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Normale Ansicht

Bounce It!

Von: Horst
22. Oktober 2026 um 09:17

Bierpong ohne Alkohol

Partyspiele oder sogar noch besser Geschicklichkeitsspiele kann man mich mit jagen. Das liegt nicht an mangelnder Geschicklichkeit oder weil ich ein ungeselliger Mensch bin, sondern weil sie mich davon abhalten die rar gesäte Brettspielzeit zu vergeuden. Ich brauche auch keine Partyspiele, um endlich mal wieder einen Grund zu haben mich ordentlich zu besauf… lesen das eigentlich auch Kinder? … Genussmittel zu mir zu nehmen. Und dann kam Bounce It! ins Haus. Nach dem Auspacken und Anleitunglesen stand der Untertitel für mich schon fest. Dann kommen Kind und Frau an und erster fragt, was man machen muss. Frau: Hey, das ist ja Bierpong ohne Alkohol! Zwei doofe … aber lasst mich euch kurz abholen.

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Spielprinzip

Spielaufbau und nächster Wurf.

Der Boden der Spielschachtel ist Teil des Spiels! Oder anders: wenn ihr den Deckel anhebt, sehr ihr ein kleines Loch, vier Bälle und zwei Spender mit bedruckten Pappchips aka Sieg-Punkten. Reihum muss jede Person versuchen die Bälle in das Loch zu werfen (sie müssen dafür mindestens einmal vorher auf dem Tisch aufkommen). Trefft ihr, dürft ihr euch entweder den Chip vom Rand nehmen und die Bälle weitergeben oder den Chip gegen den nächsthöheren auszutauschen und weiter zu werfen. Nach vier Bällen ist spätenstens Schluß. Liegt der letzte Ball dann im Loch gehört euch der Chip, sonst bleibt dieser liegen und die nächste Person hat die Chance darauf.

Wer als erstes 42 Punkte erreicht hat, hat gewonnen. Apropos gewonnen: die Spielenden mit den wenigsten Punkten (können auch mehrere mit gleich vielen Punkten sein) haben vier Bälle zur Verfügung. Alle anderen müssen mit drei Bällen auskommen.

Wer ne Schippe drauf legen will (oder anderen eine Chance geben möchte), beginnt die untere Schachtelhälfte weiter weg zu legen, zu erhöhen, eine Mauer vorzustellen und so weiter. Dies kann für alle oder nur eine Person gemacht werden. Es ist alles erlaubt was Spaß macht.


Unboxing

Hier gibt es nichts zu beanstanden oder hervorzuheben. Naja, einzig die Bälle! Vier unterschiedliche Bälle, die wirklich gut auf dem Tisch hüpfen. Nicht zu doll, nicht zu schwach. Genau was es dafür braucht.

Die Illustration kommt von Annika Heller, die ich auf der Berlin Con 2024 persönlich kennengelernt habe als sie mir mein Exemplar von Lumicora (Pegasus Spiele) signiert hat.

Kleinigkeiten sind wichtig

Bewertung

Wer hier ein ernsthaftes Spiel sucht, sollte besser bei jedem gescheiterten Treffer zur Flasche greifen. Hier geht es ausschließlich um Spaß, hämisches Auslachen bei Fehlwürfen, abfeiern von Treffern und die anderen immer anzuheizen lieber den nächst höheren Chip auf den Rand zu legen, als die sicheren Punkte mitzunehmen.

Das Spiel ist mittlerweile im Büro gelandet, wo es bei passender Feierabendstimmung oder kurz vor dem „komm wir gehen noch was trinken“ als Vorglüher dient. Wir haben es in vielen Gruppierungen und Konstellationen ausprobiert und immer wieder Spaß gehabt. Es bleibt ein kurzweiliges Party-/Geschicklichkeitsspiel und darf damit einen Platz im Regal behalten.


Bildergalerie

Nach erfolgreichem Wurf kann gegen den nächst höheren Chip getauschst werden.
Der Ball muss in die Vertiefung.
Drei bis vier Bälle stehen pro eigener Runde zur Verfügung.

© Denkriesen / Deep Print Games
Grafik(en) und Bild(er) von analog rockt
BannerBild von Sergio Pavlishko auf Pixabay. [Was passt besser zu Bällen? Ein Bällebad!]
Das Spiel ist ein Rezensionsexemplar. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden und spiegelt meine persönliche Meinung wider.

Bing Boing

Von: ferengi
20. August 2026 um 14:46

Und auch Bing Boing Boing

Das habe ich mir gedacht. Da kaufe ich auf dem Flohmarkt dieses minimale Würfelspiel, lese die Regeln und denke mir „sind da vielleicht noch alle 50 Blöcke ungenutzt in der Schachtel?“. Und so ist es. Sollte die Verkäuferin die Anleitung gelesen haben, hätte sie vor lautere Bing und Boings, die bei bestimmten Situationen gerufen werden sollen, sicher aufgegeben. Dabei ist die Komplexität schon sehr niedrig:

Wir rollen zwei weiße und einen roten Würfel und alle Spieler können mit diesem Wurf bei sich Zahlen ankreuzen (und dabei Bing rufen). Hierzu verwenden sie:

  • Nur den roten Würfel
  • Roter Würfel + ein beliebiger weißer Würfel als Summe
  • Eine Zahl aus roter Würfel und ein weißer Würfel, wobei beide jeweils einer als Einer und Zehner genommen werden kann.
Mögliche Zahlen zum Ankreuzen: 3, 6,7, 33, 34, 43. Gleich zwei Muster sind auf einem Blatt. Freut man sich auf Erweiterungen?

Und hat man in einer Reihe oder Spalte hierbei die vorletzte Zahl gebingt, dann können wir die letzte Zahl umkreisen und Boing rufen. Im fortgeschrittenen Spiel und bei entsprechender taktischen Vorbereitung kann dies einen Combo auslösen und es boingt in Folge. Sind alle Felder gebingt und geboingt ist das Spiel beendet.

Bing ankreuzen, Bong einkreisen. Denn schließen beide Spieler in einer Runde das Spiel zeitlgleich ab, gewinnt derjenige mit den meisten Boings

Fazit:

Der Schmidt-Verlag hat mit der Ganz schön clever – Reihe und Noch Mal! sowie natürlich Kniffel eine quasi marktbeherrschendes Würfelspielmonopol im Familienspielsektor. Bing Boing aus der Reihe in Metalldosen wird kein Klassiker.

Stubenscore: 5,7 / 10


BING BOING
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

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