Normale Ansicht

Railroad Tiles

Von: ferengi
20. März 2026 um 06:41

Lass uns das bitte nie wieder spielen?

Auch wenn die Railroad-Ink-Reihe sehr beliebt ist, konnte sie mich nicht überzeugen. Zu unplanbar war mein Schienen- und Straßennetzwerk, da der Würfelzufall entscheidet, was ich denn auf meinem Plan einzeichnen darf. „Lass uns das bitte nie wieder spielen“, würde der eine Stubenzocker hierzu schreiben.

Mit der „Fortsetzung“ hat das Entwicklerteam Hjalmar Hach und Lorenzo Silva diese Kritik aufgenommen und mit dem ziehen der Plättchen die Reihenfolge randomisiert, aber letztendlich alle möglichen Optionen den Stadtplanern gelassen. In einem Spiel mit vier Personen ist hierbei die Strategiekomponente hoch, da der erste Spieler der Runde sich die gewünschte Plättchenreihe aussuchen kann. Mit dem Wählen der Reihe wird dann auch gleich die Reihenfolge für die nächste Runde festgelegt. Ein inzwischen bekannter und beliebter Mechanismus.

Die Bahnhofstafel regelt die Spielerreihenfolge, mögliche Plättchen für die Runde und mögliche Platzierungen von Anzeigemakern für Siegpunkte (siehe Uhr: Auto, Zug oder Person)

Zum legen der Plättchen sollte man die Siegpunktebedingungen berücksichtigen, die sehr überschaubar sind:

  • Nachdem die Plättchen gelegt wurden, können Auto, Zug und Personen-Meeples, die gerade im Wartebereich auf der Bahnhofstafel sind, passend auf Plättchen gelegt werden, die eine entsprechende Markierung haben. Hierfür gibt es einen Punkt. Sind schon andere Meeples dieser Art über Straßen/Schienen verbunden, gibt es für diese zusätzlich Punkte.

Und zum Spielende in der Abschlusswertung:

  • je Gebäudebereich mit mindestens 3 Plättchen gibt es 5 Punkte
  • das größte zusammenhängende Baufeld-Rechteck/Quadrat gibt die Summe der Plättchen als Punkte
Eine Person (roter Meeple) gibt beim Setzen einen Punkt. Setze ich eine zweite Person, die über Schienen- oder Straßennetz miteinander verbunden sind, bekomme ich dann weitere 2 Punkte.
Leider konnte ich kein großes Rechteck für viele Siegpunkte legen. Das passende Plättchen in der Mitte hat mir immer jemand grinsend weggeschnappt. Und Achtung: Zuviele offene Enden bringen Minuspunkte am Spielende

Fazit:

Das Material mit seinen Holzmeeples und hellen Zeichnungen auf den Plättchen im Stoffbeutel ist schon schön. Das Entwicklerteam hat bei der Ink-Version mit einer Rot, Blau, Grün und Gelb-Variante für Abwechslung gesorgt. Auch bei beim Teilchen-Spiel gibt es schon jetzt Erweiterungen mit Gebäuden mit zusätzlichen Siegpunktebedingungen und einige Erweiterungen mit neuen Stoffbeuteln, Plättchen und Zusatzregeln. Ich bin bereit für eine nächste Runde. Lass uns das bitte wieder spielen.

Stubenscore: 7,7 / 10


RAILROAD TILES
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Bezzerwizzer

Von: Markus
19. März 2026 um 00:07

Bezzerwizzer 2.0 vs. Bezzerwizzer. Ein doppelter Test? Was soll das? Das Spiel ist bei uns ein absoluter Dauerrenner. Fluch und Segen zugleich. Fluch: Ich bekomme abends häufig meine Frau und meine Kinder zu keinem Brettspiel. Alles wird abgelehnt. Aber eine Partie Bezzerwizzer, Panda Royale oder Hitster geht irgendwie immer. Das fuckt mich ultra ab. Segen:...

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Grimscar

17. März 2026 um 16:26

Hunger, Hass und Hoffnungslosigkeit

Wenn ich die Videos von Dungeon Dive sehe, hätte ich gern das gesamte Regal, dass man beim Creator Dan im Hintergrund sieht. Viele RPGs, oft bestimmt von Science-Fiction und Horror dort zu sehen und so wundert es nicht, dass Grimscar zum Solo RPG 2025 auf dem Kanal gekürt wurde.

Wenige Monate nach dieser Wahl, halte ich nun mein Exemplar in den Händen und erstelle meine Charakter mit den Werten wie Rage, Hatred, Butcher, Patience, Pity und Hope. Klingt schon mal nach einem Spiel für mich. Dazu bekommt mein Charakter physische Werte wie Survival, Charm, Reputation und Wear. Mit einem altem Schwert und Holzschild trete ich als Freiwilliger an, um aus der ehemals blühenden Stadt Grimscar in den umliegenden Wald zu nach Nahrung zu suchen. Denn in Grimscar nunmehr ist verfallen und die Menschen leiden Hunger. Monster und Banditen treiben ihr Unwesen und je weiter ich mich nach der Stadt entferne, desto größere Gefahren warten auf mich.

Neben der Erkundung stehen Kämpfe im Focus der Rollenspiels von Gunner Almr. Jedes Ereignis, jede Begegnung oder jeder Fund wird in Grimscar aus diversen Tabellen ausgewürfelt. Auch bei den Kämpfen kann das Würfelglück eine große Rolle spielen, wobei man unter anderem durch den Einsatz der oben genannten Charakterwerte sein Würfelergebnis beeinflussen kann. Jedoch geht der Einsatz möglicher Modifikatoren immer mit einem Risiko einher. Man muss jeweils aus einer „Konsequenztabelle“ einen Malus auswürfeln, der seinen Charakter für den weiteren Verlauf des Spiel schwächer macht.

Und je länger ich spiele, desto mehr sinkt dazu mein Wert der „Hoffnung“ während meine Erschöpfung steigt. Anspannung, Unsicherheit und eine drückende Atmosphäre sind in Grimscar permanent präsent. Und wie viele Solo RPGs ist Grimscar nicht wirklich einfach – letztendlich ein Mittel, um daraus eine zusätzliche Spannung oder Anspannung zu ziehen.

Wer mehr von der Geschichte erleben möchte, kommt nicht umher ein paar Hausregeln einzuführen – ein Start mit einer besseren Waffe kann zum Beispiel sehr helfen. Denn es lohnt sich das Spiel länger zu erleben: die Texte sind wirklich stimmungs- und humorvoll geschrieben, die anzutreffenden Charaktere herrlich skurril, und der Stil der Zeichnungen von Jake Abington bringen die dunkle Stimmung großartig rüber.

Grimscar mag kein perfektes „Spiel” sein, aber in Sachen Story und Atmosphäre ist es sehr unterhaltsam und trifft meinen Nerv.

Stubenscore: 8 / 10

Schon die ersten Schritte in den Wald können den Tod bringen.
Ich kann meine gewürfelte 4 mit meinen Charakterwerten erhöhen – aber das kommt immer mit einem Preis.
Atmosphärisch und textlich ist Grimscar stark.
Und teilweise unbarmherzig, wenn es um die Ergebnisse aus Würfeltabellen geht.

GRIMSCAR

The Drifter

16. März 2026 um 07:32

Ein emotionales Meisterwerk mit Tiefgang

The Drifter ist ein klassisches Point-and-Click-Adventure mit wunderbarer 2D-Pixelgrafik. Worum geht’s? Du schlüpfst in die Rolle des abgebrühten Landstreichers (Drifters) Mick Carter, der nach einigen Jahren in seine Heimatstadt zurückkehrt. Natürlich gerät er gleich zu Beginn in eine Schießerei, wird Zeuge eines grausamen Mordes, von futuristischen Soldaten gejagt – und stirbt…  nur um wenige Sekunden vor seinem Tod wieder aufzuwachen. Was für ein Einstieg, der mich sofort gepackt und in seinen Bann gezogen hat!

„Wie befreie ich mich nur unter Wasser mit einem Gewicht an den Füßen? Offensichtlich hat das noch niemand geschafft…schon war ich tot“

Das Spiel ist eine düstere Pulp-Story, die sich zentral mit den Themen Tod, Verlust und der Bewältigung der eigenen Vergangenheit auseinandersetzt. Es ist wahrlich keine leichte Kost und hinterlässt immer wieder einen Kloß im Hals. Doch trotz der ernsten Handlung sorgen schwarzer Humor und unerwartete Plot-Twists für ausreichend Abwechslung.

Die klassischen Point-and-Click-Kombinationsmöglichkeiten sind auch hier vertreten. Im Vergleich zu anderen Titeln des Genres sind die Lösungen hier jedoch meist logisch und intuitiv zu meistern. Ab und zu bleibt einem zwar nichts anderes übrig, als auf Trial-and-Error zurückzugreifen, aber das hält sich in Grenzen.

„Wir bauen einen Molotow-Cocktail aus einer Flasche Rum und den Klamotten einer Leiche.“

Kommen wir zum Soundtrack, der für mich einen großen Teil der Atmosphäre ausmacht. Die alten, analogen Klänge (u. a. vom Korg MS-20 mini) verleihen dem Spiel eine einzigartige, fast schon hypnotische Stimmung, die perfekt zur düsteren, mysteriösen Welt passt. Sie unterstreichen die bedrückende Atmosphäre und ziehen einen noch tiefer in die Geschichte hinein.

„Uuh…im Sargaufzuwachen ist schürt die tiefsten Ängste.“

Fazit: Wer auf packende Geschichten, einen fetten Sound und wunderbare Pixelgrafik steht, kommt an The Drifter nicht vorbei. Das Spiel schafft eine fesselnde Ästhetik, die lange nachhallt – und das im besten Sinne. Absolut empfehlenswert!

Stubenscore: 9 / 10


THE DRIFTER
OPENCRITIC

SWITCH (kommt) | PC (getestet)

Kill Doktor Lucky

16. März 2026 um 00:44

Es gibt Abende, da denkt man sich: „Ach, heute machen wir was Lockeres.“ Abende, an denen selbst meine Eltern, für die Brettspiele böhmische Dörfer sind, sich an den Tisch wagen. Kill Doktor Lucky ist solch ein Spiel. Es ist simpel und damit maximal einsteigerfreundlich. Eigentlich. Denn wenn Kill Doktor Lucky auf den Tisch kommt, ist...

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Hitster: Urban & Hip-Hop

Von: Markus
12. März 2026 um 00:07

Es gibt ein neues Expansion Pack: Hitster: Urban & Hip-Hop. Hitster ist immer schon in meinem und im Herz meiner Familie verankert. Aber tatsächlich geht das Expansion Pack Hitster: Urban & Hip-Hop mit 150 neuen Songs in der Familie durch die Decke. Und nein, damit übertreibe ich nicht im Mindesten. Aber bevor ich kurz und...

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Take Time

Von: ferengi
10. März 2026 um 19:53

Noch ein Kandidat zum Spiel des Jahres

Mit Bossfighter QR und Tag Team ist dies schon mein dritter Kandidat zum Spiel des Jahres 2026. So liebevoll und schön sind Spielmechanik und Optik, man möchte nicht aufhören zu spielen, auch wenn man oft scheitert.
Das Spiel besteht aus je 12 hellen und dunklen Karten von 1 bis 12. Diese werden gemischt und kooperativ legen wird dann insgesamt 12 Karten abwechselnd verdeckt auf die 6 Plätze der Uhr. Dabei müssen wir bestimmte Legeregeln einhalten. So darf an bestimmten Feldern nur eine Karte oder nur helle Karten liegen, man muss an einem Feld die erste oder letzte Karte platzieren und vieles mehr. Wenn wir das Rätsel auflösen, muss auch noch die Summe der Zahlen auf den Karten aufsteigend sein und es darf keine höhere Summe als 24 in einem Segment geben.

Hört sich leicht an. Und wir dürfen uns auch vor dem Spiel absprechen und z.B. vereinbaren, dass, wer das Segment 4 befüllt, dort insgesamt der Wert 10 liegen soll – was man mit einer oder mehreren Karten erreichen kann. In der Regel hat einer der Spieler dann auch die entsprechenden Karten und die anderen Segmente werden dann mit niedrigerer (also Segment 3) oder höherer Summe (danach) befüllt.

In einem Umschlag sind immer vier Uhren mit neuen Regeln, die sehr schön und eindeutig erklärt werden.
Der Uhrzeiger zeigt das Segment an, in dem die niedrigste Summe liegen muss. Hier eine 6. Auflage für das Feld ist auch noch, dass hier die Summe liegen muss, die am dichtesten an einer 6 ist. Danach müssen dann die Summen in den Segmenten immer ansteigen und es darf 24 nicht übersteigen.

Fazit:

Die Komplexität der Regeln steigt mit jeder Uhr an. Insgesamt 40 sind in der Schachtel. Und man lernt bei jeder Uhr, was man besser absprechen muss, um das Rätsel zu lösen. Natürlich kommt hinzu, dass immer nur 12 der 24 Karten im Spiel sind und es sein kann, dass die Uhr nicht aufgehen kann, wenn z.B. viele hohe Zahlen im Spiel sind. Aber ein Spiel dauert nur ein paar Minuten und man startet gleich den nächsten Versuch.

Stubenscore: 8,0 / 10


TAKE TIME
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Millenia – Tracks of Time

Von: Markus
09. März 2026 um 00:01

Millenia – Tracks of Time ist völlig an mir vorbeigeflogen. Das finde ich an unserem Hobby irgendwie so krass. Man ist richtig tief im Bereich Brettspiele verankert und trotzdem laufen einige Titel völlig unter dem Radar. So auch Millenia – Tracks of Time. Nur über meinen lieben Freund Dennis ist das Spiel auf dem Tisch...

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The Inquisitor

06. März 2026 um 17:58

Vergeben nicht unseren Schuldigern.

Ich mag das Setting des Spiels der Polen von Dust S.A.: basierend auf der Inquisitor Buchreihe von Jacel Piekara spielt es in einer alternativen religiösen Welt. Hier ist Jesus nicht am Kreuz gestorben, sondern stieg herab und rächte sich mit dem Schwert. Das Christentum ist geprägt von Rache und Raffsucht.

Mag manchem nicht zu alternativ erscheinen, aber so schlüpfen wir im Spiel in die Rolle von Mordimer Madderdin, der von der Kirche nach Königstein von 1533 gesandt wurde, um einen Vampir zu verfolgen. Schnell dreht sich die Handlung und ich versuche nicht nur den Mord einer Prostituierten aufzuklären, sondern merke, dass Königstein größere Probleme hat. Die Verwicklungen des Kardinals, dem Widersacher der angesehenen Gräfin oder auch die kriminellen Banden in der Stadt: The Inquisitor hat eine fesselnde Geschichte.

Die ersten Stunden sind auch Dank der Atmosphäre, trotz hakeligem Gameplay, gut zu ertragen. Leider wird die Story durch häufige Besuche in der sogenannten Unwelt unterbrochen. In diese zieht sich der Protagonist zurück, um Geheimnissen zu entschlüsseln. Gute Idee, nur vom Gameplay sehr repetitiv und ab dem zweiten von (6!) Besuchen einfach nur noch langweilig. Dümmer kann man Spielzeit kaum verdoppeln. Stefan Wilhelm von PC Games titelt es treffend mit „Die Unwelt ist ein Unding“.

Auch wenn die zweite Hälfte des Gameplays nicht aufregend ist, man mehr oder weniger Orte abklappert, Dialoge führt, wenige Rätsel löst, schlechte Kämpfe durchklickt oder ausschaltbare QuickTime Events erträgt – so hält die Story und das extrem morbide Drumherum inkl. Unsympath Mordimer das ganze am Leben.

Stubenscore: 7,5 – Unwelt = 6 / 10

Jesus mit Schwert – das Puppenspiel auf dem Marktplatz ist schön gemacht.
Als Mordimer merke ich, dass der Kardinal nichts gutes im Schilde führt. Mal abgesehen von seiner PS3 Mimik. Technisch ist The Inquisitor nicht AAA.
Dafür geht atmosphärisch einiges. Kleine Cutszenes peppen kunstvoll das Setting auf.
Auch das Wandern durch die Stadt versprüht Flair.
Wäre da nicht die Unwelt. Die Kämpfe hier wiederholen sich und machen einfach keinen Spaß.
Man hätte wirklich mehr aus der Buchserie machen können.

THE INQUISITOR
OPENCRITIC

PC | XBOX | PS5 (getestet)

One-Hit Heroes

05. März 2026 um 00:51

Beim Anblick von One-Hit Heroes läuft der Speichel, da braucht es die Großpackung Küchenpapier! Zumindest bei meiner Brettspielfamilie, denn kooperative, schnell zu spielende Boss-Battler sind die liebste Beute. Coole Helden? Check! Knackige Spielzeit? Check. Deckbuilding über aufzureißende Booster? Speichel-Tsunami. Ich renne los und hole neues Küchenpapier. Der Name erhält aber eine Warnung. Wenn Helden nur einen Schlag...

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Dead Cells: Das Rogue-Lite Brettspiel

02. März 2026 um 00:07

Dead Cells: Das Rogue-Lite Brettspiel ist eine Lüge, zumindest wenn es nach dem Namen geht. Denn tote Zellen haben hier nichts verloren! Dead Cells ist nämlich erquickend, aktivierend, suchtfördernd und ein massiver Zeitdieb, aber auf die charmanteste Weise. Es vereint so viel, was mich gerade begeistert und an den Tisch zieht. Es steht für die Quintessenz...

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Mitmach-Krimi: Fussballrausch – Der Tod wartet abseits

Von: ferengi
01. März 2026 um 07:38

Nur der HSV

Auf der Such nach nach einem Krimidinner für 4 Personen sind wir auf die Mitmach-Krimis von Sarina gestoßen, die im familiären Spielverlag seit 2017 eine Reihe Krimigeschichten entwickelt hat.

Wir haben uns für einen Mordfall im Fußball-Umfeld entschieden, da fällt uns das Verkleiden auch leicht. Die zwei Starspieler des FC Sternburg, eine Spielerfrau und die Physiotherapeutin stehen unter Verdacht, den Manager des Vereins ermordert zu haben. Natürlich haben alle ein mehr oder weniger gutes Motiv und auch die Gelegenheit den Mord durchzuführen.

Das Team

Die Rolleninformationen können einfach per Link über z.B. WhatsApp verschickt werden. Für die Rollen gibt es dann vor Ort ein kleines Rollenheft mit Zusatzinformationen und den Ablauf für die 3 Runden. Der Kommissar führt uns über einen Audiofile in den Fall ein und los geht’s. Insgesamt gibt es 9 Hinweise, jeweils 3 in den 3 Runden. Die Diskussion der neuen Erkenntnisse je Runde sollte man erst starten, nachdem die drei Hinweise aufgedeckt wurden. Passend zu einem Krimidinner gibt es einen Menüvorschlag.

Ich spielte den schnellen Philipp
Um die Atmosphäre zu steigern haben die Gastgeber passende Tischdecke, Sticker & Co organisiert.

Fazit:

Die angegebene Spieldauer von drei Stunden kommt gut hin. Das Material ist nicht so opulent wie bei einem großen Spieleverlag, aber schließlich kommt es auf die Geschichte und erzeugte Atmosphäre an. Dieses fand wir sehr gut gelungen, wobei dies natürlich auch vom Mitmachen der Spieler abhängt und wie man sich seiner Rolle annimmt. Wir haben schon einige Krimidinner gespielt und hierbei kam es schon vor, dass die Lösung sehr merkwürdig und kaum auflösbar war. Dieses ist hier anders. Natürlich gibt es vier Verdächtige, aber es war mit den Hinweisen und Informationen schon möglich, den oder die Täter/in herauszubekommen. Dieser Fall ist nicht unbedingt leicht zu lösen, aber einsteigerfreundlich. Positiv ist auch, dass das Spielmaterial nicht verändert wird und man es daher an Freunde weitergeben kann.

Stubenscore: 7,7 / 10


MITMACH-KRIMI: FUSSBALLRAUSCH – DER TOD WARTET ABSEITS

Brettspiel (getestet)

Saboteur

Von: ferengi
24. Februar 2026 um 17:52

Zwerge, Gold und semi-koop.

Wir als Team suchen in einer Mine Gold und legen hierzu Wegeplättchen, um zum Ziel zu kommen. Doch nicht alle im Team wollen dies wirklich, denn einige sind Saboteure und lügen oder legen „versehentlich“ eine falsche Abzweigung.

Links im Bild aus dem Loch sind wir gekommen und legen einen „mehr oder weniger“ sinnvollen Weg zu den drei Zielplättchen.

Zu Spielbeginn zieht jeder seine Rolle. Der Spielplan besteht aus einem Startfeld und drei Zielfeldern, die 7 Plättchen entfernt sind. Aber nur unter einem der drei Zielfelder ist wirklich das Gold. Mit unseren 4-6 Handkarten (abhängig von der Anzahl an Mitspielern) legen wir nun Wege oder zerstören einen Weg durch einen Steinschlag, wir legen Sabotagekarten (z.B. zerbrochene Spitzhacke) oder Reparturkarten eines Schadens oder wir gucken unter eine der drei Schatzkarten. Alternativ kann man auch eine Karte einfach ablegen, macht einen vielleicht unverdächtig.

Mit der Karte links (Steinschlag) kann ich eine Karte vom Spielbrett entfernen. Als Saboteur einen guten Weg, der dann wieder passend geschlossen werden muss. Als Goldsucher z.B. eine Sackgassenkarte.
Die Goldsucher haben gewonnen und den Goldschatz gefunden.

Fazit:

Die Kunst besteht darin, dass man als Saboteur nicht zu früh seine Absicht preisgibt, sonst wird man ständig mit Saboteurkarten blockiert und die Zwerge rennen zum Ziel. Bei wenigen Spielern ist dies schwierig. Das Spiel ist definitiv eher für eine größere Gruppe ab 6 Personen geeignet. Da wäre ich dann gern wieder dabei.

Stubenscore: 7,0 / 10


SABOTEUR
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Escape the Chocolate Factory

Von: ferengi
23. Februar 2026 um 16:15

Spaß mit Schoko?

Die Idee ist zumindest schon einmal gut: Eine Packung Schokolade als Escape-Spiel. Als Story wurden wir nach einer Besichtigung der Fabrik zurückgelassen und müssen nun nachts aus der Fabrik entkommen. In fünf Puzzleabschnitten machen wir uns auf den Weg in die Freiheit und legen Logik-Schalter um oder suchen Hinweise in Bücherwänden. Und dabei essen wir mittelmäßige Schokolade.

Menge des Materials ist ok. Aber preislich kann man sich auch eine Tafel Schokolade und ein EXIT-Spiel zulegen.
Rätsel 1: Wie muss man die Schalter kippen, damit die drei Schlösser sich öffnen?

Fazit:

Die kleinen Rätsel sind leicht bis undurchsichtig, selbst wenn man auf der Webseite sich die Lösung durchliest. Auch spielt das Material der Packung leider nicht mit, da ist man von der EXIT-Reihe aber auch sehr verwöhnt. Die Schokostückchen selber sind auch nur zum essen und sind kein Rätselbestandteil. Da hätte man mehr draus machen können.

Stubenscore: 5,0 / 10


ESCAPE THE CHOCOLATE FACTORY
Brettspiel (getestet)

Endless Winter

Von: Markus
23. Februar 2026 um 00:11

Recht früh zog Endless Winter in unsere Spielesammlung ein. Das war 2022. Endless Winter war ein absoluter Hype-Titel im Frosted Games-Portfolio. Dass der Designer Stan Kordonskiy gute Spiele kann, hat er gerade wieder mit Minos bewiesen. Kommen wir zurück zu eben Endless Winter. Ich erinnere mich dunkel, wie Uwe, Michael und ich zwei drei Partien...

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Gorbachev and the Soviet Transformation (Reform in the Soviet Union, #2)

22. Februar 2026 um 17:06

Two weeks ago, we’ve looked at the first period of Soviet liberalization under Nikita Khrushchev from the 1950s on. While these reforms ended the era of Stalinist totalitarianism, they petered out when Khrushchev lost interest in them and was eventually overthrown and replaced by the more conservative Leonid Brezhnev. It would take another generation until a new Soviet leader, Mikhail Gorbachev, would undertake another broad reform program. These reforms – like last time, in the realms of domestic, foreign, and economic policy – are the subject of this article. Of course, you’ll also find a few board games in it!

Freer Press, Freer Elections

The Soviet Union’s political landscape had ossified under Brezhnev. This stagnation (or, if you want to phrase it more positively, hyperstability) also ruled out any experiments after Brezhnev’s death in 1982, and so the Politburo selected his loyal lieutenant Yuri Andropov. Unfortunately, Andropov was already 68 and severely ill then. He died in 1984, to be succeeded by another Brezhnevite stalwart, Konstantin Chernenko, who was similarly afflicted and even older (72 at his accession). Chernenko died in 1985. The rapid succession of aging Soviet leaders is poignantly captured in the contemporary joke: Margaret Thatcher calls Ronald Reagan: “It’s a pity you didn’t come to the funeral of the Soviet general secretary. Marvelous. A great spectacle. I’m totally going again next year.”

Cover of the English-language edition of Kremlin. Unfortunately, fake Cyrillic was once more irresistible, and so the R in Kremlin has been replaced with a Я (which would make the word Kyaemlin).

Another quasi-contemporary (1986) satirical take on the Soviet gerontocracy is Kremlin (Urs Hostettler, Fata Morgana): Players support the various Politburo members in the hopes of advancing those they have influence with to the top jobs, but many a hopeful candidate will die of stress and old age before realizing their ambitions.

After Chernenko’s death, even the most conservative Politburo members saw the need for a different tack: They elected Mikhail Gorbachev as their new leader in 1985, a real baby at age 54. Gorbachev’s reformist leanings were well-known, but he proceeded cautiously in his first year. As with Khrushchev, the big programmatic changes were first announced at a Party Conference of the Communist Party of the Soviet Union.

Gorbachev in Twilight Struggle (Ananda Gupta/Jason Matthews, GMT Games): The card effect can be used both defensively (shoring up the Soviet bloc in Eastern Europe) and offensively (breaking US control of Western European countries). Image ©GMT Games.

Gorbachev’s first slogan for his reforms was glasnost (openness). That included sweeping changes to Soviet citizens’ freedom of expression: Gorbachev encouraged the Soviet press to scrutinize politics instead of simply parroting the party line. Dissidents were released from prison. Even non-state-sponsored demonstrations were allowed – a powerful tool to express malcontent with the government. Of course, these reforms undermined the power base of the Communist Party – but Gorbachev hoped that he could steer the ship of state in the new environment and might even benefit from a freer populace.

Path dependence: Without The Reformer, the Glasnost event is usually not worth it – but with it, the card is a power play combining a VP payout with a massive four Ops. ©GMT Games.

Even more radical were Gorbachev’s institutional reforms, usually referred to as perestroika (restructuring): The Communist Party’s monopoly on power was cut off by establishing the Congress of People’s Deputies as an independent parliament, and while the first elections in 1989 were not fully free, it was the first time that Soviet citizens could select from several candidates in a contested election. Gorbachev himself chose to base his power no longer on his role as General Secretary of the Communist Party, and instead was elected President of the Soviet Union by the Congress of People’s Deputies in 1990.

This nascent democratization drive – eventually rather envisioned than enacted – makes for the most powerful card in the last phase (1985—1991) of the Cold-War-in-a-nutshell which is Twilight Squabble (David J. Mortimer, AEG): It’s a bit of speculation on the internal and external legitimacy and attractiveness a more democratic Soviet Union could have enjoyed.

Wouldn’t it be nice if the Russians could choose their own path forward in free and fair elections? ©AEG.

Détente, Arms Control, and Sinatra

Speaking of external legitimacy and attractiveness: Gorbachev’s policies (and he himself) would prove immensely popular in the West… after he had weathered the initial suspicion. Gorbachev began to advocate for a return to détente soon after he assumed office, but US president Ronald Reagan assumed this to be a Soviet ploy. Only after Gorbachev had met Reagan at the 1986 Reykjavík summit did the president believe Gorbachev’s intentions to be genuine.

Gorbachev (left) and Reagan (right) in front of the Höfði used for the negotiations in Reykjavík. Card “Reykjavik Summit” from Twilight Squabble, ©AEG.

In the following years, the two of them agreed on far-reaching mutual disarmament, most notably the Intermediate-Range Nuclear Forces (INF) Treaty. Gorbachev’s immutable advocacy for arms reduction is reflected in Wir sind das Volk! – 2+2 (Richard Sivel/Peer Sylvester, Histogame) as his event card cannot be used for the arms race.

There’s a lot of stuff you can do with the Gorbachev event… but buying ICBMs is none of them (icon in the top right). ©Histogame.

Besides the lofty realms of nuclear arms reduction, Gorbachev also had more grounded problems to deal with: The Soviet Union had invaded Afghanistan in 1979 to prop up the failing pro-Soviet government there and had been embroiled since then in a costly and futile counter-insurgency. As the Soviet military could not present Gorbachev with a convincing roadmap on how to win the war, he decided to pull the Soviet forces out in 1988. By that time, the unsuccessful war had undermined the Soviet government’s legitimacy which had rested on its status as a military superpower, exacerbated by the new avenues of political expression open to disaffected citizens – the mothers of Soviet soldiers who fought (or had died) in Afghanistan were among the first to form associations, to pressure the government, and to protest.

The best time to leave Afghanistan was last year. The second-best time is now. ©GMT Games.

In that sense, it is surprising that the withdrawal from Afghanistan can still net the Communist player points in 1989 (Jason Matthews/Ted Torgerson, GMT Games) – but the general principle holds true: The later the Soviets withdraw, the more their failure in Afghanistan becomes an asset to the opponents of Communist power.

Finally, Soviet power was the rock on which the Communist governments in Eastern Europe rested. Whenever they had been challenged – most importantly in Hungary in 1956 and Czechoslovakia in 1968 – Soviet tanks had quashed the dissent. This limited sovereignty within the Eastern bloc had been the central tenet of Soviet foreign policy, after 1968 named the Brezhnev Doctrine. Gorbachev adopted a new approach: He would not militarily intervene in Eastern Europe anymore. Instead, the countries of the Warsaw Pact were free to “do it their way” – thus humorously called the Sinatra Doctrine.

Contrary to popular belief, it was Frank Sinatra, not David Hasselhoff, who brought down the Berlin Wall. Card “The Sinatra Doctrine” from 1989, ©GMT Games.

Disruptive New Impulses for the Economy

Finally, Gorbachev’s reform agenda of perestroika also aimed to transform the Soviet economy. All Soviet leaders had engaged in some kind of economic reforms, so Gorbachev’s activity did not seem very surprising… until observers inside and outside of the Soviet Union realized how radically it would change the tenets of the Soviet economy, traditionally based on central planning, large state-owned companies, and very limited contacts with the outside world.

Perestroika is a boost to Communist energy… unless, of course, the Democrat draws it and plays it on the last action round of the turn. Card “Perestroika” from 1989, ©GMT Games.

First, Gorbachev gave the state-owned companies much more leeway over what to produce and how to set prices. These market incentives were supposed to improve efficiency, but clashed with the existing structures.

Undeterred, Gorbachev went a step further and loosened the restriction on private enterprises. More Soviet citizens could start their own store or workshop and offer goods and services at their own responsibility.

Then, Gorbachev allowed for joint ventures with Western companies (provided the Soviet part owned a majority share), and even let them set up dependencies in the Soviet Union – the famous first McDonald’s restaurant in the Soviet Union opened in January 1990.

The End of the Cold War and the Collapse of the Soviet Union

Gorbachev’s daring move to end hostilities with the West was an unqualified success. In late 1989, he and US president George H.W. Bush could merrily declare together that the Cold War was over.

The United States thrived in a post-Cold War world. The Soviet Union, whose raison d’être was based on its opposition to a capitalist camp, did not survive it. Card “Malta Summit” from 1989, ©GMT Games.

The consequences of Gorbachev’s foreign policy reverberated through the Eastern Bloc: The allied Communist regimes of Central and Eastern Europe were swept away in 1989.

Early in a game of 1989: The Democrat (blue) has already taken power in Poland and Hungary. It will be difficult for the Communist (red) to stop the ever-growing blue tide. From the Rally the Troops! implementation.

The Perestroika and Glasnost event in Wir sind das Volk! – 2+2 neatly shows the way in which Gorbachev’s reforms put stress on the system: On the one hand, it increases Soviet dominance and makes socialism more attractive (lower two icons). However, it also increases unrest in East Germany (fist icons).

©Histogame.

Within the Soviet Union, the political freedoms granted allowed citizens to demand more freedoms. These centrifugal effects became particularly visible as most of the non-Russian republics soon had nationalist independence movements which began to eat away the Soviet Union from its ethnic fringes. Gorbachev responded by proposing a looser federation between the Soviet Republics.

The centrifugal forces in the Soviet Union provide a flurry of victory points for the Democrat in 1989… until the backlash of the hardliners’ coup. Map detail of 1989, ©GMT Games.

The political reforms also had negative interaction with the economic reforms: On the one hand, the flurry of changes created new inefficiencies; on the other, the increased freedom of the press highlighted economic problems no matter if they were new or had existed for centuries. As Soviet economic performance thus both objectively worsened and also became more obvious to the average citizen, Gorbachev’s legitimacy eroded.

Hardliners within the Communist Party couped against Gorbachev in August 1991 to prevent the loose federation between the Soviet Republics. A coup might also spell the end for the player in the solo game Gorbachev: The Fall of Communism (R. Ben Madison, White Dog Games). It’s a States of Siege game with a twist: Whenever the marker on any of the five paths (four of which refer to various ethno-national groups in the Soviet Union, the fifth represents the Communist Party) reaches the center, the game is not lost immediately, but a coup is staged: If Gorbachev has enough elite support to weather it, he goes on to fight another day.

Five tracks of threats converge on the Moscow Coup! space in the center of the board of Gorbachev: The Fall of Communism. ©White Dog Games.

In history, that was not the case: While the coup failed, it made Gorbachev a lame duck. The supporters of reforms turned away from him and toward his erstwhile ally Boris Yeltsin (who had cut a much more dashing figure during the coup), and away from the Soviet Union and toward their respective ethno-national identities. Gorbachev resigned as president and the Soviet Union was dissolved in December 1991.

Games Referenced

Kremlin (Urs Hostettler, Fata Morgana)

Twilight Struggle (Ananda Gupta/Jason Matthews, GMT Games)

Twilight Squabble (David J. Mortimer, AEG)

Wir sind das Volk! – 2+2 (Richard Sivel/Peer Sylvester, Histogame)

1989 (Jason Matthews/Ted Torgerson, GMT Games)

Gorbachev: The Fall of Communism (R. Ben Madison, White Dog Games)

Further Reading

The most influential work on Gorbachev’s time in office and his policies remains Brown, Archie: The Gorbachev Factor, Oxford University Press, Oxford 1996.

A magisterial mosaic of Soviet social, economic, and cultural life is Schlögel, Karl: The Soviet Century. Archaeology of a Lost World, Princeton University Press, Princeton, NJ 2023.

For the age of hyperstability before Gorbachev (and the discussion if it was an age of stability or stagnation), see the essays (in German, but with English abstracts) in: Belge, Boris/Deuerlein, Martin (eds.): Goldenes Zeitalter der Stagnation? Perspektiven auf die sowjetische Ordnung der Brežnev-Ära, Mohr Siebeck, Tübingen 2014.

On the transformative last third of the 20th century in Russian history, see Kotkin, Stephen: Armageddon Averted. The Soviet Collapse, 1970-2000, Oxford University Press, Oxford 2001.

On the end of the Cold War, see Dockrill, Saki Ruth: The End of the Cold War Era. The Transformation of the Global Security Order, Hodder, London 2005.

For the Soviet intervention in Afghanistan, see Braithwaite, Rodric: Afgantsy. The Russians in Afghanistan, 1979—1989, Oxford University Press, Oxford 2011.

Trivial Pursuit: Genus VI

Von: ferengi
22. Februar 2026 um 11:51

Wie lautet der bürgerliche Vorname von Atze Schröder?

1979, in den Anfangszeiten der Computerspiele, war es für Scott Abbott und Chris Haney schwer, Begeisterung für ihre Spielidee zu finden. Erst nachdem die reinen Wissensthemen durch Fragen zum Schwerpunkt Film getauscht und Schauspieler als Werbepartner gefunden wurden, begann 1983 die Erfolgsgeschichte von Trivial Pursuit. Ab 1984 war das Spiel auch in Deutschland erhältlich und es landete auch in unserem Schrank. Interessant ist, dass für die deutsche Version alle 200.000 Fragen und Antworten bis 2012 von einer Person, Willi Andresen, erstellt wurden.

 

Etwas bunter als früher, aber am Spielprinzip hat sich (leider) nichts geändert.

Neben unzähligen Varianten und Ergänzungen gab es auch Umsetzung für den Computer und Fernsehsendungen. Während damals meine Disney-Ergänzung (1992) eine Seltenheit war, kamen später mit Herr der Ringe (2018) oder Harry Potter (2019) unzählige Fragenpakete auf den Markt, zuletzt Rick & Morty 2020. Besonders hervorzuheben ist die Version des Deutschen Panzermuseums Munster. Wie immer haben Fans eines Themas hier einen Vorteil.

Mit 2400 Fragen ist die hier getestete Genus-Version VI von 2005 eine kleine Klassik-Version, aber bunt aufgemacht. Die Fragenkategorien mit Erdkunde, Unterhaltung, Geschichte, Kunst & Literatur, Wissenschaft & Technik sowie Sport & Vergnügen entsprechen der Erstauflage von 1984.

Das Quizspiel ist einfach aufgebaut: Wir würfeln und ziehen unseren Wissensspeicher entsprechend weiter. Beantworten wir eine Frage richtig, dürfen wir Weiterwürfeln. Beantworten wir eine Frage auf einem Eckfeld richtig, bekommen wir einen der sechs verschiedenen Wissensecken, die wir alle sammeln müssen. Zum Ende würfeln wir uns zum Zentrum und müssen dort eine Frage nach Wahl der anderen Spieler beantworten, um zu gewinnen.

Bei zwei Möglichkeiten und dann noch leichten Optionen ist das Spiel schon ungerecht.

Fazit:

Nervig ist das Würfelglück. Es kann schon viele Runden dauern, bis wir auf dem Feld sind, das uns noch fehlt. Auch sind die Fragen nicht gut ausbalanciert. So kann es sein, dass man eine entweder-oder-Frage bekommt oder man sich schon gut in Historie oder Geographie auskennen muss. Die hiermit zu recht angegebene Spieldauer von 4 Stunden kann man durch die vorgeschlagenen Hausregeln abkürzen, indem z.B. jede beantwortete Frage zu einer Wissensecke führt und man nicht nur glücklich auf den Eckfeldern landen muss. Aber es macht schon Spaß, sich mit richtigen oder lustigen Fragen abzuquizzen und man kann Trivial Pursuit immer mal wieder als Lückenfüller mit Hausregeln spielen.

Stubenscore: 5,8 / 10


TRIVIAL PURSUIT VI
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Brettspiel (getestet)

Tag Team

Von: ferengi
19. Februar 2026 um 17:21

Spielst Du auch gern Autobattler?

Noch vor einigen Jahren hätte ich auf die Frage im Betreff nur dumm geguckt. Seitdem ich aber Challengers! kenne, ist auch dieser Begriff in meinem Sprachgebrauch eingegangen.

In einem Autobattler haben wir und unser Gegner einen Kartenstapel, die wir gegeneinander spielen. Und zwar in der Reihenfolge, wie sie im Stapel liegen. Also automatisch, wir ändern nie die Reihenfolge der Karten. Challengers! macht dieses als Turnierspiel für bis zu 8 Personen. Im Gegensatz hierzu ist Tag Team ein 2-Personen-Spiel. Jeder Spieler hat zwei Kämpfer mit unterschiedlichen Kartendecks und auch sehr unterschiedlicher Spielweise/Sonderaktionen im Team. Wenn jeder Spieler seine zwei Kämpfer gezogen/gedraftet oder anders erhalten hat, guckt man sich erst einmal die Besonderheiten seiner Kämpfer an.

Das Buch mit den Regeln der Kämpfer und die Spielsteine hierzu.

Für jeden Kämpfer hat man eine Startkarte, wir beginne also mit zwei Karten. Jetzt legen wir die Reihenfolge fest, in der wir diese ausspielen möchten. Und dann decken die Spieler die oberste Karte auf. Dieses sind in der Regel ein Angriff, eine Verteidigung, eine Verstärkung oder Heilung oder eine Sonderfunktion des Charakters. Nachdem die ersten beiden Kartenpaare gespielt wurden und somit unser Stapel leer ist, zieht man drei neue Karten und wählt eine davon aus, die wir an eine beliebige Stelle in unserem Deck einschieben. So kann ich an Position X im Stapel eine neue Verteidigungskarte einbauen, da bisher immer an der Stelle X ein starker Angriff kam. Aber rechnet mein Gegner damit und schiebt seine neue Karte vor dem Angriff ein, so dass dieser dann eine Karte später kommt? Mit nun drei Karten im Stapel kann man hier noch gut planen. Komplexer wird es dann in den Runden danach, wenn immer eine Karte hinzu kommt.

Shango ist schwierig zu spielen. Er muss fünfmal den gleichen Gegner ein Feuerplättchen hinlegen, dann ist dieser aber verbrannt und man hat gewonnen.
Das Material sieht schon schick aus.

Fazit:

Das ist schon ein wenig ein Memoryspiel mit Taktikkomponente. Aber lange dauert eine Runde nicht, man muss sich also keine Kartenreihenfolge mit 10 Karten merken. Die unterschiedlichen Kämpfer bringen viel Abwechslung. Perfekt ist es, wenn beide aufeinander abgestimmt sind. Hat man einen Angreifer, der seine Stärke erst langsam aufbaut, dann aber später kaum zu verteidigen ist, sollte man als Kämpfer 2 einen starken Verteidiger mit vielen Heilungssprüchen haben. Ja, man kann auch glücklich zwei starke Kämpfer haben und der Gegner ist platt, bevor er sich entwickeln kann. Aber ein Spiel ist kurz und es geht in den nächsten Fight. Die Karten und Fähigkeiten sind schon sehr unterschiedlich, ich freue mich auf die Erweiterungen. Ein Spiel mit viel Potential und sicher ein Kandidat zum Spiel des Jahres 2026.

Stubenscore: 8,0 / 10


TAG TEAM
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Brettspiel (getestet)

Panda Royale

Von: Markus
19. Februar 2026 um 00:06

Panda Royale ist ein Fundstück aus einer meiner unzähligen WhatsApp-Brettspielchats oder Discord-Gruppen. Kennt ihr das? Ihr habt es euch mit einem Cappuccino auf der Couch gemütlich gemacht und scrollt durch den Chatverlauf der Gruppe „Was kam auf den Tisch“ oder „gezockt“. Genüsslich löffelt ihr dabei den steifen Milchschaum von eurem Löffel, knabbert dabei an einem...

Der Beitrag Panda Royale erschien zuerst auf Brett und Pad.

The DUNGENERATOR: DIE in a Dungeon

18. Februar 2026 um 09:12

Crawling ohne Trefferwurf

Gleich Wortspiele im Titel: im Spiel von Adam West generieren wir Zug um Zug ein Dungeon und platzieren unsere Abenteurer in Form von Würfeln – und ja, wir sterben dabei in der Regel.

Obwohl diese Würfel eine zentrale Rolle spielen, hängt der Ausgang einer Aktion nur selten vom eigentlichen Würfelwurf ab. Stattdessen dienen die aktuell oben liegenden Würfelseiten der Helden als Ressource, mit der verschiedenste Aktionen ausgeführt werden können. Unsere Handkarten können entweder ausgespielt oder selbst als Unterstützung genutzt werden.

Wir können dabei solo oder im Koop aus unserem Dorf starten und haben pro Runde fünf dieser Karten auf der Hand. Es gilt abzuwägen welche der insgesamt sechs Helden wir entweder bewegen, kämpfen oder nach Loot suchen lassen. Und die Würfel sind dabei entscheidend: so sind mein Berserker (D20), War Priest (D12) und Archmage (D10) eher die Kämpfer. Mein Mercenary (D8), Scout (D6) und Outlaw (D4) bieten sich eher an um an Gegnern vorbei zu schleichen oder Schätze zu entdecken.

Wir können die ständig nachkommenden Gegner platzieren wir selbst möglichst weit von unserem Dungeoneingang – doch Vorsicht: es kann sich nur ein Monster pro Dungeonfeld aufhalten und nachkommende Monster werden sonst immer weiter in Richtung unseres Dorfes platziert. Werden dann unsere Gebäude im Dorf überrannt, verlieren wir das Spiel.

Das Spiel von Adam West bietet eine erstaunliche strategische Tiefe ohne glückslastig zu sein. Es macht wirklich Spaß die verschiedenen Optionen abzuwägen und zu versuchen durch Loot oder das Abschließen von Quests sein Kartendeck für ein nächstes Dungeon zu verbessern. Angenehm dazu: im Regal benötigt es nur rund 2 % des Platzes, den Gloomhaven beansprucht.

Stubenscore: 7,9 / 10

Anfangs ist die Lage noch im Griff. Die grünen Würfel sind meine Abenteurer, der gelbe das erste Monster.
Die Monster nehmen Überhand und nähern sich meinem Dorf. Hätte ich weniger Looten und mehr Kämpfen sollen? Hilft ein Glas Wein?
Die neue Karte in meinem Deck behalte ich auch für das nächste Dungeon.
Der Oger ist leicht besiegt. Mit einem Charakter mit 6 oder weniger kann ich vorbeischleichen, einer mit 10 oder mehr sieht im Kampf.

DUNGENERATOR: DIE IN A DUNGEON
BGG

❌