bleibt, der sich wieder zusammensetzen könnte.

Zu viele Kobolde

An Beute bot der Ort mit den Skeletten leider nicht viel und so machten wir uns auf, die weitere Umgebung zu erkunden. Wir waren zwar bereits leicht lädiert durch die Begegnungen an diesem Tag und würden uns bereits jetzt eine Pause wünschen, doch waren die aufkommenden Gegner bislang eher moderat und konnten leicht besiegt werden. Eine weitere Begegnung würden wir noch verkraften.

Und so folgten wir dem bisherigen Weg, der bis zu den Untoten gen Norden führte und nun östlich abknickte. Wir erreichten bald eine alte Burg und nur wenige Zeit, nachdem wir diese betraten standen uns speerbewaffnete Kobolde entgegen. „Kein Problem“, lachten wir. „Die zwei sind schnell überwältigt! Die sollten sich zweimal überlegen, wen sie überfallen!“

Die beiden waren plötzlich und unerwartet aufgetaucht. Trotz der leichten Rüstung (blaue Steinchen) waren die beiden nur zu zweit und konnten zudem keine Knochenhaufen bilden, wie die letzten Gegner. Allerdings verursachten sie gegenüber den Skeletten bereits einen auffällig hohen Schaden.

Sie halten zwar etwas mehr aus, als die Skelette vorher, aber sie waren ja nur zu zweit

Der Kampf verlief zu unseren Gunsten, doch waren wir nun noch weiter angeschlagen. Und leider folgten den beiden Wachen weitere Kobolde… so viele! Nicht nur, dass weitere Koboldwachen mit Speeren auf uns zukamen, nun standen auch noch Steinschleuderer dabei und bewarfen uns aus zweiter Reihe, während wir mit den Speerkämpfern zu tun hatten.

Eine Wache konnten wir zwar noch besiegen, doch leider mussten wir uns eingestehen, dass es an dieser Stelle schlecht um uns stand und wir wieder eine unangenehme Begegnung mit einem gewissen Sensemann riskierten, würden wir uns nicht unverzüglich zurückziehen. Wenig heldenhaft aber mit hohem Überlebenswillen zogen wir damit die Reißleine und entkamen nur knapp einem jähen Ende.

Unsere Wunden leckend und die Demütigungen der hinter uns her lachenden Kobolde herunterschluckend stärkten wir uns im Lager am Feuer und verbrachten dort die Nacht.

Bleibt nur die Frage, ob wir dem selben Weg am nächsten Tag folgen wollten und damit die gleiche Demütigung wie am Tag zuvor einstecken würden oder ob wir uns für einen anderen Weg entscheiden. Ich werde Euch jedenfalls gerne davon berichten!

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Aeon Trespass: Odyssey – Cycle 1 durchgespielt! 

Lese Zeit: 10 MinutenKampagnenspiel, 1-4 Spieler, ca. 90 Minuten pro Session, ab 12 Jahren Designer: Marcin Welnicki, Into the Unknown, 2022 Die riesige Box, die insgesamt drei Zyklen (aufeinander folgende Spiel-Kampagnen) enthält, habe ich vor zwei Jahren auf der Messe in Essen für […]

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Spiel 2025: Mein persönlicher Messe Bericht

Lese Zeit: 12 MinutenLetztes Jahr hab ich ja ausgelassen, aber dieses Jahr war ich wieder live dabei – und das gleich alle vier Tage lang! Und das hier ist mein Bericht für Euch! Fakten Zunächst ein paar Worte zur Messe selbst, der SPIEL: […]

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SPIEL Essen 2025 Messebericht

Die SPIEL Essen 2025 war die weltweit größte Messen für Brett- und Gesellschaftsspiele. Viele tausend Menschen aus der ganzen Welt reisen an, um bei diesem Mega-Spektakel dabei zu sein. Nirgends kommen Spielbegeisterte so auf ihre Kosten: überall wird gewürfelt, gelacht & gezockt. Wildfremde Menschen sitzen miteinander am Spieltisch und haben Spaß, Sprachbarrieren werden teilweise mit […]

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NEWS – SPIEL 2025 in Essen (Messebericht)

SPIEL 2025 in Essen

Was und wer ist eigentlich Spielmonster.de? Angefangen hat es bereits 2001 mit meiner ersten Webseite (oder wie man heute so schön sagt: meinem ersten Blog). Insgesamt sind es bereits über 600 Rezensionen, die ich dort verfasst habe. Immer wieder wurde die Webseite verändert, angepasst, upgedatet. 2012 kam dann die passende Facebook-Seite und später dann der Instagram-Account dazu. Leider gab es aus gesundheitlichen Gründen immer wieder mal kleinere Pausen, in denen ich nicht so viel gemacht habe, doch ich fand immer wieder zu unserem tollen Hobby zurück. Zwischenzeitlich habe ich die Webseite auf neue technische Beine gestellt, ohne davon wirklich besonders viel Ahnung zu haben. Auch nach langer Recherche hatte ich keine Möglichkeit gefunden, die ganzen bestehenden Rezensionen der „alten Seite“ auf die „neue Seite“ zu migrieren, so musste ich das manuell machen, einzeln… mühsam, richtig! Deshalb haben es auch noch nicht alle Rezensionen auf die „neue Seite“ geschafft. Unter www.surrealist.de/spielmonster findet man jedoch immer noch die „alte Seite“, mit allen – bis dahin – erstellten Rezensionen. Die „neue Seite“ findet man auf www.spielmonster.de.

Immer wieder werde ich gefragt, weshalb ich nicht Videos mache (YouTube und Co.). Das ist – ehrlich gesagt – nicht mein Ding. Ich zeige mich ungern, weshalb man auch einzig in Instagram hin und wieder Bilder von uns sehen kann. „Uns“, das ist meine Frau Silke, mit der ich das Hobby schon sehr viele Jahre teile und eben ich, Dirk. In irgendwelchen Videoformaten werdet ihr uns wahrscheinlich eher nicht sehen, wobei man ja niemals nie sagen sollte, oder wie war das nochmal?

Die SPIEL in Essen ist als größte Spielemesse der Welt ein absoluter Besuchermagnet. Auch wir sind dem Lockruf der Messe gefolgt und waren vom Donnerstag bis zum Samstag in den Messehallen unterwegs. Aufgrund der erwähnten Historie kommen wir glücklicherweise in den Genuss eines Pressezugangs zur Messe. Leider konnten wir aus beruflichen Gründen erst am Mittwoch anreisen, so dass wir es weder zur Pressekonferenz noch zur Neuheitenschau der Messe geschafft haben. In früheren Jahren war es noch so, dass man sich zumindest die Neuheitenschau auch nach dem Presse-Mittwoch in Ruhe anschauen konnte, ohne den großen Trubel, ohne die überhitzten Räume; leider wurde das abgeschafft, was wir sehr schade finden.

Da wir aus „Kofferraumgründen“ immer mit dem PKW anreisen, ist die Parkplatzsituation immer besonders spannend. Natürlich ist es mit dem Presseparkplatz meistens relativ chillig, aber auch dort gibt es immer mal Stau. Dieses Jahr war das alles recht überschaubar, allerdings sind wir auch immer recht früh vom Hotel losgefahren, welches wir aufgrund der wahnsinnigen Zimmerpreise an den Messetagen in Mülheim a.d.R. gebucht hatten.

Organisatorisch ändert sich ja jedes Jahr etwas an der Messe. In diesem Jahr gab es beispielsweise keine Dauertickets mehr, sondern die Besucher mussten sich für jeden Tag ein separates Ticket kaufen. Das treibt natürlich den Gesamtpreis des Messebesuchs in die Höhe, aber es hatte den positiven Nebeneffekt, was vermutlich auch der Hauptgrund für diese Einführung war, dass das Besucherlimit auch weitestgehend ausgenutzt wurde. Hatte man früher ein Dauerticket und kam dann aber am Sonntag nicht, dann war dies quasi ein leerer Platz, den andere Besucher aber leider nicht nutzen konnten. War die Besucherzahl letztes Jahr noch auf insgesamt 200.000 Besucher beschränkt, wurde die Anzahl für 2025 durch die Aufnahme der Halle 7 auf 220.000 Besucher erweitert.

Am Donnerstag war der Zugang über die leere Halle 8 etwas ungünstig organisiert. Im Vorjahr noch wurden die Aussteller oder die Leute mit Pressetickets durch einen separaten Eingang geführt. Dieses Mal war der Einlass dort recht unklar. Letztlich warteten alle Personen im selben Bereich, was nicht wirklich ein Thema ist. Aber als dann „Tom Werneck“ im Anzug und seinem Rollkoffer durchgehen wollte, wurde er vom strengen Ordner, der ihn mit Sicherheit nicht kannte, streng und bestimmend in die Menschenmenge zurückgeschickt. Herr Werneck ist schon 86 Jahre alt und hat mit über 80 Jahren noch eine Doktorarbeit zum Thema „Brettspiele“ geschrieben. Auf solche Special-Guests hätte man vorbereitet sein müssen. Man kann den Ordnern sicherlich nicht den Vorwurf machen, nicht jede Persönlichkeit aus der Szene zu kennen, aber das war eine wirklich unschöne Situation. An den weiteren Tagen war es etwas besser geregelt.

Insgesamt ist das Hallenkonzept aber wieder aufgegangen. Die neu hinzugenommene Halle 7 hat das ganze Gedränge etwas entzerrt, so unser Gefühl. Klar, die Halle 3 war wieder zu jedem Zeitpunkt recht voll, aber man kam trotzdem immer noch halbwegs gut durch, ohne, dass man von einem Brettspielrucksack oder einem Bollerwagen angerempelt oder angefahren wurde. Wie im Vorjahr auch, waren die Hallen 4 bis 6 für mich die Interessantesten. Natürlich habe ich auch in Halle 3 viel angeschaut und auch einiges mitgenommen, aber in den kleineren Hallen findet man immer wieder etwas, das man so gar nicht auf dem Schirm hatte… und genau das ist ja so cool an der Messe.

Das kulinarische Angebot war auch dieses Jahr sehr abwechslungsreich. Es gab sowohl in der Galeria als auch in verschiedenen Freigeländen und auch direkt in den Hallen viele verschiedene Food Trucks, da sollte für jeden etwas dabei gewesen sein. Auch die Schlangen vor den Trucks hielten sich in Grenzen. Wir hatten nach jeweils 5 Minuten unseren Snack in den Händen. Natürlich waren die Preise auch dieses Jahr weit entfernt von günstig. Eine 0,5-Flasche Cola für über 5 Euro grenzt schon an Frechheit, was aber leider bei Messen mittlerweile gang und gäbe ist. Auch Mineralwasser ist teuer, weshalb wir immer mit Getränkeflaschen in den Taschen herumgerannt sind. Das Essen selbst ist auch recht hochpreisig. Die Preise lagen sicherlich wegen der hohen Standgebühren in einem Bereich, zu dem Preis man in manchen Regionen auch ein Mittagsmenü im Restaurant (mit Getränk) bekommen kann. Auch das ist happig. Vergleicht man das Essensangebot aber mit dem Angebot früherer Jahre, ist zumindest die Auswahl und die Qualität wirklich viel besser. Leider hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt wie im letzten Jahr. Im Vorjahr saßen wir bei Sonnenschein und mit Sonnenbrillen im Außenbereich, was als Pause wirklich toll war. Dieses Jahr war es eher regnerisch und stürmisch, was das Ganze für die Trucks – zumindest im Außenbereich – recht ungünstig machte.

Gespielt haben wir dieses Jahr tatsächlich recht viel auf der Messe. Trotz des Lärms und den vielen Leuten konnten wir immer recht gut abschalten und uns auf die Spiele konzentrieren, das funktioniert überraschend gut, wenn man sich darauf einlässt. In der Regel spielen wir natürlich eher einfachere Spiele und dann ja auch nicht immer zu Ende. Man sollte sich einfach den nächsten freien Tisch schnappen und auch mal Spiele ausprobieren, die man so gar nicht auf dem Sender hatte. Gespielt haben wir beispielsweise „Kokeshi“, „Burgle Bros Blackjack“, „Postcards“, „Driving me crazy“, „12 Rivers“ und mehr. Manches davon haben wir dann tatsächlich auch gekauft, obwohl es vorher gar nicht auf der Liste war. Das strapaziert zwar das Budget, aber es birgt auch einige Überraschungen. So war einer der Überraschungshits für uns „La Cuenta“ von „2Tomatoes Games“. Die Testpartie haben wir zu 6t gespielt. Es geht darum, dass wir im Restaurant sind, immer wieder Essen nachbestellen und wir uns möglichst um die Rechnung herummogeln möchten. Wichtig ist also: es soll jemand anderes bezahlen. So kann man sich mit einer Karte bis zur nächsten Runde auf der Toilette verstecken, oder man muss nicht bezahlen, weil man Geburtstag hat. Das Spiel hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht, also auch uns… direkt eingepackt.

Da wir von der hohen Anzahl an Spielen in unserer Sammlung runterkommen möchten, nutze ich auch jede Möglichkeit, Spiele wieder ausziehen zu lassen. Also habe ich auch dieses Jahr bei der „No-Shipping-Auction“ von BGG teilgenommen und dabei 10 Spiele verkauft. Der übliche Übergabepunkt ist ja täglich um ca. 15:00 Uhr am vereinbarten Platz. Diese Veranstaltung schaut für „normale“ Besucher etwas komisch aus. Es stehen hunderte Spielefans mit großen Schildern, bunten Mützen und großen Bollerwagen in der Halle 8 herum und versuchen, ihre jeweiligen Geschäftspartner in dieser Menschenmenge zu finden. Ich sah wohl besonders „auskunftsfreudig“ aus, denn ich wurde ganze viermal von Leuten gefragt, was denn hier los sei. Ich habe dann natürlich erklärt, was der Hintergrund dieses Menschenauflaufs ist und die Fragenden waren immer sehr erstaunt darüber.

Da wir uns – wie eingangs erwähnt – recht unsichtbar in der Szene bewegen, können wir uns ganz chillig auf der Messe bewegen. Trotzdem hatten wir die Gelegenheit, verschiedene Leute zu treffen und oft auch zu sprechen, die wir von Podcasts, YouTube oder Instagram her kennen. Auch das fanden wir immer sehr nett.

Es muss an unserem Alter liegen, aber jeder Tag wurde zunehmend anstrengender. Waren wir am Donnerstag bis abends recht fit, waren wir am Freitag schon deutlich erschöpfter und am Samstag haben wir es dann auch nicht bis zum Abend geschafft, sondern sind schon etwas früher gegangen. Immerhin haben wir keinen grippalen Infekt und auch keine Erkältung aufgeschnappt.

Mit den eingangs erwähnten 220.000 Menschen aus vielen verschiedenen Ländern übertraf die SPIEL den bisherigen Besucherrekord von 2019. Durch die hinzugenommene Halle 7 ist natürlich auch die Ausstellungsfläche größer als bisher. 948 Aussteller aus 50 Nationen zeigten mehr als 1.700 Neuheiten in den Messehallen. Dazu wurde am Freitag sogar noch der Weltrekord für das größte CATAN-Spiel erreicht, ein krasses Event. Was noch neu war: der Bühnenbereich für die verschiedenen Vorträge befand sich jetzt in der Halle 4. Obwohl der Bereich mitten im Trubel war (ok, in einer etwas ruhigeren Ecke der Halle 4), fanden wir diese Lösung wirklich gelungen. Vielleicht waren nicht immer alle Leute, die sich dort aufhielten, wirklich am Programm interessiert, sondern machten einfach nur mal ne kurze Pause, aber die drei Programmpunkte, die wir uns angesehen haben, fanden wir wirklich gut… und die Störgeräusche durch die restliche Halle hielten sich überraschenderweise in Grenzen.

Üblicherweise werden am Pressetag (Messe-Mittwoch) auch die Platzierungen der drei ersten Plätze des Deutschen Spielepreises bekannt gegeben. Die anderen Plätze wurden schon im Vorfeld veröffentlicht, aber bei der Rangfolge der ersten drei Plätze blieb es bis zur Messe spannend. Der Deutsche Spielepreis ist ein Community-Preis, das heißt Spieler(innen) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können selbst abstimmen. Deshalb ist dieser Preis für viele Spieler(innen) ebenso bedeutend wie der Kritikerpreis „Spiel des Jahres“. Platz 1 ging dieses Jahr an „SETI: Auf der Suche nach außerirdischem Leben“. Platz 2 erhielt „Endeavor: Die Tiefsee“. Platz 3 belegt „Bomb Busters“, was ja auch schon den Kritikerpreis gewonnen hat. „SETI: Auf der Suche nach außerirdischem Leben“ gehört auch bei uns zu den absoluten Lieblingsspielen.

Nach drei schönen – aber auch anstrengenden – Tagen in den Messehallen, sind wir sehr zufrieden; wir sind also am Sonntag mit einem recht vollen Kofferraum wieder zurück in den Süden gefahren und jetzt heißt es: Spielen, Spielen, Spielen!

(c)2025 Dirk Trefzger

SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen
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Neuheiten der Spielwarenmesse 2025 (Brettspiele Frühling & Sommer)

Die Neuheiten der Spielwarenmesse 2025. Dies ist also der versprochene 2. Teil meines Messeberichts von der Spielwarenmesse Nürnberg 2025. Im ersten Teil hatte ich euch über die Spiele Trends 2025, den Toy Award und die Kinderspiel-Neuheiten berichtet. Nun geht weiter es mit vielen tollen Frühlings-Neuheiten. In diesem 2. Teil stelle ich euch nun die Familienspiele, […]

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Arkham Horror – Das Kartenspiel

Lese Zeit: < 1 MinuteSeit Jahren spiele ich dieses Spiel, und endlich hab ich auch mal eine Art „Review“ dazu auf Youtube gemacht! Hier ist sie: Bestelle Spiele und andere Produkte gerne über die folgenden Links – und unterstütze damit den Spiele Baron! (Offenlegung: […]

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