Es ist auch mal schön, Spiele mit einfachen Regeln zu konsumieren. Wir haben Bauklötze in vier Farben und können auf unserem Stadtplan
eine Karte aus der 3er-Auslage wählen, um die entsprechenden Bauklötze in unseren Vorrat zu nehmen
unsere Bauklötze auf den Stadtplan setzen und Gebäude bauen.
Schnell aufgebaut
Regeln zum Bauklötzesetzen:
Benachbart zu einem anderen Klotz in einer anderen Farbe
Wir müssen auf alle benachbarten Klötze einen gleichfarbigen Klotz ergänzen können, dabei überbaut man auch Dächer der anderen Spieler
Wir setzen ein Dach auf eines der Häuser und erhalten Siegpunkte in der Farbe des Hauses.
Unter bestimmten Bedingungen erhält man einen Extrazug und man achtet auf die Aufträge für Sonderpunkte. Diese gibt es z.B. wenn man in jedem der sechs Bezirke an einem Haus mit einem Dachteil beteiligt ist, welches aber auch schon überbaut sein kann.
Eine Option ist, sich Klötze entsprechend einer Karte zu nehmen. Auf einigen kann man auch ein Fahrzeug auf seiner Punkteleiste fortbewegen.Maximal 5 Verbindungen gibt es zu einem Feld, somit kann die Höhe nicht über 6 Klötze sein.Die Punktwertung ergibt sich aus dem Spielertableau: Fortschritt der vier Farbleisten, untere Zeile für Anzahl sichtbare Dächer zum Spielende plus Sonderpunkte rechts.
Fazit:
Das Material ist nicht schön. Die Plastikaufbewahrung ist im Neuzustand schon nicht passend für die Karten und optisch ist es auch kein Hingucker. So hat man Material vor 40 Jahren gemacht. Aber spielerisch bietet es viel Interaktion und man beobachtet die Taktik der Mitspieler schon bei deren Auswahl, welche Bauklotzfarbe sie sammeln. Die Regeln sind in 5 Minuten erklärt, ein Spiel dauert keine Stunde. Ich wäre jetzt trotzdem nicht bei einer Deluxe-Kickstarter-Kampagne dabei, aber würde es auch gern Wiederspielen.
Artengarten ist eine vereinfachte Variante von Arche Nova, bei der die Spieler nun in einem Legespiel mit Hilve von Aktionskärtchen Hexplättchen (Tiere, Gebäude und Projekte) auf ihren eigenen Zooplan platzieren, um durch die Plättchen selbst, aber auch durch das Erfüllen von Artenschutzzielen Siegpunkte erzielen.
CMON hat für das Geschäftsjahr 2025 einen Verlust von 19,9 Millionen US-Dollar gemeldet, mehr als das Sechsfache des Vorjahres. Zusammen mit dem Defizit aus 2024 summieren sich die kumulierten Verluste auf rund 23 Millionen Dollar – das 5,5-fache dessen, was der einstige Crowdfunding-Pionier in den neun Jahren davor insgesamt erwirtschaftet hatte. Der Jahresbericht skizziert zugleich die Strategie für 2026: Auslieferung offener Kampagnen, Fokus auf Asien und ein vorsichtiges Crowdfunding-Comeback in der zweiten Jahreshälfte.
Jahresbericht 2025: Umsatz bricht um 73 Prozent ein
Der Konzernumsatz fiel 2025 um 73 Prozent auf 9,9 Millionen US-Dollar, gegenüber 37,3 Millionen im Vorjahr. Besonders drastisch ist der Einbruch in den westlichen Märkten. In Nord- und Südamerika sank der Umsatz um 86 Prozent auf 2,1 Millionen Dollar, in Europa um 81 Prozent auf 2,4 Millionen. Asien verzeichnete mit einem Minus von 33 Prozent auf 5,3 Millionen Dollar einen vergleichsweise moderaten Rückgang.
CMON begründet die Verschiebung mit einer bewussten strategischen Neuausrichtung auf Asien und der anhaltenden Unsicherheit durch US-Importzölle, die 2025 zeitweise bis zu 145 Prozent auf Waren aus China erreichten. Der US-Anteil am Gesamtumsatz halbierte sich dadurch auf 21,4 Prozent, nachdem er 2024 noch bei 42 Prozent gelegen hatte.
Parallel trennte sich der Verlag von mehreren zentralen Marken, um Liquidität zu generieren. Zombicide, das seit dem Kickstarter-Start 2012 über 40 Millionen Dollar eingespielt hatte, wurde an Asmodee verkauft. Blood Rage, Rising Sun und Ankh gingen an Tycoon Games, im Oktober 2025 folgte Cthulhu: Death May Die ebenfalls an Asmodee. Die Verkäufe summierten sich auf rund 5,1 Millionen Dollar, brachten unterm Strich jedoch einen Veräußerungsverlust von 2,4 Millionen.
Auch personell wurde tief eingeschnitten: Die Belegschaft schrumpfte von 81 Mitarbeitenden zu Jahresbeginn 2025 auf 41 zum Start von 2026. Der unabhängige Wirtschaftsprüfer Zhonghui Anda hält im Jahresbericht eine „wesentliche Unsicherheit" fest, die erhebliche Zweifel an der Fortführungsfähigkeit von CMON wecken könnte. Die Geschäftsführung hält dagegen und verweist auf Zusagen einzelner Direktoren, 2,4 Millionen Dollar aus dem Verkauf des Singapur-Büros im Januar 2026 sowie rund 1,25 Millionen Bruttoerlöse aus einer Aktienplatzierung im Februar 2026. Die Bankschulden wurden vollständig zurückgeführt, zum Jahresende 2025 lagen die Barreserven bei etwa 400.000 US-Dollar.
Ausblick 2026: Asien-Fokus und geplantes Crowdfunding-Comeback
Für 2026 steht bei CMON die Auslieferung bereits zugesagter Kampagnen im Zentrum. Acht Crowdfunding-Projekte und fünf Vorbestell-Aktionen sind laut Verlag noch offen. Dazu zählen DC Super Heroes United mit über 4,4 Millionen Dollar Finanzierungsvolumen, DCeased mit mehr als 2,5 Millionen sowie Dune Desert War und das Assassin's Creed Role Playing Game. Die aktuellen Schätzungen sehen die Auslieferung der beiden DC-Titel für das vierte Quartal 2026 vor, offene Verbindlichkeiten aus finanzierten, aber nicht ausgelieferten Projekten summieren sich auf rund 3,2 Millionen Dollar.
Frühestens im zweiten Halbjahr 2026 will CMON ins Crowdfunding zurückkehren, zunächst mit neuen Titeln aus etablierten Spielreihen. Als verbleibendes Zugpferd gilt die Massive-Darkness-Reihe, deren jüngster Teil Massive Darkness: Dungeons of Shadowreach Anfang 2025 auf Gamefound 2,85 Millionen Dollar einspielte und mit Late Pledges auf über 3,7 Millionen anwuchs. In der Zwischenzeit setzt der Verlag auf kleinere Retail-Titel wie Collect!, Peanuts Talent Show, Fairy Perfume, Rocket Punch und Yokai Carnival. Der asiatische Markt soll als primärer strategischer Schwerpunkt ausgebaut werden, der US-Fokus bleibt bis zur Stabilisierung der Handelsbedingungen reduziert.
2026 wird damit zum Prüfstein für einen der Mitbegründer des modernen Brettspiel-Crowdfundings. Gelingt die Auslieferung der offenen Kampagnen nicht termingerecht, dürfte eine neue erfolgreiche Finanzierungsrunde kaum realistisch sein. Mit Barreserven von rund 400.000 Dollar bleibt kaum Spielraum für weitere Rückschläge.
Renegade Game Studios hat die Backerkit-Kampagne für Dungeon Crawler Carl: Unstoppable gestartet. Der solo- und koop-taugliche Card-Crafting-Deckbuilder von Designer John D. Clair basiert auf der Bestseller-Buchreihe von Matt Dinniman und läuft parallel zum ebenfalls finanzierten Dungeon Crawler Carl Rollenspiel. Schon am ersten Tag übertraf die Crowdfunding-Kampagne ihr Finanzierungsziel von 250.000 US-Dollar um rund das Zwanzigfache.
Zwei Spiele, eine Backerkit-Kampagne
Renegade bündelt gleich zwei Tabletop-Titel in einem Projekt. Neben Unstoppable entsteht das skillbasierte Dungeon Crawler Carl Rollenspiel (kurz: CarlRPG), ausgelegt für eine Spielleitung plus mindestens einen Crawler. Das TTRPG bietet über 30 spielbare Völker, eine breite Klassenliste, ein Starter Set, ein über 300 Seiten starkes Core Book für die Etagen drei bis fünf, Miniaturen, Würfelsets, einen GM-Screen und einen Season Pass mit sechs digitalen Content Drops. Beide Spiele lassen sich einzeln oder gemeinsam unterstützen.
Gestartet ist die Finanzierung am 14. April 2026, das Ende ist auf den 15. Mai 2026 angesetzt. Rund einen Tag nach dem Start stehen knapp 4,94 Millionen US-Dollar und rund 20.000 Unterstützer auf der Projektseite – die Kampagne ist damit zu über 2.000 Prozent finanziert. Renegade bietet über Backerkit zusätzlich eine „Pay Over Time"-Option an, mit der sich Pledges ab 150 US-Dollar auf vier monatliche Raten verteilen lassen.
Stretch Goals schalten fortlaufend zusätzliche Inhalte frei, die bei physischen Pledges automatisch beiliegen. Die Illustrationen für beide Spiele stammen erneut von Luciano Fleitas, der bereits die Cover der Romanreihe verantwortet hat. Damit zieht sich eine durchgehende Bildsprache von den Büchern bis zur Tabletop-Umsetzung.
Pledge-Stufen im Überblick
Die Kampagne bündelt Einstiegs-, Unstoppable-, Rollenspiel-, Kombi- und Händlertiers auf einer gemeinsamen Auswahlseite. Alle Preise verstehen sich in US-Dollar, Versandkosten kommen nach Kampagnenende über den Pledge Manager hinzu.
Für den Einstieg ohne physische Ware gibt es zwei Tiers:
À La Carl ($1): Reiner Zugang zum Pledge Manager.
Tunnel Tuner ($40): Digitale Versionen von Core Book und Starter Set.
Wer ausschließlich den Deckbuilder möchte, wählt einen der beiden Unstoppable-Tiers:
Unstoppable – „You Will Not Break Me" ($60): Grundspiel und die kostenlose Crawler-Chaos-Erweiterung.
Unstoppable – All In! ($130): Grundspiel, Crawler-Chaos- und Iron-Tangle-Erweiterung, dazu zwei Standard-Playmats und ein Koop-Playmat.
Für das Rollenspiel reichen die Optionen vom günstigen Regelwerk-Bundle bis zum kompletten Miniaturen-Paket:
Bronze ($55): Starter Set (physisch und digital) samt Sticker und Art Prints.
Silver ($60): Core Book (physisch und digital) samt Sticker und Art Prints.
Gold ($150): Starter Set und Core Book (physisch plus digital), GM-Screen, Season Pass sowie die Würfelsets „Carl's Big Boi Boxers" und „Princess Donut's Crown of the Sepsis Whore".
Platinum ($269): Gold-Inhalte plus ein zusätzliches Smush-Würfelset, drei Würfelbeutel und ein Dice Tray.
Legendary ($399): Platinum-Inhalte plus alle drei Miniaturen-Boxen (Royal Court, Allies and Enemies, Mobs of Mordecai).
Beide Spiele gemeinsam bieten zwei Kombi-Tiers:
Gold Plus+ ($210): Alle Gold-Inhalte plus Unstoppable-Grundspiel und Crawler-Chaos-Erweiterung.
Celestial ($490): Legendary-Inhalte plus Unstoppable-Grundspiel, Crawler-Chaos- und Iron-Tangle-Erweiterung sowie zwei Standard-Playmats und ein Koop-Playmat.
Für stationäre Fachhändler steht zudem das Retailer Pledge ($100) als Anzahlung zur Verfügung. Darüber hinaus gab es mehrere Gen-Con-bezogene Spezial-Tiers zwischen $640 und $900, darunter „Jeff Hays Celestial", „Designer For A Day" sowie drei Crawler-Con-Varianten für Donnerstag bis Samstag. Diese exklusiven Stufen sind bereits ausverkauft.
Unstoppable im World Dungeon: Mechanik und Modi
Unstoppable setzt auf das gleichnamige System von John D. Clair, hier angepasst an die Welt von Carl und Prinzessin Donut. Das Kartenspiel ist für eine oder zwei Personen ausgelegt: Solo übernehmen Spieler die Rolle von Carl, im Koop-Modus schlüpft der zweite Platz in die Rolle von Prinzessin Donut. Gegnerisch treten Nachbarschafts-, Bezirks- und Stadt-Bosse an, die mit jeder Etage des 18-stöckigen World Dungeon härter werden.
Die Eckdaten im Kurzformat:
Spielerzahl: 1–2 Personen
Modi: Solo und Koop, jeweils als Arcade- oder Kampagnen-Partie
Kern der Mechanik ist das Card Crafting. Fähigkeiten und Ausrüstung werden im Verlauf einer Partie Stück für Stück aufgewertet. Jede Verbesserung stärkt allerdings zugleich den aktiven Boss, sodass das Risikomanagement fester Bestandteil jedes Zugs ist. Laut Verlag entsteht daraus ein momentum-basiertes Gameplay, in dem sich Konfrontationen mit jedem Einsatz zuspitzen.
Zwei Spielmodi stehen zur Auswahl. Der Arcade-Modus konzentriert sich auf eine einzelne Etage und liefert kürzere Partien, während der Kampagnen-Modus die Fortschritte über mehrere Etagen hinweg verknüpft. BoardGameGeek listet den Titel derzeit mit einer Komplexität von 2,00 auf der fünfstufigen Skala. Die Durchschnittsbewertung liegt bei 9,33, basiert bislang aber auf lediglich drei Stimmen und ist damit noch wenig belastbar.
Für Fans der Buchreihe bietet Unstoppable einen solo- und koop-tauglichen Einstieg in den World Dungeon, ohne eine komplette Rollenspielgruppe zu erfordern. Versandkosten werden erst nach Kampagnenende über den Pledge Manager abgerechnet. Konkrete Auslieferungstermine nennt Renegade auf der Projektseite bislang nicht. Alle Details zur Finanzierung und den einzelnen Tiers finden sich auf der Projektseite auf Backerkit.
Am 2. Mai 2026 feiert Spiele-Offensive.de den 24. Geburtstag. Passend zum Jubiläum läuft ein Countdown mit 24 Tagen und 24 Angeboten – an jedem Tag wird ein neuer Titel reduziert. Den Auftakt macht heute die Terrakotta-Armee von GiantRoc.
24 Tage, 24 Angebote
Seit 2002 gehört Spiele-Offensive.de zu den festen Adressen im deutschsprachigen Brettspielhandel. Zum Jubiläum spannt der Shop einen Bogen über fast einen Monat: Ab heute wird täglich ein neues Angebot freigeschaltet, bis am 2. Mai der eigentliche Geburtstag erreicht ist.
An der Aktion beteiligen sich unter anderem Frosted Games, Asmodee, Pegasus und Ravensburger. Damit sind sowohl Expertentitel als auch familientaugliche Spiele vertreten. Welche Titel an welchen Tagen reduziert werden, bleibt bis zur jeweiligen Freischaltung offen – ein täglicher Blick in den Shop ist dementsprechend Teil des Konzepts.
Den Anfang macht die Terrakotta-Armee
Als erstes Angebot senkt Spiele-Offensive.de den Preis für die Terrakotta-Armee von GiantRoc auf 14,99 Euro. Regulär kostet der Titel 60 Euro, die Reduzierung gilt solange der Vorrat reicht.
Das Expertenspiel von Przemysław Fornal und Adam Kwapiński ist 2022 erschienen. Für eine bis vier Personen dauert eine Partie zwischen 90 und 120 Minuten, das Mindestalter liegt bei 14 Jahren. Auf BoardGameGeek erreicht es einen Schnitt von 7,39 Punkten bei einer Komplexität von 3,4 von 5. Thematisch arbeiten die Spielenden als Handwerkerinnen und Handwerker an der berühmten Tonarmee des Kaisers Qin Shi Huang, mechanisch tragen Worker Placement und Gebietsmehrheiten das Spiel.
Den direkten Zugriff auf das Angebot gibt es unter spiele-offensive.de. Die folgenden 23 Angebote werden an den jeweiligen Tagen bis zum 2. Mai freigeschaltet.
Eine neue Kampagne für das Wohlfühl-Horror-Rollenspiel Vaesen führt Charaktere nach Stockholm. Dort, in der schwedischen Hauptstadt des 19. Jahrhunderts, wird gerade die Autorität des Königs infrage gestellt. Die Charaktere aber haben ganz andere Sorgen, denn sie wurden gerufen, um einen Mörder zu fangen, dem die Polizei nicht habhaft werden kann.
Moon Colony Bloodbath ist ein Brettspiel-Zungenbrecher mit System – und ein echtes Massaker auf dem Mond! In meinem heutigen Replay erfahrt ihr, warum dieses Retro-Sci-Fi-Spiel mich konsequent scheitern lässt und ich trotzdem sofort die nächste Partie starten will. Wir schauen uns den „Massaker-Motor“ genauer an: Wie verwandelt ein simpler Kartenstapel die lunare Idylle in ein blutiges Chaos aus Amok-Robotern und defekten Luftschleusen? Ich erkläre euch den Kern der Engine-Building-Mechanik und warum das Zerstören der eigenen Mondstation hier emotionaler ist als bei Spielen wie Corrosion. Die Themen im Überblick: Der Massaker-Motor: […]
Der Schwerkraft-Verlag hat wieder einige spannende Neuheiten für 2026 angekündigt, darunter auch das eine oder andere Brettspiel, dass schon letztes Jahr erscheinen sollte. Ich stelle im Folgenden 9 spannende Neuheiten von Schwerkraft vor und gehe darauf ein, auf welche ich mich am meisten freue. Hinterlasst gern einen Kommentar mit euren Highlights 2026 vom Schwerkraft Verlag. […]
Hokus Pictus ist ein magisches Mal- und Ratespiel, das Kinder und Erwachsene mit einfachen Regeln, gutem Spielmechanismus und magnetischem Zauberstab verzaubern möchte. Ist das Janet Kneisel und HUCH! gelungen? Unsere…
Herzlich willkommen in der Archeos Society. Wir sind ein illustrer Kreis und Zusammenschluss der besten Ausgrabungsexperten der Welt. Ein exklusiver und abenteuerlicher Verein. Unser Vorsitzender oder unsere Vorsitzende bittet uns um Hilfe. Sie tritt – ähnlich wie Charlie – nie in Erscheinung, sondern verbirgt sich hinter dem mysteriösen Kürzel W.A. Whatever, wir müssen an den...
Der Verlag Spielworxx hat Anfang April die Vorbestellung für die Neuauflage des Spiels Québec aus dem Jahre 2011 gestartet. Die 1608 von Samuel de Champlain gegründete Stadt Québec ist zweifellos eine der historisch bedeutendsten Städte Nordamerikas. Im Laufe ihrer über vierhundertjährigen Geschichte wurde ihr Schicksal von jenen menschlichen Bestrebungen gelenkt, die das Fundament der westlichen Welt bilden. Ob Religion oder Politik, Wirtschaft oder Kultur. All diese Bereiche haben die Entwicklung der Stadt, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, entscheidend geprägt. In Québec sind die Spielenden für die Entwicklung und den Ausbau der Stadt verantwortlich. In jedem der vier Jahrhunderte ringen sie um die Mehrheit in den fünf Einflusszonen Zitadelle, Religion, Politik, Wirtschaft und Kultur. Dazu eröffnen sie mit ihren Architekt*innen neue Baustellen und entsenden Arbeiter*innen, um den Bau dieser Gebäude voranzutreiben. Entsenden sie Arbeiter*innen zu einer Baustelle einer fremden Architekt*in, dürfen sie zusätzlich die Aktion des zugehörigen Bezirks nutzen, steigern damit jedoch den Wert dieses fremden Gebäudes. Hier gilt es stets zwischen kurzfristigen Vorteilen und langfristiger Strategie abzuwägen. Bei Fertigstellung eines Gebäudes, werden die Arbeiter*innen von dort auf das Einflussrondell versetzt. Am Ende jedes Jahrhunderts erhalten die Spielenden Siegpunkte für ihre Arbeiter*innen in den fünf Zonen des Einflussrondells. Dann findet eine „kaskadierende“ Wertung statt: Wer in einer Zone die Mehrheit hat, verschiebt die Hälfte der eigenen Arbeiter*innen in die nächste Zone. Dies ermöglicht, dieselben Arbeiter*innen mehrfach zu werten, was zu einer mächtigen Punktekaskade führen kann. Erscheinen soll das Spiel im Juli zur BerlinCon.
Bei Project Skyline baut ihr Hochhäuser und konkurriert um die besten Standorte, während ihr euer Kartendeck gezielt erweitert. Wir haben uns das Spiel genauer angesehen und berichten von unseren Eindrücken.
Project Skyline
Mit Project Skyline dreht sich alles um den Bau moderner Hochhäuser in bekannten Metropolen. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Bauunternehmen, die ihre Projekte möglichst gewinnbringend umsetzen wollen. Dabei geht es nicht allein darum, möglichst viele Gebäude zu errichten, sondern gezielt die attraktivsten Stadtbereiche zu nutzen und die Nähe zu Monumenten auszuspielen. Wer es schafft, sein Kartendeck sinnvoll zu entwickeln und gleichzeitig die Dynamik auf dem Spielplan im Blick zu behalten, kann sich am Ende die meisten Einnahmen sichern.
Project Skyline: So wird es gespielt
Im Zentrum des Spiels steht ein Deckbau-Mechanismus, der mit einem räumlichen Bauprinzip kombiniert wird. Zu Beginn verfügen alle über ein identisches Kartenset, das grundlegende Aktionen ermöglicht. Im Verlauf erweitern die Spieler dieses Deck durch neue Karten aus dem Basis- und Upgrade-Markt. Diese Karten bestimmen, welche Bauaktionen möglich sind, etwa das Errichten von Etagen in bestimmten Stadtgebieten oder das Platzieren von Gebäuden in der Nähe besonderer Felder. Gleichzeitig eröffnen sie zusätzliche Optionen wie das Verschieben bereits gebauter Strukturen oder das Generieren von Geld.
Der Spielplan zeigt eine Stadt, die in verschiedene Zonen unterteilt ist. Wohn-, Industrie-, Geschäfts- und Erholungsgebiete bringen unterschiedliche Anforderungen und Möglichkeiten mit sich. In jeder Runde ziehen die Spieler Karten von ihrem persönlichen Deck und entscheiden, wie sie diese einsetzen. So kann etwa eine Karte genutzt werden, um mehrere Etagen in einem Geschäftsviertel zu errichten, während eine andere gezielt das Bauen neben einem Monument erlaubt. Diese Monumente spielen eine zentrale Rolle, da sie zusätzliche Vorteile gewähren und damit bestimmte Bauplätze besonders attraktiv machen.
Während sich die eigene Skyline langsam entwickelt, entsteht auf dem Spielplan eine spürbare Konkurrenzsituation. Da die verfügbaren Bauflächen begrenzt sind, müssen die Spieler abwägen, ob sie früh bestimmte Positionen sichern oder zunächst ihr Deck verbessern wollen. Wer sich auf eine Strategie festlegt, muss gleichzeitig flexibel bleiben, denn die Kartenhand variiert von Runde zu Runde. Die Entscheidung, ob man direkt baut oder zunächst in neue Karten investiert, beeinflusst den weiteren Spielverlauf deutlich.
Ein typischer Spielzug kann darin bestehen, mehrere Karten zu kombinieren, um gezielt in einem lukrativen Gebiet zu bauen und gleichzeitig einen Bonus durch ein angrenzendes Monument zu erhalten. In einer späteren Runde kann eine Upgrade-Karte dann genutzt werden, um ein bereits gebautes Stockwerk an eine bessere Position zu versetzen und dadurch zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Solche Wechselwirkungen zwischen Karten und Spielplan prägen das Spielgefühl und sorgen dafür, dass sich jede Partie anders entwickelt.
Das Spiel endet, sobald bestimmte Bedingungen erreicht sind, und die Spieler werten ihre Einnahmen aus. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der errichteten Gebäude, sondern auch deren Platzierung und die Nutzung von Synergien. Project Skyline verbindet damit klassische Deckbau-Elemente mit einem taktischen Aufbau auf dem Spielplan, bei dem Timing und Position eine zentrale Rolle spielen.
(c) Piatnik
Project Skyline: Fazit und Wertung
Ja, auf den ersten Blick erinnert die vertikale Bauweise von „Project Skyline“ etwas an Tower Up. Die hochwachsenden Kunststoffgebäude sehen ähnlich aus, spielerisch geht das Ganze aber in eine andere Richtung.
Und das ist gut so!
Thematisch dreht sich alles um den Immobilienmarkt von New York oder Tokio, mit einem feinen Deckbau-Mechanismus: Mit einem Starter-Set aus acht Karten entwickelt ihr Stadtviertel, baut Gebäude Etage für Etage und versucht, möglichst wertvolle Immobilien zu schaffen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Höhe, sondern vor allem die Lage – besonders in der Nähe von bekannten Wahrzeichen.
Sehr gelungen ist die Idee, wie man im Spielverlauf das eigene Kartendeck verbessert, wenn man neue Karten erwirbt oder bestehende aufwertet, um stärkere Kombinationen zu nutzen. In jedem Spielzug zieht man zwar immer nur vier vom eigenen Nachziehstapel. Doch auch die besten Karten kommen regelmäßig wieder auf die Hand und können strategische Vorteile bieten.
Da Bauplätze auf dem gemeinsamen Spielfeld schnell knapp werden, lohnt sich immer auch ein Blick auf die Konkurrenz. Mit rund 60 Minuten Spielzeit bietet „Project Skyline“ ein taktisches Städtebauspiel, das deutlich mehr bietet als nur hübsche Wolkenkratzer. Immer noch auf Familienspiele-Niveau, aber herausfordernd und eher ab 12 Jahren aufwärts zu empfehlen.
Project Skyline – auf einen Blick
Project Skyline ist der Erstling von Autor Florian Maas und kombiniert gekonnt Deckbau-Elemente mit Flächenmanagement. Ohne Dinge zu verkomplizieren, haben bis zu vier Spieler Gelegenheit, sich strategisch auf einem gemeinsam Spielfeld zu messen. Macht Spaß!
Autor: Florian Maas | 2026 | Piatnik | 2 bis 4 Personen | ab 12 Jahren | bis 60 Minuten
Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).
Strohmann Games bringt das Expertenspiel Covenant in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf Deutsch heraus. Das Spiel des spanischen Autors Germán Palomar Millán, der unter anderem für „Bitoku" und „Men Nefer" bekannt ist, wurde ursprünglich beim Verlag Devir veröffentlicht. Mit einem Komplexitätswert von 3,71 auf der BGG-Skala richtet es sich an erfahrene Brettspieler, die thematische Tiefe mit anspruchsvollen Mechaniken schätzen. Geeignet ist es für 1 bis 4 Personen ab 14 Jahren bei einer Spielzeit von rund 90 bis 100 Minuten.
Zwerge, Dunkelheit und ein heiliger Berg
In Covenant übernehmen die Spieler die Rolle von Anführern verschiedener Zwergen-Clans. Der König hat alle Clans aufgerufen, den heiligen Berg Karrak-cüm-Kazar zurückzuerobern. Seit Urzeiten die Heimat der Zwerge, wird der Berg schon zu lange vom Dunklen Fürsten und seinen Kreaturen besetzt. Es ist höchste Zeit, dass die Zwerge zurückkehren.
Über drei Runden hinweg weisen die Spieler ihren Zwergen unterschiedliche Aufgaben zu. Sie erkunden die alten Hallen, bekämpfen Feinde und errichten Gebäude, um die legendäre Zwergenstadt wieder zum Leben zu erwecken. Die Spielmechaniken verbinden Worker Placement mit Action Points und Set Collection. Mit Token und Werkzeugen graben sich die Zwerge tiefer in den Berg hinein.
Wer am Ende den meisten Ruhm angesammelt hat, gewinnt nicht nur das Spiel, sondern auch die Anerkennung des Königs. Laut der BGG-Community entfaltet Covenant seine Stärken besonders zu zweit oder zu dritt. Das Spiel hat auf BoardGameGeek eine durchschnittliche Bewertung von 7,74 und liegt im Strategy Game Ranking auf Platz 872.
Erscheinung und offene Fragen
Das Design stammt von Enrique Fernández Peláez, der unter anderem an „B-Sieged" und „Monster Lands" mitgewirkt hat. Der genaue Erscheinungstermin und der deutsche Titel stehen noch nicht fest. Strohmann Games hat bislang nur die zweite Jahreshälfte 2026 als Zeitraum genannt.
Covenant ist bereits in der Originalfassung von Devir erhältlich und kann auf Tabletopia digital ausprobiert werden. Ob die deutsche Ausgabe zusätzliches Material oder Anpassungen enthält, ist derzeit nicht bekannt.
Ab dem dritten Mal, so sagt man, wird eine Neuerung zur Tradition. Die SPIEL in ESSEN hat nun ihren Botschafter für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Wie üblich wird diese Wahl in den sozialen Medien von den typischen Untertönen begleitet: „Kenne ich nicht!“, „Mir egal!“ oder „Hätte man nicht jemand Passenderes finden können?“ sind die üblichen ungefragten Wortmeldungen.Ich gebe offen zu: Auch mir…
Seit 2019 vergibt eine zehnköpfige Jury in den USA die American Tabletop Awards (ATTA) für herausragende Brettspiele. Die Auszeichnungen decken vier Kategorien ab, von leichten Einstiegsspielen bis hin zu komplexen Strategietiteln. Jetzt stehen die Sieger des Jahrgangs 2026 fest.
Die vier Gewinner im Überblick
In der Kategorie „Early Gamers", die sich an jüngere und neue Spieler richtet, setzt sich Magical Athlete von Richard Garfield und Takashi Ishida (CMYK Games) durch. Das chaotische Rennspiel für 2–6 Personen ab 6 Jahren bietet Partien von rund 30 Minuten. Vor jedem Rennen draften die Spieler Athleten mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die das Spielgeschehen gehörig durcheinanderbringen können. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine durchschnittliche Bewertung von 7,9.
Die Kategorie „Casual Games" geht an Hot Streak von Jon Perry, ebenfalls bei CMYK Games erschienen. Hier wetten 2–8 Spieler auf Maskottchen in einem unberechenbaren Rennen, das in etwa 20 Minuten gespielt ist. Über ein Drafting-System platzieren die Spieler Wetten und beeinflussen gleichzeitig verdeckt den Rennverlauf. Damit sichert sich CMYK Games gleich zwei der vier Auszeichnungen.
Den Preis für das beste „Strategy Game" erhält The Lord of the Rings: Fate of the Fellowship von Matt Leacock (Z-Man Games / Asmodee). In dem kooperativen Spiel für 1–5 Personen steuert jeder Spieler zwei Charaktere, um Frodo auf seinem Weg zu beschützen und den Einen Ring zu vernichten. Mit einer Spielzeit von 60–150 Minuten und einer Komplexitätswertung von 3,1 auf BGG richtet sich der Titel an erfahrene Spieler. Der Pandemic-Erfinder Leacock liefert hier eine thematische Neuinterpretation seiner kooperativen Spielmechaniken.
In der Königskategorie „Complex Games" gewinnt Molly House von Jo Kelly und Cole Wehrle (Wehrlegig Games). Das Spiel versetzt 1–5 Spieler in das London des frühen 18. Jahrhunderts, wo sie als sogenannte Mollies rauschende Feste veranstalten und gleichzeitig den moralistischen Ordnungshütern ausweichen müssen. Mit einer Komplexitätswertung von 3,7 auf BGG und Mechaniken wie Verhandlung, Bluffen und einem Verräterelement zählt Molly House zu den anspruchsvolleren Titeln des Jahrgangs. Die Spielzeit liegt bei 60–120 Minuten.
Nominierungen und Empfehlungen
Neben den Gewinnern vergab die Jury in jeder Kategorie jeweils zwei Nominierungen und zwei Empfehlungen. In der Kategorie „Early Gamers" waren The Sandcastles of Burgundy von Stefan und Susanne Feld (Ravensburger) sowie Splendor Kids von Marc und Catherine André (Space Cowboys / Asmodee) nominiert. Als empfohlen gelten Cascadia Junior von Fertessa Allyse und Randy Flynn (Flatout Games) sowie Duck & Cover von Oussama Khelifati (Captain Games).
In der Kategorie „Strategy Games" nominierten die Jurymitglieder Critter Kitchen von Alex Cutler und Peter C. Hayward (Cardboard Alchemy) sowie Kinfire Council von Kevin Wilson (Incredible Dream). Knitting Circle von Emily Vincent (Flatout Games) und Moon Colony Bloodbath von Donald X. Vaccarino (Rio Grande Games) erhielten eine Empfehlung.
Bei den „Complex Games" gingen die Nominierungen an Tidal Blades 2: Rise of the Unfolders von Tim und Ben Eisner (Druid City Games) sowie Covenant von Germán P. Millán (Devir). Empfohlen wurden Above and Below: Haunted von Ryan Laukat (Red Raven Games) und Galactic Cruise von TK King, Dennis Northcott und Koltin Thompson (Kinson Key Games).
Auffällig in diesem Jahrgang: CMYK Games dominiert die leichteren Kategorien mit zwei Siegen, während Asmodee-Labels sowohl bei den Casual als auch bei den Strategy Games stark vertreten sind. Alle Details zu den ATTA Awards 2026 findest du auf der offiziellen Website.
Der belgische Spieleautor David Ausloos, bekannt durch Dreamscape (2019 bei HUCH!), meldet sich mit einer Neuheit bei Schwerkraft zurück. In TwinStar-Täler betreiben 1 bis 4 Spieler eigene Logistik-Unternehmen, die Obst von Gärten zu Handelsmärkten transportieren. Das Ergebnis ist laut Verlag eines der interaktivsten Spiele im Schwerkraft-Programm.
Obsthandel mit Weitblick
Eine Partie erstreckt sich über zwei Spieljahre mit jeweils bis zu sieben Spielzügen. In dieser Zeit bauen die Spieler Transport-Routen aus, errichten Handelsmärkte und erforschen Verbesserungen. Der Platz für neue Märkte und Routen ist jedoch stark begrenzt, sodass eigene Prioritäten gesetzt werden müssen. Weitsicht ist gefragt, denn keine Investition zahlt sich sofort aus. Errichtete Märkte müssen auch von anderen Spielern angefahren werden, um sich als lohnend zu erweisen.
Die Interaktion geht dabei weit über das Spielbrett hinaus. Die Preise der Obstsorten schwanken nach Angebot und Nachfrage. Wer den perfekten Verkaufszeitpunkt erwischen will, muss die Vorräte der Mitspieler im Blick behalten. Zusätzlich teilen sich alle Spieler ein gemeinsames Aktionstableau für die Aktionen „Bauen", „Liefern", „Forschen" und „Anbauen". Gelegentlich lohnt es sich, gleich zwei Spielzüge auf einmal abzugeben, um eine wichtige Aktion vor einem Mitspieler durchzuführen.
Variabler Aufbau und Fortgeschrittenen-Modus
Trotz der thematischen Einbettung spielt sich TwinStar-Täler in 60 bis 80 Minuten eher wie ein strategisches Puzzle, das auf knifflige Entscheidungen setzt. Für Abwechslung sorgt der modulare Spielplan aus fünf doppelseitigen Teilen, die bei jeder Partie neu ausgelegt werden. Hinzu kommt ein teilweise zufälliges Nachwachsen der Obstsorten in den Gärten.
Wer nach den ersten Partien mehr Tiefe sucht, greift zum Fortgeschrittenen-Modus. Dort liegen 8 von insgesamt 47 Aufträgen zum Erledigen aus, die zusätzliche taktische Überlegungen erfordern. Auch hier gilt: Die Mitbewerber nicht aus den Augen verlieren. TwinStar-Täler ist ab sofort im Spielefachhandel erhältlich.
Reinhold Wittig ist tot. Er starb am 11. April 2026 in Göttingen. Mit ihm verliert die Spieleszene einen ihrer kreativsten Köpfe. Ein Nachruf auf einen Künstler, Verleger, Autoren und auf sein Perlhuhn. Weder ein Nilpferd in der Achterbahn, noch Schlangen auf Leitern können es mit dem Perlhuhn aufnehmen. Das Tier hat die deutsche Spiellandschaft wie kein anderes geprägt, dank Reinhold Wittig. Wie ein Perlhuhn pickte Wittig alles auf, was ihm begegnete. Bierdeckel inspirierten ihn ebenso wie Würfel. Schrott wurde zu Kunst, Ideen zu Veranstaltungen. Er erfand Hunderte Spiele. 1976 gründete er den Verlag Edition Perlhuhn, 1983 das Spieleautoren-Treffen in Göttingen,
Board Game Arena hat in der vergangenen Woche zwei neue Titel ins Programm aufgenommen. Mit The Massive-Verse Fighting Card Game kommt ein schnelles Zwei-Personen-Duell mit Superhelden-Thema auf die Plattform. Please Don't Burn My Village! bringt ein Kartenspiel mit Bluff- und Bietmechanismen aus dem Castle-Panic-Universum an den digitalen Tisch.
The Massive-Verse Fighting Card Game – Superhelden-Duell in fünf Minuten
The Massive-Verse Fighting Card Game stammt von Designer Brian McKay und erscheint bei Solis Game Studio. Das Kartenspiel ist ausschließlich für zwei Personen konzipiert und dauert laut BoardGameGeek zwischen 5 und 10 Minuten. Auf Board Game Arena liegt der Durchschnitt bei etwa 5 Minuten.
Im Kern dreht sich alles um das gleichzeitige Ausspielen von Fähigkeitskarten. Beide Spielenden wählen verdeckt eine Karte aus ihrer Hand und decken sie dann gleichzeitig auf. Die Auflösung hängt von der richtigen Einschätzung des Gegenübers ab. Mechanisch verbindet das Spiel Handmanagement, simultane Aktionswahl und Schere-Stein-Papier-Elemente mit variablen Charakterfähigkeiten.
Acht verschiedene Helden aus dem Massive-Verse-Universum stehen zur Wahl. Neben dem Standardmodus mit einem Helden pro Seite bieten der Legacy- und der Conquest-Modus jeweils Teams aus drei Helden. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 6,85 aus 10 Punkten bei 124 abgegebenen Stimmen. Das Komplexitätsgewicht liegt bei 1,67 von 5. Das Spiel lässt sich ohne Premium-Abo spielen.
Please Don't Burn My Village! – Drachen bestechen im Castle-Panic-Universum
Please Don't Burn My Village! von Designer Simon Weinberg erscheint bei Fireside Games und ist im Universum von Castle Panic angesiedelt. Das Kartenspiel für 2–5 Personen dauert laut BoardGameGeek 20–30 Minuten. Auf Board Game Arena liegt die durchschnittliche Partiedauer bei 15 Minuten.
Ein Drache bedroht sämtliche Dörfer im Königreich. Durch geschicktes Bieten mit Schatzkarten versuchen die Spielenden, den Drachen gnädig zu stimmen und das eigene Dorf vor der Zerstörung zu bewahren. Drei Aktionen stehen pro Zug zur Wahl: den Drachen bestechen, auf dem Schwarzmarkt einkaufen oder eine Karte nachziehen. Jede Bestechung verändert den Wert der jeweiligen Schätze in der Gunst des Drachen.
Die Mechaniken umfassen Marktspekulation, Push Your Luck und wirtschaftliches Taktieren. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 6,58 aus 10 Punkten bei 214 abgegebenen Stimmen. Das Komplexitätsgewicht liegt bei 1,50 von 5. Für die Illustrationen zeichnet Tad Lambert verantwortlich. Das Spiel lässt sich ohne Premium-Abo spielen.
15.04.2026 - Am 11. April ist Reinhold Wittig gestorben, Autor von Spielen wie Müller & Sohn, Piratenbillard oder der Würfelpyramide Das Spiel, Gründer seines eigenen Verlags Edition Perlhuhn sowie langjähriger Organisator des Spieleautorentreffens in seiner Heimatstadt Göttingen. Er wurde 89 Jahre alt. Sein Wegbegleiter Hilko Drude erinnert hier an sein Leben. Ein Nachruf unseres Chefredakteurs Stefan Ducksch findet sich in der aktuellen Ausgabe der spielbox, die am 21.4. erscheint.
Die Nachricht ist schon ein paar Wochen alt, aber ich bin erst jetzt darüber gestolpert – und sie ist definitiv einen Beitrag wert. Mit Excursions erscheint eine Reimplementierung von Galactic Cruise, die von Kinston Key Games entwickelt wird. Und zwar nicht einfach eine abgespeckte Version, sondern – wenn die ersten Stimmen stimmen – ein eigenständiges Spiel, das die […]