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Spiel des Jahres 2026 - Persönliche Eindrücke von der Verleihung

13. Juli 2026 um 22:23

Gestern wurden in Berlin die Preise für Kinderspiele, Kennerspiele und Spiele des Jahres verliehen. Viele von euch dürften im Livestream oder gar vor Ort dabei gewesen sein. Auf eine Auflistung der Gewinnertitel verzichte ich daher. Nichts ist älter als die Zeitung von gestern und der Neuigkeitswert wäre wahrlich gering.Ich schreibe trotzdem, denn ich war erstmals dabei und habe ein paar Gedanken…

Quelle

Kurzvorstellung zu Krakel-Spektakel und Erweiterungen zu Krakel-Orakel (frechverlag) / Holzminden 2026 / Essen 2026

Newsbild Wir waren vom 26.06.2026 bis zum 03.07.2026 wieder einmal in Holzminden zu unserem Cliquenabend Gathering mit einigen Redakteur*innen und Autor*innen, um dort einige Prototypen zu testen, aber auch ein paar kommende Neuheiten zu spielen und zu filmen. Unter anderen konnten wir auch das Spiel Krakel-Spektakel spielen, welches voraussichtlich im September beim frechverlag erscheinen wird. Zudem stellen wir kurz die Erweiterungen zu Krakel-Orakel vor, die es bereits zu kaufen gibt. Im kooperativem Spiel Krakel-Spektakel erwarten die Spielenden 500 neue Begriffe, eine Drehscheibe für brandneue Spielmodi und ein Zufallstimer, der jede Runde dynamisch und überraschend macht. Die Herausforderung: Begriffe zeichnerisch darstellen - aber nur entlang der gestrichelten Linien auf den Zeichentafeln! Sobald sie fertig sind mit dem Gekrakel und die Zeit abgelaufen ist, wird orakelt. Können die Spielenden die Prophezei(chn)ungen der anderen entschlüsseln? #video:krakelspektakel#

Drunter & Drüber

Von: ferengi
13. Juli 2026 um 17:42

Spiel des Jahres 1991 (vor 35 Jahren)

Nachdem mit Dito! gerade das Spiel des Jahres 2026 gekührt wurde, möchte ich in eine Zeitreise 35 Jahre in die Vergangheit starten.

Heute noch so aktuell wie damals: Bauen können wir in Deutschland nicht. Damals haben die Schildbürger in ihrer Stadt nur verrückte Gebäude gebaut. Leider wurden die Straßen, Stadtmauern und der Fluß vergessen. Jeder Spieler zieht geheim eine Karte mit einer Gebäudetyp (Feuerwehr, Rathaus …), für den man später Siegpunkte bekommt. Dann bekommt jeder zufällige 1er-, 2er- und 3er-Geländebauteile für Straßen, Stadtmauern und den Fluß.

Das Spielbrett mit den zu überbauenden Gebäuden. Mit dem Bau der Straßen, Mauern und Fluß starten wir in den vier Ecken

Und nun bauen und überbauen wir reihum das Stadtgebiet mit Fluß-, Mauer- und Straßenstücken. Zeigt man hierbei zu offensichtlich, welchen Gebäudetyp man für seine Siegpunkte gezogen hat, werden die anderen Spieler diese Gebäude überbauen. Da unsere Geländebauteile zufällig verteilt wurden, kann es vorkommen, dass man eine Geländeart nicht so gut bauen kann und man beispielsweise gar nicht verhindern kann, dass der Fluß in Richtung meines 5er-Gebäudes gelegt wird. Und so ist bluffen und taktieren angesagt.

Wenn ein Toilettenhaus überbaut werden soll, dann stimmen alle darüber ab, ob dies zulässig ist. Hieran sieht man schon, wer den Überbau verhindern möchte, da ein Zielgebäude in der Nähe ist …
Im Laufe des Spiels rücken die Baumeister immer weiter vor und wer den Weg zu seinen Gebäuden zu verhindern weiß, lässt sie einfach in die falsche Richtung oder eine Sackgasse abbiegen

Fazit:

Klaus Teubner ist 1995 für die Siedler von Catan richtig berühmt geworden. Er hat mit Barbarossa (1988), Adel verpflichtet (1990), Drunter & Drüber (1991) und eben Catan (1995) gleich viermal den Spiel des Jahres – Preis erhalten. Bei einem Blick auf die Nominierungsliste 1991 war Drunter & Drüber wirklich das beste Spiel. Aber insgesamt war 1991 ein schwacher Jahrgang.

Optisch ist dieses Spiel aus den 90er Jahren mit der unbunten Anleitung schlecht gealtert. Mit vier Personen ist das Spielprinzip dann aber dann doch sehr interaktiv und macht Spaß. Heutzutage es noch einmal wieder zu spielen war ok, da die Regeln auch schnell erlernt sind. Aber oft wird es sicher nicht mehr auf den Tisch kommen.

Stubenscore: 7,0 / 10


DRUNTER & DRÜBER

BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Spiele des Jahres: Vom Kinderwunsch und anderen Hintergründen

13. Juli 2026 um 15:00

AUSZEICHNUNG.  Die diesjährige Preisvergabe der Jury Spiel des Jahres hat mehrere Premieren beschert. Am Montag war Gelegenheit, mit Autoren und Verlagen ein paar anekdotenhafte Hintergründe zu besprechen.


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Dito! ist Spiel des Jahres 2026

13. Juli 2026 um 14:56
Dito! ist das Spiel, Die Insel der Mookies das Kinderspiel und Rebirth das Kennerspiel des Jahres 2026. Reiner Knizia, der Autor von Rebirth, schaffte damit ein historisches Triple. Reiner Knizia hat als erster Autor überhaupt die drei wichtigsten Titel der Brettspielbranche erhalten: das Spiel, das Kennerspiel und das Kinderspiel des Jahres. 2008 gelang Knizia das Double. Damals gewann er mit Keltis das Spiel, und mit Wer war’s? das Kinderspiel des Jahres. Knapp zwanzig Jahre später gewann er mit Rebirth auch das Kennerspiel des Jahres. „Dass es nun das Triple geworden ist, freut mich persönlich natürlich sehr und bedeutet mir viel“

Quelle

Neulich bei der Spiel des Jahres Verleihung

13. Juli 2026 um 14:45
Der Spiel des Jahres Preis ist eine Tradition in der deutschen Spieleszene. Seit seinen Anfängen in 1979 hat er sich mit samt seiner Juroren und Jurorinnen entwickelt und verändert. Dennoch ist die Tradition geblieben. Mehr noch ein Traditionsbewusstsein hat sich etabliert, welches auch im Jahre 2026 Wirkungsmacht hat. So bewegt sich die Jury oft zwischen […]

Von Hanoi nach Essen: Eine Brettspiel-Designerin aus Vietnam erobert die BGG-Community

Von Hanoi nach Essen: Eine Brettspiel-Designerin aus Vietnam erobert die BGG-Community

Es begann mit einem einfachen „Hi everyone", und wurde innerhalb weniger Tage zu einem der lebendigsten Community-Threads auf BoardGameGeek. Mẫn Trần, Brettspiel-Designerin und Mitgründerin des vietnamesischen Verlags Ngũ Hành Games, stellte sich Ende Juni im BGG-Forum vor. Was folgte, war eine Welle aus Neugier, Anerkennung und tiefgehenden Fragen - über das Brettspiel-Design in Südostasien, über Geschlechterdynamiken in der Branche und über die Hürden, die kleine Verlage abseits der etablierten Märkte überwinden müssen.

„Es ist unglaublich schwer, als Verlag aus Südostasien wahrgenommen zu werden"

Mẫn Trần und ihr Co-Gründer Toàn Nguyễn veröffentlichen seit 2019 unter dem Label Ngũ Hành Games. Die ersten Titel waren Familienspiele und Filler - kleine, zugängliche Spiele für den lokalen Markt. Für 2026 ist mit Restoration (BGG-ID 443445) das erste strategische Eurogame des Verlags angekündigt - zum aktuellen Zeitpunkt ist das Spiel noch nicht veröffentlicht (BGG-Status: Unreleased). Es handelt sich um ein Worker-Placement-Spiel für 2-4 Personen, inspiriert von der Restaurierung des historischen Điện-Kiến-Trung-Palasts in Huế. Mit einer angepeilten Spielzeit von 45-60 Minuten, einem BGG-Weight von 2,6 und einer frühen Community-Bewertung von 8,9 (basierend auf 32 Stimmen) zeigt Restoration, dass aus Vietnam durchaus anspruchsvolle Titel kommen, die international mithalten können.

Doch der Weg zur internationalen Sichtbarkeit ist steinig. „Wenn man keine Messen besucht, ist es unglaublich schwer, Beziehungen zu Verlagen, Medien oder Hobby-Spielenden außerhalb der Region aufzubauen", schreibt Mẫn Trần in ihrem Eröffnungspost. Sie hat Messen in Singapur, Malaysia, Thailand, Taiwan und Korea besucht, aber Druckkosten für Demos, Versand und internationale Reisen summieren sich schnell. „Ich frage mich immer noch, wie kleine Verlage aus Südostasien ein breiteres Publikum erreichen können, ohne ständig im Flugzeug zu sitzen."

Die Frage traf einen Nerv. In den 19 Antworten des Threads entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über Vertriebswege, Import-Händler und die strukturellen Nachteile, mit denen Verlage aus Schwellenländern konfrontiert sind. Kevin von quankygames, der selbst einen Online-Shop für asiatische Importe in Kanada aufbaut, teilte eine Liste unabhängiger Händler in Europa, Australien und Nordamerika, die sich auf Spiele aus Asien spezialisiert haben, von TravelGamesUK über Golden Meeple bis zu Portland Game Collective. „Es sind Leute, die genau diese verlässlichen Quellen für neue und interessante Spiele nutzen - abseits von dem, was sie zu Hause bekommen können", so Kevin.

Die subtile Dynamik: „Wenn er es erklärt, wird es sofort akzeptiert"

Neben den praktischen Hürden sprach Mẫn Trần ein zweites, persönlicheres Thema an: die subtilen Unterschiede in der Wahrnehmung, wenn sie als Frau ein Strategiespiel erklärt - im Vergleich zu ihrem männlichen Co-Designer.

„Das Feedback von Hobby-Spielenden fühlt sich … anders an. Nicht auf offensichtliche oder feindselige Weise, es ist subtiler", schreibt sie. „Wenn mein männlicher Co-Designer das Spiel erklärt, scheinen die Leute die Erklärung oft bereitwilliger zu akzeptieren. Wenn ich dasselbe Spiel erkläre, habe ich manchmal das Gefühl, mir dieses Vertrauen erst verdienen zu müssen." Sie betont, dass sie es nicht beweisen kann, aber es sei oft genug passiert, dass sie begonnen habe, darauf zu achten.

Diese Beobachtung führte zu einer internen Diskussion im Verlag: Wessen Name kommt auf die Schachtel? Bei einigen Spielen ist eine Person klar die federführende Designkraft, während die andere eher entwickelnd tätig ist. „Wir haben überlegt, nur den federführenden Namen zu nennen, entschieden uns aber schließlich, beide aufzuführen. Es spiegelt unsere Arbeitsweise wider - ehrlich gesagt haben wir uns aber auch gefragt, ob zwei Namen das kommerzielle Risiko verringern."

Später habe sie die Zahlen recherchiert und festgestellt, wie selten Spiele mit einer Frau als alleiniger Designerin auf dem Markt erscheinen. Die Frage, die sie an die Community richtet, ist offen und ehrlich: „Ich würde gerne von anderen Frauen im Spieledesign hören. Sind eure Erfahrungen ähnlich? Oder ganz anders?"

Ein „verstecktes Hobby": Die Brettspiel-Szene in Vietnam

Der Thread öffnete für viele BGG-Nutzende ein Fenster in eine Szene, die den meisten bis dahin unbekannt war. „Wie sieht die Brettspiel-Szene in Vietnam im Jahr 2026 aus?", fragte bg_sage, und löste damit eine der detailliertesten Beschreibungen der vietnamesischen Brettspiel-Landschaft aus.

Mẫn Trần beschreibt eine kleine, aber leidenschaftliche Community, die erst um 2012 herum entstand. Die meisten Brettspiel-Cafés konzentrieren sich auf Ho-Chi-Minh-Stadt und Hanoi. Einen dedizierten Brettspiel-Laden, wie ihn Brettspiel-Fans aus Deutschland oder den USA kennen - gibt es in Vietnam bis heute nicht. „Ich warte wirklich sehnsüchtig darauf, dass es so etwas eines Tages auch in Vietnam gibt", schreibt sie.

Die Sprachbarriere ist ein zentrales Thema: Die meisten Spiele in den Cafés sind auf Englisch, da Englisch in der Schule unterrichtet wird. Vietnamesische Lokalisierungen großer Titel sind selten. Die Community kommuniziert fast ausschließlich auf Vietnamesisch - Mẫn Trần betreibt mit „Hóng Hớt Board Games" eine der größten vietnamesischen Brettspiel-Facebook-Gruppen mit rund 23.000 Mitgliedern. „Wenn man nicht bereits mit lokalen Spielenden vernetzt ist, kann es überraschend schwierig sein, die Community von außen zu entdecken."

Flip9s, der einige Jahre in Huế lebte und dort eine lokale Spielgruppe gründete, bestätigt den Eindruck: „Es fühlte sich wie ein eher verstecktes Hobby an, verglichen mit Großbritannien." Mẫn Trần stimmt zu: „Ich finde, verstecktes Hobby beschreibt es tatsächlich sehr treffend."

Der größere Trend: Südostasien auf dem Vormarsch

Der Thread ist kein Einzelfall. In den letzten Jahren hat die Brettspiel-Szene in Südostasien spürbar an Dynamik gewonnen. In Vietnam gibt es mit dem „Road to Essen"-Wettbewerb einen nationalen Brettspiel-Design-Contest, der gezielt Talente aus der Region fördert und ihnen eine Plattform auf der SPIEL in Essen bietet. Thailand, Indonesien und die Philippinen verzeichnen wachsende Designer-Communities und erste internationale Erfolge. Verlage wie Ngũ Hành Games, Honu Games (Japan) oder Rolling Wizards (Taiwan) zeigen, dass die Region nicht mehr nur Konsumentin westlicher Spiele ist, sondern zunehmend selbst produziert.

Die Herausforderungen bleiben: Internationale Distribution, Sprachbarrieren, fehlende Fachgeschäfte und die schiere Entfernung zu den großen Messen in Essen und Gen Con. Aber die Community reagiert mit praktischer Solidarität, der Thread zeigt, wie BGG-Nutzende aus Europa, Nordamerika und Asien konkrete Hilfe anbieten: Vertriebskontakte, Import-Händler-Listen, Shop-Empfehlungen.

„Macht weiter so!"

Die Resonanz auf Mẫn Trầns Vorstellung war durchweg positiv. „Großartiger Beitrag, Plum! Ich schätze sehr, was du dafür tust, Brettspiele in Vietnam bekannter und zugänglicher zu machen", schreibt Boardgameswithb7. Zauberschwein aus Deutschland entdeckt über den japanischen Händler Honu Games mehrere Titel von Ngũ Hành Games und ist begeistert: „Es gibt so viele Spiele, die ich noch nie gesehen habe - die muss ich mir unbedingt genauer anschauen!"

Der Thread zeigt, was die BGG-Community im besten Fall ausmacht: Neugier auf neue Perspektiven, praktische Hilfsbereitschaft und die Freude daran, das Hobby in all seinen Facetten kennenzulernen - auch jenseits der gewohnten Märkte.

Quellen

  1. BGG-Thread #3728768: „A woman board game designer from Vietnam" - Eröffnungspost von plumtran (Mẫn Trần)
  2. BGG-Eintrag: Restoration (angekündigt für 2026, Status: Unreleased) - Ngũ Hành Games, Designer: Toàn Nguyễn & Mẫn Trần
  3. BGG-Verlagsseite: Ngũ Hành Games - Gegründet 2019, Vietnam

Recherchestand: 13. Juli 2026. 

Perlen des Streamingdschungels – Prime Video: Spider-Noir, Falling Skies und The Consultant

13. Juli 2026 um 09:00

Artikelbild Amazon PrimeUnsere letzten Tipps schon durch? Dann wird es Zeit für neues Streaming-Futter. Zwar hat der Sommer uns alle fest im Griff, aber manchmal verleiten die Temperaturen dann doch zum Verweilen auf der Couch. Hierfür haben wir wieder Tipps und schauen, was Prime Video jenseits der großen Produktionen zu bieten hat.

Dieser Beitrag wurde von Michael Engelhardt geschrieben

Kennerspiel des Jahres 2026 – Gewinner steht fest!

Von: Peer
13. Juli 2026 um 08:11

Kennerspiel des Jahres 2026 - Gewinner steht fest!Der Kennerspiel des Jahres 2026 Gewinner wurde gestern von der Jury in Berlin bekanntgegeben. Welches Brettspiel den begehrten Preis gewonnen hat, welche Nominierten leer ausgegangen sind und was ich vom Preisträger halte, erfahrt ihr im Folgenden. Ich bin sehr auf eure Meinung zum Kennerspiel des Jahres 2026 Gewinner gespannt. Kennerspiel des Jahres 2026 – Gewinner […]

Der Beitrag Kennerspiel des Jahres 2026 – Gewinner steht fest! erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

Brettspiel Crowdfunding News 28/26

Von: Nina
13. Juli 2026 um 07:00

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche im Crowdfunding: Es sind einige Projekte angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche und den verschiedenen Plattformen und die „wichtigsten“ Projekte: Alexandria Alexandria von Meeple Puh ist ein asymmetrisches Strategiespiel, das in der Blütezeit der antiken Stadt spielt. Jede Fraktion verfolgt einen eigenen Weg zum Sieg […]

BGG Top 100 im Wandel: Was die aktuellen Ranking-Verschiebungen über den Spielemarkt verraten

BGG Top 100 im Wandel: Was die aktuellen Ranking-Verschiebungen über den Spielemarkt verraten

Jede Woche wirft BGG-Nutzender jmsr525 einen datengetriebenen Blick auf die Top 100 von BoardGameGeek. Die Analyse vom 7. Juli 2026 zeigt bemerkenswerte Verschiebungen: Während The Lord of the Rings: Fate of the Fellowship einen kräftigen Sprung nach oben macht, rutschen etablierte Klassiker wie Power Grid und Tzolk'in weiter ab. Ein Blick auf die Zahlen, und was sie über den Spielemarkt verraten.

Der große Gewinner: Fate of the Fellowship

Der auffälligste „Prime Mover" der Woche ist The Lord of the Rings: Fate of the Fellowship: das kooperative Abenteuer von Matt Leacock (Z-Man Games, 2025) klettert um fünf Plätze auf Rang 71. Mit einer BGG-Wertung von 8,3 bei über 10.000 Bewertungen und einem Weight von 3,1 positioniert sich das Spiel im anspruchsvollen Kennerspiel-Segment. Die Community reagiert begeistert: „Nice jump by Fate of the Fellowship!", kommentiert joakim589 im Analyse-Thread. Neil Thomson ergänzt: „It's Top 50 material for sure."

Für 1 bis 5 Spielende konzipiert, verbindet Fate of the Fellowship Action Points, kooperatives Würfeln und Hand Management mit einer epischen Mittelerde-Kampagne. Dass das Spiel innerhalb weniger Monate nach Release bereits die Top 100 erreicht hat, spricht für eine starke Resonanz, und deutet auf weiteres Aufstiegspotenzial hin.

 

Neue Höchststände: Harmonies, Blood on the Clocktower und mehr

Gleich fünf Spiele markieren in dieser Woche neue persönliche Bestmarken in den Top 100:

  • Harmonies (Libellud, 2024) - Rang 54. Das taktische Legespiel von Johan Benvenuto mit seinem eingängigen Pattern-Building-Mechanismus steigt unaufhältsam. BGG 8,0 bei über 30.000 Bewertungen.
  • Blood on the Clocktower (The Pandemonium Institute, 2022) - Rang 65. Das soziale Deduktionsspiel für bis zu 21 Personen erreicht mit BGG 8,3 einen neuen Höchststand und zählt zu den „Top 5 Winning Movern" der Woche.
  • The Lord of the Rings: Fate of the Fellowship - Rang 71 (siehe oben).
  • Endeavor: Deep Sea (Burnt Island Games, 2024) - Rang 75. Die Neuauflage des Strategie-Klassikers erreicht erstmals diese Position.
  • Bomb Busters (Cocktail Games, 2024) - Rang 90. Das kooperative Deduktionsspiel von Hisashi Hayashi knackt die Top 100 und erreicht mit BGG 8,0 einen neuen Höchststand.

Absteiger der Woche: Klassiker unter Druck

Drei etablierte Titel verlieren jeweils zwei Plätze:

  • Pandemic Legacy: Season 2 (Z-Man Games, 2017) fällt auf Rang 73. Das Legacy-Spiel von Rob Daviau und Matt Leacock hält sich mit BGG 8,0 zwar stabil im oberen Feld, verliert aber gegenüber neueren Titeln an Boden.
  • Power Grid (2F-Spiele, 2004) rutscht auf Rang 76. Friedemann Frieses Auktions-Klassiker mit BGG 7,8 und fast 70.000 Bewertungen gehört zu den am häufigsten bewerteten Spielen der Top 100, der leichte Rückgang ist bei diesem Volumen eher ein statistisches Rauschen als ein Trend.
  • Tzolk'in: The Mayan Calendar (CGE, 2012) fällt auf Rang 77. Simone Lucianis und Daniele Tascinis Zahnrad-Mechanismus bleibt ikonisch, aber das Spiel verliert langsam an Sichtbarkeit gegenüber neueren Worker-Placement-Titeln.

Top 5 Winning Movers: Die stillen Gewinner

Neben den spektakulären Sprüngen gibt es Spiele, die kontinuierlich und ohne große Aufmerksamkeit nach oben klettern. Die „Top 5 Winning Movers" - Spiele mit den größten positiven Bewegungen über einen längeren Zeitraum - sind:

  1. Brass: Lancashire (Roxley, 2007) - Martin Wallaces Wirtschafts-Epos auf Rang 22, BGG 8,2.
  2. Viticulture Essential Edition (Stonemaier Games, 2015) - Jamey Stegmaier und Alan Stones Weinbau-Strategiespiel auf Rang 44, BGG 8,0.
  3. Ticket to Ride Legacy: Legends of the West (Days of Wonder, 2023) - Das Legacy-Zugabenteuer auf Rang 49, BGG 8,6, die höchste Wertung aller genannten Spiele.
  4. Harmonies - Rang 54 (siehe oben).
  5. Blood on the Clocktower - Rang 65 (siehe oben).

Top Ten: Stillstand an der Spitze

Die obersten zehn Plätze bleiben unverändert. Keine Neuzugänge, keine Abgänge, die Spitze der BGG-Rangliste zeigt sich im Juli 2026 bemerkenswert stabil. Auch Neuzugänge in die gesamten Top 100 gibt es diese Woche keine. Der „Monthly Bump", die monatliche Neuberechnung der BGG-Algorithmen - sorgt jedoch für die beschriebenen größeren Sprünge bei einzelnen Titeln.

 

Was die Zahlen bedeuten

Die Analyse vom Juli 2026 zeigt zwei klare Trends: Zum einen setzen sich neuere Spiele mit innovativen Mechaniken und stärker Community-Unterstützung durch - Harmonies, Blood on the Clocktower und Fate of the Fellowship sind alle nicht älter als drei Jahre. Zum anderen halten sich Klassiker wie Power Grid und Tzolk'in trotz leichter Verluste erstaunlich stabil in einem Feld, das von jährlich tausenden Neuerscheinungen geprägt ist.

Besonders auffällig: Die „New Highest Peaks" werden von kooperativen Spielen dominiert - Fate of the Fellowship, Bomb Busters und Blood on the Clocktower (teams-basiert) setzen alle auf Zusammenarbeit statt Konkurrenz. Ein Zeichen dafür, dass kooperative Spielerlebnisse bei den Bewertenden besonders gut ankommen.

„It's summer so I'm gonna miss a few weeks here and there like next week. Monthly bump sees a bunch of big gains. Have a good week." - jmsr525, BGG Top 100 Analysis, 7. Juli 2026

Quellen

  1. BGG-Thread: Top 100 Analysis July 7, 2026 - jmsr525s wöchentliche Ranking-Analyse (7. Juli 2026)
  2. Lord of the Rings: Fate of the Fellowship auf BoardGameGeek - Spieldaten und Bewertungen
  3. Harmonies auf BoardGameGeek - Spieldaten und Bewertungen
  4. Blood on the Clocktower auf BoardGameGeek - Spieldaten und Bewertungen

Recherchestand: 13. Juli 2026

Towers of Yoma

13. Juli 2026 um 00:21

HYBR wagt mit Towers of Yoma eine Neuerfindung. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für mich steht dieser Verlag für QR-Codes und hybride Brettspiele. Mein Priming ging so weit, dass ich das Symbol für eine der vier im Spiel befindlichen Fraktionen für einen scannbaren QR-Code hielt. Selten habe ich mich vor meiner Familie...

Der Beitrag Towers of Yoma erschien zuerst auf Brett und Pad.

Kinderspiel des Jahres 2026: Die Insel der Mookies gewinnt

12. Juli 2026 um 22:47
Kinderspiel des Jahres 2026: Die Insel der Mookies gewinnt

Der wichtigste deutsche Preis für Kinderspiele ist vergeben: Kinderspiel des Jahres 2026 ist Die Insel der Mookies, ein reines Zwei-Personen-Spiel von Florian Sirieix, das bei Kosmos erscheint. Die Jury krönt damit einen Titel, der Kindern ab vier Jahren an sehr einfachen Regeln zeigt, wie ein Mehrheiten-Sammelspiel funktioniert.

Nach Angaben des Vereins Spiel des Jahres fiel die Entscheidung am 12. Juli 2026. Der Preis reiht sich in einen ohnehin starken Jahrgang ein: Aus 571 gesichteten Titeln wählte der Verein neun Spiele in drei Kategorien aus, so viele Nominierungen wie nie zuvor in 47 Jahren.

Die Insel der Mookies: Was das Spiel tut

Die Insel der Mookies (Originaltitel L'île des Mookies, international Mooki Island) ist ein Sammelspiel für genau zwei Personen. Jede Partie dauert rund zehn Minuten. Die Werte ab vier Jahren und rund zehn Minuten sind die Verlagsangaben; für ein erstes Kartenspiel am Familientisch sind sie realistisch, eine Partie ist schnell erklärt und ebenso schnell gespielt. Der Ablauf bleibt bewusst schlicht: Beide Spielenden nehmen abwechselnd eine offen ausliegende Karte und legen sie vor sich ab. Ziel ist es, von den Mookie-Familien jeweils die Mehrheit zu sammeln und so Trophäen zu gewinnen. Wer die seltenen legendären Mookie-Karten ergattert, verschafft sich einen Vorteil, muss dabei aber die Spinnen-Karte im Blick behalten, die einem Kind einen Streich spielen kann.

Mechanisch verbindet der Titel offenes Drafting mit Mehrheiten- und Set-Sammeln, ergänzt um ein Memory-Element und einen kleinen Take-That-Moment über die Spinne. Alltagssatz für den Familientisch: Das Kind zieht reihum Karten, merkt sich, wer welche Mookie-Familien gesammelt hat, und versucht, am Ende von möglichst vielen Familien die meisten Karten zu haben; die Spinne darf zwischendurch ein bisschen ärgern. Über die einfachen Regeln lernen jüngere Kinder Schritt für Schritt, wie ein Mehrheiten-Sammelspiel tickt, und werden mit jeder Partie ein Stück taktischer. Die BoardGameGeek-Komplexität liegt bei 1,0 von 5, also am unteren Ende der Skala.

Weil Die Insel der Mookies bewusst für genau zwei Personen gebaut ist, spielt in Familien mit mehreren Kindern immer nur eines mit; die anderen schauen zu oder sind in der nächsten Partie an der Reihe. Bei rund zehn Minuten pro Runde ist der Wechsel aber schnell gemacht.

Eckdaten:

  • Spieleranzahl: 2 (reines Zwei-Personen-Spiel)
  • Spieldauer: rund 10 Minuten
  • Alter: ab 4 Jahren
  • Komplexität: 1,0 von 5 (BoardGameGeek)
  • Autor: Florian Sirieix
  • Illustration: Seppyo (Mélanie Bardin)
  • Verlage: Kosmos (deutsche Ausgabe), Le Scorpion Masqué (Originalausgabe)

International hat der Titel bereits eine zweite Auszeichnung: Beim französischen As d'Or 2026 wurde Die Insel der Mookies als bestes Kinderspiel prämiert.

Ein frankophoner Jahrgang

Der Blick auf die Nominierten zeigt eine Auffälligkeit: Die Autoren stammen durchweg aus dem frankophonen Raum. Florian Sirieix ist mit zwei Titeln vertreten und kommt wie sein Buh-Party-Mitautor Benoit Turpin aus Frankreich; Thomas Dagenais-Lespérance, Autor von Verflixt Verzaubert, sitzt in Montreal (Québec). Dass der Sieger ein reines Zwei-Personen-Spiel ist, ordnet Juror Christoph Schlewinski laut Verein als Merkmal eines kreativen Jahrgangs ein, in dem mehr Spiele für jüngere Kinder und mehr Auswahl zusammenkamen.

Die weiteren Nominierten zum Kinderspiel des Jahres 2026

Neben dem Sieger standen zwei Titel auf der Nominierungsliste. Buh Party stammt ebenfalls von Florian Sirieix, gemeinsam mit Benoit Turpin, und erscheint bei Loki. Verflixt Verzaubert kommt von Thomas Dagenais-Lespérance und erscheint bei Game Factory.

Die Empfehlungsliste

Drei weitere Spiele hat die Jury zur Empfehlungsliste hinzugefügt: Kleiner Stinker (Exploding Kittens), Magische Spiegel von Kseniya Kuznetsova (Ravensburger) sowie Paleolino von Marco Teubner (Hans im Glück).

Stimmen von der Verleihung

Bei der Preisverleihung erzählte Autor Florian Sirieix, er habe die Idee zu dem Spiel für seinen Sohn entwickelt; als Inspiration nennt er Sammelkartenspiele. Angekündigt ist demnach bereits ein zweites Mookies-Spiel, das ein anderer Autor verantwortet. (Diese Aussagen sind O-Töne der Preisverleihung.)

Die Jury

Über das Kinderspiel des Jahres entscheidet eine eigene Jury: Johanna France, Stefan Gohlisch und Christoph Schlewinski, ergänzt um die vier Beiräte des Jahrgangs Kristina Hartleb, Henning Jansen, Mandy Kümmerle und Jennifer Müller.

Einordnung

Der Preis setzt eine Linie fort, die schon der Vorgänger andeutete: 2025 hatte Topp die Torte (Schmidt Spiele) den Titel geholt. Mit Die Insel der Mookies gewinnt nun ein Spiel, das bewusst auf zwei Personen und sehr junge Mitspielende zugeschnitten ist und den Einstieg in ein taktisches Prinzip mit minimalen Regeln schafft.

Spiel des Jahres 2026: Dito! gewinnt den wichtigsten deutschen Brettspielpreis

12. Juli 2026 um 22:42
Spiel des Jahres 2026: Dito! gewinnt den wichtigsten deutschen Brettspielpreis

Dito! ist Spiel des Jahres 2026. Die Jury verkündete ihre Entscheidung am 12. Juli 2026 und zeichnete damit ein Assoziations-Partyspiel von Autor Martin Ang aus, das beim Verlag Game Factory erscheint. Die Begründung der Jury bringt den Reiz des Spiels auf den Punkt: Gespielt wird zwar gegeneinander, gewinnen kann aber nur, wer sich gut auf die Gedankenwelt der anderen einlässt.

Was Dito! ausmacht

Dito! ist ein Partyspiel für 3 bis 7 Personen ab 10 Jahren, eine Partie dauert rund 30 Minuten. Faktenwissen braucht es dafür nicht, gefragt ist Einfühlungsvermögen: Sie versuchen zu erraten, welche Begriffe den Mitspielenden zu einer Kategorie einfallen.

Dito! auf einen Blick

  • Spieleranzahl: 3 bis 7 Personen
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: rund 30 Minuten
  • Autor: Martin Ang
  • Verlag: Game Factory
  • Genre: Assoziations-Partyspiel

So läuft eine Runde ab. Aus zwei Optionen wählt die Gruppe eine Kategorie. Anschließend notiert jede Person Begriffe in einem Drei-mal-drei-Raster, also in einem Feld aus 3 x 3 Kästchen. Alle schreiben gleichzeitig, niemand scheidet aus. Ziel ist es, möglichst dieselben Begriffe zu treffen wie die anderen. Wer Reihen und Spalten des Rasters füllt, sammelt Punkte. Belohnt wird also nicht, wer die originellste Antwort findet, sondern wer die Perspektive der Runde am besten trifft.

Bemerkenswert ist auch die Herkunft des Autors: Martin Ang stammt aus Indonesien. Bei der Verleihung wurde eigens hervorgehoben, dass mit ihm erstmals ein Preisträger aus dem globalen Süden ausgezeichnet wird.

Die Begründung der Jury

Die Jury hebt hervor, dass Dito! ein Wettbewerbsspiel ist, das ohne echte Konfrontation auskommt. Zwar spiele man gegeneinander, doch der Erfolg hänge daran, wie gut man sich in die Assoziationswelten der Mitspielenden hineinversetze. Taktisches Geschick und das Verständnis für andere Sichtweisen zählten mehr als reines Wissen. Genau diese Mischung mache Dito! am Tisch zugänglich und zugleich reizvoll.

Die weiteren Nominierten zum Spiel des Jahres 2026

Neben Dito! standen zwei weitere Titel auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres 2026:

  • Cozy Sticker Ville (Autor: Corey Konieczka, Verlag: Unexpected Games)
  • Morty Sorty Magic Shop (Autor: Markus Slawitscheck, Verlag: Schmidt Spiele)

Die Empfehlungsliste

Die Jury sprach außerdem sechs Empfehlungen aus:

  • Hot Streak (Jon Perry, Strohmann Games)
  • Meister Makatsu (Reiner Knizia, Amigo)
  • Take Time (Alexi Piovesan und Julien Prothière, Asmodee)
  • Toriki (Wojciech Grajkowski, Mirakulus)
  • Toy Battle (Paolo Mori und Alessandro Zucchini, REPOS)
  • Wilmot's Warehouse (Ricky Haggett, Richard Hogg und David King, Asmodee)

Einordnung: die anderen Preise des Abends

Beim selben Festakt vergab die Jury auch die beiden Schwesterpreise. Kennerspiel des Jahres 2026 wurde Rebirth von Reiner Knizia (Frosted Games). Kinderspiel des Jahres 2026 wurde Die Insel der Mookies von Florian Sirieix (Kosmos, Originalausgabe bei Scorpion Masqué).

Dito! tritt die Nachfolge von Bomb Busters an, dem Spiel des Jahres 2025.

Kennerspiel des Jahres 2026: Rebirth von Knizia gewinnt

12. Juli 2026 um 22:38
Kennerspiel des Jahres 2026: Rebirth von Knizia gewinnt

„Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit“ von Reiner Knizia (Frosted Games) ist Kennerspiel des Jahres 2026. Die Jury Spiel des Jahres gab die Auszeichnung am 12. Juli 2026 in Berlin bekannt, und der Sieg hat historisches Gewicht: Knizia holt damit als erster Autor überhaupt im Laufe seiner Karriere alle drei roten Pöppel der Jury.

Ein Triple, das es so noch nie gab

Reiner Knizia hat in den vergangenen Jahrzehnten fast jeden Preis der Branche gewonnen, doch dieser Erfolg ist einzigartig. Mit dem Kennerspiel des Jahres 2026 komplettiert er als erster Autor das Triple aus allen drei Auszeichnungen der Jury: Spiel des Jahres, Kinderspiel des Jahres und nun Kennerspiel des Jahres. Kein anderer Autor hat bislang alle drei Titel im Regal.

Was „Rebirth“ auf dem Tisch tut

„Rebirth“ ist ein bewusst zugänglicher Kennertitel, ein „leichter“ Knizia: Das BGG-Gewicht liegt bei 2,0 von 5, also ein niedriger Komplexitätswert auf einer Skala bis 5. Gespielt wird zu zweit bis zu viert, eine Partie dauert 45 bis 60 Minuten, das Alter ist mit ab 10 Jahren angegeben. Erste Partien und ungeübte Runden liegen dabei realistisch eher am oberen Ende dieser Spanne oder etwas darüber. Einen Solo-Modus bietet „Rebirth“ nicht; das Spiel ist auf 2 bis 4 Spielende ausgelegt.

Im Kern ist es ein Legespiel. Sie ziehen pro Zug ein Plättchen aus Ihrem eigenen Vorrat und platzieren es auf einem Hexfeld-Plan (Tile Placement), meist folgt sofort eine Wertung. Über Gebietsmehrheiten (Area Majority), Aufträge und Endwertungs-Boni entsteht aus einer schlichten Grundregel wachsende taktische Tiefe. In Knizias Werk steht „Rebirth“ damit weniger für einen radikal neuen Mechanismus als für die elegante Verdichtung vertrauter Muster aus Mehrheiten und Legen, sauber austariert zu einer Regel, die schnell erklärt ist. Der Reiz entsteht dabei weniger aus solitärem Punkteoptimieren als aus dem offenen Wettlauf am Tisch: Timing und der Druck der Gebietsmehrheiten zwingen Sie, laufend auf die Züge der Mitspielenden zu reagieren. Erst danach kommt das Thema ins Spiel: Nach einer Reihe von Katastrophen bauen die Spielenden die Zivilisation im Einklang mit der Natur wieder auf. Die Einsteigerseite zeigt eine Karte Schottlands, die anspruchsvollere Kennerseite spielt in Irland.

Die deutsche Ausgabe erscheint bei Frosted Games und ist bereits erhältlich; BGG führt die deutschsprachige Ausgabe mit Erscheinungsjahr 2025. Der Originalverlag ist Mighty Boards.

Die weiteren Nominierten

Neben „Rebirth“ standen zwei Titel auf der Nominierungsliste für das Kennerspiel des Jahres:

Die Empfehlungsliste

Die Jury führt zusätzlich vier Titel auf ihrer Empfehlungsliste im Kennersegment:

  • Artengarten (Matthias Wigge / Feuerland)
  • Frosted Blooms (Bruno Cathala, Ludovic Maublanc / Elznir Games)
  • Grundstein von Metropolis (Emerson Matsuuchi / Kobold)
  • Tag Team (Gricha German, Corentin Lebrat / Kosmos)

Zweiter Kennerspiel-Sieg in Folge für Frosted Games

Der Sieg von „Rebirth“ schreibt auch eine Verlagsgeschichte fort. Bereits im Vorjahr ging das Kennerspiel des Jahres an einen Titel von Frosted Games: 2025 gewann „Endeavor: Die Tiefsee“ (Frosted Games / Board Game Circus). Damit holt Frosted Games den Preis zum zweiten Mal in Folge.

Jury-Sprecher Harald Schrapers ordnete den aktuellen Jahrgang bei der Verleihung ein: Einen eindeutigen inhaltlichen Trend erkenne die Jury derzeit nicht, wohl aber ein deutliches Wachstum in der schieren Anzahl der Neuerscheinungen, ein Rekordjahr also der Menge nach. Begleitet wurde die Preisverleihung erneut von der Aktion „Spielend für Toleranz“, in deren Rahmen 370 Spielepakete versandt wurden.

Auf der Bühne gaben die Nominierten Einblicke in ihre Spiele: Knizia beschrieb das Thema von „Rebirth“ als eine Zivilisation, die sich auf alte Werte zurückbesinnt. Donald X. Vaccarino betonte, „Moon Colony Bloodbath“ sei Science-Fiction und kein Abbild der Realität. Michael Palm und Lukas Zach verorteten „Boss Fighters QR“ in der Tradition des klassischen Rollenspiels.

Dito! von Martin Ang (Game Factory) ist Spiel des Jahres 2026

Newsbild Im Rahmen der heutigen Preisverleihung der Spiel des Jahres-Jury in Berlin wurde Dito! von Martin Ang, herausgekommen bei Game Factory, mit Illustrationen von Untai Studio zum Spiel des Jahres 2026 gekührt. Ebenfalls nominiert waren Cosy Sticker Ville von Michael Corey Konieczka, erschienen bei Unexpected Games/Asmodee und Morty Sorty Magic Shop von Markus Slawitscheck, erschienen bei Schmidt Spiele. Wir Cliquenabendler gratulieren dem Autor, dem Verlag, den Illustratorinnen, den Redakteur*innen und allen am Spiel beteiligten Personen.

Rebirth von Reiner Knizia (Frosted Games) ist Kennerspiel des Jahres 2026

Newsbild Im Rahmen der heutigen Preisverleihung der Spiel des Jahres-Jury in Berlin wurde Rebirth von Reiner Knizia, herausgekommen bei Frosted Games mit Illustrationen von Kate Redesiuk & Anna Przybylska zum Kennerspiel des Jahres 2026 gekührt. Knizia ist damit der erste Autor, der alle drei Preise gewinnen konnte. Das Spiel des Jahres gewann er mit Keltis, das Kinderspiel des Jahres mit Wer war's? (beides 2008). Frosted Games gewinnt den Preis zum zweiten Mal in Folge. Ebenfalls nominiert waren Boss Fighters QR von Michael Palm & Lukas Zach, erschienen bei Pegasus und Moon Colony Bloodbath von Donald X. Vaccarino, erschienen bei alea/Ravensburger. Wir Cliquenabendler gratulieren dem Autor, dem Verlag, den Illustratorinnen, den Redakteur*innen und allen am Spiel beteiligten Personen.

Die Insel der Mookies von Florian Sirieix (KOSMOS) ist Kinderspiel des Jahres 2026

Newsbild Im Rahmen der heutigen Preisverleihung der Spiel des Jahres-Jury in Berlin wurde Die Insel der Mookies von Florian Sirieix, herausgekommen bei Kosmos Spiele mit Illustrationen von Seppyo (Mélanie Bardin) zum Kinderspiel des Jahres 2026 gekührt. Ebenfalls nominiert waren Buh Party von Florian Sirieix & Benoit Tuirpin, erschienen bei LOKI und Verflixt Verzaubert von Thomas Dagenais-Lespérance, erschienen bei Game Factory. Wir Cliquenabendler gratulieren dem Autor, dem Verlag, der Illustratorin, den Redakteur*innen und allen am Spiel beteiligten Personen.
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