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Unbezwingbar

Von: ferengi
08. Oktober 2026 um 06:45

Ein Bergsteigerspiel


Und wieder hat ein kleines, cleveres Button Shy Kartenspiel den Weg in meine Sammlung gefunden. In Deutschland vertreibt Frosted Games die Reihe, die Jason Tagmire gegründet hat. Immer ein paar Karten und eine kurze Anleitung in einer Box. Aber viel zum grübeln …

17 Bergkarten, 1 Hubschrauber und eine Kurzanleitung liegen dem Spiel in der Grundversion bei. Nachdem wir die Bergkarten gemischt haben legen wir 5 als Basislager aus. Ziel ist es nun, mit diesen Karten einen Weg auf den Berg zu finden, wobei der Berg aus 4,3,2 und 1 Karte an der Spitze gebildet wird.

Unten das Basislager mit fünf Karten, die Kurzregeln und der Nachziehstapel

Wir dürfen entweder die linke Karte des Basislagers (unterste Reihe) anlegen oder eine Aktion der Karten rechts davon durchführen. Hierbei sind die Aktionen teilweise schon sehr gut, aber nachdem die Karte für eine Aktion genutzt wurde, ist sie aus dem Spiel. Und Ziel ist es ja, mit den 17 Bergkarten einen Berg aus „4+3+2+1 = 10“ Karten aufzubauen. Viele Möglichkeiten haben wir also nicht, Aktionen durchzuführen. Und im Anschluss rückt Karte 2 nach links und ist für die Auslage im Berg wählbar, man kann also gut vorplanen.

Sieht einfacher aus als es ist. Anlegen am Berg kann man nur die Karte links, die muss dann auch passen und einen durchgehenden Weg von unten nach oben bilden
Mit der beiliegenden Erweiterung „Der große Aufstieg“ ist der Berg eine Ebene höher.

Fazit:

Spieledesigner Scott Almes ist kein Unbekannter und von seinen 250 Einträgen bei BGG haben es Beer & Bread und Claim auch schon in die Testreihe hier geschafft.

Während die Grundversion des Spiels lösbar ist, sind die 4 weiteren Varianten und die Erweiterung „Der große Aufstieg“ schon herausfordernd. Aber nach ein paar Partien weiß man, worauf man achten muss und wie man das Basislager richtig plant. Sicherlich kein Dauerbrenner, aber ein tolles, kurzweiliges Solospiel.

Stubenscore: 7,2 / 10


UNBEZWINGBAR
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Brettspiel (getestet)

Battlecrest: Teufelswald

Von: ferengi
08. August 2026 um 12:55

Kleines Kartenspiel?

Ich mag die Button shy – Reihe von Frosted Games. Kleine Packung mit tollen Ideen. In der Battlecrest-Reihe kämpfen zwei Helden auf einem 6×6 Felder großen Spielfeld gegeneinander. In der Packung sind nur 25 Karten mit drei Helden und einer Arena (das Spielfeld) enthalten. Hört sich nicht viel an.

Aufbau der Arena aus 6×6 Feldern. Die 6 grünen Ortskarten werden wie gezeigt zufällig zum Schema angeordnet. Die Helden starten diagonal gegenüber in den Ecken der Arena.

Zwei von vier verschiedene Aktionen darf man in seinem Zug durchführen. Und so können wir uns bewegen, Fähigkeiten aktivieren oder aufladen oder erschöpfte Fähigkeiten wieder auffrischen. Komplex wird es durch die unterschiedlichen Fähigkeiten und Ortsboni. Ziel ist es, den Gegner zu besiegen.
Die Karten haben mehrere Funktionen und zwei Seiten. Liegen die Karten hochkant, sind sie „bereit“ und haben folgende Funktionen:

  • Anzeige unserer Bewegungsreichweite (Summe aller Zahlen oben rechts)
  • Sie können bei Angriffen zur Verteidigung genutzt werden (nur eine Karte je Angriff, Wert unten rechts)
  • Sie können aktiviert werden, um die Aktionen in der Mitte der Karte durchzuführen. Dieses sind Sprinten (andere Bewegungsart), Verbündete und Gegner kontrollieren (auf dem Spielwelt bewegen) oder angreifen.

Komplex wird es, weil jede Aktionskarten zwei Seiten hat. Wird eine Karte aktiviert (also als Aktion genutzt), wird sie hinterher um 90 Grad gedreht und das dann oben liegende Siegel ist „aktiv“.  Somit sind jetzt besondere Kombination mit anderen Karten möglich, da die Siegel Aktionen verstärken.

Wenn zu viele Karten „aktiviert“ sind, also quer liegen, kann man sich wenig bewegen, angreifen und verteidigen. Man sollte daher oft in seinen Zügen die Karten „auffrischen“, wodurch die Karten wieder hochkant und dabei auf die Rückseite gedreht werden und wieder „bereit“ sind. Mit der Rückseite gibt es auch andere Aktionen. Man merkt schon, dass es mit den Begrifflichkeit im Regelwerk kompliziert wird und man die Regeln schon zweimal lesen muss.

Die Aktionskarten von Akhena: Führe ich den Sternenschwung durch (Aktion der linken Karte), wird der Angriff um die beiden aktivierten lila-Siegel (Karten liegen quer) jeweils um 1 verstärkt.

In der doch kurzen Anleitung wird noch eine weitere Komplexität eingeführt. Denn auch die Ortskarten sind nicht nur Hindernisse in der Arena, sondern können Aktionen verstärken oder sogar Aktionen durchführen. Außerdem haben sie Geheimgänge und auch zwei Seiten. Wenn man neben einer Ortskarte steht, kann man die Verstärkung der Karte nutzen und hat z.B. eine erhöhte Angriffsstärke oder mehr Schutz. Wurde die Verstärkung der Ortskarte genutzt, wird die Ortskarte umgedreht und sie hat andere Funktionen.

Platino greift Akhena an. Aufgrund des direkt benachbarten Stahlpapageis als seinen Verbündeten von Platino kann sich Akhena nicht verteidigen. Somit kann Akhena auch nicht die Verstärkung des Schildes durch die Ortskarte „Alte Ruine“ nutzen.

Fazit:

Die Komplexität von 2,6 auf BGG ist schon realistisch. Die Anleitung ist kurz, aber hat es in sich. Einsteigerfreundlich wären ein paar Beispiele in der Anleitung gewesen, da man schon sehr genau lesen muss.

Nicht so schön gelöst ist die Lebenspunkteanzeige, die abhängig von Position unter den Aktionskarten den Restwert angibt. Dieses verrutscht dann, wenn die Karten darüber immer gedreht und gekippt werden. Dazu passt dann aber, dass nach der Hälfte der Lebenspunkte auch die Lebesnanzeigekarte gedreht wird und ein Siegel aktiviert wird.
Knapp 30 Erweiterungen, Koop-Varianten und Solospiele gibt es inzwischen in der Reihe. Ich würde gern weitere Partien spielen.

Stubenscore: 7,5 / 10


BATTLECREST: TEUFELSWALD
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