Normale Ansicht

Crime Maps - Das goldene Vermächtnis


Die Spieleautorin Sonja Klein hat sich auf Krimispiele spezialisiert und so erscheint auch ihr neuer Titel Crime Maps - Das Goldene Vermächtnis im auf das Genre Krimi spezialisierten Gmeiner-Verlag. Bei dem vorliegenden Spiel machen wir uns auf die Suche nach dem Goldschatz des legendären Piraten Klaus Störtebeker. 1-4 Personen können sich auf die Suche begeben und im Rahmen dieses Deduktionspieles kooperativ gegen das Spiel spielen. Los geht die Handlung im Museum für Hamburgische Geschichte. Hier wurde der Schädel des berühhmten Piraten sowie ein historischer Stadtplan gestohlen. Mit diesen beiden Hinweise machen wir uns auf die zehn Etappen währende Suche.
 

 
Crime Maps ist ein rein kartenbasiertes Spiel. Dies bedeutet, dass wir außer Karten keinerlei Spielmaterial haben. Insgesamt haben wir zehn Rätsel zu lösen. Jedes dieser Rätsel wird mit Hilfe einer Fallkarte, einer Rätselkarte und einer Fallkarte gelöst. Waren wir erfolgreich, so erhalten wir ein neues Set dieser drei Karten mit einem weiteren Rätsel. Auf der Fall-Karte wird dabei immer das Rätsel vorgestellt und ein wenig Flavour reingegeben. Weiterhin finden wir auf der Fallkarte auch Fragen welche wir beantworten sollen. Hinweise hierzu finden wir auf der Rätselkarte sowie der Landkarte. Letztere ist in Koordinaten unterteilt. Alle Antworten auf die Fragen lassen sich jeweils auf der Landkarte verorten und in Koordinaten umwandeln. Diese Koordinaten haben wir sodann mit einer Navigationskarte abzugleichen. Diese begleitet uns durch das Spiel und übersetzt die Koordinaten in Ziffernwerte. Die Addition aller Ziffernwerte des Falles ergibt in Summe die Nummer der nächsten Fallkarte. Habt ihr auf diesem Weg die richtige Fallkarte gefunden, so geht es mit einem weiteren Rätseln weiter. Nach zehn erfolgreichen Rätseln hat man das Spiel dann zu Ende gebracht und Störtebekers Schatz wohlmöglich gefunden.
 
 

 
Kommt man mal nicht mit einem Rätsel klar, so kann man zur Tipp oder Lösungskarten greifen und sich damit ein wenig helfen lassen. Am Ende führt jeder dieser Karten, welche man nutzt, aber zu Punktabzug. Der Spielerfolg bemisst sich nämlich durch die Anzahl der genutzten Hilfekarten. Nutzt man keine, so hat man einen perfekten Sieg errungen. Neben dieser quantitiven Einordnung spielt beim Spielerfolg bei so einem Spiel natürlich vor allem das Spielerlebnis rein. Meines Ermessens ist dies auch wichtiger, als der errungene Punktwert. Positiv habe ich bei Crime Maps die inhaltliche Einbettung empfunden. Dies gilt für die Geschichte, wie auch die Anknüpfung an reale Orte, Gegenstände und geschichtliche Ereignisse. Der Titel spielt sich allerdings total gradlinig. Es gibt kein Sidetracking. Die Geschichte muss in der vorgegeben Reihenfolge gelöst werden. De Anspruch der Rätsel empfand ich persönlich als sehr moderat und gut lösbar. Zur Einordnung: Ich spiele aber wirklich viele Sachen in diesem Feld. Wichtig finde ich bei Spielen dieser Art immer, dass die Rätsel immer gut nachvollziehbar sind, auch wenn man selbst mal nicht drauf kommt. Dies ist bei Crime Maps meinem Empfinden nach auf jeden Fall gegeben. Manchmal sucht man ein wenig länger auf der Landkarte bis man zur Lösung kommt aber ich hatte nie das Gefühl, dass ein Rätsel zu arg konstruiert war. Die grafische Gestaltung von Crime Maps würde ich als zweckdienlich beschreiben wollen. Sie tut nicht weh, haut aber wahrlich nicht vom Hocker. Will sagen der Titel ist eher mit einfachen Mitteln imgesetzt mit einem Ergebnis, welches man auch schon vor etlichen Jahren hätte so umsetzen können. Das ist sicher nicht State of the Art aber trotzdem total in Ordnung. Empfehlen würde ich Crime Maps eher Einsteigern in das Deduktionsgenre oder Menschen, welche eher moderate Rätsel bevorzugen. Besonders für Menschen, welche etwas mit lokalem Bezug zu Orten in Norddeutschland spielen oder verschenken wollen, könnte der Titel gut passen. Der Verlag empfiehlt das Spiel ab 14 Jahren. Meines Ermessens kommt in der Geschichte aber nichts vor, was so aufregend wäre, dass man den Titel nicht auch schon mit Kindern ab 10 Jahren spielen könnte. Das Spiel kommt in kompakter Box und bietet den Spielenden etwa 90-120 Minuten Spielspaß. Ein erneutes Spielen wird keine Freude machen. Man kennt dann ja alle Lösungen. Da sich das Material aber auch nicht abnutzt, kann man Crime Maps nach der Lösung des Falles wunderbar weiterverschenken.
 
 

_______________

 

Crime Maps - Das goldene Vermächtnis

Autor: Sonja Klein

Erschienen bei Gmeiner-Verlag

Für 1-4 Personen ab 14 Jahren.

Spieldauer etwa 90-120 Minuten

 

Sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (Gmeiner-Verlag)

 

Take Time

Von: ferengi
10. März 2026 um 19:53

Noch ein Kandidat zum Spiel des Jahres

Mit Bossfighter QR und Tag Team ist dies schon mein dritter Kandidat zum Spiel des Jahres 2026. So liebevoll und schön sind Spielmechanik und Optik, man möchte nicht aufhören zu spielen, auch wenn man oft scheitert.
Das Spiel besteht aus je 12 hellen und dunklen Karten von 1 bis 12. Diese werden gemischt und kooperativ legen wird dann insgesamt 12 Karten abwechselnd verdeckt auf die 6 Plätze der Uhr. Dabei müssen wir bestimmte Legeregeln einhalten. So darf an bestimmten Feldern nur eine Karte oder nur helle Karten liegen, man muss an einem Feld die erste oder letzte Karte platzieren und vieles mehr. Wenn wir das Rätsel auflösen, muss auch noch die Summe der Zahlen auf den Karten aufsteigend sein und es darf keine höhere Summe als 24 in einem Segment geben.

Hört sich leicht an. Und wir dürfen uns auch vor dem Spiel absprechen und z.B. vereinbaren, dass, wer das Segment 4 befüllt, dort insgesamt der Wert 10 liegen soll – was man mit einer oder mehreren Karten erreichen kann. In der Regel hat einer der Spieler dann auch die entsprechenden Karten und die anderen Segmente werden dann mit niedrigerer (also Segment 3) oder höherer Summe (danach) befüllt.

In einem Umschlag sind immer vier Uhren mit neuen Regeln, die sehr schön und eindeutig erklärt werden.
Der Uhrzeiger zeigt das Segment an, in dem die niedrigste Summe liegen muss. Hier eine 6. Auflage für das Feld ist auch noch, dass hier die Summe liegen muss, die am dichtesten an einer 6 ist. Danach müssen dann die Summen in den Segmenten immer ansteigen und es darf 24 nicht übersteigen.

Fazit:

Die Komplexität der Regeln steigt mit jeder Uhr an. Insgesamt 40 sind in der Schachtel. Und man lernt bei jeder Uhr, was man besser absprechen muss, um das Rätsel zu lösen. Natürlich kommt hinzu, dass immer nur 12 der 24 Karten im Spiel sind und es sein kann, dass die Uhr nicht aufgehen kann, wenn z.B. viele hohe Zahlen im Spiel sind. Aber ein Spiel dauert nur ein paar Minuten und man startet gleich den nächsten Versuch.

Stubenscore: 8,0 / 10


TAKE TIME
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

❌