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Normale Ansicht

Stratego

Von: Horst
30. September 2026 um 08:00

Schach für „Kleine“

Im Rahmen meiner Nostalgie-Serie habe ich bereits Scotland Yard vorgestellt. Ich habe auch Labyrinth Chronicles ausgeliefert bekommen und wir arbeiten gerade daran, die Kampagne zum ersten Mal abzuschließen. Mit meinem Sohn habe ich allerdings noch ein anderes Spiel aus dem Regal gezaubert. Er wollte neulich unbedingt Schach lernen und dabei ist mir eingefallen, dass ich noch Stratego besitze. Das habe ich früher ziemlich häufig gespielt. Kann das noch was? Kommt man als 8‑Jähriger da rein? Wir haben einen Versuch gestartet.

Bei der Recherche zu dem Artikel musste ich dann erst einmal feststellen, dass es über 40 Millionen Mal verkauft wurde. Damit kennt es wahrscheinlich jeder? Ist das so? Lasst es mich gern mal wissen! Was ich auch nicht wusste: dass es bereits 1942 lizenziert und es beweisbar ab 1946 produziert wurde. Die Lizenz gehört immer noch Jumbo und Hasbro ist der Lizenznehmer und Produzent der Spiele.

Für alle, die sich wie ich nicht vor Künstlicher Intelligenz fürchten, dürften daran interessiert sein, dass die Zugvielfalt bei Stratego komplexer ist als bei Go oder Schach. Erst 2022 hat die Software DeepNash mit großer Wahrscheinlichkeit zuverlässig Spitzenspielende besiegt.

Das Schlachtfeld steht zum Duell bereit.

Spielprinzip

Die Spielfläche gibt sich schachähnlich mit 10 × 10 Feldern. Beim Spielaufbau platzieren die beiden Spielenden ihre jeweils 40 Figuren auf ihrer eigenen Seite auf zehn Feldern mit vier Reihen. Die Figuren sind an militärische Ränge angelehnt. Es gibt einen Feldmarschall, Hauptmänner, Unteroffiziere und weitere. Dabei gibt es eine strikte Schlagreihenfolge. Der Feldmarschall, schlägt alle Figuren. Der Vier-Sterne-General ist unterhalb des Marschalls angesiedelt und kann daher nur von diesem geschlagen werden. Dann folgt der Drei-Sterne-Oberst und so weiter.

Es gibt noch ein paar Sonderfiguren: die Fahne, die Bomben und den Spion. Ziel des Spiels ist es, die unbewegliche Fahne der gegnerischen Armee zu finden oder die andere Seite zur Aufgabe zu zwingen, wenn kein Zug mehr möglich ist. Dies kann passieren, sobald man nur noch unbewegliche Figuren hat. Neben der Fahne gibt es noch die Bomben, die fest an ihrem Platz verharren. Berührt man mit einer Figur die Bombe, wird die Figur aus dem Spiel genommen. Nur Mineure (sonst relativ unten in der Hackordnung) können die Bomben entschärfen. Die interessanteste Figur ist der Spion. Er wird von allen Figuren geschlagen, aber er ist die einzige Figur, die den Feldmarschall schlagen kann.

Die Reihenfolge der ersten Garde

Wie laufen die Züge nun ab? Nach dem Spielaufbau stehen sich zwei Armeen gegenüber. Die Figuren werden so gedreht, dass die Spielenden von der eigenen Armee die Vorderseite – also den Rang – sehen können und von der gegnerischen Armee nur die blanke Rückseite. Immer abwechselnd wird eine Figur orthogonal um ein Feld gezogen. Dabei ist jede Richtung erlaubt. Ein Überspringen von Figuren ist nicht möglich. Landet man bei dem eigenen Zug auf einer gegnerischen Figur, zeigen sich beide gegenseitig die Vorderseite und es wird aufgrund des Ranges entschieden, welche Figur das Spielfeld verlassen muss. Danach wird die überlebte Figur wieder mit der Vorderseite wie vorher abgestellt. Dadurch muss sich die gegnerische Person ab jetzt merken, was sich hinter dieser Figur verbirgt. Sind beide vom selben Rang, müssen beide Figuren das Feld verlassen.

Beim Aufbau lohnt es sich eine Trennwand aufzubauen.

Unboxing und Varianten

Ich habe viele Versionen von Stratego gespielt. In der für mich schönsten Version bestehen die blauen und roten Spielfiguren aus Plastik-Türmchen, die auf einer Seite begradigt sind und dort mit weißen Linien die Ränge darauf gedruckt haben. Außerdem gibt es ein Inlay bei dem die Figuren einsortiert werden. Die Spielbretter sind immer ganz schön gestaltet.

Früher hatte ich selbst noch ein Spiel mit Figurplatten, die in einen Ständer gestellt wurden. Das geht grundsätzlich auch, führt aber bei einer unsachgemäßen Berührung dazu, dass sie sich ungewollt umdreht.

Capture the Flag – ist das Ziel.

Solltet ihr Stratego noch nicht in eurem Besitz haben und es wieder neu erwerben, dann findet ihr in der aktuellen Version noch Kampfkarten („Battle Cards“). Dabei werden weniger Figuren genutzt. Die Karten erlauben besondere Züge, andere Angriffe und so weiter. Obendrein sind in der neuen Version wahlweise noch drei Figuren als weibliche Figuren spielbar. Das gilt im Übrigen auch für die 65‑Jahre-Jubiläums-Edition.

Es gibt noch eine Mini-Version mit nur zehn Figuren. Ich dachte, dass es sich dabei um eine Reisevariante handelt, und war sehr enttäuscht beim Auspacken. Tatsächlich fehlt mir bei der Variante auch die taktische Tiefe. Das ist gleich wieder aus dem Haus ausgezogen.

Es gibt noch Junior-Varianten mit Dinos oder Disney-Motiven. Meiner Meinung nach braucht es das nicht, aber das muss jede Person selbst entscheiden.


Bewertung

Stratego hat eine unerwartete taktische Tiefe. Je häufiger das Spiel auf dem Tisch landet, desto besser wird das eigene Spiel. Schon beim Aufbau gibt es viel zu entscheiden. Wird die Fahne eher frei platziert oder von Bomben umschlossen? Sind die höheren Ränge an vorderster Front oder sichern sie die Fahne? Stellt man die Bomben so auf, dass sie einen beim Ausspielen behindern?

Für Eltern ist vielleicht die größte Herausforderung, dass man den Mitspielenden nicht so einfach gewinnen lassen kann. Vielleicht liegt es an dem Brettspiel-Haushalt: Bei uns gewinnt immer die Person, die am besten spielt. „Keine Gnade“. Wir haben Stratego schon über zehnmal gespielt und mein Sohn hat noch keine Partie gegen mich gewonnen. Aber man merkt, dass er jedes Mal geschickter und taktischer spielt. Und es vergeht kein Kampf, nachdem er nicht sofort eine Revanche fordert.

Die Regeln hat er super schnell verstanden. Es kommt zugute, dass die Ränge auf dem Spielbrett abgedruckt sind und er sich zu Beginn nicht merken musste, wer wen schlägt. Mittlerweile weiß er das auswendig.

Ersetzt Stratego nun Schach? Nein, das würde ich nicht sagen, aber es ist ein guter Einstieg. Es hat eben andere Aspekte, wie Bluffen und die Notwendigkeit, dass man sich die Figuren des Gegenübers merken muss.

Ich war schon früher ein großer Fan von dem Spiel, obwohl ich sonst keine Kriegsspiele in meiner Sammlung mag. Ähnlich wie Scotland Yard wurde Stratego im Familienkreis wieder entstaubt und erfährt seinen zweiten Frühling. Für mich war es immer schon ein geniales Spiel. Es inzwischen mit meinem Sohn zu erleben, ist einfach nur grandios. Angesichts dessen zu Recht ein goldener Meeple.

Gleich geht es los…

(c) Copyright Hasbro

Bannerbild von eloiroudaire77 auf Pixabay

Icons von Icons8

Grafik(en) und Bild(er) von Horst Brückner

Das Spiel habe ich privat erstanden. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden und spiegelt meine persönliche Meinung wider.


Encyclopedia of Monsters Game Review

One of my big things as a reviewer is actually not tied to total play count, although I try to get three, maybe four plays in with a game before I pass judgment on a game’s quality.

The thing I prioritize more than anything else: getting as many plays in with the same game at different player counts. If a game says that it accommodates 2-4 players, I try my best to play at two, three, and four players. (If a game says it plays 1-4 players, I try my best to get in plays at all four counts, but a game typically plays almost the same way at one player as it does with two, since the solo usually mimics a two-player experience.)

Encyclopedia of Monsters is a new family memory game for 2-4 players. Designed by a pool of the same people who designed my game of the year pick for 2024—Dead Cells: The Rogue-Lite Board Game—I had Encyclopedia of Monsters on my radar as soon as the team at publisher Scorpion Masqué showed me a mockup at SPIEL Essen last fall.

Encyclopedia of Monsters is a fully resettable campaign memory game, spread across five volumes (here known as continents) and three chapters (countries) per volume. That means you have 15 short games included in…

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Playthings Game Review

It’s rare that a published game feels organic, but I guess that makes sense. Most authored works, regardless of medium, do not feel organic. The closest most games come is “intuitive,” which is not the same thing. “Intuitive” as applied to game criticism is more about the rules making sense and flowing. You use it when you’re talking about something that’s easy to teach and easy to learn and easy to play, about games that just. make. sense. In order for something to be intuitive, it has to build on what has come before, on a shared cultural reference or two.

That is not the case with “organic,” a word which I cannot say I have ever wanted to apply to a board game before. Strap in, folks. We’re developing a new theory. “Organic” can be as free-form as it wants. That’s probably a key feature, right? I mean, who tells an heirloom tomato how to grow? Nobody, that’s who.

A group of hands and arms float in space above the cloth Playthings board.

When I say Playthings is organic, I mean that it feels like something a group of Victorian children would come up with whilst whittling away the unending hours of the day. It feels improvised, even as…

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Out of Sorts Game Review

Out of Sorts is now the second memory game I’ve played in the last few years that isn’t really a memory game at all. Like Wilmot’s Warehouse, which uses the façade of memorization to trick players into collaborating on a story, the memorization in Out of Sorts is a distraction, a means to an end rather than the end itself. Do you want to spend twenty or thirty minutes memorizing the order of numerous abstract symbols? No, of course you don’t. That sounds awful. Do you want to spend twenty or thirty minutes in passionate debate with your friends about how a set of abstract symbols relate to one another based on three arbitrary criteria, to argue about whether and why that set of squiggles with a line through it feels more like a Reptile than it does Travel? Of course you do. That sounds joyous, and it is.

Out of Sorts is a cooperative game in which players work together to organize an alien’s library. The lot of you have been abducted for the purpose by this seafoam green monstrosity, who sits in a chair reading while you do all the work. The alien starts out not paying much attention to you…

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Turm der Tiere

Von: Roy
15. Juli 2026 um 07:31

Stellt euch mal eine Tier-WG vor, in der insgesamt acht Tierpaare zusammenleben. Katzen, Füchse, Fledermäuse und und und – da ist doch klar, dass jeder auch mal ein wenig Zeit und Raum für sich genießen möchte, oder? Gut, dass der Turm, in dem man lebt, ausreichend Räume hat. Doch diese werden plötzlich von einem Zauberer weggezaubert, da er an den Edelsteinschatz möchte, den die Tiere bei sich horten. Nun liegt es an uns, die Tiere und Räume wiederzufinden und die Paare zusammenzuführen – als Belohnung bekommen wir nämlich Edelsteine.

In diesem Spiel von Sophia Wagner dürfen 2 bis 4 Kinder ab 5 Jahren auf die Suche gehen und sollten in ca. 20 Minuten damit fertig sein. Als großes Gimmick dient hier ein Plastikaufbau, der den Turm darstellt, mit insgesamt drei Ebenen und einer kleinen Turmspitze. In jeder Ebene liegen verdeckte Raumplättchen, die wir nun erkunden müssen.


Im eigenen Zug würfelt man dafür einen Würfel und bewegt die Spielfigur entsprechend viele Felder in der untersten Etage. Dann darf man sich mit einem kleinen Spiegel den „Griff“ des Plättchens anschauen, welcher uns zeigt, welches Tier sich dort befindet. Diese Information behalten wir vorerst für uns und dürfen nun im kompletten Turm ein zweites Plättchen kontrollieren. Finde ich so das passende Pärchen, darf ich beide Plättchen umdrehen und entsprechend ihrer Höhe im Turm Edelsteine darauf platzieren. Spieler auf diesen Plättchen erhalten die Edelsteine sofort; ist der Raum unbesetzt, bleibt der Stein dort liegen, bis sich jemand auf dieses Plättchen stellt.

Stelle ich meine Figur auf ein bereits entdecktes Plättchen, darf ich zumindest noch ein weiteres Plättchen prüfen. So finde ich zwar kein Pärchen, habe aber eine zusätzliche Information. Um auf die anderen Etagen zu kommen, muss ich das Treppen-Plättchen-Paar finden.


Sobald alle Räume aufgedeckt wurden, endet das Spiel und jeder Spieler zählt seine Punkte anhand der Edelsteine. Edelsteine von ganz unten sind 1 Punkt wert, die mittleren 2 Punkte und die von ganz oben 3 Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Was soll man nun zu einem Spiel wie „Turm der Tiere“ sagen? Es hat dank des Turms natürlich einen gewissen Aufforderungscharakter, aber ich denke, die Altersspanne, die das Spiel spannend und unterhaltsam findet, ist schon sehr begrenzt – auf wirklich diese genannten 5 Jahre, maximal 6. Um Memory-Effekte zu lernen bzw. auszubilden, gibt es deutlich bessere Titel, die auch länger zu unterhalten wissen. Der Reiz von „Turm der Tiere“ ist da schnell verflogen.


Das Spiel ist gut für Spielesammlungen in Kitas, Vorschulen und vielleicht noch in Bücherhallen. Für die heimische Ludothek nimmt es auf Dauer einfach zu viel Platz weg.


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Turm der Tiere von Sophia Wagner
Erschienen bei Schmidt Spiele
Für 2-4 Spieler in ca. 20 Minuten ab 5 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Schmidt Spiele)

Memo Mission

06. März 2026 um 16:00

Pegasus Spiele, 2023
Autoren: Christopher Garbe und Patrick Russell
2-4 Spieler:innen, ab 6 Jahre, 15-30 Minuten

Ihr sitzt am Tisch, vor euch liegt ein Raster aus verdeckten Plättchen. Irgendwo darunter verstecken sich ein Drache, eine Hexe, ein Zauberstab oder ein geheimnisvoller Ort. Gleichzeitig warten mehrere kleine Aufträge darauf, erfüllt zu werden. Vielleicht sollt ihr zuerst eine kleine Hexe finden, danach einen Burger im Schloss und schließlich einen bestimmten Gegenstand. Die Herausforderung besteht darin, all diese Motive in genau der richtigen Reihenfolge aufzudecken. Genau darum dreht sich alles in „Memo Mission“. Das Kinderspiel entführt euch in das märchenhafte Land Fabulantica und verbindet das bekannte Gedächtnisspiel mit kleinen Abenteuergeschichten. Auf den Missionskarten sind mehrere Motive abgebildet, die zusammen eine kleine Szene ergeben. Diese Bilder müsst ihr im großen Plättchenraster finden und zwar in der vorgegebenen Reihenfolge. Schafft ihr das, erhaltet ihr Kristalle als Belohnung. Wer zuerst genug davon sammelt, gewinnt. Der Clou ist die Mischung aus klassischem Merken und kleinen Aufträgen. Statt einfach nur zwei gleiche Bilder zu suchen, verfolgt ihr konkrete Ziele. Dadurch entsteht eine Art Schatzsuche im Gedächtnisformat, die besonders für jüngere Spieler:innen sofort verständlich wirkt.

Zu Beginn liegen 25 verdeckte Plättchen in einem Raster in der Tischmitte. Daneben liegen mehrere Missionskarten offen aus. Jede Mission zeigt zwei bis vier Motive, die ihr nacheinander entdecken müsst. Gleichzeitig merkt ihr euch natürlich, welche Bilder bei den Zügen der anderen aufgedeckt werden. Wenn ihr an der Reihe seid, deckt ihr ein Plättchen auf. Zeigt es das erste Motiv einer der ausliegenden Missionen, dürft ihr weitersuchen. Nun gilt es, das nächste passende Motiv aufzudecken. Gelingt euch die komplette Reihenfolge, habt ihr die Mission erfüllt und kassiert Kristalle. Taucht jedoch ein falsches Bild auf, endet euer Zug sofort und alle Plättchen werden wieder umgedreht. Eine kleine taktische Ebene bringen die Zaubertränke ins Spiel. Jede Person besitzt einige davon und darf sie einmalig einsetzen. Damit könnt ihr zum Beispiel heimlich Plättchen ansehen oder euch aus einer schwierigen Situation retten. Gerade in Momenten, in denen ihr euch nicht ganz sicher seid, können diese Tränke das Blatt wenden. Im Laufe einer Partie entsteht so ein stetiges Wechselspiel aus Erinnern, Risiko und Beobachten. Ihr verfolgt eure eigenen Missionen, merkt euch gleichzeitig die Entdeckungen der anderen und überlegt ständig, ob ihr euch noch einen weiteren Versuch zutraut.

Das Besondere an „Memo Mission“ ist die kleine Erweiterung des klassischen Memory-Prinzips. Da jedes Motiv nur einmal vorkommt und ihr Reihenfolgen erfüllen müsst, fühlt sich das Ganze deutlich dynamischer an als ein traditionelles Gedächtnisspiel. Besonders schön ist, dass ihr die entdeckten Informationen langfristig nutzen könnt. Ein einmal gemerktes Plättchen kann später erneut wichtig werden. Am Tisch sorgt das häufig für lebhafte Situationen. Kinder erinnern sich plötzlich an ein Motiv aus mehreren Runden zuvor, während Erwachsene versuchen, ihre Gedächtnislücken mit Zaubertränken zu kaschieren. Dadurch entsteht eine Mischung aus konzentriertem Grübeln und fröhlichem Wettstreit. Das Material macht einen guten Eindruck. Die Plättchen sind stabil, die Illustrationen farbenfroh und klar erkennbar. Die märchenhafte Gestaltung lädt gerade jüngere Spieler:innen dazu ein, sich kleine Geschichten zu den Missionen auszudenken. Zusätzlich enthaltene Blanko-Missionen mit Stickern erlauben sogar eigene Aufgaben, was für Abwechslung sorgen kann. Allerdings bleibt das Spielprinzip klar im Bereich der Gedächtnisspiele. Wer Memory grundsätzlich langweilig findet, wird auch hier kaum überzeugt werden. Zudem haben Kinder durch ihr oft stärkeres Erinnerungsvermögen nicht selten einen Vorteil gegenüber Erwachsenen. Als Familien- und Kinderspiel funktioniert das Ganze jedoch sehr gut. Die Regeln sind schnell erklärt, eine Partie dauert selten länger als eine halbe Stunde und die Mischung aus Glück, Erinnerung und kleinen Sonderfähigkeiten sorgt für überraschende Momente. Wenn ihr einfache, zugängliche Spiele mögt, bei denen Kinder und Erwachsene gemeinsam tüfteln und lachen können, werdet ihr mit „Memo Mission“ viel Freude haben.

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