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Opera Magna

Von: Björn
11. Juli 2026 um 09:00

Keine Oper, aber ganz großes Bau-Kino

Puh, sitzt du da so zu Hause in Florenz, hast in der Renaissance jetzt alles gebaut, was so zu bauen war, und überlegst, was du als Nächstes machen kannst, während du aus dem Fenster auf eine riesige freie Fläche glotzt. So ein fetter Dom wäre doch mal was? Also schickst du eine Brieftaube an deine Handwerker-Kollegen, alle haben Bock und ab geht’s!


Steckbrief

SpielOpera Magna
VerlagLudus Magnus Studio
Veröffentlichung2026
IdeeTommaso BattistaStefano Castelli
IllustrationLara Ongis
Rating (BGG)/
Komplexität (BGG)Kennerspiel
SpielweiseKompetitiv
MechanikenMarket, Worker Placement, Engine Building

Falls du dich wunderst, warum du von dem Spiel bisher noch nichts gehört hast: Ludus Magnus Studio hat uns vorab eine Review-Version zur Verfügung gestellt, die mal abgesehen von der Anleitung und dem Appendix bereits dem finalen Spiel entspricht. Die Express-Kampagne dazu startet im September auf Gamefound. Obwohl sie uns das Spiel zum Testen zur Verfügung gestellt haben, hatten wir freie Hand und mussten keine bestimmten Vorgaben befolgen. Dieses Review spiegelt also meine tatsächliche Meinung wider.

In Opera Magna schlüpfen wir nicht in die Rollen von feinen Prinzen oder arroganten Star-Architekten. Nein, wir gehen dahin, wo noch richtig gearbeitet wird. In die staubigen, verrauchten Werkstätten. Friedrich Merz wäre glücklich. Ich steige hier erstmal wieder mit ein paar historischen Hintergrundinfos ein. Also falls du da keinen Bock drauf hast und nur spielen willst, spring einfach direkt zur nächsten Überschrift.

Hintergrund

Der Originalbau des gesamten Doms von Florenz hat insgesamt schlanke 140 Jahre gedauert, wobei ein Großteil der Zeit allein für die gewaltige Kuppel draufging. Der Bau stand sogar jahrelang einfach komplett still, weil es schlichtweg keinen realisierbaren Plan gab, wie man dieses Monster von einer Kuppel überhaupt hochziehen sollte. 1436 war es dann aber doch so weit und das Monumentalgebäude stand in seiner vollen Pracht.

Ganz so lange dauert es in Opera Magna zum Glück nicht. Eher im Gegenteil. Das Spiel spielt sich je nach Spielerzahl in flotten 60 bis 90 Minuten angenehm geschmeidig runter. Als meisterhafte Handwerker schubsen wir gierige Händler über das Mittelmeer, feilschen um jeden staubigen Brocken Marmor und versuchen verzweifelt, unsere chronisch ineffizienten Betriebe auf Vordermann zu bringen.

Bevor ich aber direkt ins Spielgeschehen grätsche, noch ein paar Worte zum Titel und den beiden definitiv nicht unbekannten Autoren. Tommaso Battista ist wohl hauptsächlich bekannt durch Wasserkraft und das für mich absolut großartige und unterrepräsentierte D.E.I. – Divide et Impera. Aktuell lief sogar eine weitere Express-Kampagne zu seinem neuen Spiel Entropy. Nummer zwei im Bunde ist etwas vielfältiger unterwegs, aber so den ganz großen Über-Hit hat Stefano Castelli noch nicht auf die Menschheit losgelassen. Potion Explosion gehört wahrscheinlich zu seinen bekanntesten Werken, er hat aber mit Chamber of Wonders auch schon für den Publisher Ludus Magnus Studio entwickelt.

Der Titel Opera Magna ist dabei ein cleveres Wortspiel, das sich gar nicht so leicht ins Deutsche übertragen lässt. Mit einer Oper hat das Ganze jedenfalls schon mal überhaupt nichts zu tun. Klassisch würde man es wohl mit „Großes Werk“ übersetzen, was ja wie die Faust aufs Auge zur Cattedrale Metropolitana di Santa Maria del Fiore passt. Aber Opera lässt sich eben auch mit Arbeit, Taten oder Mühe übersetzen, was definitiv für unsere armen, schuftenden Handwerker zutrifft. Vielleicht könnte man das Spiel im Deutschen also am besten mit „Scheiß harte Arbeit, um ein monumentales Bauwerk hochzuziehen“ übersetzen. Nicht ganz so catchy, bleiben wir also besser bei Opera Magna.


Spielprinzip

Was ist Opera Magna eigentlich? Vorweg kann ich schon mal sagen, dass dieses Spiel wunderbar elegant designt ist. Das ist endlich mal wieder ein Titel, zu dem das altgediente „Leicht zu lernen, schwer zu meistern“ einfach hervorragend passt. Die Regeln sind absolut zugänglich und auf entspannten 10 Seiten erklärt. Das habe sogar ich ohne geistigen Ausflug nach Walhalla hinbekommen.

Jeder von uns bekommt ein Werkstatt-Tableau, das eine von vier klassischen Handwerkszünften darstellt: Zimmermann, Steinmetz, Glaserei oder Schmied. Die Boards sind leicht asymmetrisch und geben dir immer einen kleinen Rabatt auf die zu deiner Zunft passende Ressource. Also Holz beim Zimmermann, Marmor beim Steinmetz, Blei beim Schmied und Sand für die Glaserei. Diese Rohstoffe lassen sich im Spielverlauf zu Planken, Säulen, Glocken und schicken Fenstern veredeln. Halt genau das Zeug, das man eben braucht, um so einen Dom zusammenzuzimmern (oder auch andere Gebäude).

Auf dem Tisch liegen außerdem 3 Märkte: Venedig, Antwerpen und Konstantinopel. Jeder Markt hat einen oberen und einen unteren Bereich mit jeweils 3 Karten. Oben liegt die Kosten- und unten die Profitseite. Und dann geht der Spaß auch schon los!

Die drei Städte Venedig, Antwerpen und Konstantinopel

Phase 1: Die Händlerphase (Der Markt regelt das)

Jetzt ist es Zeit, einen deiner Händler in die Spur zu schicken! Du nimmst einen deiner drei Jungs (oder Mädels) und schubst ihn auf ein Stadt-Tableau deiner Wahl. Aber Achtung: Das geht nur, wenn da nicht schon ein anderer deiner Händler rumlungert. Auf der gewählten Zone rutschen alle Handels-Karten brav ein Feld nach links. Die Karte ganz links fliegt gnadenlos auf den Müll, und du ballerst eine neue Karte aus deiner Hand ganz rechts in die Lücke. Herzlichen Glückwunsch, du hast gerade aktiv den Markt reguliert! Du hast dabei immer 3 Karten auf der Hand. Auf der oberen Hälfte der Karten sind immer Basis-Rohstoffe zu sehen, auf der unteren können es sowohl Rohstoffe als auch bereits veredelte Güter sein.

Phase 2: Stadtaktivierungsphase (Bezahlen und abkassieren)

Nun wird die Stadt, in die du deinen Händler gerade reingegrätscht hast, auch direkt aktiviert. Das läuft wie am Fließband in drei Schritten:

Blechen: Schau dir die Symbole in der Kosten-Zone genau an und zahle die geforderten Rohstoffe. Das Ganze wird elegant auf deinem Werkstatt-Tableau abgewickelt, indem du einfach die Ressourcen-Marker nach links schiebst. Deine Zunft-Rabatte darfst du natürlich abziehen. Geht dir die Puste aus und ein Rohstoff-Marker steht schon auf der 0, musst du stattdessen deine weißen Zertifikate opfern. Sind die auch am Limit, kostet dich das eiskalt Siegpunkte! Manchmal muss man mit seinem guten Namen zahlen.

Kassieren: Jetzt gibt’s die Belohnung aus der Profit-Zone! Rohstoffe lassen deine Holz-Marker auf der Leiste wieder entspannt nach rechts wandern und veredelte Waren werden oberhalb des Tableaus platziert.. Sollte dein Rohstoff-Marker dabei punktgenau auf deinem Zertifikats-Marker landen, wird dieser kostenlos gleich mit nach rechts geschoben. Vorzüglich!

Sonderboni abgreifen: Falls sich dein Händler in der oberen Kosten-Zone befindet, darfst du zusätzlich noch die Spezialfähigkeit der jeweiligen Stadt nutzen, die zu Beginn der Partie zufällig bestimmt wurde. Das können praktische Effekte wie Ressourcentausch oder einfach nur schnöde Siegpunkte sein. Diese Fähigkeit kannst du jederzeit, aber nur ein einziges Mal in deinem Zug, einlösen.

Die dunklen Karten oberhalb sind die Kosten für die Waren auf den unteren Karten. Falls du deinen Händler oben platzierst, gibt es hier noch 2 Siegpunkte dazu.

Phase 3: Veredeln & Verballern

Frisch veredelte Waren sind in Opera Magna wie offener Wein. Sie halten sich nicht bis zur nächsten Runde und müssen sofort verheizt werden! Am Ende dieser Phase verfällt gnadenlos alles, was du auf deinem Tableau gebunkert hast. Aber keine Sorge, du hast reichlich Möglichkeiten, deine Beute loszuwerden und kannst folgende Aktionen beliebig oft miteinander kombinieren:

Gebäude zimmern: Pack deine frisch gesammelten veredelten Güter auf deine beiden ausliegenden Baustellen-Karten. Sobald alle erforderlichen Güter auf einer Karte liegen, ist das Ding fertig. Du schiebst das fertige Gebäude dann entweder links oder rechts unter dein Werkstatt-Tableau. Links bringt es dir dauerhafte Rabatte und coole neue Tausch-Aktionen, rechts schaltest du fette Spezialeffekte und zusätzliche Transport-Karren frei. Schönes einfaches Engine-Building.

Den Dom-Bau vorantreiben: Such dir eine der 12 Baustellen auf dem großen Hauptplan aus. Wenn du die passenden Waren und das geforderte Zertifikats-Level auf deinem Board hast, darfst du pro freigeschaltetem Karren ein veredeltes Gut direkt zur Baustelle schicken. Das bringt dir am Spielende nochmals Siegpunkte und wer als Erster an einer Baustelle liefert, schnappt sich zudem noch einen köstlichen Sofort-Bonus!

Waren downgraden: Falls du am Ende doch noch veredeltes Zeug nutzlos rumliegen hast und es droht, zu verfallen, kannst du es in den jeweiligen Ursprungsrohstoff zurückverwandeln. Das fühlt sich zwar ein bisschen an wie ein Rückschritt, ist aber zumindest ein kleines Trostpflaster für schwache Planer.

Auf dem Opera Board sind die 12 Baustellen ausgelegt. Wenn du das passende Zertifikat hast, darfst du dort Güter zum Bau hinschicken. Unten ist die Gebäudeauslage. Wenn du ein Gebäude bauen willst, brauchst du die Ressourcen die in der Mitte.

Phase 4: Ende deines Zugs (Aufräumen und Nachtanken)

Der Vorhang fällt für deinen Zug. Wenn wir uns noch nicht in der allerletzten Runde befinden, machst du nur noch fix zwei Handgriffe. Hast du weniger als zwei unfertige Gebäude vor dir liegen, ziehst du aus der Auslage nach, bis du wieder zwei Baustellen hast. Die Auslage auf dem Tisch wird direkt vom Deck wieder aufgefüllt. Danach suchst du dir eine neue Handkarte vom Markt-Board aus und bezahlst sie mit deinen Rohstoffen (Achtung! Deine Zunft-Rabatte gelten hier nicht). Wenn du pleite bist oder einfach geizig sein willst, nimmst du dir einfach die Karte ganz links. Die ist nämlich immer gratis. Danach rutscht der Markt nach und eine neue Karte wird aufgedeckt.

Der Clou: Die Karten auf dem Markt sind perfekt abgezählt. Sobald der Stapel leer ist, wird das Finale eingeläutet und alle wissen exakt, dass jetzt die letzten drei Runden beginnen. Dann geht´s daran noch einmal alles aus der eigenen Engine rausquetschen! Ein simples, aber extrem vorbildliches Timing-System.

Das sind quasi auch schon alle Regeln! Dadurch entsteht ein wunderbar flüssiges Spielgefühl und niemand muss stundenlang auf seinen nächsten Zug warten. Opera Magna spielt sich sowohl zu zweit, zu dritt als auch zu viert ganz hervorragend, wobei sich mit mehreren Spielern die Dynamik in den Kosten und Profit-Zonen der Städte natürlich deutlich spürbarer verändert. Die Interaktion am Tisch ist rein indirekter Natur und beschränkt sich auf die Manipulation der Märkte. Wer direkte Spielerinteraktion bevorzugt, wird hier eher nicht fündig.

Du musst hier wirklich an allen Ecken und Enden vorausplanen. Wo setze ich meine Händler hin, ohne mir in den nächsten Zügen selbst im Weg zu stehen? Wie jongliere ich meine knappen Ressourcen, ohne bankrottzugehen? Und wann lohnt es sich vielleicht sogar, bewusst Siegpunkte zu opfern, um an einer anderen Baustelle den entscheidenden Bonus abzuräumen? Dazu kommt die ständige Frage beim Ausbau deiner kleinen Werkstatt mit Gebäuden. Nehme ich den dauerhaften Rabatt oder doch lieber den starken Spezialeffekt? Es fühlt sich einfach rundum gut an. Ein ganz, ganz wunderbares Spieldesign, das sich auch nach mehreren Runden nicht abnutzt. Durch den modularen Aufbau und die sich ständig verändernden Märkte kannst du hier auch definitiv nicht in jeder Partie dieselbe Standard-Strategie runterbeten.

Ich habe tatsächlich auch kaum etwas am Spiel auszusetzen. Die drei Handelsmetropolen auf dem Tisch tragen zwar schicke, unterschiedliche Namen, doch mechanisch hätten sich die Städte ruhig etwas mehr unterscheiden können. Die Warenkarten rutschen nämlich völlig beliebig in die Märkte. Es gibt also zum Beispiel nicht thematisch passend mehr Marmor in Konstantinopel, und wenn doch mal eine Ladung dort landet, ist das reiner Zufall. Der einzige echte Unterschied ist der jeweilige Stadt-Bonus im oberen Feld, den du beim Aktivieren abgreifen kannst. Davon gibt es pro Stadt zwar zwei verschiedene Plättchen, von denen zu Spielbeginn eins zufällig platziert wird, aber da wäre thematisch sicher noch etwas mehr Würze drin gewesen.

Auch an einer anderen Stelle knirscht es thematisch ein klein wenig im Getriebe: Jeder Spieler hat ja seine asymmetrische Ausrichtung, denn die eigene Zunft-Ressource ist billiger und sobald man über Gebäude auf der linken Seite die Tausch-Funktionen freischaltet, kann man die drei anderen Ressourcen einfach in das äquivalente veredelte Gut eintauschen. Aber Moment mal… wieso kann ich als Schmied zum Beispiel nicht einfach Glocken aus Blei ertauschen, alle anderen Spieler am Tisch aber schon? Vom reinen Spieldesign-Standpunkt aus verstehe ich die Entscheidung für die Balance natürlich absolut, aber irgendeinen thematischen Hintergrund wird sich der Autor dabei ja (hoffentlich) gedacht haben. Ich habe da beim Verlag mal nachgehakt. Falls ich eine Antwort bekomme, aktualisiere ich diesen Text natürlich nochmal. Ob man das jetzt als echten Kritikpunkt sehen will, sei mal dahingestellt. Abgesehen von dieser kleinen thematischen Logik-Lücke funktioniert das Spiel mechanisch einfach einwandfrei. Vielleicht seh ichs aber auch einfach falsch.

Die linken Scheiben geben die Anzahl der aktuellen Rohstoffe an, die weißen das jeweilige Zertifikat der Zunft. Du musst dieses erst erhöhen, Stellst du ein Gebäude unten links mit 3 Fenstern fertig, kannst du es links für einen permanenten Rabatt von 2 auf Holz oder rechts für 3 Siegpunkte am Ende für jedes deiner grünen Gebäude einschieben.

Unboxing

Beim Öffnen des Kartons lachen uns 4 Spielertableaus, 3 Städtetableaus, 1 Markttableau und das große Opera-Tableau entgegen. Sehr cool: Die Spieler- und Städtetableaus kommen allesamt als fette Double-Layer-Boards daher! Dadurch lassen sich die Ressourcen wunderbar schubsen, ohne zu verrutschen, und die Markt-Karten können ganz bequem unter die Kanten der Städte geschoben werden. Auch gesleeved passen sie unter das Board, nur leicht schwieriger. Die beiden anderen Boards (Markt und Dom) kommen auf etwas dünnerer Pappe daher, was aber völlig in Ordnung geht.

Das Spielmaterial besteht aus farblich passenden Holzscheiben für die Leisten, den 4 Zertifikatsmarkern für das eigene Board, einem Siegpunktmarker mit bedrucktem Renaissance-Portrait und 3 beidseitig bedruckten Händler-Figuren pro Spieler. Richtig schick: Jeder Händler sieht individuell aus, sogar über die verschiedenen Spielerfarben hinweg! Hier schiebt man also keine seelenlosen Standard-Meeple durch die Städte, sondern standgerecht gekleidete Meeple. Alles ist aus Holz gefertigt. Dazu gibt es noch einen kleinen Stanzbogen mit den Bonusmarkern für die Baustelle und die Städte sowie rund 100 Karten im platzsparenden Mini-Euro-Format.

Das beiliegende Papp-Insert ist bunt bedruckt und hat in den Fächern kleine Symbole, sodass jedes Material seinen festen Platz hat. Vom Aufbau her erinnert das ein bisschen an die klassischen U-förmigen Graben-Inlays, nur dass es hier zwei separate Fächer gibt. Es ist kein hochkomplexes Gametrayz-Wunder und füllt am Ende des Tages vor allem viel Luft im Karton. Der hätte sicher auch etwas flacher ausfallen können, wobei er auch so schon nicht übergroß ist und gut ins Regal flutscht.

Das Spielmaterial selbst ist komplett sprachneutral. Die Anleitung wird es zum Start allerdings erst mal nur auf Englisch und Italienisch geben. Auf Nachfrage, ob auch eine deutsche Version oder andere Sprachen geplant sind, kam vom Verlag: „Soon more Info“. Eine Lokalisierung ist also wohl nicht gänzlich ausgeschlossen und es müsste ja wirklich nur die nicht allzu umfangreiche Anleitung und das kleine Appendix übersetzt werden.

Auch wenn es auf dem ersten Blick in den Karton nicht so aussieht, braucht das Spierl durch die vielen Tableus und Kartenauslagen doch schon einiges an Platz auf dem Tisch.

Bewertung

Opera Magna ist ein rundum gelungenes und vergleichsweise flott gespieltes Eurogame, bei dem mechanisch einfach alles nahtlos ineinanderfließt. Für die veranschlagten ~49 € ist das Spiel auch noch preislich eine echte Ansage. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man hier bedruckte Holzfiguren und hervorragende Double-Layer-Boards bekommt. Von mir gibt es hier jedenfalls eine ganz klare Empfehlung!

Im September startet das Spiel auf Gamefound als Express-Kampagne. Das bedeutet: Die Boxen sind dann bereits fertig produziert und liegen quasi schon versandbereit im Lager. Und wo gibt es heute im Crowdfunding-Dschungel noch ein neues Brettspiel, das schlanke 49 € kostet und auch noch kurze Zeit nach Kampagnenende direkt bei dir auf dem Tisch landet? Richtig! Genau hier. Also schnapp dir deinen Holzhammer, regulier den Markt und zeig den alten Renaissancelern mal, wie man eine Baustelle analog rockt, ohne dass direkt 140 Jahre vergehen!

Nun ist auch das Aufbau- und Regelvideo Online, welches du hier findest.

Wie wir bewerten haben wir euch hier aufgeschrieben.


(c) Copyright Ludus Magnus Studio

Grafik(en) und Bild(er) von analog rockt

Das Spiel ist ein Rezensionsexemplar. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden und spiegelt meine persönliche Meinung wider.


Crowdfunding-Wochenschau KW 28/2026: Drunagor kehrt zurück, Kemet wächst und zwei Strategie-Schwergewichte

06. Juli 2026 um 12:40
Crowdfunding-Wochenschau KW 28/2026: Drunagor kehrt zurück, Kemet wächst und zwei Strategie-Schwergewichte

Auf den Crowdfunding-Plattformen fällt in dieser Woche vor allem eines auf: Gamefound bestimmt das Geschehen. In dieser Ausgabe der Crowdfunding-Wochenschau stellen wir Ihnen vier laufende Kampagnen vor, die für Brettspielerinnen und Brettspieler im deutschsprachigen Raum einen zweiten Blick wert sind. Zwei davon sind erst am 30. Juni gestartet und haben ihr Finanzierungsziel bereits weit hinter sich gelassen, zwei weitere laufen seit dem 23. Juni und steuern auf ihr Kampagnenende zu. Die Auswahl folgt festen Kriterien und ist keine Kaufempfehlung: Eine hohe Finanzierungsquote sagt etwas über die Aufmerksamkeit aus, nicht über die Qualität am Spieltisch.

Chronicles of Drunagor: Aftermath (Gamefound)

Den auffälligsten Start legte Chronicles of Drunagor: Aftermath hin. Gestartet am 30. Juni, steht die Kampagne von Creative Games Studio am 6. Juli bei rund 712.000 US-Dollar und damit bei etwa 1.400 Prozent des Ziels von 50.000 US-Dollar. Sie läuft noch bis zum 16. Juli.

Aftermath ist ein eigenständiger kooperativer Dungeon-Crawler für 1 bis 5 Personen, empfohlen ab 16 Jahren, mit einer Spielzeit von rund 45 Minuten pro Szenario. Herzstück ist das über ein Jahrzehnt entwickelte Aktions-Cube-System, über das Sie die Aktionen Ihrer Helden planen und auslösen, dazu kommen taktische Kämpfe und dreidimensional aufgebaute Begegnungen. Als Standalone setzt der Titel keinen der Vorgänger voraus, richtet sich mit seiner Materialfülle aber klar an ein Vielspiel-Publikum.

Kemet: The Gates of Thonis (Gamefound)

Die zweite Neuvorstellung des 30. Juni ist Kemet: The Gates of Thonis. Der Verlag Kolossal Games sammelte bis zum 6. Juli rund 210.000 US-Dollar ein, das entspricht etwa 1.400 Prozent des mit 15.000 US-Dollar niedrig angesetzten Ziels. Die Kampagne läuft noch bis zum 21. Juli.

Anders als die Drunagor-Box handelt es sich hier nicht um ein eigenständiges Spiel, sondern um eine große Erweiterung für Kemet: Blut und Sand, den Area-Control-Titel von Jacques Bariot und Guillaume Montiage. Gates of Thonis bringt neue Karten und Spielplan-Felder sowie eine zentrale neue Mechanik rund um das titelgebende Tor, gedacht für 2 bis 6 Personen und rund 90 Minuten Spielzeit ab 14 Jahren. Für den deutschsprachigen Raum relevant: Das Basisspiel ist als Kemet: Blut und Sand auf Deutsch bei Pegasus Spiele erschienen, für die Erweiterung wird dieses Grundspiel benötigt.

Siege Perilous (Gamefound)

Siege Perilous läuft bereits seit dem 23. Juni und steht am 6. Juli bei rund 76.000 US-Dollar, das sind etwa 510 Prozent des Ziels von 15.000 US-Dollar. Bis zum 17. Juli bleibt noch Zeit.

Das Spiel des Studios Play to Z schickt 1 bis 4 Ritter durch zwölf Königreiche des sagenhaften Britanniens von König Artus. Mechanisch bewegt es sich im Euro-Bereich mit Worker-Placement- und Würfelelementen: Sie reisen zwischen Orten wie Burgen, Häfen, Märkten und dem Wald Sauvage, nehmen Aufgaben an und sammeln Ansehen. Auffällig ist die Optik, die Illustrationen sind nach Verlagsangaben von Hand gemalt und an mittelalterliche Buchmalerei angelehnt. Die Spielzeit gibt der Verlag mit rund 120 Minuten an, empfohlen ab 14 Jahren.

Nippon: Genro und Nippon: Zaibatsu (Kickstarter)

Der einzige große Kickstarter-Vertreter dieser Woche ist Nippon: Genro und Nippon: Zaibatsu von CrowD Games. Seit dem 23. Juni sind rund 295.000 US-Dollar zusammengekommen, etwa 590 Prozent des Ziels von 50.000 US-Dollar. Die Kampagne endet am 16. Juli.

Im Kern geht es um zwei Dinge: die große Erweiterung Nippon: Genro und eine Neuauflage des Grundspiels Nippon: Zaibatsu. Zaibatsu ist ein anspruchsvolles Wirtschafts-Euro von Nuno Bizarro Sentieiro und Paulo Soledade, in dem Sie im Japan der Meiji-Ära ein Firmenkonglomerat aufbauen, in Industrien investieren, Fabriken und Bahnlinien errichten und Märkte mit Waren sättigen. Die Erweiterung ergänzt neues Material und wendet sich an Vielspielerinnen und Vielspieler, die das Grundspiel bereits kennen oder es gemeinsam mit der Erweiterung neu erwerben möchten. Angeboten werden englischsprachige Ausgaben, für Französisch gibt es ein separates Regel-Add-on.

Einordnung

Auf der Spieleschmiede lief in dieser Woche keine Brettspiel-Kampagne, die unsere Kriterien erfüllt, die dort auffindbaren Titel waren bereits abgeschlossen. Kickstarter steuerte mit Nippon einen einzigen, dafür gewichtigen Beitrag bei, das übrige Feld gehört klar Gamefound. In der kommenden Woche werten wir die nächsten Neustarts wieder nach denselben Kriterien aus.

Paralives – Ein erster Einblick – (Early Access)

23. Juni 2026 um 09:00

Artikelbild-ParalivesDas Ende Mai im Early Access erschienene Singleplayerspiel Paralives ist eine neue, lang erwartete Lebenssimulation. Wie dieses Leben aussieht, entscheiden ganz alleine die Spieler*innen. Das Spiel hat schon jetzt eine solide und gut spielbare Grundlage, aber das kleine Entwickler*innenteam Paralives Studio hat sich noch viel für die Zukunft vorgenommen.

Dieser Beitrag wurde von Ayleen Schmidt geschrieben

Crowdfunding-Wochenschau KW 26/2026: Concordia, A Life und drei weitere Kampagnen

22. Juni 2026 um 12:24
Crowdfunding-Wochenschau KW 26/2026: Concordia, A Life und drei weitere Kampagnen

In der Kalenderwoche 26 vom 22. bis 28. Juni 2026 stehen gleich mehrere große Brettspiel-Kampagnen kurz vor dem Ziel oder haben Rekordsummen gesammelt. Wir haben fünf Projekte auf Gamefound, Kickstarter und der Spieleschmiede herausgesucht, die für Sie im deutschsprachigen Raum besonders interessant sind. Drei davon enden noch in dieser Woche, also bleibt nur wenig Zeit. Alle Zahlen geben den Stand vom 22. Juni 2026 wieder.

Gamefound

Concordia Special Edition

Der Euro-Klassiker Concordia Special Edition von Designer Mac Gerdts ist auf Gamefound zurück und hat bis zum Abschluss am 30. Juni bereits über 3,5 Millionen Euro von mehr als 14.000 Unterstützenden eingesammelt, gut 7.000 Prozent des Ziels. Concordia erschien ursprünglich 2013 beim deutschen PD-Verlag und steht mit Platz 29 der BoardGameGeek-Rangliste seit Jahren weit oben unter den Aufbau-Strategiespielen.

Im Kern ist Concordia ein kartengesteuertes Wirtschaftsspiel im Römischen Reich für 1 bis 6 Personen. Jede Person startet mit demselben kleinen Kartensatz, kauft im Spielverlauf weitere Karten und nutzt sie sowohl für Aktionen als auch als Siegpunkte am Spielende. Würfel oder Zufallseffekte gibt es nicht, gewonnen wird über vorausschauende Planung. Die Special Edition bündelt das Grundspiel mit überarbeiteter Gestaltung, einer Holzausstattung und der neuen Erweiterung Barbarica.

A Life

A Life vom hessischen Verlag Skellig Games läuft noch bis zum 25. Juni, also rund drei Tage, und hat mit etwa 46.300 Euro schon 462 Prozent des Ziels erreicht. In dem Spiel für 1 bis 4 Personen ab 8 Jahren durchlaufen Sie ein ganzes Leben, von der Geburt bis ins Alter, und sammeln dabei Ressourcen wie Wissen, Erfahrung, Träume und Geld.

Welche Erfahrungen Sie wählen, prägt die inneren Werte Ihrer Figur, und genau diese Werte entscheiden am Ende, wofür Sie Punkte bekommen. Nicht die reichste oder erfolgreichste Person gewinnt, sondern wer am stimmigsten nach den eigenen Werten gelebt hat. Eine Partie dauert etwa 60 Minuten. A Life erscheint auf Deutsch.

Altera

Altera von IV Studio, den Machern von Tend und Moonrakers, läuft noch bis zum 29. Juni und steht aktuell bei rund 631.000 US-Dollar, mehr als dem Zwölffachen des Ziels. Es ist ein kompetitives Euro-Spiel für 1 bis 6 Personen mit einer Spielzeit von etwa 90 Minuten ab 14 Jahren.

Altera kombiniert klassisches Worker Placement mit einem Beutelbau-Mechanismus für Würfel: Statt nur Arbeiter einzusetzen, ziehen Sie Würfel aus einem Beutel, den Sie über die Partie hinweg verändern. Wechselnde Sonderfähigkeiten sorgen laut Verlag dafür, dass sich der Aufbau von Partie zu Partie unterscheidet. Die Kampagne läuft auf Englisch.

Kickstarter

War of the Dragon: The Wheel of Time

Mit War of the Dragon: The Wheel of Time bringt Dire Wolf, bekannt für Dune: Imperium und Clank!, das erste Brettspiel zu Robert Jordans Fantasy-Reihe Das Rad der Zeit auf den Tisch. Die Kickstarter-Kampagne endet bereits am 23. Juni und hat über 1 Million US-Dollar von mehr als 5.200 Unterstützenden gesammelt, rund das Zwanzigfache des Ziels.

Mechanisch verbindet das Spiel Tableaubau, Set Collection und Gebietskontrolle. Sie spielen Karten aus, um Rohstoffe zu erzeugen, Verbündete zu rekrutieren und Truppen über die Karte zu bewegen, während ein Rad den Fortschritt Ihrer Figur anzeigt. Es gibt zwei Modi: einen Helden-Modus für 2 bis 4 Personen und einen Epos-Modus für genau 2 Personen.

Spieleschmiede

A Place for All My Books

Gemütlich wird es bei A Place for All My Books von Smirk & Dagger, das in Deutschland über den Kobold Spieleverlag läuft. Die Spieleschmiede-Kampagne endet in zwei Tagen und steht bei rund 18.250 Euro, gut 300 Prozent des Ziels. In dem Sammel- und Sortierspiel für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren räumen Sie Bücherstapel in die Zimmer Ihrer Wohnung ein.

Über mehrere Runden legen Sie Bücher nach Mustern und Themen ab und erfüllen persönliche Projekte, die Punkte bringen. Die Spielzeit liegt bei etwa 15 bis 20 Minuten pro Person. Für Solospielende ist eine eigene Variante mit der Figur Penelope Eveready enthalten.

kritisch gespielt: Dito!

Von: Tobias
16. Juni 2026 um 21:58
Dito - Box

Dito - BoxDito! von Martin Ang – erschienen bei Game Factory Ganz entgegen meiner Gewohnheit beginne ich mit einem Zitat. Der französische Moralist und Essayist meinte einst: "Nichts wirkt so eintönig wie ständige Zustimmung." Der gute Mann hat niemals DITO! gespielt und dabei die unheimliche Freude der Übereinstimmung gefühlt. Thema: Auch wenn das Cover Ufo, Taco, Spiegelei und die […]

Der Beitrag kritisch gespielt: Dito! erschien zuerst auf fjelfras.de.

Altera auf Gamefound: Euro-Spiel mit Würfelbeutel

11. Juni 2026 um 10:35
Altera auf Gamefound: Euro-Spiel mit Würfelbeutel

Auf Gamefound läuft seit dem 9. Juni 2026 die Kampagne zu Altera, einem kompetitiven Euro-Spiel von IV Studio, den Machern von Tend und Moonrakers. Statt auf dem Schlachtfeld tragen die Spielenden ihre Konflikte beim jährlichen „Ascension Festival” aus: mit Würfeln aus dem eigenen Beutel, entsandten Emissären und dem Ringen um Reputation in drei Gilden.

Eckdaten

PunktAngabe
TitelAltera
Studio/VerlagIV Studio (Nashville, USA; IV Workshop LLC)
DesignerMax Anderson, Zac Dixon, Austin Harrison, Toby Sarnelle
Spielerzahl1 bis 4 (Grundspiel), 5 bis 6 mit Erweiterung
Spielzeitrund 90 Minuten (laut BGG 60 bis 120)
Alterab 14 Jahren
MechanikenWürfelbeutel-Building (Bag-Building), Würfeln, gleichzeitige Aktionswahl, Worker Placement
Spiellänge7 Runden
Komplexität (BGG)3,0 von 5
PlattformGamefound
Laufzeit9. bis 29. Juni 2026
BGGID 469367, Erscheinung 2027

Worum es geht

Altera spielt in einer namensgebenden Bergstadt, in der die großen Fraktionen ihre Konflikte nicht im Krieg lösen, sondern beim jährlichen Ascension Festival. Der Leitgedanke der Welt: Ehrgeiz, Einfallsreichtum und Zusammenhalt formen eine bessere Zukunft als jede Schlacht. Aus dieser Prämisse zieht das Spiel sein Thema, ein kompetitives Wettstreiten um Ansehen statt um Territorien.

So spielt sich Altera: Bag-Building und Worker Placement

Altera ist ein Euro-Spiel mit Würfelbeutel-Building. Über sieben Runden ziehen die Spielenden ihre Würfel aus dem eigenen Beutel und würfeln sie aus. Anschließend entsenden sie Emissäre: Die Würfelergebnisse bestimmen, welche Aktionen verfügbar sind, und der Einsatzort des Emissärs legt fest, bei welcher der drei Gilden Reputation anfällt. Würfelpool und Placement greifen so ineinander, ohne dass eines das andere vollständig aussticht.

Am Ende jeder Runde erhält in jeder Gilde diejenige Person Prestige, die dort die meiste Reputation gesammelt hat. Danach rutscht sie ans Ende der jeweiligen Gilden-Leiste und macht so Platz für die Konkurrenz. Dieser Mechanismus hält den Wettlauf offen: Ein Vorsprung in einer Gilde wird sofort wieder zurückgesetzt. Ziel ist es, über die sieben Runden genug Prestige zu sammeln, um in den High Council aufzusteigen.

Ob der Kern des Spiels stärker im direkten Mehrheitenwettlauf oder im parallelen Engine-Aufbau liegt, lässt sich vor Erscheinen des Spiels noch nicht abschließend sagen. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal gegenüber reinen Worker-Placement-Titeln ist die gleichzeitige Aktionswahl: Alle Spielenden handeln parallel, was Wartezeiten minimiert und die Mehrheitenkonfrontation verdichtet. Laut Verlag verändern sich zudem die Spezialfähigkeiten von Partie zu Partie, was für wechselnde Ausgangslagen sorgt. BGG ordnet Altera mit einem Gewicht von 3,0 von 5 im mittleren Kennerspiel-Bereich ein.

Spielerzahl und Solo

Das Grundspiel ist auf 1 bis 4 Spielende ausgelegt. Die Kampagne nennt 1 als Mindestspielerzahl; ein Solo-Modus ist also enthalten. Welches Format dieser annimmt (Automa, eigenständiger Modus oder anderes), ist auf der Kampagnenseite noch nicht ausgeführt. Auf BGG ist das Spiel mit 2 bis 6 Spielenden gelistet; die Solo-Angabe stammt von der Kampagne. Wer zu fünft oder sechst spielen möchte, benötigt die separat erhältliche „5-6 Player Expansion”. Wie stark sich die Spielerfahrung bei zwei, vier oder sechs Personen unterscheidet, ist vor Erscheinen des Spiels noch nicht einschätzbar.

Spielzeit

Gamefound gibt eine Partiedauer von rund 90 Minuten an. Die BGG-Seite nennt einen weiteren Korridor von 60 bis 120 Minuten, was sich gut mit Spieleranzahl und Erfahrungsgrad erklären lässt.

IV Studio: die Macher hinter Altera

Hinter Altera steht IV Studio aus Nashville (juristisch IV Workshop LLC). Das Team hat zuvor unter anderem Tend, Moonrakers, Veiled Fate, Mythic Mischief und Brink veröffentlicht. Ursprünglich war IV Studio ein Animationsstudio mit Kunden wie Amazon, Oracle, Netflix, Nike, Bad Robot und Cartoon Network. Mit Altera tritt das Studio in ein mechanisch schichtenreicheres Gebiet ein als mit früheren Titeln: Bag-Building und gleichzeitige Aktionswahl stehen neben dem gewohnten Production-Anspruch. Als Designer nennt BGG ein Quartett: Max Anderson, Zac Dixon, Austin Harrison und Toby Sarnelle. Zac Dixon ist Mitgründer des Studios und war bereits an Moonrakers und Veiled Fate beteiligt.

Pledges und Add-ons

Klassische, stufenweise freigeschaltete Stretch Goals setzt die Kampagne nicht ein. Die drei beworbenen Upgrades, eine Neopren-Spielmatte, Holz-Upgrades und Shard-Upgrades, sind als kostenlose Add-ons bereits in jedem Pledge enthalten. Die Stufen unterscheiden sich vor allem über die Komponenten; spielerisch relevant ist allein die 5-6-Spieler-Erweiterung. Alle Preise in US-Dollar (Kampagnenpreis / spätere UVP):

  • Altera (Grundspiel, 1 bis 4 Spielende): 69,99 / 79,99. Vollständiges Spiel inklusive der drei Gratis-Add-ons.
  • Altera + 5-6 Player: 99,99 / 124,99. Ergänzt das Material für 5 bis 6 Spielende, die einzige Stufe mit spielerischem Mehrwert.
  • Altera + Metal + Dice Trays: 124,99 / 149,99. Metallmünzen und vier Würfeltabletts, eine reine Material-Aufwertung.
  • Altera + 5-6P + Metal + Dice Trays: 159,99 / 214,99. Kombination aus Erweiterung und Material-Upgrades.
  • Altera All-in: 239,99 / 304,99. Alles aus den anderen Stufen plus sechs Wood Villa Boards.

Einzeln erhältliche Add-ons: Metallmünzen (29,99), Würfeltabletts Grundspiel (39,99), Würfeltabletts 5-6 Spieler (19,99), zwei Wood Villa Boards (29,99) und Kartenhüllen (15,00). Als Zahlungsoptionen bietet Gamefound eine Ratenzahlung („Stretch Pay”) sowie das abgesicherte „Stable Pledge” an. Zur Pledge-Struktur der Concordia Special Edition bietet sich ein Vergleich an, wer einordnen möchte, wie diese Art von Kampagne typischerweise aufgebaut ist.

DACH-Relevanz und deutsche Ausgabe

Bislang ist nur eine englischsprachige Ausgabe für 2027 angekündigt, herausgegeben von IV Studio. Eine deutsche Lokalisierung ist nicht bekannt. Wer mitmachen möchte, bestellt über Gamefound und importiert das Spiel in den DACH-Raum. Da Altera mit Karten und wechselnden Spezialfähigkeiten arbeitet, ist von englischsprachigen Textkomponenten auszugehen. Für deutschsprachige Tische bleibt Altera damit vorerst ein Importtitel, ähnlich wie andere Importtitel über Gamefound.

Einordnung: Momentum ja, Urteil noch nicht

Die Kampagne läuft stark: Bei einem Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar standen am 11. Juni 2026 rund 420.900 US-Dollar von etwa 2.633 Unterstützenden auf der Uhr, also gut 840 Prozent. Dieser Stand ist eine Momentaufnahme und steigt täglich. So eindeutig dieses Backer-Interesse ist, so vorsichtig sollte man die Bewertungslage lesen: Der BGG-Schnitt von 8,29 von 10 beruht auf nur 17 Wertungen, und das Spiel ist noch ungerankt. Das ist eine sehr frühe, vorläufige Datenbasis und taugt nicht als Qualitätsbeleg.

Fazit

Altera bündelt gleich mehrere beliebte Euro-Bausteine, Bag-Building, gleichzeitige Aktionswahl und Worker Placement, in einem friedlichen Wettstreit-Thema und einem mittleren Komplexitätsgrad. Für Fans von Bag-Building, die ein kompetitives Spiel ohne direkten Konflikt suchen, lohnt der Blick auf die Kampagne. Eine eigene Wertung sprechen wir aus, sobald uns ein fertiges Exemplar vorliegt.

Interview with Javier Romero Designer of Partizan! The War in Yugoslavia, 1941-1944 (Walter’s War) from Kilovolt Studio

Von: Grant
04. Mai 2026 um 14:00

We became familiar with the work of Javier Romero when we played his game Lion of Judah: The War for Ethiopia, 1935-1941 from Compass Games in 2017. Since that time, we have done 6 designer interviews with him for World War Africa: The Congo 1998-2001 in Modern War No. 52 from Strategy & Tactics PressSoviet Fallout: The Nagorno-Karabakh War: 1992-1994 in Modern War No. 54 from Strategy & Tactics PressSantander ’37 from SNAFU DesignThe Chaco War, 1932-1935 in World at War #86 from Decision Games, Caporetto: The Italian Front 1917–18 in Strategy & Tactics Magazine #337 from Decision Games and most recently Bosnian War 1992-1995 in Strategy & Tactics Magazine #351 from Decision Games. A few months ago, I saw where Javier was redesigning a formerly published game of his from World at War Magazine called Partizan! The War in Yugoslavia, 1941-1944 from a Chinese wargame publisher called Kilovolt Studio. I immediately reached out to him and he was more than willing to talk with us.

Grant: Javier welcome back to the blog. What historical period does your new game Partizan! cover?
What did you want the title to imply to the players?

Javier: Many thanks. Glad to be back.

Well, I wouldn’t call it a “new” design. A first version of Partizan! was published in World at War Magazine back in 2011. Partizan! is a simulation of the Guerrilla warfare in World War II, from the Axis invasion in the spring of 1941 to late 1944, when the Soviet forces entered the region and the guerrilla struggle ended in the south and east of the country, even though the war iWan Yugoslavia would go on until May 1945.

The title, of course, evokes the epic of the Partisan struggle, the foundational myth of the Communist Yugoslav regime of Josip Broz Tito, “Tito” is a prime example of “Sic Transit Glory Mundi” if there is one. Upon his death, in May 1980, Tito went from being idolized at home and hailed abroad as one of the most outstanding leaders of the 20th century, to being reviled in his own country and all but forgotten abroad.

Grant: Who is publishing this new edition of the game?

Javier: Chinese editor Kilovolt Studio did this new edition.

Grant: How has the game changed from its original publication in 2011 in World at War Magazine?

Javier: It is a boxed version complete with upgraded graphics, a sturdier map and pre-rounded counters. The editor added errata, rules and counters that were left behind from the original version and later published as add-ons online and in later issues of World at War Magazine. Apart from that, the game is basically the same.

Grant: What was your inspiration for this game? Why did you feel drawn to the subject?

Javier: Well, that region of the world (let’s call it Southeastern Europe – “Balkans” can be found offensive by the locals for a number of reasons) is one of my pet subjects, so to speak. So far I have designed several games on WWII in Yugoslavia (Partizan!, Balkans ’44) as well as on the Yugoslav Wars of Independence in the 1990s, including War Returns to Europe: Yugoslavia 1991 and Bosnian War for Strategy & Tactics. As mentioned in earlier interviews, I have travelled extensively across former Yugoslavia and the neighboring countries and always had a great time there.

Grant: What was your design goal with the new edition?

Javier: The game mechanics basically remain the same, although the editor added an important element that was left out from the first edition, namely the Chetniks or Yugoslav royalists that played a key role in the war.

For the Chinese wargaming public, this subject has a particular interest as well because in the People’s Republic of China the Partisan epic (one of the ideological/propaganda foundations of Socialist Yugoslavia) was, and is, wildly popular so much so that the Chinese edition is called Walter’s War. “Walter’s War” refers to the 1972 Yugoslav film Walter Defends Sarajevo (Serb Croatian: Valter brani Sarajevo) based loosely on the military feats of Vladimir Peric, aka “Valter”, who defended Sarajevo during the German retreat from the southern Balkans in late 1944.

Walter’s War is one of the most famous examples of the “Partisan movies” subgenre, a series of films on the Partisan epic made in Yugoslavia between the 1960’s and the 1980’s. It was particularly popular in the Eastern bloc countries-on the year of its release, it was viewed by some 300 million people in the People’s Republic of China alone. Fifty years later, it is still something of a cult movie in China and other countries.

Chinese poster of Walter’s War.

Grant: What type of research did you do to get the details correct? What one must read source would you recommend?

Javier: Thankfully, over the last 20 years quite a few books have been written on the Yugoslav War. This interest in guerrilla warfare was partly due to the use of historical models to understand modern insurgencies such as Iraq in the GWOT years.

Another historical player that began to receive long overdue attention were the Yugoslav Royalists, or Chetniks, that until the early 21st century were almost forgotten or considered a footnote when compared with the Partisan epic of Tito and his guerrilla army. The military museum in Belgrade, Serbia reflects this perfectly. The first time I visited the military museum there were two floors, one dedicated to praise the feats of Tito and his partisan army, the other covering the rest, from Medieval times to the 1999 War against NATO. The second time I visited the museum, in the early years of the 21st century, I found out that the “Partisan” area was closed for reforms, and all Communist era exhibitions were being replaced with exhibitions dedicated to Col. Draza Mihailovic and his Chetniks.

Grant: What from World War II in Yugoslavia was most important to model?

Javier: Simulating what was de facto a three player game (Partisans, Chetniks, Axis and local Allies).

The third player – the Chetnik – presents a major problem. Basically, they didn’t fight the Axis- their policy was to wait for the Western Allies to arrive while preparing for the final showdown against the Communists. On the other hand, while the Partisans had a central command, the Chetniks were a loose coalition of local leaders that followed orders when it suit them to do so, and often reached temporary agreements with the occupying forces to fight the Communist Partisans. Tito had mobile troops which could operate everywhere and hit the enemy targets without concern about the inevitable and brutal enemy reprisals. In fact, the reprisals ended up being a source of recruits for his Partisan army. Mihailovic’s units, however, were strictly territorial, and he could not control them. Most of them (especially the Chetnik units in Bosnia) recognized him only as an honorary leader, but only followed their orders when, and if they matched with their own priorities. So, in practice, the Chetniks are not a “player” in the game, but they can be mobilized by the two players (Axis and Partisans) depending on a number of circumstances.

Grant: What is the scale of the game?

Javier: Turns are quarterly (three months per turn, covering from mid 1941 to late 1944). So to speak, each turn condenses several major operations and smaller actions.

Grant: What different unit types does each side have access to?

Javier: Being a guerrilla war in the Balkans, the standard unit is leg infantry, of course. There are a handful of motorized/armored and cavalry units, but almost all units are infantry. There are air support markers and a Special Forces unit or two.

Grant: What is the anatomy of the counters?

Javier: Units have two basic factors: conventional and guerrilla combat. Guerillas, of course, are better at guerrilla combat, regular units are better at conventional Combat. There are two Combat Tables, guerrilla and conventional-which that is used depends on leadership, initiative and terrain. A guerrilla force fighting in forest or mountain hexes for example has a better chance of using the Guerrilla Table. A conventional unit fighting in a railroad or clear hex has better chance of using the conventional table.

Grant: What is the general Sequence of Play? What type of experience did you want the Sequence of Play to invoke?

Javier: In general, the Guerrilla player has the initiative, while the Axis player has to react. The turn begins with the guerrilla phase were the Partisan player determines resources receives and recruits/upgrades units. This is followed by the objective placement phase, where players deploy a number of targets on map representing intelligence on possible targets provided by their network of spies and other intel sources. Then the Guerilla player moves and attacks targets, and/or enemy units. After that the Axis action phase begins. Upon receiving reinforcements, the Axis player may attack guerilla units. However, catching guerrillas can be difficult-they can easily avoid being forced to fight in particular in forest areas.

The Axis player begins the game with large forces (Germans, Croatians, Italians, Hungarians, Bulgarians) while the Partisan begins with a handful of odreds (detachments). However, as the play goes on, the Italians surrender and the Axis player is increasingly stretched thin. Besides, Bulgarians and Hungarians cannot move from their respective regions. The German and Croatian policies in Yugoslavia all but ensured that the population would join the Partisans.

Grant: What is the layout and area of Yugoslavia covered by the game map?

Javier: The map covers all of Yugoslavia and neighboring areas, from Slovenia to Macedonia and parts of Hungary, Albania and Bulgaria. The map contains all charts and tables needed to play.

Grant: What strategic pinch points does the terrain create?

Javier: Terrain is important, like in the systemic cousin Red Partisans (published by Paper Wars in 2025). Forest, mountains and swamps are the Partisan’s friend. Avoid flat terrain, and particularly railway hexes, that can be reinforced quickly. However, railroads are a major objective of the Partisans, so the Partisan player must strike a balance here.

Grant: What is your focus on Zones of Control in the game?

Javier: In general there are no Zones of Control. Zones of Control are exerted depending on the unit and terrain type. Regular units, for instance, do not exert ZOC on mountain or forest hexes for Partisan units.

Grant: What is the Guerrilla Political Phase? What does this represent from the history?

Javier: Basically, it represents the prestige of the Partisans among the local populace and abroad. If the guerilla player attacks at least one ground attack against an Axis ground unit, they roll for Tito’s Prestige. The higher the prestige, the more resources he can receive from the Western Allies. Tito’s prestige begins at box 1. When it reaches box 6, the Partisans can receive extra resources and the support of the Balkan Air Force (Allied bombers). When it reaches level 7, the Partisans can deploy and use a British Special Force unit, the 2nd SAS.

This simulates the increasing prestige of the Partisan guerrillas among the Western Allies, who initially opted to provide support to the Monarchist forces of Col. Mihailovic. After the reports by the Deakin mission came from Yugoslavia in 1943, and thanks also to ULTRA intercepts, Tito began to be regarded as the only effective guerrilla movement fighting the Germans, while Mihailovic did nothing, or, even worse, reached agreements with the enemy occupiers to fight the partisans.

Grant: What is the Allied Landing Scare roll? What does this represent?

Javier: Several of the major Axis anti-partisan drives in Yugoslavia (Operations Schwarz, Weiss…) were launched with the objective of clearing the coastal areas from hostile guerrillas and prepare the defense of the Balkans against an expected Allied landing. Beginning with 1943, there were several “landing scares” that had all sides (Partisans, Chetniks, Axis) scrambling to occupy the best coastal positions before the arrival of the Western Allies.

For instance, in January 1943, fearing Allied landings in the Balkans, the Axis launched Operation Weiss (White), the largest anti-partisan drive to date, involving 90,000 troops, aimed at destroying Tito’s stronghold at Bihac. Tito planned to move back to Serbia and Eastern Bosnia to destroy the Chetnik forces there before they could join forces with the Western Allies.

Grant: What is the purpose of the Weapons Cache markers? How are they concealed in combat?
How does combat work?

Javier: Weapon Cache markers represent weapons sent by the Western Allies along with arms captured to the enemy, used to improve Partisan detachments into Partisan brigades and divisions.

Grant: What is the makeup of the Combat Results Table? What unique odds are represented and why?

Javier: There are two Combat Tables, guerrilla and conventional-which one is used depends on leadership, initiative and terrain. A guerrilla force fighting in forest or mountain hexes for example has better chances of using the Guerrilla Table. A conventional unit fighting in a railroad or clear hex has better chances of using the conventional table.

Grant: How do Replacements and Withdrawals work?

Javier: The Guerilla player collects replacements-the more territories they control, the more replacements received. Control of towns greatly increases recruitment, but guerrilla units are much more vulnerable in urban terrain. Axis reprisals increased the number of recruits. They also receive “weapons caches” that can be used during the game. They represent clandestine weapon factories, and, as the game goes on and Tito gains popularity among the Western Allies, they represent weapons shipments from the West. Certain game results yield weapons caches as well. These can be used to upgrade partisan units into Brigades and Divisions.

The Axis reinforcements and replacements work differently-They receive a fixed number of replacements per turn, with the exception of “Allied landing scare” turns, when they received extra replacement with which to launch anti partisan drives and clear the coastal areas of Partisans.

Grant: How are Artillery, Air and Naval Support handled?

Javier: There are no artillery units in the game. It is modeled into the regular brigades and divisions. There are only two air support markers that add or decrease odds shifts in attack or defense.

The Partisan army, of course, had no air support units, although they can receive the support of the Allied “Balkan Air Force”. The Axis has only one marker -Yugoslavia was very low on the priority list of the Luftwaffe. Naval Support is handled by the “Partisan navy” counter that provides an odd shift in attack or defense in combats in coastal hexes. The Partisan navy counter enters play after the Italian surrender.

Grant: How do players win the game?

Javier: The Partisan player can add Victory Points by blocking railway lines from resource centers (there are five on map) to Germany. This represents the disruption of resource exploitation in the Balkans. Another way to score Victory Points is to destroy objectives such as fuel depots, train stations or bridges, or rescue downed Allied pilots, determined prior to the turn by the objective table. During the Victory check phase of each turn, the Partisan player rolls 1D6 for each objective marker under their control and adds the corresponding modifier for that objective. Destroying a Dam, for instance, adds +3 to the die roll. The final result is the number of VP’s scored for that objective. Control of towns and cities at the end of a turn gives extra VP’s to the Partisan player. (Control of towns and cities, even temporary, allow Partisans to recruit extra manpower and liquidate collaborationists).

Finally, “Landing scare” turns allows the Partisan player to earn VP’s for controlling port towns and cities, from Bar in Montenegro to Zara/Zadar in Croatia. This simulates the chaotic fight that followed the Italian armistice of September 1943. The Italians controlled large parts of former Yugoslavia, and their surrender ignited a race to arrive first to the huge caches of arms and supplies in the Italian zone, in a free for all between Partisans, Germans and Chetniks. Tito was furious at the Allies for not warning him of the upcoming Italian surrender. Some of the Italian forces joined the Partisans against their former Croat-German allies. This is included in the game as well.

The Axis player must try to deny VP’s to the Partisan player, and make him pay dearly for every VP gained: each guerrilla ground unit eliminated deducts 10 VP. The Axis can also kill Tito. If Tito is eliminated, the Partisan player loses 2 VP’s at the start of each subsequent turn, and their prestige is reduced to 1, so they receive no more extra resources from the Western Allies. The Axis player can try an assassination attempt with the 500 SS Parachute Battalion that historically tried to kill or capture Tito in May 1944, in operation “Knight’s Move”.  

Grant: What type of an experience does the game create?

Javier: The game creates a cat-and-mouse experience, quite similar to the history, where the Axis launched constant anti-partisan drives but Tito and his Partisan army always escaped to fight another day, despite of suffering huge casualties. By the mid to late game, after the Italian surrender, the Partisans are too powerful and the Axis player lacks enough resources to launch mass offensives, thus remaining mostly on the defensive. It is now time for the Partisans to gain as much terrain as possible before the arrival of the Soviet forces in the Fall of 1944.

Grant: What are you most pleased about with the design?

Javier: I think that the game gives a fair idea of what happened in Yugoslavia in 1941-44. It was an extremely complex situation, with many different national and political loyalties at play. The Axis conduct of the Balkan counterinsurgency was a case study of how not to wage a guerrilla war. Their policies, and in particular that of the Croat state, created the perfect conditions for the Communist movement to thrive and take over: they destroyed the existing authority, set the different nationalities against each other, but lacked sufficient strength and brute force to impose a different system. The final result was anarchy and an ideal situation for the triumph of a revolutionary war, which Tito exploited to the fullest.

Grant: What has been the response of playtesters?

Javier: As far as I know, many players really enjoy the Partisan hidden movement rules in Partizan! and found the cat-and-mouse game play quite engaging. They appreciate the combination of simple rules, short playtime, and asymmetrical game play, with a full game often completed in just one day. The scoring mechanism, which rewards destroying objectives, forces Partisan players to carefully consider their strategy—whether to focus on scoring points or increasing their forces. Axis players get a true feeling of frustration of counterinsurgency operations.

Facing an Axis player with a good memory can sometimes be challenging for the Partisan side. Partisans can counter this by swapping the positions of units within the same hex. Overall, the game offers a simple yet enjoyable take on Partisan warfare. Although some players find it a bit troublesome to place markers every turn, the Chinese edition includes tables and numbered markers to help the setup. Most players find the experience enjoyable.

Grant: What other designs are you working on?

Burmese tribal irregulars in Burma ’45 (World at War #109)
“Black Brigades”. Fascist counterguerrilla forces in Forgotten Front: Italy 1944-45 (S&T 359)

Javier: Strategy & Tactics just published Pensacola 1779-82, and soon will be publishing Forgotten Front: Italy 1944-45. Curiously enough, in these games are featured both irregular and conventional forces. In Forgotten Front, for instance, guerrilla and counter guerilla operations play a key role as the ORBAT includes not only regular Axis and Allied divisions and brigades, but also Italian partisans and Fascist Italian counter guerrilla forces, such as the infamous Black Brigades. Pensacola 1779-82 includes irregulars, militias and Indian levies that are highly useful for recon, foraging and to harass enemy regular forces.

World at War will publish my design on the 1945 Burma campaign, where (again) guerrillas played a decisive but little known role.

I am currently working on a number of designs for Decision Games, Paper Wars and Banzai Magazine. I am currently working on the playtest and development of Aragón ’38 for SNAFU Design and Battle for the Mediterranean for VUCA. You can see here some spectacular previews of Battle for the Mediterranean by Pablo Bazerque here.

A look at the board for the upcoming Battle for the Mediterranean from VUCA Simulations.

As always, thanks for your time Javier in answering our questions as I know you are a busy man and always have lots of interesting gaming subjects on your design table.

-Grant

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