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kritisch gespielt: Dewan

Von: Tobias
09. Mai 2026 um 21:32
Dewan - Box

Dewan - BoxDewan von Johannes Goupy und Yoann Levet – erschienen bei den Space Cowboys Wenn ich die Wikipedia-Artikel zum und zum des malaysischen Parlament richtig deute, dann kann "Dewan" in der malaysischen mit "Halle" übersetzt werden. Das passt besser als erwartet. Denn auch wenn uns die blumige thematische Einkleidung zu anderen Assoziationen führen will: im Endeffekt geht […]

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Wolley Games Neuheiten, Entwicklung, KI-Nutzung, Idee und mehr

Von: Peer
09. Mai 2026 um 08:10

Wolley Games Neuheiten, Entwicklung, KI-Nutzung, Idee und mehrMit Oriol vom kleinen Brettspiel-Verlag Wolley Games habe ich über das Brettspiel-Hobby, seinen Verlag, aktuelle Neuheiten und vieles mehr gesprochen. Dabei gibt es sehr ausführliche und spannende Einblicke in sein kleines neues Brettspiel-Studio. Wolley Games Neuheiten, Entwicklung, KI-Nutzung, Idee und mehr Oriol hat wirklich sehr ausführlich auf meine Fragen geantwortet, was mich sehr gefreut hat […]

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Die Bestie: Gejagt im Gévaudan im Jahr des Herrn 1764

Von: ravn
08. Mai 2026 um 16:56

So schreibt sich Spielegeschichte: Auf dem SpieleWahnsinn 2026 in Herne kennengelernt und in entspannter Viererrunde als Bestie knapp verloren, weil ich dann doch zu übermütig war und meine geheime Identität als Raubtier vorzeitig enttarnt wurde. Eine interessante Erfahrung, die sich allerdings im viel besuchten Gerne der Hidden-Movement-Spiel abspielt, von denen ich schon eine ganze Menge besitze. Trotzdem ist La Bête ausreichend anders.

Alles neu? Keineswegs, denn La Bête wurde schon 2023 auf der BerlinCon in lokalisierter Version als „La Bête – Die Bestie“ von Multivers vorgestellt. In Frankreich gab es das Hidden-Movement-Spiel vom Autor Charlec Couronnaud schon ein Jahr länger. Inzwischen ist es wieder auf Deutsch verfügbar und befindet sich nun im Vertrieb von Koalla Spiele. Die sind mit ihrem Geheimtipp Kauri desselben Autors auf der Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres 2025 gelandet. Auf dem diesjährigen SpieleWahnsinn in Herne am ersten Maiwochende ergab sich durch einen freien Tisch für meine Spielrunde und mich die Gelegenheit, „La Bête – Die Bestie“ vor Ort kennenzulernen. Wie das alles im Jahr 1764 eine Geschichte ergibt, die wir in weitergedachter Scotland-Yard-Manier gemeinsam gegen die Bestie spielen, erfahrt Ihr im Audiomitschnitt direkt vom Koalla Spiele Messestand – reingelauscht:

„La Bête – Die Bestie“ bietet als Blickfang eine schön atmosphärische Optik mit auffälligen Holzfiguren und wuchtigen Identitätsscheiben. Genau diese wurde mir auch zum Verhängnis, denn wenn der passende Ermittler meine wahre Identität herausfinden kann, dann habe ich als gejagte Bestie verloren. Dabei wollte ich doch nur ein paar Dorfbewohner von ihrem elendigen Leben erlösen. In Gestalt des vorab gewählten Raubtiers wähnte ich mich recht sicher und dieser Übermut wurde mir schließlich zum Verhängnis, als sich die Ermittlerschlinge enger zog. Dabei hätte ich auch gut und gerne das Wolfsrudel, der Graf, der Teufel oder alternativ der Landstreicher sein können. Nur alleine meine Position aufzusuchen, die ich Runde für Runde sowieso offenbaren muss, reicht für die Ermittler nicht aus. Stattdessen müssen die mich innerhalb von drei Spieljahren mit jeweils vier Jahreszeit-Runden davon abhalten, meine 25 Opfer zu töten oder eben meine geheime Identität zu entlarven. Dabei stochern die Ermittler wie genreüblich ein wenig im Nebel herum und werden allzu gerne von der Bestie in Bluff-Situationen gelockt.

Mir hat die Spielpartie gefallen. „La Bête – Die Bestie“ auf Seiten der titelgebenden Bestie Spaß gemacht, weil ich wissend statt deduzierend agieren konnte. Zudem fand ich es äußerst amüsant, den wilden Spekulationen der lieben Ermittler zu lauschen. Die lagen erstaunlich oft richtig, nur um sich dann doch für eine alternative Vorgehensweise zu entscheiden. Während sich die bis zu vier Ermittler gemeinsam offen absprechen und sich so auch gegenseitig bei Regelfragen helfen können, spielt es sich auf der Gegenseite der Bestie doch recht einsam. Deshalb solltet Ihr in dieser Position auch das Regelwerk ausreichend verinnerlicht haben, denn unklare Regeldetails oder gar falsche Spielzüge behindern bis zerstören die Spielpartie. Die dauert auch nur rund 60 Minuten, sofern das Ermittlerteam nicht immer alles bis ins letzte Detail durchdenken möchte. Wer eine gute Mischung aus Fury of Dracula in kürzerer Form und Scotland Yard mit moderneren Spielmechanismen und einem atmosphärischen Thema sucht, der kann sich hier bei „La Bête – Die Bestie“ richtig fühlen.

Wenn Ihr allerdings wie ich die Hidden-Movement-Spiele Die Akte Whitechapel, Der Whitehall Mord, Mind MGMT, Nuns on the run, Terrorscape und 1ers Contacts im Spieleschrank stehen habt, dann stellt sich die Frage, ob „La Bête – Die Bestie“ ausreichend anders ist. Vom Grundprinzip durchaus vergleichbar, aber besonders durch den thematischen Hintergrund und die Nutzung der verschiedenen Identitäten mit ihren Sondereigenschaften eine Bereicherung für das Genre. Wenn Ihr Euch somit am Genre noch nicht satt gespielt oder weiterhin dort Euer Lieblingsspiel noch nicht gefunden habt, dann ist diese Bestie durchaus eine Anspielpartie wert.

Duell um Cardia

08. Mai 2026 um 16:00

Hans im Glück, 2025
Autoren: Faouzi Boughida & Mathieu Rivero
2(4) Spieler:innen, ab 9 Jahre, 15 Minuten

Cardia liegt vor euch wie eine Stadt, in der jedes Versprechen auch eine Falle sein kann. Ein Siegelring wandert auf eine Karte, ein kurzer Blick geht über die Auslage und plötzlich ist gar nicht mehr so klar, ob der gerade gewonnene Vorteil wirklich sicher ist. Genau aus diesem kleinen Misstrauen zieht „Duell um Cardia“ seine Spannung. Ihr ringt um die Vorherrschaft in einer magischen Stadt, in der Fraktionen, Siegel und Einfluss den Rahmen setzen. Das Thema trägt die Partie nicht erzählerisch durch große Geschichten, sondern über eine klare Duellsituation: Zwei Seiten, dieselben Mittel, ein direkter Schlagabtausch. Das passt gut zu einem Spiel, das nicht lange erklärt, sondern euch schnell in Entscheidungen zwingt. Besonders reizvoll ist die Grundidee, dass nicht einfach die höhere Karte besser ist. Wer den höheren Einflusswert ausspielt, gewinnt zwar zunächst das Duell um ein Siegel. Doch die niedrigere Karte löst ihren Effekt aus. Damit steckt in fast jedem Zug eine kleine Gemeinheit. Wollt ihr den Punkt sichern, oder wollt ihr mit einer scheinbar schwächeren Karte den Verlauf der Partie verschieben?

Beide Spieler:innen haben ein identisches Kartenset. Aus der Hand wählt ihr gleichzeitig eine Karte und deckt sie auf. Dann wird verglichen. Die höhere Karte bekommt ein Siegel, die niedrigere Karte darf ihren Effekt nutzen. Das klingt zunächst fast zu einfach, entwickelt aber nach ein paar Partien deutlich mehr Biss. Am Anfang kann genau das frustrieren. Wer die Karten noch nicht kennt, spielt erst einmal eher ins Blaue hinein. Sitzt euch jemand gegenüber, der schon weiß, welche Effekte wann gefährlich werden, fühlt sich das schnell so an, als würdet ihr immer einen Schritt zu spät denken. Die Grundregeln sind zwar zugänglich, aber das Spielverständnis liegt in den Karten. Ihr müsst lernen, welche niedrigen Werte nicht schwach sind, welche hohen Werte ihr nicht zu früh verbrennen solltet und wann ein Effekt mehr wert ist als ein Siegel. Nach einigen Runden kippt dieses Gefühl aber merklich. Dann schaut ihr nicht mehr nur auf eure Hand, sondern auf alles, was schon gespielt wurde. Welche starke Karte ist weg? Was kann noch kommen? Hebe ich mir meine Antwort für später auf? Traue ich meinem Gegenüber diesen Zug wirklich zu? Aus dem simplen Vergleich wird ein taktisches Abtasten, bei dem Gedächtnis, Timing und ein bisschen Bauchgefühl zusammenkommen. Glück bleibt trotzdem im Spiel. Ihr könnt nicht alles kontrollieren und manchmal liegt die passende Antwort nicht bereit. Gerade dadurch bleibt das Duell locker genug, um nicht in trockene Rechnerei zu kippen. Die Partien laufen schnell, Downtime entsteht kaum, weil beide gleichzeitig planen und aufdecken. Der Spielfluss hängt allerdings spürbar davon ab, wie vertraut ihr mit den Karteneffekten seid. In den ersten Partien wird häufiger gelesen, nachgeschaut und ausprobiert. Später zieht das Tempo an.

„Duell um Cardia“ ist kein Kartenspiel, das mich sofort in der ersten Partie voll überzeugt hätte. Dafür verlangt es zu früh eine Kartenkenntnis, die neue Spieler:innen schlicht noch nicht haben können. Gerade wenn eine Person das Spiel schon kennt, entsteht ein spürbares Gefälle. Dann wirkt das Duell zunächst weniger wie ein fairer Schlagabtausch und mehr wie eine Lektion, bei der man erst hinterher versteht, warum man verloren hat. Das klingt härter, als es am Ende wiegt, denn nach ein paar Runden zeigt das Spiel, was in ihm steckt. Sobald ihr die Karten besser einschätzen könnt, wird es deutlich spannender. Dann wird aus jeder ausgespielten Karte eine Ansage. Ihr überlegt, was ihr jetzt riskiert, was ihr euch aufhebt und welche Möglichkeiten beim Gegenüber überhaupt noch offen sind. Genau dort sitzt die Stärke des Spiels: Es belohnt Wiederholung nicht durch immer neue Regeln, sondern durch wachsende Vertrautheit. Die Interaktion ist direkt und dauerhaft. Ihr spielt nicht nebeneinander her, sondern reagiert ständig aufeinander. Das macht „Duell um Cardia“ besonders interessant für Spieler:innen, die kurze, konfrontative Duelle mögen und Freude daran haben, ein Gegenüber zu lesen. Für Gruppen, die lieber friedlich aufbauen, lange Strategiebögen verfolgen oder keine Lust auf Karteneffekte haben, ist das weniger geeignet. Auch als ganz unbeschwertes Familienspiel würde ich es nur eingeschränkt empfehlen, obwohl die Regeln grundsätzlich schlank sind. Der eigentliche Reiz braucht Aufmerksamkeit und ein paar Wiederholungspartien. Das Material ist für ein Kartenspiel solider Durchschnitt. Nichts wirkt außergewöhnlich luxuriös, aber auch nichts stört. Die Gestaltung gefällt deutlich besser als die reine Haptik. Die Illustrationen geben der kleinen Schachtel Präsenz und helfen dabei, dass das Duell nicht völlig abstrakt wirkt. Bei der Übersichtlichkeit hängt vieles davon ab, wie schnell ihr die Effekte verinnerlicht. Dauerhaft sollte das Material dem kurzen, häufigen Spielen gut standhalten, solange ihr Karten normal sorgsam behandelt. Unterm Strich ist das Spiel für mich ein starkes kleines Duell mit Anlaufzeit. Es eignet sich besonders für Paare, feste Zweiergruppen und Spieler:innen, die gerne kurze Partien mehrfach hintereinander spielen, um Muster zu erkennen und besser zu werden. Wenn ihr erwartet, dass euch ein Spiel sofort in der ersten Partie komplett abholt, könnte der Einstieg holpern. Wenn ihr aber Freude daran habt, ein Kartensystem nach und nach zu lesen und euer Gegenüber mit dem richtigen Timing auszuspielen, findet ihr hier ein kompaktes, spannendes Duell mit angenehmer Schärfe.

13 spannende Brettspiel-Neuheiten weiterer Verlage im Jahr 2026

Von: Peer
08. Mai 2026 um 09:34

13 spannende Brettspiel-Neuheiten weiterer Verlage im Jahr 2026Zum Abschluss meiner Verlags-Vorschau für das Jahr 2026 habe ich heute nochmal insgesamt 13 spannende Brettspiel-Neuheiten weiterer Verlage im Jahr 2026 zusammengestellt. Dabei erfahrt ihr, um was es bei diesen Spielen geht und warum ich mich auf diese freue. Ich bin sehr auf eure Meinungen dazu gespannt. 13 spannende Brettspiel-Neuheiten weiterer Verlage im Jahr 2026 […]

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Rom an einem Tag

Jewgeni Petrow
Strohmann Games
2-5
8+ Jahre
30 Min.
Unsere Wertung:
Endlich ein Legespiel, bei dem ich das Treiben meiner Tischnachbarn genau im Auge behalten muss. Welche Plättchen biete ich ihnen an, welche kann ich mir schnappen? In knackig-kurzen vier Runden zählt jede Entscheidung. Und ganz klar: Nur mit der Erweiterung, die direkt mit in der Box liegt, macht „Rom an einem Tag“ richtig Spaß.

Darum geht’s beim Brettspiel Rom an einem Tag

In Rom an einem Tag müssen wir aus den Überresten des zerfallenden Römischen Imperiums ein neues Reich erschaffen. „I cut, you choose“-Prinzip: Beim Wiederaufbau rangeln wir mit unseren Tischnachbarn um die besten Gebietsplättchen und Gebäude. Ziel des Spiels ist es, durch das geschickte Bilden zusammenhängender Landschaften und das Platzieren passender Gebäude die meisten Punkte zu erzielen. Das Spiel ist kurz: Lediglich vier Runden entscheiden über Sieg oder Niederlage.

Aufbau und Spielablauf

Zur Vorbereitung von Rom an einem Tag (Strohmann Games) erhält jede Mitspielerin einen Sichtschirm, zwei Auswahlkarten und ein Set aus 20 Landschaftsplättchen, die verdeckt als persönlicher Nachziehstapel bereitgelegt werden. Zusätzlich zieht jeder eine Gebäudekarte, auf der die acht zur Verfügung stehenden Gebäude für die Partie markiert sind. Ein Richtungsweiser gibt in jeder der vier Runden vor, ob man Landschaften vom linken oder rechten Nachbarn erhält.

Eine Spielrunde hat vier Phasen: entdecken, teilen, wählen und anbauen. In der Entdeckungsphase werden fünf Landschaften vom eigenen Stapel offen ausgelegt und mit zwei Gebäuden von der Gebäudekarte bestückt. Danach folgt das mechanisch gewollte Dilemma: Hinter dem Sichtschirm muss man diese fünf Plättchen in zwei Gruppen aufteilen. Um die kleinere Gruppe attraktiver zu machen, muss ihr ein Kristall aus dem eigenen Vorrat beigefügt werden.

Rom an einem Tag: Hinterm Sichtschirm teile ich Plättchen und Gebäude auf und biete sie meinen Tischnachbarn an.
Hinterm Sichtschirm teile ich Plättchen und Gebäude auf und biete sie meinen Tischnachbarn an.

Dem Tischnachbarn eine schwierige Entscheidung aufzwingen

Sobald die Schirme gehoben werden, wählen die Spieler gleichzeitig mittels ihrer Auswahlkarten eine der beiden Gruppen ihres jeweiligen Nachbarn aus. Hierbei entsteht eine interessante Dynamik: Man möchte dem Nachbarn eine schwierige Entscheidung aufzwingen, während man selbst hofft, dass die andeere Nachbarin einem die gewünschten Plättchen übrig lässt. In der abschließenden Anbauphase müssen alle erhaltenen Landschaften an das eigene Reich angelegt werden, wobei mindestens eine Kante an ein bestehendes Plättchen angrenzen muss.

Rom an einem Tag: In dieser Runde wähle ich von meinem rechten Nachbarn. Nachbarin links nimmt stattdessen von mir.
In dieser Runde wähle ich von meinem rechten Nachbarn. Nachbarin links nimmt stattdessen von mir.

Besonders hervorzuheben ist, dass in der Box bereits die „Erweiterte Version“ (The Merchants) enthalten ist. Diese ergänzt das Grundspiel um zusätzliche Elemente wie Elefanten, die als wandernde Händler fungieren, sowie Auftragskarten und ein Markt-Tableau. In dieser Version ziehen Spieler Aufträge, sobald sie Elefanten in neue Gebiete setzen. Diese Aufträge dienen als Währung, um auf dem Markt um Bonusmaterial wie Doppel-Landschaften, Festungen oder zusätzliche Gebäude zu bieten.

Abgerechnet wird erst zum Schluss: Jedes Gebäude in Rom an einem Tag generiert dann Punkte, wenn es mit farblich passender Fläche verbunden ist. Wer beispielsweise ein Windrad in (oder angrenzend an) ein Feld aus fünf gelben Kornfeldern setzt, sichert sich damit fünf Punkte; stehen zwei Windräder im selben Gebiet, verdoppelt sich dieser Wert entsprechend. Über diese Flächenwertungen hinaus tragen gesammelte Kristalle mit einer steigenden Zahl an Punkten zum Gesamtergebnis bei, während die Erweiterung durch zusätzliche Auftragskarten lukrativere Punktequellen für spezifische Konstellationen ermöglicht.

Rom an einem Tag: Erweiterung The Merchants: Elefanten und Aufträge kommen ins Spiel.
Erweiterung The Merchants: Elefanten und Aufträge kommen ins Spiel.

Fragen und Antworten

Wie funktioniert die Interaktion bei Rom an einem Tag?

Die Interaktion ist durch den „I cut, you choose“-Mechanismus sehr hoch, aber indirekt. Man agiert immer nur mit seinen direkten Tischnachbarn, was das Spiel auch bei voller Besetzung sehr flott hält. Man muss ständig antizipieren, was die Konkurrenz benötigt, um die Teilung so unattraktiv wie möglich zu gestalten.

Sollte man direkt mit der Erweiterung spielen?

Das Grundspiel ist ein idealer Einstieg für Familien. Für erfahrene Spieler bietet das Spiel jedoch erst mit der integrierten Erweiterung „The Merchants“ den nötigen Tiefgang. Die zusätzliche Ebene durch die Aufträge und den Markt macht das Spiel deutlich herausfordernder und strategischer.

Wie ist das Verhältnis zwischen Aufbauzeit und Spieldauer?

Da das Spiel nach nur vier Runden endet, ist die reine Spielzeit sehr kurz (oft unter 30 Minuten). Tatsächlich nimmt der Aufbau der vielen Plättchen, Gebäude und des Marktes einen signifikanten Teil der Gesamtzeit ein. Das Spieltempo ist jedoch so hoch, dass oft direkt eine Revanche-Partie folgt.

Rom an einem Tag: Der gemeinsame Markt in der Erweiterung: Hier erhalten wir zusätzliche Plättchen und Gebäude.
Der gemeinsame Markt in der Erweiterung: Hier erhalten wir zusätzliche Plättchen und Gebäude.

Mein Fazit nach vielen Testrunden

Rom an einem Tag präsentiert sich als dynamisches Legespiel, das seine Stärke aus der geschickt implementierten „I-cut-you-choose“-Mechanik zieht. Diese sorgt in jeder der lediglich vier Runden für angenehmes Taktieren, da wir uns ständig fragen müssen, wie wir die Plättchengruppen so aufteilen, dass für uns am Ende das bestmögliche Ergebnis übrig bleibt. Dabei entsteht eine bemerkenswert hohe Interaktion, da man unweigerlich von den Entscheidungen und Bedürfnissen der direkten Tischnachbarn abhängt.

Seien wir ehrlich: Ohne diesen Kniff bliebe Rom an einem Tag ein Legespiel mit den typischen Wertungsmustern, die man schon aus etlichen Vorgängern kennt.

MIt oder ohne Erweiterung spielen? Während das Grundspiel als zugänglicher Familienspaß überzeugt, entfaltet das System erst durch die bereits im Karton enthaltene Erweiterung mehr Potenzial und bietet die notwendige Komplexität für anspruchsvollere Runden. Ohne diese Zusatzmodule könnte das Spielgefühl für erfahrene Vielspieler auf Dauer etwas zu repetitiv wirken.

Da fast alle Spielphasen gleichzeitig ablaufen, gibt es so gut wie keine Wartezeiten, was den Spielfluss beschleunigt und Rom an einem Tag zu einem idealen Kandidaten für den Start oder den Ausklang eines Spieleabends macht. Man sollte jedoch bedenken, dass der administrative Aufwand beim Aufbau im Vergleich zur recht kurzen Spieldauer spürbar ins Gewicht fällt – man verbringt mitunter fast so viel Zeit mit dem Vorbereiten der Komponenten wie mit dem eigentlichen Ausbau des Imperiums. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt zudem der beigelegte Wertungsblock, der für die Menge an zu erfassenden Daten viel zu klein geraten ist und auch optisch nicht mit dem restlichen Material mithalten kann. Dennoch bleibt das Spiel eine klare Empfehlung für alle, die eine schnelle, aber dennoch taktisch reizvolle Herausforderung suchen.

Pro & Contra Rom an einem Tag

Was mir gut gefällt:

  • I-cut-you-choose-Mechanik sorgt für spannende Auswahl in jeder Runde.
  • hohe Interaktion durch die direkte Abhängigkeit von den Nachbarn
  • enthält direkt eine Erweiterung, die den strategischen Anspruch deutlich hebt
  • sehr kurze Wartezeiten, da fast alle Phasen gleichzeitig abgehandelt werden.

Was ich weniger mag:

  • Grundspiel allein könnte für Vielspieler zu schnell repetitiv wirken
  • Verwaltungsaufwand für den Aufbau ist im Verhältnis zur kurzen Spieldauer recht hoch
  • Wertungsblock ist zu klein und optisch schlecht

Amazon-Link*

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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(Neu) Gespielte Spiele im April 2026

08. Mai 2026 um 08:47

Im April wurde gab es vier Spieleabende, sodass ich recht viel zum Spielen kam. Und natürlich waren auch ein paar Neuheiten darunter wie „Krakel Orakel“, „Medium“ und „Ierusalem: Anno Domini“. Aber auch alte Bekannte wie „Auf den Wegen von Darwin“, „7 Wonders“, „Pan Am“ und „Flossenschlag“ kamen auf den realen Tisch. Als Kinderspiel will ich „Käptn' Kuck“ erwähnen.

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Zoology

 



Monopoly, Catan, Tabu – die großen Spieleklassiker haben die Basis für viele moderne Hits gelegt und wurden zahlreich referenziert. Ein ‚Wer ist es?‘ fristet dagegen – zu unrecht, wie viele 90s Kids sagen werden – ein Schattendasein. Zoology ist ein familientaugliches Spiel, das diesem Fluch ein Ende bereiten will. Und das funktioniert ziemlich gut!


Zoology ist ein Deduktionsspiel von Jeffrey CCH für 2-6 Spieler*innen und dauert circa 15-30 Minuten.

[Spielmaterial: Designfragen und Überraschungen]


Das Cover gibt direkt Aufschluss über die Marketing-Idee hinter Zoology: Familien sollen adressiert werden, am besten sogar die Boomer und Millenials, die in der Retro-Optik warme Erinnerungen an Spieleabende in der eigenen Kindheit entdecken. Mit einem moderneren Gewand und einem anderen Zeichenstil hätte da sicher noch eine ganz andere Zielgruppe abgeholt werden können, aber gut.


Dafür findet ihr in der Packung sechs recht hochwertige Kartenhalter, viele Lupen (zum Durchgucken!) und insgesamt fünf Platten mit Tieren drauf. Außerdem gibt es Tierkarten und Fragekarten. Alles in einer guten Qualität. Schick!


[Spielablauf: Wer ist Star der nächsten RomCom?]

Wen mögen Menschen lieber – das Zebra oder das Nilpferd? Wer kann besser einen Baum hochklettern – ein Kaninchen oder ein Löwe? Und welches Tier wäre eigentlich der Protagonist im nächsten Hollywood-Film?

Derartige, teils angenehm absurde Fragen dürft ihr bei Zoology gemeinsam beantworten – als Antworten kommen aber nur die Tiere, die gerade am Tisch sitzen, infrage. Euer Ziel: Herausfinden, welches Tier auf der Karte vor euch abgebildet ist. 

Dafür erhalten alle Mitspielenden Fragekarten auf die Hand. Sind sie am Zug, wählen sie eine Frage aus – zum Beispiel ‚Wer hat den höchsten Körperfettanteil?‘ – und dann müssen alle Spielenden die Frage mit einem der anderen Tiere beantworten. Das Tier mit den meisten Stimmen erhält die Karte. Beispiel: Die Person, die das Nilpferd vor sich liegen hat, kann aus der Karte mit dem Körperfettanteil wiederum schonmal erkennen, dass es scheinbar mehr Körperfettanteil hat als der Hund und der Fuchs. 

So sammelt ihr reihum Hinweise zu eurem eigenen Tier, bis ihr raten dürft. Ihr habt so viele Rateversuche wie ihr Lupen habt (die sammelt ihr im Laufe des Spiels) und legt für jeden Rateversuch eure Lupe auf das Tier, das ihr vermutet. Heißt: So können die anderen Mitspielenden wiederum selbst Tiere für sich selbst ausschließen.

Errät eine Person das eigene Tier als erstes richtig, gibt es zwei Punkte – dann haben alle anderen noch Zeit, so oft zu raten, wie ihre Lupen ausreichen. Jede richtige Antwort gibt einen Punkt. Die Partie endet, sobald jemand fünf Punkte erhält.

[Fazit: Ab an das Tierlexikon]

Zugegeben: Die Idee hinter Zoology klingt erstmal banal und nach einem Kinderspiel. Lässt man sich aber dann doch aufs Spiel ein, fällt auf, dass es doch ziemlich unterhaltsam und alles andere als einfach sein kann. Dadurch dass die Redaktion ganz bewusst teils völlig absurde Fragen aufgenommen hat, kann das Raten zur Herausforderung werden.

Außerdem liegen im Spiel fünf Platten mit verschiedenen Tieren – im Basisspiel startet man nur mit einer Platte, ihr könnt mit allen gleichzeitig spielen! So könnt ihr natürlich noch weniger ausschließen und müsst viel mehr Potentiale mit einbeziehen.

Auch ohne Kids in der Runde haben wir einen Zoology einen tollen Absacker gefunden, der für sehr witzige Momente gesorgt hat und für alle Fans von Tierspielen nochmal einen neuen Twist beibringt. Der Deduktionsanteil ist klein, aber unterhaltsam und die Abstimmungen teils echt hanebüchen.

Kleiner Makel: Häufig hatten wir Runden, in dem einzelne Mitspielende keine einzige Karte erhalten haben, da ihr Tier zu keiner Frage so wirklich gepasst hat. Dadurch ist es der Person nahezu unmöglich richtig zu raten. Dafür bräuchte es irgendeinen Ausgleich, den wir bisher nicht gefunden haben. Aber: Als Absacker ist Zoology nicht nur für Familien ein toller Geheimtipp!

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Zoology von Jeffrey CCH
Erschienen bei ICE Makes
Für 2-6 Spielende in 15-30 Minuten ab 8 Jahren
Boardgamegeek-Link

sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier ICE Makes)

*es handelt sich um einen Affiliate-Link. Für Euch entstehen keine weiteren Kosten. Wir erhalten eine Provision.








Wo geht’s hier zum Ausgang?! – No. 63

07. Mai 2026 um 20:10

Spieleindrücke zu neuen Fällen der Reihen Exit-Das Spiel (Die letzte Vorstellung), Dark Cases (Feuerfest) und Magnificum (Das Familiengehimnis), sowie der neuen Spielidee Verbrechen von Nebenan.

Tags: #Dark Cases | #EMF | #Exit | #Magnificum | #Wo geht's hier zum Ausgang?

#359 – 19 spannende angekündigte Brettspiel Neuheiten | Abenteuer Brettspiele Podcast

Von: Peer
07. Mai 2026 um 07:00

#359 - 19 spannende angekündigte Brettspiel Neuheiten | Abenteuer Brettspiele PodcastIch habe in der letzten Zeit viele spannende deutschsprachige Neuheiten in diesem Jahr vorgestellt, aber natürlich gibt es auch viele weitere englischsprachige Ankündigungen.

Zudem kamen in den letzten Tagen auch noch ein paar sehr interessante New

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Carrom

Von: Markus
07. Mai 2026 um 00:07

Wer sich jetzt fragt, warum Carrom bei Brettspielen auftaucht, der muss weiterlesen oder hat es bisher nicht getan. In meinem Steckbrief unter jeder Rezension steht: „Carromspieler“. Und in meinen BG Stats stehen aktuell 333 Partien gegen meinen Carrom-Partner Alex zu Buche. Die Tatsache, dass für Carrom bei BGG genauso wie für Crokinole ein Eintrag vorhanden...

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Dark Cases - Feuerfest



Eine Leiche, eine ausgebrannte Scheune, daneben der ausgebrannte Wagen der Bügermeisterin und eben jene ist dazu auch noch verschwunden. Das Ganz dazu noch mitten im Wahlkampf um das BügermeisterInnen-Amt. Die Polizei von Hagenkirchen ist mit dem Fall komplett überfordert und so bittet uns Kommisar Rupprecht um Hilfe bei den Ermittlungen. Unser Spürsinn ist gefragt um den Fall aufzuklären und hoffentlich zudem  auch die Bürgermeisterin lebend wieder zu finden.

 


Bei Dark Cases - Feuerfest lassen uns die AutorInnen Mona Dengler und und Tobias Kühnlein in Beweisen wühlen und über diese diskutieren. 1-6 Ermittelnde ab 14 Jahren können sich bei Feuerfest kooperativ an die Lösung des Falles machen. Feuerfest ist bereits der zweite Fall des AutorInnen-Duos, welches im auf Krimistoff spezialisierten Gmeiner-Verlag erscheint.

 


Recht klassisch kommt das Krimispiel, wie viele Spiele dieses Genres, mit jede Menge Unterlagen einher, welche es zu sichten und auszuwerten gilt. Ungewöhnlich bei diesem Gmeiner-Produkt: Das Spiel kommt in einer Box, welche nur etwas größer als DinA5 ist und so finden sich die ganzen Poster, Blätter und Flyer in zumeist gefalteter Form in der Box wieder. Unter den Unterlagen ist so allerlei: Fotos, Landkarten, Briefe, Ermittlungsprotokolle, Fotos von Social-Media-Posts, Flyer und jede Menge mehr. All diese Unterlagen sind in ansehnlicher Qualität gestaltet und wirken stimmig sowie "echt". Im Vergleich zu Produkten anderer Verlage findet sich aber wirklich nur Material aus Papier in der Box - keine besonderen Gimmicks.

 


Neben den Information auf dem Papiermaterial arbeitet das Spiel auch mit multimedialen Inhalten. Man benötigt zum Spielen ein Telefon und die Möglichkeit im Internet zu surfen. Social-Media-Zugänge oder besondere Apps sind jedoch nicht von Nöten. Auf der Verlagsseite zu dem Spiel wird man mit Audiotracks auf den Fall eingestimmt und findet dort auch später andere hinterlegte Hinweise. Weiterhin kann man auf der Fallseite auch die Ermittlungen abschließen indem man Fragen zum Fall beantwortet. Mit vier zu klärenden Fragen startet man in den Fall. Die Spielregeln werden auf einem doppelseitigen Regelblatt erläutert. Man ist im Grunde in wenigen Minuten zum Lospielen bereit. Am Ende der Partie ermisst sich der Spielerfolg an Hand der benötigen Zeit und der Tipps, welche man im Spielverlauf genommen hat. Auch diese erhält man über die Webseite. Abgesehen davon, dass die zeitliche Komponente in die Bewertung des Spielergebnisses einfließt, hat man aber keinen Druck. Man könnte auch jederzeit pausieren und später weitermachen.

 


Zusätzlich zu den vorliegenden Unterlagen wird man im Laufe der Partie noch Webseiten herausfinden und ansurfen sowie Anrufe tätigen. Hier und auf den Webseiten begegnen einem dann Audioaufnahmen. Videos werden bei Feuerfest nicht eingesetzt, wie es auch keine Chatbots gibt. Im Vergleich zu Konkurenzprodukten ist Feuerfest damit eher ein wenig lo-fi unterwegs. Im Gegenzug muss man aber festhalten, dass dafür die eigensetzten Sprecher überzeugend sind und auch das genutzte Bildmaterial gut immersiv wirkt. Bei anderen Verlagen hat man hier schon deutlich lieblosere Gestaltung gesehen.

 


Die Schwierigkeit der Rätsel schätze ich persönlich eher als mittel ein. In zwei Stunden hat es bei uns ohne Hilfen geklappt. Die Anforderungen des Krimispiels ergeben sich beim Rätseln größtenteils daraus Informationen zusammenzutragen, miteinander abzugleichen und zu kombinieren, so dass sich dann ein Gesamtbild ergibt. Code-Knacken oder Ähnliches steht eher nicht im Raum. Die einzugebenen Codes und Passwörter müssen eher gefunden werden. Dechiffriert werden muss nichts. Den größten Teil der Ermittlung bringt man damit zu herauszufinden, wo sich die verschiedenen Verdächtigen aufgehalten haben. Hierbei sind Telefonnummern mit Mobilfunkzellen abzugleichen und in Bezug zu Informationen über die Verdächtigen zu setzen. Eher ein zeitaufwändiges Arbeitsrätsel. Man weiß was man zu tun hat und wie man zur Lösung kommt. Man nuss halt jede Menge Effort reinstecken um zum Ergebnis zu kommen. Von solchen Sachen bin ich persönlich kein so großer Fan. Von der Storyline her, erschließt es sich mir auch nicht so ganz, warum die Polizei mühsam die Besitzer von Telefonnummern errätseln muss. Das sollte in Realität wohl einfacher zu klären sein!

 


Aber sei es drum. Insgesamt habe ich Feuerfest als sehr stimmiges und rundes Krimispiel erlebt. Die Story ist insgesamt gut nachvollziehbar. Das Material ist ansprechend. Es erschließt sich warum das Geschehen so abgelaufen ist, wie wir es am Ende ermittelt haben werden. Weiterhin kommt das Spiel auch zu einem sehr fairen Preis in den Handel. Mit etwa 18€ liegt der Preis deutlich unter dem was für Konkurrenzprodukte aufrufen wird. Sehr erfreulich auch. Das Material nimmt beim Spielen keine Schaden. Auch wenn man Feuerfest selbst nur einmal spielen kann, so kann es danach doch noch gut an Freunde weiterreichen. Feuerfest ist kein Titel mit großen technischen Spielereien dabei. Aber man merkt, dass die AutorInnen Wert auf die Ausarbeitung der Geschichte gelegt haben sowie viel Mühe in die Gestaltung des Materials gesteckt wurde. So sind auch einige der Beilagen gar nicht für die Lösung des Falles relevant, sondern einfach nur für die Stimmung und das Ablenken da. Auch das sieht man in dieser Form selten. Ich persönlich hatte Freude daran den Fall zu lösen und freue mich schon auf den nächsten Dark Case aus dem Hause Gemeiner. 

 

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Dark Cases - Feuerfest

AutorInnen: Tobias Kühnlein und Mona Dengler

Erschienen bei Gmeiner

Für 1-6 Spieler*innen ab 14 Jahren.

Spieldauer etwa 90-150 Minuten



Sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (Gmeiner)












331 Brettspielradio – Auf ein Wort 59 – App

05. Mai 2026 um 08:00
Logo-Auf ein WortShownotes Auf ein Wort - Zwei Mal im Monat fordern sich Georgios Panagiotidis und Peer Sylvester gegenseitig auf Stellung zu beziehen. Ein Begriff aus dem Brettspielbereich, ein Name oder auch nur eine Idee wird im Gespräch durchleuchtet, kommentiert und in Frage gestellt. Mal mehr und mal weniger ernsthaft.

Arkham Horror - Das Kartenspiel (2026)

Verlag: Fantasy Flight Games / Asmodee

Autor: Nate French / MJ Newman zusammen mit Josiah „Duke“ Harrist / Nicholas Kory

Spieleranzahl: 1 – 4

Alter: ab 14 Jahren

Spieldauer: ca. 45 Minuten pro Spieler

 

 

Einleitung:

 

Seit 2016 erfreut sich das Arkham Horror Kartenspiel ungebrochener Beliebtheit und wartete schon mit unzähligen Kampagnenerweiterungen auf. Nun beginnt ein neues Kapitel. Die dritte Edition startet eine komplett neue Geschichte, die durch kommende Erweiterungen fortgeschrieben wird. Die Mechaniken und grundsätzlichen Abläufe haben sich jedoch nicht verändert. Nach wie vor bekämpfen 1-4 wagemutige Ermittler böse Mächte und Diener des uralten Cthulhu-Mythos, der in den 1920er Jahren von H.P. Lovecraft ins Leben gerufen wurde.

 

Ablauf:

 

Vor dem Start der neuen Kampagne Bruderschaft der Asche wählt jeder Spieler einen Ermittler und nimmt sich das entsprechende Ermittler-Kartendeck. Anschließend einigt sich das Team auf einen Ermittlungsleiter. Nun werden alle benötigten Marker bereitgelegt und der Chaosbeutel zusammengestellt. Jeder Spieler hat zu Beginn des Spiels fünf Ressourcen zur Verfügung und zieht fünf Karten auf seine Hand.

 

Jetzt wird das Szenario vorbereitet. Hierzu werden alle benötigten Szenariokarten bzw. das Begegnungsset herausgesucht. Das Agendadeck wird erstellt und die Szenarioeinleitung vorgelesen.

 

Der Rundenablauf von Arkham Horror – Das Kartenspiel ist in vier Phasen unterteilt. Mythosphase, Ermittlungsphase, Gegnerphase und Unterhaltsphase. In der Mythosphase wird als erstes ein Verderbensmarker auf die aktuelle Agendakarte platziert. Ab einer gewissen Menge von ausliegenden Markern schreitet die Agenda bzw. die Geschichte voran. In diesem Fall wird die Agendakarte umgedreht und die Anweisungen auf der Rückseite vorgelesen. Unabhängig von einem eventuellen Fortschreiten zieht jeder Spieler eine Begegnungskarte und handelt sie ab (Verrat oder Gegnererscheinung). In der darauf folgenden Ermittlungsphase stehen den Spielern jeweils drei Aktionen zur Verfügung. Aktionen sind beispielsweise Bewegung, Karte ziehen, Karte von der Hand ausspielen, Kämpfen usw. Durch eine Ermittlungsaktion können Hinweise entdeckt werden. Die Abgabe von Hinweisen bringt wiederum die Handlung voran und führt die Ermittler näher an ihr Szenarioziel. Viele Aktionen erfordern zunächst das Durchführen von Fertigkeitsproben.

 

In der Gegnerphase bewegen sich ggf. die Feinde und greifen die Ermittler an. Sobald ein Ermittler maximalen Schaden oder maximalen Horror erlitten hat ist er besiegt. Der Spieler darf jedoch mit einem neuen Ermittler weiterspielen. In der Unterhaltsphase werden alle erschöpften Karten wieder spielbereit gemacht und jeder Spieler erhält eine Ressource und darf seine Karte von seinem Deck nachziehen.

 

Im Laufe des Spiels schreitet die Agenda/Story unaufhaltsam weiter bis die Spieler das Ende es Szenarios erreicht haben. Unabhängig vom Ausgang geht die Kampagne weiter bis das Ende des letzten Szenarios erreicht ist. Der Kampagnenleitfaden beschreibt dem Team dann den endgültigen Ausgang der Geschichte.

 

Meinung:

 

Zu Beginn dieses Meinungsblocks möchte ich darauf hinweisen, dass die Ablaufbeschreibung nur die grundlegendsten Elemente beschreibt und nicht mal ansatzweise in die Tiefe geht. Das liegt ganz einfach daran, dass Arkham Horror – Das Kartenspiel eine lupenreine Expertenveröffentlichung mit etlichen Feinheiten ist. Das sieht man schon an der Spielanleitung, die stolze 48 Seiten umfasst. Hinzu kommt der Kampagnenleitfaden mit 16 Seiten. Eine Beschreibung mit allen Details würde schlichtweg den Rahmen dieser Rezension sprengen, die sich im Übrigen primär an Neueinsteiger richtet. Nichtsdestotrotz gibt es im Laufe dieses Blocks auch ein paar Hinweise an erfahrene Arkham-Kartenspieler.

 

Das Arkham Horror Kartenspiel ist kein Spiel für jedermann. Für die „richtige Zielgruppe“ ist es wohl sowas wie der Heilige Gral während es für die falsche Zielgruppe viel zu schwer und viel zu kompliziert ist. Ich selbst kenne die beiden Vorgängerversionen dieses Spiels nicht und muss mich auf die Aussagen erfahrender Arkham-Spieler verlassen, die ich nach dem Durchspielen der Kampagne interviewt habe. Und dabei kamen durchaus interessante Erkenntnisse heraus. Fast alle Veteranen waren der Meinung, dass Arkham Horror – Das Kartenspiel langfristig anzusehen ist. Also durchaus zukunftsgerichtet auf die kommenden Erweiterungen bzw. Kampagnen. Ein Kernpunkt der Aussagen war, dass die Spieler konstant an ihren Charakteren und deren Ermittlungsdecks tüfteln sollten. Das macht einen Großteil des Spielspaßes aus und sorgt für großen Wiederspielreiz. Außerdem sollten Arkham-Spieler eine große Frust-Toleranz mitbringen. Das kann ich voll und ganz bestätigen, denn das Arkham Horror Kartenspiel ist hart und schwer zu gewinnen. Bereits beim normalen Schwierigkeitsgrad kriegt man oftmals viele Schläge „in die Fresse“ während positive Erfahrungen eher selten sind. Aber auch das wurde von den Veteranen gelobt. Fans des Spiels wollen diese Härte und diesen Schwierigkeitsgrad. Mit persönlich gefällt in diesem Zusammenhang, dass eine Kampagne trotz Rückschlägen und Aufgaben immer weitergeht, wenn auch mit Mali.

 

Als Neuling fand ich die Spielanleitung hervorragend geschrieben. Aber da Arkham Horror ein komplexes Spiel ist muss man halt viel lesen … das bedingt sich nun mal. Optisch ist Arkham Horror echt klasse. Das ist auch bei den Brettspielen der Fall, und diese kenne ich sehr gut (und liebe sie). Das Arkham-Universum hat einen ganz eigenen Stil und dieser gefällt mir persönlich ausgesprochen gut.

 

Kommen wir nun zu den Hinweisen an die Besitzer der älteren Ausgaben. Das neue Arkham Horror ist kompatibel mit den vorangegangen Veröffentlichungen aber die meisten Fans sind sich einig, dass man das neue Grundspiel am besten als Neustart ansehen sollte und auf die angekündigten Erweiterungen warten sollte. Ein bisschen enttäuscht waren viele Fans jedoch von der Mechanik des neuen Grundspiels. Die Kampagne ähnelt der Vorgänger-Kampagne frappierend und ist lediglich mit einem neuen Setting (Story-Rahmen) ausgestattet. Diesbezüglich hätten sich die Altfans mehr Neuerungen und mehr Abwechslung gewünscht.

 

Fazit:

 

Als Fazit lässt sich bilanzieren, dass Arkham Horror – Das Kartenspiel eine hervorragende und empfehlenswerte Veröffentlichung ist wenn man Freude an den genannten Spielaspekten hat. Es hat schon seinen Grund wenn sich ein Spiel jahrelang hält, und in Hinblick auf die kommenden Erweiterungen wird sich an dieser Beliebtheit wohl auch nichts ändern.

Take Time: Mehr als ein Fest und eine Falle für Alphaspieler?

Von: ravn
04. Mai 2026 um 19:13

Das kooperative Kartenablege-Spiel aus dem Hause Libellud wird seit Monaten als mächtiger Spiel des Jahres Kandidat gehandelt. Ich selbst habe den Titel auf der letztjährigen SPIEL in Essen verpasst, danach war der ausverkauft und nun hatte ich auf dem SpieleWahnsinn in Herne endlich die Anspielchance. Denn einen Blindkauf in diesem doch speziellen Genre wollte ich dann doch nicht wagen. Leider bin ich fast so ratlos wie zuvor.

Meine Ausgangsfragen sind eigentlich ganz einfach: Taugt Take Time als Spiel für meine diversen Spielrunden? Macht es gemeinsam Spaß, sodass es wiederholt auf den Tisch kommt? Kann ich es mit unterschiedlichen Mitspielern weiterspielen oder benötige ich doch eher eine feste Gruppe, die sich den aufsteigenden Herausforderungen stellt? Finden Neueinsteiger auch in komplexeren Aufgaben ins Spiel, ohne dabei zum Bremsklotz oder gar Sündenbock zu werden? Meine Erstpartie auf dem SpieleWahnsinn 2026 in Herne sollte mir die Antworten dazu liefern. Der Spieleinstieg war denkbar einfach, weil bestens durch unsere Erklärerin vor Ort vermittelt und hier per Audio-Mitschritt festgehalten:

Die allererste von 40 Aufgaben der der Autoren Alexi Piovesan und Julien Prothièreaus lag vor uns aus. Zukunftsmusik waren hingegen die restlichen 39 Herausforderungen, die aufgeteilt in zehn Kapiteln, jeweils einen neuen Umschlag mit geheimnisvollem Inhalt mitbringen. Und ganz am Ende winkt noch ein „Zeitsprung“-Bonusumschlag, der das Spielgeschehen verlängern soll. Aber wir hatten erstmal genug mit Aufgabe 1 zu tun. Mal eben die zwölf verteilten Karten rund um die Uhr auslegen, sodass am Ende aufsteigende Zahlenwerte dort stehen und zwei kleine Sonderregeln beachtet sind, das sollte doch ein Kinderspiel werden. So dachten wir hochmütig. In der Auflösungsphase kam nach der zweiten aufgedeckten Karte schon die gemeinsame Niederlage für uns. Also doch nicht so einfach und deshalb gleich noch mal probiert. Diesmal klappte es besser und ich zumindest fühlte durchaus den Nervenkitzel, verdeckte Karten abzulegen, ohne sich in dieser Phase gegenseitig absprechen zu können.

Es geht also um Vertrauen untereinander und das Vertrauen darauf, dass jeder von uns weiß, was er zu tun und zu unterlassen hat. Dazu gibt es extra eine taktische Vorbesprechung, nachdem verdeckt zwölf Karten unter uns ausgeteilt worden sind. Blöd, dass die Hälfte des Kartenstapels beiseite gelegt wird und wir mal so gar keine Ahnung haben, welche Zahlenverteilung wir bei uns und bei unseren Mitspielern vorfinden werden. Einzig wissen wir anhand der Kartenrückseite, ob wir schwarze oder weiße Karten bekommen haben. Bei drei weißen Karten in unserer entspannten Viererrunde war mir somit klar, dass ich zwingend drei unterschiedliche Werte haben werde. Hilft das? Keine Ahnung, aber wir haben zumindest in Herausforderung 1 noch beliebig Zeit, das gemeinsam zu diskutieren. Und genau da sind wir eventuell bei dem Knackpunkt des ganzen Spiels angekommen.

Denn diese taktische Vorbesprechung zu Beginn einer Herausforderung entlarvt Mitspieler, die gerne den Takt vorgeben oder schlicht gemeinsame Pläne entwickeln. Eigentlich sollte an diesem Punkt des Spiels eine Diskussion entstehen, wie die kommende Aufgabe bewältigt werden könnte. Schließlich wollen wir kooperativ gewinnen und da ist der beste Plan, der von allen bevorzugte Plan. Aber wer sich überhaupt und wie intensiv daran beteiligen mag, liegt an den Mitspielenden selbst. Alphaspieler wird hierbei Tür und Tor geöffnet, sofern die späteren Herausforderungen die Planungsphase nicht weiter einschränken. Wer sich als Ideengeber oder nur Befehlsempfänger versteht, muss die Spielrunde unter sich ausmachen. Manch einem liegt die eine oder die andere Rolle auch mehr. Solange sich alle damit zurechtfinden können, ist doch alles gut. Und wenn nicht, liegt es dann an dem Spiel mit seinem kooperativen Charakter oder an Einzelnen, die kooperieren mit bestimmen verwechseln?

Somit steht und fällt Take Time mit der Spielrunde. Haben alle am Tisch den gleichen Ehrgeiz, sich in die Herausforderung reinzudenken? Ein einziger Spieler reicht aus, der das alles nicht recht verstanden hat oder auch nur weniger Lust verspürt, mitzuplanen und im späteren Ausspielen auch mitzudenken, um die Herausforderung für alle scheitern zu lassen. Spielrunden, die hier Schuldzuweisungen verteilen, sind wohl ebenso die falsche Zielgruppe wie solche, die sich nur Schulter zuckend anschauen und den eigentlichen Spielreiz in Take Time nicht sehen.

Wir in unserer Viererrunde hatten im zweiten Anlauf diese allererste und einfachste Aufgabe gelöst. Ich fand das durchaus spannend, schloss mich in unserer Nachbesprechung aber der Mehrheitsmeinung an, dass im direkten Vergleich Bomb Busters doch besser und gehaltvoller wäre. Den potenziellen Kauf hatte ich zu dem Zeitpunkt abgeschrieben. Nur wollte mich Take Time in den kommenden Stunden nicht so recht loslassen. Da hat irgendwas an meinem Spielernerv genagt, der mir zuflüsterte, dass dieses kooperative Kartenablege-Spiel noch mindestens eine weitere Chance verdient hätte. Und genau deshalb bin ich nun auf der Suche nach dem besten Angebot für Take Time, obwohl vorab so vieles dagegen sprach. Spricht das doch für einen potenziellen Spiel des Jahres Kandidaten?

THE ROYAL SOCIETY OF ARCHEOLOGY - Prototypenerfahrung

04. Mai 2026 um 09:40

Im frühen 20. Jahrhundert konnten Forschende noch echte Entdecker sein. Fernab digitaler Medien reisten sie als „Langstrecken-Abenteurer“ herum und buddelten – wenn nicht die Bundeslade – dann zumindest wertvolle Relikte aus der Erde. Bestes thematisches Material für ein ambitioniertes Brettspielprojekt. Seit 2016 werkelt der französische Autor ERIC JUMEL an seinem Opus Magnum. Schade…

Quelle

Top 10 Star Wars Brettspiele und Kartenspiele

Von: Peer
04. Mai 2026 um 08:00

Top 10 Star Wars Brettspiele und KartenspieleEine der größten Franchises ist sicher Star Wars und es gibt Millionen Fans weltweit. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Star Wars Brettspiele und Kartenspiele erschienen sind. Meine Top 10 Star Wars Spiele stelle ich heute passend zum Star Wars Tag (May the 4th) vor. Dabei erfahrt ihr, welche Star Wars Brettspiele mir am […]

Der Beitrag Top 10 Star Wars Brettspiele und Kartenspiele erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

Irrlichter

04. Mai 2026 um 00:59

Bei dem Sammeltitel Irrlichter für die vier Micro-Games von Nice Game Publishing muss ich jetzt den Metapher-Einstieg wählen. Kommen wir hier etwa von der Straße des Spielsspaßes ab und verirren uns in analogen Einöden? Gerade aufgrund der wirklich kompakten Ausmaße eignen sich alle vier Titel natürlich als Reisespiel. Aber will man da „Irrlichten“? Die Optik...

Der Beitrag Irrlichter erschien zuerst auf Brett und Pad.

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