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Normale Ansicht

Spielemesse Essen 2025 | ein kleiner Bericht

08. Dezember 2025 um 13:32

„… wenn sich dann die Türen öffnen. Wenn man all die Spiele sieht. Wenn klar wird, wie viele Spielenerds wir sind… wenn klar wird, was es alles gibt… dann ist da diese besondere Stimmung, die es doch nur auf der SPIEL in Essen gibt.“

Auch die SPIEL 2025 hat mich dieses Jahr wieder in den Bann geschlagen: am Anfang erst zögerlich, am Ende aber dann so, dass ich mir auch einen fünften Spielemessetag gewünscht hätte.

Die Messe hat sich 2025 noch einmal vergrößert, aber ich gebe zu, wirklich gemerkt habe ich das nicht. Auch 2024 war sie schon so groß, dass ich nicht alles greifen konnte. Als Änderung kam auch die große Bühne dazu und neu war auch die Spielbotschafterin. Diese seit dem letzten Jahr bestehende Rolle wurde in diesem Jahr von Mháire Stritter besetzt.

Was Bühne und Spielbotschafterin angeht, bin ich sehr zwiegespalten: Einerseits empfinde ich die Vielfalt und die Förderung des Themenfelds „Spiel“ durch das vielfältige Programm als großartig, anderseits habe ich dieses Angebot nicht wahrgenommen und kann mir gut vorstellen, dass sich viele Besucher stattdessen eher ein paar Spieletische mehr oder einen dezidierten Ausruhort gewünscht hätten. Spielebotschafterin 2025 ist Mháire Stritter. Als Rollenspieler (speziell als Liverollenspieler) ist Mháire mir mit ihren Social-Media-Auftritten natürlich bekannt. Sie ist eines, wenn nicht das Gesicht, das für LARP & Rollenspiel steht. Wie viele mit dem Konzept des*der Spielebotschafters*in überhaupt etwas anfangen können, weiß ich nicht. Der Spielebotschafter von 2024 Alea war im letzten Jahr durch den Support durch Band und eigene Fans hat – in meinen Augen – deutlich präsenter. Auch diejenigen, die ihn nicht kannten, so wie ich, hat er in seinen Bann gezogen und mit seiner Band richtig für Stimmung gesorgt.

Schade fand ich auch, dass ich dieses Jahr gefühlt weniger Familien mit Kindern auf der Messe gesehen habe. Ob es an der verhältnismäßig teuren Familienkarte liegt oder der Problematik, dass ein Spontanbesuch kaum noch möglich ist, oder ob es einen anderen Grund gibt… ich weiß es nicht. An dieser Stelle sei aber auch eine positive Geschichte erwähnt, was Kinderfreundlichkeit angeht: Das Kinderspiel des Jahres war dieses Mal ein wenig abseits in einer Ecke. Dadurch war dieser Spielort deutlich ruhiger – eine Wohltat für Kinder- und Elternohren.

Was ist noch zu sagen? Die App – funktionell und hilfreich. Hallenkonzept – so gut, dass es die App kaum braucht. Übergroße eher leere Stände von (meist chinesischen) Herstellern – braucht man als Besucher nicht.

Fazit: Ja, ich komme wieder. Ja, auch mit Kind. Ja, auch wieder alle Tage. Warum? Weil ich immer noch gefangen bin von dieser besonderen, internationalen Messe. Weil ich in den Augen meiner kleinen Tochter sehe, wie auch sie immer mehr angefixt ist. Weil die Messe einzigartig ist. Aber ich hoffe dennoch, dass die Messe an ihren Problemen arbeitet.

Fast Forward Dezember: Origin Story, Luthier & Co.

08. Dezember 2025 um 08:00

Willkommen zum aktuellen Fast Forward, dem Monatsrückblick der gespielten Brettspiele für Dezember! 🎲 Christian und Robert nehmen euch mit in eine neue Ausgabe *Fast Forward*, in der sie euch Brettspiele kurz vorstellen, ehrlich bewerten und sagen, welche Brettspiel Empfehlungen wir euch wirklich ans Herz legen können – und welche Familienspiele, Kennerspiele oder Expertenspiele bei uns leider komplett durchgefallen sind. Und glaubt uns: ➡️ Ein Spiel in dieser Folge hat Christian so richtig aufgeregt! Wenn ihr wissen wollt, welches Brettspiel das war und warum er fast die Tischkante angeknabbert hätte, dann […]

Fast Forward Dezember: Origin Story, Luthier & Co.

Heredity – Epos oder Fehlgriff?

07. Dezember 2025 um 13:01

Willkommen zur tiefgreifenden Brettspiel-Rezension von Heredity – Die Geschichte von Swan aus dem Hause Pegasus Spiele . Thorsten und Robert nehmen euch mit in die düstere, postapokalyptische Welt dieses kooperativen Kampagnenspiels der Autoren Jérôme Cance und Laurent Kobel. In diesem Video beleuchten wir alle wichtigen Aspekte: Gameplay & Mechanik: Wie funktioniert das kartenbasierte Storytelling und die innovative Zeitleiste? Thema & Immersion: Kann das narrative Brettspiel die emotionale Geschichte der Familie Swan und deren Kampf ums Überleben nach einem „Blackout“ vermitteln? Spielspaß & Wiederspielwert: Für wen ist dieses Expertenspiel geeignet? Teil […]

Heredity – Epos oder Fehlgriff?

Agency und warum man sie braucht

07. Dezember 2025 um 11:01
Agency ist ein Begriff, der im Mittelpunkt von Brettspielen steht. In „Agency as Art“ sagt T. Chi Nguyen, dass Spiele ein Medium für eben diese Agency sind. An Stelle von erzählerischen oder abbildenden Inhalten, verleihen Spiele ihren Spieler*innen eine Form der Handlungsfähigkeit, welche sie im Rahmen des gemeinsamen Spielens ausprobieren können. Es ist ein Gedanke, […]

Aquaria

Von: Bill
07. Dezember 2025 um 08:00

Sind Salzwasseraquarien ein Thema, für das Ihr Euch begeistern könnt? Das wäre schon einmal ein guter Einstieg für den Titel dieses Vorspiels. Diese hübschen Fische, Anemonen und Unterwasserpflanzen in einem Brettspielkonzert zu finden wirkt ansonsten jedoch erstmal weit hergeholt. Oder ist es einfach ein bislang relativ unverbrauchtes Thema in unserem Hobby? Delicious Games bzw. der Lokalisierer Skellig Games haben sich daher mittels des Autors Tomás Holek, der Euch unter anderem von dem Spiel Seti bekannt sein dürfte, ihre Instrumente geschnappt und laden zu einem aufwendig komponierten Rockkonzert der analogen Art eingeladen.

Bietet uns das Spiel dabei bloß einen staubigen Trockenfisch oder schwimmen die hübschen Tiere im Takt einer grandios komponierten Mechanik? Dieser erste Eindruck soll Euch diese und andere Fragen in aller Kürze beantworten.

Übrigens: Die deutsche Version von Skellig Games ist die einzige mit einem anderen Cover als alle anderssprachigen. Ich kann nur vermuten, dass das Originalbild von Delicious Games für Skellig Games zu sehr wie ein Familienspiel wirkte und man sich daher für etwas anderes entschieden hat. Das wäre auf jeden Fall ein guter Grund für eine solche Entscheidung in meinen Augen.

Das Originalbild wie es in allen anderen Sprachen eingesetzt wurde

Eindruck von der Bühne

In diesem gehobenen Kennerspiel hat jede teilnehmende Person, maximal 4 an der Zahl, ein Spielertableau ausliegen. Dieses stellt das Aquarium dar, in welchem wir unsere Karten als Fische, Anemonen oder Pflanzen auslegen. Zudem befinden sich hier 8 Stellrädchen für unsere sogenannte Mikroflora. Wenn diese zum Rundenende richtig eingestellt sind, erhalten wir zusätzliches Einkommen. Auch auf dem Tableau zu finden, ist unser Filter. Diesen können wir im Laufe des Spiels verbessern und sobald alle fünf Filterelemente ausliegen, wird die Engine darüber ausgelöst. Neben den Belohnungen unserer bis dahin erhaltenen Filteraufwertungen ist unser derzeitiger Sauerstoffgehalt sehr wichtig, der uns im Normalfall Siegpunkte beschert, ggf. aber auch welche abziehen kann. Der Filter wird in einem Spiel normalerweise mehrfach ausgelöst.

Unser Aquarium beherbergt bereits einige Lebewesen

In der Tischmitte finden wir neben der Auslage der Spielkarten den modularen Aktionsplan sowie den Wissensplan. Wie der Name schon sagt werden wir auf dem Aktionsplan unseren Aktionswürfel verwenden um diese auszulösen und ggf. Boni freizuschalten. Dabei stehen uns jede Runde 4 Aktionen zu Verfügung, die wir möglichst ergiebig in den insgesamt 4 Spielrunden anwenden sollten.

Der Aktionsplan (links) ist Modular.

Mögliche Standardaktionen sind Karten erhalten, Karten in das Aquarium spielen, zur Zoohandlung gehen, Sauerstoff erhalten oder das Wissen vorantreiben. Wenn man Perlen zur Verfügung hat, kann man diese ausgeben, um die Aktionen zu verstärken. Zudem lohnt es sich oft nur zu benachbarten Aktionsfeldern zu gehen, da man uf diese Weise zusätzlich zur Aktion noch Boni freischaltet. Allerdings schränkt man sich so in der Auswahl der verfügbaren Aktionen selbst ein.

Am Ende jeder Runde folgen ein paar Wertungen und Einkommen. Zum Spielende hin gibt es eine Ausführliche Punktevergabe. Punkte 150+ sind nicht ungewöhnlich. Es kann aber wohl sogar bis 250 gehen.

Groupie auf Tour

Horst und ich haben das Spiel auf der Boardgame Cruise von Piet (Youtubekanal: Hunter & Friends) erklärt bekommen. Dieser ist dabei sehr sympathisch und kann gut auf eine angenehme und humoristische Weise erklären. Das ganze hat schonmal zu einem sehr angenehmen ersten Erlebnis geführt.

Aber auch wenn das Flair auf dem Schiff und die vielen netten Passagiere zu einem besonderen Spielerlebnis geführt haben, habe ich mir das Ding auch später noch ein paar Mal gegen Mitspieler und im Solomodus genauer angeschaut. Es reicht noch nicht für eine ordentliche Rezension, aber einen ersten Eindruck kann ich hier bereits gut vermitteln.

Auch nach mehrmaligem Spielen, mag ich den Titel. Es wirkt alles gut verzahnt und die Ergebnisse sind am Ende bislang immer recht ausgeglichen geblieben, trotz sehr unterschiedlicher Wege der teilnehmenden Spieler. Das lässt schon mal auf ein ausreichend gut balanciertes Spiel im Allgemeinen blicken. Ich würde aus jetziger Sicht stets gerne mitspielen und meine Taktiken dabei versuchen zu verbessern.

Doch leider gibt es auch Bereiche im Becken, die trotz guter Vorarbeit nicht gänzlich sauber gehalten werden können. Negativ zu nennen wäre jedoch die mir bei Delicios Games des Öfteren aufgefallenen qualitativ minderwertigen Spielmaterialien. Der Karton wirkt wie aus billiger, dünner Pappe. Genauso leider auch das restliche Spielmaterial aus Pappe, wie die Tableaus und Spielkarten. Die Holzteile wirken dabei wie aus einer Restekiste herausgesucht und mussten vor dem ersten Spiel zum Teil mit beiliegenden Aufklebern aufgehübscht werden. Die Ikonografie ist praktikabel, wirkt aber, wie die gesamte Spielgrafik, sehr einfach gehalten. Einzig die Fischkarten sind mit hübschen Fotos versehen. Das alles mindert eigentlich nicht das Spielgefühl sollte aber nicht unerwähnt bleiben, denn billig ist das ganze mit 60€+ nicht.

Ebenfalls kein wirklicher Nachteil, aber erwähnenswert wäre noch die Tatsache, dass das Spiel recht solitär ist. Natürlich bedient man sich gemeinsam von der selben Kartenauslage und nimmt sich die besten Plätze in der Wissenschaftsanzeige weg. Ansonsten hat man aber keinen direkten Einfluss auf die Gegenspieler. Durch das setzen des Aktionswürfels bleibt der genutzte Platz weiterhin für alle offen. Allerdings wird der verfügbare Bonus reduziert. Dies merkt man auf der anderen Seite aber auch im Solomodus, da es beinahe unverändert zum Mehrpersonenspiel von der Hand geht.

Kurzfazit: Auf zur Zoohandlung und Futter bei die Fische (oder so)! Ich bin gerne wieder dabei!

Konzertmitschnitte


(c) Copyright: Skellig Games

Grafik(en) und Bild(er) von Bill Marquardt

Bannerbild von ClickerHappy from Pixabay.

Das Spiel ist ein Rezensionsexemplar. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden und spiegelt meine persönliche Meinung wider.

Unter Schafen 11/25

06. Dezember 2025 um 23:45

Unter Schafen

In dieser Kategorie gibt es Aktuelles der drei Kategorien Mäh! (News), Herde (Neuzugänge) und Grasen (Ersteindrücke). Für November 2025 mit der Spielemesse Hamburg, aktuellen Auszeichnungen, The Voynich Puzzle, Aquaria, Galactic Cruise, Disney Lorcana und Calupum.

Tags: #Aquaria | #Calupum | #Disney Lorcana | #Galactic Cruise | #Spielemesse Hamburg | #The Voynich Puzzle

Leuchtturm voraus!

05. Dezember 2025 um 16:00

TOPP, 2025
Autor: Torben Ratzlaff
1–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 30 Minuten

„Leuchtturm voraus!“ nimmt euch mit auf eine maritime Entdeckungstour. Ihr seid als Küstenwache unterwegs, erkundet eine Inselwelt, kontrolliert Leuchttürme und Bojen und versucht, sichere Wasserwege zu schaffen. Die Atmosphäre erinnert an eine ruhige Bootsfahrt zwischen Sandbänken und kleinen Inseln, begleitet von Möwengeschrei und dem Gefühl frischer Seeluft. Die Welt entsteht Stück für Stück vor euren Augen, denn ihr legt jedes Gebiet selbst aus. Das Thema wirkt erfrischend anders, weil es nicht auf Handel oder Städtebau setzt, sondern auf gemeinsame Erkundung. Die Mischung aus friedlicher Stimmung und einem Hauch Abenteuer sorgt dafür, dass ihr euch schnell in diese kleine maritime Welt hineinversetzt fühlt.

Am Anfang liegt lediglich das Hauptquartier bereit, von dem aus ihr eure Schiffe in die unbekannten Gewässer steuert. Jede:r hält einige Plättchen auf der Hand und verfügt über eine begrenzte Anzahl an Bewegungsschritten. In eurem Zug trefft ihr drei Entscheidungen und kombiniert das Legen von Plättchen, das Bewegen des eigenen Schiffes oder das Tauschen der eigenen Auslage. Wenn ihr ein Plättchen anlegt, muss es an das Feld grenzen, auf dem euer Schiff steht. Danach fährt euer Schiff automatisch auf das neue Plättchen. Auf diese Weise wächst die Seekarte nach und nach zu einer verzweigten Landschaft aus Inseln, Kanälen und Orientierungspunkten. Das Zusammenspiel entsteht durch Absprachen und durchdachte Routen, denn nur vollständig umschlossene Gebiete bringen Punkte. Die enthaltene Erweiterung mit Spezialschiffen wie Lotse, Forschungsschiff oder U Boot eröffnet neue Möglichkeiten und verleiht jeder Partie zusätzliche Ideen und Abwechslung.

„Leuchtturm voraus!“ überzeugt durch seine klare Gestaltung, das stimmige Thema und den kooperativen Charakter, der sofort ein gemeinsames Zielgefühl erzeugt. Die Regeln sind leicht zu vermitteln, wodurch sich auch Familien und Gelegenheitsspieler:innen schnell zurechtfinden. Das Material wirkt solide und farbenfroh, die Holzschiffe liegen angenehm in der Hand und die Plättchen sind robust genug für viele Partien. Die Symbolik bleibt leicht verständlich und sorgt dafür, dass ihr ohne Nachschlagen auskommt. Der Spielfluss ist entspannt und eignet sich gut für ruhige Runden, in denen ihr miteinander statt gegeneinander spielt. Ein kleiner Wermutstropfen ist der gelegentliche Einfluss des Zufalls. Ungünstige Plättchenkombinationen können das Vorankommen bremsen und besonders in kleinen Gruppen zu begrenzten Handlungsmöglichkeiten führen. Wer eine strategisch anspruchsvolle Herausforderung erwartet, könnte das Spiel auf Dauer als etwas zu leicht empfinden. Dafür punktet es mit angenehmer Spielzeit, guter Zugänglichkeit und einem kooperativen Erlebnis, das sowohl in gemischten Gruppen als auch mit Kindern funktioniert.

Insgesamt hinterlässt das Spiel einen sehr stimmigen Eindruck. Es eignet sich hervorragend für entspannte Runden, die gemeinsam planen und entdecken wollen, und bietet durch die Erweiterung genug frische Ideen, um immer wieder auf den Tisch zu kommen.

Queens Carrom To Go

Von: Jens
05. Dezember 2025 um 13:21

Der Schnippspiel – Klassiker Carrom ist ein schlichtes, elegantes Finger-Billard auf Holz, das sich in Südasien zu einem der beliebtesten Wohnzimmer- und Clubspiele entwickelt hat. Es soll seine Wurzeln in der Kolonialzeit auf dem indischen Subkontinent haben, wo es als

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(Neu) Gespielte Spiele im November 2025

05. Dezember 2025 um 05:44

Im Nachgang zur SPIEL'25 in Essen letzten Monat gab es natürlich bei der ein oder anderen Gelegenheit Neuheiten der Messe kennenzulernen. Unter anderem auf der Spielemesse in Stuttgart, wobei ich dort hauptsächlich als Erklärer unterwegs war und gar nicht so viel spielen konnte. Neu waren „Orbita“, „The Last Droids“, „Artengarten“ und „Meister Makatsu“. Online kam diesen Monat ein Crowdfunding-Spiel zum Einsatz, was mich dafür auch groß begeistern konnte: „Movers & Shakers“.

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Fromage

Von: Oliver
04. Dezember 2025 um 19:19

Fromage – Käse, fehlt nur noch Baguette und ein schönes Glas Wein als Begleiter und es wird ein schöner Abend. Savoir-vivre, ich bin Fan von französischem Käse und das hat sich ausgewirkt auf das Spiel.

- Den Beitrag Fromage findest du auf Spielevater - Die ANDERE Seite der Brettspiele

SPIEL-Diskussion „Analoge Spielkultur ernst nehmen!“ im Video

04.12.2025 - Die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) hat die Podiumsdiskussion „Analoge Spielkultur ernst nehmen!“ während der jüngsten SPIEL in Essen jetzt auf YouTube hochgeladen, wahlweise als 20-minütige Kurzfassung mit den wichtigsten Aussagen oder als komplette Dokumentation mit knapp 102 Minuten Dauer. Neben Spieleexpert/innen nahmen daran auch drei nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete von B90/Die Grünen, CDU und SPD teil. Letztere stellten fest, dass ihnen die gesellschaftliche Bedeutung analoger Spiele bisher so nicht bewusst gewesen sei und sie diese Erfahrung nun in den politischen Diskurs einbringen wollten.

Die überambitionierte Welt

30. November 2025 um 12:30
Kein schöner Start eines Artikels, wenn man mit einem Disclaimer beginnt, aber: Ich habe Vantage trotz Titelbild tatsächlich nicht gespielt. Das wäre blöd, wenn ich eine Rezension schreiben würde, aber zum Glück schreibe ich keine Rezension, sondern einen Blogartikel. Und für den hat Vantage (und die Berichterstattung darüber) den Anstoß gegeben. Vantage ist ein “Multiplayer […]

Verso

30. November 2025 um 11:28
Es gibt Spiele, die haben einfach einen kleinen, aber feinen Dreh. Verso (Alexis Allard & Joan Dufour / Strohmann Games) gehört genau in diese Kategorie. Eine Karte umdrehen und schon ändert sich nicht nur die eigene Auslage. Nein, auch die Pläne der Mitspielenden geraten schnell ins Wanken. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nur ein paar Karten
Ein Stapel aus Karten, jeweils mit einer von 3 unterschiedlichen Farben auf Vorder- und Rückseite,  Zahlenwerten von 1 bis 6 und Siegpunkten. Viel mehr braucht es nicht. Im eigenen Zug wandert die oberste Karte in die eigene Auslage. Bin ich mit der offenen Seite zufrieden, nutze ich diese. Oder aber ich wende die Karte und spiele damit auf Risiko. Gänzlich zufällig ist das Resultat allerdings nicht. Die Rückseite zeigt stets eine andere Farbe und eine benachbarte Zahl. Das ist insbesondere wichtig, weil ich keine 2 gleichen Karten in meiner Auslage haben darf. Ziehe ich eine Doppelte, wandert diese auf den Ablagestapel und der Zug ist verschwendet.
 
 
Zeit, an Punkte zu denken
Über Kurz oder Lang ist meine Auslage zu groß, passende Karten werden zunehmend unwahrscheinlicher. Zeit also, an Punkte zu denken. Anstatt eine weitere Karte zu ziehen, kann ich eine der farbigen Zahlenfolgen werten. Das bringt Punkte, allerdings muss ich zwei der genutzten Karten abwerfen. Da lange Reihen zudem mehr Punkte versprechen, ist an dieser Stelle das Timing entscheidend. Zumal das Werten einen weiteren Effekt hat. Denn meine Sitznachbarn müssen sofort ihre höchste Karte dieser Farbe umdrehen, was ihre Pläne gerne mal zerlegt. Und wem es gelingt, drei Reihen in drei Farben komplett auszufüllen, der bekommt ebenfalls ein paar Punkte. Ist der Nachziehstapel leer, zeigt sich, wer am cleversten gedreht, gesammelt und im richtigen Moment gepunktet hat.
 
Fazit
Verso ist eines dieser Spiele, bei denen die Regeln kaum Raum einnehmen, die Gedanken aber plötzlich um jede kleine Entscheidung kreisen. Das ständige Abwägen zwischen Sicherheit oder Risiko, das richtige Timing beim Werten und die Beobachtung der Mitspielenden erzeugen ein ruhige, aber dauerhafte Spannung. Dabei mischt sich Taktik immer wieder mit einer guten Portion Glück: Welche Karte gezogen wird, ob die Rückseite gerade passt, und ob eine Farbfolge entsteht, hängt wesentlich auch vom Zufall ab. Das kann durchaus zu Frustration am Tisch führen, wenn einfach gar nichts passen will.  Gleichzeitig macht genau dieser Zufall das Spiel aber auch lebendig und verhindert, dass es sich zu verkopft anfühlt. Gleiches gilt für die zwar überschaubare, aber alles andere als unbedeutende Interaktion. Frust und Schadenfreue liegen hier eng beieinander und schlussendlich hebt genau diese Mischung Verso aus der Masse ähnlicher Spiele hervor.
 

 

Men Nefer

Von: Horst
29. November 2025 um 08:00

Angestaubte Mumien oder Pharao-tastisch?

Björn nutzt ab und zu aus, dass ich Regeln gerne lese und bringt mir mittlerweile Spiel und Regeln vorbei, um ein Stück Pile of Shame loszuwerden. Als er mir Men Nefer von Pegasus Spiele mitbrachte, war ich erst enttäuscht. Ein Arnak Abklatsch mit Ägypten-Setting? Beim Aufschlagen des Regelheftes wurde ich überrascht. Moment, ist das ein echtes Setting? Heute wird die Ruinenstadt Memphis genannt – altägyptisch tatsächlich Men Nefer. Es gibt zwar keine gesicherten Quellen, aber es wird erwähnt, dass – der ebenso umstrittene Pharao – Menes die Stadt gegründet hat. Wie auch immer es gibt auf jeden Fall die Ruinen und den Stadtnamen. Beim Recherchieren bin ich dann auch auf andere – für mich – interessante Neuigkeiten gestossen: die Menschen am Nil haben die Jahreszeiten in drei Ereignisse unterteilt: Die Überschwemmungszeit (Achet), die Aussaat (Peret) und die Erntezeit (Schemu). Genau in diese drei Phasen ist auch das Spiel eingeteilt.

Der besondere Reiz liegt für mich also in der thematischen Umsetzung und den historischen Hintergründe. Dann soll es ein Expertenspiel für ca. 90 Minuten sein. Naja…die Zeiteingabe kennen wir ja schon.


Eindruck von der Bühne

Auf der Brettern der Welt präsentiert, muss sich das Spiel nun beweisen. Ich muss sagen es gibt einige Dinge, die mich richtig angefixt haben. Zum einen finde ich es thematisch schon mal richtig gut, dass die Jahreszeiten die Rundenstruktur darstellen. Auch die Aktionen sind so richtig gut. Mit der einen Aktion kann ich von meinem Tableau einen der Arbeiter auf dem zentralen Board platzieren. An der Stelle, wo der Arbeiter war gibt es noch ein Aktionsplättchen, dass ich ausspielen darf und dann ablege. Mit einer weiteren Aktion verschiebe ich den auf dem zentralen Board platzierten Arbeiter, dadurch bekomme ich im Laufe des Spieles immer besser und/oder vielseitigere Aktionen. Mit der letzten Aktion hole ich mir wieder ein Aktionsplättchen für die nächste Runde zurück. Ich liebe dieses Vorausplanen, sich untereinander hochschaukelnde Aktionen.

Auch die Einstiegshürde in Bezug auf Regelerklärung ist schnell gemacht. Einzig der Aufbau dauert etwas länger wegen der vielen kleinen Elemente.

Und wie auf der Schachtel versprochen, erlebt man – zumindest im Spiel zu zweit – in 90 Minuten ein ziemlich gut verzahntes Expertenspiel. Das ist grandios. Das Ende ist übrigens hart auf Basis der Rundenzahl beschnitten. Also keine weitere Dynamik.

Wo gute Riffs sind, fallen auch schräge Noten. Was meine Euphorie etwas gebremst hat, war ein Spiel-Element: der Pyramidenbau. Irgendwie auch logisch, dass der wichtig ist, aber die geben je weiter man vorrückt explorative Punkte. Erstaunlicherweise, ist dies relativ leicht und ohne viel Tara durchzuführen. Bei allen anderen Aktionen wie Mumien, Priester, Sphinx platzieren oder Göttergefälligkeiten erfüllen, ist meist immer viel mehr an Vorbereitung notwendig. In der Partie mit Björn, der sich primär auf die Pyramiden gestürzt hat, hat er auch Pyramidenhoch gewonnen. Hat mich etwas enttäuscht. Das einzige Element, dass den Pyramidenbau eindämmt, sind übrigens die richtigen Aktionsplättchen zu bekommen. Damit wird es dann noch mehr zur Lotterie, wenn ihr eine Person sich die Plättchen vor den anderen schnappt.


Groupie auf Tour

Was bleibt für mich hängen? Ich will es unbedingt noch einmal spielen. Hätte Björn es nicht im Besitz, wäre ich wahrscheinlich schon längst in den Kaufrausch abgedriftet, um weitere Grabbeigaben in Form von Brettspielen zu sammeln.

Bei der nächsten Partie würde ich noch einmal darauf achten, um man wirklich mit der Konzentration des Pyramidenbaus am Ehesten durchrauscht. Persönlich fände ich das dann sehr schade. Zum einen, weil es dann trotz der vielen Angebote Punkte zu erlangen, doch nur einen Fokus gibt und zum anderen, weil es eigentlich die langweiligste Aktion ist.

Also braucht es auch noch eine dritte (oder vierte …) Runde, um dann noch herauszufinden, wie man sonst noch gut Punkte scheffeln kann. Mal sehen, wann ich es wieder spielen werde. Björn?

Ach ja … wäre natürlich auch hinsichtlich Zeitaspekt, aber auch Variabilität in der Siegpunkt-Steuerung interessant, mit mehreren Spielenden nach Memphis auf Tour zu gehen.

Kurzfazit: Könnte ich mir gut vorstellen in der eigenen Sammlung zu haben.

Björns Meinung

Zu meiner Verteidigung möchte ich vorweg sagen, dass Horst einfach ein Phänomen ist, wenn es um das Erklären von Regeln geht. Man hört ihm einfach gerne zu, und das will bei Regelwerken schon was heißen. Also an dieser Stelle vielen Dank dafür.

Aber zurück zum Spiel: Unsere erste Runde war richtig stark, und man hat sofort gemerkt, wie viel Potenzial in dem Titel steckt. Das Planen und Ausführen der Aktionen macht einfach Spaß und fühlt sich wunderbar thematisch an, als würde man tatsächlich mit Hammer und Meißel an den Monumenten der Geschichte werkeln.

In meiner zweiten Partie lief’s dann fast schon zu gut. Wieder habe ich mit dem Bau der Pyramiden einen wahren Punkteturm errichtet und das so überzeugend, dass man fast meinen könnte, die Götter selbst hätten mir den Bauplan zugeflüstert. Das Ganze wirkt momentan schon ziemlich mächtig, denn die Pyramiden scheinen nicht nur Steine, sondern auch ordentlich Siegpunkte zu stapeln. Trotzdem war es ein knappes Rennen, denn die Mitspielerin, die sich dem Beten und Opfern im Tempel verschrieben hatte, hatte sogar nochmal 2 Punkte Vorsprung.

Auch wenn ich dachte das Pyramidenbauen ist extrem mächtig, fühlte es sich doch wunderbar ausbalanciert an. Niemand hatte das Gefühl, chancenlos zu sein, und alle am Tisch hatten sichtlich Spaß.

Ich denke, Spezialisierung ist hier der Schlüssel. Mit den wenigen Aktionen pro Runde sollte man sich lieber auf einen Bereich konzentrieren, statt überall ein bisschen mitzuspielen. Ich bleibe jedenfalls beim Bauen – das scheint mein Ding zu sein.

Unterm Strich bin ich mir sicher: Der Titel bleibt in meiner Sammlung. Ich errichte hier nicht nur Pyramiden, sondern auch ein Denkmal für gute Spielmechanik.


Konzertmitschnitte

High Stakes – spannende Dramaserie ums Pokerspiel

28. November 2025 um 17:32

In der ZDFneo-Serie High Stakes spielt Jan Cronauer, bekannt als „Cron“ an der Seite des Brettspiel-Youtubers „Hunter“, eine zentrale Rolle hinter den Kulissen: Er ist der Drehbuchautor von drei der sechs Folgen. Cronauer interessiert sich nicht nur für Brettspiele, sondern auch für Texas Hold’em, was der Serie seinen Stempel aufdrückt. „Jan Cronauer ist leidenschaftlicher Pokerspieler“, berichtet Hauptdarstellerin Via Jikeli (Ayla Güler) von ihrer Vorbereitung auf die Rolle. Er habe sie zum Spielen zu sich nach Hause eingeladen.

» ZDF-Streamingportal: HIGH STAKES

Ayla

Ist Poker überhaupt ein Spiel? Wenn Ayla es mit Süßigkeiten spielt, taugt es allenfalls zum Training.

Ayla ist eine gläubige Muslima in einer ansonsten säkularen Familie. Dass sie ein Kopftuch trägt, wird in der Serie beeindruckend beiläufig zur Kenntnis genommen. Sie hat ihren Astrophysik-Bachelor (Note 1,0) in der Tasche und erhält das Angebot für ein Praktikum bei der NASA. Doch wie soll sie den USA-Aufenthalt finanzieren? Über einen Freund kommt sie mit der Welt des Pokerns und ihren Verheißungen in Berührung. Aber Glücksspiel ist harām. Von diesem Zwiespalt, den sozialen Herausforderungen, denen sich Ayla stellen muss, und den abgründigen Facetten des Pokerspiels handelt die Dramaserie. Wer Spiele mag, ist von High Stakes fasziniert.

Meine Rezension von High Stakes findet sich in der spielbox Nr. 5 Oktober–November 2025. » spielbox

Instinkt: Duell der Tiere

28. November 2025 um 16:00

Board Game Circus, 2025
Autor: Udo Peise
2 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 20 Minuten

Stellt euch einen geheimnisvollen Wald vor, in dem Tiere nicht nur beobachtet, sondern klug gelenkt werden wollen. „Instinkt“ führt euch in eine Welt, in der ihr nicht kämpft, sondern ein gemeinsames Mosaik aus Tierkarten erschafft. Jedes Wesen hat eigene Vorlieben für seinen Platz im entstehenden Raster und eröffnet euch damit immer neue Möglichkeiten. Die Stimmung ist ruhig und zugleich angespannt, weil jede Karte ein kleines Ringen um den besten Platz darstellt. Die Illustrationen wirken stimmungsvoll und verleihen der Tierwelt einen Hauch mystischer Eleganz. Schon nach wenigen Minuten entsteht ein intensives Kopfkino, das euch in diese stille, aber raffinierte Wildnis hineinzieht.

Ihr tretet zu zweit gegeneinander an. Jede:r erhält ein eigenes Deck in Schwarz oder Weiß und zieht drei Karten. Aus diesen trefft ihr jeweils eine verdeckte Wahl. Danach deckt ihr gleichzeitig auf und legt eure Karten nacheinander in ein entstehendes Raster mit vier mal vier Feldern. Die Platzierung muss stets an eine bereits liegende Karte angrenzen, egal ob seitlich, diagonal oder nur über eine Ecke verbunden. Jede Karte bringt eigene Bedingungen mit, die am Ende Punkte liefern, etwa eine Position am Rand, in der Mitte oder in einer Ecke. Einige Karten erlauben besondere Eingriffe, etwa das Neuplatzieren einer eigenen Karte oder das Entwerten einer gegnerischen. So entsteht eine Partie voller Abwägen, denn ihr müsst stets einschätzen, welche Karte gerade sinnvoll ist und welche ihr lieber für einen späteren Moment aufhebt. Sobald alle Felder gefüllt sind, wertet ihr aus und vergleicht eure Punkte. Eine Runde dauert wenig länger als zwanzig Minuten und bleibt dadurch angenehm überschaubar.

„Instinkt“ entfaltet ein bemerkenswert dichtes Duellerlebnis. Jede Entscheidung ist relevant und ihr spürt bei jedem Zug, wie stark sich die Platzierung einer einzigen Karte auf das Gesamtgefüge auswirken kann. Die Interaktion ist hoch, denn ihr beeinflusst fortlaufend den gemeinsamen Plan und reagiert zugleich auf eure:n Mitspieler:in. Das Material wirkt solide und die Gestaltung hebt sich durch klare Kontraste positiv hervor. Ein kleines Manko zeigt sich bei den Symbolen, die anfangs etwas ungewohnt sind. Mit ein wenig Erfahrung wird jedoch alles gut nachvollziehbar. Besonders geeignet ist dieses Spiel für Paare, Freund:innen oder alle, die gern kompakte taktische Duelle spielen. Weniger geeignet ist es für größere Runden oder für Familien mit sehr jungen Kindern, da der Reiz vor allem im direkten Vergleich und im Feingefühl für kleine taktische Wendungen liegt. Auf Dauer kann die begrenzte Zahl an Karten den Überraschungseffekt etwas verringern, dennoch bleibt der Wiederspielreiz durch die stets neuen Kombinationen hoch. Insgesamt entsteht ein stimmiges Gesamtpaket, das leicht zugänglich ist und gleichzeitig genug Tiefe bietet, um immer wieder auf den Tisch zu kommen.

Der geheimnisvolle Brunnen von Drei Magier

Von: Dimi
28. November 2025 um 10:30

Der geheimnisvolle Brunnen | Kinderspiel | ab 5 Jahren | 2-4 Spielende | Guido Hoffmann | DREI MAGIER

Im geheimnisvollen Brunnen findet die große Wasserwichtelprüfung statt. Nun gilt es herauszufinden, welcher Wasserwichtel sich darin versteckt, denn nur wer genau hinsieht, kann die Herausforderung bestehen.

Cover: Der geheimnisvolle Brunnen / Foto: Schmidt Spiele

Der geheimnisvolle Brunnen ist ein Kinderspiel von Guido Hoffmann und bei Drei Magier erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 5 Jahren gespielt werden.

Der 3D-Brunnen ist schon ein Hingucker und lässt die Kinderaugen weit aufleuchten. Er ist sehr imposant, und es macht Spaß, ihn aufgebaut zu sehen.
Im Spiel geht es darum, die unterschiedlichen Wasserwichtel im Brunnen zu erraten. Die Wasserwichtel unterscheiden sich in ihren Formen und Farben, und wer nach der dritten Runde die meisten Goldtaler in Form von Karten hat, gewinnt das Spiel.

Das komplette Spielmaterial mit dem 3D-Brunnen

Eine Runde besteht darin, dass du eine Wichtelscheibe in den Brunnen einlegst. Es gibt insgesamt 38 Wichtelscheiben, und auf jeder befinden sich immer zwei Wichtel.

Es ist sehr praktisch gelöst: Du legst die Scheibe verdeckt auf die Türklappe, und durch das Schließen der Tür positioniert sich die Scheibe richtig im Brunnen. Durch das Drehen des Strudels erhebt sich der Teller, auf dem sich die Wichtelscheibe befindet. Nun gilt es, in den Brunnen zu schauen und zu erkennen, welche Wichtel sich darin befinden.
Durch die Milchfolie lässt sich zu Beginn nur schwer erraten, welche Wasserwichtel im Brunnen sind, aber dabei bleibt es nicht.

Die Frösche haben sich schon bei einen Wasserwichtel platziert. Ob sie richtig stehen?

Nach und nach werden die Frösche dann reihum auf die Seerosenblätter platziert, die jeweils einem Wasserwichtel zugeordnet sind. Zu Beginn wird es schwer sein, irgendetwas zu erraten. Da bist du erst einmal im Blindflug. Aber nachdem alle Frösche platziert wurden, wird der Strudel um 360° gedreht und siehe da: Die Wasserwichtel nehmen ihre Formen und Farben an.
Jetzt lasst einen eurer Frösche springen, um möglichst als Erste:r auf den richtigen Wasserwichtel zu setzen. Das geschieht reihum, beginnend mit dem/der Startspieler:in.

Erste Umrisse und Farben sind bereits zu erkennen

Je früher du auf den richtigen Wasserwichtel gesetzt hast, desto mehr Goldtaler in Form einer Karte bekommst du. Die Frösche lassen sich auch türmen, nur verringert sich die Anzahl der Goldtaler entsprechend der Position deines Froschs im Turm.
Die Gewinnkarten haben nicht alle denselben Goldtalerwert der entsprechenden Froschreihe, sondern enthalten eine kleine Glückskomponente, sodass es bis zum Schluss spannend bleiben kann.

Die Gewinnerkarten werden auf dem eigenen Tableau gelegt bis zur Schlusswertung

Sobald alle Mitspielenden gepasst haben und denken, dass ihre Frösche richtig liegen, wird der Strudel so oft gedreht, bis die Wichtelscheibe direkt an der Brunnenoberfläche angekommen ist. Dann kommt es zur Wertung, und ihr nehmt euch die entsprechenden Gewinnkarten.

Je mehr Goldtaler, desto besser

Das Spiel ist schnell gespielt, und die Frösche springen umher, um beim richtigen Wasserwichtel zu sein. Die Tischpräsenz des Spiels ist sehr schön gestaltet, und es macht Spaß, es zu spielen. Die Kinder sind sofort begeistert und mochten dieses kurzweilige Spiel sehr.
Der Autor Guido Hoffmann hat bereits mit „Die Villa der Vampire“ und „Burg Flatterstein“ einige schöne Kinderspiele in der Drei Magier Reihe veröffentlicht und ist immer wieder für eine Überraschung gut.

Eine Rezension von Dimitrios Barbas

Bewertung / Test
+ Schöne Tischpräsenz durch den 3D-Brunnen
+ Kurzweiliges Spiel, das Spaß macht
+ Begeistert Kinder sofort
– Der Brunnen ist relativ hoch, sodass man zum Reinschauen von oben manchmal aufstehen oder sich weit über den Tisch beugen muss

⭐ 5 / 6

Verlag: Drei Magier
Autoren: Guido Hoffmann
Illustration: Rolf Vogt 
Erscheinungsjahr: 2025
Spieleranzahl: 2-4 Personen
Alter: ab 5 Jahren
Dauer:  25 Minuten

Vielen Dank an Schmidt Spiele für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Der Beitrag Der geheimnisvolle Brunnen von Drei Magier erschien zuerst auf BOARD GAME GREEK.

Ghostbumpers

Von: Oliver
27. November 2025 um 19:47

ghostbumpers titel

Ein Stichspiel? Schon wieder? Ja, diese Fragen sind berechtigt. Aber, grundsätzlich hört sich „Stichspiel“ für mich immer interessant an. Zumindest so interessant, dass ich es kennenlernen möchte. Wenn es dann noch mit einer besonderen Mechanik verbunden ist, klingt es noch interessanter.

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REGAL ROULETTE: Vergessene Brettspiel Perle oder Regalschande?

27. November 2025 um 17:00

REGAL ROULETTE: Vergessene Brettspiel Perle oder Regalschande? Regal Roulette diesmal mit wieder mit Verstärkung! Christian und Robert haben Thomas ( @its_thms ) zu Gast, und gemeinsam stürzen wir uns in ein emotionales, chaotisches und extrem nerdiges Abenteuer durch die Brettspiel-Regale. Wie immer gilt: Gegenseitig nennen wir uns Regal, Fach und Nummer, ziehen das Brettspiel an den Koordinaten heraus und reden mit viel Herzblut, Erinnerungen und Emotionen darüber. Egal ob Lieblings-Spiel, Reinfall oder Kuriosität – alles kommt auf den Tisch! Ob lange vergessene Schätze, peinliche Fehlkäufe oder ungespielte „Shelf Queens“ – […]

REGAL ROULETTE: Vergessene Brettspiel Perle oder Regalschande?

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