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SPIEL Essen 2025 | Vier Tage voller Spiele

03. Oktober 2025 um 19:26

Packt die Rucksäcke und macht Platz im Kalender: Vom 23. bis 26. Oktober verwandelt sich Essen wieder in das Zentrum der Brettspielwelt. Über 200.000 Besucher:innen aus aller Welt werden erwartet, wenn sich die Tore zur SPIEL 2025 öffnen. Ob ihr zum ersten Mal dabei seid oder längst zur Stammkundschaft gehört, dieses Jahr verspricht einige spannende Neuerungen und jede Menge Spielstoff.

Noch größer, noch bunter, noch mehr Platz

Fast 890 Aussteller aus 51 Ländern reisen ins Ruhrgebiet, um ihre Neuheiten zu präsentieren. Damit ihr euch nicht durch zu enge Gänge schieben müsst, erweitert die Messe ihre Fläche: Erstmals wird auch Halle 7 bespielt. Insgesamt warten damit 77.500 Quadratmeter voller Spiele auf euch. Ein neuer Rekord. Die Hallen sind thematisch gegliedert, sodass ihr euch schnell zurechtfindet. Von Familienspielen in den Hallen 5 bis 7 über Kennerspiele in Halle 3 bis hin zu Miniaturen, Rollenspielen und Sammelkarten in Halle 1: Hier gibt es für jeden Geschmack das richtige Spielfeld.

Die neue Bühne | Programm zum Zuschauen und Mitmachen

Eine echte Premiere feiert in diesem Jahr die große Bühne in Halle 4. Auf rund 1.000 Quadratmetern erwarten euch Panels, Vorträge, Shows und Diskussionen und das ohne Anmeldung oder Zusatzkosten. Der Educators Day findet dort ebenso statt wie eine Cosplay-Show und eine Live-Performance des US-Kanals „The Dice Tower“. Auch die Preisverleihung des renommierten „Golden Demon“, bei dem über 1.000 aufwendig bemalte Miniaturen um Ruhm und das legendäre Slayer Sword konkurrieren, wird erstmals auf dieser Bühne zelebriert.

Weltrekord mit Catan

Wenn ihr Teil von etwas ganz Großem sein wollt, solltet ihr den Freitagabend im Blick haben. Kosmos lädt in die benachbarte Grugahalle ein, wo der Versuch gestartet wird, das größte Catan-Spiel aller Zeiten auf die Beine zu stellen. Über 1.200 Menschen sollen gleichzeitig siedeln. Kommentiert wird das Spektakel von Smudo von den Fantastischen Vier, begleitet von den Köpfen hinter dem Spiel. Für alle, die mitspielen wollen, gibt es ein spezielles Add-On im Ticketshop.

Botschafterin mit Herz für die Szene

Nach „Alea“ von „Saltatio Mortis“ im vergangenen Jahr übernimmt diesmal „Mháire Stritter“, bekannt von „Orkenspalter TV“, die Rolle der Botschafterin der SPIEL. Als leidenschaftliche Rollenspielerin und Cosplayerin bringt sie eine enge Verbindung zur Community mit und freut sich darauf, ihre Begeisterung für Spiele mit euch zu teilen.

Tickets und praktische Hinweise

Der Run auf Tickets ist groß. Schon im Sommer waren die ersten Tage zur Hälfte ausverkauft. Achtet also darauf, euch rechtzeitig euer Online-Ticket zu sichern. Vor Ort gibt es keine Kassen mehr. Erwachsene zahlen 23,50 Euro pro Tag, ermäßigte Tickets sind für 20,50 Euro erhältlich, Kinder von 4 bis 12 Jahren kommen für 15 Euro rein. Familien und Fachbesucher:innen profitieren von speziellen Angeboten. Wer Lust auf Extras wie die Lootbag mit exklusivem Spiel oder die Teilnahme am Catan-Event hat, kann diese direkt beim Kauf hinzubuchen.

Die Messe öffnet Donnerstag bis Samstag von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Wenn ihr eure Planung digital im Griff haben wollt, lohnt sich ein Blick in die kostenlose SPIEL-App. Sie enthält Neuheitenlisten, Hallenpläne, Filterfunktionen und dieses Jahr sogar eine Priorisierung für eure Wunschspiele.

Fazit

Die SPIEL Essen 2025 zeigt, warum sie weltweit als Mekka für Brettspielfans gilt. Mehr Fläche, eine neue Bühne, ein Weltrekordversuch und die Rückkehr legendärer Wettbewerbe wie dem „Golden Demon“ machen die Messe noch abwechslungsreicher. Vor allem aber geht es darum, gemeinsam zu spielen, Neues zu entdecken und die Leidenschaft für Spiele zu teilen.

Also: Packt die Würfel ein, ladet die App herunter und freut euch auf vier Tage voller Begegnungen, Überraschungen und unvergesslicher Spielerlebnisse in Essen. Wir sehen uns zwischen Halle 1 und 7.

Taco Loco

03. Oktober 2025 um 16:00

Helvetiq, 2025
Autor: Treo Game Designers
2–5 Spieler:innen, ab 7 Jahre, 15 Minuten

Bei „Taco Loco“ dreht sich alles um einen wilden Taco-Wettstreit. Stellt euch vor, ihr sitzt an einem langen Tisch voller Zutaten, und jede Karte, die ihr spielt, würzt euren eigenen Taco. Doch Vorsicht: Ein echter Taco darf nicht überladen sein. Genau darum geht es in diesem kleinen Kartenspiel. Ihr versucht, Zutaten so zu kombinieren, dass der Wert eures Stapels exakt bei elf liegt. Klingt simpel, aber genau darin steckt die Würze. Denn wer übertreibt, muss den ganzen Stapel selbst schlucken. Das Thema ist herrlich leichtfüßig, ein Stück kulinarischer Spaß am Spieltisch. Es ist kein episches Abenteuer, sondern ein kurzer Ausflug in eine bunte Taco-Welt, die sofort ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Gerade in Zeiten, in denen viele Spiele ernst und komplex daherkommen, wirkt dieser Ansatz erfrischend verspielt.

Jede Person startet mit drei Handkarten, die Zutaten oder Spezialeffekte zeigen. Zutatenkarten tragen Zahlenwerte, die den aktuellen Taco-Stapel wachsen lassen. Spezialkarten bringen überraschende Wendungen, sie setzen den Stapel etwa direkt auf null oder schieben ihn sofort auf elf. Ziel ist es, den eigenen Stapel so zu steuern, dass er genau die Summe elf erreicht. Gelingt das, darf man den Stapel bei jemand anderem ablegen. Wer jedoch über das Limit hinausgeht, muss den ganzen Stapel selbst nehmen. Reihum wird gespielt, Karte für Karte, stets gefolgt von einem Nachziehen. Eine Partie dauert kaum länger als fünfzehn Minuten und bleibt damit immer knackig. Das Spielgefühl ist geprägt von Spannung und Lachen. Ihr schwankt zwischen dem Mut, eine riskante Karte zu legen, und der Vorsicht, keine Kartenbombe zu kassieren. Der Ablauf ist dabei so eingängig, dass selbst Kinder nach kurzer Erklärung sofort mitmischen können. Und weil jede Runde neue Karten bringt, bleibt das Spiel unberechenbar und lebendig.

„Taco Loco“ überzeugt vor allem durch seine Einfachheit und seine Spielfreude. Das Regelwerk ist in wenigen Minuten verstanden, die Einstiegshürde praktisch nicht vorhanden. Genau deshalb eignet es sich hervorragend als Aufwärmer oder Absacker. Besonders gelungen ist die Mischung aus Glück und kleinen taktischen Entscheidungen. Wann lohnt es sich, eine Spezialkarte einzusetzen? Wann geht ihr bewusst das Risiko ein, um den Taco-Stapel loszuwerden? Solche Momente sorgen für lebendige Tischrunden. Die Materialqualität ist ordentlich, die Karten sind stabil und mit farbenfrohen Illustrationen versehen, die das mexikanische Flair freundlich unterstreichen. Kein Luxusprodukt, aber absolut zweckmäßig und langlebig. Kritik verdient allenfalls die hohe Glückslastigkeit, die in manchen Runden für Frust sorgen kann, wenn man wiederholt Pech zieht. Für Vielspieler:innen, die tiefe Strategien erwarten, wird es sicher zu leichtgewichtig sein. Doch für Familien, Gelegenheitsspieler:innen und gesellige Abende ist es genau richtig. Mein Fazit: Taco Loco ist kein Gourmetmenü, sondern ein Snack. Aber was für einer. Schnell, würzig und mit einem guten Schuss Spaß.

Five Tribes - Die Dschinn von Naqala

02. Oktober 2025 um 16:18

Verlag: Days Of Wonder / Asmodee

Autor: Bruno Cathala

Spieleranzahl: 2 - 4

Alter: ab 13 Jahren

Spieldauer: 40 - 80 Minuten

 

 

Einleitung:

 

In Five Tribes wetteifern 2-4 Spieler um Macht und Einfluss im Sultanat Naqala. Dazu lenken sie mit geschickter Hand fünf Sippen und beschwören alte Dschinn. Wer koordiniert seine Aktionen am besten, um am Ende der Partie mit den meisten Siegpunkten als Gewinner des Spiels hervorzugehen?

 

Ablauf:

 

Zu Beginn einer Partie werden die 30 Plättchen in einem zufällig angeordneten 5 x 6 Raster ausgelegt. Anschließend werden jeweils drei Figuren aus dem beiliegenden Beutel gezogen und auf ein Plättchen gestellt. Nachdem die 90 Figuren (=Meeples) auf den Plättchen untergebracht wurden, werden die weiteren Spielutensilien bereitgelegt und jeder Spieler erhält 50 Gold sowie acht Kamele seiner Farbe. Die Spieler-Zuganzeiger werden zufällig auf die Bietreihenfolge-Leiste gestellt.

 

Bei Spielbeginn und am Anfang jeder neuen Runde bieten die Spieler gemäß ihrer Position auf der Bietreihenfolge-Leiste um eine Position auf der Zugreihenfolge-Leiste und bezahlen den entsprechenden Betrag. Der dadurch ermittelte Startspieler wählt nun ein Plättchen, auf dem sich noch mindestens eine Figur befindet. Er nimmt alle Meeples in die Hand und setzt sie in beliebiger Reihenfolge auf benachbarte Plättchen. Die letzte Figur muss auf ein Feld gesetzt werden, auf dem mindestens eine Figur der gleichen Farbe steht. Am Ende der Bewegung nimmt der Spieler den zuletzt gesetzten Meeple zusammen mit allen anderen gleichfarbigen Figuren (auf diesem Plättchen) auf die Hand. Werden dadurch alle Figuren vom Plättchen genommen (weil alle Meeples gleichfarbig sind), nimmt der Spieler dieses Plättchen in Besitz. Zur Kennzeichnung der Inbesitznahme stellt er eines seiner Kamele auf das Feld.

 

Nun folgt die Aktion der Sippe. Gemäß der Farbe der genommenen Meeples darf der Spieler jetzt eine Aktion ausführen, z.B. werden grüne Figuren gegen ausliegende Rohstoffkarten eingetauscht oder weiße Meeples können für Dschinnbeschwörungen eingesetzt werden etc. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Farben, die allesamt unterschiedliche Vorteile bringen. Nach den Aktionen der Sippe folgen die Aktionen der Plättchen. Je nach Art des Zielfelds darf der aktive Spieler beispielsweise Rohstoffkarten für Gold kaufen, eine Palme auf das Plättchen stellen usw. Auch hinsichtlich der Ortsplättchen gibt es fünf Feldtypen mit andersgearteten Aktionsmöglichkeiten.

 

Nachdem ein Spieler all seine Aktionen ausgeführt hat, darf er noch beliebig viele Güter verkaufen. Je mehr unterschiedliche Rohstoffkarten er als Set abgibt, desto mehr Gold erhält er. Sobald alle Spieler dran waren und ihren Zug beendet haben, beginnt die nächste Runde nach dem gleichen Schema wie gerade beschrieben. Das Spiel endet, sobald ein Spieler sein letztes Kamel auf ein Plättchen gesetzt hat oder keine zulässige Meeple-Bewegung mehr möglich ist. Nun folgt die Schlusswertung gemäß den beiliegenden Wertungsblättern. Grundsätzlich gilt, dass Gold 1:1 in Siegpunkte umgerechnet wird. Weiterhin gibt es beispielsweise Siegpunkte für Mehrheiten an Wesiren (gelbe Figuren), die Siegpunkte der eigenen Dschinn, fünf Siegpunkte für jeden Palast auf eigenen Plättchen uvm. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat dann gewonnen.

 

Meinung:

 

Endlich erfährt dieses Kleinjuwel eine hochverdiente Wiederveröffentlichung. Denn bei Five Tribes handelt es sich um ein Re-Release eines Spiels aus dem Jahre 2014. Bereits damals war Five Tribes ein Liebling der Vielspieler und das völlig zu Recht, denn das Spiel ist einfach großartig.

 

Das Spielprinzip ist quasi ein Worker-Displacement, denn Aktionen werden beim Wegnehmen der Figuren aktiviert. Dieses Prinzip gibt es zwar schon (z.B. bei Tzolk´in), aber in dieser Form ist Five Tribes dennoch ein origineller und innovativer Spielmechanismus zu bescheinigen. Denn schließlich ist es nicht nur mit dem Wegnehmen der Figuren des Zielfelds getan. Das wäre ja einfach. Vielmehr muss der aktive Spieler höllisch genau darauf achten, welche Figuren er auf welchem Plättchen abstellt. Denn mit einem „dummen“ Zug kann es leicht passieren, dass der nachfolgende Mitspieler von einem neu bestückten Feld massiv profitiert. Tipp: immer schön aufpassen, dass nicht zu viele gleichfarbige Meeples auf einem Plättchen stehen.

 

Da eigentlich jede Aktion irgendwie Siegpunkte oder Vorteile mit sich bringt, gilt es gut durchzurechnen, welche Aktion die meisten Punkte einbringt. Und das kann die kleinen grauen Zellen unter Umständen extrem fordern. Besonders, wenn dabei die entstehenden Vorteile für die Mitspieler einkalkuliert werden. Genau das macht Five Tribes so interessant, aber sofern Hardcore-Grübler am Tisch sitzen, kann das Überlegen/Durchrechnen auch seine Zeit dauern. Persönliche Empfehlung: Leute, nehmt das Ganze doch nicht zu ernst. Es ist ein Spiel, und bei einem Spiel geht es in erster Linie um Spaß. Zumindest sollte das so sein, grins. Also spielt ein bisschen aus dem Bauch heraus, was natürlich nicht heißt, dass Ihr nicht überlegen sollt. Das gehört bei Five Tribes zwingend dazu, und damit kommen wir auch zum potentiellen Klientel des Spiels.

 

Five Tribes kann sowohl von Vielspielern als auch von ambitionierten Gelegenheitsspielern und Familien gespielt werden. Die beiden zuletzt genannten Spielertypen dürften vermutlich eher locker-flockig drauflos spielen, während die erfahrenen Strategen/Taktiker wahrscheinlich mehr an ihren Zügen tüfteln. Spaß macht beides! Sogar einen Heidenspaß, und durchweg alle Spieler in den Testrunden waren von Five Tribes ziemlich begeistert. Neben dem Spielspaß liegt dies auch an der schönen Aufmachung/Illustration, die das Auge erfreut und mit guter Materialqualität ausgestattet ist. Auch die Spielanleitung ist äußerst gelungen und lässt keine Fragen offen.

 

Five Tribes - Die Dschinn von Naqala hat übrigens keinerlei Veränderungen gegenüber 2014 erhalten. Das ist einerseits verständlich, weil das Spiel absolut flüssig und rund ist. Andererseits hat sich in den letzten Jahren nun mal ein Trend zum Solomodus eingeschlichen. Einen solchen Modus hätte man vielleicht noch entwickeln können, aber sei´s drum … das ist Jammern auf höchstem Niveau und schmälert in keiner Weise den tollen Spaß, den Five Tribes seinen Spielern bietet.

 

Fazit:

 

Five Tribes war 2014 ein super Spiel, und genau das ist es auch immer noch. Eine Altersermüdung sucht man hier vergebens. Trotz leichter Zugänglichkeit bietet die Veröffentlichung Tiefe und Spielspaß, und damit versteht sich eine Weiterempfehlung natürlich von selbst.

Galileo Galilei von Frosted Games – Ersteindruck

Von: Dimi
01. Oktober 2025 um 16:00

Bei Galileo Galilei sind wir Astronomen und machen bemerkenswerte Beobachtungen der Himmelskörper mit den Teleskopen, den Galilei zwar nicht erfunden hat, aber mit großem Erfolg nachgebaut und für solche astronomische Zwecke genutzt hat. (Quelle: Max-Planck-Gesellschaft)

Cover: Galileo Galilei / Foto: Frosted Games

Mit dem eigenen Tableau und dem Teleskop, lassen sich Aktionen ausführen, in dem du den Teleskop 1-3 Felder bewegst. Mit den Aktionen kannst du Planeten oder Sternkonstellationen beobachten, Kometen ins Spiel bringen um Vergünstigungen zu erlangen oder einfach deine Aktionsplättchen upgraden. Die oberen Aktionen von deinem Tableau sind immer fix, die unteren Aktionsplättchen nicht. Das Aktionsplättchen wandert nach deinem Zug nach unten und alle oder einige Aktionsplättchen verschieben sich. Sodass die Aktionen sich ein wenig für die darauffolgenden Züge ändern. Spannend! Da musst du gut vorausplanen, welche Aktionen du danach machen möchtest. Dieses Element im Spiel ist reizend und macht Spaß.

Das Tableau ist sehr schön gestaltet und der Teleskop ist immer im Fokus

Die Interaktion hält sich in Grenzen, da jeder für sich die Beobachtungen durchführt. Lediglich Karten wegschnappen und gewisse Ziele im Spiel versuchen ein wenig Interaktion ins Spiel zu bringen. 

Die Beobachtungen machst du mit farbigen Würfel (1-6) hier Lichtwürfel. Sternkonstellationen lassen sich mit einem Lichtwürfel (gelb, rot oder blau) beobachten, um größere Himmelskörper zu beobachten, müssen mindestens 2 Lichtwürfel kombiniert werden um daraus die geforderte Farbe (orange, lila, grün) abzubilden.

3 Sternkonstellationen kannst du bei Libra beobachten. 2 davon sind noch nicht belegt

Die Himmelskörper-Karte bekommst du nur, wenn du den Himmelskörper beobachtest. Bei beiden machst du gut Punkte und durch die Karten, die du dann in deine Bibliothek (oben rechts an deinem Tableau) legst, kannst du mit den Büchern auf die Buchrücken voranschreiten und die Boni erhalten.

Bei den Multiplikatoren in der Universität, kannst du auf bestimmte Sachen gehen, Sterne oder upgrades der Aktionsplättchen, um massig Punkte am Ende zu bekommen. Zwischenziele im Spiel, oberhalb der Uni, geben ebenfalls 3-7 Punkte. Durch Abgabe von Winkel, die du während des Spiels erhältst, kannst du viele Feinheiten anpassen, wie die Lichtwürfelfarbe ändern, Buchschritte erhalten oder die Inquisitoren bewegen.

Mit der Uni gibst du als Wissenschaftler deine Erkenntnisse, die du gewonnen hast, weiter. Bedeutet Siegpunkte zum Schluss

Inquisitoren? Oh ja, die machen das Spiel so ziemlich Böse. Ähnlich zu verstehen, wie die Mangelernährung von Agricola. Die Inquisitoren in deinem Observatoriumskeller sind dir zwar nicht gerade willkommen, können aber durchaus Teil deiner Strategie sein. Thematisch geht es darum, dass du versuchst, die Inquisitoren von deiner Rechtschaffenheit zu überzeugen. Gelingt dir das nicht, werden ihre Befragungen deinem Ruf schaden, was sich am Spielende in massiven Minuspunkten niederschlägt. Um sie zu überzeugen, musst du die Inquisitoren Stück für Stück weiter nach rechts in deinem Keller verschieben. Dein aktueller Ruf wird auf der Rufleiste des Spielplans angezeigt und bestimmt, wie viele Plus- oder Minuspunkte du am Spielende erhältst.

Durch die Aktion Sternkonstellation beobachten, bekommst neben Siegpunkte auch die dazugehörige Boni

Das Spiel endet, wenn eine bestimmte Anzahl an Himmelskörper-Karten aufgedeckt wurden (Spielerabhängig) und wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt die Partie Galileo Galilei.

Ich hatte definitiv meinen Spaß mit dem Spiel. Das Thema spricht mich sehr an, und die Umsetzung ist wirklich gelungen. Es handelt sich um ein Kennerspiel, das zu dritt in etwa 60 bis 75 Minuten gespielt ist und in dieser Zeit erlebt man eine richtig gute, unterhaltsame Partie. 

Ich bin vom Autor Thomas Holek begeistert, was für ein Output er letztes Jahr hatte mit SETI, Tee Garden und Galileo Galilei. Und dieses Jahr auf der SPIEL knüpft er da genau an, mit AQUARIA von Delicius Games in deutsch von Skellig Games und Froschreich von Pink Troubadour in deutsch von MM Spiele. Bin da sehr gespannt drauf. Aber vorher sollte ich auch mal Tea Garden endlich mal spielen.

Ersteindruck von Dimitrios Barbas

Verlag: Frosted Games
Autor: Thomas Holek
Illustration: Michal Peichl
Erscheinungsjahr: 2024
Spieleranzahl: 1-4 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Dauer:  60 Minuten

Der Beitrag Galileo Galilei von Frosted Games – Ersteindruck erschien zuerst auf BOARD GAME GREEK.

Ein Blick auf Essen mit Pete

Von: Dirk
28. September 2025 um 11:39
Lesezeit: < 1 Minute

Es ist wieder soweit – eine frische Folge vom Würfelmagier Brettspiel Podcast ist da!
In guter Tradition haben wir uns an den Tisch gesetzt, geschnackt, gelacht und natürlich tief in die Welt der Brettspiele hineingeschaut.

Diesmal erwarten euch:

  • 🃏 Brandneue Spiele – frisch ausgepackt und direkt auf den Tisch geworfen.
  • 🎤 Ein spannender Gast aus der Szene, der exklusive Einblicke gibt, warum er im nächsten Leben Förster wird.
  • ⭐ Unsere persönlichen Must-Plays für die nächsten Runden.

Wie immer gibt’s dabei nicht nur Fakten, sondern auch Meinungen, kleine Anekdoten und die übliche Portion Leidenschaft für Meeples, Würfel und Karten.

👉 Reinhören könnt ihr die Episode direkt hier:
🎧 Zur Folge auf Spotify

Und den passenden Teaser findet ihr natürlich auch auf Insta:
📷 Zum Post

Also: Kopfhörer auf, Getränk bereitstellen – und los geht’s mit einer guten Stunde Brettspiel-Futter für die Ohren!

Mischwald Dartmoor

26. September 2025 um 16:00

Lookout Spiele, 2025
Autor: Kosch
2–5 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 60 Minuten

Taucht ein in die geheimnisvolle Landschaft des Dartmoor Nationalparks im Südwesten Englands. Ihr wandert durch neblige Moore, Heidelandschaften und kleine Bäche, um ein ausgewogenes Ökosystem zu erschaffen. In „Mischwald: Dartmoor“ seid ihr Naturgestalter:innen: Jede Entscheidung, welche Tiere und Pflanzen ihr in eure Landschaft integriert, beeinflusst das Gleichgewicht eures Waldes. Die liebevoll illustrierten Karten von vermitteln die Weite und Ruhe der Natur und ziehen euch sofort in diese friedliche, gleichzeitig dynamische Spielwelt. Das Spiel nimmt das klassische Set-Collection-Prinzip auf und verleiht ihm durch die neue Dartmoor-Umgebung einen frischen, atmosphärischen Charakter. Wer sich für Naturthemen begeistert, wird hier sofort Lust bekommen, seinen eigenen Wald wachsen zu lassen.

Der Ablauf ist eingängig: In jeder Runde zieht ihr Karten und legt sie in eure Landschaft, um Tiere, Pflanzen oder spezielle Geländefelder zu platzieren. Die neuen Geländekarten bringen eine zusätzliche taktische Ebene: Sie eröffnen Lebensräume, Futterstellen oder Bonusaktionen, die kluge Planung belohnen. Die reduzierte Anzahl an Baumsymbolen sorgt für übersichtliche Entscheidungen und beschleunigt den Einstieg, ohne dass die strategische Tiefe verloren geht. Jede Partie fühlt sich lebendig an, weil sich die Landschaft ständig verändert und ihr flexibel auf die Züge der Mitspieler:innen reagieren müsst. Durch die Kombination aus Set-Collection und räumlicher Planung entsteht ein ruhiger, aber spannender Spielfluss, bei dem jede Entscheidung spürbare Auswirkungen hat. Variationen in der Kartenkombination sorgen dafür, dass keine Partie der anderen gleicht.

„Mischwald: Dartmoor“ überzeugt durch die gelungene Verbindung von Naturthema und taktischem Spielspaß. Die Geländekarten erweitern die Möglichkeiten, ohne den Spielfluss zu verkomplizieren, und die Illustrationen tragen maßgeblich zur stimmungsvollen Atmosphäre bei. Die Materialqualität ist hochwertig: stabile Karten, schöne Haptik und langlebige Spielkomponenten lassen das Spiel auch nach vielen Partien gut in Schuss bleiben. Für Familien und Gelegenheitsspieler:innen bietet das Spiel einen einsteigerfreundlichen Zugang zu taktischen Set-Collection-Spielen. Vielspieler:innen genießen die strategischen Entscheidungen und die Variabilität. Die Spieldauer von etwa 60 Minuten ist angemessen, kann aber bei voller Besetzung etwas länger ausfallen. Insgesamt ist „Mischwald: Dartmoor“ ein atmosphärisches, taktisch reizvolles Spiel, das sowohl Naturfreund:innen als auch Strateg:innen Freude bereitet.

Tom Werneck: „Schaue mit Neugier auf die Arbeit der Jury, nicht mit Groll“

26. September 2025 um 05:00
Tom Werneck hat die Jury „Spiel des Jahres“ mitgegründet. Heute stellt er ihre Unabhängigkeit infrage. Ein Interview über journalistisches Handwerk, Verantwortung und seine Kritik an den Spielekritikern. Das Interview ist eine Ergänzung eines knapp dreistündigen Interviews mit Tom Werneck. Das komplette Gespräch könnt ihr im Podcast Boardcast von Frederik Malsy nachhören Du rezensierst seit mehr als fünfzig Jahren Spiele. Was können Blogger, Youtuberinnen und Podcaster von einem alten Hasen wie dir lernen?Den richtigen Umgang mit Sprache und journalistisches Handwerk. Dazu gehört beispielsweise: kurze Sätze schreiben, Fremdwörter meiden und aufs Passiv verzichten. Wichtig ist auch, die Botschaft an den Anfang zu

Quelle

Die εὕρηκα-Schwelle oder die Annahme der Handlungsfähigkeit

21. September 2025 um 12:12
Aus der Filmwissenschaft, hat sich die Spieleszene irgendwann den Begriff der Immersion entliehen. Es ist das Eintauchen in eine Fiktion, welche unsere gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Damit das überhaupt möglich ist, benötigt es aber die „suspension of disbelief“ seitens des Publikums. Man muss in der Lage sein darüber hinwegzuschauen, dass alles Gezeigte nur gespielt […]

Total Regal

19. September 2025 um 16:00

Feuerland Spiele, 2023
Autoren: Matthew Dunstan & Phil Walker-Harding
2–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 25-35 Minuten

In „Total Regal“ tretet ihr gegeneinander an, um das schönste und cleverste Regal zu gestalten. Was im Alltag nach Aufräumen klingt, wird hier zu einem charmanten Wettstreit: Wer sortiert die farbigen Gegenstände so, dass sie am meisten Punkte bringen? Das Thema hebt sich angenehm von klassischen Fantasy- oder Handelsszenarien ab und wirkt sofort zugänglich. Ihr habt nicht das Gefühl, in einer trockenen Punkteschlacht zu sitzen, sondern spielt ein leichtfüßiges Puzzle, das optisch wie inhaltlich einladend wirkt. Die Idee, Ordnung und Dekoration als spielerisches Thema zu inszenieren, ist originell und sorgt schon vor der ersten Partie für ein Schmunzeln.

Das Spiel läuft über mehrere Runden, in denen ihr abwechselnd Plättchen aus einer offenen Auslage nehmt und in euer persönliches Regal einbaut. Jede Platzierung will gut überlegt sein, denn gleiche Symbole nebeneinander bringen Punkte, zu viele Lücken oder ungeschickte Kombinationen kosten euch dagegen Chancen. Zusätzlich gibt es Aufgabenkarten, die entweder allen oder nur euch selbst bekannt sind und euch zu besonderen Anordnungen anregen. Dadurch entsteht eine Mischung aus taktischem Knobeln und leichter Interaktion, weil ihr genau hinschaut, was die anderen vielleicht gerade sammeln. Die Züge sind schnell, das Spieltempo bleibt flüssig, und ihr erlebt eine angenehme Mischung aus Planung und spontaner Reaktion. Dank verschiedener Aufgaben verläuft keine Partie exakt gleich, ohne dass die Regeln dadurch komplizierter werden.

„Total Regal“ punktet mit einfacher Zugänglichkeit und einer ansprechenden Gestaltung. Die Plättchen sind stabil, die Illustrationen freundlich, das Gesamtbild am Ende einer Partie ist farbenfroh und macht Lust auf ein Wiedersehen. Gelegenheitsspieler:innen und Familien werden hier schnell ihren Spaß finden, da die Regeln in wenigen Minuten erklärt sind und die Runden nicht länger als eine halbe Stunde dauern. Für Vielspieler:innen bietet das Spiel allerdings nur begrenzte Tiefe, da die Strategien überschaubar bleiben und sich ein gewisser Wiederholungseffekt einstellt. Als Familienspiel oder als lockerer Absacker nach einem Kennerspielabend funktioniert es hervorragend. Unser Fazit: „Total Regal“ ist ein liebevoll gestaltetes, leichtes Puzzle, das seine Stärken in Charme, Tempo und Einfachheit hat. Perfekt, wenn ihr ein unkompliziertes, aber dennoch cleveres Spiel für viele Runden sucht.

Am Goldenen Fluss

18. September 2025 um 12:30

Verlag: Kosmos

Autor: Keith Piggott

Spieleranzahl: 2 - 4

Alter: ab 12 Jahren

Spieldauer: 60 - 90 Minuten

 

 

Einleitung:

 

Der Goldene Fluss schlängelt sich durch das Reich von Rokugan. Als Klans nutzen 2-4 Spieler die vielfältigen Möglichkeiten der Gebiete auf dem Spielplan. Wer am Ende der zweiten Ära die meisten Siegpunkte hat gewinnt das Spiel und wird erfolgreichster Klan dieser Partie.

 

Ablauf:

 

Zunächst wird der Spielplan in die Mitte gelegt und mit allen dazugehörigen Plättchen bestückt. Alle weiteren Utensilien wie Handelswaren und Kundenkarten werden neben dem Plan bereitgelegt. Jeder Spieler repräsentiert einen Klan und erhält dessen Klantafel sowie eine Klanfigur, 22 Marker, 3 Schiffe und zwei Kundenkarten. Jeder Spieler startet mit seinen beiden regulären Schiffen und einem Startkapital von mindestens 7 Koku (=Geld). Weiterhin verfügt jeder Spieler zu Beginn über zwei göttliche Günste mit denen im Verlauf des Spiels die Würfel verändert werden können. Last not least würfelt jeder Spieler seinen Würfel.

 

Am Goldenen Fluss verläuft über vier Phasen, die jeder Spieler am Stück durchläuft. In der Gunstphase kann göttliche Gunst abgegeben werden um das Würfelergebnis zu erhöhen oder zu verringern. Anschließend folgt die Aktionsphase in welcher der aktive Spieler eine Aktion ausführt. In der Meisterschaftsphase darf der Spieler Ziele markieren, die er in seinem Zug erfüllt hat. Dafür erhält er Siegpunkte. Am Schluss seines Spielzugs würfelt der Spieler seinen Würfel neu und kann jetzt schon überlegen, was er beim nächsten Mal machen will.

 

Das Kernstück der Phasen ist natürlich die Aktionsphase. Hier hat der Spieler folgende Möglichkeiten:

 

  • Bauen

  • Segeln

  • Ausliefern

 

Beim Bauen nimmt er ein ausliegendes Bauplättchen und bezahlt einen Bauplatz in der Region seines Würfelergebnisses. Er legt das Bauwerk aus, markiert es mit einem seiner Marker und rückt auf der entsprechenden Einflussleiste vor. Beim Segeln rückt er ein eigenes Schiff so viele Flussabschnitte nach unten wie es sein Würfel anzeigt. Dann erhält er die Boni der vier angrenzenden Häfen. Besitzer von Bauwerken erhalten dabei ebenfalls einen Bonus. Beim Ausliefern darf der Spieler einen Kunden bedienen. Dazu muss die Handkarte mit dem Würfelergebnis übereinstimmen und die geforderten Ressourcen werden abgegeben. Anschließend werden zwei neu Kundenkarten nachgezogen und eine Karte von der Hand abgeworfen. Belieferte Kunden gewähren ggf. dauerhafte Vorteile und bringen am Schluss Siegpunkte ein.

 

Wenn alle Bauwerke der ersten Ära gebaut wurden erhalten die Spieler den Bonus aller ihrer Bauplätze. Nach der zweiten Ära endet das Spiel mit einer Schlusswertung, in der es noch Siegpunkte für die Einflussleisten und die bedienten Kunden gibt. Der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

 

Meinung:

 

Am Goldenen Fluss ist eine rundum gelungene Veröffentlichung, die ich als relativ einfaches Kennerspiel charakterisieren würde. Da es nur drei Aktionsmöglichkeiten gibt ist das Spiel sehr zugänglich und leicht zu verstehen. Allerdings muss unbedingt verinnerlicht werden, dass der Würfel bzw. dessen Ergebnis für alle Optionen entscheidend ist. Das ist der einzige Punkt, bei dem es manchmal zu Missverständnissen kommt. Ansonsten läuft das Spiel sehr rund und auch die angegebene Spieldauer ist realistisch (was nicht bei allen Brettspielen der Fall ist).

 

Zugänglichkeit und wenig Auswahlmöglichkeiten hören sich zunächst einfach an, aber Am Goldenen Fluss ist dennoch kein Selbstläufer. Die Spieler sollten definitiv einen Plan haben und auch langfristig verstehen wie man letztendlich an viele Siegpunkte kommt. Und dabei spielen die Einflussleisten eine nicht unerhebliche Rolle. Vor allem mit einem Ältesten sind hier am Schluss viele Punkte abzugrasen. Gleiches gilt für die Meisterschaften. Wenn möglich sollten diese unbedingt abgeschlossen werden.

 

Am Anfang einer Partie ist es jedoch klar, dass die Spieler günstig bauen möchten. Ebenfalls klar ist, dass manche Kundenkarten frühe Vorteile bringen. Wer die entsprechenden Ressourcen hat und die passende Region gewürfelt hat sollte schnellstmöglich die entsprechende Auslieferung machen. Älteste hingegen sollte man lieber später beliefern. Dann kann man auch besser abschätzen ob sie sich wirklich lohnen (denn das hängt ja von der Position auf der jeweiligen Einflussleiste ab). Erfahrene Spieler können auch mit der Mini-Erweiterung Klanlegenden spielen. Dabei hat jeder Klan einen individuellen Vorteil. Viel komplizierter wird Am Goldenen Fluss damit aber nicht.

 

Das Spiel macht Spaß und ist sicherlich eine Weiterempfehlung wert. Für die oberste Liga reicht es aber nicht. Ich persönlich würde übrigens auch empfehlen, das Spiel mit drei oder vier Spielern zu zocken. Dann ist das Gerangel um die Bauplätze größer und es ist gefühlt mehr los auf dem Fluss. Trotzdem finde ich es schade, dass es keine Solovariante gibt. Das ist heutzutage bei den meisten Spielen fast schon üblich. Die Haptik ist gut und die Symbolik verständlich. Lediglich die Spielerfigur wirkt etwas antiquiert. Was mir nicht gefallen hat ist das Inlay. Das sieht zwar schick aus wie bei einer Pralinenschachtel, aber es nimmt unnötig viel Platz weg, und wenn die einzelnen Komponenten in separaten Ziptüten verstaut sind, dann sind diese gar nicht mal so einfach unterzubringen.

 

Fazit:

 

Insgesamt ist Am Goldenen Fluss ein solides, gelungenes und gutes Spiel. Es muss nicht immer hochkomplex sein. Auch ein seichteres Kennerniveau kann großen Spaß machen, und Am Goldenen Fluss ist das beste Beispiel dafür.

 

Die besten Brettspiele 2025 – Die TOP 10 Spiele-Neuheiten

Hier sind die 10 besten Brettspiele 2025 für Familien und Erwachsene! Auch wenn es viele es in unserer immer digitaler werdenden Welt nicht glauben wollen: Die Anzahl der Menschen, die gerne am Tisch gemeinsam Brettspiele spielen nimmt stetig zu. Der Markt an verschiedenen Spielen für jedes Altersklasse, Spieleranzahl und Genres ist riesig und jedes Jahre kommen […]

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Neue Wege im Lernen: Brettspielklassen in Deutschland

15. September 2025 um 18:21

Die Sommerpause ist vorbei – und „Das spielende Klassenzimmer“ kommt mit frischem Wind und spannenden Themen zurück! Wer neugierig ist, wie Spielen und Lernen in Deutschland konkret umgesetzt werden, darf sich auf mehrere neue Folgen freuen, die sich aktuellen und zukunftsweisenden Projekten widmen.

Zwei Brettspielklassen – ein Jahr Erfahrungen

Seit etwa einem Jahr gibt es in Deutschland zwei sogenannte Brettspielklassen – eine in Hamburg, die andere in Bielefeld. Diese Programme setzen Brettspiele gezielt und regelmäßig im Schulalltag ein, um Lernen, Sozialverhalten und Kooperation zu fördern. In den kommenden Folgen stellt der Podcast beide Klassen vor:

Den Auftakt macht Hamburg – die Folge ist heute erschienen. Wer wissen möchte, wie eine Klasse mit regelmäßigem Brettspielunterricht funktioniert, mit welchen Spielen gearbeitet wird, welche Herausforderungen und Chancen es gibt – diese Folge liefert viele Einblicke.

Am 15. Oktober folgt die Vorstellung der Brettspielklasse in Bielefeld – passend, um die unterschiedlichen Konzepte und lokalen Bedingungen zu vergleichen und zu verstehen, welche Impulse aus beiden Klassen gezogen werden können.

Rollenspiel als verpflichtendes Unterrichtsfach? Ein Blick nach vorn

Im November geht es weiter mit einem ebenso ambitionierten Thema: Ein Projekt, das zum Ziel hat, Rollenspiel als verpflichtendes Unterrichtsfach an weiterführenden Schulen in Deutschland einzuführen. Rollenspiele bieten Lernenden Möglichkeiten zu Förderung des sprachlichen und kreativen Ausdrucks, Perspektivwechsel und Reflexion – die Novemberfolge wirft im Interview mit einem der Köpfe des Projekts einen Blick hinter die Kulissen.

Hier findest du alle Folgen im Überblick: Podcastseite „Das spielende Klassenzimmer – Alle Folgen”
In den Shownotes gibt es jeweils Hinweise auf die erwähnten Spiele, Methoden und Praxisbeispiele. Ich freue mich, wenn ihr reinhört, mitdenkt und vielleicht inspiriert werdet, eigene Spiel-Formate in Schule und Unterricht zu entwickeln. Voraussetzung für gute Bildung ist nicht nur Wissen – sondern auch Raum fürs Spielen und Gestalten.

Viel Freude beim Zuhören & Entdecken!

Ich wünsche mir Frogger von der Gruppe Atari

14. September 2025 um 11:44
Historisch gesehen sind Computerspiele auch aus Brettspielen entstanden: Ende der 70er Jahre erschienen eine Reihe von Brettspielen mit elektronischem Chip: Etwa Atlantis – Das Imperium schlägt zurück, Senso (das heißt heute Simon heißt) oder Galaxis. Die damals aufkommenden Videospielkonsolen wurden als konsequente Weiterentwicklung angesehen – weswegen Parker etwa auch selbstverständlich Konsolen für die Atari-Konsole entwickelte […]

Tic Tac Town

12. September 2025 um 16:00

moses, 2024
Autor: Ignasi Ferré
2–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 15 Minuten

Stellt euch vor, ihr baut gemeinsam eine kleine Stadt. Allerdings nicht mit Häusern, sondern mit Würfeln. In „Tic Tac Town“ legt ihr bunte Würfel auf ein Spielfeld, um Aufgaben zu erfüllen. Das Thema „Stadt“ ist eher Kulisse, im Kern geht es um clevere Kombinationen aus Farben und Zahlen. Die Mischung aus Würfelglück und Taktik erinnert an Tic-Tac-Toe, bringt aber deutlich mehr Abwechslung, weil ihr unterschiedliche Aufgabenkarten lösen müsst. Damit entsteht ein Spiel, das vertraut wirkt, aber mit seinen Kniffen eine eigene Note hat.

Jede:r startet mit vier Aufgabenkarten in drei Schwierigkeitsstufen. Zwölf Würfel in vier Farben werden geworfen und reihum auf das Tableau gelegt, bei zwei Personen auf einem 3×3-, bei mehr auf einem 4×4-Feld. Mit jedem Würfel prüft ihr, ob eine Aufgabe erfüllt ist: Etwa bestimmte Farbfolgen, Summen oder kleine Rechenoperationen. Erfüllt ihr eine Karte, legt ihr sie ab und sammelt Punkte. Sind alle Würfel platziert, endet die Runde. Danach gibt es neue Karten, und nach so vielen Runden wie Mitspielende steht fest, wer die meisten Punkte hat. Besonders ist die Bandbreite der Aufgaben: von einfachen Mustern bis zu kniffligen Rechnereien, die euch auch nach mehreren Partien noch fordern.

Der Einstieg ist angenehm leicht, Regeln und Abläufe sitzen nach wenigen Minuten. Gelegenheitsspieler:innen kommen sofort mit, Vielspieler:innen schätzen die steigenden Schwierigkeitsstufen. Gleichzeitig kann es passieren, dass manche Karten gegen Ende kaum noch erfüllbar sind, was zu kleinen Frustmomenten führt. Thematisch bleibt das Spiel abstrakt; Stadtflair entsteht kaum. Das Material ist ordentlich: stabile Karten, farbige Würfel, doppelseitiges Tableau. Damit wirkt das Spiel wertig und langlebig. Besonders in gemischten Gruppen oder als kurzer Absacker funktioniert es hervorragend. Wer aber eine thematische Welt erwartet oder langfristig strategische Tiefe sucht, wird hier weniger fündig. Insgesamt bietet „Tic Tac Town“ genau das, was es verspricht: ein schnelles, zugängliches Würfelspiel mit einem frischen Kniff, das in 15 Minuten für gute Laune sorgt und gern noch einmal auf den Tisch kommt.

Spielkulturfestival 2026: Veranstaltungsort jetzt fixiert (Upd.)

11. September 2025 um 01:00

FESTIVAL.  Jedes Jahr widmet sich das Spielkulturfestival (ehem. "Spielmarkt") der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid einem anderen Thema. 2025 war es die Künstliche Intelligenz, 2026 wird es um "Green Play" gehen. Wo? Update 28.3.2026: Das ist jetzt entschieden. 


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Youtube Hype – für 500 bis 500 000 – DANKE!

08. September 2025 um 15:06

Video Hypen – YouTubes neue Hype-Funktion für Youtuber im Partnerprogram von 500 bis 500 000 Abonnenten.
Von DieHausis kurz erklärt und mit eigenem Hinweis dazu.
Da entscheidet nicht mehr allein der Algorithmus – sondern Du!
Danke für Deinen Support!

Zum Video auf Youtube: https://youtu.be/WnPAAxsaDZA

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