An den Rande der Welt werden wir geschickt, um uns mit einer Krabbenplage abzukämpfen. In Summe ein sehr ein einfaches Abenteuer. Es gab noch eine menschliche Leiche zu besiegen, die uns aber auch vor keine große Herausforderung gestellt hat. Eher straight-forward.
Am Ende war es aber trotzdem ein wichtiges Abenteuer für den weiteren Fortschritt. Wir haben als Belohnung unseren zweiten (von sechs) Korallensplittern erhalten. Dieser spricht mit uns und will nach Norden gebracht werden. Für uns geht es aber erst einmal gen Süden zum …
Szenario #116 Verstrebungsschutz
Wieder eines von diesen halte zehn Runden durch Szenarien, wo es ein paar Punkte gibt, wo Monster in verschiedenen Runden spawnen und die ganze Karte vor uns ausgebreitet liegt.
ABER! Wieder einmal überrascht mich die Mission. Wir sollen die Fertigstellung einer Straße gen Süden vor feindlichen Algoxen schützen. Die Bauarbeiten graben sich durch Eis und Stein und das gesamte Bauwerk wird von nur sieben Säulen gestützt. Unsere Mission: Beschützt die Eissäulen! Diese haben nur sechs Trefferpunkte und werden von den Monstern wie normale Helden angegriffen. Stürzt eine Säule ein, erleiden alle umstehenden angrenzenden Fallenschaden. Hat total Laune gemacht hier auch mal eine Säule zu opfern und ein Monster darunter zu begraben. In Summe aber ein recht leichtes Abenteuer – zumindest auf unserer aktuellen Heldenstufe.
Erste Rente (nicht von mir)
Bill geht in Rente. Also natürlich nicht er, sondern sein Charakter. Sein Ziel war eine bestimmte Kombination an Gegenständen zu sammeln. Passend dazu heißt seine Rentenmission Kaufmannsgilde und er eröffnet damit einen eigenen kleinen Laden … in Frosthaven. Oder besser gesagt einen Handelsaussenposten. Den kleben wir auch direkt auf unsere Stadtkarte und kaufen ab nun bei Bill unsere Ware ein, anstatt sie immer mühselig herstellen zu müssen.
Das war schon ganz stimmig. Gab auch noch einen Umschlag mit einer Menge Flufftext. Lag aber tatsächlich an dem Charakter, der als erstes in Rente geht. Trotzdem fühlt es sich witzig an, dass wir jetzt wissen, dass da Bills Charakter Ware verkaufen wird.
In unserer Stadt haben wir nun auch eine ganze Menge an Punkten angesammelt. Weiß nicht mehr wie die heißen (Ansehenspunkte oder so), aber dadurch muss er nicht auf Level 1 mit einem neuen Charakter starten, sondern bereits im dritten Level. Ich bin mittlerweile auf Level sieben. Fühlt sich also trotzdem komisch an mit so einem Low-Level-Charakter eine neue Party zu starten.
Bin gespannt, was der nächste Charakter wird und wie sich das auf die Spiel-Balance ausüben wird, wenn auf einmal so ein Helden-Stift bei der Elitetruppe in Lehre geht. Ist auf jeden Fall schon mal klar, wer die Socken waschen darf.
Ich habe ja zumindest meine Renten-Mission bereits halb geschafft. Wir müssen nur noch in die äußerste Ecke der Karte reisen und dort zwei Abenteuer-Szenarien erleben.
Rollenspiel
Einige Spielende aus dem Gloomhaven oder Frosthaven Universum erzählen mir gerne, dass die Spiele wie Rollenspiel sei. Ich bin immer mehr der Meinung, dass das nicht der Fall ist. Stellt euch mal eine Kampagne vor und einer der Spielende schickt seine Person in Rente. Okay, für ein paar langatmige Midgard und DSA Spielenden ist das normal. Gibt es doch ausgefeilte Regeln für den Bau von Häusern, Kauf von Schlössen, Unterhaltskosten von Bettwanzen im königlichen Schlafsaal und den Preis vom Schleifen der Küchenmesser. Ihr denkt ich übertreibe? Die Frage ist, ob so eine Regelvielfalt notwendig ist, aber ich schweife ab.
In Frosthaven sind wir ein Söldnertrupp, die sich nichts untereinander gönnen. Gekaufte oder gefundene Dinge untereinander tauschen? Geht nicht.
Im Rollenspiel geht es ja aber vor allem darum in die Rolle des Charakters zu schlüpfen. In den Haven-Spielen ist nicht wirklich Platz dafür. Selbst Wegereignisse mit Entscheidungsmöglichkeiten werden eher taktisch betrachtet. Meist gibt es einen Weg mit einem Vorteil und einen Weg mit einem Nachteil. Es gibt also überhaupt gar keinen Grund sich für die schlechtere Wahl zu entscheiden.
Bei Sword & Sorcery wurde das Tabletop-Gemetzel zumindest durch die Wahl der Gesinnung auf etwas mehr Rollenspielerischen Fokus gehoben.
Die gesamte Serie könnt ihr in chronologischer Reihenfolge im Kampagnenbericht nachlesen.
Manchmal überrascht einen das Schicksal und ein Wunsch erfüllt sich zu Weihnachten schneller als man gedacht hat. Als ich meine Meinung zur Island-Fahrt unter Horsts ausführlichem Bericht schrieb, hatte meine Seele bereits Sehnsucht nach der nächsten Schiffstour, allem voran erneut als Erklärbär für die Boardgame Cruise. Das Weihnachtswunder geschah für mich dann unerwartet aber voller Freude. Ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könne an der Rheinfahrt nach Amsterdam teillzunehmen und wie ich in dem genannten Bericht schrieb, konnte ich nicht anders als zuzustimmen!
Weniger ein Bericht – mehr ein Vergleich
Soviel vorab für die lieben aufmerksamen Lesenden hier: Ich habe mit diesem Text eher vor einen Vergleich zur Island-Tour zu erstellen anstatt einen vollständigen Erfahrungsbericht der Amsterdam-Fahrt zu schreiben. Aber schauen wir mal, was am Ende tatsächlich daraus wird. Ich bin selbst gespannt, wie weit ich im Fluss des Schreibens von diesem eigentlichen Vorhaben am Ende abweichen werde.
Schiff und Umweltgedanken zu der Reise
Die MS Alena ist wesentlich schmaler als die Übersee-Fähren der anderen beiden Fahrten, muss es ja anstelle des offenen Meeres einen Fluss durchqueren, an viel kleineren Piers anlegen, wesentlich weniger Menschen transportieren und keine notwendigen Waren von einem zu anderen Ort bringen. Es ist ein regelrechtes Flusskreuzfahrt-Schiff und damit auf Tourismus getrimmt.
Unser Luxusliner am Anleger in Amsterdam
Das zeigt sich natürlich vor allem in der Ausstattung der Zimmer und der Verpflegung. Während man auf den Fähren eher „Pritschen“ in den Kabinen hat, die zwar ausreichend gemütlich sind, aber mit hohem Komfort nicht wirklich viel zu tun haben, befindet sich auf der MS Alena eher ein schwimmendes Hotel. Selbst die kleinsten Zimmer waren mit Doppelbetten, Kaffeeautomaten, Sessel und einem angenehm großen Bad ausgestattet. Wer bereit war noch etwas mehr auszugeben, hatte etwas größere Zimmer und eine voll öffnungsfähige Fensterfront, ein sogenannter französischer Balkon.
Das Zimmer kann frisch bezogen werden!
Die Verpflegung auf den Fähren sind bereits echte Hingucker aber hier bekam man qualitativ noch eine Schippe drauf. Zudem gab es sehr oft und sehr viel zu Essen, doch dazu später mehr.
Die MS Alena hat die Auszeichnung Greenline erhalten, was für nachhaltige und umweltfreundliche Konzepte und für einen ökologischen Tourismus steht. Nähere Informationen lassen sich dazu im Internet finden. Wie man dazu steht, muss jeder für sich entscheiden, der Umweltgedanke ist jedenfalls vorhanden.
Neben tollen Spielen wird man auch mit echten Hinguckern belohnt!
Reiseroute
Wir starteten am 02.01.2025 um 17:00 Uhr von Köln und begaben uns flussabwärts direkt nach Amsterdam.
Die Spieleerklärer und Turnierleiter sind bereit!
Tag 1: 17:00 Uhr Abfahrt Köln
Tag 2: Amsterdam
Tag 3: Horn
Tag 4: morgens Rotterdam / abends Gorichem
Tag 5: Nijmegen
Tag 6: Köln… ne, Duisburg?
Aufgrund eines technischen Ausfalls musste die MS Alena frühzeitig in Duisburg anlegen. Die Reederei hatte sich vor Ankündigung dieser Misere jedoch bereits um Busse nach Köln und andere Lösungen sehr vorbildlich gekümmert. Vielen Dank dafür – Fehler passieren immer und ständig. Gut wenn man sich darauf verlassen kann, dass trotzdem alles funktioniert!
Da kamen ein paar Spiele auf den Tisch
Ausgepackt aber noch unsortiert.
Wir brachten mehr als 650 Spiele an Deck und bereiteten diese für das Spielerlebnis der Pasagiere vor. Hier zeigte sich die unbeschreibar große Freundlichkeit der hoch internationalen Crew gegenüber uns und den Passagieren das erste Mal: Jede Person an Deck, die nichts anderes zu tun hatte, half beim Aufladen und Tische schieben. Sogar das eigentliche Bücherregal wurde leer geräumt damit wir die kleineren Spiele dort bestens übersichtlich bereitstellen konnten.
Sieht zwar so aus, aber die stehen nicht immer hier.
So waren alle Spiele ratz fatz an Bord und ebenso schnell zum Durchstöbern und Mitnehmen bereitgestellt. Wir waren bereit und die Crew voll neugieriger Vorfreude auf uns und die Pasagiere. Es konnte losgehen!
Erklärt habe ich in den Tage wirklich sehr viele Spiele. Aber es fiel uns Erklärern etwas im Speziellen auf: Die Passagiere waren nicht nur ruhiger als auf den anderen Fahrten gewohnt, sondern spielten im Schnitt auch einfachere Kost. Natürlich befanden sich auch Expertenspiele auf den Tischen aber das Groß lag eher im Familien- und Kennerspielbereich.
Für mich selbst brachte ich ein paar Mal Star Trek Captain’s Chair auf den Tisch. Dazu kamen Parks und Terraforming Mars.
Menschen!
Es ist nicht von der Hand zu weisen, welch angenehmes Gefühl es einem bringt, mit vielen Bekannten der Cruise und einigen Wiederholungstätern unter den Passagieren diese für alle erste Version der Amsterdamtour gemeinsam zu erleben. Aber allem voran auch die vielen neuen Bekanntschaften, welche durchweg bei guter Laune waren, machten diese Fahrt wieder zu etwas ganz Besonderen.
Schon ein paar mal am Rande erwähnt, aber nun besonders hervorgehoben werden muss nun aber endlich auch die Bordcrew. Diese hatten für jeden ein Lächeln, waren stets zuvorkommend und immer nett, Vielleicht lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, aber jeder von ihnen machte den Eindruck mit viel Freude auf dem Schiff zu arbeiten. Was mir aber wirklich ein Lächeln ins Gesicht zauberte, was zu sehen, wie die meisten der Crew erst voller Erstaunen aber auch Neugier vor der Masse an Spielen standen, nach kurzer zeit aber anfingen selbst immer wieder etwas heraus zu nehmen und selbst auszuprobieren. Eine Mitarbeiterin erzählte mir sogar auf Nachfrage, dass sie am Abend zuvor Age of Comics auf dem Tisch hatten. Das erstaunte mich tatsächlich, zumal bestätigt wurden, dass sie alle noch keine größere Erfahrung mit Brettspielen hatten.
Viele Hände – schnelles Ende!
Generell ist man auf solchen Flusskreuzfahrten wohl eher älteres Publikum gewohnt. Überall sind Alarmschalter angebracht um nach medizinischer Hilfe fragen zu können. Aber auch die Musikauswahl im Restaurant und bei Ankunft in Amsterdam, welche um 10:30 Uhr einige Langschläfer aus dem Schlaf riss, waren sichere Anhaltspunkte für diesen Gedanken. Im Laufe der Fahrt gab es zur musikalischen Untermalung allerdings einige Anpassungen, bis hin zum kompletten Verzicht darauf.
Am Ende fasste der Sprecher der Schiffsbesatzung einige für diese neue Erkenntnisse auf relativ lustige Weise zusammen. Man würde in Zukunft auf einen erhöhten Colakonsum eingehen, war dabei eine der größten Erkenntnisse, musste die Besatzung doch nach der Hälfte der Fahrt einen gesamten Supermarkt um seinen Colavorrat erleichtern. Das, so wurde versichert, sei in der Geschichte der MS Alena noch nicht vorgekommen.
Rund um die Verpflegung
Satt und zufrieden sollen sie sein! So oder so ähnlich ist wäre wohl die Aussage eines Koches auf einem Kreuzfahrtschiff. Anders kann ich mir das gesamte Essensangebot auf der MS Alena nicht erklären. Nicht falsch verstehen: Das Essen auf den beiden Fähren nach Helsinki und Island ist ebenfalls sehr lecker! Aber die Nahrungsangebote auf dem Rhein waren noch um ein Krönchen besser! Es gab fünf (!) verschiedene Mahlzeiten am Tag! Frühstück, Mittagessen, Kaffee & Kuchen, Abendessen und einen Spätsnack. Damit die Früh- und Spätaufsteher nicht zu kurz kamen, gab es vor und nach den Buffetzeiten auch noch Frühstückssnacks in der Panoramalounge. Und falls das immer noch nicht reichte, konnte man sich kostenlose Haribos zwischendurch an der Rezeption abholen! Hier hätten die Hobbits von Mittelerde wohl endlich einen Ort gefunden, an dem ein zweites Frühstück oder ein später Mittagstisch real ist.
Büffet Restaurant „Vier Jahreszeiten“
Das Buffet war zu jeder der drei Hauptmahlzeiten reich gedeckt. Es gab stets zwei unterschiedliche Suppen, eine große Salatbar und der Uhrzeit entsprechend sehr leckere Hauptspeisen. Mittags und abends gab es noch Dessert. Dafür konnte man zum Frühstück á la Carte Eierspeisen, Pancakes und anderes ohne Zusatzkosten dazu bestellen.
Spezialitätenrestaurant
Wem die reichhaltige Auswahl im „Vier Jahreszeiten“ noch nicht ganz reichte, konnte sich zum Abendessen alternativ und ohne Mehrkosten zum Spezialitätenrestaurant anmelden. Hier gab es eine für die gesamte Reise zu jedem Abend gleich vorgesehen Menükarte. Kastaniensuppe oder gebeizter Lachs als Vorspeise, eine Auswahl von drei Hauptgerichten und eine Bratapfeltiramisu zum Nachtisch. Das war mal so richtig lecker! Aufgrund der maximal 36 Plätze war eine Reservierung während der Fahrt Pflicht.
Sonstiges
Was ist nun mein Fazit? Welche der drei unterschiedlichen Boardgame Cruises empfehle ich hier nun? Das ist, wie so vieles, nicht so einfach zu sagen. Im Grunde kommt das auf Eure Vorlieben an:
Mögt Ihr Abenteuer, raue See, einen langen Trip und wollt viele Kenner- und Expertenspieler antreffen? Ihr wollt Farör und Island dabei in kurzen Tagestrips erkunden und habt keine Angst vor meterhohen Wellen dann ist die Smyrilline nach Island genau Euer Ding.
Wenn Euch die Abenteuerlust zwar ruft, ihr aber nie so viel Zeit habt, der Seegang von Island Euch abschreckt aber ein gewisser Wellengang in Euren Augen kein Problem darstellt und Ihr mehr spielen wollt als auf Land zu gehen, dann wählt die Helsinki-Tour!
Wollt Ihr hohen Komfort, so gut wie überhaupt keine Wellen (mal von ein paar kleinen Schubsern auf dem Ijsselmeer abgesehen), sucht eher Familien- oder Kennerspieler (Expertenspiele dennoch nicht ausgeschlossen) und habt viel Hunger? Wollt Ihr dabei täglich einen anderen Ort in Holland erkunden können? Dann nehmt die MS Alena auf dem Rhein nach Amsterdam und zurück!
Aber was hält Euch eigentlich davon ab, mehrere dieser Touren zu erkunden? Egal wie Ihr zu Brettspielen auf dem Schiff steht und ob oder welche dieser Touren Ihr bucht, habt stets Spaß im Hobby!
Liebe Lesenden! Willkommen zurück in den fantastischen Geschichten Arydias!
Vorab noch eine wichtige Information: Da es sich um einen Spielbericht handelt, wird es im folgenden Tagebucheintrag natürlich heftige Spoiler geben! Wenn Ihr selbst noch vorhabt das Spiel zu erleben und Euch den Spaß nicht verderben wollt, dann hört hier und jetzt auf zu lesen! Ich habe Euch hiermit gewarnt! Alle, die jetzt bleiben möchten, egal ob aus reiner Neugierde oder wider besseren Wissens, wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Erleben meiner Geschichte!
Zuletzt bestanden wir den Kampf gegen die Kobolde in der Fortruine am Nordufer der Insel im zweiten Kampf wieder überraschend knapp aber erfolgreich. Nach dem kräftezehrenden Kampf war eine weitere erholsame Nacht nötig um danach die Insel mit vollen Kräften wieder erfolgreich erforschen zu können.
In Daneburg gerieten wir in einen Gerichtsprozess zu einem Mordfall und wurden prompt als Ermittler eingesetzt. Nach dem Forschen und Lösen immer verworrenerer Spuren konnte der wahre Mörder ermittelt und am Ende durch uns gefasst werden. Die Welt war am Ende ein etwas besserer Ort und wir erhielten unseren mittlerweile neunten Squill. In Daneburg übernachteten wir ein weiteres mal und träumten von neuen Abenteuern.
Schatzsuche in Harle Springs
Es war ein sonniger Tag, die Vögel zwitscherten und bei offenem Fenster im Deneburg-In wach. Es war jedenfalls mal komfortabler und angenehmer als das dauernde Zeltlager in der Exilantengilde. Vor kurzem hatten wir die Schatzkarte des Halblingbanditen Irkey erneut ergattert und siehe da, die Zeichnung darauf glich dem unweit entfernten Harle Springs. Dieses nur einen Katzensprung entfernte Abenteuer sollten wir uns besser nicht entgehen lassen!
Die Schatzkarte zeigt sehr exakt die Umgebung von Harle Springs (Feld J5). Es gibt von Daneburg keine direkt Verbindung (das sieht man auch immer an dem Zaun auf solchen Platten).
Hier trafen wir auf eine seltsame Lagune mit riesigen, aber wunderschönen Seerosenblättern nahe des Ufers. Die Umgebung strotzte vor Leben. Überall flogen Insekten, sprangen Frösche und kletterten Eidechsen umher. Auf einem Blatt befand sich wirklich und wahrhaftig eine kleine Hütte. Näher betrachtet befand sich darin eine kleine Fee, die erst genervt war, dass wir so in ihr zuhause glotzten und sogar erst ungläubig in ihrem Heim umherwühlten. Nachdem der Ärger aber langsam wich bat sie uns ihr das entrissene Zauberschwert ihrer Großmutter wieder zu besorgen. Wir stimmten zu, ohne zu wissen, wo es sich nun aufhalten würde.
Danach gingen wir abseits des Gewässers in eine Höhle und stießen auf zwei sehr große Eidechsen, die unseren Besuch überhaupt nicht zu schätzen wussten und lieber allein geblieben wären. Zumindest lies ihr nach unserem Betreten folgender Angriff keine andere Schlussfolgerung zu.
Die Echsen ließen ein schleimiges sekret ab, dass leider Löcher in meine Kleidung ätzte.
Mir als Nahkämpfer setzten die ätzenden Sekrete der Echsen leider sehr zu oder viel mehr, meine Rüstung löste sich langsam auf. Dennoch hätten wir es alleine geschafft. Aber wir hatten noch Brek, einen jungen Halbelfenkrieger, der uns als Belohnung seit einer kleinen Quest in Form eine Kampkarte begleitet, die zufällig gezogen wird. Wenn sie auftaucht würfelt man und er fügte bislang immer einen geringen schaden zu. Nun würfelten wir so hoch, dass die unten stehende Karte folgte.
Brek verfiel in einen Blutrausch und hätte so eine riesige Hilfe gegen jeden überstarken Gegner bieten können. Hier schlug er mit brachialer Gewalt beinahe unnötig in die Luft.
Sein Angriff besiegte zwar instant die eine Echse, leider musste die oben stehende Karte gedreht werden und so wurde Brek durch das sterbende Monster in einen heroischen Tot gebissen und musste den Kampfkartenstapel so unrühmlich verlassen.
Die Höhle führte in eine weitere Höhle und auf eine offene ebene, auf der weitere zwei Echsen, wie die beiden zuvor und eine viel größere, rote Echse gegen uns antraten. Dieser Kampf war beinahe unser Ende.
Nachdem die beiden Minions des roten Bosses besiegt waren, bewegten wir uns taktisch zurück, da die Kreatur uns nebeneinanderstehend gleichzeitig hätte angreifen können.
Ich als Nahkämpfer musste immer wieder zusammengeflickt werden und erlag immer wieder beinahe den Verletzungen doch am Ende besiegten wir auch diesen Gegner und gewannen den Kampf. Meine Rüstung hing jedoch nur noch in Fetzen herab und musste baldigst repariert werden.
Eine der letzten Szenen der Kreatur, bevor sie endgültig besiegt wurde.
Der Schatz von Irkey Karte war überraschend nichtssagend. Ein weißer uns sehr enttäuschender Stein am Seeufer. Aber in einer Welt wie Arydia ist nichts ohne Bedeutung. Mal sehen, wie uns der Fund weiterbringen wird.
Eine fette Schleimspur
Ganz am Anfang und als kleine Nebenquest wirkend, sogar unerwähnt geblieben, war ein Kampf gegen einen Schleim. Es ging um ein Dorf auf der ersten Insel, in dem eine Hochzeit stattgefunden hatte und die Ehefrau sich plötzlich in einen kriechenden Schleim verwandelte. Besiegt floh das Wesen aus dem Dorf und wurde nicht mehr gesehen. Ich dachte sogar, es gehörte zu einem Spielfehler, da wir dem Wesen mit zu hohem Level in einem Wegeereignis begegneten. Die damalige Geschichte wurde damit leider Opfer unserer Korrekturen um wieder auf den korrekten Weg zurück zu finden und wurde nicht erwähnt.
Mir ist ein leider eigenes Bild vor lauter Spannung entgangen! Dies ist von BGG, zeigt eine frühere Version des Gegners aber stellt bildlich dar, wir großartig designed die Miniaturen von Arydia oft sind.
Allerdings trafen wir in einem Dorf nordöstlich der Uplands auf eine akribisch putzende Frau. Ihr Haus war sogar so aufgeräumt und sauber, dass man vom Boden hätte essen können. Die Nachbarin vermisste ihre Ziehharmonika und beschuldigte nun diese Putzfee des Diebstahls. Wir fanden das Musikinstrument sogar bei Ihr und in ihrer Wut verlor sie die Kontrolle und verwandelte sich in einen ebensolchen Schleim, wie die damalige Braut.
Ich vermute, dass es eine eigene Rasse als Mensch getarnt handelt, die mit ihren Spliens und seltsamen Verhalten auffallen. Sie floh aus dem Dorf und nach kurzer Verfolgung stellten wir sie zum Kampf und besiegten sie. Die Welt war damit von einer weiteren Schleimspur befreit.
Eine große Welt
Ich habe mal alle drei Inselkarten nebeneinander ausgelegt. Das werde ich zukünftig auch immer für Sascha und mich am Spieltisch so machen, da es eine gute Gesamtansicht bietet. Klar verstehe ich, dass es am Anfang nicht mehr als sie eine der drei Karten gibt, um den Überraschungsmoment zu generieren, wenn die Spielenden bemerken, dass das Spiel viel größer ist, als gedacht. Aber nun, da wir es wissen, sollte man die Karte besser stets als eine sehen.
Die „Puzzelstücke“ der Weltkarte passen zusammen. Wir haben noch viel zu entdecken!
Doch nun gehen Echsenmann und Kätzchen erstmal schlafen und träumen von neuen Abenteuern! Sascha und ich sind jedenfalls bereits sehr gespannt, wie es weiter geht! Schade, dass wir erst am 18.01. den nächsten Termin finden konnten! Aber es geht voran und ich werde hier, wie immer, wieder berichten.
Liebe Lesenden! Willkommen zurück in den fantastischen Geschichten Arydias!
Vorab noch eine wichtige Information: Da es sich um einen Spielbericht handelt, wird es im folgenden Tagebucheintrag natürlich heftige Spoiler geben! Wenn Ihr selbst noch vorhabt das Spiel zu erleben und Euch den Spaß nicht verderben wollt, dann hört hier und jetzt auf zu lesen! Ich habe Euch hiermit gewarnt! Alle, die jetzt bleiben möchten, egal ob aus reiner Neugierde oder wider besseren Wissens, wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Erleben meiner Geschichte!
Der fünfte Tag der arydianischen Erlebnisse war zuerst ein Erforschen der letzten weißen Flecken auf der Landkarte des Bessin, wie der Landstrich sich nennt. Nachdem wir den dortigen, sehr sonderbaren Bewohner überwältigen konnten begannen wir unsere Reise auf der neu entdeckten Insel. Schnell stellten wir fest, es hier mit mehr Kreaturen gleichzeitig zu tun zu haben, als wir es in den vergangenen Kämpfen bislang gewohnt waren. Eine Welle von Skeletten konnten wir noch besiegen, waren aber bereits leicht angeschlagen. Dennoch befürchteten wir nichts schlimmeres.
Doch da täuschten wir uns: An einer Festungsruine mussten wir mit sehr wehrhaften Kobolden kämpfen und stellten fest, dass die Einschätzung unserer übrigen Vitalität zu hoch gesetzt war. Die Zähne zusammenbeißend traten wir den Rückzug an, kehrten zum Camp zurück leckten unsere Wunden und planten die nächsten Schritte.
Damit sollen sie nicht durchkommen…
Als wir nun im Camp nach einer erholsamen Nacht erwachten, fassten wir neuen Mut und der emporsteigende Ehrgeiz lies keinen weiteren Gedanken zu, die Kobolde durften nicht mit unserer Schmach durchkommen! Also machten wir uns auf und traten gegen sie ein zweites Mal an. Auch jetzt waren sie sehr harte Gegner. Wieder wirkte der Kampf zuerst nicht auf unserer Seite.
Altes Bild aber gleicher Kampf wie am Tag zuvor. Die Kobolde wirken nicht stark, abber die Masse macht sie gefährlich!
Wir waren wieder überrascht erschöpft und blieben mit vielen Löchern in unseren Rüstungsteilen zurück, aber wir besiegten die Kreaturen und looteten neben Münzen neue Ausrüstung und viele Erfahrungspunkte. Der Kampf hatte sich am Ende also ausgezahlt!
Investigative Arbeiten
Der Küste gen Süden folgend begegneten wir einem alten Bekannten (Wegereignis) der uns aber nicht bemerkte. Er war im Streit mit seinen Begleitern und wie durch ein Wunder verlor Irky dabei die Karte, die er und im Kampf auf dem Schiffwrack vor zwei Tagen abgenommen hatte. Manchmal scheint das Schicksal doch etwas für uns übrig zu haben!
Wir hatten uns für „Sneak Up“ entschieden – wir erhielten so das verlorene Kartenteil einfacher zurück als von uns erwartet.
Danach erreichten wir den Ort Daneburg. Hier war einiges auf den Straßen los. Die Bevölkerung schien durch irgendetwas in Aufruhr und stand zu einem großen Anteil um den zentralen Brunnen verteilt. Kurz darauf stellten wir fest, dass dort eine Leiche lag und der Aufruhr dadurch begründet war. Neben einigen entsetzten Bürgern befanden sich noch mit uns zwei weitere Ortsfremde dort. Zum einen der Bürgermeister eines Nachbarorts, der hier als Richter fungieren sollte. Er erklärte uns in einem der vielen Dialoge, dass es auf dieser Insel zu den juristischen Regularien gehörte, dass ein benachbarter Bürgermeister bei einem Kriminalfall wie diesem als unparteilicher Richter eingesetzt würde.
Viele Dialogmöglichkeiten und in den Häusern stecken ebenfalls noch Personen
Die andere Person war nach Aussage ebenfalls erst heute angekommen und daher vom Richter als Ermittler eingesetzt. Mit dem Wissen wiesen wir den Richter darauf hin, dass wir ebenfalls unparteilich wären und so wurden wir zwecks zweiter Meinung ebenfalls zu Untersuchung des Falls berufen.
Und so machten wir uns auf, den Fall des toten Dunkelelfen an dem Brunnen aufzuklären. Es waren viele Gespräche und die immer neuen Erkenntnisse führen wieder und immer wieder zu einem neuen Verfahren, nur um Festzustellen, dass wir noch immer im dunkeln tappen. Eine schöne Idee des Designers war, wie mit den Ermittlungen umgegangen wurde. Wir konnten an verschiedenen Stellen Aussagen niederschreiben, die wir als Beweis Nr. X in Kartenform erhielten.
Zudem machten wir Skizzen, wie die verschiedenen möglichen Tatorte aussahen. Und das war wirklich witzig. Eine Klugheitsprobe entschied, ob wir gut zeichnen konnten oder nicht. Zwar war der textliche Inhalt davon unberührt, aber eine schlechte Zeichnung kann verwirren. Wichtige Punkte in der Zeichnung wurden farbig hervorgehoben. Zum Glück habe ich bei zwei von drei Zeichnungen ein gutes Ergebnis gewürfelt, aber die Neugier, wie die schlechten Skizzen aussehen könnten, führten dazu, dass wir uns zum ersten mal einfach hierzu spoilern mussten!
Die Tatszene in guter und schlechter Zeichnung, wir hatten zum Glück die gute Zeichnung.
Ist das vielleicht die Mörderin? Wir haben uns jedenfalls wegen der Kritzelein rechts jedes Mal beinahe schlapp gelacht!
In den Gerichtsverfahren mussten wir immer passende Clues, wo auch die Zeugenaussagen zugehörten kombinieren. Das erforderte einiges an Kombinationsgabe, aber wir haben es anscheinend jedes Mal fehlerfrei zusammenbekommen. Am Ende fassten wir den wahren Mörder, den ich an dieser Stelle dann doch mal ungenannt lassen möchte, und erhielten neben Erfahrungspunkten ein weiteres Squirrl. es gibt bislang zwei Wege, die uns verschlossen blieben, weil wir noch nicht genügend davon hatten. Dort müssen wir zurückkehren, wenn wir mit noch einem mehr dann die 10 Stück erreicht haben. Auch hier hätte uns der Richter als Ermittler abgewiesen, hätten wir weniger als 6 davon gehabt.
Das halte ich für einen sehr klugen Kniff. Thematisch haben wir mit zu wenigen Squirrls noch keine ausreichende Hilfsbereitschaft bewiesen um das Vertrauen der jeweiligen Person verdient zu haben. Zum anderen kann uns der Designer von Szenen trennen für die unsere Fertigkeiten lange noch nicht ausreichen. Das fühlt sich nicht schlimm an, da es ja so wirklich in die Welt passt. Wirklich gut geregelt.
Danach gingen wir zum Exilantencamp zurück, erzählten unserem Captain von den Erfolgen und schliefen in den kommenden, sicherlich ereignisreichen Tag. Aber das ist eine andere Geschichte von der ich bei Zeiten berichten werde.
Wie bereits im August angekündigt, bin ich mit Bill zusammen auf der Boardgame Cruise von Hirtshals (Dänemark) nach Island und zurück gefahren. Während Bill sich sein Schiffszwieback als Erklärbär für Blick aufs Brett e.V. verdingt hat, konnte ich das Schaukeln auf dem Wasser und die Landausflüge genießen. Es war ein grandioses Erlebnis mit vielen Überraschungen. In diesem Bericht fasse ich für euch alles zusammen. Sei es vom Schiff bis hin zu möglichen Sehkrankheiten. Außerdem erfahrt ihr, warum ich ermordet wurde (und wieso ich trotzdem im Nachgang noch diesen Artikel schreiben kann).
Anreise und Abfahrt
So wurden wir am Hafen von Hirtshals begrüßt. Zum Glück nicht unser Schiff.
Die Schiffsreise beginnt für euch bei dieser Tour immer in der dänischen Hafenstadt Hirtshals. Die kleine Stadt an der Nordsee bietet alles, was eine kleine Hafenstadt so braucht. Inklusive für Anreisende aus weiter Ferne in einem Hotel eine Tag vorher in Ruhe ausschlafen zu können. Wer direkt Erstkontakt mit der Prominenz von Blick aufs Brett haben will, kommt im Skaga Hotel unter. Dort lohnt sich definitiv auch ein Happen im leckeren Restaurant zu sich zu nehmen. Allerdings gewöhnt man sich dabei auch direkt an die dänischen Preise. Das Hotel liegt sehr nah am Hafen und ihr könnt das Auto sogar für eine Pauschale dort stehen lassen. Eine andere Möglichkeit wäre es das Auto am Hafen gegen Gebühr zu parken. Dort sind die Plätze allerdings begrenzt.
Wie kommt ihr aber überhaupt nach Hirtshals. Bill und ich haben die Erfahrung mit dem eigenen Auto inklusive Übernachtung im besagten Hotel vor dem Start gemacht. Rückfahrt sind wir nach Ankunft direkt durchgereist.
Die Boardgame Cruise bietet Busreisen von Hannover und Hamburg an. Das geht auch problemlos. Allerdings muss man natürlich noch in die beiden Städte kommen.
Schiff und Umweltgedanken zu der Reise
Alexander (den ich übrigens dann auch echt auf der Reise kennenlernen durfte) hat mich ja bereits in meinem ersten Artikel berichtigt, dass es sich nicht um ein Kreuzfahrtschiff, sondern ein Fährschiff handelt. Konnte ich mir nichts drunter vorstellen. Jetzt weiß ich es. Eigentlich handelt es sich bei der MS Norröna um ein Transportschiff für die Farörische und Islandische Bevölkerung. Es werden also ganze LKW-Anhänger auf dem Schiff verladen und in den besagten Haltepunkten entladen. Zusätzlich ergibt sich von März bis November die Möglichkeit noch als Passagier das Schiff begleiten zu dürfen. Das Schiff fährt das ganze Jahr über wöchentlich die Route und bringt unter anderem auch frischen Fisch von den Inseln zurück
Unser Schiff übernachtet in Island.
Die normalen Kajüten sind daher auch eher schlicht gehalten. Es klappert, es rauscht, es ist sauber und zweckmäßig. Es gibt nach meinem Wissensstand auch ein paar schönere Suiten, aber für die normalen Menschen gibt es eben normale Kajüten. Ich habe noch nie eine Kreuzfahrt gemacht und habe daher keine Vergleiche. Allerdings bin ich schon einige Male von Oslo nach Kiel gefahren. Das ist deutlich mehr Luxus und von allem mehr.
Es muss ein jeder für sich entscheiden, wie er zu dem Thema Schiff im Wasser steht. Zumindest habe ich so meine Ressentiments gegenüber Kreuzfahrten. Bei der Boardgame Cruise Tour war es aber anders. Wir transportieren Ware hin- und her. Auf den Landausflügen haben wir genügend Erfahrung sammeln können, wie abhängig die beiden Inseln von dem Import sind. Wenn ihr euch auch anschaut, wo das Schiff auf Island anlegt, werdet ihr feststellen, dass das der äußerste östliche Zipfel ist. Das kleine Nest Seydisfjördur (ca. 600 Einwohnende) ist alles andere als ein Touri-Paradies. Wer von hier weg will, muss erst einmal über einen verschneiten Pass reisen. Aber dazu später mehr. Also mein grünes Gewissen war einigermaßen beruhigt.
Kirche auf Island.
Trotz der kargen Unterskünft ist die MS Norröna aber trotzdem schön und es gibt genügend Abwechslung – also falls man keinen Bock auf Brettspiele hat. Es gibt ein kleines Kino, ein kleiner Duty-free-Shop (trotzdem noch mit hohen Preisen), eine tolle Bar mit fast 360 Grad Umblick ganz oben auf dem Schiff („laterna magica“), das Büffet-Restaurant oder ein exklusiveres Restaurant. Die durchgängig besetzte Rezeption hilft bei allen Schwierigkeiten, Fragen oder ähnlichem. Gute Überleitung …
Reiseroute und Schwierigkeiten
Nur noch einmal kurz die Reisefakten zusammengefasst: Von Hirtshals geht es über anderthalb Tage zu den Färöer Inseln. Halt gemacht wird in der Hauptstadt Torshavn mit kurzem Ausflug. Über Nacht geht es dann nach Island. Dabei gibt es einen ganzen Seetag bevor man mittags in Seydisfjördur (Island) ankommt. Dort bleibt das Schiff über Nacht – und das ist auch die einzige Nacht „an Land“ auf dem Schiff. Am nächsten Tag geht es dann abends den selben Weg wieder zurück. Nur kommt man diesmal auch eher nachmittags (also im Dunkeln) in Torshavn an. Über Nacht geht es dann nach Hirtshals zurück, dass das Schiff dann einen Tag später gegen 11:00Uhr erreicht.
Tag 1: 15:00 Abfahrt von Hirtshald
Tag 2: Farör / Torshaven
Tag 3: auf See
Tag 4: Island / Seydisfjördur mit Übernachtung
Tag 5: auf See
Tag 6: Farör / Torshaven
Tag 7: Hirtshals gegen 11:00 Uhr
So ungefähr zumindest.
Wir waren auf der Tour die letzten Passagiere (mit anderen Reisenden), da wie oben bereits beschrieben, danach vom November bis März nur noch Ware transportiert wird. Ich glaube das hat einen Grund: Das ist das Wetter.
Das haben wir später auch aufgehängt gesehen.
Gebe zu, dass ich aufgeregt war, inwiefern ich die Schiffsreise verkrafte und was da überhaupt auf mich zu kommen wird. Mich hat es ironischerweise im noch eher seichten Wellengang am Tag 2 den Vormittag dahin gerissen. Mir war schon zum Frühstück etwas schwummerig. Nach dem ersten Spiel hat mich eine Mit-Passagierin bereits mit einer Reisetablette versorgt. Danach musste ich mich fast .. naja .. ihr wisst schon und ich habe noch eine zweite Tablette zu mir genommen. Das führte beim zweiten Spiel, dass ich fast eingeschlafen wäre. Ich habe dann das getan, was mir meist hilft. Eine Die drei ??? Folge angeworfen und mich ins Bett gelegt. Eine Stunde später ist Bill in die Kajüte gekommen und wollte sich für seine Erklärbär-Schicht umziehen. Ab dann war für den Rest der Reise alles gut. Für mich.
Bei -10° und roter Nase einen Wasserfall besuchen.
Tag drei auf See nach Island war dann noch einmal richtig heftig. Wir hatten ca. sechs Meter hohe Wellen, die aber seitlich aufs Schiff getroffen sind. Wusste nicht, dass das einen spürbaren Unterschied macht. Die alten See-erfahrenen Mitreisenden konnten aber berichten, dass es so schlimm – auch bei zehn Meter hohen Wellen – noch nie war. Es führte auf jeden Fall dazu, dass die Spielbereiche recht leer waren. Spiele und Platz im Überfluss.
Auf den späteren Landausflügen habe ich daher noch Gäste kennengelernt, die die ersten vier Tage wohl fast ausschließlich das Spiel „triff-die-Toilettenschüssel“ oder „schaffe-ich-es-rechtzeitig“ gespielt haben.
Wir hatten auch einen medizinischen Notfall an Bord. War toll zu sehen, wie gut sich sowohl das immer freundliche Personal als auch die Organisation – vertreten durch Simon – um alles gekümmert hat. Die Person konnte im Übrigen dann immer noch die Rückfahrt genießen!
Ausflüge
Neben dem Leben auf dem Schiff gab es für uns Landratten auch die Möglichkeit die optionalen Ausflüge dazu zu buchen. Je einen je Insel und je einen für Hin- und Rückfahrt. Wenn es nicht zu kompliziert ausgedrückt ist, müsstet ihr mit mir jetzt ebenfalls vier Ausflüge in Summe ermittelt haben.
Auf dem Weg in die 38° heiße Badewanne.
Der erste Ausflug war folgerichtig bei der Hinreise auf den Färöer-Inseln. Das war eine Busfahrt mit einigen Haltepunkten unter anderem der alten Hauptstadt und diversen anderen kleinen Städtchen. Wir hatten richtig Glück mit unserem Tour-Guide. Sie hat zum einen richtig gut Deutsch gesprochen und zum anderen uns mit so viel lustigen Anekdoten versorgt, dass wir wahrscheinlich fast alle freiwillig die Weihnachtsspezialität Schafsdarm-Suppe probiert hätten. Landschaftlich sind die Färöer-Inseln total interessant und ich könnte euch mit den gemerkten Fakten langweilen.
Fisch wird getrocknet.
Auf Island wurden wir erst einmal mit zehn Grad unter Null und Schnee begrüßt wurden. Vor der ersten Busreise hat eine Familie erst einmal eine Schneeballschlacht gestartet. Von Seydisfjördur muss es immer über einen großen Vulkanberg. Der war ordentlich zu geschneit und ist wohl für viele Überraschungen gut. Ich war in der Gruppe mit einem kleinen Reisebus (für ca. 20 Personen). Der erste Tag war ebenfalls bestaunen der Landschaft, Wasserfälle, Torhäuser und gewaltigen Bassalt-Ablagerungen gewidmet. Auch hier wieder mit einem tollen Tour-Guide. Sie hat oftmals den Busfahrer durch Gebiete gelotst und anhalten lassen, die offenbar nicht „im Drehbuch“ standen.
Beim zweiten Tag in Island ging es nach einer Rundreise am Ende für drei Stunden in die warmen (also heißen) Quellen. Morgens war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich Bock hatte da alleine mitzufahren. Aber es hat sich dann doch als eines der absoluten Highlights herausgestellt. Wir waren in einem SPA mit drei großen Becken (von 38° bis hin zu über 40° – geothermisch erwärmt). In dem „kälteren“ Becken war eine zur Wasserebene platzierte Bar, wo man das schöne Weihnachtstuborg-Bier bei wolligen Temperaturen genießen konnte. Zum ganzen Spaß gehörte natürlich auch der Sprung oder zumindest das Eintauchen in den großen See an dem der SPA gebaut war. Vier Grad und als wir als erstes ankamen musste ich erstmal der Eisscholle einen Stups geben bevor ich vier Schwimmzüge im eiskalten Wasser geschafft habe.
Färöer-Spezialitäten.
Die vierte Tour war eine Wanderung durch die Hauptstadt von Faröer mit kurzer Verköstigung von dem dort gebrauten Bier und einigen typischen Speisen (Stockfisch auf Kartoffel, geräuchertes Lamm auf Brot und geräucherter Lachs in „Keksschiff“). Die Tour war grundsätzlich okay, aber nicht zwingend notwendig. Unser Guide hat einige interessante Dinge zur Geschichte erzählt und uns auch zielstrebig durch ein paar spannende Gassen geführt. Wir hatten am Ende noch genügend Zeit alles selbst zu entdecken. Sollte ich die Reise noch einmal mitmachen, würde ich mir diese Tour schenken. Aber beim ersten Mal war das durchaus sinnvoll.
Rund ums Spielen
Ein paar Spiele waren an Bord.
Jetzt habe ich so viel von der ganzen Reise und dem drum herum gesprochen. Ja, Brettspiele spielen konnte man auch. Ich hatte schon zum Start (und am Ende) das Vergnügen den von Blick auf Brett gemieteten Sixt-Sprinter aus- und einzuräumen. In Summe haben wir ungefähr 800 Spiele in den Kategorien Party, Familie, Kenner und Experte ausgepackt. Kinderspiele blieben direkt zu Hause, da es ja außerhalb aller Schulferien statt fand.
Auf dem Schiff gibt es eine kleine Bücherei und an einer Wand Fernseher mit Videospielen inklusive angeschlossener Bar. Dieser Bereich war komplett für uns reserviert. Außerdem noch ein kleiner Bereich von einem „Fast Food“ Restaurant.
Wie ihr euch vorstellen könnt, sind die Tische auf solchen Schiffen eher klein und eher für Schach oder Mensch ärger dich nicht ausgelegt. Da kommt die Erfahrung der Spielausleihe gerade recht. Wir haben irgendwas um die 15 oder 20 aus Holz gefertigte Tischauflagen mit Stoffüberzug dabei gehabt. Diese konnte sich jeder schnappen und beispielsweise über zwei kleine Tische platzieren oder etwas wackeliger auf einem Tisch drapieren. Damit ließen sich dann auch solche Spiele wie Galactic Cruise oder Eclipse hervorragend mit mehreren Genießen.
Gespielt habe ich übrigens auch.
Die Ausleihe war maximal unkompliziert. Auf den Sitzbänken waren alle Spiele in Reihen aufgestapelt und man konnte sich einfach nehmen und zurückbringen. Es gab noch eine kleine Box mit Fundstücken. Am Ende habe ich mal reingeschaut. Waren vielleicht 20 Teile drin.
Die Erklärenden wurden in zwei Schichten (in Summe von 10:00 bis 22:00 Uhr) aufgeteilt. Anders als ihr es vielleicht von der Berlin Con gewohnt seid, hatte man Zugriff auf gute Erklärende! Wie das mit der Brettspiel Community üblich ist, war aber alles dabei: Gäste die mal eben ihr Lieblingsspiel erklärt haben, selbst lesende oder Gruppen, die Spielrunden angeboten haben.
Turnier-Spiel: Krempelkiste.
Malte mit „Crew“ hat im Auftrag von Spieleoffensive noch Turniere veranstaltet. Ich habe da an keinem mitgemacht, aber es sah immer nach viel Spaß aus (und hörte sich auch so an). Dabei waren so etwas wie Challengers oder auch das für mich komplett neue Krempelkiste. Am letzten Abend gab es dazu noch eine Siegerehrung mit Geschenkübergabe.
Funtails hat mit Blood on the Clocktower den richtigen Riecher gehabt. Zumindest auf der Boardgame Cruise konnte man das wieder sehen. Es gab zig Runden und immer wenn ich dachte, ach jetzt mach ich da auch mal mit, war die Tafel (also die Runde) bereits weit im Vorfeld ausgebucht. Die BotC-Runden haben manchmal auch in der schönen Kulisse der laterna magica stattgefunden und damit von der richtigen Atmosphäre umgeben. Ich habe einige Passagiere kennengelernt, die in mehr als vier Runden dabei waren.
Menschen!
Wir waren nicht die einzigen Gäste, aber natürlich mit Abstand die größte Gruppe. Ich habe am Ende leider verpasst Simon zu fragen, wie groß die Runde genau war. Die Zahlen, die im Schiffsbug geschätzt wurden, lagen grob zwischen 250 und 400 Personen.
Die Crew überrascht uns.
Wie immer in unserem geselligen Hobby findet man schnellen Anschluss. Ich habe unheimlich viele nette Menschen kennengelernt, die Brettspiel-Gemeinschaft ist ja wie immer sehr offen und freundlich. Man konnte auch Gruppen sehen, die sich immer aus ähnlichen Personen zu einer kleinen Crew zusammengefunden haben. Es gab natürlich auch Konstellationen, die eher für sich waren. Aber es gab eben auch viele Reisende ohne Begleitung, die gut aufgenommen wurden.
Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt. Dabei sind natürlich auch die ein oder anderen Content Creator und natürlich eine Vielzahl der tollen Blick aufs Brett Crew.
Einfach die beste Community der Welt.
Rund um die Verpflegung
Bleibt am Ende vielleicht noch etwas zum Essen zu erwähnen. Schließlich hält Essen Leib und Seele zusammen und so mancher Gast hat das Essen auch zweimal sehen dürfen. Ein Freund sagte mal zu mir, dass ich Reisen anhand des Essens bewerte. Stimmt vielleicht.
Büffet Restaurant
Das war erstaunlich gut und vielseitig. Gerade abends gab es von Fisch über verschiedenen Fleischsorten bis hin zu sehr viel abwechslungsreichen Gemüse eine sehr große Auswahl. Eine große Käseplatte oder die Softeis-Maschine hat geholfen die letzten Lücken Seefest zu füllen.
Das Frühstücksbüffet war ebenfalls mit Spiegeleiern, Obst oder frischen Crêpes ausreichend ausgestattet. Brot und Brötchen nie pappig, sondern ausgewogen. Einzig der Kaffee war – nach meinem Geschmack – kaum zu ertragen.
Im Übrigen ist das Büffet-Restaurant mit der Verpflegung am Morgen und Abend im Preis enthalten. Inklusive Getränke.
Fast Food Restaurant
Neben dem Spielbereich gab es noch die Möglichkeit mittags einen Snack zu bekommen. Haben wir nur einmal geschafft und dort eine sehr gute Pizza gegessen. Es hätte noch Burger, Pommes und ähnliches gegeben. Aber meistens ist das Mittagstablett durch ein Brettspiel kompensiert worden.
laterna magica
Diese bietet einen kleinen Snack an. Habe ich aber nicht probiert und weiß es daher nicht. Ansonsten steht sie insbesondere für heiße und kalte Getränke zur Verfügung. Abends kann man hier noch einmal ein letztes Glas Wein, Bier oder einen Cocktail zu sich nehmen. Tagsüber hilft vielleicht eher eine heiße Schokolade mit Sahnehaube oder endlich mal ein leckeres Kaffee-haltiges Getränk.
Restaurant
Auf dem Schiff gibt es auch ein Restaurant. Den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt. Bei den wenigen Gästen musste man auch nicht vorbestellen, kann mir aber gut vorstellen, dass das bei mehr Gästen ratsam wäre. Das Essen dort war der absolute Wahnsinn. Leider haben wir das erst an unserem letzten Abend gemacht. Sehr fair übrigens, dass sie die all-inclusive-Verpflegung aus dem Büffet dagegen rechnen.
Sonstiges
Was habe ich alles gespielt
Am Ende vielleicht gar nicht so viel, wie viele andere. Ich habe ziemlich häufig Galactic Cruise erklärt und nur einmal selbst mitgespielt. Ich habe leider auch nicht alles mitgeschrieben, wie mir dann immer wieder zwischendurch aufgefallen ist. Naja, wie auch immer folgendes habe ich in jedem Fall gespielt:
The Witcher: The Old World (CD Projekt Red, Go On Board)
Captain Sonar (Pegasus)
Compile (Pegasus)
Mischwald: Dartmoor (Lookout Games)
Agent Undercover (Piatnik)
Zenith (PlayPunk)
Coming of Age (Ludonova)
Leviathan Wilds (Frosted Games)
Shinjuku (Heidelbär Games)
Astrobienen (Feuerland Spiele)
Aquaria (Skellig Games)
Bohemians (Pegasus)
The Gallerist (Skellig Games)
Terraforming Mars (Schwerkraft Verlag)
Galactic Cruise (PD Verlag)
Und noch viele, viele kleine (Karten-)Spiele
Weiterführende Links
Auf unserem Instagram Kanal findet ihr eine kleine, bebilderte Zusammenfassung für jeden Tag: Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5, Tag 6 und Tag 7.
Auf unserem YouTube Kanal haben wir ebenfalls ein paar kleine Videos zusammengetragen. Unter anderem auch ein Interview mit Johannes Jäger aka Hunter von Hunter & Friends.
Die bieten übrigens auch eine Krimi-Tour an. Ein Gast hat direkt vorher die Crime-Tour gebucht und ist auf dem Schiff für die Brettspiel-Tour geblieben.
Würde ich es noch einmal machen?
Die Frage aller Fragen zum Schluß. Ich bin schon sehr froh, dass es die Island-Tour war. Für mich gehört es einfach dazu wenigstens etwas über Land, Kultur und Menschen in Erfahrung zu bringen. Klar, die Zeit war dafür recht kurz. Beim nächsten Mal würde ich bestimmt die ein oder andere Tour aussparen und lieber auf eigene Faust losziehen. Gerade in Island gibt es auch tolle Wanderwege, die ich gern erkundet hätte.
Frühstückszeit.
Die Helsinki-Tour reizt mich eher nicht so. Das ist fast nur auf dem Schiff sein und nur mal kurz eine Landtour für wenige Stunden bekommen. Ich würde sagen, dass diese für alle interessant ist, die es mal ausprobieren wollen oder die lange Anfahrt nicht bewerkstelligen können/wollen. Für mich persönlich aber ohne Reiz.
Dann gibt es noch neu die Amsterdam-Tour. Wer von den Schwierigkeiten insbesondere dem Wellengang nun richtig Sorgen bekommen hat, kann es sich auf dem Fluß bequem machen. Also eine echte Landratten-Tour. Für mich auch wenig reizvoll. Da fahre ich dann doch lieber zum Spielen zur Berlin Con oder eben ab nach Island.
Denn das ist das Fazit. Es war eine grandiose Reise und tollen Eindrücken. Schade, dass es keine Möglichkeit gibt mit der Boardgame Cruise nach Island zu fahren, dort eine Woche Urlaub zu machen und dann wieder mit der Boardgame Cruise zurück zu fahren. Das wäre richtig geil. Sowohl die Färöer-Inseln als auch Island sind definitiv einen Urlaub wert. Und die Boardgame Cruise war eine Riesengaudi. Ich wäre wieder dabei. Vielleicht nicht direkt im nächsten Jahr … aber man weiß ja nie.
Bill’s Sicht zu dem Erlebnis der Boardgame Cruise Island
Vielleicht ist des vielen Lesenden hier bereits bekannt: Ich habe die Cruise und damit Horst dieses Mal begleitet. Allerdings nicht einfach als Passagier, sondern als Erklärbär des Vereins Blick aufs Brett e.V.
Der Verein ist sicherlich über viele andere Veranstaltungen, allen voran die Berlin Con bekannt. Als Alex mich im März diesen Jahres fragte, ob ich mir vorstellen könne die Tour als Erklärer zu begleiten, war die Antwort Instant „Ja, selbstverständlich!“.
Ich darf abschließend mit Fug und Recht behaupten, dass ich die Entscheidung mit keiner Sekunde bereut habe. Im Gegenteil, es war ein wunderbares Erlebnis. So viele nette Menschen durfte ich kennenlernen! Ob nun die Schiffscrew, die Veranstalter der Boardgame Cruise, die Begleiter des Vereins oder die unzähligen lieben Passagiere. Es war einfach ein Fest für alle Sinne und in allen Belangen!
Plötze!
Ich kann gar nicht mehr alle Spiele wiedergeben, die ich in Freizeit neu gespielt, oder als Erklärbär anderen näher bringen durfte! Darunter waren Froschreich, Life of the Amazonas, Terraforming Mars, Critter Kitchen, Coming of Age, Aquaria, The Witcher old World, Das Unbewusste, Bohemians, Compile und so vieles mehr! Es war schön mit anzuschauen, wie sich wohl die Spielenden in der besonderen Umgebung fühlten und bei Fragen immer wieder gerne auf mich und die anderen Erklärer zukamen. Niedlich fand ich das Gefühl, dass sich vielleicht Grüppchen zu ihren Lieblingserklärern gesammelt haben und diese immer wieder mal aufsuchten. Zumindest kam es mir auf sehr angenehme Weise so vor und amüsierte mich auch ein wenig, es mir genauso vorzustellen.
Die Ausfahrten, von denen ich nur die ersten beiden von Horst aufgezählten mitgemacht habe (ich bin auf die heißen Bäder immer noch etwas neidisch), waren sehr schöne Erlebnisse mit vielen interessanten Eindrücken. Aber auch die anderen Aufenthaltszeiten verbrachte ich nicht einfach an Bord, sondern ging nach eigenem Gusto jeweils in den Orten spazieren. Als wir die Nacht im Hafen von Seydisfjördur in Island verbrachten, waren sogar Polarlichter zu sehen, für mich zumindest das erste Mal in meinem bisherigen Leben!
Hafen auf Färöer (die Königsbrücke … fragt mich, wenn ihr wissen wollt, warum).
Es war so ein beeindruckend schönes Erlebnis, dass ich es wohl nie vergessen werde und mich stets mit frohen Gedanken daran erinnere. Die ganzen Menschen, allen voran die vielen lieben Passagiere, von denen ich einige besonders in mein Herz geschlossen habe, die Teammitglieder der Cruise und alle anderen, haben die Zeit zu einer ganz besonderen in meinem Leben gemacht. Vielen Dank! Ganz besonders möchte ich erwähnen, wie großartig es war, dies mit einem so guten Freund wie Horst zusammen erleben zu dürfen. Aber Grüße gehen auch insbesondere an Alex, Simon, Britta und Felix, Sandra und Stefan, Piet, Christian und Hunter und all die Lieben, die ich gerade für mich leider typisch vergessen habe – auch wenn ich nur die Vornamen nenne, wisst ihr sicherlich, dass ich Euch meine!
Ja, ich wäre immer wieder gerne dabei und würde Luftsprünge machen, wenn Alex mich das nächste Mal fragt. Das ganze ist erst zwei Wochen zum heutigen Tag her und ich denke jeden Tag an diese schöne Zeit!
Bildergalerie
Schöne Natur.Turniere waren stets gut besucht.Gespielt habe ich übrigens auch.Hier ist ein Stück Haus von einer Lawine abgetragen worden. Lässt sich schön stützen.Spiele ausgepackt und frei zum Ausleihen.Schöne Bassalt-Schlucht.Bill genießt den Ausblick.Fisch wird getrocknet.Yeah! Wasserfall.Das haben wir später auch aufgehängt gesehen.Ein paar Spiele waren an Bord.Island-Pferde auf … wer weiß es?Blick in den Büffet-Bereich.Guten Morgen Island!Wann finden welche Turnierspiele statt.Geiler Ausblick.Habe ich jetzt doch nicht erzählt. Wer ist interessiert?Bassalt-Wand.Fußgängerbrücke.Turnier-Spiel: Krempelkiste.Boarding-Time.Bill vor dem einzigen Sandstrand auf Färöer.Die Crew überrascht uns.Auf dem Weg in die 38° heiße Badewanne.Süße kleine Gässchen. Hier leben wirklich Menschen.Wir pilgern durch die Stadt.Färöer-Spezialitäten.Unter der Brücke werden Walstücke getrocknet (Färöer).Bei -10° und roter Nase einen Wasserfall besuchen.Hafen auf Färöer (die Königsbrücke … fragt mich, wenn ihr wissen wollt, warum).Ich konnte den Fischer noch beim Zubereiten beobachten.Kirche auf Island.So wurden wir am Hafen von Hirtshals begrüßt. Zum Glück nicht unser Schiff.Vor dem rauschenden Wasserfall.Die Spielregeln auf dem Schiff.Gleich wird es heiß.Frühstückszeit.Die heißen Quellen.Hauptstadt auf Färöer.Plötze!Unser Schiff übernachtet in Island.Die kleinen Steine sind von nahmen doch ganz schön hoch.In der kleinen Hafenstadt auf Island gibt es in der Mitte einen See mit zwei Roben.
Liebe Lesenden! Willkommen zurück in den fantastischen Geschichten Arydias!
Vorab noch eine wichtige Information: Da es sich um einen Spielbericht handelt, wird es im folgenden Tagebucheintrag natürlich heftige Spoiler geben! Wenn Ihr selbst noch vorhabt das Spiel zu erleben und Euch den Spaß nicht verderben wollt, dann hört hier und jetzt auf zu lesen! Ich habe Euch hiermit gewarnt! Alle, die jetzt bleiben möchten, egal ob aus reiner Neugierde oder wider besseren Wissens, wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Erleben meiner Geschichte!
Am vierten Spieltag haben wir nach langer Suche wieder auf den richtigen Pfad zurück gefunden. Wir haben in den ersten Episoden leider ein paar kleine aber wichtige Details übersehen, die für die Hauptquest wichtig waren. Die wieder zu finden, verlief ziemlich schwierig. Im Endeffekt konnten wir aber alles wieder rekapitulieren und in die richtige Bahn bringen.
Das brachte uns nicht nur zurück auf den richtigen Weg sondern mit einem Floß auf eine ganz andere Insel. Unterwegs stießen wir auf ein halb versunkenes Schiff und leider dort auch wieder auf den Hobbit Irky aus dem ersten Bericht. Dieser war nun stärker als vorher und brachte neben seinen Nahkampfgekkos auch noch Schleuderechsen mit. Wir konnten auch dieses Mal den Trupp wieder vertreiben. Doch lachend machte sich der Hobbit mit seiner Schatzkarte davon, die er uns unbemerkt in dem kleinen Scharmützel abgenommen hatte.
Chimärenhafte Kreaturen
Nach dem Abenteuer auf dem versunkenen Schiff trieben wir unser Floß weiter in Richtung Osten auf eine völlig andere Insel, den sogenannten Uplands. An einem Strand angekommen fanden wir das neu aufgebaute Lager unserer Exilantengilde, gut geschützt oberhalb einer Steilklippe, eine Turmruine im Hintergrund. Hier begegneten wir alten bekannten und konnten uns von den Strapazen auf offener See erstmal am Lagerfeuer erholen.
Unsere Gilde muss unser Vorhaben zur anderen Insel zu fahren geahnt haben und hat auf der anderen Insel ein neues Lager aufgeschlagen.
Nach einer Übernachtung auf den Uplands erinnerten wir uns aber an einen Zipfel auf der vorherigen Insel, den man nicht über den Landweg erreich konnte. Von der Neugier gepackt und wieder voller Kraft in den Adern machten wir uns daher die Mühe und fuhren mit dem Floß noch einmal zurück, diesmal süd-westlich, um diesen weißen Fleck unserer Landkarte zu erkunden.
Es war ein felsumgebener Landflecken, der an der Anlegestelle noch ruhig und sogar etwas harmonisch mit den hübschen, blütenreichen Pflanzen wirkte. Doch tiefer hinein in das von massivem Gestein umgebene Tal sahen wir uns schnell einer Kreatur gegenüber, deren pure Existenz der Natur hönisch entgegenblickte. Das Wesen sah aus wie eine Hyäne gekreuzt mit einer Schlange. Als es unsere Anwesenheit bemerkte stellte es sich bedrohlich auf und fauchte uns entgegen, gepaart mit hyänischem gegacker.
Dieses Wesen war ein harter Gegner, doch am Ende konten wir es besiegen
Der Kampf war schwer und forderte unser gesamtes, bisheriges können. Doch mit meinem Schmetterschlag und den tief bohrenden Pfeilen des Kundschafters konnten wir die Kreatur besiegen und in die Flucht schlagen. Die Beute war sehr belohnend und brachte uns bessere Rüstungsteile für zurünftigen Schutz gegen andere Gegner.
Am Ende kehrten wir zu den Uplands zurück und begannen mit der Erkundung der dortigen Umgebung.
Neue Formationen
Wir folgten einem ausgetretenen Pfad und wanderten Stunden durch die für uns neuartigen Landflächen. Der Kundschafter war ganz außer sich vor Begeisterung über die leicht andersartige Vegetation auf diesem Flecken Erde und versuchte jede Pflanze und jeden Käfer zu identifizieren. So völlig abgelenkt fanden wir uns schnell in einem kleinen Dorf wieder, welches wir zwar bereits wargenommen hatten, bis zur Akunft dort aber nicht erkannten, dass wir es mit untoten Bewohner zu tun hatten.
Schnell wurde uns klar, dass wir es nicht nur mit Nahkämpfern sondern auch mit Bogenschützen zu tun hatten
Die Skelette wirkten beinahe, als hätten sie uns erwartet um nun mit plötzlichen Tatendrang gegen uns vorzugehen. Völlig neu war, dass diese nicht nur als eine Formation (bisher bekannt mit dem Namen „Mob“) auftraten, sondern nun derer zwei waren. Die eine bestand aus Bogenschützen, die andere war als Nahkämpfer mit Knüppeln bewaffnet.
Ein unerfreuliches Empfangskomitee
Die eine Formation nennt sich „Mob“, die andere „Brute“ – beide aggieren unabhängig voneinander
Zum Glück waren die Gerippe schnell beseitigt. Was sie jedoch zu unangenehmen Gegnern macht ist die Tatsache, dass sie nach ihrem Ende einen Knochenhaufen hinterlassen, der sich selbst wiederbeleben kann. Da hilft nur das schnelle Zertreten dieser Haufen, damit da bloß kein heiler Knochen mehr bleibt, der sich wieder zusammensetzen könnte.
Zu viele Kobolde
An Beute bot der Ort mit den Skeletten leider nicht viel und so machten wir uns auf, die weitere Umgebung zu erkunden. Wir waren zwar bereits leicht lädiert durch die Begegnungen an diesem Tag und würden uns bereits jetzt eine Pause wünschen, doch waren die aufkommenden Gegner bislang eher moderat und konnten leicht besiegt werden. Eine weitere Begegnung würden wir noch verkraften.
Und so folgten wir dem bisherigen Weg, der bis zu den Untoten gen Norden führte und nun östlich abknickte. Wir erreichten bald eine alte Burg und nur wenige Zeit, nachdem wir diese betraten standen uns speerbewaffnete Kobolde entgegen. „Kein Problem“, lachten wir. „Die zwei sind schnell überwältigt! Die sollten sich zweimal überlegen, wen sie überfallen!“
Die beiden waren plötzlich und unerwartet aufgetaucht. Trotz der leichten Rüstung (blaue Steinchen) waren die beiden nur zu zweit und konnten zudem keine Knochenhaufen bilden, wie die letzten Gegner. Allerdings verursachten sie gegenüber den Skeletten bereits einen auffällig hohen Schaden.
Sie halten zwar etwas mehr aus, als die Skelette vorher, aber sie waren ja nur zu zweit
Der Kampf verlief zu unseren Gunsten, doch waren wir nun noch weiter angeschlagen. Und leider folgten den beiden Wachen weitere Kobolde… so viele! Nicht nur, dass weitere Koboldwachen mit Speeren auf uns zukamen, nun standen auch noch Steinschleuderer dabei und bewarfen uns aus zweiter Reihe, während wir mit den Speerkämpfern zu tun hatten.
Eine Wache konnten wir zwar noch besiegen, doch leider mussten wir uns eingestehen, dass es an dieser Stelle schlecht um uns stand und wir wieder eine unangenehme Begegnung mit einem gewissen Sensemann riskierten, würden wir uns nicht unverzüglich zurückziehen. Wenig heldenhaft aber mit hohem Überlebenswillen zogen wir damit die Reißleine und entkamen nur knapp einem jähen Ende.
Unsere Wunden leckend und die Demütigungen der hinter uns her lachenden Kobolde herunterschluckend stärkten wir uns im Lager am Feuer und verbrachten dort die Nacht.
Bleibt nur die Frage, ob wir dem selben Weg am nächsten Tag folgen wollten und damit die gleiche Demütigung wie am Tag zuvor einstecken würden oder ob wir uns für einen anderen Weg entscheiden. Ich werde Euch jedenfalls gerne davon berichten!