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Unter Schafen 10/25

02. November 2025 um 10:44

Unter Schafen

In dieser Kategorie gibt es Aktuelles der drei Kategorien Mäh! (News), Herde (Neuzugänge) und Grasen (Ersteindrücke). Diesen Monat mit der SPIEL'25, aktuellen Auszeichnungen, The Druids of Edora, Thebai, Pulitzer, Waldland und Star Wars - Battle of Hoth .

Spiel 2025: Mein persönlicher Messe Bericht

01. November 2025 um 10:30
Lese Zeit: 12 MinutenLetztes Jahr hab ich ja ausgelassen, aber dieses Jahr war ich wieder live dabei – und das gleich alle vier Tage lang! Und das hier ist mein Bericht für Euch! Fakten Zunächst ein paar Worte zur Messe selbst, der SPIEL: […]

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Bremen-Nord spielt! – 15.11.2025

Von: Dimi
01. November 2025 um 10:00

Spielefans aufgepasst! Am 15. November 2025 heißt es wieder „Bremen-Nord spielt!“ – der gemütliche Spieletreff für alle, die Lust auf einen unterhaltsamen Nachmittag voller Brett- und Kartenspiele haben.

Von 15:00 bis 21:00 Uhr könnt ihr euch mit Gleichgesinnten an den Spieltisch setzen, neue Spiele entdecken oder eure Lieblingsspiele mitbringen. Über 100 Spiele stehen zur Auswahl – ob strategisch oder kooperativ, hier ist für jeden was dabei!

Die Plätze sind auf 40 Personen begrenzt, also sichert euch schnell euren Platz. Kommt vorbei, bringt Freunde mit und erlebt gemeinsam einen tollen Spieletag!

Wir freuen uns auf euch!

Der Beitrag Bremen-Nord spielt! – 15.11.2025 erschien zuerst auf BOARD GAME GREEK.

Orapa

31. Oktober 2025 um 16:00

Nice Game Publishing, Playte, 2025
Autoren: Junghee Choi, Wanjin Gill
2–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 20 Minuten

Tief unter der Erde liegen Edelsteine verborgen und ihr seid das Team, das sie finden soll. In „Orapa“ schlüpft ihr in die Rolle von Teams in einer Diamantenmine: Eine Person legt heimlich Formen in eine Mine, die anderen müssen durch geschicktes Fragen und Kombinieren herausfinden, wo welche Steine liegen. Das Thema ist keine hochdramatische Expedition, sondern ein charmantes Puzzle-Setting. Ihr fühlt euch wie Expert:innen, die mittels Ultraschall nach Mustern suchen. Der Name verweist auf die reale Orapa Mine in Botswana, eine der größten Diamantenminen der Welt. „Orapa“ verbindet klares Deduktionsdenken mit einer leicht humorvollen Werkstatt-Atmosphäre, die Familien und Gelegenheitsspieler:innen schnell abholt.

„Orapa“ ist ein schnelles Deduktionsspiel, leicht gelernt und schnell gespielt. Eine Runde läuft so: Eine Spielleitung platziert heimlich Tangram-ähnliche Teile auf einem Raster. Die anderen stellen reihum Fragen, kombinieren Hinweise und versuchen, die Positionen korrekt zu rekonstruieren. Der Ablauf ist einfach zu erfassen, die Regeln kompakt, zugleich verlangt das Spiel präzises räumliches Vorstellungsvermögen und logisches Ausschließen. Es gibt Varianten für verschiedene Spielerzahlen und Schwierigkeitsgrade, sodass ihr sowohl kurze Duelle als auch längere Gruppenpartien spielen könnt. Insgesamt fühlt sich „Orapa“ wie ein intelligentes Knobelspiel an: kurz, konzentriert und mit befriedigenden Aha-Momenten, wenn eine Kombination plötzlich Sinn ergibt.

„Orapa“ überzeugt mit klarer Idee und schnell greifbaren Mechaniken. Die Deduktion steht im Vordergrund. Glück spielt kaum eine Rolle, was strategisch orientierte Spieler:innen freut, Gelegenheitsspieler:innen aber manchmal abschrecken kann, wenn sie weniger räumlich begabt sind. Material und Verarbeitung sind ordentlich: stabile Pappteile und ein praktisches Ablagebrett sorgen für Langlebigkeit und sauberen Spielablauf. Die Illustrationen sind funktional und stimmig, ohne übertriebenen Schnickschnack. Für Familien und Kennerspieler:innen, die kürzere, fordernde Spiele mögen, ist „Orapa“ eine lohnende Ergänzung. Wer reinen Party-Spaß ohne Denkarbeit sucht oder sehr große Gruppen unterhalten will, lässt es lieber im Regal liegen. Ein schlankes, clever konstruiertes Deduktionsspiel mit hohem Wiederspielwert für Spieler:innen, die Freude an logischen Herausforderungen haben.

Die glorreichen Gilden von Buttonville

31. Oktober 2025 um 09:45

Beim ersten Blick in die Schachtel von die glorreichen Gilden von Buttonville hatte ich ein sehr wohliges Gefühl. Ich war direkt an meinen ersten Blick in die Schachtel von Dominion erinnert. Und das sage ich ohne irgendeinen negativen Hintergedanken. Wer ist noch an Dominion erinnert? Im Gegenteil. Es wirkte einfach richtig und die Erinnerung hat mich direkt wieder mit dieser Wärme von damals zurückgelassen. So viel Spoiler sei hier schon mal erlaubt. Das positive Gefühl sollte die erste Partie nicht überstehen. Aber beginnen wir erst einmal am Anfang. Ich wurde […]

Die glorreichen Gilden von Buttonville

Gern gespielt im Oktober 2025

ARTENGARTEN: Starkpark.

TAKE TIME: Normalerweise wäre es ja kein so gutes Zeichen, beim Spielen ständig auf die Uhr zu schauen.

ABROAD: Zerrissen beim Verreisen.

TOP OR NOT: Könnte als Light-Version von WIE ICH DIE WELT SEHE durchgehen.

KAVANGO: Tiere brauchen Schutz. Vor uns Menschen. Lösung: Sperren wir die Tiere einfach weg!







UND AM LIEBSTEN GESPIELT IM OKTOBER:

DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT: Angesichts heutiger Edelmetallpreise hat sich Frodo bestimmt schon sehr geärgert.



Zwei Spieler, ein Ring – das Duell um Mittelerde

Von: Dirk
30. Oktober 2025 um 10:50
Lesezeit: 2 Minuten

In dieser Podcastfolge spreche ich, Dirk Huesmann alias der Würfelmagier, mit Stephan Zerlik über Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde – das Zwei-Personen-Brettspiel von Repos Production und Asmodee, das die bekannte Mechanik von 7 Wonders Duel in die epische Welt von Mittelerde bringt.

Wie gut funktioniert die Verbindung zwischen moderner Spielmechanik und der legendären Geschichte von Der Herr der Ringe? Ist es ein vollwertiges Spielerlebnis – oder „nur“ ein clever verpackter Re-Skin?

7 Wonders Duel trifft auf Tolkien

Das Spiel basiert auf dem vielfach ausgezeichneten 7 Wonders Duel von Antoine Bauza und Bruno Cathala – einem sehr beliebten Zwei-Personen-Spiel. Auch hier wählen die Spieler abwechselnd Karten aus einer Pyramiden-Auslage und bauen ihre Strategie Zug um Zug auf.

Doch in Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde wird die bekannte Struktur mit neuen thematischen Elementen verknüpft:

  • Drei Kapitel ersetzen die Zeitalter.
  • Ortsplättchen bringen Festungen und neue Taktikoptionen.
  • Eine Ringleiste ersetzt die militärische Leiste – hier jagen Frodo & Sam dem Schicksal entgegen, während die Nazgûl sie verfolgen.
  • Statt Wissenschaftssymbolen gibt es Fertigkeiten und Verkettungen, die bestimmen, welche Karten du spielen kannst.

Die drei Siegbedingungen sind thematisch und mechanisch stark verwoben:

  1. Schicksal des Rings – Erreicht Frodo den Vulkan oder wird er vom Nazgûl gefasst?
  2. Unterstützung der Völker – Sechs verschiedene Völkersymbole sichern den Sieg.
  3. Vorherrschaft in Mittelerde – Wer in allen sieben Regionen präsent ist, gewinnt.
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Thema und Atmosphäre

Die Umsetzung des Themas ist deutlich stärker integriert, als man zunächst erwartet. Jede Karte, jedes Symbol und jede Bewegung auf der Ringleiste fühlt sich nach Mittelerde an. Klar ist es am Ende auch viel Mechanik, aber dennoch finde ich die thematisch Integration schon wirklich gelungen. Dazu trägt natürlich neben der Ringleiste auch die Karte bei, auf der wir unsere Vorherrschaft sichern wollen.

Das Spiel schafft den Spagat zwischen strategischem Duell und thematischer Immersion – ideal für alle, die sowohl 7 Wonders Duel als auch Herr der Ringe lieben.

Im Gespräch mit Stephan Zerlik

Im Podcast spreche ich mit Stephan Zerlik (Spiel doch mal, Spielkulturerbe) über das Design, die thematische Umsetzung und darüber, ob Duell um Mittelerde tatsächlich das „bessere“ Duell ist.
Wir diskutieren, wie gut Mechanik und Thema miteinander harmonieren, was für Fans des Originals neu ist – und warum das Spiel auch für Einsteiger einen Blick wert ist.

🎧 Jetzt reinhören:

💍 Zwei Spieler. Ein Ring. Und jede Menge Gesprächsstoff.

LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Parallelwelt Essen

30. Oktober 2025 um 08:00
Stephan Zerlik

Stephan Zerlik

Letztens war ich unterwegs. Das Ziel: die Weltstadt Essen! Ende Oktober ist Essen the place to be! 220.000 Besucher strömten dort zur großen Leitmesse – zur Huldigung des Brettspiels – zur Jagd nach seltenen Schätzen. Zur SPIEL 2025.

Liebe Leser*innen, ihr wart mit ziemlicher Sicherheit selbst auf der Messe oder zumindest in einem der vergangenen Jahre. Was könnte ich euch also noch berichten? Natürlich schwimme ich im Strom der Masse – aber eben auch nicht ganz. Als Content Creator für Podcast und YouTube-Kanal sowie als Autor und Layouter der spielbox verschiebt sich mein Fokus etwas.

Dienstag – T minus 2 Tage

Der erste Messetag ist klassischerweise ein Donnerstag. Doch für mich beginnt die Parallelwelt SPIEL bereits am Dienstag – mit einem Interview der Messeleitung. In die Hallen geht es zu diesem Zeitpunkt nicht: Während des Aufbaus gilt das Gelände als Baustelle. Nach rund zwei Stunden Videoproduktion samt Veröffentlichung werde ich also wieder zurück in die Realität geschickt – und treffe Freunde im Ruhrgebiet. Die Ruhe vor dem Sturm.

Mittwoch – T minus 1 Tag

Heute stehen die Pressekonferenz und die Neuheitenschau für Pressevertreter an. In unserer Szene – der Brettspielszene – machen hobbybasierte Blogs wie meine eigenen den Großteil des Fachjournalismus aus. Wir sind also das Sprachrohr zu den Spieler*innen, zur Basis!

Große Medien wie Rundfunk und auflagestarke Printprodukte tragen an diesem Pressetag die Kunde des Brettspiels in die Welt hinaus und versuchen, Wenig- und Nichtspieler mit dem (für sie exotischen) Hobby „Brettspiele spielen“ in Kontakt zu bringen.

Mein Fokus liegt an diesem Tag – wie bei den meisten – neben der aktuellen Berichterstattung – auf dem Wiedersehen. Mehrere Hundert Personen tummeln sich im gut vernetzten Content-Creator-Bereich. Man freut sich über jedes Wiedersehen, oft das erste seit einem Jahr. Gespräche über die Spieleszene, aber auch über Persönliches, bestimmen diesen Tag.

Die Spiele sind zwar da – sie stehen aber noch nicht im Mittelpunkt. Denn, wie wir alle wissen: Ohne Mitspieler kann in der Regel kein Spiel bestehen. Ohne Mitspieler gibt es kein Spielerlebnis. Erst durch sie erleben wir Mechaniken, Themen und Grafiken – erst sie verwandeln die Theorie in Realität.

Einen großen Teil der Menschen, mit denen ich diese Erlebnisse teile, treffe ich an diesem Neuheiten-Mittwoch.

Donnerstag – T minus 0 Tage

Die SPIEL öffnet ihre Pforten. All die Mühen, um in das Innere der Messehallen zu gelangen, die Messebesucher erleben, treffen auch die Medienschaffenden: Verkehrschaos, Regen, Warteschlangen am Einlass. Zugegeben – die Fachpresse darf die Messe über gesonderte Eingänge rund 30 Minuten früher betreten. Dieser „Vorteil“ ist allerdings nötig, um pünktlich zum ersten Termin zu erscheinen.

Jetzt geht es um Spiele, Spiele, Spiele. Gemeinsam mit meiner Videoteam-Partnerin treffe ich mich mit Verlagsvertretern – von Pressesprechern großer Player bis hin zu Einzelkämpfern kleiner Verlage. Mir werden Neuheiten präsentiert, ich erfahre in Interviews und Gesprächen Neuigkeiten aus der Szene – oder oft beides.

Es gibt auch exklusive Verlags-Events, bei denen man abseits des Messetrubels etwas Luft holen, Autor*innen treffen und spannende Einblicke hinter die Kulissen gewinnen kann.

Der Donnerstag endet meist – wie auch in diesem Jahr – mit einer Standparty. „Party“ ist dabei ein starkes Wort: Vielmehr kommt man mit den Menschen, die man ohnehin den ganzen Tag gesehen hat, noch einmal zusammen, führt Gespräche, die über Smalltalk hinausgehen, und findet bei einer nicht übermäßig glamourösen Mahlzeit den dringend nötigen Energieausgleich.

Freitag bis Sonntag

Auch am Freitag gibt es Termine, Gespräche, Neuheiten. Doch die Rate zufälliger Begegnungen mit denselben lieben Menschen aus der Bubble wird spürbar geringer. Erste Geheimtipps machen die Runde – Spiele, die man sich nun gezielt anschaut. Der Faktor der Berichterstattung tritt allmählich in den Hintergrund. Immer stärker nähern sich die Realitäten von Medienschaffenden und Besucher*innen an.

Im Laufe des Samstags habe ich bereits über ein Dutzend Videos produziert. Inhalte müssen sortiert werden. Zufallsbegegnungen werden nun forciert – man versucht gezielt, bestimmte Menschen für eine Nachfrage oder ein kurzes Interview zu erwischen.

Der Hammer fällt am Sonntag – dieses Jahr nicht erst zum Messeschluss, sondern schon zwei Stunden vorher. Es bleibt das Gefühl, dass man von den Messehallen gar nicht so viel gesehen hat. Aber die Menschen bleiben im Kopf.

Die Brettspielszene ist herzlich. Das „Du“ in der Szene ist nicht nur Floskel, sondern gelebte Realität. Spiele machen Spaß – doch nach jeder Messe merke ich erneut: Es geht nicht nur um die Spiele. Es geht um die Menschen, die sie möglich machen. Darum, denen, die nicht auf der Messe sein konnten, Erlebnisse greifbar zu machen. Darum, die richtigen Spiele ans Herz zu legen, an Herausforderungen zu wachsen – und am Spieletisch jede*n mitzunehmen.

Aber auch darum, Neulinge einzuladen und nach der Messe die frohe Botschaft zu verkünden: Ja – die Menschen sammeln sich am Spieltisch! Der Mensch spielt gerne! Denn: Beim Spiel sind wir alle gleich.

Viel Spaß beim Spielen!

– Stephan Zerlik, spiel-doch-mal.com / Podcast Spielkulturerbe / Autor & Layout spielbox



SPIEL Essen 2025 Messebericht

Die SPIEL Essen 2025 war die weltweit größte Messen für Brett- und Gesellschaftsspiele. Viele tausend Menschen aus der ganzen Welt reisen an, um bei diesem Mega-Spektakel dabei zu sein. Nirgends kommen Spielbegeisterte so auf ihre Kosten: überall wird gewürfelt, gelacht & gezockt. Wildfremde Menschen sitzen miteinander am Spieltisch und haben Spaß, Sprachbarrieren werden teilweise mit […]

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Der Herr der Ringe – Das Schicksal der Gemeinschaft

Das Schicksal der Gemeinschaft: Cover

Ob der Eine Ring wohl die Macht hätte, mich Einleitungen schreiben zu lassen? Na, mal lieber nicht zu viel erwarten.

Wie geht DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT? Wir sind die Guten und spielen kooperativ; das Spiel ist böse. Je nach Schwierigkeitsgrad müssen wir vier oder mehr Ziele erreichen. Eines davon ist in jeder Partie „Zerstört den Einen Ring“. Dazu muss Frodo auf dem Spielplan zum Schicksalsberg laufen (wofür er auf Karten oder Plättchen jede Menge Symbole „Versteck“ benötigt), vor Ort muss er fünf Symbole „Ring“ abwerfen und schließlich noch einen Schicksalswürfelwurf überstehen, der außer vom Glück auch von anwesenden Nazgûl, Orks und dem Stand der Hoffnungs-Skala abhängt.
Andere Ziele haben Titel wie „Fordert Sauron heraus“ oder „Sichert die Furten des Anduin“ und lassen uns Truppen ausheben und zu vorgegebenen Orten bewegen oder Orte erobern oder bestimmte Symbole sammeln, um sie am Zielort einzusetzen. Alle Aufgaben haben eine inhaltliche Verbindung zu Tolkiens Romantrilogie. Ebenso die Spielplan-Geografie. Und die Eigenschaften der Spieler:innen-Charaktere. Pro Person spielen wir nicht einen Charakter, sondern gleich zwei. Mit einem führe ich in meinem Zug vier Aktionen durch, mit dem anderen eine. Haupt- und Nebenrollen können sich während einer Partie abwechseln.

Das Schicksal der Gemeinschaft: Spielplangewirr

Die Aktionen ähneln denen in PANDEMIE; DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT ist ein weiterer Ableger des erfolgreichen Spielkonzepts: Wir reisen (was manchmal die Abgabe von Symbolen erfordert und für Frodo wegen der Nazgûl obendrein riskant sein kann), wir sammeln Symbole, wir tauschen Karten. Hinzu kommt: Wir rekrutieren Truppen und kämpfen.
Noch mehr an PANDEMIE erinnert die Verwaltung zwischen den Zügen: Ich ziehe zwei neue Handkarten vom Stapel, dann werden vom anderen Stapel anfangs zwei, später mehr Schattenkarten aufgedeckt und ausgeführt. Sie bringen Orks ins Spiel oder sie bewegen Orks. Sie lassen Nazgûl in Frodos Richtung fliegen oder versetzen das Auge Saurons zu Frodo – wo es möglichst nicht lange bleiben sollte, weil sonst immer wieder negative Effekte auftreten. Eine wiederkehrende und ebenfalls buchgetreue Aufgabe der anderen Charaktere ist deshalb, irgendwo Schlachten anzuzetteln. Dadurch wird das Auge von Frodo weggelenkt.

Was passiert? Der Einstieg ist erheblich schwieriger als bei PANDEMIE. Sich auf dem großen und detailbeladenen Spielplan zurechtzufinden und zu erfassen, was die eigenen Charaktere alles können, dauert mindestens eine komplette Partie. Und bis man dann noch draufhat, welche Fähigkeiten die anderen Charaktere besitzen, vergeht mindestens eine weitere.

Das Schicksal der Gemeinschaft: Charaktere

Die Anforderung an die Gruppe ähnelt PANDEMIE und vielen anderen Koop-Spielen: Anhand unserer Karten knobeln wir die bestmöglichen Züge aus. Weil alle Informationen offen sind, können sich alle am Tisch beteiligen. Es geht um Optimierung und Risikomanagement. Viele Unglücke drohen gleichzeitig. Welchem Brandherd widmen wir uns zuerst? Und wie viel Energie verwenden wir darauf, feindliche Truppen zu entfernen? Präventive Kämpfe verschaffen uns einerseits Luft, bringt andererseits für unsere Ziele gar nichts.
Immer wieder werden wir Karten nachziehen, die das Bedrohungs-Level erhöhen und alle bereits gezogene Schattenkarten gemischt auf den Schattenstapel zurückbefördern. Sie werden dann erneut aufgedeckt. Wir können in etwa erahnen, was uns bevorsteht. Allerdings kennen wir nicht den genauen Zeitpunkt.
Wie auch in PANDEMIE tauchen also einige wenige Schattenkarten immer wieder auf und ein Großteil der Schattenkarten nie. Dadurch verlagern sich die Schwerpunkte von Partie zu Partie. Mal ist besonders Gondor bedroht, mal Thal, dann wieder bewegen sich die Orks nicht so sehr, dafür ist Saurons Auge besonders schnell.


Das Schicksal der Gemeinschaft: Würfelturm

Was taugt es? Hätte DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT keine literarische Vorlage, würde man sicherlich sagen: Was sollen all die Kleinregeln? Warum haben die Orte derart verwirrende Namen? Und wieso fassen manche Mini-Gebiete die vielen Figuren nicht? Dieses Spiel müsste man mal gründlich entschlacken!
Nicht die Mechaniken sind es, die DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT herausragen lassen; die hat Matt Leacock anderswo schon eleganter hinbekommen. Es ist die Weise, wie das Spiel Geschichten kreiert: nämlich immer wieder neue und faszinierende Varianten eines schon oft erzählten Plots. Geschichten, die sich ähnlich stimmig anfühlen und im Gedächtnis bleiben: Da erobern wir Dol Guldur, verlieren es wieder und erobern es erneut, Orks marschieren in Bruchtal ein. Gollum eilt ins Auenland, um den ängstlich verharrenden Frodo dort abzuholen. Weil wir die Filme vor Augen haben, entstehen im Kopf besonders leicht Bilder.

Das Schicksal der Gemeinschaft: Ziele

Man staunt, wie gut alles ausbalanciert ist. Das steht die Gruppe nach schwer verpatztem Auftakt schon mit dem Rücken zur Wand – und gewinnt trotzdem noch. Oder die Gruppe glaubt, alles easy im Griff zu haben – und plötzlich überrennen die Orks das Waldlandreich und stehen direkt vor Erebor. Selbst die Vernichtung des Rings verläuft nicht immer identisch. Frodo zieht mit oder ohne Begleitung nach Mordor, mal sogar mit Armeen, ein anderes Mal setzen ihn Adler direkt am Schicksalsberg ab.
Um die Romanvorlage und deren Opulenz und Vielschichtigkeit auch nur annähernd abzubilden, muss das Spiel offenbar genau so sein, wie es ist. Komplex, vieldimensional, überbordend. Episch. PANDEMIE bleibt dagegen abstrakter. Zwar spielen wir auf einer Weltkarte und haben verschiedene Berufe, was für ein Brettspiel eigentlich schon recht konkret ist. Aber ob die Pandemie nun in Asien oder Europa ausbricht, ist ohne große Bedeutung. Die Erzählung bleibt größtenteils dieselbe.
DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT ist sehr variabel. Die 13 Charaktere, 24 Ziele und fünf Schwierigkeitsgrade lassen sich fast beliebig kombinieren. Das Verspechen auf immer mehr ist groß. Das Spiel hat so viel eigenen Charakter und verströmt so viel Atmosphäre und Flair; da fällt überhaupt nicht auf, dass es mal wieder „nur“ eine PANDEMIE-Variante ist.


****** außerordentlich

DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT von Matt Leacock für eine:n bis fünf Spieler:innen, Z-Man Games / Middle-Earth Enterprises.

P.S. Sorry an Sam: Der Doppelcharakter, der nur eine Figur nutzt, heißt eigentlich "Frodo & Sam". Das habe ich im Text oben unterschlagen, um es nicht noch komplizierter zu machen. Wir alle kennen aber Sams überragende Verdienste.

bt278 Road to Essen - Live at Essen'25

28. Oktober 2025 um 20:09

Shownotes
Die SPIEL in Essen 2025 ist vorbei. Aber wir haben noch ein bisschen Messe-Flair, sozusagen einen Nachschlag für die Ohren. Mit diesem Beeple Talk kommt noch einmal die volle Breitseite! Alex (Brettspielhamster) und Georgios (Spielbar.com) haben sich Gäste an den Tisch beim Meet&Play gebeten, um einen schönen Schnitt durch die Messe zu bieten. Zwischendurch gibt es kleine Einspieler in denen Oli (Spielevater.de) ein paar Stimmen aus den Hallen eingefangen hat. Knapp zwei Stunden gebündeltes Messe-Feeling am Stück mit interessanten Gästen.
Datum der Aufnahme: 25.10.2025
Online seit: 28.10.2025

Feedback
Wer den Beeple Talk unterstützen möchte: Die Freude ist groß, falls Ihr den Podcast bei z.B. Apple Podcasts rezensiert oder bewertet. Für alle jene, die Apple Podcasts nicht verwenden, gibt es die Plattform Panoptikum, auch dort kann eine Empfehlung ausgesprochen und bewertet werden, aber auch ein eigenes Podcasthörerprofil erstellt werden. Und natürlich freuen wir uns auch über Bewertungen auf all den anderen Plattformen, über die Podcasts gehört werden können.
Ganz besonders toll ist natürlich, falls Ihr Euren Mitspielern vom Beeple Talk erzählt.

Über den Beeple Talk
Der Beeple Talk ist mit allen Episoden unter dem folgenden Link erreichbar. Ziel ist es, Episoden mit wechselnden Themen rund um Brett- und Kartenspiele zu machen. Zum beeple Talk treffen sich regelmäßig einige Mitglieder von Beeple, dem Brettspiel-Blogger-Netzwerk.
Beeple Talk – Der monatliche Podcast von Beeple – https://www.beeple.de

Podcast-Plattformen
Natürlich findet sich der Beeple Talk auf den bekannten Plattformen für Podcasts, insbesondere Apple Podcasts
beeple Talk auf Apple Podcasts – https://itunes.apple.com/de/podcast/beeple-talk/id1449578291?l=en.
Der beeple Talk ist ein kostenfreies Format. Solltest Du für das Hören auf Deiner bevorzugten Plattform eine Gebühr zahlen müssen, so erfolgt dies ohne unsere Zustimmung. Wir sind und bleiben kostenfrei zu empfangen.
Fehlt Dir auf Deiner bevorzugten Plattform der beeple Talk, freuen wir uns über einen Hinweis.

beeple Chat
Die Kanäle des beeple Brettspiel-Blogger-Netzwerks betreiben einen Discord-Server, auf dem sich eine tolle Community täglich über Brettspiele austauscht. Falls Ihr dazukommen möchtet, diesem Link folgen oder eine E-Mail senden.

Intro/Outro
Epic Song by BoxCat Games

Wie machen es das Brettspielministerium und wie DieHausis? Mini-Podcast

28. Oktober 2025 um 19:37

Wie könnte man den Talk beschreiben? Viellecht so: Treffen sich 2 Brettspiel-CreatorInnen spontan zu einem kurzen Talk über Dinge die z.B. während und nach der #Spiel25 bei div. CreatorInnen kommentiert wurden.
Böse Brettspiel-Creator? Der große 9.30 Uhr Skandal um den Einlass in die Messe.
Hier gibt es echte FAKTEN – so sehen wir das bzw. so machen wir das.

Was ist Deine Meinung zum Talk & kurzen Video Podcast?
Und wie findest Du dieses Format?

Hier geht es zum kurzen Video-Podcast auf Youtube: https://youtu.be/lzTQWiAKYco

Hier findet Ihr Johannes auf Instagram:
https://www.instagram.com/brettspielministerium

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The Diary – SPIEL 2025 Messetagebuch

Dieses Jahr haben wir uns gedacht: Warum einen Podcast im Vorfeld der SPIEL aufnehmen? Lass uns doch einfach mal abends die Mikros auspacken und ein wenig über den Tag auf der SPIEL und den vielleicht kommenden Tag sprechen. Klar, da sprechen wir natürlich nicht immer über die Brettspiele, sondern über Menschen und Situationen.

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NEWS – SPIEL 2025 in Essen (Messebericht)

28. Oktober 2025 um 12:44
SPIEL 2025 in Essen

Was und wer ist eigentlich Spielmonster.de? Angefangen hat es bereits 2001 mit meiner ersten Webseite (oder wie man heute so schön sagt: meinem ersten Blog). Insgesamt sind es bereits über 600 Rezensionen, die ich dort verfasst habe. Immer wieder wurde die Webseite verändert, angepasst, upgedatet. 2012 kam dann die passende Facebook-Seite und später dann der Instagram-Account dazu. Leider gab es aus gesundheitlichen Gründen immer wieder mal kleinere Pausen, in denen ich nicht so viel gemacht habe, doch ich fand immer wieder zu unserem tollen Hobby zurück. Zwischenzeitlich habe ich die Webseite auf neue technische Beine gestellt, ohne davon wirklich besonders viel Ahnung zu haben. Auch nach langer Recherche hatte ich keine Möglichkeit gefunden, die ganzen bestehenden Rezensionen der „alten Seite“ auf die „neue Seite“ zu migrieren, so musste ich das manuell machen, einzeln… mühsam, richtig! Deshalb haben es auch noch nicht alle Rezensionen auf die „neue Seite“ geschafft. Unter www.surrealist.de/spielmonster findet man jedoch immer noch die „alte Seite“, mit allen – bis dahin – erstellten Rezensionen. Die „neue Seite“ findet man auf www.spielmonster.de.

Immer wieder werde ich gefragt, weshalb ich nicht Videos mache (YouTube und Co.). Das ist – ehrlich gesagt – nicht mein Ding. Ich zeige mich ungern, weshalb man auch einzig in Instagram hin und wieder Bilder von uns sehen kann. „Uns“, das ist meine Frau Silke, mit der ich das Hobby schon sehr viele Jahre teile und eben ich, Dirk. In irgendwelchen Videoformaten werdet ihr uns wahrscheinlich eher nicht sehen, wobei man ja niemals nie sagen sollte, oder wie war das nochmal?

Die SPIEL in Essen ist als größte Spielemesse der Welt ein absoluter Besuchermagnet. Auch wir sind dem Lockruf der Messe gefolgt und waren vom Donnerstag bis zum Samstag in den Messehallen unterwegs. Aufgrund der erwähnten Historie kommen wir glücklicherweise in den Genuss eines Pressezugangs zur Messe. Leider konnten wir aus beruflichen Gründen erst am Mittwoch anreisen, so dass wir es weder zur Pressekonferenz noch zur Neuheitenschau der Messe geschafft haben. In früheren Jahren war es noch so, dass man sich zumindest die Neuheitenschau auch nach dem Presse-Mittwoch in Ruhe anschauen konnte, ohne den großen Trubel, ohne die überhitzten Räume; leider wurde das abgeschafft, was wir sehr schade finden.

Da wir aus „Kofferraumgründen“ immer mit dem PKW anreisen, ist die Parkplatzsituation immer besonders spannend. Natürlich ist es mit dem Presseparkplatz meistens relativ chillig, aber auch dort gibt es immer mal Stau. Dieses Jahr war das alles recht überschaubar, allerdings sind wir auch immer recht früh vom Hotel losgefahren, welches wir aufgrund der wahnsinnigen Zimmerpreise an den Messetagen in Mülheim a.d.R. gebucht hatten.

Organisatorisch ändert sich ja jedes Jahr etwas an der Messe. In diesem Jahr gab es beispielsweise keine Dauertickets mehr, sondern die Besucher mussten sich für jeden Tag ein separates Ticket kaufen. Das treibt natürlich den Gesamtpreis des Messebesuchs in die Höhe, aber es hatte den positiven Nebeneffekt, was vermutlich auch der Hauptgrund für diese Einführung war, dass das Besucherlimit auch weitestgehend ausgenutzt wurde. Hatte man früher ein Dauerticket und kam dann aber am Sonntag nicht, dann war dies quasi ein leerer Platz, den andere Besucher aber leider nicht nutzen konnten. War die Besucherzahl letztes Jahr noch auf insgesamt 200.000 Besucher beschränkt, wurde die Anzahl für 2025 durch die Aufnahme der Halle 7 auf 220.000 Besucher erweitert.

Am Donnerstag war der Zugang über die leere Halle 8 etwas ungünstig organisiert. Im Vorjahr noch wurden die Aussteller oder die Leute mit Pressetickets durch einen separaten Eingang geführt. Dieses Mal war der Einlass dort recht unklar. Letztlich warteten alle Personen im selben Bereich, was nicht wirklich ein Thema ist. Aber als dann „Tom Werneck“ im Anzug und seinem Rollkoffer durchgehen wollte, wurde er vom strengen Ordner, der ihn mit Sicherheit nicht kannte, streng und bestimmend in die Menschenmenge zurückgeschickt. Herr Werneck ist schon 86 Jahre alt und hat mit über 80 Jahren noch eine Doktorarbeit zum Thema „Brettspiele“ geschrieben. Auf solche Special-Guests hätte man vorbereitet sein müssen. Man kann den Ordnern sicherlich nicht den Vorwurf machen, nicht jede Persönlichkeit aus der Szene zu kennen, aber das war eine wirklich unschöne Situation. An den weiteren Tagen war es etwas besser geregelt.

Insgesamt ist das Hallenkonzept aber wieder aufgegangen. Die neu hinzugenommene Halle 7 hat das ganze Gedränge etwas entzerrt, so unser Gefühl. Klar, die Halle 3 war wieder zu jedem Zeitpunkt recht voll, aber man kam trotzdem immer noch halbwegs gut durch, ohne, dass man von einem Brettspielrucksack oder einem Bollerwagen angerempelt oder angefahren wurde. Wie im Vorjahr auch, waren die Hallen 4 bis 6 für mich die Interessantesten. Natürlich habe ich auch in Halle 3 viel angeschaut und auch einiges mitgenommen, aber in den kleineren Hallen findet man immer wieder etwas, das man so gar nicht auf dem Schirm hatte… und genau das ist ja so cool an der Messe.

Das kulinarische Angebot war auch dieses Jahr sehr abwechslungsreich. Es gab sowohl in der Galeria als auch in verschiedenen Freigeländen und auch direkt in den Hallen viele verschiedene Food Trucks, da sollte für jeden etwas dabei gewesen sein. Auch die Schlangen vor den Trucks hielten sich in Grenzen. Wir hatten nach jeweils 5 Minuten unseren Snack in den Händen. Natürlich waren die Preise auch dieses Jahr weit entfernt von günstig. Eine 0,5-Flasche Cola für über 5 Euro grenzt schon an Frechheit, was aber leider bei Messen mittlerweile gang und gäbe ist. Auch Mineralwasser ist teuer, weshalb wir immer mit Getränkeflaschen in den Taschen herumgerannt sind. Das Essen selbst ist auch recht hochpreisig. Die Preise lagen sicherlich wegen der hohen Standgebühren in einem Bereich, zu dem Preis man in manchen Regionen auch ein Mittagsmenü im Restaurant (mit Getränk) bekommen kann. Auch das ist happig. Vergleicht man das Essensangebot aber mit dem Angebot früherer Jahre, ist zumindest die Auswahl und die Qualität wirklich viel besser. Leider hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt wie im letzten Jahr. Im Vorjahr saßen wir bei Sonnenschein und mit Sonnenbrillen im Außenbereich, was als Pause wirklich toll war. Dieses Jahr war es eher regnerisch und stürmisch, was das Ganze für die Trucks – zumindest im Außenbereich – recht ungünstig machte.

Gespielt haben wir dieses Jahr tatsächlich recht viel auf der Messe. Trotz des Lärms und den vielen Leuten konnten wir immer recht gut abschalten und uns auf die Spiele konzentrieren, das funktioniert überraschend gut, wenn man sich darauf einlässt. In der Regel spielen wir natürlich eher einfachere Spiele und dann ja auch nicht immer zu Ende. Man sollte sich einfach den nächsten freien Tisch schnappen und auch mal Spiele ausprobieren, die man so gar nicht auf dem Sender hatte. Gespielt haben wir beispielsweise „Kokeshi“, „Burgle Bros Blackjack“, „Postcards“, „Driving me crazy“, „12 Rivers“ und mehr. Manches davon haben wir dann tatsächlich auch gekauft, obwohl es vorher gar nicht auf der Liste war. Das strapaziert zwar das Budget, aber es birgt auch einige Überraschungen. So war einer der Überraschungshits für uns „La Cuenta“ von „2Tomatoes Games“. Die Testpartie haben wir zu 6t gespielt. Es geht darum, dass wir im Restaurant sind, immer wieder Essen nachbestellen und wir uns möglichst um die Rechnung herummogeln möchten. Wichtig ist also: es soll jemand anderes bezahlen. So kann man sich mit einer Karte bis zur nächsten Runde auf der Toilette verstecken, oder man muss nicht bezahlen, weil man Geburtstag hat. Das Spiel hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht, also auch uns… direkt eingepackt.

Da wir von der hohen Anzahl an Spielen in unserer Sammlung runterkommen möchten, nutze ich auch jede Möglichkeit, Spiele wieder ausziehen zu lassen. Also habe ich auch dieses Jahr bei der „No-Shipping-Auction“ von BGG teilgenommen und dabei 10 Spiele verkauft. Der übliche Übergabepunkt ist ja täglich um ca. 15:00 Uhr am vereinbarten Platz. Diese Veranstaltung schaut für „normale“ Besucher etwas komisch aus. Es stehen hunderte Spielefans mit großen Schildern, bunten Mützen und großen Bollerwagen in der Halle 8 herum und versuchen, ihre jeweiligen Geschäftspartner in dieser Menschenmenge zu finden. Ich sah wohl besonders „auskunftsfreudig“ aus, denn ich wurde ganze viermal von Leuten gefragt, was denn hier los sei. Ich habe dann natürlich erklärt, was der Hintergrund dieses Menschenauflaufs ist und die Fragenden waren immer sehr erstaunt darüber.

Da wir uns – wie eingangs erwähnt – recht unsichtbar in der Szene bewegen, können wir uns ganz chillig auf der Messe bewegen. Trotzdem hatten wir die Gelegenheit, verschiedene Leute zu treffen und oft auch zu sprechen, die wir von Podcasts, YouTube oder Instagram her kennen. Auch das fanden wir immer sehr nett.

Es muss an unserem Alter liegen, aber jeder Tag wurde zunehmend anstrengender. Waren wir am Donnerstag bis abends recht fit, waren wir am Freitag schon deutlich erschöpfter und am Samstag haben wir es dann auch nicht bis zum Abend geschafft, sondern sind schon etwas früher gegangen. Immerhin haben wir keinen grippalen Infekt und auch keine Erkältung aufgeschnappt.

Mit den eingangs erwähnten 220.000 Menschen aus vielen verschiedenen Ländern übertraf die SPIEL den bisherigen Besucherrekord von 2019. Durch die hinzugenommene Halle 7 ist natürlich auch die Ausstellungsfläche größer als bisher. 948 Aussteller aus 50 Nationen zeigten mehr als 1.700 Neuheiten in den Messehallen. Dazu wurde am Freitag sogar noch der Weltrekord für das größte CATAN-Spiel erreicht, ein krasses Event. Was noch neu war: der Bühnenbereich für die verschiedenen Vorträge befand sich jetzt in der Halle 4. Obwohl der Bereich mitten im Trubel war (ok, in einer etwas ruhigeren Ecke der Halle 4), fanden wir diese Lösung wirklich gelungen. Vielleicht waren nicht immer alle Leute, die sich dort aufhielten, wirklich am Programm interessiert, sondern machten einfach nur mal ne kurze Pause, aber die drei Programmpunkte, die wir uns angesehen haben, fanden wir wirklich gut… und die Störgeräusche durch die restliche Halle hielten sich überraschenderweise in Grenzen.

Üblicherweise werden am Pressetag (Messe-Mittwoch) auch die Platzierungen der drei ersten Plätze des Deutschen Spielepreises bekannt gegeben. Die anderen Plätze wurden schon im Vorfeld veröffentlicht, aber bei der Rangfolge der ersten drei Plätze blieb es bis zur Messe spannend. Der Deutsche Spielepreis ist ein Community-Preis, das heißt Spieler(innen) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können selbst abstimmen. Deshalb ist dieser Preis für viele Spieler(innen) ebenso bedeutend wie der Kritikerpreis „Spiel des Jahres“. Platz 1 ging dieses Jahr an „SETI: Auf der Suche nach außerirdischem Leben“. Platz 2 erhielt „Endeavor: Die Tiefsee“. Platz 3 belegt „Bomb Busters“, was ja auch schon den Kritikerpreis gewonnen hat. „SETI: Auf der Suche nach außerirdischem Leben“ gehört auch bei uns zu den absoluten Lieblingsspielen.

Nach drei schönen – aber auch anstrengenden – Tagen in den Messehallen, sind wir sehr zufrieden; wir sind also am Sonntag mit einem recht vollen Kofferraum wieder zurück in den Süden gefahren und jetzt heißt es: Spielen, Spielen, Spielen!

(c)2025 Dirk Trefzger

SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen

Top 10 Brettspiel-Überraschungen auf der SPIEL 2025

Von: Peer
28. Oktober 2025 um 08:00

Top 10 Brettspiel-Überraschungen auf der SPIEL 2025Zurück von der SPIEL 2025 in Essen muss ich erstmal die vielen tollen Eindrücke verarbeiten. Es waren 3 spannende, unterhaltsame und intensive Tage … mit einigen Überraschungen. Wie jedes Jahr habe ich mich intensiv auf die Messe vorbereitet, aber wie jedes Jahr konnte ich einige Spiele-Neuheiten entdecken, die ich nicht auf dem Schirm hatte. Deshalb […]

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SPIEL 2025 – Tag 3: Zwischen Tempeln und Bibern

Von: Dirk
28. Oktober 2025 um 07:38
Lesezeit: 2 Minuten

Der dritte Messetag begann für mich mit einem Pflichttermin – und zwar im besten Sinne: dem Besuch bei Queen Games. Dort gab es einen Blick auf die kommenden Titel wie Chichén ItzáPropeller IslandRonin und Ladybugs. Außerdem wurde die modulare Erweiterung zu Marrakesh vorgestellt – ein spannendes Konzept, das dem beliebten Stefan-Feld-Titel noch mehr Varianz verleihen dürfte.

Nach so viel Königsblau ging’s weiter zu einem ganz anderen Thema: Digitale Achtsamkeit. Beim Bosodo Verlag habe ich mir ein Spiel angesehen, das genau diesen Aspekt aufgreift – also den bewussten Umgang mit der digitalen Welt. Ein spannender Ansatz, der zeigt, wie vielfältig und gesellschaftlich relevant Brettspiele inzwischen sein können.

Kleine Verlage, große Ideen

Ein weiterer Stopp führte mich zu Biberstein Spiele, wo ich mir die kleinen, aber feinen Titel aus der Jahreszahlen-Reihe angeschaut habe – ursprünglich von Looping Games aus Spanien. Die Reihe bleibt ihrem Konzept treu: kompakte Boxen, interessante Themen, geschichtlich inspiriert – und jedes Mal ein kleiner Hingucker im Regal.

Gespielt: Die weiße Burg – Das Duell

Das erste Spiel des Tages war dann Die weiße Burg – Das Duell. Und ja, es verkauft sich offenbar mindestens so gut wie der große Bruder. Das Duell-Format scheint gut anzukommen, und das nicht ohne Grund – das Setting und die Optik bleiben stark, auch im kleineren Maßstab.

Danach stand noch Tricks & Treats bei Cranio Creations auf dem Plan – thematisch passend zur Jahreszeit und mit dem gewohnt charmanten Look des Verlags. Zum Abschluss ging’s zu Jolly Dutch Games für einen Blick auf Kuldhara – ein Titel, der mit seinem Thema sofort neugierig macht.

Zwischen all dem: ein bisschen Shopping

Natürlich blieb es nicht nur beim Schauen und Spielen – ein paar Spiele mussten einfach mit. Besonders Kai hat’s mir angetan – allein schon wegen der fantastischen Ausstattung. Und wie das auf der SPIEL so ist: Bevor man’s merkt, ist der Rucksack voll und der Tag vorbei.

Fazit

Der dritte Tag war eine wunderbare Mischung aus großen Namen, kleinen Entdeckungen und spontanen Begegnungen. Langsam merkt man zwar die Messe in den Beinen, aber das Herz ist immer noch voll dabei. Und auch wenn die Zeit in Essen wieder viel zu schnell vergeht – genau dieses Gefühl macht die SPIEL jedes Jahr aufs Neue so besonders.

Zum Abschluss des Tages – und der Messe insgesamt – habe ich meine Gedanken noch einmal gesammelt und in einer aktuellen Podcastfolge festgehalten.

🎙️ In dieser Folge spreche ich über meine Eindrücke zu Tag 3, ziehe ein persönliches Fazit zur SPIEL 2025 und erzähle, welche Trends und Themen mir in diesem Jahr besonders aufgefallen sind.

Bericht zur SPIEL25 – Teil 1/2

Von: Oliver
27. Oktober 2025 um 18:54

SPIEL 2023

Groß, größer, Ausverkauft! – Das war die SPIEL 2025 in Essen. Ein weiteres Jahr in der Erfolgsgeschichte der internationalen Spieletage und wieder wurden Rekorde gebrochen. 220.000 Besuchende, über 1.700 Neuheiten.

- Den Beitrag Bericht zur SPIEL25 – Teil 1/2 findest du auf Spielevater - Die ANDERE Seite der Brettspiele

Spiel Essen: Zeigen, dass Brettspiel so viel mehr ist

27. Oktober 2025 um 08:45

Betritt man kurz vor Ende des vorletzten Messetages die oberhalb der Halle 6 gelegene Zentrale der Spiel Essen, blickt man in müde, aber gleichzeitig ziemlich entspannte Gesichter. „Ich bin glücklich“, bestätigt Spiel-Geschäftsführerin Carol Rapp meine Frage nach einer Zwischenbilanz. Gleichzeitig zeigt sie ihrem Pressesprecher Robin de Cleur mit Daumen und Zeigefinger an, dass man ganz knapp vor einem neuen Besucherrekord stehe. Sie habe soeben nachgeschaut.

» WDR 5: Spielemesse 2025 – Was spielen Sie?

De Cleur zeigt sich erleichtert, dass die Aufregung des Vorjahres ausgeblieben ist, als manche teils weit angereiste Messegäste kalt erwischt wurden und vor für sie verschlossenen Toren standen. Denn eine ausverkaufte Spiel hatte es zuvor noch nie gegeben. In diesem Jahr war man darauf vorbereitet und achtete auf die in den sozialen Medien verbreiteten „Wasserstandsmeldungen“, die transparent über den Prozentsatz der erreichten Ticketverkäufe pro Tag informierten. Die im Vorfeld geäußerten Proteste gegen die Abschaffung von Dauerkarten, welche der Berechnung einer tagesgenauen Auslastungsquote widersprachen, seien laut de Cleur schnell wieder abgeflacht.

Die größte Neuerung der Spiel 2025 war die riesige und beeindruckende Bühne in Halle 4. Im Durchschnitt schauten sich etwa 300 Leute das abwechslungsreiche Programm an. „Die Investition hat sich gelohnt“, sagt Carol Rapp. „Wir zeigen, dass das Brettspiel so viel mehr ist.“

Bühnenprogramm in der Halle 4: Spiel-Chefin Carol Rapp (4. v. l.) im Gepräch mit Moderator Manuel Fritsch.

Tatsächlich hat die Spiel in den letzten drei Jahren einen beträchtlichen Entwicklungssprung gemacht. Sie hat ihren Vorsprung als weltgrößte Brettspielveranstaltung nicht nur quantitativ ausgebaut, auch inhaltlich ist ein deutlicher Professionalisierungsschub erkennbar. Es wird mehr denn je sichtbar, dass sich die Messe ihrer Bedeutung für das Kulturgut Spiel bewusst ist.

Das Gefühl, trotz der neuen Rekordzahlen eine unaufgeregte Messe zu erleben, bestätigt sich auch bei den in Essen präsentierten Spieleneuheiten. Robin de Cleur musste den Medien mitteilen, dass er „keinen Trend“ verkünden könne. Selbst die vermutete Häufung bei den Zwei-Personen-Spielen sei nicht so groß, wie es vielen Beobachtern erscheint, meint der Kommunikationsdirektor der Spiel.

Hachette

Französische Verlage werden immer präsenter: Neben dem Riesenstand des Asmodee-Gruppe hat nun auch Hachette seine Marken unter einem gemeinsamen Dach zusammengefasst.

Unter den hunderten gezeigten Neuheiten fallen auch deshalb keine besonderen Schwerpunkte ins Auge, weil die Breite des Angebots auch in diesem Jahr noch mal zu wachsen scheint. Kaum noch als Trend zu bezeichnen ist die schon seit vielen Jahren anhaltende Entwicklung, dass sich unter den bemerkenswerten Titeln besonders viele kooperative Spiele befinden. An der Spitze der Fairplay-Scout-Liste, die im Vorjahr eine bemerkenswerte Treffsicherheit besaß, als sich Bomb Busters und Endeavour durchsetzten, steht am Abend des Messesamstags bei den leicht zugänglichen Spielen ein kooperatives Spiel: Take Time, bei dem wir wie bei Bomb Busters nicht miteinander sprechen sollen. Das bei Libellud erschienene Spiel startete mit Vorschusslorbeeren in die Messe. Denn bereits auf dem Festival des Jeux im französischen Cannes, wo im Februar die ersten Vorabexemplare gezeigt wurden, sorgte es für große Aufmerksamkeit. Doch am Sonntagabend zieht noch ein anderes Spiel an Take Time vorbei und landet auf dem ersten Platz: das App-unterstüzte Boss Fighters. Und bei den Kennerspielen siegt das Zwei-Personen-Spiel Compile – das genauso wie Boss Fighters bei Pegasus Spiele erscheint.

Wer mit den Spitzen der wichtigsten Verlage aus dem deutschsprachigen Raum spricht, erfährt verhalten optimistische Einschätzungen des Brettspielmarktes. Selbst wenn man die von Pokémon (das oft nur gesammelt und nicht gespielt wird) getriebenen Trading-Card-Umsatzrekorde aus den Zahlen herausrechnet, bleibt ein Wachstum von beachtlichen sechs Prozent, was weit über der Inflation liegt. Und auch der Blick auf die Rekordbesucherzahl der Spiel Essen bestätigt den Eindruck, dass das Gesellschaftsspiel immer mehr Menschen begeistern kann. 220.000 Besucherinnen und Besucher kamen an den vier ausverkauften Messetagen. Die weltgrößte Brettspielmesse hat einen erneute Weltrekord aufgestellt.

Anmerkung: Der Artikel wurde nachträglich überarbeitet und mit dem Endergebnis der Fairplay-Scout-Aktion und der Zahl des Besucherrekords ergänzt.

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