Lese-Ansicht

Wald & Würfel 2026: Das gemütliche Spiele-Wochenende im Nordschwarzwald geht erfolgreich in die zweite Runde

Vom 15. bis 17. Mai 2026 verwandelte sich die Berghalle in Karlsbad-Spielberg wieder in ein echtes Paradies für Brettspielbegeisterte. Nach dem erfolgreichen Debüt im Vorjahr luden die BrettspielSuchties zur zweiten Ausgabe ihrer familiären Convention „Wald & Würfel“ ein und das Konzept ging am verlängerten Wochenende nach Christi Himmelfahrt voll auf.

Mit einer strikten Obergrenze von maximal 250 Gästen pro Tag setzten die Veranstalter bewusst auf eine entspannte Wohlfühlatmosphäre abseits des großen Messe-Trubels, bei der das gemeinsame Erleben und ausreichend Platz an den Tischen im Vordergrund standen. Ein großer Pluspunkt, der auch von den Ausstellern und Gästen gelobt wurde, war die im Vergleich zu Großmessen angenehme Hallen-Akustik, die trotz voller Tische ein entspanntes Erklären und Spielen erlaubte.

 

Volles Programm von Late-Night-Gaming bis Flohmarkt

Wer die drei Tage in Spielberg verbrachte, bekam ein umfangreich geschnürtes Paket geboten. Die Kooperation mit dem Verein Blick aufs Brett e.V. sicherte eine professionelle Spieleausleihe mit ungefähr 700 Titeln. Vom schnellen Absacker bis zum epischen Strategiespiel war alles dabei. Die sogenannten „Erklärbären“ (unübersehbar an ihren Event-Shirts) halfen direkt am Tisch beim Einstieg, sodass langes Regellesen weitgehend wegfiel.

 

Shirts

 

Besonders die großzügigen Öffnungszeiten kamen bei der Community gut an: Am Freitag durfte beim „Late Night Gaming“ bis 3:00 Uhr nachts gezockt werden, am Samstag immerhin bis Mitternacht.

Kulinarisches Highlight: Für das leibliche Wohl haben die BrettspielSuchties einen Koch aus ihren eigenen Vereinsreihen gewinnen können, der die Besucher in einem Nebenraum mit frisch zubereiteten, warmen Gerichten, wie z.B. der allseits beliebten Brat- und Currywurst, Pommes sowie wechselnden Fleisch- und veganen Gerichten versorgte. Abgerundet wurde das Angebot durch die gewohnt leckeren, hausgemachten Kuchen der Vereinsmitglieder sowie einem umfangreichen Snack Angebot.

 

Die wichtigsten Programmpunkte im Überblick:

  • Verlage & Autoren vor Ort: Nationale Größen und Kleinverlage gaben sich die Ehre. Am Stand von HABA entpuppte sich neben bereits bekannten Spielen wie "Nature", "Würfelkönig" und "Karuba" das Spiel "Stuglandet" als absoluter Verkaufsschlager, während Heidelbär Games mit Titeln wie "Whispwood", "Spyworld" und "Shinjuku" zu Testrunden einlud. Bei Biberstein Spiele konnten Besucher die kompakten Boxen von z.B. "1998 ISS" oder "1923 Cotton Club" ausprobieren und am Stand von Steinbock Spiele wurden fleißig Runden des Prototyps "Era of Pioneers" sowie des Spiels "Auf wilden Wegen" getestet.
  • Bring & Buy Flohmarkt und neuer Basar: Am Samstagmittag bot sich die Möglichkeit, dass über 1.000 gebrauchte Spiele beim vierstündigen Flohmarkt die Besitzer wechseln. Als echte Neuheit gab es dann am Abend von 20:00 bis 21:00 Uhr einen zusätzlichen Basar, auf dem die Besucher nach Herzenslust um die restlichen Spiele mit den bisherigen Besitzern feilschen und schachern konnten.
  • Dauerfeuer bei Blood on the Clocktower: Ein absoluter Publikumsmagnet waren die Social-Deduction-Runden hinter dem lila Vorhang. Durchgängig wurden Partien des beliebten Deduktionsspiels organisiert und durchgeführt. Unter der Leitung zweier erfahrener Spielleiter in passenden Gewändern kamen sowohl erfahrene Schwindler als auch absolute Neulinge voll auf ihre Kosten.
  • Rollenspiele für Groß und Klein: Ein eigener Bereich für Pen & Paper in den oberen Stockwerken bot spannende Runden in verschiedensten Systemen. Neben klassischen Fantasy-Abenteuern auch in die Welten von Cthulhu. Besonderes Highlight: Es wurden sogar spezielle Runden für Kinder angeboten, damit auch die Jüngsten das Hobby spielerisch ausprobiert werden konnte.
  • Spieleladen & Tombola: Die Spielepyramide aus Karlsruhe war ebenfalls wieder mit einem großen Verkaufsstand vor Ort und veranstaltete dieses Mal eine Tombola, bei der man für 5 € pro Los tolle Spiele gewinnen konnte. Zu den gefragtesten Titeln am Stand gehörten "Take Time" und "Morty Sorty Magic Shop".

 

Der Mieze-Katze-Weltrekord

Für einen Höhepunkt des Wochenendes sorgte eine ganz besondere Aktion: Zusammen mit Jens Merkl, einem der Autoren des kognitiven Gedächtnisspiels Mieze Katze, wurde zur großen Rekordjagd geblasen.

 

MiezeKatze

 

Das Ziel, den alten Rekord von 40 gleichzeitig Spielenden aus dem Schwarzwald zu pulverisieren, wurde bravourös gemeistert. Unter lautstarkem „Miau“-Geschrei und mit vollem Körpereinsatz bei Luftgitarren-Einlagen wurde in der Berghalle offiziell ein neuer Weltrekord aufgestellt: 155 Menschen spielten gleichzeitig eine gigantische XXL-Runde Mieze Katze! Unterstützt wurde die Aktion von der Edition Spielwiese, die dafür 250 Mäuse gesponsert hatte.

 

Fazit der Redaktion

Mit der zweiten Ausgabe von „Wald & Würfel“ beweisen die BrettspielSuchties, dass kleinere, regional verankerte Events eine enorme Bereicherung für die Brettspiel-Szene darstellen. Sowohl Aussteller als auch Gäste lobten die fantastische Atmosphäre, die kurzen Wartezeiten sowie das absolut familiäre Gefühl, bei dem selbst Kinder unbesorgt herumlaufen konnten. Die Mischung aus einer top sortierten Ausleihe, extrem langen Spielzeiten, erstklassigem Essen vom eigenen Koch, einem verrückten Weltrekord und dem gemütlichen Charakter macht die Convention zu einem echten Geheimtipp im Südwesten. Wir halten die Augen offen, wann der Termin für 2027 verkündet wird!

  •  

Oil Rock erscheint bei Cranio Creations

Newsbild Der italienische Verlag Cranio Creations wird das Spiel Oil Rock herausbringen. Die Spielenden übernehmen in Oil Rock die Leitung eines expandierenden Ölunternehmens, schlüpfen in die Rolle von entschlossenen Anführer*innen, die fest entschlossen sind den Markt zu dominieren, jede Phase der Raffineriekette zu optimieren und ihren Ruf zu festigen, um ihre Fähigkeiten auszubauen. Die Spielenden wägen jede ihrer Handlungen sorgfältig ab: sie positionieren sich strategisch auf dem Aktionsrad, um die effektivsten Spielzüge zum genau richtigen Zeitpunkt auszulösen. Zudem weiten sie ihren Einfluss auf der Karte aus, indem sie sich in Schlüsselgebieten positionieren, um sich exklusive Vorteile und neue Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern. Sie errichten derweil neue Bohrtürme, entwickeln immer effizientere Turbinen und rüsten ihre Raffinerien auf, um die Produktionseffizienz zu steigern. Jede ihrer Handlungen trägt zum Wachstum ihres Unternehmens bei und verwandelt ihre Entscheidungen Zug um Zug in handfeste Vorteile.
  •  

Deutscher Spiele Preis Gewinner – Aktuelle Brettspiel Angebote

Deutscher Spiele Preis Gewinner - Aktuelle Brettspiel AngeboteDer Deutsche Spiele Preis ist der größte Community-Preis in Deutschland, denn hier entscheidet keine Jury, sondern die Spielerinnen und Spieler selbst. Deshalb finde ich diesen Preis besonders spannend und nehme auch jedes Jahr an der Abstimmung mit teil. Aktuell könnt ihr noch für den diesjährigen DSP bis zum 31. Juli abstimmen. Im Folgenden liste ich […]

Der Beitrag Deutscher Spiele Preis Gewinner – Aktuelle Brettspiel Angebote erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

  •  

BRETTSPIELBOX Brettspiel News 22/2026:

In den BRETTSPIELBOX News 22/2026 findet ihr die folgenden Nachrichten: Hier sind die Brettspiel News. Guten Start in die Woche. Folgende Neuheiten sind auf dem Weg bzw. angekündigt: Für Take Time von Libellud gibt es eine Erweiterung: Mirage. Neue Uhren, neue Mechaniken. Die Winterfall Erweiterung zu Wundersame Wesen wird bei Strohmann Games in 2027 erscheinen. […]

  •  

Erscheinen zu viele Brettspiele und macht das unser Hobby kaputt?

Erscheinen zu viele Brettspiele und macht das unser Hobby kaputt?Ich liebe es mir angekündigte Brettspiel-Neuheiten anzuschauen und neue Spiele auf Messen auszuprobieren. Dennoch stellt sich seit ein paar Jahren die Frage: Erscheinen zu viele Brettspiele und macht das unser Hobby kaputt? Genau dieser Frage gehe ich im Folgenden nach und schaue mir Pro- und Kontra-Argumente an. Ich freue mich sehr auf eure Meinung dazu. […]

Der Beitrag Erscheinen zu viele Brettspiele und macht das unser Hobby kaputt? erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

  •  

Wald & Würfel 2026: Das gemütliche Spiele-Wochenende im Nordschwarzwald geht erfolgreich in die zweite Runde (2)

Wald & Würfel

Vom 15. bis 17. Mai 2026 verwandelte sich die Berghalle in Karlsbad-Spielberg wieder in ein echtes Paradies für Brettspielbegeisterte. Nach dem erfolgreichen Debüt im Vorjahr luden die BrettspielSuchties zur zweiten Ausgabe ihrer familiären Convention „Wald & Würfel“ ein – und das Konzept ging am verlängerten Wochenende nach Christi Himmelfahrt voll auf.

Mit einer strikten Obergrenze von maximal 250 Gästen pro Tag setzten die Veranstalter bewusst auf eine entspannte Wohlfühlatmosphäre abseits des großen Messe-Trubels, bei der das gemeinsame Erleben und ausreichend Platz an den Tischen im Vordergrund standen. Ein großer Pluspunkt, der auch von den Ausstellern und Gästen gelobt wurde, war die im Vergleich zu Großmessen angenehme Hallen-Akustik, die trotz voller Tische ein entspanntes Erklären und Spielen erlaubte.

 

Volles Programm von Late-Night-Gaming bis Flohmarkt

Wer die drei Tage in Spielberg verbrachte, bekam ein umfangreich geschnürtes Paket geboten. Die Kooperation mit dem Verein Blick aufs Brett e.V. sicherte eine professionelle Spieleausleihe mit ungefähr 700 Titeln – vom schnellen Absacker bis zum epischen Strategiespiel war alles dabei. Die sogenannten „Erklärbären“ (unübersehbar an ihren Event-Shirts) halfen direkt am Tisch beim Einstieg, sodass langes Regellesen weitgehend wegfiel.

 

Shirts

 

Besonders die großzügigen Öffnungszeiten kamen bei der Community gut an: Am Freitag durfte beim „Late Night Gaming“ bis 3:00 Uhr nachts gezockt werden, am Samstag immerhin bis Mitternacht.

Kulinarisches Highlight: Für das leibliche Wohl haben die BrettspielSuchties einen Koch aus ihren eigenen Vereinsreihen gewinnen können, der die Besucher in einem Nebenraum mit frisch zubereiteten, warmen Gerichten, wie z.B. der allseits beliebten Brat- und Currywurst, Pommes sowie wechselnden Fleisch- und veganen Gerichten versorgte. Abgerundet wurde das Angebot durch die gewohnt leckeren, hausgemachten Kuchen der Vereinsmitglieder sowie einem umfangreichen Snack Angebot.

 

Die wichtigsten Programmpunkte im Überblick:

  • Verlage & Autoren vor Ort: Nationale Größen und Kleinverlage gaben sich die Ehre. Am Stand von HABA entpuppte sich neben bereits bekannten Spielen wie "Nature", "Würfelkönig" und "Karuba" das Spiel "Stuglandet" als absoluter Verkaufsschlager, während Heidelbär Games mit Titeln wie "Whispwood", "Spyworld" und "Shinjuku" zu Testrunden einlud. Bei Biberstein Spiele konnten Besucher die kompakten Boxen von z.B. "1998 ISS" oder "1923 Cotton Club" ausprobieren und am Stand von Steinbock Spiele wurden fleißig Runden des Prototyps "Era of Pioneers" sowie des Spiels "Auf wilden Wegen" getestet.
  • Bring & Buy Flohmarkt und neuer Basar: Am Samstagmittag bot sich die Möglichkeit, dass über 1.000 gebrauchte Spiele beim vierstündigen Flohmarkt die Besitzer wechseln. Als echte Neuheit gab es dann am Abend von 20:00 bis 21:00 Uhr einen zusätzlichen Basar, auf dem die Besucher nach Herzenslust um die restlichen Spiele mit den bisherigen Besitzern feilschen und schachern konnten.
  • Dauerfeuer bei Blood on the Clocktower: Ein absoluter Publikumsmagnet waren die Social-Deduction-Runden hinter dem lila Vorhang. Durchgängig wurden Partien des beliebten Deduktionsspiels organisiert und durchgeführt. Unter der Leitung zweier erfahrener Spielleiter in passenden Gewändern kamen sowohl erfahrene Schwindler als auch absolute Neulinge voll auf ihre Kosten.
  • Rollenspiele für Groß und Klein: Ein eigener Bereich für Pen & Paper in den oberen Stockwerken bot spannende Runden in verschiedensten Systemen. Neben klassischen Fantasy-Abenteuern auch in die Welten von Cthulhu. Besonderes Highlight: Es wurden sogar spezielle Runden für Kinder angeboten, damit auch die Jüngsten das Hobby spielerisch ausprobiert werden konnte.
  • Spieleladen & Tombola: Die Spielepyramide aus Karlsruhe war ebenfalls wieder mit einem großen Verkaufsstand vor Ort und veranstaltete dieses Mal eine Tombola, bei der man für 5 € pro Los tolle Spiele gewinnen konnte. Zu den gefragtesten Titeln am Stand gehörten "Take Time" und "Morty Sorty Magic Shop".

 

Der Mieze-Katze-Weltrekord

Für einen Höhepunkt des Wochenendes sorgte eine ganz besondere Aktion: Zusammen mit Jens Merkl, einem der Autoren des kognitiven Gedächtnisspiels Mieze Katze, wurde zur großen Rekordjagd geblasen.

 

MiezeKatze

 

Das Ziel, den alten Rekord von 40 gleichzeitig Spielenden aus dem Schwarzwald zu pulverisieren, wurde bravourös gemeistert. Unter lautstarkem „Miau“-Geschrei und mit vollem Körpereinsatz bei Luftgitarren-Einlagen wurde in der Berghalle offiziell ein neuer Weltrekord aufgestellt: 155 Menschen spielten gleichzeitig eine gigantische XXL-Runde Mieze Katze! Unterstützt wurde die Aktion von der Edition Spielwiese, die dafür 250 Mäuse gesponsert hatte.

 

Fazit der Redaktion

Mit der zweiten Ausgabe von „Wald & Würfel“ beweisen die BrettspielSuchties, dass kleinere, regional verankerte Events eine enorme Bereicherung für die Brettspiel-Szene darstellen. Sowohl Aussteller als auch Gäste lobten die fantastische Atmosphäre, die kurzen Wartezeiten sowie das absolut familiäre Gefühl, bei dem selbst Kinder unbesorgt herumlaufen konnten. Die Mischung aus einer top sortierten Ausleihe, extrem langen Spielzeiten, erstklassigem Essen vom eigenen Koch, einem verrückten Weltrekord und dem gemütlichen Charakter macht die Convention zu einem echten Geheimtipp im Südwesten. Wir halten die Augen offen, wann der Termin für 2027 verkündet wird!

  •  

Morty Sorty Magic Shop – Spielkritik

Morty Sorty Magic Shop

Hier will man unbedingt arbeiten, denn im Morty Sorty Magic Shop gibt es sämtliche zauberhaften Zutaten und schwarze Katzen, die bei der Arbeit helfen. Am Ende sollen alle Gläser ganz ordentlich in den Regalen stehen, um bei der Ausbildung so

Der Beitrag Morty Sorty Magic Shop – Spielkritik erschien zuerst auf brettspielblog.ch.

  •  

PLAY von Kosmos: Musik-Partyspiel nutzt Ihr Streaming-Abo

PLAY von Kosmos: Musik-Partyspiel nutzt Ihr Streaming-Abo

Heute, am 21. Mai 2026, bringt der Stuttgarter Verlag Kosmos das Musik-Partyspiel PLAY - The Music Party Game in den Handel. Der Clou: Das Spiel liefert keine eigenen Songs mit, sondern klinkt sich in den Streaming-Dienst ein, den Ihre Spielrunde ohnehin schon nutzt.

Eckdaten
TitelPLAY - The Music Party Game
VerlagKosmos
AutorMariano Di Martino
Illustrationnicht genannt
Spielerzahl2 bis 10 Personen
Spieldauerca. 20 Minuten
Alterab 16 Jahren
Preis (UVP)19,99 Euro
Erschienen21. Mai 2026

Was Sie im Spiel tun

Im Kern ist PLAY ein Schätzspiel. Ein Song wird abgespielt, dann tippen die Spielenden zwei Dinge: das Erscheinungsjahr und das Herkunftsland der Künstlerin oder des Künstlers. Laut Kosmos umfasst die Songbasis über 4.000 Titel aus mehr als zwölf Kategorien. Wer richtig liegt oder nah genug dran ist, sammelt Punkte.

Vier Spielmodi geben diesem Grundprinzip laut Kosmos unterschiedliche Formen:

  • Sooner or Later: Team-Wettstreit
  • Walk the Timeline: Team-Wettstreit
  • Better Together: kooperative Variante
  • Whole Lotta Points: alle tippen gleichzeitig

Eine Partie dauert ungefähr 20 Minuten, gespielt wird zu zweit bis zu zehnt. Einen Solo-Modus gibt es nicht: PLAY braucht mindestens zwei Personen am Tisch. Wie gut sich die große Spanne von zwei bis zehn Personen in der Praxis trägt, ob PLAY also zu zweit ebenso zündet wie in großer Runde, lässt sich ohne eigenen Test nicht beurteilen. Die Abwechslung speist sich dabei vor allem aus dem Songpool und der Stimmung in der Runde, nicht aus mechanischer Tiefe: PLAY bleibt ein schnelles Schätzspiel.

Der Trick mit dem Streaming-Abo

Die Musik kommt nicht aus der Schachtel. Stattdessen scannen die Spielenden mit Smartphone oder Tablet einen QR-Code und starten den Song über ihren eigenen Streaming-Dienst, etwa Spotify, Apple Music oder YouTube Music. Eine PLAY-App gibt es zusätzlich, ein Pflicht-Download ist sie aber nicht. Eine Internetverbindung dagegen schon.

Dieses Konzept hat zwei Seiten. Es hält den Preis niedrig, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 19,99 Euro, und es macht die Songauswahl potenziell riesig. Zugleich hängt das Spiel an fremder Infrastruktur: Streikt der Streaming-Dienst, streikt auch PLAY.

Eine wichtige Frage bleibt offen. Ob ein kostenpflichtiges Abo nötig ist oder eine werbefinanzierte Gratis-Stufe genügt, beantwortet die Produktseite nicht eindeutig. Im Zusammenhang mit der optionalen App nennt Kosmos zwar Spotify Premium, legt sich aber nicht klar darauf fest, ob die Gratis-Variante eines Streaming-Dienstes für das Spiel ausreicht. Wer Werbeunterbrechungen mitten im Rätsel vermeiden will, prüft das besser vor dem Kauf.

Schätzen statt Wissen

Das eigentliche Design-Versprechen lautet „Schätzen statt Wissen". Klassische Musik-Quizspiele belohnen, wer Jahreszahlen und Bandnamen auswendig kann. PLAY dreht das um: Auch wer sich mit Musik kaum auskennt, kann ein Jahr eingrenzen oder ein Herkunftsland erraten. Das senkt die Einstiegshürde und hält gemischte Runden zusammen, in denen reines Wissen sonst ungleich verteilt wäre.

Die Altersfreigabe ab 16

Eine Angabe fällt auf: Kosmos gibt PLAY erst ab 16 Jahren frei. Für ein Partyspiel ist das ungewöhnlich hoch. Einen Grund dafür nennt der Verlag auf der Produktseite nicht. Für den klassischen Familien-Spieleabend mit jüngeren Kindern fällt PLAY damit aus. Wer es als Spiel für die ganze Familie einplant, sollte das Mindestalter ernst nehmen.

Einordnung

Autor des Spiels ist Mariano Di Martino. Wer die Illustration verantwortet, nennt die Produktseite nicht. Für Spielrunden mit einem laufenden Streaming-Abo ist PLAY ein günstiger Spaß für den nächsten Partyabend. Wer dagegen kein Abo hat oder Werbeunterbrechungen scheut, sollte vor dem Kauf genau hinschauen.

Musik-Partyspiele haben gerade Konjunktur, von PlayHit bis zu Karaoke-Titeln wie Grab The Mic; PLAY hebt sich davon durch den Schätz-Ansatz und die Streaming-Anbindung ab. Es ist ein tagesaktueller Neuzugang im Kosmos-Programm, kein zeitloser Klassiker, und einer von vielen: Einen Überblick über weitere aktuelle Kosmos-Neuheiten gibt es separat. Ob das Streaming-Konzept im Spielalltag trägt, wird sich zeigen.

  •  

Navoria und Erweiterung „Die vergessenen Lande“ – Viele Wege führen zum Ruhm (Rezension)

Berge erheben sich über dem Meer. Eine Landschaft aus Sand erstreckt sich am Horizont. Ein dichter Urwald erscheint in der Ferne. Auf Geheiß des Regenten seid ihr auserkoren, diese drei neuen Kontinente auszukundschaften. Im Brettspiel Navoria begeben sich die Spielenden also mit entzückenden Entdecker*innen auf Erkundungstour.

Dieser Beitrag wurde von Michelle Saarberg geschrieben

  •  

The 30s auf Gamefound: Lovecraft-Koop aus einer Hand

The 30s auf Gamefound: Lovecraft-Koop aus einer Hand

Auf Gamefound sucht das italienische Ein-Personen-Studio Darkkena seit dem 25. Mai 2026 nach Unterstützung für „The 30s", ein kooperatives Lovecraft-Horrorspiel für eine bis zwei Personen. Mit einem Finanzierungsziel von 4.800 Euro, einem score-getriebenen Tournament-Format und einer überwiegend bildbasierten Kampagne ist das Projekt sehenswert, lässt für deutsche Käuferinnen und Käufer aber zentrale Fragen offen.

Kurz erklärt: The 30s ist ein kooperatives Lovecraft-Horrorspiel für eine bis zwei Personen, das das italienische Solo-Studio Darkkena vom 25. Mai bis 26. Juni 2026 auf Gamefound mit einem Ziel von 4.800 Euro finanziert.

Eckdaten

FeldWert
TitelThe 30s
CreatorDarkkena (Rechtsperson: Roberto Lombardo)
Lead Designerin der Kampagne nicht separat namentlich genannt
Spielerzahl1 (Solo) oder 2 (kooperativ)
Spielzeit15 Minuten (Score-getriebenes Tournament-Format laut Regelheft)
Alterab 10 Jahren
MechanikenKarten-Erkundung, modulare Raum-Tiles, Set-Sammeln, Ressourcen-Management (Health und Sanity), Firefight, Tournament-Scoring
Setting1930er Jahre, Lovecraft-Universum, altes Haus
Kampagnenziel4.800 EUR
Stand am Tag 11.731,76 EUR von 29 Unterstützenden, rund 36 Prozent
Laufzeit25.05.2026 bis 26.06.2026
Auslieferungin der Kampagne öffentlich nicht datiert
BGG-Eintragzum Recherchezeitpunkt nicht auffindbar
Kampagnen-URLgamefound.com/darkkena/the-30s

Worum es geht

Laut Kampagne übernehmen ein oder zwei Spielende die Rolle von Ermittlern, die ein altes Haus betreten, um ein verschwundenes Mädchen zu finden. Das Setting orientiert sich an H. P. Lovecraft, die Inszenierung an klassischem 1930er-Jahre-Horror. Jede Entscheidung erhöht den psychischen Druck, der laut Kurzbeschreibung sowohl auf die Sanity als auch auf die Health der Figuren wirkt. Die Räume des Hauses werden modular ausgelegt, sodass jede Partie eine andere Anordnung anbietet.

Mechanik: Wie The 30s am Tisch funktioniert

Nach dem Live-Gang stellte das Regelheft die wichtigsten mechanischen Lücken zur Verfügung. Die Kampagne selbst hält sich auf der Tag-Ebene („cards", „exploration", „survival", „narrative", „cooperative"), das Manual zeigt ein konkreteres Bild.

Spielziel: The 30s ist ein score-getriebenes Tournament-Format. Wer das Haus durchsucht, sammelt Karten-Sets und löst Bonus-Aktionen aus; am Ende werden Punkte verglichen. Das ist näher an einem kompakten Punkt-Spiel als an einer durchgehenden Story-Kampagne.

Modulare Räume: Das Haus besteht aus quadratischen Raum-Tiles (im Manual unter anderem Living Room, Bedroom, Bathroom, Studio, Dressing Room, Attic und Children Room). Jeder Raum trägt drei nummerierte Suchstellen (1, 2, 3) und zeigt mit Symbolen, ob beim Betreten ein Item liegt oder eine Bedrohung wartet. Die Räume werden zur Partie zufällig angeordnet, nur die zentrale Halle bleibt fixiert.

Zwei Ressourcen: Spielende verwalten parallel Health-Tokens und Sanity-Tokens. Item-Karten können beide Werte gezielt verschieben, etwa „Astral Knowledge" (plus 2 Health, minus 2 Sanity). Permanente Effekte sind möglich, etwa „The Drawing" reduziert Sanity-Verlust gegen Monster dauerhaft um 1.

Item-Karten: Während der Erkundung gefundene Karten teilen sich in verbrauchbare und permanente Effekte. Holy Water gibt 2 zusätzlichen Schaden im Firefight, Strongbox tauscht ein Wunsch-Item gegen je 1 Sanity- und Health-Punkt, The Mirror erlaubt einen Blick auf die nächste Event-Karte und ihren Discard, The Map repositioniert einen bereits erkundeten Raum (Halle ausgenommen).

Event-Karten: Zwischen den Zügen ziehen Bedrohungen ein, etwa „Darkness". Durch Items wie The Mirror lassen sie sich vorzeitig verwerfen.

Firefight: Begegnungen mit Kreaturen werden im Kampf aufgelöst; das Tournament-Sheet vergibt einen ausdrücklichen Bonus, wenn die Spielenden „eine Kreatur mit dem ersten Schuss erlegen" (5 Punkte).

Endwertung: Gefundene Sets aus Cthulhu-Karte, Hinweis-Karten und Charakter-Karten bringen 10 (Paar), 20 (Trio), 35 (Quartett) oder 50 Punkte (Vollsatz). Nicht verbrauchte Spezial-Karten geben je 2 Punkte. Der erwähnte Erst-Schuss-Bonus kommt obendrauf.

Wer auf Regel-Ebene wissen will, was passiert, kommt also nicht mehr auf reine Tag-Lektüre an. Trotzdem bleibt die Kampagne selbst beim Schweigen, das Manual ist eigene Lektüre.

Solo gegen Koop

Die Kampagne wirbt explizit mit „A solo or 2-player cooperative experience". Das Regelheft bestätigt: Die Grundmechanik ist identisch, der Unterschied liegt im Score-Schlüssel. Solo-Spielende setzen Sets gegen die Punkte-Schwellen 10, 20, 35 und 50; das Tournament-Sheet im Koop-Modus listet eine zweite, niedrigere Punktespalte (5, 10, 17, 25) zusätzlich zur Solo-Reihe.

Beides spielt sich also als der gleiche Tile-Crawler, der Koop verteilt die Erfolgsmessung über zwei Profile. Wie genau die Doppelpunktung am Tisch wirkt, ob jede Person eine eigene Score-Linie hat oder eine geteilt wird und eine pro Charakter erhalten bleibt, wird im Sheet selbst nicht ausführlich erläutert.

Wer sich primär für Solo interessiert, bekommt also ein eigenes Score-Profil, kein eigens designtes Solo-Szenario. Bei 1-bis-2-Personen-Spielen ist das ein üblicher, aber kein zwingender Ansatz: Solo-erprobte Backer bekommen damit keinen reinen Solo-Modus, sondern das gleiche Spiel mit angepassten Punktegrenzen.

Die 15-Minuten-Frage

Die in den Kampagnen-Metadaten genannten 15 Minuten wirken zunächst unplausibel für einen Lovecraft-Tile-Crawler. Mit der Regelheft-Lektüre wird die Zahl nachvollziehbarer: The 30s ist als kompakte Punkt-Session angelegt, mit klaren Score-Stufen und ohne narrativen Bogen über eine ganze Kampagne. Ein einzelner Durchgang durch das modular ausgelegte Haus, gesammelte Set-Karten, ein einziger Firefight, dann Endwertung. Wer Lovecraft-Story-Bögen in MoM-Tradition erwartet, sollte umrechnen: The 30s liegt deutlich kürzer und ist ausdrücklich auf Wiederholung mit Score-Verbesserung angelegt.

Aufbauzeit, Regel-Link-Lektüre und das thematische Eintauchen bleiben am Tisch zu kalkulieren; die reine Spielzeit pro Durchgang von 15 Minuten ist nach Regellage realistisch.

Stretch Goals: Inhalt, Regel, Digital

Stretch Goals sind Zusatz-Inhalte, die ein Creator freischaltet, sobald die Kampagne bestimmte Funding-Schwellen erreicht. Bei einem Stand von rund 36 Prozent am ersten Tag liegen die vier angekündigten Goals von The 30s noch deutlich vor dem Spiel. Sie sortieren sich in zwei Kategorien:

  • Inhalt und Regel (5.000 EUR „Red Fog Rule", 7.000 EUR „Ashcroft Character", 12.000 EUR „Special Room Tile"): eine neue Regelvariante, ein neuer spielbarer Ermittler, fünf zusätzliche Raum-Tiles. Diese Goals würden das Spiel inhaltlich oder regelseitig erweitern.
  • Digital (6.000 EUR „STL Files"): STL-Dateien (3D-Druck-Vorlagen) der Miniaturen zum Selbstdruck. Das ist kein Komponenten-Upgrade am physischen Spiel, sondern ein digitaler Bonus für Backer mit eigenem 3D-Drucker.

Reine Komponenten-Aufwertungen (Foil-Karten, Holz statt Pappe, Premium-Boxen) sind unter den angekündigten Goals nicht zu finden. Bei 36 Prozent am Tag 1 ist allerdings selbst das erste Stretch Goal noch nicht in Reichweite, der Kampagne fehlt ein klares Polster für die Schwellenwerte ab 5.000 EUR.

Pledge-Stufen

Die Kampagne bietet sechs Stufen, davon fünf für Privatkunden (alle Backer-Preise sind Frühunterstützer-Konditionen):

  • Print & Play, 5 EUR Early Bird, regulär 8 EUR: rein digitales Spiel zum Selbstausdrucken inklusive Regel-Links in Englisch, Italienisch, Französisch, Deutsch und Spanisch. Mechanisch identisch zur physischen Version. Print & Play bedeutet: alle Spieldateien werden als PDF geliefert, gedruckt wird zu Hause.
  • The 30s game, 24 EUR First Backers / 27 EUR Early / 33 EUR regulär: physisches Grundspiel mit gedrucktem englischen Regelheft. Deutsches Regelheft nur als digitaler Link.
  • The 30s mit 10 Resin-Miniaturen, 48 EUR First Backers / 53 EUR Early / 58 EUR regulär: physisches Spiel plus zehn Resin-Miniaturen. Englisches Regelheft gedruckt, deutsches Regelheft nur digital. Mechanisch identisch zum Grundspiel, der Mehrwert ist ausschließlich Tisch-Optik.
  • The 30s FULL SET, 79 EUR, regulär 85 EUR: Vollausstattung mit elf Resin-Miniaturen, einer 60 mal 60 cm großen Stoff-Spielmatte und einem gedruckten Regelheft in der gewählten Sprache (Italienisch, Deutsch, Französisch, Spanisch oder Polnisch). Einzige Stufe mit gedrucktem deutschen Regelheft.
  • Wiederverkäufer-Bundle, 75 EUR: drei Grundspiele ohne Miniaturen, ausdrücklich nicht für Privatkunden.

Spielmechanisch unterscheiden sich die Stufen nicht. Wer das Spiel inhaltlich kennenlernen will, kommt mit 5 EUR Print & Play an die kompletten Regeln. Wer Resin-Miniaturen schätzt, zahlt rund 50 Euro Aufpreis für die Optik am Tisch. Wer auf Deutsch am Tisch spielen möchte, landet beim FULL SET.

Was deutsche Käufer wissen sollten

Das ist die zentrale Einschränkung dieser Kampagne für die DACH-Region: Ein gedrucktes deutsches Regelheft liegt ausschließlich der FULL-SET-Stufe für 79 EUR bei. In allen günstigeren Stufen ist die deutsche Regel nur als digitaler Link enthalten, der laut Darkkena teilweise erst zwei bis drei Monate nach Kampagnenende verfügbar sein soll. Einen DACH-Lokalisierungspartner (etwa Pegasus Spiele, Frosted Games oder Asmodee) führen die abgefragten Kampagnen-Metadaten und Reward-Beschreibungen nicht; gegebenenfalls am Seitenende oder in späteren Kampagnen-Updates auf einen Partnerhinweis prüfen.

Inhaltlich ist die Altersfreigabe „ab 10 Jahren" eine Faustzahl: Lovecraft-Horror, das Motiv des verschwundenen Mädchens und die zweigleisige Sanity-Health-Mechanik sind für jüngere Spielende und besonders sensible Familien keine sichere Empfehlung. Eltern sollten vor dem Pledge das Erklärvideo durchsehen.

Die Auslieferungstermine sind in den Kampagnen-Metadaten nicht datiert. Versandkosten in die DACH-Region werden ebenfalls nicht öffentlich aufgeführt. Beides sollte vor einem Pledge in den Kampagnen-Updates oder per Nachfrage beim Creator geklärt werden.

Lohnt sich The 30s für DACH-Käufer?

The 30s ist eine kleine Solo-Creator-Kampagne mit großem Genre-Erbe. Wer Lovecraft-Koop am Tisch sucht, hat in der DACH-Region eine etablierte Auswahl mit klar unterschiedlichen Profilen: Arkham Horror LCG ist ein kampagnengetriebenes Living-Card-Game mit Deck-Bau, Villen des Wahnsinns in zweiter Edition setzt auf eine App und tile-basierte Story-Erkundung, Cthulhu: Death May Die ist ein würfel- und kartenlastiger Action-Koop. The 30s positioniert sich klar daneben: ein kompakter, score-getriebener Tile-Crawler mit Set-Sammeln, zwei Ressourcen und einer einzelnen kurzen Sitzung pro Partie. Replay-Anreiz speist sich aus der zufälligen Raum-Anordnung, dem variierenden Karten-Pool und der Score-Optimierung, nicht aus einem Kampagnen-Bogen. Weitere Lovecraft-Brettspiele auf Würfelreich liefern Vergleichspunkte für die Genre-Einordnung.

Hinzu kommt: Roberto Lombardo beziehungsweise Darkkena tritt mit The 30s zum ersten öffentlich auffindbaren Brettspielprojekt an, weder Crowdfunding-Datenbanken noch BoardGameGeek führen ein vorhergehendes veröffentlichtes Spiel. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber bei einem Solo-Creator ohne datierte Auslieferung der erste Backer-Filter. Konkrete Szenariozahlen oder ein verbindender Kampagnenplot sind im Regelheft ebenfalls nicht angelegt; die Spielarchitektur setzt auf wiederholbares Tournament-Format statt Story-Bogen.

Wer den Print-and-Play-Preis von 5 EUR riskieren möchte, kann das Spiel ohne große Investition kennenlernen; wer die deutsche Vollausstattung am Tisch will, zahlt 79 EUR und nimmt offene Fragen zu Auslieferung und Versand mit.

36 Prozent Funding am ersten Tag sind ein solider Start, aber kein Selbstläufer für die Stretch Goals. Beobachten lohnt sich, blind pledgen sollten DACH-Käufer eher nicht. Weitere Gamefound-Kampagnen und laufende Crowdfunding-Vorstellungen auf Würfelreich liefern die nächste Vergleichsrunde.

Update 2026-05-25: Darkkena hat nach Veröffentlichung dieses Artikels das vollständige Regelheft zur Verfügung gestellt. Die Mechanik-Abschnitte und die 15-Minuten-Einordnung sind entsprechend aktualisiert.
  •  

Hol’s der Geier

Nur ein Dachbodenfund?

Hol’s der Geier ist eines der bekanntesten Spiele vom Brettspiel-Urgestein Alex Randolph. Das liegt auch an den einfachen Regeln und der kurzen Spieldauer.

Jeder Spieler hat Karten mit den Werten von 1 bis 15 auf der Hand. Jede Runde legen die Spieler eine davon verdeckt und wetteifern um eine Mäusekarte mit 1 bis 10 Siegpunkten oder wollen die Geierkarten mit -1 bis -5 nicht bekommen. Wer die höchste Karte gelegt hat, bekommt die Karte. Die Geierkarte bekommt der Spieler, der die Karte mit dem niedrigsten Wert gespielt hat. Nach den 15 Runden werden die Punktekarten ausgezählt und in der Regel spielt man eine nächste Partie.

Eine Taktikkomponente liegt darin, dass wenn mehrere Spieler die gleiche höchste Karte legen, der Spieler mit dem Wert danach die Karte bekommt. Und somit muss man sich überlegen, ob man bei der 10-Punkte-Mäusekarte seine 15er Karte legt.

Sollte ich mit der 12 rangehen? Rechnet vielleicht niemand mit und ich habe sie sicher.
24 Siegpunkte, da kommt niemand drüber.

Fazit:

Verstaubte lange auf dem Dachboden. Doch eine kurze Runde geht immer. Schnell erklärt und mit 4-5 Personen sehr unterhaltsam. Aber sicher mit einer hohen Glückskomponente.

Stubenscore: 6,7 / 10


HOL’S DER GEIER
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

  •  

Entgleiste Wahrheiten

Das Team von Suspecto erreichte mit dem Krimi-Spiel Entgleiste Wahrheiten Unerwartbares. Sie erreichten, dass meine Frau und ich, a.k.a. Familie Sherlock, bestehend aus Chris Slater und Julia Jacobsen wieder aus ihrem Versteck in untersten Hirnarealen krochen. Unsere Alter Egos schleppten sich zum verstaubten, imaginären Ermittlerschrank und holten wieder ihre feinsten Detektiv-Hüte heraus und stülpten sich...

Der Beitrag Entgleiste Wahrheiten erschien zuerst auf Brett und Pad.

  •  

Haba kündigt einige Neuheiten für den Herbst 2026 an

Newsbild Der Verlag Haba hat auf Instagram einige Neuheiten für den Herbst 2026 angekündigt. Dabei handelt es sich um vier Titel für ein "etwas älteres" Publikum als viele Spielende vermutlich gewohnt sind, auch wenn Haba dies auch in der Vergangenheti schön des öfteren gemacht hat - zuletzt zum Beispiel mit Nature oder auf Point of View. Phantom der Oper ist ein spannendes Stichduell für zwei Personen, inspiriert von Gaston Leroux’ klassischem Märchen. Eine Person ist das Phantom und versucht, eine perfekte Partitur zu komponieren, während die andere Christine versucht, seine Melodie zu stören und sich zu befreien. In zwei Runden mit jeweils zehn Stichen bedienen sich die Spielenden nach Möglichkeit der Farbe und nutzen Trumpf- und Supertrumpffarben (die Trumpffarben übertreffen), um Stiche zu gewinnen oder zu vermeiden. Die „Zahl auf dem Siegel“ sorgt für Spannung, indem sie Kartentausch und hohe Punktestände auslöst. Um zu gewinnen, muss das Phantom bestimmte Stiche gemäß den Angaben auf dem Notenblatt gewinnen und verlieren, während Christines Ziel darin besteht, die Komposition bei jedem Zug zu stören. Erreicht das Phantom die Punktzahl innerhalb von zwei Runden, gewinnt es; andernfalls entkommt Christine seinem Zugriff. Orbita ist ein taktisches Kartenspiel für zwei Spielende, bei dem es um planetarischen Einfluss und präzises Timing geht. Die Spielenden sind rivalisierende Astronom*innen und verfolgen die Bewegung von vier Planeten, deren Macht sich mit ihren Positionen im Orbit verändert. In jeder Runde spielen die Spielenden ein bis drei Karten eines Planetentyps, um dessen Marker entlang der Umlaufbahn zu bewegen. Der Planet mit der höheren Position gewinnt die Runde, und die Person, die diesen Planeten bewegt hat, erhält alle gespielten Karten. Da die Reihenfolge der Karten auf der Hand nie geändert werden kann, erfordert jede Runde sorgfältiges Kartenmanagement und präzises Timing. Der Clou: Der Sieg kommt von einem Sieg mit dem richtigen Vorsprung. Wenn eine Person nicht mehr spielen kann, vergleichen die Spielenden ihre Sammlungen für jeden Planeten. Für jeden Planeten muss die Person mit weniger Karten diese für Punkte an die andere Person abgeben. Ein zu hoher Gewinn kann nach hinten losgehen, daher hängt der Erfolg davon ab, kurzfristige Gewinne mit langfristiger Kontrolle über alle Planeten auszugleichen. Kilauea von David Bernal und Ferran Renalias ist ein Spiel mit sehr einfachen Regeln, aber einem Punktesystem, das die Spielenden dazu zwingt, stets darauf zu achten, wie sich die Anzahl der Tikis jeder Farbe in jedem Vulkangebiet verändert, und klug zu entscheiden, wo und welche sie auf ihrer persönlichen Insel platzieren. Während ihres Zuges fällen sie Wälder oder bauen Tikis, entweder im Vulkangebiet oder auf ihrer eigenen Insel. Wenn der erste und dritte Wald leer sind, wird jedes Vulkangebiet gewertet, indem der Wert jeder Farbe mit dem Wert multipliziert wird, den sie im entsprechenden Gebiet ihrer persönlichen Insel haben. Aber Vorsicht! Der Punktestand jeder Farbe verändert sich während des Spiels ständig, und die gegnerischen Personen werden versuchen, ihren Punktestand zu maximieren, indem sie ihren nehmen! The Mix bietet eine gelungene Mischung aus Engine-Building, Aktionsauswahl, Ressourcenmanagement und Worker-Placement. Eine Spielrunde besteht darin, dass die Spielenden all ihre Mixolog*innen einsetzen und die entsprechenden Aktionen ausführen. Das Spiel endet, sobald 15 Bestellungen abgeschlossen wurden. Die Person mit den meisten Siegpunkten gewinnt. Die Spiele sollen alle im Herbst, vermutlich rund um die SPIEL im Oktober in Essen, erscheinen.
  •  

Tabula: Spielen zu Zeiten des römischen Kaisers Claudius

Komm mir nicht mit diesen alten Schinken an. In Zeiten, in denen selbst die Neuheit vom letzten Spielejahrgang schon alter und geschmolzener Schnee von vorgestern ist, springen wir mal eben 1976 Jahre zurück. Schon damals hat sich so mancher seine freie Zeit mit einem entspannten Brettspiel vergnüglicher gemacht.

Auf dem SpieleWahnsinn 2026 in Herne waren wir eigentlich auf dem Weg zur Spieleausleihe. So recht konnten wir uns auf nichts einigen und so richtig wollte auch keiner von uns sich ein unbekanntes Spiel selbst erarbeiten. Schließlich war es schon Sonntagnachmittag und der Kopf entsprechend leer gespielt. Unerwartet sprach uns jemand vom Nachbartisch ein, den ich zunächst abwies, dass wir eigentlich keine Prototypen spielen wollten. Weil das, was dort aufgebaut war, sah sehr nach frühem Prototypenstadium aus – eine ausgedruckte abstrakte Spielmatte mit einem Hintergrundfoto einer Burgruine, ein paar W6-Würfel und farbige Spielsteine. Ansprechende Tischpräsenz ist etwas anderes.

Wie uns Bernd Lehnhoff erklärte, war das aber keineswegs ein Prototyp, sondern sicher eines der ältesten Spiele des SpieleWahnsinns. Die Neugier war geweckt und schon saßen wir in entspannter Viererrunde mitsamt unserem Erklärer am Tisch und lauschten, worum es denn hier ging – aber hört einfach selbst per Audio-Mitschnitt:

Zum SpieleWahnsinn hatte der Archäologe Bernd Lehnhoff vom Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bochum eine besondere Vierspieler-Variante von Tabula aus dem 13. Jahrhundert mitgebracht. Dreizehn weitere Spielarten mitsamt dem historischen Hintergrund hat er zusammengetragen und veröffentlicht. Einige davon reichen zurück bis zu Zeiten des römischen Kaisers Claudius und sind demnach weit über 1970 Jahre alt. Anhand von zeitgenössischer Schriften und Illustrationen rekonstruiert Bernd Lehnhoff den Spielverlauf, aber nennt ebenso, was er bisher noch nicht weiß. Er ist eben kein Autor, der sich einfach was dazudenkt, sondern Wissenschaftler.

  •  

SWAMS #85: Welche Spiele haben Chancen auf einen Pöppel?

SWAMS #85: Welche Spiele haben Chancen auf einen Pöppel? Blogspiele Gnislew

Die nominierten zum Spiel des Jahres, Kennerspiel des Jahres und Kinderspiel des Jahres sind bekannt gegeben worden. In allen drei Kategorien gibt es eine Longlist und je drei Titel die nun die Chance auf den Pöppel der jeweiligen Kategorie haben. Wir unterhalten uns darüber wer auf den Listen gelandet ist.

The post SWAMS #85: Welche Spiele haben Chancen auf einen Pöppel? first appeared on Blogspiele.

  •  

Tag Team

Tag Team ist ein reines Zwei-Personen-Spiel, das Auto-Battler-Elemente mit gezieltem Deckbau kombiniert. Der Titel greift das bekannte Tag-Team-Prinzip aus dem Wrestling auf, bei dem sich zwei Kämpfer während eines Matches abwechseln und gegenseitig unterstützen. Jeder Spieler stellt ein Team aus

The post Tag Team first appeared on Spiele-Akademie.de.
  •  

Spiel des Jahres – Reflektionen

Die Spiel des Jahres Nominierungen sind seit letztem Dienstag enthüllt. Welche Spiele es genau sind und welche als empfehlenswerte Spiele des Jahrgangs aufgelistet wurden, wurde seitdem ausreichend kommuniziert. Eine detailliertere Besprechung dieser Spiele wird es in naher Zukunft vermutlich in Form eines Podcasts geben. Heute geht es aber um etwas anderes: nämlich die Verkündung selbst. […]
  •  

One Piece – Eine Schatzsuche, die die Welt erobert

One Piece zählt mit über 600 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Manga-Reihen der Welt. Anime, Filme und Live-Action-Serie haben den Hype weitergetragen. Doch wie schafft es Ei-ichirō Oda seit fast 30 Jahren, immer neue Generationen in den Bann seiner Geschichte zu ziehen?

Dieser Beitrag wurde von Julie Tabea Fiona Wolz geschrieben

  •  

Brettspiel Crowdfunding News 21/26

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Wenige Projekte sind angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche: Concordia Special Edition Am 09. Juni startet die Special Edition von Concordia auf Gamefound. Nach einigen irritierenden Momenten (KI-Grafik, grafische Darstellung des Covers, Double Layer Boards) in der Kampagne sind jetzt weitere Infos bekanntgegeben […]

  •  
❌