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Las Vegas

Von: ferengi
31. August 2026 um 08:32

Jetzt mit einem Würfel weniger

Las Vegas von Rüdiger Dorn erschien 2012 und wurde zum Spiel des Jahres nominiert.

In der Neuauflage von 2026 gibt es kleine Änderung: Anstelle 8 Würfeln sind nun 7 Würfel je Spieler verfügbar. Einer ist aber kaum merkbar größer und zählt dann als 2 Würfel. Dies bringt einen kleinen taktischen Kniff ins Spiel.

Das „Spielfeld“ besteht aus sechs Casinos für die Würfelziffern 1 bis 6. An jedes Casino werden nun Geldkarten gelegt. Reihum würfeln die Spieler ihre anfangs 7 Würfel und setzen alle Würfel einer Ziffer auf das passende Casino. Hierbei wägt man ab, bei welcher Ziffer später der größte Gewinn zu holen ist und ob man vielleicht mit seinem Wurf nicht zu viele Würfel auf einem Schwung auf die Casinos setzt. Denn man muss ja immer alle Würfel mit einer Ziffer setzen. Dies geht reihum weiter, bis keiner mehr Würfel hat.

Die Casinos und die Geldkarten. Die Würfel selber sind schon klein und haben ähnliche Farben.

Die Casinowertung zum Ende der Runde ist dann auch sehr simpel. Wer am meisten Würfel in dem Casino hat, bekommt die Geldkarte. Der kaum merkbare größere Würfel kann da den Ausschlag geben. Und ist die Anzahl von Würfeln gleich, gehen die Spieler leer aus und ggf. kann dann ein anderer Spieler mit weniger Würfeln die Geldwertkarte absahnen.

Geldwertkarten bis 100.000 sind zu erwürfeln

Fazit:

Ein schlichtes einfaches Würfelspiel mit geringer strategischer Tiefe. Aber das Las Vegas Feeling zum Zocken kommt gut rüber, so dass es mir echt gut gefällt. Sollte man anfangs gleich eine große Würfelgruppe setzen, wenn die Geldkarte einen hohen Gewinn verspricht? Damit fangen die anderen Spieler vielleicht gar nicht an, in dieses Casino Würfel zu setzen. Vielleicht ist die strategische Komponente gar nicht so gering. Und die Interaktion mit den anderen Spielern macht auch Spaß.

Stubenscore: 7,4 / 10


LAS VEGAS
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Brettspiel (getestet)

Too Many Bones

31. August 2026 um 00:23

Too Many Bones, ich muss mich entschuldigen. Da bist du bald 10 Jahre alt, feierst auch bei Frosted Games deinen Status als Dauerbrenner und ich habe dich missachtet. Das hatte natürlich seine Gründe. Du bist halt hässlich. Bevor jetzt die Die-Hard-Fans von Too Many Bones Hassmails an mich verfassen: Diese Viecher, aka Gearlocs, haben für...

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Nacht der Entscheidung

Von: ferengi
30. August 2026 um 06:55

Wer ist ein Spion?

Die Nacht der Entscheidung spielt in der Welt des Deduktionsspiels „Der Widerstand“, ist aber eine sehr kurze und schnelle Variante mit nur einer Runde und insgesamt unter 15 Minuten Spieldauer. Ted Alspach, der insbesondere durch die Werwölfe bekannt ist, hat bekannte Spielprinzipien in die Welt der Widerstandskämpfer und Spione transformiert.

Die Rollen bestehen immer aus 3 Spionen und soviel Wiederstandskämpfer wie Mitspieler. Jeder Spieler bekommt hiervon zufällig eine Rolle, drei Rollen liegen in der Mitte des Tisches in dem Hauptquartier. Theoretisch können also auch alle drei Spione nicht mitspielen. Ziel ist es nun, zum Spielende einen Spion zu enttarnen.

Zusätzlich zur Rolle erhält jeder Spieler noch ein Spezialistenkarte. Rolle und Spezialistenkarte gucken sich die Spieler einmalig zu Beginn des Spiels an und legen die Karten gut erreichbar für alle vor sich ab. Und nun schließen alle ihre Augen und der Anführer leitet durch die Nacht …

Drei unbekannte Rollen im Hauptquartier und drum herum die passenden Marker zu den Spezialistenkarten, die im Spiel sind.

Was man als Spielerklärer und erster Anführer nicht vergessen darf zu erwähnen: Zu Beginn dürfen die Spionen nun die Augen öffnen und somit erfahren, wer in ihrem Team sind. Danach wird beginnend mit dem Anführer dieser die Augen öffnen und seine Aktion der Spezialistenkarte ausführen. Dieses kann z.B. sein, dass er die Rollenkarten von zwei Spielern tauscht oder sich eine Rollenkarte oder Spezialistenkarte eines Spielers ansieht. Danach sagt er „Auftrag abgeschlossen“, schließt die Augen und der nächste Spieler ist dran.

Sind alle durch beginnt, beginnt die Tagphase und alle öffnen die Augen. Nun nimmt sich der Anführer und danach die weitern Spieler jeder ein Spezialistenmarker aus der Tischmitte. Dieses kann ein Marker sein, der mit seiner Karte Spezialistenkarte übereinstimmend ist, aber auch ein anderer. Danach beginnt die Diskussion. Denn mit der Behauptung, eine bestimmte Spezialistenfähigkeit zu haben, sollte man Informationen über die Spione haben.

Ein Widerstandskämpfer und zwei Spione waren im Hauptquartier und somit nicht im Spiel

Fazit:

Nachdem zum Spielende alle abstimmen, haben die Widerständskämpfer gewonnen, wenn ein Spion gefunden wird. Eine clevere Idee ist dann hierbei, dass in der Nachtphase durch den Einsatz einer Spezialistenfähigkeit, die Rollenkarten untereinander oder mit der Auslage im Hauptquartier getauscht werden können. Mit 11 Spezialistenfähigkeiten, die beliebig kombiniert werden können, ergeben sich immer wieder neue Situationen.

Mit der kurzen Spieldauer hatten wir in unserer Fünferrunde erstaunlich viel Spaß. Das werden wir sicher wieder spielen.

Stubenscore: 7,3 / 10


NACHT DER ENTSCHEIDUNG
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Brettspiel (getestet)

Crime Cases: Der letzte Pate

Von: ferengi
29. August 2026 um 11:02

Mördersuche (spoilerfrei)

Es gibt eine Reihe Anbieter von Krimidinnern. Einige sind von der Mechanik besser als andere, manchmal ist es auch einfach Zufall oder sehr absurd, wie man den Mörder enttarnen soll.

Der letzte Pate aus der Reihe von Crime Cases ist hierbei ein positiver Vertreter. Dieser Fall ist für 4-6 Spieler ausgelegt. Die Rollenverteilung, Einleitung zu den Runden und Verteilung der Hinweise wird optional mit dem Gastgeberheft oder über eine Webseite durchgeführt.

Das Szenario ist nicht ganz neu, wir sind mal wieder eine Familie im Mafia-Milieu. Die Charaktere sind passend und gut aufeinander abgestimmt. Mögliche Verkleidungsvorschläge sind in dem per PDF verschickten Rollenheft beschrieben. Damit es den Spielspaß nicht trübt, sollte in dem digital verschickten Rollenheft nur der Teil bis zu Runde 1 aufgeführt werden, damit nicht ausversehen mehr gelesen wird. Einige Anbieter machen dies so. Denn nicht jeder Spieler weiß, was ein Krimidinner ist und dann „STOPP“ bedeutet.

Schönes Material

Zu jeder der drei Runden lesen die Spieler in Ihrem Rollenheft ihre Mission und Ziele für die aktuelle Runde. Auch gibt es teilweise Hinweise für einzelne Spieler. Nach ca. 30 Minuten sollte man in die neue Runde übergehen, da es keine neuen Erkenntnisse mehr gibt. Wir haben hierzu in der App (Webseite) „weiter“ geklickt.

Natürlich wird hier im Bericht nicht gespoilert, wer einen Mord begangen haben könnte. Durch die verteilten Hinweise, die man den Mitspielern mitteilen kann oder auch dezent Teile weglässt, kann hier Einfluß auf die Auflösung genommen werden. Dies war in der Tat ein besonderer Kniff. Mit unserer Spielweise waren wir dann aber zum Schluss erfolgreich.

Vor dem Spiel: Wer ist wohl der/die Möder/in?

Fazit:

Wie auch bei der KRIMI total-Reihe kann die Rollenverteilung und der Spielfortschritt über das Gastgeberheft oder eine App/Webseite optional unterstützt werden. Wir haben uns für die Webseite entschieden. So wurden die Rollen spoilerfrei verteilt. Im Gastgeberheft steht die Rollenvereilung für 4 und 5 Spieler nebeneinander. Wir haben zu fünft gespielt und aufgrund der auffälligen Farben hätte ich bei der Planung im Gastgeberheft gesehen, wer bei 4 Spielern auch nicht dabei gewesen wäre. Das kann man eigentlich so nicht machen und muss für eine Neuauflage so gelöst werden, das die Verteilung auf unterschiedlichen Seiten abgedruckt ist. Oder wie in der Reihe von Culinario Mortale nicht einsehbar ist, da man für jede Spieleranzahl eine andere Perforation aufmachen muss.

Im Rollenheft gäbe es eine Erläuterung, warum eine Rolle nicht mitspielt. Über die App war dann nur einfach eine Person weniger dabei, warum wussten wir nicht. Gut gelöst war, dass die Rolle auch nicht wirklich vermisst und auch nur selten erwähnt wurde. Dieser Fall ist somit sehr gut für 5 Personen geeignet. Hier haben wir schon Fälle gelöst, wo dann wirklich jemand fehlte und somit ein Alibi nicht bezeugt werden konnte.

Ein weiterer Verbesserungsvorschlag zur App-Unterstützung: Man klickt in der App die einzelnen Runden immer durch. Wenn wir diskutieren sollen, läuft eine Uhr. Nach einiger Zeit kann man dies überspringen. Sollte man zwischendurch abgebrochen haben, da man z.B. einen Hinweis mit dem Handy scannt, dann muss man im Nachgang das Spiel neu starten und auch die Wartezeiten erneut abwarten. Das sollte technisch überarbeitet werden, auch wenn es nur wenig Minuten Totzeit gekostet hat.

Insgesamt hat uns das Konzept und der Fall sehr gut gefallen und wir werden sicher weitere Fälle aus der Reihe testen.

Stubenscore: 7,5 / 10


CRIME CASES: DER LETZTE PATE

Match my Beat

Von: Markus
27. August 2026 um 00:01

Match my Beat ist wieder mal ein Musikspiel und erinnert mich im ersten Moment an Dixit. Wenn euer Finger jetzt reflexartig auf die Maus und zum nächsten Artikel weiter klicken will, haltet ein, denn ihr wollt ja schließlich meinen Beat matchen. Dieses Matchen ist einfach mega in. Gestern sagte eine neue Schülerin in der Klasse...

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Happy Holiday

Von: ferengi
24. August 2026 um 10:24

Planung für den Europatrip

Wo soll es im Urlaub hingehen, wie kommen wir von Ort zu Ort, was wollen wir uns angucken, wo kann man essen? Immer das gleiche Problem mit der Planung. Und wäre es nicht schon schwierig genug im Reallife diese Aufgabe zu lösen, lassen uns Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert dieses auch noch in einem Brettspiel erleben.

In diesem bunten Familienspiel haben wir einen Plan unserer drei Urlaubswochen vor uns liegen. Drei Pflichtstädte bekommt jeder Spieler vorgegeben.

London, Berlin und Prag sind bei mir gesetzt

In der zentralen Auslage gibt es drei Bereiche mit drei Plättchen, von denen wir eines in unserem Zug nehmen. Wurden vorher schon in diesem Bereich Plättchen genommen, werden Reisekoffer (Bus, Bahn, Flugzeug) anstelle des Plättchens ersetzt und der nächste Spieler bekommt dann zu einem Plättchen in dem Bereich diese Koffer zusätzlich. Und diese benötigt man später, um zwischen Orten zu Reisen. Sollte man die entsprechende Koffer (Bahn, Bus oder Flugzeug als „geht immer“) nicht legen können, gibt es Minus- anstelle Pluspunkte für die korrekte Reisemöglichkeit. Das sind schon die Regeln.

Oben die Übersicht, welche Reisemöglichkeiten (Bahn, Bus) vorgegeben sind. Alternativ geht immer der Flug, der aber keine Punkte bringt. Unten die Plättchen, die man nehmen kann. Bei Grau (Bus) und Schwarz (Bahn) fehlen weche und man bekommt zusätzlich zum Plättchen die Koffer. Links noch die beiden Bedingungen für Bonuspunkte zum Spielende.

Punkte gibt es, wenn man bis zu vier Tage in einer Stadt bleibt sowie für die korrekten Koffer als Reise zwischen den Orten. Auch geben einige Ortsplättchen Bonuspunkte. Diese sind aber schwierig einzubauen, da sie z.B. nur an einem Montag oder in Woche 3 gelegt werden dürfen.

Am Ende kommt das Punktezahlen. Eine besondere Herausforderung ist hier die Karte links. So sucht jeder die optimale Kombination zwischen zwei Aktivitäten auf seinem Tableau, was dann unnötige Zeit zum Ende beim Punktezahlen bedeutet.

Fazit:

Im Reiseumfeld haben die Designer Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert mit Die Gilde der Fahrenden Händler, City of Rome oder der Next Station-Reihe schon eine Reihe Spiele erstellt. Mit gefällt das Thema von Happy Holiday sehr gut.

Bei drei Spielern kann es vorkommen, dass man in allen drei Bereichen nur eine Option hat und man diesen Bereich dann abräumt und zwei Koffer erhält. Nehmen die nächsten beiden Spieler wieder je ein Plättchen von dem neuen drei Plättchen in dem Feld, hat man wieder nur eine sehr eingeschränkte Auswahl und muss auch in der Runde einen Bereich abräumen. Etwas hilft hier die Sonderregel, dass man bis zu fünf Koffer gegen Plättchen aus dem Vorrat ziehen kann und hieraus ein Plättchen wählen darf. Aber trotzdem kam es hier zu unfairen Situationen. Insgesamt hat das Spiel nette Ideen, sieht schön aus und die Regeln sind einfach. Aber eine weitere Runde möchte ich dann doch nicht spielen. Das Spiel wird aber sicher seine Liebhaber finden.

Stubenscore: 7,0 / 10


HAPPY HOLIDAY
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Brettspiel (getestet)

Storyfold: Wildwoods

24. August 2026 um 00:21

Manche Brettspiele erschlagen dich oder küssen einen zumindest beim Herausholen aus dem Regal mit einem Bandscheibenvorfall. Mit Miniaturen, Kampagnenbüchern, 47 Zuständen und einem Aufbau, der länger dauert als die erste Staffel einer mittelmäßigen Netflix-Serie. Storyfold: Wildwoods macht das Gegenteil und zeigt es schon beim Öffnen der Schachtel. Es klappt sich auf wie ein kleines, liebevoll...

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Concordia

Von: ferengi
21. August 2026 um 15:09

Wenig Anleitung, komplexes Spiel

Zur Blütezeit Roms machen sich die Spieler ausgehend von der Hauptstadt zu Land und Wasser auf den Weg, um Handelsstützpunkte in benachbarten Städten der benachbarten Regionen zu errichten, Handel zu treiben sowie Geld und letztendlich Siegpunkte zu sammeln.

Das Regelwerk ist hierbei schlank auf einem zweiseitigem Blatt beschrieben. Aber die auf BGG beschriebene Komplexität ergibt sich durch die Abhängigkeiten der Aktionen.
Und für unsere Aktionen haben wir anfangs 7 Personenkarten. Dazu kommen ein paar Ressourcen, Geld und weitere Kolonisten, die wir später einsetzen können.

Unserer Ressourcenspeicher ist begrenzt. Wenn wir weitere Kolonisten (links meine blauen Figuren) ins Spiel bringen, schaffen wir zeitgleich mehr Platz.

Sind wir an der Reihe, spielen wir eine unserer Personenkarten, führen die Aktion durch und legen die Karte auf unseren Ablagestapel. Und die Aktionen haben es in sich. So kann man zum Deckbuilding weitere Personenkarten kaufen, Kolonisten ziehen und in Städten weitere Stützpunkte errichten oder Ressourcen / Geld einsammeln. Eine unserer Karten ermöglicht es auch, die abgelegten Karten wieder auf die Hand zu nehmen. Denn die anfangs wichtigste Karte „Architekt“, die das Bewegen mit anschließendem Häuserbau in einer neuen Stadt ermöglicht, liegt, nachdem sie gespielt wurde, auf dem Ablagestapel. Interessant ist hier abzuwägen, wann man einen Zug „verschwendet“, um seine abgelegten Karten wieder aufzunehmen.

Der Spielplan zu Beginn des Spiels mit den Städten und entsprechenden Ressourcen und oben rechts die zu erwerbenden weiteren Personenkarten
Mit dem Tribun kann ich meine Personenkarten vom Ablagestapel wieder aufnehmen. Dieses lohnt sich mehr, wenn dort viele liegen, da ich je Karte ab der 4. Karten Geld bekomme. Eine schöne Idee der Belohnung für optimiertes Spielen.
Wenn ich in Spanien produziere bekomme ich als blauer Spieler von allen drei Städten Ressourcen. Wenn ein Gegner im Gebiet ist, erhält dieser auch Einkommen.

Fazit:

Concordia hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Das Spiel aus 2013 ist derzeit auf Platz 29 im BBG-Ranking. Awaken Realms sammelt gerade Geld für eine Neuauflage mit vielen Zusatzkomponenten, hier kann man bei All-In viel Geld investieren. Da bin ich am überlegen, denn dies ist wirklich ein gut durchdachtes Eurogame. Zurecht wurde es 2014 zum Kennerspiel des Jahres nominiert.

Gerade die Interaktionen zwischen den Spielern hat mir gut gefallen. Natürlich spielt jeder für sich, aber mit einer Personenkarte kann man die aktuelle Aktion des Mitspielers nutzen und somit dann noch einmal z.B. den Architekten nutzen. Und so guckt man, was die anderen so machen und welche Karten sie noch auf der Hand haben. Wo breite ich mich aus, wo setze ich mich zusätzlich beim Mitspieler in eine Stadt (und zahle erhöhte Kosten), kaufe ich teuer eine Personenkarte, damit sie der Gegner nicht bekommt und seine Engine für Produktion oder Siegpunkte aufbaut? Es gibt hier viele Punkte, die sich im ersten Spiel nicht so erschließen und dann aber bei der Strategie in weiteren Spielen entwickeln.

Einen Kritikpunkt gibt es aber auch. Die Endwertung für die Siegpunkte ist ein kleines Rechenwerk. Denn die gesammelten Personenkarten werden mit den Ressourcen/Stadtplan multipliziert. Also z.B. wird die Anzahl Jupiterkarten (blau) mit der Zahl an Städten mit einem Tempel multipliziert. Oder für jede Provinz mit einem Haus bekommt man je Saturnuskarte (gelb) einen Punkt. Und so sind dies dann je Wertung für die Kartenarten dann mal 4*7 Punkte. Und das ist ja alles ok, aber im Spiel selber kann man nicht abschätzen, wer grade vorne liegt. Aber die Mechanismen sind so gut aufeinander abgestimmt, dass der Ausgang bisher immer sehr knapp war und ich bei einer nächsten Runde gern wieder dabei bin.

Stubenscore: 8,7 / 10


CONCORDIA
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Brettspiel (getestet)

Bing Boing

Von: ferengi
20. August 2026 um 14:46

Und auch Bing Boing Boing

Das habe ich mir gedacht. Da kaufe ich auf dem Flohmarkt dieses minimale Würfelspiel, lese die Regeln und denke mir „sind da vielleicht noch alle 50 Blöcke ungenutzt in der Schachtel?“. Und so ist es. Sollte die Verkäuferin die Anleitung gelesen haben, hätte sie vor lautere Bing und Boings, die bei bestimmten Situationen gerufen werden sollen, sicher aufgegeben. Dabei ist die Komplexität schon sehr niedrig:

Wir rollen zwei weiße und einen roten Würfel und alle Spieler können mit diesem Wurf bei sich Zahlen ankreuzen (und dabei Bing rufen). Hierzu verwenden sie:

  • Nur den roten Würfel
  • Roter Würfel + ein beliebiger weißer Würfel als Summe
  • Eine Zahl aus roter Würfel und ein weißer Würfel, wobei beide jeweils einer als Einer und Zehner genommen werden kann.
Mögliche Zahlen zum Ankreuzen: 3, 6,7, 33, 34, 43. Gleich zwei Muster sind auf einem Blatt. Freut man sich auf Erweiterungen?

Und hat man in einer Reihe oder Spalte hierbei die vorletzte Zahl gebingt, dann können wir die letzte Zahl umkreisen und Boing rufen. Im fortgeschrittenen Spiel und bei entsprechender taktischen Vorbereitung kann dies einen Combo auslösen und es boingt in Folge. Sind alle Felder gebingt und geboingt ist das Spiel beendet.

Bing ankreuzen, Bong einkreisen. Denn schließen beide Spieler in einer Runde das Spiel zeitlgleich ab, gewinnt derjenige mit den meisten Boings

Fazit:

Der Schmidt-Verlag hat mit der Ganz schön clever – Reihe und Noch Mal! sowie natürlich Kniffel eine quasi marktbeherrschendes Würfelspielmonopol im Familienspielsektor. Bing Boing aus der Reihe in Metalldosen wird kein Klassiker.

Stubenscore: 5,7 / 10


BING BOING
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Brettspiel (getestet)

Play

Von: Markus
20. August 2026 um 00:05

Play von Kosmos habe ich freudig erwartet. Mit Macht drängen Musikspiele auf den Markt, denn sie offerieren eine leichte Zugänglichkeit und Spielspaß über alle Generationen hinweg – ganz egal, ob Vielspieler oder Gelegenheitszocker. Das habe ich bei der Hitster-Reihe schon oft thematisiert. Nun bringt Kosmos mit Play einen weiteren Vertreter ins Spiel. Und wie: Bei...

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Knapp daneben!

Von: ferengi
19. August 2026 um 12:51

Gartenspiel


Irgendwie finden Roll’n’Write immer wieder einen Weg in meine Sammlung. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich die ganz schön cleveren Spiele in der Sammlung zählen.

5 Würfel, Block und Stift

Wie so oft sind die Regeln bei solchen Spielen einfach. Es gibt fünf farbige Würfel, jeder Spieler sucht sich eine andere Farbe aus. Und nun werden, egal wer an der Reihe ist, alle fünf Würfel gerollt und jeder Spieler sucht sich ein Würfelergebnis aus seiner Würfelfarbe plus einem anderen aus und trägt die Summe im Raster ein. Aber die Summe darf nur bei einem Kreis mit „seiner Farbe“ oder dem zweiten gewählten Würfel eingetragen werden. Anfangs gibt es viele Optionen – ein Fest für Grübler – später im Spiel ist die Auswahl dann nicht so großund man nimmt, was von den Farben noch übrig ist.

Bei zwei Würfeln ergibt sich, dass die Summe zwischen 2 und 12 liegt. Für die Punktewertung ist zu taktieren:
Sind zwei Summen mit einer Differenz von 1 nebeneinander in den Kreisen eingetragen, dann wird dies in dem Quadrat zwischen den Kreisen notiert. Dafür gibt es dann später Punkte. Außerdem gibt es Punkte für die statistisch seltenen Summen 3,4,10,11 und sogar doppelt für 2 und 12.

Für die Wertung wird gezählt wieviele Summen eine Differenz von 1 haben. Und wenn man das 4mal in einer Reihe und/oder Spalte schafft, gibt es 10 Punkte. Rechts werden einfach die seltenen Summen 3,4,10,11 und 2,12 doppelt notiert.

Fazit:

Für eine kurze Runde im Garten ganz nett. Viel Tiefgang darf man nicht erwarten, auch ist die Glückskomponente gerade gegen Ende schon spürbar. Ein großer Vorteil ist aber, dass alle zeitgleich spielen und somit keine Totzeit aufkommt. Bleibt in der Sammlung, es kommt ja mal wieder ein Sonnentag.

Stubenscore: 6,5 / 10


KNAPP DANEBEN!
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Brettspiel (getestet)

Dungeon of the Dragon Knight Remake

18. August 2026 um 07:06

Die Liebe zur Vergangenheit

HexGameStudio versetzt uns zurück in eine andere Zeit, als uns Dungeon Crawler nicht nur an die Hand genommen, sondern uns neben der Geschichte auch die Handhabung des Spiels selbst zur Erkundung überlassen haben.

Die Prämisse ist kurz erzählt: unsere Gruppe von vier Abenteurern, die aus irgendeinem Grund durch einen Wald geirrt sind, landen erschöpft in einem Haus einer Hexe. Diese verspricht uns nach dem Fund eines Artefakts die Freiheit oder als Alternative den Tod.

Schon in den ersten Minuten fühlt man sich in die gute alte Zeit von Dungeon Master zurückversetzt. Wir bewegen unsere Gruppe Schritt für Schritt durch die Gänge, untersuchen Wände, ziehen an Ketten und legen natürlich Steine auf Druckplatten, um Türen zu öffnen.

So geht es tiefer ins Dungeon mit unserer Truppe aus Fantasy-Archetypen. Schild und Schwert nach vorne, Magie in die zweite Reihe. Und man sollte sich mit den Eigenheiten der Steuerung vertraut machen, da die Kämpfe, wie auch bei Legend of Grimrock, in Echtzeit ablaufen. Es gilt rechtzeitig nach der Cooldown-Zeit die Schläge und Magie auszuführen, bevor die Gegner erneut die eigene Lebensenergie reduzieren. Man muss kein Fan des Kampfsystems sein, doch erhöht das System durchaus die (An-)Spannung beim sonst gemächlichen Erkunden der Gänge.

Das Fortschrittssystem wurde für das Remake etwas entschlackt und das vorher vorhandene Shop-System entfernt. So liegt der Fokus weder auf den Kämpfen oder der Charakterentwicklung, sondern auf dem Dungeon und deren Rätseln. Jeder neue Abschnitt kann einen Hinweis, eine Falle, ein Geheimnis oder einen Weg zu einem Ort enthalten, den ich vorher nicht erreichen konnte. Dazu mag ich den Ansatz, dass man durchaus mit Rätseln experimentiert und die Lösung nicht immer offensichtlich ist.

Und auch wenn es dankenswerterweise eine Automap gibt, so zeichnet man im Kopf seine eigene Karte und versucht die Wege miteinander zu verknüpfen. Das erfordert Geduld, da man Wege erneut abgehen und ggf. Übersehenes suchen muss. Dazu kommt das nicht perfekte Inventory-Management, das einen manches Mal suchen lässt, wer nun einen gefundenen Gegenstand aufgenommen hat und wem man schnell im Kampf noch einmal einen Heiltrank reichen muss. Klingt sperrig, spielt sich aber in jeder Hinsicht fluffiger und angenehmer als Wizardry: Proving Grounds of the Mad Overlord.

Die Umsetzung auf die Playstation vom ursprünglich 2019 erschienenen PC Spiel, kommt mit einer suboptimalen Controllersteuerung und leicht aufpolierten Optik. Man kann von dem Solo-Projekt technisch keine Wunder erwarten, was aber nicht unbedingt etwas den Spielspaß bricht, aber fast zur Nostalgie beiträgt. Dazu ist das Sounddesign durchaus stimmig und trägt auch durch seine Reduziertheit zur Atmosphäre bei.

Nimmt man die erwähnten Einschränkungen in Kauf und bringt die nötige Geduld und den Hang zur Nostalgie mit, bekommt man Dungeon of the Dragon Knight einen fesselnden Ausflug in die Vergangenheit.

Stubenscore: 8 / 10

Falltüren und Druckplatten bestimmen unser Sein.
Ausweichen und den Cooldown abwarten. Die Kämpfe fordern weniger als die Rätsel.
Dank Automap hat man das Backtracking im Griff. Leider gibt es Notizen-technisch weniger Komfort als in der PC Version.
Das Aufleveln und der Loot sind weniger entscheidend.
Denn der Star ist das Dungeon mit seinen Rätseln an sich.

DUNGEON OF THE DRAGON KNIGHT
METACRITIC

PC | PS5 (getestet)

Wenn Charaktere lebendig werden – Der Cosplay-Contest auf der RatCon 2026

17. August 2026 um 16:00

Viele kennen es: Eine Figur schwirrt im Kopf herum, Kostüm und Accessoires nehmen Gestalt an, bis eine Vision entsteht. Genau diese Visionen wurden beim Cosplay-Contest der RatCon 2026 lebendig. Die Organisator*innen gewährten Einblicke hinter die Kulissen, während Teilnehmende ihre persönlichen Erfahrungen teilten.

Dieser Beitrag wurde von Gastautor*in geschrieben

Agent Undercover

Von: ferengi
17. August 2026 um 08:45

Wo bin ich?

Komplexe Deduktionsspiele wie Blood on the Bloodtower haben eine Einsteigerproblem. Die Regeln sind schnell erklärt, aber die Rollen und Beziehungen untereinander erschließen sich erst nach ein paar Spielen. Auch dieses Agentenspiel hat prinzipiell diese Hürde.

Dabei sind die Regeln sehr simpel: Das Spiel besteht aus 25 Kartensets mit Rollen in einer Location. Ein Set wird ausgewählt, so dass niemand den Ort sieht. Nun werden die Rollen verteilt und jeder sieht, wo er sich befindet und was er dort macht. Auch hat jeder Spieler eine Übersichtskarte, welche 25 Orte es gibt.

Nun stellt der Startspieler jemanden eine Frage wie „Welche Art Kleidung trägst Du hier meistens?“. Die Frage bekam ich gleich in meinem ersten Spiel und auf meiner Karte stand gar kein Ort, sondern dass ich der gesuchte Agent bin. Aber wo sind wir alle und was zieht man hier an? Sind wir im U-Boot, in der Polarstation, im Kaufhaus ??? Also weicht man aus mit „eine dem Ort angemessene Kleidung“. Puh, nun bin ich sicher verdächtig, denn das war ja keine Antwort. Aber antwortet man zu konkret, dann weiß der Agent ja wo wir sind.

Uups, wo sind wir denn? Bei den anderen steht auf der Karte ein Ort und eine Rolle.

Nun nun bin ich Fragesteller und und frage jemand anderes, wann er denn heute aufgestanden ist. Macht die Frage zu dem Ort Sinn? Welche Frage kann man sonst stellen, wenn man nicht weiß wo man ist?

Beendet ist das Spiel, wenn der Agent auflöst und sagt wo wir alle sind. Gewinnen kann er auch, wenn er in einer Abstimmung einstimmig überführt wurde und erst dann den Ort sagt. Oder wie in meinem ersten Spiel mit etwas Glück: Ein anderer Spieler war noch verdächtiger und nach einiger Zeit haben wir ihn einstimmig überführt. Dumm nur für die anderen, dass ich es war. Und dann erfuhr ich auch, dass wir im Casino sind.

Als Professor in einer Universität fragte ich meinen Hauptverdächtigen, wieviele Orte dieser Art es noch in Hamburg gibt. Er dachte, dass wir im Restaurant sind und antwortete mehrere hundert. Und dann war er schnell enttarnt.
Die Übersichtskarte ist gut, denn eine der Karten mit einer Rolle zu dem Ort haben die Spieler. Aber wer da draufguckt, ist verdächtig.

Fazit:

Vor dem ersten Spiel muss jeder sich die Zeit bekommen und die 25 Orte ansehen. Denn wenn jemand im Spiel immer auf die Ortskarte guckt, ist dies sehr verdächtig. Auch benötigt die Fragestellung und Antwort Übung. Denn wenn aus Frage oder Antwort zu viele Hinweise hervorgehen, dann weiß der Agent schnell wo wir sind. So fragte einer, wie groß sein Team wäre und es gab die Antwort, dass er mit seinem Rang ein kleines Team führt. Und so vermutete ich, dass wir wohl in der Militärbasis sind.

Man muss solche Spiele mögen und geschickte Fragen stellen und beantworten können. Ich liebe solche Spiele, da es immer zu besonderen Momenten kommt und man im Nachgang über Situationen im Spiel spricht. 5-6 Spieler sollten schon dabei sein. Die Spielzeit kann man auch einschränken, indem man einen Timer auf 10 Minuten stellt. Ich war zufälligerweise häufiger Agent und habe dann immer etwas länger bei meinen Fragen überlegt, da die Uhr ja für mich tickt. Hat keiner gemerkt. Ich freue mich auf die nächste Runde.

Stubenscore: 7,7 / 10


AGENT UNDERCOVER
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Brettspiel (getestet)

The Bad Karmas and the Curse of Cthulhu: Volume 4

17. August 2026 um 00:54

The Bad Karmas and the Curse of Cthulhu: Volume 4 treibt einen auf vielerlei Ebenen in den Wahnsinn. Und das nicht nur wegen des langen Titels. Wenn das für euch mit dem Wahnsinn ambivalent klingt, dann habt ihr den Cthulhu auf den Kopf getroffen. Ich persönlich fühle eine große Tragik, denn Volume 4 könnte ein...

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Kannste Knicken

Von: ferengi
14. August 2026 um 19:00

 

Neue Würfel und was zum Knicken

Es ist schon erstaunlich, wieviele Spiele es in diesem Box-Format mit Würfeln und Ankreuzblocks gibt. Und welche bekannten Spieleentwickler hier auf den Zug aufspringen und auch dabei sein wollen. Und immer wieder kommen neue Ideen dazu. Vier Blöcke mit unterschiedlichen Regeln aber ähnlichen Zielen liegen dem Spiel bei. Es gibt einen weißen und schwarzen Würfel mit je ein bis zwei Zahlen. Der aktive Spieler rollt beide Würfel und sucht sich einen aus. Die anderen Spieler nehmen den anderen Würfel. Und nun kreuzt jeder auf seinem Blatt ausgehend von einem der vier Startfelder in eine Richtung der Würfelzahl entsprechende Felder an und erzeugt im letzten Feld ein neuen optionalen Start-/Endpunkt für die nächsten Runden.

In den vier Ecken sind die Startpunkte. Mit dem schwarzen Würfel dürfte ich zwei Linien starten.

Hat man in einem der vier Bereiche alle Smileys angekreuzt, dann kommt die Besonderheit: Man kann die Ecke umknicken. Sind dann alle Ecken umgeknickt, dann muss man die Zielsymbole noch miteinander verbinden, wobei vier der fünf Ziele erst durch das Knicken von der Rückseite ins Spiel kommen.

Eine Ecke ist schon geknickt. Dadurch bekomme ich den Bonus „den schwarzen Würfel darf ist um +1 erhöhen“.

Während man in Level 1 nur gerade Linien zeichnen darf, ändern sich die Regeln in den anderen Szenarien und wir können Abbiegen oder Beamen.

Das Szenerio 4 bietet eine Besonderheit: Wir knicken zweimal. Haben wir die vier Ecken geknickt wenden wir das Blatt und knicken die vier Längsseiten, wenn wir ein Zwischenziel erreicht haben.
Viel zum Kreuzen und Knicken

Fazit:

Klaus-Jürgen Wrede ist uns eher als Entwickler des Carcassonne-Universums bekannt. Aber aus seiner Feder stammen auch viele andere Spiele, wie Rapa Nui (gut) oder Beam me up (schlecht). Nun kommt auch ein Roll’n’Write in seine Ludothek. Und dies hat uns ganz gut gefallen, da die vier Spielpläne sehr unterschiedliche Mechanismen haben und man abwägen muss, wann man knickt oder ob man noch vorher lieber einen Verbindungspunkt für später setzt.

Vorteilhaft ist, dass keine Punkte gezählt werden müssen, sondern das Spiel nach dem Verbinden der Zielsymbole beendet ist. Und eine Alien-Level ist auch noch dabei. Mal was erfrischend anderes im Vergleich zur Ganz schön clever Reihe.

Stubenscore: 6,8 / 10


KANNSTE KNICKEN
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Brettspiel (getestet)

Wildscape

Von: Markus
11. August 2026 um 14:58

„Oh, hast du ein neues Cascadia?“, fragt Uwe, als er Wildscape auf dem Tisch sieht. In der Tat lässt sich eine gewisse grafische Ähnlichkeit nicht leugnen. Uwes Argwohn trieft aus ihm heraus. Plättchenlegespiele – oder „Puzzlespiele“, wie Uwe mit ironischem Unterton bemerkt – sind wirklich nicht seine Kernkompetenz. Wir haben es hier also mit dem...

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Battlecrest: Teufelswald

Von: ferengi
08. August 2026 um 12:55

Kleines Kartenspiel?

Ich mag die Button shy – Reihe von Frosted Games. Kleine Packung mit tollen Ideen. In der Battlecrest-Reihe kämpfen zwei Helden auf einem 6×6 Felder großen Spielfeld gegeneinander. In der Packung sind nur 25 Karten mit drei Helden und einer Arena (das Spielfeld) enthalten. Hört sich nicht viel an.

Aufbau der Arena aus 6×6 Feldern. Die 6 grünen Ortskarten werden wie gezeigt zufällig zum Schema angeordnet. Die Helden starten diagonal gegenüber in den Ecken der Arena.

Zwei von vier verschiedene Aktionen darf man in seinem Zug durchführen. Und so können wir uns bewegen, Fähigkeiten aktivieren oder aufladen oder erschöpfte Fähigkeiten wieder auffrischen. Komplex wird es durch die unterschiedlichen Fähigkeiten und Ortsboni. Ziel ist es, den Gegner zu besiegen.
Die Karten haben mehrere Funktionen und zwei Seiten. Liegen die Karten hochkant, sind sie „bereit“ und haben folgende Funktionen:

  • Anzeige unserer Bewegungsreichweite (Summe aller Zahlen oben rechts)
  • Sie können bei Angriffen zur Verteidigung genutzt werden (nur eine Karte je Angriff, Wert unten rechts)
  • Sie können aktiviert werden, um die Aktionen in der Mitte der Karte durchzuführen. Dieses sind Sprinten (andere Bewegungsart), Verbündete und Gegner kontrollieren (auf dem Spielwelt bewegen) oder angreifen.

Komplex wird es, weil jede Aktionskarten zwei Seiten hat. Wird eine Karte aktiviert (also als Aktion genutzt), wird sie hinterher um 90 Grad gedreht und das dann oben liegende Siegel ist „aktiv“.  Somit sind jetzt besondere Kombination mit anderen Karten möglich, da die Siegel Aktionen verstärken.

Wenn zu viele Karten „aktiviert“ sind, also quer liegen, kann man sich wenig bewegen, angreifen und verteidigen. Man sollte daher oft in seinen Zügen die Karten „auffrischen“, wodurch die Karten wieder hochkant und dabei auf die Rückseite gedreht werden und wieder „bereit“ sind. Mit der Rückseite gibt es auch andere Aktionen. Man merkt schon, dass es mit den Begrifflichkeit im Regelwerk kompliziert wird und man die Regeln schon zweimal lesen muss.

Die Aktionskarten von Akhena: Führe ich den Sternenschwung durch (Aktion der linken Karte), wird der Angriff um die beiden aktivierten lila-Siegel (Karten liegen quer) jeweils um 1 verstärkt.

In der doch kurzen Anleitung wird noch eine weitere Komplexität eingeführt. Denn auch die Ortskarten sind nicht nur Hindernisse in der Arena, sondern können Aktionen verstärken oder sogar Aktionen durchführen. Außerdem haben sie Geheimgänge und auch zwei Seiten. Wenn man neben einer Ortskarte steht, kann man die Verstärkung der Karte nutzen und hat z.B. eine erhöhte Angriffsstärke oder mehr Schutz. Wurde die Verstärkung der Ortskarte genutzt, wird die Ortskarte umgedreht und sie hat andere Funktionen.

Platino greift Akhena an. Aufgrund des direkt benachbarten Stahlpapageis als seinen Verbündeten von Platino kann sich Akhena nicht verteidigen. Somit kann Akhena auch nicht die Verstärkung des Schildes durch die Ortskarte „Alte Ruine“ nutzen.

Fazit:

Die Komplexität von 2,6 auf BGG ist schon realistisch. Die Anleitung ist kurz, aber hat es in sich. Einsteigerfreundlich wären ein paar Beispiele in der Anleitung gewesen, da man schon sehr genau lesen muss.

Nicht so schön gelöst ist die Lebenspunkteanzeige, die abhängig von Position unter den Aktionskarten den Restwert angibt. Dieses verrutscht dann, wenn die Karten darüber immer gedreht und gekippt werden. Dazu passt dann aber, dass nach der Hälfte der Lebenspunkte auch die Lebesnanzeigekarte gedreht wird und ein Siegel aktiviert wird.
Knapp 30 Erweiterungen, Koop-Varianten und Solospiele gibt es inzwischen in der Reihe. Ich würde gern weitere Partien spielen.

Stubenscore: 7,5 / 10


BATTLECREST: TEUFELSWALD
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Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Underquest

04. August 2026 um 15:52

Iron Helm 2.0

Das neue Spiel von Jason Glover ist im Grunde eine Weiterentwicklung seines großartigen Iron Helm. Das grundlegende Gameplay ist erhalten geblieben: mit einem selbst erstellten Charakter arbeitet man sich durch ein Verliesdeck, zieht jeweils zwei Karten und entscheidet sich für eine davon, um schließlich dem Bossgegner gegenüberzutreten und das Abenteuer – mit etwas Glück und der richtigen Taktik – erfolgreich abzuschließen.

In Underquest wurden nun darüber hinaus zahlreiche Systeme erweitert und neue Mechaniken eingeführt, die das Spiel insgesamt taktischer, abwechslungsreicher und variantenreicher machen.

Das beginnt bereits bei der Charaktererstellung, die deutlich umfangreicher ausfällt. Der Charakter besteht nun aus drei Karten mit unterschiedlichen Werten und Fähigkeiten, wodurch sich verschiedene Spielstile und Strategien ergeben.

Auch die genannten Dungeonkarten wurden erweitert. Jede Karte zeigt auf beiden Seiten jeweils ein halbes Quest-Symbol. Legt man eine Karte in sein Tableau und vervollständigt dadurch zusammen mit einer benachbarten Karte ein passendes Symbol, erhält man einen Questmarker dieser Art. Für den Abschluss einer Quest werden drei unterschiedliche Symbole aus insgesamt vier möglichen benötigt. Dadurch entsteht eine zusätzliche strategische Ebene bei der Auswahl der Dungeonkarte, da nicht mehr nur der unmittelbare Effekt einer Karte zählt.

Ein weiteres Highlight ist die Einführung von Zutaten als neuem Beutetyp nach Kämpfen. Durch das Kombinieren verschiedener Zutaten lassen sich Tränke herstellen. Dieses kleine Crafting-Minispiel macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für zusätzliche taktische Entscheidungen.

Nicht zuletzt wurde auch das Kampfsystem sinnvoll überarbeitet. Grit-Punkte können nun eingesetzt werden, um einen festen zusätzlichen Schadensbonus zu verursachen. Während in Iron Helm das Äquivalent Energie vielleicht zu entscheidend war, setzen sich hier die Werte beim Kampf komplexer und strategischer zusammen, so dass Glück eine noch vorhandene, aber geringere Rolle spielt.

Man merkt Underquest an, dass neben unglaublicher Liebe, sehr viel Playtesting und Finetuning im Spiel steckt. Jason Glover zog das Spiel nach dem erfolgreichen Funding auf Game Crafter gar zurück, um nach Spielerfeedback die Regeln erneut anzupassen. Ein mutiger Schritt, der sich auf jeden Fall gelohnt hat. Underquest ist jetzt schon ein sehr unterhaltsamer Dungeon-Crawler, der mit seinen kommenden Erweiterungen sicher noch besser wird. Und dazu sieht er unglaublich stimmungsvoll und schön aus.

Stubenscore: 9 / 10

Mein Charakter. Dank Playmat ordnet sich alles wunderbar übersichtlich an.
Es gibt viele Kartendecks und in der Mitte versuche in der Ablage meine Questziele, sprich Token zu kombinieren.
Durch das Ziehen des „Exalted Foe“ muss ich direkt einen Enemy ziehen. Der Hardened Kafer of Molda scheint aber machbar ohne viel Ressourceneinsatz.
Und jede der Karten, die leider „Dank“ Game Crafter-Self Printing nicht günstig sind, ist wunderschön designed.

UNDERQUEST
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Brettspiel (getestet)

Time’s Up! Party

Von: ferengi
03. August 2026 um 17:26

Ein wenig wie Memory auf Zeit

Von Time’s Up! hatte ich schon viel gehört. Doch muss man erst einmal eine Runde finden, die Partyspiele spielt und dafür die richtige Spieleranzahl hat.

Gespielt wird in drei Runden in zwei Teams. In jeder Runde gibt es die gleichen 40 Begriffe, die reihum ein Teammitglied den anderen seines Teams erklärt. In Runde 1 können die Begriffe frei erklärt werden. Das Ganze ist auf Zeit, aber vielleicht hat man sich ein paar Begriffe gemerkt.

Denn nun werden die Punkte notiert und weiter geht es mit Runde 2. Die gleichen 40 Begriffe. Doch nun darf man ein einziges Wort als Beschreibung sagen und es ist nur eine Antwort zugelassen. Wer gut in Memory ist, hat sich die Begriffe aus der ersten Runde gemerkt und weiß dann, dass bei Schauspieler wohl der Schweighöfer die Antwort ist. Aber war nicht auch George Clooney dabei?

In der dritten Runde kommen wieder die gleichen 40 Begriffe und nun werden die Begriffe pantomimisch dargestellt. Auch nicht einfach und teilweise lustig.

Kann mein Team mit „Plastikfolienmörder“ etwas anfangen? Michael C. Hall oder Morgan sagt den vermutlich nichts. Bei Pantomine ist es dann einfacher …
Französische Band, haben sich aufgelöst, One More Time

Fazit:

Seitdem Peter Sarrett 1999 die Time’s Up!-Serie gestartet hat sind inzwischen zahlreiche Ergänzungen und Themenversionen erschienen, so z.B. zu Fussball und Harry Potter. In einer Runde mit 6 oder 8 Personen raten nicht zu wenige im Team und alle können sich beteiligen.
Und ja, es erinnert schon sehr an Activity von 1990, denn auch hier erklärt man seinem Team Begriffe oder stellt diese pantomimisch dar. Aber dadurch, dass es immer die gleichen Begriffe sind, kommt da ein besonderer Twist rein. Bei Themen-Karten wie Harry Potter hätte ich eher wenig Spaß, aber bei der Party-Variante bin ich wieder dabei.

Stubenscore: 7,7 / 10


TIME’S UP! PARTY
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Brettspiel (getestet)

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