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One-Hit Heroes

Von: ferengi
06. April 2026 um 17:06

An Ostern gegen den Knuddelhasen

In einen der vielen YouTube-Videos wurde dieser Boss-Battler als Alternative zu Boss Fighter QR angeführt und irgendwie hat mich das trotz der „einfachen Spielweise“ gleich getriggert. Auch steht Connor Reids 5-Minute Dungeon schon länger auf meiner Wish-List.

Vier Charaktere, und somit auch bis zu vier Spieler, können an den Kämpfen teilnehmen. Auf unser Plastik-Tableau platzieren wir unseren Kämpfer mit Ausrüstung (dieses sind auch Schilde), unsere Energieanzeige und die Aggro-Leiste. Dieses ist der Motor des Spiels. Denn in den Kämpfen greifen wir den Boss an und seine Lebenspunkte wandern dann in unsere Aggroleiste. Diese müssen wir reduzieren, denn sein Gegenangriff mit einem „D6“ (farbige Sterne) führen dazu, dass wir ggf. angegriffen werden, wenn unsere Aggroleiste zu sehr gefüllt ist. Der Zufall spielt somit schon eine entscheidende Rolle, doch war dies in den bisherigen Runden immer fair ausbalanciert.

Der Aufbau für zwei Spieler. Durch die beiden Ausrüstungskarten (Schilde) braucht es schon mehr als einen Hit, bis das Spiel vorbei ist.

Unser Deck besteht anfangs aus nur 9 Karten, von denen wir 5 auf der Hand haben. Einige kommen nach der Kampfrunde auf den Ablagestapel, andere auf den Aschehaufen (und sind somit aus dem Spiel). Somit ist das Ganze übersichtlich und in einem Zwei-Personen-Koop-Spiel sollten die beiden Kumpels schon zueinander passen. Die Wellen der Gegnerangriffe bestehen aus ca. 7 Karten in einer festen Reihenfolge und wsie iederholen sich im Anschluss.

Der „Kisten-Bot“ hat Schergen um sich versammelt, die wir angreifen können, um sie als Verteidigung bei uns zu nutzen.
Karten im Aschehaufen sind aus dem Spiel, verstopfen damit auch nicht unser Deck/Nachziehstapel und mit der passenden Karte kann man dies auch noch nutzen.
Ostermontag. Und der Knuddelhase will besiegt werden.

Fazit:

Eine Episode haben wir in etwas 2,5 Stunden abgeschlossen. Das Material ist schon gut gemacht, da merkt man eben Frosted Games im Hintergrund. Die Bosse sind sehr abwechslungsreich und so ist es gut, dass man das Deck variieren kann. Zwei Episoden mit jeweils vier Bossen und Booster-Packs für unsere Deck-Upgrades liegen der Grundversion bei. Kaufbar sind derzeit zwei weitere Kapitel, aufgrund des mäßigen Erfolgs wird es wohl auch dabei bleiben. Tag Team macht es hier besser, indem in der Grundversion deutlich mehr Kämpfer enthalten sind und man nicht nach zwei Episoden „nachkaufen“ muss. Irgendwie ist es schade, dass es zu einem Spiel schon gleich eine Erweiterung zu kaufen gibt und die Grundversion selten vollständig ist. Bei einer Preissenkung werde ich die weiteren Episoden nachkaufen, denn One-Hit Heroes macht richtig Spaß. Klare Empfehlung, mit mehreren Spielern wird es leichter und daher ist ein gutes Zwei-Personen-Spiel.

Stubenscore: 7,9 / 10


ONE-HIT HEROES
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Tea Garden

Von: ferengi
04. Februar 2026 um 18:29

Entspannte Tee-Zeremonie?

Ob im Weltall (SETI), im Froschteich, im Aquarium (kommt bald) oder demnächst im Lovecraft-Universum (B.E.L.O.W.: Asylum), entspannt ist es bei Tomáš Holek nie.

Thematisch befassen wir uns bei Tea Garden über fünf Runden mit dem Anbau von Tee, der Fermentation und dem Verkauf. Oder wir segeln dem Fluss entlang. Hierzu haben wir eine Hauptaktion und manchmal auch eine Nebenaktion und dann noch freie Aktionen. Hört sich viel an. Aber in den ersten der fünf Runden ist das noch recht übersichtlich. Gegen Ende der Spiels ist ein Zug dann schon „etwas“ komplexer.

Das Spielfeld mit den Teeplantagen

Unsere Aktionen triggern wir mit unseren Handkarten. Diese haben einen Wert, um Aktionen bezahlen zu können. Außerdem haben die Karten auch Teekannen oder Symbole für Nebenaktionen.

Da man mit einer 1er-Karte wenig anfangen kann, legen wir in der Regel einen Schwung Karten auf unser erstes Feld im Tableau für die erste Aktion in dieser Runde. Die Werte werden addiert, so dass wir auch anfangs schon 2er oder 3er Aktionen ausführen können. Für Zusatzaktionen oder Teekannen zählt dann nur die oben liegende Karte, so dass man gut vorausplanen muss. Anfangs wird man erstmal versuchen neue, bessere Karten zu kaufen. Denn Tea Garden ist ein Deckbuilder. Hierzu benötigt man zusätzlich zum Wert der Karte die abgebildete Teekannen und Tee in bestimmten Wertigkeiten, um spezielle Karten zu kaufen. Puh, hört sich komplex an, man kommt aber rein.

Das Tableau mit den Teefeldern, dem Fluss, der Kaiserleiste und ein paar anderen Dingen. Wichtig sind unten links die sechs Karten, die wir für die Kosten über der Karte (1 bis 5) und den weiteren Kosten ganz unten auf der Karte (Teekannen in einer bestimmten Farbe und Teeblätter bestimmter Wertigkeiten) kaufen können.

In anderen „Haupt“-Aktionen erwerben wir neue Plantagen, können Tee ernten oder verkaufen. Und in Nebenaktionen (also das Symbol in der Mitte der oben liegenden Karte zur Hauptaktionen) schreiten wir bei der Universität voran, fahren mit dem Boot oder sammeln Teekannen. Dann gibt es noch freie Aktionen, womit wir z.B. auf der Kaiserleiste voranschreiten und Karten für Siegpunktebedingungen erhalten.

Eine Schlüsselkomponente ist die Ressourcenplanung mit unseren Teeblättern. Die gibt es 6 Stufen und am Ende der Runde werden sie eine Stufe wertloser. Es sei denn, man hat sie fermentiert.

Fazit:

Ein Szenario mit Tee, entspannenden Farben und ein großes China mit dem Jangtse. Aber all dies soll nicht täuschen, denn dies ist kein Familienspiel. Tomáš Holek hat hier wieder ein komplexes Eurogame designt mit Deckbuildung, Arbeitereinsatz & Ressourcenmanagement. So langsam entwickelt er sich zu meinem Lieblingsdesigner, denn seine Spiele sind wunderschön und herausfordernd, aber nicht zu komplex. Der BGG-Empfehlung als 3-Personen-Spiel sollte man folgen, denn mit vier Personen wurde es dann schon etwas zäh zum Spielende.

Stubenscore: 8,4 / 10


TEA GARDEN
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

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