02.12.2025 - Am 24. April öffnet auf dem Gelände der Messe Dortmund die SPIEL DOCH! in Dortmund zum mittlerweile siebten Mal ihre Pforten. Drei Tage lang heißt es dann wieder: Spielen was das Zeug hält!
Dieses Jahr nutzen wir erstmals die ganze Halle 4, um all die vielen kleinen und großen Aussteller, die das ganze Spektrum der Brett- und Kartenspielwelt abbilden werden, auch unterzubringen. Und da unsere Standflächen bereits nahezu ausverkauft sind, kann man sich auf viele altbekannte, aber auch einige neue Aussteller freuen, deren zahlreiche Neuheiten auf der SPIEL DOCH! zum ersten Mal öffentlich gespielt werden können!
Kein schöner Start eines Artikels, wenn man mit einem Disclaimer beginnt, aber: Ich habe Vantage trotz Titelbild tatsächlich nicht gespielt. Das wäre blöd, wenn ich eine Rezension schreiben würde, aber zum Glück schreibe ich keine Rezension, sondern einen Blogartikel. Und für den hat Vantage (und die Berichterstattung darüber) den Anstoß gegeben. Vantage ist ein “Multiplayer […]
Es gibt Spiele, die haben einfach einen
kleinen, aber feinen Dreh. Verso (Alexis Allard & Joan Dufour / Strohmann
Games) gehört genau in diese Kategorie. Eine Karte umdrehen und schon ändert
sich nicht nur die eigene Auslage. Nein, auch die Pläne der Mitspielenden
geraten schnell ins Wanken.
Nur ein paar Karten
Ein Stapel aus Karten, jeweils mit einer
von 3 unterschiedlichen Farben auf Vorder- und Rückseite, Zahlenwerten von 1 bis 6 und Siegpunkten. Viel
mehr braucht es nicht. Im eigenen Zug wandert die oberste Karte in die eigene
Auslage. Bin ich mit der offenen Seite zufrieden, nutze ich diese. Oder aber
ich wende die Karte und spiele damit auf Risiko. Gänzlich zufällig ist das
Resultat allerdings nicht. Die Rückseite zeigt stets eine andere Farbe und eine
benachbarte Zahl. Das ist insbesondere wichtig, weil ich keine 2 gleichen
Karten in meiner Auslage haben darf. Ziehe ich eine Doppelte, wandert diese auf
den Ablagestapel und der Zug ist verschwendet.
Zeit, an Punkte zu denken
Über Kurz oder Lang ist meine Auslage zu
groß, passende Karten werden zunehmend unwahrscheinlicher. Zeit also, an Punkte
zu denken. Anstatt eine weitere Karte zu ziehen, kann ich eine der farbigen
Zahlenfolgen werten. Das bringt Punkte, allerdings muss ich zwei der genutzten
Karten abwerfen. Da lange Reihen zudem mehr Punkte versprechen, ist an dieser
Stelle das Timing entscheidend. Zumal das Werten einen weiteren Effekt hat.
Denn meine Sitznachbarn müssen sofort ihre höchste Karte dieser Farbe umdrehen,
was ihre Pläne gerne mal zerlegt. Und wem es gelingt, drei Reihen in drei
Farben komplett auszufüllen, der bekommt ebenfalls ein paar Punkte. Ist der
Nachziehstapel leer, zeigt sich, wer am cleversten gedreht, gesammelt und im
richtigen Moment gepunktet hat.
Fazit
Verso ist eines dieser Spiele, bei denen
die Regeln kaum Raum einnehmen, die Gedanken aber plötzlich um jede kleine
Entscheidung kreisen. Das ständige Abwägen zwischen Sicherheit oder Risiko, das
richtige Timing beim Werten und die Beobachtung der Mitspielenden erzeugen ein ruhige,
aber dauerhafte Spannung. Dabei mischt sich Taktik immer wieder mit einer guten
Portion Glück: Welche Karte gezogen wird, ob die Rückseite gerade passt, und ob
eine Farbfolge entsteht, hängt wesentlich auch vom Zufall ab. Das kann durchaus
zu Frustration am Tisch führen, wenn einfach gar nichts passen will. Gleichzeitig macht genau dieser Zufall das
Spiel aber auch lebendig und verhindert, dass es sich zu verkopft anfühlt.
Gleiches gilt für die zwar überschaubare, aber alles andere als unbedeutende
Interaktion. Frust und Schadenfreue liegen hier eng beieinander und schlussendlich
hebt genau diese Mischung Verso aus der Masse ähnlicher Spiele hervor.
Lese Zeit: 10MinutenKampagnenspiel, 1-4 Spieler, ca. 90 Minuten pro Session, ab 12 Jahren Designer: Marcin Welnicki, Into the Unknown, 2022 Die riesige Box, die insgesamt drei Zyklen (aufeinander folgende Spiel-Kampagnen) enthält, habe ich vor zwei Jahren auf der Messe in Essen für […]
Von Spielzügen und Suppenkellen – wie man die Demokratie spielerisch schmackhaft macht.
Jan-Dirk Steffens
Ich fange diese Kolumne gleich mal mit einem unpopulären Downer an: Die Demokratie ist in Gefahr. Und das immer wieder. Denn Obacht: Demokratie ist keine Option, die einfach so da ist, keine natürliche Tatsache. Demokratie muss gelebt, gelehrt und gefördert sowie von den jeweiligen Generationen immer wieder neu errungen werden. In Haltung und Sprache. In öffentlichen Diskursen. Und schließlich auch am heimischen Spieltisch. Doch wie genau sollen uns die bunten Schachteln, bedruckte Pappe und Holzklötzchen helfen, die Ausgestaltung der Demokratie zu leben und zu üben? Hier sind einige Gedanken zum Gelingen.
Der Spieltrieb. Ein Motor, der unsere Entwicklung zum Homo sapiens erst so richtig ermöglichte. Schon Huizinga setzte in seinem anthropologischen Erklärungsmodell das Spiel in das Zentrum des menschlichen Seins. Das ist nun sehr kurz gefasst, aber ausgehend von diesem Kerngedanken schauen wir uns mal an, wie unser liebstes Hobby die Demokratie fördern, ja sogar beflügeln kann.
Zunächst gilt es zu schauen, welche Kompetenzen wir denn brauchen, damit uns das köstliche Gericht der Demokratie gelingt – und hiermit willkommen im Beeple-Kochstudio. Man nehme ein großes Stück Sozialkompetenz, teile dies in Konfliktmanagement, Selbstwirksamkeit und Kooperations- sowie Kommunikationsfähigkeit. Da sich demokratische Systeme stets durch Gleichachtung und Wertschätzung auszeichnen, schmecken wir diesen Brocken noch mit Toleranz und Gleichheit ab. Denn: Am Spieltisch sind, je nach gewähltem Spiel, alle Spieler*innen gleich. Spielen ist auch immer ein In-Kontakt-bleiben, eine Interaktion, in der es gilt, den bitteren Beigeschmack der Frustration auszuhalten, ja, gar auch mal zu unterliegen.
Wie gehen wir mit Niederlagen um?
Und hier kommen wir zu einer Geheimzutat, die das Spielen und etwaige zunächst negativ konnotierte Themenbereiche entkräften kann. Stichwort: Fehlerkultur. Wie gehen wir mit unseren Niederlagen um? Gehen wir in die Emotion und verlieren uns in heillosem Durcheinander? Das macht das Gericht sauer, das wollen wir nicht. Oder ist jemand anderes schuld an der persönlichen spielerischen Schlappe? Wohl kaum, denn auch Schuldzuweisungen verderben das Gericht.
Viel spannender (und zuweilen konstruktiver) kann hier eine Analyse sein, ein „Was wäre, wenn …“. Eine gemeinsame Evaluierung der Spielzüge in einer harmonischen Melange eines Wir-Gefühls, das am Spieltisch entsteht. Eine Immersion der Zusammengehörigkeit, die unser soziales Wesen auf mehreren Ebenen anspricht. Und nicht zuletzt auch die Tatsache, einfach einen schönen Abend mit netten Menschen verbracht zu haben. Und das Spiel spricht dabei sämtliche Bereiche an: Ich bin selbstwirksam, wenn ich eigene Entscheidungen im Spiel treffen kann. Ich kommuniziere mit meinen Mitmenschen auf verschiedenste Art und Weise. Das Spektrum geht hier vom (un-)sinnigsten Trashtalk bis hin zu höchst anspruchsvollen Regeldiskussionen. Das schmeckt nicht nur dem Sozialwesen, sondern auch der Frucht der Personalkompetenz. Was da für Hormone ausgeschüttet werden – je nachdem, ob man gewinnt oder verliert: Adrenalin (beim Nervenkitzel und Mitfiebern), Dopamin und/oder Serotonin (beim Gewinnen oder anderen positiven Ereignissen) sorgen nicht nur für eine Achterbahnfahrt der Gefühle, Serotonin wirkt auch entspannend und motivierend. Und das alles im geschützten Rahmen des Spiels. Das alles in einer Runde, in der Einigkeit herrscht über das, was auf dem Tisch passiert. Und so manches Mal, wenn einem eine Regel nicht schmeckt, wird gemeinsam eine Hausregel entworfen. Ganz partizipativ. Miteinander. Um den Spielspaß zu erhalten. Das alles ist Demokratie, das alles sind Kompetenzen, die „mal eben so“ an den Spieltischen dieser Welt gefördert und gefordert werden.
Geschichte verstehen
Und dann gibt es noch diese Spiele, die Sachkompetenzen vermitteln. Spiele wie Dindex, Weimar oder Friedrich Ebert, die ihren Fokus auf historische Ereignisse und/oder demokratische Prozesse und die Förderung politisch-analytischer Kompetenzen legen. Die klar aufzeigen, was passieren kann. Was bereits passiert ist. Und was wir dafür/dagegen tun können. Somit lernen wir. Wieder. In einem geschützten Rahmen. Wir nehmen Positionen ein, um zu verstehen, wir agieren anders, als wir es im Alltag tun würden. Um zu verstehen. Und all dies wieder – in einem geschützten Rahmen.
Das Spiel gilt zurecht als immaterielles Kulturerbe, schafft es doch unter anderem, die Menschen auf unterschiedlichen Ebenen zu verbinden. Und nicht zuletzt, und damit kommen wir langsam zur Quintessenz dieser Kolumne, ist da, wo Menschen spielen, ein (zumeist) friedliches Miteinander. Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Darum ist es wichtig, diese bunten Schachteln mit dem bedruckten Papier und den Holzklötzchen auch weiterhin zur Förderung demokratischer Prozesse zu nutzen. Dann schmeckt auch die Zukunft. Wieder. Guten Appetit.
Björn nutzt ab und zu aus, dass ich Regeln gerne lese und bringt mir mittlerweile Spiel und Regeln vorbei, um ein Stück Pile of Shame loszuwerden. Als er mir Men Nefer von Pegasus Spiele mitbrachte, war ich erst enttäuscht. Ein Arnak Abklatsch mit Ägypten-Setting? Beim Aufschlagen des Regelheftes wurde ich überrascht. Moment, ist das ein echtes Setting? Heute wird die Ruinenstadt Memphis genannt – altägyptisch tatsächlich Men Nefer. Es gibt zwar keine gesicherten Quellen, aber es wird erwähnt, dass – der ebenso umstrittene Pharao – Menes die Stadt gegründet hat. Wie auch immer es gibt auf jeden Fall die Ruinen und den Stadtnamen. Beim Recherchieren bin ich dann auch auf andere – für mich – interessante Neuigkeiten gestossen: die Menschen am Nil haben die Jahreszeiten in drei Ereignisse unterteilt: Die Überschwemmungszeit (Achet), die Aussaat (Peret) und die Erntezeit (Schemu). Genau in diese drei Phasen ist auch das Spiel eingeteilt.
Der besondere Reiz liegt für mich also in der thematischen Umsetzung und den historischen Hintergründe. Dann soll es ein Expertenspiel für ca. 90 Minuten sein. Naja…die Zeiteingabe kennen wir ja schon.
Eindruck von der Bühne
Auf der Brettern der Welt präsentiert, muss sich das Spiel nun beweisen. Ich muss sagen es gibt einige Dinge, die mich richtig angefixt haben. Zum einen finde ich es thematisch schon mal richtig gut, dass die Jahreszeiten die Rundenstruktur darstellen. Auch die Aktionen sind so richtig gut. Mit der einen Aktion kann ich von meinem Tableau einen der Arbeiter auf dem zentralen Board platzieren. An der Stelle, wo der Arbeiter war gibt es noch ein Aktionsplättchen, dass ich ausspielen darf und dann ablege. Mit einer weiteren Aktion verschiebe ich den auf dem zentralen Board platzierten Arbeiter, dadurch bekomme ich im Laufe des Spieles immer besser und/oder vielseitigere Aktionen. Mit der letzten Aktion hole ich mir wieder ein Aktionsplättchen für die nächste Runde zurück. Ich liebe dieses Vorausplanen, sich untereinander hochschaukelnde Aktionen.
Auch die Einstiegshürde in Bezug auf Regelerklärung ist schnell gemacht. Einzig der Aufbau dauert etwas länger wegen der vielen kleinen Elemente.
Und wie auf der Schachtel versprochen, erlebt man – zumindest im Spiel zu zweit – in 90 Minuten ein ziemlich gut verzahntes Expertenspiel. Das ist grandios. Das Ende ist übrigens hart auf Basis der Rundenzahl beschnitten. Also keine weitere Dynamik.
Wo gute Riffs sind, fallen auch schräge Noten. Was meine Euphorie etwas gebremst hat, war ein Spiel-Element: der Pyramidenbau. Irgendwie auch logisch, dass der wichtig ist, aber die geben je weiter man vorrückt explorative Punkte. Erstaunlicherweise, ist dies relativ leicht und ohne viel Tara durchzuführen. Bei allen anderen Aktionen wie Mumien, Priester, Sphinx platzieren oder Göttergefälligkeiten erfüllen, ist meist immer viel mehr an Vorbereitung notwendig. In der Partie mit Björn, der sich primär auf die Pyramiden gestürzt hat, hat er auch Pyramidenhoch gewonnen. Hat mich etwas enttäuscht. Das einzige Element, dass den Pyramidenbau eindämmt, sind übrigens die richtigen Aktionsplättchen zu bekommen. Damit wird es dann noch mehr zur Lotterie, wenn ihr eine Person sich die Plättchen vor den anderen schnappt.
Groupie auf Tour
Was bleibt für mich hängen? Ich will es unbedingt noch einmal spielen. Hätte Björn es nicht im Besitz, wäre ich wahrscheinlich schon längst in den Kaufrausch abgedriftet, um weitere Grabbeigaben in Form von Brettspielen zu sammeln.
Bei der nächsten Partie würde ich noch einmal darauf achten, um man wirklich mit der Konzentration des Pyramidenbaus am Ehesten durchrauscht. Persönlich fände ich das dann sehr schade. Zum einen, weil es dann trotz der vielen Angebote Punkte zu erlangen, doch nur einen Fokus gibt und zum anderen, weil es eigentlich die langweiligste Aktion ist.
Also braucht es auch noch eine dritte (oder vierte …) Runde, um dann noch herauszufinden, wie man sonst noch gut Punkte scheffeln kann. Mal sehen, wann ich es wieder spielen werde. Björn?
Ach ja … wäre natürlich auch hinsichtlich Zeitaspekt, aber auch Variabilität in der Siegpunkt-Steuerung interessant, mit mehreren Spielenden nach Memphis auf Tour zu gehen.
Kurzfazit: Könnte ich mir gut vorstellen in der eigenen Sammlung zu haben.
Björns Meinung
Zu meiner Verteidigung möchte ich vorweg sagen, dass Horst einfach ein Phänomen ist, wenn es um das Erklären von Regeln geht. Man hört ihm einfach gerne zu, und das will bei Regelwerken schon was heißen. Also an dieser Stelle vielen Dank dafür.
Aber zurück zum Spiel: Unsere erste Runde war richtig stark, und man hat sofort gemerkt, wie viel Potenzial in dem Titel steckt. Das Planen und Ausführen der Aktionen macht einfach Spaß und fühlt sich wunderbar thematisch an, als würde man tatsächlich mit Hammer und Meißel an den Monumenten der Geschichte werkeln.
In meiner zweiten Partie lief’s dann fast schon zu gut. Wieder habe ich mit dem Bau der Pyramiden einen wahren Punkteturm errichtet und das so überzeugend, dass man fast meinen könnte, die Götter selbst hätten mir den Bauplan zugeflüstert. Das Ganze wirkt momentan schon ziemlich mächtig, denn die Pyramiden scheinen nicht nur Steine, sondern auch ordentlich Siegpunkte zu stapeln. Trotzdem war es ein knappes Rennen, denn die Mitspielerin, die sich dem Beten und Opfern im Tempel verschrieben hatte, hatte sogar nochmal 2 Punkte Vorsprung.
Auch wenn ich dachte das Pyramidenbauen ist extrem mächtig, fühlte es sich doch wunderbar ausbalanciert an. Niemand hatte das Gefühl, chancenlos zu sein, und alle am Tisch hatten sichtlich Spaß.
Ich denke, Spezialisierung ist hier der Schlüssel. Mit den wenigen Aktionen pro Runde sollte man sich lieber auf einen Bereich konzentrieren, statt überall ein bisschen mitzuspielen. Ich bleibe jedenfalls beim Bauen – das scheint mein Ding zu sein.
Unterm Strich bin ich mir sicher: Der Titel bleibt in meiner Sammlung. Ich errichte hier nicht nur Pyramiden, sondern auch ein Denkmal für gute Spielmechanik.
In der ZDFneo-Serie High Stakes spielt Jan Cronauer, bekannt als „Cron“ an der Seite des Brettspiel-Youtubers „Hunter“, eine zentrale Rolle hinter den Kulissen: Er ist der Drehbuchautor von drei der sechs Folgen. Cronauer interessiert sich nicht nur für Brettspiele, sondern auch für Texas Hold’em, was der Serie seinen Stempel aufdrückt. „Jan Cronauer ist leidenschaftlicher Pokerspieler“, berichtet Hauptdarstellerin Via Jikeli (Ayla Güler) von ihrer Vorbereitung auf die Rolle. Er habe sie zum Spielen zu sich nach Hause eingeladen.
Ist Poker überhaupt ein Spiel? Wenn Ayla es mit Süßigkeiten spielt, taugt es allenfalls zum Training.
Ayla ist eine gläubige Muslima in einer ansonsten säkularen Familie. Dass sie ein Kopftuch trägt, wird in der Serie beeindruckend beiläufig zur Kenntnis genommen. Sie hat ihren Astrophysik-Bachelor (Note 1,0) in der Tasche und erhält das Angebot für ein Praktikum bei der NASA. Doch wie soll sie den USA-Aufenthalt finanzieren? Über einen Freund kommt sie mit der Welt des Pokerns und ihren Verheißungen in Berührung. Aber Glücksspiel ist harām. Von diesem Zwiespalt, den sozialen Herausforderungen, denen sich Ayla stellen muss, und den abgründigen Facetten des Pokerspiels handelt die Dramaserie. Wer Spiele mag, ist von High Stakes fasziniert.
Meine Rezension von High Stakes findet sich in der spielbox Nr. 5 Oktober–November 2025.» spielbox
Stellt euch einen geheimnisvollen Wald vor, in dem Tiere nicht nur beobachtet, sondern klug gelenkt werden wollen. „Instinkt“ führt euch in eine Welt, in der ihr nicht kämpft, sondern ein gemeinsames Mosaik aus Tierkarten erschafft. Jedes Wesen hat eigene Vorlieben für seinen Platz im entstehenden Raster und eröffnet euch damit immer neue Möglichkeiten. Die Stimmung ist ruhig und zugleich angespannt, weil jede Karte ein kleines Ringen um den besten Platz darstellt. Die Illustrationen wirken stimmungsvoll und verleihen der Tierwelt einen Hauch mystischer Eleganz. Schon nach wenigen Minuten entsteht ein intensives Kopfkino, das euch in diese stille, aber raffinierte Wildnis hineinzieht.
Ihr tretet zu zweit gegeneinander an. Jede:r erhält ein eigenes Deck in Schwarz oder Weiß und zieht drei Karten. Aus diesen trefft ihr jeweils eine verdeckte Wahl. Danach deckt ihr gleichzeitig auf und legt eure Karten nacheinander in ein entstehendes Raster mit vier mal vier Feldern. Die Platzierung muss stets an eine bereits liegende Karte angrenzen, egal ob seitlich, diagonal oder nur über eine Ecke verbunden. Jede Karte bringt eigene Bedingungen mit, die am Ende Punkte liefern, etwa eine Position am Rand, in der Mitte oder in einer Ecke. Einige Karten erlauben besondere Eingriffe, etwa das Neuplatzieren einer eigenen Karte oder das Entwerten einer gegnerischen. So entsteht eine Partie voller Abwägen, denn ihr müsst stets einschätzen, welche Karte gerade sinnvoll ist und welche ihr lieber für einen späteren Moment aufhebt. Sobald alle Felder gefüllt sind, wertet ihr aus und vergleicht eure Punkte. Eine Runde dauert wenig länger als zwanzig Minuten und bleibt dadurch angenehm überschaubar.
„Instinkt“ entfaltet ein bemerkenswert dichtes Duellerlebnis. Jede Entscheidung ist relevant und ihr spürt bei jedem Zug, wie stark sich die Platzierung einer einzigen Karte auf das Gesamtgefüge auswirken kann. Die Interaktion ist hoch, denn ihr beeinflusst fortlaufend den gemeinsamen Plan und reagiert zugleich auf eure:n Mitspieler:in. Das Material wirkt solide und die Gestaltung hebt sich durch klare Kontraste positiv hervor. Ein kleines Manko zeigt sich bei den Symbolen, die anfangs etwas ungewohnt sind. Mit ein wenig Erfahrung wird jedoch alles gut nachvollziehbar. Besonders geeignet ist dieses Spiel für Paare, Freund:innen oder alle, die gern kompakte taktische Duelle spielen. Weniger geeignet ist es für größere Runden oder für Familien mit sehr jungen Kindern, da der Reiz vor allem im direkten Vergleich und im Feingefühl für kleine taktische Wendungen liegt. Auf Dauer kann die begrenzte Zahl an Karten den Überraschungseffekt etwas verringern, dennoch bleibt der Wiederspielreiz durch die stets neuen Kombinationen hoch. Insgesamt entsteht ein stimmiges Gesamtpaket, das leicht zugänglich ist und gleichzeitig genug Tiefe bietet, um immer wieder auf den Tisch zu kommen.
Der geheimnisvolle Brunnen | Kinderspiel | ab 5 Jahren | 2-4 Spielende | Guido Hoffmann | DREI MAGIER
Im geheimnisvollen Brunnen findet die große Wasserwichtelprüfung statt. Nun gilt es herauszufinden, welcher Wasserwichtel sich darin versteckt, denn nur wer genau hinsieht, kann die Herausforderung bestehen.
Cover: Der geheimnisvolle Brunnen / Foto: Schmidt Spiele
Der geheimnisvolle Brunnen ist ein Kinderspiel von Guido Hoffmann und bei Drei Magier erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 5 Jahren gespielt werden.
Der 3D-Brunnen ist schon ein Hingucker und lässt die Kinderaugen weit aufleuchten. Er ist sehr imposant, und es macht Spaß, ihn aufgebaut zu sehen. Im Spiel geht es darum, die unterschiedlichen Wasserwichtel im Brunnen zu erraten. Die Wasserwichtel unterscheiden sich in ihren Formen und Farben, und wer nach der dritten Runde die meisten Goldtaler in Form von Karten hat, gewinnt das Spiel.
Das komplette Spielmaterial mit dem 3D-Brunnen
Eine Runde besteht darin, dass du eine Wichtelscheibe in den Brunnen einlegst. Es gibt insgesamt 38 Wichtelscheiben, und auf jeder befinden sich immer zwei Wichtel.
Es ist sehr praktisch gelöst: Du legst die Scheibe verdeckt auf die Türklappe, und durch das Schließen der Tür positioniert sich die Scheibe richtig im Brunnen. Durch das Drehen des Strudels erhebt sich der Teller, auf dem sich die Wichtelscheibe befindet. Nun gilt es, in den Brunnen zu schauen und zu erkennen, welche Wichtel sich darin befinden. Durch die Milchfolie lässt sich zu Beginn nur schwer erraten, welche Wasserwichtel im Brunnen sind, aber dabei bleibt es nicht.
Die Frösche haben sich schon bei einen Wasserwichtel platziert. Ob sie richtig stehen?
Nach und nach werden die Frösche dann reihum auf die Seerosenblätter platziert, die jeweils einem Wasserwichtel zugeordnet sind. Zu Beginn wird es schwer sein, irgendetwas zu erraten. Da bist du erst einmal im Blindflug. Aber nachdem alle Frösche platziert wurden, wird der Strudel um 360° gedreht und siehe da: Die Wasserwichtel nehmen ihre Formen und Farben an. Jetzt lasst einen eurer Frösche springen, um möglichst als Erste:r auf den richtigen Wasserwichtel zu setzen. Das geschieht reihum, beginnend mit dem/der Startspieler:in.
Erste Umrisse und Farben sind bereits zu erkennen
Je früher du auf den richtigen Wasserwichtel gesetzt hast, desto mehr Goldtaler in Form einer Karte bekommst du. Die Frösche lassen sich auch türmen, nur verringert sich die Anzahl der Goldtaler entsprechend der Position deines Froschs im Turm. Die Gewinnkarten haben nicht alle denselben Goldtalerwert der entsprechenden Froschreihe, sondern enthalten eine kleine Glückskomponente, sodass es bis zum Schluss spannend bleiben kann.
Die Gewinnerkarten werden auf dem eigenen Tableau gelegt bis zur Schlusswertung
Sobald alle Mitspielenden gepasst haben und denken, dass ihre Frösche richtig liegen, wird der Strudel so oft gedreht, bis die Wichtelscheibe direkt an der Brunnenoberfläche angekommen ist. Dann kommt es zur Wertung, und ihr nehmt euch die entsprechenden Gewinnkarten.
Je mehr Goldtaler, desto besser
Das Spiel ist schnell gespielt, und die Frösche springen umher, um beim richtigen Wasserwichtel zu sein. Die Tischpräsenz des Spiels ist sehr schön gestaltet, und es macht Spaß, es zu spielen. Die Kinder sind sofort begeistert und mochten dieses kurzweilige Spiel sehr. Der Autor Guido Hoffmann hat bereits mit „Die Villa der Vampire“ und „Burg Flatterstein“ einige schöne Kinderspiele in der Drei Magier Reihe veröffentlicht und ist immer wieder für eine Überraschung gut.
Eine Rezension von Dimitrios Barbas
Bewertung / Test + Schöne Tischpräsenz durch den 3D-Brunnen + Kurzweiliges Spiel, das Spaß macht + Begeistert Kinder sofort – Der Brunnen ist relativ hoch, sodass man zum Reinschauen von oben manchmal aufstehen oder sich weit über den Tisch beugen muss
5 / 6
Verlag: Drei Magier Autoren: Guido Hoffmann Illustration: Rolf Vogt Erscheinungsjahr: 2025 Spieleranzahl: 2-4 Personen Alter: ab 5 Jahren Dauer: 25 Minuten
Vielen Dank an Schmidt Spiele für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
Ein Stichspiel? Schon wieder? Ja, diese Fragen sind berechtigt. Aber, grundsätzlich hört sich „Stichspiel“ für mich immer interessant an. Zumindest so interessant, dass ich es kennenlernen möchte. Wenn es dann noch mit einer besonderen Mechanik verbunden ist, klingt es noch interessanter.
REGAL ROULETTE: Vergessene Brettspiel Perle oder Regalschande? Regal Roulette diesmal mit wieder mit Verstärkung! Christian und Robert haben Thomas ( @its_thms ) zu Gast, und gemeinsam stürzen wir uns in ein emotionales, chaotisches und extrem nerdiges Abenteuer durch die Brettspiel-Regale. Wie immer gilt: Gegenseitig nennen wir uns Regal, Fach und Nummer, ziehen das Brettspiel an den Koordinaten heraus und reden mit viel Herzblut, Erinnerungen und Emotionen darüber. Egal ob Lieblings-Spiel, Reinfall oder Kuriosität – alles kommt auf den Tisch! Ob lange vergessene Schätze, peinliche Fehlkäufe oder ungespielte „Shelf Queens“ – […]
Als Freund von schicken Tierspielen, ist mir auf der #Spiel2025 Nice to Know! Animals aufgefallen. Leider hatte ich vor Ort nicht genug Zeit, mir das Spiel näher anzuschauen – aber der Verlag HOUF Games ist als Türkisch-Britischer Verlag natürlich auch für unser Verlagsvorstellungssegment interessant! Also habe ich mich an den Verlagsvertreter gewandt und der war […]
26.11.2025 - Auf der jüngsten Spielemesse in Stuttgart (20.-23.11.) hatten die Besuchenden wieder die Möglichkeit, die besten "Lernspiele des Jahres" zu wählen. Die für den gleichnamigen Verbraucherpreis nominierten Titel konnten vor Ort ausprobiert und in drei Alterskategorien nach Kriterien wie Spielspaß, Optik und Lerneffekt bewertet werden.
Spieleindrücke zu neuen Fällen der Reihen Masters of Crime (Hollywood bzw. Spurwechsel) und Hidden Games (Glutspur), sowie der neuen Spielideen Carp City und Crime Places (Sanatorium).
Seitdem ich 2019 das Spiel Pandoria von Bernd Eisenstein, erschienen auf seinem eigenen Spieleverlag Irongames in 2018, für mich entdeckt habe bin ich immer mehr zum Fan seiner Spiele geworden. Seine Spiele haben auch immer etwas Besonderes und heben sich vom Mainstream ab. Dabei sind die Regeln meist recht einfach und schnell erklärt, aber die Spiele bieten dann doch eine ordentliche Spieltiefe und ausreichend Anlass zum Grübeln.
Bei Pandoria handelt es sich um ein Plättchenlegespiel, in dem man doppelte Sechseckplättchen an bereits vorhandene auf einem gemeinsamen Spielplan anlegt. Man hat dabei immer nur eines dieser Plättchen auf der Hand, legt dieses an und kann dann noch eines seiner Stammesmitglieder einsetzen oder vom Spielplan zurückholen. Es gibt 4 Arten von „Landschaften“, mit denen man Holz, Kristalle, Gold oder Ruhmespunkte erringen kann, wenn man eine solche Landschaft abschließt (mit anderen Landschaften, Seen oder Bergen umschließt) und dann am Rand möglichst viele seiner Stammesmitglieder stehen hat. Diese dienen nämlich als Multiplikator für die „Ressource“, die auf der abgeschlossenen Landschaft abgebildet ist.
Zudem kann man in Pandoria noch Zaubersprüche erwerben und sprechen, Gebäude errichten, die einem dauerhafte Effekte bringen, und Monumente, für die man Ruhmespunkte erhält.
Pandoria enthält 5 verschiedene Völker, die alle noch individuelle Fertigkeiten besitzen. In einer Einsteigerspielvariante kann man die aber auch erst einmal weglassen. Ich besitze zu Pandoria auch noch 2 Erweiterungen. Realms, die 5 neue Völker/Reiche mitbringt, und Artifacts, die neue Geländeplättchen und die Artefakte beinhaltet. Die Artefakte kann man dann gegen Reliquien eintauschen, für die man Ruhmespunkte erhält.
Meine Wertung (Pandoria, nach 14 Partien): 8/10
Das nächste Spiel in meinem Regal ist Discordia, mein aktuell am besten bewertetes Spiel von Bernd Eisenstein (Wertung 8.5/10 nach 13 Partien). In diesem Spiel geht es darum möglichst alle seine Bürger (Seeleute, Soldaten, Händler und Bauern) einzusetzen. Wem dies zuerst gelingt, der gewinnt umgehend das Spiel. Das hört sich jetzt deutlich einfacher an als es ist. Mir ist es tatsächlich erst ein Mal geglückt, alle meine Figuren einzusetzen, denn dummerweise bekommt man am Rundenende (Jahresende) immer wieder welche hinzu. Das Spiel wird übrigens über 4 Jahre a 5 Jahreszeiten gespielt und spielt in der germanischen Provinz des römischen Reich. Und die Römer hatten außer Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auch noch die Saturnalien, das war ein mehrtägiges römisches Rest, zu Ehren des Gottes Saturn, welches nach dem Abschluss der Winteraussaat gefeiert wurde.
Eigener Stadtplan
Papyria (2025)
Papyria ist die einzige Essen-Neuheit die ich in 2025 gekauft habe und ich hatte mich bereits im Vorfeld sehr auf das Spiel gefreut. Hier hatte ich bereits im Juli das Video von Rhado gesehen. Mittlerweile habe ich es auch gespielt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Das Spiel ist eine wahre Punkteschlacht. Man bewegt sich mit seinem Wanderer und seinem Schiff um einen Spielplan (Euphrat & Tigris Gebiet) und führt im Zielgebiet jeweils 2 Aktionen aus. Eine Aktion ist dabei das Nehmen von Landschaftsplättchen, die man an sein eigenes Gebiet anlegt. Dabei gibt es unterschiedliche Landschaftsarten und Bauwerke, die man im Spielverlauf auch immer wieder werten kann: Berge (in denen man Minen errichten kann), Wälder (die man mit Städten überbauen kann), Flusslauf und Heiligtümer (die man mit Tempel überbauen kann), außerdem gibt es Plättchen mit Erfindungen, die zum Beispiel die Reichweite seines Schiffs und/oder Händlers erhöhen.
Rechts: eigenes Gebiet / Links: Wertungsleiste
Weitere Aktionen sind: Lapis in seinen Bergwerken fördern (1 von 2 Ressourcen im Spiel), Papyri produzieren (die 2. Ressource), Wertungsplättchen nehmen und damit eine von 7 möglichen Wertungen ausführen, Städte (blau), Tempel (weiß) und Bergwerke (dunkelblau) errichten und Multiplikatoren (für die Wertungen) nehmen. Für das Errichten von Tempeln und Städten benötigt man Lapis. Im späteren Spielverlauf kommen dann noch Spielendeplättchen ins Spiel, die man mit Lapis oder Papyri erwerben kann und die einem weitere Siegpunkte bringen.
Mit Lapis kann man auch die Wanderer oder Schiffe Mitspieler von einem Feld verdrängen. Hierzu muss man deren Besitzern 1 Lapis zahlen. Dessen Wanderer/Schiff wird dann auf das nächste freie Feld im Uhrzeigersinn versetzt.
An 2 Stellen des Flusses kann man sein Wissen erhöhen oder eine weitere Wertung auslösen, indem man Papyri abgibt. Das Wissen ist dann auch ein wichtiger Aspekt und ein cooler Kniff im Spiel. Man kann nämlich nur so viele Siegpunkte bei einer Wertung erlangen, wie man auch Wissen besitzt. Erzielt man zum Beispiel 60 Punkte in einer Wertung und hat nur 20 Wissen, dann erhält man auch nur 20 Siegpunkte.
Links: Bei Überschreiten des Aufstellers kann man 1-3 Papyri abgeben, um 4-9 Wissen zu erlangen Unten: Wissensleiste (rot ist bei 18, grün bei 20)
Last not least kann man noch Schlüsselplättchen bekommen, wenn man deren Bedingungen erfüllt. Zum Beispiel 8 Plättchen mit Erfindungen in seinem Gebiet hat oder 3 Städte gebaut hat. Diese Plättchen erlauben einem, nach Spielende, noch einmal eine zusätzliche Wertung.
Unsere Partie zu dritt hat 83 Minuten gedauert und endete 196 zu 260 zu 311. Und ich denke, dass da noch Luft nach oben ist.
Seitdem ich 2019 das Spiel Pandoria von Bernd Eisenstein, erschienen auf seinem eigenen Spieleverlag Irongames in 2018, für mich entdeckt habe bin ich immer mehr zum Fan seiner Spiele geworden. Seine Spiele haben auch immer etwas Besonderes und heben sich vom Mainstream ab. Dabei sind die Regeln meist recht einfach und schnell erklärt, aber die Spiele bieten dann doch eine ordentliche Spieltiefe und ausreichend Anlass zum Grübeln.
Bei Pandoria handelt es sich um ein Plättchenlegespiel, in dem man doppelte Sechseckplättchen an bereits vorhandene auf einem gemeinsamen Spielplan anlegt. Man hat dabei immer nur eines dieser Plättchen auf der Hand, legt dieses an und kann dann noch eines seiner Stammesmitglieder einsetzen oder vom Spielplan zurückholen. Es gibt 4 Arten von „Landschaften“, mit denen man Holz, Kristalle, Gold oder Ruhmespunkte erringen kann, wenn man eine solche Landschaft abschließt (mit anderen Landschaften, Seen oder Bergen umschließt) und dann am Rand möglichst viele seiner Stammesmitglieder stehen hat. Diese dienen nämlich als Multiplikator für die „Ressource“, die auf der abgeschlossenen Landschaft abgebildet ist.
Zudem kann man in Pandoria noch Zaubersprüche erwerben und sprechen, Gebäude errichten, die einem dauerhafte Effekte bringen, und Monumente, für die man Ruhmespunkte erhält.
Pandoria enthält 5 verschiedene Völker, die alle noch individuelle Fertigkeiten besitzen. In einer Einsteigerspielvariante kann man die aber auch erst einmal weglassen. Ich besitze zu Pandoria auch noch 2 Erweiterungen. Realms, die 5 neue Völker/Reiche mitbringt, und Artifacts, die neue Geländeplättchen und die Artefakte beinhaltet. Die Artefakte kann man dann gegen Reliquien eintauschen, für die man Ruhmespunkte erhält.
Meine Wertung (Pandoria, nach 14 Partien): 8/10
Das nächste Spiel in meinem Regal ist Discordia, mein aktuell am besten bewertetes Spiel von Bernd Eisenstein (Wertung 8.5/10 nach 13 Partien). In diesem Spiel geht es darum möglichst alle seine Bürger (Seeleute, Soldaten, Händler und Bauern) einzusetzen. Wem dies zuerst gelingt, der gewinnt umgehend das Spiel. Das hört sich jetzt deutlich einfacher an als es ist. Mir ist es tatsächlich erst ein Mal geglückt, alle meine Figuren einzusetzen, denn dummerweise bekommt man am Rundenende (Jahresende) immer wieder welche hinzu. Das Spiel wird übrigens über 4 Jahre a 5 Jahreszeiten gespielt und spielt in der germanischen Provinz des römischen Reich. Und die Römer hatten außer Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auch noch die Saturnalien, das war ein mehrtägiges römisches Rest, zu Ehren des Gottes Saturn, welches nach dem Abschluss der Winteraussaat gefeiert wurde.
Eigener Stadtplan
Papyria (2025)
Papyria ist die einzige Essen-Neuheit die ich in 2025 gekauft habe und ich hatte mich bereits im Vorfeld sehr auf das Spiel gefreut. Hier hatte ich bereits im Juli das Video von Rhado gesehen. Mittlerweile habe ich es auch gespielt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Das Spiel ist eine wahre Punkteschlacht. Man bewegt sich mit seinem Wanderer und seinem Schiff um einen Spielplan (Euphrat & Tigris Gebiet) und führt im Zielgebiet jeweils 2 Aktionen aus. Eine Aktion ist dabei das Nehmen von Landschaftsplättchen, die man an sein eigenes Gebiet anlegt. Dabei gibt es unterschiedliche Landschaftsarten und Bauwerke, die man im Spielverlauf auch immer wieder werten kann: Berge (in denen man Minen errichten kann), Wälder (die man mit Städten überbauen kann), Flusslauf und Heiligtümer (die man mit Tempel überbauen kann), außerdem gibt es Plättchen mit Erfindungen, die zum Beispiel die Reichweite seines Schiffs und/oder Händlers erhöhen.
Rechts: eigenes Gebiet / Links: Wertungsleiste
Weitere Aktionen sind: Lapis in seinen Bergwerken fördern (1 von 2 Ressourcen im Spiel), Papyri produzieren (die 2. Ressource), Wertungsplättchen nehmen und damit eine von 7 möglichen Wertungen ausführen, Städte (blau), Tempel (weiß) und Bergwerke (dunkelblau) errichten und Multiplikatoren (für die Wertungen) nehmen. Für das Errichten von Tempeln und Städten benötigt man Lapis. Im späteren Spielverlauf kommen dann noch Spielendeplättchen ins Spiel, die man mit Lapis oder Papyri erwerben kann und die einem weitere Siegpunkte bringen.
Mit Lapis kann man auch die Wanderer oder Schiffe Mitspieler von einem Feld verdrängen. Hierzu muss man deren Besitzern 1 Lapis zahlen. Dessen Wanderer/Schiff wird dann auf das nächste freie Feld im Uhrzeigersinn versetzt.
An 2 Stellen des Flusses kann man sein Wissen erhöhen oder eine weitere Wertung auslösen, indem man Papyri abgibt. Das Wissen ist dann auch ein wichtiger Aspekt und ein cooler Kniff im Spiel. Man kann nämlich nur so viele Siegpunkte bei einer Wertung erlangen, wie man auch Wissen besitzt. Erzielt man zum Beispiel 60 Punkte in einer Wertung und hat nur 20 Wissen, dann erhält man auch nur 20 Siegpunkte.
Links: Bei Überschreiten des Aufstellers kann man 1-3 Papyri abgeben, um 4-9 Wissen zu erlangen Unten: Wissensleiste (rot ist bei 18, grün bei 20)
Last not least kann man noch Schlüsselplättchen bekommen, wenn man deren Bedingungen erfüllt. Zum Beispiel 8 Plättchen mit Erfindungen in seinem Gebiet hat oder 3 Städte gebaut hat. Diese Plättchen erlauben einem, nach Spielende, noch einmal eine zusätzliche Wertung.
Unsere Partie zu dritt hat 83 Minuten gedauert und endete 196 zu 260 zu 311. Und ich denke, dass da noch Luft nach oben ist.
Shownotes
In Vintage geht es um Liebhaberstücke und Kuriositäten aus längst vergangenen Zeiten. In unregelmäßigen Abständen stöbern Georgios Panagiotidis und Peer Sylvester in Spielesammlungen und bringen diese Vintage-Spiele noch mal auf den Tisch. Was hat daran begeistert? Wie schlagen sich die Spiele heute? Was können wir aus der Spielevergangenheit lernen?
Spielefans aufgepasst! Am 20. Dezember 2025 heißt es wieder „Bremen-Nord spielt!“ – der gemütliche Spieletreff für alle, die Lust auf einen unterhaltsamen Nachmittag voller Brett- und Kartenspiele haben.
Von 15:00 bis 21:00 Uhr könnt ihr euch mit Gleichgesinnten an den Spieltisch setzen, neue Spiele entdecken oder eure Lieblingsspiele mitbringen. Über 100 Spiele stehen zur Auswahl – ob strategisch oder kooperativ, hier ist für jeden was dabei!
Die Plätze sind auf 40 Personen begrenzt, also sichert euch schnell euren Platz. Kommt vorbei, bringt Freunde mit und erlebt gemeinsam einen tollen Spieletag!
Die Adventszeit rückt unaufhaltsam näher und damit auch die Zeit, in der wir an 24 Tagen Rätsel lösen. Denn seien wir mal ehrlich: Ein Stück Schokolade im Adventskalender lockt unter uns Spielenden niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Dieses Jahr haben wir das bei uns mal vorgezogen und uns durch den Krimi-Adventskalender Ewiges Eis vom Noctis Verlag gerätselt. Hier gilt es nicht nur einen Mord aufzuklären, die Spur führt auch zu einem Cold-Case, den wir nebenbei ebenfalls aufklären sollen.
Bücher über Catan gibt es so einige. Sogar mehrere Romane lassen sich in den endlosen Katalogen der ISBN-Listen finden. Mit „Unsettling Catan“ schreibt Autor J. Rey Lee jedoch weder seine persönliche Reise in die bunte Welt des modernen Brettspiels auf, noch zeichnet er die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Spiels nach, welches viele als Startschuß des […]