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Brettspielempfehlungen zur SPIEL ’24

30. September 2024 um 18:26
Die SPIEL in Essen, die größte Messe für analoge Spiele weltweit, öffnet am Donnerstag ihre Pforten! Vom 03. bis zum 06. Oktober reisen Brettspielbegeisterte aus der ganzen Welt nach Essen in die Messehallen, um...

Kurz gefasst 2.24

29. September 2024 um 18:45

Würfel, die ewigen Gleichmacher. Sinnbild des Schicksals, beinerner Glücksbote und Unglückbringer zugleich. Seit tausenden von Jahren eine Quelle für Flüche und Stoßgebete, Jubelarien und tiefste Trauer. Ob wir all das auch bei Lucky, Spots und Pikit erleben? Zumindest müsst ihr nicht weiter meine philosophischen Ergüsse ertragen, wenn wir uns die drei Würfelspiel-Neuheiten näher anschauen.

 

 

 

 

Lucky (Drew Richards / Kosmos)

Gold, Silber, Edelsteine… Lucky bietet alles, was das Piratenherz begehrt. Und um es zu bekommen, müssen wir nur ein paar Sechsseiter werfen. Oder genauer: Ebenso viele Würfel, wie die gewünschte Schatzreihe enthält. Zeigt der Wurf nur Totenköpfe, wandert die Auslage zu uns. Nieten können wir dagegen mit passenden Beutekarten von unserer Hand erneut werfen. Da gerade einmal jede zweite Würfelseite einen Erfolg zeigt, ist das auch dringend erforderlich. Gleiches gilt für ein passende Handmanagement. Mit vielen Rubinen auf der Hand, lässt sich viel entspannter auf eine große Reihe würfeln. Am besten noch auf eine der Mitspielerin. Denn wie es sich für Piraten gehört, klauen wir am liebsten bei der Konkurrenz.

Lucky ist simpel, schnell gespielt und kann wirklich emotional werden. Kurz vor dem Ende die langen Reihen der Mitspieler zu mopsen, sorgt garantiert für reichlich Flüche auf der Gegenseite. Durch das Stehlen bei den Mitspielern können die Spielstände innerhalb einer Runde komplett kippen, es bleibt fast bis zum Ende spannend. Dennoch hält sich die Begeisterung in argen Grenzen. Um langfristig zu gefallen ist der Ablauf zu repetitiv und bietet wenig Mehrwert gegenüber ähnlichen Würfelspielen. Das eigene Schicksal hat man nur selten in der Hand, das Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten bleibt belanglos.  

 

Pikit (Corentin Brand / Repos Production)

Zwei Würfel. Mehr braucht es nicht, um eines der monströsen Kaiju zu fangen. Denn wenn die gewürfelten Zahlen, deren Summe oder Differenz mit einer der acht ausliegenden Karten übereinstimmen, wandert diese auf unsere Hand und punktet damit am Spielende. Zumindest, sofern wir sie nicht als Sonderkarte ausspielen und uns damit Neuwürfe erkaufen oder bei der Mitspielerin Karten stehlen. Das ist besonders lukrativ, wenn diese vorab mit einem Pasch einen der punkteträchtigen Mechas auf die Hand genommen hat. Denn schließlich geht es auch den größten Monstern am Ende nur um Punkte.

Zwei Würfel werfen und dem Ergebnis entsprechend Karten auf die Hand nehmen. Viel mehr ist Pikit nicht. Klar, die Handkarten kann man auch für Effekte wieder ausspielen. Aber da Handkarten am Ende gleich Punkte sind, lohnt sich das auch nur bedingt. Interessanter wird es allenfalls, wenn mittels Pasch die ersten Mechas ins Spiel kommen und etwas gezielter versucht wird, diese von der Hand zu ziehen. Wirklich viel Spannung kommt aber auch dann nicht auf. Positiv ist dementsprechend allenfalls das Material hervorzuheben, das sogar einen Kartenhalter beinhaltet. Das war es dann aber auch schon.

 

Spots (Jon Perry, Alex Hague & Justin Vickers / Pegasus)

Schätze sammeln? Monster zähmen? Warum zu solch ausgefallenen Themen greifen, wenn wir die Würfel auch einfach als Hundeflecken nutzen können. Dabei zeigt jeder Hund in unserem Rudel bis zu drei leere Stellen auf seinem Fell, die mit passenden Würfelergebnissen gefüllt werden. Um das zu erreichen, müssen wir ihnen Tricks beibringen. Sechs davon liegen aus, abwechselnd wählen wir einen und nutzen die entsprechende Aktion. So werfen wir Würfel und platzieren die Ergebnisse auf den Hunden, holen neue Tiere in unser Rudel oder sammeln Leckerli für Neuwürfe. Und die benötigen wir dringen. Denn wenn wir einen Würfel nicht platzieren können, landet dieser im Garten und kann dort Unruhe auslösen. Alle Hunde, die wir noch nicht zum Spielen geschickt haben, schütteln ihre Flecken wieder ab. Und das gilt es unbedingt zu vermeiden, gewinnt doch, wer zuerst ein Rudel aus sechs Hunden erreicht.

Spots ist das komplexeste der drei vorgestellten Würfelspiele. Unerfahrene Spieler benötigen sicher einen Moment, um mit den nicht immer intuitiven Regeln zurechtzukommen. Zugleich kann das Spiel sehr unverzeihlich sein, einzelne Fehlwürfe können die Arbeit mehrere Runden zunichtemachen. Allerdings macht das auch den Reiz aus. Die richtigen Tricks zu wählen, auch mal etwas zu riskieren und dabei die Möglichkeiten der Mitspielerinnen im Blick zu behalten, kann entscheidender sein als pures Würfelglück. Zugleich gibt es eine Vielzahl von Tricks, was auch nach mehreren Partien noch für Abwechslung sorgt. Insgesamt damit zwar kein Highlight, aber ein ordentliches Spiel.


 

Ein paar Worte auf dem Weg

29. September 2024 um 14:59
Es mag manch Leser*innen dieser Seite seltsam erscheinen, aber die Spiel Essen gilt nicht in allen Köpfen als die Speerspitze des modernen Brettspiels. Nicht selten wird sie als „reine Kaufmesse“ umschrieben, um sie von solchen Veranstaltungen zu unterscheiden, in denen Spiele als solche gefeiert und vor allem gespielt werden. Es ist verlockend diese Abgrenzung abzunicken. […]

Scythe im Test

23. September 2024 um 22:27

Scythe ist ein strategisches Brettspiel, das in einer alternativen Vergangenheit in den 1920er Jahren spielt. In einer vom Ersten Weltkrieg geprägten Welt kämpfen verschiedene Fraktionen um Macht, Ressourcen und Kontrolle über Osteuropa. Mit seinem Mix aus Strategie, Ressourcenmanagement und asymmetrischen Fraktionen hat sich Scythe schnell als moderner Klassiker etabliert. Dank der drei Erweiterungen – „Invasoren aus der Ferne“, „Kolosse der Lüfte“ und „Aufstieg der Fenris“ – bleibt das Spiel auch langfristig spannend und bietet vielfältige neue Herausforderungen.

Um was geht es in Scythe?

In Scythe übernehmen die Spieler die Führung über verschiedene Fraktionen in einer alternativen Vergangenheit, die stark von den Ereignissen des Ersten Weltkriegs und den technischen Innovationen dieser Zeit geprägt ist. Das Spiel ist im fiktiven Osteuropa angesiedelt, wo gigantische Mechs das Schlachtfeld dominieren und wertvolle Ressourcen in der Region „Die Fabrik“ gewonnen werden können. Die Spieler wetteifern um die Kontrolle über das Land, indem sie Gebiete erobern, Ressourcen abbauen, militärische Stärke aufbauen und wirtschaftliche Vorteile ausnutzen.

Das zentrale Ziel in Scythe ist es, als erste Fraktion eine bestimmte Anzahl von Erfolgen zu erzielen. Diese können durch den Aufbau von Gebäuden, das Erobern von Gebieten, das Entwickeln von Technologien, den Aufbau von Militärmacht oder das Absolvieren von Kämpfen erreicht werden. Doch das Spiel belohnt nicht nur kriegerische Erfolge, sondern auch ökonomisches Geschick und strategische Planung. Jeder Zug erfordert gut durchdachte Entscheidungen – welche Aktion wird gewählt, welche Ressourcen werden genutzt und wie reagiert man auf die Züge der Gegner?

Was Scythe besonders fesselnd macht, ist der nahtlose Übergang zwischen friedlichem Aufbau und militärischer Eroberung. Spieler müssen geschickt zwischen Wirtschaft und Krieg abwägen, um erfolgreich zu sein. Trotz der thematischen Schwere bleibt das Spiel durch seine klare Struktur und das intuitive Design zugänglich und spannend.

Die 1. Erweiterung: Invasoren aus der Ferne

Die erste Erweiterung, Invasoren aus der Ferne, fügt zwei neue Fraktionen hinzu: die Togawa-Shogunate und das Albion-Königreich. Jede dieser Fraktionen bringt ihre eigenen asymmetrischen Fähigkeiten und Mechaniken ins Spiel, was die strategischen Möglichkeiten erweitert. Diese Fraktionen sind nicht nur optisch und thematisch einzigartig, sondern verändern auch das Spielgeschehen, da sie mit neuen Taktiken und Spielstilen eingeführt werden. „Invasoren aus der Ferne“ verleiht Scythe somit nicht nur mehr Vielfalt, sondern auch eine noch größere strategische Tiefe und Flexibilität. Fans des Grundspiels werden die neuen Herausforderungen und Möglichkeiten zu schätzen wissen.

Die 2. Erweiterung: Kolosse der Lüfte

Mit der zweiten Erweiterung, Kolosse der Lüfte, werden gewaltige Luftschiffe in die Welt von Scythe eingeführt. Diese mächtigen Einheiten bieten den Spielern neue Bewegungs- und Kampfoptionen. Die Luftschiffe sind flexibel einsetzbar und können Truppen schnell über das Spielfeld transportieren, was die taktischen Möglichkeiten noch erweitert. Zudem bringt die Erweiterung neue Auftragskarten ins Spiel, die für zusätzliche strategische Entscheidungen sorgen. „Kolosse der Lüfte“ fügt somit eine neue Dimension der Mobilität und des strategischen Kampfes hinzu, die das Spielgeschehen dynamischer und noch spannender macht.

Die 3. Erweiterung: Aufstieg der Fenris

Aufstieg der Fenris, die dritte Erweiterung, bringt eine völlig neue Spielweise in Scythe: eine Kampagne. Diese Erweiterung besteht aus acht Episoden, die miteinander verbunden sind und eine epische (zurücksetzbare) Geschichte erzählen, die den Spielern die Möglichkeit gibt, ihre Fraktion weiterzuentwickeln und anzupassen. Was diese Erweiterung besonders spannend macht, ist die Möglichkeit, geheime Module und neue Regeln nach und nach freizuschalten, was den Wiederspielwert enorm erhöht. Darüber hinaus können die neuen Module auch außerhalb der Kampagne verwendet werden, um das reguläre Spiel zu erweitern. „Aufstieg der Fenris“ bietet somit nicht nur eine narrative Tiefe, sondern auch vielfältige Anpassungsoptionen für zukünftige Partien.

Fazit zu Scythe

Scythe ist ein Meisterwerk der strategischen Brettspiele, das durch seine asymmetrischen Fraktionen, tiefgründigen Mechaniken und seine spannenden Erweiterungen überzeugt. Egal, ob man sich auf wirtschaftlichen Aufbau oder militärische Eroberung konzentriert, das Spiel bietet unzählige Möglichkeiten und Herausforderungen. Dank der Erweiterungen bleibt es langfristig spannend und abwechslungsreich.

Kein Spiel ist für Jedermann. Ob Scythe etwas für euch ist, entscheidet allein ihr.


Top-Test

Erfahre mehr über das Wertungssystem im Toptest.

1. Thema

Scythe strotzt vor Thema – nicht nur optisch! Alles an diesem Spiel entspricht dem Geist der Zeichnungen von Jakub Rozalski. Scythe fühlt sich in allem sehr thematisch an, bis… ja bis man seine Mechs ins Wasser bewegt um einen Fluss zu überqueren. Denn dann haut einem das Spiel eine Balancing-Regel um die Ohren wie einen sprichwörtlichen Zaunpfahl: Die Mechs können je nach Fraktion, zu der sie gehören, das Wasser nur an bestimmten Terraintypen verlassen. Beispielsweise ist es einem bestimmten Mech nicht gestattet von Wasser aus ein Grasland zu betreten, aber mit Bäumen oder Gebirgen gibt es keine Probleme. Eine Regel, die unthematischer nicht sein könnte. Zum Glück fällt dieses „Problem“ im Gamedesign mit den Kolossen der Lüfte vollends vom Tisch und die ansonsten perfekt inszenierte Welt rettet hier die Wertung.

2. Material

Scythe ist eines der Spiele, die man mit Unmengen an Material aufwerten und verbessern kann. Beschränkt man sich nur auf das originale Material von Stonemaier Games / Feuerland Spiele und die lizensierten Produkte von Meeple Source, kann man dennoch ganz schnell bei über 800 € landen. Sagte mir zumindest… ein Freund! Und das ist eigentlich gar nicht nötig, da das Spiel im Originalzustand schon tolle Holz- und Kunststoffteile dabei hat, hervorragende Kartenqualität und einen Karton so stabil, dass man damit umziehen könnte.

3. Optik

Laut einem Interview kam der Designer Jamey Stegmaier erst durch die fantastischen Artworks von Jakub Rozalski auf die Idee zu Scythe. Und das sieht man dem Spiel an. Alles hier wirkt wie aus einem Guss und versprüht diesen merkwürdig interessanten Vibe von Historie und dennoch fortschrittlicher und uns fremder Technologie. Hervorragend!

4. Setup

Zwar ist Scythe ein großes Spiel, doch das Spielbrett gibt einem lauter Hinweise, wo was zu platzieren ist. Dazu wählt jeder Spieler eine Fraktion sowie eine Ausrichtung und bekommt das Holzmaterial der Farbe, die er (wie angegeben) auf seinem Board platziert. Abgesehen von Ressourcen, Zielkarten und ein paar Kleinigkeiten war es das auch schon. Für ein Spiel dieser Größe und taktischen Tiefe geht das beeindruckend leicht von der Hand!

5. Spieleranzahl

Das Grundspiel ist spielbar mit bis zu 5 Spielern. Durch die Invasion Invasoren aus der Ferne kommen die Möglichkeiten für einen 6. & 7. Spieler dazu. Aus meiner Sicht wird das aber etwas übertrieben sein, denn mehr als 5 Spieler wären mir persönlich zu viel für einen runden Spielablauf – daher gibt es einen Punkt Abzug. Die hohe Punktzahl ist hier – da ich das Gesamtpaket Scythe bewerte – tatsächlich dem modularen Spielplan geschuldet: Erst dieser bringt die nötigen Veränderungen mit sich, um auch bei weniger als 4 Spielern schnell Grenzen zu schaffen und diese knisternde Spannnung zwischen Frieden und militärischer Abschreckung zu provozieren. Der modulare Spielplan ist für mich bei unter 4 Spielern ein MUSS!

6. Zugänglichkeit

Auch hier gibt es eine hohe Punktzahl, denn das Spiel ist sehr einfach gesteuert: Jedes Tableau besteht aus 8 Aktionen, von denen jeweils 2 (von Fraktion zu Fraktion unterschiedlich) gruppiert sind. Ich muss mich jede Runde für eine andere Paarung entscheiden, wobei schon nur noch 3 zur Auswahl stehen. Die obere Aktion bringt mir meist Einkommen, die untere eine Möglichkeit diese Ressourcen auszugeben. Scythe ist im Grundsatz ein leicht zugängliches Spiel, dessen so rundes Bild allerdings durch seine Sonderregeln für Bewegung, Transport und Kampf etwas kränkelt. Nichts, was man sich nicht merken könnte, jedoch definitiv der trägste Regelabschnitt bei Scythe.

7. Spieltiefe

Das Spiel ist an sich recht euro-mäßig gesteuert, obwohl es so nach Kriegsspiel aussieht. Und das gibt dem Spiel seine enorme Tiefe. Scythe glänzt erst dann, wenn Spieler Grenzen zu einander aufbauen. Denn Krieg zu führen ist in Scythe immer schlecht. Er kostet Ansehen und das ist im Endeffekt der Multiplikator für unsere Siegpunkte. Man sollte sich also ganz genau überlegen, wo man eine offene Konfrontation hochkochen lässt und wo man es bei der Abschreckung belässt. Dieses Gefühl ist schon ziemlich gut eingefangen.

8. Spieldauer

Lässt man mögliche Konflikte außer Acht, kann jede Kombination aus Nations- und Spielertableau das Spielende nach derselben Anzahl optimaler Züge erreichen – gut, zwei Kombinationsmöglichkeiten benötigen rechnerisch weniger Runden und sind daher auch offiziell „gebannt“. Jedoch muss man auf dieses Niveau auch erstmal kommen. Scythe ist ein Wettrennen zum Erreichen der Ziele und wenn die Piloten schlafen bzw. nicht wissen, wie sie schnell zum Ziel kommen, dann kann sich auch eine Partie Scythe ziehen. Gerade mit höheren Spielerzahlen kann das ermüdend werden.

9. Downtime

Abgesehen von Kämpfen – die aber sowieso für jeden Spieler interessant sind und schnell ausgeführt werden – gibt es recht schnelle Züge: Eine Kombination auswählen, oben generieren, unten zahlen, der nächste Bitte. So gut, so vereinfacht. Dennoch ist und bleibt Scythe eine sehr thematische Karosse auf einem Euro-Motor. Und der erlaubt und benötigt manchmal etwas Gehirnschmalz. Gerade in den gehobeneren Spielerzahlen und im letzten Drittel des Spiels kann die Downtime dann schon ansteigen.

10. Preis

Mit rund 65 € ist das Grundspiel von Scythe ein echter Kracher! Und selbst mit jeglichem Erweiterungs-Content landet man ohne zusätzliches Blingbling bei nicht einmal 175 € Neupreis. Das ist eine Kampfansage an so viele moderne Kickstarter, die vermutlich in Puncto Qualität mit Scythe nicht mithalten können. Volle Punktzahl!

Ergebnis

Mit 44/50 Punkten ergattert Scythe einen hervorragenden Punktestand und damit das Prädikat „Ausgezeichnet“!

Dieses Spiel ist von der Webseite Boardgamefan.de ausgezeichnet worden.

Star Wars Rebellion im Test

23. September 2024 um 15:09

Star Wars Rebellion ist ein episches Brettspiel, das den galaktischen Konflikt zwischen dem Imperium und der Rebellion in einer weit entfernten Galaxie auf den Tisch bringt. Mit strategischer Tiefe und filmreifen Schlachten tauchen die Spieler tief in das Star Wars-Universum ein. Einer übernimmt die Kontrolle über das mächtige Imperium, der andere führt die Rebellenallianz in den verzweifelten Kampf um Freiheit. Die Erweiterung „Aufstieg des Imperiums“ bringt frische Spielmechaniken und Charaktere aus der Star Wars-Saga, um das Erlebnis noch spannender zu gestalten. Doch kann das Spiel halten, was der Name verspricht?

Um was geht es in Star Wars Rebellion?

In Star Wars Rebellion erleben die Spieler den epischen Konflikt zwischen dem tyrannischen Imperium und der Rebellenallianz. Es handelt sich um ein asymmetrisches Strategiespiel, bei dem sich die beiden Fraktionen grundlegend unterscheiden. Während das Imperium seine militärische Überlegenheit einsetzt, um die Kontrolle über die Galaxis auszuweiten, versucht die Rebellenallianz, durch Guerillataktiken und geheime Missionen den imperialen Giganten zu Fall zu bringen.

Das Herzstück des Spiels ist die geheimnisvolle Rebellenbasis, die der Imperiale Spieler finden und zerstören muss. Der Rebellenspieler dagegen setzt alles daran, die Rebellion am Leben zu erhalten, während er geheime Missionen plant, um das Imperium zu destabilisieren. Diese Mechanik führt zu einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel, das jede Partie einzigartig macht.

Mit ikonischen Charakteren der ursprünglichen Trilogie wie Darth Vader, Luke Skywalker, Leia Organa und vielen mehr, wird jede Partie zu einer interaktiven Neuinszenierung der klassischen Star Wars-Saga. Die Spieler können legendäre Momente nachspielen oder alternative Geschichten im Star Wars-Universum schreiben. Mit Raumschiffen wie dem Todesstern, Sternenzerstörern und X-Wings ist das Spielfeld ein Mikrokosmos der galaktischen Kriegsführung. Jede Partie ist eine Mischung aus strategischem Überlegen und filmreifen Actionszenen.

Asymmetrische Fraktionen

Eine der herausragenden Besonderheiten von Star Wars Rebellion ist die Asymmetrie der Fraktionen. Das Imperium spielt sich völlig anders als die Rebellion, was für spannende und abwechslungsreiche Partien sorgt. Das Imperium verfügt über nahezu unbegrenzte Ressourcen, gigantische Flotten und die Möglichkeit, den gefürchteten Todesstern zu bauen – zur Not auch gleich mehrfach! Im Gegensatz dazu muss die Rebellion mit begrenzten Mitteln arbeiten, ihre Kräfte geschickt einsetzen, offenen Konflikten so gut wie möglich aus dem Weg gehen und auf Diplomatie und geheime Missionen setzen, um das Imperium zu schwächen. Diese asymmetrische Struktur verleiht dem Spiel eine enorme strategische Tiefe und zwingt die Spieler, ihre Taktiken auf die Stärken und Schwächen ihrer Fraktion anzupassen.

Die Erweiterung: Aufstieg des Imperiums

Die Erweiterung Aufstieg des Imperiums bereichert das Grundspiel mit neuen Charakteren, Missionen und Mechaniken, die durch das Prequel „Rogue One“ inspiriert sind. Mit neuen Einheiten wie dem U-Flügler und TIE-Strikern sowie neuen Anführern wie Jyn Erso und Director Krennic bringt die Erweiterung frischen Wind ins Spiel. Besonders die neuen Taktik-Karten sind ein Highlight, da sie die doch recht trägen Schlachten des Grundspiels komplett über Bord werfen und die Gefechte so noch strategischer und weniger zufällig/beliebig machen. Zusätzlich erlaubt es die Erweiterung den Spielern, die Todesstern-Pläne zu stehlen, was dem Spiel zusätzliche Dramatik verleiht. Nicht nur für eingefleischte Fans des Grundspiels ist „Aufstieg des Imperiums“ ein Muss.

Filmreife Gefechte

Ein Highlight von Star Wars Rebellion sind die intensiven, filmreifen Gefechte, die auf dem Spielfeld ausgetragen werden – wenn man denn die Erweiterung besitzt. Von gewaltigen Weltraumschlachten mit Sternenzerstörern und X-Wings bis hin zu Bodenkämpfen auf Planeten wie Hoth oder Endor, jede Auseinandersetzung fühlt sich episch an. Besonders die Möglichkeit, den Todesstern einzusetzen und ganze Planeten zu zerstören, bringt das Star Wars-Gefühl perfekt auf den Spieltisch. Auch die Missionen der Anführer verleihen dem Spiel eine cineastische Note. Ob Luke Skywalker zum Jedi ausgebildet wird oder Darth Vader einen Aufstand niederschlägt – die Spieler erleben packende Momente, die direkt aus einem Star Wars-Film stammen könnten. Diese filmische Inszenierung ist es, die Star Wars Rebellion zu einem Erlebnis macht, das weit über ein einfaches Brettspiel hinausgeht.

Hohe Komplexität, leichter Einstieg

Obwohl Star Wars Rebellion ein strategisch anspruchsvolles Spiel ist, gelingt es ihm, auch Neulingen einen relativ leichten Einstieg zu bieten. Die Regeln sind klar strukturiert und werden durch detaillierte Anleitungen unterstützt. Vor allem die thematische Bindung an das Star Wars-Universum hilft dabei, das Spielgeschehen intuitiv zu verstehen. Dennoch sollten Spieler sich auf lange Partien einstellen, da die Komplexität im Laufe des Spiels zunimmt. Die zahlreichen Optionen und möglichen Strategien bieten dabei genügend Tiefe, um auch nach mehreren Partien neue Taktiken zu entdecken. Trotz der hohen Komplexität bleibt das Spiel spannend und bietet sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Strategen ein tiefes, belohnendes Erlebnis. Wobei es dennoch so viel zu lernen gibt, dass ein erfahrener Spieler einen Anfänger regelrecht an die Wand spielen würde.

Fazit zu Star Wars Rebellion

Star Wars Rebellion ist ein absolutes Muss für Star Wars-Fans und Strategen gleichermaßen. Mit seiner Asymmetrie, der epischen Inszenierung und der Erweiterung „Aufstieg des Imperiums“ bietet es unzählige spannende Spielstunden. Wer bereit ist, sich auf die Komplexität einzulassen, wird mit einem einzigartigen Brettspielerlebnis belohnt.

Kein Spiel ist für Jedermann. Ob Star Wars Rebellion etwas für euch ist, entscheidet allein ihr.


Top-Test

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1. Thema

Das Thema „Star Wars“ ist allgegenwärtig. Viel mehr kann ein Spiel ein Thema nicht transportieren. Besonders gut gefällt mir hier, dass sich das Spiel nur an die alte Trilogie anlehnt und selbst mit Erweiterung nur die Welt von Rogue One dazu kommt, der ja in derselben Zeit spielt.

2. Material

Star Wars Rebellion kommt mit zwei großen Spielplänen, vielen Kartensätzen, Custom Dice und einer Menge Miniaturen. Die Kartenquaslität ist FFG-typisch auf hohem Niveau. Auch die Miniaturen sind – vor allem in Anbetracht ihrer geringen Größe – sehr detailliert und vor allem stabil. Negativ fallen einzig die Zustandsringe auf, die an die Basen der Anführer angehängt werden können. Hier können nach einigen wenigen Partien schon starke Verschleißerscheinungen zu Tage treten.

3. Optik

Wie gewohnt liefert FFG hier vor allem Artwork ab, das man aus anderen Star Wars spielen bereits kennt und liebt. Darunter leidet aber nicht die Qualität. Überall, wo viel Text vorhanden ist, setzt das Spiel auf große Karten. Das Spiel trägt die Handschrift von Star Wars durch und durch. So sind manche Karten allein mit dem Cockpit eines Tie-Fighters bzw. des Falken versehen. Der Spielplan ist sehr übersichtlich, die Ikonographie weitestgehend selbsterklärend. Alles wirkt aufgeräumt und an seinem Platz. Einzig die Icon-Versionen der verschiedenen Gerätschaften in Verbindung mit ihren Würfeln können Anfangs zu etwas Kopfzerbrechen führen und die bereits oben erwähnten Zustandsringe lassen ohne die dazugehörige Karte ihre Funktion nur erahnen. Sicherlich steigert die Kenntnis über die Filme den Wiedererkennungswert, jedoch muss auch das erstmal gelernt werden.

4. Setup

Rebellion ist ein großes Spiel und braucht entsprechend einiges an Aufbau-Zeit. Die verschiedenen Einheiten wollen sortiert und je nach Startaufstellung in der Galaxie verteilt werden. Zusammen mit dem zusammenstellen der Decks (was durch die Erweiterung noch mehr Optionen bekommt) dauert seine Zeit. Da man vieles davon parallel und als Teil des Spieles abhandeln kann – die Wahl der Decks kann schon Teil der Strategie sein – fällt dies zwar nicht negativ ins Gewicht. Dennoch verbringt man mit dem Aufbau schon so einige Zeit. FFG-typisch gibt es mal wieder kein Insert, was dieses Spiel so dringend braucht. Sofern man sich hier organisiert hat, geht es um einiges schneller. Dennoch ist der Aufbau „out of the box“ ein kleiner Zeitfresser.

5. Spieleranzahl

Rebellion ist als reines 2 Personen-Spiel konzipiert. Kein Wunder, spielen wir doch den Konflikt zwischen zwei Parteien nach. Die Schachtel gibt allerdings 2-4 Spieler an. Diese Einschätzung können wir nicht wirklich teilen. Denn bei 3 Spielern müssen sich zwei Spieler eine Fraktion teilen während ein Spieler den gegnerischen Part übernimmt. Zwar sehen vier Augen mehr als zwei. Jedoch handelt es sich bei Rebellion um ein Spiel, bei dem es darum geht den Gegner auszutricksen, ihm etwas vorzumachen, seine Strategien und Finten zu erkennen und ihn in eine Falle zu locken. Die Absprache darüber am selben Tisch erschwert das Spiel mit 2 Spielern pro Fraktion ungemein. Das gilt ebenso für die 4 Spieler-Partien, dann ist es jedoch zumindest ausgeglichen.

Thematisch versucht das Spiel das Kommando zwischen Luft- und Bodeneinheiten zu trennen und an die Spieler zu verteilen. Das macht zumindest thematisch Spaß. Nichts desto trotz wirkt der Modus mit mehr als 2 Spielern eher aufgesetzt.

6. Zugänglichkeit

Gemessen an seiner Vielfalt, den Strategien und Möglichkeiten ist das Spiel sehr einfach zu lernen. Im Grunde genommen muss nur erklärt werden wie man Anführer einsetzt, wie man Truppen bewegt und wie gekämpft wird. Der Rest erklärt sich durch den Text der Karten, die man ausspielt. Das ist umso beeindruckender, weil sich jede Partie anders entwickelt, aber jeder Anfänger dennoch sehr schnell ins Spiel findet. Die Spielhilfen sind gut gestaltet und geben die wichtigsten Informationen zum Kampf preis. So müssen komplexe Spiele aussehen!

7. Spieltiefe

Wie schon unter Zugänglichkeit angemerkt ist Rebellion sehr vielseitig. Partien variieren stark in ihrer Länge, dennoch sind sie immer dramatisch. Schon die Auswahl der Decks bestimmt die Strategien (bin ich als Rebell eher der Saboteur oder suche ich den offenen Konflikt?). Keine Partie gleicht der vorherigen und dennoch sind sie für sich genommen so spannend, dass man sich nach Wochen noch an einzelne Details erinnert. Ein erfahrener Spieler spielt einen Anfänger mit Sicherheit gegen die Wand. Allein schon wenn er weiß, wann der Gegner welche Karten auf die Hand bekommt. So ist es beispielsweise den Rebellen zu Anfang nicht möglich den Todesstern anzugreifen bzw. zu zerstören. Das wird erst später im Spiel möglich.

Dazu ist das Empfinden des Spielgeschehens auf beiden Seiten sehr unterschiedlich. Als Rebell fühlt man sich vom Imperium nahezu erdrückt, muss Schlupflöcher suchen, Bewegungen antäuschen, seine Truppen verstecken und den offenen Kampf meiden. Die Galaxie fühlt sich viel zu klein an. Auf der Seite des Imperiums aber scheint die Map irrwitzig groß zu sein. Die Rebellen könnten überall stecken und ihre Sabotage-Aktionen verhageln die Produktion neuen Kriegsgeräts wann immer es geht.

8. Spieldauer

Die Spieldauer kann variieren, wenn eine der beiden Parteien zu riskant spielt. Im Allgemeinen aber ist Rebellion ein abendfüllendes Spiel. Um die 2 Stunden reine Spielzeit – also ohne Aufbau und Regelerklärung – sollte man einplanen. Das fühlt sich aber zu keiner Zeit langatmig an. Eine kürzere Spieldauer ließe auch keine groß angelegten Strategien zu. Dennoch kann das Spiel schon nach kurzer Zeit in jeder Runde enden, sodass die Spannung immer hoch ist. Hier langweilt man sich keine Sekunde!

9. Downtime

Downtime ist nahezu nicht existent. Die Planungsphase geschieht zeitgleich und das Ausführen der Aktionen des Gegners kann von eigenen Einheiten aktiv interveniert werden. Jede Aktion des Gegners kann eine Kettenreaktion in Gang setzen oder die eigenen Pläne durchkreuzen. So ist jede Fraktion – passiv oder aktiv – immer Teil des Geschehens. Natürlich auch im Spiel mit mehr als 2 Spielern.

10. Preis

Der Preis von ca. 80 € für die deutsche Version ist natürlich eine Menge Geld. Jedoch bekommt man dafür ein tisch- und abendfüllendes Paket und eine prall gefüllte Schachtel. Die Materialqualität ist super, der Umfang des Materials ebenfalls. Hier bekommt man wirklich eine Menge geboten und dem steht auch noch ein super spannendes Spiel gegenüber, das sich sehr hochwertig anfühlt. Wer mit Star Wars und 2 Spieler-Spielen etwas anfangen kann, der wird den Kaufpreis hier nicht bereuen.

Ergebnis

Mit 43/50 Punkten ergattert Star Wars Rebellion einen hervorragenden Punktestand und damit das Prädikat „Ausgezeichnet“!

Dieses Spiel ist von der Webseite Boardgamefan.de ausgezeichnet worden.

Uprising – Curse of the last Emporer im Test

23. September 2024 um 14:07

Uprising: Curse of the Last Emperor ist ein episches, kooperatives Brettspiel, das durch seine packende Geschichte und strategische Tiefe überzeugt. Die Spieler kämpfen als Rebellenfraktionen gegen zwei mächtige, AI-gesteuerte Gegner – das Imperium und die Chaos-Horden. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Strategie, Zufall und Ressourcenmanagement bietet das Spiel eine intensive Herausforderung, die durch die Erweiterungen „Arch-Nemesis“ und „Titans of the First Age“ noch weiter vertieft wird. Wer komplexe, strategische Spiele liebt, soll hier voll auf seine Kosten kommen. Ob das auch bei uns zutrifft, klären wir im Test.

Worum geht es in Upsiring?

Uprising: Curse of the Last Emperor spielt in einer düsteren Welt, in der das mächtige Imperium und die Chaos-Horden die Menschheit unterdrücken. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Rebellenführern, die versuchen, durch strategische Kriegsführung und geschicktes Ressourcenmanagement ihre Fraktionen gemeinsam zum Sieg zu führen. Ziel des Spiels ist es, sich gegen die beiden mächtigen Gegner zu behaupten und dabei jeden Spieler besser abschneiden zu lassen als die AI-Konkurrenten.

Das Besondere an Uprising ist die Mischung aus Kooperation und eigenem Erfolg. Die Spieler müssen zusammenarbeiten, um die beiden AI-gesteuerten Feinde zu besiegen, am Ende muss jeder Spieler einzeln mehr Siegpunkte besitzen als beide AI-Fraktionen.. Dies verleiht dem Spiel eine interessante Dynamik. Jeder Spieler muss seine Armeen und Helden weise einsetzen, um Gebiete zu erobern, Quests zu bestehen und gleichzeitig den gemeinsamen Feinden Einhalt zu gebieten. Zufallselemente wie die Würfelkämpfe und Ereigniskarten sorgen dabei für Abwechslung und unvorhersehbare Wendungen. Das Spielgefühl ist geprägt von ständiger Spannung, da man sowohl die Gegner als auch die Mitspieler im Auge behalten muss.

Die Welt von Uprising ist außerdem detailliert und atmosphärisch gestaltet, mit einer Vielzahl von Helden, Kreaturen und mystischen Orten, die alle zur Tiefe und Immersion beitragen. Auch die Geschichte hinter dem Spiel zieht die Spieler in ihren Bann und verleiht jedem Zug zusätzliche Bedeutung. Dank eines modularen Spielfelds ist jede Partie einzigartig und erfordert unterschiedliche Herangehensweisen, was den Wiederspielwert enorm steigert.

Die zwei AI-Fraktionen

Eine der herausragenden Besonderheiten von Uprising: Curse of the Last Emperor ist die gleichzeitige Präsenz von zwei AI-gesteuerten Fraktionen: dem mächtigen Imperium und den chaotischen Horden. Beide agieren unabhängig voneinander, verfolgen unterschiedliche Ziele und können sich sogar gegenseitig bekämpfen. Dadurch entsteht eine ständige Bedrohung, die von zwei Seiten kommt und das Spielgeschehen unvorhersehbar macht. Diese Dualität der Gegner sorgt dafür, dass die Spieler nicht nur gegen die AI, sondern auch gegen die Uhr kämpfen. Die AI-Fraktionen agieren rücksichtslos und verlangen den Spielern strategisches Geschick und gute Planung ab, um nicht unterzugehen.

Hervorragendes Material

Ein weiterer großer Pluspunkt von Uprising: Curse of the Last Emperor ist die erstklassige Qualität des Spielmaterials. Die Spielbrett-Teile sind aus dickem, stabilem Karton gefertigt und sorgen für eine robuste Spielfläche. Besonders hervorzuheben sind die detailreichen Standees statt Miniaturen, die jede Fraktion, Armee und Einheit visuell beeindruckend darstellen – ein Vorteil gegenüber dem Einsatz von Miniaturen ist hier, dass die bedruckten Acryl-Standees bereits sowohl in Spielerfarbe markiert, als auch bunt illustriert sind – don’t play in grey! Auch die farbenfrohen Würfel und Marker sind funktional und optisch ansprechend gestaltet. Die Spielkarten bestehen aus hochwertigem Material und sind angenehm in der Handhabung, während die Illustrationen und das Artwork insgesamt eine packende Atmosphäre schaffen. Alles in allem unterstreicht das hochwertige Material den Premium-Charakter des Spiels und trägt erheblich zum immersiven Spielerlebnis bei.

Die 1. Erweiterung: Arch-Nemesis

Die erste Erweiterung, Arch-Nemesis, bringt eine weitere spannende Herausforderung ins Spiel. Sie fügt mächtige, einzigartige Feinde hinzu, die die Spieler auf Trab halten. Jeder dieser „Erzfeinde“ hat besondere Fähigkeiten und agiert unberechenbar, wodurch die taktische Tiefe des Spiels noch weiter erhöht wird. Zusätzlich bringt die Erweiterung neue Helden und Quests, die das Basisspiel ergänzen und für noch mehr Abwechslung sorgen. Arch-Nemesis ist eine ideale Erweiterung für Spieler, die den Schwierigkeitsgrad und die strategische Komplexität von Uprising noch weiter steigern möchten.

Die 2. Erweiterung: Titans of the First Age

Mit der zweiten Erweiterung, Titans of the First Age, kommen riesige, uralte Kreaturen ins Spiel, die als Fraktionen mit sehr wenigen Einheiten gespielt werden können. Diese Titanen haben nicht nur immense Kampfkraft, sie heben sich durch ihre Spielweise auch stark von den anderen Fraktionen ab. Die Spieler können darüber hinaus Söldner anheuern, die zeitweise für sie in die Schlacht ziehen. Die Erweiterung bietet zudem neue Spielmechaniken und eine Vielzahl von zusätzlichen Spielinhalten, die das Grundspiel bereichern und die taktischen Möglichkeiten erweitern. Titans of the First Age sorgt dafür, dass jede Partie von Uprising noch dynamischer und unvorhersehbarer wird.

Sehr hoher Anspruch, variable Spieldauer

Uprising: Curse of the Last Emperor ist kein Spiel für Zwischendurch. Es fordert seine Spieler sowohl durch seine komplexen Regeln als auch durch die Dauer einer Partie heraus. Eine vollständige Partie aus 4 Akten kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen, und das Verständnis der Spielmechaniken erfordert Einarbeitung. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar modular, aber stets hoch, da die Spieler ständig unter Druck stehen, gegen zwei mächtige AI-Fraktionen zu bestehen. Wer jedoch Geduld und strategisches Geschick mitbringt und dennoch einem häufigen Würfelwurf nicht abgeneigt ist, wird mit einem einzigartigen Spielerlebnis belohnt. Für erfahrene Brettspieler ist Uprising ein echter Genuss, der lange Abende füllt.

Fazit zu Uprising

Uprising: Curse of the Last Emperor ist ein episches, kooperatives Strategiespiel, das mit seiner Komplexität und Tiefe überzeugt. Es erfordert Geduld und taktisches Geschick, bietet aber im Gegenzug ein intensives und spannendes Spielerlebnis. Die Erweiterungen machen das Spiel noch abwechslungsreicher und fordernder – ideal für erfahrene Strategen.

Kein Spiel ist für Jedermann. Ob Uprising etwas für euch ist, entscheidet allein ihr.


Top-Test

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1. Thema

World-Building haben die Jungs von Nemesis Games drauf! Als alte Rollenspiel-Veteranen liegt ihnen eine gute Hintergrundgeschichte sehr am Herzen. Ich wünschte, dass jeder Verlag so viel Liebe ins Detail in seine Spiele stecken würde!

2. Material

Auch ohne das Upgrade-Set ist das Material von Uprising bereits beeindruckend! Bedruckte Standees (mir mittlerweile lieber als graue Miniaturen!), tolle Karten, Custom Dice, wertige Tokens und tatsächlich ein recht funktionales Insert. Der Verlag Nemesis Games hat hier sehr viel Herzblut hineingesteckt und das spürt man an jedem Detail.

3. Optik

Natürlich muss man dem Stil des japanisch angehauchten, düsteren Stils etwas abgewinnen können, aber darum geht es in dieser Bewertung auch nicht. Es geht darum, wie stilsicher, qualitativ und vor allem konsistent das Design aufgebaut ist. Und auch da – ähnlich wie im Worldbuilding – bleiben keine Wünsche offen.

4. Setup

Ein großes Spiel mit viel Material erfordert viel Aufwand im Setup. Das ist natürlich so. Darüber hinaus jedoch erfordern gleich zwei AI-Fraktionen, die unterschiedlich agieren, auch ihr eigenes Material. Dazu kommt, dass das Spiel in verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespielt werden kann, was zusätzliches Aussortieren von einzelnen Karten aus diversen Stapeln bedeutet. Das Insert bzw. die Inserts helfen dabei auf ihr Möglichstes, dennoch bleibt der Aufbau eine echte Aufgabe, die oft bewältigt werden muss, bis man sie ohne die Hilfe der Anleitung bewältigen kann. Zumal die Änderungen der leichteren Schwierigkeitsgrade wie oben beschrieben auch weitere Vorbereitung bedürfen als das finale spielen auf den beiden höchsten Schwierigkeitsgraden. Dazu kommt auch, dass die Erweiterungen so gut sind, dass ich sie schon als essenziell ansehe. Das resultiert aber wieder in 2 weiteren Boxen + hervorragendem Deluxe-Upgrade (2 Boxen) und den ebenfalls hervorragenden Spieler-Tableaus (1 Box). All das aufzubauen kostet Zeit und Platz. Nemesis Games arbeitet wohl gerade an einer Lagerlösung mit einer All in-Box, die hier Abhilfe schaffen könnte. Aber je höher die Varianz, desto komplexer der Aufbau. Man kann nicht alles haben.

5. Spieleranzahl

Das Spiel kann mit 2-4 Fraktionen gespielt werden, die von 1-4 Spielern gespielt werden können. Einen „echten“ Solo-Modus gibt es also nicht, hier wird ein Zweispieler-Spiel simuliert. Dennoch skaliert das Spiel hervorragend mit den unterschiedlichen Spielerzahlen. Einzig die Spieldauer steigt durch den kooperativen Anteil und die durch mehr Spieler steigenden Möglichkeiten vor allem Anfangs enorm. Eine Kennenlern-Partie würde ich nur mit zwei Spielern empfehlen, wenn die geübt sind auch gern 3 oder 4.

6. Zugänglichkeit

Zwar gibt Nemesis Games so gut wie alles, um einen leichten Einstieg in das Spiel zu bieten: Die Spielhilfen sind hervorragend, der Rundenablauf auf dem Spielbrett vollständig und nachvollziehbar, die Ablaufpläne der Kämpfe und Gegner-Aktivierung sehr hilfreich. Aber man sieht hier schon, dass das Spiel von Haus aus vieler Hilfsmittel bedarf, um rund zu laufen und fehlerfrei gespielt zu werden. Das ist gerade am Anfang anstrengend. Und auch die zwei AI-Fraktionen, die unterschiedlich agieren, helfen nicht gerade dabei einen flüssigen Spielverlauf zu ermöglichen. Das muss gelernt werden. Dazu kommen über 100 Seiten Anleitung, auch wenn diese sehr ausführlich, gut bebildert, hervorragend gelayoutet und mit viel Fluff daher kommt. Die Einarbeitung dauert und erfordert Engagement.

7. Spieltiefe

Extrem! Taktiken der verschiedenen Völker, Items, Einheiten, Asymmetrie, 2 AI-Fraktionen und eine interessante und einnehmende Welt. Uprising holt mich hier voll ab! Das Spielgefühl der Fraktionen ist unterschiedlich und steigert sich besonders mit den Fraktionen der beiden Erweiterungen. Dazu 4 Schwierigkeitsgrade und die Möglichkeit gegen unterschiedliche Bosse im Endgame anzutreten runden das Paket ab.

8. Spieldauer

Zwar lässt sich die Anfänger-Partie von 4 auf 3 Akte beschränken, dennoch steigt mit der Spieldauer auch die Komplexität der Aufgaben. Ich bin der Meinung, dass ein Spiel mit einer epischen Geschichte auch eine epische Spieldauer benötigt, um langfristige Planung und Wirken von Veränderungen spürbar zu machen. Dennoch schlaucht der hohe Verwaltungsaufwand der 2 AI-Fraktionen irgendwann sehr. Ich kann auch nach der 10. Partie die Aktivierung der AI-Fraktionen nicht fehlerfrei ohne Spielhilfe in jedem Fall abhandeln und muss das nachlesen. Auch der Kampf ist zwar relativ schnell gewürfelt, jedoch folgt er einem aufwändigen Ablaufplan. All das ist zwar gut gemacht und logisch, laugt aber bei der langen Spieldauer irgendwann aus. Nach einer Partie spürt man die Erschöpfung seiner Truppen am eigenen Leib.

9. Downtime

Die Downtime steigt mit zunehmender Spieleranzahl schon an. Die Helden sind zwar sehr mobil auf dem Spielplan, können aber allein nicht kämpfen. Und die Armeen sind dagegen sehr träge und werden dazu noch vom Terrain beeinflusst. Das alles erfordert sowohl Planung als auch Absprachen.. Denn eines ist sicher: Mit den 2 AI-Fraktionen geht man nicht leichtfertig um. Je höher also die Spieleranzahl, desto stärker kann die Downtime negativ ins Gewicht fallen. Aus diesem Grund sollten die Spieler in einer Partie zu 4. auch wissen, was sie tun.

10. Preis

So hervorragend das Spiel auch ist, es hat seinen Preis. Und der ist nicht ohne! 340 $ (mit Rabatt 299 $) + Versand und Steuern rief Nemesis Games über Gamefound für das Deluxe-Bundle (All-In) ab. Das ist kein Pappenstiel. Allerdings muss man zugutehalten, dass man hier wohl mit das beste bekommt, was die Brettspielwelt an Material zu bieten hat. Wer also diesen Betrag investiert und weiß, was für eine Art Spiel er bekommt, wird garantiert nicht enttäuscht werden.

Ergebnis

Mit 37/50 Punkten ergattert Uprising einen sehr respektablen Punktestand und damit die Note “Empfehlenswert”!

3 CHAPTERS – PARTNERSUCHE IM MÄRCHENWALD

Märchen schreibt die Zeit – und zwar in drei Kapiteln. Ich könnte es auch so umschreiben: Märchenfiguren auswählen, sie aufeinander loslassen und dann beobachten, wie gut das Team miteinander harmoniert.

Im ersten Kapitel buhlen acht Märchenfiguren um meine Aufmerksamkeit, doch nur eine davon wähle ich aus. Die restlichen sieben Karten gebe ich an die Person zu meiner Linken weiter. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis ich sieben Fantasy-Wesen auf der Hand habe.

Das zweite Kapitel erinnert an ein Stichspiel. Alle spielen eine ihrer Karten aus, und die höchste Zahl wird mit zwei Punkten belohnt – trotz des Stichgewinns bleiben die Figuren jedoch bei ihren ursprünglichen Besitzern. Auch die unterlegenen Karten des Stichs können punkten, da sie miteinander interagieren. So möchten sich beispielsweise Twideldi und Twideldum im Stich begegnen, ebenso wie Hänsel und Gretel. Das Einhorn sucht eine royale Figur, Schneewittchen freut sich über Zwerge.

Im dritten Kapitel richtet sich der Fokus erneut auf die acht Märchenfiguren aus Kapitel 1, deren Punktwertung erneut ausgelöst wird. Eine gute Auswahl wird also doppelt belohnt!

3 CHAPTERS erinnert mit seinen Kartenfähigkeiten an FANTASTISCHE REICHE, ist jedoch deutlich zugänglicher. Das märchenhafte Thema erleichtert das Verständnis für die Kartenkombinationen – die Hexe bekommt Punkte für Kinder im Stich, das erklärt sich fast von selbst. Man sollte allerdings beachten, dass nicht alle punkteträchtigen Kombinationen in jedem Spiel verfügbar sind. Der Glücksanteil ist hoch, allerdings werden trotzdem noch so viele Entscheidungen geboten, dass man bei einem Gewinn das Gefühl hat, man sei selber dafür verantwortlich. Je nach Spieleranzahl bietet 3 CHAPTERS eine unterschiedliche Spielerfahrung – zu sechst sucht man mehr nach Kartenkombinationen in Zusammenarbeit mit anderen, zu dritt stelle ich lieber mein eigenes Team zusammen und verlasse mich weniger darauf, dass die Karten zusammenpassen.
Schöne Momente entstehen, wenn ich eine Märchenfigur ausspiele und lautstark verkünde, dass ich den passenden Partner suche, damit beide punkten können. 3 CHAPTERS bietet dank der vielen Kartenkombinationen einen hohen Wiederspielwert, ohne zu überfordern. Wie zauberhaft!

312 Brettspielradio – Auf ein Wort 57 – Magnum Opus

20. September 2024 um 08:00
Logo-Auf ein WortShownotes Auf ein Wort - Zwei Mal im Monat fordern sich Georgios Panagiotidis und Peer Sylvester gegenseitig auf Stellung zu beziehen. Ein Begriff aus dem Brettspielbereich, ein Name oder auch nur eine Idee wird im Gespräch durchleuchtet, kommentiert und in Frage gestellt. Mal mehr und mal weniger ernsthaft.

311 Brettspielradio – Auf ein Wort 56 – Aufgeben

13. September 2024 um 13:34
Logo-Auf ein WortShownotes Auf ein Wort - Zwei Mal im Monat fordern sich Georgios Panagiotidis und Peer Sylvester gegenseitig auf Stellung zu beziehen. Ein Begriff aus dem Brettspielbereich, ein Name oder auch nur eine Idee wird im Gespräch durchleuchtet, kommentiert und in Frage gestellt. Mal mehr und mal weniger ernsthaft.

Pandemie – Mit 3 Erweiterung im Test

12. September 2024 um 14:21

Ich weiß, ich weiß… Das Stichwort „Pandemie“ verscheucht Mitspielende nach den letzten Jahren schneller als „Monopoly“. Doch das Spiel Pandemie (oder seit dem Erscheinen von Pandemic Legacy nun auch Pandemic genannt) hat nichts von seiner Genialität eingebüßt. Obwohl es bereits 2008 erschienen ist, fühlt es sich nach wie vor modern an und ist sowohl für Einsteiger als auch Kenner- und Expertenspieler gleichermaßen auf den Tisch zu bringen. Wie bitte? Kenner- und Expertenspieler? Ja genau! Das Stichwort dazu heißt „Super Pandemie“ – eine (frei erfundene) Variante des Spiels, die mit allen kompatiblen Modulen der 3 Erweiterungen aufwartet. Und das kann tatsächlich (h)Eiter werden!

Wer direkt wissen möchte, welche Module kombinierbar sind und wie Pandemie dann gespielt wird, dem empfehle ich meine Spielhilfe zum Super Pandemie-Modus.

Pandemie: Wie alles begann

Pandemie ist für mich ein kleiner Meilenstein der Spieleentwicklung. Das vollkooperative Brettspiel vereint 2-4 Spieler in einem echten Team der CDC (Center of Disease Control – Seuchenschutzbehörde). Ihre Aufgabe ist es die Heilmittel für nicht weniger als 4 Seuchen zu entwickeln, welche die Menschheit zeitgleich heimsuchen. Dazu müssen sie jeweils 5 Karten einer Farbe sammeln und in einem Forschungszentrum gegen das Heilmittel dieser Krankheit „einzutauschen“.

Jeder Spielecharakter hat dabei noch einzigartige Fähigkeiten, die ihn für das Team nützlich machen. Vom Sanitäter, über Wissenschaftlerin bis zum Logistikleiter ist alles dabei, was man sich unter dem Thema der weltweiten Gesundheitshilfe vorstellen kann. Pro Zug ist zwar jeweils nur ein Spieler aktiv, jedoch wird die Partie nur zum Sieg führen, wenn Taktiken in Strategien aufgehen und das Team in mehreren Zügen und Kombinationen von Fähigkeiten plant.

Das gefiel auch der Jury des Spiel des Jahres so gut, dass Pandemie 2009 zum Spiel des Jahres nominiert war und sich letzten Endes nur Dominion geschlagen geben musste – keinem geringeren Titel als dem Erfinder des Deckbuildings, wie wir es noch heute kennen.

Das alles klingt ziemlich anspruchsvoll, oder? Das ist es allerdings im Grundspiel keineswegs: Pandemie lässt sich bereits als gehobenes Familienspiel spielen, indem man den Schwierigkeitsgrad an die Spielgruppe anpasst.

Zeitlos geniale Mechanismen des Grundspiels

Der markante Pandemie-Mechanismus besteht aus eigentlich zwei Mechaniken, die ineinander greifen. Erst einmal muss man verstehen, wie sich die Krankheiten auf der Weltkarte ausbreiten: Zu Beginn werden 3×3 Infektionskarten gezogen – für jede Stadt auf dem Spielplan gibt es in diesem Stapel genau eine Karte. Jeder Stadt ist ebenfalls eine Virusart (= Farbe) zugeteilt. Auf den ersten drei gezogenen Karten werden entsprechend jeweils drei Würfelchen platziert, gefolgt von 3×2 Würfelchen und 3×1 Würfelchen. Anschließend kommen diese neun Städte/Karten auf dem Ablagestapel erstmal zur Ruhe. Die Bühne für das CDC ist bereitet.

Jede Runde nun wird der aktive Spieler Infektionskarten entsprechend der aktuellen Infektionsquote (2-4 Karten) ziehen und dort jeweils ein entsprechendes Würfelchen platzieren. So kommen also pro Runde zwei bis vier weitere infizierte Städte dazu. Das allein ließe sich noch händeln.

Nun aber folgt ein ganz gemeiner Trick des Designers: In dem Nachziehstapel für Handkarten, aus denen der aktive Spieler jedes Zugs 4 Karten nachziehen muss, befinden sich je nach Schwierigkeitsgrad mehrere Epidemiekarten. Diese haben es in sich: Zuerst wird die unterste (!) Karte des Infektionsstapels gezogen und dort drei Würfelchen platziert – wir haben es also mit einer neuen, zuvor nicht infizierten Stadt zu tun. Anschließend wird die gezogene Karte auf den Ablagestapel gelegt, welcher als Ganzes dann neu gemischt und wieder oben auf den Nachziehstapel gelegt wird.

Mit nur einer Karte hat sich die gesamte Lage der Weltgesundheit gedreht, denn nun werden die bereits infizierten Städte nochmal gezogen werden – und wir wissen nicht, in welcher Reihenfolge.

Das ist deshalb so brisant, weil es ein Limit für Würfelchen einer Farbe pro Stadt gibt: Sobald ein vierter Würfel platziert werden würde, kommt es zu einem Ausbruch: Der Ausbruchsmarker steigt um eine Stufe und die Suche streut jeweils einen Würfel in jede verbundene Stadt. Liegen dort bereits auch 3 Würfelchen dieser Farbe, kommt es zu einem weiteren Ausbruch, eine waschechte Kettenreaktion kommt in Gang.

Pandemie übt also stetig Druck auf die Spielenden aus: Ist euer Nachziehstapel leer? Ihr verliert. Kommt es zu vielen Ausbrüchen? Das CDC hat keine Chance mehr. Gehen euch die Würfel einer Krankheit aus? Bye bye Menschheit! Es ist also wichtig, dass ihr im Team zusammenarbeitet und nicht trödelt, denn eine Partie Pandemie endet spätestens durch das Verbrauchen des Nachziehstapels – egal wie die Spieler abschneiden.

Das Alphaspieler-Problem ist eine Charakterfrage

Es sei gesagt, dass das Spiel durch seine offenen Informationen zum Alphaspieler-Problem neigt – der Situation, in der ein guter Spieler den anderen Spielern diktiert, was sie zu tun haben. Das ist in meinen Augen aber eher eine Charakterfrage als ein Problem des Spiels, denn ich möchte mit meinen Gästen am Tisch zusammen spielen, nicht für sie. Und es ist mir auch nicht daran gelegen meinen Willen durchzudrücken. Ich habe Spaß daran, wenn meine Mitspielenden auf dieselben Ideen kommen, oder sogar auf besere.

Selbst wenn ich eine gute Idee habe, diskutiere ich mit den Spielern, wir tauschen Tipps aus, wägen Wahrscheinlichkeiten ab. Jeder hat selbst in der Hand, wie sehr er sich seinen Zug diktieren lässt.

Erweiterung 1: Auf Messers Schneide (2-5 Spieler)

Die erste Erweiterung bohrt das Grundspiel an genau den richtigen Stellen auf: Neben weiteren interessanten Charakteren gibt es ein neues Set von einzigartigen Epidemiekarten, die sogar dauerhafte Effekte für den Rest der Partie liefern können. Wem das zu komplex erscheint, findet auch weitere Standard-Epidemiekarten in der Box, mit denen die Schwierigkeit des Grundspiels ohne neue Regeln weiter erhöht werden kann. Dazu bietet die Erweiterung noch eine fünfte Seuche und Mutationen. All diese Elemente lassen sich im Super Pandemie-Modus vereinen.

Das größte Modul dieser Erweiterung ist jedoch das Bioterroristen-Modul: Ein Spieler schlüpft in dessen Rolle und versucht gegen die anderen Spieler zu arbeiten, indem er sich verdeckt bewegt und versucht die fünfte Seuche auf der Welt zu verbreiten. Das kann sehr interessant sein, hängt allerdings auch stark von der Gruppe ab. Und obwohl man nun denken sollte, dass der Bioterrorist ein perfekter fünfter Spieler sei, der irrt: Die Anleitung selbst rät davon ab, dieses Modul mit fünf Spielern zu spielen.

Erweiterung 2: Im Labor (1-6 Spieler)

Eines vorab: Ich möchte Pandemie nie wieder ohne diese Erweiterung spielen! Denn der namensgebende Mechanismus ist so cool wie Stickstoff und verändert den Spielfluss nachhaltig wie eine Impfung gegen Langeweile: Statt wie im Grundspiel schlicht fünf Karten einer Farbe zu sammeln und dabei eigentlich nur gegen die Zeit und das eigene Handkartenlimit zu spielen, müssen wir hier Probenwürfel vom Spielplan entfernen und auf einem Nebenspielplan – dem Labor – sequenzieren.

Dazu benötigen wir weitere Würfel, können diese über verschiedene Versuche umwandeln oder anreichern um letztendlich die geforderte Menge Würfel zu sammeln und so den Impfstoff zu erforschen. Dagegen wirkt das Ablegen von fünf Karten einer Farbe schlichtweg stumpf.

Das Labor ist aber nicht nur stimmiger, es hebt auch den Schwierigkeitsgrad an, denn es gibt nur zwei Laborplätze und das Team ist dadurch gezwungen die Impfstoffe nacheinander zu sequenzieren. Darüber hinaus wird die Niederlage-Bedingung der ausgehenden Seuchenwürfel gefährlicher, da mehr dieser kleinen Biester auf dem Labor-Spielplan schlummern und bearbeitet werden. Dadurch ändert sich das Spielgefühl ein Stück weit: Es geht nicht mehr nur darum Ausbrüche zu verhindern, sondern auch die am stärksten befallenen Städte „abzugrasen“, um genügend Proben für die Arbeit im Labor zu sammeln.

Der Team-Modus, der die Spieler in Gruppen von je zwei Spielern aufteilt und gegeneinander antreten lässt, mag dagegen so gar nicht zu Pandemie passen und ist in meinen Augen vernachlässigbar. Besonders weil dieser Spielmodus auch nicht kompatibel mit dem Labor-Modul ist. Allerdings schwindet damit auch die Option für den sechste Spieler. Positiv ist zumindest wieder der neue Solo-Modus zu nennen, in dem der einzige Spieler durch die Gesundheitsbehörde – einem virtuellen zweiten Spieler – unterstützt wird.

Erweiterung 3: Ausnahmezustand

Als wäre eine fünfte Seuche, Mutationen, stärkere Epidemiekarten und aufwändig zu sequenzierende Impfstoffe nicht schon genug, kommt mit dieser Erweiterung die Massentierhaltung ins Spiel. Krankheiten entwickeln sich in der Viehzucht und greifen von den Nutztieren auf den Menschen über – und das in rasender Geschwindigkeit. Darüber hinaus gibt es Ausnahmezustand-Ereignisse, die den Spielern neue Regeln aufzwingen.

Um dem entgegenzuwirken müssen wir die Impfstoffproduktion ankurbeln und uns auf die Ankunft eines Supervirus vorbereiten, der nicht behandelt werden kann. Dafür bekommen die Spieler aber auch neue Möglichkeiten, die Städte zu schützen: Die Quarantäneplättchen sind eine gern gesehene Hilfe und verhindern einmalig, dass in einer unter Quarantäne stehenden Stadt Seuchenwürfel platziert werden.

Warum nicht Pandemic Legacy?

Fans von Pandemic Legacy sollten viele Details dieser Review bekannt vorkommen. Denn lässt man den Legacy-Aspekt (bekleben, beschriften, zerreißen von Spielmaterial) weg, bleibt ein Spiel übrig, das eigentlich nur Bruchteile der Erweiterungen kombiniert und mit einer (meiner Meinung nach) recht flachen Story verknüpft. Ein besonders großer Dorn im Auge ist mir ebenfalls, dass ich ein Legacy-Spiel nur 1x spielen kann.

Nicht nur deshalb empfehle ich jedem, der Pandemic Legacy interessant findet, die vielleicht bessere Alternative des Super Pandemie. Ich bekomme so dieselben Mechanismen und noch viele weitere, hochinteressante Module mehr – allein schon das Sequenzieren der Krankheiten auf dem Labor-Plan ist ein extremer Zugewinn – und kann es so oft und so variabel spielen, wie ich möchte. Aus diesem Grund ziehe ich das Pandemie-Paket dem Legacy-Paket immer vor.

Fazit zu Pandemie

Die Sammlung aus allen 4 Boxen (deren mit dem Folded Space-Insert in zwei Boxen Platz findet) bietet so einiges für den kooperativen Spieleabend: Mit dieser Sammlung kann das Spiel auf die Spielgruppe oder die Lust und Laune angepasst werden. Vom Familienspiel bis zum (leichteren) Expertenspiel ist alles möglich. Und dabei erschlägt das System nicht durch überbordende Regeln. Fast alle Module lassen sich miteinander kombinieren und machen auch für geübte Spieler die Rettung der Menschheit zu einer ernsten Angelegenheit.

Aus diesem Grund ist (Super-)Pandemie eines unserer meist gespielten Spiele und nicht mehr aus der Sammlung wegzudenken. Ein zeitloser Klassiker, der auch locker nochmal 15 Jahre gut überstehen wird. Die Inkubationszeit ist hier definitiv sehr gering.

Kein Spiel ist für Jedermann. Ob Pandemie etwas für euch ist, entscheidet allein ihr.

Nachtrag zur 10 Jahres-Jubiläumsversion

Abschließen möchte ich mit meinen Gedanken zur 10 Jahres-Jubiläumsversion im mintgrünen Koffer: Ich war erst Feuer und Flamme von der Idee der schönen Verpackung, der Miniaturen (endlich!) und des neuen Designs der Weltkarte und anderer Spielelemente. Warum habe ich sie dennoch nie gekauft? Weil die Weltkarte einerseits fehlerhaft ist – es fehlt eine Verbindung, welche als Aufkleber nachgeliefert wurde – und andererseits fehlen eben die Erweiterungen, welche mit der Jubiläumsedition nicht kompatibel sind. Schade, eine All in-Fanversion mit Miniaturen und schönerem Material wäre der Hit gewesen!

Top-Test

Erfahre mehr über das Wertungssystem im Top-Test.

1. Thema

Durch den globalen „Scope“ und die abstrahierten Würfelchen kommt nicht wirklich das Gefühl auf, dass wir mit Viren oder infizierten Menschen zu tun haben. Wie die Ableger zeigen, lässt sich das System mit nur kleinen Änderungen auf andere Themen wie Überschwemmung, Barbaren oder gar Kultisten übertragen. Die Erweiterungen jedoch heben das Thema auf ein anderes Level: Das Sequenzieren von Proben (Im Labor) oder die Zoonosen (Ausnahmezustand) fühlen sich thematisch sehr gut an. Dennoch bleibt das mechanische Gefühl stets präsent und verhindert die volle Punktzahl.

2. Material

Das Material ist für aktuelle Brettspielproduktionen recht spartanisch, aber hochwertig. Die Würfel fühlen sich gut an, die Karten haben eine hevorragende Qualität, die Petrischalen (Auf Messers Schneide) tun ihr übriges dazu. Einzig die Standard-Pöppel (Meeple wäre hier übertrieben!) wirken total aus der Zeit gefallen und fühlen sich auch nicht gerade hochwertig an. Miniaturen wären hier eine tolle Alternative, dennoch ist das Material in Gänze dem Preis entsprechend hochwertig.

3. Optik

Das nüchterne Spielbrett besticht nicht gerade durch Schönheit, die Spielkarten, die man die meiste Zeit über in der Hand oder vor sich ausliegen hat zeigen nur (hilfreiche aber langweilige) Kartenausschnitte und die eigentlich spannenden Infektions- und Ereigniskarten zeigen ebenfalls nur Städtenamen oder ein paar Icons. Hier ist noch sehr viel Impfstoff in der Ampulle. Nicht auszudenken, wie schön das Spiel wäre, wenn jede Karte eine thematische Grafik hätte… So lässt Pandemie richtig Federn.

4. Setup

Der Aufbau an sich hat nicht viele Punkte abzuarbeiten. Doch die vorzubereitenden Nachziehstapel, die man in mehreren Mini-Stapeln mit Epidemiekarten versieht, mischt und auftürmt sowie die 9 Infektionskarten, die man vor der Partie zieht und ausführt, nerven auf Dauer etwas. Ein weiterer, wenn auch nicht kritischer Punkt ist das Finden der richtigen Pöppel für die ausgewählten Spezialisten, denn diese unterscheiden sich oft nur in Nuancen voneinander, auch wenn es nicht wirklich stört nicht exakt den richtigen Farbton zu treffen.

5. Spieleranzahl

Das Grundspiel hätte hier volle Punktzahl bekommen, denn Pandemie spielt sich von 2-4 Spielern perfekt. Mit den Erweiterungen kommt ein 5. Bzw. ein 6. Spieler dazu. Diese sind allerdings an die Module „Bioterrorist“ (Auf Messers Schneide) und Team-Herausforderung (Im Labor) gekoppet und gerade diese Module sind eher speziell, da sie das Spiel stark verändern und nicht dem Super-Pandemie-Modus (eine Partie mit allen kombinierbaren Modulen) kompatibel sind.

6. Zugänglichkeit

Durch die kooperative Ausrichtung kann man neuen Mitspielenden das Spiel quasi „on the fly“ erklären. Pandemie im Grundspiel ist nahezu familienkompatibel, wenn eine Person das Spiel gut beherrscht. Die Erweiterungen drehen den Schwierigkeitsgrad ordentlich nach oben, erschlagen allerdings auch nicht gerade durch zu viele neue Regeln. Selbst der Einstieg mit dem Super-Pandemie-Modus ist für erfahrene Kennerspieler sofort möglich, auch wenn die Siegchancen recht gering ausfallen sollten.

7. Spieltiefe

Pandemie bietet eine Vielzahl von knackigen Entscheidungen und der Infektions-Mechanismus in Verbindung mit den Epidemiekarten (und besonders den roten Epidemiekarten) ist ein wahrer Genuss an Spieltiefe und Verständlichkeit. Es gibt viele Entscheidungen zu diskutieren und viele Wege das „Puzzle“ zu lösen. Knackige Entscheidungen mit großer Tragweite, Risikomanagement, Kooperation, Spielerfähigkeiten… was will der Boardgamefan mehr?

8. Spieldauer

Durch die Infektionsquote und festen Anzahl nachzuziehender Karten sind gleich zwei Timer im Spiel verbaut. Die Infektionsquote ist quasi eine immer steilere Abwärtsspirale. Und auch der immer kleiner werdende Nachziehstapel setzen die Spieler unter Druck und halten die Partien angenehm kurz. Hier kommt selten Langeweile auf!

9. Downtime

Jeder Zug in Pandemie ist wichtig für die eigene Planung. Durch die Kooperation der Spieler – ausdrücklich erwähnt seien hier die Charakterfähigkeiten, der Tausch von Karten und die jederzeit ausspielbaren Ereignisse – ist man immer gefordert, fiebert immer mit, ist immer dabei. Und selbst während meines Zuges bespreche ich am Tisch gern meine Optionen. Downtime gibt es hier so gut wie nie.

10. Preis

Das Grundspiel allein bietet ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis. Dennoch wird es für Kenner- und vor allem Expertenspieler erst so richtig interessant im Super-Pandemie-Modus. Dafür benötige ich aber alle 3 Erweiterungen, die jeweils mit einem ähnlichen Preis wie das Grundspiel zu Buche schlagen. Es gibt andere Expertenspiele, die für einen geringeren Preis mehr Content und eine ähnliche Vielseitigkeit mitbringen. Daher kann ich dem Gesamtpaket hier keine gute Bewertung geben.

Ergebnis

Mit 37/50 Punkten ergattert Pandemie mit allen drei Erweiterungen einen sehr respektablen Punktestand und damit die Note “Empfehlenswert”!

Vom Wandel und Wandlungen

08. September 2024 um 13:14
In seinem Buch “Wie Musik wirkt” beschreibt Talking-Heads-Sänger David Byrne im ersten Kapitel wie sich die Musik durch den technologischen Wandel verändert hat. Dabei beschränkt sich dieser Wandel niemals auf die qualitative Ebene. Die Technologie beeinflusst vielmehr auch immer den künstlerischen Schaffensprozess an sich: Etwa die Länge der Stücke, welche Höhen- und Tiefen gut gespielt […]

Strategischer Turnierspaß: ›Glory: A Game of Knights‹

05. September 2024 um 18:43
Ritterturniere gehören in unserer Vorstellung so fest zum Mittelalter wie die Pest und die Inquisition – kein Wunder also, dass das Thema überaus beliebt ist in der populärkulturellen Inszenierung der Epoche. Mit ›Glory: A...

“Wie spielt man das eigentlich?”

01. September 2024 um 12:01
Brettspiele können die unterschiedlichsten Spielerlebnisse bieten. Das gilt als eine ihrer Stärken. Wenn man jedoch genug unterschiedliche Brettspiele probiert hat, fällt auf, dass diese Erlebnisvielfalt auch eine Hürde sein kann. Denn Brettspiele sind partizipativ, nicht nur interaktiv. Wie wir am Spiel teilnehmen ist, trägt viel dazu bei wie das Spiel erlebt wird. Wenn wir uns […]

Passt nicht!

29. August 2024 um 16:43

Wer liebt es nicht… unmittelbar vor dem eigenen Zug ändert die Mitspielerin die Farbe des ausliegenden Kartenstapels und ebnet uns damit unwissend den Weg. Mit einem verschmitzten Grinsen wandert die letzte Karte von der eigenen Hand in die Mitte… passt. Über Jahrzehnte wurden ganze Generationen so erzogen… Gleiche Zahl oder gleiche Farbe? Passt. Und jetzt? Jetzt kommen Thomas Weber und Schmidt daher und behaupten einfach so das Gegenteil. Auf einmal lassen wir mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht verlauten: „Passt nicht!“

 

 

 

Altbekanntes…

Wer in seinem Leben schon einmal Mau-Mau oder Uno gespielt hat, dürfte wenig Schwierigkeiten mit Passt nicht! haben. Denn hier wie da legen wir Handkarten mit gleicher Zahl oder Farbe auf den zentralen Stapel. Hat eine Spielerinn keine Karten mehr auf der Hand endet die Runde, nicht gespielte Karten bringen Minuspunkte entsprechend ihres Werts. Bis hierhin nichts Neues. 
 
 
… und etwas Neues
Spannend wird`s, wenn es (wer hätte das gedacht) nicht passt. Denn wenn die ausgespielte Karte weder in Farbe noch Zahl übereinstimmt, wandert diese in meine Auslage, wo sie mir am Ende der Runde Pluspunkte bringt. Klingt toll, hat aber leider zwei Haken. Denn einerseits muss ich sofort eine Karte nachziehen, was wiederum potenzielle Minuspunkte bedeutet und mich dem Rundenende keinen Schritt näherbringt. Andererseits darf ich nur dann eine Karte in meine Auslage legen, wenn neben der gespielten Karte auch meine Auslage nicht passt. Liegt dort etwa eine grüne Fünf und der zentrale Stapel ist grün, muss ich entweder eine Handkarte oder eben eine passende Karte aus meiner Auslage ablegen. Gerade letzteres will man natürlich um jeden Preis vermeiden, gehen so doch mühsam gesammelte Punkte verloren. 
 

Fazit

Genau hier entsteht der große Reiz von Passt nicht!, der das Spiel dann eben doch zu so viel mehr macht als vergleichbare Kartenspiele. Denn wo ähnliche Spiele überwiegend solitär sind, kommen die Mitspielerinnen bei Passt nicht! sehr schnell auf die Idee, die Auslage gezielt zu nutzen. Warum nicht eine gelbe Karte auf den zentralen Stapel legen, wenn der Spieler nach mir eine gelbe Fünf in der eigenen Auslage hat? Oder gleich mit der Jokerkarte eine Vier wünschen, wenn fast alle Mitspielenden eine solche vor sich liegen haben. Ebenso beliebt ist der Schutz der eigenen Auslage. Eine rote Fünf vor mir ist deutlich sicherer, wenn ich selbst noch rote Karten in der eigenen Hand halte. So entwickelt das eigentlich simple Spiel eine überraschende taktische Tiefe, ohne dass der Spielfluss und insbesondere der Spielspaß darunter leiden. Einzig gegen Ende sinken die Optionen spürbar. Denn die letzte Karte passt eben… oder auch nicht.
 

 

“Was verdient man denn so?”

25. August 2024 um 13:37
Eine der Fragen, die mir fast unweigerlich gestellt werden, wenn jemand erfährt, dass ich Spieleautor bin, ist “Was verdient man denn da so?”. “Applaus” liegt mir als Antwort dann zwar auf der Zunge, aber antworten tue ich dann meistens mit etwas in der Kategorie “Das variiert stark, aber in meinem eigentlichen Beruf verdiene ich deutlich […]

ESCAPETOUR 2024 – NIEDERLANDE UND BELGIEN, ICH FLIEHE!

Endlich wieder eine Escapetour! Es zieht mich erneut in die Niederlande, dieses Mal ergänzt um Belgien. In der Terpeca-Liste, die jährlich die besten Escaperäume prämiert, finden sich auffällig viele Räume in diesen beiden Ländern. Während unseres Wochenendtrips haben wir sage und schreibe zehn Anbieter besucht, und ich muss sagen: Alle Räume lagen weit über dem Niveau, das ich sonst gewohnt bin. Nach so vielen außergewöhnlich guten Erlebnissen wird man natürlich etwas verzogen. Daher sollten meine folgenden Bewertungen auch vor diesem Hintergrund betrachtet werden.

Freitag ging es los mit:
Terpeca-Listen-Rang 49: Lost & Found (Kamer 237, Volkel, NL)
Wir werden als Personen begrüßt, die ihren Koffer suchen. Passend zum Thema tritt unsere Spielleiterin in Hotelpagenkleidung auf. Da unser Koffer nicht gefunden werden kann, müssen wir selbst auf die Suche gehen und finden uns in einer schick eingerichteten Szenerie wieder. Überwiegend Zuordnungsrätsel führen uns zu einer interessanten Geschichte, die in hochwertigen Videoclips nach und nach präsentiert wird. Das hat mir richtig gut gefallen.
Meine Bewertung: 9

Am nächsten Tag hatten wir gleich vier Räume auf unserer Liste. Unser erster Fehler: Der Anbieter hat mehrere Standorte, und wir sind beim falschen aufgeschlagen. Ups! Zehn Minuten später standen wir unserer richtigen Gamemasterin gegenüber.
Terpeca-Listen-Rang 5: Han’s Revenge (De Gouden Kooi, Mechelen, BEL)
Wir treten unseren neuen Job als Techniker für Klimaanlagen an und werfen uns in unsere blauen Overalls. In einem stimmigen Video werden wir von unserem Chef zu einem Laden geschickt, doch zuerst müssen wir überhaupt hineinkommen. Besonders die ersten 45 Minuten bestanden für mich aus einer herausragenden Kombination aus Rätselhighlights und immersiven Kulissen. Am Ende wurde meiner Meinung nach etwas zu weit über das Ziel hinausgeschossen, aber nichtsdestotrotz gehört dieser Raum zu meinen drei liebsten auf dieser Reise.
Meine Bewertung: 9,5

Wenn man schon mal da ist, kann man auch gleich den weiteren Raum des Anbieters spielen. Auch wenn dieser nicht mehr in den Top 100 ist, rangiert er dennoch weit über dem üblichen Niveau:
Terpeca-Listen-Rang 122: Das Geheimnis von Sankt-Rumoldus (De Gouden Kooi, Mechelen, BEL)
Das einführende Video fand ich sogar noch etwas stimmiger als bei Han’s Revenge. In einer Kirche beobachtet ein Pfarrer seltsame Vorkommnisse und ruft uns um Hilfe. Auch wenn die Kulissen wieder weit über den deutschen Escaperäumen liegen, fiel es mir hier etwas schwerer, in die Story hineingezogen zu werden. Die Rätsel waren solide. Zum Glück gab es trotz des Themas keine Horrorelemente.
Meine Bewertung: 8,5

Nach kurzer Autofahrt kamen wir nachmittags zu einem etwas abseits gelegenen Anbieter nahe Antwerpen.
Terpeca-Listen-Rang 25: Toy Factory (Torchdale, Zoersel, BEL)
Wir wurden von der Gamemasterin direkt als die neuen Mitarbeiter begrüßt. Sie erklärte uns unsere Aufgabe in der Spielzeugfabrik und verwies auf den an der Wand befestigten Zeitplan. Diese Einführung war mit so vielen humorigen Elementen gespickt, dass ich bereits in dem Moment spürte, dass ich diesen Raum besonders mögen würde. Was allerdings folgte, übertraf meine Erwartungen nochmals. Nicht nur die Rätsel waren sehr passend gewählt, sondern es gab auch handfeste gruppendynamische Überraschungen. Hochwertige Kulissen machten diese Reise hochimmersiv. Auch wenn ich ein Rätsel trotz thematischer Einbettung nicht so gelungen fand und wir einmal bei völliger Dunkelheit nicht wussten, wie es weitergehen sollte, war dieses Erlebnis einzigartig und das einstimmige Highlight unserer Gruppe.
Meine Bewertung: 10

Schnell über die Grenze in die Niederlande zu unserem nächsten Raum:
Terpeca-Listen-Rang 86: Illusion (Epic Escape, Waalwijk, NL)
Mit einer ausführlichen Einführung werden wir als Rechercheexperten bezeichnet, die mehr über einen bekannten Zauberer herausfinden sollen, der plötzlich verschwand. Dazu wird uns ein hochwertig produziertes Video gezeigt. Mit ein paar Effekten befanden wir uns mitten im Zauberatelier. Allerdings störte mich die Verwendung von künstlichem Rauch im Raum, der meiner Meinung nach nicht ausreichend belüftet war. Die Rätsel hätten etwas besser in die Thematik passen können. Trotzdem gilt auch hier: Die Kulissen und technischen Effekte waren sehr gut, und die begleitende Geschichte war stimmig.
Meine Bewertung: 8

Am nächsten Tag stand direkt die Nr. 1 auf unserer Agenda:
Terpeca-Listen-Rang 1: Molly’s Game (Down the Hatch, Voorburg, NL)
Schon beim Betreten war ich beeindruckt, da wir in einer imposanten Kulisse standen. Der Spielleiter erklärte uns, dass wir neben den Rätseln die Story nicht außer Acht lassen sollten. Auch wenn man vom Schriftzug denken könnte, dass MOLLY’S GAME an STRANGER THINGS angelehnt ist: Nein! Bis auf die Lichterkette handelt es sich um eine völlig andere Geschichte, und ich habe auch keine 80er-Vibes gespürt. Dafür erlebten wir ein herausragend gutes Erlebnis, das mich auch Tage danach noch beschäftigt hat, da die Geschichte außergewöhnlich war. Im Nachhinein war es vielmehr ein Krimithriller, bei dem man schon währenddessen die losen Enden zusammenfügen muss. Beeindruckende Elemente und Übergänge erklären völlig, warum dieser Raum ganz oben steht. Einziges Manko: Einige Rätsel waren schlichtweg zu lang. Neun- oder sogar zwölfmalige Zuordnungen waren mir einfach zu viel und unnötig. Dadurch fühlte ich, dass ich nicht genug Zeit hatte, um die Geschichte zu erleben, und ich deswegen nicht die Höchstwertung zücken kann.
Meine Bewertung: 9,5

Nach diesem Erlebnis ging es weiter zu einem Anbieter, den wir vor vier Jahren schon mal besucht hatten (The Execution, #295).
Terpeca-Listen-Rang 71: Jason’s Legacy (OuterGround Escape Rooms, Rijswijk, NL)
Der freundliche Gamemaster gab uns einen kurzen Überblick: Wir besuchen als Nachbarschaftswache das Haus eines Pfarrers und sollen Hintergründe zum verschwundenen Jason erfahren. Irgendwie fiel es mir schwer, in die Geschichte einzutauchen, und sie wurde durch die weitestgehend abstrakten Rätsel nicht vertieft. Kulissenmäßig kann man allerdings wieder nur den Hut ziehen.
Meine Bewertung: 8

Nun ging es direkt in die niederländische Hauptstadt:
Terpeca-Listen-Rang 31: The Alchemist (OuterGround Escape Rooms, Amsterdam, NL)
Die Sterne stehen für uns günstig, sodass nur wir in der Lage sind, das von einer Wissenschaftlerin begonnene Ritual zu beenden. Viel Technik ist im Raum verbaut, und so staunt man nicht selten über die Überraschungen, die für uns bereitgehalten werden – sowohl rätsel- als auch effekttechnisch. Mir persönlich fehlte eine mitreißende Geschichte, und die meiste Zeit über befindet man sich in einem einzigen Raum, der dafür aber gigantisch ist. Einen so hochwertigen Raum mitten in Amsterdam zu haben, ist außergewöhnlich. Für Besuchende der Hauptstadt mit einer Affinität für Escaperäume ein Muss.
Meine Bewertung: 9

Der letzte Besuch an diesem Abend war ein Raum, der relativ neu ist und noch nicht in der Terpeca-Liste gerankt werden konnte.
Pray (Escape Room Katwijk, Katwijk, NL)
Das Konzept sieht vor, dass man zu Beginn keine Interaktion mit dem Gamemaster hat. Es hängt einfach ein Schlüssel am vereinbarten Ort. Thematisch begeben wir uns zu einer Beerdigung und müssen uns ins Kondolenzbuch eintragen. Doch recht schnell befinden wir uns, wie in den Niederlanden üblich, in beeindruckenden Kulissen und erleben eine ambitionierte Geschichte, die meiner Meinung nach leider etwas in den Hintergrund gerät. Zumindest hatte ich währenddessen nicht alle Schlüsselstellen verstanden, und erst in der darauffolgenden Erklärung haben sich mir diese erschlossen. Die Rätsel waren solide und könnten meiner Meinung nach verbessert werden. Trotzdem sticht dieser Raum positiv hervor.
Meine Bewertung: 9

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Zwischenstopp in Bochum.
Terpeca-Listen-Rang 115: Die Gasse (OuterGround Escape Rooms, Amsterdam, NL)
Unsere überaus freundliche Gamemasterin erklärte uns das Szenario sehr stimmig: Wir möchten uns dem dunklen Lord anschließen und müssen dafür vier Münzen stehlen. Der klar vom Harry-Potter-Franchise inspirierte Raum wartet mit, gerade für deutsche Verhältnisse, tollen Kulissen auf, und es war ersichtlich, wie viel Liebe in die Gestaltung geflossen ist. Einzig ein Raum hat mich etwas aus der Immersion gerissen, da nach der Gasse der Charakter eines Zimmers deutlich wurde. Solide Rätsel führten uns nach der vorgegebenen Zeit zum dunklen Lord.
Meine Bewertung: 8

Es war wieder ein einzigartiges Erlebnis, und wenn die Qualität der Räume in den Benelux-Ländern so weitergeht, wird es sicher nicht wieder vier Jahre dauern, bis ich meinen nächsten Besuch plane. Irgendwie konnte ich fast allen Räumen etwas abgewinnen, wie man an meinem Gesamtfazit sieht.

Die immersivste Geschichte: MOLLY’S GAME
Die beeindruckendste Technik: THE ALCHEMIST
Die besten Kulissen: PRAY
Die stimmigsten Rätsel: HAN’S REVENGE
Beste/r Gamemaster/in: DIE GASSE
Das schönste Gesamterlebnis: TOY FACTORY

Happy escaping!

Abstimmung zum DSP 2024

02. August 2024 um 23:00
Die Abstimmung zum Deutschen Spielepreis ist vorbei. Bis zum 31.7. konnten interessierte Spieler für ihre Lieblingsspiele aus dem vergangenen Jahr abstimmen. Wie immer nehme ich das zum Anlass um euche meine liebsten Spiele des vergangenen Jahres mitzuteilen. Platz 1: Great Western Trail: Neuseeland Great Western Trail war bereits 2017 auf Platz 2 beim Deutschen Spielepreis. […]

Slay the Spire

28. Juli 2024 um 16:15
Ein Spiel, das auf einem Videospiel basiert, das wiederum klar von Brettspielen inspiriert wurde. Klingt irgendwie immer noch seltsam, ist inzwischen aber gar nicht mehr so ungewöhnlich. Mit Dorfromantik wurde schließlich sogar ein entsprechendes Werk mit dem Preis „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet. Auch Slay the Spire (Gary Dworetsky, Casey Yano, Anthony Giovannetti / Nice Game Publishing) geht den Umweg über PC und Konsole. Doch wo Dorfromantik eher klassische Familienspieler anspricht, richtet sich Slay the Spire mit seinem ausufernden Material und einer Spielzeit von mehren Stunden klar an erfahrene Spielerinnen.
 
 
 
 
 
Rogue-Like-Brettspiel
Wer das Videospiel kennt, fühlt sich beim Brettspiel sofort zu Hause. Für alle anderen: Bei Slay the Spire handelt es sich um ein kooperatives Rogue-like-Spiel. Wir wählen also einen Charakter, bekämpfen mit diesem Gegner, leveln, sammeln Ausrüstung, besiegen mächtigere Gegner… bis wir entweder den finalen Boss bezwingen oder unterwegs das Zeitliche segnen. In beiden Fällen beginnen wir im nächsten Anlauf wieder bei null, Legacy-Elemente oder eine Kampagne gibt es (fast) nicht.
 
 
Das Kartendeck
Was Slay the Spire so interessant macht, das sind die Charaktere und deren Entwicklung. Gerade einmal vier verschiedene gibt es in er Box, doch zu jedem gehört ein großer Stapel Karten. In den meisten Fällen beginnen wir unser Abenteuer mit 10 recht schwachen Basiskarten. Nach besiegten Gegnern ziehen wir 3 neue, wählen eine davon aus und fügen sie unserem Deck hinzu. Jeder Charakter hat dabei sehr unterschiedliche Möglichkeiten und Strategien. So kann etwa die Stille mit Dolchen oder Gift Schaden verursachen, der Eiserne teilt eher heftige Schläge aus und kann sich selbst heilen. Welchen Weg ihr einschlagt, variiert stark mit den gezogenen Karten, was in jeder Partie zu gänzlich neuen Spielerlebnissen führt.
 
Der Kampf
Während die Entwicklung unseres Decks den wesentlichen Reiz des Spiels ausmacht, verwenden wir einen Großteil der Zeit auf den Kampf. Dieser fällt zwar eigentlich recht simpel aus, bietet aufgrund der großen Zahl an Sonderfähigkeiten, Statuseffekten und Gegnern aber reichlich Abwechslung. Immer gleich ist dabei, dass wir Karten ziehen und diese ausspielen, indem wir sie mit Energie bezahlen. Wie gewohnt sind bessere Karten teurer und da Energie stets knapp ist, will jede Karte wohl überlegt sein. Die meisten Effekte drehen sich darum, dass die Karte entweder Schaden verursacht oder Schild aufbaut. Denn wenn wir den Gegner nicht direkt erschlagen, sollten wir uns gegen den einkommenden Schaden wappnen. Und hier ist auch ein wesentlicher Unterschied zum Videospiel. Denn am Spieltisch können wir kooperativ vorgehen, uns gegenseitig schützen und einzelne Gegner schnell ausschalten. Das senkt etwas die Schwierigkeit, extrem unausgewogene Kartenhände können durch die Mitspielerinnen kompensiert werden.
 
Und noch so einiges mehr
Natürlich gäbe es über Slay the Spire noch einiges mehr zu sagen. So sammeln wir etwa nicht nur neue Karten, wir können diese auch aufwerten und in den enthaltenen Kartenhüllen wenden. Zudem stärken Tränke und Gegenstände unsere Kampfkraft, nach ein paar Partien schalten wir neue Karten frei und auch an einen ansteigenden Schwierigkeitsgrad mit immer neuen Herausforderungen wurde gedacht. Gerade letzteres ist eine sehr willkommene Dreingabe. Denn nachdem der letzte Boss gelegt war, hatten wir noch lange nicht genug.
 
 
Fazit
Bei der Entwicklung von Slay the Spire wurde offensichtlich sehr viel Mühe darauf verwendet, möglichst nah am Original zu bleiben. Und das ist wirklich herausragend gut gelungen. Ein paar kleinere Anpassungen gibt es natürlich, problematisch ist aber keine davon. Gerade die Möglichkeit mit mehreren Spielern zu spielen, empfinde ich sogar als enorme Bereicherung. Für Fans des Videospiels also eine klare Empfehlung. Doch auch alle anderen sollten mal einen Blick riskieren. Denn die Mischung aus Charakterentwicklung, spannenden Kämpfen und interessantem Teamwork empfinde ich als wirklich reizvoll. Vier Charaktere klingt nicht nach viel, aber dennoch entwickelt sich jede Runde anders auch nach einem Dutzend Partien habe ich bei Weitem nicht das Gefühl, alles entdeckt zu haben.
 
Kleinere Kritikpunkte gibt es aber natürlich dennoch. Und einer davon fällt leider schon vor der Partie auf. Denn die Anleitung ist nicht wirklich gelungen. Wer das Video-Spiel nicht kennt, wird nach dem Lesen sicher einige Fragezeichen über dem Kopf haben. Und auch nach mehreren Spielstunden kommen immer wieder Fragen zu Effekten, Sonderfähigkeiten und deren Zusammenspiel auf, die sich schlicht nicht einwandfrei beantworten lassen. Auch die Spielzeit ist eine Herausforderung und fällt deutlich länger aus als beim Videospiel. Klar, ein Akt lässt sich von erfahrenen Spielerinnen durchaus in 90 Minuten spielen. Allerdings sind es eben 3 Akte, bis man den finalen Boss erreicht. Zwar lässt sich das Spiel zwischen den Partien speichern, kann dann aber nicht in einer anderen Gruppe gespielt werden. Fairerweise muss man aber sagen, dass das nur sehr selten ein Problem ist. Denn zumindest bei mir wollte noch keine Gruppe nach dem ersten Akt aufhören.
 

“Mönch, ärgere dich nicht“ – Ausstellung/Brettspielaktion und Vortrag in der Abtei Brauweiler am 24./25.08.2024

27. Juli 2024 um 10:52
Geschichte kann Spaß machen. Vor allem, wenn man sie sich spielerisch erschließt und auf diesem Weg das Leben im Kloster kennenlernt. Am 24. und 25.08. steht in der Abtei Brauweiler das moderne Brettspiel im Mittelpunkt.
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