Lese-Ansicht

This is hardcore

Es gibt Spiele, in denen Zeit eine Ressource ist. Man entscheidet sich für eine Aktion und muss entsprechend auf einer Zeitleiste voranschreiten. Erst wenn die Aktionen der Mitspielenden gleich viel oder mehr Zeit beanspruchen, ist man wieder am Zug. Der Mechanismus ist eingängig, weil er so lebensnah ist. Man muss warten bis die anderen ihre […]
  •  

Die deutsche Version von Sweet Lands erscheint im vierten Quartal beim PD Verlag

Newsbild Der PD Verlag hat auf seinem Instagram-Kanal die deutsche Version von Sweet Lands von Totsuca Chuo angekündigt. Willkommen in Sweet Lands, dem Königreich der köstlichen Süßigkeiten! Der ehemalige König ist seiner unersättlichen Naschsucht erlegen und hat ein letztes Dekret hinterlassen. Durch dieses königliche Edikt herausgefordert, errichten die Spielenden die prächtigste Stadt - und wenn ihnen das gelingt, werden sie zur neuen Herrscher*in von Sweet Lands gekrönt. Sie versuchen die Unterstützung der Stadtbewohner*innen zu gewinnen und meistern den harten Wettbewerb, um die reichste und wohlhabendste Süßigkeitenstadt zu erschaffen! Sweet Lands ist ein umfangreiches Eurogame mit über 200 Karten, 14 einzigartigen Charakteren und 449 Holzmarkern. Im Spielverlauf entwickelt jede Person Städte auf ihrem Spielplan und rückt auf ihrer Wohlstandsleiste vor. Nach fünf Runden endet das Spiel, und die Person mit den meisten Siegpunkten gewinnt! Erscheinen soll die deutsche Version voraussichtlich im vierten Quartal 2026.
  •  

Gen X Games Neuheiten, Pläne, News und mehr

Gen X Games Neuheiten, Pläne, News und mehrIn Spanien gibt es eine sehr aktive Verlagsszene und heute spreche ich mit dem Verlag Gen X Games über aktuelle Neuheiten, spannende Informationen, Projekt und Ideen. Viel Spaß. Gen X Games Neuheiten, Pläne, News und mehr Viel Spaß mit dem Interview mit Jaime von Gen X Games, das spannende Einblicke ist die spanische Brettspiel-Szene bietet. […]

Der Beitrag Gen X Games Neuheiten, Pläne, News und mehr erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

  •  

Rezension: Teenage Mutant Ninja Turtles (MTG) – Turtle Power?!

Schon wieder nach New York? Mit Teenage Mutant Ninja Turtles geht es wieder in ein modernes „Jenseits des Universums“-Setting bei Magic: The Gathering. Wird es dieses Mal ein besseres Produkt als zuletzt Spider-Man? Wir haben uns für euch in den Kampf gegen Shredder gestürzt!

Dieser Beitrag wurde von Markus Kastell geschrieben

  •  

Brettspiel Crowdfunding News 16/26

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Wenige Projekte sind angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche: Zombicide Dead Men Tales Das erste Mal Zombicide unter der Flagge von Asmodee. Und es geht in die Karibik mit Dead Men Tales, was am 22. April auf Gamefound starten wird. Zombicide: Dead Men […]

  •  

Die deutsche Version von Molly House erscheint im zweiten Quartal bei Spielworxx - Vertrieb durch Asmodee

Newsbild Der Vertrieb Asmodee hat die deutsche Version zu Molly House von Spielworxx für das zweite Quartal 2026 angekündigt. In Molly House schlüpfen die Spielenden in die Rollen der geschlechtsfeindlichen Mollys aus dem London des frühen 18. Jahrhunderts. Sie veranstalten große Maskeraden und schlendern durch Seitengassen, während sie moralischen Polizisten ausweichen, die ihre Gemeinschaft zerstören wollen. Sie müssen vorsichtig sein, denn es könnten sogar Informanten unter ihnen sein! Im Laufe einer Stunde entwerfen die Spielenden Lasterkarten, die die verschiedenen Gesten, Wünsche und Begegnungen darstellen, die von der Society for the Reformation of Maners missbilligt wurden, einer Bürgergruppe, die jedes Verhalten ausmerzen wollte, das sie im London des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts als abweichend erachtete. Diese Karten ermöglichen es den Spielenden, mit Hilfe ihrer Molly-Kollegen Feste zu veranstalten und Freude zu bereiten. Dieselben Karten können jedoch auch dazu führen, dass Spielende verhaftet werden und das Molly-Haus endgültig ruiniert wird. Wenn Spielende auf die Vollstrecker der Gesellschaft treffen, müssen sie häufig Bestechungsgelder zahlen oder werden möglicherweise dazu gezwungen, Informanten für die Gesellschaft zu werden. Informanten müssen verzweifelt versuchen, die Gemeinschaft rund um Mother Claps Molly House zu untergraben, ohne von ihren Molly-Kollegen entdeckt zu werden.
  •  

Rückblick: Am Anfang stand Dungeons & Dragons Teil 1

D&D Basisset 1. Auflage (1983)

Es begann alles am 6. Oktober des Jahres 1984. Damals war die 1. Auflage des D&D Basis Set gerade mal 11 Monate auf Deutsch erhältlich. Einige Interessierte trafen sich im Bücherwurm, in Bad Camberg, um einen ersten Einblick in die Welt des Fantasy-Rollenspiels zu bekommen. Heute, mehr als 40 Jahre später, spielen einige von Ihnen immer noch dieses Spiel und Ihre Begeisterung dafür hat nicht nachgelassen.

Dies ist auch der Grund für meinen Internet-Nickname NATOKH. Natokh war einer meiner ersten Charaktere in einem Fantasy-Rollenspiel und die Figur die ich am längsten gespielt habe. Der Name geht auf eine Kurzgeschichte aus dem Conan-Universum von Robert E. Howard zurück. Dort war der dunkle Zauberer Natohk (Thugra Khotan) ein Gegenspieler von Conan.

Aber vielleicht sollte ich erst einmal kurz erläutern, worum es sich bei Fantasy Rollenspielen überhaupt handelt. Eigentlich ist es ganz einfach. Eine Gruppe von Spielern, nach unserer Erfahrung mindestens 3 aber höchstens 4-5, versuchen mit fiktiven Charakteren, welche nur auf dem Papier existieren, Aufgaben zu lösen, welche Ihnen ein Spielleiter stellt. Eine Aufgabe kann zum Beispiel das Erretten einer Prinzessin aus den Klauen eines bösen Drachen sein oder aber Detektivarbeit à la Sherlock Holmes oder vielleicht auch nur Metzeln und Looten in der Art eines Dungeon Crawlers. Der PHANTASIE sind hierbei keine Grenzen gesetzt, bzw. nur die des Spielleiters.

Zuerst beginnt man damit sich einen Charakter zu erstellen. Im ersten Schritt werden einige Attribute des Charakters ermittelt, zumeist mit Hilfe von Würfeln, dies sind z.B. die Stärke, das Aussehen, die Intelligenz oder aber das Zaubertalent. Aufgrund der Attributswerte muss sich nun der Spieler eine passende Profession für die Figur aussuchen. Hier gibt es unter anderem den Dieb, den Krieger oder einen Magier. Außerdem legt man fest, welche Rasse man spielen möchte. Neben Menschen gibt es da zum Beispiel Halblinge, Zwerge oder Elfen. Allerdings sollte man für nichtmenschliche Rassen schon etwas Spielerfahrung mitbringen, da es beim Spiel noch einige Besonderheiten und Verhaltensweiten der jeweiligen Rasse zu berücksichtigen gilt.

Hat der Spieler nun die Attribute, Rasse und Profession seines Charakters ermittelt muss er sich an dessen Beschreibung machen. Ist die Figur feige oder mutig, ist sie Links- oder Rechtshänder, ist sie hilfsbereit oder ein grenzenloser Egoist, liebt sie das Glücksspiel oder ist sie ein enthaltsamer Asket. Dies alles ist später wichtig, da der Spieler seine Figur entsprechend spielen soll, er wird also zum Schauspieler, zumindest verbal.

Hat man nun eine Gruppe von Charakteren entworfen beginnt das Spiel. Der Spielleiter übernimmt hierbei die Rolle der Welt sowie aller darin befindlichen Lebewesen. Die Gruppe agiert in dieser Welt. Dies geschieht zum Teil mit dem Einsetzen ihrer Fertigkeiten, wie z.B. dem Stehlen, dem Wirken von Zaubersprüchen und ihren Waffenfertigkeiten, dem Wissen über Kräuter und Gifte usw., zum anderen aber mit der PHANTASIE der Spieler.

Nachdem wir eine Zeit lang das D&D System gespielt haben sind wir relativ schnell zu Midgard gewechselt, dem ersten deutschen Rollenspiel, da uns einiges am D&D Regelwerk gestört hat. Midgard erschien bereits 1981, also 2 Jahre bevor D&D das Licht des deutschen Rollenspielmarktes erblickte und 3 Jahre vor dem Schwarzen Auge, welches 1984 veröffentlicht wurde.

Wir haben dann einige Jahre Midgard gespielt. Da entstand auch mein Zauberer Natokh. Damals haben wir uns fast jede 2 Woche zum Spielen getroffen. Zwischendurch haben wir uns aber auch immer andere Rollenspielsysteme angeschaut. So haben wir auch ein paar Runden Sternengarde gespielt (sozusagen D&D im Weltraum), haben uns Regelwerke wie MERS (Mittelerde Rollenspiel), Runequest, Pathfinder oder Palladium. Wir haben auch ein paar Mal In nomine Satinis gespielt. Ein besonders abgefahrenes Pen & Paper Rollenspiel in dem man Dämonen spielt, mit übernatürlichen Kräften und zum Teil sehr seltsamen Phobien, wie der Angst vor Kindern oder Colaautomaten. Man spielt einen Diener des Teufels und erledigt Aufträge in seinem Namen. Das Spielsystem ist sehr satirisch und nimmt sich nicht Ernst. Wer auf schwarzen Humor und Gemetzel steht, der ist hier genau richtig. Wir haben allerdings nie eine Kampagne gespielt sondern immer nur Einzelabenteuer.

Als Gegenpol gab bzw. gibt es Magna Veritas. Hier spielt man einen Engel und ist natürlich im Auftrag Gottes unterwegs. Das habe ich jedoch nie gespielt. Überhaupt habe ich mir sehr viele Rollenspielbücher nur gekauft, um mir daraus Inspiration zu holen. Was uns zu unserer nächsten großen Veränderung führt.

Anfang der 90er, begannen wir nämlich damit unser eigenes Regelwerk zu schreiben und die Welt Mag Mor aus der Taufe zu heben. Aber das erzähle ich euch beim nächsten Mal.

To be contuined …

  •  

Age of Sigmar: Speerspitzen auf dem Prüfstand – Teil 4

Im vierten Teil unserer Reihe wird erneut aus jedem Bündnis eine Speerspitze auf den Prüfstand gestellt. Welche Strategien führen zum Erfolg? Wo liegen die größten Stärken, und welche Schwächen gilt es zu beachten? Wir prüfen Spielweise, Synergien und entscheidende Kniffe, die über Sieg oder Niederlage entscheiden können.

Dieser Beitrag wurde von Christian Kallweit geschrieben

  •  

Zapotec

Ich gucke jetzt gerade viele Maya-Dokus

Es gibt erstaunlich viele Spiele, die sich mit Kulturen des Südamerikanischen Kontinents – oder wie hier: Die Urbevölkerung Mexikos – befassen. Nachdem wir gerade auf der Halbinsel Yucatan in der Historie geforscht haben, sind wir diesmal zu Zeiten der Erbauer der Pyramiden im heutigen Südens Mexikos.

Wir bauen Gebäude für unser Ressourcentableau und entwickeln Pyramiden, Handeln, führen Rituale durch und Opfern Mais für Boni. Und für alles gibt es auch Siegpunkte. Das alles ist ineinander verschachtelt und erfordert strategische Überlegungen. Da können sich Grübler vertiefen.

Sieht komplexer aus, als es ist.

Besonders gut haben mir die Aktionskarten gefallen. Hiervon hat jeder Spieler einige auf der Hand und eine spielt jeder verdeckt aus. Nachdem die Karten umgedreht wurden wird hiermit die Spielerreihenfolge ermittelt, denn der Spieler mit der niedrigsten Zahl beginnt. Neben dieser Funktion gibt die Karte noch an, welche Ressourcen der Spieler zu Beginn seines Zuges erhält und in welchem Bereich er Gebäude bauen kann. Hierbei ist zu bedenken, dass eine Aktionskarte zu Rundenbeginn immer offen ausliegt und diese angibt, in welchem Bereich am Ende der Runde ein Siegpunktewertung stattfindet. Eine Übereinstimmung der ausgespielten Karte mit der ausliegenden wäre also gut.
Ein weiterer Kniff: Zum Ende des Zuges zieht der Spieler eine offenliegende Aktionskarte nach, die er sich somit aussuchen kann. Es liegt eine Karte mehr als es Spieler gibt aus und die Karte, die übrig bleibt, wird die Karte, die für die nächste Runde den Bereich vorgibt, in der die nächste Siegpunktewertung stattfindet.

Auf unserem Ressourcentableau können wir zum Zugbeginn wählen, ob wir die Spalte oder Zeile unserer Ressource nehmen und erhalten dann auch die dort entsprechend liegenden weiteren Ressourcen.
Wenn wir etwas bauen, setzen wir eines unserer Hütten auf das Feld und fügen das Plättchen als weitere Ressource auf unserem Tableau ein.

Fazit:

Man muss schon verschachtelt denken, aber die Regeln sind nicht zu komplex. Die Mechanik der Aktionskarten hat mir wirklich gut gefallen, kannte ich bisher nicht so. Auch ist die Szenerie spannend. Und so kommt vielleicht auch mal eines der berühmten (komplexeren) T-Spielen bei uns auf den Tisch. Mit vier Personen war die Downtime dann doch merkbar und in Runde 5 (der Abschlussrunde) kam das Spiel richtig in Schwung, der Zug war dann aber auch schon lang. Mit insgesamt 2 Stunden Spieldauer war das aber noch ok. In einer kleineren Runde wäre ich gern wieder dabei.

Stubenscore: 7,8 / 10


ZAPOTEC
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

  •  

Brettspiel Schnäppchen bei Amazon – 18. April 2026

Heute sind es nicht viele Spiele, aber dafür sind bei einigen die Preise ordentlich gepurzelt. Schaut mal, ob was für euch dabei ist. Anmerkung Preise im Rahmen von Amazon Prime ohne zusätzliche Transportkosten. Mit den Affiliate Links unterstützt ihr die Arbeit der Brettspielbox. Solltet ihr also nicht die Möglichkeit haben, euren Brettspielhändler vor Ort zu unterstützen, […]

  •  

Ghostbumpers

Ghostbumpers (Deep Print Games/Pegasus Spiele) ist ein Stichspiel von Inka und Markus Brand. Es ist für 3–6 Spieler ab 8 Jahren geeignet und dauert etwa 20–30 Minuten. Damit richtet es…

The post Ghostbumpers appeared first on Reich der Spiele.

  •  

Das Projekt zur deutschen Version von Borealis: Arctic Expeditions kann in der Spieleschmiede unterstützt werden

Newsbild In der Spieleschmiede kann aktuell das Projekt zur deutschen Version von Borealis: Arctic Expeditions, welches beim Kobold Spieleverlag erscheinen soll, unterstüzt werden. Die Spielenden werden Leiter*innen des Wissenschaftler*innenteams und wagen sich in unerforschte boreale Gebiete, um die bezauberndsten Bewohner*innen der Arktis zu beobachten und zu fotografieren. Sie spielen Karten aus ihrer Hand auf einen von drei Orten auf ihrem Spielendentableau, um ein Foto zu schießen und ihre Wissenschaftler*innen nach links und rechts rutschen zu lassen - aber nur, wenn ihre Farben mit denen auf ihrer Karte übereinstimmen! Die ordnen Fahrzeugsymbole an, rasen um Ziele und ordnen Tiere in vorgegebenen Wertungsmustern am Ende des Spiels an, um die meisten Punkte zu erzielen und ewigen Ruhm bei der Society for Polar Inquiry zu erlangen. Wer weiß? Vielleicht bekommen sie sogar ihre eigene kleine schneebedeckte Insel, die nach ihnen benannt ist. Das Projekt kann noch bis zum 10. Mai 2026 unterstützt werden. Eine Version des Spiels erhält man im Rahmen des Projekt für 30,- €, für 43,- € gibt es ausreichend Sleeves und eine Mini-Erweiterung zusätzlich. Versandkosten fallen innerhalb Deutschlands keine mehr an. Die Auslieferung ist für Februar 2027 geplant.
  •  

Ink

Final Score Games, Asmodee, 2025
Autor: Kasper Lapp
1-4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 30 Minuten

Da liegt dieses kleine Tintenfässchen in eurer Hand, die Fläche auf eurem Tableau ist endlich groß genug, und mit einem einzigen Zug kippt die Partie von ruhigem Puzzeln in einen kleinen Punkteschub. Genau darin liegt der Reiz von „Ink“. Das Spiel gibt euch erst das Gefühl, ein hübsches, fast schon entspanntes Muster aus Farben zu bauen, und zeigt dann sehr schnell, dass unter dieser freundlichen Oberfläche ein Wettlauf mit Timing, Raumgefühl und kleinen Gemeinheiten steckt. Die Grundidee trägt das Spiel ziemlich souverän. Ihr erweitert euer eigenes Gemälde mit Plättchen, versucht große zusammenhängende Farbflächen zu bilden und dort eure Tintenfässchen unterzubringen. Das ist thematisch angenehm greifbar, ohne sich in großer Erzählung zu verlieren. Besonders schön ist, dass das Material diese Idee nicht nur illustriert, sondern tatsächlich mitträgt. Die kleinen Fässchen haben Charakter und das passt sehr gut zu einem Spiel, das über Form, Farbe und Fläche funktioniert. Auch die Gestaltung mit dem Federkiel-Rondell und den intensiven Farbflächen hat sofort Wiedererkennungswert.

Im Kern nehmt ihr Plättchen aus einem Rondell, legt sie an euer Bild an und versucht, passende Bereiche so wachsen zu lassen, dass ihr dort Fässchen platzieren könnt. Die eigentliche Würze kommt aber nicht aus dem simplen Anlegen, sondern aus der Auswahl. Das Rondell zwingt euch dazu, den Blick über mehrere Optionen schweifen zu lassen. Ihr nehmt also nicht bloß das Teil, das euch hilft, sondern manchmal auch das, das jemand anderes dringend gebraucht hätte. Genau dieser Auswahlmechanismus ist der stärkste spielerische Haken des Ganzen. Er macht aus einem netten Puzzle ein Spiel, in dem ihr immer wieder kurz abwägen müsst, ob ihr an eurem eigenen Plan baut oder einen fremden Zug ausbremst. Richtig lebendig wird das Spiel in den Momenten, in denen große Flächen Belohnungen auslösen. Dann entstehen diese Kettenzüge, die eine Partie schlagartig beschleunigen können. Das fühlt sich stark an, weil ihr vorher oft mehrere Züge lang eher unspektakulär vorbereitet und dann plötzlich viel auf einmal passiert. Gleichzeitig kommt genau hier auch die kleine Frustkante ins Spiel. Wenn einfach nicht das passende Teil auftaucht, steht ihr trotz guter Planung manchmal sichtbar auf der Bremse. Dazu kommen die X-Plättchen, die beim Überqueren des Startfelds ins eigene Bild schneiden und sorgfältig gebaute Bereiche wieder stören können. Laut Regel gehört diese Störung klar zum Kern des Spiels, und sie sorgt dafür, dass euer Tableau nie völlig sicher ist.

Mir gefällt an diesem Spiel vor allem, wie sauber es Zugänglichkeit und kleine taktische Spitzen zusammenbringt. Die Regeln sind gut verständlich, der Ablauf ist schnell erklärt und trotzdem habt ihr nicht das Gefühl, einfach nur bunte Teile aneinanderzulegen. Das Spiel belohnt gutes Timing, vorausschauendes Platzieren und ein bisschen Schadenfreude am Rondell. Gerade deshalb funktioniert es aus meiner Sicht sehr gut für Runden, die ein schönes, übersichtliches Taktikspiel suchen, aber kein schweres Strategiespiel auf den Tisch bringen wollen. Seine größte Schwäche liegt im Spielfluss. Solange alle zügig spielen, bleibt das angenehm flott. Sobald jemand zu viel rechnet und lange vor dem Rondell hängt, verliert das Spiel schnell an Leichtigkeit. Die Interaktion ist ohnehin eher dosiert als direkt. Ihr schaut durchaus auf die Auslage der anderen, aber ihr greift euch nicht permanent ins Tableau. Wer ständigen Schlagabtausch sucht, wird hier eher sein eigenes Bild verwalten. Beim Material gibt es dagegen wenig zu meckern. Die Tintenfässchen sind das klare Highlight, nicht nur optisch, sondern auch haptisch. Das Spiel wirkt hochwertig, aufgeräumt und einladend. Ich würde es vor allem Familien, Gelegenheitsspieler:innen und Gruppen empfehlen, die an räumlichen Puzzles mit schöner Tischpräsenz Freude haben. Für Spieler:innen, die maximale Kontrolle, tiefe Langfristplanung oder besonders harte Konfrontation wollen, dürfte es zu leicht und stellenweise zu abhängig von der Auslage sein. Wenn ihr aber ein farbenfrohes Legespiel mögt, das zugänglich bleibt und trotzdem seine kleinen Gemeinheiten und Ausbrüche nach oben hat, werdet ihr hier ziemlich wahrscheinlich gern noch eine Runde spielen.

  •  

HOW TO SAVE A WORLD - Einmal schnell die Welt retten

Nachdem die Menschheit Allaria besiedelt hat, droht in HOW TO SAVE A WORLD der Asteroid Leviathan den Planeten auszulöschen. Drei ambitionierte Abwehrprojekte stehen bei der Rettung zur Wahl: Laserbeschuss, der Bau eines Schutzschilds oder – falls alle Stricke reißen – die Evakuierung auf den benachbarten Trabanten. Die Lust an der Katastrophe ist groß, und wieder einmal darf ich die Welt retten…

Quelle

  •  

KARTONGEFLÜSTER – Wenn Schachteln flüstern können…

Lesezeit: < 1 Minute

Unboxing für’s Ohr

Unboxing kennt man ja. Kamera an, neues Spiel auf den Tisch, los geht’s. Aber was passiert, wenn man das Ganze einfach nur hört? Willkommen bei KARTONGEFLÜSTER – dem vermutlich ersten Format, bei dem nicht die Augen, sondern die Ohren auspacken. 🎧📦


Rascheln, Knacken, Pöppeln – Kopfkino inklusive

Die Idee klingt schräg und ist es vielleicht auch. Ich packe ein Brettspiel aus und du bist live dabei – aber eben nur akustisch. Folie raschelt, Stanzbögen ploppen und Tütchen knistern. Und mittendrin dann meine Gedanken, Erwartungen und kleine Abschweifungen rund ums Spiel und das, was man beim ersten Öffnen eben so denkt.

Kurz gesagt: Unboxing für’s Ohr.


Folge 1: Forestry – der Wald rauscht… und knistert

Zum Start geht’s direkt tief in den Wald – genauer gesagt in die Schachtel von Forestry. 🌲

Hier geht es nicht um romantisierte Lebensräume, hier wird Forstwirtschaft betrieben. Sägen statt Hegen sozusagen. Und dabei spielt die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Schon beim Auspacken zeigt sich, dass das Spiel schönes Material hat. Bedrucktes Holzmaterial, ein runder Spielplan und eine matte Optik mit schönen Farben. Aber: Wo viel Holz ist, ist leider auch… Plastik. Ein kleiner Seitenhieb, der im Podcast natürlich nicht unter den Tisch fällt.

👉 Also: Kopfhörer auf, Augen zu – und einfach zuhören.

  •  

SPIEL DOCH! am Bodensee: Spielen in Friedrichshafen / playing in Friedrichshafen

17.04.2026 - Am 20. und 21. Juni darf auf der 4. SPIEL DOCH! am Bodensee, der entspannten Brett- und Kartenspielmesse in Friedrichshafen, wieder nach Herzenslust gespielt werden. Das Konzept der SPIEL DOCH! am Bodensee richtet sich vor allem an Familien, Gelegenheitsspieler und alle, die es vielleicht werden wollen.

  •  
❌