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Brettspiel Crowdfunding News 24/26

Von: Nina
14. Juni 2026 um 08:30

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Es sind einige Projekte angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche und den verschiedenen Plattformen: Aeon’s End System Overload Aeon’s End: System Overload ist ein eigenständiger Teil der Reihe und bringt eine neue Expedition mit fünf aufeinanderfolgenden Kämpfen mit. Zusätzlich führt das Spiel mit […]

Brettspiel Crowdfunding News 23/26

Von: Nina
07. Juni 2026 um 10:40

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Es sind einige größere Projekte angekündigt. U.a. Concordia in der Special Edition. Hier der Überblick über die kommende Woche: 8 Dragons Mit seinem zweiten Crowdfunding Projekt startet wonderbow am kommenden Dienstag auf Kickstarter. 8 Dragons ist ein Spiel, in dem wir als Drachen durch zwei […]

Brettspiel Crowdfunding News 22/26

Von: Nina
31. Mai 2026 um 10:30

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Wenige Projekte sind angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche: A Life Skellig Games ist mal wieder auf Crowdfunding unterwegs und aktiv. A Life startet am 02. Juni 2026 auf Gamefound. In A Life durchlaufen wir ein ganzes Leben, von der Geburt bis ins […]

Brettspiel Crowdfunding News 21/26

Von: Nina
24. Mai 2026 um 10:00

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Wenige Projekte sind angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche: Concordia Special Edition Am 09. Juni startet die Special Edition von Concordia auf Gamefound. Nach einigen irritierenden Momenten (KI-Grafik, grafische Darstellung des Covers, Double Layer Boards) in der Kampagne sind jetzt weitere Infos bekanntgegeben […]

Brettspiel Crowdfunding News 20/26

Von: Nina
17. Mai 2026 um 08:50

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Wenige Projekte sind angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche: Fall Dawn Fall Dawn steht in den Startlöchern auf Gamefound und wird am 19. Mai online gehen. Fall Dawn ist ein kompetitives Dungeon-Crawler-Kartenspiel, das Erkundung, Figurenentwicklung und Bluff miteinander verbindet. Wir spielen wandernde Überlebende, […]

Brettspiel Crowdfunding News 19/26

Von: Nina
11. Mai 2026 um 21:20

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Wenige Projekte sind angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche: Bronze Island Bronze Island ist ein Strategiespiel für 2 bis 4 Personen vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der Bronzezeit um 1200 v. Chr. Wir führen eine eigene Zivilisation durch eine unsichere und sich verändernde […]

Brettspiel Crowdfunding News 18/26

Von: Nina
03. Mai 2026 um 07:30

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Wenige Projekte sind angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche: Flockers Am 05. Mai wird auf Gamefound die Kampagne zu Blockers starten. Flockers ist ein taktisches Kartenspiel, in dem wir mit einer Schar Schneegänse möglichst schnell und weit nach Süden ziehen. Dabei müssen wir […]

Blockits

01. Mai 2026 um 16:00

TOPP, 2024
Autor: Alejandra Pini
2-4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 20 Minuten

Ein Zettel wandert über den Tisch. Eben noch habt ihr dort eine kleine Formenlandschaft vorbereitet, mit einer Reihe, die fast voll ist, und einer Lücke, die später richtig wertvoll werden könnte. Dann ist der Plan weg. Jemand anderes schaut kurz darauf, grinst vielleicht, setzt einen Block genau dorthin, wo ihr ihn nicht haben wolltet und plötzlich müsst ihr mit den Folgen leben. „Blockits“ nimmt eine sehr einfache Grundidee und macht daraus ein angenehm direktes kleines Wettrennen um Flächen, Reihen und Gelegenheiten. Ihr zeichnet gewürfelte Formen auf Spielzettel, sammelt Punkte über eure Eintragungen und versucht, aus den wechselnden Ausgangslagen möglichst viel herauszuholen. Das Besondere ist dabei nicht das Zeichnen selbst. Das Besondere ist, dass der eigene Zettel nicht sicher vor euch liegen bleibt. Er geht weiter. Dadurch fühlt sich das Spiel weniger wie ein stilles Solo-Puzzle an und mehr wie ein kleiner taktischer Schlagabtausch mit Buntstiften. Das Thema bleibt abstrakt. Hier wird keine große Geschichte erzählt, und die Optik trägt eher den funktionalen Rahmen als eine eigene Spielwelt. Das passt aber zum Spielgefühl. Es geht um Muster, Lücken, Tempo und darum, Pläne so zu bauen, dass sie nicht sofort als Einladung zum Sabotieren erkannt werden.

In jeder Runde würfelt ihr Formen und tragt sie auf den aktuellen Spielzettel ein. Ihr sucht also nicht nur irgendeinen freien Platz, sondern überlegt, welche Form euch Punkte bringt, welche Reihe vorankommt und welche Stelle ihr lieber nicht offen für die nächste Person liegen lasst. Danach wandert der Zettel weiter, während eure Wertung bei euch bleibt. So entsteht der zentrale Reiz: Ihr arbeitet an etwas, das euch nur kurz gehört. Das sorgt für eine schöne Spannung im Kleinen. Ihr möchtet euch etwas aufbauen, aber nicht zu offensichtlich. Ihr erkennt vielleicht, dass jemand anderes eine Reihe fast vorbereitet hat und müsst entscheiden, ob ihr euren eigenen Fortschritt verfolgt oder lieber dazwischenfunkt. Gerade diese Momente geben dem Spiel seinen Charakter. Ihr schaut nicht nur auf euer Blatt und rechnet eure beste Linie aus, sondern lest die Absichten der anderen mit. Der Ablauf bleibt dabei sehr flott. Weil alle gleichzeitig beschäftigt sind, entsteht kaum Leerlauf. Downtime gibt es vor allem dann, wenn jemand zu lange über die perfekte Platzierung nachdenkt. Das Spiel verlangt aber eigentlich keine langen Grübelpausen. Es lebt davon, dass Entscheidungen schnell getroffen werden und dann sichtbar Konsequenzen haben. Nach wenigen Minuten ist klar, worauf es ankommt, und gerade dadurch entsteht schnell der Wunsch, direkt noch eine Runde anzuhängen.

Die größte Stärke von „Blockits“ ist eindeutig der wandernde Zettel. Dieser einfache Dreh verändert das bekannte Würfel-und-Zeichen-Gefühl spürbar. Ihr puzzelt nicht abgeschottet, sondern seid ständig damit beschäftigt, Chancen zu nutzen und Chancen der anderen zu erkennen. Das macht die Interaktion erstaunlich hoch für ein so kleines, zugängliches Spiel. Besonders reizvoll ist, dass ihr nicht nur offen blockieren könnt, sondern auch versucht, eigene Pläne etwas zu verstecken. Wer zu deutlich vorbereitet, lädt die anderen fast dazu ein, die passende Lücke zu verderben. Dabei bleibt das Spiel angenehm niedrigschwellig. Die Regeln sind schnell erklärt, der Einstieg gelingt zügig und der Ablauf trägt auch Gruppen, die keine lange Regelerklärung möchten. Als Absacker, Einstieg oder Spiel für zwischendurch funktioniert das sehr gut. Es hat genug Reibung, um nicht beliebig zu wirken, aber nicht so viel Schwere, dass die Partie ausgebremst wird. Natürlich ist das kein Spiel für alle, die volle Kontrolle und langfristige Planung suchen. Die Würfel geben vor, womit gearbeitet wird und durch das Weitergeben der Zettel kann ein vorbereiteter Plan schnell beschädigt werden. Genau darin liegt aber auch der Reiz. Wer akzeptiert, dass hier improvisiert, reagiert und gelegentlich geärgert wird, bekommt ein lebendiges kleines Tischgefühl. Das Material erfüllt seinen Zweck. Die Buntstifte, Blöcke und Würfel wirken solide, funktional und passend, ohne besonders zu überraschen. Die Gestaltung unterstützt den Ablauf, bleibt aber eher praktisch als beeindruckend. Für ein Spiel dieser Größe ist das völlig in Ordnung. Wichtig ist vor allem, dass alles gut nutzbar bleibt und die Partie nicht durch unklare Symbole oder unhandliche Komponenten gebremst wird. Am stärksten ist das Spiel in Runden, die kurze Entscheidungen, direkte Interaktion und kleine taktische Gemeinheiten mögen. Familien, Gelegenheitsspieler:innen und Puzzlefans bekommen hier ein zugängliches Spiel, das schnell verstanden ist und trotzdem genug Tischgespräch auslöst. Wer dagegen ein tiefes Strategiespiel oder ein atmosphärisches Thema sucht, wird hier weniger finden. Wenn ihr ein flottes Spiel für zwischendurch sucht, bei dem ihr nicht nur euren eigenen Plan verfolgt, sondern ständig die Absichten eurer Mitspieler:innen mitlesen müsst, dann bringt dieses Spiel genau die richtige Portion Spannung auf den Tisch.

Brettspiel Crowdfunding News 17/26

Von: Nina
27. April 2026 um 10:30

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Wenige Projekte sind angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche: Hitman: The Board Game Dieses Spiel für 1 bis 4 Personen setzt auf Konkurrenz, Taktik und ein bekanntes Videospielthema. Als Auftragskiller reisen wir um die Welt, dringen in verschiedene Orte ein und versuchen, hochrangige […]

Ananda

24. April 2026 um 16:00

Zoch, 2024
Autor: Dirk Barsuhn
2-4 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 45 Minuten

Ein Mönch steht auf einer farbigen Fläche, um ihn herum wächst der Tempel Stein für Stein in die Höhe. Alles sieht ruhig aus, fast meditativ, aber unter der Oberfläche arbeitet es: Nehmt ihr jetzt die Punkte mit oder lasst ihr eine Fläche lieber klein, damit die nächste Person nicht zu bequem davon profitiert? „Ananda“ verpackt ein abstraktes Legespiel in ein angenehm greifbares Bild. Ihr baut gemeinsam an einem Tempel, setzt eure Mönche auf farbige Bereiche und sammelt über passende Karten Punkte. Das Thema trägt nicht über große Geschichte, sondern über Stimmung und Material. Es geht weniger darum, etwas zu erleben, als darum, in einem klaren, ruhigen Rahmen gute Entscheidungen zu treffen. Genau das passt hier gut. Der Tempel wächst sichtbar, der Tisch verändert sich und aus wenigen Regeln entsteht ein Spielgefühl, das entspannt bleibt, aber nicht belanglos wird.

In eurem Zug setzt ihr euren Mönch auf eine Farbfläche, erweitert sie mit passenden Bausteinen und spielt Karten derselben Farbe aus. Je größer oder wertvoller die Fläche ist, desto mehr könnt ihr daraus machen. Gleichzeitig müsst ihr aber aufpassen, was ihr den anderen vorbereitet. Eine Fläche, die euch gerade nützt, kann im nächsten Zug für eure Mitspieler:innen noch viel reizvoller sein. Das ist der schönste Spannungsmoment des Spiels. Ihr schaut nicht nur auf eure Handkarten und eure Punkte, sondern auch auf den gemeinsamen Bau. Wird diese gelbe Fläche zu groß? Öffne ich hier eine Möglichkeit, die ich selbst nicht mehr nutzen kann? Kann ich einer anderen Person eine vorbereitete Chance wegnehmen, ohne meinen eigenen Zug zu verschwenden? Solche Fragen entstehen ohne komplizierte Sonderregeln. Der Ablauf bleibt dabei erfreulich flüssig. Die Regeln sind schnell erklärt, neue Spieler:innen finden gut hinein und trotzdem gibt es genug zu überlegen. Es ist kein schweres Grübelspiel, sondern eher ein taktisches Legen mit kurzen Denkpausen. Die Interaktion fühlt sich direkt an, ohne gemein zu werden. Ihr nehmt euch Flächen weg, blockiert Möglichkeiten oder verkleinert Chancen, aber meistens passiert das als natürlicher Teil des gemeinsamen Bauens. Dadurch bleibt die Stimmung am Tisch entspannt, auch wenn alle aufmerksam verfolgen, was die anderen vorhaben.

Am stärksten ist dieses Spiel, wenn es seine Ruhe mit kleinen taktischen Stichen verbindet. Es wirkt auf den ersten Blick friedlich, verlangt aber ständig Aufmerksamkeit. Wer nur auf die eigenen Punkte schaut, baut den anderen schnell eine Einladung. Wer nur verhindert, dass fremde Flächen zu wertvoll werden, verliert den eigenen Rhythmus. Dieses Hin und Her gibt den Partien einen angenehmen Zug. Besonders positiv fällt die Zugänglichkeit auf. Die Regeln sind leicht, die Aktionen logisch und schon nach kurzer Zeit versteht ihr, warum ein scheinbar guter Zug auch gefährlich sein kann. Dadurch eignet sich das Spiel für viele Gruppen. Familien, Gelegenheitsspieler:innen und Runden, die abstrakte Legespiele mögen, können gut einsteigen. Auch erfahrenere Spieler:innen finden genug kleine Entscheidungen, solange sie kein tiefes Strategiespiel mit langfristigem Aufbau erwarten. Das Material macht viel für den Reiz aus. Die schweren Spielsteine und Holzfiguren fühlen sich hochwertig an und der wachsende Tempel gibt dem Spiel eine schöne Präsenz auf dem Tisch. Gerade weil das Bauen so wichtig ist, fällt der größte Kritikpunkt aber deutlich auf: Die glatte Oberfläche der Steine macht sie rutschig. Beim Stapeln kann ein Feld verrutschen und das stört den sonst so ruhigen Spielfluss. Es ist kein Bruch, der das Spiel ruiniert, aber ein spürbarer Makel bei einem Spiel, dessen Haptik so zentral ist. Gestalterisch wirkt das Spiel klar und einladend. Die Farbflächen sind gut erfassbar, die Figuren geben dem abstrakten Kern etwas Wärme und die Ausstattung vermittelt Wertigkeit. Der Spielreiz kommt nicht aus spektakulären Wendungen, sondern aus vielen kleinen Momenten, in denen ihr abwägt, ob ihr eine Fläche nutzt, kappt oder bewusst offenlasst. Für Gruppen, die ein zugängliches Legespiel mit schönem Material, ruhigem Tempo und echter Aufmerksamkeit füreinander suchen, ist „Ananda“ eine starke Wahl. Wer dagegen maximale Kontrolle, große strategische Bögen oder völlig störungsfreies 3D-Bauen erwartet, könnte sich an der Rutschigkeit und am eher taktischen Charakter reiben. Unterm Strich bleibt ein entspanntes, wertiges und angenehm interaktives Spiel, das gerade dann überzeugt, wenn ihr beim Bauen nicht nur an euch denkt.

Blocktivity

24. April 2026 um 02:33

Blocktivity von Gamelab reiht sich in die beliebte Kategorie der “Block-Spiele” ein, bei denen ein etabliertes Format aufgegriffen und dazu lediglich ein passender Spielblock geliefert wird. Die Denkriesen haben es…

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Ich habe fertig

23. Januar 2026 um 16:00

Pegasus Spiele, 2024
Autor: Marco Teubner
2–5 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 5–20 Minuten

„Ich habe fertig“ ist ein ungewöhnliches, humorvolles Kartenspiel, das ganz bewusst mit klassischen Mechanismen bricht und stattdessen auf Chaos und spontane Wendungen setzt. Thematisch gibt es keine ausgearbeitete Welt oder komplexe Hintergrundgeschichte, sondern ihr findet euch direkt in einem kurzweiligen Wettlauf wieder: Ziel ist es, die drei Karten mit den Worten „ICH“, „HABE“ und „FERTIG“ vor euch auszulegen und damit den Satz „ICH HABE FERTIG“ zu vervollständigen. Dieser Name ist Programm und verleiht dem Spiel eine absurde, ironische Stimmung, die besonders dann zur Geltung kommt, wenn eure Gegner:innen alles daran setzen, euch daran zu hindern. Das Artwork trägt ebenfalls stark zur Stimmung bei. Statt einer einheitlichen Illustration hat dieses Spiel über 70 Karten, die von rund 30 verschiedenen Künstler:innen gestaltet wurden, so dass jede Karte ihre eigene visuelle Geschichte erzählt und zum Schmunzeln oder Stirnrunzeln einlädt. Die Atmosphäre ist locker, witzig und ein wenig anarchisch, ideal für alle, die sich nicht von tiefen taktischen Systemen einschüchtern lassen, sondern einfach eine kurzweilige Runde mit unerwarteten Momenten suchen.

Der Ablauf in „Ich habe fertig“ ist denkbar unkompliziert: Ihr beginnt mit einem gemischten Stapel aus allen Karten. In eurem Zug stehen euch genau zwei Aktionen zur Verfügung. Entweder zieht ihr eine neue Karte, um euren Vorrat zu vergrößern, oder ihr spielt eine Karte aus eurer Hand aus und führt die darauf stehende Aktion aus. Ganz simpel und doch überraschend wirkungsvoll ist es, dass fast jede Karte eine spezielle Wirkung hat, die das Spielgeschehen durcheinanderwirbelt. Manche Karten lassen euch zum Beispiel alle Handkarten mischen und neu verteilen, andere zwingen euch dazu, Karten an Mitspielende abzugeben oder gar schon ausgespielte Karten wieder zu entfernen. Dadurch ergibt sich eine Dynamik, in der Planung nur eine untergeordnete Rolle spielt. Vielmehr bestimmt der zufällige Kartenziehstapel, wie sehr ihr eure Mitspieler:innen ausbremsen, unterstützen oder schlicht überraschen könnt. Runden sind kurz, oft in wenigen Minuten vorbei, und es entsteht ein ständiger Wechsel zwischen Glück, Ärger und Gelächter.

Beim Spielerlebnis überzeugt „Ich habe fertig“ vor allem durch seine zugängliche Spielweise und den hohen Unterhaltungswert. Die kurzen Partien sorgen dafür, dass ihr das Spiel immer wieder auf den Tisch bringen könnt, ohne dass es sich zieht, und die vielen unterschiedlichen Karteneffekte garantieren, dass keine Runde der nächsten gleicht. Die Interaktion ist hoch, allerdings mehr im Sinne von chaotischer Beeinflussung als durch strategisches Gegeneinander. Ein klarer Vorteil liegt in der leichten Erlernbarkeit der Regeln, die selbst für Gelegenheitsspieler:innen oder Familien mit jüngeren Mitspielenden sofort verständlich sind. Genau hier liegt aber auch ein Punkt, an dem es hakt. Wer tiefere strategische Entscheidungen, langfristige Planung oder ernsthaften Wettbewerb sucht, wird bei diesem Spiel schnell an seine Grenzen stoßen. Nach einigen Partien hat man viele der Karten schon gesehen und der Überraschungseffekt lässt nach. Das Material ist schlicht, die Gestaltung der Karten reizvoll und vielfältig, ohne aber den Anspruch zu erheben, ein hochwertiges Premiumprodukt zu sein. Die Verarbeitung wirkt solide genug für viele Spieleabende, allerdings ist die Attraktivität eher von der humorvollen Illustration als von Haptik oder Detailreichtum geprägt. Insgesamt eignet sich dieses Spiel besonders als Party- oder Familienspiel für zwischendurch und als lockere Absacker-Runde nach längeren Sessions. Für Vielspieler:innen mit Hang zu anspruchsvollen Kennerspielen ist es eher weniger geeignet. Abschließend lässt sich sagen, dass „Ich habe fertig“ dort glänzt, wo es sein will: als kurzweiliges, fröhliches Kartenspiel mit Überraschungseffekten und viel Interaktion für gesellige Abende. Wer sich darauf einlässt, wird oft lachen und selten vor Langeweile gähnen.

Harmonies

09. Januar 2026 um 16:00

Libellud, Asmodee, 2024
Autor: Johan Benvenuto
1–4 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 30 Minuten

„Harmonies“ entführt euch in eine ruhige, naturverbundene Welt, in der ihr Landschaften erschafft und Lebensräume für Tiere entstehen lasst. Berge, Wälder, Felder und Gewässer wachsen vor euch zu einem harmonischen Ganzen zusammen, während sich Tiere genau dort ansiedeln, wo die Umgebung für sie passt. Das Spiel setzt bewusst auf eine entspannte, fast meditative Atmosphäre, die durch die klare Gestaltung und die sanften Farben unterstützt wird. Statt Konkurrenzdruck steht das Gefühl im Vordergrund, etwas Schönes aufzubauen. Gerade diese Kombination aus Naturthema und ästhetischem Anspruch macht dieses Spiel besonders zugänglich und spricht euch auch dann an, wenn ihr normalerweise eher selten zu Brettspielen greift.

Im Kern geht es darum, Landschaftsteile auszuwählen und sie geschickt in der eigenen Auslage zu platzieren. Jede Entscheidung beeinflusst, welche Tiere später punkten können und wie wertvoll bestimmte Gebiete werden. Ihr wählt aus einer offenen Auswahl und müsst dabei stets abwägen, ob ihr eure bestehende Landschaft optimiert oder Platz für zukünftige Möglichkeiten schafft. Tiere bringen zusätzliche Ziele ins Spiel, da sie bestimmte Formen oder Kombinationen bevorzugen. Dadurch entsteht ein angenehmes Puzzlegefühl, bei dem ihr kontinuierlich kleine Erfolge erlebt. Die Interaktion bleibt bewusst zurückhaltend, beschränkt sich vor allem auf das Wegnehmen begehrter Teile, sorgt aber dennoch dafür, dass ihr die Züge der Mitspieler:innen aufmerksam verfolgt. Eine Partie bleibt flott, ohne hektisch zu werden, und vermittelt durchgehend ein ruhiges, konzentriertes Spielgefühl.

„Harmonies“ überzeugt vor allem durch seine Zugänglichkeit und seine starke Präsentation. Das Material ist hochwertig, die Teile liegen gut in der Hand und die tollen Illustrationen tragen viel zur Stimmung bei. Auch nach mehreren Partien bleibt der Aufbau reizvoll, da unterschiedliche Tiere und Landschaftskombinationen neue Herausforderungen schaffen. Gleichzeitig ist die spielerische Tiefe bewusst begrenzt. Wer stark konfrontative Interaktion oder komplexe Strategien sucht, könnte das Erlebnis als zu sanft empfinden. Für Familienrunden, Gelegenheitsspieler:innen oder entspannte Abende ist das Spiel jedoch hervorragend geeignet. Die Downtime ist gering, Regeln sind schnell erklärt und auch weniger erfahrene Mitspieler:innen finden zügig hinein. Insgesamt erhaltet ihr ein rundes, stimmiges Gesamtpaket, das vor allem durch Atmosphäre, Eleganz und einen hohen Wohlfühlfaktor punktet und euch immer wieder dazu einlädt, noch eine Landschaft entstehen zu lassen.

Hitster: Music Bingo

02. Januar 2026 um 16:00

Jumbo, 2024
Autor: Marcus Carleson
2–10 Spieler:innen, ab 16 Jahre, 30 Minuten

Musik verbindet, weckt Erinnerungen und sorgt fast automatisch für gute Laune. Genau darauf baut dieses Spiel auf. Ihr bewegt euch thematisch mitten in eine fröhliche Karaoke- und Tanzflächenatmosphäre, in der bekannte Songs, spontane Mitsingmomente und kollektives Rätselraten im Mittelpunkt stehen. Statt klassischem Musikquiz oder reinem Bingo verbindet dieses Spiel beide Welten und schafft damit einen Rahmen, der sofort zugänglich ist. Die Stimmung ist locker, laut und gesellig, oft begleitet von Gelächter, Diskussionen über Erscheinungsjahre und dem einen Ohrwurm, der den ganzen Abend bleibt. Besonders reizvoll ist dabei, dass musikalisches Vorwissen hilft, aber nicht zwingend nötig ist. Auch wer einfach nur Spaß an Musik und gemeinsamen Momenten hat, fühlt sich hier schnell abgeholt.

Zu Beginn wird die zentrale Discokugel vorbereitet, was beim ersten Mal etwas Fingerspitzengefühl erfordert. Danach läuft der Ablauf angenehm flüssig. Eine:r dreht die Kugel, die dann eine der Kategorien anzeigt. Mal müsst ihr das Jahrzehnt kennen, mal den Interpreten. Der zweiseitige Spielplan hat dabei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen. Gespielt wird dann wie beim klassischen „Hitster“. Songs werden über eine App abgespielt, meist in kurzen Sequenzen, und ihr entscheidet gemeinsam oder gegeneinander, wie gut ihr die Titel erkennt und richtig zuordnet. Die Verbindung zum Bingo entsteht durch das Abstreichen passender Felder, während ihr versucht, Reihen oder bestimmte Muster zu vervollständigen. Entscheidungen sind schnell getroffen, Downtime entsteht praktisch nicht und jede Runde fühlt sich leicht anders an, abhängig davon, wer gerade musikalisch glänzt oder überrascht wird. Schön ist, dass sich dieses Spiel problemlos mit Karten aus anderen Sets kombinieren lässt, wodurch sich Abwechslung und Schwierigkeitsgrad flexibel an eure Runde anpassen lassen.

Als Partyspiel überzeugt „Hitster: Music Bingo“ vor allem durch seine perfekte Spieldauer. Eine Partie zieht sich nicht, sondern endet genau dann, wenn die Energie am Tisch ihren Höhepunkt erreicht. Die Interaktion ist hoch, weil ihr ständig reagiert, mitratet und euch gegenseitig kommentiert. Positiv fällt auch die Materialqualität auf, die stabil wirkt und dem häufigen Einsatz standhält. Optisch ist alles klar gestaltet und gut lesbar. Weniger gelungen ist, dass keine gedruckte Spielregel beiliegt, was gerade für Neulinge irritierend sein kann, auch wenn die Online-Regel schnell gefunden ist. Die App ist zentral für das Erlebnis, zeigt aktuell aber noch kleinere Schwächen, etwa wenn einzelne Modi nicht zuverlässig die vorgesehenen Musikausschnitte abspielen. Das kann den Spielfluss kurz stören, wird aber durch den allgemeinen Spaßfaktor meist aufgefangen. Insgesamt eignet sich dieses Spiel hervorragend für Familienrunden, Freundeskreise und Partys, weniger jedoch für Gruppen, die strategische Tiefe suchen. Wenn ihr Musik liebt, unkomplizierte Unterhaltung schätzt und gerne gemeinsam lacht, bekommt ihr hier ein sehr rundes Gesamtpaket.

Im Rampenlicht: Camargue

10. Dezember 2025 um 08:00

Camargue | Timo Diegel | 30 Minuten | 2 -5 Personen | Abacusspiele

Gemeinsam erschaffen die Spielenden in die wunderschöne Region Camargue, die für ihre einzigartige Landschaftsvielfalt und artenreiche Tierwelt bekannt ist. Plättchen für Plättchen bauen sie die farbenfrohe Landschaft auf. Je größer die Fläche ist, die sie mit den Plättchen erweitern, desto mehr Punkte bekommen die Spielenden. Doch vor allem Punkte einer anderen Person rechtzeitig für sich zu beanspruchen, soll den Reiz des Spiels ausmachen. Doch ist dem so oder bietet die schön errichtete Landschaft nicht viel mehr als den optischen Reiz? Einige Mitglieder des Beeple Netzwerks geben im aktuellen Rampenlicht ihre Meinung dazu ab. 

 

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)

Oli (Alles außer Toplisten)
Plättchenlegespiele wie Camargue gibt es wie Sand am Meer. Da braucht es schon einen besonderen Kniff, um sich von der Konkurrenz abheben zu können. Bei Camargue ist es die Möglichkeit viele Punkte durch Multiplikation zu bekommen – oder im richtigen Moment die Punkte einer anderen mit zu beanspruchen. Camargue zu spielen bedeutet für mich unbeschwerte Zeit – fast wie im Urlaub. In diese bunte Spielewelt begebe ich mich am liebsten zu dritt oder zu viert.
JäiDie (Alles außer Toplisten)
Camargue ist für mich eines der unbeschwerten Spiele, die man sehr gut bei Tee und Kuchen spielen kann. Es macht jetzt nichts unfassbar innovativ. Es erfindet das Rad nicht neu. Was es macht, macht es gut. Und es ist hübsch. Die Erklärung der Wertung muss man sich eventuell öfter durchlesen und hätte meiner Meinung nach nicht so umständlich sein müssen. Der Sweetspot liegt bei uns zu viert.
Jürgen - Spielbar

Jürgen (Spielbar)

Jürgen (spielbar.com)
Camargue glänzt durch eine schöne Optik und die wohl umständlichste und unnötig komplizierteste Erläuterung des Dezimal-Stellenwertsystems in der Spielregel. Das ist schon arg überraschend. Das Spiel selbst kommt frei von Höhepunkten daher. Liefert jedoch regelmäßig Stimmungssenker, wenn die Verteiung der Möglichkeiten zum Punkteabgreifen mal wieder unschön verteilt ist. Bei Veröffentlichung wurde kommuniziert, dass das Spiel mehrere Jahre in der redaktionellen Entwicklung lag. Hmm…
Oliver Sack – Spielevater

Oliver (Spielevater)

Oli (Spielevater)
Camargue ist ein Familienspiel! Wer taktische Tiefe, komplexe Entscheidungen und Mechanismen sucht, der wird enttäuscht sein. Das Spiel verfolgt eine klare Linie mit bekannten Mechanismen und einfachen Regeln ohne viel Tamtam. Aber Camargue überzeugt als kurzweiliges Legespiel, das besonders zu zweit seine taktischen Stärken entfaltet. Die Balance zwischen Gebietsausbau und cleverer Sabotage sorgt für spannende Runden, in denen man ständig abwägen muss, wie man den Mitspielenden Punkte verwehrt.
Dirk_Huesmann

Dirk (Würfelmagier)

Dirk (Würfelmagier)
Schnell zu erlernendes Familienspiel mit bekannten Mechanismen und Punkteturbo. Überzeugt vor allem auch zu zweit durch taktische Möglichkeiten. Insgesamt aber zu unaufgeregt und spannungsarm. Zumindest das Cover kann glänzen und vielleicht den einen oder die andere zum Kauf bewegen, der sich dieser Tage nach Südfrankreich sehnt…

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Camargue befassen wollt, dann schaut Euch doch mal den folgenden verlinkten Artikel an:

Spielevater

Würfelmagier

Spots

17. Oktober 2025 um 16:00

Pegasus Spiele, 2024
Autoren: Alex Hague, Jon Perry, Justin Vickers
1–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 20-30 Minuten

In „Spots“ dreht sich alles um Hunde, Tricks und Würfelglück. Ihr seid Hundetrainer:innen, die versuchen, ihre treuen Vierbeiner zum Spielen zu schicken. Jeder Hund besitzt ein individuelles Fellmuster mit Flecken, auf denen bestimmte Zahlen gewürfelt werden müssen. Nur wer die passenden Würfel platziert, kann den Hund fertigstellen und in Sicherheit bringen. Das klingt simpel, entfaltet aber rasch einen spannenden Wettlauf zwischen Risiko und Vorsicht. Thematisch ist „Spots“ erfrischend anders. Statt Fantasy oder Wirtschaft geht es hier um charmante Hunde, Leckerlis und ein Training voller Spannung. Die liebevolle Gestaltung und das unaufgeregte Thema machen das Spiel sofort sympathisch und sorgen dafür, dass ihr schnell in die Stimmung eintaucht.

Zu Beginn wählt ihr aus einer Vielzahl an Trickkarten eine kleine Auswahl, die den Ablauf der Partie bestimmt. Diese Karten geben euch Aktionen vor, etwa das Würfeln, Nachwürfeln oder das Sammeln von Leckerlis. Anschließend würfelt ihr, um die passenden Zahlen auf den Hundeflecken zu platzieren. Gelingt es euch, alle Flecken eines Hundes zu füllen, schickt ihr ihn zum Spielen und sichert euch so Punkte. Doch jeder Fehlwurf hat Konsequenzen. Würfel, die ihr nicht unterbringen könnt, landen im Garten. Wenn sich dort zu viele Augen summieren, entsteht Unruhe, und alle noch nicht gesicherten Hunde verlieren ihren Fortschritt. Diese ständige Balance zwischen Mut und Vorsicht prägt das Spielerlebnis. Ihr überlegt, ob ihr noch einmal würfeln wollt, um mehr zu schaffen, oder lieber sichert, was ihr habt. Mit 22 möglichen Tricks, von denen in jeder Partie nur sechs ins Spiel kommen, entstehen immer neue Kombinationen. Dadurch bleibt Spots abwechslungsreich und lädt dazu ein, verschiedene Taktiken auszuprobieren. Eine Partie dauert meist etwa 20 bis 30 Minuten und eignet sich gut für Familien, Freundesrunden oder kurze Spielabende.

„Spots“ überzeugt mit einem charmanten Thema und klarer Spielstruktur. Das Zusammenspiel aus Würfelglück, Risiko und taktischem Absichern sorgt für ständige Spannung. Die Freude ist groß, wenn ein Hund endlich fertiggestellt wird, und die Enttäuschung ebenso, wenn ein unruhiger Garten alles zunichtemacht. Dieses emotionale Auf und Ab macht den Reiz des Spiels aus. Gleichzeitig müsst ihr akzeptieren, dass der Zufall eine dominante Rolle spielt. Wer Pech hat, kann wenig ausrichten, selbst wenn die Strategie stimmt. Das ist nicht immer befriedigend, aber es gehört zu dem leichten, spielerischen Charakter, den „Spots“ bewusst pflegt. Das Material ist hochwertig, die Gestaltung farbenfroh und freundlich. Die Holzknochen als Leckerlis, die stabilen Karten und die klaren Symbole sorgen für eine angenehme Haptik und einfache Zugänglichkeit. Das Thema mit den unterschiedlichen Hunden und ihren Tricks ist liebevoll umgesetzt und spricht nicht nur Tierfreund:innen an. „Spots“ ist besonders geeignet, wenn ihr Spiele sucht, die schnell erklärt sind und bei denen Glück und Spannung im Vordergrund stehen. Für Familien mit Kindern ab acht Jahren, Gelegenheitsspieler:innen oder Runden, die gerne lachen und mitfiebern, ist es ein passender Begleiter. Wer allerdings Wert auf langfristige Planung und strategische Kontrolle legt, wird weniger Freude haben. Als kurzweiliges Würfelspiel mit charmantem Thema funktioniert „Spots“ hervorragend und verdient sich einen festen Platz im Regal all jener, die das kleine Chaos am Spieltisch lieben.

Galileo Galilei von Frosted Games – Ersteindruck

Von: Dimi
01. Oktober 2025 um 16:00

Bei Galileo Galilei sind wir Astronomen und machen bemerkenswerte Beobachtungen der Himmelskörper mit den Teleskopen, den Galilei zwar nicht erfunden hat, aber mit großem Erfolg nachgebaut und für solche astronomische Zwecke genutzt hat. (Quelle: Max-Planck-Gesellschaft)

Cover: Galileo Galilei / Foto: Frosted Games

Mit dem eigenen Tableau und dem Teleskop, lassen sich Aktionen ausführen, in dem du den Teleskop 1-3 Felder bewegst. Mit den Aktionen kannst du Planeten oder Sternkonstellationen beobachten, Kometen ins Spiel bringen um Vergünstigungen zu erlangen oder einfach deine Aktionsplättchen upgraden. Die oberen Aktionen von deinem Tableau sind immer fix, die unteren Aktionsplättchen nicht. Das Aktionsplättchen wandert nach deinem Zug nach unten und alle oder einige Aktionsplättchen verschieben sich. Sodass die Aktionen sich ein wenig für die darauffolgenden Züge ändern. Spannend! Da musst du gut vorausplanen, welche Aktionen du danach machen möchtest. Dieses Element im Spiel ist reizend und macht Spaß.

Das Tableau ist sehr schön gestaltet und der Teleskop ist immer im Fokus

Die Interaktion hält sich in Grenzen, da jeder für sich die Beobachtungen durchführt. Lediglich Karten wegschnappen und gewisse Ziele im Spiel versuchen ein wenig Interaktion ins Spiel zu bringen. 

Die Beobachtungen machst du mit farbigen Würfel (1-6) hier Lichtwürfel. Sternkonstellationen lassen sich mit einem Lichtwürfel (gelb, rot oder blau) beobachten, um größere Himmelskörper zu beobachten, müssen mindestens 2 Lichtwürfel kombiniert werden um daraus die geforderte Farbe (orange, lila, grün) abzubilden.

3 Sternkonstellationen kannst du bei Libra beobachten. 2 davon sind noch nicht belegt

Die Himmelskörper-Karte bekommst du nur, wenn du den Himmelskörper beobachtest. Bei beiden machst du gut Punkte und durch die Karten, die du dann in deine Bibliothek (oben rechts an deinem Tableau) legst, kannst du mit den Büchern auf die Buchrücken voranschreiten und die Boni erhalten.

Bei den Multiplikatoren in der Universität, kannst du auf bestimmte Sachen gehen, Sterne oder upgrades der Aktionsplättchen, um massig Punkte am Ende zu bekommen. Zwischenziele im Spiel, oberhalb der Uni, geben ebenfalls 3-7 Punkte. Durch Abgabe von Winkel, die du während des Spiels erhältst, kannst du viele Feinheiten anpassen, wie die Lichtwürfelfarbe ändern, Buchschritte erhalten oder die Inquisitoren bewegen.

Mit der Uni gibst du als Wissenschaftler deine Erkenntnisse, die du gewonnen hast, weiter. Bedeutet Siegpunkte zum Schluss

Inquisitoren? Oh ja, die machen das Spiel so ziemlich Böse. Ähnlich zu verstehen, wie die Mangelernährung von Agricola. Die Inquisitoren in deinem Observatoriumskeller sind dir zwar nicht gerade willkommen, können aber durchaus Teil deiner Strategie sein. Thematisch geht es darum, dass du versuchst, die Inquisitoren von deiner Rechtschaffenheit zu überzeugen. Gelingt dir das nicht, werden ihre Befragungen deinem Ruf schaden, was sich am Spielende in massiven Minuspunkten niederschlägt. Um sie zu überzeugen, musst du die Inquisitoren Stück für Stück weiter nach rechts in deinem Keller verschieben. Dein aktueller Ruf wird auf der Rufleiste des Spielplans angezeigt und bestimmt, wie viele Plus- oder Minuspunkte du am Spielende erhältst.

Durch die Aktion Sternkonstellation beobachten, bekommst neben Siegpunkte auch die dazugehörige Boni

Das Spiel endet, wenn eine bestimmte Anzahl an Himmelskörper-Karten aufgedeckt wurden (Spielerabhängig) und wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt die Partie Galileo Galilei.

Ich hatte definitiv meinen Spaß mit dem Spiel. Das Thema spricht mich sehr an, und die Umsetzung ist wirklich gelungen. Es handelt sich um ein Kennerspiel, das zu dritt in etwa 60 bis 75 Minuten gespielt ist und in dieser Zeit erlebt man eine richtig gute, unterhaltsame Partie. 

Ich bin vom Autor Thomas Holek begeistert, was für ein Output er letztes Jahr hatte mit SETI, Tee Garden und Galileo Galilei. Und dieses Jahr auf der SPIEL knüpft er da genau an, mit AQUARIA von Delicius Games in deutsch von Skellig Games und Froschreich von Pink Troubadour in deutsch von MM Spiele. Bin da sehr gespannt drauf. Aber vorher sollte ich auch mal Tea Garden endlich mal spielen.

Ersteindruck von Dimitrios Barbas

Verlag: Frosted Games
Autor: Thomas Holek
Illustration: Michal Peichl
Erscheinungsjahr: 2024
Spieleranzahl: 1-4 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Dauer:  60 Minuten

Der Beitrag Galileo Galilei von Frosted Games – Ersteindruck erschien zuerst auf BOARD GAME GREEK.

Tic Tac Town

12. September 2025 um 16:00

moses, 2024
Autor: Ignasi Ferré
2–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 15 Minuten

Stellt euch vor, ihr baut gemeinsam eine kleine Stadt. Allerdings nicht mit Häusern, sondern mit Würfeln. In „Tic Tac Town“ legt ihr bunte Würfel auf ein Spielfeld, um Aufgaben zu erfüllen. Das Thema „Stadt“ ist eher Kulisse, im Kern geht es um clevere Kombinationen aus Farben und Zahlen. Die Mischung aus Würfelglück und Taktik erinnert an Tic-Tac-Toe, bringt aber deutlich mehr Abwechslung, weil ihr unterschiedliche Aufgabenkarten lösen müsst. Damit entsteht ein Spiel, das vertraut wirkt, aber mit seinen Kniffen eine eigene Note hat.

Jede:r startet mit vier Aufgabenkarten in drei Schwierigkeitsstufen. Zwölf Würfel in vier Farben werden geworfen und reihum auf das Tableau gelegt, bei zwei Personen auf einem 3×3-, bei mehr auf einem 4×4-Feld. Mit jedem Würfel prüft ihr, ob eine Aufgabe erfüllt ist: Etwa bestimmte Farbfolgen, Summen oder kleine Rechenoperationen. Erfüllt ihr eine Karte, legt ihr sie ab und sammelt Punkte. Sind alle Würfel platziert, endet die Runde. Danach gibt es neue Karten, und nach so vielen Runden wie Mitspielende steht fest, wer die meisten Punkte hat. Besonders ist die Bandbreite der Aufgaben: von einfachen Mustern bis zu kniffligen Rechnereien, die euch auch nach mehreren Partien noch fordern.

Der Einstieg ist angenehm leicht, Regeln und Abläufe sitzen nach wenigen Minuten. Gelegenheitsspieler:innen kommen sofort mit, Vielspieler:innen schätzen die steigenden Schwierigkeitsstufen. Gleichzeitig kann es passieren, dass manche Karten gegen Ende kaum noch erfüllbar sind, was zu kleinen Frustmomenten führt. Thematisch bleibt das Spiel abstrakt; Stadtflair entsteht kaum. Das Material ist ordentlich: stabile Karten, farbige Würfel, doppelseitiges Tableau. Damit wirkt das Spiel wertig und langlebig. Besonders in gemischten Gruppen oder als kurzer Absacker funktioniert es hervorragend. Wer aber eine thematische Welt erwartet oder langfristig strategische Tiefe sucht, wird hier weniger fündig. Insgesamt bietet „Tic Tac Town“ genau das, was es verspricht: ein schnelles, zugängliches Würfelspiel mit einem frischen Kniff, das in 15 Minuten für gute Laune sorgt und gern noch einmal auf den Tisch kommt.

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